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In der Sonntagsausgabe der New York Times widmet der aussenpolitische Chefkommentator der Zeitung, Thomas L. Friedman, seine gesamte Kolumne einer grotesken Lobhudelei der Rolle des amerikanischen Militaers. Er stellt sie als humanitaere und befreiende Kraft dar, vor allem in Afghanistan und im Irak.

Aus Anlass des an Barack Obama verliehenen Friedensnobelpreises schlaegt er dem amerikanischen Praesidenten vor, im Dezember nach Oslo zu fahren, den Preis fuer sich selbst abzulehnen und zu erklaeren: „Ich werde ihn im Namen der wichtigsten Friedensmacht des vergangenen Jahrhunderts akzeptieren, der Maenner und Frauen der amerikanischen Armee, Marine, Air Force und des Marine Corps.“

Aufgezaehlt werden Einsaetze des amerikanischen Militaers, zum Beispiel die Landung in der Normandie im Juni 1944, die Luftbruecke nach Berlin 1948, die Stationierung amerikanischer Truppen in Europa im Kalten Krieg, die Truppenpraesenz in Suedkorea und die noch andauernden Operationen im Irak und in Afghanistan. Schon allein die Laenge der Liste sollte jedem Leser zu Denken geben. Kein zweites Land braucht eine ganze Zeitungsseite, um seine Militaereinsaetze der letzten siebzig Jahre aufzuzaehlen.

Diese Darstellung des „vergangenen Jahrhunderts“ ist ausserdem recht selektiv. Es werden mehr amerikanische Kriege ausgelassen, als aufgezaehlt. Auf der Liste fehlen der Koreakrieg, der Vietnamkrieg und der erste Golfkrieg. Nicht erwaehnt werden auch die Dutzenden militaerischen Interventionen der USA in Mittelamerika und der Karibik. Auch die Rolle des amerikanischen Militaers, paramilitaerischer Kraefte und Geheimdienste beim Sturz von Regierungen, der Unterdrueckung von Volksaufstaenden und der Errichtung von Diktaturen in aller Welt wird nicht erwahnt.
Eine (sicher unvollstaendige) Chronik der Verbrechen der USA-Aussenpolitik in der 2. Haelfte des 20. Jahrhunderts

Doch selbst bei den Kriegen, die Friedman aufzaehlt, ist seine Darstellung einseitig und falsch. Er schreibt ueber die Normandie und die Befreiung von Buchenwald, aber nicht ueber Hiroshima und Nagasaki, und auch nicht ueber die Bombenteppiche und Feuerstuerme von Tokio, Dresden und Hamburg. Er bezeichnet die heutigen amerikanischen Kraefte im Irak und in Afghanistan als „Friedenstruppen“, ohne die Blutbaeder zu erwaehnen, die die Invasion und Eroberung dieser Laender begleiteten.

In einer besonders zynischen Passage fordert er Obama auf, ein Loblied auf „die amerikanischen Soldaten zu singen, die jetzt an den Aussenposten der afghanischen Berge und Wuesten Wache stehen, um dem Land, und besonders seinen Frauen und Maedchen, ein anstaendiges Leben, frei vom religioesen Totalitarismus der Taliban, zu ermoeglichen“. Tausende afghanische Frauen und Kinder sind von amerikanischen Geschossen und Bomben verbrannt, zerrissen und verstuemmelt worden, aber das wird wahrscheinlich fuer ihre „Befreiung“ von religioeser Unterdrueckung als geringer Preis betrachtet.

Kissinger

Ausserdem ist doch nicht zu leugnen, dass das Taliban-Regime selbst das direkte Produkt einer frueheren amerikanischen Intervention ist. Damals wurden weltweit islamische Fundamentalisten, darunter Osama bin Laden, mit Hilfe der CIA mobilisiert, um gegen die sowjetische Armee in Afghanistan zu kaempfen. Unbeachtet und gaenzlich unerwaehnt bleibt die Unterdrueckung der Frauen, wenn es sich um Laender wie Saudi-Arabien handelt, die mit den USA verbuendet sind.

