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Genau die Gruppe, dessen Führerin man jüngst in Berlin über den roten Teppich laufen ließ, hat laut AFP in ihrem irakischen Camp Ashraf eigene Mitglieder erschossen, die aus dem Camp flüchten wollten:

„Our security forces believe that the dead were killed by their own guards because they were trying to escape,“ Dabbagh told AFP. „They had already committed similar acts in the past.“

Nachdem irakische Einheiten, dass Camp Ashraf gestürmt hatten, ließ die UN verlautbaren, man habe 34 Tote Körper im Lager der terroristischen Volksmujahedin gefunden. Danach versuchten einige Medien die Angelegenheit so zu spinnen, als ob die Toten mit dem Sturm der irakischen Armee auf das Lager zu tun hätten.

Die Aussagen irakischer Vertreter machen diesen Spinn nun zu nichte. Dass keiner in Berlin, London, Brüssel und Paris ein Interesse an so einer Sicht hat, ist verständlich.

Denn diese Mauerschützen die wir noch aus DDR-Zeiten kennen, sind Angehörige jener Terrororganistaion, die 2009 von der EU-Terrorliste gestrichen wurde und seitdem auf politischer Kur in euopäischen Hauptstädten ist um auch Washington davon zu überzeugen die Volks-Mojahedin nicht als Terroristen einzustufen.

Trotz dieser Erkenntnis wird man damit weiter machen Frau Rajavi und ihre Sektenmitglieder zu hofieren. Von ein paar Toten hat man sich bei uns eh nie beeindrucken lassen. Und schließlich soll die MEK nicht unser bester Freund werden, sondern Vasall der Kriegsmächte gegen Iran.

Quelle

Die Ehre, es herausgefunden zu haben, gebührt dem Journalisten Andrew Cockburn

WikiLeaks-Dokumente bestätigen, was Seymour M. Hersh im New Yorker am 30. Juni 2008 (mit Datum vom 7. Juli 2008) nahe gelegt hatte: daß die Bush-Regierung am Kongreß vorbei inneriranische oppositionelle (ethnische, religiöse und politische) Gruppen personell und finanziell unterstützt mit dem Ziel, einen Casus Belli zu schaffen.

Doch nicht Hersh, sondern Andrew Cockburn gebührt die Ehre, die Fakten herausgefunden zu haben. Cockburn hatte sie zwei Monate vorher, am 2. Mai 2008, in CounterPunch veröffentlicht und weit präziser dargelegt als Hersh:

Six weeks ago, President Bush signed a secret finding authorizing a covert offensive against the Iranian regime that, according to those familiar with its contents, „unprecedented in its scope.“ Bush’s secret directive covers actions across a huge geographic area – from Lebanon to Afghanistan – but is also far more sweeping in the type of actions permitted under its guidelines – up to and including the assassination of targeted officials.  This widened scope clears the way, for example, for full support for the military arm of Mujahedin-e Khalq, the cultish Iranian opposition group, despite its enduring position on the State Department’s list of terrorist groups. Similarly, covert funds can now flow without restriction to Jundullah, or „army of god,“ the militant Sunni group in Iranian Baluchistan – just across the Afghan border — whose leader was featured not long ago on Dan Rather Reports cutting his brother in law’s throat. Other elements that will benefit from U.S. largesse and advice include Iranian Kurdish nationalists, as well the Ahwazi arabs of south west Iran.  Further afield, operations against Iran’s Hezbollah allies in Lebanon will be stepped up, along with efforts to destabilize the Syrian regime. All this costs money, which in turn must be authorized by Congress, or at least a by few witting members of the intelligence committees.  That has not proved a problem.  An initial outlay of $300 million to finance implementation of the finding has been swiftly approved with bipartisan support, apparently regardless of the unpopularity of the current war and the perilous condition of the U.S. economy.

Die WikiLeaks-Dokumente bestätigen ebenso wie Andrew Cockburns Recherchen, was ich für einen Vortrag am 23. Oktober 2006 in Marburg an der Lahn an geopolitischen Hintergründen des Nah-Ost-Konflikts zusammengestellt hatte:

Der Westen unter Führung der USA und ihres israelischen Wurmfortsatzes versucht, sich den Greater Middle East einzuverleiben, mitsamt allen Öl- und Gaslagerstätten im Kerngebiet. Seine Mittel sind Rassismus, ethnische und religiöse Spaltung, Mordanschläge und Krieg.

Bald nachdem ich 2003 diese Internetseite begonnen hatte, stieß ich auf  Leslie H. Gelb, den Ex-Vorsitzenden des Council on Foreign Relations. Er hatte am 25. November 2003 in der New York Times vorgeschlagen, nach dem Vorbild der Zerschlagung Jugoslawiens auch den Irak zu liquidieren: Ein schiitischer Südstaat um Basra, ein sunnitischer Mittelstaat um Bagdad und ein kurdischer Nordstaat sollten gebildet werden.

Aus den Staaten ist noch nichts geworden, aber der Irak ist zertrümmert. Inzwischen verzeichnet der Iran immer mehr Attentate in den von Andrew Cockburn 2006 angegebenen Gebieten im Umkreis der angegebenen Terrorgruppen.

Aus der Zertrümmerung des Iran ist noch nichts geworden, aber bei uns, außerhalb und innerhalb der Partei Die Linke, wird von iranischem Antisemitismus schwadroniert, vom drohenden Weltkalifat und der Atombombe von Loch Ness.

Quelle

Während die Unterstützung terroristischer Gruppen in Iran durch die USA nach dem Anschlag am 18.Oktober durch die Jundullah eine breitere Aufmerksamkeit erfuhr, wird in den deutschen Medien die Rolle Deutschlands, die es bei der Destabilisierung des Iran durch die Entfachung eines ethnischen Bürgerkriegs spielt, kaum erwähnt.

Diese Politik der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans wird unter der neuen schwarz-gelben Regierung wahrscheinlich noch forciert werden, schließlich steht mit Westerwelle ein Mann der FDP im Außenministerium an der Spitze. Und die FDP-nahe ‚Friedrich-Naumann-Stiftung‘ hat erst kürzlich mit der Unterstützung des Putsches gegen den demokratisch gewählten Präsidenten in Honduras ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt, mittels Terror und Gewalt Veränderungen herbei zu führen. Übrigens auch mit Ihren Steuergeldern, denn die Naumann-Stiftung bezieht jährlich Millionensummen vom Staat. Alleine 2007 über 36 Millionen Euro. Das verheißt nichts gutes für Iran.

Neben der Jundullah sind es vor allem zwei bewaffnete Gruppen in Iran, die Unterstützung erfahren. Die kurdische PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) und die MEK (Modschahedin-e Chalgh), besser bekannt auch als Volksmodschahedin. Eingebunden werden diese Gruppen in eine Strategie der Stärkung der Zentrifugalkräfte, die den iranischen Nationalstaat zerreißen sollen.

Denn Iran ist ein Vielvölkerstaat, in dem die (schiitischen) Perser nur eine knappe Mehrheit bilden. Zu den größten ethnischen Minderheiten gehören die Aseri, gefolgt von Kurden, Arabern, Balutschen und Turkmenen. Diese sollen angestachelt werden, gegen den iranischen Staat aktiv zu werden und unter der Parole der ethnischen Selbstbestimmung eine den westlichen geopolitischen Interessen entgegenkommende Politik zu betreiben. Dabei wird die zurecht kritisierte Menschenrechtslage im Iran, wie etwa die bestehende Todesstrafe oder die Unterdrückung von Meinungsfreiheit, instrumentalisiert für einen Politik, an deren Ende – das Beispiel Irak zeigt das deutlich – keine Verbesserung der Menschenrechtslage stehen wird.


‚German-Foreign-Policy‘ vermeldete am 11.Juni 2009, also einen Tag vor der iranischen Präsidenschaftswahl:

Mit Hilfe iranischer Autonomie- und Sezessionsaktivisten erhöht Berlin den Druck auf Teheran. Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung kündigt für die kommende Woche eine Tagung zur „Nationalitätenfrage“ im „Vielvölkerstaat“ Iran an. Als Referenten werden mehrere Befürworter einer weit reichenden Schwächung der iranischen Zentralregierung angekündigt. Schon vor Jahren haben Fachleute darauf hingewiesen, dass trotz der „nicht hinnehmbaren“ Diskriminierung von Minderheiten im Iran „nicht geleugnet werden“ könne, dass Autonomie- und Sezessionskonflikte „durch Außenmächte zur Schwächung der Zentralregierung geschürt werden“. (Quelle)

Der Hardliner im „Krieg gegen den Terror“, Folter-Befürworter und Professor der Bundeswehr-Universität in München, Michael Wolffsohn, fand in der ‚Welt‘ klare Worte:

Diese innenpolitische Labilität könnte – und sollte (geheimdienstlich verdeckt, versteht sich) – der Hebel westlicher Iran-Politik unterhalb des eigenen militärischen Eingreifens sein.

Die meisten westlichen Staaten werden sich auch dabei natürlich nicht die „Finger schmutzig machen“. Für die USA und Israel dürfte diese Vorgehensweise nicht nur existentiell, sondern geradezu „charmant“ sein. Indem sie den Iran schwächt, gegebenenfalls auflöst, wird die außenpolitisch-nukelare Gefahr durch den Iran verringert. (Quelle)

Eine der Organisation, die sich für den Westen die Finger schmutzig machen will und darf, ist die MEK. Über sie schrieb der Verfassungsschutz:

Die international als terroristisch bewertete MEK gilt als die aktivste und militanteste Oppositionsgruppe gegen die Islamische Republik Iran, die vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt. Seit Mai 2002 ist die MEK auf der EU-Liste terroristischer Organisationen („EU-Terrorliste“) verzeichnet. Nachdem die MEK aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtes Erster Instanz vom 12.12.2006 aus formalen Gründen von der „EU-Terrorliste“ gestrichen wurde, hat der EU-Ministerrat die Organisation zwischenzeitlich nach Heilung der gerügten Formfehler am 28.06.2007 wieder auf die „EU-Terrorliste“ gesetzt. Aufgrund des Beschlusses des Rates der Europäischen Union vom 15.07.2008 verbleibt die MEK wie auch die (im Mai 2003 entwaffnete) NLA weiterhin auf der „EU-Terrorliste“. Der NWRI [Nationale Widerstandsrat] als politischer Arm der MEK ist von der Listung jedoch ausdrücklich ausgenommen. Die Organisationsführung verlangt von den Anhängern unbedingten Gehorsam und eine ständige weltweite Verfügbarkeit. Das vom NWRI nach außen hin propagierte Demokratieprinzip findet intern keine Anwendung. Die Aktivisten werden zur völligen Aufgabe ihrer eigenen Persönlichkeit gedrängt. (Quelle)

