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Paul Craig Roberts muss sich beim irakischen Volk entschuldigen.

AUTOR:  Qais NAWWAF

Als Iraker habe ich großen Anstoss  genommen an Paul Craig Roberts herablassendem Artikel  Moslemische Zwietracht: Eine Religion in sich selbst gespalten  im Counterpunch vom 2. März 2010. Roberts behauptet kühn, dass  der Grund, weshalb die Amerikaner noch im Irak sind, darin liegt, dass die Iraker einander mehr hassen als die amerikanischen Invasoren . Roberts schiebt den grössten Teil der Gewalt im Krieg den Irakern selbst in die Schuhe. Es entbehrt wohl jeder Logik, dass nach dem Mord an 200 000 Menschen im Krieg von 1991, dem Tod von 1.7 Millionen während der 12 Jahre dauernden Sanktionen, dem Mord an mehr als 1.2 Millionen in noch einem weiteren Krieg, der brutalen militärischen Besatzung und dem hemmungslosen Gebrauch von weißem Phosphor und abgereichertem Uran, die Iraker sich selber mehr Schaden zugefügt haben sollen als die Vereinigten Staaten. Es ist eine ebenso bizarre Behauptung wie die Klagen der Zionisten über den palästinensischen Widerstand in einer asymmetrischen Kriegssituation; während Israel Atomwaffen besitzt, Panzer und F 16-Flugzeuge, mit denen sie in Gaza im vergangenen Jahr über 1400 Menschen ermordet haben, sollen die Palästinenser die Hauptlast der Kritik wegen des Todes von 13 Israelis tragen. Roberts herablassende Versicherung, dass die Iraker sich selbst mehr geschadet haben als die USA, ist ein Echo von Donald Rumsfelds wahnhafter Aussage:  Je schneller die Iraker ihr eigenes Volk verteidigen können und Gewinne erzielen können, desto schneller werden sie selbstversorgend und nicht abhängig von fremden Truppen und internationalem Beistand sein.
Roberts beleidigt auch den irakischen Widerstand, indem er behauptet, dass er der amerikanischen Supermacht Verluste  in seiner Freizeit zufüge , wenn er gerade nicht die Schiiten bekämpft. In völligem Übersehen von 1400 Jahren islamischer Geschichte verleitet eine einzige Sportauseinandersetzung Roberts zu der Schlussfolgerung, dass  Moslems nicht einmal miteinander spielen können . Dieser Fokus auf ein isoliertes Ereignis ist selektiv, da Roberts sich nicht zu erinnern scheint, dass Sunniten und Schiiten gemeinsam den Sieg der irakischen Fußballmannschaft beim Asian Cup 2007 feierten. Selbst wenn wir annehmen, dass Iraks Moslem für den Geschmack von Roberts nicht vereint genug sind, so scheint er auch die entscheidende divide-and-conquer Rolle [nach dem lateinischen divide et impera = teile und herrsche. D. .] der USA im Irak nicht zu kennen. Er scheint sich auch nicht der Aufstellung schiitischer und kurdischer Truppen durch die USA bewusst zu sein, zur Bekämpfung sunnitischer Städte, wie etwa Fallujah im November 2004. Er weiß nichts von der politischen und finanziellen Unterstützung der USA für die sektiererische Parteien, Politiker und Kleriker. Er versäumt es auch, die Rolle Israels beim Säen der Saat der Zwietracht im Irak zu erwähnen, wie sie in dem schändlichen  „A Strategy for Israel“  (Eine Strategie für Israel) aus den 80-er Jahren umrissen wurde. Roberts weiß auch nichts von dem 17-jährigen Othman aus A’athamiya, einem jungen Iraker, der ertrank, nachdem er beinahe ein Dutzend Iraker gerettet hatte, als die A’imma Brücke in Bagdad 2005 einstürzte. Er hat auch die gemeinsamen Sunniten-Schia-Feiern für Muntazar Zaidis Schuhwürfe auf Bush  Übersehen. Die US-Medien-Giganten, die zum Krieg gehetzt haben, haben jedes Interesse daran, Geschichten von der Einheit Iraks zu schmällern oder gar zu ignorieren. Es ist bedauerlich, dass Roberts sich hergibt, die Iraker  in gleicher Weise zu behandeln.
Man fragt sich, ob Herr Roberts dieselbe Bürde des Weißen Mannes gezeigt hätte und die  sich falsch aufführenden  unterdrückten Völker verunglimpft hätte, indem er die einheimischen amerikanischen Stämme gerügt hätte, die möglicherweise uneinig waren, während ihr Land von den weißen Siedlern gestohlen wurde. Hätte Herr Roberts sich in den Streit zwischen der Nation of Islam und Malcolm X eingeschaltet? Hätte er die moralische Autorität aufgebracht, zwischen der gewaltlosen Philosophie Martin Luther Kings Jr. und dem Engagement von Malcolm X für die Freiheit nötigenfalls mit allen Mitteln zu richten? Hätte er sich selbst zum Richter zwischen den Nord- und Südvietnamesen aufgeschwungen? Abfällige Vorschläge den Unterdrückten zu machen, ist nicht Aufgabe von  Solidaritäts -Aktivisten. Wenn Roberts sich das Recht nimmt, die Iraker zur Einheit zu mahnen, dann sind die Iraker weitaus mehr berechtigt, den Amerikanern einschließlich Roberts zu sagen, ihre rechten, linken, Klassen- und Rassenunterschiede beiseitezulegen, um sich sinnvoll zu mobilisieren, die siebenjährige Besatzung  unseres Landes zu beenden (mit  sinnvoll  meine ich wirkungsvoller als die symbolischen Anti-Kriegs-Proteste bei jedem Jahrestag des Krieges). Und wenn sie ein bisschen freie Zeit haben, könnten die Iraker den Amerikanern auch sagen, sich in ihren lähmenden Streitereien über die Gesundheitsfürsorge zusammenzuschließen.
Es ist hinreichend frustrierend, wenn die Betreiber der US-Kriegsmaschine und ihre Sprachrohre in den herrschenden Medien sich auf die Iraker in einer herablassenden Sektierer-Sprache beziehen. Und es ist noch weit enttäuschender, wenn jene, die in der  Anti-Kriegs -Bewegung tätig sind, und die angeblich mit den Irakern solidarisch sind, eine solch spalterische, respektlose Sprache verwenden.
Ich rufe Herrn Roberts auf, sich bei dem belagerten irakischen Volk zu entschuldigen, den Opfern von zwei Jahrzehnten brutaler Außenpolitik seines Landes, die mit seinen Steuergeldern finanziert wurde, dass er ein solch unverdientes Portrait von ihm veröffentlicht hat.

Bei dem Versuch der Sicherheitskräfte Afghanistans, Mitglieder der Nord-Atlantischen Terror-Organisation (NATO) festzunehmen, sind heute im Norden Afghanistans bedauerlicherweise drei deutschen Terroristen, die sich der Verhaftung mit Waffengewalt widersetzt haben, ums Leben gekommen.

Sicherheitskräften zufolge dient der Norden Afghanistans nach wie vor deutschen Terroristen der Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO als Unterschlupf. Zwar wurden in der jüngeren Vergangeheit weite Teile Nordafghanistans von der Herrschaft des internationalen Terrorismus befreit, doch berichtete der Sender Al-Jazeera kürzlich, dass sich in Kunduz immer noch ein größeres Lager deutscher Teroristen befindet, wo sich mehr als 1000 deutsche Terrristen versteckt halten sollen. Auch wenn weite Teile Afghanistans inzwischen befreit sind, leben viele Afghanen wegen der Terrorplage nach wie vor unter völlig menschenunwürdigen Bedingungen.

Erst kürzlich sind bei Bombenanschlagen der Terrororganisation NATO in Afghanistan wieder mal 140 Menschen auf einen Schlag gestorben. Afghanische Sicherheitsexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Bevölkerung des Herkunftslandes der Terroristen den internationalen Terrorismus der NATO nicht deshalb unterstützt, weil sie sadistishe Neigungen befriedigen will, sondern deshalb, weil sie mit Waffen der Massenverblödung systematisch zur Unterstützung des internationalen Terrors erzogen wurde. Besonders deutlich zeige sich die skrupellose Indoktrinierung daran, dass deutsche Terrorführer sogar ihre Kinder mit Terrorpropaganda bombardieren, um sie dann direkt von der Schulbank weg als Terroristen anwerben zu können.

Afghanischen Sicherheitsexperten zufolge nutzen die Fürsten der deutschen Terrorpropaganda mit ihren Massenverblödungswaffen die Unterwürfigkeit, Borniertheit und Arroganz der deutschen Bevölkerung aus und verklären den Terrorismus der NATO euphemistisch zu Sicherheitspolitik und humanitärer Hilfsleistung. Die tatsächlichen Ziele der Nord-Atlantischen Terror-Organisation in Afghanistan, nämlich der Schutz des Drogennachschubs für die internationale Drogenhandelsorganisation CIA, die Errichtung von dauerhaften Terrorbasen für Terrorangriffe auf den Iran und China und die Eroberung von Transportwegen für Öl und Gas wird von der Terrorpropaganda systematisch verschwiegen.

Quelle

US-Präsiden Obama hielt heute in Kairo eine Rede die als historisch
eingestuft wurde! Die Rede wurde noch bevor sie angedacht war, in 250 Sprache übersetzt und zeitlich in Sondersendungen, im Internet, in der Sesamstraße und in der Lindenstraße übertragen. Was aber viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass jene angeblich so „vollständige“ Rede, wie sie von der USA verbreitet werden, eigentlich eine gekürzte Version ist:

http://amerikadienst.usembassy.de/us-botschaft-cgi/ad-detailad.cgi?lfdnr=2365

Tatsächlich hatte Obama in einem Ehrlichkeitsanfall eine Rede verfasst, die
wirklich als Revolutionär hätte eingestuft werden können. Jene Rede wurde aber vom Stab des Weißen Hauses derart zusammengestutzt, dass nur noch jenes Gerüst übrig blieb, welches er garniert mit seinem Lächeln herausgeben durfte und veröffentlicht wurde. Uns liegt aber aus geheimen Quellen das Originalmanuskript vor, welches in nur einer einzigen Version aus dem Weißen Haus herausgeschmuggelt werden konnte, bevor alle revolutionären Passagen gestrichen wurden.

Zur Unterscheidung im Folgenden die veröffentlichte Rede in Braun, und die
herausgestrichenen Passagen in blau.

Vielen herzlichen Dank. Guten Tag. Ich fühle mich
geehrt, in Kairo zu sein, dieser zeitlosen Stadt, und Gast zweier
bemerkenswerter Institutionen zu sein. Seit mehr als eintausend Jahren ist die Al-Azhar Universität ein leuchtendes Beispiel für islamische Bildung, und seit mehr als einhundert Jahren ist die Universität von Kairo eine Quelle des ägyptischen Fortschritts.

Das liegt daran, dass wir bestimmen, wer in Ägypten regiert und jener Diktator bestimmt, wer in Al-Azhar lehrt. Dadurch hat sich die
ursprünglich von wirklich großen islamischen Gelehrten beherrschte Lehrstätte zu unserer Propagandainstitution entwickelt. Und wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass die Regierung in Ägypten unsere Interessen vertritt und weiterhin in die ehemalige Kornkammer Afrikas unser Korn importiert und in jeder Hinsicht von uns abhängig bleibt.

Und gemeinsam stehen Sie für die Harmonie zwischen
Tradition und Fortschritt.

Sie leben die Tradition mittelalterlicher Gewaltherrscher, und wir den Fortschritt der Moderne, und so lange Sie sich uns unterwerfen, wie es die ägyptischen Herrscher willfähriger tun, als wir es verlangen, stehen sie für Harmonie mit uns.

Ich möchte mich für Ihre Gastfreundschaft und die
Gastfreundschaft der Bürger Ägyptens bedanken. Ich bin auch stolz darauf, die guten Wünsche der amerikanischen Bevölkerung und einen Friedensgruß der muslimischen Gemeinden in meinem Land übermitteln zu können: Salam alaikum.

