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Am 17. dieses Monats jährt sich die gescheiterte US-Invasion zum 50. Mal

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Der kleine Staat Panama könnte ein Paradies sein. Panama ist nicht nur mit wunderschönen tropischen Stränden zur Erholung, sondern obendrein auch noch mit dem Panamakanal als steter Einkommensquelle gesegnet. Doch die Segnungen haben Panama nur wenig Glück gebracht, denn die USA messen dem Panamakanal strategische Bedeutung zu und sehen sich deshalb ermächtigt, in Panama nach Gutdünken zu schalten und zu walten, zu putschen und zu morden.

Eine ganz schlimme Bedrohung für die USA war Panamas Regierungschef Omar Torrijos, der es US-Präsident Jimmy Carter 1977 abgetrotzt hatte, einen Vertrag zu unterzeichnen, dass Panama schon zum 31.12.1999 die staatliche Souveränität über den Panamakanal erhalten durfte, wobei sich Panama jedoch selbstverständlich gleichzeitig in einem weiteren Vertrag den USA gegenüber dazu verpflichten musste, eine von den USA akzeptierte demokratische Regierungsform zu haben und bei der Verwaltung des Panamakanals die Interessen der USA zu berücksichtigen. Doch Omar Torrijos war nicht nett zu den USA und plante dann einfach, mit asiatischen Investoren einen zweiten Panamakanal zu bauen.

Soviel Ketzerei musste natürlich bestraft werden. Kaum war Ronald Reagan an der Macht, kam Omar Torrijos bei einem von der CIA-gesehenen Flugzeugabsturz ums Leben und der von den USA ausgebildete demokratische Diktator Manuel Noriega durfte fortan Panama regieren. Doch auch Dikator Manuel Noriega verkrachte sich dann mit den USA, weil er Torrijos Pläne wieder aufnahm, einen neuen Kanal durch Panama zu bauen.

US-Präsident George H.W. Bush beendete die Spielchen des aufmüpfigen Diktators 1989, in dem er das US-Militär ein paar Tausend Einwohner Panamas ermorden ließ, um Manuel Noriega in die USA zu entführen und diesen dort wegen Aufmüpfigkeit für den Rest seines Lebens ins Gefängnis zu sperren.

Seitdem herrschen in Panama wieder Verhältnisse, wie sie die USA lieben. Der amerikanische Geheimdienst DEA, dessen Kernaufgabe es ist, der CIA missliebige Konkurrenz im Drogenhandel vom Leib zu halten, hört – streng geheim versteht sich – in Panama die Telefone ab und US-Botschafterin Barbara J. Stephenson at den Auftrag, aus Panama in zehn Jahren ein “stabiles, sicheres, demokratisches und prosperierendes Land” zu machen, das freundlich zu den USA ist und den Panama-Kanal selbst verwalten kann.

Am 03. Mai 2009 wurde nach einer Wahkampagne mit Schwerpunkt Rechtstaatlichkeit mit dem Supermarkt-Ketten-Boss Ricardo Martinelli ein rechtsgerichteter Pro-US-Kandidat zum Präsidenten Panamas gewählt. Am 22. August berichtete Botschafterin Stephenson in Cable #09PANAMA639 nach Washington, dass Ricardo Martinelli von der US-Botschaft verlangt hat, dass das Telefonabhörprogramm der DEA dazu benutzt wird, um für den Präsidenten am rechtsstaatlichen Prozess Panamas vorbei die Telefone politischer Gegner abzuhören.

Botschafterin Stephenson ist entsetzt und schimpft wie ein Rohrspatz über Panama im Allgemeinen und seinen von geheimen Telefonüberwachungen besessenen US-freundlichen Präsidenten im Besonderen. Panama ist klein, und wenn deshalb, was sie vermutet, irgendwann rauskommt, dass die USA Panama’s Präsidenten beim illegalen abhören politischer Gegner behilflich ist, dann könnte das das Ansehen der USA in Panama beeinträchtigen. Und außerdem würden die USA dadurch erpressbar, denn jeder, der davon wüsste, könnte dann ja zukünftig die USA damit erpressen, die illegalen Aktionen aufzudecken. Panamas Präsidenten Ricardo Martinelli, von dem sie annimmt, er wolle, dass die DEA seine illegalen Abhöraktionen durchführt, um im Falle des Auffliegens die Schuld auf die USA schieben zu können, erklärt US-Botschafterin Stephenson dem Cable zufolge resolut, er möge seine illegalen Abhöraktionen gefälligst selbst durchführen.

