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Die Erfindung des jüdischen Volkes

Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand

Mit der Gründung und Konsolidierung des Staates Israel ging eine unablässige Aneignung von Land und Ressourcen durch Vertreibung, Verdrängung und Unterwerfung der dort ansässigen palästinensischen Bevölkerung einher. Weit über diese unmittelbare Konfrontation hinausgehend harrt dieser Konflikt virulenter denn je einer Lösung. Da sich der zionistische Entwurf, dessen Vorgeschichte weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht, unter heftigen Kontroversen entfaltet und in einem Zentrum internationaler Konfrontation durchgesetzt hat, bedurfte er angesichts seiner ausgeprägten Präsenz im Fokus der Mächte nicht nur der tragfähigen Garantie einflußreicher Bündnispartner, sondern stets auch eines hochentwickelten Fundaments seiner ideologischen Rechtfertigung. Die Drangsalierung des unterlegenen palästinensischen Kollektivs durch die aus vielen Quellen gespeiste israelische Übermacht ist so offensichtlich und inakzeptabel, daß eine wachsende Parteinahme für die schwächere Seite in dieser Auseinandersetzung aus moralischen, völkerrechtlichen oder allgemein politischen Gründen nur durch ein ausgefeiltes Konstrukt zur Begründung israelischer Suprematie aus dem Feld geschlagen werden kann.

Die Gründungsmythen Israels wurden bereits von einer Reihe kritischer Experten auf den Prüfstand gestellt und in erheblichen Teilen demontiert. Der Historiker Shlomo Sand fügt dem eine außerordentlich erhellende Arbeit über die Erfindung des jüdischen Volkes hinzu, die das Gebäude der zionistischen Ideologie in seinen Grundfesten erschüttert. Mutet der Titel des Buches zunächst wie ein unerhörter Affront an, so überzeugen gut 500 Seiten solider Beweisführung in ihrer wissenschaftlich fundierten und zugleich anregend konzipierten Präsentation den Leser, wie zutreffend die Kernthese des Autors ist. Läßt ein Werk dieses Umfangs von hohem wissenschaftlichen Anspruch für gewöhnlich eine schwer verdauliche Kost erwarten, so sieht man sich angenehm überrascht, wie ungern man dieses Buch aus der Hand legt, bevor man es zu Ende gelesen hat. Geschichte wird dabei nicht nur lebendig, sondern zugleich mit der Skepsis eines Forschers unter die Lupe genommen, der nur zu gut weiß, daß der Historiker stets Gefahr läuft, als Kind seiner Zeit die Vergangenheit nach seinen Wünschen und Absichten zu interpretieren.

Letzteres gilt in besonderem Maße für den Gründungsmythos des Staates Israel, dessen Bedarf an wirkmächtigen Deutungsmustern angesichts seiner Implantation in Palästina gewaltig ist. Dieses schwer zu definierende Staatswesen birgt den eklatanten Widerspruch in sich, als erklärtermaßen jüdischer Staat rund zwanzig Prozent seiner Bürger auszugrenzen, die anderer Identität sind. Damit wird eine beträchtliche und ihrem prozentualen Anteil nach weiter wachsende Minderheit zu Staatsbürgern zweiter Klasse erklärt und de facto auch gesetzlich benachteiligt. Wenngleich Israel mit seinen allgemeinen und (relativ) freien Wahlen wie auch anderen Bürgerrechten einer Demokratie ähnelt und dies auch vehement für sich reklamiert, kann man unter den genannten Umständen diese Auffassung doch nicht teilen. Auch die These, es handle sich um eine Theokratie, da die dominante Glaubensüberzeugung oder Religionszugehörigkeit über die vollwertige Staatsbürgerschaft bestimmt, vermag nicht zu überzeugen.

Shlomo Sand neigt nach ausgiebiger Erörterung dieser verwirrenden Konstellation dazu, von einer liberalen Ethnokratie zu sprechen. Liberal deshalb, weil solche Elemente in der Gesellschaft zweifellos vorhanden und in einigen Sektoren auf dem Vormarsch sind – Ethnokratie, weil „jüdisch“ keineswegs identisch mit einer religiösen Zugehörigkeit ist, sondern sich ihrer bedient, um eine säkulare Identität zu begründen. Dabei räumt der Autor durchaus ein, daß ein offenerer Umgang des Staates mit allen Bürgern und ein allgemeiner Trend zur israelischen Identität die Abgrenzung aufweichen und schließlich pluralistische und demokratische Verhältnisse herbeiführen könnte. Ein solcher historischer Trend zur Auflösung der ethnozentrischen Verhärtung sei jedoch nicht zu erkennen. Nach wie vor stehe die essentialistische Weltanschauung, auf der die Unterscheidung zwischen Juden und Nichtjuden gründet und über die der Staat definiert wird, einer Demokratie im Weg.

