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Libyen: ist das die Neuauflage des Kosovo?

Diana Johnstone

Weniger als ein Dutzend Jahre, nachdem die NATO Jugoslawien in Trümmer bombardiert und die Provinz Kosovo von Serbien abgespalten hat, gibt es Anzeichen, dass die Militärallianz sich für einen weiteren siegreichen kleinen „humanitären Krieg“ bereit macht, dieses Mal gegen Libyen. Die Unterschiede sind natürlich groß. Aber nehmen wir einige der beunruhigenden Ähnlichkeiten unter die Lupe.

Ein dämonisierter Anführer.

Als „der neue Hitler,“ der Mann, den man gerne hasst und vernichten muss, war Slobodan Milosevic 1999 ein Anfänger, verglichen mit dem Muammar Gaddafi von heute. Die Medien hatten weniger als zehn Jahre Zeit, Milosevic zu einem Monster aufzubauen, während sie bei Gaddafi schon seit einigen Jahrzehnten dabei sind. Gaddafi ist darüber hinaus exotischer, spricht weniger Englisch und erscheint vor der Öffentlichkeit in Aufmachungen, die von John Galliano entworfen sein hätten können (einem weiteren vor kurzem geouteten Monster). Dieser exotische Aspekt weckt angestammten Spott und Verachtung für mindere Kulturen als die, mit denen der Westen gewonnen, Afrika kolonisiert und der Sommerpalast in Peking von Soldaten des Westens verwüstet wurde, die dafür kämpften, die Welt sicher für die Opiumsucht zu machen.

Der „wir müssen etwas unternehmen“ – Chor.

Wie im Fall Kosovo wird die Krise in Libyen von den Falken als Gelegenheit begriffen, sich Macht anzueignen. Der unsägliche John Yoo, der Rechtsberater, der die Bush II.-Administration hinsichtlich der Vorteile der Folterung von Gefangenen betreute, benutzte das Wall Street Journal, um der Obama-Administration den Rat zu geben, die UNO-Charta zu ignorieren und sich in den Kampf um Libyen zu stürzen. „Indem sie die antiquierten Regeln der UNO links liegen lassen, können die Vereinigten Staaten von Amerika Leben retten, das weltweite Wohlergehen verbessern und gleichzeitig ihren eigenen nationalen Interessen dienen,“ stellte Yoo fest. Und ein weiterer führender Theoretiker des humanitären Imperialismus, Geoffrey Robertson, sagte dem Independent, dass entgegen dem Anschein der Verstoß gegen das Internationale Recht rechtmäßig ist.

Das Gespenst „Verbrechen gegen die Menschlichkeit” und „Genozid“ wird heraufbeschworen, um den Krieg zu rechtfertigen.

Wie damals beim Kosovo wird ein interner Konflikt zwischen einer Regierung und bewaffneten Rebellen zur „humanitären Krise” erklärt, in der nur eine Seite, nämlich die Regierung, als „Verbrecher“ hingestellt wird. Diese Vorverurteilung wird zum Ausdruck gebracht durch die Einschaltung einer internationalen Gerichtsinstitution, die die Verbrechen untersuchen soll, die angeblich begangen worden sind oder von denen zu erwarten ist, dass sie begangen werden. In seinem Kommentar machte Geoffrey Robertson kristallklar, wie der Internationale Strafgerichtshof ICC benutzt wird, um letztendlich eine militärische Intervention vorzubereiten. Er erklärte, dass der ICC vom Westen benutzt werden kann, um das Risiko eines Vetos im UN-Sicherheitsrat gegen eine Militäraktion zu umgehen.

„Im Fall Libyens hat der Rat zumindest einen wichtigen Präzedenzfall gesetzt, indem er einstimmig einen Verweis an den Internationalen Strafgerichtshof befürwortete. […] Was geschieht also, wenn die nicht verhafteten libyschen Verklagten ihre Verbrechen verschlimmern – z.B. indem sie kaltblütig ihre Gegner, mögliche Zeugen, Zivilisten, Journalisten oder Kriegsgefangene aufhängen oder erschießen?“ [Man beachte, dass bis jetzt weder „Verklagte“ noch Beweise für „Verbrechen” vorliegen, die diese angeblich auf verschiedene vorstellbare Arten „verschlimmern“ könnten. Aber Robertson kann es nicht erwarten, eine Möglichkeit für die NATO zu finden, „den Fehdehandschuh aufzugreifen,“ falls der UN-Sicherheitsrat entscheidet, nichts zu unternehmen.]