Doch das feste Auftreten der sicher sehr rechtschaffenen, doch leider etwas naiven US-Botschafterin Stephenson wird schnell weicher. Bereits am 24.12.2009 telegrafiert sie in Cable#09PANAMA905
nach Washington, sie erbitte Anweisungen, wie sie sich weiter verhalten soll. Panamas Rechtsstaatlichkeits-Präsident Ricardo Martinelli bestehe darauf, dass die DEA die von ihm gewünschte illegale Telefonüberwachung seiner politischen Gegner durchführt, und droht anderenfalls damit, die geheime Telefonüberwachung der DEA ganz zu stoppen. Die DEA wolle ihr geheimes Telefonüberwachungspogramm in Panama aber nicht stoppen.

Die Antwort der Zentrale auf Barabara Stephensons Bitte um Anweisungen ist bisher nicht bekannt. Sicher bekannt ist aber, dass Panamas rechter Präsident Ricardo Martinelli, der sich selbst für ein Gegengewicht zum linken Hugo Chavez hält, in Zukunft niemanden mehr die Lüge auftischen braucht, er sei Präsident Panamas, um in Panama Rechtsstaatlichkeit durchzusetzen.

Quelle

Die Obama-Regierung hat bekannt gegeben, dass die Ex-Präsidenten Bill Clinton und George W. Bush gemeinsam eine Spendenkampagne für die Rettungsmaßnahmen nach dem Erdbeben in Haiti leiten werden. In seiner Radioansprache erklärte Obama am Samstag: „Diese beiden führenden Persönlichkeiten senden dem Volk von Haiti und der Welt eine Botschaft. In der Stunde der Not sind die Vereinigten Staaten vereint.“

Die Botschaft der Ernennung Clintons und Bushs ist in der Tat aussagekräftig, aber kaum in der Weise, wie das Weiße Haus und die amerikanischen Medien es hingestellt haben. Indem er seine beiden unmittelbaren Vorgänger ausgewählt hat, d.h. diejenigen, die die Politik der USA für die Karibik seit 1993 bestimmt haben, demonstriert Obama, dass die grauenvolle menschliche Tragödie in Haiti keine Änderung der räuberischen Politik des US-Imperialismus in diesem verarmten halbkolonialen Land bewirken wird.

Jeweils acht Jahre lang waren Clinton und Bush direkt bis zum Hals in mehrere politische Ränke und militärische Interventionen verstrickt, die eine große Rolle dabei gespielt haben, Armut, Rückständigkeit und Unterdrückung in Haiti zu verewigen. Das hat nicht wenig zu der Katastrophe beigetragen, die das Land am Dienstag ereilt hat. Beide haben das Blut haitianischer Arbeiter und Bauern an ihren Händen.

Clinton kam unmittelbar nach dem Militärputsch ins Amt, der den ersten demokratisch gewählten Präsidenten, den populistischen Priester Jean-Bertrand Aristide, stürzte. Der Putsch hatte die Unterstützung der Regierung von Bush Senior, die Aristide als unwillkommenen und potentiell gefährlichen Radikalen ansah.

Die Demokratische Regierung Clintons unternahm einen taktischen Schwenk. Clinton verhängte, Wirtschaftssanktionen gegen die Junta in Haiti, die die ersten Regungen einer Exportindustrie Haitis wieder zunichte machten. Dann schickte er Marines nach Haiti – zum dritten Mal im 20. Jahrhundert -, die den Putschführer, General Raoul Cedras, zum Rückzug zwangen. Die USA setzten Aristide wieder ins Präsidentenamt ein, nachdem er versichert hatte, weder die Vorherrschaft Washingtons noch die der haitianischen Elite in Frage zu stellen, und auch nicht 1996 zur Wiederwahl antreten werde.