Ich bin zwar nicht autorisiert im Namen der muslimischen Gemeinden in den USA irgendwelche Grüße zu übermitteln, aber zum einen wagt es in den USA niemand meine Autorisierung anzuzweifeln und in Ägypten werden unsere Herrscher schon dafür sorgen, dass auch hier niemand an meinen
Worten zweifelt.

Wir kommen in einer Zeit großer Spannungen zwischen
den Vereinigten Staaten und den Muslimen überall auf der Welt zusammen – Spannungen, die in historischen Kräften verwurzelt sind, die über jede gegenwärtige politische Debatte hinausgehen.

Sie wissen genau so gut wie ich, dass jene „Historie“ noch kein Jahr alt ist. Und wir wissen, dass jene Verbrecher bei uns frei herumlaufen dürfen und ich auch niemals vorhabe, sie zur Rechenschaft für ihre Verbrechen ziehen, aber durch meinen Charme und mein Lächeln werde ich Sie schon davon überzeugen, dass man mit schönen Worten die gleichen Verbrechen fortsetzen und noch ausbauen kann, die zu so vielen Spannungen geführt haben, ohne dass sie es merken werden.

Die Beziehungen zwischen dem Islam und dem Westen
umfassen Jahrhunderte der Koexistenz und Kooperation, aber auch Konflikte und religiöse Kriege.

Die Koexistenz bestand darin, dass wir ihre Rohstoffe ausgebeutet haben, und sie dafür Diktatoren erhalten haben, die uns gedient haben. Und die Kooperatorin unserer Geheimdienste ist sicherlich als vorbildlich zu bezeichnen, insbesondre gegen Ihre Bevölkerungen.

In der jüngsten Vergangenheit wurden die Spannungen
durch Kolonialismus genährt, der vielen Muslimen Rechte und Chancen versagte und einem Kalten Krieg, in dem mehrheitlich muslimische Länder zu oft als Stellvertreter benutzt wurden, ohne dass dabei Rücksicht auf ihre eigenen Bestrebungen genommen wurde.

Das war aber auch nicht nötig, denn wir haben es immer Verstanden unsere schamlosen Verbrechen zu verniedlichen. Genau so bezeichne ich die jahrzehntelangen und bis heute anhaltenden Besatzung, Massenmorde, wie
jüngst in Gaza, Vergewaltigungen und Verstümmelungen durch unsere innovative Uran-Entsorgung Verniedlichend als „Spannungen“, und sie werden darauf auch noch applaudieren, so dumm wie Sie sind.

Darüber hinaus hat der weitreichende Wandel, der von
der Moderne und der Globalisierung herbeigeführt wurde, dazu geführt, dass viele Muslime den Westen als feindlich gegenüber den Traditionen des Islams erachteten.

Denn eigentlich gibt es sonst kaum einen Anlass dafür. Schuld ist das Internet und die Globalisierung und nicht unsere Politik und unsere Soldaten.

Gewalttätige Extremisten haben diese Spannungen in einer kleinen, aber starken Minderheit der Muslime ausgenutzt.

Es sind nur Ihre Extremisten schuld, wir hingegen waren schon immer schuld- und fehlerfrei. Sobald sie das verstehen, werden sie diese Rede auch richtig verstehen können. So lange Sie aber die Vorstellung haben, dass wir irgendetwas mit Ihrem unberechtigten Hass gegen uns zu tun hätten, werden wir uns weiterhin verteidigen müssen. Dafür haben Sie doch sicherlich
Verständnis.

Die Anschläge vom 11. September 2001 und die fortgesetzten Bemühungen dieser Extremisten, Gewalt gegen Zivilisten zu verüben, hat einige in meinem Land dazu veranlasst, den Islam als zwangsläufig feindlich nicht nur gegenüber den Vereinigten Staaten und Ländern des Westens zu betrachten, sondern auch gegenüber den Menschenrechten. All das hat zu weiteren Ängsten und mehr Misstrauen geführt.

Wir haben uns stets nur verteidigt, und wir werden uns auch in Zukunft verteidigen.

Solange unsere Beziehungen von unseren Unterschieden
definiert sind, werden wir diejenigen stärken, die eher Hass als Frieden verbreiten, und diejenigen, die eher Konflikte fördern als die Zusammenarbeit, die den Menschen in allen unseren Ländern helfen könnte, Gerechtigkeit und Wohlstand zu erreichen. Dieser Kreislauf der Verdächtigungen und Zwietracht muss enden.

Sie müssen endlich aufhören, uns zu beschuldigen für all die Verbrechen, die wir aus Ihrer Sicht begangen haben, denn wir begehen von Natur aus keine Verbrechen. Und Sie müssen endlich aufhören, unsere Gefängniswärter in Guantanamo zu beschuldigen, unrecht zu begehen und unsere lieben Soldaten, die in der ganzen Welt Friedensarbeit leisten.

Ich bin nach Kairo gekommen, um einen Neuanfang zwischen den Vereinigten Staaten und den Muslimen überall auf der Welt zu beginnen.

Denn Ihr Widerstand wird langsam zu teuer für uns, und wir müssen wieder zu dem Zustand zurück, in dem Sie uns als Imperium widerstandslos anerkannt haben.

Einen Neuanfang, der auf gemeinsamen Interessen und
gegenseitiger Achtung beruht und auf der Wahrheit, dass die Vereinigten Staaten und der Islam die jeweils andere Seite nicht ausgrenzen und auch nicht miteinander konkurrieren müssen.

Ich betone: Sie müssen aufhören mit uns zu konkurrieren, mit unserer Industrie oder mit unseren Soldaten, denn das können wir nicht vertragen!

Stattdessen überschneiden sich beide und haben gemeinsame Grundsätze – Grundsätze der Gerechtigkeit und des Fortschrittes, der Toleranz und der Würde aller Menschen.

Diese Grundsätze sehen so aus, dass wir in Guantanamo unverändert, im Irak unverändert, in Afghanistan verschärft und in Palästina noch verschärfter die Würde aller Menschen verteidigen, und in Teilbereichen
helfen Sie uns ja diesbezüglich auch.

Natürlich weiß ich, dass sich nicht alles über Nacht ändern kann. Ich weiß, dass im Vorfeld viel über diese Rede gesprochen wurde,
aber keine einzelne Rede kann die Jahre des Misstrauens hinwegfegen, noch kann ich in der Zeit, die mir heute Nachmittag zur Verfügung steht, all die komplexen Fragen beantworten, die uns an diesen Punkt gebracht haben. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir, um Fortschritte machen zu können, einander offen sagen müssen, was uns auf dem Herzen liegt, und das wird zu häufig nur hinter verschlossenen Türen getan.

Bisher haben wir ihre Meinungen immer nur in Kerkern erfahren, nachdem wir Ihnen reichlich Wasser – dass ja einige reinigende Wirkung in Ihrer Religion hat – zur Verfügung gestellt haben, insbesondere ihrer Kopfregion. Zukünftig würden wir Ihre Meinung gerne bereits vorher erfahren, damit wir geeignete Maßnahmen darauf ausrichten können.

Wir müssen uns darum bemühen, einander zuzuhören,
voneinander zu lernen, uns gegenseitig zu respektieren und Gemeinsamkeiten zu finden.

Unsere Wärter in Guantanamo haben Ihnen wirklich sehr geduldig zugehört, wenn Sie zwischen der Bereitstellung von Wasser etwas von sich gegeben haben. Und da ich nicht vor habe, jene Leute zu belangen, werden wir auch in Zukunft hinreichend Menschen haben, die Ihnen zuhören. Und so werden
wir die Gemeinsamkeit finden, wie sie reden werden und wir Ihnen zuhören. So lange Sie all das reden, was wir von Ihnen erwarten, dass Sie es sagen, wie die Verantwortlichen der ägyptischen Regierung und deren Hofgeistliche an der Al-Azhar Universität, die auch israelischen Spitzenpolitikern die Handreichen, so lange werden wir immer Gemeinsamkeiten finden.

Wie der Heilige Koran uns lehrt: ”Sei Gott gewärtig und spreche immer die Wahrheit.“ Das werde ich heute versuchen – ich werde die Wahrheit sagen, so gut ich das kann; demütig angesichts der Aufgabe, die vor uns liegt, und fest in meinem Glauben, dass die Interessen, die uns als Menschen gemein sind, viel stärker sind als die Kräfte, die uns entzweien.

Und die Wahrheit ist, dass ich selbst vor allem die Interessen der USA und der Israel-Lobby in den USA vertrete und auch zukünftig vertreten werde, und wenn es so scheint, dass ich etwas auf Sie zugehe, dann nur deshalb, weil mich die Israel-Lobby dazu drängt, da Ihre Feindschaft gegen die USA auch Israel schadet. So viel Widerstand haben wir seit Jahrzehnten nicht mehr gespürt, und meine Aufgabe ist es, mit meinem Charme und meinem Lächeln Ihren Widerstand gegen unsere Herrschaft zu vermindern.

Diese Überzeugung beruht teilweise auf meinen eigenen Erfahrungen. Ich bin Christ, aber mein Vater stammt aus einer
kenianischen Familie, zu der Generationen von Muslimen gehören. Als Junge lebte ich mehrere Jahre in Indonesien und hörte bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang den Ruf des Adhan. Als junger Mann arbeitete ich in Gemeinden Chicagos, wo viele
Menschen im muslimischen Glauben Würde und Frieden fanden. Als Geschichtsstudent weiß ich auch um die Schuld der Zivilisation gegenüber dem Islam. Es war der Islam – an Orten wie der Al-Azhar Universität – der das Licht der Bildung über
so viele Jahrhunderte getragen und den Weg für die europäische Renaissance und Aufklärung bereitet hat. Es waren Innovationen in muslimischen Gesellschaften, durch die die Ordnung der Algebra entstanden, unser magnetischer Kompass und die
Instrumente der Navigation, unsere Fähigkeit Federhalter herzustellen und unsere Beherrschung des Drucks sowie unser Wissen um die Verbreitung von Krankheiten und wie sie geheilt werden können. Die islamische Kultur hat uns majestätische
Bögen und hohe Gewölbe beschert, zeitlose Poesie und geschätzte Musik, elegante Kalligraphie und Orte der friedlichen Kontemplation. Im Verlaufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz und ethnischen Gleichberechtigung demonstriert.

Und das ist eine Gefahr, die wir in Zukunft bannen müssen, um unsere Herrschaft zu bewahren. Denn falls Sie wirklich zum Islam zurückkehren und ihre eigenen Ideale verwirklichen, hätten wir keine Chance gegen sie, selbst wenn wir unsere Massaker erhöhen würden. Insofern müssen wir dafür sorgen, dass Sie auch weiterhin von unseren Marionettendiktatoren
beherrscht werden, wie hier in Ägypten.

Ich weiß auch, dass der Islam immer ein Teil der amerikanischen Geschichte gewesen ist. Die erste Nation, die mein Land anerkannte, war Marokko. Bei der Unterzeichnung des Vertrags von Tripolis im Jahre 1796 schrieb unser zweiter Präsident, John Adams: “Die Vereinigten Staaten hegen in ihrem Innern gegenüber den Gesetzen, der Religion oder dem Frieden der
Muslime keinerlei Feindseligkeit.“

Das bleibt so lange der Fall. so lange sie sich Ihren Herrscher unser Gnaden in fast allen Ihren Ländern unterwerfen. Wenn aber irgendein Volk sich davon befreit, dass werden wir Ihnen erklären müssen, dass Frieden nur unter unserer Herrschaft möglich ist.

Seit ihrer Gründung haben amerikanische Muslime die
Vereinigten Staaten bereichert. Sie haben in unseren Kriegen gekämpft, in unserer Regierung gedient, sich für Bürgerrechte eingesetzt, Unternehmen gegründet, an unseren Universitäten gelehrt, hervorragende Leistungen in unseren Sportstätten gebracht, Nobelpreise gewonnen, unser höchstes Gebäude erbaut und die Olympische Fackel entzündet.

Besonders die amerikanischen Muslime, die für uns in Afghanistan und Irak gekämpft haben, sind uns sehr wertvoll!