„Die Mängel im UN-Sicherheitsrat erfordern die Anerkennung eines eingeschränkten Rechts, nach dem eine Allianz wie die NATO ohne dessen Mandat Gewalt einsetzen darf, um die Begehung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu stoppen. Dieses Recht tritt in Kraft, sobald der Rat eine Situation als eine Bedrohung des Friedens auf der Welt identifiziert hat (und er hat Libyen als solche identifiziert, indem er die Angelegenheit einstimmig an den Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs überwiesen hat).“

So kann also die Überweisung eines Landes an den Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs den Vorwand liefern, Krieg gegen dieses Land zu führen! So nebenbei soll die Rechtssprechung des ICC angeblich nur für Staaten gelten, die seine Gründungsurkunde ratifiziert haben, was, soweit mir bekannt ist, bei Libyen nicht der Fall ist – auch nicht bei den Vereinigten Staaten von Amerika. Ein großer Unterschied ist jedenfalls, dass die Vereinigten Staaten von Amerika zahllose Unterzeichnerstaaten überreden, zwingen oder bestechen konnten, Vereinbarungen abzuschließen, nach denen sie niemals und unter keinen Umständen versuchen werden, amerikanische Übeltäter an den ICC zu überweisen. Dieses ist ein Privileg, das Gaddafi vorenthalten wird.

Robertson, ein Mitglied des UNO-Rechtsausschusses, schließt: „Die Verpflichtung, den Massenmord an Unschuldigen zu stoppen, so gut wir können, wenn sie unsere Hilfe erbitten, führt dazu, dass der Einsatz von Gewalt durch die NATO nicht nur ‚gerechtfertigt’ ist, sondern ‚rechtens.’“

Idiotie der Linken.

Vor zwölf Jahren unterstützten die meisten europäischen Linken „den Kosovo-Krieg“, der die NATO auf den endlosen Weg brachte, auf dem sie derzeit in Afghanistan unterwegs ist. Nachdem sie nichts dazugelernt haben, scheinen viele für eine Wiederholung zu haben zu sein. Eine Koalition von Parteien, die sich selbst als europäische Linke bezeichnet, hat eine Stellungnahme veröffentlicht, die „aufs schärfste die Unterdrückung verurteilt, die vom kriminellen Regime des Colonel Gaddafi ausgeübt wird“ und die Europäische Union auffordert, „den Einsatz von Gewalt zu verurteilen und schnell zu handeln, um die Menschen zu schützen, die friedlich demonstrieren und um ihre Freiheit ringen.“

Insofern die Opposition gegen Gaddafi nicht nur „friedlich demonstriert,“ sondern zum Teil zu den Waffen gegriffen hat, läuft das darauf hinaus, dass der Einsatz von Gewalt bei einigen verurteilt wird, bei anderen aber nicht – aber wahrscheinlich realisieren die Politiker, die diese Stellungnahme herausgebracht haben gar nicht, was sie sagen.

Die enge Sichtweise der Linken wird illustriert durch die Erklärung in einer trotzkistischen Zeitung: „Unter allen Verbrechen Gaddafis ist das zweifelsohne schlimmste und am wenigsten bekannte seine Komplizenschaft mit der Migrationspolitik der EU …“ Für die ganz Linken ist Gaddafis größte Sünde seine Kooperation mit dem Westen, wobei auch der Westen für seine Kooperation mit Gaddafi verurteilt wird. Das ist eine Linke, die aus reiner Konfusion als Anfeuerer für einen Krieg endet.

Flüchtlinge.

