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Die Islamische Revolution, welche  am 22. Bahman 1357 nach iranischer Zeitrechnung d.h. im Februar 1979 siegte, ist das politische Erdbeben des 20. Jahrhunderts genannt worden.

Dieser Revolution gelang es, das US-abhängige Regime in einem Land zu stürzen, welches die USA als ihr stilles Eiland betrachteten.  Sie vermochte anstatt der vom Westen unterstützten Monarchie eine volksfreundliche politische Ordnung, die auf religiösen Lehren beruht, aufzustellen.

Die Islamische Revolution gelangte aufgrund religiöser Überzeugungen, der Ablehnung der Hegemonie und dem Wunsch nach Verwirklichung der Gerechtigkeit zum Sieg. Daher zog sie den Zorn der imperialistischen Mächte auf sich und sofort nach Beginn der revolutionären Ära  gingen diese in Frontstellung  zu der jungen Islamischen  Republik Iran.  Die Feindseligkeiten gegen die Islamische Revolution haben bis heute nicht nachgelassen. Die westliche Hegemonie geht heute noch ausgeklügelter als zuvor gegen diese Revolution vor. Sie bekämpft   die Islamische Revolution seit  30 Jahren mit verschiedenen Methoden.  

Nach dem Sieg der Islamischen Revolution wurde suggeriert, der Iran wolle die Islamische Revolution ins Ausland übertragen   und rasch  wurde dem Iran vonseiten des irakischen Baathregimes  unter Anführung von Saddam ein Krieg aufgezwungen, bei dem sich der Ost- und Westblock auf die Seite des Angreifers stellten.

Im Rahmen dieser Groß-Verschwörung haben die USA und England den arabischen Staaten in der Region die Angst eingeflößt, das religiöse Regierungsmodell könne ihre Regierungen, die auf  Erbfolge beruhen,  verdrängen. So kam es, dass die arabischen Regionalstaaten  sich ebenso  der Front gegen die junge Staatsordnung der Islamischen Republik Iran anschlossen.

 Doch die Stimmungsmache der USA und der Feinde der Islamischen Revolution gegen diese Staatsordnung zog nicht mehr, nachdem der aufgebürdete Krieg zu Ende gegangen war und sich die klare Unterstützung der USA für das Saddamregime und der Hegemoniecharakter dieser Offensive herausstellte. Man musste sich also etwas Neues gegen den Iran ausdenken.

Die meisten Komplotte in den 30 Jahren nach dem Sieg der Islamischen Revolution wurden    seitens der imperialistischen Mächte zu geschmiedet.    Zugleich wurden feindliche Schritte unternommen wie die Verhängung von Wirtschaftsblockaden oder auch die Planung von Terroranschlägen im Inland unter Heranziehung, Unterstützung und Organisierung von gegnerischen und terroristischen Gruppen, wodurch man in Iran eine unsichere Lage hervorrufen wollte.

Trotz der Vielfalt dieser Verschwörungen, nahm die iranische Bevölkerung durch ihre  bewusste Präsenz auf der Szene dem Feind die Möglichkeit einer Zwietrachtstiftung mit Hilfe ihrer Handlanger und aufgrund von konfessionellen und ethnischen Kriterien  aus der Hand.

30 Jahre Ausdauer und tapferer Widerstand des iranischen Volkes ließen die islamische Revolution tiefere Wurzeln schlagen und festigten die Regierungsordnung. Deshalb griffen die Feinde des Islams und der islamisch-republikanischen Staatsordnung nach neuen Methoden.  Die heutige Hauptdevise der USA und der Feinde Irans lautet: den Iran  am Fortschritt in der Wissenschaft und Wirtschaft hindern und ihn auf den politischen Weltbühnen  isolieren. Diese Verschwörung wurde in den letzten Jahren durch raffinierte Programme in Form eines samtenen Krieges und eines kulturellen Nato-Paktes durchgeführt.  Imperialismus und Gegner der Islamischen Revolution sind mit Krieg und Wirtschafsblockaden nicht weiter gekommen und  versuchen nun bei ihrer  neuen Offensive, einen samtenen Krieg gegen die Regierungsordnung der Islamischen Republik Iran  zu führen. Die Architekten der Informations- und Sicherheitsdienste der USA, Englands und Israels haben die Bekämpfung der Islamischen Revolution auf die Tagesordnung gestellt.  

Den  Medien in der Hand der westlichen Mächte wurde  ein wichtiger Auftrag in diesem Zusammenhang zugedacht.  Zu passenden  Ereignissen und Themen im Zusammenhang mit Iran und zu  Stichwörtern wie Menschenrechte, Wahlen und Nuklearfrage haben diese unfreien Medien   ständig versucht, den Iran und die Islamische Revolution verzerrt darzustellen.

Ihre Mission kristallisierte sich  besonders nach der Serie von Ereignissen im Anschluss an die  10. Präsidentschaftswahlen im Iran am 12. Juni  heraus. Sie stachelten  speziell über das Internet zu Unruhen und Tumulten  an. 

Es gehört zur westlichen Offensive gegen die Islamische Revolution, die Staatsordnung der Islamischen Republik Iran durch Verbreitung von Falschmeldungen  ins schlechte Licht zu rücken und durch feindselige Analysen und Kommentare und falsche nicht belegte  Behauptungen  schlecht zu machen.

Die Ereignisse der letzten drei Jahrzehnte zeugen davon, dass die Feindseligkeiten gegen die Islamische Revolution sich nur von der Methode her unterscheiden, und alle dem gleichen Ziel dienen sollen.  Es wird offensichtlich, dass  die Schwächung oder Vernichtung der Islamischen Republik Iran weiterhin dass wichtigste Ziel darstellt  und man durch Erreichung dieses Ziels vor allen Dingen die Zunahme des  Islamischen Erwachens in der Islamischen Welt stoppen  will.  Bei der Serie von Unruhestiftungen und Vorfällen nach den 10. Präsidentschaftswahlen im Iran, die sehr raffiniert organisiert worden waren, ging es vor allen Dingen darum, die Islamische Republik zu stürzen und die iranische Bevölkerung zur Rückkehr in die Vergangenheit zu zwingen. 

Die USA und England folgen mit ihrer vereinbarten  Politik und gemeinsamen Strategie gegen die islamisch-republikanische Staatsordnung gleichzeitig zwei Ziele: Erstens wollen  sie durch militärische Präsenz und Einrichtung von  festen Stützpunkten in der umliegenden Region  eine militärische Umzingelung Irans erreichen und zweitens  mit Hilfe eines Sonderbudgets,  terroristische Strömungen unterstützen und aufgrund von  ethnischen und konfessionellen  Motive zur Aufruhr im Iran anstacheln. Für dieses zweite Ziel haben sie die Zahl und den Umfang von   Radio-, Satelliten- und Internetprogrammen gesteigert um  das Projekt „Weicher Sturz im Iran“ durchzuführen, womit sie aber keinen Erfolg haben.   Was bei den  Feinden der iranischen Bevölkerung und den Feinden der islamisch-republikanischen Staatsordnung im Iran anscheinend falsche Hoffnungen erweckte,  waren die bunten Revolutionen in der Ukraine und Georgien, welche mit Hilfe der politischen Strömungen, die von der USA und westlichen Einrichtungen abhängen, zur Änderung des politischen Regimentes in  diesen Ländern durchgeführt wurden.  

Die iranische Nation macht  30 Jahre lang die Erfahrung, dass sie sich  vor Komplotten in Acht nehmen muss. Die Fortsetzung des Druckes und der Sturzversuche durch den Feind zeigen, dass die Verschwörungen gegen sie und die Islamische  Revolution weiter anhalten werden, so lange nämlich wie die Islamische Republik souverän und Gerechtigkeit fordernd an ihren legalen Standpunkten festhält.