Nach Aristides vereinbartem Rückzug folgte ihm René Préval nach, dessen erste seiner zwei Amtszeiten von 1996 bis 2001 dauerte. Er führte die vom Internationalen Währungsfond diktierte „strukturelle Anpassung“ aus, die die Arbeitslosigkeit in die Höhe trieb, den öffentlichen Dienst reduzierte und die einheimischen Reisbauern ruinierte.

Als Aristides Partei Fanmi Lavalas die Parlamentswahlen im Mai 2000 deutlich gewann, weigerten sich die Clinton-Regierung und die Republikanische Mehrheit im Kongress das Wahlergebnis anzuerkennen und stoppten die amerikanischen Hilfsprogramme. Aristide kehrte im November 2000 nach einem Erdrutschsieg ins Präsidentenamt zurück und war sofort mit der unversöhnlichen Feindschaft der Bush-Regierung konfrontiert.

Drei Jahre lang wurde Haiti ausgehungert. Amerikanische Hilfen wurden gestrichen, die Bush-Regierung blockierte auch internationale Hilfen und isolierte die Regierung Aristides. Schließlich griff das amerikanische Militär im Februar 2004 erneut in Haiti ein, nachdem die Elite Haitis mit verdeckter amerikanischer Unterstützung Proteste vom Zaun gebrochen hatte. Aristide wurde ergriffen und ins Ausland ins Exil geschafft.

Die Marines übergaben die Kontrolle des Landes praktisch einer UN-Friedenstruppe, für die Brasilien den größten Teil der Soldaten stellte. Sie unterstützte mehrere nicht gewählte Ministerpräsidenten bis zu den Wahlen 2006, von denen Kandidaten von Fanmi Lavalas weitgehend ausgeschlossen waren. René Préval wurde zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt. Seine Amtszeit endet Ende dieses Jahres. Einst Anhänger und bekennender politischer „Zwilling“ Aristides, hat Préval inzwischen längst seinen Frieden mit Washington und der herrschenden Elite in Haiti gemacht. Seine zweite Amtszeit war von sklavischer Unterordnung unter die wirtschaftlichen Rezepte der Wall Street und des Internationalen Währungsfonds gekennzeichnet.

In der Regierungszeit Clintons und Bushs forderten die USA die Befolgung der Kürzungspolitik des IWF. Gleichzeitig setzten sie alle Hebel in Bewegung, Haitianer daran zu hindern, ihrem Geburtsland zu entfliehen und Zuflucht und ein besseres Leben in den Vereinigten Staaten zu finden. In seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf 1992 hatte Clinton noch die Verfolgung und Zwangsrepatriierung von Flüchtlingen aus Haiti kritisiert. Einmal im Amt, machte er eine Kehrtwende und setzte diese Politik unverändert fort. In den folgenden siebzehn Jahren starben Hunderte Flüchtlinge in kleinen Booten bei dem Versuch, der Blockade der amerikanischen Küstenwache auszuweichen. Unter Obama hat es keinerlei Veränderung gegeben.

Seit kurzem ist Clinton der offizielle Sondergesandte der UN für Haiti. Er unterstützt das korrupte Préval-Regime und versucht Haiti zu einem profitablen Standort für die amerikanische Bekleidungsindustrie zu machen, in der regelrechte Hungerlöhne gezahlt werden. Im April 2008 kam es im Land zu Hungerunruhen, aber das hielt Préval nicht davon ab, Gesetze zu blockieren, die den Mindestlohn von 1,72 Dollar am Tag in den Bekleidungsfabriken erhöht hätten.

