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Es ist mehr als nur unglaublich. Es handelt sich um einen Skandal, der seinesgleichen sucht. Am vergangenen Freitag versammelten sich Hunderttausende Menschen am Green Square in Tripolis, grüne Fahnen schwenkend, um ihrer Unterstützung für die Regierung von Muammar Gaddafi Ausdruck zu verleihen. Und diese unmissverständliche Kundgebung des Volkes wird von den westlichen Medien völlig ignoriert …………… WEITERLESEN!!

Paul Craig Roberts

Die Geschichte des Weißen Hauses vom „Tod bin Ladens” ist völlig zerflattert. Macht es etwas aus, dass innerhalb von 48 Stunden die Geschichte so verändert wurde, dass sie nichts mehr gemein hatte mit der Erklärung Präsident Obamas am Sonntag Abend und jegliche Glaubwürdigkeit verloren hat?

Bis jetzt machte es nichts aus für die einst so hochgelobte Nachrichtenanstalt BBC, die am 9. Mai, nach acht Tagen, noch immer die Propaganda wiederholte, dass die SEALs bin Laden in seinem pakistanischen Anwesen töteten, wo bin Laden in nächster Nähe der pakistanischen Militärakademie lebte, umgeben von der pakistanischen Armee.

Nicht einmal der Präsident von Pakistan findet die Geschichte unglaubwürdig. Die BBC berichtet, dass der Präsident eine umfassende Untersuchung in die Wege leitet, wie bin Laden Jahre lang in einer Militärstadt leben konnte, ohne bemerkt zu werden.

Für die meisten Amerikaner begann und endete die Geschichte mit: „Wir haben bin Laden.” Die Feiern, der süße Geschmack von Rache, von Triumph und Sieg über den „gefährlichsten Mann auf dem Planeten“ gleichen dem Hochgefühl, das Sportfans erleben, wenn ihr Fußballteam den gefürchteten Gegner besiegt oder ihr Baseballteam die Meisterschaft gewinnt. Kein Fan will am nächsten Tag hören, dass das nicht stimmt, dass das alles ein Fehler ist. Wenn diese Amerikaner in Jahren auf eine Geschichte stoßen werden, dass die Tötung bin Ladens ein inszeniertes Nachrichtenevent war, um andere Agenden voranzutreiben, werden sie diesen Bericht abtun als die Wahnideen eines Pinko-Liberalen-Kommunisten.

Jedermann weiß, dass wir bin Laden getötet haben. Wie könnte es auch anders sein? Uns – dem unverzichtbaren Volk, der rechtschaffenen Nation, der einzigen Supermacht der Welt, den weißen Hüten – war es vorherbestimmt zu siegen. Kein anderes Ergebnis war möglich.

Niemand wird draufkommen, dass diejenigen, die die Geschichte erfanden, vergessen haben, den Dialyseapparat zu zeigen, der bin Laden irgendwie ein Jahrzehnt lang am Leben erhalten hat. Auch waren keine Ärzte zu bemerken.

Niemand wird sich daran erinnern, dass Fox News im Dezember 2001 berichtet hat, dass Osama bin Laden an seinen Krankheiten gestorben ist.

Wenn bin Laden es gegen jede Wahrscheinlichkeit geschafft hat, ein Jahrzehnt lang am Leben zu bleiben, um unbewaffnet und ohne Verteidigung die Ankunft der Navy SEALs in der letzten Woche zu erwarten, wie ist es dann möglich, dass das „Terror-Superhirn,“ das nicht nur CIA und FBI besiegt hat, sondern alle 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika nebst denen von Amerikas europäischen Alliierten und Israel, den Nationalen Sicherheitsrat, das Pentagon, NORAD, die Luftraumüberwachung, Flughafensicherheit vier Mal an einem Vormittag etc., etc., es zu keinem weiteren Erfolg brachte, nicht einmal zu einem kleinen, ganz winzigen? Was machte das „Terror-Superhirn“ in den zehn Jahren nach 9/11?

Der „Tod bin Ladens“ passt in zu viele Agenden im gesamten politischen Spektrum, um die offensichtliche Falschheit der Geschichte für sehr viele erkennbar zu machen. Die Patrioten sind euphorisch, weil Amerika bin Laden besiegt hat. Die Progressiven hängen sich an die Geschichte, um die Vereinigten Staaten von Amerika wegen des außergesetzlichen Mordes zu kritisieren, der uns alle brutalisiert. Einige vom linken Flügel glaubten an die Geschichte von 9/11 aufgrund der emotionalen Genugtuung hinsichtlich der unterdrückten Araber, die gegen ihre imperialistischen Unterdrücker zurückgeschlagen haben. Diese Linken sind darüber erfreut, dass die inkompetenten Amerikaner ein ganzes Jahrzehnt lang brauchten, um bin Laden zu finden, der sich für jeden sichtbar versteckte. Die amerikanische Inkompetenz bei der Entdeckung bin Ladens beweist in ihren Augen die Inkompetenz der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, die es nicht geschafft hat, die Amerikaner vor der Attacke des 9/11 zu bewahren.

Diejenigen, die die völlig inkompetenten rechtlichen Abhandlungen bestellt und verfasst haben, nach denen Folter nach dem Recht der Vereinigten Staaten von Amerika und nach Internationalem Recht zulässig sei, und dadurch George W. Bush und Dick Cheney der Möglichkeit einer Strafverfolgung aussetzten, nutzen die Euphorie nach bin Ladens Tod, indem sie verkünden, dass es Folter war, die die amerikanischen Mörder auf die Spur bin Ladens brachte. Auf einmal steht die Folter, die bereits wieder in den Verruf gefallen war, in dem sie seit Jahrhunderten gesteckt hat, wieder im Tageslicht. Alles, was zur Auslöschung bin Ladens führt, ist ein zulässiges Instrument.

Diejenigen, die den Druck auf Pakistan erhöhen wollen, über Amerikaner, die pakistanische Bürger in Pakistan aus der Luft und mit Bodeneinsätzen von Soldaten ermorden, den Mund zu halten, haben einen neuen Knüppel dazubekommen, mit dem sie die pakistanische Regierung in die Unterwerfung prügeln: „Ihr habt bin Laden vor uns versteckt.“

Diejenigen, die die Auffettung der Profite des Militär/Sicherheitskomplexes und der Macht der Heimatlandsicherheit weiter betreiben wollen, wie etwa die Außenministerin Hillary Clinton, benutzen bin Ladens zweiten, oder neunten, Tod als Beweis dafür, dass Amerika in seinem Krieg gegen den Terror erfolgreich ist und dass der Krieg auf einem dermaßen erfolgreichen Weg weiter geführt werden muss, bis alle Feinde zur Strecke gebracht sind.

Am beunruhigendsten von allen war die Aussage des CIA-Direktors, dass der Tod bin Ladens zu neuen Angriffen auf Amerika und neuen 9/11s von Seiten der al Qaeda führen wird, die sich rächen will. Diese Warnung, die innerhalb weniger Stunden nach Präsident Obamas Auftritt am Sonntag Abend herauskam, brachte das unvermeidliche „al Qaeda“-Internetposting hervor, dass Amerika für die Ermordung ihres Führers neue 9/11s erleiden werde.

Wenn die Taliban im Dezember 2001 wussten, dass bin Laden tot ist, glaubt dann jemand, dass al Qaeda das nicht wusste? In Wirklichkeit hat niemand in der Öffentlichkeit eine Möglichkeit zu wissen, ob al Qaeda mehr ist als eine Schwarzer Mann-Organisation, geschaffen von der CIA, die die „al Qaeda“-Verlautbarungen herausgibt. Die Anhaltspunkte dafür, dass die Äußerungen der al Qaeda von der CIA herausgegeben werden, sind sehr stark. Die verschiedenen Videos bin Ladens im Lauf der letzten zehn Jahre wurden von Experten als Fälschungen entlarvt. Warum sollte bin Laden ein gefälschtes Video veröffentlichen? Warum hörte bin Laden mit der Veröffentlichung von Videos auf und brachte nur mehr Tonaufnahmen heraus? Jemand, der eine weltweite terroristische Orrganisation betreibt, sollte in der Lage sein, Videos zu produzieren. Er würde auch von besser geeignetem Schutzpersonal umgeben sein als von ein paar Frauen. Wo war al Qaeda, eine Organisation, die laut dem ehemaligen Chef des Pentagons Donald Rumsfeld aus den „gefährlichsten, bestausgebildeten, bösartigsten Killern auf dem Erdboden“ besteht? Hatten diese so gefährlichen Männer ihren Führer verlassen?

Die Warnung des CIA-Direktors vor zukünftigen terroristischen Attacken, gefolgt von einer zwielichtigen „al Qaeda“-Drohung in die gleiche Richtung, legt nahe, dass, wenn die amerikanische Öffentlichkeit weiterhin in ihrer Begeisterung für die endlosen Kriege der Regierung nachlässt, die geführt werden auf Kosten des Budgetdefizits der Vereinigten Staaten von Amerika, des Dollar-Wechselkurses, auf Kosten von Inflation, Sozialwesen, Gesundheitswesen, Unterstützungsprogrammen, Arbeitsplätzen, Aufschwung und so weiter, „al Qaeda“ wieder alle 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika, die unserer Alliierten, NORAD, Flughafensicherheit, Luftraumüberwachung etc., etc. austricksen und der einzigen Supermacht der Erde eine weitere demütigende Niederlage zufügen wird, die die Unterstützung der Amerikaner für den „Krieg gegen den Terror“ beleben wird.

Ich glaube, dass „al Qaeda“ das Weiße Haus oder den Kongress oder beide in die Luft jagen könnte und dass die Mehrheit der Amerikaner auf die Geschichte hereinfallen würde, gerade wie die Deutschen, eine besser gebildete und intelligentere Bevölkerung, auf den Reichstagsbrand hereingefallen sind – nicht anders als eine Reihe von Historikern.