An jenem Tag waren alle gekommen, Frauen und Männer, jung und alt. Von weitem sah man die eindrucksvolle Menschenmenge, die mit den Rufen „Allah o Akbar, Khomeini Rahbar“ die Erde unter ihren Füßen zum Beben brachten. An jenem Tag waren Dozenten, Studenten, Geistliche, Basar-Händler, Arbeiter, Angestellte und viele andere erschienen, um auf der Szene zu sein und der Weltbevölkerung ihre Liebe zu einem Führer wie Imam Khomeini zu übermitteln.

In den Augen der einzelnen Menschen strahlte der Glanz von Würde und Stolz. Sie waren mit Blumen in der Hand gekommen, um den Imam zu empfangen. Nach Sonnenaufgang war ein Mann aus weiter Ferne eingetroffen, der zu den Friedenstiftern und Freimütigen gehörte und es ertönten Rufe der Begeisterung und Lobpreisung: „Khomeini o Imam“.

Es war der 12.Bahman 1357, gleich dem 1.Februar 1979, der Tag, an dem Imam Khomeini nach Iran zurückkehrte. Zur gleichen Zeit schrieb ein westlicher Analytiker: „Von nun an führt ein ausgezeichneter Rechtsgelehrter, der zu den ranghohen Geid in der Londoner Times hieß es zur Vorstellung dieser beispiellosen Persönlichkeit der zeitgenössischen Geschichte: „Imam Khomeini ist ein Mann, der die Volksmassen mit seinen Worten begeistert hat. Er spricht die Sprache der normalen Bürger und flößt seinen Anhängern Selbstvertrauen ein. Er hat ihnen gezeigt, dass es möglich ist, vor Mächten wie den USA Widerstand zu leisten, ohne sich zu fürchten.“

Der französische Philosoph und Theoretiker Michel Foucault sagte: „Die Persönlichkeit von Ayatollah Khomeini ist legendär. Kein Staatschef und kein politischer Führer kann, auch wenn er sich auf alle Medien seines Landes stützt, behaupten, dass die Bürger derart stark an ihn gebunden sind.“

Imam Khomeini, der Begründer der Islamischen Revolution war nicht allein ein politisch-revolutionärer Führer. Diese mutige und unermüdliche Persönlichkeit verbrachte lange Jahre seines Lebens auf dem Wege der Aufklärung und des Aufstands gegen Ungerechtigkeit und Unterjochung. Abgesehen davon war er aber auch ein religiöses Oberhaupt, das die Methode der Gottespropheten verfolgte und von Recht und Gerechtigkeit als Wahrheit des Schöpfungssystems sprach. Aus diesem Grund gehört die Revolution, die unter Führung von Imam Khomeini siegte, nicht nur der iranischen Gemeinschaft. Die Islamische Revolution war vom Islam und Koran beeinflusst, die beide die Menschheit zur Lauterkeit, Aufrichtigkeit, Freiheit und Gerechtigkeit aufriefen. Diese Wertmaßstäbe werden von allen Völkern gewürdigt. Aus diesem Grund wurde auch die zeitgenössische Welt von den nach Unabhängigkeit strebenden, und freiheitlichen Ideen dieser Volksrevolution beeindruckt. So kam es weltweit zu einer Art von Selbstbewusstsein und Wachsamkeit.

Imam Khomeinis Mentalität war auf das Streben nach Gott und Selbstbewusstsein ausgerichtet. Der zeitgenössische amerikanische Soziologe Alvin Toffler sagte diesbezüglich: „Ayatollah Khomeini sagte der Welt, dass von nun an nicht nur die Supermächte die Hauptakteure auf der Weltszene sein werden, sondern alle Völker Souveränität besitzen. Was uns Ayatollah Khomeini sagte, bestand darin, dass Mächte die sich einen Souveränitätsanspruch auf die Welt zusprechen, nicht über ein solches Recht verfügen.“

Die Islamische Revolution in Iran nimmt als die größte geistige und spirituelle Revolution dieses Zeitalters eine Sonderstellung ein. Der Unterschied zwischen der Islamischen Revolution und anderen Revolutionen besteht in den Innovationen, die in ihrem Wesen enthalten sind. Diese Eigenschaft hat dazu beigetragen, dass sie nach drei Jahrzehnten nach wie vor von Politologen und Soziologen untersucht wird. Trotz allem sind wir Zeuge von ausgedehnten Bestrebungen seitens der westlichen Staaten. Sie versuchen systematisch diese Revolution als beendet darzustellen und bezeichnen das durch diese Revolution zustande gekommene Regierungssystem als unfähig und erlahmt.

Die Islamische Revolution befindet sich kurz vor dem 4.Jahrzehnt in einer besonderen Lage. Diese originelle Bewegung stützt sich auf die Masse des Volkes. Die Islamische Revolution ähnelt einem lebendigen, strebsamen und beweglichen Wesen, das Höhen und Tiefen und große Hindernisse nach und nach überwunden und seinen Weg zum Fortschritt geebnet hat. Kenner politischer Fragen sind der Auffassung, dass die Islamische Revolution auch im neuen Zeitabschnitt über dieselbe primäre Macht und Energie verfügt und imstande ist, den Herausforderungen gerecht zu werden.

An der Spitze dieser Revolution gibt es einen scharfsinnigen, entschiedenen und tapferen Führer, der den immerwährenden Weg des iranischen Volkes dargestellt und bekundet hat: „Der Weg des iranischen Volkes in der Zukunft ist der gleiche Weg den der Imam gegangen ist. Es ist der Weg der Revolution, der Standhaftigkeit und dem Widerstand vor dem Zwang der Supermächte, der Verteidigung der Schwachgestellten und Unterdrückten. Er besteht im Hissen des Banners des Islam und des Koran auf der Weltebene.“ Die tapferen und standhaften iranischen Bürger sind die Hauptstützen der Revolution. Sie haben bei sensitiven und kritischen Zeitabschnitten durch ihre millionenfache Präsenz die Wertmaßstäbe und Ideale der Revolution geschützt. Der Fußmarsch am 30.Dezember des laufenden Jahres hat nach 3 Jahrzehnten die eindrucksvolle Unterstützung der Bürger für die Islamische Revolution und ihre Ideale demonstriert. Dem Oberhaupt der Islamischen Revolution zufolge heißt es: „Solange ein Volk seine wahren Rechte ausgehend von Selbstbewusstsein, Glauben und Entschiedenheit verteidigt, wird es gewiss siegreich und ehrenvoll sein.“

Die Islamische Revolution ist zu vergleichen mit einer Morgendämmerung. Sie ist eine helle Morgendämmerung, die zu einer Zeit voller Grausamkeit und Unterdrückung die Idee ansprach, dass Politik mit Spiritualität einhergehen muss. Aus diesem Grunde müssen Politiker und Staatsmänner von Tugend, Gerechtigkeit und Wahrheitsliebe ausgehen, damit Frieden und Gerechtigkeit auf der Welt herrschen. Diese Revolution hat im eiskalten Schneewind der unter der Herrschaft des unterdrückerischen Schahregimes fegte, den verzweifelten und betrübten Menschen Leben, Hoffnung und Wärme beschert. Der Monat Bahman im Jahr 1357 schenkte Iran Freiheit und Glauben und leitete die Bürger zu einem erleuchteten Horizont.

Viele Märtyrer musste die Islamische Revolution hingeben, um gestützt auf spirituelle und humanitäre Wertmaßstäbe das Fundament einer Gesellschaft zu legen, die auf den vitalen Lehren des Koran basiert. Mit dieser Bewegung gehen Aufrichtigkeit, Standhaftigkeit und Einmütigkeit einher.