Es wird versucht, den amerikanischen Imperialismus in „demokratische und humanitaere“ Gewaender zu kleiden. Dabei ist die Unterschlagung von Vietnam besonders entlarvend. Vietnam war der Krieg der Liberalen, er wurde von den Demokratischen Regierungen Kennedys und Johnsons begonnen und im Namen der Verteidigung der „Freien Welt“ gegen „kommunistische Aggression“ gefuehrt. In Wirklichkeit loesten die USA Frankreich als Kolonialmacht ab und versuchten, den Widerstand des vietnamesischen Volkes gegen nationale Unterdrueckung und Semi-Kolonialismus zu brechen.

Die Graeueltaten des Vietnamkriegs – Bombenteppiche, Napalm und Agent Orange, „Feuer-frei-Zonen“, Massaker wie in My Lai, die Unterstuetzung einer ruecksichtslosen und korrupten Diktatur in Suedvietnam – diese Erfahrung diskreditierte die Politik des amerikanischen Liberalismus im Kalten Krieg und radikalisierte eine ganze Generation, nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auf der ganzen Welt.

My Lai Massaker

Diese Kolumne ist ein Versuch, das „Vietnam-Syndrom“ zu ueberwinden und amerikanischen Militaeraktionen eine demokratische Fassade zu verpassen. Aber Vietnam war keine Ausnahme. Es war das Muster fuer die aktuellen Kriege im Irak und in Afghanistan. Die historische Bilanz fuehrt exakt zum Gegenteil der von Friedman praesentierten demokratischen und humanitaeren Rolle des amerikanischen Militaers. Vietnam, Korea, Irak, Lateinamerika – die Opfer gehen in die Millionen. In dem halben Jahrhundert seit Hitler und Stalin hat keine Institution mehr Menschen durch Krieg und Barbarei umgebracht als die Regierung der Vereinigten Staaten und ihr Militaer- und Geheimdienstapparat.

Im Zusammenhang mit der Dämonisierung der DRVK im Zuge des Medienhypes um nordkoreanische Versuche unterirdischer Atombombenzündungen ist es notwendig und sinnvoll, essentielle Fakten der koreanischen Geschichte zu kennen. Es geht dabei ausdrücklich nicht darum, das Kim-Regime in Nordkorea zu idealisieren. Die Verbrechen der USA in diesem Krieg aber waren monströs und kommen erst heute wirklich zum Vorschein………………..WEITERLESEN.

Die Frage, wer eigentlich wirklich den Korea-Krieg 1950-53 begonnen hatte, wurde nach meinem Wissen in der deutschen Bloggerei erstmals von nemetico im damaligen politblog aufgeworfen. Bislang war der Widerspruch zu den geltenden imperialistischen Propagandalegenden den Anhängern der (stalinistischen) nordkoreanischen Juche – Ideologie vorbehalten gewesen, eine Strömung, die wenig Einfluss auf die öffentliche Meinung hat.Im Zuge der aktuellen Berichterstattung über die nordkoreanischen Weltraumraketen und unterirdischen Atombombenversuche gewinnen diese Fragen wieder an Aktualität.

Tatsächlich fällt es ins Auge, dass die aktuellen Schlagzeilen der durch imperialistische Pressure Groups (”Agenturen”) gleichgeschalteten Medien allesamt wie selbverständlich von der Legende einem nordkoreanischen Angriffskrieg 1950 gegen das “demokratische” Südkorea ausgehen, gewissermassen als die Mutter aller Lügen über Nord- und Südkorea. Daraus werden dann die üblichen “Der Irre von Pyöngyang” – Szenarien gestrickt bis hin zu öffentlichen Kriegs- und Mordaufrufen durch bezahlte Kommentatoren (”Trolle”) in diversen Foren.

In den letzten Jahren wurden dank des Internets eine Menge imperialistischer Lügen aufgedeckt, beispielsweise die Brutkastenlüge oder die Zwischenfall-im-Golf-von-Tonking-Lüge, und für viele Menschen offenbarte sich angesichts solcher Dinge, dass sie bisher in einer medialen Scheinwelt gelebt hatten.

 Wer griff am 25. Juni 1950 wirklich an?

Doch wenden wir uns der immer wieder debattierten Gretchenfrage zu, wer denn damals am 25.Juni 1950 wirklich den Krieg begann.

Wie brach dieser Krieg aus?

Kommen wir zur Frage des Ausbruchs des Krieges. Es ist wirklich nicht leicht, Faktenmaterial dazu zu finden.
Durchweg lautet die “westliche” Lesart auch in den Quellen, die ich im Internet finden konnte: die Nordkoreaner hätten versucht, in einem “Blitzkrieg” Südkorea zu erobern. Aber wirkliche Belege fand ich nicht außer der sich formelhaft wiederholenden Formulierung, am 25.Juni 1950 hätten die nordkoreanischen Truppen die Demarkationslinie “überschritten”.