Ich sage das, weil die Amerikaner einer Propaganda unterlegen sind, die sie konditioniert hat zu dem Glauben, dass sie angegriffen werden von praktisch allmächtigen Gegnern. Der Beweis dafür wird Tag für Tag gesendet. Zum Beispiel hörte ich am 9. März in National Public Radio in Atlanta, dass die Emory-Universität, eine Privatuniversität mit gutem Ruf, ihren 3.500 Absolventen zur Abschlussfeier eine Ansprache von Janet Napolitano, der Ministerin für Heimatlandsicherheit verpasste.

Das ist die Agentur, der die Rowdys unterstehen, die die Genitalien von kleinen Kindern und von Erwachsenen abtasten und die angekündigt hat, dass sie ihre Praktiken von Flugreisenden auf Kunden von Einkaufszentren, Bus- und Eisenbahnpassagiere ausweiten will. Dass eine seriöse Universität eine derartige Figur, die eindeutig keinen Respekt hat vor amerikanischen Bürgerrechten, und der jeglicher Sinn dafür abgeht, was sich gehört, eingeladen hat, um zu dem Absolventenjahrgang der südlichen Elite zu sprechen, ist ein klarer Hinweis, dass das Wahrheitsministerium gesiegt hat. Die Amerikaner leben in George Orwells 1984.

Für diejenigen, die Orwells klassische Vorhersage unserer heutigen Gesellschaft nicht gelesen haben, sei gesagt, dass der Große Bruder, die Regierung, den „Bürgern“ jede Lüge aufs Auge drücken konnte und diese unhinterfragt akzeptiert wurde. Ein scharfsinniger Leser machte mich darauf aufmerksam, dass wir Amerikaner, mit unserer „freien Presse“ heute an diesem Punkt angelangt sind: „Wirklich beunruhigend ist die zunehmend arrogante Schlampigkeit dieser Lügen, als ob die Regierung sich so völlig ihrer Fähigkeit sicher ist, die Menschen zu täuschen, dass sie so gut wie gar nichts unternimmt, um auch nur den Anschein von Glaubwürdigkeit zu erwecken.“

Ein Volk, das so leichtgläubig ist wie die Amerikaner, hat keine Zukunft.

erschienen am 11. Mai 2011 auf > www.foreignpolicyjournal.com

Von Robert Fisk, 25.10.2010 – The Independent

Die Araber wussten, wie üblich, Bescheid. Sie wussten alles über die massenhafte Folter, über das willkürliche Töten von Zivilisten, über den empörenden Missbrauch der Luftschlagkraft gegen Wohnhäuser, in denen Familien lebten. Sie wussten alles über die bösartigen britischen und amerikanischen Söldner, über die Friedhöfe, auf denen Unschuldigen begraben lagen. Alle im Irak wussten Bescheid. Warum? Weil sie die Opfer waren.

Nur wir konnten so tun, als wüssten wir nicht Bescheid. Nur wir, im Westen, konnten allen Behauptungen, allen Anschuldigungen, gegen die Amerikaner und Briten, mit Hilfe von respektablen Generälen entgegentreten. Mir kommen Mark Kimmit, ein widerlicher US-Militärsprecher und der schreckliche Peter Pace (ehemaliger Vorsitzender des US-Generalstabs [JCS]) in den Sinn. Sie haben uns mit einem Ring von Lügen abgeschirmt. Wenn von einem Folteropfer die Rede war, hieß es, das sei nichts als Terroristen-Propaganda. Wenn ein Haus voller toter Kinder entdeckt wurde, die bei einem Luftangriff der Amerikaner ums Leben kamen, galt auch das als „Terroristen-Propaganda“ – oder als „Kollateralschaden“ – oder sie sagten einfach: „Darüber wissen wir nichts“.

Natürlich wussten wir, dass sie – immer – etwas wussten. Die Militär-Protokolle – dieses Meer an Dokumenten, die gestern veröffentlicht wurden -, beweisen es wieder einmal. Al-Dschasierah hat sich vehement dafür eingesetzt, jene irakischen Familien ausfindig zu machen, die (männliche oder weibliche) Angehörige an US-Checkpoints verloren haben. Ich selbst habe über einen solchen Vorfall berichtet, der sich 2004 ereignete. Ich schrieb: „Zwei tote Journalisten, ein von Kugeln durchsiebtes Auto“. Selbst den Namen des US-Hauptmanns vor Ort habe ich in Erfahrung bringen können. Und es war die britische Wochenendausgabe des Independent – ‘The Independent on Sunday’ – die die Welt zum ersten Mal darauf aufmerksam machte, dass Horden von disziplinlosen Bewaffneten nach Bagdad eingeflogen wurden, um Diplomaten und Generäle zu schützen. Diese Söldner zogen eine Schneise des Mordens durch die Großstädte des Irak. Als ich ihnen 2003 sagte, ich würde über sie berichten, beschimpften sie mich.

Es ist immer verlockend, einer Story aus dem Weg zu gehen, indem man sagt: „Es gibt nichts Neues“. Das Argument, es sei „immer dieselbe alte Geschichte“ wird von Regierungen gerne benutzt, um das Interesse der Journalisten zu dämpfen. Umgekehrt wird dieses Argument aber auch von Journalisten benutzt, um die eigene Bequemlichkeit zu kaschieren. Es ist wahr, dass Reporter auf einige Themen schon früher aufmerksam gemacht wurden. So übergab das Pentagon im Februar 2007 angebliche „Beweise“ über die Verstrickung des Iran in die Fabrikation von Bomben im Südirak an Michael Gordon, von der ‘New York Times’. Doch jetzt haben wir Gelegenheit, das Rohmaterial zu sichten – und dieses Rohmaterial ist um Einiges weniger stichhaltig, als die vom Pentagon frisierte Version. Schließlich hatte zwischen 1980 und 1988 ein Krieg zwischen dem Iran und dem Irak stattgefunden, und überall im Irak lag noch iranisches Kriegsmaterial herum. Hinzu kommt, dass die meisten Angriffe auf Amerikaner zum damaligen Zeitpunkt (2007) von sunnitischen Aufständischen durchgeführt wurden. Es gab damals Berichte, dass Syrien den Aufständischen gestatte, über syrisches Territorium zu gehen. Diese Berichte sind übrigens korrekt. Ich habe mit den Angehörigen von palästinensischen Selbstmordattentätern gesprochen, die Anschläge im Irak verübten hatten. Sie bestätigten mir, dass ihre Söhne über das libanesische Dorf Majdal Aanjar und von dort über die nordsyrische Stadt Aleppo in den Irak gelangt seien, um Amerikaner anzugreifen.

Doch (um auf WikiLeaks ‘Irakkriegs-Protokolle’ zurückzukommen): Hier liegt der Beweis für Amerikas Schande vor – verfasst in sprödem Militär-Chinesisch. Dieses Material ist gerichtsverwertbar und kann von Juristen entsprechend genutzt werden. Wenn die Amerikaner von höchstens 66.081 getöteten irakischen Zivilisten sprechen, wenn das also die höchste Zahl ist, die sie nennen (ich musste immer über die Zahl „81“ grinsen), sollten wir uns vor Augen halten, dass die tatsächliche Zahl vermutlich um ein Vielfaches höher ist, da in den „Protokollen“ nur jene toten Zivilisten aufgelistet sind, von denen die Amerikaner erfuhren. Einige dieser Toten wurden in die Leichenhalle von Bagdad eingeliefert, während ich dort war. Der Leiter der Leichenhalle sagte mir, das irakische Gesundheitsministerium habe den Ärzten verboten, Leichenschauen durchzuführen, wenn amerikanische Soldaten tote Zivilisten einlieferten. Warum? Vielleicht, weil einige der Eingelieferten zu Tode gefoltert worden waren – von Irakern, die für die Amerikaner arbeiteten? Könnte sich das eventuell mit jenen 1300 – voneinander unabhängigen – Berichten über Folter in irakischen Polizeistationen decken?

Auch im letzten Irakkrieg haben die Amerikaner keine gute Figur gemacht. In Kuwait konnten die US-Soldaten die Schreie der Palästinenser hören, die in kuwaitischen Polizeistationen gefoltert wurden. Das war 1991, nachdem Kuwait-City von Saddam Husseins Legionen befreit worden war. Auch ein Mitglied der kuwaitischen Königsfamilie war in die Folter verwickelt. Doch die US-Truppen mischten sich nicht ein. Sie beließen es bei Beschwerden an die Adresse des kuwaitischen Königshauses. Schließlich bekommen Soldaten gesagt, mischt euch gefälligst nicht ein. Denken wir an den September 1982 in Beirut. Was bekam Leutnant Avi Grabovsky von der Israelischen Armee zu hören, als er seinem vorgesetzten Offizier meldete, die (mit Israel verbündeten) Falangisten hätten gerade einige Frauen und Kinder ermordet? „Wir wissen es – wir mögen es nicht, aber mischen Sie sich da nicht ein“. Das sagte sein Bataillonskommandeur zu Grabovsky. Dieser kleine Vorfall ereignete sich, während in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila die Massaker abliefen.

Ich habe soeben aus dem so genannten ‘Kahane-Bericht’, von 1983, zitiert. Diese israelische Aufklärungskommission wurde eingerichtet, um die Vorgänge in Sabra und Schatila (während der israelischen Besatzung des Libanon) zu untersuchen. Gott allein weiß, was wir heute wüssten, hätte es damals schon WikiLeaks gegeben, und hätte WikiLeaks damals jene Stapel von Militärakten aus dem israelischen Verteidigungsministerium (oder die syrische Version) in die Hände bekommen! Aber damals wussten wir natürlich noch nicht, was man mit Computern alles anfangen kann – geschweige denn von der Möglichkeit, sie als Schreibgeräte zu nutzen. Das ist eine der wichtigen Lehren, die wir aus dem Phänomen ‘WikiLeaks’ ziehen können.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg und während des Vietnamkrieges wurden Militärberichte noch auf Papier geschrieben. Kann sein, dass man sie dreimal abgetippt hat, aber die Kopien konnten nummeriert werden. So konnten Spione entdeckt und undichte Stellen ausgeschlossen werden. Auch die ‘Pentagon Papers’ wurden ursprünglich auf Papier geschrieben. Um sie zu veröffentlichen, bedurfte es eines Maulwurfes (Daniel Ellsberg). Aber Papiere können jederzeit vernichtet, ausgemistet, verändert oder samt aller Kopien verbrannt werden. Gegen Ende des Ersten Weltkrieges ereignete sich folgender Vorfall: Ein Zweiter Leutnant der Britischen Armee erschoss einen Chinesen – nachdem chinesische Arbeiter einen französischen Militärzug geplündert hatten. Der Chinese hatte ein Messer gegen den Briten gezogen. In den 30ger Jahren wurde die Akte jenes britischen Offiziers dreimal „ausgemistet“, so dass sie schließlich keinen Hinweis auf den Vorfall mehr enthielt. Der Hauch einer Anspielung überlebte allerdings in einem Kriegstagebuch des Regiments, in dem etwas über die Beteiligung von Chinesen an der Plünderung von „französischen Provisionszügen“ stand. Der einzige Grund, weshalb ich von der Sache erfuhr, ist, dass mein eigener Vater jener britische Leutnant war, der den Chinesen erschossen hat. Er erzählte mir die Geschichte kurz vor seinem Tod. Zu der Zeit, als es passierte, gab es noch kein WikiLeaks.