Während des Irak-Iran-Krieges schlug sich die MEK auf die Seite des Agressors Saddam Hussein – daher ist sie im Iran auch besonders verhasst. Im Irak betrieb die MEK eigene Ausbildungslager, aber auch eigene Gefängnisse, in denen Abtrünnige und politischer Gegner gefoltert wurden.
Dennoch wurde die MEK mittlerweile wieder von der Terror-Liste genommen:

Am 23. Juni 2008 wurde die MEK auf Grund eines höchstrichterlichen Beschlusses von der britischen Liste terroristischer Organisationen entfernt. Die Europäische Union hat die Volksmudschahedin am 26. Januar 2009 bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel von ihrer Liste der Terror-Organisationen gestrichen. Damit muss die EU auch das eingefrorene Vermögen der Organisation freigeben. (Quelle)

Da aber der „politische Arm“ der MEK, der Nationale Widerstandsrat, nie verboten war, konnte die MEK ungehindert auch über die Jahre hinweg, als sie auf der Terrorliste stand, Spenden sammeln, neue Mitglieder rekrutieren und für ihre Sache werben. Dabei ging man mit krimineller Energie vor, zweckentfremdete beispielsweise Spenden für iranische Flüchtlinge oder betrieb großangelegten Sozialhilfe-Betrug.
Das Szenario einer wie von Wolffsohn beschworenen „nuklearen Gefahr“, die einen verdeckten Krieg gegen Iran notwendig machen würde, basiert übrigens zum Großteil auf Aussagen der MEK. Ein Umstand, der Wolffsohn sicherlich nicht entgangen ist, zumindest wenn er die Zeitung liest, für die er regelmäßig kommentiert. So schreibt die ‚Welt‘ bezüglich der nuklearen Gefahr, die von Iran ausgehe:

Die Hinweise darauf, dass es dem Iran in kurzer Zeit gelingen könnte, eine Atombombe zu bauen, stammten in erster Linie von der iranischen Oppositionspartei MEK/PMOI, den Mujahedin of Iran.

Der Kreis schließt sich, wenn man bedenkt, dass die vermeintlich nukleare Gefahr in erster Linie auf Aussagen der terroristischen MEK selbst basiert, die wiederum vom Westen zur Destabilisierung Irans benutzt wird. Der Journalist Knut Mellenthin ging der Sache tiefer auf den Grund. In der ‚Jungen Welt‘ vom 21.Januar 2006 schrieb er:

Am 15. August 2003 schließlich setzte das State Department auch den NCR [Nationaler Widerstandsrat] auf die Liste der »Terrororganisationen«, beschlagnahmte dessen Bankkonten und schloß das Büro in Washington. Damit aber begann die eigentliche Karriere des Bürochefs und Sprechers von MEK und NCR, Alireza Jafarzadeh: Mit Hilfe von finanzkräftigen Hintermännern gründete er eine »unabhängige Firma« mit dem seriös und neutral klingenden Namen Strategic Policy Consulting. Sein Büro befindet sich jetzt an der Pennsylvania Avenue, dem Sitz vieler Lobbyfirmen unweit des US-Kongresses. Mit Selbstironie oder Dreistigkeit bezeichnet Jafarzadeh sich auf der Webseite der SPC als »bekannte Autorität für Terrorismus und islamischen Fundamentalismus«. Der Vertreter von offiziell verbotenen Organisationen ist jetzt als »Außenpolitikexperte« beim Sender Fox News unter Vertrag, der den Neokonservativen nahesteht. Regelmäßig ist er mit seinen Lügen über iranische Atomwaffenpläne, angebliche Zusammenarbeit Teherans mit Al Qaida und ähnlichen Themen im Fernsehen präsent. Als »Außenpolitikexperte« eines namhaften US-amerikanischen Senders hat Jafarzadeh auch schon den Sprung nach Europa geschafft, unter anderem in ein Magazin des österreichischen Fernsehsenders ORF. Es ist zu fürchten, daß man ihn künftig noch häufiger sehen wird.

Terrorist wird Terrorexperte

Die Mehrheit der über Irans angebliche Arbeiten an Atomwaffen verbreiteten Geschichten geht nachweislich direkt auf Jafarzadeh zurück. Meist wird er dabei nur als »iranischer Oppositioneller« oder »Exilpolitiker« bezeichnet, ohne die MEK zu erwähnen. Gelegentlich tritt aber auch die MEK mit »Enthüllungen« auf Pressekonferenzen in Paris und Wien in Erscheinung, obwohl sie in der EU offiziell ebenfalls als verbotene Terrororganisation gilt. In den Erzählungen Jafarzadehs und der MEK geht es vor allem um immer neue iranische Geheimfabriken, in denen angeblich hinter dem Rücken der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) schon eifrig Urananreicherung betrieben und an Atomwaffen gebastelt wird.

Keine einzige der überaus zahlreichen und immer sehr detaillierten Behauptungen Jafarzadehs und der MEK – mit einer einzigen gleich noch zu erläuternden Ausnahme – hat bisher Eingang in die vierteljährlichen Berichte des IAEA-Generalsekretärs gefunden. Eine ganze Reihe von Angaben wurden durch IAEA-Inspektionen vor Ort sogar definitiv widerlegt. Im Jahr 2004 trat Jafarzadeh bei Fox News mehrmals, zuletzt noch im November, mit der weltweit beispiellosen Behauptung auf, Iran werde schon Mitte 2005 seine erste Atombombe besitzen. Eigentlich sei die Fertigstellung erst im Dezember 2005 geplant gewesen, aber Ajatollah Khameini, die oberste religiöse Autorität des Landes, habe eine Beschleunigung befohlen, wußte Jafarzadeh zu berichten. Nach seinen Aussagen hatte er diese »Informationen« direkt aus »Kreisen innerhalb des Regimes« erhalten. Überhaupt stammen angeblich alle Angaben der MEK aus einem weitverzweigten Netzwerk im Iran, das bis in die Atomindustrie hineinreichen soll. Tatsächlich ist es aber aufgrund der Geschichte der MEK, insbesondere ihrer Kollaboration mit dem Regime Saddam Husseins, äußerst unwahrscheinlich, daß sie über eine nennenswerte Zahl von Agenten im Iran verfügt – und schon gar nicht in sensiblen Bereichen. (Quelle)

Erst vor einem Monat behaupteten MEK-Vertreter erneut, Iran verfüge über Atombomben. Neben der MEK arbeiten westliche Dienste mit der  PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) zusammen, die eng mit der in Deutschland verbotenen PKK verbunden ist. ‚German Foreign Policy‘ berichtete vor einer Woche:

Spuren einer Terroroffensive iranischer Sezessionisten, die von den USA unterstützt werden, weisen nach Deutschland. Gleichzeitig mit einem Bombenanschlag im Ostiran, dem Ende letzter Woche über 40 Menschen zum Opfer fielen, haben auch Terroristen im Westiran neue Attentate gestartet. Verantwortlich ist die „Partei für ein freies Leben in Kurdistan“ (PJAK). (…)

 Die Tätigkeit der PJAK in Deutschland war in den vergangenen beiden Jahren mehrfach Gegenstand von Medienberichten. Demnach hat die Organisation nicht nur zahlreiche Milizionäre in der Bundesrepublik angeworben; auch ihr Vorsitzender residiert hier – in Köln (Nordrhein-Westfalen). PJAK-Chef Haji Ahmadi gelingt es laut einer Fernsehdokumentation, regelmäßig aus Deutschland zu seinen Milizen zu reisen, die in der Autonomen Region Kurdistan im Irak stationiert sind – unter den Augen eines Berlin eng verbundenen Clans (Barzani), der gegenwärtig „Irakisch-Kurdistan“ beherrscht.[Tip zum Googlen: „Siggi Barzani“] Die deutschen Behörden sind ausweislich der offiziellen Verfassungsschutz-Berichte über die Tätigkeit der PJAK informiert, schreiten jedoch – anders als im Falle der türkischen PKK – nicht ein. Der BND soll laut Berichten Kontakte zu PJAK-Chef Haji Ahmadi unterhalten haben. Auch in den Vereinigten Staaten genießt die PJAK laut mehreren Recherchen Unterstützung. Zwar hat die Regierung Obama die Organisation zu Beginn ihrer Amtszeit auf die offizielle Washingtoner Terrorliste gesetzt, um gegenüber Teheran Gesprächsbereitschaft zu signalisieren; wirkungsvolle Sanktionen gegen sie sind bislang jedoch nicht bekannt. (Quelle)

Im Gegenteil, auch Washington unterstützt die PJAK nach Kräften:

Die PJAK ist eine weitere Organisation, die grenzübergreifende Überfälle in Iran durchführt. Israel versorgt die Gruppe mit „Ausrüstung und Training“, während die USA ihnen „eine Liste mit Zielen in Iran gab, die im Interesse der USA liegen“, behauptet ein Berater des US-Verteidigungsministeriums. Hilfe für Guerilla-Gruppen, berichtet der Berater, sind „Teil der Bemühung, alternative Mittel zu erkunden, mit denen Druck auf Iran ausgeübt werden kann“. Es ist bekannt, dass PJAK in jüngster Zeit bei ihren Operationen einen beeindruckenden Zuwachs an Fähigkeiten gezeigt hat, sowohl in Hinsicht auf Größe als auch auf Bewaffnung. Eine Tatsache, die sicherlich auf die Unterstützung durch den Westen zurückzuführen ist. (Quelle)