Audiatur et alterna pars (höre auch den anderen Teil), sage ich mir und schlage auf den Seiten des Freundeskreises der Juche-Ideologie in der Kommunistischen Partei Deutschlands. Ich weiß zwar nicht, um welche Kommunistische Partei es sich handelt, aber mich interessiert ja die Geschichte des Korea – Krieges. Und verläßlicher als Spiegel Online sind solche Seiten wahrscheinlich auch (kleiner Scherz). Hier findet sich ein ausführlicher Text: Die Wahrheit über den imperialistischen Krieg gegen die Koreanische Demokratische Volksrepublik, der vor 50 Jahren ausbrach

Genau die interessiert mich. Der Text ist umfangreich. Es wird sich aber aber nicht nur auf kimilsungische Quellen bezogen, sondern auch auf damalige “westliche” Pressemeldungen.

Wichtigster Fakt ist hierbei folgender: Die südkoreanische Marionettenarmee konnte am 25. Juni bis auf 2 Kilometer tief in das Territorium der KDVR (Koreanische Demokratische Volksrepublik) vordringen. Eingenommen wurde trotz tapferen Widerstands der Grenztruppen der KDVR der Ort Haeju (Hädschu). Das ging seinerzeit schon als südkoreanische Siegesmeldung über die Nachrichtenticker der ganzen Welt. Die westliche Presse meldete das in Schlagzeilen, so die New York Times, die Londoner Daily Herald und der Londoner Guardian vom 26. Juni 1950. Das sollte die kapitalistische Welt in eine Art antikommunistische Siegesstimmung versetzen und die südkoreanischen Marionettentruppen zum Kampf motivieren. Die Aggression der “Südkoreaner” hatte genaugenommen schon eher begonnen. Am 23. und 24. Juni wurde nordkoreanisches Gebiet unter massiertes Artillerie- Feuer genommen und bombardiert. Schon das meldete seinerzeit die amerikanische und britische Presse. (2) Das und andere Quellen (2) widerlegen die amerikanische Version über den Koreakrieg.

Nun wird behauptet, daß UN-Beobachter den Erstangriff der Nordkoreaner gesehen hätten. Das ist ebenfalls eine plumpe Lüge. UN-Beobachter konnten trotz gegenteiliger Behauptungen auch in deutschen Publikationen, den Angriff der Nordkoreaner nicht gesehen haben. Die waren schon am 23. Juni auf Betreiben der USA-Regierung vollständig abgezogen worden, was übrigens auch von Presseorganen aus aller Welt bestätigt wurde. Sicherlich war den USA-Imperialisten daran gelegen, daß alle neutralen UNO-Beobachter vom 38. Breitengrad am 24. und 25. Juni 1950 abgezogen sind, um keine unmittelbaren UNO-Zeugen der heimtückischen Aggression der südkoreanischen Marionettenarmee zu haben. Die Aggression der südkoreanischen Aggression wird auch von allen inzwischen der Öffentlichkeit zugänglichen Dokumenten des Pentagons bestätigt.

Außerdem läßt auch der Biograph des damaligen Oberbefehlshabers der USA-Truppen im Pazifik-Raum MacArthur, John Gunther in seinem Veröffentlichungen keinen Zweifel daran, daß die “Südkoreaner” die Aggressoren waren, wenn er auch seinem Chef, der dann der Oberbefehlshaber der westlichen Aggressionstruppen in Korea wurde, bewunderte und vielfach von Kriegsschuld und Aggressionslüsternheit zu entlasten versuchte. In (5) schildert er zum Beispiel die Situation im Hauptquartier der USA-Pazifikstreitkräfte in Tokio an jenem Morgen des 25. Juni, als dort die Nachricht eintraf, daß die Südkoreaner Nordkorea angegriffen haben. Er schreibt unmißverständlich, daß amerikanischen Militärs im Stab Mac Arthurs in Tokio am frühen Morgen des 25. Junis die Meldung erhielten, daß die Südkoreaner die Grenze zum Norden überschritten haben. Schon mit dieser Schilderung bricht die Standardversion von Nordkorea als angeblicher Angreifer in sich zusammen.