Ich nehme an, dass diese Lawine an Material über den Irakkrieg ernste Folgen für die Journalisten und für die Armeen haben wird. Hat der investigative Journalismus des alten Stils, wie ihn ‘The Sunday Times’ einst praktizierte – oder ein Journalismus à la Seymour Hersh – noch eine Zukunft und wie sieht sie aus? Macht es noch Sinn, Journalisten ausschwärmen zu lassen, um Kriegsverbrechen zu untersuchen und sich mit Informanten des Militärs („deep throats“) zu treffen – wenn (fast) eine halbe Million geheime Militärdokumente auf dem Bildschirm vor uns vorbeiflimmern?

Was die (neue) Story von WikiLeaks angeht, so sind wir noch nicht bis zu ihrem eigentlichen Kern vorgedrungen. Ich denke außerdem, dass an der neuerlichen Veröffentlichung mehr als ein paar US-Soldaten beteiligt gewesen sind. Vielleicht reicht die Verstrickung bis in höchste Kreise – wer weiß? Bei Recherchen stießen Journalisten von al-Dschasierah auf einen Ausschnitt aus einer Pentagon-Pressekonferenz (im November 2005), die aus dem Ruder gelaufen war. Damals war Peter Pace – ein farbloser Typ – noch Vorsitzende des ‘Joint Chiefs of Staff (JCS)). Er „briefte“ die versammelten Journalisten zum Thema, wie Soldaten reagieren sollten, wenn sie mitbekommen, dass Gefangene brutal misshandelt werden. Stolz wies er darauf hin, dass es die Pflicht eines US-Soldaten sei, einzuschreiten, wenn er Hinweise auf Folter ehalte. In diesem Moment schwenkt die Kamera auf eine wesentlich düsterere Gestalt – auf Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Er unterbricht Pace und sagt – nahezu im Flüsterton und zu Paces Bestürzung: „Ich glaube nicht, dass Sie damit sagen wollen, es sei deren Pflicht, es physisch zu stoppen. Es geht darum, (den Vorfall) zu melden“.

Die Bedeutung jener – in gewissem Sinne kryptischen bzw, sadistischen – Bemerkung wurde natürlich in keinem Journal besprochen. Aber das geheime Memo ‘Frago 242’ (das in den neuen WikiLeaks-Dokumenten auftaucht) lässt diese Pressekonferenz natürlich in sehr viel sinnvollerem Licht erscheinen. Wahrscheinlich wurde das Memo von US-General Richard Sanchez versendet. Es enthält eine Instruktion an die Soldaten: „Wenn der erste Bericht bestätigt, dass keine US-Streitkräfte in die Misshandlung eines Gefangenen verwickelt waren, werden keine weiteren Ermittlungen durchgeführt, es sei denn, diese werden vom HHQ (Higher Headquarter) angeordnet“. Abu Ghraib ereignete sich, während Sanchez die (militärische) Kontrolle im Irak hatte. Übrigens fragte ich General Sanchez einmal auf einer Pressekonferenz, warum seine Soldaten Saddams Söhne bei der Schießerei in Mosul getötet hätten, anstatt sie lebendig gefangen zu nehmen. Er konnte mir keine Erklärung geben.

Mit Sicherheit trug diese Botschaft (Frago 242) von General Sanchez den Stempel (des damaligen US-Verteidigungsministers) Rumsfeld. Sieht ganz so aus. Und wahrscheinlich ist General David Petraeus – der vom US-Pressekorps so Umschwärmte -, für die dramatische Zunahme an US-Luftangriffen in seinen beiden Jahren (2007 bis 2009) im Irak verantwortlich. Im Jahr 2006 gab es im Irak 229 Luftangriffe, 2007 schon 1447. Es ist interessant, dass die amerikanischen Luftschläge in Afghanistan um 172% zugenommen haben, seit Petraeus dort das Oberkommando hat (seit wenigen Monaten). Umso unverständlicher, dass das Pentagon herum jammert, WikiLeaks habe seine Hände mit Blut besudelt. Das Pentagon hat seine Hände mit Blut besudelt – seit es 1945 die Atombombe auf Hiroshima warf. Das Pentagon war jene Institution, die 2003 die illegale Irak-Invasion anordnete. Angesichts dieser Tatsachen frage ich das Pentagon: Waren es vielleicht doch mehr als 66.000 zivile Tote, die ihr gezählt habt (von insgesamt 109.000 toten Irakern, die ihr aufgelistet habt)? Ich meine, angesichts dessen ist es doch lächerlich, WikiLeaks des Totschlags zu bezichtigen.

So sieht die Wahrheit aus: Hätte die Veröffentlichung eines so reichhaltigen Schatzes an Geheimberichten durch WikiLeaks bestätigt, dass (im Irak) viel weniger Menschen getötet wurden, als die Presse immer lauthals behauptet hatte und hätte WikiLeaks herausgefunden, dass US-Soldaten nie abseits standen, wenn die irakische Polizei folterte, und hätten US-Soldaten an Checkpoints nur ganz, ganz selten auf Zivilisten geschossen und killende Söldner stets gemeldet, so würden jetzt US-Generäle auf den Stufen des Pentagons stehen und die WikiLeaks-Veröffentlichungen – die ganzen Akten – kostenlos an Journalisten verteilen. Nein, sie sind nicht stinksauer über den Geheimnisverrat oder das vergossene Blut, sondern darüber, dass sie beim Lügen ertappt wurden. Wir haben diese Lügen aber immer durchschaut.

Hier einige der wichtigsten Stichpunkte aus der WikiLeaks-Veröffentlichung zum Irakkrieg:

Offizielle US-Dokumente offenbaren außergewöhnliches Ausmaß an Verfehlungen

Gestern veröffentlichte WikiLeaks auf seiner Webseite circa 391 832 Memos (messages) des US-Militärs. Sie dokumentieren Aktionen oder Berichte, die sich auf den Irak, im Zeitraum zwischen 2004 und 2009, beziehen. Hier die wichtigsten Punkte daraus:

Gefangene wurden misshandelt, vergewaltigt und ermordet:

Hunderte Vorfälle von Gefangenen-Misshandlung und -Folter – bis hin zu Vergewaltigung und Mord, – durch irakische Sicherheitsdienste wurden festgehalten. Da diese Vorfälle nun in US-Berichten stehen, könnten US-Behörden beschuldigt werden, keine Ermittlungen durchgeführt zu haben. Führende Personen der UNO und Aktive, die sich in Kampagnen engagieren, fordern nun eine offizielle Untersuchung.

Zahl der zivilen Opfer vertuscht:

Die Führer der (Irakkriegs-)Koalition haben stets betont: „Wir führen keine Statistiken über die Zahl der Toten“. Doch die Dokumente offenbaren, dass viele Todesfälle protokolliert wurden. Renommierte britische Organisationen, wie ‘Iraq Body Count’, sprechen – nach einer ersten Durchsicht der Dokumente -, von schätzungsweise 15 000 zusätzlichen zivilen Toten. Die Zahl könnte sich auf insgesamt 122 000 getötete Zivilisten erhöhen.

Männer, die sich ergeben wollten, erschossen:

Im Februar 2007 wurden zwei Iraker, die verdächtig waren, Mörsergeschosse abgefeuert zu haben, von einem Apache-Helikopter aus getötet, als sie sich ergeben wollten. Ein Militärjurist wird mit den Worten zitiert: „Man kann sich einem Flugzeug nicht ergeben und somit stell(t)en sie weiterhin berechtigte Ziele dar“.

Misshandlungen durch Privatfirmen:

Das britische ‘Bureau of Investigative Journalism’ gibt bekannt, es habe unter den Dokumenten einige entdeckt, in denen von neuen (bislang nicht bekannten) zivilen Opfern die Rede sei, die ungerechtfertigter Weise getötet worden seien. In den Tod dieser Zivilisten sei Blackwater verstrickt, jene Firma, die sich heute’ XE Services’ nennt. Dennoch unterhält Amerika weiterhin Aufträge mit XE – in Afghanistan.

Al-Kaida missbraucht Kinder und „Geistigbehinderte“ für Bombenanschläge:

Ein Teenager mit Down-Syndrom, der bei einem Selbstmordanschlag in Diyala 6 Menschen tötete und 34 verletzte, wurde (in den veröffentlichten Protokollen) als
Beleg dafür angeführt, dass Al-Kaida angeblich eine kontinuierliche Strategie zur Rekrutierung von Menschen mit Lernschwächen verfolge. Ein Arzt soll angeblich eine Liste mit lernbehinderten Patientinnen an die Aufständischen verkauft haben.

Hunderte von Zivilisten an Checkpoints getötet:

Zwischen 2004 und 2009 wurden 832 Vorfälle mit Todesopfern an irakischen Checkpoints protokolliert. Laut einer Analyse des britischen ‘Bureau of Investigative Journalism’ handelte es sich bei 681 der Getöteten um Zivilisten. 50 Familien wurden beschossen, 30 Kinder getötet. Lediglich 120 Aufständische sollen bei Vorfällen an Checkpoints getötet worden sein.

Originalartikel: The Shaming of America

80.000 oder 800.000 Menschen als Folge der US-Invasion getötet?

