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30 Jahre nach Gründung der Islamischen Republik Iran geschehen Dinge auf den Straßen Teherans, die eine neue Phase der Islamischen Revolution einleiten dürften.

Die Hoffnungen der Westlichen Welt, dass es zu einem Umsturz in der Islamischen Republik Iran kommt, waren noch nie so groß seit dem Imamat Imam Chamene’is. Die westlichen “Berichte“ überschlagen sich in geradezu Enthusiasmus über jeden Toten auf den Straßen im Iran. Alle bisherigen Masken, dass man eine “sanfte Revolution“ wolle, schwimmen dahin und Anführerblätter, wie die englische Times, und deren Nachahmer im deutschen Medienwald schreiben es deutlicher denn zuvor: Das System muss gestürzt werden. Schon lange geht es nicht mehr um den Sturz von Ahmadinedschad. Es geht um den Sturz des gesamten Systems, um die Vernichtung der Statthalterschaft des Rechtgelehrten, um die Absetzung Imam Chamene’is, um die Auflösung der Verfassung, um den Aufbau eines westfreundlichen Systems, dass vor allem Israels Vernichtungspolitik gegenüber den Palästinensern schweigsam hinnimmt. Und waren anfänglich noch zumindest einige Blätter in Deutschland etwas “kritischer“ eingestellt, ist inzwischen die Einheitsfront wieder vollständig hergestellt. Von Linken bis CSU, von der jungen welt bis zur Bild-Zeitung, alle kämpfen in diesem Kampf gegen die Islamische Revolution an vorderster Propagandafront mit. Und eine Bundeskanzlerin findet das Verhalten der iranischen Regierung “inakzeptabel“, während am gleichen Tag ihrer Äußerung Israel eine weitere Besetzung palästinensischen Bodens ankündigt, wogegen die Kanzlerin nichts hat.

Auf der anderen Seite der medialen Front in Deutschland stehen die wenigen – kaum beachteten – Anhänger der Islamischen Revolution, deren Texte man problemlos in der Westlichen Welt zulassen kann, um die eigene Meinungsfreiheit zu betonen, da sie angesichts der medialen Übermacht ohnehin kaum Gehör finden werden. Daneben agieren noch unbemerkter einige Wahrheitssuchende, die zwar nicht unbedingt Anhänger der Islamischen Republik Iran sind, aber merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Zumindest die Sympathisanten eines antikapitalistischen Weges aber lesen hier oder dort die verbliebenen Schriften diesbezüglich und wundern sich, warum die Islamische Republik Iran scheinbar so schwach reagiert.

Die Gegner stellen fast jede Tatsache auf den Kopf, aber die Anhänger tun kaum etwas dagegen. Die Westanhänger töten immer wieder Anhänger und unbewaffnete Staatsbedienstete, aber davon hören wir nichts. Die terroristisch agierenden Provokateure mischen sich immer wieder unter die Menge von Anhängern und zünden Gebäude an und vieles mehr. Wir hören zwar von einigen Toten, aber die sind meist durch Unfälle umgekommen. Eine wahre Gegenwehr eines Staates, der sich gegen Aufständische wehrt, sieht definitiv anders aus. Da läuft dieser möchtegerngeistliche Karrubi herum und verkündet, dass nicht einmal der Schah die heiligen Prozessionen zu Aschura gestört hätte und dreht die Informationswelt auf den Kopf. Denn wer hat denn die heiligen Prozessionen zu Aschura dazu missbraucht, Unruhe zu stiften? Aber der Mann wird nicht festgenommen. Da redet Ex-Präsident Chatami in seiner gewohnten Manier von Spiritualität um darin verpackt seine Vorliebe für die Westliche Welt zu kleiden, die Veranstaltung wird von einigen anderen gestört, aber letztendlich wird niemand festgenommen. Da schreibt der wirklich unverblümt zur West-Revolution aufrufende Musawi tagtäglich einen faktischen Umsturzaufruf nach dem anderen auf seine aus dem Iran heraus betriebene Internetseite, aber weder wird jene Seite gesperrt, noch wird Musawi festgesetzt. Die Westliche Welt interpretiert das voller Siegesfreude damit, dass die Opposition so stark sei, dass man jene Leute nicht festnehmen könne, ohne noch mehr Aufruhr zu erzeugen und kommt dann genüsslich zu dem Schluss, dass früher oder später das System zusammen brechen werde.

Die Anhänger der Islamischen Revolution – sie sind zweifelsfrei noch in einer unbedeutenden Minderheit in der Westlichen Welt – hingegen wundern sich auch, warum jene Verbrecher nicht festgenommen werden. Sie wissen zwar, dass das Islamische System heute gefestigter ist, als je zuvor, sie wissen, dass Imam Chamene’i im Volk beliebter ist, als je zuvor, und sie wissen dass Ahmedinedschad mit tatsächlich überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde, aber sie verstehen nicht, warum die Islamischen Revolutionäre nicht den Aufstand mit geeigneten Maßnahmen beenden.

Während die westlichen Gegner ohnehin nichts von dieser Islamischen Revolution verstehen können, müssen die Anhänger aber auch intensiver die Gegebenheiten studieren, um festzustellen, dass die Islamische Revolution in eine neue Phase eingetreten ist. War diese Revolution nicht angetreten, um die Ungerechtigkeit zu bekämpfen? Sicherlich ist diese in Ansätzen gelungen, aber wer wollte leugnen, dass es noch Korruption im Iran gibt. War diese Revolution nicht angetreten, um den wahren Dienern des Volkes das höchste Ansehen zu gewähren? Sicherlich ist auch diese in Ansätzen gelungen, aber wer wollte leugnen, dass eine Gruppe Geistlicher immer noch wie Parasiten von dieser Islamischen Revolution in unangemessener Weise profitiert hat? Sind die sehr hohen Ideale der Islamischen Revolution im Inneren wie im Äußeren schon alle erfüllt, dass die Revolution “stehen“ bleiben könnte? In der Außenpolitik sind unvorstellbare Entwicklungen gelungen, und inzwischen weiß die ganze Welt – außer der Westlichen Welt – dass Israel keinen Frieden will und das Haupthindernis für Frieden in der Region darstellt. In der Innenpolitik ist eine Entwicklung gelungen, die vor allem mit einem unvorstellbar hohen Bildungsstand der Bevölkerung verbunden ist, ein Bildungsstand, der das zukünftige Kapital der Islamischen Revolution darstellt. Doch es gibt noch Zusammenhänge in der Islamischen Republik Iran, die eine schnellere Entwicklung zu den Idealen des Islam und der Islamischen Revolution behindern. Und die aktuellen Ereignisse dienen letztendlich dazu, jene Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das bedarf aber einer näheren Betrachtung.

Ein algerischer Geistlicher hat bei einer sehr schönen deutschsprachigen Vortragssitzung über den für den Islam so bedeutsamen Teilvers im Heiligen Qur’an (5:3) gesprochen „…An dem Tag haben diejenigen, die (die Wahrheit) verhüllen, vor eurer Religion resigniert; also fürchtet nicht sie, fürchtet mich (Gott) …“ Der Gelehrte wies u.a. darauf hin, dass jeder Muslim, der die Feinde der Wahrheit resignieren lässt, diesem göttlichen Vorbild folge leistet, und jeder Menschen, der Verbrechern Hoffnung macht, diesem göttlichen Handlungsprinzip widerspricht. Zweifelsohne widersprechen die Karrubis, die Musawis, die Chatamis den islamischen Grundlagen, aber warum lässt man sie dann so unbehelligt? Um das besser zu verstehen, ist ein Blick in die islamische Geschichte von Nöten und in die Geschichte des obigen Verses.

Der obige Vers wurde offenbart, als der Prophet des Islam bei der Rückkehr von seiner letzten Pilgerfahrt seinen Nachfolger Imam Ali vor einer Versammlung von ca. 100.000 Muslimen klipp und klar und unmissverständlich verkündet hat. Die damaligen Gegner jener Nachfolgeregelung waren die “Kapitalisten“. Es waren diejenigen, denen materieller Reichtum wichtiger war, als Wahrheit. Einer ihrer Anführer gehörte zu den ersten Gratulanten Imam Alis! Die Menge der Anhänger des Propheten konnte so die Anführer der sozusagen “Konterrevolution“ nicht erkennen. Der Islam war gekommen, um Liebe, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit, Dienst am Menschen als höchsten Gottesdienst und andere Ideale, die an das Ideal der Einheit und Ganzheitlichkeit münden, zu bringen. Aber kaum war der Prophet verstorben, wurden jene Ideale Stück für Stück abgebaut. Es mündete darin, dass der geliebte Enkel des Propheten, der Imam Husain, keine 50 Jahre später mit seinen Getreuen, den heiligsten Menschen jener Zeit, im missbrauchten Namen des Islam ermordet wurden. Das war der Anlass für die Gedenkprozessionen der letzten Tage.

Es ist leicht gegen ein Phantom, wie den Kapitalismus zu sein. Eigentlich ist – bis auf die FDP in Deutschland – jeder dagegen, selbst die CSU. Aber wer steckt hinter dem Phantom, wer sind die Köpfe, wer betreibt das System? So lange man sich nur gegen den Kapitalismus wendet, ist es zugelassen, denn es ist der Kampf gegen ein Phantom. Sobald man aber offen gegen die obersten Bankmanager, gegen die Anführer des weltlichen Geldsystems, gegen die Betreiber von Wucherzinsen offen vorgehen würde und klar stellen würde, wie die Dinge zusammen hängen, dann würde jenes Kapitalismussystem mit unerbittlicher Härte zuschlagen! Wie viele Menschen sind schon Opfer jener Verbrecher geworden? Daher gibt es nur eine Lösung gegen diese Form der Unterdrückung, und das ist die Erkenntnis des Volkes.

Angeführt von der gesamten westlichen Mediengewalt, die im Minutentakt über tausende von Sendern zum Umsturz im Iran aufruft, werden die Anhänger der Revolution gegen einen verstorbenen Geistlichen (Montazeri), einen Geistlichen, der beim spirituelle Gedichteschreiben besser aufgehoben wäre (Chatami), einen Geistlichen der es als Geistlicher nie weit gebracht hat, aber jetzt vom Westen die so ersehnte Anerkennung bekommt (Karrubi) und einen von Revolutionsgründer Imam Chomeini höchstpersönlich gegen Imam Chamene’i abgesetzten Ex-Ministerpräsidenten (Musawi) angefeuert! Das heutige Oberhaupt der Islamischen Revolution gibt zwar den einen oder anderen vorsichtigen Hinweis in seinen Reden, aber lässt jene drei Lebenden der vier nach wie vor unbehelligt und dem Vierten hat er sogar eine Kondolenzbotschaft zu dessen Ableben geschickt, in dem er ihm sogar für all die Verbrechen vergibt!

War denn wirklich der verstorbenen Montazeri eine Gefahr für die Islamische Revolution? Der hat doch lauter Umsturz-Fatwas von sich gegeben, die ungestört auf seinen eigenen Webseiten veröffentlicht werden konnte, die aus dem Iran betrieben wurden. Wer hat den schon auf ihn gehört? Ist denn wirklich Ex-Präsident Chatami eine Gefahr mit seinem Friede-Freude-Eierkuchen-Gequatsche? Oder ist jener Karrubi, den selbst seine Anhänger ausgelacht haben und dessen eigene Mitarbeiter ihn bestohlen haben, eine Gefahr für das System von Dutzenden von Millionen Gefährten Imam Chamene’is? Allenfalls könnte Musawi berücksichtigt werden, der zumindest einige junge Leute um sich scharen konnte, die eine Art Disco-Islam wünschen. Aber damit kann man nicht so viel Unruhe stiften. Für all jene Unruhe bedarf es Geld, viel Geld! Es bedarf Menschen, die – falls die ideale der Islamischen Revolution umgesetzt werden – sehr viel Weltliches verlieren werden! Es bedarf eines “Kopfes“ des Kapitalismus im Iran, der sich für den Kapitalismus einsetzt und selbst massiv vom Kampf gegen den Kapitalismus betroffen wäre. Und jene Person ist kein Umbenannter im Iran. Jene Person darf seit Monten kein Freitagsgebet mehr leiten, obwohl er es zwei Jahrzehnte getan hat. Jene Person wird von den Westlichen Medien ganz bewusst aus der “Schusslinie“ gehalten und stattdessen Chatami, Karrubi, Musawi und ein Toter Montazeri vorgeschickt.

Es ist aber ein Ziel der Islamischen Revolution, die wahren Verbrecher offen zu legen, im Inneren wie im Äußeren. Es gehört zu den islamischen Idealen, den Handlangern des Verbrechens die Chance zum Umkehr zu geben, während der wahre Kopf des Verbrechens deutlich wird. Hat nicht Imam Husain in letzter Minute noch sein unschuldiges Baby in die Luft gehalten, um zu fragen, was denn jenes Kind für ein Verbrechen begangen hätte, als die Gegner einen Pfeil schickten, welcher den Hals des Babys förmlich zerriss? Wozu diente jene Aktion? Sie diente dazu, das wahre Verbrechen, die wahren Verbrecher, die eigentlichen Hintergründe für alle Zeiten offen zu legen. Ein Chatami, Karrubi oder Musawi könnten sofort an ihren schändlichen Taten gehindert werden. Aber es würde das eigentliche Verbrechen nicht offen legen. Es würde nicht klar werden, wer dahinter steckt. Es würde nicht klar werden, dass es “kapitalistische“ Kräfte auch im Kleid eines Islamischen Geistlichen gibt, die das System missbrauchen. Es würde nicht klar werden, wer damals den Waffenstillstand gegen Saddam akzeptieren wollte und dadurch Imam Chomeini einen Giftbecher hat trinken lassen, während ein anderer an die Front gegangen war bei Ablegen seines Turbans.

Die wahren Hindernisse der Weiterentwicklung der Revolution müssen offen gelegt werden, damit die Revolution einen großen Schritt in die innere und äußere Befreiung bestreiten kann. Das aber geht niemals “von oben“! Solche Bewegungen funktionieren nur “von unten“, wenn sie nachhaltig sein sollen. Die Revolutionäre stehen dieser Hindernisbeseitigung sehr nahe! Schon bald wird deutlicher denn je zuvor werden, worin die Hindernisse der schnelleren Weiterentwicklung der Islamischen Revolution bestehen, und dann wird der Kapitalismus seinen wahren Vertreter im Iran verlieren – so Gott will. Und dann wird es einmal mehr heißen: „…An dem Tag haben diejenigen, die (die Wahrheit) verhüllen, vor eurer Religion resigniert; also fürchtet nicht sie, fürchtet mich (Gott) …“

So lange aber müssen sich die Anhänger der Befreiungstheologie vor allem in Selbsterziehung üben und stets die Wahrheit aussprechen, dieser Tage noch etwas deutlicher, als je zuvor, selbst wenn das Gebrüll dagegen so laut ist, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. Doch der Niedergang des Kapitalismus ist nicht mehr aufzuhalten! Und wer die Geschichte von Kain und Abel studiert, und die Geschichte der erwarteten Erlösung in allen Religionen, der wird feststellen, dass bereits damals der Kapitalist den Gottesehrfürchtigen ermordet hat und die Erlösungserwartung in allen Religionen mit der Befreiung von diesen Jahrtausende alten Fesseln zusammen hängt. Nie zuvor war die Menschheit der Erlösung so nahe, wie heute!