Die Islamische Revolution demonstriert als eine vitale und strebsame Gesamtheit die Fähigkeiten des Islam auf politischer und sozialer Szene und zeigt, dass die Religion imstande ist, der Menschheit den Weg zu Fortschritt und Glückseligkeit zu ebnen. Der spanische Professor Kiebels sagte: „Die Religion ist mit der Islamischen Revolution aufgelebt und die immateriellen Schönheiten im täglichen Leben haben die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. All das begann mit dem Aufruf Imam Khomeinis und seiner religiösen Revolution, die er in den Gedanken und der Mentalität der Weltgemeinschaft in Gang setzte.“

Die Fadschr-Dekade ist das Jahrzehnt der erneuten Erinnerung an diese glorreichen Tage. Sie ist die Dekade der Verbundenheit des Volkes mit der Islamischen Revolution und Würdigung der Gaben Gottes und der Wertmaßstäbe, die Imam Khomeini den Freiheitsliebenden der Welt beschert hat. Wir gratulieren allen wachsamen Menschen zu diesem Tag.

Das geehrte Revolutionsoberhaupt betonte: In Zeiten der Zwietracht und Intrigen ist es Pflicht der Elite, klare Stellung zu beziehen und sich von mehrdeutigen Äußerungen fernzuhalten.

Großayatollah Khamenei betonte heute beim Treffen mit den Verantwortlichen des Koordinationsrates für islamische Öffentlichkeitsarbeit und der Komitees für die Fadschr-Dekade aus ganz Iran: Die Feinde sind immer dagegen, dass die Lage klar und deutlich ist, denn wenn die Lage nicht deutlich ist, können sie ihre Ziele eher erreichen. In der jetzigen Situation müssen alle Gruppierungen und politische Bewegungen im Land ihre Grenze zu den Feinden klar definieren und da liegt eine größere Last auf der Elite.
Wenn die Anführer von Imperialismus und Unterdrückung und die Anführer der Besatzung islamischer Länder ins Feld ziehen und Stellung beziehen, ist es nicht richtig zweideutige Äußerungen zu machen. Es muss klar sein, welche Position die Leute in der Islamischen Republik haben und ob sie bereit sind, sich vom Feind zu distanzieren.
Er sagte weiter: Wenn in Zeiten der Intrigen und der unklaren Positionen manche mit Worten den Islam verneinen und mit ihrem Handeln den Grundsatz der Republik in Frage stellen und Wahlen anzweifeln, da erwartet man von der Elite, dass es sich klar und deutlich dazu äußert.
Das Revolutionsoberhaupt sagte, dass in den vergangenen 30 Jahren die volle Präsenz der Menschen und Bürger als Grundelemente der Islamischen Revolution und ihre Loyalität zu islamischen Grundsätzen die wichtigsten Merkmale der Revolution und bei den Feierlichkeiten zum Revolutionssieg waren. Die Teilnahme von Millionen Menschen an den Feierlichkeiten zum Revolutionssieg im Februar zeigt, dass die Revolution sich auf den Glauben der Menschen stützt.
In dieser Präsenz liegt die Botschaft, dass die Islamische Revolution und das System, das daraus entsprungen ist, ihre Stütze in den Menschen und ihrem Glauben finden. Die Unfähigkeit und Schwäche der Feinde bei der Untergrabung des islamischen Systems haben genau hier ihre Ursache.

30 Jahre nach Gründung der Islamischen Republik Iran geschehen Dinge auf den Straßen Teherans, die eine neue Phase der Islamischen Revolution einleiten dürften.

Die Hoffnungen der Westlichen Welt, dass es zu einem Umsturz in der Islamischen Republik Iran kommt, waren noch nie so groß seit dem Imamat Imam Chamene’is. Die westlichen “Berichte“ überschlagen sich in geradezu Enthusiasmus über jeden Toten auf den Straßen im Iran. Alle bisherigen Masken, dass man eine “sanfte Revolution“ wolle, schwimmen dahin und Anführerblätter, wie die englische Times, und deren Nachahmer im deutschen Medienwald schreiben es deutlicher denn zuvor: Das System muss gestürzt werden. Schon lange geht es nicht mehr um den Sturz von Ahmadinedschad. Es geht um den Sturz des gesamten Systems, um die Vernichtung der Statthalterschaft des Rechtgelehrten, um die Absetzung Imam Chamene’is, um die Auflösung der Verfassung, um den Aufbau eines westfreundlichen Systems, dass vor allem Israels Vernichtungspolitik gegenüber den Palästinensern schweigsam hinnimmt. Und waren anfänglich noch zumindest einige Blätter in Deutschland etwas “kritischer“ eingestellt, ist inzwischen die Einheitsfront wieder vollständig hergestellt. Von Linken bis CSU, von der jungen welt bis zur Bild-Zeitung, alle kämpfen in diesem Kampf gegen die Islamische Revolution an vorderster Propagandafront mit. Und eine Bundeskanzlerin findet das Verhalten der iranischen Regierung “inakzeptabel“, während am gleichen Tag ihrer Äußerung Israel eine weitere Besetzung palästinensischen Bodens ankündigt, wogegen die Kanzlerin nichts hat.

Auf der anderen Seite der medialen Front in Deutschland stehen die wenigen – kaum beachteten – Anhänger der Islamischen Revolution, deren Texte man problemlos in der Westlichen Welt zulassen kann, um die eigene Meinungsfreiheit zu betonen, da sie angesichts der medialen Übermacht ohnehin kaum Gehör finden werden. Daneben agieren noch unbemerkter einige Wahrheitssuchende, die zwar nicht unbedingt Anhänger der Islamischen Republik Iran sind, aber merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Zumindest die Sympathisanten eines antikapitalistischen Weges aber lesen hier oder dort die verbliebenen Schriften diesbezüglich und wundern sich, warum die Islamische Republik Iran scheinbar so schwach reagiert.

Die Gegner stellen fast jede Tatsache auf den Kopf, aber die Anhänger tun kaum etwas dagegen. Die Westanhänger töten immer wieder Anhänger und unbewaffnete Staatsbedienstete, aber davon hören wir nichts. Die terroristisch agierenden Provokateure mischen sich immer wieder unter die Menge von Anhängern und zünden Gebäude an und vieles mehr. Wir hören zwar von einigen Toten, aber die sind meist durch Unfälle umgekommen. Eine wahre Gegenwehr eines Staates, der sich gegen Aufständische wehrt, sieht definitiv anders aus. Da läuft dieser möchtegerngeistliche Karrubi herum und verkündet, dass nicht einmal der Schah die heiligen Prozessionen zu Aschura gestört hätte und dreht die Informationswelt auf den Kopf. Denn wer hat denn die heiligen Prozessionen zu Aschura dazu missbraucht, Unruhe zu stiften? Aber der Mann wird nicht festgenommen. Da redet Ex-Präsident Chatami in seiner gewohnten Manier von Spiritualität um darin verpackt seine Vorliebe für die Westliche Welt zu kleiden, die Veranstaltung wird von einigen anderen gestört, aber letztendlich wird niemand festgenommen. Da schreibt der wirklich unverblümt zur West-Revolution aufrufende Musawi tagtäglich einen faktischen Umsturzaufruf nach dem anderen auf seine aus dem Iran heraus betriebene Internetseite, aber weder wird jene Seite gesperrt, noch wird Musawi festgesetzt. Die Westliche Welt interpretiert das voller Siegesfreude damit, dass die Opposition so stark sei, dass man jene Leute nicht festnehmen könne, ohne noch mehr Aufruhr zu erzeugen und kommt dann genüsslich zu dem Schluss, dass früher oder später das System zusammen brechen werde.

Die Anhänger der Islamischen Revolution – sie sind zweifelsfrei noch in einer unbedeutenden Minderheit in der Westlichen Welt – hingegen wundern sich auch, warum jene Verbrecher nicht festgenommen werden. Sie wissen zwar, dass das Islamische System heute gefestigter ist, als je zuvor, sie wissen, dass Imam Chamene’i im Volk beliebter ist, als je zuvor, und sie wissen dass Ahmedinedschad mit tatsächlich überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde, aber sie verstehen nicht, warum die Islamischen Revolutionäre nicht den Aufstand mit geeigneten Maßnahmen beenden.