Wie viele Iraker haben als Folge der US-Invasion ihr Leben verloren – sind es 80.000 oder gar 800.000? In Bagdad sorgte am Freitag eine von amerikanischen Medien veröffentlichte Statistik der US-Armee für Wirbel, wonach alleine von Anfang 2004 bis August 2008 fast 77.000 Iraker getötet wurden. So erschreckend diese Zahl auch sein mag – in Bagdad glaubt man, dass in diesem Zeitraum noch viel mehr Menschen getötet wurden.

Der sunnitische Politiker Zhafer al-Ani sagte: „Im Irak gibt es keine Familie, die von der Gewalt verschont blieb. Ich bin deshalb schockiert von dieser Statistik. Diese amerikanischen Lügen und Vertuschungsversuche überzeugen niemanden.“ Ani erklärte, die Schätzung des Medizin-Fachmagazins „Lancet“ von 2006 sei wesentlich glaubwürdiger als die Zahlen der US-Armee. Die Studie des „Lancet“ stellte damals fest, im Irak seien zwischen März 2003 und Oktober 2006 etwa 655.000 Menschen getötet worden.

Auch der parteilose Politiker Ibrahim al-Sumaidai äußerte Zweifel an den neuen Zahlen. „Es sieht so aus, als wolle die US-Armee der amerikanischen Öffentlichkeit den Eindruck vermitteln, ihr Einsatz im Irak sei ohne große Opfer beendet worden“, sagte er. Von der grausamen Wirklichkeit seien diese Zahlen weit entfernt, „vor allem da es in dieser Statistik um die Jahre 2004 bis 2008 geht, also eine Zeit, in der die Gewalt ihren Höhepunkt erreicht hatte“.

Quelle

Nachfolgend finden sich ein paar kleine, ganz gewöhnliche, überwiegend regional begrenzten Medien entnommene, Nachrichten der letzten Tage aus den USA zum Krieg gegen Afghanistan.

Hartford Courant 24.08.2010 – Glastonbury Soldier Dies In Afghanistan
Sgt. Steven DeLuzio was killed Sunday when insurgents attacked his unit in Afghanistan.

NY Daily News 25.08.2010 – New Jersey-born Army Spec. Pedro Millet Meletiche killed on third day at Afghanistan front
A New Jersey soldier was killed on his third day on the front lines in Afghanistan, blown up by an explosive hurled at him by the enemy, officials and relatives said Tuesday.

Examiner 24.08.2010 – Kentucky mourns death of Sgt. Jason D. Calo in Afghanistan
23-year-old Sgt. Jason D. Calo, of Lexington, Kentucky, was killed on August 22, while serving in Afghanistan.

PJStar 24.08.2010 – Marine from Creve Coeur killed in Afghanistan
Lance Cpl. Robert J. Newton, 126 Holland Court, was killed by enemy small arms fire while conducting dismounted combat operations against enemy forces in Helmand Province, according to a news release from the Marine Corps.

Washington Post 24.08.2010 – Marine from Falls Church killed by bomb in Afghanistan
Rodriguez, of Falls Church, was killed Monday while supporting combat operations in Helmand province, Afghanistan.

The Indy Channel 25.08.2010 – Ind. Soldier Killed In Afghanistan
Pfc. Justin B. Shoecraft, 28, died in Tarin Kowt, Afghanistan, after insurgents attacked his unit using an improvised explosive device at Kakarak, Afghanistan, officials said.

Youtube 24.08.2010 – Lance Cpl. Nathaniel J. A. Schultz is coming home
Nineteen-year-old Safety Harbor Marine Lance Cpl. Nathaniel JA Schultz is coming home after being killed in combat August 21 in Afghanistan.

Hampton Roads 22.08.2010 – Marine from Chesapeake killed in Afghanistan
Lance Cpl. Cody S. Childers talked about joining the Marines as early as age 12, family members said. In June – having made that dream come true – Childers left for Afghanistan. The 19-year-old Chesapeake native died Friday while supporting combat operations in the country’s Helmand province.

Tucson Citizen 20.08.2010 – Tucson soldier killed in Afghanistan
Sgt. Martin A. Lugo, 24, of Tucson, Ariz., died Aug. 19 in Puli Alam, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms fire.

Valley News 21.08.2010 – Friends and family mourn Marine Cpl. Christopher J. Boyd
Relatives and friends of a highly-decorated 22-year-old Camp Pendleton-based Marine are in mourning following his combat death in Afghanistan.

My Fox Chicago 24.08.2010 – Sergeant First Class Edgar Roberts died from injuries he suffered in Afghanistan
His family was told of his death more than a week ago, but then they were told it was a mistake and he was really alive . They drove to Maryland to see him and have since found out he really was killed.

My Suburban Life 20.08.2010 – Community mourning death of Wheaton Marine Kevin E. Oratowski
The Glenbard South High School community is mourning the loss of alumnus Marine Lance Cpl. Kevin E. Oratowski, who died Wednesday in Afghanistan.

Times Record News 24.08.2010 – Wichita Falls soldier killed
Having joined the Army in Oct. 2008 as a combat engineer, Maldonado was assigned to the 510th Clearance Company, 20th Engineer Battalion, 36th Engineer Brigade out of Fort Hood, Texas, in July, 2010. He deployed to Afghanistan in December 2009.

PilotOnline 21.08.2010 – Decorated Little Creek-based SEAL dies in Afghanistan
“Collin Thomas was a brave American patriot and an incredibly gifted Navy SEAL,” a senior officer in his command was quoted as saying in the Navy statement. “His tireless professionalism, inspiring passion for life, and humble demeanor made him a role model for all who knew him. We are deeply saddened by this tremendous loss of a brother in arms.”

Military Times 25.08.2010 – Army Sgt. Tristan H. Southworth Died August 22, 2010 serving during Operation Enduring Freedom
21, of West Danville, Vt.; assigned to 172nd Infantry Regiment, 86th Infantry Brigade Combat Team, Jericho, Vt.; died Aug. 22 in Paktya Province, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms and rocket-propelled grenade fire.

(Nachrichtenzusammenstellung via Net News Global)

Solche Nachrichten werden in den USA nur selten durch die großen landesweiten Medien verbreitet, sondern meist lediglich von lokalen Medien mit geringer Reichweite. So bekommen die meisten Menschen in den USA und auch international vom kontinuierlichen und stark angestiegenen Blutstrom der Opfer des extrem brutalen Krieges gegen Afghanistan wenig mit. Denn würden diese Nachrichten anstelle der anregend kribbelnden Kriegspropaganda ins Bewusstsein der Menschen dringen, so bestünde die Gefahr, dass mehr Menschen sich gegen den total unsinnigen Krieg auflehnen.

Quelle

Kampagne faschistischer Zionisten offenbart totalitäeres Medien-und Geschichtsverständniss

Was geschah im sogenannten Unabhängigkeitskrieg 1948 (und auch schon vorher) wirklich? Welche Befehle wurden ausgegeben, gegen die Palästinenser vorzugehen? Wie sahen diese Befehle 1967 und in Israels anderen Kriegen aus – bis zum Angriff auf den Gaza-Streifen 2008/2009? Was geschah im Mai 2010 wirklich bei der Erstürmung der Gaza-Hilfsflottille durch israelische Soldaten? Fragen, auf die die internationale Öffentlichkeit in der Tat gern genaue Antworten haben möchte – sie aber nicht bekommt, weil die israelische Propaganda das zu verhindern weiß. Damit sich das nicht ändern soll, sondern die Welt noch einseitiger auf Israels Darstellung der Realität eingeschworen wird, haben jetzt rechtsgerichtete Israelis bei einem Treffen in Jerusalem die Initiative „Zionistisches Schreiben“ gegründet. Ziel der Gruppen – „Jescha Coucil“ (Akronym für Judäa, Samaria und Gaza) und „Israeli scheli“ („Mein Israel“) ist es, alle Israel betreffenden Eintragungen auf dem Internet-Lexikon Wikipedia im Sinne des zionistischen Staates umzuschreiben. Jeder kann ja hier mit Eintragungen tätig werden.

Was hier angekündigt wird, ist ein propagandistischer Großangriff auf das digitale Medium, der totalitäre Züge trägt. Denn das Ziel dieser Kampagne ist klar: Es gibt nur eine Wahrheit in Bezug auf Israel, seine Politik und Geschichte – und das ist „unsere Darstellung“ und nur die darf verbreitet werden! Das passt ins Bild: Denn vor kurzem hatte die israelische Regierung die Bürger des Landes aufgefordert, millionenfach e-mails an Menschen in aller Welt mit der Botschaft zu schicken: „Nur unsere Darstellung dessen, was auf den Schiffen der Gaza-Flottille geschah, ist richtig! Wir waren die Angegriffenen und die Opfer!“ Was zählen da schon die Aussagen der hunderte Teilnehmer, die selbst dabei waren – alle offenbar notorische Lügner!

Aber eine einseitige Sicht auf die Dinge hat im Zionismus eine lange Tradition. Die Darstellung der eigenen Geschichte war immer eine willkürliche Konstruktion und eine Ansammlung von Mythen, die erst in den letzten Jahren von „postzionistischen“ Historikern zerstört worden sind. Männer wie Avi Shlaim, Tom Segev, der frühe Ben Morris, Ilan Pappe und Shlomo Sand (um nur einige zu nennen) haben hier Großes geleistet und die zionistische Geschichte vom Kopf auf die Füße gestellt. Oder anders gesagt: Sie haben der Wahrheit zu ihrem Recht verholfen. Und die sah für das israelische Establishment nicht sehr freundlich aus. Denn die Zionisten haben nicht nur die eigenen Vergangenheit verdrängt, sie wollten immer auch andere zwingen, Gleiches zu tun – so wie jetzt die rechten Aktivisten, die alle Israel-Artikel bei Wikipedia umschreiben wollen.