Und als vor kurzem der erste muslimische Amerikaner
in den Kongress gewählt wurde, legte er den Amtseid zur Verteidigung unserer Verfassung auf den gleichen Heiligen Koran ab, der in der Bibliothek eines unserer Gründungsväter stand – Thomas Jefferson. Ich habe den Islam auf drei Kontinenten kennengelernt, bevor ich in die Region gekommen bin, wo er zuerst verkündet wurde. Diese Erfahrung leitet meine Überzeugung, dass eine Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und dem Islam auf dem basieren muss, was der Islam ist, und nicht auf dem, was er nicht ist. Und ich sehe es als Teil meiner Verantwortung als Präsident der Vereinigten Staaten an, gegen negative Stereotype über den Islam vorzugehen, wo auch immer sie auftreten mögen.

Jegliche Kritik am Islam der Regierungen von Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Marokko, Oman und anderen westhörigen Diktatoren darf und soll in Zukunft verhindert werden.

Aber das gleiche Prinzip muss für die muslimischen
Wahrnehmungen der Vereinigten Staaten gelten. Genauso wie Muslime nicht groben Stereotypen entsprechen, entsprechen auch die Vereinigten Staaten nicht dem groben Stereotyp eines nur an sich selbst interessierten Imperiums.

Unser Imperium ist auch in Ihnen und allen anderen Kolonien und Rohstofflieferanten interessiert.

Die Vereinigten Staaten sind eine der größten Quellen für Fortschritt, die die Welt jemals gesehen hat.

Keine andere Macht der Welt hat jemals Atomwaffen oder Chemiewaffen in solchen Umfang eingesetzt. Keine andere Macht der Welt kann so
viel Uran in fremden Ländern kostengünstig über Gewehrläufe verbreiten, ohne dass jemals eine Regierung der Welt protestiert.

Wir sind aus einer Revolution gegen ein Weltreich
hervorgegangen. Unser Land wurde auf den Idealen gegründet, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, und wir haben über Jahrhunderte gekämpft und Blut vergossen, um diesen Worten Bedeutung zu verleihen – innerhalb unserer Grenzen und in der übrigen Welt.

Wir haben der Welt bewiesen, dass alle Menschen gleich
sind, und alles was wir dafür tun mussten, ist, die Indianer auszurotten.

Wir sind von jeder Kultur in jedem Winkel der Erde geprägt und folgen einem einfachen Konzept: „E Pluribus Unum – aus vielen Eins.“

Alle haben so zu sein wie wir, damit wir eins werden.

Viel wurde über die Tatsache diskutiert, dass ein Afroamerikaner mit dem Namen Barack Hussein Obama zum Präsidenten gewählt wurde. Meine persönliche Geschichte ist aber gar nicht so einzigartig. Der Traum von Chancen für alle Menschen ist nicht für jeden in den Vereinigten Staaten wahr geworden, aber seine Versprechungen bestehen weiterhin für alle, die in unser Land kommen. Dies schließt nahezu sieben Millionen amerikanische Muslime ein, die heute in unserem Land Leben, und die übrigens über ein Einkommen und einen Bildungsstand verfügen, der über dem amerikanischen Durchschnitt liegt.

Außer sie dienen in der Armee. Zudem haben wir die Regierungsverantwortung im Land derart verteilt, dass der Präsident auch
jederzeit ausgewechselt werden kann, ohne dass es auffällt, außer im meinem Fall, denn keiner kann so gut lächeln wie ich.

Außerdem ist die Freiheit in den Vereinigten Staaten untrennbar mit der Freiheit der Religionsausübung verbunden. Das ist der Grund, warum in jedem Staat unserer Union eine Moschee und es insgesamt mehr als 1.200 Moscheen innerhalb unserer Landesgrenzen gibt. Das ist auch der Grund, warum die
US-Regierung vor Gericht gegangen ist, um die Rechte der Frauen und Mädchen zu schützen, die das Hijab tragen wollen, und um diejenigen zu bestrafen, die es ihnen verwehren wollen.

Zugegebenermaßen hat jedes Land in Europa mehr Moscheen
bezogen auf die Zahl der muslimischen Bürger, aber auch bei uns sitzt keine Frau mit Kopftuch an irgendeiner Schaltstelle des Staates oder im Senat oder Kongress. Dafür haben wir aber viele Putzfrauen mit Kopftuch, sogar auch
Nichtmuslimas.

Es besteht also kein Zweifel: Der Islam ist ein Teil der Vereinigten Staaten. Ich glaube, dass die Vereinigten Staaten in sich die
Wahrheit tragen, dass wir alle, unabhängig von der Hautfarbe, der Religion oder der Lebensphase, gemeinsame Ambitionen haben – in Frieden und Sicherheit zu leben, Bildung zu erhalten, und in Würde zu arbeiten und unsere Familien, Gemeinden und Gott zu lieben. Das sind Dinge, die wir alle anstreben. Das ist die Hoffnung aller Menschen.

Ja, sie haben richtig gehört! Die USA tragen die Wahrheit in sich! Und wer das versteht, darf dann auch Gott, also die Wahrheit, also die USA lieben.

Natürlich ist die Anerkennung unserer gemeinsamen
Menschlichkeit erst der Anfang unserer Aufgabe. Worte alleine können die Bedürfnisse der Menschen in unseren Ländern nicht befriedigen. Diese Bedürfnisse können nur befriedigt werden, wenn wir in den kommenden Jahren mutig handeln, und wenn wir verstehen, dass die Herausforderungen, vor denen wir stehen, gemeinsame Herausforderungen sind, und ein Versagen uns allen schaden wird. Aus den jüngsten Erfahrungen haben wir gelernt, dass wenn ein Finanzsystem in einem Land geschwächt wird, der Wohlstand überall davon betroffen ist. Wenn ein
neuartiges Grippevirus einen Menschen infiziert, wir alle gefährdet sind. Wenn eine Nation den Erwerb von Atomwaffen anstrebt, das Risiko eines Atomwaffenangriffs für alle Nationen steigt. Wenn gewalttätige Extremisten in einer Bergregion operieren, Menschen auf der anderen Seite des Ozeans gefährdet
sind. Und wenn Unschuldige in Bosnien und Darfur abgeschlachtet werden, es ein Schandfleck auf unserem kollektiven Gewissen ist. Das bedeutet es, im 21. Jahrhundert die Welt gemeinsam zu bewohnen. Das ist die Verantwortung, die wir
vor einander als Menschen haben.

Daher ist es am sichersten, wenn sie die Atomwaffen, die Verbreitung von Viren und das Management für den Hunger in Afrika uns überlassen!

Das ist eine schwierige Verantwortung, die wir übernehmen müssen. Die menschliche Geschichte war oft geprägt von Nationen und Stämmen – und auch Religionen- die einander aufgrund ihrer eigenen Interessen unterjochten. In dieser neuen Ära ist dieses Verhalten aber völlig sinnlos. Angesichts unserer gegenseitigen Abhängigkeit wird jede Weltordnung, die eine
Nation oder Gruppe über andere erhebt, unweigerlich scheitern.

Es muss alles so bleiben, wie es ist. Sie dürfen sich nicht über die USA und Israel erheben und wir werden uns in Zukunft über keine neuen Staaten erheben, über die wir uns noch nicht erhoben haben, denn es gibt auch andere Methoden, widerspenstige Staaten zu beherrschen.

Ganz gleich, was wir also über die Vergangenheit denken, wir sollten nicht zu ihren Gefangenen werden. Unsere Probleme müssen durch Partnerschaft gelöst und Fortschritt muss geteilt werden.

Die Gefangenen in Guantanamo und der Negev-Wüste können wir nur erlösen, wenn wir zukünftig keine neuen Gefangenen machen müssen. Und das ist möglich, wenn Sie erkennen, dass Ihr Problem dadurch gelöst wird, dass Sie unser Partner werden, gemäß unseren Vorgaben, wie dieses Land, in dem ich diese Rede halte.

Das heißt nicht, dass wir Ursachen für Spannungen ignorieren sollten. Das Gegenteil scheint mir vielmehr angebracht zu sein: Wir müssen uns diesen Spannungen direkt stellen. Lassen Sie mich in diesem Sinne so klar und so offen, wie mir das möglich ist, einigen speziellen Themen ansprechen, von denen ich glaube, dass wir uns ihnen endlich gemeinsam stellen müssen. Das erste Thema, dem wir uns stellen müssen, ist gewalttätiger
Extremismus in allen seinen Formen. In Ankara habe ich klar gesagt, dass sich die Vereinigten Staaten nicht mit dem Islam im Krieg befinden und das auch niemals sein werden. Wir werden uns jedoch unnachgiebig gegen die gewalttätigen Extremisten stellen, die eine ernste Gefahr für unsere Sicherheit bedeuten, weil wir dasselbe ablehnen, was die Menschen aller Glaubensrichtungen ablehnen: Die Ermordung unschuldiger Frauen, Kinder und Männer. Und es ist meine oberste Pflicht als Präsident, die Bevölkerung der Vereinigten Staaten zu schützen.

Wenn hingegen unser Soldaten ihre Frauen und Kinder töten, dann geschieht dieses nicht aus Extremismus, sondern aufgrund von Freiheit und Demokratie, die sie so schwer verstehen. Daher darf man das nicht
miteinander vergleichen. Und wenn sich jemand in Guantanamo selbst tötet, dann ist das ein BEweis dafür, wie extrmistisch er war, und wir die Welt vor ihm geschützt haben.

Die Situation in Afghanistan zeigt die amerikanischen Ziele und die Notwendigkeit der Kooperation. Vor mehr als sieben Jahren haben die Vereinigten Staaten die Al Kaida und die Taliban mit breiter internationaler Unterstützung verfolgt.

Nachdem wir sie selbst geschaffen haben.

Wir haben das nicht getan, weil wir das tun wollten, sondern weil es eine Notwendigkeit war. Ich bin mir bewusst, dass es noch immer einige Menschen gibt, die die Ereignisse des 11. Septembers anzweifeln oder rechtfertigen würden. Aber lassen Sie uns ganz klar feststellen: Die Al Kaida hat an diesem Tag fast 3.000 Menschen getötet. Die Opfer waren unschuldige Frauen, Kinder und Männer aus den Vereinigten Staaten und vielen anderen
Ländern, die niemandem etwas getan hatten. Dennoch hat die Al Kaida diese Menschen unbarmherzig ermordet, sich mit dem Angriff gebrüstet und sagt sogar heute, dass sie entschlossen ist, einen massiven Angriff durchzuführen und viele Menschen zu töten. Sie haben in vielen Ländern Anhänger und versuchen ihre
Reichweite noch auszudehnen. Das sind keine Ansichten, über die diskutiert werden kann, es sind Fakten, mit denen man sich befassen muss.

Zugegeben, es ist auch Fakt, dass wir inzwischen das Hundertfache an unschuldigen Frauen und Kindern umgebracht haben, aber es macht
einen großen Unterschied, ob Extremisten morden oder wir zurecht töten.

Täuschen Sie sich also nicht: Wir wollen unsere Truppen nicht in Afghanistan lassen. Wir wollen dort keine Militärbasen einrichten. Es ist qualvoll für die Vereinigten Staaten, ihre jungen Frauen und Männer zu verlieren. Es ist kostspielig und politisch schwierig, diesen Konflikt fortzusetzen. Wir würden gerne jeden einzelnen unserer Soldaten nach Hause bringen, wenn wir sicher sein könnten, dass es in Afghanistan und jetzt auch in Pakistan keine gewalttätigen Extremisten gibt, die entschlossen sind, so viele Amerikaner wie möglich zu töten. Aber das ist zurzeit noch nicht der Fall.

Glauben Sie uns, es ist wirklich qualvoll für uns einen
eigenen Soldaten zu verlieren, viel qualvoller als hunderte afghanischer
Zivilisten zu ermorden.

Deshalb haben wir eine partnerschaftliche Koalition mit 46 Ländern geschlossen.

Über 150 Länder wollte leider nicht mitmachen und von diesen 46 sind auch schon viele abgesprungen.