Während die westlichen Gegner ohnehin nichts von dieser Islamischen Revolution verstehen können, müssen die Anhänger aber auch intensiver die Gegebenheiten studieren, um festzustellen, dass die Islamische Revolution in eine neue Phase eingetreten ist. War diese Revolution nicht angetreten, um die Ungerechtigkeit zu bekämpfen? Sicherlich ist diese in Ansätzen gelungen, aber wer wollte leugnen, dass es noch Korruption im Iran gibt. War diese Revolution nicht angetreten, um den wahren Dienern des Volkes das höchste Ansehen zu gewähren? Sicherlich ist auch diese in Ansätzen gelungen, aber wer wollte leugnen, dass eine Gruppe Geistlicher immer noch wie Parasiten von dieser Islamischen Revolution in unangemessener Weise profitiert hat? Sind die sehr hohen Ideale der Islamischen Revolution im Inneren wie im Äußeren schon alle erfüllt, dass die Revolution “stehen“ bleiben könnte? In der Außenpolitik sind unvorstellbare Entwicklungen gelungen, und inzwischen weiß die ganze Welt – außer der Westlichen Welt – dass Israel keinen Frieden will und das Haupthindernis für Frieden in der Region darstellt. In der Innenpolitik ist eine Entwicklung gelungen, die vor allem mit einem unvorstellbar hohen Bildungsstand der Bevölkerung verbunden ist, ein Bildungsstand, der das zukünftige Kapital der Islamischen Revolution darstellt. Doch es gibt noch Zusammenhänge in der Islamischen Republik Iran, die eine schnellere Entwicklung zu den Idealen des Islam und der Islamischen Revolution behindern. Und die aktuellen Ereignisse dienen letztendlich dazu, jene Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Das bedarf aber einer näheren Betrachtung.

Ein algerischer Geistlicher hat bei einer sehr schönen deutschsprachigen Vortragssitzung über den für den Islam so bedeutsamen Teilvers im Heiligen Qur’an (5:3) gesprochen „…An dem Tag haben diejenigen, die (die Wahrheit) verhüllen, vor eurer Religion resigniert; also fürchtet nicht sie, fürchtet mich (Gott) …“ Der Gelehrte wies u.a. darauf hin, dass jeder Muslim, der die Feinde der Wahrheit resignieren lässt, diesem göttlichen Vorbild folge leistet, und jeder Menschen, der Verbrechern Hoffnung macht, diesem göttlichen Handlungsprinzip widerspricht. Zweifelsohne widersprechen die Karrubis, die Musawis, die Chatamis den islamischen Grundlagen, aber warum lässt man sie dann so unbehelligt? Um das besser zu verstehen, ist ein Blick in die islamische Geschichte von Nöten und in die Geschichte des obigen Verses.

Der obige Vers wurde offenbart, als der Prophet des Islam bei der Rückkehr von seiner letzten Pilgerfahrt seinen Nachfolger Imam Ali vor einer Versammlung von ca. 100.000 Muslimen klipp und klar und unmissverständlich verkündet hat. Die damaligen Gegner jener Nachfolgeregelung waren die “Kapitalisten“. Es waren diejenigen, denen materieller Reichtum wichtiger war, als Wahrheit. Einer ihrer Anführer gehörte zu den ersten Gratulanten Imam Alis! Die Menge der Anhänger des Propheten konnte so die Anführer der sozusagen “Konterrevolution“ nicht erkennen. Der Islam war gekommen, um Liebe, Gerechtigkeit, Geschwisterlichkeit, Dienst am Menschen als höchsten Gottesdienst und andere Ideale, die an das Ideal der Einheit und Ganzheitlichkeit münden, zu bringen. Aber kaum war der Prophet verstorben, wurden jene Ideale Stück für Stück abgebaut. Es mündete darin, dass der geliebte Enkel des Propheten, der Imam Husain, keine 50 Jahre später mit seinen Getreuen, den heiligsten Menschen jener Zeit, im missbrauchten Namen des Islam ermordet wurden. Das war der Anlass für die Gedenkprozessionen der letzten Tage.

Es ist leicht gegen ein Phantom, wie den Kapitalismus zu sein. Eigentlich ist – bis auf die FDP in Deutschland – jeder dagegen, selbst die CSU. Aber wer steckt hinter dem Phantom, wer sind die Köpfe, wer betreibt das System? So lange man sich nur gegen den Kapitalismus wendet, ist es zugelassen, denn es ist der Kampf gegen ein Phantom. Sobald man aber offen gegen die obersten Bankmanager, gegen die Anführer des weltlichen Geldsystems, gegen die Betreiber von Wucherzinsen offen vorgehen würde und klar stellen würde, wie die Dinge zusammen hängen, dann würde jenes Kapitalismussystem mit unerbittlicher Härte zuschlagen! Wie viele Menschen sind schon Opfer jener Verbrecher geworden? Daher gibt es nur eine Lösung gegen diese Form der Unterdrückung, und das ist die Erkenntnis des Volkes.

Angeführt von der gesamten westlichen Mediengewalt, die im Minutentakt über tausende von Sendern zum Umsturz im Iran aufruft, werden die Anhänger der Revolution gegen einen verstorbenen Geistlichen (Montazeri), einen Geistlichen, der beim spirituelle Gedichteschreiben besser aufgehoben wäre (Chatami), einen Geistlichen der es als Geistlicher nie weit gebracht hat, aber jetzt vom Westen die so ersehnte Anerkennung bekommt (Karrubi) und einen von Revolutionsgründer Imam Chomeini höchstpersönlich gegen Imam Chamene’i abgesetzten Ex-Ministerpräsidenten (Musawi) angefeuert! Das heutige Oberhaupt der Islamischen Revolution gibt zwar den einen oder anderen vorsichtigen Hinweis in seinen Reden, aber lässt jene drei Lebenden der vier nach wie vor unbehelligt und dem Vierten hat er sogar eine Kondolenzbotschaft zu dessen Ableben geschickt, in dem er ihm sogar für all die Verbrechen vergibt!

War denn wirklich der verstorbenen Montazeri eine Gefahr für die Islamische Revolution? Der hat doch lauter Umsturz-Fatwas von sich gegeben, die ungestört auf seinen eigenen Webseiten veröffentlicht werden konnte, die aus dem Iran betrieben wurden. Wer hat den schon auf ihn gehört? Ist denn wirklich Ex-Präsident Chatami eine Gefahr mit seinem Friede-Freude-Eierkuchen-Gequatsche? Oder ist jener Karrubi, den selbst seine Anhänger ausgelacht haben und dessen eigene Mitarbeiter ihn bestohlen haben, eine Gefahr für das System von Dutzenden von Millionen Gefährten Imam Chamene’is? Allenfalls könnte Musawi berücksichtigt werden, der zumindest einige junge Leute um sich scharen konnte, die eine Art Disco-Islam wünschen. Aber damit kann man nicht so viel Unruhe stiften. Für all jene Unruhe bedarf es Geld, viel Geld! Es bedarf Menschen, die – falls die ideale der Islamischen Revolution umgesetzt werden – sehr viel Weltliches verlieren werden! Es bedarf eines “Kopfes“ des Kapitalismus im Iran, der sich für den Kapitalismus einsetzt und selbst massiv vom Kampf gegen den Kapitalismus betroffen wäre. Und jene Person ist kein Umbenannter im Iran. Jene Person darf seit Monten kein Freitagsgebet mehr leiten, obwohl er es zwei Jahrzehnte getan hat. Jene Person wird von den Westlichen Medien ganz bewusst aus der “Schusslinie“ gehalten und stattdessen Chatami, Karrubi, Musawi und ein Toter Montazeri vorgeschickt.