Israel definiert sich als Staat aller Juden, gleich wo sie zu Hause sind, und dies ungeachtet des Umstands, daß sehr viel mehr Juden weder in Israel leben noch sich dort dauerhaft aufhalten möchten. Wenngleich im zionistischen Sinn die „Rückkehr“ aller Juden zum wünschenswerten Ziel erklärt wurde, ist neben den mannigfachen Gründen, die Existenz in einem anderen Land vorzuziehen, die riesige Gemeinde der „Diaspora“ unverzichtbar für Israel. Sein Aufstieg zur atomar bewaffneten Regionalmacht wie auch sein wirtschaftlicher Fortbestand hängen unmittelbar von der ununterbrochenen milliardenschweren Subventionierung aus den USA und Europa ab. Um diese sicherzustellen, nehmen jüdische Lobbyorganisationen Einfluß auf die Politik der jeweiligen Länder und sorgen so dafür, daß Israels Bedeutung seine geographischen Ausmaße bei weitem übersteigt.

Der Gründungsmythos Israels macht glauben, ein altes Volk, das schon vor Jahrtausenden in dieser Region ansässig war und ein bedeutendes Reich besaß, sei vertrieben und in alle Welt verstreut worden, bis es nach diesem Exodus und einer ewig anmutenden Wanderschaft wieder in seine angestammte Heimat zurückkehren konnte, um die dort herrschende Ödnis erneut zum Blühen zu bringen. Shlomo Sand legt auf Grundlage einer sorgfältigen Recherche und stichhaltigen Analyse überzeugend dar, daß keines der maßgeblichen Bestimmungsstücke dieses Narrativs historisch nachzuweisen ist. Es handelt sich vielmehr um Erfindungen europäischer Zionisten im 19. Jahrhundert, die zur israelischen Staatsdoktrin geronnen sind und deren Anrecht auf „Erez Israel“ zu Lasten der Palästinenser begründen sollen.

Der aufblühende Nationalismus dieser Epoche korrespondierte mit dem Bestreben der europäischen Mächte, sich im Inneren zu konsolideren, ihre Nachbarn zu übertrumpfen und ihre kolonialistische Expansion zu forcieren. Die Einheit der Nation, die Überlegenheit der eigenen Identität und die ruhmreiche Inbesitznahme als rückständig eingestufter Regionen und ihrer Bewohner geriet angesichts entfesselter Produktivkräfte im Rahmen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung zum unverzichtbaren Anspruch, galt es doch, die aufbrechenden inneren Widersprüche des Klassenkampfs ebenso zu bezwingen wie sich in der erbitterten Konkurrenz um Territorien, Landbesitz, Rohstoffe und nicht zuletzt Menschenmaterial zu behaupten.

Um diesen Drang ideologisch zu begründen und zugleich zu befördern, mußte die eigene Identität scharf herausgearbeitet und ausdrücklich von anderen abgegrenzt werden. Nationen definierten sich nicht wie in der Vergangenheit ausschließlich über ihre Eliten, sondern unter tendenziellem Einbezug aller Bürger, wobei freiheitlich motiviertes Nationalgefühl und Identität erzwingende Repression einander vor allem in den Anfängen oftmals feindlich gegenüberstanden. Da die Frage der Zugehörigkeit nur gewaltsam entschieden werden konnte und man zugleich einer alle Bürger subsumierenden Doktrin bedurfte, hatten Kontroversen um den nationalen Charakter Hochkonjunktur, die in Konstrukte wie Volk, Rasse, Ethnie oder Blut mündeten.