Die Auswahl von George W. Bush als Co-Leiter einer angeblich humanitären Kampagne ist eine Beleidigung für das Volk von Haiti, wie auch der Vereinigten Staaten. Seine Ernennung ist Teil der ständigen Bemühungen Obamas seit seiner Wahl – deren Ergebnis gerade das Resultat des Hasses in der Bevölkerung auf Bush und seine Partei war – die Republikaner zu rehabilitieren.

Bush ist ein Kriegsverbrecher ohne Reue, der für das Abschlachten von einer Million Irakern verantwortlich ist. Seine charakteristischste innenpolitische „Leistung“ war das völlige Versagen der amerikanischen Regierung, die Zerstörung von New Orleans und der Golfküste durch Hurrikan Katrina zu verhindern und eine wirkungsvolle Nothilfe und den Wiederaufbau zu bewerkstelligen.

Das ist die Bilanz der beiden Männer, die Barack Obama als öffentliches Gesicht der jüngsten amerikanischen Initiative in Haiti ausgewählt hat. Bush und Clinton absolvierten am Wochenende eine ganze Reihe von Medienauftritten, darunter Interviews in allen fünf Nachrichtenprogrammen am Sonntagmorgen im Fernsehen. Dort betonten sie die Notwendigkeit, die „Stabilität“ in Haiti wiederherzustellen, und die wichtige Rolle, die die Vereinigten Staaten dabei zu spielen hätten.

Bush und Clinton personifizieren die hässliche und reaktionäre Rolle, die der amerikanische Imperialismus im letzten Jahrhundert in Haiti gespielt hat. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass ihre Regierungen genauso viel Tod und Zerstörung über das Land gebracht haben wie das Erdbeben vom Dienstag.

Quelle

Die Katastrophe in Haiti erschüttert viele Menschen guten Glaubens. Aber warum ist das Land so arm? Reflexionen von Fidel Castro.

Fidel Castro veröffentlichte am Freitag eine »Reflexion« unter dem Titel »Die Lehre von Haiti«:

Am Dienstag, kurz vor 18 Uhr kubanischer Zeit, als in Haiti wegen seiner geographischen Lage schon Nacht herrschte, begannen die Fernsehsender Nachrichten zu verbreiten, ein gewaltiges Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richter-Skala habe Port-au-Prince schwer getroffen. Das Beben sei nur 15 Kilometer entfernt von der haitianischen Hauptstadt, in der 80 Prozent der Bevölkerung in wackeligen Hütten aus Lehm und Ziegeln hausen, entstanden.

Die Tragödie erschüttert viele Menschen guten Glaubens. Aber vielleicht sind es nur wenige, die daran denken, warum Haiti ein so armes Land ist. Warum hängt seine Bevölkerung zu fast 50 Prozent von den Überweisungen ab, die sie von Familienangehörigen im Ausland erhält? Warum wird nicht auch die Realität analysiert, die zu der gegenwärtigen Lage Haitis und seinem großen Leiden geführt hat?

Das Interessanteste: Niemand verliert ein Wort darüber, daß Haiti das erste Land war, in dem sich 400000 von den Europäern verschleppte und versklavte Afrikaner gegen 30000 weiße Besitzer der Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen erhoben und so die erste große soziale Revolution in unserer Hemisphäre durchführten. Haiti ist ein reines Produkt des Kolonialismus und Imperialismus, von mehr als einem Jahrhundert Ausbeutung seiner Menschen durch härteste Arbeit, von Militärinterventionen und der Entziehung seiner Reichtümer.

Situationen wie die in diesem Land sollten nirgendwo auf der Erde herrschen. Aber aufgrund einer der Welt aufgezwungenen ungerechten internationalen politischen und Wirtschaftsordnung gibt es Zehntausende Städte und Siedlungen in gleicher und manchmal schlimmerer Lage. Die Weltbevölkerung wird nicht nur durch Naturkatastrophen wie jener in Haiti bedroht. Diese sind nur eine Ahnung dessen, was dem Planeten durch den Klimawandel geschehen könnte, der in Kopenhagen tatsächlich nur für Witze und Betrugsmanöver herhalten mußte.