Es ist aber ein Ziel der Islamischen Revolution, die wahren Verbrecher offen zu legen, im Inneren wie im Äußeren. Es gehört zu den islamischen Idealen, den Handlangern des Verbrechens die Chance zum Umkehr zu geben, während der wahre Kopf des Verbrechens deutlich wird. Hat nicht Imam Husain in letzter Minute noch sein unschuldiges Baby in die Luft gehalten, um zu fragen, was denn jenes Kind für ein Verbrechen begangen hätte, als die Gegner einen Pfeil schickten, welcher den Hals des Babys förmlich zerriss? Wozu diente jene Aktion? Sie diente dazu, das wahre Verbrechen, die wahren Verbrecher, die eigentlichen Hintergründe für alle Zeiten offen zu legen. Ein Chatami, Karrubi oder Musawi könnten sofort an ihren schändlichen Taten gehindert werden. Aber es würde das eigentliche Verbrechen nicht offen legen. Es würde nicht klar werden, wer dahinter steckt. Es würde nicht klar werden, dass es “kapitalistische“ Kräfte auch im Kleid eines Islamischen Geistlichen gibt, die das System missbrauchen. Es würde nicht klar werden, wer damals den Waffenstillstand gegen Saddam akzeptieren wollte und dadurch Imam Chomeini einen Giftbecher hat trinken lassen, während ein anderer an die Front gegangen war bei Ablegen seines Turbans.

Die wahren Hindernisse der Weiterentwicklung der Revolution müssen offen gelegt werden, damit die Revolution einen großen Schritt in die innere und äußere Befreiung bestreiten kann. Das aber geht niemals “von oben“! Solche Bewegungen funktionieren nur “von unten“, wenn sie nachhaltig sein sollen. Die Revolutionäre stehen dieser Hindernisbeseitigung sehr nahe! Schon bald wird deutlicher denn je zuvor werden, worin die Hindernisse der schnelleren Weiterentwicklung der Islamischen Revolution bestehen, und dann wird der Kapitalismus seinen wahren Vertreter im Iran verlieren – so Gott will. Und dann wird es einmal mehr heißen: „…An dem Tag haben diejenigen, die (die Wahrheit) verhüllen, vor eurer Religion resigniert; also fürchtet nicht sie, fürchtet mich (Gott) …“

So lange aber müssen sich die Anhänger der Befreiungstheologie vor allem in Selbsterziehung üben und stets die Wahrheit aussprechen, dieser Tage noch etwas deutlicher, als je zuvor, selbst wenn das Gebrüll dagegen so laut ist, dass man sein eigenes Wort kaum versteht. Doch der Niedergang des Kapitalismus ist nicht mehr aufzuhalten! Und wer die Geschichte von Kain und Abel studiert, und die Geschichte der erwarteten Erlösung in allen Religionen, der wird feststellen, dass bereits damals der Kapitalist den Gottesehrfürchtigen ermordet hat und die Erlösungserwartung in allen Religionen mit der Befreiung von diesen Jahrtausende alten Fesseln zusammen hängt. Nie zuvor war die Menschheit der Erlösung so nahe, wie heute!

Für die westliche Welt genügt es, wenn jemand gegen die Islamische Republik Iran ist, um ihn berühmt zu machen, insbesondere, wenn er verstorben ist. Was aber sonst so im Leben jenes Mannes passiert ist, interessiert dabei nicht.

Vor zwei Tagen ist der Geistliche Husain Ali Montazeri im Alter von 87 Jahren verstorben. Das hat dazu geführt, dass die Westliche Welt erwartungsgemäß einmütig die Gelegenheit zur Propaganda gegen die Islamische Republik Iran nutzte. Eher überraschend aber wirkt eine Presseerklärung aus dem Vorstand der Bundestags-Narren-Partei, die sich “Grüne“ nennt. Sie schreibt: “Ajatollah Montazeri: Großer Verlust für Iran und alle Schiiten“. Jetzt müssen sich Muslime schon von einer Partei, die maßgeblich mitverantwortlich ist für die Massaker in Afghanistan, anhören, was ein Verlust für Schiiten ist oder nicht. Manchmal ist der amüsante Unterhaltungsfaktor jener Partei erheblich größer als ihr Heuchelpotential. Dabei dürfte so ziemlich niemand im Vorstand der Grünen überhaupt wissen, um wen sie da trauern, noch was Schiiten sind. Die einzige ihnen bekannte Qualifikation ist “Regimegegner“. Wenn man selbst schon nicht FÜR etwas ist, dann kann man sich ja mit jenen verbünden, die GEGEN etwas sind und dabei auch noch die gleiche Farbe tragen.

Ayatollah Husain Ali Montazeri war eine prominente Figur am Anfang der Islamischen Revolution und später Gegner des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] wodurch er sein ganzes Ansehen in der Islamischen Republik Iran verspielt hatte und ohne ernsthafte eigene Anhängerschaft im Alter von 87 Jahren starb. Diejenigen, die jetzt zu seiner Bestattung “strömen“, wie es in den Medien heißt, haben ihn zu Lebzeiten nie ernst genommen und schon gar nicht seinen religiösen Anweisungen Folge geleistet! Sie missbrauchen ein Begräbnis für ihre Heuchelei.

Ayatollah Montezari ist 1922 in Nadschafabad in der Provinz Isfahan geboren und setzte sich vor der Gründung der Islamischen Republik Iran für islamische Belange ein. Dafür saß er auch einige Jahre in den Gefängnissen des Schah und hat einiges Leid ertragen. Für seine Anhänger erlangte er den Grad eines Groß-Ajatollah.

Am Anfang der Islamischen Revolution wurde er in den Revolutionsrat der Islamischen Revolution berufen. Zwischenzeitlich war er Vorsitzender der Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan]. Ohne bestehende Notwendigkeit hat die Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] ihn im November 1985 zu Lebzeiten Imam Chomeinis zu dessen Nachfolger nominiert. Diese Nominierung sollte zur größten Lebensprüfung für Ay. Montezari werden.

Als designierter Nachfolger des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] hat er mit seinen Mitarbeitern (darunter einige Verwandte, die er unrechtmäßig verteidigte) eine Art “Staat im Staat“ aufgebaut, und seine Stabsmitarbeiter waren in Geheimverhandlungen mit den USA während des Irak-Iran-Krieges verwickelt. Diese Verbindung mündete in die zunächst geheime Reise des US-Oberleutnants Oliver North, dem Vertrauensmann des Mossad Amiram Nir und des nationalen Sicherheitsberaters der USA Robert McFarlane mit gefälschten irischen Pässen in die Islamische Republik Iran im Mai 1986. Sie hatten eine vom damaligen US-Präsidenten Reagan signierte Bibel bei sich, um sie Imam Chomeini zu übergeben. Eine solche Begegnung wurde ihnen von den Büromitarbeitern Montezaris (namentlich Mehdi Hashemi) in Aussicht gestellt. Mitarbeiter Imam Chomeinis hatten aber längst von dem „Staat im Staat“ erfahren und beobachteten die Aktivitäten. In dem Moment, in dem die geheim Reisenden in der Islamischen Republik Iran ankamen, wurde der Komplott aufgedeckt. Einige Mitarbeiter Montezaris wurden 1987 wegen Hochverrats hingerichtet. Montezari selbst wurde zum ungeeigneten Nachfolger Imam Chomeinis disqualifiziert und Imam Chomeini forderte ihn auf, sich Zeit seines Lebens von der Politik fern zu halten und rang ihm diesbezüglich ein Versprechen ab, was er allerdings – zu seinem eigenen Schaden – nicht eingehalten hat.

Oliver North, Amiram Nir und Robert McFarlane wurden nach einigen Stunden am Flughafen in Teheran mit ihren gefälschten irischen Pässen der signierten Bibel wieder in ein Flugzeug gesteckt und nach Hause geschickt. Die gesamte Angelegenheit war den USA derart peinlich und derart niederschmetternd (schon wieder eine Niederlage gegen den Iran), dass man daraus eine komplizierte Iran-Contra-Propaganda-Affaire gestrickt hat, die niemand mehr so richtig verstand! Hauptsache die USA wurden nicht von der Islamischen Republik Iran gedemütigt und das unmenschliche Imperialstreben der USA nicht schon wieder bloßgestellt.