Nationalbewegungen machten sich auf die Suche nach einem goldenen Zeitalter, in das hinein sie ihre heroische Vergangenheit konstruierten. Das klassische Griechenland, die römische Republik, die gallischen oder germanischen Stämme mußten als vermeintlicher Beweis herhalten, daß man keineswegs aus dem Nichts aufgetaucht, sondern schon immer dagewesen sei. Für das in alle Welt verstreute Judentum bedurfte es besonderer Anstrengungen, ein jüdisches Volk mit einer durchgängigen Verbindung zu erfinden. Der jüdische Nationalismus badete sich im Glanz von König Davids mythischem Reich, wie er sich überhaupt zur Stiftung einer kollektiven Identität der biblischen Texte bediente. Diese lieferten die benötigte Teleologie und Mythologie, um die Vorstellung des auserwählten Volkes wiederauferstehen zu lassen, das dazu bestimmt sei, die Welt zu erlösen. Obgleich sich die jüdischen Gläubigen seit der Antike nicht sonderlich für die Bibel interessiert hatten, da die mündliche Auslegung der Thora im Mittelpunkt ihres Gottesdienstes stand, spielte der biblische Kosmos mit dem Aufstieg der pränationalen jüdischen Geschichtsschreibung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in säkularisierter Form zunehmend die Hauptrolle bei der Konstruktion eigener Identität als Kollektiv.

Shlomo Sand nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise durch die jüdische Geschichte, auf der er die konstitutiven Elemente ihrer Erforschung unter Darstellung widersprüchlicher Auffassungen und Schlußfolgerungen dekonstruiert und auf ihren mythischen Kern zurückführt. Dabei schrumpfen überzogene zeitliche Dimensionen und glorifizierte biblische Königtümer auf ein bescheidenes Maß, während zum Judentum konvertierte Reiche wie jenes der Himjar im Gebiet des heutigen Jemen, der geheimnisvollen Berberkönigin Kahina in Nordafrika oder das Imperium der Chasaren in den Steppen entlang der Wolga und im nördlichen Kaukasus dem Vergessen enthoben werden. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß sich die unterstellte ungebrochene Linie eines jüdischen Volkes keinesfalls halten läßt, welches daher als zweckdienliche Erfindung eingestuft werden muß.

Der zionistische Staat hat sich Privilegien verschafft, auf die zu verzichten in jedem Fall ein schmerzhafter Prozeß mit ungewissem Verlauf wäre. Andererseits steuert er unter Zuspitzung seiner Doktrin in eine neue Dimension des ungelösten Nahostkonflikts, wenn es zum Schulterschluß des palästinensischen Widerstands in den Autonomiegebieten mit dem absehbaren Aufbegehren des dauerhaft diskriminierten Teils der israelischen Gesellschaft kommt. Unter den zahlreichen Fragen, die sich am Ende dieses Buches stellen, hebt der Autor daher als letzte und vielleicht schwierigste jene hervor: Ist die jüdisch-israelische Gesellschaft bereit, sich von der alten Vorstellung zu verabschieden, die sie zum „auserwählten Volk“ macht, und aufzuhören, sich selbst abzugrenzen und andere auszustoßen? Wenngleich er die Aussicht, daß es dazu kommen könnte, pessimistisch einschätzt, will er doch einen möglichen Bruch mit diesem Vormachtstreben nicht gänzlich ausschließen. Wenn es möglich ist, die Vorstellung von der nationalen Vergangenheit auf radikale Weise zu verändern und festzustellen, daß diese zum Großteil ein bloßer Traum war, könnte man auch anfangen, eine neue Zukunft zu erträumen, ehe sie zum Alptraum wird.

Shlomo Sand
Die Erfindung des jüdischen Volkes
Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand
Propyläen Verlag, Berlin 2010
506 Seiten, 24,95 Euro
ISBN 978-3-549-07376-6

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Der Herrgott hat es nicht gewollt!

Es wird beschrieben als ein Land, “darin Milch und Honig fließt”:
“Dieses Land zwischen Ugarit in Nordsyrien und der Grenze Ägyptens (im “Fruchtbaren Halbmond”, der alten Welt!), ist ein bedeutendes Kulturland in der alten Zeit gewesen. Es wurde Abraham von Gott verheißen (“gelobt”) – so trägt es den Namen “Gelobtes Land” oder “Verheißenes Land”.

So macht es auch die Bibel im Alten Testament. Das, in neuer textlicher Reihenfolge und mit einigen Veränderungen, aus der Hebräischen Bibel stammt, einer “Sammlung von Schriften, die nach Ansicht gläubiger Juden das Wort Gottes enthalten und als Heilige Schrift Urkunden ihres Glaubens sind.”