Die große Masse von Flüchtlingen, die aus dem Kosovo flüchteten, als die NATO mit ihren Bombardierungen begann, wurde verwendet, um diese Bombardierungen zu rechtfertigen, ohne eine unabhängige Untersuchung über die unterschiedlichen Gründe dieses zeitweiligen Exodus durchzuführen – die Hauptursache dürften die Bombardierungen selbst gewesen sein. Aus der Art und Weise, wie die Medien über die große Zahl von Flüchtlingen berichten, die Libyen verlassen, seit die Unruhen begonnen haben, könnte die Öffentlichkeit den Eindruck bekommen, dass sie vor der Verfolgung durch Gaddafi flüchten. Wie so oft beschränken sich die Medien auf den oberflächlichen Gesamteindruck, ohne nach Erklärungen zu suchen. Ein bisschen Nachdenken sollte die Informationslücke füllen. Es ist kaum wahrscheinlich, dass Gaddafi die ausländischen Arbeiter wegjagt, die seine Regierung nach Libyen brachte, um wichtige Projekte für den Aufbau der Infrastruktur durchzuführen. Eher ist schon wahrscheinlich, dass einige der „demokratischen“ Rebellen die ausländischen Arbeiter aus reiner Xenophobie angegriffen haben. Gaddafis Offenheit besonders gegenüber Afrikanern wird von einer bestimmten Anzahl von Arabern abgelehnt. Darüber sollte aber nicht zu viel gesagt werden, nachdem diese jetzt unsere „guten Kerle“ sind. Das ist ein bisschen wie bei den Attacken der Albaner gegen die Roma in Kosovo, die von den NATO-Besatzern übersehen oder damit entschuldigt wurden, dass „die Roma mit den Serben kollaboriert haben.“

Osama bin Laden.

Eine weitere Ähnlichkeit zwischen dem ehemaligen Jugoslawien und Libyen ist, dass die Vereinigten Staaten von Amerika (und deren NATO-Handlanger) einmal mehr auf der gleichen Seite zu finden sind wie ihr alter Freund aus den Tagen der afghanischen Mujahidin Osama bin Laden. Osama bin Laden war ein verschwiegener Alliierter der islamistischen Partei von Alija Izetbegovic während des Bürgerkriegs in Bosnien, eine Tatsache, die geflissentlich von den NATO-Mächten übersehen worden ist. Natürlich haben die westlichen Medien Gaddafis Behauptung, dass er gegen bin Laden kämpfe, als die wirren Ideen eines Verrückten zurückgewiesen. Der Kampf zwischen Gaddafi und bin Laden ist allerdings sehr real und geht schon auf die Zeit vor den Attacken des 9/11 zurück. Tatsächlich war Gaddafi der erste, der versuchte, Interpol gegen bin Laden einzusetzen, bekam aber keine Kooperation von den Vereinigten Staaten von Amerika. Im November 2007 berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP, dass die Anführer der „Islamischen Kämpfertruppe“ in Libyen bekannt gegeben haben, dass sie Al Qaeda beigetreten sind. Wie die Mujahidin, die in Bosnien kämpften, wurde diese libysche islamistische Gruppe 1995 von Veteranen des von den Vereinigten Staaten von Amerika gesponserten Kampfes gegen die Sowjets in Afghanistan in den 1980ern gebildet. Ihr erklärtes Ziel war der Sturz Gaddafis und die Bildung eines radikalen islamistischen Staates. Die Basis für den radikalen Islam befand sich immer schon im östlichen Teil Libyens, wo die derzeitige Revolte ausgebrochen ist. Nachdem diese Revolte in keiner Weise den friedlichen Massendemonstrationen entspricht, die die Diktatoren in Tunesien und Ägypten gestürzt haben, sondern einen sichtbaren Anteil von bewaffneten Militanten aufweist, kann vernünftigerweise angenommen werden, dass die Islamisten an der Rebellion beteiligt sind.

Ablehnung von Verhandlungen.

1999 waren die Vereinigten Staaten von Amerika darauf aus, die Kosovo-Krise auszunutzen, um der neuen Mission der NATO außerhalb ihres festgelegten Einsatzgebietes die Feuertaufe zu geben. Das Affentheater namens Friedensverhandlungen in Rambouillet wurde von der Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika Madeleine Albright gesteuert, die die gemäßigteren Kosovo-albanischen Anführer zugunsten von Hashim Thaci kaltstellte, dem jungen Anführer der „Kosovo Befreiungsarmee,“ einem Netzwerk, das berüchtigt war für seine Verbindung zu verbrecherischen Aktivitäten. Die albanischen Rebellen in Kosovo waren ein gemischter Haufen, aber wie es häufig geschieht, griffen sich die Vereinigten Staaten von Amerika die Schlimmsten heraus. In Libyen könnte die Situation sogar noch schlimmer werden.