Der Krieg für ein ethnisch homogenes Kurdistan, oder für ein ethnisch homogenes Balutschistan, entspricht in vielen der Vorgehensweise, mit der der jugoslawische Staat von den NATO-Staaten zerschlagen wurde. Dabei hatte man keine Skrupel, völkisch-faschistische Terrortruppen wie die UCK zu unterstützen, die stark in den internationalen Drogen-, Waffen-, Frauen- und Kinderhandel involviert ist. Auch „Al-Qaida“-Kämpfer holte man ins Land und bewaffnete sie.
Der Kampf von Jundullah (Balutschen) oder PJAK (Kurden) reiht sich hervorragend in die Pläne derjenigen Strategen ein, die den ganzen Nahen und Mittleren Osten neu strukturieren wollen. Dabei geht man nach folgenden Muster vor: ethnische Spannungen erzeugen – zum Bürgerkrieg entwickeln – ethnische Säuberungen durchführen – neue Staatsbildung anhand der nun gezogenen ethnischen (oder auch religiösen) Linien. Das Ergebnis könnte dann so aussehen, wie es 2006 von Ralph Peters im ‚Armed Forced Journal‘ unter der Überschrift „How a better Middle East would look“ in einer Karte veranschaulicht wurde:
Vorher: Vielvölkerstaaten
Nachher: Ethnisch „rein“
Stellen Sie sich vor, in Iran würde man regierungsnahe Konferenzen organisieren, die die Aufteilung Deutschlands zum Ziel haben. Stellen Sie sich vor, in den iranischen Medien würde man gezielt mittels falscher Zitate Lügen über die deutsche Regierung verbreiten, um einen moralische Grundlage für einen Angriff auf Deutschland zu haben. Stellen Sie sich vor, Irans Regierung würde Deutschland mit Sanktionen drohen, die tiefgreifende  negative wirtschaftliche Konsequenzen hätten. Stellen Sie sich vor, Iran würde Druck auf Deutsche ausüben, für den iranischen Geheimdienst zu arbeiten. Stellen Sie sich vor, Iran würde in Deutschland Fernseh-und Radiostationen betreiben, mittels derer Proteste gegen die Regieurng organisiert und diese als Wahlbetrüger hingestellt werden. Stellen Sie sich vor, Iran würde Tausende von Kämpfern ausbilden und bewaffnen, die in Deutschland regelmäßig Bombenanschläge, auch auf Kirchen, verüben würden. Stellen Sie sich vor, Iran würde Terroristen ausbilden und unterstützen, die sich damit rühmen, in Deutschland hunderte von Polizisten getötet zu haben. Stellen Sie sich vor, dass der Chef dieser Organisation in iranischen Medien ein Forum bekommen würde, mittels dessen er öffentlich drohen kann, überall in Deutschland zuschlagen zu können. Würden Sie vielleicht denken, dass Iran Krieg gegen Deutschland führt? Wenn ja, dann müssen Sie auch zu dem Schluss kommen, dass Deutschland (zusammen mit den USA) Krieg gegen Iran führt. Ein Krieg, in dem die Bomben noch nicht vom Himmel fallen, sondern über einen anderen Weg ihr Ziel finden.

Es schmerzt sehr mitzuerleben, wie eine auf Krieg ausgerichtete Hasspresse manche Politiker vor sich hertreibt, um den Iran zu bombardieren. Aber wenn es denn eines Tages geschieht, werden jene Hassprediger auf Seiten der Politik und Medien jegliche Verantwortung von sich weisen!

Gestern hat die Islamische Republik Iran ganz regulär den Bau einer neuen Urananreicherungsanlage fern der bisherigen Anlage bei der IAEO formgerecht und fristgerecht angekündigt. Die Anlage wird frühestens in 18 Monaten Uran anreichern können, so dass sämtliche Vereinbarungen der Ankündigung einer solchen Anlage eingehalten wurden. Aber was macht die westliche Krieghetze daraus (der Begriff “westliche Hofberichterstattung“ wäre angesichts dieser Blutrünstigkeit eine Schmeichelei).

Es wird behauptet, der Iran hätte eine bisher geheim gehaltene Anlage “zugegeben“. Aber die Statuten der IAEO sehen bestimmte Fristen vor der atomaren Nutzung einer Anlage vor, die einzuhalten sind bei der Ankündigung. Und die hat er Iran eingehalten! Warum wird der Iran dann von heute auf morgen “noch gefährlicher“, wenn jene Anlage noch im Aufbau ist? Und ist es angesichts der tagtäglichen unwidersprochenen Bombendrohungen aus der westlichen Welt gegen die bestehende Anlage nicht sinnvoll aus Sicht einer jeden vernünftigen Staatsführung, eine zweite Anlage aufzubauen?

Es wird behauptet, der Iran wollte jene Anlage eigentlich geheim halten, aber weil die Terrororganisation “Volksmudschaheddin“, die im Westen Schutz genießt, da ihr Terror sich “nur“ gegen den Iran richtet, angeblich westliche Geheimdienste informiert habe, und die jene Erkenntnisse schon bald herausgegeben hätten, wäre der Iran dem zuvor gekommen! Ja wirklich, so steht es in der westlichen Presse! Vor dem weiterlesen bitten wir den Leser höflichst, sich selbst zu vergewissern, ob es so in den Blättern der Volksverdummung steht oder nicht! Denn offenbar ist den Schreibern jener Zeilen entgangen, was das bedeuten würde! Offenbar können jene Art von verblendeten, eingebetteten Kriegsjournalisten nicht einmal eins und eins zusammenzählen!

Daher hier noch einmal im Einzelnen die Behauptungen: Sie behaupten, dass die von ihnen geschützten Terroristen so viele Spione im Iran hätten, dass sie die Information herausgeschmuggelt haben über jene angeblich so geheime Anlage, die im Aufbau ist. Und sie behaupten, dass westliche Geheimdienste jene Information schon bald (aber eben erst bald) veröffentlichen wollten, um Iran zu diskreditieren und daher der Iran dem zuvor gekommen ist. Aber woher wusste denn der Iran, was westliche Geheimdienste vor haben, so dass er dem zuvor kommen konnte? Wollen hier die Menschen-Bombardier-Fetischisten tatsächlich behaupten, dass der Iran alle westlichen Geheimdienste derart geschickt infiltriert hat, dass sie deren Absichten und Erkenntnisse studieren und dem zuvor kommen konnte? Nein, darum aber geht es nicht: Es geht um den “Endsieg“, eine Ideologie, welche die Verantwortlichen der Westlichen Welt sich offenbar auf die Fahnen geschrieben haben.

Wie aber sahen denn die “Informationen“ der westlichen Geheimdienste in den letzten acht Jahren aus? Sie haben behauptet, dass USAma aus den Höhlen von Afghanistan heraus drei hohe Gebäude mit zwei Flugzeugen zum Einsturz gebracht hat, sind aber nicht in der Lage ihn zu finden, während der Gesuchte regelmäßig YouTube füttert, inzwischen allerdings ohne bewegte Bilder, weil die Belichtung in den Höhlen so schlecht ist. Sie haben behauptet, dass Saddam über viele Massenvernichtungswaffen verfüge, konnten aber nicht ahnen, dass jener Verbrecher alle jene Waffen, die man ihm vorher geliefert hatte, bereits vernichtet hat. Sie haben vor sechs Jahren behauptet, der Iran hätte in spätesten drei Jahren die Atomwaffe. Sie haben vor fünf Jahren behauptet, der Iran hätte spätestens in einem Jahr die Atomwaffe. Sie haben vor vier Jahren behauptet, der Iran könnte innerhalb von 24 Monaten die Atomwaffe zünden. Vor drei Jahren sollte es dann wiederum nur zwei Jahre dauern. Vor zwei Jahren stand es unmittelbar bevor und vor einem Jahr wurde darauf verwiesen, dass der Iran sein Atomprogramm vor etlichen Jahren eingestellt hätte. Jetzt heißt es wieder, dass der Iran in einiger Zeit (man legt sich nicht mehr fest) die Atomwaffe besitzen könnte. Der Iran hingegen hat die ganze Zeit behauptet, dass er keine Atomwaffen anstrebt, weil diese mit dem Islam nicht vereinbar sind. Während dieses ganzen Medienspektakels hat Israel nicht nur sein Atomwaffenarsenal fleißig weiter “geheim“ gehalten, sondern faktisch die Auflösung von Palästina eingeleitet, mit der gleichen Planung, wie sie Indianer einstmals in den USA erlebt haben, mit allerdings dem Unterschied, dass Nichtjuden niemals gleichberechtigte Bürger in Israel werden können!

So weit die Analyse mit der Fragestellung zum Verhalten der Westlichen Welt. Politiker und Kriegstreiber unter den Medien können es nicht weiter ertragen, dass ein Präsident jeden Tag beliebter in der ganzen Welt wird und nach Gerechtigkeit verlangt! Jene Journalisten haben uns aufgezeigt, wie der israelische Ministerpräsident vor der UN-Vollversammlung die Anwesenden gescholten hat, dass sie sitzen geblieben sind, als der iranische Präsident sprach, um dann auf den Holocaust zu verweisen. Aber warum haben uns die Medien zuvor die Bilder vom vollen Saal so extrem fanatisch vorenthalten und nur die wenigen freien Sitze der Europäer gezeigt, wenn doch so viele der Rede gelauscht haben, dass sie dann gescholten werden mussten, gescholten von einem Ministerpräsidenten, dessen Außenminister ganz offen damit droht 20% der einen Bevölkerung zu deportieren und der gegen sämtliche UN-Beschlüsse ungehindert fremden Boden besiedeln lässt!

Die Fragestellung könnte aber auch an den Iran gerichtet werden. Warum hat der Iran jene Ankündigung ausgerechnet dann veröffentlicht, als die so genannte G20 (eine Gruppe Staaten, die sich selbst in den Medien als Weltregierung ausrufen lässt, ohne dass sie irgendjemand dazu legitimiert hätte) tagte? Warum hat sie nicht noch eine Woche gewartet, bis die ersten Gespräche Anfang Oktober abgeschlossen wären. Jene Anlage hätte man dann immer noch fristgerecht ankündigen können, falls es dann überhaupt noch nötig gewesen wäre, jene Anlage weiter zu bauen. Was also bewegt die Islamische Republik Iran bzw. seinen Präsidenten dazu, gerade jetzt mit jener Ankündigung in die Öffentlichkeit zu treten? So sehr die Leistung des iranischen Geheimdienstes nicht zu unterschätzen ist, so sehr dürfte ein “Zuvorkommen“ gegenüber westlichen Enthüllungen die Absurdeste aller Erklärungen sein. Denn schließlich können westliche Geheimdienste auch völlig ohne Belege irgendetwas behaupten, und das tun sie auch. Und wie soll man etwas Unbeweisbarem “zuvorkommen“?

Es ist eher anzunehmen, dass ein gewisses Umdenken im gesamten System der Islamischen Republik Iran Grund für dieses Verhalten ist. Galt bisher die USA als engster Verbündeter Israels und damit zumindest die Politik der USA als Feind, zu dem man nicht einmal diplomatische Beziehungen pflegt, hat Europa unter Merkel es mehr und mehr geschafft, den USA diesen Rang streitig zu machen. Hatte der Iran in den letzten Jahren zumindest noch eine gewisse Hoffnung auf eine sachlichere, logischere und vernünftigere Haltung Deutschlands, ist jene Hoffnung inzwischen offenbar vollends geschwunden. Darauf deuten auch die Äußerungen des iranischen Präsidenten hin, dass sie stolz darauf sind, wenn sich die Feinde (insbesondere Deutschland) ärgern! Hatte man Anfangs noch zumindest ein gewisses Verständnis für die historische Rolle Deutschlands gezeigt, steht Deutschland immer mehr im Fokus der verbalen Angriffe aus dem Iran. Das ist vor allem deshalb so verheerend, weil die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands miterleben muss, wie französische Ölunternehmen genau so erfolgreich im Iran mitmischen, wie chinesische, indische und sogar US-Amerikanische über Drittländer. Nur Deutschlands Unternehmen wird der Zugang zum Iran als Schlüsselland der gesamten Region, und damit auch zu vielen weiteren Ländern verwehrt. Hauptverantwortliche dafür ist das Merkel-System. Insofern ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung jener Atomanlagenankündigung auch ganz anders zu deuten: Sie erfolgte unmittelbar vor den Wahlen zum Bundestag!