“Sie besteht aus den drei Hauptteilen Tora, Nevi’im und Ketuvim, und die Tora, (auch als Pentateuch bezeichnet, da sie aus den 5 Büchern Mose besteht (griech. pente = 5))”
so wird erklärt, “ist der Grundstein des jüdischen Glaubens.
Die Tora ist die Hauptquelle jüdischen Rechts, jüdischer Ethik und Wegweiser für Denken und Lebenswandel sowie für Beziehungen zwischen Menschen und Gott und Mensch und Mensch.”

Sie begründet auch Israels Anspruch auf das Heilige Land.
Ein Anspruch, der dem Staat Israel in 60 Jahren beträchtliches Ansehen und das Blut Tausender un- und mitschuldiger Israelis kostete und seine Nachbarn und ehemaligen, nun okkupierten Nachbarn, einen Holocaust bereitete. Über Jahrzehnte der Dreh- und Angel, wenn nicht sogar Ausgangspunkt war für über die Region hinausweisende Kriege und militärischer Auseinandersetzungen. Der “Konfliktherd Nahost” ist die Unfähigkeit der Nachbarn Israels, mit dessen Ansprüchen übereinzukommen.

Die Landverheißung in der Bibel “war neben dem Antisemitismus das entscheidende Motiv für die jüdische Siedlung in Palästina seit dem 19. Jahrhundert” (seit 1882 wanderten Juden ins britische Mandatsgebiet Palästina ein) “und (für) die Neugründung des Staates Israel 1948 auf der Grundlage des Zionismus.”(Zit. Wikiped.)

So werden die Grenzen dieses “Erblandes Israels in 4.Mose 34 beschrieben: Im Süden ist es die Wüste Zin; im Norden der Berg Hor. Das Land umfasst sowohl die Teile westlich des Jordan (zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan; “Westjordanland”) als auch östlich des Jordan (zwischen dem Jordan und der jordanischen Wüste – “Ostjordanland”). (Zit.hier)

Nun – das Land “darin Milch und Honig fließt” war Israel keineswegs, als es 1948 zur Lösung des “arabisch-hebräischen Konflikt(s) auf dem Gebiet des Britischen Mandats Palästina” (wikiped.) gegründet wurde. Beinahe die Hälfte gehörte niemanden, und die Negev-Wüste machte etwa ein Drittel des Landes aus. Die zu der blühenden Landschaft umzugestalten, die sie heute stellenweise ist, kostete große Anstrengungen – und all unsere Grundwasserreserven, sagen die Palästinenser.

Für die Städte Jerusalem und Bethlehem empfahl die UN-Teilungsplan 1947 eine zukünftige internationale Verwaltung – wegen der wichtigen Stätten dort auch anderer Religionen. (wikiped.)
In Besitz waren damals etwa 47% des Landes, 41% gehörten Arabern, jüdischen Siedlern 6 Prozent.
Der “Teilungsplan für Palästina” der Vereinten Nationen hätte diese Verteilung bei der Aufteilung des Landes in einen jüdischen Staat und einen arabischen Teil – da bisher noch kein palästinensischer Staat besteht – berücksichtigt.

Palästina widersprach den angenommenen Zahlen und meinte, der Plan “verletzte die Rechte der Mehrheitsbevölkerung in Palästina, die zu diesem Zeitpunkt zu 67 Prozent nicht-jüdischen Religionen angehörten. Sie empfanden den Plan als Katastrophe. Kritisiert wurde die Menge und die Qualität des Landes, das den Juden zugeteilt wurde.” Einen Tag nach der Ausrufung des Staates Israels und mit durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948, am Tag des Auslaufens des britischen Mandats, erklärte die Arabische Liga den Krieg .(wikiped.)

Später wurde bekannt: Von den Befürwortern des Plans war starker Druck ausgeübt worden, um die Vereinten Nationen zur Annahme des Plans zu bringen. (zit nach wikiped. und hier)
Er wurde von der UN-Generalversammlung (“Resolution 181″) am 29. November 1947 angenommen.

“Die meisten Juden akzeptierten den Plan, zu nennen ist hier vor allem die Jewish Agency, eine Art Vorgängerregierung des Staates Israel. () Die radikalen Nationalisten wie Menachem Begins Irgun oder Jitzhak Schamirs Lechi (auch unter dem Namen Stern Gang bekannt) lehnten den Plan ab – ihnen ging er nicht weit genug.” So kam es in der In der Folge im (bis Mai 48 noch unter britischem Mandat(s-) Gebiet zu “zahlreichen Überfällen und Anschlägen durch irreguläre jüdische und arabische Kräfte”, auch gegen die Briten, die es auch einem Tag nach der Ausrufung des Staates Israels im Mai 48 vorzogen, abzuziehen. (wikiped.)