Mein eigener Eindruck, teilweise aufgrund eines Besuchs in Tripoli vor vier Jahren, ist, dass die derzeitige Rebellion ein noch viel mehr gemischter Haufen ist, mit ernsthaften potentiellen inneren Widersprüchen. Im Gegensatz zu Ägypten ist Libyen nicht ein dichtbevölkerter Staat mit einer tausende Jahre alten Geschichte, einem starken Gefühl von nationaler Einheit und einer alten politischen Kultur. Vor einem halben Jahrhundert war es eines der ärmsten Länder der Erde und hat sich noch immer nicht ganz aus seiner Stammeskultur herausgelöst. Gaddafi in seiner ihm eigenen exzentrischen Art war ein modernisierender Faktor, indem er die Erlöse aus dem Erdölverkauf benutzte, den Lebensstandard zu einem der höchsten auf dem afrikanischen Kontinent zu entwickeln. Die Opposition gegen ihn kommt paradoxerweise einerseits von reaktionären traditionellen Islamisten, die ihn aufgrund seiner relativ fortschrittlichen Ansichten als Häretiker betrachten, andererseits von verwestlichten Nutznießern der Modernisierung, die sich wegen Gaddafis Image schämen und noch mehr Modernisierung haben wollen. Und es gibt noch weitere Spannungen, die zu Bürgerkrieg führen könnten und sogar zu einer Aufteilung des Landes entlang geografischer Linien.

Bisher schnüffeln die Hunde des Krieges herum nach mehr Blutvergießen, als es tatsächlich gegeben hat. Tatsächlich eskalierten die Vereinigten Staaten von Amerika den Kosovo-Konflikt, um „intervenieren zu müssen,“ und das selbe steht jetzt in Hinblick auf Libyen auf dem Programm, wo die Ignoranz des Westens gegenüber dem, was sie machen werden, noch größer ist.

Der Vorschlag von Hugo Chavez einer neutralen Mediation, um eine Katastrophe abzuwenden, ist der Weg der Weisheit. Im NATO-Land allerdings scheint jeder Gedanke daran verschwunden zu sein, Probleme mit den Mitteln friedlicher Mediation zu lösen anstatt mit Gewalt.

erschienen am 7. März 2011 auf > COUNTERPUNCH > Artikel

Dass die CIA mit Billigung der Regierungen der USA einen gewichtigen Anteil am internationalen Drogenhandel verantwortet, ist spätestens seit dem Bekanntwerden der Geschichte von Barry Seal nicht mehr plausibel abzustreiten. Alle Anzeichen sprechen dafür, dass dieses kriminelle System bis heute fortbesteht. Mein Parteibuch erklärt, wie das kriminelle Drogen-Netzwerk der CIA heute aussieht……………….WEITERLESEN.
Das Bild wird langsam klar. Die drei im Kosovo wegen eines Bombenanschlags am 14.November auf das Hauptquartier der EU-Polizei- und Verwaltungsmission im Kosovo EULEX („European Union Rule of Law Mission“) verhafteten Deutschen haben selbst für die EULEX gearbeitet……..WEITERLESEN.
Einen noch besserer Beweis für geheime Machenschaften von militärisch-industriellem Komplex und sogenannten „Sicherheitsorganen“ ist in den letzten Jahren nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Nun wird gemeldet, dass die Agenten des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND, welche im Kosovo wegen der mutmasslichen Ausführung einer asymmetrischen militärischen Attacke („Terrorismus“) offenbar zum Zwecke der psychologischen Kriegführung in Untersuchungshaft sitzen, auch Angehörige des deutschen Militärs sind und für eine Investment-Beraterfirma arbeiten, welche Lobbyarbeit für deutsche Konzerne im Kosovo leistet………WEITERLESEN.
Die Netzeitung sprach mit dem BND-Kenner- und –kritiker Schmidt-Eenboom über die Interessenlage in der Region und mögliches Versagen der Geheimen. Netzeitung: Warum wurden dann die Verdächtigen am Tatort gesehen? Schmidt-Eenboom: Für mich ist klar: Die drei BND-Mitarbeiter haben nicht nur aufgeklärt, sondern sie waren an dem Anschlag auf das EU-Hauptquartier beteiligt.. Netzeitung: Hat sich der BND bei seiner Lageeinschätzung im Kosovo vertan? Schmidt-Eenboom: Deutschland, wie auch der BND, hat sich im Kosovo auf der sicheren Seite gesehen. Man ging davon aus, dass die Justiz über die nun erfolgten Festnahmen den Mantel des Schweigens breiten würde. Doch die Kosovaren fahren den Konfrontationskurs. Das geht nur mit Rückendeckung des US-Geheimdienstes CIA. Die Regierung in Pristina wird bei den Amerikanern nachgefragt haben, ob sie die Inhaftierung der BND-Leute unterstützen. Die CIA wird die Chance gern genutzt haben, den BND in die Schranken weisen zu lassen……WEITERLESEN.