Es ist angebracht, allen Ländern und Institutionen, die Bürger oder Mitglieder durch die Naturkatastrophe in Haiti verloren haben, zu sagen: Wir haben keinen Zweifel, daß sie jetzt die größten Anstrengungen unternehmen, um Menschenleben zu retten und den Schmerz dieses leidenden Volkes zu lindern. Wir können sie nicht für das Naturphänomen verantwortlich machen, daß sich dort ereignet hat, obwohl wir mit der gegenüber Haiti verfolgten Politik nicht einverstanden sind. Aber ich kann nicht darauf verzichten, die Meinung zu äußern, daß es an der Zeit ist, wirkliche und wahrhaftige Lösungen für dieses Brudervolk zu suchen.

Auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung und in anderen Bereichen hat Kuba, obwohl es ein armes und unter einer Blockade leidendes Land ist, seit Jahren mit dem haitianischen Volk zusammengearbeitet. Rund 400 Ärzte und Gesundheitsspezialisten bieten kostenlos ihre Dienste. an In 227 der 337 Kommunen des Landes arbeiten jeden Tag unsere Ärzte. Außerdem wurden nicht weniger als 400 junge Haitianer in unserem Heimatland als Ärzte ausgebildet. Sie werden jetzt mit der Verstärkung zusammenarbeiten, die am Mittwoch nach Haiti gereist ist, um in dieser kritischen Situation Leben zu retten. Ohne besondere Anstrengungen fanden sich fast 1000 Ärzte und Gesundheitsspezialisten, die sich auf den Weg gemacht haben und bereit sind, mit jedem anderen Staat zusammenzuarbeiten, der haitianische Leben retten und Verletzten helfen will.

Eine weitere große Zahl von jungen Haitianern besucht derzeit noch diese Medizinerausbildung in Kuba. Wir kooperieren mit dem haitianischen Volk auch in anderen Bereichen.

Die Chefin unserer medizinischen Brigade informierte in einer knappen Mitteilung, wenige Stunden nachdem sie mit einer Gruppe Ärzte in Port-au-Prince angekommen war: »Die Situation ist schwierig, aber wir haben bereits begonnen, Leben zu retten«. Spät in der Nacht setzte sie sich mit den kubanischen Ärzten und den in der Lateinamerikanischen Medizinschule ELAM ausgebildeten und im Land verteilten Haitianern in Verbindung. Allein in Port-au-Prince hatten sie bereits über 1000 Patienten behandelt, in aller Eile ein nicht eingestürztes Krankenhaus wieder in Betrieb genommen und dort, wo es nötig war, Zelte benutzt. Sie bereiteten sich darauf vor, so schnell wie möglich weitere Zentren zur Notfallbehandlung zu errichten.

Wir sind stolz auf diese Zusammenarbeit, die die kubanischen Ärzte und die in Kuba ausgebildeten jungen haitianischen Ärzte in diesen tragischen Tagen ihren Schwestern und Brüdern in Haiti bieten.

Quelle

Die honduranische Krise wurde schließlich „von der falschen Seite“ gelöst: Die Konsolidierung des Putschregimes und die Institutionalisierung der illegitimen Wahlen, die am kommenden 29. November stattfindenden sollen.

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In der Sonntagsausgabe der New York Times widmet der aussenpolitische Chefkommentator der Zeitung, Thomas L. Friedman, seine gesamte Kolumne einer grotesken Lobhudelei der Rolle des amerikanischen Militaers. Er stellt sie als humanitaere und befreiende Kraft dar, vor allem in Afghanistan und im Irak.