Die westliche Welt hat es bis heute nicht geschafft, die Politik und Diplomatie der Islamischen Republik Iran auch nur in Ansätzen zu verstehen. Zunächst geht man von sich selbst aus und denkt in Kategorien wie Machtstreben, Wachstumszwang, Kolonialismus und Neokolonialismus, Imperialismus, Herrenmenschendenken usw.. Die Hauptvorstellung dahinter ist, dass jeder Menschen und jedes System seinen “Preis“ hat. Das ist eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren des Kapitalismus! Alles wird verdinglicht, Dinge werden vergöttert und gekauft. Entweder ist etwas (oder jemand) durch hinreichend Kapital käuflich, oder aber durch die Androhung seine Dinglichkeit (sprich sein Leben) zu vernichten. Etwas anderes hat er ja nach Vorstellung des Kapitalismus nicht zu verteidigen. Das genau war auch die Methode derjenigen, die in Mekka die Anhänger des Monotheismus, welche den Götzenanbetern “gefährlich“ wurden, zu kaufen bzw. zu vernichten versucht haben. Aber sie sind gescheitert! Denn der wirklich freie Mensch ist nicht käuflich, weder mit Geld noch mit Drohungen! Da es in einer materialistisch orientierten Gesellschaft immer weniger wirklich freie Menschen gibt, ist auch der vernünftige Umgang mit ihnen nicht mehr bekannt.

Da man zudem im Iran einige “käufliche“ Gegenstücke zu der eigenen Käuflichkeit gefunden hat, dachte man stets, dass der Iran so zu handhaben ist, wie eben alle Länder der Erde. Aber es funktioniert nicht. Man bietet dem Iran Geld an, aber der Iran will es nicht. Man droht dem Iran an, es zu vernichten, und der Iran lädt die Feinde ein, loszulegen! Wirklich “freie“ Menschen sind jedem System der materiellen Welt überlegen und unbesiegbar, selbst wenn man Atomwaffen über ihnen abwirft! Wirklich freue Menschen verbeugen sich eben nur vor Gott und vor keinem Menschen.

Jahrelang haben die maßgeblichen Verantwortlichen in der Islamischen Republik Iran die Vorstellung gehabt, dass es zumindest einige vernunftbegabte Menschen in westlichen Führungsriegen gibt, die – selbst wenn sie materialistisch orientiert sind – zumindest zum materiellen Wohl ihrer eigenen Völker eine auf Vernunft basierende Politik gegenüber dem Iran betreiben würden. Darin haben sie sich getäuscht, das kann man einigen iranischen Ministern sicherlich vorwerfen. Umso “schmerzlicher“ fällt jetzt die Kehrtwende aus. Und jeder Tag, an dem die Westliche Welt – allen voran Deutschland – zum Schaden der eigenen Bevölkerungen diese auf Unterdrückung und Besatzung basierende Politik betreibt bzw. unterstützt wird auch der Schaden für den Weltfrieden größer.

Außenminister Steinmeier hat die letzten Tage gemäß Medienangaben gesagt, dass Ahmadinedschad eine Schande für das iranische Volk sei. Er sollte aufpassen, dass nicht eines Tages Bundeskanzlerin Merkel als Schande für Deutschland in die Geschichtsbücher eingehen wird, die deutsche Soldaten erstmals nach dem zweiten Weltkrieg in einen offenen Krieg geführt hat. Und es sieht so aus, als wenn ihm die Aufgabe zufällt, genau jene Kanzlerin wiederum zu ermöglichen.

Sollte ein auch nur halbwegs freies Deutschland ernsthaftes Interesse an einer atomwaffenfreien Welt haben, sollte Deutschland zunächst sämtliche Atomwaffen vom eigenen Grund und Boden verbannen, denn militärisch machen sie keinen Sinn! Aber es ist erheblich leichter ein anderes Land zu beschimpfen, das noch keine Atomwaffen hat, als seine eine irrsinnige Politik zu korrigieren.

Es ist bekannt, dass sich die Medien und Politiker der westlichen Welt grundsätzlich mit jenen Politikern verbünden, die ihre Interessen auch gegen das jeweilige eigene Volk vertreten (wie z.B. in Saudi-Arabien oder Honduras), aber es kommt selten vor, dass ihnen die Felle so davon schwimmen, wie jetzt im Iran.

Heute hat Imam Chamene´i den Wahlsieger der letzten Präsidentschaftswahlen Dr. Ahmadinedschad verfassungsgemäß bestätigt und in einer feierlichen Zeremonie mit der Erfüllung seiner Aufgaben in der neuen Legislaturperiode beauftragt. Am Mittwoch folgt dann der Amtseid vor dem Parlament. Parallel dazu findet im Iran derzeit ein Prozess statt, der alles, was sich die westliche Welt in dreißig Jahren Kleinarbeit aufgebaut hat, innerhalb kürzester Zeit zerstören könnte.

Wie sehr der Politik der westlichen Welt die Felle davonschwimmen, konnte man letzte Woche im Irak miterleben. Seitdem die USA das Land faktisch besetzt halten, unterhielten sie an der iranischen Grenze die Terrororganisation “Volkmudschahedin“ (Volksmudschahids), die sich immer wieder damit rühmte, Terroranschläge im Iran mit tausenden Opfern verübt zu haben. Jene Gruppe unterhielt in einem Ausbildungslager nahe der Grenze zum Iran paramilitärische Einheiten mit schwersten Waffen. Die USA hatten der irakischen Regierung das Versprechen abgerungen, jene Terroristen nicht zu behelligen. Die Gruppe wird im Iran als “Volksmunafeqin“ (Volksheuchler) bezeichnet. Es sei hier nur zur Klarstellung daran erinnert und betont: Die USA haben in dem von ihnen besetzten Irak eine Terrororganisation gegen den Iran unterstützt und mit allen möglichen Waffen ausgestattet, und die gesamte Hofberichterstattung der westlichen Welt hat gegenüber diesem Verbrechen nicht nur geschwiegen sondern es noch aktiv unterstützt indem die Volksmudschahedin von der EU-Terrorliste genommen wurden, wie sie es immer tut, wenn Verbrecher für die westliche Welt arbeiten! Und kein einziger Terror-Camp Besucher, keine Einziger, der aus Deutschland in jenes Terroristenausbildungslager gereist ist, um dort Mord und Massenmord zu lernen und um dann nach Deutschland zurück zu kommen, musste mit Einreiseproblemen rechnen!

Jenes Terror-Camp wurde aber letzte Woche von irakischen Sicherheitskräften zur Überraschung der USA angegriffen, wobei eine unklare Anzahl Terroristen (ca. 20) dabei umgekommen ist. 300 Anhänger der Volksmudschahedin und 120 Polizisten sind verletzt worden. Die sich selbst als Menschenrechtsorganisation bezeichnende Amnesty International (AI) warf der irakischen Regierung vor, die Sicherheitskräfte seien mit “unverhältnismäßiger Gewalt“ gegen die “unbewaffneten“ Bewohner vorgegangen. Damit outet sich AI einmal mehr als Handlanger westlichen Terrors, denn wie sollten die “unbewaffneten“ Lagerbewohner 120 irakische Polizisten verletzt haben? Und seit wann zählen Panzer und Maschinengewehre nicht zu Waffen? AI, die offenbar viele ihrer Infos über den Iran ungeprüft von den Volkmudschahedin übernimmt und weitergibt, hat mit dieser Parteinahme verdeutlicht, dass sie auch um das Wohl einer Terrororganisation besorgt ist, wenn jene Terrororganisation sich gegen den Islam und die Muslime einsetzt!

Der Einsatz der irakischen Polizeikräfte erfolgte zur Überraschung der US-Besatzer und gegen deren Willen. Bereits hier wird deutlich, wie auch die irakische Regierung derzeit versucht, sich zu emanzipieren, und wie sie die Nähe zur Islamischen Republik Iran und weg von den US-Besatzern sucht. Jener Angriff auf das Terror-Camp erfolgte genau in der Woche, in der die Anklageschriften gegen die Verschwörer nach den Wahlen im Iran vorbereitet worden sind und zahlreiche Informationen diesbezüglich durch die Gefangenen preis gegeben wurden.

Während der alte und neue Präsident im Iran seine zweite Amtszeit antritt, findet ein Prozess gegen die Anführer der Unruhen nach den Wahlen statt. Bei den Unruhen sind ca. 20 Menschen umgekommen, darunter auch sieben Basidsch-Mitarbeiter des Staates, die von gewaltsamen Demonstranten bei lebendigem Leib angezündet wurden! Nicht nur wegen der Teilnahme an den Protesten, wie es die Hofberichterstattung in der Westlichen Welt fälschlicherweise behauptet, steht eine erste Gruppe prominenter Vertreter des Umsturzversuches vor Gericht, sondern wegen Verschwörung und Hochverrats.

Einer der bekanntesten Angeklagten, der ehemalige Vize-Präsident Mohammed Ali Abtahi, ein enger Vertrauter Chatamis, sagte vor Gericht aus, dass ihm durchaus bekannt war, dass die Wahlen sauber verlaufen sind. Gleichzeitig warf er Rafsandschani, Musawi und Chatami vor, sich wenige Wochen vor den Wahlen getroffen zu haben und in ihrer Vorgehensweise nach den Wahlen gegenseitig “eingeschworen“ zu haben. Diese Aussage war eine “Bombe“ gegen sämtliche Korruption im Land der letzten 25 Jahre und viele Fehler, die gemacht wurden. Sofort traten die drei Beschuldigten auf und wehrten sich lautstark: Chatami faselte etwas von Schauprozess, und dass die Geständnisse wertlos seien. Musawi warf dem Gericht vor, die Geständnisse seien unter “Folter“ erzwungen worden. Andere wollten Abtahi, der in klarer Sprache formulierte, gleich unter Drogen gesetzt sehen; in einem Land, in dem Drogen verboten sind! Die gleiche Amnesty International, die erst letzte Woche sich offen auf die Seite der Terroristen im Irak gestellt hat, die zum gewaltsamen Umsturz im Iran auffordern, forderte hier dazu auf, “keine Schauprozesse“ zu veranstalten. Und der gleiche Rafsandschani, der nach den Wahlen drei Wochen lang überhaupt kein öffentliches Wort über seine Lippen gebracht hat, reagierte hier binnen Stunden und bezeichnete die Vorwürfe als Lüge!