Es ist bekannt, dass sich die Medien und Politiker der westlichen Welt grundsätzlich mit jenen Politikern verbünden, die ihre Interessen auch gegen das jeweilige eigene Volk vertreten (wie z.B. in Saudi-Arabien oder Honduras), aber es kommt selten vor, dass ihnen die Felle so davon schwimmen, wie jetzt im Iran.

Heute hat Imam Chamene´i den Wahlsieger der letzten Präsidentschaftswahlen Dr. Ahmadinedschad verfassungsgemäß bestätigt und in einer feierlichen Zeremonie mit der Erfüllung seiner Aufgaben in der neuen Legislaturperiode beauftragt. Am Mittwoch folgt dann der Amtseid vor dem Parlament. Parallel dazu findet im Iran derzeit ein Prozess statt, der alles, was sich die westliche Welt in dreißig Jahren Kleinarbeit aufgebaut hat, innerhalb kürzester Zeit zerstören könnte.

Wie sehr der Politik der westlichen Welt die Felle davonschwimmen, konnte man letzte Woche im Irak miterleben. Seitdem die USA das Land faktisch besetzt halten, unterhielten sie an der iranischen Grenze die Terrororganisation “Volkmudschahedin“ (Volksmudschahids), die sich immer wieder damit rühmte, Terroranschläge im Iran mit tausenden Opfern verübt zu haben. Jene Gruppe unterhielt in einem Ausbildungslager nahe der Grenze zum Iran paramilitärische Einheiten mit schwersten Waffen. Die USA hatten der irakischen Regierung das Versprechen abgerungen, jene Terroristen nicht zu behelligen. Die Gruppe wird im Iran als “Volksmunafeqin“ (Volksheuchler) bezeichnet. Es sei hier nur zur Klarstellung daran erinnert und betont: Die USA haben in dem von ihnen besetzten Irak eine Terrororganisation gegen den Iran unterstützt und mit allen möglichen Waffen ausgestattet, und die gesamte Hofberichterstattung der westlichen Welt hat gegenüber diesem Verbrechen nicht nur geschwiegen sondern es noch aktiv unterstützt indem die Volksmudschahedin von der EU-Terrorliste genommen wurden, wie sie es immer tut, wenn Verbrecher für die westliche Welt arbeiten! Und kein einziger Terror-Camp Besucher, keine Einziger, der aus Deutschland in jenes Terroristenausbildungslager gereist ist, um dort Mord und Massenmord zu lernen und um dann nach Deutschland zurück zu kommen, musste mit Einreiseproblemen rechnen!

Jenes Terror-Camp wurde aber letzte Woche von irakischen Sicherheitskräften zur Überraschung der USA angegriffen, wobei eine unklare Anzahl Terroristen (ca. 20) dabei umgekommen ist. 300 Anhänger der Volksmudschahedin und 120 Polizisten sind verletzt worden. Die sich selbst als Menschenrechtsorganisation bezeichnende Amnesty International (AI) warf der irakischen Regierung vor, die Sicherheitskräfte seien mit “unverhältnismäßiger Gewalt“ gegen die “unbewaffneten“ Bewohner vorgegangen. Damit outet sich AI einmal mehr als Handlanger westlichen Terrors, denn wie sollten die “unbewaffneten“ Lagerbewohner 120 irakische Polizisten verletzt haben? Und seit wann zählen Panzer und Maschinengewehre nicht zu Waffen? AI, die offenbar viele ihrer Infos über den Iran ungeprüft von den Volkmudschahedin übernimmt und weitergibt, hat mit dieser Parteinahme verdeutlicht, dass sie auch um das Wohl einer Terrororganisation besorgt ist, wenn jene Terrororganisation sich gegen den Islam und die Muslime einsetzt!

Der Einsatz der irakischen Polizeikräfte erfolgte zur Überraschung der US-Besatzer und gegen deren Willen. Bereits hier wird deutlich, wie auch die irakische Regierung derzeit versucht, sich zu emanzipieren, und wie sie die Nähe zur Islamischen Republik Iran und weg von den US-Besatzern sucht. Jener Angriff auf das Terror-Camp erfolgte genau in der Woche, in der die Anklageschriften gegen die Verschwörer nach den Wahlen im Iran vorbereitet worden sind und zahlreiche Informationen diesbezüglich durch die Gefangenen preis gegeben wurden.

Während der alte und neue Präsident im Iran seine zweite Amtszeit antritt, findet ein Prozess gegen die Anführer der Unruhen nach den Wahlen statt. Bei den Unruhen sind ca. 20 Menschen umgekommen, darunter auch sieben Basidsch-Mitarbeiter des Staates, die von gewaltsamen Demonstranten bei lebendigem Leib angezündet wurden! Nicht nur wegen der Teilnahme an den Protesten, wie es die Hofberichterstattung in der Westlichen Welt fälschlicherweise behauptet, steht eine erste Gruppe prominenter Vertreter des Umsturzversuches vor Gericht, sondern wegen Verschwörung und Hochverrats.

Einer der bekanntesten Angeklagten, der ehemalige Vize-Präsident Mohammed Ali Abtahi, ein enger Vertrauter Chatamis, sagte vor Gericht aus, dass ihm durchaus bekannt war, dass die Wahlen sauber verlaufen sind. Gleichzeitig warf er Rafsandschani, Musawi und Chatami vor, sich wenige Wochen vor den Wahlen getroffen zu haben und in ihrer Vorgehensweise nach den Wahlen gegenseitig “eingeschworen“ zu haben. Diese Aussage war eine “Bombe“ gegen sämtliche Korruption im Land der letzten 25 Jahre und viele Fehler, die gemacht wurden. Sofort traten die drei Beschuldigten auf und wehrten sich lautstark: Chatami faselte etwas von Schauprozess, und dass die Geständnisse wertlos seien. Musawi warf dem Gericht vor, die Geständnisse seien unter “Folter“ erzwungen worden. Andere wollten Abtahi, der in klarer Sprache formulierte, gleich unter Drogen gesetzt sehen; in einem Land, in dem Drogen verboten sind! Die gleiche Amnesty International, die erst letzte Woche sich offen auf die Seite der Terroristen im Irak gestellt hat, die zum gewaltsamen Umsturz im Iran auffordern, forderte hier dazu auf, “keine Schauprozesse“ zu veranstalten. Und der gleiche Rafsandschani, der nach den Wahlen drei Wochen lang überhaupt kein öffentliches Wort über seine Lippen gebracht hat, reagierte hier binnen Stunden und bezeichnete die Vorwürfe als Lüge!

Dass zumindest die Foltervorwürfe absurd sind, kann auch ein nicht dem Iran zugetaner außen stehender Beobachter leicht erkennen. Wenn man schon bösartig interpretieren möchte, dann genügt doch ein Blick auf die Anklage. Den Angeklagten droht die Todesstrafe, weil sie wegen Hochverrat angeklagt sind, die schwerstmögliche Anklage in der Islamischen Republik Iran. Und der einzige Weg, sich selbst und sein Leben zu retten, besteht darin, sich davon loszusagen und Fakten aufzutischen, die überprüfbar sind. Insofern könnte ein Abtahi oder jegliche andere Person kein Stück an seiner Strafe vermindern, wenn er irgendwelche Lügen auftischt, die niemand überprüfen kann. Es müssen Daten, Fakten, Zahlen, Termine usw. genannt werden, die unabhängig von seiner Aussage überprüfbar sind. Nur so wären sie glaubwürdig und nur so könnte er durch seine Mithilfe zur Aufdeckung der Verschwörung mit einer milden Strafe davon kommen.

Bereits die ersten Reaktionen der drei Beschuldigten verdeutlichen, dass auch sie erkannt haben, wie ihnen die Felle davon schwimmen. Rafsandschanis blitzartiger Reaktion folgte seine Abreise an das Kaspische Meer (so heißt es). Die westliche Hofberichterstattung sieht darin einen Affront gegen die Amtseinführung von Ahmadinedschad, bei der traditionell alle führenden Persönlichkeiten des Landes anwesend sind. Rafsandschani wird als (noch) Vorsitzender des Expertenparlaments aber fehlen! Damit verstößt er gegen den unmissverständlichen Auftrag des Expertenparlaments selbst, der ihn beauftragt hatte, Imam Chamene´i “deutlicher als zuvor“ zu unterstützen. Daher dürfte nicht nur sein Einfluss im Expertenparlament schwinden. Vielmehr verdeutlicht er durch seine Aktion durchaus die Berechtigung des Verschwörungsvorwurfs. So zumindest sehen es immer mehr Iraner. Der Prozess gegen die Angeklagten soll am Donnerstag, einen Tag nach der Vereidigung des Präsidenten vor dem Parlament, fortgesetzt werden.

Manche Erinnerung an die Vorwahlzeit erscheint plötzlich in einem neuen Licht. Ursprünglich hatte Ex-Präsident Chatami selbst für die Wahlen seine Kandidatur lautstark veröffentlicht. Nachdem aber Musawi antrat, nahm Chatami seine Kandidatur zurück. Heute fragen sich immer mehr Iraner, warum er das tat. Das damals aufgetischte Argument, Musawi hätte bessere Chancen gegen Ahmadinedschad, ist unsinnig. Bereits damals war in Umfragen des CIA klar, dass Musawi keine Chance haben würde. Außerdem macht die Behauptung auch ohne Umfragen wenig Sinn. Musawi war der letzte Ministerpräsident des Iran (bevor der Posten abgesetzt wurde) und danach über 20 Jahre kaum politisch aktiv! Chatami hingegen war gewählter Präsident gewesen! Warum sollte also Musawi mehr Chancen haben, als Chatami? Es gibt keine sachlich-logische Begründung für jenes damalige Argument. Zudem war Musawi bei “Insidern“ durchaus als Gegner von Imam Chamene´i bekannt, aber Chatami galt – zumindest vor den Wahlen – nicht als Gegner, was durchaus wahlausschlaggebend sein konnte. Imam Chamene´i genießt schließlich volksübergreifend ein derart hohes Ansehen, dass eine Gegnerschaft zu ihm einer Gegnerschaft zum System und zur Verfassung der Islamischen Republik Iran gleich kommt.

Tatsächlich sind die Musawi-Demonstranten bis zu jener epochalen Freitagsansprache von Imam Chamene´i auf der Religionswelle mitgeschwommen. Sie riefen “Allah ist groß“ und gaben vor, den Islamischen Staat schützen zu wollen. Und einige Religiöse sind tatsächlich mitgelaufen. Nach jener Freitagsansprache aber haben sich die meisten Religiösen distanziert und schlagartig änderten sich auch die Parolen. Plötzlich war von Umsturz, von einer “Iranischen Republik“ statt “Islamischer Republik“ von der Abschaffung des “Imamats“ usw. die Rede in den Parolen der Verbliebenen. So etwas nenn man auch außerhalb des Islam “Heuchelei“, denn es ist kaum anzunehmen, dass sich die Ziele auf der Straße innerhalb von wenigen Stunden derart krass von “Verteidigung des Imam“ bis zum Umsturz des Imam ändern!

Und damit schließt sich auch der Kreis. Die im Iran bekannte Heuchelei der Volskmudschahedin verband sich zumindest methodisch mit der Heuchelei der Musawi-Anhänger, selbst wenn sie wenig miteinander zu tun haben sollten. Die Staatsanwaltschaft im Iran hingegen sieht Verbindungen, die er aber erst noch beweisen muss. Die Verschwörung des Dreigespanns Musawi, Chatami und Rafsandschani aber könnte schon sehr bald aufgedeckt werden, denn die drei werden immer nervöser, und wenn es ernst wird, wird sich zeigen, wie sehr sie sich an ihr gegenseitiges Versprechen gebunden fühlen. Einige Mitläufer unter den Geistlichen sind dieser Tage jedenfalls auffällig “ruhiger“ geworden, da sie die Dimension der Ereignisse unterschätzt haben und jetzt selbst schockiert sind.

Die westliche Welt verliert mit den Dreien zusammen sehr viel. Bisher konnte sie ihren Einfluss in die islamische Republik genau über jene drei (aber insbesondere über Rafsandschani und Chatami, der gerne in die westliche Welt gereist ist) aufrecht erhalten. Jener Einfluss muss dabei nicht “direkt“ wirken, sondern kann sehr subtil durch gewisse “Unterstützungen“, Preise, Einladungen zu Dialogrunden, Einträge in Goldene Bücher (z.B. Berlin) usw. wirken. In diesem Zusammenhang müssen in den letzten Wochen auch Dinge aufgedeckt worden sein, die in der Westlichen Welt zumindest überhaupt nicht nachzulesen waren: So wurde z.B. vor ca. zwei Wochen ein Lastwagen an der Iranisch-Türkischen Grenze festgesetzt. Er hatte insgesamt ca. 8 Milliarden US-Dollar in bar und zusätzlich 12 Tonnen Goldbarren (andere Quellen berichten von 22 Tonnen) geladen. Und es gibt nicht viele im Iran, die über solche Geldsummen verfügen oder zumindest Zugang dazu haben. Bei dieser Methode des Wirtschaftskrieges gegen den Iran muss die Westliche Welt einen Rückschlag einstecken.

Es stellt sich aber die Frage, wer die Hintermänner im Iran sind, die solch einen Einfluss auf Grenzposten zu haben glauben, dass der Transport hätte glücken können. Wer kommt im Iran wie an solche Barsummen ausländischer Währungen und wo will er sie hinbringen? Es kann kein Zufall sein, dass jene Aktion gerade jetzt vereitelt werden konnte. Menschen, die nicht für ein wahrhaftiges Ideal leben (und breit sind dafür zu sterben), werden alles verraten, um am Leben zu bleiben. Und niemand ist bereit, sein Leben dem Kapitalismus zu opfern!

Auch die täglich lauter herumbrüllenden Zionisten mit ihren Atomdrohungen dieser Tage erscheinen in einem neuen Licht. Nie zuvor hat Israel seine Atomangriffe, weder in Syrien noch im Irak, angekündigt. Hier geht es offenbar darum “Druck“ aufzubauen, um von anderen Dingen abzulenken und in dieser Drucksituation evtl. noch einige Schäfchen ins Trockene zu bringen, oder sollte man lieber sagen Schwarze Schafe zu retten.

So ist mit noch so mancher Überraschung in den nächsten Tagen und Wochen zu rechnen! Und Dr. Ahmadinedschads Amtsantritt, die Ernennung seines Kabinetts und die effektive Arbeitsaufnahme kann zwar noch einige Tage und Wochen dauern, aber danach sind mit weiteren Überraschungen zu rechnen; Überraschungen, die allen freiheitsliebenden Menschen dieser Welt hilfreich sein können – so Gott will.

Die Ereignisse in der Islamischen Republik Iran dieser Tage erscheinen teilweise unübersichtlich. Dabei ist der Hintergrund eine gründlich gescheiterte Verschwörung gegen das System der Islamischen Befreiungstheologie.