So traf Montezari selbst das, was er einstmals gegenüber Kasem Schariatmadari geäußert hatte. Nach dessen Putschversuch hatte Montezari ihn als „pseudoreligiöse Persönlichkeit“ (16.4.1982) bezeichnet, obwohl viele ihn als Groß-Ajatollah ansahen.

Montezaris zunehmende Wandlung zum entschiedenen Gegner des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] nach dem Ableben Imam Chomeinis führte dazu, dass er zunehmend seine Anhängerschaft in der Islamischen Republik Iran verlor und ab Ende der 1990er Jahre isoliert war. Nur noch Medien der Westlichen Welt wollten mit ihm sprechen, denen er sehr gerne und immerzu Interviews gab. Ansonsten betrieb er eine eigene Homepage, die aber mehr aus dem Ausland aufgerufen wurde als von inländischen Iranern. Nach den Präsidentschaftswahlen 2009 behauptete Montezari, dass das System der Islamischen Republik Iran keine politische und religiöse Legitimation mehr hätte, was er frei, ungestraft und ohne Zensur äußern konnte. Seine Rechtsurteile [fatwa] fanden zuletzt in der Westlichen Welt mehr Aufmerksamkeit als unter Muslimen.

Er ist am 19.12.2009 in seinem Haus in Qum im Alter von 87 Jahren verstorben. Trotz der großen Feindschaft, die Montezari gegenüber Imam Chamene’i gezeigt hat, hat Imam Chamene’i zu seinem Ableben eine Kondolenzbotschaft an seine Angehörigen geschickt.

 Das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Chamenei,  entsandte eine Kondolationsschrift anlässlich des Todes von Ayatollah Scheich Husseinali Montaseri. Der Wortlaut dieser Botschaft war:

Im Namen Gottes des Allerbarmers, des Barmherzigen

Uns hat die Nachricht erreicht, dass der geehrte Rechtsgelehrte Ayatollah Hadsch Scheych Husseinali Montaseri, Gott möge ihm Seine Gnade zukommen lassen, die vergängliche Welt verließ und in die Ewigkeit eilte. Er war ein erfahrener Rechtsgelehrter und ein bekannter Lehrmeister und viele Theologieschüler haben sein Seminar genutzt. Ein langer Lebensabschnitt des Verstorbenen hat im Dienst der Bewegung des verstorbenen ehrwürdigen Imams gestanden und er hat viele Djihaddienste durchgeführt und auf diesem Wege große Härten ertragen. Gegen Ende des gesegneten Lebens des verstorbenen Imams kam es zu einer schweren und wichtigen Bewährungsprobe und ich bitte Gott den Höchsterhabenen diese mit der Hülle Seiner Vergebung und Seiner Barmherzigkeit zu verdecken und die weltlichen Heimsuchungen als deren Sühne gelten zu lassen.
Hiermit möchte ich allen Hinterbliebenen des Verstorbenen insbesondere seiner werten Gemahlin und seinen geehrten Kindern und Nachkommen kondolieren und bitte um göttliche Gnade und Vergebung für ihn.

Seyyed Ali Chamenei
29.9.1388 (20.12.2009)

Die Millionen-Demonstrationen der Teheraner Betenden wurden zeitgleich mit den anderen Städten landesweit im Islamischen Iran zur Verurteilung der Schmähung des Begründers der IRI abgehalten. Am gestrigen Freitag verurteilten die verschiedenen Bevölkerungsschichten darunter Studenten, Dozenten und Geistlichen zugleich mit dem nationalen Tag des wissenschaftlichen Geistlichenseminars und der Universität nach dem Verrichten des Freitagsgebetes in verschiedenen Städtenm in Demonstrationen die Schmähung von Imam Khomeini.
Die Teheraner Bürger verurteilten auf dieser Millionen-Demonstration vor der Universität Teheran (Am Ort der Verrichtung des Freitagsgebetes) die Schmähung des Imam Khomeini aufs Schärfste und forderten die ernsthafte Konfrontation mit den Schmähern.
Die Demonstranten gaben Parolen wie „O Führer der Zwietracht, das ist die letzte Botschaft, dieses muslimische Volkes ist vorbereitet auf Aufstand“ Aus.
Der iranische Innenminister Mohammad Nadschar, der erste Stellvertreter der Judikative Raissi, der Vorsitzende des Gerichtshofs für administrative Gerechtigkeit Montazeri, der parlamentarische Staatssekretär des Staatspräsidenten Mir Tadscheddini, der Vertreter des befugten Rechtsgelehrten in der Schahid-Stiftung Rahimian, der Vorsitzende der Organisation für Generalinspektion des Landes Pur-Mohammadi und der Teheraner Staatsanwalt Jafari gehörten zu den Persönlichkeiten in dieser Zeremonien.
Die Teheraner Betenden verurteilten in einem veröffentlichten Kommunique mit 5 Punkten die Schmähung von Imam Khomeini und legten zu den hohen Idealen des Begründers der IRI Gelübde ein.
In diesem Kommunique wurde die Judikative aufgefordert, die Urheber der Schmähung von Imam Khomeini und die Vorbereitenden dieser Schmähung ohne Nachsicht vorzustellen und ihnen entschieden zu begegnen.
Ferne heißt es in diesem Kommunique: „Der Name und Weg Imam Khomeinis sind nicht aus dem Weg zu schaffen und die Anstrengungen der Feinde dieses Landes und ihre internen Bundesgenossen werden zur Abschaffung der Ideale von Imam Khomeini nichts anders ernten als einen weiteren Misserfolg der Front des Unrechtes gegenüber der des Rechtes und Hisbollah. Denn der verstorbene Imam stellt eine Wahrheit dar, die immer in den Herzen des iranischen Volkes weiterlebt.“
Weiter lesen wir in diesem Kommunique: „Wir Erwarteten von den Angehörigen unseres lieben Imam, dass sie gegenüber den Schmähungen der Unruhestifter bei den jüngsten Anlässen wie El-Kuds-Tag, 13. Aban und Studententag, die organisiert und unterstützt von den Elementen der Zwietracht vonstatten ging Stellung zu nehmen und anstatt Leugnung der Hauptsache die Tiefe der Intrigen des Feindes zu kennen und ihrem langen Schweigen gegenüber der Schmähung der Ideale des Begründers der IRI ein Ende zu setzen.“
Ferner wurde in diesem Kommunique unterstrichen: „Die spontane Bewegung des Volkes und die Welle der Empörung und Abscheu der verschiedenen Schichten der gescheiten und den befugten islamischen Rechtgelehrten unterstützenden Volkes des Islamischen Iran haben die Gegner und dieser Revolution in Furcht versetzt und ihnen bei der Erreichung ihrer Ziele die Hoffnung genommen.“
Darüber hinaus heißt es im Kommunique der Teheraner Demonstranten: „Die Maske der Heuchelei, des Betrugs und der Verlogenheit wird vom Gesicht der Betrüger und Unruhestifter genommen und ihr wahres Gesicht wird vor dem muslimisch-iranischem Volk enthüllt werden. Bald werden wir Zeugen dafür sein, dass die Gegner der Staatsordnung der IRI und diejenigen, die gegen das Recht und Wahrheit sind vor den Augen des kämpferischen und tapferen Volkes des islamischen Iran vernichtet werden.“

quelle : http://www.voltairenet.org/de

Im März 2000 räumte die damalige US-Außenministerin Madeleine
Albright ein, die Eisenhower-Regierung habe 1953 einen
»Regimewechsel« in Iran organisiert, und dieses historische Ereignis
erkläre die heutige Feindseligkeit der Iraner gegenüber den
Vereinigten Staaten von Amerika. Anläßlich seiner Rede vor Muslimen
in Kairo gab auch US-Präsident Obama offiziell zu, daß »die USA
mitten im Kalten Krieg beim Sturz einer demokratisch gewählten
iranischen Regierung eine Rolle gespielt haben«. [1]