Dass zumindest die Foltervorwürfe absurd sind, kann auch ein nicht dem Iran zugetaner außen stehender Beobachter leicht erkennen. Wenn man schon bösartig interpretieren möchte, dann genügt doch ein Blick auf die Anklage. Den Angeklagten droht die Todesstrafe, weil sie wegen Hochverrat angeklagt sind, die schwerstmögliche Anklage in der Islamischen Republik Iran. Und der einzige Weg, sich selbst und sein Leben zu retten, besteht darin, sich davon loszusagen und Fakten aufzutischen, die überprüfbar sind. Insofern könnte ein Abtahi oder jegliche andere Person kein Stück an seiner Strafe vermindern, wenn er irgendwelche Lügen auftischt, die niemand überprüfen kann. Es müssen Daten, Fakten, Zahlen, Termine usw. genannt werden, die unabhängig von seiner Aussage überprüfbar sind. Nur so wären sie glaubwürdig und nur so könnte er durch seine Mithilfe zur Aufdeckung der Verschwörung mit einer milden Strafe davon kommen.

Bereits die ersten Reaktionen der drei Beschuldigten verdeutlichen, dass auch sie erkannt haben, wie ihnen die Felle davon schwimmen. Rafsandschanis blitzartiger Reaktion folgte seine Abreise an das Kaspische Meer (so heißt es). Die westliche Hofberichterstattung sieht darin einen Affront gegen die Amtseinführung von Ahmadinedschad, bei der traditionell alle führenden Persönlichkeiten des Landes anwesend sind. Rafsandschani wird als (noch) Vorsitzender des Expertenparlaments aber fehlen! Damit verstößt er gegen den unmissverständlichen Auftrag des Expertenparlaments selbst, der ihn beauftragt hatte, Imam Chamene´i “deutlicher als zuvor“ zu unterstützen. Daher dürfte nicht nur sein Einfluss im Expertenparlament schwinden. Vielmehr verdeutlicht er durch seine Aktion durchaus die Berechtigung des Verschwörungsvorwurfs. So zumindest sehen es immer mehr Iraner. Der Prozess gegen die Angeklagten soll am Donnerstag, einen Tag nach der Vereidigung des Präsidenten vor dem Parlament, fortgesetzt werden.

Manche Erinnerung an die Vorwahlzeit erscheint plötzlich in einem neuen Licht. Ursprünglich hatte Ex-Präsident Chatami selbst für die Wahlen seine Kandidatur lautstark veröffentlicht. Nachdem aber Musawi antrat, nahm Chatami seine Kandidatur zurück. Heute fragen sich immer mehr Iraner, warum er das tat. Das damals aufgetischte Argument, Musawi hätte bessere Chancen gegen Ahmadinedschad, ist unsinnig. Bereits damals war in Umfragen des CIA klar, dass Musawi keine Chance haben würde. Außerdem macht die Behauptung auch ohne Umfragen wenig Sinn. Musawi war der letzte Ministerpräsident des Iran (bevor der Posten abgesetzt wurde) und danach über 20 Jahre kaum politisch aktiv! Chatami hingegen war gewählter Präsident gewesen! Warum sollte also Musawi mehr Chancen haben, als Chatami? Es gibt keine sachlich-logische Begründung für jenes damalige Argument. Zudem war Musawi bei “Insidern“ durchaus als Gegner von Imam Chamene´i bekannt, aber Chatami galt – zumindest vor den Wahlen – nicht als Gegner, was durchaus wahlausschlaggebend sein konnte. Imam Chamene´i genießt schließlich volksübergreifend ein derart hohes Ansehen, dass eine Gegnerschaft zu ihm einer Gegnerschaft zum System und zur Verfassung der Islamischen Republik Iran gleich kommt.

Tatsächlich sind die Musawi-Demonstranten bis zu jener epochalen Freitagsansprache von Imam Chamene´i auf der Religionswelle mitgeschwommen. Sie riefen “Allah ist groß“ und gaben vor, den Islamischen Staat schützen zu wollen. Und einige Religiöse sind tatsächlich mitgelaufen. Nach jener Freitagsansprache aber haben sich die meisten Religiösen distanziert und schlagartig änderten sich auch die Parolen. Plötzlich war von Umsturz, von einer “Iranischen Republik“ statt “Islamischer Republik“ von der Abschaffung des “Imamats“ usw. die Rede in den Parolen der Verbliebenen. So etwas nenn man auch außerhalb des Islam “Heuchelei“, denn es ist kaum anzunehmen, dass sich die Ziele auf der Straße innerhalb von wenigen Stunden derart krass von “Verteidigung des Imam“ bis zum Umsturz des Imam ändern!

Und damit schließt sich auch der Kreis. Die im Iran bekannte Heuchelei der Volskmudschahedin verband sich zumindest methodisch mit der Heuchelei der Musawi-Anhänger, selbst wenn sie wenig miteinander zu tun haben sollten. Die Staatsanwaltschaft im Iran hingegen sieht Verbindungen, die er aber erst noch beweisen muss. Die Verschwörung des Dreigespanns Musawi, Chatami und Rafsandschani aber könnte schon sehr bald aufgedeckt werden, denn die drei werden immer nervöser, und wenn es ernst wird, wird sich zeigen, wie sehr sie sich an ihr gegenseitiges Versprechen gebunden fühlen. Einige Mitläufer unter den Geistlichen sind dieser Tage jedenfalls auffällig “ruhiger“ geworden, da sie die Dimension der Ereignisse unterschätzt haben und jetzt selbst schockiert sind.

Die westliche Welt verliert mit den Dreien zusammen sehr viel. Bisher konnte sie ihren Einfluss in die islamische Republik genau über jene drei (aber insbesondere über Rafsandschani und Chatami, der gerne in die westliche Welt gereist ist) aufrecht erhalten. Jener Einfluss muss dabei nicht “direkt“ wirken, sondern kann sehr subtil durch gewisse “Unterstützungen“, Preise, Einladungen zu Dialogrunden, Einträge in Goldene Bücher (z.B. Berlin) usw. wirken. In diesem Zusammenhang müssen in den letzten Wochen auch Dinge aufgedeckt worden sein, die in der Westlichen Welt zumindest überhaupt nicht nachzulesen waren: So wurde z.B. vor ca. zwei Wochen ein Lastwagen an der Iranisch-Türkischen Grenze festgesetzt. Er hatte insgesamt ca. 8 Milliarden US-Dollar in bar und zusätzlich 12 Tonnen Goldbarren (andere Quellen berichten von 22 Tonnen) geladen. Und es gibt nicht viele im Iran, die über solche Geldsummen verfügen oder zumindest Zugang dazu haben. Bei dieser Methode des Wirtschaftskrieges gegen den Iran muss die Westliche Welt einen Rückschlag einstecken.

Es stellt sich aber die Frage, wer die Hintermänner im Iran sind, die solch einen Einfluss auf Grenzposten zu haben glauben, dass der Transport hätte glücken können. Wer kommt im Iran wie an solche Barsummen ausländischer Währungen und wo will er sie hinbringen? Es kann kein Zufall sein, dass jene Aktion gerade jetzt vereitelt werden konnte. Menschen, die nicht für ein wahrhaftiges Ideal leben (und breit sind dafür zu sterben), werden alles verraten, um am Leben zu bleiben. Und niemand ist bereit, sein Leben dem Kapitalismus zu opfern!

Auch die täglich lauter herumbrüllenden Zionisten mit ihren Atomdrohungen dieser Tage erscheinen in einem neuen Licht. Nie zuvor hat Israel seine Atomangriffe, weder in Syrien noch im Irak, angekündigt. Hier geht es offenbar darum “Druck“ aufzubauen, um von anderen Dingen abzulenken und in dieser Drucksituation evtl. noch einige Schäfchen ins Trockene zu bringen, oder sollte man lieber sagen Schwarze Schafe zu retten.

So ist mit noch so mancher Überraschung in den nächsten Tagen und Wochen zu rechnen! Und Dr. Ahmadinedschads Amtsantritt, die Ernennung seines Kabinetts und die effektive Arbeitsaufnahme kann zwar noch einige Tage und Wochen dauern, aber danach sind mit weiteren Überraschungen zu rechnen; Überraschungen, die allen freiheitsliebenden Menschen dieser Welt hilfreich sein können – so Gott will.

Nach dem epochalen Freitagsgebet von Imam Chamene´i in Teheran hat die westliche Welt sowohl in der Politik als auch in den Medien jegliche Masken von fallen lassen, unterstützt offen Terrorismus und weiß sich nicht mehr zu helfen, wie sie aus der selbstgeschaufelten Grube der Unwahrheit, in die sie gestürzt ist,  herauskommen soll.

Bis zum Freitag war es unklar, welche Position die Anhänger des Präsidentschaftskandidaten Mousawi gegenüber der Islamischen Revolution einnehmen. Seit Freitag ist klar, dass die allermeisten Anhänger lediglich Mitläufer waren, die sich ganz und gar nicht gegen Imam Chamene´i stellen wollten und daher nunmehr aufgehört haben zu demonstrieren. Die wenigen Verbliebenen aber greifen zunehmend zu terroristischen Maßnahmen, wie das Anzünden von Gebäuden und Bombenanschläge! Und hier zeigt sich das wahre Bild des westlichen Journalismus. Kein Wort darüber, dass Demonstranten Gebäude, in denen sich unschuldige Menschen aufhalten, mit Brandsätzen angreifen, darunter inzwischen Krankenhäuser und Moscheen, kein Wort darüber, dass der Bombenanschlag im direkten Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen steht. Kaum ein Wort darüber, dass nur noch wenige Dutzend auf den Straßen waren! Stattdessen Bilder aus den Tagen zuvor mit neuen aktualisierten Lügengeschichten, die alle aufzuzählen den Rahmen eines Artikels sprengen würden.

Manche Lügengeschichten sind derart absurd, dass man sich nur wundern kann. So ist davon die Rede, dass mit Wasserwerfen kochend heißes Wasser auf die Demonstranten gesprüht worden sein soll. Ist es nicht von großem geheimdienstlichem Interesse, dass der Iran eine neue Art von Wasserwerfer entwickelt haben muss, in dem über eine längere Zeit eine so große Menge Wasser aufgeheizt werden kann, ohne zusätzliche Heißeinrichtungen!? DA wird angezweifelt, dass es im Iran möglich ist an 46.000 Wahlurnen 8 Millionen Stimmen innerhalb von zwei Stunden zu zählen. Wenn es an jeder Wahlurne nur zwei Zähler gäbe (was schon absurd wenig wäre) brächte jeder Zähler nur 87 Stimmzettel innerhalb von zwei Stunden zu zählen!! In welchem Land der Erde soll das nicht möglich sein? Dass in der gleichen Zeit in Deutschland z.B. 10 Mal so viele Stimmzettel bei Bundestagswahlen ausgezählt werden können, glauben westliche Herrenmenschen wohl an der Überlegenheit des Westmenschen selbst beim Zählen auszumachen. Dabei sind die Zählmethoden in beiden Ländern identisch!