Inzwischen kann man es ganz offen aussprechen! Der Strippenzieher und Verschwendungsmilliardär Rafsandschani hat zunächst aus dem Hintergrund heraus und nach drei Wochen Schweigsamkeit nach den Wahlen ganz offen beim Freitagsgebet ihm alles Mögliche versucht, um Imam Chamene´i zu schädigen, wenn nicht sogar abzusetzen. Die tatkräftige Unterstützung der westlichen Medien war ihm dabei sicher. Womit er aber ganz offensichtlich nicht gerechnet hat, war der Widerstand des iranischen Volkes, der jene Verschwörung hat ins Leere laufen lassen. Und nach Rafsandschanis Freitagsansprache hat Imam Chamene´i unmissverständlich deutlich gemacht, dass jener Auftritt vom Volk missbilligt wird. Rafsandschani ist wieder in die Versenkung verschwunden und versucht seine gescheiterte Verschwörung irgendwie mit irgendeinem Strohhalm zu “retten“, oder anders ausgedrückt zu retten, was noch zu retten ist! Und da er wohlweislich davon ausgehen kann, dass er niemals mehr einen Fuß auf den Boden des politischen Parketts im Iran bekommen wird und schon bald davon auszugehen ist, dass er nach und nach all seinen Einfluss verlieren wird, sucht er notgedrungen nach Strohalmen. Die Stimmung im Volk ist inzwischen derart gegen ihn aufgeheizt, dass er zudem auch nach medialen Ablenkungen sucht. Eigentlich ist er als Oberverschwörer entlarvt und die Medien hätten noch Tage lang darüber diskutiert, und so musste er einen Ausweg finden, die Medienaufmerksamkeit auf seinen “Erzfeind“ zu lenken.

Zweifelsohne ist Dr. Ahmadinedschad derjenige, der Leuten wie Rafsandschani das Leben in dieser Welt zur Hölle gemacht hat, und das Jenseits haben jene Leute sich selbst zur Hölle gemacht. Umgeben von so viel Feuer, bleibt einem nur noch übrig, Brände zu legen. Denn Dr. Ahmadinedschad hat bereits in seiner ersten Legislaturperiode mächtig aufgeräumt! Aber in der zweiten Legislaturperiode, in der er mit einer überwältigenden Mehrheit der Volksstimmen im Rücken regieren wird, ist zu erwarten, dass er noch viel mehr “aufräumen“ wird, als in der ersten Legislaturperiode. Dabei hat er äußerst “undiplomatisch“ nicht nur sämtliche Ungerechtigkeiten in der westlichen Welt aufgedeckt und angeprangert, sondern noch viel intensiver die Korruption und Misswirtschaft im eigenen Land bekämpft. Und dabei hat er sich naturgemäß viele Feinde aus dem alten “Establishment“ gemacht. Chatami (ehemaliger Präsident), Nateq-Nouri (ehemaliger Präsidentschaftskandidat und Mitarbeiter im Büro von Imam Chamene´i), Musawi (ehemaliger Ministerpräsident) und Rafsandschani als der Strippenzieher, sind nur einige der Namen, deren Misswirtschaft und teilweise vetternwirtschaftliche Ansätze Ahmadinedschad aufgedeckt hat. Und jene zu Recht Gescholtenen wollten gemeinsam mittels einer Verschwörung, die nicht schlecht durchorganisiert war, zunächst die Wahlen zerstören und dann den Imam entmachten. Das Ganze ist aber derart schief gegangen, wie es wohl nur schief gehen konnte. Jene inneren Verschwörer haben eine noch größere Demütigung erlitten, als die USA damals beim Tabas-Desaster der Operation Adlerklaue 1980.

Als den Verschwörern kein Ausweg mehr blieb, um das eigene Versagen zu vertuschen, wurde ein anderer Weg eingeschlagen, der darin bestand, irgendwie den amtierenden und zukünftigen Präsidenten zu diskreditieren. Hierfür wurde eine sehr perfide Methode gewählt, deren Nachbearbeitung weitere Methoden der Verschwörer aufdecken wird und gleichzeitig den Anhängern der Islamischen Revolution die Gelegenheit gibt, eigene Fehler zu korrigieren und zukünftig zu minimieren.

Was war der Ausgangspunkt? Nachdem sich Rafsandschani und die Seinigen derart selbst diskreditiert haben, dass sie nunmehr als Gegner der “Statthalterschaft des Rechtsgelehrten“ da stehen, ein Vorwurf, der aus Sicht des Volkes dem Hochverrat nahe kommt, suchten sie nach einer Gelegenheit, Ahmadinedschad öffentlich zu diskreditieren.

Nach den haushoch gewonnen Wahlen wollte Dr. Ahmadinedschad die Gelegenheit nutzen und sein Kabinett sowie die Besetzung der Vizepräsidenten umbilden. Es sei daran erinnert, dass der Präsident gemäß Verfassung der Islamischen Republik Iran der zweite Mann im Staat ist, nach dem Statthalter der Rechtsgelehrten bzw. Imam und nicht etwa irgendwelche anderen Personen, wie es die westlichen Medien in den letzten Wochen suggerieren wollten. Und jener zweite Mann im Staat hat gemäß Artikel 124 das Recht, sich Stellvertreter für bestimmte Ressorts zu bestimmen. Der erste Stellvertreter ist „vorbehaltlich der Zustimmung des Präsidenten … verantwortlich für die Verwaltung des Kabinetts und die Koordination der Aufgaben anderer Stellvertreter.“

Am 17. Juli 2009 ernannte Präsident Dr. Ahmadinedschad Esfandiar Rahim Maschai zum ersten Vizepräsidenten und ersetzte damit den Vorgänger Parviz Davoodi. Diese Ernennung wurde von den Verschwörern dazu genutzt, die Medienaufmerksamkeit von ihrer Verschwörung abzulenken und erneut Dr. Ahmadinedschad zu attackieren mit dem Vorwurf, das hier Korruption betrieben und/oder eine ungeeignete Person ernannt wurde. Wer aber ist dieser Esfandiar Rahim Maschai, von dem die westliche Welt zuvor nichts gehört hat, obwohl er seit vier Jahren Vizepräsident für Kultur und Tourismus ist. Zudem ist er seit Ende 2007 Leiter des neu gegründeten nationalen Zentrums für Globalisierungsforschung. In beiden Positionen hat er seine Organisationstalente und Loyalität bewiesen, so dass ihn Dr. Ahmadinedschad nunmehr zum ersten Vizepräsident ernannt hat.

Zunächst wurde die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass Maschais Tochter mit dem Sohn des iranischen Präsidenten verheiratet ist, wobei eine Art Vetternwirtschaft suggeriert werden sollte. Der Vorwurf war allerdings allein schon deshalb absurd, da Maschai als einziger Verwandter (man muss wohl eher sagen Verschwägerter) bereits seit vier Jahren dabei ist. Zudem hat Dr. Ahmadinedschad z.B. keinen seiner immerhin sechs Geschwistern zu “höheren“ Positionen verholfen, so dass jener Vorwurf alleine nicht sehr glaubhaft erschien und andere “Argumente“ benötigt wurden. Jetzt kam der “ultimative“ Vorwurf, welcher im Iran stets das Ende der politischen Karriere bedeuten würde: Eine angebliche Nähe zu Israel.

Maschai soll gemäß der Zeitung Kargozaran bereits im Sommer 2008, also vor einem Jahr, gesagt haben: „Ich hatte schon zuvor gesagt, dass wir keine Feindseligkeit gegen die Bevölkerung Israels haben und stolz sage ich noch immer das gleiche.“ Eine vergleichbare Aussage würde zu den USA herausgekramt. Was aber war so schlimm an jener Aussage? War das nicht stets die Politik der Islamischen Republik Iran gewesen, dass sie nicht gegen die Bevölkerungen, sondern gegen die unterdrückerischen Regime eingestellt sind? Und wenn jener Vizepräsident so öffentlich sich für Israelis ausgesprochen haben sollte, warum hatte dann die Westliche Welt das nie zuvor berichtet und stürzt sich jetzt darauf, wie reißende Wölfe? Sollte die westliche Welt sich nicht lieber freuen, wenn der “Vorwurf“ zutreffen würde, oder passt das nicht in das Lügenfeindbild, dass man seit Jahren aufgebaut hat?

Die Aussage war zwar hinreichend, um die westliche Welt zu verwirren, aber reichte bei weitem nicht aus, um die Bevölkerung im Iran von der Abtrünnigkeit des neuen Vizepräsidenten zu überzeugen. Also musste noch ein Vorwurf darauf gesetzt werden:

Eine Geschichte aus 2007 wurde ausgekramt. Maschai hatte schon 2007 bei einem Besuch in der Türkei eine Veranstaltung besucht, bei der Frauen in historischen Kostümen einen traditionellen Tanz aufführten. Aus Respekt zu seinen Gastgebern war er nicht weggegangen, obwohl das nach islamischen Vorstellungen durchaus möglich gewesen wäre. Aber war das nicht merkwürdig. Die gesamte Chatami-Rafsandschani-Fraktion, denen man Hunderte solcher Vorwurfe an den Kopf werfen könnte, wirft einem Stellvertreter vor, vor zwei Jahren bei einer islamische grenzwertigen Veranstaltung sitzen geblieben zu sein.

Das erinnert ein wenig an die Vorwürfe, die selbst Ahmadinedschad vor einiger Zeit ertragen musste. Er hatte bei einem Treffen mit seiner inzwischen greisen Lehrerin aus seiner Schulzeit, diese umarmt bzw. vielmehr hatte diese Lehrerin ihn umarmt und er hatte sich nicht gewehrt. Zwar lässt der Islam es nicht zu, dass eine nichtverwandte Frau von einem Mann umarmt wird, aber das gilt nicht für solch eine Situation, in der eine Lehrerin im Greisenalter ihren ehemaligen Schüler umarmt, weil sie stolz auf ihn ist. Medien, die Ahmadinedschads extreme Loyalität zu Imam Chamene´i neiden, hatten sich damals päpstlicher als der Papst aufgespielt und ein Theater daraus gemacht. Westliche Medien hatten damals erstaunlicherweise die Kritik an Ahmadinedschad weitergetragen, anstatt ihn zu unterstützen, wo er doch die westfreundlichere Begrüßungsvariante gewählt hatte.

Wie dem auch sei: Sämtliche Vorwürfe gegen Maschai waren nicht hinreichend, um ihn beim Volk zu diskreditieren und abzusetzen, wobei es gar nicht um Maschai selbst ging, sondern darum ,Ahmadinedschad eins auszuwischen dafür, dass er so “rabiat“ gegen sämtliche Korruption und Misswirtschaft vorgeht. Also gingen die Verschwörungsversuche weiter. Nur zwei Tage nach seiner Ernennung vermeldete ein Nachrichtensender, dessen Mitarbeiter zumindest teilweise nachweislich mit Musawi sympathisieren, dass Maschai zurückgetreten sei. Das war aber nicht der Fall! Woher also kam jene Meldung? Wer hat sie erfunden bzw. in die Welt gesetzt? Alles Dinge, die jetzt nach und nach aufgearbeitete werden müssen, um die gesamte Dimension aller Verschwörungen aufzudecken und derartige staatsschädigenden Aktionen zukünftig im Keim zu ersticken.

Nun meldeten sich einige Parlamentsabgeordnete – die für ihre offene Unterstützung von Musawi und ihre offen vorgetragene Feindseligkeit gegen Imam Chamene´i aufgefallen waren und davon ausgehen müssen, nie wieder ins Parlament gewählt zu werden. Sie verbreiteten das Gerücht, dass sie Maschai vom Parlament nicht bestätigen und somit Ahmadinedschad dazu zwingen würden, Maschai abzusetzen. Entweder waren jene Abgeordneten selbst völlig desinformiert, oder aber sie hielten das iranische Volk für dumm. Es ist zwar gemäß Verfassung der Islamischen Republik Iran tatsächlich so, dass jeder Minister des Präsidenten vom Parlament bestätigt werden muss, bzw. auch abgelehnt werden kann, aber solch eine Prozedur ist für die Stellvertreter des Präsidenten nicht vorgesehen! Die Schreihälse wurden wieder ruhig.

Als also auch das nicht half, kam der nächste, dieses Mal größte “Angriff“. Ziel war neben dem Kampf gegen Ahmadinedschad auch die Dauerfixierung der Medien auf das Thema, um von dem Rückblick auf den eigentlichen Verschwörer abzulenken; zu klar waren die Worte Imam Chamene´is gegen Rafsandschani gewesen und zu verheerend seine Niederlage. Jetzt wurde weitere zwei Tage später behauptet, dass Imam Chamene´i selbst Ahmadinedschad mit einem “privaten“ Brief angewiesen habe, seinen Stellvertreter unverzüglich zu entlassen und ihm keinen anderen Posten zu geben. Die Meldung selbst war etwas “merkwürdig“, denn Imam Chamene´i trifft Ahmadinedschad alle paar Tage persönlich und hätte ihn notfalls ja auch anrufen können. Zudem ist selbst bei viel gravierenderen Fällen nicht bekannt, dass Imam Chamene´i seinem Präsidenten eine schriftliche Anweisung gegeben hätte, die noch dazu privaten Charakter haben sollte. Wen etwas wirklich geheim sein sollte, warum kam es dann in die Öffentlichkeit?

Sofort witterten westliche Medien die für die hiesige Politik typische Taktik des “Lancierens“ von Nachrichten. Politik ist hier solch ein dreckiges Geschäft, dass derartige Taktiken sogar als normal betrachtet werden. Aber Imam Chamene´i “lanciert“ keine Nachrichten. Die schmutzige Politik ist nicht seine Verhaltensweise. Wenn er will, dass Ahmadinedschad öffentlich dazu aufgefordert wird, irgendjemanden abzusetzen, dann sagt er es entweder selbst öffentlich, oder lässt es einen seiner Sprecher verkünden. Was aber war das für ein Brief? Welche Information beinhaltete er? Waren darin möglicherweise Dokumente, die etwas bestimmtes Beweisen sollen? Oder sollte durch diesen Weg mögliche “Schwachstellen“ im sehr personenreichen Büro von Imam Chamene´i aufgedeckt werden? Darüber kann nur spekuliert werden, und Spekulation hilft niemandem. Tatsache ist, dass es ein privater Brief war, und daher niemanden etwas angeht, außer Ahmadinedschad. Fast gleichzeitig, oder bereits kurz nach Erhalt des Briefes (so genau sind die Zeitabläufe im Nachhinein kaum zu rekonstruieren, da nicht bekannt ist, wann Ahmadinedschad den Brief erhielt) bekräftige Dr. Ahmadinedschad dass Maschai zum ersten Vizepräsidenten ernannt worden sei und weiterhin seine Aufgaben in der Regierung erfüllen werde.

Alle bisher genannten Verschwörungsakteure waren jene, die dem System bewusst schaden zugefügt haben und zweifelsohne keine Anhänger der Ideale der Islamischen Revolution sind. Nun aber kamen etwas unbedacht auch einige Akteure ins Spiel, die wiederum zweifelsohne als Anhänger der Revolution bezeichnet werden können. Ein durchaus revolutionärer Chefredakteur vermutete, dass er seinem Imam zu Hilfe eilen müsste, und forderte öffentlich, dass die Anweisung des Imams zu erfüllen sei; obwohl er die genaue Anweisung ja auch nicht kannte. Die Hektik der Mediengesellschaft lässt manchmal selbst altgediente und erfahrene Anhänger der Revolution in perfekt erscheinende Fallen laufen. Auch ein systemtreuer Freitagsprediger äußerte sich auf dieser Linie, wenn auch vorsichtiger. Und die eigentlichen Verschwörer konstruierten daraus einen Konflikt zwischen Imam Chamene´i und Ahmadinedschad. Der Strohhalm, den die Verschwörer benötigten, war gefunden. Während der gesamte Iran darüber diskutierte, wie man mit den eigentlichen Verschwörern nach der Wahl umgehen sollte, hatten die den Spieß scheinbar umgedreht und Ahmadinedschad als Verschwörer dargestellt.