“Die religiöse Metapher des verheißenen Landes wurde auch vom nicht-religiösen Zionismus zur ideologischen Rechtfertigung des jüdischen Anspruches auf das ganze Palästina verwendet.”, fasst wikipedia die folgenden Jahre zusammen und legt nahe: “Dieses Konzept steht aber in Widerspruch zur heutigen Realität”, wenn es auf einer Karte den “verheißenen” mit dem heutigen Grenzverlauf vergleicht, “da es nicht den weitgehend unbestrittenen israelischen Negev bis Eilat einschließt”, und auf der anderen Seite das Existenzrecht von Libanon antastet, “eines nie hauptsächlich von Juden besiedelten Gebietes”.  Quelle wikiped., grafik: emmanuelm.

Sehr anschaulich die folgende Karte: “Palästinensischer Landverlust zwischen 1946 und 2000″Der israelische Teil ist dabei der weiße, der grüne Teil zeigt palästinensische Gebiete. Quelle

“4. BAMIDBAR (Numeri) – das vierte Buch Mose, beginnt mit der Annahme, dass das Volk bereit sei, den Zug in das verheißene Land anzutreten. Eine Generation muss nun vierzig Jahre lang in der Wüste verweilen, bis die Sklavenseelen ausgestorben sind. Unter der Führung zweier glaubensstarker Männer darf eine neue Generation in das Land einziehen. Eine neue Ära zieht auf.” (Zit. hier)

Und diese neue Ära sollte 1948 die Gründung eines jüdischen Staates einleiten. Israel – das vom Schöpfer Seinem Volk verhießene Land, wie schon im “Buch der Bücher” prophezeit.

Dieser mittlerweile von der Weltgemeinschaft weitestgehend akzeptierte Fakt wird nun erneut nach seiner rechtmäßigkeit hinterfragt. Diesmal gehört der Zweifler zu des Herren höchsteigenem Volk:

Der israelische Historiker Shlomo Sand hat mit seinen Forschungen, wie er wohl weiß, dem Anspruch der Juden auf Israel (isreal hebr.= “Sein Land” Anm. d. V.)  jegliche Rechtsgrundlage erzogen. Der Professor für Geschichte an der Universität in Tel Aviv, bislang überwiegend mit europäischer Geschichte beschäftigt, wolle mit seinem Vorstoß in ein neues Terrain bewusst provozieren. Sand will darstellen, dass das jüdische Volk eine simple Erfindung ist. Eine Erfindung, die sich auf vieles berufen kann, nur nicht auf die Geschichte.”, so die Radiomoderatorin des Deutschlandfunks, die Prof. Sand vorige Woche interviewte: Er habe eine “politische Streitschrift” verfasst, untertreibt wohl die Moderatorin, und enthält sich auch eingangs: “Ob Sands These überzeugt, muss der Leser entscheiden. Denn der Historiker hat eine politische Streitschrift verfasst, die ihre Argumente aus den Ergebnissen von Tora- und Bibelstudien und aus den Forschungsergebnissen der Archäologie bezieht. Und da erklärt der Professor für Geschichte an der Universität Tel Aviv unmissverständlich, dass bislang kein einziger archäologischer Fund etwa die in der Bibel beschriebene Vertreibung der Juden aus dem so genannten Heiligen Land bezeugen könne.” (Deutschlandfunk 14.04.2010 09:53; Sendung: Tag für Tag “Wenn das “jüdische Gen” nicht aufspürbar ist”; Jutta Schwenksbür im Gespräch mit dem jüdischen Historikers Shlomo Sand) (anhören-(Sendung: “Tag für Tag” am 14. 4. 10, 9:53 h, Beitrag: “Wenn das “jüdische Gen” nicht aufspürbar ist – Jutta Schwenksbür im Gespräch mit dem jüdischen Historikers Shlomo Sand”
download-mp3-Format)

“So versuche ich etwa im zweiten Kapitel die Ansicht zu widerlegen, die Bibel sei ein historisches Buch. Das ist sie nicht! Sie ist eine sehr wichtige theologische Schrift, aber sie ist kein Geschichtsbuch”, so dann der Professor im Interview.

