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Etymologisch gesehen bedeutet das Wort „Sunna“ gewohnte Handlungsweise, Brauch, oder überlieferte Norm bzw. die Praxis des Propheten Muhammad (saw). Im religiösen Kontext bezeichnet der Begriff Sunna die Gesamtheit der zu befolgenden Taten, Worte und Handlungen des Propheten. Der Plural von Sunna ist „Sunan“.

In der islamischen Rechtswissenschaft (Fikh) dient die Sunna, nach dem Koran, als zweitwichtigste Quelle des islamischen Rechts. Folgende Verse verdeutlichen dieses: „Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und seid auf eurer Hut…“ (Sure Mâida, [5:92]) „Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah…“ (Sure Nisâ, [4:80]) „… Was euch der Gesandte aber gibt, das nehmt, und was er euch verwehrt, das lasst sein. Und fürchtet Allah. Allah straft fürwahr streng.“ (Sure Haschr, [59:7]) „Sprich: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. Dann wird euch Allah lieben und euch eure Sünden verzeihen; denn Allah ist verzeihend und barmherzig.“ (Sure Âli Imrân, [3:31])

Die Worte des Propheten Muhammad (saw), die er zu unterschiedlichen Anlässen gebrauchte, bilden die „verbale Sunna“:

„Die Taten entsprechen ihrer Absicht und jeder bekommt den Gegenwert seiner Absicht.“1 Hadithe wie „So betet, wie ihr mich beten gesehen habt.“ 2und „Haltet euch bei euren Gottesdiensten während der Hadsch an mich.“ 3deuten auf seine „praktische Sunna“ hin. Zeitweise griff der Prophet in Handlungen oder Geschehnisse nicht ein und ließ sie zu. Dies war in der Regel ein Zeichen seiner Akzeptanz. Denn wenn der Prophet sich zu einem Ereignis nicht äußerte und keine Reaktion zeigte, galt dies als Einverständnis. So gestatte der Prophet beispielsweise den Frauen, die er im Friedhof sah, den Besuch der Gräber, indem er sich nicht dazu äußerte. Dies ist ein Beispiel dafür, dass er Zeuge einer Handlung war, doch diese weder empfahl noch verbat.

Die Sunna hat uns in Form von Überlieferungen erreicht und wird in drei Kategorien unterteilt: „Mutawâtir“, „Maschhûr“ und „Ahad“. Die letztere Kategorie wird nochmals unterteilt, doch darauf soll hier nicht eingehen werden. Stattdessen soll im Folgenden auf die Anwendung und Bedeutung der Sunna eingegangen werden.

Propheten sind auserwählte Gesandte, die den Menschen die Botschaft des „Tawhîd“ (Monotheismus) vermitteln. Sie erfüllen zwei wichtige Funktionen. An erster Stelle ist es die Aufgabe der Propheten, die Offenbarung (Wahy) Allahs unter den Menschen zu verbreiten. An zweiter Stelle besteht ihre Aufgabe darin, die Offenbarung in ihrem eigenen Leben umzusetzen, diese zu befolgen. Propheten waren also die ersten Vorbilder, die die Worte Gottes in ihrem Leben umsetzten und weiterführten.

Die Sunna verstehen und ausleben bedeutet, die Religion (Dîn) zu verstehen und auszuleben. Denn die Sunna unterstützt und erklärt den Koran. Sie legt unverständliche Koranverse aus und ergänzt Angelegenheiten, die im Koran so nicht vorzufinden sind. Natürlich ist der Koran der Wegweiser des Islams. Wir entnehmen ihm die religiösen Aspekte unseres Lebens. Er ist die „gelebte Offenbarung“, ohne dessen Vorbild die „verbale Offenbarung“, der Koran, nicht verstanden werden kann.

Aus diesen Gründen müssen wir die Sunna erlernen, verstehen und leben. Denn der Islam, wie er unsere heutige Zeit erreicht hat, wurde durch die Sunna geformt. Der Gottesdienst (Ibâda) und die zwischenmenschliche Beziehungen, die im Koran verankert sind, haben uns allein durch die Sunna erreicht. Wenn wir die Sunna ausblenden würden, wären wir nicht im Stande, die Gottesdienste durchzuführen. Beispielsweise wären wir nicht in der Lage, das Gebet (Salah), das Fasten (Sawm), die Almosensteuer (Zakat) in umfassender Weise zu verrichten oder etwa Zinsverbot zu verstehen oder das Gesellschafts- und Stiftungswesen auszuüben. Also können wir unsere Religion nur durch die Sunna verstehen und in unserem Leben umsetzen.

Das Wissen über die Sunna erreicht uns über verschiedene Wege. Heutzutage haben wir Hadithwerke, die Tausende Überlieferungen des Propheten beinhalten. Es sind also schriftliche Quellen, die uns die Sunna näher bringen. In letzter Zeit werden wieder vermehrt Übersetzungen von Hadithwerken aus dem Arabischen herausgegeben, durch die das Verständnis der Sunna erleichtert wird. Dank dieser können wir unsere Probleme lösen und sie verstehen.

Im Übrigen spielen die Familie, das gesellschaftliche Umfeld oder etwa der Islamunterricht in der Moschee eine große Rolle beim Verständnis der Sunna. Vor allem in Familien, in denen der Islam praktiziert wird, wachsen Kinder in einer Umgebung auf, in der ihnen von klein auf die „praktische Sunna“ vermittelt wird. Die Sunna ist der Maßstab für das muslimische Leben im Allgemeinen und etwa Kleidung und Nahrung im Besonderen. Ein weiterer Maßstab der Sunna sind die Moscheen, da hier die alltagsgebundene Sunna praktiziert wird. Sicherlich sind der Unterricht an sich und die Art und Weise der Vermittlung der Sunna unseres Propheten wichtige Mittel, den kommenden Generationen ein angemessenes Verständnis des Islams nahe zu bringen. Daher ist es von großer Bedeutung, vor allem Jugendlichen in den Moscheen, die Notwendigkeit der Sunna im Alltagsleben näher zu bringen und sie mit diesen Werten zu erziehen.


1
Buchârî, Bad’ul-Wahy, I; Îmân, 41; Muslim, Imâra, 155
2 Buchârî, Azan, 18; Adab, 27; Ahad, I
3 Ahmad bin Hanbal, III, 318, 366

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Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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