Dazu werden folgende Quellen angegeben:

(1) Olaf Groehler “Der Koreakrieg 1950-1953″, Militärverlag der Deutschen Demokratischen Republik, Berlin 1980; (2) The US imperialists started the Korean war (Die USA-Imperialisten haben den Koreakrieg begonnen), Foreign languages Publishing house, Pyongyang”; (3) Modern history of Korea” (Geschichte von Korea der Neuzeit), Foreign languages Publishing house, Pyongyang; (5) The riddle of MacArthur (Das Rätsel von MacArthur), Hamish Hamilton, London 1951; (6) Outstanding leadership and brilliant victory, (Herausragende Führungskunst und glänzender Sieg), Korea pictorial, Pyongyang, 1993.

Doch es ist seit diesem Artikel wieder Zeit vergangen, und siehe da, aus den Archiven tauchen Dinge auf, die man nicht gerade als Schätze, sondern als Leichen im Keller des US-Imperialismus bezeichnen muss.

Im Zusammenhang der Frage des Ausbruchs des Koreakrieges fällt immer wieder der Name der Stadt Haeju in der Provinz Süd Hwanghae. Die Einnahme dieser nordkoreanischen Stadt wurde tatsächlich am 26. Juni 1950 vom Daily Herald, vom britischen Guardian und von der New York Herald Tribune gemeldet, aber ohne nähere Angabe darüber, wann diese Einnahme genau stattgefunden hatte. Der Ton dieser Pressemeldungen war “triumphalistisch” und berief sich auf amerikanische Militärkreise. (1).

Wann hat der Koreakrieg “offiziell” begonnen? Richtig, am 25. Juni. Das deutsche wikipedia indessen lügt, natürlich ohne näheren Nachweis:

Am 25. Juni 1950 überschritten die Truppen der Nordkoreanischen Volksarmee nach abwechselnden Grenzverletzungen beider Konfliktparteien die Grenze.

Heaju wird hier überhaupt nicht erwähnt. Es kommt hier wirklich aufs Detail mal an. Denn das Überschreiten der Demarkationslinie durch nordkoreanische Truppen ist das Axion, das bis heute die Rolle Nordkoreas als Aggressor in jenen Tagen 1950 rechtfertigt. nemetico berief sich bei seinen Zweifeln noch auf “östliche”, kimilsungische Quellen, nunmehr liegen eindeutig “westliche” vor. 

William Blum (1) hat aber noch mehr zu berichten. Demnach berichtet der (unbedingt US-loyale) MacArthur-Biograph John Gunter an einer Stelle, dass er am 25. Juni in Japan als Tourist weilt und miterlebte, wie ein Vertreter der US-Besatzungsbehörden einen Telefonanruf bekam, wonach “die Südkoreaner Nordkorea angegriffen” hätten, eine “big story”. Am gleichen Tag aber gaben die US-Dienststellen die Parole aus, Nordkorea sei der alleinige Aggressor. Gunter gab auch eine Erklärung für den seltsamen Telefonanruf, wonach die US-Militärs sich wohl hätten von der “marktschreierischen” Propaganda Nordkoreas beeindrucken lassen (Nordkorea verkündete anklagend den Angriff der südkoreanischen Kräfte über Rundfunk). Diese Erklärung bezeichnet Blum zu Recht als ungereimt, aber sie passt zu der schon vorbereiteten Gleichschaltung der Medien.

Von der Einnahme der Stadt Haeju war später in den westlichen Medien nicht mehr die Rede.

William Blum verweist auch auf einen anderen Artikel in der New York Times am 26.Juni (also am Tag nach offiziellem Ausbruch des Krieges), wo darauf hingewiesen wurde, dass der südkoreanische Regierungschef Syngman Rhee stets ie gewaltsame Eroberung des Nordens gefordert hatte und dafür das amerikanische Einverständnis verlangt habe (1).

Doch er weist noch auf einen weiteren sehr interessanten Fakt hin. Demnach hatte ein amerikanischer Offizieller (American Aid Mission in South Korea) vor seiner Remission unmittelbar nach Kriegsausbruch gesagt, dass das südkoreanische Regime ein “oppressives Regime” sei, das “wenig tat, um dem Volk zu helfen” und daß sich in jedem Fall eine südkoreanische Aufstandsbewegung  gegen das Rhee-Regime entwickelt hätte, wenn die Truppen des Nordens nicht gekommen wären. Doch das ist noch eine ganz andere Geschichte.  Bleiben wir noch bei der Frage des Kriegsausbruchs.