Sie hatte jedoch die Rechnung einmal mehr wie jemand gemacht, der in der Panik seines Verbrechens sich an jeden Strohhalm klammert und die Spätfolgen gar nicht berücksichtigt. Denn sollte eine mögliche Differenz bezüglich einer einzigen Personalentscheidung zwischen Präsident und Imam (die es ja gar nicht gibt) bereits Anlass für so viele Zeilen, so viele Spekulationen, so viel Feindschaft gegen Ahmadinedschad und so viele Vorverurteilungen sein, noch lange bevor man eigentlich weiß, was in jenem Brief stand, wie ist dann erst mit der wahren und aufgedeckten Verschwörung umzugehen? Wenn ungeklärte Vorwürfe zu solch harten Urteilen führen sollten, wie wäre dann Rafsandschani zu behandeln, der die Vorwürfe gegen sich nunmehr selbst bestätigt hat?

Wir wissen nicht, wie die Zukunft von Maschai sein wird. Unabhängig davon, ob er den Posten des Vizepräsidenten erfüllen wird oder andere Verantwortungen aufgetragen bekommt, er wird sicherlich – Inschaallah – weiterhin eine treuer Soldat der Islamischen Revolution sein, und zwar der Islamischen Revolution, wie sie Imam Chamene´i vertritt und nicht in der Schreibart von Rafsandschanis, Chatamis und Musawis. Ahmadinedschad ist und bleibt der mit Abstand treuste, loyalste und revolutionärste Präsident, den Imam Chamene´i in seinem nunmehr 20-jährigen Imamat hatte. Alle Versuche, die Anhänger des Imams zu verwirren, werden früher oder später aufgelöst werden, und niemand wird in der Lage sein, die wahren Anhänger Imam Chamene´is gegen seine wahren Getreuen aufzuhetzen!

Und in der nächsten Legislaturperiode wird sich nicht nur die Westliche Welt angesichts des zunehmenden und mörderischen Unrechts warm anziehen müssen, sondern auch die Kräfte innerhalb des Irans, die sich bisher zu Unrecht an der Islamischen Revolution bereichert haben. Präsident Ahmadinedschad hat die Wahlen mit zwei Drittel des Volkes hinter sich gewonnen. Käme es morgen zu Neuwahlen, könnte jenes sensationelle Ergebnis wohl noch übertroffen werden. Welch Gnade für alle jene, die diese gesegnete Zeit miterleben dürfen.

Es ist wahrscheinlich, daß die USA und Israel mit ihren Kriegsvorbereitungen gegen den Iran Erfolg haben, weil sie effektive PSYOPS durchführen. Zum größten Teil folgen die Medien der Welt den US-Medien, die wiederum den Vorgaben der Regierungen der USA und Israels folgen. […] Das „muslimische“ Ägypten spielt mit und hat nichts dagegen einzuwenden, daß Israels Seestreitmacht auf dem Weg zu einem Kriegsverbrechen nach den Standards von Nürnberg ist, die die USA einst für alle Welt verbindlich gemacht haben.

von Paul Craig Roberts
Counterpunch, 20. Juli 2009

Als Japan Pearl Harbor angriff, hatte Japan nicht zuvor jahrelang seine Sache in der Öffentlichkeit vorgetragen und auch seine vorbereitenden Truppenbewegungen nicht demonstrativ publik gemacht. Japan machte es nicht zu einer die ganze Welt betreffenden Angelegenheit, daß die USA den Japanern ihre Rolle im Pazifik streitig machten, indem sie dem Land den Zugang zu Rohstoffen und Energieversorgung verwehrten.

Ebenso bereitete Hitler seinen Angriff auf die Sowjetunion nicht mit endlosen Drohungen und öffentlichen Anklagen vor, in denen er England die Schuld an diesem Krieg gab.

Diese Ereignisse nahmen ihren Lauf vor der Ära psychologischer Kriegführung mittels PSYOPS (psychologische Operationen). Heutzutage werden Amerikas und Israels Kriege über Jahre hinweg mit Propaganda und mit Treffen auf internationaler Ebene vorbereitet, damit zum Zeitpunkt des tatsächlichen Angriffs das Ganze ein erwartetes Ereignis ist und kein ungeheuerlicher Überfall mit dem Charakter nackter Agression.

Die USA, die dem Iran seit Jahren mit einem Angriff drohen, haben den Job an Israel weitergegegeben. Im Laufe der dritten Juliwoche gaben der amerikanische Präsident und die Außenministerin Israel das o.k., die Vorbereitungen voranzutreiben. Israel verkündete öffentlich, daß seine Kriegsschiffe (darunter drei von Deutschland gelieferte U-Boote der Delphinklasse, A.d.Ü.) durch den Suez-Kanal in Richtung Iran unterweg sind. Das „muslimische“ Ägypten spielt mit und hat nichts dagegen einzuwenden, daß Israels Seestreitmacht auf dem Weg zu einem Kriegsverbrechen nach den Standards von Nürnberg ist, die die USA einst für alle Welt verbindlich gemacht haben. Wenn der Angriff schließlich stattfindet, wird er ein alter Hut sein, ein erwartetes Ereignis – und darüber hinaus ein Ereignis, das nach der jahrelangen Propaganda über die Niedertracht des Irans gerechtfertigt erscheint. Israels Absicht ist es, den Nahen Osten zu dominieren. Israel möchte ganz Palästina und den südlichen Libanon „Groß-Israel“ (Eretz Israel) einverleiben. Die USA möchten die gesamte Welt dominieren und dabei entscheiden, wer welche Länder regiert, und so so den Fluß der Rohstoffe kontrollieren.

Es ist wahrscheinlich, daß die USA und Israel dabei Erfolg haben, weil sie effektive PSYOPS durchführen. Zum größten Teil folgen die Medien der Welt den US-Medien, die wiederum den Vorgaben der Regierungen der USA und Israels folgen. Tatsächlich sind die amerikanischen Medien Teil der PSYOPS beider Länder.

Wie Thierry Meyssan in der Schweizer Zeitung Zeit-Fragen schreibt, nutzte die CIA SMS-Textnachrichten und Twitters, um Desinformation über die Wahlen im Iran zu verbreiten, darunter der falsche Bericht, daß der Wächterrat Moussawi informiert habe, er hätte die Wahlen gewonnen. Als die tatsächlichen Ergebnisse verkündet wurden, erschien die Wiederwahl Ahmadinejads als Wahlbetrug.

Iran wird seinem Schicksal begegnen. Eine plausible Hypothese, die nähere Betrachtung verdient, ist die Frage, ob die Iraner Rafsanjani und Moussawi sich mit Washington verbündet haben, um die Macht im Iran zu gewinnen. Beide haben den Wettbewerb um die Regierungsmacht im Iran verloren. Aber beide sind egoistisch und ehrgeizig. Die iranische Revolution bedeutet wahrscheinlich für beid nichts weiter, als daß sie eine Gelegenheit darstellte, persönliche Macht zu erlangen. Der Westen kontrolliert den Nahen Osten seit jeher, indem er die Politiker, die die Macht verloren, einkauft und sie dabei unterstützt, die unabhängige Regierung zu stürzen. Das können wir heute auch im Sudan beobachten. Im Falle des Iran gibt es einen weiteren Faktor, der Rafsanjani auf eine Linie mit Washington bringen könnte. Ahmadinejad attackierte den früheren Präsidenten Rafsanjani, eine der reichsten Persönlichkeiten des Iran, er sei korrupt.

Wenn Rafsanjani sich durch diese Angriffe bedroht fühlt, bleibt ihm wenig anderes übrig, als die bestehende Regierung zu stürzen. Das macht ihn zum perfekten Mann für Washington. Vielleicht gibt es eine bessere Erklärung dafür, daß Rafsanjani und Moussawi, zwei hochrangige Mitglieder der Iranischen Elite, sich entschieden, auf den Vorwürfen des Wahlbetrugs zu beharren, die Washington in die Hände spielen, da sie die Legitimität der iranischen Regierung in Frage stellen. Es kann nicht sein, daß das Päsidentenamt diesen Aufwand wert ist, da der iranische Präsident keineswegs mit weitreichender Entscheidungsmacht ausgestattet ist.

Ohne Rafsanjani und Moussawi hätten die US Medien die iranischen Wahlen nicht als „gestohlen“ darstellen können. Diese Darstellung nutzte die US-Regierung, um die iranische Regierung weiter zu isolieren und diskreditieren und es so leichter zu machen, den Iran anzugreifen. Normalerweise helfen wohlpositionierte Mitglieder einer Elite nicht auswärtigen Feinden dabei, einen Angriff auf ihr Land vorzubereiten. Ein israelischer Angriff auf Iran wird wahrscheinlich Vergeltungsschläge ztur Folge haben, die Washington nutzen wird, um in den Konflikt einzusteigen. Haben die persönlichen Ambitionen Rafsanjanis und Moussawis und die naiven iranischen Demonstranten aus der Oberschicht den Iran reif für seine Zerstörung gemacht.

Sehen sie sich eine Landkarte an und sie werden feststellen, daß der Iran von einem Dutzend Länder umgeben ist, die amerikanische Basen beherbergen. Wie kann irgend jemand im Iran bezweifeln, daß das Land auf dem Wege ist, ein weiterer Irak, ein weiteres Afghanistan oder Pakistan zu werden, das schließlich von Ölfirmen und einem amerikanischen Puppenregime regiert werden wird. 

Die Russen und Chinesen sind aufgrund erfolgreicher Interventionen der Amerikaner in ihren Einflußsphären aus dem Tritt geraten, haben Schwierigkeiten, die Bedrohung einzuschätzen und sind unsicher, welche Antwort sie geben sollen. Rußland hätte den kommenden Angriff verhindern können, hat aber nach Druck aus Washington darauf verzichtet, die Raketensysteme zu liefern, die der Iran gekauft hatte.

China leidet unter seiner Selbstüberschätzung als aufsteigende Wirtschaftsmacht und ist dabei seine Investitionen auf dem Energiesektor im Iran aufgrund der amerikanisch-israelischen Agression zu verlieren. China finanziert Amerikas Angriffskriege mit seinen Anleihen, und Rußland hilft den USA sogar dabei, einen Marionettenstaat in Afghanistan zu etablieren und das frühere unter sowjetischem Einfluß stehende Zentralasien unter die Hegemonie der USA zu bringen.

Die Welt ist derart impotent, daß selbst die bankrotten USA einen neuen Angriffskrieg beginnen können und ihn als ruhmreichen Akt der Befreiung im Namen der Rechte der Frauen, des Friedens und der Demokratie ausgeben können.

HUNDERTTAUSENDE iranische Bürger strömen auf die Straßen, um gegen ihre Regierung zu protestieren! Was für ein wunderbarer Anblick! Der Journalist Gideon Levy schrieb in Haaretz, er beneide die Iraner. …………………….. WEITERLESEN.

Bei aller Sympathie für Demonstranten, stellen sich angesichts der Protestbewegung ein paar gravierende Fragen: Wieso sehen auch linke Iraner hier und zahlreiche linke westl. Experten ausgerechnet in Mussawi einen Hoffnungsträger für einen fortschrittlichen Wandel? Denn nach wie vor zielen die Kernforderungen auf Annullierung der Wahlen darauf, diesen ins Präsidentenamt zu hieven. Und warum sind sich alle so sicher, dass die USA & Co. ausgerechnet jetzt einmal nicht die Hände im Spiel haben?

 Zunächst gibt es nichts in der politischen Biographie Mussawis, das ihn als demokratischen Reformer glaubwürdig erscheinen ließe – im Gegenteil: er kommt aus dem Establishment und galt immer als Hardliner des Regimes. Während seiner Amtszeit als Regierungschef waren die Repressionen gegen politische Widersacher so stark wie nie. Bahman Nirumand charakterisiert ihn z.B. im Iran-Report der Böll-Stiftung v. April d.J. als „Ayatollah Chomeini im Kleintaschenformat“.

Seine aktuelle Nähe zum neoliberalen, völlig korrupten Teil des klerikalen Establishments (insbes. zum Milliardär Rafsandschani), wie auch seine neoliberale Haltung in der Wirtschaft- und Sozialpolitik, die während des Wahlkampfs deutlich wurde, sprechen ebenfalls eindeutig gegen ihn.

Hintermänner wie Rafsandschani verstärken auch den Verdacht, dass einflussreiche Kräfte hinter den Kulissen eine Politik verfolgen, die wenig mit den Zielen zu tun haben, für die Hunderttausende, wenn nicht Millionen in Teheran und anderen Großstädten auf die Straße gehen. Die Frage von Jasmin Ramsey in Alternet “Are the Protests in Iran Getting Hijacked?” ist berechtigt.

Es verwundert daher, wie wenig Augenmerk die begeisterten Unterstützer der „grünen Revolution“ hierzulande darauf verwenden, dass der Iran seit vielen Jahren im Visier der westlichen Mächte steht. Das Land hat bekanntlich neben Saudi Arabien und dem Irak die weltgrößten Ölreserven. Nach dem Ausschalten des Iraks als Regionalmacht ist Iran die stärkste Macht der Region, die von den imperialistischen Staaten zuvor geförderte „Balance of Powers“ ist dahin. Dies ist für die USA ein inakzeptabler Zustand, egal wer Präsident ist. Die bisherige Politik gegen den Iran bestand aber nicht nur aus Kriegsdrohungen und Sanktionen, sondern auch aus verdeckten Operationen und der Unterstützung iranischer Oppositionsgruppen.

Thomas Pany stellte daher schon vor zwei Jahren in einem Telepolis-Artikel die Frage, ob nicht bereits die nächste farbige Revolution in Vorbereitung sei. (Mit sanfter Gewalt – Iran-USA: Die nächste farbige Revolution in Vorbereitung? Telepolis, 20.02.2006, Anlass war die drastische Aufstockung des offiziellen Budgets für die Unterstützung von oppositionellen Fernseh- und Radiosendern, dissidenten Gruppen etc. von 10 auf 85 Millionen Dollar. (In Washington lief der „Ansatz, das iranische Regime von innen zu reformieren“ unter der Bezeichnung „Soft Power“).

 Die große Hoffnung dahinter werde nur angedeutet, so Pany: die nächste farbige Revolution. Immerhin habe die National Endowment for Democracy (NED), die in dem Zusammenhang erwähnt wird, hier schon einige Erfahrung gesammelt. „Gegründet im kalten Krieg gegen die Sowjetunion Anfang der achtziger Jahre … hatte die NED nicht nur in der Iran-Contra-Affäre ihre Finger im Spiel, sondern auch bei den friedlichen Revolutionen in Serbien, Georgien und der Ukraine.“

Den Rahmen für diese Interventionen bildet der im April 2006 verabschiedete „Iran Freedom Support Act“, in dem Kritiker wie der demokratische Abgeordnete Dennis Kucinich oder Jon Sawyer in der Los Angeles Times (Iran Sounds an Awful Lot Like Iraq) eine Neuauflage des „Iraq Liberation Act“ von 1998 sehen. Dieser markierte den Weg in den Krieg gegen den Irak. Selbst der Spiegel überschrieb seinen Artikel zum Thema mit „Irak, zum Zweiten“ (DER SPIEGEL 6/2007 v. 05.02.2007)

 Tom Barry vom International Relations Center nennt in einem Artikel v. 18.5.2006 auch die Namen einiger Personen und Organisationen, die involviert sind, darunter Foundation for Democracy in Iran, Foundation for the Defense of Democracies, Committee on the Present Danger, and the American Enterprise Institute.