Dass diese verfälschende und manipulatorische Einstellung westlicher Journalisten – diese Mal bedauerlicherweise allen voran deutsche Journalisten – nicht so sein muss, konnte man im CNN sehen, bis heute kann Frau Christiane Amanpour von CNN völlig frei und ungestört von der Straße berichten und war stets inmitten der Demonstranten. Die für einige deutsche Sender berichtende Antonia Rados hat, nachdem sie von einigen Demonstranten für Imam Chamene´i als Berichterstatterin vom “Feindsender“ beschimpft wurde, sich selbst darüber beklagt, dass die Sicherheitskräfte sie zu wenig “beschützt“ haben. Ansonsten trägt sie weiterhin ihre Unwahrheiten in die westliche Welt, auch von der iranischen Straße. In diese Verlegenheit kommen die Korrespondenten von ARD und ZDF nicht. Die dürfen überhaupt nicht mehr berichten. Denn in ihren Sendern wird nunmehr faktisch offen zum Umsturz im Iran aufgerufen. Es kommen nicht nur Exil-Iraner zu Wort, die das System stürzen wollen, sondern ganze Terrororganisationen, wie die so genannten Volkmudschahedin, die ein “Exilparlament“ gegründet haben. Der Schahsohn wird wieder in die Öffentlichkeit getragen. Und in Deutschland wird von iranischen Demonstranten auf deutschen Straßen berichtet, die sich angeblich für “freie“ Wahlen einsetzten würden. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass jenen Demonstranten die iranische Flagge vergewaltigt und das Emblem des Glaubensbekenntnisses herausgeschnitten haben! Was würden deutsche Bürger von einem iranischen Sender halten, der von Demonstrationen deutscher Bürger im Iran berichten würden, die mit der Reichskriegsflagge auftreten und einen Umsturz fordern und diese als “Freiheitsvertreter“ vorstellen würde?

Die gegenüber der Islamischen Republik Iran am feindseligsten gesonnen westlichen Regierungen haben sich inzwischen – nach anfänglicher Zurückhaltung – allesamt geoutet. Mit unverschämten Forderungen und der offenen unverblümten Einmischung in die Wahlen und damit innere Angelegenheiten der Islamischen Republik Iran haben sie ihren eigenen Wählerauftrag vergewaltigt. Das wird ihnen die Bevölkerung der Islamischen Republik Iran und deren legitime Regierung sicherlich nicht so bald vergessen.

Kernangriffspunkt von Journalisten und systemfeindlichen Kräften innerhalb des Iran ist – wie es inzwischen deutlich wurde – die Position des Geistigen Oberhauptes. Die Statthalterschaft des Rechtsgelehrten, das Prinzip Welayet-e-Faqih ist der große Dorn im Auge der Westlichen Welt. Daher wird in der Westlichen Welt immer lauter versucht, Imam Chamene´is ansehen zu demontieren. Aber je deutlicher sie es versuchen, desto mehr Bürger der Westlichen Welt fangen an, Interesse an diesem heiligen Mann zu bekunden. Immerhin ist er bereits 20 Jahre lang der Imam des Islamischen Staates, das ist doppelt so lange, wie Staatsgründer Imam Chomeini Imam war. Und 20 Jahre lang konnte man dieses lichterfüllte Gesicht der westlichen Welt größtenteils vorenthalten. Aber jetzt war es nicht mehr möglich! CNN (aber kein deutscher Sender) hat die Freitagsansprache in voller Länge mit Live-Synchronisation gesendet!

Es ist wohl an der Zeit, dass die Bürger der Westlichen Welt diese Heiligkeit unserer Zeit besser kennen lernen. Das dahinsiechende Ableben des Kapitalismus macht es notwendig, dass die Menschen neue Chancen erhalten, sich mit alternativen ganzheitlichen Systemen zu beschäftigen. Und da sind gerade die äußerst merkwürdigen Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Anstalten für jeden halbwegs wachen Menschen ein Fingerzeig. Als z.B. gestern ein mit Brandsätzen angreifender Demonstrant im Iran sehr ruhig abgeführt wurde, hieß es dass die Staatsmacht mit aller Gewalt zuschlagen wurde. Als nur wenige Minuten danach eine Demonstration in Deutschland von Polizisten geradezu niedergeknüppelt wurde und Polizisten mit der Faust auf ruhig herumstehende Demonstranten einschlugen, wurde das gar nicht thematisiert.

Bei aller Heuchelei des US-Präsidenten, so haben die USA – offenbar hinreichend informiert durch funktionierende Geheimdienste – erkannt, dass das System der Islamischen Republik Iran aus dieser Situation gestärkt und noch mehr als zuvor vom Volk getragen heraustreten wird. Und sowohl der iranische Präsident als auch und vor allem Imam Chamene’i werden gestärkter denn je zuvor ein Bollwerk gegen den westlichen Hegemonialwahn stellen. Entsprechend agieren die Politiker und Journalisten der USA erheblich sachlicher, als es so manche Europäer tun. Die Verblendung der Europäer dürfte im eigenen Machtwahn, der nur das unterdrückerische System “Wachstum“ kennt, zu suchen sein.

Wie wird es weitergehen, ist die am meisten gestellte Frage dieser Tage. Tatsache ist, dass Mousawi nach wie vor auftritt mit der Behauptung, er sei nicht gegen das islamische System. Aber seit Freitag glaubt ihm das niemand mehr! Diejenigen, die Imam Chamene´i als oberste religiöse Instanz verehren, haben sich von ihm getrennt und unterstützen ihn nicht mehr. Und diejenigen, die von vornherein einen Systemumsturz angestrebt haben, missbrauchen lediglich seine nunmehr als Heuchelei dastehende Agitation. Er hat – im Gegensatz zu einem andere Präsidentschaftskandidaten – die von Imam Chamene´i für ihn beim Freitagsgebet errichtete Brücke nicht genutzt, sondern diese gleich wieder zerstört. Die Konsequenzen wird er ganz alleine tragen müssen.

Sicherlich kann man mit großem Aufwand und Einsatz von enormen finanziellen und sonstigen Mitteln Teile einer Bevölkerung manipulieren. Das hat die westliche Welt scheinbar erfolgreich demonstriert. Aber der Statthalter der Rechtsgelehrten ist nicht zu bezwingen. Die Logik der Anhänger dieser Statthalterschaft des verborgenen Zwölften Imams mag aus Westlicher Sicht schwer nachvollziehbar sein, aber sie ist so: Wenn jene Heiligkeit unserer Zeit der Stadthalter des Zwölften Imams ist, dann wird der Zwölfte Imam ihn höchstpersönlich schützen und mit ihm den Islamischen Staat, dessen eigentlicher Herrscher er aus der Verborgenheit heraus ja ist. Nur so kann man die Schlusspassage der Freitagsansprache Imam Chamene´is verstehen, die für westliche Ohren völlig unverständlich geklungen haben muss.

Und wenn er nicht das gerechte Oberhaupt ist, dann wird ihn ohnehin niemand schützen können, auch seine Anhänger nicht! Seine Anhänger – und die gibt es auch im ehemaligen Mousawi-Lager – sind davon überzeugt, dass er die Heiligkeit unserer Zeit ist. Durch die Freitagsansprache ist es erstmalig auch der Bevölkerungen der Westlichen Welt möglich, die Worte eines wirklichen islamischen Gelehrten zu hören. Alle Möchtegernturbanträger mit Möchtegerntiteln dieser Tage, die die westliche Welt als Paten ihrer Ansicht bringt, erscheinen hingegen geradezu absurd! Wem sollen solche Westmullahs nützen? Im Iran glaubt ohnehin niemand ihren Worten und in der westlichen Welt wird ein Mullah ja auch nicht dadurch glaubhafter, dass er die westliche Position vertritt.

Westliche Journalisten werden die abflauenden “Proteste“ damit begründen, dass die Staatsmacht mit aller Gewalt gegen die Demonstranten vorgehe. Dann werden irgendwelche Schickimicki-Puppen aus Nordteheran, die den Import westlicher Kosmetikartikel sicher stellen, interviewt werden als “repräsentative“ Meinung des Volkes, und dann wird der Eindruck erweckt werden, als wenn eigentlich das gesamte Volk einen Umsturz wünsche, es aber in der “Gewalt“ der Staatsmacht gescheitert sei. Die Journalisten vermitteln das absurde Bild, das die Politiker zu ihren noch absurderen Äußerungen hinreißen lässt. Dass es auch anders gehen kann, zeigt dieser Tage ausgerechnet der Sender des Staates, unter dem Iran am meisten zu leiden hatte. CNN befragt Befürworter und Gegner – wenn auch nicht gleichermaßen – aber lässt seine Zuhörerschaft zumindest ein gewisses Maß an eigener Urteilsfindung.

Ahmedinejat wird – so Gott will – weitere vier Jahre Präsident sein! Und Imam Chamene´i wird – so Gott will – noch viele Jahre Imam sein. Eine kluge die Interessen des eigenen Volkes berücksichtigende Politik findet einen Weg der Kooperation mit den realen Verhältnisse im Iran, die von der absoluten Mehrheit des Volkes getragen ist. Eine Politik, die aber den Interessen des Kapitals, des Hegemonialwahns, dem Imperialismus, der Waffenlobby und den Interessen von Besatzern zu nützen sucht, wird auch weiterhin eine unlogische und stets auf Konfrontation ausgerichtete Politik verfolgen. Die Vertreter des Imperialismus mögen es nicht glauben, aber die Anhänger des Imams sind fest davon überzeugt: Wer immer sich feindlich gegen den Imam der Zeit stellt, der wird genau mit dem getroffen werden, womit er seine Feindseligkeit ausgedrückt hat. Wer Wind sät … stand bereits n der Bibel. Wäre angebracht, wenn eine sich auf ein christlich-jüdisches Erbe berufende Politik ab und zu an die Bibel erinnert.