Entgegen allgemeinen Glaubens gab es am 38. Breitengrad keine unabhängigen Beobachter der UNO, die irgendeine Aussage hätten treffen können. Deren Mandat war nämlich am 23. Juni 1950 abgelaufen. Es hielten sich danach auch keine unabhängigen Beobachter, sei es der UNO, sei es von sonst wem, mehr am 38. Breitengrad auf. Alle Behauptungen dieser Art wurden ausschließlich von der Rhee-Regierung oder den US-Militärs in die Welt gesetzt.

Wie kam es, dass die Rhee-Regierung durch ihr Informationsministerium schon am Morgen des 26. Januar die Einnahme Haejus durch einen “Gegenangriff” verkündete, aber später (als der Kriegsverlauf sehr ungünstig zu verlKoreakrieg (von wikipedia)aufen drohte) diese Meldung dementierte? (1)

Milchman (16) wartet sogar mit noch erstaunlicheren Fakten auf:

It is a matter ot record that Rhee and his Defence Minister had been threatening to invade North Korea for months…. It is further established, also, that Rhee had been decisively defeated in the election of May 30. 1950, an election which the American  government forced-upon him. His regime was ‘left tottering.’
He had no political future unless war broke out, and his will power was entirely sufficient to bring war about. His prewar
threats to march north were discounted during the war, hut after it began the report that Secretary of State Acheson
‘never was quite sure that Rhee did not provoke the Red attack of 1950″ was amply justified.

Wie denn? Es – “gesichert” – fanden Wahlen am 30. Mai in Südkorea statt, bei denen Rhee “entscheidend” geschlagen worden war? Nach dieser Quelle war es ein Kalkül von Syngman Rhee und John Foster Dulles gewesen, den Krieg zu provozieren und ein amerikanisches Eingreifen zu erzwingen.

In der Tat gilt in der politikwissenschaftlichen und zeitgeschichtlichen Forschung längst:

Es bedarf keiner Geheimdokumente, um nachzuweisen, dass Südkorea zur Herbeiführung der Wiedervereinigung mit gewaltsamen Mitteln bereit war.(5) 

Demnach kann als sehr wahrscheinlich gelten, das Syngman Rhee den Krieg bewußt von Zaum brach. Er hatte Motiv, Gelegenheit und die Mittel dazu. Was das Motiv angeht, so stoßen wir bei der zeitgeschichtlichen Wahrheitssuche noch auf mehr interessante Fakten.

Das Jeju – Massaker

Ein grauenhaftes Vorspiel zum Koreakrieg war das Jeju – Massaker. Dieses fand VOR dem Koreakrieg statt, auf zwar auf Jeju, einer koreanischen Insel südlich des Festlandes. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der provisorischen Teilung Koreas (davon weiter unten) hatte die rechtsgerichtete Regierung in Seoul eines rechtsgerichtete Lokalregierung auf dieser Insel eingesetzt. Da die Einsetzung dieser Regierung gegen den Willen der Inselbevölkerung erfolgte, kam es zu Massakern an Teilen der Inselbevölkerung und anschliessend zum bewaffneten Aufstand gegen die Repression.

Um die Aufständischen im bergigen Landesinnern zu isolieren, wurden alle Dörfer, die mehr als vier Kilometer von der Küste entfernt waren, dem Erdboden gleichgemacht. Nach offiziellen koreanischen Angaben wurden dadurch zwischen April 1948 und August 1949 270 von insgesamt 400 Dörfern auf der Insel ausgelöscht.

Der Widerstand der Inselbevölkerung wurde vor Ausbruch des Koreakrieges völlig erstickt, erst in den 80er Jahren begann in Südkorea die Aufarbeitung dieser Vorgänge. Am Aufstand der Inselbevölkerung war sowohl Nordkorea als auch die Kommunistische Partei Koreas nicht beteiligt.

wikipedia:

beispielsweise empfand der selbst an der Niederschlagung der Unruhen beteiligte General Kim Ik Ruhl († 1988) die in den Jahrzehnten danach in Südkorea vorherrschende Erklärung der Ereignisse als kommunistischen, separatistischen Aufstand als falsch: einem nach seinem Tod veröffentlichten Manuskript zufolge war Nordkorea an ihnen nicht wesentlich beteiligt; das Handeln der Insulaner sei weniger ideologisch motiviert, als viel mehr eine Reaktion auf eine vermeintliche Gefährdung der örtlichen Schmuggelwirtschaft sowie auf Plünderungen, Morde und Vergewaltigungen seitens rechtsgerichteter Marodeure von der Halbinsel, die nach Jejudo geschickt worden waren. Auch das amerikanische Militär hatte Anteil an der Entwicklung.