Brisanter noch sind die Enthüllungen des berühmten US-Journalisten Seymour Hersh, wonach die USA seit einiger Zeit „verdeckte Operationen“ innerhalb des Iran durchführen. Laut Hersh hatte der Kongress 2007 hierfür 400 Millionen Dollar bewilligt. (Preparing the Battlefield – The Bush Administration steps up its secret moves against Iran. New Yorker’s, 7.8.2008)

Nach Ansicht von Justin Raimondo von Antiwar.com führen die USA ihre „covert action operations“ gegen Tehran auch nach Amtsantritt Obamas fort, wie seiner Meinung nach die jüngsten Bombenanchläge und Unruhen in den östlichen Provinzen zeigen. Für ihn wäre es daher keine Überraschung wenn die USA auch in den aktuellen Straßenkämpfen involviert wären. Immerhin habe der Kongress 400 Millionen für die Destabilisierung des iranischen Regimes bewilligt, „und wer kann sagen, dass das Programm keine Früchte trägt?“ (Iran’s Election: None of America’s Business, 14.6. 2009)

Auch der bekannte US-Publizist Paul Craig Roberts befürchtet, dass, die USA im Iran versuchen, eine weitere „‚Farbrevolution“ zu inszenieren (Are the Iranian Election Protests Another US Orchestrated ‘Color Revolution’?, Information Clearing House, 20.6. 2009). Auch er verweist auf die Enthüllungen von Hersh und zitiert zudem noch Meldungen von ABC News und dem London Telegraph vom Mai 2007, Präsident Bush habe die CIA zu verdeckten Operationen innerhalb des Irans ermächtigt, darunter gezielte Propaganda- und Desinformationskampagnen zur Destabilisierung der iranischen Regierung. Schließlich verweist er auf Äußerungen des Neokonservativen Kenneth Timmerman, der die „grüne Revolution“ schon einen Tag vor den Wahlen kommen sah, und der Ansicht ist, dass einige Millionen Dollar ihren Weg auch via NED zu Mussawis Anhängern gefunden haben. Er könnte es wissen, da er selbst die neokonservative „Foundation for Democracy“ betreibt, eine Stiftung, die mit Mitteln der NED seit 1995 sich um die „Förderung von Demokratie im Iran“ kümmert.

 Unterstützenswert ist daher die Erklärung der britischen Stop the War Coalition v. June 20, 2009 in der sie zwar ihre Solidarität mit den IranerInnen ausdrücken, die nach demokratischem Fortschritt streben, aber in erster Linie fordern, dass „die Krise, die sich gerade im Iran entwickelt, nicht zum Vorwand einer erneuten Intervention der USA oder GB in der Region genommen werden“ darf.

Quelle

Die Mainstreammedien in der westlichen Welt vermelden penetrant im Gleichklang die selbe Botschaft: Die iranischen Wahlen sind gefälscht. Warum? Weil der schlechte Verlierer es ihnen befiehlt, die Mächte welche den Iran erobern wollen, die NWO.

Sie hätten lieber ihre Marionette Mir Hossein Moussavi als Gewinner gesehen, der alle Tore für die Heuschrecken geöffnet und ihnen das Land zur Plünderung dann geschenkt hätte, sowie Boris Jelzin in Russland, Saakaschwili in Georgien und Juschtschenko in der Ukraine. Nach der Orange- und Rosenrevolution, läuft hier wieder eine farbige, vom Westen gesteuerte und finanzierte ab, diesmal in Grün.

Es ist nicht schwer zu verstehen warum der Westen lieber die “Reformer” als Sieger gesehen hätte. Der Westen sieht den Iran als ein Drittweltland an, welches wegen seiner Ölressourcen kontrolliert werden muss. Dazu benötigt man eine korrupte Regierung welche das Vermögen des Landes den ausländischen Konzernen aushändigt, so wie es unter dem Schah war, der durch einen von der CIA gesteuerten Putsch an die Macht kam. Hat Obama sogar bei seiner Rede gerade in Kairo bestätigt. Die Geschichte des Iran ist schon lange voller Einmischungen durch westliche Ölkonzerne, von ihnen kontrollierten Regierungen und Geheimdienste………….

Seit den Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni 2009 sind die Iran-»Experten« wie Pilze aus dem Boden geschossen. Für all diese selbsternannten Fachleute hier eine Quizfrage: Welches größere Land hat seit 1980 mehr Präsidenten gewählt als alle anderen in der Welt? Und die Zusatzfrage: Welche Nation hat als einzige in der 30jährigen Geschichte seit ihrer Revolution zehn Präsidentschaftswahlen abgehalten?

Ein genauer Blick auf Zahlen und Fakten zur iranischen Präsidentschaftswahl

Natürlich lautet die richtige Antwort auf beide Fragen: Iran. Seit 1980 wurden dort sechs Präsidenten gewählt, während die USA mit fünf einen knappen zweiten Platz belegen und Frankreich den dritten. Des weiteren gab es in den USA nach der Revolution drei Präsidentschaftswahlen gegenüber zehn in Iran.

Der Ausgang der iranischen Wahlen hat im Westen die Linke und die Rechte zusammengeschweißt und harsche Kritiken und Angriffe von »empörten« Politikern und »entrüsteten« Mainstream-Medien hervorgerufen. Selbst die Bloggerszene nahm auf seiten der iranischen Opposition in nahezu einhelliger Uniformität teil an dieser Schlacht; ein bislang nicht gekannter Vorgang im Cyberspace.

Die Vorwürfe des Wahlbetrugs waren im wesentlichen nur eins: unbewiesene Anschuldigungen. Bis jetzt war noch niemand in der Lage, auch nur den Anschein eines konkreten Beweises zu liefern für den angeblich großangelegten Wahlbetrug, mit dem sich ein Kandidat elf Millionen Stimmen Vorsprung vor seinem Kontrahenten gesichert haben soll. Deshalb sollen hier die bislang verfügbaren Beweise analysiert werden.

Umfragen für den Präsidenten

Seit Präsident Ahmadinedschad und sein wichtigster Kontrahent, der frühere Premierminister Mirhossein Mussawi, Anfang März 2009 ihre Kandidaturen bekanntgegeben hatten, wurden in Iran bis zu den Wahlen mehr als dreißig Meinungsumfragen durchgeführt. Die Umfrageergebnisse variierten in bezug auf die beiden Opponenten sehr stark, wenn man aber die Durchschnittswerte ermittelte, führte in jedem Fall Ahmadinedschad. Einige der Organisationen, die diese Umfragen in Auftrag gaben, wie zum Beispiel die Iranian Labor News Agency (ILNA) und tabnak.com (Website des Kandidaten Mohssen Rezai – d. Übers.), geben offen zu, daß sie Bündnispartner von Mussawi, der Opposition oder der sogenannten Reformbewegung sind. Ihre Zahlen fielen ganz klar günstiger für Mussawi aus und sagten ihm in einigen Umfragen einen unrealistischen Vorsprung von über 30 Prozent voraus. Läßt man diese voreingenommenen Umfragen außer acht, dann vergrößerte sich Ahmadinedschads Vorsprung vor Mussawi auf 21 Punkte.

Von westlichen Nachrichtenagenturen gab es nur eine einzige Umfrage. Sie wurde gemeinsam von der BBC und ABC-News in Auftrag gegeben und von einer unabhängigen Einrichtung namens Center for Public Opinion (CPO) durchgeführt, die zur New American Foundation gehört. Die CPO steht im Ruf, präzise Meinungsumfragen durchzuführen, nicht nur im Iran, sondern seit 2005 überall in der muslimischen Welt. Laut dieser Umfrage, die ein paar Wochen vor den Wahlen erfolgte, war eine Wahlbeteiligung von 89 Prozent zu erwarten. Darüber hinaus wies sie für Ahmadinedschad einen landesweiten Vorsprung im Verhältnis zwei zu eins vor Mussawi aus. Wie stand diese Erhebung nun im Verhältnis zu dem tatsächlichen Wahlergebnis? Und wie wahrscheinlich war ein Wahlbetrug größeren Ausmaßes?

Vier Vorwürfe der Mitbewerber

Nach den amtlichen Verlautbarungen über das Wahlergebnis gibt es 46,2 Millionen registrierte Wähler in Iran. Die Wahlbeteiligung war sehr hoch, wie es die CPO vorhergesagt hatte. Fast 39, 2 Millionen Iraner gaben ihre Stimme ab, was einer Wahlbeteiligung von 85 Prozent entspricht. Davon waren 38,8 Millionen gültige Stimmen (etwa 400 000 Stimmzettel waren leer). Offiziell errangen Präsident Ahmadinedschad 24,5 Millionen und Mussawi 13,2 Millionen Stimmen, was einem Verhältnis von 62,6 zu 33,8 Prozent aller abgegebenen Stimmen entspricht. Dieses Ergebnis spiegelte das Wahlergebnis von 2005 wider, als Ahmadinedschad die Stichwahl gegen den früheren Präsidenten Hashemi Rafsandschani mit 61,7 zu 35,9 Prozent gewann. Die beiden anderen Kandidaten, Mehdi Karroubi und Mohssen Rezai, vereinigten den Rest der Stimmen auf sich.

Schon kurz nach der Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses riefen Mussawis Anhänger und westliche politische Experten laut »Foul« und beschuldigten die Regierung des Wahlbetrugs. Die Vorwürfe konzentrierten sich auf vier Themen. Erstens, obwohl die Wahllokale wegen der hohen Beteiligung einige Stunden länger geöffnet blieben, wurde vermutet, daß es angesichts von 39 Millionen auszuzählenden Stimmzetteln unmöglich gewesen sein müßte, das Ergebnis nach Schließung der Wahllokale so schnell bekanntzugeben.

Zweitens unterstellen diese Kritiker, daß die Wahlbeobachter befangen waren, oder sie gaben an, daß in einigen Fällen bei der Stimmenauszählung keine eigenen Wahlbeobachter der Opposition vor Ort gewesen seien. Drittens hoben sie hervor, es sei absurd zu denken, daß Mussawi, der aus der Region von Aserbaidschan im Nordwesten Irans stammt, ausgerechnet in seiner Heimatstadt so leicht zu besiegen gewesen wäre. Viertens erhob das Lager Mussawis den Vorwurf, in einigen Wahllokalen seien die Stimmzettel ausgegangen und Wähler fortgeschickt worden, ohne ihre Stimme abgeben zu können.

Am Tag nach der Wahl reichten Mussawi und die beiden anderen unterlegenen Kandidaten Beschwerden mit 646 Beanstandungen beim Wächterrat ein, jener Institution, die den Auftrag hat, die ordentliche Durchführung der Wahl zu überwachen. Der Wächterrat versprach, jeder Beschwerde nachzugehen und sie eingehend zu prüfen.

Gefälschtes Schreiben

Am darauffolgenden Tag wurde die Kopie eines von einem untergeordneten Beamten des Innenministeriums angefertigten Schreibens an das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ali Khamenei, rund um den Globus verbreitet. (In Veröffentlichungen westlicher Politiker und Medien wird Khamenei gern »Oberster Führer« genannt, aber in Iran existiert ein solcher Titel nicht.) Das Schreiben enthielt die Mitteilung, Mussawi habe die Wahlen gewonnen und Ahmadinedschad habe nur Platz drei erreicht. Weiter hieß es in dem Brief, das Wahlergebnis sei auf Anordnung Khameneis zugunsten Ahmadinedschads verändert worden.

Mit Sicherheit ist davon auszugehen, daß dieses Schreiben eine Fälschung ist, weil ein nicht näher bezeichneter untergeordneter Beamter niemals direkt ein Schreiben an Ayatollah Khamenei richten würde. Auch Robert Fisk von (der britischen Tageszeitung – d. Übers.) The Independent kam zu dem gleichen Schluß und äußerte erhebliche Zweifel, Ahmadinedschad sei nur Dritter geworden, was bedeuten würde, er hätte in einer derart bedeutenden Wahl weniger als sechs Millionen Stimmen auf sich vereinigt, wie in dem gefälschten Brief behauptet wurde.

In den Städten, Kleinstädten und Dörfern Irans waren insgesamt 45713 Wahlurnen aufgestellt worden. Geht man von 39,2 Millionen abgegebenen Stimmzetteln aus, dann waren das weniger als 860 Stück pro Urne. Anders als in anderen Ländern, in denen Wähler die Möglichkeit haben, ihre Stimmen in einem Wahlgang auf verschiedene Kandidaten und zur Abstimmung stehende Sachentscheidungen zu verteilen, hatten die iranischen Wähler nur eine Entscheidung zu treffen: welchen der Kandidaten sie zum Präsidenten wählen wollten. Warum sollte es länger als ein bis zwei Stunden dauern, 860 Stimmzettel pro Urne zu zählen? Die Ergebnisse der Auszählung wurden elektronisch an das Innenministerium in Teheran übermittelt.

Ordentlich durchgeführte Wahlen

Seit 1980 hatte Iran einen acht Jahre dauernden grausamen Krieg mit Irak zu erleiden, außerdem Strafmaßnahmen wie Boykott und Embargo und eine Mordkampagne der Volksmudschaheddin (Mujahideen Khalq Organization/MKO) gegen Dutzende Abgeordnete sowie einen gewählten Präsidenten und einen Premierminister. (Die MKO ist eine gewalttätige Organisation, deren Hauptquartier sich in Frankreich befindet. Sie operiert in Iran und will die Regierung gewaltsam stürzen.) Trotz all dieser Herausforderungen hat die Islamische Republik Iran in den drei Jahrzehnten ihres Bestehens keine einzige Wahl ausfallen lassen. Insgesamt wurden über dreißig Wahlgänge im Land durchgeführt. Daraus entwickelte sich eine Tradition ordentlich durchgeführter Wahlen unter Einrichtung von Wahlbezirken ähnlich denen in den USA oder in Großbritannien. Die Wahlen in Iran werden von Lehrern und professionellen Kräften einschließlich Angestellten und Pensionären des öffentlichen Dienstes organisiert, überwacht und die Stimmen ausgezählt (auch dies ähnlich wie in den USA).

In Iran hat es nie eine Tradition des Wahlbetrugs gegeben. Man kann über das System der Islamischen Republik sagen was man will, aber seine gewählten Abgeordneten haben Minister wegen Amtsvergehen unter Anklage gestellt, und sie haben die von diversen Präsidenten, einschließlich Ahmadinedschad, vorgeschlagenen Kandidaten für bestimmte Ämter blockiert. Sie sind keinesfalls Ja-Sager, die alles absegnen. Der frühere Präsident Mohammed Khatami, der als einer der führenden Reformisten in Iran gilt, ist in einer Zeit vom Volk gewählt worden, als das Innenministerium fest in der Hand erzkonservativer Kräfte war. Er hatte die Wahl mit über 70 Prozent gewonnen, und nicht nur einmal, sondern sogar zweimal.