Ungläubige “wussten” das schon immer, aber dieser Ton aus dem Herzen – der Universität der Haupstadt – des biblischen Gottes eigenem Landes – hat wohl einiges an “Streit”potential.
“So haben die Archäologen entdeckt, dass das unter König Salomon vereinigte Königreich aus Israel und Utah nie existiert hat.”, nennt er ein Beispiel seiner Argumentation und gesteht für sich:
“Das war ein Schock!”

Ein weiteres Beispiel impliziere noch weiter reichendere Fragen:
“Jeder auf der Straße ist davon überzeugt, die Juden seien im Jahr 70 n. Chr. aus Palästina vertrieben worden. Das stimmt nicht! Die Bevölkerung blieb nach der Revolte dort, wo sie war.”

Er bekennt, selbst nie geglaubt zu haben an ein Recht der Juden auf Rückkehr nach 2000 Jahren. “Wenn Sie alles so organisieren wollten, wie es vor 2000 Jahren war – dann würde die Welt zu einem Irrenhaus”. Seine Schrift stelle nun aber generell “das Recht der Juden in Frage, nach Palästina zurückzukehren.”

Denn wo kein Exil, da keine “Rückkehr”? Wo nicht nachweislich der letzte Tempel, der Salomons – da nicht zwingend seine Neuerrichtung?
Und wenn nicht nachweislich der Einzug der Gotterwählten – dann keine Gott-Erwählten? Dann kein bevorzugtes, “Sein Volk”?

Prof. Shlomo Sand schließt aus seinen Forschungen: “Juden haben keine gemeinsame Geschichte oder eine gemeinsame säkulare Kultur. Wie kann man da beweisen, dass Juden ein Volk sind?”

Er schlägt vor, die Gründung Israels stattdessen wie eine Vergewaltigung zu begreifen; denn “Jedes Kind einer Vergewaltigung hat das Recht auf Leben.” und appeliert: “Israel hat heute das Recht, in den Grenzen von 1967 zu existieren. Jeder Versuch, daran etwas zu verändern, würde eine neue Tragödie auslösen. Aber das ist kein historisches Recht. Die arabische Welt muss den israelischen Staat akzeptieren, aber nicht als jüdischen Staat, sondern ganz einfach nur als Staat”.
Damit fordere er für Israel nicht weniger als eine strikte Trennung von Staat und Religion.

Unter besonders bedenklich geworden mit diesen neuen Erkenntnissen der Wissenschaft wertet er nun auch die israelische Staatsbürgerdefinition: Nur “Juden” können in Israel die Staatsbürgerschaft erwerben; nach jüdischem Glauben ist Jude, wer eine jüdische Mutter habe;

“Israel gehört eigentlich jenen Menschen, die gar nicht dort leben; und so können zwar Juden in Berlin Israel als ihren Staat bezeichnen, aber nicht einige meiner Studenten, die hier geboren sind: Es ist nicht ihr Staat, weil sie keine Juden sind! Israel ist ein jüdischer Staat, kein israelischer Staat! Damit haben alle in den USA, in Russland oder anderswo geborenen Juden automatisch das Recht, einen israelischen Pass zu bekommen, wenn sie nach Israel übersiedeln – niemals aber die in Israel geborenen und aufgewachsenen Palästinenser und Araber. Diese werden aufgrund der Abstammungspolitik gezielt und bewusst zu Fremden im eigenen Land gemacht.”, so der Professor
Für ihn zähle diese Regelung “zu den Hauptursachen dafür, dass der Nahostkonflikt nicht gelöst werden kann.”

Der 1946 in Linz als Sohn polnischer Juden geborene Autor sieht hier Parallelen zur Rassenideologie der deutschen Nazis: “In israelischen Universitäten wird versucht, über DNA-Analysen gleichsam ein “jüdisches Gen” zu finden.
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Opfer Hitlers heute versuchen, sich über biologische Kategorien zu definieren. Das ist sehr dumm und gefährlich”

Fühlen wir uns noch immer angesprochen, Herr Professor – danke! Unsere Kanzlerin wirds auch freuen – die Israel jüngst aller uneingeschränkten deutschen Unterstützung versicherte und wir fürchteten, sie meine: aller; uneingeschräkt;
aber wenn es nicht mal Gott befahl…

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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