Trotz der damit einhergehenden Kosten wird das amerikanische Engagement nicht nachlassen. In der Tat sollte keiner von uns
diese Extremisten tolerieren. Sie haben in vielen Ländern getötet. Sie haben Menschen unterschiedlichen Glaubens getötet – allerdings starben mehr Muslime als Anhänger anderer Glaubensrichtungen. Ihre Taten sind unvereinbar mit den
Menschenrechten, dem Fortschritt von Nationen und dem Islam. Der Heilige Koran lehrt, dass wenn jemand einen Unschuldigen tötet, es so ist, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und der Heilige Koran sagt auch, wenn jemand einen Menschen rettet, ist es so, als habe er die ganze Menschheit gerettet. Der fortdauernde Glaube von mehr als einer Milliarde Menschen ist so viel größer als der engstirnige Hass einiger weniger. Der Islam ist nicht Teil des Problems im Kampf bei der Bekämpfung des gewalttätigen Extremismus – er ist ein wichtiger Teil der Förderung des Friedens.

Sie müssen nur endlich verstehen, dass es qualvoll für uns ist, unsere Soldaten in Ihren Ländern zu verlieren und daher müssen Sie diese in Ruhe lassen.

Wir wissen auch, dass militärische Macht alleine nicht ausreicht, um die Probleme in Afghanistan und Pakistan zu lösen. Das ist
der Grund, warum wir vorhaben, jedes Jahr in den kommenden fünf Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar zu investieren, um in Partnerschaft mit der Bevölkerung Pakistans Schulen, Krankenhäuser, Straßen und Unternehmen aufzubauen und
hunderte Millionen Dollar, um denen zu helfen, die vertrieben wurden. Aus diesem Grund stellen wir mehr als 2,8 Milliarden Dollar bereit, um den Menschen in Afghanistan zu helfen, ihre eigene Volkswirtschaft aufzubauen und die Dienste bereitzustellen, auf die die Menschen angewiesen sind.

Das Geld kommt zwar nie in Ihrem Land an, oder wird nur zu Destabilisierungsmaßnahmen verwendet, aber der Mensch lebt ja schließlich nicht von Geld allein.

Lassen Sie mich auch das Thema Irak ansprechen. Im Gegensatz zu Afghanistan haben wir uns für den Krieg im Irak entschieden, was zu starken Meinungsverschiedenheiten in meinem Land und auf der ganzen Welt geführt hat. Obwohl ich glaube, dass es der irakischen Bevölkerung letztendlich ohne den Tyrannen Saddam Hussein besser geht, glaube ich auch, dass die Ereignisse im Irak die Vereinigten Staaten an die Notwendigkeit der Diplomatie und des internationalen Konsenses zur Lösung von Problemen erinnert haben, wann immer dies möglich ist. Wir erinnern uns in der Tat an die Worte von Thomas Jefferson, der sagte: „Ich hoffe, dass unsere Weisheit mit unserer Macht wachsen und uns
lehren wird: Je weniger wir unsere Macht einsetzen, desto größer wird sie sein.“ Heute haben die Vereinigten Staaten eine zweifache Verantwortung: Dem Irak zu helfen, eine bessere Zukunft aufzubauen – und den Irak den Irakern zu überlassen. Ich habe es gegenüber der irakischen Bevölkerung ganz klar gesagt, dass wir keine Basen errichten wollen und keine Ansprüche auf ihr Territorium oder Ressourcen erheben.

Die Basen haben wir schon errichtet und es gibt keinen Grund weitere aufzubauen, und die Ressourcen gehören ohnehin schon unsern Unternehmen.

Die irakische Souveränität gehört dem Irak allein. Daher habe ich den Abzug der Kampfbrigaden bis kommenden August angeordnet. Daher werden wir uns an unsere Vereinbarung mit der demokratisch gewählten Regierung im Irak halten und unsere Kampftruppen bis Juli aus irakischen Städten sowie unsere übrigen Soldaten bis 2012 aus dem Irak abziehen. Wir werden den Irak dabei unterstützen, Sicherheitskräfte auszubilden und seine Volkswirtschaft aufzubauen. Aber wir werden einen sicheren und geeinten Irak als ein Partner
unterstützen und niemals als Schutzmacht.

Als Partner werden wir ihnen stets erklären, dass sie das Öl niemals verstaatlichen dürften, da sie uns als Partner sonst verprellen würden.

Und schließlich dürfen wir, genauso wenig wie die
Vereinigten Staaten Gewalt von Extremisten tolerieren können, niemals unsere Prinzipien verändern oder vergessen. Der 11. September stellte ein enormes Trauma für unser Land dar. Die Angst und Wut, die er hervorrief, war verständlich, aber in einigen Fällen führte dies dazu, dass wir entgegen unseren
Traditionen und Idealen handelten. Wir unternehmen konkrete Schritte, um den Kurs zu ändern. Ich habe unmissverständlich den Einsatz von Folter durch die Vereinigten Staaten verboten und die Schließung des Gefangenenlagers in Guantánamo Bay bis Anfang kommenden Jahres angeordnet.

Sie haben mir geglaubt, und das liegt an meinem unglaublichen Charme und meinem Lächeln. Und so haben sie mich nie gefragt, warum wir eigentlich ein Jahr benötigen, um ein Gefängnis zu schließen. Bei Abu Ghraib haben wir das in wenigen Tagen geschafft, sämtliche Spuren zu vernichten.

Die Vereinigten Staaten werden sich also unter Achtung der Souveränität von Nationen und der Rechtsstaatlichkeit verteidigen. Und wir werden das in Partnerschaft mit den muslimischen Gesellschaften tun, die ebenfalls bedroht sind. Je eher die Extremisten isoliert und aus muslimischen
Gesellschaften vertrieben werden, desto schneller werden wir alle sicherer sein.

Und es dürfte klar sein, dass diese Selbstverteidigungsrecht allein für unser Imperium besteht und sie über solch ein Recht nicht verfügen. Ansonsten werden wir ernsthafte Probleme in der Partnerschaft haben.

Die zweite große Quelle für Spannungen, über die wir sprechen müssen, ist die Situation zwischen Israelis, Palästinensern und in der arabischen Welt. Die starken Bande der Vereinigten Staaten zu Israel sind allgemein bekannt. Diese Bande sind unzerbrechlich.

Solch ein Versprechen, völlig unabhängig davon, welche Verbrechen Israel noch begehen wird, ist zwar extremistisch, aber Sie sind zu blöd um das zu verstehen und werden mir dennoch applaudieren.

Sie basieren auf den kulturellen und historischen Verbindungen und dem Wissen um die Tatsache, dass das Streben nach einer
jüdischen Heimat in einer tragischen Geschichte verwurzelt ist, die nicht geleugnet werden kann. Überall auf der Welt wurden Juden seit Jahrhunderten verfolgt, und der Antisemitismus gipfelte in Europa in einem beispiellosen Holocaust. Morgen werde ich Buchenwald besuchen, das Teil eines Netzwerks von
Lagern war, in denen Juden während des Dritten Reichs versklavt, gefoltert, erschossen und vergast wurden.

Und es ist ja wohl klar, dass diePalästinenser dafür zu leiden haben, dass Juden in Europa verfolgt und massakriert wurden, das versteht doch jeder!

Sechs Millionen Juden wurden getötet – mehr als die gesamte jüdische Bevölkerung, die heute in Israel lebt. Diese Tatsache zu
leugnen ist bar jeder Grundlage, ignorant und abscheulich.

Und daher wird auch jeder von uns bekämpft werden, der den Mißbrauch dieser Verbrechen zu politischen Zwecken anprangert. Das ist unser Beitrag zur Freiheit der Meinungsäußerung.

Israel mit Zerstörung zu drohen – oder gemeine Stereotype über Juden zu wiederholen – ist zutiefst falsch und dient nur dazu,
bei den Israelis diese schmerzvollste aller Erinnerungen wieder zu erwecken und gleichzeitig den Frieden zu verhindern, den die Menschen in dieser Region verdienen.

Das hat zwar niemand gemacht. Aber die israelische Lobby in den USA bestand darauf, dass ich diese Passage mit aufnehmen.

Andererseits lässt es sich auch nicht leugnen, dass die Palästinenser – Muslime und Christen – auf der Suche nach einer Heimat gelitten haben. Seit mehr als sechzig Jahren ertragen sie den Schmerz der Vertreibung. Viele warten in Flüchtlingslagern im Westjordanland, im Gazastreifen und den angrenzenden Ländern auf ein Leben in Frieden und Sicherheit, das sie noch nie haben führen können. Sie ertragen die täglichen Demütigungen – kleine und große – die die Besatzung mit sich bringt. Es besteht
also kein Zweifel: Die Situation für die Palästinenser ist unerträglich. Die Vereinigten Staaten werden dem legitimen Streben der Palästinenser nach Würde, Chancen und einem eigenen Staat nicht den Rücken kehren.

Das brauchen wir auch nicht, denn das haben wir schon seit Jahrzehnten getan. Ich kann Ihnen aber auch nicht zusichern, dass wir uns wieder zurück drehen werden.

Seit Jahrzehnten gibt es eine Pattsituation: Zwei Völker mit legitimen Wünschen, jedes davon mit einer schmerzvollen Geschichte, die einen Kompromiss erschwert.

Ist es nicht ein echtes Patt, was wir im Gaza gesehen haben. 1500 getötete Palästinenser gegen 15 getötete Israelis, ist das nicht ein echtes Patt? Sie müssen lernen das zu verstehen.

Schuldzuweisungen sind einfach – die Palästinenser weisen auf die Vertreibung aufgrund der Gründung des Staates Israel hin, und die Israelis weisen auf die ständigen Feindseligkeiten und Anschläge hin, die im Laufe ihrer Geschichte im eigenen Land und aus dem Ausland auf sie verübt wurden. Aber wenn wir diesen Konflikt nur von der einen oder der anderen Seite
betrachten, verschließen wir unsere Augen vor der Wahrheit: Die einzige Lösung besteht darin, dass die Wünsche beider Seiten durch zwei Länder erfüllt werden, in denen Israelis und Palästinenser jeweils in Frieden und Sicherheit leben.

Nur wenn es einen zweiten Staat namens Palästina gibt, können wir alle Palästinenser aus Israel verjagen.

Das ist im Interesse Israels, im Interesse Palästinas, im Interesse der Vereinigten Staaten und im Interesse der Welt. Aus diesem Grund habe ich vor, mich mit all der Geduld und Hingabe, die diese Aufgabe erfordert, persönlich für dieses Ziel einzusetzen. Die Verpflichtungen, die die Parteien im Rahmen der Road Map eingegangen sind, sind eindeutig. Um Frieden zu ermöglichen, ist es an der Zeit, dass sie – und wir alle – unserer Verantwortung nachkommen. Die Palästinenser müssen der Gewalt abschwören.
Widerstand durch Gewalt und Morden ist falsch und führt nicht zum Erfolg.

Es muss endlich Schluss sein mit dem Widerstand gegen Besatzung. Während des Gaza-Massakers sind immer noch rund 15 Israelis umgekommen. Das ist eindeutig zu viel!

Jahrhundertelang ertrugen schwarze Menschen in den
Vereinigten Staaten als Sklaven den Hieb der Peitsche und die Erniedrigung der Rassentrennung. Aber es war nicht Gewalt, mit der vollständige und gleiche Rechte errungen wurden. Es war ein friedliches und entschlossenes Beharren auf den Idealen, die bei der Gründung der Vereinigten Staaten das Kernstück waren.

Wie wir es bei den Indianern bewiesen haben.

Dieselbe Geschichte können Menschen in Südafrika, in
Südasien, Osteuropa und in Indonesien erzählen. Es ist eine Geschichte mit einer einfachen Wahrheit: Gewalt ist eine Sackgasse. Es ist weder ein Zeichen von Mut noch von Macht, Raketen auf schlafende Kinder zu schießen oder einen Bombenanschlag auf alte Frauen in einem Bus zu verüben. So erlangt man keine moralische Autorität; so gibt man sie auf.

Gebt sie also endlich auf. Gewallt darf nur der Besatzer ausüben, niemals der Besetzte!

Es ist jetzt an der Zeit, dass sich die Palästinenser auf das konzentrieren, was sie aufbauen können.

In den Gaza darf zwar kein Baumaterial hinein, aber man kann auch Häuser aus Stroh bauen.