Soviel nur zu der Frage, ob Syngman Rhee hätte mit einem Aufstand in Südkorea rechnen müssen, wären die Nordkoreanischen Truppen dem nicht zuvor gekommen.

Schwere Kriegsverbrechen der USA und ihrer Marionetten

Als “dokumentiertes Kriegsverbrechen” kann das Massaker von Nogeun-ri gelten.

Als besonders grauenhaft ist der “Plan” des US-amerikanischen Generals MacArthur hervorzuheben, im Falle eines siegreichen Vorstosses bis an die chinesische Grenze und ggfs. darüber hinweg die chinesisch.koreanische Grenze durch Atombomben zu verseuchen und einen “Strahlungsgürtel” gegen den “Kommunismus” einzurichten. Meines Wissens ist MacArthur niemals von unseren gleichgeschalteten Medien als der “Irre vom US-Oberkommando” bezeichnet worden (4).

In der Kriegführung der USA, die es geschafft hatte, sich ein UNO – Mandat zu erschwindeln (die Vetomacht UdSSR hatte gerade den Sicherheitrat verlassen aus Protest gegen die Nichtaufnahme der jungen VR – China – wäre ein schlechter Zeitpunkt gewesen für die “von Stalin angeordnete nordkoreanische Aggression”, wie die imperialistischen Legenden behaupten), wurde fast jedes Völkerrecht gebrochen, es wurden Zivilisten, darunter zahllose Kinder (als Angehörige von “Kommunisten”oder deren „Sympathisanten) massakriert, Staudämme bombardiert, Napalm eingesetzt, ganze Städte vernichtet, alles was man später von Vietnam auch her kannte (2) (4) (6).

Die Massaker der Syngman-Rhee-Truppen an der politischen Linken und Gewerkschaftsbewegung

Es deutet alles drauf hin, dass das Regime von Syngman Rhee, das im wesentlichen aus ehemaligen Kollaborateuren mit den japanischen Besatzungsbehörden bestand (die “Elite” Koreas hatte die japanische Annektion 1910 unterstützt), den Krieg benutzt, um mit Hilfe der US- Armee die koreanische Arbeiterbewegung auszurotten (6) (14) (15).

“Zuerst sei der US-amerikanische Oberst Rollins S. Emmerich »aufgewühlt« gewesen und habe versucht, die Aktion hinauszuzögern. Dann aber habe er seinen südkoreanischen Offizierskollegen »die Erlaubnis gegeben«, 3500 politische Gefangene mit Maschinengewehren niederzumähen, damit die vorrückenden Truppen des kommunistischen Nordkoreas sie nicht befreien könnten. Das geht aus jüngst entdeckten US-Dokumenten in den einst geheimen Archiven Washingtons hervor, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Wochenende. »In nur wenigen Wochen im Sommer 1950 haben amerikanische Offiziere Massenexekutionen, die von ihren südkoreanischen Verbündeten durchgeführt wurden, beobachtet, fotografiert und vertraulich kommentiert. Bei diesen Massenmorden sind 100000 oder mehr politisch linksgerichtete Menschen und verdächtige Sympathisanten ohne Anklage oder Richterspruch umgebracht worden«, so AP .” (4 )

Der Zeitgeschichtler Herrmann Ploppa schreibt (15):

Seit 1997 versuchen koreanische Regierungsausschüsse, u.a. der Ausschuss für Wahrheit und Versöhnung, durch Zeugenbefragungen und Ausgrabungsaktionen Licht in dieses dunkle Kapitel zu bringen. Es geht vornehmlich um den Frühsommer 1950. In dieser ersten Phase des Koreakrieges drangen nordkoreanische Truppen in das südkoreanische Staatsgebiet ein. Sie trieben die südkoreanischen Streitkräfte und deren US-amerikanische Militärberater vor sich her, bis die Südkoreaner nur noch ein kleines Gebiet um die Hafenstadt Busan im Südosten kontrollierten. Panisch durchkämmten die Südkoreaner ihr Gebiet nach möglichen nordkoreanischen Kollaborateuren.