Festgenommene Deutsche angeblich BND-Mitarbeiter

Bei den drei im Kosovo festgenommenen Deutschen handelt es sich nach Medienberichten um Geheimdienst-Mitarbeiter. Dies berichteten der „Spiegel“ und die „Süddeutsche Zeitung“ übereinstimmend. Wie der „Spiegel meldet, verdächtigen die kosovarischen Anti-Terror-Ermittler die Beamten des Bundesnachrichtendienstes, an einem Sprengstoffanschlag auf die EU-Vertretung in Priština beteiligt gewesen zu sein..Wie der „Spiegel“ weiter berichtet, hat der Arrest der drei Männer zu diplomatischen Verwicklungen zwischen dem Auswärtigen Amt in Berlin und der Regierung in Priština geführt.. Der BND äußerte sich bislang nicht. Auch in den nächsten Tagen seien vom Auslandsgeheimdienst keine Kommentare zu erwarten, sagte der Sprecher. Vize-Regierungssprecher Thomas Steg verwies auf das laufende Ermittlungsverfahren.

Quelle 

Vor einer Woche war ein Sprengsatz gegen das Büro des Sondergesandten im EU-Hauptquartier EULEX in der Kosovo-Hauptstadt Pristina geworfen worden. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt, das Gebäude war leicht beschädigt worden. Eigentlich will die EU demnächst das UN-Mandat über das Kosovo übernehmen. Dazu braucht sie allerdings de Zustimmung des UN-Sicherheitsrates. Der kosovarische Machthaber Thaci unterstützt die Machtübernahme der EULEX, deren Plan im Wesentlichen auf dem des alten UN-Botschafters Martti Ahtisaari beruht. Nach dem Attentat hatten sich der kosovarische Machthaber Hashim Thaci, sowie die französische Regierung in Paris schwer entrüstet gezeigt.Es geht u.a. um wichtige Bodenschätze………
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Der materialistische Kapitalismus in seinem kriegerischen Treiben nach Weltmacht hat schon zahlreiche Werte wie “Frieden“ und “Freiheit“ auf den Kopf gestellt. Jetzt ist das Selbstbestimmungsrecht der Völker dran.Es gibt eigentlich keinen Wert, keine Ethik, keine Moral, keine Definition, die aus Sicht des materialistischen Kapitalismus nicht missbraucht werden dürfte, um eigene materielle Güter zu vermehren auf Kosten anderer. Während Begriffe wie “Frieden“ und “Freiheit“ unter den Urangeschossen von kapitalistischen Besatzungssoldaten schon längst begraben wurden, und Demokratie zu einem Medienwettkampf von Milliardären verkommen ist, wird jetzt das Selbstbestimmungsrecht der Völker missbraucht, um den Einfluss des materialistischen Kapitalismus auszuweiten. Was auf den ersten Blick als selbstverständlich gilt, sollte aber einmal hinterfragt und diskutiert werden!

Das so genannte Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde im 20. Jahrhundert maßgeblich durch den amerikanischen Präsidenten Wilson ins Gespräch gebracht. Demzufolge habe jedes Volk das Recht, frei und unabhängig von ausländischen Einflüssen, über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Die Charta der Vereinten Nationen erwähnt das Selbstbestimmungsrecht der Völker in den Artikeln 1 und 55, jedoch ohne es zu definieren. Und genau hier liegt so ziemlich immer das Hauptproblem materialistischen Mehrungswahns! Es verwendet Begrifflichkeiten, die vom Klang her jedem Menschen geläufig und angenehm sind, definiert diese aber nie wirklich, so dass sie für das materialistische Welt- und Menschenbild missbraucht werden können.

Die erste Frage, die sich heute stellt, ist, was denn mit “Volk“ gemeint ist. Während die westliche Welt eher von einem rassistischen (ethnisch genannten) Ansatz ausgeht, geht die ehemals östliche Welt von einem territorialen Ansatz aus. Einen wirklich geistigen Ansatz, wie er z.B. im Islam bezüglich “Volk“ herrscht, gibt es in der inzwischen diesbezüglich gleichgeschalteten westlichen Welt nicht. Während die einen ein Volk der Deutschen, der Engländer, der Russen und eben auch der Kosovaren zu kennen glauben, kennen die anderen ein Volk der Muslime, ein Volk der Gläubigen, ein Volk der Unterdrücker, ein Volk der Anhänger eines Pharaos usw.. Während die einen in ein Volk hineingeboren werden, müssen die anderen sich bewusst für ein Volk entscheiden, unabhängig davon, wo sie geboren wurden und von wem sie abstammen. Merkwürdigerweise behaupten die Vertreter des ersten Volksgedankens aber, die “Freiheit“ zu vertreten obwohl sie einen unfreien Geburtszwang propagieren.