Die Palästinenserbehörde muss ihre Fähigkeit zu regieren entwickeln, mit Institutionen, die die Bedürfnisse der Bürger
befriedigen. Die Hamas hat die Unterstützung einiger Palästinenser, sie muss aber auch erkennen, dass sie eine Verantwortung trägt. Um eine Rolle dabei zu spielen, die Wünsche der Palästinenser zu erfüllen und die Palästinenser zu
einen, muss die Hamas die Gewalt beenden und vergangene Abkommen sowie das Existenzrecht Israels anerkennen. Gleichzeitig müssen die Israelis anerkennen, dass das Existenzrecht Palästinas genau so wenig verwehrt werden kann wie das Existenzrecht Israels.

Das dürfte Israel auch nicht all zu schwer fallen, denn schließlich gibt es kein Palästina. Warum sollte man es nicht anerkennen?

Die Vereinigten Staaten betrachten den fortgesetzten Bau israelischer Siedlungen nicht als legitim. Der Bau verletzt bestehende Abkommen und untergräbt die Bestrebungen, Frieden zu erreichen. Es ist an der Zeit, dass diese Besiedelung aufhört.

Das sage ich hier mit voller Rückendeckung der Israel-Lobby in den USA und wir wissen, dass das bei Ihnen gut ankommt, wie mein Charme und mein Lächeln. Ansonsten wird der Siedlungsbau natürlich genau so weitergehen wie bisher.

Israel muss auch seiner Verpflichtung nachkommen und
sicherstellen, dass die Palästinenser leben, arbeiten und ihre Gesellschaft voranbringen können.

Schließlich braucht Israel billige Arbeitskräfte.

Die andauernde humanitäre Krise im Gazastreifen zerstört nicht nur palästinensische Familien, sie erhöht auch nicht die Sicherheit Israels.

Und das ist wichtiger als jegliches palästinensischen Lebens.

Der fortbestehende Mangel an Chancen im Westjordanland tut das genauso wenig. Fortschritte im täglichen Leben der
Palästinenser müssen ein wichtiger Teil des Weges zum Frieden sein, und Israel muss konkrete Schritte unternehmen, um solchen Fortschritt zu ermöglichen. Schließlich müssen die arabischen Staaten erkennen, dass die arabische  Friedensinitiative ein bedeutender Anfang war, aber nicht das Ende ihrer Verantwortung. Der Konflikt zwischen Arabern und Israelis sollte nicht länger dazu verwendet werden, die Bürger in arabischen Nationen von anderen Problemen abzulenken. Stattdessen muss es ein Anliegen sein, den Palästinensern zu helfen, die Institutionen zu entwickeln, die ihren Staat tragen werden, die Legitimität Israels anzuerkennen und sich für Fortschritt zu entscheiden, statt sich auf kontraproduktive Weise auf die Vergangenheit zu konzentrieren. Die Vereinigten
Staaten werden ihre Politik mit jenen abstimmen, die Frieden anstreben, und öffentlich das sagen, was sie auch in geschlossenen Treffen zu den Israelis, den Palästinensern und den arabischen Nationen sagen. Wir können keinen Frieden
erzwingen. Aber insgeheim erkennen viele Muslime, dass Israel nicht einfach verschwinden wird. Genauso erkennen viele Israelis die Notwendigkeit eines Palästinenserstaates. Jeder kennt die Wahrheit, und deshalb ist es jetzt an der Zeit, ihr entsprechend zu handeln. Zu viele Tränen sind geflossen. Zu viel Blut wurde vergossen. Wir alle haben die Verantwortung, auf den Tag hinzuarbeiten, an dem die Mütter von israelischen und palästinensischen Kindern diese ohne Angst aufwachsen sehen, an dem das heilige Land der drei großen Glaubensrichtungen der
Ort des Friedens ist, den Gott für ihn vorgesehen hat, an dem Jerusalem die sichere und ständige Heimat von Juden, Christen und Muslimen ist und ein Ort, an dem alle Kinder Abrahams friedlich zusammenkommen können wie in der Geschichte
der Al-Isra, als Moses, Jesus und Mohammed – möge der Friede mit ihnen sein – gemeinsam beteten.

Und warum soll das nicht unter israelischer Herrschaft möglich sein?

Die dritte Quelle von Spannungen ist unser gemeinsames Interesse an den Rechten und den Pflichten von Nationen in Bezug auf Atomwaffen. Dieses Thema ist eine Quelle der Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran. Iran definiert sich seit vielen Jahren auch über die Opposition zu meinem Land, und in der Tat steht eine
ereignisreiche Geschichte zwischen uns. Mitten im Kalten Krieg spielten die Vereinigten Staaten beim Sturz einer demokratisch gewählten iranischen Regierung eine Rolle.

Daran war natürlich nur der Kalte Krieg schuld und nicht unsere imperialistischen Bestrebungen, mit denen wir auch andere demokratische Regierungen in der Welt gestützt haben und auch in Zukunft stürzen
werden. Glücklicherweise weiß die Westliche Welt auch wenig über unsere
Milliardenprogramme zur Destabilisierung des Iran, so dass ich hier mit diesen Worten, meinem Charme und meinem Lächeln den Eindruck erwecken kann, als wenn wir diese Quelle der Freiheit aller unterdrückten Völker mit wohlwollen akzeptieren könnten. Bedauerlicherweise hat der Iran durch Aufdeckung unseres Spionagenestes im Herzen Teherans unseren Einfluss sehr vermindert.

Seit der Islamischen Revolution spielt Iran eine Rolle bei Geiselnahmen und bei Gewalt gegen amerikanische Soldaten und
Zivilisten. Diese Geschichte ist weithin bekannt.

Weniger bekannt ist, was wir der Islamischen Republik Iran seit 30 Jahren angetan haben und noch immer antun, und dass soll auch weiterhin unbekannt bleiben.

Aber statt in der Vergangenheit verhaftet zu bleiben, habe ich den iranischen Politikern und Bürgern des Landes eindeutig gesagt, dass mein Land bereit ist, in die Zukunft zu blicken. Die Frage lautet jetzt nicht, wogegen Iran ist, sondern welche Zukunft das Land aufbauen will. Ich weiß, dass es schwer sein wird, Jahrzehnte des Misstrauens zu überwinden, aber wir werden mutig, rechtschaffen und entschlossen vorgehen. Es wird viele
Fragen geben, die unsere beiden Länder diskutieren müssen, und wir sind bereit, ohne Vorbedingungen und auf der Grundlage gegenseitiger Achtung zu handeln. Aber es ist allen Beteiligten klar, dass wir beim Thema der Atomwaffen einen entscheidenden Punkt erreicht haben. Dabei geht es nicht einfach um die
Interessen der Vereinigten Staaten. Es geht darum, ein Wettrüsten im Nahen Osten zu verhindern, das die Region und die ganze Welt auf einen zutiefst gefährlichen Kurs bringen könnte.

Israel hat als einzige Macht in der Region Atomwaffen, die wir schützen werden, und das hat auch so zu bleiben. Das hat seit 50 Jahren zu keinem Wettrüsten geführt, und so soll es auch bleiben. Mit Israel als einzige Atommacht in der Region, sind die Interessen aller Völker geschützt, insbesondere unsere, gegen all jene, die sich uns nicht unerwerfen.

Ich verstehe jene, die protestieren und sagen, dass
einige Länder Waffen besitzen, die andere Länder nicht haben. Kein einzelnes Land sollte aussuchen dürfen, welche Länder Atomwaffen besitzen dürfen. Aus diesem Grund habe ich das Bekenntnis der Vereinigten Staaten maßgeblich gestärkt, auf eine Welt hinzuarbeiten, in der kein Land Atomwaffen besitzt.
Jedes Land – auch Iran – sollte das Recht auf friedliche Nutzung der Atomkraft haben, wenn es seinen Verpflichtungen im Rahmen des atomaren Nichtverbreitungsvertrags nachkommt. Dieses Bekenntnis ist das Kernstück des Vertrages, und es muss für alle bewahrt werden, die sich vollständig daran halten. Ich habe Hoffnung, dass alle Länder in der Region dieses gemeinsame Ziel verfolgen können.

Und unsere Sanktionen gegen den Iran, weil sie bisher stets den Atomwaffensperrvertrag eingehalten haben und sich nicht von uns
provozieren ließen, waren nicht sehr wirkungsvoll und haben dazu geführt, dass sie Technologien entwickelt haben, die sie vorher bei uns beziehen mussten. Daher umgehen wir jetzt die eigenen Sanktionen, sorgen aber dafür, dass die Europäer sich weiterhin daran halten.

Das vierte Thema, über das ich sprechen werde, ist Demokratie. Ich weiß, dass die Förderung von Demokratie in den vergangenen Jahren Anlass zu einigen Kontroversen gegeben hat, und dass ein Großteil dieser Kontroversen mit dem Krieg im Irak zu tun hat. Ich sage es ganz deutlich: Kein Regierungssystem kann oder sollte einem Land von irgendeinem anderen Land aufgezwungen werden.

Ägypten ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Arabern das gibt, was sie verstehen, einen König der uns dient. Er muss nicht in jedem Land König heißen, aber so lange er uns dient, darf das Volk ihn auch manchmal wählen.

Das heißt jedoch nicht, dass ich mich weniger für Regierungen einsetze, die dem Willen ihrer Bürger entsprechen. Jedes Land
erfüllt dieses Prinzip auf seine eigene Art und Weise mit Leben, und diese beruht auf den Traditionen seiner Bürger. Die Vereinigten Staaten maßen sich nicht an zu wissen, was für alle anderen am besten ist, genau so wenig wie sie sich anmaßen, das Ergebnis von friedlichen Wahlen beeinflussen zu können. Aber
ich bin der unerschütterlichen Überzeugung, dass sich alle Menschen nach bestimmten Dingen sehnen: Die Fähigkeit, seine Meinung zu äußern und ein Mitspracherecht dabei zu haben, wie man regiert wird, Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit und die Gleichheit vor dem Gesetz zu haben, eine Regierung, die transparent ist und die Menschen nicht bestiehlt sowie die Freiheit, so zu leben, wie man möchte. Das sind nicht nur amerikanische Ideen, es sind Menschenrechte. Und aus diesem Grund werden wir sie überall auf der Welt unterstützen.

Wie wir es seit Jahren in Saudi-Arabien, Jordanien, Ägypten, Marokko, Tunesien, Oman, Kuwait und vielen anderen uns gegenüber sehr
demokratisch gesonnen Regimes realisiert haben, denn sie verstehen Demokratie genau so, wie wir es verstehen. Und wir versprechen, sie auch weiterhin zu unterstützen.

Es gibt keine eindeutige Linie, wie diese Versprechen verwirklicht werden können. Aber folgendes ist klar: Regierungen, die diese Rechte schützen, sind letzten Endes stabiler, erfolgreicher und sicherer. Das Unterdrücken von Ideen führt nicht zu ihrem Verschwinden. Die Vereinigten Staaten respektieren das Recht aller friedlichen und gesetzestreuen
Stimmen auf der Welt, Gehör zu finden, auch, wenn wir nicht ihrer Meinung sind. Wir begrüßen alle gewählten, friedlichen Regierungen – wenn sie beim Regieren alle ihre Bürger achten.

Hierbei hebe ich besonders unseren engsten Verbündeten
in der Arabischen Welt hervor, das demokratische Königshaus der Familie Saud. Und jene Regierenden haben insbesondere die Rechte unserer Bürger und Soldaten auf Ihrem so heiligen Gebiet stets geachtet.

Dieser letzte Punkt ist wichtig, weil es einige gibt, die Demokratie nur fordern, wenn sie nicht an der Macht sind. Wenn sie dann an der Macht sind, unterdrücken sie rücksichtslos die Rechte anderer. Unabhängig davon, wo sie Wurzeln schlägt: Eine Regierung für die Bürger und bestehend aus den Bürgern setzt einen Standard für alle, die an die Macht kommen: Man muss die Macht durch Konsens, nicht durch Zwang erhalten, durch die
Achtung der Rechte von Minderheiten und Mitwirkung im Geist der Toleranz und des Kompromisses sowie die Einstufung der Interessen der Bürger und der legitimen Arbeit des politischen Prozesses über der Partei. Wahlen allein machen ohne diese Zutaten noch keine wahre Demokratie aus.

Deswegen achten wir stets die Rechte der Minderheit der Familie Saud mit unseren Soldaten, gegen die Mehrheit derjenigen, die Demokratie fordern.