Mussawis geringe Chancen

Wenn es um Wahlen geht, ist nicht Wahlbetrug in Iran das Problem, sondern die Frage, ob die Kandidaten überhaupt eine Chance bekommen (ein Problem, das nicht typisch ist für dieses Land, man frage nur Ralph Nader oder irgendeinen anderen Kandidaten einer dritten Partei in den USA). Es ist äußerst unwahrscheinlich, daß es in Iran zu einer von höchster Stelle angezettelten Verschwörung gekommen ist, die Zehntausende Lehrer, professionelle Helfer und zivile Beamte mit einbezogen hätte, und trotzdem irgendwie total im verborgenen gelaufen und unentdeckt geblieben sein soll.

Außerdem gehört Ahmadinedschad einer aktiven politischen Partei an, die seit 2003 bereits mehrere Wahlen gewonnen hat, Mussawi aber ist ein unabhängiger Kandidat, der nach einer 20jährigen Pause erst vor drei Monaten wieder auf der politischen Bühne auftauchte. Während des Wahlkampfs wurde deutlich, daß Ahmadinedschad seinen Wahlkampf als landesweite Operation durchführte. In weniger als zwölf Wochen hatte er mehr als 60 Auftritte überall in Iran, während sein Kontrahent nur in größeren Städten sprach und keinen erfahrenen Wahlkampfapparat hinter sich hatte.

Es stimmt, daß Mussawi einen Aseri-(aserbaidschanischen – d. Übers.)Hintergrund hat. Aber in der weiter oben erwähnten CPO-Meinungsumfrage, die vor den Wahlen veröffentlicht wurde, hieß es, daß nach »dieser Umfrage nur 16 Prozent der Aseri-Iraner für Herrn Mussawi stimmen würden. Im Gegensatz dazu gaben 31 Prozent der Aseris an, ihre Stimme Herrn Ahmadinedschad geben zu wollen.« Nach dem amtlichen Wahlergebnis war der Sieg hier am Ende knapper als im übrigen Land. Mussawi gewann knapp in der Provinz West-Aserbaidschan, verlor aber die gesamte Region mit einer Differenz von 45 zu 52 Prozent (oder 1,5 zu 1,8 Millionen Stimmen) an Ahmadinedschad.

Wie dem auch sei, die Doppelmoral der westlichen Nachrichtenagenturen in der Beurteilung dieser Vorgänge ist verblüffend. Richard Nixon schlug George McGovern in South Dakota, dem Bundesstaat, in dem er geboren wurde, vernichtend. Hätte Al Gore im Jahr 2000 in seinem Heimatstaat Tennessee gewonnen, wäre niemand mehr an einer Wiederholung der Stimmenauszählung in Florida interessiert gewesen, und es hätte auch keinen Fall namens Bush versus Gore vor dem Obersten Gerichtshof der USA gegeben. Wenn John Edwards, der Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, die Stimmenmehrheit in den Bundesstaaten South und North Carolina, in dem er geboren wurde und aufwuchs, errungen hätte, würde John Kerry jetzt noch in seiner zweiten Amtszeit dem Land als Präsident dienen. Aber nur wenn es um die Menschen im Nahen und Mittleren Osten geht, stellen es die westlichen Nachrichtenredaktionen so dar, als würden nur sie ihre Kandidaten nicht wegen ihrer Fähigkeiten wählen, sondern wegen ihrer »Stammeszugehörigkeit«.

Die Tatsache, daß schwächere Kandidaten wie Karroubi weniger Stimmen errangen als erwartet – sogar in ihren Heimatregionen, wie Kritiker klagen –, ist nicht völlig ungewöhnlich. Viele Wähler kommen zu dem Schluß, daß sie ihre Stimme nicht sinnlos verschenken wollen, wenn es so aussieht, daß der Entscheidungskampf vor allem zwischen den beiden wichtigsten Kandidaten geführt wird. Karroubi hat in dieser Wahl allerdings wirklich weitaus weniger Stimmen erhalten als 2005, auch in seiner Heimatstadt. Gleichermaßen hat Ross Perot 1996 seinen Heimatstaat Texas an Bob Dole aus Kansas verloren, während Ralph Nader 2004 nur noch ein Achtel der Stimmen auf sich vereinigen konnte, die er vier Jahre zuvor errungen hatte.

Gesellschaftliche Freiheiten

Einige Beobachter merken kritisch an, daß bei Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses erkennbar wurde, daß sich der Abstand zwischen den Kandidaten während der Auszählung kaum veränderte. Das ist in der Tat nicht rätselhaft. Experten sagen, daß es im allgemeinen, wenn zwischen drei und fünf Prozent der abgegebenen Stimmen einer bestimmten Region ausgezählt worden sind, ein 95prozentiges Konfidenzniveau gibt, wonach dieses Ergebnis stabil bleibt. Was den Vorwurf betrifft, die Stimmzettel seien ausgegangen und Leute wieder weggeschickt worden, sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, daß die Öffnungszeiten der Wahllokale viermal verlängert wurden, um so vielen Menschen wie möglich die Teilnahme an der Wahl zu ermöglichen. Aber selbst dann, wenn alle Menschen, die ihre Stimme nicht abgegeben haben, Mussawi gewählt hätten (was faktisch unmöglich ist), dann wären das auch nur 6,93 Millionen zusätzliche Stimmen gewesen, also viel weniger als die elf Millionen Stimmen Differenz zwischen den beiden Topkandidaten.

Ahmadinedschad ist sicherlich kein Sympathieträger. Er ist ein Ideologe, er handelt provokativ und manchmal unüberlegt. Aber den Kampf in Iran als einen zwischen demokratischen Kräften und einem »Diktator« zu charakterisieren, ist ein Ausdruck totaler Ignoranz gegenüber der inneren Dynamik Irans oder eine absichtliche Verzerrung der Realitäten. Zweifellos gibt es einen signifikanten Teil der iranischen Gesellschaft, der sich in den wichtigsten metropolitanen Regionen konzentriert und viele junge Leute umfaßt, der leidenschaftlich nach gesellschaftlichen Freiheiten verlangt. Sie sind verständlicherweise aufgebracht, weil ihr Kandidat schlecht weggekommen ist. Aber es wäre ein großer Fehler, diesen inneren Dissens als einen »Aufstand« gegen die Islamische Republik zu deuten oder als Ruf nach einer Außenpolitik, dem Westen auf Kosten von Irans Atomprogramm oder seiner vitalen Interessen entgegenzukommen.

Innere Angelegenheit

Nationen bezeugen anderen Nationen gegenüber nur dann ihre Achtung, wenn sie deren Souveränität respektieren. Wenn irgendeine Nation versuchen würde, beispielsweise den Vereinigten Staaten von Amerika ihre Wirtschafts-, Außen- oder Sozialpolitik zu diktieren, wären die US-Bürger zu recht empört. Als sich Frankreich unter Präsident Jacques Chirac 2003 dem Irak-Abenteuer der USA widersetzte, tauften einige US-Kongreßabgeordnete die beliebten »French Fries« (Pommes Frites) in »Freedom Fries« um. Sie wollten dadurch Frankreich wissen lassen, daß französische Bürger fortan in den USA nicht mehr willkommen seien.

Die USA haben eine Tradition der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans, insbesondere sei hier der Sturz der demokratisch gewählten Regierung von Premierminister Mohammad Mossa­degh im Jahr 1953 angeführt. Dieser Akt, von dem die meisten US-Bürger keine Kenntnis haben, ist jedem Iraner von Kindesbeinen an tief ins Bewußtsein eingegraben. Er ist die Hauptursache für den beständigen Groll auf die USA. Es dauerte 56 Jahre, bis ein US-Präsident diesen illegalen Akt öffentlich thematisierte, wie es Obama Anfang Juni in Kairo tat.

Deshalb wäre es ein kolossaler Fehler, sich erneut in die inneren Angelegenheiten Irans einzumischen. Präsident Barack Obama wäre gut beraten, die Iraner diese Angelegenheit selbst beilegen zu lassen. Politische Opportunität seitens der Republikaner oder proisraelischer Demokraten ist extrem gefährlich und wird ernsthafte Rückschläge nach sich ziehen. Ein solch skrupelloses Gebaren vieler in der politischen Klasse und in den Medien mutet als unverhohlener Versuch an, Iran und seine gegenwärtige politische Führung zu dämonisieren, um eventuelle zukünftige Militärschläge Israels zu rechtfertigen, falls Iran nicht von seinen nuklearen Ambitionen abläßt.

Präsident Obamas Äußerungen in seiner in Kairo gehaltenen Rede drängen sich nun unwillkürlich wieder ins Bewußtsein. Bezüglich Iran erklärte er: »Ich weiß, daß es schwer sein wird, Jahrzehnte des Mißtrauens zu überwinden, aber wir werden mutig, rechtschaffen und entschlossen vorgehen. Es wird viele Fragen geben, die unsere beiden Länder diskutieren müssen, und wir sind bereit, ohne Vorbedingungen und auf der Grundlage gegenseitiger Achtung zu handeln.«

Als ersten Schritt dazu sollte es den Iranern selbst überlassen bleiben, ihre Differenzen ohne jede offene – oder verdeckte – Einmischung aus der Welt zu schaffen.

Wie viel Aufmerksamkeit schenken die US-Medien den Wahlen in Japan, Indien, Argentinien oder irgendeinem anderen Land? Wie viele Amerikaner oder amerikanische Journalisten wissen überhaupt, wer in anderen Ländern – abgesehen von England, Frankreich und Deutschland – ein politisches Amt ausübt? Wer kennt die Namen der Regierungschefs der Schweiz, Hollands, Brasiliens, Japans oder selbst Chinas?

Aber viele kennen Irans Präsidenten Ahmadinejad. Der Grund liegt auf der Hand. Er wird in den US-Medien täglich dämonisiert.

Die Dämonisierung Ahmadinejads durch die US-Medien veranschaulicht an sich schon die amerikanische Ignoranz. Der Präsident Irans ist nicht der Herrscher. Er ist nicht der Oberkommandierende der Streitkräfte. Er kann keine politische Linie festlegen, die ausserhalb der Grenzen liegt, welche die iranischen Herrscher setzen – die Ajatollahs, welche nicht zulassen wollen, dass die iranische Revolution mittels amerikanischen Geldes in einer dieser Farbcode-«Revolutionen» gestürzt wird.

Die Iraner haben bittere Erfahrungen mit der Regierung der Vereinigten Staaten gemacht. Ihre erste demokratische Regierung nach Überwindung des Status der Besetzung und Kolonialisierung in den 1950er Jahren wurde von der US-Regierung gestürzt. An die Stelle des gewählten Kandidaten hat die US-Regierung einen Diktator eingesetzt, der Andersdenkende, die der Meinung waren, Iran sollte ein unabhängiges Land sein und nicht von einer amerikanischen Marionette regiert werden, folterte und ermordete.

Die US-«Supermacht» hat den iranischen islamischen Ajatollahs die iranische Revolution der späten 1970er Jahre nie verziehen: Jene stürzten die amerikanische Marionettenregierung, nahmen die Mitarbeiter der US-Botschaft, die man als «Höhle von Spionen» betrachtete, in Geiselhaft; derweil iranische Studenten die im Aktenvernichter zerstückelten Dokumente der Botschaft wieder zusammensetzten, welche die amerikanische Komplizenschaft bei der Zerstörung der iranischen Demokratie bewiesen.

Die von der Regierung kontrollierten, korporierten US-Medien, ein Propagandaministerium, reagieren auf die Wiederwahl Ahmadinejads mit pausenlosen Berichten über gewalttätige Iraner, die gegen Wahlbetrug protestieren. Der Wahlbetrug wird als Tatsache hingestellt, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt. Die Reaktion der US-Medien auf einen dokumentierten Wahlbetrug während der George W. Bush/Karl Rove-Ära bestand darin, die Beweise des Wahlbetrugs zu ignorieren.

Die Regierungschefs der Marionettenstaaten Grossbritannien und Deutschland haben sich der amerikanischen Operation der psychologischen Kriegsführung angeschlossen. Der diskreditierte britische Aussenminister, David Miliband, brachte an einem Treffen der EU-Minister in Luxemburg seinen «ernsten Zweifel» an Ahmadinejads Sieg zum Ausdruck. Miliband verfügt natürlich über keinerlei unabhängige Quellen. Er folgt lediglich den Instruktionen aus Washington und verlässt sich auf unbestätigte Behauptungen des unterlegenen, von der US-Regierung bevorzugten Kandidaten.

Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin, wurde ebenfalls überredet. Sie berief den iranischen Botschafter ein, um «mehr Transparenz» bezüglich der Wahlen zu fordern.

Selbst die amerikanische Linke hat der Propaganda der US-Regierung beigepflichtet. In einem Artikel in The Nation1 präsentiert Robert Dreyfus die überspannten Ansichten eines iranischen Dissidenten, als stellten sie die endgültige Wahrheit über «die illegitimen Wahlen» dar, indem er sie als «Staatsstreich» bezeichnet.

Wer ist die Informationsquelle für die US-Medien und die amerikanischen Marionettenstaaten? Nur die Behauptungen des unterlegenen Kandidaten, desjenigen, den Amerika bevorzugt.

Es liegen aber harte Beweise für das Gegenteil vor. Amerikanische Meinungsforscher haben vor den Wahlen eine unabhängige, objektive Umfrage durchgeführt. Die Meinungsforscher Ken Ballen vom gemeinnützigen Center for Public Opinion und Patrick Doherty von der gemeinnützigen New America Foundation legen ihre Resultate in der «Washington Post» vom 15. Juni dar. Finanziert wurde die Umfrage durch die Rockefeller Brothers Funds, und durchgeführt wurde sie in Farsi «von einem Umfrageunternehmen, dessen Arbeit in der Region für ABC News und BBC einen Emmy Award erhalten hat».2

Die Resultate der Umfrage, die einzig wirkliche Information, die wir derzeit haben, lassen erkennen, dass die Wahlergebnisse den Willen der iranischen Wähler widerspiegeln. Zu den äusserst interessanten Informationen, welche die Umfrage zutage fördert, zählen die folgenden:

«Viele Experten behaupten, die Höhe des Sieges des amtierenden Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad sei das Resultat von Betrug oder Manipulation, aber unsere landesweite Meinungsumfrage unter den Iranern 3 Wochen vor der Wahl zeigte, dass Ahmadinejad in einem Verhältnis von mehr als 2 zu 1 in Führung lag – klarer noch als die tatsächliche Höhe seines Sieges in den Wahlen.

Während westliche Nachrichtenberichte aus Teheran in den Tagen vor der Wahl eine für Ahamadinejads Haupt-opponenten, Mir-Hossein Moussavi, enthusiastische iranische Öffentlichkeit zeichneten, zeigten unsere wissenschaftlichen Stichproben, die wir in allen 30 Provinzen Irans nahmen, dass Ahmadinejad klar vorne lag.

Das Ausmass der Unterstützung für Ahmadinejad war in der Umfrage vor den Wahlen offensichtlich. Während der Kampagne betonte Moussavi zum Beispiel seine Identität als Aserbaidschaner, der zweitgrössten ethnischen Gruppe in Iran nach den Persern, um die aserbaidschanischen Wähler zu umwerben. Unser Umfrage zeigte aber, dass die Aserbaidschaner Ahmadinejad im Verhältnis von 2 zu 1 den Vorzug vor Moussavi gaben.