In wie weit die materialistische Welt tatsächlich ein Selbstbestimmungsrecht der Völker, das sie selbst vorgibt eingeführt zu haben, fördert, kann man an den Grenzziehungen in Afrika erkennen. Dort wird den Menschen seit Jahrhunderten versucht einzureden, dass ihre Völker durch Linealstriche getrennt seien.

Der schlimmste Faktor dieses Missbrauchs besteht aber in der extremen Heuchelei oder Doppelzüngigkeit, welche mit dem “Selbstbestimmungsrecht der Völker“ betrieben wird. Das aktuelle Beispiel des Kosovo ist exemplarisch für diese Art einer unlogischen Politik, die nur und nur zu Unfrieden und Unheil führen kann und wohl auch wird. Das Volk des Kosovo habe also ein “Selbstbestimmungsrecht“ weshalb westliche Hegemonialmächte auf Anraten Israels den Kosovo als Staat anerkannt haben. Aber niemand leugnet, dass es innerhalb des Kosovo Gebiete gibt, in denen Serben eine Mehrheit stellen; seien die Gebiete groß oder klein. Dürften gemäß jener westlichen Logik dann auch die Serben innerhalb des Kosovo wiederum ihre Unabhängigkeit vom Kosovo erklären? Und wie ist es z.B. in 50 Jahren in Berlin. Falls bis dahin weiterhin die Muslime (zumeist türkischstämmig) ausgegrenzt werden und auch als deutsche Staatsbürger nicht integriert werden, dürfen sie dann Kreuzberg loslösen und einen neuen deutsch-türkischen Staat ausrufen? Und was ist, wenn die Bayern sich eines Tages von den Franken abspalten wollen? Als aber vor einigen Wochen sich ein Indianerreservat von den USA abgespalten hat, interessierte das niemanden in der westlichen Welt. Obwohl in jener Region wirklich nur Indianer leben, war das “Selbstbestimmungsrecht der Völker“ hier kein Thema.

So lange man hinnimmt, dass der materialistische Kapitalismus frei in der Welt wüten kann, um seine materialistischen Ziele durchzusetzen mit allen verheerenden Folgen, die selbst reiche Länder immer mehr zu spüren bekommen, so lange wird auch jeder Ansatz von Menschlichkeit missbraucht werden.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker darf doch nicht als “unabhängiger“ Wert in der Hölle der Wertelosigkeit verbrannt werden. Vielmehr muss doch die Frage gestellt werden: Selbstbestimmungsrecht der Völker; wofür? Wenn das Selbstbestimmungsrecht für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und ähnliche menschliche Ziele ist, dann gibt es doch keinen Grund dafür, dass sich Menschen voneinander abspalten! Vielmehr müssten sie doch gemeinsam versuchen, das Unrecht zu überwinden, um nicht geteilt und beherrscht zu werden! Wenn also Kosovaren das Gefühl haben, dass sie von Serben massiv unterdrückt werden, und Serben das Gefühl haben, von Kosovaren terrorisiert zu werden, dann müssten beide Gruppen sich zunächst einmal selbst fragen, woher jenes Gefühl kommt, wer es fördert, wer von jenem Gefühl profitiert und wie es überwunden werden kann. Eines ist dabei sicher: Weder Serben noch Kosovaren profitieren von der Situation, selbst wenn letztere mit US-Flaggen derzeit in einen Freudenrausch gesetzt wurden! Der Kater am Morgen danach wird umso schmerzlicher.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass diverse Stimmen aus Israel die USA und Europa zur Anerkennung des Kosovo gedrängt haben und USA, Frankreich und Deutschland die ersten waren, die diesem Ruf folgten. Unter dem Deckmantel der “Zweistaatenlösung“ wird Palästina seit Jahrzehnten aufgelöst. Auch hier wird der Volksgedanke willkürlich gegen die Freiheit der Menschen und damit gegen Frieden und Gerechtigkeit missbraucht. So wird z.B. der Gegensatz von Juden und Arabern propagiert. Kann es denn keine arabischen Juden geben? Oder es wird vom “Jüdischen Staat“ gesprochen. Was ist dann aber mit den Christen im Land?