Das fünfte Thema, das wir gemeinsam ansprechen müssen, ist Religionsfreiheit. Der Islam blickt auf eine stolze Tradition der
Toleranz zurück. Wir sehen das an der Geschichte Andalusiens und Cordobas während der Inquisition. Ich habe es als Kind selbst in Indonesien erlebt, wo fromme Christen ihren Glauben frei in einem mehrheitlich muslimischen Land praktizierten. Das ist die Geisteshaltung, die wir heute brauchen. Die Menschen
in allen Ländern sollten die Freiheit haben, ihren Glauben aufgrund der Überzeugung des Geistes, des Herzens und der Seele zu wählen und zu leben. Diese Toleranz ist unerlässlich, damit eine Religion erblühen kann, aber sie wird in vielerlei Hinsicht angegriffen.

So wollen z.B. Palästinensische Christen und Muslime
den zionistischen Siedlern nicht erlauben ihre geehrte Pilgerstätte, das Grab
eines Heiligen, der in einer Moschee Betende erschossen hat, und dabei brutal ermordet wurde, zu besuchen. Diese Art von Intoleranz darf nicht sein.

Unter einigen Muslimen gibt es die beunruhigende Tendenz, den eigenen Glauben zu messen, indem man den Glauben eines anderen Menschen ablehnt. Die Reichhaltigkeit der religiösen Vielfalt muss aufrechterhalten werden – unabhängig davon, ob es um die Maroniten im Libanon oder die Kopten in Ägypten geht. Und wenn wir ehrlich sind, müssen zwischen Muslimen auch Spaltungen überwunden werden, da die Entzweiung zischen Sunniten und Schiiten zu tragischer Gewalt geführt haben, insbesondere im Irak.

Wir sind dagegen, dass Schiiten nach Bombenangriffen auf schiitische Moscheen gegen Sunniten vorgehen, denn wir wissen sehr genau, dass es nicht die Sunniten waren, die die Bomben gelegt haben. Wir sind aber auch dagegen, dass Christen im Libanon die Hizbullah wählen, denn Maroniten
stehen uns näher.

Religionsfreiheit ist ein wesentliches Kriterium dafür, dass verschiedene Menschen zusammenleben können. Wir müssen immer die Art und Weise untersuchen, wie wir sie schützen. Beispielsweise haben es in den Vereinigten Staaten Vorschriften zu wohltätigen Spenden schwieriger für Muslime gemacht, ihre religiösen Pflichten zu erfüllen. Daher bin ich fest entschlossen,
mit amerikanischen Muslimen zusammenzuarbeiten um zu gewährleisten, dass sie die Zakat erfüllen können.

In Zukunft sollen sie an jede von uns kontrollierte Hilfsorganisation spenden dürfen, ohne vorher einen Fingerabdruck abzugeben und einen Lügendetektortest zu durchlaufen, ob sie nicht doch lieber der Hizbullah
gespendet hätten.

Es ist genauso wichtig, dass westliche Länder aufhören, ihre muslimischen Bürger dabei zu behindern, ihre Religion auszuüben, wie sie möchten – beispielsweise, indem muslimischen Frauen vorgeschrieben wird, welche Kleidung sie zu tragen haben. Wir können Feindseligkeit gegenüber einer
Religion nicht unter dem Deckmantel des Liberalismus verstecken. Unser Glauben sollte uns vielmehr zusammenbringen. Aus diesem Grund fördern wir in den
Vereinigten Staaten Projekte, bei denen Christen, Muslime und Juden zusammengebracht werden. Deshalb begrüßen wir Bestrebungen wie den religionsübergreifenden Dialog des saudi-arabischen Königs Abdullah und die Führungsrolle der Türkei in der Allianz der Zivilisationen.

Der Einsatz eines Königs auf muslimischer Seite, der uns in jeder Hinsicht ergeben ist, macht solche Dialogbestrebungen besonders glaubwürdig.

Überall auf der Welt können wir aus Dialog glaubensübergreifendes Engagement machen, so dass Brücken zwischen Menschen Maßnahmen zur Folge haben – ob es um die Bekämpfung von Malaria in Afrika geht oder um Hilfsmaßnahmen nach einer Naturkatastrophe.

Und bei der Schweinegrippe und ähnlichen Epidemien werden wir in Zukunft das Gegenmittel parat haben, noch bevor die Epidemie existiert.

Das sechste Thema, das ich ansprechen möchte, sind die Rechte von Frauen. Ich weiß, dass dieses Thema viel diskutiert wird, wie man auch an der Reaktion des Publikums hört. Ich lehne die Ansicht einiger Menschen im Westen ab, dass eine Frau, die ihre Haare bedecken möchte, auf irgendeine Weise weniger gleich ist, aber ich bin der Meinung, dass man einer Frau, der man
Bildung verweigert, auch Gleichberechtigung verweigert. Es ist kein Zufall, dass in Ländern, in denen die Frauen gut gebildet sind, die Wahrscheinlichkeit weitaus höher ist, dass die Länder selbst erfolgreich sind. Ich sage es ganz deutlich: Fragen, die mit der Gleichberechtigung von Frauen zu tun haben, sind
keineswegs nur für den Islam ein Thema. In der Türkei, in Pakistan, Bangladesch und in Indonesien haben wir gesehen, wie mehrheitlich muslimische Länder Frauen an die Spitze ihres Staates gewählt haben. Gleichzeitig dauert der Kampf für die
Gleichberechtigung von Frauen in vielen Bereichen des Lebens in den Vereinigten Staaten noch an, wie auch in vielen anderen Ländern auf der Welt. Ich bin überzeugt, dass unsere Töchter genauso viel zu unserer Gesellschaft beitragen können wie unsere Söhne. Unser gemeinsamer Wohlstand wird gefördert, wenn alle Menschen – Frauen und Männer – ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Ich glaube nicht, dass Frauen dieselben Entscheidungen treffen müssen wie Männer, um
gleichberechtigt zu sein, und ich respektiere Frauen, die sich entscheiden, ihr Leben in traditionellen Rollen zu leben. Aber es sollte ihre Entscheidung sein. Aus diesem Grund gehen die Vereinigten Staaten Partnerschaften mit allen mehrheitlich muslimischen Ländern ein, damit mehr Mädchen lesen und schreiben lernen, und um jungen Frauen durch Mikrofinanzierung, die Menschen hilft, ihre Träume zu leben, zu unterstützen, eine Anstellung zu finden.

Als großes Beispiel hierfür möchten wir unsere Partnerschaft mit Saudi-Arabien anführen. dort brauchen Frauen nicht einmal Auto zu fahren, sondern werden stets chauffiert; so gleichberechtigt sind sie,
wohingegen sie im Iran selbst Auto fahren und studieren müssen, was zu viel zu vielen Ingenieurinnen geführt hat.

Schließlich möchte ich über wirtschaftliche Entwicklung und Chancen sprechen. Ich weiß, dass die Globalisierung vielen als
widersprüchlich erscheint. Internet und Fernsehen fördern Wissen und stellen Informationen bereit, bringen aber auch offensive Sexualität und gedankenlose Gewalt in unser Wohnzimmer. Handel kann neuen Wohlstand und Chancen ermöglichen, aber auch riesige Brüche und Veränderungen in Gemeinden mit sich bringen. In allen Ländern – auch in den Vereinigten Staaten – verursachen diese Veränderungen Angst. Angst, dass wir aufgrund der Modernität die Kontrolle über
unsere wirtschaftlichen Entscheidungen verlieren, über unsere Politik und, was am wichtigsten ist, über unsere Identität – die Dinge, die wir in unseren Gemeinschaften, Familien, Traditionen und in unserem Glauben am meisten schätzen.

Denn es ist Wichtig, dass alles stets unter unsere Kontrolle ist.

Aber ich weiß auch, dass sich menschlicher Fortschritt nicht aufhalten lässt. Es muss keinen Widerspruch zwischen
Entwicklung und Tradition geben. Länder wie Japan und Südkorea förderten das Wachstum ihrer Volkswirtschaften und bewahrten sich dennoch ihre eigene Kultur.

Nach wie vor haben sie Mandelaugen.

Dasselbe ist bei den erstaunlichen Fortschritten in
mehrheitlich muslimischen Ländern von Kuala Lumpur bis Dubai der Fall. Weit in der Vergangenheit und auch heute sind muslimische Gemeinschaften führend, wenn es um Innovationen und Bildung geht. Das ist wichtig, weil keine Strategie für Entwicklung ausschließlich darauf aufbauen kann, was aus dem Boden kommt; genauso wenig kann sie aufrechterhalten werden, wenn junge Menschen keine Arbeit
finden. Viele Golfstaaten genießen aufgrund von Erdöl großen Wohlstand, und einige fangen an, diesen Wohlstand in eine umfassendere Entwicklung zu investieren. Aber wir alle müssen erkennen, dass Bildung und Innovationen die Währung des 21. Jahrhunderts sein werden. In zu vielen muslimischen Gemeinden wird zu wenig in diese Bereiche investiert. Ich konzentriere mich in meinem Land auf solche Investitionen. Und während sich die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit in diesem Teil der Welt auf Öl und Gas konzentriert haben, wollen wir uns jetzt umfassender engagieren.

Denn Öl und Gas sind nicht die einzigen Bodenschätze, die wir ausbeuten können.

Im Bildungssektor werden wir Austauschprogramme
ausweiten und mehr Stipendien anbieten, wie das, das meinen Vater in die Vereinigten Staaten führte. Gleichzeitig werden wir mehr Amerikaner ermutigen, in muslimischen Gesellschaften zu studieren. Wir werden vielversprechenden muslimischen Studenten Praktika in den Vereinigten Staaten anbieten, in
Online-Angebote für Lehrer und Kinder überall auf der Welt investieren und ein neues Online-Netzwerk aufbauen, so dass ein junger Mensch in Kansas direkt mit einem jungen Menschen in Kairo kommunizieren kann.

Wichtig ist dabei, dass sie alle englisch lernen, denn das ist die Sprache der Welt.

Im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung werden wir ein neues Corps von freiwilligen Unternehmen schaffen, das Partnerschaften mit mehrheitlich muslimischen Ländern eingeht. Ich werde in diesem Jahr einen Gipfel für das Unternehmertum abhalten um festzustellen, wie wir die
wirtschaftlichen Verbindungen zwischen führenden Vertretern aus der Wirtschaft, von Stiftungen und sozialen Unternehmern in den Vereinigten Staaten und muslimischen Gesellschaften überall auf der Welt vertiefen können.

 Zu sehr haben viele Muslime unter dem Einfluss der Freiheitsideologie der Islamischen Republik Iran eigene Wege eingeschlagen, die wir nicht mehr kontrollieren können. Daher ist es von großer Bedeutung, dass wir unter dem Dach der USA auch wirtschaftlich wieder zueinander finden. Die USA
selbst sind schon längst pleite. Aber mit unseren gedruckten Dollars können wir Ihnen sicherlich noch viel Abnehmen.

Im Bereich Wissenschaft und Technologie werden wir einen neuen Fonds ins Leben rufen, der technologische Entwicklung in
mehrheitlich muslimischen Ländern unterstützt und dazu beiträgt, Ideen auf den Markt zu bringen, so dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir werden i
m Bereich Wissenschaft und Technologie werden wir einen neuen Fonds ins Leben rufen, der technologische Entwicklung in mehrheitlich muslimischen Ländern unterstützt und dazu beiträgt, Ideen auf den Markt zu bringen, so dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden.

Sie stellen den Markt, wir die Arbeitsplätze, sie die Käufer wir die innovativen Produkte, die sie nicht benötigen. Mit usneren Zentren
stellen wir auch sicher, dass Ihre Entwicklungen stets im Einklang mit unseren Interessen stehen.

Wir werden in Afrika, im Nahen Osten und in Südostasien wissenschaftliche Exzellenzzentren eröffnen und neue
wissenschaftliche Beauftragte ernennen, die an Programmen zur Erschließung neuer Energiequellen, bei der Schaffung grüner Arbeitsplätze, der Digitalisierung von Daten, bei sauberem Wasser und dem Anbau neuer Pflanzen zusammenarbeiten.

