You are currently browsing the category archive for the ‘Mitläufertum’ category.

Kürzlich wurde ein zwölfjähriges Mädchen von der Deutschen Bahn, das heißt: von einer Mitarbeiterin derselbigen, an die frische Luft gesetzt. Das Mädchen hatte seine Fahrkarte vergessen, versprach aber sie nachzureichen – die Schaffnerin kannte allerdings kein Erbarmen und schmiss den blinden Passagier an der nächsten Bahnstation über Bord. Die Bemühungen anderer Fahrgäste wurden freilich auch ignoriert, denn einen „Fahrschmarotzer“ auch noch zu schützen, kam für die Bahnangestellte nicht in Frage. Problematisch an der Aktion der pflichtversessenen Person war: Das Mädchen wurde in abendlicher Dunkelheit, fünf Kilometer von ihrem Zuhause, ohne Geld – die vergessene Fahrkarte war ja im vergessenen Geldbeutel – ausgesetzt.

Ein moralischer Aufschrei ging durch den Blätterwald. Sogar zurecht – was bei vielen Aufschreien ja nicht der Fall ist. Und als es dann hieß, dass der dienstpflichtige Eichmann suspendiert wurde, da zeigte man so etwas wie Erleichterung: Die Bahn sei doch nicht so schlecht, kenne also Moral und Anstand!

Ein moralisches Unternehmen? Sowas gibt es? Die Frage scheint berechtigt, wenn man einen der Mitgründe der Suspendierung beachtet: Man sah sich zu dieser Handlung gezwungen, weil die Bestimmungen der Bahn vorsehen, dass Minderjährige nicht des Zuges verwiesen werden dürfen. So sieht es also aus: Die Schaffnerin war nicht unmoralisch, kannte nur den Maßnahmenkatalog des Arbeitgebers nicht exakt. Sie wurde suspendiert, weil sie gegen eine Dienstanweisung verstieß, nicht weil sie ein unerträgliches Maß an fehlender Mitmenschlichkeit aufgezeigt hatte. Stellen wir uns vor, die Bahnbestimmungen würden einen solchen Passus nicht kennen: Die „Fanatikerin für Recht und Ordnung“ wäre vielleicht noch im Dienst.

Die Schaffnerin ist ein Eichmann-Typus mit Mängel. Denn der „beliebige Hanswurst“ (Hannah Arendt) hatte sein Regelwerk exakt im Kopf, wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass er seine eigenen Spießbürgerlichkeiten zum Maßstab seines Handelns küren könnte. Nein, dazu gab es Vorschriften, die er strikt und ohne Hinterfragen anwandte. Er war nur der Hammer, der den Nägeln zum Eindringen verhelfen sollte – derjenige, der das Ziel des Einhämmerns markierte, war er nicht. Einmal soll er ein Konzentrationslager besucht und sich dabei übergeben haben – fortan war der moralische Aspekt, d.h. das eigentliche Motiv seines Tuns, aus dem Denken verbannt; fortan war sein Schreibtisch das Schlachtfeld seines bürokratischen Treibens. Bei aller Kritik an Eichmann, muß man Arendts Betrachtungsweise zu seiner Person doch zustimmen: Er war nicht unmoralisch, er war nicht getrieben von Judenhass, er war einfach nur „schier gedankenlos“ und „realitätsfern“ – er war nur alltäglich, nur banal, war nur Ausdruck der „Banalität des Bösen“.

Unsere Schaffnerin ist auch nur alltäglich, sicherlich kein Aushängeschild mitmenschlicher Lebensphilosophie – aber ein Eichmann im klassischen Sinne ist sie nicht. Sie hatte das Regelwerk nicht im Kopf und hat ihre eigene verkrüppelte Unmenschlichkeit zum Maßstab gemacht, der es ihr erlaubte, so herzlos gegen dieses „schmarotzende Kind“ vorzugehen. Zudem kann in einer Gesellschaft, die medial aufbereitet an jeder Ecke Schmarotzer und Parasiten vermutet, eine solch degenerierte Humanität nicht verwundern. Die Unmenschlichkeit ist solchen bornierten, zur eigenständigen Denkweise unfähigen Zeitgenossen auch nur ins Handeln eingepflanzt, quasi zur gesellschaftlichen Konvention erhoben, die sie dann in jedem alltäglichen Bereich aufbereiten, immer versteckt hinter Regelwerken und Gesetzen. Nur diesmal irrte sich einer dieser Eichmann-Typen, konnte sich nicht hinter Bestimmungen verstecken, weil diese nämlich das glatte Gegenteil dessen ausdrückten, was der Eichmann schlußendlich tat.

Was also bei der Schaffnerin zum Tragen kommt, ist womöglich die Verschärfung des eichmännischen Prinzips, denn zum Handeln gesellt sich nicht „geistiger Stillstand“ und damit kritikloses Vorgehen, sondern die kleinkarierte Bösartigkeit des Alltags, mit der es erlaubt ist, seine eigenen Vorurteile, seine Aversionen, seine Unmenschlichkeit und Härte zum Imperativ innerhalb eines Büros, eines Zugabteils oder eines Klassenzimmers zu machen. Dieser Typus des bürokratisierten Technokraten, der uns in Amtszimmern genauso begegnet wie im Zug oder schlicht an der Tankstelle, ist die Zuspitzung des Adolf Eichmann, die Verschlimmerung des vormals schon Schlimmen. Er ist der Alltagsfaschist, der aus jeder Lappalie einen Verwaltungsakt, aus allen Nichtigkeiten bürokratische Kraken formt. Und im Gegensatz zum historischen Eichmann hat dieser moderne Typus, frustriert durch ein oftmals erbärmliches Leben im (zwar satten) Materialismus, verdummt durch Medien und verblödet durch Gleichschaltung, oft depressiv ob eines unterdrückten Individualismus, eine wahre Freude an der praktizierten Misanthropie, an der Niedertracht und Hinterlistigkeit, an der Boshaftigkeit am Nächsten.

Eichmann kümmerte sich nicht um seine Opfer – ihm war egal ob sie brennen oder frei herumlaufen durften. Nur die Vorschrift verband ihn mit seinen Opfern. Der neue Typus des alten Trottels allerdings, sieht sich mit seinem Opfer durch mehr verbunden. Freilich auch durch die Vorschrift, aber diese dient vorallem dazu, die eigene ethische Verkrüppelung zu verschleiern. Er fühlt sich seinen Opfern verbunden, weil er an ihnen seine Sadismen ausleben darf, dafür auch noch bezahlt wird – darin liegt die Würze seines erbärmlichen Daseins. Ohne seine Opfer, wäre er ein großes Nichts, könnte er nicht einmal die dunklen Seiten seiner Persönlichkeit ausleben, wäre auf ewig nur derjenige, der „ganz unten“ steht.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

Kategorien

April 2017
M D M D F S S
« Sep    
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Paperblog