Irregeleitete Orientalisten werden in obigen Formulierungen “Drohungen“ gegen die Westliche Welt herauslesen wollen, aber der Schaden der gegenüber dem Imam feindlich gesonnen Staaten wird weder von Imam Chamene´i, noch vom Iran, noch von Anhängern des Imam Chamene´i noch von irgendwelchen gläubigen Muslimen ausgehen! Den Schaden bewirken jene Herrschaften in Politik und Medien selbst, indem sie an Ungerechtigkeit festhalten und jeden Ansatz zur weltweiten Gerechtigkeit zu verhindern suchen. Und es sind nicht die Bürger der Islamischen Republik Iran, die die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu spüren bekommen, denn Irans Finanzsystem ist aufgrund von törichten Sanktionen der Westlichen Welt vom Raubtierkapitalismus weitestgehend abgekoppelt.

Nach wie vor sollte jeder Bundesbürger sich für eine Welt der Kooperation statt Konfrontation einsetzen; Muslime wie Nichtmuslime Hand in Hand! Und das gilt nicht nur für den Iran, sondern auch für Afghanistan, Irak, Palästina und viele andere Länder und Regionen der Welt. Konfrontation erfolgt mit Waffen und Soldaten, Kooperation mit dem Einsatz für Gerechtigkeit. Und auch darüber hat Imam Chamene´i gesprochen beim Freitagsgebet. Der Segen, den die Westliche Welt erhalten hat, dass sie diese Rede live verfolgen durfte, ist eine einmalige Chance, die die ganze Welt seit über 1000 Jahren in dieser Form nicht mehr hatte! Nutzen wir sie durch eine auf Gerechtigkeit basierende Kooperation.

Historisch betrachtet waren die Beziehungen zwischen Iran und Deutschland als gut zu bezeichnen. Deutschland hat keine kolonial belastete Vergangenheit im Iran und die Unterstützung des Schahs (abgesehen von seiner deutschen Ehefrau) war im Vergleich zu den Briten und USA gering. Was treibt Deutschland aber heute dazu, sich zum Flaggenträger an der Anti-Iran-Front so weit vorzupreschen?

Tagtäglich bekommt der deutsche Leser und TV-Konsument zu hören, wie sehr die Arbeit von deutschen Journalisten im Iran behindert wird und dass sie nicht mehr von der Straße berichten können. Nicht zu hören bekommt der Bürger in Deutschland, dass Journalisten anderer Ländern nach wie vor problemlos aus dem Iran berichten können. ARD- und ZDF-Intendanten haben dagegen protestiert und sogar Sondersendungen ins Programm aufgenommen. Es handelt sich um die gleichen Intendanten, die beim 30 tägigen Gaza-Massaker nicht eine einzige Sondersendung gebracht haben, und auch nicht gegen Israel protestiert haben, dass ihre Journalisten nicht aus dem Gaza berichten konnten! Es handelt sich um die gleichen Intendanten, die keine Probleme damit haben, von der “Wahl“ von Diktatoren, von “gemäßigten“, also westfreundlichen, Tyrannen in der muslimischen Welt unkritisch zu berichten.

Viele andere westliche Sender versuchen – selbst bei eindeutiger Stellungnahme gegen die Islamischen Republik Iran – zumindest den Anschein einer gewissen Ausgewogenheit zu vermitteln. So sind dieser Tage – wenn auch sehr selten – ab und zu in westlichen Sendern außerhalb Deutschland, selbst in CNN und BBC, auch einmal Anhänger von Ahmedinejad bzw. iranische Experten, die dem aktuellen System im Iran nicht ganz so feindlich gesonnen sind, zu Wort gekommen. In den deutschen öffentlich-rechtlichen Sendern ist bisher nicht ein einziger Systembefürworter, kein einziger Ahmedinejad-Anhänger ernsthaft zu Wort gekommen, womit jene Sender sogar gegen ihren eigenen Auftrag zur Ausgewogenheit verstoßen. Von den Privaten ist ohnehin nichts anderes zu erwarten. Stattdessen wurde der abtrünnige ehemalige Staatspräsident des Iran, Bani Sadr, der u.a. wegen Flugzeugentführung gesucht wird und von einer Asylanerkennung Frankreichs profitiert, im ZDF ausführlich interviewt, und er durfte ohne Proteste des ihn interviewenden Journalisten zum Umsturz im Iran aufrufen! Was ist das für eine journalistische Situation, in der das öffentlich-rechtliche Deutsche Fernsehen zum Sprachrohr für zum Umsturz aufrufende Terroristen wird? Ist es da wirklich so unverständlich, dass die Journalisten jener Sender mehr Probleme haben, als ihre Kollegen aus anderen Ländern?

Der deutsche Bundestag hat heute eine aktuelle Stunde über die Lage im Iran eingesetzt. Es handelt sich um den gleichen Bundestag, der beim Gaza-Massaker kein Wort gegen die Ermordung von 1500 Zivilisten gefunden hat, als es geschah, geschweige denn eine “aktuelle Stunde“, obwohl sie 30 Tage Zeit dazu hatte. Der Bundestag tut hier etwas, was die aller meisten westlichen Staaten nicht tun!

Der deutsche Außenminister hat den iranischen Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt um ihn u.a. zu ermahnen, die “Unregelmäßigkeiten“ der Wahlen aufzuklären. Diese Unverschämtheit und offene Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates haben die meisten europäischen Nachbarn nicht mitgemacht. Deutschland war einer der ganz wenigen in der westlichen Welt (in diesem Fall zusammen mit Frankreich), der so weit hervorgeprescht ist.

Als die Volksmudschahedin, eine Terrororganisation gegen den Iran, zeitweilig auch in Europa verboten war, konnten problemlos seine Anhänger mit Fotos ihrer Vorsitzenden in Deutschland demonstrieren. Obwohl jene Terrororganisation sich selbst in der FAZ damit rühmte, über 17.000 Menschen im Iran ermordet zu haben, wird sie jetzt von vielen deutschen Zeitungen zum “Paten“ für den Willen im Iran herangezogen. Was ist das für eine journalistische Situation, in der man ausschließlich die Stimme von Gegnern, einschließlich terroristischen Gegnern eines Systems, hören darf, nie aber die Befürworter?

Während fast alle europäischen Banken nach wie vor gute Beziehungen zu iranischen Banken pflegen, und selbst US-Banken unter der Hand den Handel der eigenen Industrie mit dem Iran unterstützen, hat die Bundesregierung Druck auf deutsche Banken ausgeübt, so dass diese sich komplett aus dem Iran-Geschäft zurückziehen mussten. Die Folge ist ein Einbruch im Iran-Geschäft und lauter Briefkastenfirmen in Dubai für Unternehmen, die ihr Exportgeschäft immer noch versuchen aufrecht zu erhalten.

Während selbst aus den USA immer moderatere Töne gegen den Iran zu hören sind und einige bekannte Senatoren sogar vom Recht des Iran zur Urananreicherung sprechen, besteht Deutschland auf weiterer Verschärfungen der Sanktionen am lautesten von allen westlichen Staaten. Während Obama die Mousawi-Euphorie zu bremsen sucht und die USA Untersuchungen der eigenen Geheimdienste veröffentlicht, dass Ahmedinedjad doppelt so beliebt sei im Iran wie Mousawi, wollen deutsche Politiker immer noch in arroganter Herrmenschenmanier den Oberlehrer herauskehren.

Man kann es drehen und wenden wie man will, aber man wird der Erkenntnis nicht entfliehen können, dass das offizielle Deutschland hier eine Sonderrolle bei dem Propaganda- und Wirtschaftskrieg gegen die I.R. Iran einnimmt. Es stellt sich aber die Frage: Warum? Warum schwingt sich Deutschland so lautstark und so plump an die Spitze einer Bewegungen der westlichen Welt gegen den Iran?

Ein Erklärungsversuch mit angeblichen Menschenrechten würde sofort scheitern, wenn man sich die herzlichen Beziehungen der Bundesregierung zum saudischen Königshaus ansieht. Auch kann ein wirtschaftlicher Vorteil kaum eine Rolle spielen, denn einmal abgesehen davon, dass die Handelsbeziehungen zum Iran von einem Tief ins nächste stürzen, hat Deutschland auch sonst keinen Vorteil davon, denn schließlich springen nicht nur die Asiaten, sondern auch andere Europäer in die Lücken, die Deutschland hinterlässt. Mit irgendeiner geschichtlichen Feindschaft ist es ebenfalls nicht zu erklären, da es eine solche nicht gibt. Auch schadet Deutschland letztendlich den eigenen Soldaten in Afghanistan, denn es ist der Iran, der die meisten Afghanistan-Flüchtlinge der Welt betreut und es ist der Iran, der für eine gewisse Stabilität in der Region sorgt.

Eine eingehende Analyse aller für Deutschland relevanten Aspekte würde zu den Schluss kommen, dass das offizielle Deutschland sich mit seinem Verhalten in jeder Hinsicht nur selbst Schaden zufügt. Was aber kann die Motivation für solch ein merkwürdiges Verhalten sein?

Gestern gab es eine Nachricht, die diesbezüglich einen Hinweis geben könnte: Der Zentralrat der Juden in Deutschland habe die Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft zur Unterstützung der “Opposition“ im Iran aufgerufen. Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch erklärte am Dienstag in München, die Führung in Teheran müsse in die Schranken gewiesen werden, „mit allen Mitteln, die der internationalen Völkergemeinschaft dafür zur Verfügung stehen“. Und es ist anzunehmen, dass jene Einstellung des Zentralrats nicht erst gestern entstanden ist.

Jetzt werden sofort reflexartig all jene, die sämtliche Handlungen des Zentralrats der Juden in Deutschland nahezu als unfehlbar heiligen und daher jegliche Kritik daran mit allen propagandistischen Mitteln zu verhindern suchen, die Antisemitismus-Keule schwingen. Aber es sei hier einmal die Frage erlaubt, warum sich die Interessenvertretung einer Religionsgemeinschaft in Deutschland in die deutsche und internationale Außenpolitik bezüglich Wahlen im Iran einmischen soll oder überhaupt darf? Während es in den USA sachliche und wissenschaftlich fundierte Ausarbeitungen über die Israel-Lobby gibt, ist das Thema in Deutschland noch ein weißer Fleck im Bereich der Hochschulforschung. In den USA wurde nachgewiesen, dass das Wirken jener Israel-Lobby nicht immer zum Wohl der USA und der Bevölkerung der USA erfolgte. Wann wird sich ein anerkannter deutscher Wissenschaftler einmal mit dem Thema aus deutscher Sicht befassen, selbst wenn er danach seine Anerkennung in bestimmten Kreisen verlieren sollte?

Was aber bewegt den Zentralrat der Juden in Deutschland ausgerechnet bei diesem Präsidenten schärfer den je zuvor gegen die Islamische Republik Iran zu agieren? Liegt es an seinem angeblichen Leugnen des Holocaust? Aber der Holocaust war ein geschichtliches Ereignis. Was hat er mit der Religion des Judentums in seinem Selbstverständnis zu tun?