Es ist besser, wenn wir diese für sie ernennen, denn Sie sind nicht in der Lage dazu, ihre eigenen Verantwortlichen zu benennen. Daher haben wir Sie stets darin unterstützt.

Heute kündige ich zudem neue globale mit der Organisation der Islamischen Konferenz unternommene Bestrebungen zur Bekämpfung von Polio an. Wir werden ferner Partnerschaften mit muslimischen Gemeinden ausweiten, die Gesundheit von Kindern und Müttern zu verbessern.

Denn wir wissen stets sehr genau, woher die Viren stammen und haben daher die besten Mittel auch für zukünftige Infektionen.

All diese Dinge müssen in Partnerschaften geleistet werden. Die Amerikaner sind bereit, mit den Bürgern und Regierungen, mit
Gemeindeorganisationen, religiösen Vertretern und Unternehmen in muslimischen Gemeinden überall auf der Welt zusammenzuarbeiten, um unseren Bürgern zu helfen, ein besseres Leben zu führen.

Denn die ganze Welt wird nur dann ein besseres Leben führen können, wenn sie mit uns Amerikanern kooperiert.

Die von mir beschriebenen Themen werden nicht einfach anzusprechen sein. Aber wir haben die Verantwortung, uns gemeinsam für die Welt, die wir anstreben, einzusetzen – eine Welt, in der Extremisten nicht mehr unsere Bürger bedrohen und die amerikanischen Soldaten heimgekehrt sind, eine Welt, in der sowohl Israelis als auch Palästinenser ihr eigenes Land haben,
in der Atomenergie für friedliche Zwecke genutzt wird, in der die Regierungen ihren Bürgern dienen und die Rechte aller Kinder Gottes geachtet werden. Das sind gemeinsame Interessen. Das ist die Welt, die wir anstreben. Aber wir können sie nur gemeinsam erreichen.

Da wir niemanden bedrohen ist nur die Bedrohung von Extremisten gegen unsere Völker die Ursache dafür, dass all die schönen Dinge nocht nicht Wirklichkeit geworden sind.

Ich weiß, es gibt viele – Muslime und Nicht-Muslime
– die sich fragen, ob wir diesen Neuanfang erreichen können. Einige sind sehr daran interessiert, Spaltung zu schüren und sich dem Fortschritt in den Weg zu stellen. Einige bringen vor, dass es die Mühe nicht wert sei – dass es unser Schicksal ist, unterschiedlicher Meinung zu sein, und dass es Kulturen bestimmt ist, gegeneinander zu kämpfen. Viele andere sind einfach skeptisch, ob wahre Veränderungen wirklich stattfinden können. Es gibt so viel Angst und so viel Misstrauen, die sich im Laufe der Jahre aufgebaut haben. Aber wenn wir beschließen, dass wir an die Vergangenheit gebunden sind, werden wir niemals Fortschritte machen. Ich möchte das insbesondere an die jungen Menschen aller Glaubensrichtungen in allen Ländern richten – Sie, mehr als jeder andere, haben die Fähigkeit, diese Welt neu zu erdenken, neu zu gestalten.

Vergessen sie die Vergangenheit und vergessen Sie, was wir Ihnen angetan haben, dann öffnet sich uns allen eine neue Welt und wir können Ihnen noch einmal ein Jahrhundert all das antun, bis sie erneut sauer werden.

Wir alle teilen diese Welt nur für einen kurzen Augenblick. Die Frage ist, ob wir uns in dieser Zeit auf das konzentrieren, was
uns auseinander treibt, oder ob wir uns einem Unterfangen verpflichten – einer andauernden Bestrebung – Gemeinsamkeiten zu finden, uns auf die Zukunft zu
konzentrieren, die wir für unsere Kinder wollen, und die Würde aller Menschen zu achten.

Und ist es keine Gemeinsamkeit, dass Sie von uns beherrscht werden? Ist es keine Gemeinsamkeit, dass Sie uns Ihre Bodenschätze geben und wir Ihnen dafür Diktatoren schenken? Und es gibt noch so viele andere Gemeinsamkeiten, die wir miteinander teilen können.

Es ist einfacher, Kriege zu beginnen, als sie zu beenden.

Darin haben wir große Erfahrung. Überlassen Sie daher diese Erfahrung uns. Denn auch das können wir gemeinsam lösen. Sie beenden die Kriege, die wir beginnen, indem sie aufhören Widerstand zu leisten.

Es ist einfacher, die Schuld auf andere zu schieben, als sich selbst zu betrachten.

Auch darin haben wir hinreichend Erfahrung.

Es ist einfacher zu sehen, was uns von jemand anderem unterscheidet, als die Dinge zu finden, die wir gemeinsam haben. Aber wir sollten uns für den richtigen Weg entscheiden, nicht nur für den einfachen. Es gibt auch eine Regel, die jeder Religion zugrunde liegt – dass man andere behandelt, wie man selbst behandelt werden möchte. Diese Wahrheit überwindet
Nationen und Völker – ein Glaube, der nicht neu ist, der nicht schwarz oder weiß oder braun ist, der nicht Christen, Muslimen oder Juden gehört. Es ist ein Glaube, der in der Wiege der Zivilisation pulsierte, und der noch immer in den Herzen von Milliarden Menschen auf der Welt schlägt. Es ist der Glaube an andere Menschen, und er hat mich heute hierher gebracht.

Wir haben sie stets so behandelt, wie wir behandelt werden möchten; also tun Sie es auch.

Es steht in unserer Macht, die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen, aber nur, wenn wir den Mut für einen Neuanfang besitzen, und uns an das erinnern, was geschrieben steht. Der Heilige Koran lehrt uns: “O ihr Menschen, wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr
einander kennenlernt.” Der Talmud lehrt uns: “Die ganze Tora gibt es nur, um den Frieden unter den Menschen zu erhalten.” Die Heilige Bibel lehrt uns: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

Sie sehen, ich kenne alle drei Bücher, und sogar noch mehr. Und ich habe mich stets daran gehalten, also tun sie es auch.

Die Menschen auf der Welt können in Frieden zusammenleben. Wir wissen, dass das Gottes Weitblick ist. Jetzt muss es unsere
Arbeit hier auf der Erde sein.

Das ist eine Arbeit, die wir nur gemeinsam lösen können, indem Sie verstehen, dass wir die besten gemeinsamen Problemlöser sind.

Vielen Dank. Möge der Friede Gottes mit Ihnen sein. Vielen herzlichen Dank. Vielen Dank.

Vielen Dank, dass sie mich hier haben reden lassen und so laut applaudieren. Die Schecks für Ihren Einsatz erhalten Sie beim Hinausgehen von unseren Mitarbeitern, die auch Ihre Regierung stets unterstützen.

Wenn man nicht an die göttliche Weisheit glauben würde, müsste man an einen unglaublichen Zufall glauben, den kurz nach Obamas angeblicher Versöhnungsrede an den Iran kollidieren zwei Angriffsschiffe der USA in der Straße von Hormuz miteinander und verhöhnen die Rede des US-Präsidenten.

Im Heiligen Qur’an heißt es: „Wer begeht mehr Unrecht als derjenige, der verhindert, dass in den Gebetsstätten Allahs sein Name gerufen wird, und der für ihre Zerstörung eifert? Diese dürfen sie nicht anders als in Furcht betreten. Für sie gibt es im Diesseits Erniedrigung und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil sein.“ (2:114) Kein anderes System als der US-Israelische Komplex hat in unserer Zeit so viele Moscheen zerstört und ist für den Tod so vieler Betender verantwortlich. Niemand hat durch seine regulären Streitkräfte und seine weltweit operierende Geheimdienste mit ihren Helfershelfern, so viele Gebetsstätten bekämpft und zerstört. Und kein anderes System hat in unserer Zeit so viele Verbrechen auf sich gelastet, wie die USA und Israel. Wir haben es hier im wahrsten Sinn des Wortes mit Verbrecherregimen zu tun, deren Verbrechen inzwischen nicht einmal mehr das Feigenblatt der Medienlüge reinwachen kann, da ihnen ohnehin kaum jemand glaubt.

Und da taucht dieser smarte dunkelhäutige Super-Präsident auf und tut so, als wenn er mit seinem charmanten Lächeln alles wieder gut machen kann, ohne dass jemals irgendein Schuldiger für seine Verbrechen Rechenschaft ablegen muss. Angeblich soll sich alles ändern. Die durch ein unvorstellbares Schuldensystem zugrunde gerichtete Weltwirtschaft soll sich ändern durch noch mehr Schulden. Die Beziehungen zum Iran sollen sich ändern durch noch heuchlerische Reden, als je zuvor, während Kriegsschiffe in den Persischen Golf eindringen. Aber dass sie miteinander kollidieren war wohl nicht vorgesehen; ausgerechnet kurz nach Obamas Rede. Eine bessere Inszenierung zur Demütigung dieser verbrecherischen Heuchlerrede könnte es kaum geben.

Dennoch ist es bedeutsam, die Rede im Einzelnen zu studieren, um den heuchlerischen und gleichzeitig aggressiven Charakter des US-Imperialismus zu verstehen. Daher beziehen wir uns auf den Wortlaut der Übersetzung in der Springer-Presse von Obamas Rede, da hier eine Ungenauigkeit zu seinen Ungunsten nicht anzunehmen ist.

[Obama]: „Heute möchte ich meine guten Wünsche aussprechen an alle, die in der Welt Nourouz feiern. Dieser Feiertag ist sowohl ein althergebrachtes Ritual als auch ein Tag der Erneuerung und ich hoffe, dass Sie diesen speziellen Tag mit Freunden und Ihrer Familie genießen.“

Es ist bezeichnend, dass er sich ausgerechnet einem „nationalen“ Feiertag an das Volk im Iran wendet, um die “nationalen“ Gefühle anzusprechen. Das Wort Islam oder Muslime ist ganz bewusst kein Thema der Rede. Es geht um Iran als “Nation“ die sich über Nourouz definieren sollen; in Feiertag, den viele Muslime gar nicht mitfeiern. Aber die Taktik ist viel zu offensichtlich, als dass das iranische Volk darauf reinfallen würde.

[Obama]: „Ganz besonders möchte ich mich an das Volk und die Führer der Islamischen Republik Iran wenden. Nourouz ist nur ein Teil Ihrer großartigen Feiertagskultur. Über viele Jahrhunderte hinweg haben Ihre Kunst, Ihre Kultur, Literatur und Innovationen aus dieser Welt einen besseren und schöneren Ort gemacht. Davon haben auch die Vereinigten Staaten durch die iranischen Gemeinden profitiert. Wir wissen, dass Sie einer großartigen Zivilisation angehören und Ihre Errungenschaften haben den Respekt der Vereinigten Staaten und der Welt verdient.“

Erneut werden die “nationalen“ Gefühle angesprochen. Es ist wahr, dass die USA sehr von Iranern profitiert haben, aber umgekehrt kann davon nicht die Rede sein. Die Verbrechen der USA gegen das iranische Volk über nunmehr fast ein Jahrhundert blieben in der gesamten Rede unerwähnt.

[Obama]: „Für beinahe drei Dekaden nun haben sich die Beziehungen zwischen unseren beiden Nationen in sehr engen Grenzen bewegt. Aber zu diesem Feiertag werden wir daran erinnert, dass es die Menschlichkeit ist, die uns verbindet: Wir feiern unsere Feste ganz ähnlich. Freunde und Familie kommen vorbei, wir tauschen Geschenke und Geschichten aus und schauen dabei mit großer Hoffnung in die Zukunft.“

Mit beinahe drei Dekaden werden hier gleich mehrere Lügen auf einmal aufgetischt! Zum einen sind die Feiern zum dreißigsten Jahrestag des Sieges der Islamischen Revolution bereits einige Wochen vorbei, aber hier soll wohl der Eindruck erweckt werden, als wenn bis zur Festnahme der US-Spione in der damaligen Botschaft alles mehr oder weniger in Ordnung war. Dagegen sind die Verbrechen der USA gegen den Iran viel ältern und die USA haben eine massive Rolle bei der Stützung des tyrannischen Diktators, der sich als “Schah“ wähnte gespielt.