Viele Kommentatoren haben die iranische Jugend und das Internet als Vorboten einer Wende in diesen Wahlen dargestellt. Aber unsere Befragung zeigte, dass nur ein Drittel der Iraner überhaupt Zugang zum Internet hat und die 18- bis 24jährigen zugleich den stärksten Wählerblock für Ahamdinejad darstellten.

Die einzigen Bevölkerungsgruppen, bei denen in unserer Umfrage Moussavi gegenüber Ahmadinejad in Führung oder konkurrenzfähig war, waren Universitätsstudenten oder -absolventen und die Iraner mit dem höchsten Einkommen. Als unsere Umfrage durchgeführt wurde, war nahezu ein Drittel der Iraner noch unentschieden. Aber die grundlegenden Verteilungen, die wir damals fanden, widerspiegeln die Resultate, welche von den iranischen Behörden gemeldet wurden, was darauf hinweist, dass die Wahl nicht das Produkt grossflächigen Betruges ist.»

Zahlreiche Nachrichtenberichte thematisierten, dass die US-Regierung ein Programm zur Destabilisierung Irans in die Tat umsetzt. Es gab Berichte darüber, dass die US-Regierung Bombenanschläge und Ermordungen innerhalb Irans finanzierte. Die US-Medien behandeln diese Berichte in prahlerischer Manier als Illustrationen für die Fähigkeit der amerikanischen Supermacht, andersdenkende Länder gefügig zu machen, während einige ausländische Medien in diesen Berichten den Beweis für die inhärente Unmoral der US-Regierung sehen.

Der frühere Armeechef von Pakistan, General Mirza Aslam Beig, äusserte am 15. Juni im Pashto Radio, dass unbestrittene Geheimdienstinformationen belegen, dass die USA in die iranischen Wahlen eingegriffen haben. «Die Dokumente belegen, dass die CIA 400 Millionen Dollar innerhalb Irans ausgab, um nach den Wahlen eine farbige, aber hohle Revolution aus dem Boden schiessen zu lassen.»

Der Erfolg der US-Regierung beim Finanzieren farbiger Revolutionen in den ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Ukraine und in andern Teilen des ehemaligen sowjetischen Imperiums sind weithin berichtet und diskutiert worden, wobei die US-Medien dies als Hinweis auf die Allmacht und das natürliche Recht der USA behandelten, während ausländische Medien darin ein Zeichen der US-Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder sahen. Es liegt sicher im Bereich der Möglichkeiten, dass Mir-Hossein Moussavi ein gekaufter und bezahlter Agent der US-Regierung ist. Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die US-Regierung mittels US-Medien und ausländischer Medien Operationen psychologischer Kriegführung führt, die sowohl auf Amerikaner als auch auf Ausländer zielen. Zu diesem Thema sind viele Artikel publiziert worden.

Denken Sie über die iranischen Wahlen vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes nach. Weder ich noch die grosse Mehrheit der Leser sind Iran-Experten. Aber vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes betrachtet: Stünde Ihr Land von zwei Ländern mit weit mächtigeren Militärapparaten unter der ständigen Drohung eines Angriffes, wie es Iran von seiten der USA und Israel ist, würden Sie dann den besten Verteidiger Ihres Landes im Stich lassen und den bevorzugten Kandidaten der USA und Israels wählen?

Glauben Sie, die Iraner hätten gewählt, um ein amerikanischer Marionettenstaat zu werden?

Iran ist eine geschichtsträchtige und gebildete Gesellschaft. Ein grosser Teil der intellektuellen Klasse ist säkularisiert. Ein signifikanter, wenn auch kleiner Prozentsatz der Jugend hat sich der westlichen Hingabe an persönliches Vergnügen und Selbstbefangenheit verschrieben. Diese Leute können leicht mit amerikanischem Geld organisiert werden, um ihre Regierung und die islamischen Einschränkungen im persönlichen Verhalten auszupfeifen.

Die US-Regierung nutzt diese verwestlichten Iraner aus, um eine Basis zur Diskreditierung der iranischen Wahlen und der iranischen Regierung zu schaffen.

Am 14. Juni billigte das McClatchy Washington Bureau [3], das manchmal versucht, die wirklichen Nachrichten zu berichten, die psychologische Kriegsführung Washingtons und erklärte: «Die Resultate der Wahlen in Iran erschweren die Kontaktbemühungen Obamas». Hier beginnt sich die hässliche Fratze der Ausrede vom «diplomatischen Misserfolg» zu zeigen, so dass nur eine militärische Lösung übrigbleibe.

Als jemand, der die Vorgänge alle im Innern der US-Regierung erlebt hat, denke ich, dass die US-Regierung mit der Manipulation der amerikanischen Medien und derjenigen der Marionettenregierungen beabsichtigt, die iranische Regierung dadurch zu diskreditieren, dass sie diese Regierung als Unterdrücker des iranischen Volkes hinstellt, die den Willen des iranischen Volkes vereitelt. So baut die US-Regierung Iran für einen militärischen Angriff auf.

Mit Hilfe von Moussavi erzeugt die US-Regierung ein weiteres «unterdrücktes Volk», das – wie die Iraker unter Saddam Hussein – amerikanischen Blutes und Geldes zu ihrer Befreiung bedarf. Wurde Moussavi, der Kandidat Amerikas in den iranischen Wahlen, der rundum geschlagen wurde, von Washington ausgewählt, um der amerikanische Marionettenherrscher Irans zu werden?

Die grosse Macho-Supermacht ist begierig darauf, ihre Hegemonie über das iranische Volk wiederherzustellen und so die offene Rechnung mit den Ayatollahs zu begleichen, welche 1978 die amerikanische Herrschaft in Iran gestürzt hatten. Das ist das Drehbuch. Sie sehen es jede Minute im US-Fernsehen.

Eine endlose Reihe von «Experten» unterstützt das Drehbuch. Als ein Beispiel unter Hunderten finden wir Gary Sick, der früher im Nationalen Sicherheitsrat tätig war und gegenwärtig an der Columbia University lehrt.

«Wenn sie etwas bescheidener gewesen wären und gesagt hätten, Ahmadinejad habe mit 51 Prozent gewonnen», sagte Sick, hätten die Iraner Zweifel gehabt, aber hätten es eher akzeptiert. Aber die Beteuerung der Regierung, dass Ahmadinejad mit 62 Prozent der Wählerstimmen gewonnen hat, «ist nicht glaubwürdig». «Ich denke» fährt Sick fort, «es markierte eine eigentliche Übergangsstelle in der iranischen Revolution, von einer Position, in der beansprucht wird, die eigene Legitimität auf Grund der Unterstützung der Bevölkerung zu haben zu einer Position, die zunehmend auf Repression setzt. Die Stimme des Volkes wird ignoriert.»

Die einzige handfeste Information ist die oben erwähnte Umfrage. Die Befragung stellte fest, dass Ahmadinejad mit einem Vorsprung von 2 zu 1 der favorisierte Kandidat war.

Aber wie bei allem anderen, das mit der amerikanischen Hegemonie über andere Völker zu tun hat, spielen Fakten und Wahrheit keine Rolle. Lügen und Propaganda herrschen.

Zerfressen von seiner Leidenschaft nach Hegemonie, ist Amerika getrieben, über andere zu triumphieren, Moral und Gerechtigkeit zu verdammen. Das die Welt bedrohende Drehbuch wird gespielt werden, bis Amerika sich selbst in den Bankrott führt und den Rest der Welt so vor den Kopf gestossen hat, dass es isoliert und überall verachtet wird.  

Lesehinweise:

[1]  Laut Wikipedia eine politisch linksgerichtete Wochenzeitschrift in den Vereinigten Staaten.

[2]  The Iranian People Speak. By Ken Ballen and Patrick Doherty. Washington Post, 15. Juni 2009. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/06/14/AR2009061401757.html?nav=rss_opinion/columns

[3]  McClatchy ist ein amerikanisches Verlagsunternehmen mit insgesamt etwa 14 000 Mitarbeitern, das mehrere Zeitungen und Internet-Informationsplattformen, darunter das Washington Bureau, unterhält.

Quelle

Successful revolutions have three phases. First, a strategically located single or limited segment of society begins vocally to express resentment, asserting itself in the streets of a major city, usually the capital. This segment is joined by other segments in the city and by segments elsewhere as the demonstration spreads to other cities and becomes more assertive, disruptive and potentially violent. As resistance to the regime spreads, the regime deploys its military and security forces. These forces, drawn from resisting social segments and isolated from the rest of society, turn on the regime, and stop following the regime’s orders. This is what happened to the Shah of Iran in 1979; it is also what happened in Russia in 1917 or in Romania in 1989.

Revolutions fail when no one joins the initial segment, meaning the initial demonstrators are the ones who find themselves socially isolated. When the demonstrations do not spread to other cities, the demonstrations either peter out or the regime brings in the security and military forces — who remain loyal to the regime and frequently personally hostile to the demonstrators — and use force to suppress the rising to the extent necessary. This is what happened in Tiananmen Square in China: The students who rose up were not joined by others. Military forces who were not only loyal to the regime but hostile to the students were brought in, and the students were crushed.

A Question of Support

This is also what happened in Iran this week. The global media, obsessively focused on the initial demonstrators — who were supporters of Iranian President Mahmoud Ahmadinejad’s opponents — failed to notice that while large, the demonstrations primarily consisted of the same type of people demonstrating. Amid the breathless reporting on the demonstrations, reporters failed to notice that the uprising was not spreading to other classes and to other areas. In constantly interviewing English-speaking demonstrators, they failed to note just how many of the demonstrators spoke English and had smartphones. The media thus did not recognize these as the signs of a failing revolution.

Later, when Ayatollah Ali Khamenei spoke Friday and called out the Islamic Revolutionary Guard Corps, they failed to understand that the troops — definitely not drawn from what we might call the “Twittering classes,” would remain loyal to the regime for ideological and social reasons. The troops had about as much sympathy for the demonstrators as a small-town boy from Alabama might have for a Harvard postdoc. Failing to understand the social tensions in Iran, the reporters deluded themselves into thinking they were witnessing a general uprising. But this was not St. Petersburg in 1917 or Bucharest in 1989 — it was Tiananmen Square.

In the global discussion last week outside Iran, there was a great deal of confusion about basic facts. For example, it is said that the urban-rural distinction in Iran is not critical any longer because according to the United Nations, 68 percent of Iranians are urbanized. This is an important point because it implies Iran is homogeneous and the demonstrators representative of the country. The problem is the Iranian definition of urban — and this is quite common around the world — includes very small communities (some with only a few thousand people) as “urban.” But the social difference between someone living in a town with 10,000 people and someone living in Tehran is the difference between someone living in Bastrop, Texas and someone living in New York. We can assure you that that difference is not only vast, but that most of the good people of Bastrop and the fine people of New York would probably not see the world the same way. The failure to understand the dramatic diversity of Iranian society led observers to assume that students at Iran’s elite university somehow spoke for the rest of the country.

Tehran proper has about 8 million inhabitants; its suburbs bring it to about 13 million people out of Iran’s total population of 70.5 million. Tehran accounts for about 20 percent of Iran, but as we know, the cab driver and the construction worker are not socially linked to students at elite universities. There are six cities with populations between 1 million and 2.4 million people and 11 with populations of about 500,000. Including Tehran proper, 15.5 million people live in cities with more than 1 million and 19.7 million in cities greater than 500,000. Iran has 80 cities with more than 100,000. But given that Waco, Texas, has more than 100,000 people, inferences of social similarities between cities with 100,000 and 5 million are tenuous. And with metro Oklahoma City having more than a million people, it becomes plain that urbanization has many faces.

Winning the Election With or Without Fraud

We continue to believe two things: that vote fraud occurred, and that Ahmadinejad likely would have won without it. Very little direct evidence has emerged to establish vote fraud, but several things seem suspect.

For example, the speed of the vote count has been taken as a sign of fraud, as it should have been impossible to count votes that fast. The polls originally were to have closed at 7 p.m. local time, but voting hours were extended until 10 p.m. because of the number of voters in line. By 11:45 p.m. about 20 percent of the vote had been counted. By 5:20 a.m. the next day, with almost all votes counted, the election commission declared Ahmadinejad the winner. The vote count thus took about seven hours. (Remember there were no senators, congressmen, city council members or school board members being counted — just the presidential race.) Intriguingly, this is about the same time it took in 2005, though reformists that claimed fraud back then did not stress the counting time in their allegations.

The counting mechanism is simple: Iran has 47,000 voting stations, plus 14,000 roaming stations that travel from tiny village to tiny village, staying there for a short time before moving on. That creates 61,000 ballot boxes designed to receive roughly the same number of votes. That would mean that each station would have been counting about 500 ballots, or about 70 votes per hour. With counting beginning at 10 p.m., concluding seven hours later does not necessarily indicate fraud or anything else. The Iranian presidential election system is designed for simplicity: one race to count in one time zone, and all counting beginning at the same time in all regions, we would expect the numbers to come in a somewhat linear fashion as rural and urban voting patterns would balance each other out — explaining why voting percentages didn’t change much during the night.

It has been pointed out that some of the candidates didn’t even carry their own provinces or districts. We remember that Al Gore didn’t carry Tennessee in 2000. We also remember Ralph Nader, who also didn’t carry his home precinct in part because people didn’t want to spend their vote on someone unlikely to win — an effect probably felt by the two smaller candidates in the Iranian election.

That Mousavi didn’t carry his own province is more interesting. Flynt Leverett and Hillary Mann Leverett writing in Politico make some interesting points on this. As an ethnic Azeri, it was assumed that Mousavi would carry his Azeri-named and -dominated home province. But they also point out that Ahmadinejad also speaks Azeri, and made multiple campaign appearances in the district. They also point out that Khamenei is Azeri. In sum, winning that district was by no means certain for Mousavi, so losing it does not automatically signal fraud. It raised suspicions, but by no means was a smoking gun.

We do not doubt that fraud occurred during the Iranian election. For example, 99.4 percent of potential voters voted in Mazandaran province, a mostly secular area home to the shah’s family. Ahmadinejad carried the province by a 2.2 to 1 ratio. That is one heck of a turnout and level of support for a province that lost everything when the mullahs took over 30 years ago. But even if you take all of the suspect cases and added them together, it would not have changed the outcome. The fact is that Ahmadinejad’s vote in 2009 was extremely close to his victory percentage in 2005. And while the Western media portrayed Ahmadinejad’s performance in the presidential debates ahead of the election as dismal, embarrassing and indicative of an imminent electoral defeat, many Iranians who viewed those debates — including some of the most hardcore Mousavi supporters — acknowledge that Ahmadinejad outperformed his opponents by a landslide.

Mousavi persuasively detailed his fraud claims Sunday, and they have yet to be rebutted. But if his claims of the extent of fraud were true, the protests should have spread rapidly by social segment and geography to the millions of people who even the central government asserts voted for him. Certainly, Mousavi supporters believed they would win the election based in part on highly flawed polls, and when they didn’t, they assumed they were robbed and took to the streets.

But critically, the protesters were not joined by any of the millions whose votes the protesters alleged were stolen. In a complete hijacking of the election by some 13 million votes by an extremely unpopular candidate, we would have expected to see the core of Mousavi’s supporters joined by others who had been disenfranchised. On last Monday, Tuesday and Wednesday, when the demonstrations were at their height, the millions of Mousavi voters should have made their appearance. They didn’t. We might assume that the security apparatus intimidated some, but surely more than just the Tehran professional and student classes possess civic courage. While appearing large, the demonstrations actually comprised a small fraction of society.