Zu dieser Zeit wurde Iran von einer Marionetten-Monarchie unter der
Führung Schah Mohammad Reza Pahlavis beherrscht. Er wurde von den
Briten auf den Thron gesetzt, nachdem sie seinen Vater Reza Pahlavi,
den früheren Oberkommandierenden der persischen Kosakenbrigade, wegen
seiner Neutralitätspolitik gegenüber den Nazis zum Rücktritt
gezwungen hatten. Der neueingesetzte Schah mußte sich allerdings mit
dem nationalistischen Premierminister Mohammad Mossadegh
auseinandersetzen, der mit Unterstützung des Ayatollah Abou-al-Qassem
Kachani die Ölquellen nationalisierte. [2] Völlig aufgebracht
überzeugten die Briten die USA davon, daß dem Abweichen Irans ein
Riegel vorgeschoben werden müsse, bevor das Land kommunistisch würde.
Die CIA organisierte die »Operation Ajax«, um Mossadegh mit Hilfe des
Schah zu stürzen und ihn durch General Fazlollah Zahedi zu ersetzen,
den die Briten bis dahin wegen seiner Nazi-freundlichen Haltung
interniert hatten. Zahedi ist verantwortlich für die Errichtung des
grausamsten Terror-Regimes dieser Zeit, während der Schah
gleichzeitig mit seinem Pomp die Klatschspalten der Massenmedien
füllte.

Die »Operation Ajax« wurde von dem Archäologen Donald Wilber, dem
Historiker Kermit Roosevelt (Enkel des Präsidenten Theodore
Roosevelt) und General Norman Schwartzkopf Senior geleitet (dessen
gleichnamiger Sohn später die »Operation Dessert Storm« geleitet
hat). Die »Operation Ajax«ist das Paradebeispiel eines Regiebuches
für Subversion. Die CIA entwickelte ein Szenario, das den Eindruck
eines Volksaufstandes vermittelte, tatsächlich aber eine verdeckte
Aktion der CIA war. Höhepunkt war eine Demonstration mit 8.000 von
der CIA bezahlten Teilnehmern, womit den westlichen Medien
glaubwürdige Bilder geliefert werden sollten. [3]

Wiederholt sich die Geschichte? Washington nahm Abstand von einem
militärischen Eingreifen in Iran und hat Israel ebenfalls davon
abgeraten, eine solche Initiative zu ergreifen. Für einen
»Regimewechsel« bevorzugt die Regierung Obama das Spiel mit
verdeckten Aktionen – weniger gefährlich, aber mit einem schwer
einschätzbaren Ausgang. Nach den iranischen Präsidentschaftswahlen
heizen riesige Demonstrationen in Teherans Straßen die Stimmung an.
Auf der einen Seite die Anhänger Präsident Mahmoud Ahmadinedschads
und des geistlichen Oberhaupts Ali Khamenei und auf der anderen die
Anhänger des unterlegenen Kandidaten Mirhossein Mussawi und des
früheren Präsidenten Akbar Hashemi Rafsandschani. Die Demonstrationen
sind ein Zeichen der tiefen Spaltung der iranischen Gesellschaft
zwischen einem nationalistischen Proletariat und einer Bourgeoisie,
die darüber aufgebracht ist, daß sie nicht an der ökonomischen
Globalisierung teilhaben kann. [4] Mit seinen verdeckten Aktionen
versucht Washington, die Konflikte weiter zu verschärfen, um den
wiedergewählten Präsidenten zu stürzen.

Einmal mehr ist Iran ein Experimentierfeld für innovative subversive
Methoden. Dabei stützt sich die CIA 2009 auf eine neue Waffe: die
Kontrolle der Mobiltelefone. Seit der weltweiten Demokratisierung der
Mobiltelefone haben die anglo-amerikanischen Geheimdienste ihre
Abhörkapazitäten enorm erweitert. Während man sich für das Abhören
von Festnetztelefonen in die jeweiligen Netze einschalten muß und
dafür Agenten vor Ort braucht, können Mobiltelefone aus der
Entfernung über das Echelon-Netzwerk abgehört werden. Allerdings kann
über dieses System nicht die Kommunikation von »Skype«-Mobiltelefonen
abgehört werden, was den Erfolg der Telefonie via »Skype« in
Konfliktregionen erklärt. [5] Deshalb hat sich die Nationale
Sicherheitsagentur (NSA) darum bemüht, die großen Internetprovider
zur Kooperation zu bewegen. Wer mitmachte, erhielt größere
Zuwendungen. [6]

In Ländern wie Irak, Afghanistan und Pakistan überwachen die
anglo-amerikanischen Besatzer die gesamte Mobile und
Festnetz-Telekommunikation. Dabei ist nicht das Ziel, Protokolle
aller Gespräche anzufertigen, sondern »soziale Netzwerke« zu
erfassen. Mit anderen Worten, Telefone sind Überwachungsinstrumente,
um herauszufinden, wer mit wem Kontakt hat. Erstens hoffen die
Dienste, damit Widerstandsnetzwerke aufzuspüren. Zweitens ermöglichen
Telefone es, Ziele zu lokalisieren und sie zu »neutralisieren«.
Deshalb befahlen afghanische Rebellen im Februar 2008 verschiedenen
Mobilfunkanbietern, ihren Betrieb täglich von 5 bis 15 Uhr
einzustellen, damit die Besatzer ihre Standorte nicht ermitteln
können. Die Funkantennen der Anbieter, die sich weigerten, wurden
zerstört. [7]

Anglo-amerikanische und israelische Geheimdienste gingen noch einen
Schritt weiter und entwickelten Methoden der psychologischen
Kriegführung auf der Basis extensiver Nutzung des Mobiltelefons. Im
Juli 2008 – nach dem Austausch von Gefangenen und Gefallenen zwischen
Israel und der Hisbollah – wurden libanesische Mobiltelefone mit
Zehntausenden von computergesteuerten Anrufen überschwemmt: ein
Stimme warnte auf Arabisch vor der Teilnahme an jeglicher
Widerstandsaktivität und verhöhnte die Hisbollah. Der Libanesische
Minister für Telekommunikation, Jibran Bassil [9], reichte daraufhin
bei den Vereinten Nationen eine Beschwerde ein gegen diese eklatante
Verletzung der Souveränität seines Landes. [10] Nach der gleichen
Methode erhielten im Oktober 2008 Zehntausende Libanesen und Syrer
einen automatischen Anruf, mit dem ihnen 10 Millionen Dollar für
Informationen angeboten wurden, die zum Aufenthaltsort und zur
Befreiung israelischer Gefangener führen. Personen, die zur
Kollaboration bereit seien, sollten eine Nummer in Großbritannien
anrufen. [11] Diese Methode wurde jetzt angewendet, um die iranische
Bevölkerung in die Irre zu führen, um Schreckensmeldungen zu
verbreiten und die daraus entstehende Wut zu kanalisieren.

Als erstes wurden während der Nacht der Stimmenauszählung SMS
verschickt, wonach der Wächterrat, der über die Verfassung wacht
(vergleichbar mit einem Verfassungsgericht) Mirhossein Mussawi über
seinen Wahlsieg informiert hätte. Danach erschien die Bekanntgabe des
amtlichen Wahlergebnisses, wonach Mahmud Ahmadinedschad mit 64
Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt war – als eine
gigantische Fälschung. Noch drei Tage zuvor schätzten Mussawi und
seine Freunde einen haushohen Sieg Ahmadinedschads als sicher ein und
versuchten das mit Nachteilen im Wahlkampf zu erklären. So schilderte
auch Ex-Präsident Akbar Hashemi Rafsandschani seine Beschwerdegründe
detailliert in einem offenen Brief. Die
US-Meinungsforschungsinstitute im Iran sagten einen
20-Punkte-Vorsprung Ahmadinedschads vor Mussawi voraus. [12] Mussawis
Sieg schien zu keinem Zeitpunkt möglich, auch wenn man annimmt, daß
einige Stimmenfälschungen den Abstand zwischen den beiden Kandidaten
noch verändert hätten.