Dieser Personenkreis war schon unter der Diktatur von Rhee Syngman[1] , der seit 1948 Südkorea beherrschte, erfasst worden. Rhee ließ eine Umerziehungsorganisation gründen, die National Guidance League. Rhees Gefolgsleute rekrutierten 300.000 Bürger zur Umerziehung. Um das vorgegebene Soll zu erreichen, wurden auch analphabetische Bauern, die gar nichts mit den politischen Spannungen zu tun hatten, der Indoktrination unterzogen. Zudem befanden sich in Rhees Haftanstalten 30.000 politische Gefangene.

Die Gefängnisinsassen waren die ersten, die nunmehr der vorsorglichen Hinrichtung unterzogen wurden.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf eine Playlist bei youtube zum Koreakrieg (3).

In unseren Medien wird immer das Bild von einem von einem “Irren” regierten Nordkorea und einem “demokratischen” Südkorea erzeugt. Es handelt sich um eine Scheinwirklichkeit. Bis 1987 war Südkorea sogar eine ganz gewöhnliche Diktatur, die keinen Vergleich mit den Regimen eines Videla oder Pinochet scheuen musste.

Die Umstände des jüngsten “Selbstmordes” eines Ex-Präsidenten, der sich für eine Aussöhnung mit Nordkorea leidenschaftlich eingesetzt hatte, sind sehr bedenklich und deuten darauf hin, dass eine mörderische und zu allem entschlossene mafiotische “Elite” in Südkorea seit 1950 ungebrochen die Strippen zieht und der bedingungslosen Unterstützung durch den US-Imperialismus sicher sein kann (9).

Es ist an der Zeit, diese Propagandalegenden aufzubrechen.

Natürlich darf das nordkoreanische Regime, das eine Mischung aus klassischen Stalinismus mit traditionellen Elementen der asiatischen Despotie (asiatische Produktionsweise) verbindet, deshalb nicht idealisiert werden. Das Kim – Regime ist entstanden als Ergebnis des Koreakrieges, in dessen Verlauf die unabhängige Arbeiterbewegung Koreas fast völlig vernichtet wurde. Aber es war ganz offensichtlich nicht verantwortlich für den Ausbruch des Koreakrieges. Dieser war eine Inszenierung der übelsten und mörderischsten Sektoren des US – Imperialismus einerseits und der korrupten kollaborationistischen südkoreanischen “Elite” andererseits.

Brechen wir die Propagandalegenden!

Youtube-Playlist zum Koreakrieg

 

Quellen:

(2)Washingtons OK zum Massenmord (Artikel in der Jungen Welt)

(3)Playlist bei youtube über den Koreakrieg und US-amerikanische Kriegsverbrechen

(4)Napalm über Korea, Artikel in Le Monde Diplomatique

(5)Die Koreakrise – Seminarbeit von Sebastian Heisig

(6)Photodokumente: Exumierung von Skeletten und Leichen in Südkorea, u.a. wurden ungezählte Kinder von den US – Marionettentruppen massakriert

(7)Essays on international law and organization, behandelt die Frage, wie Enthaltung im Sicherheitsrat der UN geregelt ist

(8)Nachweis über die betrügerische Rückdatierung der UN-Resulution, mit der Invasion und Massakerkrieg der USA legitimiert wurde

(9)Seltsame Umstände des aktuellen “Selbstmordes” des ehemaligen südkoreanischen Präsidenten (radio-utopie)

(10) Die Webseite der (süd)koreanischen Wahrheitskomission über Kriegsverbrechen während des Koreakrieges

(11) CIA – Operationen in Korea 1950-55 von Lee Wha Rang

(12) deutscher wikipedia-Artikel zum Korea-Krieg (sehr mit Vorsicht und Misstrauen zu behandeln)

(13) wikipedia – Webseite zur Insel Jeju-do

(14) sogar im Spiegel gabs mal einen informativen Artikel zu den Massakern der USA  im Koreakrieg

(15) Herrmann Ploppa über die Massenexekutionen der US-Armee und ihrer Marionetten

(16) Alan Milchman:  D.F. Fleming on “The Origins of the Cold War”

Quelle

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Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

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Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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