Tensions Among the Political Elite

All of this is not to say there are not tremendous tensions within the Iranian political elite. That no revolution broke out does not mean there isn’t a crisis in the political elite, particularly among the clerics. But that crisis does not cut the way Western common sense would have it. Many of Iran’s religious leaders see Ahmadinejad as hostile to their interests, as threatening their financial prerogatives, and as taking international risks they don’t want to take. Ahmadinejad’s political popularity in fact rests on his populist hostility to what he sees as the corruption of the clerics and their families and his strong stand on Iranian national security issues.

The clerics are divided among themselves, but many wanted to see Ahmadinejad lose to protect their own interests. Khamenei, the supreme leader, faced a difficult choice last Friday. He could demand a major recount or even new elections, or he could validate what happened. Khamenei speaks for a sizable chunk of the ruling elite, but also has had to rule by consensus among both clerical and non-clerical forces. Many powerful clerics like Ali Akbar Hashemi Rafsanjani wanted Khamenei to reverse the election, and we suspect Khamenei wished he could have found a way to do it. But as the defender of the regime, he was afraid to. Mousavi supporters’ demonstrations would have been nothing compared to the firestorm among Ahmadinejad supporters — both voters and the security forces — had their candidate been denied. Khamenei wasn’t going to flirt with disaster, so he endorsed the outcome.

The Western media misunderstood this because they didn’t understand that Ahmadinejad does not speak for the clerics but against them, that many of the clerics were working for his defeat, and that Ahmadinejad has enormous pull in the country’s security apparatus. The reason Western media missed this is because they bought into the concept of the stolen election, therefore failing to see Ahmadinejad’s support and the widespread dissatisfaction with the old clerical elite. The Western media simply didn’t understand that the most traditional and pious segments of Iranian society support Ahmadinejad because he opposes the old ruling elite. Instead, they assumed this was like Prague or Budapest in 1989, with a broad-based uprising in favor of liberalism against an unpopular regime.

Tehran in 2009, however, was a struggle between two main factions, both of which supported the Islamic republic as it was. There were the clerics, who have dominated the regime since 1979 and had grown wealthy in the process. And there was Ahmadinejad, who felt the ruling clerical elite had betrayed the revolution with their personal excesses. And there also was the small faction the BBC and CNN kept focusing on — the demonstrators in the streets who want to dramatically liberalize the Islamic republic. This faction never stood a chance of taking power, whether by election or revolution. The two main factions used the third smaller faction in various ways, however. Ahmadinejad used it to make his case that the clerics who supported them, like Rafsanjani, would risk the revolution and play into the hands of the Americans and British to protect their own wealth. Meanwhile, Rafsanjani argued behind the scenes that the unrest was the tip of the iceberg, and that Ahmadinejad had to be replaced. Khamenei, an astute politician, examined the data and supported Ahmadinejad.

Now, as we saw after Tiananmen Square, we will see a reshuffling among the elite. Those who backed Mousavi will be on the defensive. By contrast, those who supported Ahmadinejad are in a powerful position. There is a massive crisis in the elite, but this crisis has nothing to do with liberalization: It has to do with power and prerogatives among the elite. Having been forced by the election and Khamenei to live with Ahmadinejad, some will make deals while some will fight — but Ahmadinejad is well-positioned to win this battle.

Quelle

… und es ist nicht Moussavi.

Bei einer Rede vor dem Presseclub in Washington gestern tupfte Reza Pahlevi mit einem Seidentuch seine Krokodilstränen aus den Augen. Der frühere persische Kronprinz hatte gerade von Neda erzählt, jenem jungen Mädchen, das auf Teherans Strassen erschossen wurde, obwohl wie er sagte „ihr einziges Verbrechen der Wunsch nach Freiheit war“.

Wie emotional, es fehlte nur noch der Heiligenschein über seinen Kopf.

Hinter Pahlevi waren Plakate aufgestellt: eine blutverschmierte, gen Himmel gereckte Hand; ein Meer aus Demonstranten; zivile Sicherheitskräfte, die einen am Boden liegenden Mann verprügeln. Ein geschickt inszenierte, rührende Staffage, um auf seine Gefühle für das iranische Volk und seinen Führungsanspruch aufmerksam zu machen.

Vergessen zu erwähnen hat er aber, dass sein Vater, Mohamed Reza, der Schah von Persien, mit seinem von der CIA ausgebildeten Geheimpolizei SAVAK damals die Menschen in den Strassen von Teheran zusammenprügeln und erschiessen liess, bevor er durch die islamische Revolution 1979 vom Pfauenthron gestürzt wurde.

Reza Pahlevi (48) plant schon seit langem die Rückkehr in den Iran, um den Platz seines Vaters wieder einzunehmen. Jetzt, glaubt Pahlevi, ist seine Chance gekommen, könnte der islamischen Revolutionsregierung tatsächlich die letzte Stunde schlagen:

Meine Damen und Herren, eine Bewegung wurde geboren. Diese Bewegung wird nicht ruhen, bis im Iran uneingeschränkte Demokratie herrscht. Selbst wenn die junge Protestbewegung nicht sofort Erfolg haben sollte, liessen sich die Veränderungen in seiner Heimat nicht ungeschehen machen.

Die Linie im Sand wurde gezogen„, sagt Pahlevi. Revolutionsführer Ali Khamenei habe es der Opposition mit seiner Unterstützung für den umstrittenen Wahlsieger Mahmud Ahmadinejad unmöglich gemacht, etwas anderes zu fordern als den Regimewechsel.

Den Begriff „Regimewechsel“ kennen wir ja bereits zur Genüge, damit ist die Installation einer pro-amerikanischen,pro-zionistischen, korrupten Regierung gemeint, die das Land an die westlichen Ölkonzerne ausverkauft, zum Nachteil der Bevölkerung. Dieses dreckige Spiel hatte bereits sein Vater jahrzehntelang praktiziert, nachdem er ebenfalls durch einen „Regime Change“ mit Hilfe der CIA, den demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mossadegh 1953 stürzte, der den „Fehler“ machte die Ölindustrie zu verstaatlichen.

Leider begreifen die jungen Menschen die jetzt im Iran auf die Strasse gehen und einen berechtigte Veränderung fordern nicht wo die Reise hingehen soll, was sie eigentlich mit ihrem Protest möglicherweise mithelfen umzusetzen, eine Rückkehr zu einer Diktatur durch ein Regime, welches von Washington aus gesteuert wird.

Nach dem sie den Weg geebnet haben, wird ihnen das Heft aus der Hand genommen und die westliche Marionette übernimmt das Sagen. Es ist naiv zu glauben, es wird dann eine wirklich demokratische Regierung an die Macht kommen, die unabhängig ist und im Interesse der Iraner Politik betreibt. Das ist ein unrealistischer Wunschtraum. Das wird Washington nicht zulassen, haben sie noch nie.

Ausserdem, wer meint man kann eine säkulare parlamentarische Demokratie etablieren, oder sogar eine Monarchie, der kennt die Verhältnisse und die Mentalität der Mehrheit der Iraner nicht. Sie wollen keine Trennung zwischen Staat und Islam, das hatten sie ja schon alles, und eine Monarchie mit einer Klasse der Reichen, die in Saus und Braus lebt und sie ausbeutet und unterdrückt, erst recht nicht.

Die Bush-Regierung hat bereits den Sohn des Schah als zukünftigen Führer ausgewählt, genau wie sie Hamid Karzai für Afghanistan, Ahmed Chalabi für den Irak und Micheil Saakaschwili für Georien vorgesehen hatten, alles korrupte Marionetten die nach der Pfeife der USA tanzen.

Hinter Reza Pahlevi stehen Michael Ledeen, Rob Sobhani und Morris Amitay, ehemalige Direktoren der grössten israelischen Lobby-Gruppe der American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), die ihre Kräfte mit dem American Enterprise Institute gebündelt hat, welche die Zukunft des Iran bestimmen und einen „Regime Change“ wollen. AIPAC hat mehrmals bereits die Unterstützung der Wiederbesteigung des Throns durch Pahlevi angekündigt.

Der Vorsitzende des American Enterprise Institutes, Michael Ledeen, hat sich vehement für einen Regimewechsel eingesetzt und hat das Weisse Haus in dieser Sache beraten. Ledeen und Sobhani gründeten die Coalition for Democracy in Iran (CDI) um diesen Wechsel zu forcieren.

Rob Sobhani kennt Reza Pahlevi schon seit seiner Kindheit. Er ist Spezialist für Energiepolitik, hat seine Finger überall in Washington drin und war Berater für den geplanten Bau einer Pipeline durch Afghanistan. Er hat iranische Vorfahren und meint deshalb er wäre ein Experte, der alles über die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des Iran kennt.

Sobhanis Interesse an einem Regimewechsel ist rein wirtschaftlich, was perfekt zu den Motiven der US-Politik passt. Nach dem er von der Georgetown Universität graduierte, wurde er Chef der Caspian Energy Consulting, eine Firma die sich auf den Transport und Verkauf von kaspischen Öl spezialisiert hat. Die Absicht ist, nach dem Sturz der islamischen Revolutionsregierung, den Transport von Erdöl aus dem Kaspischen Meer über iranisches Territorium zu ermöglichen.

AIPAC auf der anderen Seite sieht Vorteile für Israel, wenn die Mullahs nicht mehr am Ruder sind. Schliesslich hatte Israel sehr gute Beziehungen mit dem Iran während der Herrschaft des Schah. Ausserdem würde in ihren Augen ein Regimewechsel die Unterstützung der Hisbollah und der Hamas durch die islamische Regierung beenden.

Ledeen und Sobhani wollen den Putsch abwarten, um dann Reza Pahlevi als Retter des iranischen Volkes zu präsentieren. Wir haben also eine Gruppe bestehend aus konservativen Neocons, Pro-Israel Lobby und Monarchisten welche die iranische Regierung stürzen wollen, um ihren „König“ an die Macht zu bringen. Im Pentagon haben einige die Ansicht, die Reformer unter der Führung von Moussavi sind nur Mullahs mit Engelsgesichtern und ein Regimewechsel ist unausweichlich.

Das Paradoxe ist, dass ja die Amerikaner die Hauptkraft hinter der Machtübernahme durch Ayatollah Khomeini und der islamischen Revolution damals waren, um den Schah loszuwerden, der zu alt wurde und nicht mehr spurte. Washington meinte damit die Sowjetunion eingrenzen zu können, in dem sie einen „grünen Gürtel“ gegen den „gottlosen Kommunismus“ rundherum ziehen. Sie wechselten sozusagen die Krone gegen den Turban aus. Das wissen die Iraner und sie wissen auch, dass Amerika immer schon ihre Regierung bestimmt hat.

Sollte die Pahlevi-Dynastie durch Amerika wieder an die Macht gebracht werden, würde es für die Iraner nur eine Fortsetzung der Einflussnahme in den inneren Angelegenheit des Landes, sowie eine andere Form der Unterdrückung bedeuten.

Die Zurückhaltung von Obama betreffend der Ereignisse im Iran und weil er Moussavi nicht erwähnt, kann man das als Zeichen deuten, Washington unterstützt eine dritte Person, die in den Startlöchern bereit steht.

Aber die Iraner haben nicht vergessen, dass Amerika die treibende Kraft hinter den Krieg des Irak gegen den Iran war, um das Land zu schwächen und die Regierung zu stürzen. Die Iraner hätten nämlich den Krieg gewonnen, wenn Saddam Hussein nicht massiv von den USA mit Waffen beliefert worden wäre. Auch das Giftgas welches eingesetzt wurde um Iraner zu töten war „made in west“. Und der Abschuss der iranischen Passagiermaschine über den Persischen Golf 1988, bei dem 290 Passagiere getötet wurden, stösst ihnen immer noch bitter auf.

Deshalb, jeder Regimewechsel der offensichtlich durch die USA gemacht wird und jede Regierung die den Iranern vor die Nase gesetzt wird, wird abgelehnt. Einen wirklichen positiven Wandel gibt es nur, wenn die Iraner aus sich selber entscheiden, welche Staatsform die beste für sie ist und wer sie in die Zukunft führen soll, ohne ausländische Einmischung.

Die besserwisserische Mentalität und Arroganz, anderen Völkern zu ihrem „Glück“ zu zwingen, sowie die Hegemoniebestrebungen sind gescheitert. Das beste was der Westen tun kann wäre, die Sanktionen sofort aufzuheben und sich aus allem rauszuhalten. Damit würde man den Menschen im Iran wirklich helfen, die Not lindern, die Situation beruhigen.

Die seit Jahrzehnten andauernde Einflussnahme, Einmischung und Bestrafung des Iran durch den Westens muss endlich aufhören. Der Iran hatte ja ein funktionierende Demokratie, bis Amerika sie ihnen wegnahm!

Beachtet in diesem Video welche Fahnen die Demonstraten vor dem Weissen Haus schwingen. Es ist nicht die Flagge des Iran, die seit 1980 gültig ist, sondern die des Schah. Ein Zeichen wer hinter dieser Aktion steckt und was die Absicht ist.

Unterlegener Präsidentschaftskandidat Rezaie zog seine Beschwerde gegen die Wahlergebnisse zurück – „Zu wenig Zeit“

Die Front der Opposition gegen die umstrittene Präsidentenwahl im Iran scheint zu bröckeln. Wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA am Mittwoch meldete, zog der unterlegene Präsidentschaftskandidat Mohsen Rezaie seine Beschwerde gegen die Wahlergebnisse zurück.

Er rechtfertigte diesen Schritt demnach damit, dass „die politische, Sicherheits- und soziale Lage des Landes in eine sensible und entscheidenden Phase eingetreten ist, die wichtiger ist als die Wahlen.“ 

Zu wenig Zeit für Prüfung

In einem vom IRNA zitierten Schreiben bedauerte der konservative Kandidat Mohsen Rezaie auch, dass dem zuständigen Wächterrat trotz eines fünftägigen Aufschubs zu wenig Zeit bliebe, um die gemeldeten Fälle von Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentenwahl zu prüfen. Als „Soldat der Revolution“ sehe er es als seine Pflicht an, den Wächterrat darüber zu informieren, dass er auf eine „Weiterverfolgung seiner Klage“ verzichte.

Der frühere Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden hatte vergangenen Donnerstag gemeinsam mit den ebenso in der Wahl unterlegenen Kandidaten Mir-Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi Beschwerde gegen den Ausgang der Präsidentenwahl vom 12. Juni eingelegt, die Amtsinhaber Mahmoud Ahmadinejad nach offiziellen Angaben mit 63 Prozent der Stimmen für sich entschieden haben soll. Insgesamt listeten sie 646 Unregelmäßigkeiten auf. Am Dienstag veröffentlichte Oppositionsführer Moussavi auf seiner Internetseite einen detaillierten Bericht zu den mutmaßlichen Betrugsfällen.

Der Wächterrat hatte am Dienstag zwar die Verkündung des Wahlergebnisses um fünf Tage verschoben, um die Beschwerden zu prüfen. Gleichzeitig aber verkündete er, dass die Wahl nicht annulliert werde, weil es keine größeren Unregelmäßigkeiten gegeben habe. Der neue Präsident und die Regierung sollten zwischen dem 26. Juli und dem 19. August vereidigt werden. Eine massive Präsenz der Sicherheitskräfte verhinderte am Dienstag in Teheran offenbar weitere Massenproteste der Opposition gegen die Präsidentenwahl.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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