Genau die gleiche Methode wird zurzeit auch im Irak angewandt! Dort gibt es die Dreiteilung in Kurden, Schiiten und Sunniten. Aber fast alle Kurden sind selbst entweder Schiiten und Sunniten, was die Absurdität der Einteilung verdeutlicht. Und so wird ein Volk nach dem Anderen in ihrem “Volksgedanken“ aufgestachelt und geradezu aufgehetzt, um sie eines Tages gegen andere Bevölkerungsteile jagen zu können; im letzteren Fall Kurden gegen Türken und Iraner. Vorreiter dieses Volksgedankens in Deutschland ist die NPD, die ein rassistisch geprägtes Volksbild übertrieben am Leben erhalten soll, damit die “Gemäßigten“ es abgeschwächt praktizieren. Sie nennen es dann “völkisch“ oder “ethnisch“.

Bei all diesen rein materialistischen Menschenbildern wird sehr schnell deutlich, dass sie mit Geist und Religion NICHTS zu tun haben! Denn sowohl jeder gläubige Christ als auch jeder gläubige Jude müsste anhand seines eigenen Glaubens daran glauben, dass alle Menschen von Adam und Eva abstammen. Jener Gedanke ist politisch aber so brisant, dass er verhindert wird. Obwohl bereits vor über einem Jahrzehnt sowohl Linguisten durch den Verglich der Weltsprachen als auch Biologen durch den Vergleich der DNA aller heutigen Bevölkerungen zu dem wissenschaftlichen Schluss gekommen sind, dass die Menschheit wohl von einer einzigen Mutter abstammt, die in der Region Nordost-Afrika lebte, wird jener Ansatz mit allen propagandistischen Mitteln verheimlicht.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker bedeutet, dass wir gemeinsam ein Volk sind und uns gemeinsam gegen Unrecht wehren müssen, mit erlaubten und menschlichen Mitteln! Und es gibt keinen Unterschied zwischen den Menschen, außer in ihrer Gottesehrfurcht. Sind wir aber ein Menschenvolk, dann verbindet uns nicht Herkunft oder Territorium sondern Geist! Und dann sind wir wirklich frei, weil wir uns für oder dagegen bekennen können!

Der Materialismus als Basis des Kapitalismus bekämpft den Geist und versucht die Menschen in das Gefängnis des materialistischen Mehrungswahns einzusperren, indem er ihn in die Zellen von Herkunft und Territorium einsperren will. Aber der freie Mensch muss seine Freiheit verteidigen, indem er sich für das wahre Selbstbestimmungsrecht des einen Volkes der aufrichtigen, friedliebenden, gerechtigkeitsfördernden und damit freien Menschen einsetzt.

Und so sind dann Kosovaren und Serben gemeinsam ein Volk in Europa mit sprachen und kulturellen Eigenheiten, die sich gegenseitig bereichern und die Schwächen des anderen überwinden helfen. Juden, Christen und Muslime sind ein Volk in Palästina zur gemeinsamen Überwindung des zionistischen Rassismus. Kurden, Schiiten und Sunniten sind ein Volk im Irak zur Überwindung der US-Besatzung und Befreiung der gesamten Region von den künstlichen Grenzen der Kolonialmächte! Pakistaner, Inder und Bengalen sind ein Volk zur Überwindung der Folgen eines verheerenden Teilungsplans, den z.B. Mahatma Gandhi immer zu verhindern versucht hat.

Ja, es gab einmal in Deutschland eine Parole, die nichts mit Herkunft oder Territorium zu tun hatte, sondern mit dem Wunsch nach Frieden und Freiheit in Gerechtigkeit. Jene Parole müssen wir gemeinsam wieder etablieren und jenen das Vertrauen schenken, die jene Parole glaubhaft vertreten, auch durch ihren eigenen Lebensstil und durch ihre Nähe zu armen Menschen. Jene Parole müssen wir gemeinsam wieder etablieren auch in der gegenseitigen Bereicherung durch unterschiedliche Auffassungen in Detailfragen, um Einheit anzustreben.

Und jene Parole heißt: „Wir sind das Volk, wir alle zusammen und gemeinsam!“

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

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