Ahmedinejad hat einige Fragen aufgeworfen, die 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg durchaus legitim sind; auch aus deutschen Mündern: Warum sollten die Urenkel eines Verbrechens (völlig unabhängig vom Ausmaß des Verbrechens), für die Verbrechen ihrer Großeltern und Urgroßeltern zahlen? Was ist das für ein Rechtssystem oder eine Denkweise, die so etwas verlangt?

Jeder Staat dieser Erde, jedes Volk hat dunkle und weniger dunkle Zeiten in seiner Geschichte. Überall in der Welt aber werden die Völker an ihre eigenen guten Seiten erinnert, um sich in der Zukunft besser zu entwickeln. Die dunklen Seiten werden zuweilen zugegeben, aber stellen nicht den Hauptfaktor der Erinnerung dar. In jedem Land der Erde wird auf einer Kultur der Hoffnung und des Optimismus aufgebaut. So erinnern die USA z.B. nicht an erster Stelle daran, wie sie Indianer ausgerottet oder Schwarze versklavt haben, sondern daran, wie sie Freiheit in vielen Bereichen des Lebens durchgesetzt haben, etwas verspätet auch für Schwarze. Russen erinnern an ihre großen Helden der Geschichte und den großen “vaterländischen Krieg“ den sie gegen die Nazis geführt haben usw. usf. Und jene Positiv-Kultur gilt eigentlich für jedes Land der Erde; bis auf Deutschland. Warum soll sich Deutschland auch 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geschichtlich vor allem über den Holocaust definieren und nicht über Bach, Beethoven, Goethe, die großen deutschen Wissenschaftler in allen Lebensbereichen und eine heutige Verfassung, die in der Verantwortung vor Gott geschrieben wurde? Und warum sollte irgendein Dachverband von Juden, Christen, Muslimen oder Buddhisten Einfluss auf die deutsche Außenpolitik nehmen dürfen mit dem Verweise auf das, was einstmals in Deutschland geschehen ist, bei Ausklammerung der gesamten restlichen deutschen Geschichte (auch nach dem Zweiten Weltkrieg)?

An dieser Stelle sei an jene Nazis gerichtet, folgendes mitgeteilt: Jeder bewusste Muslim in Deutschland würde jeden Juden vor dem Rassismus der Nazis schützen!

Daher sei an dieser Stelle auch noch einmal erwähnt, dass Judentum und Zionismus zwei völlig unterschiedliche Angelegenheiten sind. Das eine ist eine mehrere tausend Jahre alte Ideologie, das andere ist eine Ideologie aus dem 19. Jh., die von vielen als rassistisch eingestuft wird. Die Anhänger des Judentums sind Menschen, die einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören und zumeist loyale Bürger des Staates sind, dessen Staatsbürgerschaft sie besitzen. Das andere ist eine Ideologie, die neuerdings auch offiziell behauptet, dass Israel der Staat nur des jüdischen Volkes sei, womit jeder Jude in der ganzen Welt vereinnahmt wird, mehr Staatsbürger Israels als seiner eigenen Heimat zu sein und jeder nichtjüdische Staatsbürger Israels zum Bürger zweiter Klasse wird. Und genau jener Konflikt zwischen Judentum und Zionismus, jener Konflikt zwischen Religion und rassistischer Ideologie, jener Konflikt ist auch ein innerjüdischer Konflikt in vielen westlichen Ländern der Welt. Auch in Deutschland gibt es viele jüdische religiöse wie auch weniger religiöse Stimmen, die den real existierenden Zionismus als unmenschlich verurteilen. Man kann sogar zu Recht behaupten, dass die größten Kritiker Israels in Deutschland heute Juden sind!

Ahmedinedjad hat auch eine weitere Frage aufgeworfen, die seit 60 Jahren kein einziger westlicher Politiker sachlich beantworten kann: Warum sollen Palästinenser für die Verbrechen leiden die Juden in Europa angetan wurden?

Die deutsche Politik aber hat sich offenbar eindeutig auf die Seite der Zionisten geschlagen. Und das ist die einzige logische Erklärung für das äußerst merkwürdige Verhalten Deutschlands in Bezug auf den Iran heute. Vertreter des Volkes schaden dem eigenen Volk, weil sie die Ideologie des Zionismus unterstützen. Sicherlich wird es eines Tages auch in Deutschland ein Buch geben, das sich mit dem Einfluss der Israel-Lobby in sachlicher und wissenschaftlicher Weise auseinandersetzt. Und in jenem Buch wird das heutige Verhalten der Bundesregierung (aber auch einiger Oppositionsparteien) bezüglich Iran eine wichtige Rolle spielen, wann immer es geschrieben wird.

Die Präsidentschaftswahlen im Iran werden rückblickend betrachtet als weiteres epochales Ereignis in die Geschichte der Islamischen Revolution eingehen, mit dem die westliche Welt – allen voran Deutschland – einmal mehr die Chance erhalten hat, sich selbst von den Fesseln jeglicher Logik- und Verstand-ausschaltenden ideologischen Ketten zu befreien. In wie weit diese Chance genutzt wird, dürfte auch davon abhängen, ob die Bevölkerung in Deutschland bei den nächsten Bundestagswahlen den irrsinnigen neoliberalen Raubtierkapitalismus wählt oder ihm eine Absage erteilt. Die heutige Bevölkerung kann nicht für die Verbrechen der Nazitionalsozialisten verantwortlich gemacht werden, aber sie ist verantwortlich dafür, welchen Zukunftskurs sie für Deutschland wählt, einen Kurs der Konfrontation an vorderster Front gegen die islamische Befreiungstheologie, oder einen Kurs des vernünftigen miteinander in der Welt. Und damit ist sie indirekt auch mitverantwortlich für alle genannten Verhaltensformen in Politik und öffentlich-rechtlichen Medien gegenüber dem Iran.

Vielleicht ist es untergegangen, vielleicht aber auch bewusst nicht ausgeweitet worden. Das Thema „Rekrutierungen der CIA im Iran“. Um es genauer zu beschreiben: von der CIA bezahlte Dissidenten. Seymour Hersh berichtete als Journalist ausführlich darüber. Amerika will einen Regime-Wechsel. Ohne diesen kommen sie ohne Krieg nicht an das iranische Öl. Der Vorwurf der Wahlmanipulation zur Präsidentschaftswahl im Iran könnte zu keinem geeigneteren Zeitpunkt kommen.

Die FAZ berichtete 2003: „Amerika will Regime in Iran stürzen – Die Regierung der Vereinigten Staaten hat ihre informellen Kontakte zur iranischen Führung abgebrochen und arbeitet nun auf einen Sturz des Regimes in Teheran durch einen Aufstand im Inneren hin. Das berichtet die Tageszeitung Washington Post in ihrer Sonntagsausgabe unter Berufung auf ranghohe Mitarbeiter der Regierung.“

Zu Zeiten des Schahs waren die USA die eigentliche Regierung, da der Schah auf amerikanische Militärhilfe angewiesen war, um seine Diktatur aufrecht zu erhalten. Nicht nur der Machtverlust der durch den Sturz des Schahs entstand kränkte das us-amerikanische Selbstwertgefühl, sondern es kam mit der Besetzung der Botschaft unter Ayatollah Khomeini und dem gescheiterten Rettungsversuch eine weitere Reihe an Kränkungen zustande, die das Verhältnis der US-Bürger zum Iran bis heute vergiften. Ganz besonders schmerzlich ist der Verlust ungehindert an das Öl heranzukommen.

Moussavi, der Präsidentschaftsanwärter – seines Zeichens Azeri (Aserbaidschaner) – hat für die USA eine ähnliche Aufgabe wie Farah Diba damals als Frau des Schahs. Die US-Regierung hält Ahmadineschad für genauso unfähig wie damals den Schah. Mit dem Schah konnte man allerdings noch Geschäfte machen, mit Ahmadineschad ist dies nicht möglich. Er weigert sich permanent gegen den us-amerikanischen Versuch dem Iran westliche Werte aufzupropfen.

Eine mögliche Inthronisierung eines Präsidenten Moussavi könnte als erneuter Versuch aufgefasst werden den Iran über das Wieder-aufflackern-lassen, des alten nationalistischen Gegensatzes zwischen Persern und Türken zu destabilisieren. Käme ein Azeri an die iranische Macht, besteht die Möglichkeit einer stärkeren Annäherung an die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan, die jetzt schon vollkommen unter amerikanischem Einfluss steht. Aserbaidschanische Kommandoeinheiten zum Beispiel erhielten ihre Ausbildung direkt über das Blackwater Maritime Solutions Services. Auch steht Aserbaidschan in direktem Kontakt mit Israel. Sie liefern Waffen an den ehemaligen Sowjetstaat.

Aber auch andere Organisationen, die bis vor kurzem noch als verfassungsfeindlich galten, haben ihre Finger tief mit im Topf des versuchten Regime-Sturzes. So ist es nicht verwunderlich, dass eine Sprecherin der Volksmudjaheddin -getarnt unter Nationaler Widerstandsrat – am 13. Juni 2009 plötzlich um eine Stellungnahme zu der aktuellen iranischen Situation im französischen Fernsehen (France 24) gebeten wird.

Selbstverständlich sind die Anhänger Moussavis enttäuscht über das Wahlergebnis. Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass es zu Unregelmäßigkeiten bei der Wahl gekommen ist, aber bestimmt nicht in dem von Einigen behaupteten, richtungsgebenden, Ausmaß.
Das was wir durch die Medien geliefert bekommen, ist meistenteils das was Amerikanski denkt und andere denken sollen – nicht aber das was der Realität entspricht. Viele Beispiele – gerade für den amtierenden Präsidenten des Iran – verweisen auf das Wunschdenken zu Gunsten der us-amerikanischen Regierung, der es nach wie vor um das iranische Öl geht. Die amerikanischen Freunde versprechen sich ein Stück vom Kuchen, doch sie werden die bittere Erfahrung machen, das Amerika nach wie vor neben sich niemanden duldet – sondern nur unter sich.

Was aktuell im Iran geschieht ist eine politische Konfrontation. Die Wahl wurde peinlichst genau beobachtet. Was nach ihr geschah und immer noch geschieht, ist zum größten Teil eine gut initiierte Polarisation von beiden Kandidaten und ihren Anhängern.

Dem neuen alten Präsidenten wird nun die Aufgabe zu Teil, die herrschenden Zustände im Lande überzeugend zu ändern und die Rechte der darin lebenden Menschen sicher zu stellen, die er anderen Ländern abverlangt. Es wäre ein positives Beispiel wie man aus den eigenen Reden lernen kann.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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