[Obama]: „In diesen Feierlichkeiten liegt das Versprechen eines neuen Tages, das Versprechen, unseren Kindern Chancen bieten zu können, Sicherheit für unsere Familien, Fortschritt für unsere Gemeinden und Frieden zwischen den Nationen. Diese Hoffnungen teilen wir, diese Träume haben wir gemeinsam.“

Ein schönes Wortspiel, dass hier der US-Präsident von seinen Ghostwritern vorgelegt bekommen hat, denn Nourouz heißt “Neuer Tag“. Es wird aber keinen Frieden, keine Sicherheit, und keinen Fortschritt ohne ein Minimum an Gerechtigkeit geben. Und wenn Obama glaubt, dass er solche tollen Sprüche klopfen kann, während seine Kriegsschiffe in den persischen Golf eindringen. Dann stoßen diese zusammen und alle Welt wird sich über die wundersame Verkettung von Ereignissen und eine schier unvorstellbare Erniedrigung eines Oberheuchlers wundern.

[Obama]: „In dieser Zeit des Neuanfangs möchte ich klare Worte an die Führer des Iran richten.“

Waren denn die Sanktionen gegen den Iran, die erst vor wenigen Wochen durch die USA verlängert wurden, unklare Worte?

[Obama]: „Wir haben große Meinungsverschiedenheiten, die über die Zeit gewachsen sind.“

Es sind die “Meinungsunterschiede“, die jeder Verbrecher mit seinem Opfer hat.

[Obama]: „Meine Regierung ist aber nun zu einer Diplomatie bereit, die alles vor uns Liegende bespricht und sich um eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und der internationalen Gemeinschaft bemüht.“

Wie man an den kollidierten Kriegsschiffen genau so gut erkennen kann, wie auch an der Geldruckmaschine, welche die ganze Welt beraubt oder die Unterstützung sämtlicher Verbrechen Israels.

[Obama]: „Dieser Prozess wird nicht durch Drohungen beschleunigt. Stattdessen streben wir ein ehrliches Engagement an, das sich auf gegenseitigen Respekt stützt.“

Respekt bekommt man nicht für besonders weiß strahlende Zähne sondern für Wahrhaftigkeit. Heuchelei hat in der Vergangenheit keinen Respekt verdient und wird es auch in der Zukunft nicht tun!

[Obama]: „Auch Sie haben die Wahl.“

Worüber die Islamische Republik Iran verfügt und was sie für eine Wahl haben, hat nicht die USA zu entscheiden und die Islamische Republik Iran ist der Bannerträger gegen diese Art der Arroganz der USA!

[Obama]: „Die Vereinigten Staaten sähe es gern, wenn die Islamische Republik Iran ihren rechtmäßigen Platz in der internationalen Gemeinschaft einnimmt.“

Das hat die Verlängerung der Sanktionen durch die USA verdeutlicht! Die Islamische Republik Iran aber nimmt schon längt den rechtmäßigen Platz in der internationalen Gemeinschaft ein als Verbreiter der Ideologie der Freiheit und Gerechtigkeit und die USA haben keine Chance gegen diese Befreiungstheologie! Doch noch einmal: Es ist nicht die verbrecherische Politik der US, die darüber befinden darf, welche Rolle ein wirklich freies Volk in der Welt einnimmt, sondern einzig und alleine Gott!

[Obama]: „Sie haben dieses Recht, aber es geht einher mit echter Verantwortung. Der Platz in der Gemeinschaft kann weder durch Terror noch durch Waffen, aber durch friedliches Verhalten erreicht werden, das die wahre Größe der Iraner und ihrer Kultur demonstriert.“

Die Islamische Republik Iran wird niemals “friedlich“ gegen Unterdrückung und Besatzung reagieren und alle Befreiungsbewegungen der Welt, die sich von Unterrückung und Besatzung befreien wollen, zumindest mit dem Herzen unterstützen! Der US-Traum von der Weltherrschaft ist endgültig ausgeträumt!

[Obama]: „Der Maßstab ihres Ansehens ist nicht, wie viel Sie zerstören können, sondern die Fähigkeit, etwas aufbauen und erschaffen zu können.“

Die USA haben Israel geholfen, den Libanon zu zerstören, Iran hat es mit aufgebaut. Die USA haben Israel geholfen den Gaza zu zerstören, Iran hilft es aufzubauen. Die USA haben den Irak zerstört, der Iran hilft es aufbauen. Die USA haben Afghanistan zerstört, der Iran hilft es aufbauen. Um Obamas obiges Angebot optimiert wahrnehmen zu können, müssten die USA eine Art Staatsselbstmord durchführen.

[Obama]: „Deshalb möchte ich zu dieser Gelegenheit, Nourouz, Ihrem Neujahrsfeste, den Menschen und Führern des Iran zeigen, wonach wir streben: einer Zukunft mit neuem Austausch zwischen unseren Bürgern und mehr Möglichkeiten für eine Partnerschaft und Handel. Es ist eine Zukunft, in der die alten Ansichten keinen Platz mehr haben und in der Sie und Ihre Nachbarn in größerer Sicherheit und in größerem Frieden leben können.“

Erst droht er dem Iran mit Unsicherheit und jetzt auch noch den Nachbarn des Iran, wenn sie sich Obamas Diktat nicht unterwerfen! Denn der wesentliche Unsicherheitsfaktor in der Region sind die USA und Israel!

[Obama]: „Ich weiß, das ist nichts, was leicht zu erreichen sein wird. Es gibt einige, die darauf bestehen werden, uns über unsere Unterschiede und Meinungsverschiedenheiten zu definieren. Aber lassen Sie uns an die Worte des Dichters Zadi erinnern: Die Kinder Adams sind Teile voneinander, die aus einer einzigen Anlage geschaffen wurden. Mit dem Anbruch eines neuen Jahres werden wir alle daran erinnert, dass wir diese kostbare Menschlichkeit miteinander teilen.“

Der Dichter heißt Saadi (nur als Info an die Übersetzer der Springerpresse) und der Hinweis darauf, dass wir alle von einer Quelle stammen sollte Obama der neuen Regierungsbildung in Israel erklären und nicht dem Vielvölkerstaat Iran.

[Obama]: „Danke und Eid-eh Shoma Mobarak.“

Alle Dankbarkeit gebührt dem Herrn der Welt, der durch seine stetigen Wunder zur wundersamsten Zeit die heuchlerischsten Reden des Anführers eines Verbrecherregimes entblößt und geradezu lächerlich macht.

Eingeknickt steht die Frau am Rednerpult. In einem rein-weißen Anzug lamentiert sie den Umständen entsprechend. Rein-weiß, die Farbe der Jungfräulichkeit, die Farbe der Unschuld. So versucht sie der Zuhörerschaft eindrücklich klar zu machen, dass Menschen nunmal gestorben sind.

„Den Umständen entsprechend“, so Tzipi Livni, Außenministerin Israels. Das meint soviel wie „Kollateralschaden“. Daas dieses Wort tunlichst vermieden wird, ändert nichts an der Masse der Toten, auch nicht an der Tatsache, dass mehr als 400 Kinder unter ihnen sind. Insgesamt meldet das ‚Palestinian center for human rights‘ am vergangenen Samstag 1099 tote Zivilisten von offiziell gemeldeten 1194 Leichen.


Die letzten 3 Wochen waren ein erschreckendes, einziges Blutbad. 10.000e Menschen waren Tag und Nacht auf der Flucht. Von einem Haus ins nächste, immer mit der Angst des Todes im Nacken. Literweise flossen Tränen, gellende Schreie drangen durch die Straßen. Tag für Tag, Nacht für Nacht – 3 Wochen lang. Jetzt ist der Gaza-Streifen ein einziges Trümmerfeld.
Und Frau Außenministerin Livni hat nichts mehr zu erklären, als dass dies alles nur den Umständen eines Krieges entspricht.

Sie hat Recht, ja. Aber es ist nur eine Ausrede. Ein Relativieren. Ein Versuch, die Verantwortung von sich zu schieben.
Jede kriegführende Nation weiß, dass ein Krieg Opfer fordert. Alle Kriegführerenden wissen, dass sie Zivilisten treffen könnten.
Gerade im Gaza-Streifen – einem Gebiet, aus dem niemand entkommen kann, in dem 1,5 Millionen dicht an dicht zusammengepfercht sind – kann man sich jedoch sicher sein, mehr Zivilisten zu treffen als anderswo. In Anbetracht dieser Tatsache, ist es mehr als lächerlich, wenn Frau Livni sich hinstellt und von Kollateralschaden spricht. Sie wussten es, bevor sie den Angriff auf 1,5 Millionen Menschen starteten. Sie haben die hohe Zahl an Zivilisten bereitwillig in Kauf genommen.
Jede Relativierung ist ein maßloser Versuch, sein Gewissen erleichtern zu wollen. Es ist unehrenhaft, ja gar verlogen.

Letzteres sind wir aber bereits gewohnt. Wollte man uns doch weismachen, die Hamas hätte die Waffenruhe gebrochen …
Dumm nur, dass ein Regierungssprecher Israels einräumte, dass dem nicht so sei. Dass diese Raketen am 4. November von anderen stammten. Dennoch erzählte man uns, es sei die Hamas gewesen, um einen Angriff auf den Gaza-Streifen zu legitimieren. Auch erzählten sie uns, das israelische Militär würde keine Waffen benützen, die Menschen verbrennen lassen – das Gegenteil wurde mehrfach bestätigt. Wenige Tage später wichen sie aus und dementierten ihre eigene Aussage mit den ähnlichen Worten: „Wir benützen sie nur, um Rauch zu erzeugen, damit unsere Soldaten ungesehen in die Gebiete vorrücken können.“
Verschiedene Aussagen ihrerseits lauteten „Wir haben auf das Haus [von Zivilbürgern] geschossen, weil aus ihm heraus unsere Soldaten beschossen wurden“ – in mehreren Fällen, zuletzt dem eines Arztes, haben sie erneut erklären müssen, dass dies ein Irrtum – ein Fehler – gewesen sei. Derartige Fehler wurden begangen, zu viele.

Der ganze Angriff selbst war ein einziger Fehler. Aber das kann und will man ja nicht eingestehen, deshalb muss man sich hinstellen und auf unschuldig machen. Aber auch das ist nichts wirklich Neues. Das versucht jeder Kriegführende. Fatal daran ist nur, dass sie wohlwollend in Kauf nimmt, die gesamte Bevölkerung Israels damit zu belasten. Mehren sich doch bereits Vorwürfe und Anfeindungen gegenüber den tatsächlichen Juden. Denjenigen unter ihrem zu leitenden Volk, die gegen ihren Angriff auf den Gaza-Streifen und gegen ihre ständigen Attacken gegen die arabische Bevölkerung waren und sind. Man schert sie bereits mit der Politik über einen Kamm und die Politiker lassen es zu, durch ihr Verhalten. Angesichts der immer wieder benützten radikalen und fanatischen Politik kommt einem die Vermutung nahe, als sei genau dies Zweck aller Aktionen. Das Schüren von Hass gegen die eigene Bevölkerung, damit man weitere Übergriffe auf Palästinenser erklären kann.

Genauso versteht es sich auch, dass nun das israelische Einwanderungsministerium zum Bloggerkrieg aufruft um positive Propaganda en masse ins Internet zu streuen. Sie haben gemerkt, dass der Krieg im 21. Jahrhundert besser im Internet zu führen ist, als auf dem Rednerpult. Es ist jedoch nichts anderes als der klägliche Versuch, die Wahrheit zu übertünchen.
Auch der rosa-rote Anstrich wird die Tatsachen nicht verbergen können. Schliesslich haben ihre eigenen Leute dafür bereits gesorgt, und genau dies wurde ebenfalls dokumentarisch, auf Millionen von Webseiten, festgehalten.
Strategisch gesehen ist diese Art der Propaganda ebenfalls falsch, denn weiter wird weltweit Hass geschürt durch den Fehler, selbige nicht zuzugeben oder relativieren zu wollen. Hat dies noch die vergangenen 60 Jahre einigermaßen funktioniert, so ist heute genau dieser Krieg verloren. Militärisch mögen sie auch weiterhin die wohl stärkste Macht im Mittleren Osten sein – politisch gesehen hat Israel jedoch seine Glaubwürdigkeit verloren.

Frau Livnis Rede für die israelische Nation ist zu werten wie ein „Na und …?“

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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