So zerstörten die Israelis mit der 1948 an der Palästinensern vorgenommenen „ethnischen Säuberung“ („Entarabisierung“) zugleich auch systematisch alle historischen Spuren dieses Volkes, das hier Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende gelebt hatte. Nichts sollte mehr an ihre lange Anwesenheit in Palästina erinnern. Ilan Pappe hat diese Gedächtnisauslöschung einen „Memorizid“ genannt. Und die Israelis verdrängen bis heute dieses von ihnen an diesem Volk begangene Verbrechen – die Nakba. Sie wird nicht nur als historische Tatsache und als Verbrechen geleugnet, sondern den Betroffenen selbst soll gerade durch ein von der Regierung Netanjahu eingebrachtes Gesetz verboten werden, sich an diese Katastrophe zu erinnern.

Aber damit nicht genug. Wie groß die Angst vor der eigenen Vergangenheit ist, zeigt eine Verordnung, die Ministerpräsident Netanjahu vor kurzem unterschrieben hat. Sie schränkt den Zugang zu den Regierungsarchiven ein: 50 Jahre altes Material, das nun eigentlich für historische Studien der Öffentlichkeit freigegeben werden sollte, bleibt für zwei weitere Jahrzehnte verschlossen. Selbst der Staatsarchivar Professor Yehoshua Freundlich musste in einem Haaretz-Artikel vom 29.7.10 gestehen: „Dieses Material ist nicht für die Öffentlichkeit geeignet!“ Er fügte hinzu, dass einiges des als geheim eingestuften Materials Auswirkungen auf Israels Festhalten am Völkerrechts haben könne. Die Dokumente, die unter Verschluss bleiben sollen, haben dem Artikel zufolge die Vertreibung der Palästinenser und die Massaker an ihnen während des Unabhängigkeitskrieges, die Mossad-Operationen im Ausland, die Überwachung von israelischen Oppositionspolitikern durch den Shin-Bet-Geheimdienst sowie den Aufbau der Atomforschung und der biologischen Forschung zum Inhalt.

Der weitere Verschluss der Dokumente stieß auch bei nicht in Israel lebenden Juden auf scharfe Kritik. So meldete sich aus London Henry Siegman zu Wort, der dort eine Gastprofessur für Probleme des Nahen Ostens innehat und von 1978 bis 1994 nationaler Direktor des US-jüdischen Kongresses war. Er schrieb: „Israel, das in diesem Jahr seinen 62. Geburtstag feiert, muss sich auch mit den weniger heldenhaften Kapiteln seiner Vergangenheit auseinandersetzen und sie der Allgemeinheit und für historische Studien zugänglich machen. Israelis sollten die Geschichte studieren können, wie sie wirklich geschah und wie sie dokumentiert wurde, und nicht eine zensierte und verschönerte Version.“

Genau das, eine zensierte und verschleierte Version von Israels Vergangenheit und Gegenwart aber wollen die Aktivisten von der „Aktion zionistisches Schreiben“ bei Wikipedia ins Netz stellen, damit die Welt Israel endlich „richtig“ beurteilen kann. Diese ideologischen Verdreher der Wirklichkeit haben ja auch rührige Freunde in Deutschland, die dafür sorgen, dass kritische jüdische Intellektuelle wie Ilan Pappe und Norman Finkelstein hier keine Räume für ihre Vorträge bekommen. Wann finden wohl die ersten Prozesse statt, um deren Bücher zu verbieten?

Natürlich können und sollen auch Israelis ihre Version der eigenen Geschichte und Politik ins Internet stellen können, aber bedenklich wird es, wenn sie wie die rechten Aktivisten mit der Absicht auftreten, die einzig zulässige Wahrheit zu besitzen und alle anderen Versionen verdrängen zu wollen. Eine solche Bestrebung ist totalitär: Man muss den anderen gar nicht mehr anhören, denn es gibt eben nur eine „richtige“ Sicht der Dinge. Dass deutsche Israelfreunde und sogenannte Antideutsche solche Bestrebungen unterstützen, ist in einem Land, in dem (immer noch!) Presse- und Meinungsfreiheit herrschen, eine eher merkwürdige Befindlichkeit. Für Israel, das sich in selbstgerechter Selbstisolation im Nahen Osten „einmauert“ und die paranoische Devise pflegt „Die ganze Welt ist gegen uns!“, ist eine solche Entwicklung lebensgefährlich. Wie Ilan Pappe es einmal formuliert hat: „Die Israelis sind Gefangene ihrer eigenen verzerrten Realität!“.  Das kann auf Dauer nicht gutgehen.

Israel ist unfähig, sich seiner Vergangenheit zu stellen. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat diese Woche beschlossen, die Öffnung der Staatsarchive von 50 auf 70 Jahre zu verlängern. Israel ist sich bewusst, dass es zu viel zu verbergen hat.


Haaretz berichtete diese Woche, dass die ersten Dokumente erst im Jahr 2018 (1948 + 70) veröffentlicht werden. Viele der Dokumente, die im Archiv aufbewahrt werden, sind relevant für die Geschichte der ersten 20 Jahre des jüdischen Staates: die massive Vertreibung des palästinensischen Volkes, das Massaker von Deir Yassin, Tantura und viele andere, der Suezkonflikt 1956, das israelische Atomprogramm etc. Die Veröffentlichung der Dokumente würde über so manche Tatsachen informieren, die einen “Mythos untergehen lassen sowie manche Personen in eine peinliche Situation bringen” würden, berichtete die israelische Zeitung. Es ist anzunehmen, dass Präsident Shimon Peres einer dieser “zahlreichen Personen” ist.

In meiner letzten Arbeit widmete ich mich ausführlich der Besorgnis erregenden Tatsache, das Geschichte etwas Fremdes für die jüdische Religion, Ideologie und Politik ist. Jüdische und israelische werden als fantastische Märchen präsentiert.. Tatsachen und historische Dokumente werden entweder zur Seite gelegt, unter den Teppich gekehrt , ausgelöscht oder einfach zerstört. Wie wir alle wissen, wird die Suche nach der Wahrheit durch die Israelis und Zionisten als Antisemitismus und Holocaustleugnung interpretiert.

Offensichtlich sind 50 Jahre für Israel nicht ausreichend gewesen, um seine Erbsünde zu bewältigen. Der Grund ist einfach: Die Verbrechen, die mit der Gründung des jüdischen Staates in Zusammenhang stehen, wurden nie gelöst. Millionen von palästinensischen Flüchtlingen warten immer noch auf die Rückkehr in ihre Heimat. Israel funktioniert noch immer auf der Basis von rassistischen Gesetzen und Vorherrschaft. Der jüdische Staat ist aus seiner tödlichen Philosophie der ewigen physischen Einschüchterung nicht herausgereift. Als Konsequenz haben das israelische Militär, der Mossad und die Sicherheitskräfte die Regierung unter Druck gesetzt, um die Zeitperiode der Öffnung dieser Dokumente, die bereits 50 Jahre alt sind, zu verlängern. Oh, welch Überraschung, Netanjahu hat die geforderte Verlängerung genehmigt.

Haaretz verwies darauf, dass es etwas eigenartig ist, dass Premierminister Netanjahu, Sohn des zionistischen Historikers Benzion Netanjahu, seine Beitrag zu dem plumpen Versuch die historischen Nachforschungen und Suche nach Wahrheit zu blockieren, geleistet hat. Ich habe die Arbeiten von Benzion Netanyahu gelesen und wahrlich viel von ihm gelernt. Benzion war kein gewöhnlicher sondern ein zionistischer Historiker. Seine Aufgabe war es, einer nationaljüdischen Erwartung eine pseudo-kontextuelle akademische Bedeutung zu geben.
Die Entscheidung des Premier Minister Netanjahu, die Tatsachen weitere 20 Jahre geheim zu halten, ist in Wirklichkeit konsistent mit der Philosophie seines Vaters.

Wenn die Wahrheit über die frühen Tage des Staates Israel erscheinen würde, würde man feststellen, dass der jüdische Staat ein großes Mörderunternhemen seit Anfang her schon war.  Auch wenn die zionistischen und israelischen Führer öffentlich noch so sehr versprachen, dass sie die Juden zu einem „Volk wie alle anderen Völker“ machen würden, befahlen sie doch hinter verschlossenen Türen ihrer Armee und Geheimdiensten zu töten, wie es ihre imaginären biblischen Vorfahren taten..

Von der historischen Perspektive Israels aus würde ich sagen, dass es über seine Geheimarchive solange sitzen bleiben kann, wie es will. Wir brauchen in Wirklichkeit diese israelischen Archive nicht, um die wahre Bedeutung des jüdischen Mörderstaates und des jüdischen Nationalprojektes zu überprüfen. Tatsache ist, dass der Umstand, dass Israel darauf besteht seine Vergangenheit zu verbergen, bedeutet, dass dort immer noch etwas Schamgefühl und Gewissenhaftigkeit im kollektiven Gedächtnis übrig ist. Dies ist eigentlich ein positives Zeichen.

Der englische Originalartikel erschien am 31. Juli 2010 auf www.gilad.co.uk.

Ein kürzlich veröffentlichtes militärisches Geheimabkommen enthüllt: Israel bot dem ehemaligen Apartheidregime von Südafrika nukleare Massenvernichtungswaffen an –

Von JAMES PETRAS, 3. Juni 2010 –

Am 24. Mai 2010 veröffentlichte der britische Guardian ein streng vertrauliches Dokument, herausgegeben von der südafrikanischen Regierung.

Das Dokument von 1975 enthüllt ein geheimes militärisches Abkommen, unterzeichnet von Shimons Peres, Israels damaligen Außenminister (und heutigem Präsidenten) und Südafrikas Verteidigungsminister P.W. Botha. Israel bot dem Apartheidregime Massenvernichtungswaffen zum Kauf an – darunter nukleare, chemische und konventionelle Waffen – um damit die Millionen Menschen umfassende afrikanische Widerstandsbewegung niederzuschlagen und zu vernichten.

Die Vorsitzenden der größten US-amerikanischen jüdischen Organisationen setzten unverzüglich die Lügenmaschine in Gang und behaupten, bei Israels nuklearem Angebot und den weitreichenden Vereinbarungen der beiden Apartheidregime in militärischen Angelegenheiten habe es sich nur um eine „Konversation“ gehandelt. Israel habe kein Angebot gemacht. (1)

Ohne mit der Wimper zu zucken widersprechen sich Israels Verteidiger dann aber selbst, wenn sie weiterführend spekulieren, dass ein nukleares Abkommen keine Genehmigung von Premierminister Yitzhak Rabin erhalten hätte. (Daily Alert May 25, 2010).