Aus Anlass des an Barack Obama verliehenen Friedensnobelpreises schlaegt er dem amerikanischen Praesidenten vor, im Dezember nach Oslo zu fahren, den Preis fuer sich selbst abzulehnen und zu erklaeren: „Ich werde ihn im Namen der wichtigsten Friedensmacht des vergangenen Jahrhunderts akzeptieren, der Maenner und Frauen der amerikanischen Armee, Marine, Air Force und des Marine Corps.“

Aufgezaehlt werden Einsaetze des amerikanischen Militaers, zum Beispiel die Landung in der Normandie im Juni 1944, die Luftbruecke nach Berlin 1948, die Stationierung amerikanischer Truppen in Europa im Kalten Krieg, die Truppenpraesenz in Suedkorea und die noch andauernden Operationen im Irak und in Afghanistan. Schon allein die Laenge der Liste sollte jedem Leser zu Denken geben. Kein zweites Land braucht eine ganze Zeitungsseite, um seine Militaereinsaetze der letzten siebzig Jahre aufzuzaehlen.

Diese Darstellung des „vergangenen Jahrhunderts“ ist ausserdem recht selektiv. Es werden mehr amerikanische Kriege ausgelassen, als aufgezaehlt. Auf der Liste fehlen der Koreakrieg, der Vietnamkrieg und der erste Golfkrieg. Nicht erwaehnt werden auch die Dutzenden militaerischen Interventionen der USA in Mittelamerika und der Karibik. Auch die Rolle des amerikanischen Militaers, paramilitaerischer Kraefte und Geheimdienste beim Sturz von Regierungen, der Unterdrueckung von Volksaufstaenden und der Errichtung von Diktaturen in aller Welt wird nicht erwahnt.
Eine (sicher unvollstaendige) Chronik der Verbrechen der USA-Aussenpolitik in der 2. Haelfte des 20. Jahrhunderts

Doch selbst bei den Kriegen, die Friedman aufzaehlt, ist seine Darstellung einseitig und falsch. Er schreibt ueber die Normandie und die Befreiung von Buchenwald, aber nicht ueber Hiroshima und Nagasaki, und auch nicht ueber die Bombenteppiche und Feuerstuerme von Tokio, Dresden und Hamburg. Er bezeichnet die heutigen amerikanischen Kraefte im Irak und in Afghanistan als „Friedenstruppen“, ohne die Blutbaeder zu erwaehnen, die die Invasion und Eroberung dieser Laender begleiteten.

In einer besonders zynischen Passage fordert er Obama auf, ein Loblied auf „die amerikanischen Soldaten zu singen, die jetzt an den Aussenposten der afghanischen Berge und Wuesten Wache stehen, um dem Land, und besonders seinen Frauen und Maedchen, ein anstaendiges Leben, frei vom religioesen Totalitarismus der Taliban, zu ermoeglichen“. Tausende afghanische Frauen und Kinder sind von amerikanischen Geschossen und Bomben verbrannt, zerrissen und verstuemmelt worden, aber das wird wahrscheinlich fuer ihre „Befreiung“ von religioeser Unterdrueckung als geringer Preis betrachtet.

Kissinger

Ausserdem ist doch nicht zu leugnen, dass das Taliban-Regime selbst das direkte Produkt einer frueheren amerikanischen Intervention ist. Damals wurden weltweit islamische Fundamentalisten, darunter Osama bin Laden, mit Hilfe der CIA mobilisiert, um gegen die sowjetische Armee in Afghanistan zu kaempfen. Unbeachtet und gaenzlich unerwaehnt bleibt die Unterdrueckung der Frauen, wenn es sich um Laender wie Saudi-Arabien handelt, die mit den USA verbuendet sind.

Es wird versucht, den amerikanischen Imperialismus in „demokratische und humanitaere“ Gewaender zu kleiden. Dabei ist die Unterschlagung von Vietnam besonders entlarvend. Vietnam war der Krieg der Liberalen, er wurde von den Demokratischen Regierungen Kennedys und Johnsons begonnen und im Namen der Verteidigung der „Freien Welt“ gegen „kommunistische Aggression“ gefuehrt. In Wirklichkeit loesten die USA Frankreich als Kolonialmacht ab und versuchten, den Widerstand des vietnamesischen Volkes gegen nationale Unterdrueckung und Semi-Kolonialismus zu brechen.