Die Dokumente wurden von dem US-Akademiker Sasha Polakow-Suransky in einem südafrikanischen Archiv entdeckt. Er veröffentlichte sie in seinem Buch The Unspoken Alliance: Israel’s Secret Alliance with Apartheid South Africa.

Offenkundig nimmt die israelische Regierung an, dass es sich bei diesen Dokumenten um mehr als eine „Konversation“ handelt, denn sie übte Druck auf die südafrikanische Regierung aus, sie nicht herauszugeben.(2)

Das israelische nukleare Angebot und die Anfrage Südafrikas fielen zeitlich in eine Periode anwachsender Volkskämpfe in ganz Südafrika, von Sharpeville bis nach Soweto. Diese umfassten den bewaffneten Widerstand und eine im Beginn befindliche internationale Boykott-Kampagne.

Südafrika erweiterte seine militärische Offensive mit einer Invasion Angolas, wo es schließlich von einer vereinten kubanisch-angolanischen Armee zurückgeschlagen wurde. Als Resultat sah es sich mit dem Problem konfrontiert, Massenvernichtungswaffen erwerben zu können, mit denen nicht nur die Führerschaft der südafrikanischen Freiheitsbewegung hätte enthauptet werden können, sondern auch deren Unterstützer an der Basis sowie nationale Verbündete. Israel war darauf vorbereitet, als williger Komplize bei einer nuklearen Lösung zu dienen.

Die meisten liberalen Kommentatoren und Kritiker des israelischen Angebots, das südafrikanische Apartheidregime mit nuklearen Sprengköpfen zu versorgen, konzentrieren sich lediglich auf Israels „unverantwortliches Verhalten“ in Bezug auf die Verletzung des Atomwaffensperrvertrags.(3) Andere bewerteten die Angelegenheit bloß als „Peinlichkeit“ für den jüdischen Staat angesichts des bevorstehenden Treffens (im Juni 2010) zur Nichtweiterverbreitung von nuklearen Waffen. (4)

Wenige, wenn überhaupt, stellten die wichtige moralische und politische Frage nach den tiefgreifenden Konsequenzen der Komplizenschaft in einem genozidalen nuklearen Anschlag auf Millionen Afrikaner. Es stellt sich die Frage nach der israelischen Verantwortung, wenn Südafrika tatsächlich auf das Angebot des jüdischen Staates eingegangen wäre, nukleare Sprengköpfe gekauft und diese auf Millionen Afrikaner, die nach Freiheit verlangen, hätte niederregnen lassen.

Man könnte fragen, ob die Komplizenschaft in einem potentiell genozidalen Akt Gegenstand eines Kriegsverbrecher-Tribunals sein sollte, in derselben Weise, wie deutsche Industrielle wegen Komplizenschaft mit den Kriegsverbrechen des Nazi-Staates vor dem Nürnberger Tribunal angeklagt wurden, weil sie Giftgas herstellten, dass in Konzentrationslagern verwendet wurde. (5)

Israels Angebot, nukleare Raketen zur Verfügung zu stellen, hätte – wenn es umgesetzt worden wäre – wahrscheinlich zum Beschuss der Hüttensiedlungen und Flüchtlingslager jenseits der Grenze geführt, wo Millionen Südafrikaner untergebracht waren. Hunderttausende wären dabei getötet worden, viele mehr wären durch Verstrahlung einen langsamen und schmerzhaften Tod gestorben.

Der Angriff mit Atomwaffen auf die Massen des Volkswiderstands, in diesem Fall durch die vorsätzlichen Bemühungen zweier rassistischer Regime, ist mehr als ein Kriegsverbrechen. Es ist ein monströses Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die Verteidigung der israelischen militärischen Kooperation mit dem südafrikanischen Apartheidsystem seitens der US-amerikanischen Zionisten verärgerte die Afro-Amerikaner mehr als jeder andere einzelne Faktor und versäuerte die langwährenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Juden und amerikanischen Schwarzen.

Israel zeigte keine Gewissensbisse in Bezug auf die verstärkte militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem rassistischen Südafrika.(6) Eine Beziehung, die von führenden zionistischen Geschäftsleuten in Johannesburg unterstützt wurde.

Warum Israel Botha nukleare Waffen anbot

Israels Entscheidung, Südafrika Atomraketen anzubieten, basierte auf kommerziellen, politischen und ideologischen Überlegungen. Südafrika war ein bedingungsloser Unterstützer der israelischen Invasion arabischer Länder, der Besetzung der Westbank und des Gaza-Streifens.

Vor allem sympathisierte es mit einem gleichgesinnten kolonialistischen Siedler-Regime zu einer Zeit, als Israel durch die Vereinten Nationen, dem größten Teil Europas und den jungen unabhängigen post-kolonialen Ländern, verurteilt wurde.

Zwei ausgestoßene Staaten teilten eine Menge gemeinsamer Interessen und bedurften der gegenseitigen Unterstützung angesichts der Ablehnung kolonialistischer Siedler-Regime durch den Rest der Welt.

Außerdem verfügten beide über eine ideologische Affinität, die auf einer rassistischen Ideologie basiert, die im biblischen Glauben des auserwählten Volkes, welches durch göttliche Macht zum Herrenvolk bestimmt sei, verwurzelt ist.

Ein ebenso wichtiger Beweggrund für Israel ist sein Rüstungssektor. Waffenverkäufe und militärische Beratungs-Dienstleistungen sind der wichtigste Export-Sektor und bilden das Rückgrat in den Bereichen der Technologie und der Kommunikation.

Die zionistisch-rassistische Gewerkschaft Histadrut war tief verwurzelt innerhalb der in der Rüstungsindustrie beschäftigten Arbeiterschaft und ein Verfechter der Waffenverkäufe an Südafrika. Israelische Uzis (Maschinenpistolen) hielten das weiße Kapital aufrecht und unterdrückten die schwarzen Arbeiter, vor allem in den Minen.

Die zentrale Rolle der zionistischen Arbeiter-Linken im Atomwaffen-Angebot

Im Gegensatz zu den Annahmen vieler nicht-jüdischer und jüdischer Linker, Liberaler und Progressiver, die alle israelischen Verbrechen gegenüber den Palästinensern den Neokonservativen, „Likud“ oder rechten religiösen Parteien zuschreiben, waren die Urheber und Befürworter des Verkaufs von Atomwaffen an Südafrika Führer der Labor-Partei (Arbeiterpartei). Shimons Peres (damals Verteidigungsminister) und Yitzhak Rabin (Premierminister) waren die Hauptbeteiligten in dem nuklearen Geschäft.

Israels frühe Eroberungskriege, die massive Vertreibung von Palästinensern und der Aufbau eines israelischen Atomwaffenarsenals, dies alles geschah unter der Schirmherrschaft der Labor-Partei. Dieser mangelte es nicht an sozialistischer Rhetorik [sie ist Mitglied der Sozialistischen Internationale (sic)] oder antirassistischen Reden, wenn ein Anlass es erforderte. Aber sie verpasste nie eine Gelegenheit, konventionelle Waffen an lateinamerikanische Diktatoren (Pinochet in Chile, Videla in Argentina, Rios Mont in Guatemala) zu verkaufen, oder offerierte nukleare Waffen an das brutale südafrikanische Regime, dass unter Belagerungszustand durch die schwarze Mehrheit stand.

Die zentrale Rolle der israelischen Labor-Partei beim Angebot einer nuklearen Lösung an das weiße Minderheits-Regime demonstriert, dass alle wichtigen israelischen Parteien bereit sind, eine genozidale Politik zu verfolgen, wenn es ihren Vorstellungen „jüdischer Interessen“ entspricht.

Die führende Rolle der Labor-Partei bestätigt, dass es keine wesentlichen Unterschiede zwischen der israelischen Rechten und der Linken gibt, wenn es um die Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit geht. Das dem zugrunde liegende Glaubenssystem geht davon aus, dass Angehörige des auserwählten Volkes von den gegen Kriegsverbrechen gerichteten Gesetzen ausgenommen sind.

Nukleare Offenbarung: Die Reaktionen der führenden US-amerikanischen jüdischen Organisationen

Die Vorsitzenden der größten amerikanischen jüdischen Organisationen – ihrer Rolle als bedingungsloser Transmissionsriemen des israelischen Staates treu bleibend – folgten der Linie, wonach Israel Südafrika keine Nuklearwaffen angeboten habe. Sie leugnen die dokumentierten Beweise und in vorhersehbarer Weise weigern sie sich, Israels Komplizenschaft bei einem möglichen Massenmord an Millionen Afrikanern zu verurteilen. (7)

Eine der führenden zionistischen Organisationen, die Anti-Defamation League, hat tatsächlich eine langwährende Beziehung zu Südafrikas Geheimdiensten, welche private Agenten anheuerten, um bis zum Ende der 1980er Jahre die Anti-Apartheid-Bewegung auszuspionieren und Informationen zu sammeln. (8)

Die meisten der von Zionisten beeinflussten Medien, darunter die New York Times, CBS, NBC, Fox, CNN und die Washington Post, blockierten die Story, als wenn Israels Komplizenschaft in einem Plan, Millionen Afrikaner atomar anzugreifen, nicht der Publikation wert wäre, geschweige denn Gegenstand schärfster Verurteilung.

Lasst uns im Klaren darüber sein, warum dieses Verbrechen nicht vollzogen wurde. Nicht aufgrund des Einflusses der hebräischen moralischen Traditionen, „jüdischer Schuld“ oder gar einer Unentschlossenheit aufgrund der Angst vor einem anschließenden weltweiten Aufschrei.

Laut den südafrikanischen Quellen kam der Deal mit den israelischen Atomwaffen nicht zustande, weil die südafrikanische Seite entschied, den Kauf nicht durchzuführen und stattdessen auf Israels konventionelle Waffen zurückgriff. (9)

Es gibt keine endgültige Erklärung dafür, warum Israels nuklearer Kriegsindustrie dieser Absatz entgangen ist, aber es gibt verschiedene mögliche Erklärungen. Von den hohen Preisen, die der jüdische Staat verlangte, bis zu der Angst über den Fallout der Nuklearwaffen, der die weiße Bevölkerung möglicherweise genauso verstrahlt hätte, wie die schwarze. Die „kollateralen Kosten“ für die weiße, rassistische Bevölkerung, haben möglicherweise dazu geführt, dass das Apartheidregime den Kauf noch einmal überdacht hatte.

Um eines klar zu machen: Israels Komplizenschaft bei diesem Unternehmen kam aus freien Stücken zustande und erfolgte unter keinerlei Druck.

Angesichts des Ausmaßes dieses Verbrechens überrascht es, dass die zionistischen und selbst die anti-zionistischen Medien und Sprecher diesem Verbrechen gegen die Menschlichkeit kaum Aufmerksamkeit schenken. Eine Erwähnung an einem Tag, eine Verkündigung hier oder da, mehr nicht.

Wäre der genozidale Akt durchgeführt worden, dann hätte sich die moralische Empörung wahrscheinlich exklusiv auf Südafrika konzentriert und nicht auf die Waffenlieferer und die Komplizen im Vorfeld der Tat.

Die große Mehrheit der US-amerikanischen zionistischen Juden, die eine führende Rolle bei der Verteidigung und Entschuldigung des israelischen Atomwaffen-Angebots an das rassistische Südafrika spielen, verfügen über ein hohes Einkommen, bestehen aus gut gebildeten Professoren, Geschäftsleuten, Wissenschaftlern, Akademikern, Medien-Darstellern und dergleichen. Viele sind respektierte Familienmenschen und vertreten (staats-)bürgerliche Auffassungen. Eine Mehrheit betrachtet sich selbst als liberal, als Verteidiger der Umwelt und sozialer Programme. Einige wenige sprechen sich sogar zugunsten eines „demokratischen Sozialismus“ aus. Und dennoch, es sind dieselben Individuen, die bereitwillig ein Regime unterstützen und für seine Handlungen Ausreden suchen und finden, welches in der Vergangenheit seine Bereitschaft gezeigt hat, die Mittel für eine radioaktive Verstrahlung von Millionen Afrikanern zur Verfügung zu stellen; das gegenwärtig bereit ist, Millionen Iraner mit Atomwaffen anzugreifen und friedliche Humanisten auf hoher See zu Dutzenden zu massakrieren.

Die Fähigkeit der pro-israelischen Juden, ihr Berufs- und Familienleben, ihre staatsbürgerlichen Aktivitäten von ihrem zwanghaften Bekenntnis zu israelischen Kriegsverbrechen abzutrennen, erklärt diesen offenkundigen Widerspruch. Hier handelt es sich um respektable Erfolgstypen mit einer intensiven irrationalen Bindung an einen Staat, der Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht.

Eine Bindung, die freiwillig und mit vollem Zugang zu Wissen und Informationen, die die tödlichen Konsequenzen der Handlungen des jüdischen Staates betreffen, eingegangen wurde.

Handlungen, die auf der höchsten Ebene des israelischen Staates sanktioniert und von den prominentesten Mitgliedern der jüdischen Organisationen gebilligt werden.

Einige liberale jüdische Kritiker nehmen Anstoß an nicht-jüdischen und antizionistischen jüdischen Kritikern Israels, denen sie vorwerfen, immer nur auf Israel herumzuhacken. Das ist ein absichtliches Ablenkungsmanöver, denn sie wissen nur zu gut, dass viele dieser Kritiker kriminelle Akte auf der ganzen Welt verurteilen. Aber es gibt Gründe, warum im Fall Israels besondere Aufmerksamkeit gerechtfertigt ist. Es ist der einzige Staat, der einem rassistischen Regime Atomwaffen angeboten hat, um eine Befreiungsbewegung oder gar ein ganzes Volk zu zerstören.

Israel ist das einzige Land, das mit 1,4 Millionen Palästinensern in Gaza eine Blockade gegen eine ganze Bevölkerung durchführt, deren Nahrungs- und Trinkquellen sowie Wohnstätten bombardiert und zerstört. Israel ist das einzige Land, dass Dutzende von Pazifisten in internationalen Gewässern abschlachtet. Und zusammen mit seinen Unterstützern in der US-Regierung sind diese beiden Regime die einzigen, die ganz offen damit drohen, einen nuklearen Krieg der Massenvernichtung gegen 72 Millionen Iraner zu beginnen.

Angesichts dessen, was wir über die nukleare Komplizenschaft Israels mit Südafrika wissen, ist dies keine leere Spekulation. Der Präzedenzfall der Kollaboration mit Südafrika in dem beabsichtigten atomaren Mord an Millionen Afrikanern, bei dem Israel keinerlei moralische Bedenken zeigte, macht Israel heute zu der größten atomaren Bedrohung im Nahen Osten.

Das Thematisieren des israelischen Verkaufs von Atomwaffen an Südafrika geschieht nicht bloß aus akademischem Interesse an einem historischen Ereignis. Einige liberale Zionisten mögen sagen „letzten Endes hat Israel keine Atomraketen zur Verfügung gestellt und Südafrika hat damit nicht die Schwarzen angegriffen“…

Die Drohung des Einsatzes nuklearer Waffen gegen Iran zeugt von derselben Mentalität israelischer und US-amerikanischer Zionisten, wie sie in der Vergangenheit mit dem Angebot des Verkaufs atomarer Waffen zwecks Konfliktlösung in Südafrika zum Ausdruck kam.

Schlimmer noch ist, dass Israel und seine US-amerikanischen Gefolgsleute es geschafft haben, diese moralische Indifferenz via Massenmedien einem großen Teil der Öffentlichkeit, auch den von ihnen kolonialisierten amerikanischen Kongressabgeordneten und Führungskräften im Weißen Haus, einzuflößen.

Man muss nur einen Blick auf die Nachrichtenberichte werfen, wie Außenministerin Clinton die diplomatische Lösung in Fragen der Uran-Anreicherung durch Brasilien-Türkei-Iran verworfen hat. (10). Clinton besteht weiterhin darauf, Sanktionen durchzusetzen, weil ihre Zahlmeister, angeführt von „Israel-kommt-zuerst”-Vertretern wie Haim Saban, verlangen, dass Iran in die Knie gehen und wenn nötig mit Atomwaffen angegriffen werden soll. (11)

Clinton weiß, dass Sanktionen den ausgehandelten Kompromiss zunichte machen werden, selbst wenn sie in denselben Formulierungen verfasst wären, wie die USA sie vor einigen Monaten benutzte.

Ein Kompromiss, den Israel niemals akzeptieren wird und daher nun mittels jeder größeren jüdischen Organisation verlangt, dass die Vereinigten Staaten den Kompromiss durch scharfe Sanktionen sabotieren.

Trotz Clintons Behauptung, es gebe einen Konsens für neue Sanktionen, haben Russland, China, Indien, die Liga der arabischen Staaten und selbst Frankreich die diplomatische Vereinbarung zwischen Brasilien-Türkei-Iran öffentlich begrüßt. (12) Nur die britischen Speichellecker folgten der Clinton-Obama Linie. Die Frage ist, ob die US-zionistische Machtstruktur, angeführt von Rahm Emmanuel und Hilary Clinton, die Sanktionen gegen den Willen von Regierungen durchsetzen kann, die zwei-drittel der Menschheit repräsentieren.

Die Politik des nuklearen Genozids durch einen Stellvertreter [gemeint sind die USA], wie Israel es im Fall Iran beabsichtigt, wird ausgeführt durch seine fünfte Kolonne, die in den Spitzenpositionen des Außenministeriums, des Nationalen Sicherheitsrates, des Kongresses und darüber hinaus im Weißen Haus operiert.

Vergessen wir niemals, dass Israels Bereitschaft, Südafrika mit Atomwaffen zu versorgen, eine immense Bedeutung für seine Bemühungen hat, unsere eigenen unterwürfigen Beamten zu Straftätern bei einem nuklearen Genozid an über 70 Millionen Iranern zu machen.

Im Fall Südafrikas half Israel einem rassistischen Verbündeten und machte damit Profit. Im Fall des Iran zerstört es einen Gegenspieler kolonialer Unterdrückung. Heute, am 31.Mai 2010, verteidigen amerikanische Zionisten das Überfallkommando, welches in internationalen Gewässern mit Maschinengewehren auf 600 Pazifisten, Humanisten und Nobelpreisträger losging, 20 von ihnen ermordete und Dutzende verletzte.

In beiden Fällen – der israelischen Atompolitik und der Metzelei auf hoher See – und deren Verteidigung durch amerikanische Zionisten, handelt es sich um einen Akt moralischer Verdorbenheit. Je eher der Nahe Osten – namentlich Israel – demilitarisiert und atomar abgerüstet wird, und je eher die USA „entzionisiert” sind, desto sicherer wird die Welt sein.


Der Artikel erschien im Original am 31. Mai 2010 unter dem Titel Israeli’s Nuclear Policy:  From South Africa to Iran bei The James Petras Website.

Anmerkungen:

(1) 1 Daily Alert May 24, 2010; Daily Alert May 25, 2010.
(2) 2 BBC News May 24, 2010.
(3) Jonathan Cook, “Israel’s Nukes out of the Shadows” Counterpunch, May 26, 2010.
(4) Max Blumenthal, “The Banquos’ Ghost of Israeli Foreign Policy”, The Nation 5/23/10.
(5) Diarmuid Jeffreys, Hells Cartel: I.G. Farben and the Making of Hitler’s War Machine/ New York: Metropolitan Books 2008, especially Ch. 10 – 15.
(6) 6 Max Blumenthal op cit.
(7) Daily Alert May 24, 25 (2010).
(8) Blumenthal (op cit).
(9) Chris McGreal, “Revealed: How Israel Offered to Sell South Africa Nuclear Weapons” Guardian, May
24, 2010.
(10)  Associated Press, May 25, 2010; AFP May 25, 2010.
(11) Connie Bruck, “The Influencer”, The New Yorker, May 10, 2010. Saban sagt, sein “größtes Anliegen” wäre es, die amerikanische Politik “zum Schutz Israels” zu beeinflussen. Wichtigstes Mittel dafür ist seine Beziehung zu Bill und Hillary Clinton, die er mit Spenden in Millionenhöhe überhäuft.
(12) Ray McGovern “US/Israel Challenged on Iran” Information Clearing House, May 22, 2010.