Die Graeueltaten des Vietnamkriegs – Bombenteppiche, Napalm und Agent Orange, „Feuer-frei-Zonen“, Massaker wie in My Lai, die Unterstuetzung einer ruecksichtslosen und korrupten Diktatur in Suedvietnam – diese Erfahrung diskreditierte die Politik des amerikanischen Liberalismus im Kalten Krieg und radikalisierte eine ganze Generation, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auf der ganzen Welt.

My Lai Massaker

Diese Kolumne ist ein Versuch, das „Vietnam-Syndrom“ zu ueberwinden und amerikanischen Militaeraktionen eine demokratische Fassade zu verpassen. Aber Vietnam war keine Ausnahme. Es war das Muster fuer die aktuellen Kriege im Irak und in Afghanistan. Die historische Bilanz fuehrt exakt zum Gegenteil der von Friedman praesentierten demokratischen und humanitaeren Rolle des amerikanischen Militaers. Vietnam, Korea, Irak, Lateinamerika – die Opfer gehen in die Millionen. In dem halben Jahrhundert seit Hitler und Stalin hat keine Institution mehr Menschen durch Krieg und Barbarei umgebracht als die Regierung der Vereinigten Staaten und ihr Militaer- und Geheimdienstapparat.

Der Putsch in Honduras läuft für die Putschisten nicht so gut wie von den USA geplant. Die von der faschistischen Katholikenkirche und von der deutschen FDP getragene Propaganda hat es nicht vermocht, die Militärdiktatur weißzuwaschen und der ins Ausland deportierte Präsident Manuel Zelaya unternimmt auch einen Monat nach dem Putsch hartnäckige Versuche zur Rückkehr, die ständig neue Proteste in Honduras beflügeln ……………… WEITERLESEN.

Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya hat seine Landsleute zum zivilen Widerstand gegen die neuen Machthaber aufgerufen.

„Das Volk von Honduras hat das Recht auf einen Aufstand“, erklärte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit Guatemalas Präsident Alvaro Colom gegeben hat.

Ein Aufstand sei legitimes demokratisches Recht des Volkes, „wenn die Macht usurpiert wurde“, wird er von internationalen Nachrichtenagenturen zitiert.

„Ich möchte Sie aufrufen, auf den Straßen zu bleiben“, sagte Zelaya. „Das ist die einzige Stelle, die man ihnen nicht wegnehmen kann.“

Der gestürzte Präsident rief das honduranische Volk zu Streiks, Protestmärschen und anderen Äußerungen des zivilen Ungehorsams auf. Diese seien erforderlich, „wenn die demokratische Ordnung im Lande gestört ist“.

Zelaya war in der Nacht zum 28. Juni von den Militärs gestürzt worden. Der Nationalkongress des Landes wählte den Parlamentschef Roberto Micheletti einstimmig zum Übergangspräsidenten.

Die 1. Runde der Verhandlungen über die Regelung des Konflikts, die am 9. und 10. Juli unter Vermittlung des Präsidenten von Costa Rica stattfanden, brachte kein Ergebnis. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den Sonnabend geplant.

Es ist ein unsanftes Erwachen für einen Sonntagmorgen, besonders für die Millionen Menschen in Honduras die sich darauf vorbereitet hatten, zum ersten Mal über ein Referendum abzustimmen das sich um das mögliche Zusammenkommen einer Verfassungsversammlung dreht, um die Verfassung zu reformieren…….. WEITERLESEN.

Gestern wurde eines der blutigsten und schändlichsten Kapitel des „westlichen“ Imperialismus durch eine Wahl beendet. Der Kandidat der ehemaligen Guerilla FMLN, Journalist Mauricio Funes, wurde nach vorläufigem Endergebnis mit 51 Prozent der Stimmen zum Präsidenten des mittelamerikanischen Staates El Salvador gewählt. Sein Gegner, Rodrigo Avila von der „Nationalistischen Republikanischen Allianz“ (Arena), welche 1981 vom CIA-Agenten und Anführer der Todesschwadronen Roberto D’Aubuisson Arrieta gegründet worden war, unterlag knapp, trotz der üblichen Angstkampagne der Machthaber…………….WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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