US-Soldaten erschießen „versehentlich“ schwangere Frauen

Versuchte Vertuschung: Zwei Monate nach einer Razzia in Afghanistan räumt die Nato ein, dass US-Spezialkräfte dabei drei Frauen erschossen. Anfangs hieß es noch, sie seien Opfer einer Familientragödie geworden. Doch zivile Ermittler entdeckten Ungereimtheiten in der Darstellung der Militärs ……………….. WEITERLESEN.

Neue Enthüllungen belegen: Ashcroft, Tenet und Rumsfeld warnten die 9/11-Kommission vor einer „Linie“, die sie nicht überschreiten sollte .

Führende Vertreter der Bush-Administration übten heftigen Druck auf die 9/11-Kommission aus, um sie daran zu hindern, die Terroranschläge vom 11. September 2001 zu gründlich zu untersuchen; das geht aus einem Dokument hervor, das kürzlich der ACLU zugespielt wurde. (American Civil Liberties Union – US-amerikanische Bürgerrechtsunion)

Die Aufforderung ist in einem Schreiben enthalten, das auf den 16. Januar 2004 datiert ist und im Auftrag des Justizministers John Ashcroft, des Verteidigungsministers Donald H. Rumsfeld und des CIA-Direktors George J. Tenet verfasst wurde. Nach Aussagen der ACLU wurde es als Fax von David Addington versandt, der damals Berater des Vizepräsidenten Dick Cheney war.

In der Benachrichtigung verweigerten die Regierungsvertreter der Zweiparteien-Untersuchungskommission eine direkte Befragung inhaftierter Terroristen und wiesen die beiden Vorsitzenden der Kommission darauf hin, dass damit eine „Linie überschritten“ und die Fähigkeit der Regierung zum Schutz der Nation eingeschränkt würde.

„Als Antwort auf die intensiven Bemühungen der Kommission, Zugang zu geheimen Informationen zu erhalten, hat die Exekutive diesen Zugang durch enge Zusammenarbeit gewährt“, ist in dem Brief zu lesen. „Es gibt jedoch eine Linie, die von der Kommission nicht überschritten werden sollte; diese Linie trennt eine angemessene Untersuchung der Anschläge am 11. September 2001, die Sache der Kommission ist, von der Einmischung in die Aufgabe der Regierung, die Sicherheit des Staates einschließlich des Schutzes der Amerikaner vor zukünftigen Terroranschlägen zu gewährleisten.“

Die 9/11 Kommission wurde unter dem offiziellen Namen „National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States“ (Nationale Kommission zu den Terroranschlägen auf die Vereinigten Staaten) im November 2002 vom Präsidenten Bush gebildet, „um einen ausführlichen und vollständigen Bericht über die Umstände zu erstellen, die zu den Terroranschlägen am 11. September 2001 führten“, und Empfehlungen zu erarbeiten, wie zu-künftige Angriffe zu verhindern sind.

„Mit der von der Kommission vorgeschlagenen Hinzuziehung von Kommissionsmitgliedern zu den Verhören von Häftlingen würde diese Linie überschritten“, heißt es in dem Brief weiter. „Als Vertreter der Regierung der Vereinigten Staaten, die für die Strafverfolgung, die Verteidigung und den Geheimdienst zuständig sind, fordern wir die Kommission auf, das vorgebrachte Anliegen, an Verhören von Häftlingen teilnehmen zu dürfen, nicht weiter zu verfolgen.“

Marcy Wheeler vom Blog FireDogLake sieht darin den Versuch der Bush-Administration, die Folterung bestimmter Häftlinge, die mittlerweile erwiesen ist, geheim zu halten.

„Wer auch immer diesen Brief verfasst hat, scheint sehr darüber besorgt gewesen zu sein, dass sich Kommissionsmitarbeiter unabhängige Urteile über die Häftlinge und die Art ihrer Befragung bilden könnten“, schrieb Frau Wheeler in ihrem Blog. Der Beauftragte „wollte keinesfalls, dass Unabhängige die unter Folter durchgeführten Befragungen bewerteten“.

Die beiden Vorsitzenden der Kommission übten auch harte Kritik an der Regierung, weil sie absichtlich Bänder zerstören ließ, auf denen Verhöre von Terrorverdächtigen festgehalten worden waren; darüber hat RAW STORY schon im letzten Jahr berichtet. (1)

Thomas Kean und Lee H. Hamilton, die beiden Vorsitzenden der 9/11 Kommission, schrieben damals, obwohl der amerikanische Präsident George W . Bush allen Zweigen der Exekutive befohlen habe, an der Untersuchung mitzuarbeiten, „wurde kürzlich bekannt, dass die CIA Videobänder zerstört hat, auf denen Befragungen von Al Qaeda Mitgliedern festgehalten worden waren; das veranlasst uns zu dem Schluss, dass der Geheimdienst unserem legitimen Anspruch auf Informationen über die Anschläge am 11.9. nicht nachgekommen ist.“

„Diejenigen, die Kenntnis von den Videokassetten hatten und uns nichts darüber sagten, haben unsere Untersuchung abgeblockt.“

Sie fuhren fort: „Niemand bei der CIA oder im Weißen Haus konnte auch nur den geringsten Zweifel am Interesse der Kommission haben, alle verfügbaren Informationen über die an den Anschlägen beteiligten Al Qaeda Häftlinge zu erhalten.“

„Und trotzdem hat kein Regierungsvertreter der Kommission jemals etwas über die Videokassetten von den Häftlings-Verhören gesagt“, schrieben Kean und Hamilton.


Der Artikel erschien im Original am 17. März 2010 unter dem Titel Revealed: Ashcroft, Tenet, Rumsfeld warned 9/11 Commission about ‘line’ it ’should not cross’ bei the raw story.

Blutiges Ende einer Feier in Afghanistan: Bewaffnete US-Amerikaner stürmten in dem Ort Khataba in der ostafghanischen Provinz Paktia ein Haus und erschossen fünf Menschen: Zwei schwangere Frauen, Mütter von zusammen 15 Kindern, eine Achtzehnjährige und zwei Regierungsbeamte, die sich unter den Gästen befanden. Das geschah am 12. Februar. Etwa 25 Menschen hatten sich an diesem Abend versammelt, um die Namensgebung eines neugeborenen Jungen zu feiern.

Obwohl zahlreiche Überlebende die Vorgänge in allen Einzelheiten schilderten, verbreitete die NATO zunächst routinemäßig ein von Lügen strotzendes Kommunique. »Mehrere Aufständische verwickelten die gemeinsame – aus US-Amerikanern und Afghanen bestehende – Einsatzgruppe in ein Feuergefecht und wurden getötet«, hieß es damals in einer Presseerklärung der Besatzer. Und weiter: Die Soldaten hätten »eine entsetzliche Entdeckung gemacht«, nämlich zwei »gefesselte, geknebelte und erschossene Frauen«. Die Besatzungstruppen erweckten damit den Eindurck, die schwangeren Bibi Shirin (22) und Bibi Saleha (37) seien schon vor dem Sturmangriff ermordet worden. (siehe jW vom 13. Februar 2010)

Am Wochenende veröffentlichte The Times Ergebnisse akribischer Recherchen zu dem »Zwischenfall« und brachte ihn damit wieder auf die Tagesordnung. Nach Darstellung der britischen Tageszeitung hatten die beiden Männer, darunter ein hochrangiger afghanischer Geheimdienstoffizier, das Haus verlassen, weil sie draußen Geräusche gehört hatten. Sie waren trotz ihres Rufs »Wir arbeiten für die Regierung« sofort erschossen worden. Die drei Frauen seien getötet worden, als die Angreifer auf einen der beiden Männer schossen, der vor der geöffneten Tür stand.

Nach dem Erscheinen des Times-Berichts bestritt eine NATO-Sprecherin am Sonnabend, daß versucht worden sei, den wirklichen Hergang zu vertuschen. Den Leichen der beiden Frauen seien tatsächlich die Fußgelenke zusammengebunden gewesen und ihre Unterkiefer seien mit Stoffstreifen befestigt gewesen. Allerdings seien das bereits Begräbnisvorbereitungen gewesen, die die US-Amerikaner aus »Mangel an Verständnis für lokale Bräuche« jedoch nicht erkannt hätten. Da sich unter den Angreifern auch afghanische Soldaten befanden, ist diese Ausrede allerdings nicht überzeugend.

Welche Einheiten bei dem Massaker vom 12. Februar eingesetzt waren, verschweigt die NATO noch immer. Vermutlich handelte sich um Angehörige von Spezialeinheiten oder des Geheimdienstes CIA.

Indessen demonstrierten die Aufständischen am Sonnabend auf ihre Art, daß mit ihnen weiterhin zu rechnen ist. Bei mehreren Sprengstoffanschlägen in der Provinzhauptstadt Kandahar wurden 35 Menschen getötet. Es soll sich um 22 Zivilisten und 13 Polizisten gehandelt haben. Hauptziel der koordinierten Aktionen war offenbar das Gefängnis der Stadt. Im Juni 2008 waren durch die Explosion eines mit Sprengstoff gefüllten LKW die Mauern des Gebäudes zerstört worden, so daß 900 bis 1000 Gefangene – unter ihnen zahlreiche Aufständische – fliehen konnten. In der Zwischenzeit wurde das Gefängnis jedoch mit Beton gesichert, so daß diesmal keinem Häftling die Flucht gelang. Ein Taliban-Sprecher sagte, die Anschläge vom Sonnabend seien eine Warnung vor der von der NATO angekündigten Offensive in der Provinz Kandahar.

Quelle

Was die Bombardierung am Kundus-Fluss betrifft, schwafeln die Medien von „Kommunikationsdesaster“ und „Vertrauenskrise in der Bundeswehr“. Doch in Wirklichkeit geht es um vielfachen Mord und Strafvereitelung. Genauer Vergleich der Vorkommnisse am 4.9.2009 mit dem Text im Strafgesetzbuch……………..WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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