Als zweites wurden iranische Bürger per Internet zum Chatten bei
Facebook oder Twitter Feeds ausgewählt oder angeworben. Sie erhielten
Informationen – wahre oder erfundene (immer per SMS) über die
Entwicklung der politischen Krise und die andauenden Demonstrationen.
Diese anonymen Meldungen verbreiteten Nachrichten über Schußwechsel
und zahlreiche Todesfälle, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht
bestätigt waren. Wegen einer unglücklichen Datumsüberschneidung wurde
vermutet, daß Twitter seinen Service eine Nacht für Wartungsarbeiten
am System unterbrechen müßte. Die US-Regierung griff ein mit ihrer
Forderung nach Verschiebung der Wartungsarbeiten. [13] Nach Berichten
der New York Times trugen diese Vorgänge dazu bei, in der Bevölkerung
Aufsässigkeit und Trotz zu verbreiten. [14]

 Gleichzeitig mobilisiert die CIA mit neuen Methoden anti-iranische
Militante in den USA und Großbritannien, um das Chaos anzuheizen.
Eine »praktische Anleitung« für die Revolution in Iran wurde an sie
verteilt, die eine Vielzahl von Empfehlungen enthält, einschließlich
der Anleitung, wie man Twitter-Accounts der Teheraner Zeitzone
anpassen kann. »Set Twitter accounts feeds to Tehran time zone;
centralize messages on the following Twitter accounts @stopAhmadi,
#iranelection and #gr88«. Offizielle Webseiten des iranischen Staates
sollten nicht angegriffen werden: »Überlassen Sie das dem
US-Militär!«

Wendet man diese Empfehlungen an, dann ist es unmöglich, eine
Twitter-Nachricht zu identifizieren. Es ist unmöglich herauszufinden,
ob sie von einem Zeugen der Demonstrationen in Teheran oder von
CIA-Agenten in Langley [CIA-Zentrale in Washington D.C. – d. Übers.]
gesendet wurde, und es ist unmöglich, zwischen richtigen und falschen
Meldungen zu unterscheiden. Das Ziel ist, immer mehr Verwirrung zu
schaffen und die Iraner dazu aufzustacheln, sich gegenseitig zu
bekämpfen.

Wie viel Aufmerksamkeit schenken die US-Medien den Wahlen in Japan, Indien, Argentinien oder irgendeinem anderen Land? Wie viele Amerikaner oder amerikanische Journalisten wissen überhaupt, wer in anderen Ländern – abgesehen von England, Frankreich und Deutschland – ein politisches Amt ausübt? Wer kennt die Namen der Regierungschefs der Schweiz, Hollands, Brasiliens, Japans oder selbst Chinas?

Aber viele kennen Irans Präsidenten Ahmadinejad. Der Grund liegt auf der Hand. Er wird in den US-Medien täglich dämonisiert.

Die Dämonisierung Ahmadinejads durch die US-Medien veranschaulicht an sich schon die amerikanische Ignoranz. Der Präsident Irans ist nicht der Herrscher. Er ist nicht der Oberkommandierende der Streitkräfte. Er kann keine politische Linie festlegen, die ausserhalb der Grenzen liegt, welche die iranischen Herrscher setzen – die Ajatollahs, welche nicht zulassen wollen, dass die iranische Revolution mittels amerikanischen Geldes in einer dieser Farbcode-«Revolutionen» gestürzt wird.

Die Iraner haben bittere Erfahrungen mit der Regierung der Vereinigten Staaten gemacht. Ihre erste demokratische Regierung nach Überwindung des Status der Besetzung und Kolonialisierung in den 1950er Jahren wurde von der US-Regierung gestürzt. An die Stelle des gewählten Kandidaten hat die US-Regierung einen Diktator eingesetzt, der Andersdenkende, die der Meinung waren, Iran sollte ein unabhängiges Land sein und nicht von einer amerikanischen Marionette regiert werden, folterte und ermordete.

Die US-«Supermacht» hat den iranischen islamischen Ajatollahs die iranische Revolution der späten 1970er Jahre nie verziehen: Jene stürzten die amerikanische Marionettenregierung, nahmen die Mitarbeiter der US-Botschaft, die man als «Höhle von Spionen» betrachtete, in Geiselhaft; derweil iranische Studenten die im Aktenvernichter zerstückelten Dokumente der Botschaft wieder zusammensetzten, welche die amerikanische Komplizenschaft bei der Zerstörung der iranischen Demokratie bewiesen.

Die von der Regierung kontrollierten, korporierten US-Medien, ein Propagandaministerium, reagieren auf die Wiederwahl Ahmadinejads mit pausenlosen Berichten über gewalttätige Iraner, die gegen Wahlbetrug protestieren. Der Wahlbetrug wird als Tatsache hingestellt, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt. Die Reaktion der US-Medien auf einen dokumentierten Wahlbetrug während der George W. Bush/Karl Rove-Ära bestand darin, die Beweise des Wahlbetrugs zu ignorieren.

Die Regierungschefs der Marionettenstaaten Grossbritannien und Deutschland haben sich der amerikanischen Operation der psychologischen Kriegsführung angeschlossen. Der diskreditierte britische Aussenminister, David Miliband, brachte an einem Treffen der EU-Minister in Luxemburg seinen «ernsten Zweifel» an Ahmadinejads Sieg zum Ausdruck. Miliband verfügt natürlich über keinerlei unabhängige Quellen. Er folgt lediglich den Instruktionen aus Washington und verlässt sich auf unbestätigte Behauptungen des unterlegenen, von der US-Regierung bevorzugten Kandidaten.

Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin, wurde ebenfalls überredet. Sie berief den iranischen Botschafter ein, um «mehr Transparenz» bezüglich der Wahlen zu fordern.

Selbst die amerikanische Linke hat der Propaganda der US-Regierung beigepflichtet. In einem Artikel in The Nation1 präsentiert Robert Dreyfus die überspannten Ansichten eines iranischen Dissidenten, als stellten sie die endgültige Wahrheit über «die illegitimen Wahlen» dar, indem er sie als «Staatsstreich» bezeichnet.

Wer ist die Informationsquelle für die US-Medien und die amerikanischen Marionettenstaaten? Nur die Behauptungen des unterlegenen Kandidaten, desjenigen, den Amerika bevorzugt.

Es liegen aber harte Beweise für das Gegenteil vor. Amerikanische Meinungsforscher haben vor den Wahlen eine unabhängige, objektive Umfrage durchgeführt. Die Meinungsforscher Ken Ballen vom gemeinnützigen Center for Public Opinion und Patrick Doherty von der gemeinnützigen New America Foundation legen ihre Resultate in der «Washington Post» vom 15. Juni dar. Finanziert wurde die Umfrage durch die Rockefeller Brothers Funds, und durchgeführt wurde sie in Farsi «von einem Umfrageunternehmen, dessen Arbeit in der Region für ABC News und BBC einen Emmy Award erhalten hat».2

Die Resultate der Umfrage, die einzig wirkliche Information, die wir derzeit haben, lassen erkennen, dass die Wahlergebnisse den Willen der iranischen Wähler widerspiegeln. Zu den äusserst interessanten Informationen, welche die Umfrage zutage fördert, zählen die folgenden:

«Viele Experten behaupten, die Höhe des Sieges des amtierenden Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad sei das Resultat von Betrug oder Manipulation, aber unsere landesweite Meinungsumfrage unter den Iranern 3 Wochen vor der Wahl zeigte, dass Ahmadinejad in einem Verhältnis von mehr als 2 zu 1 in Führung lag – klarer noch als die tatsächliche Höhe seines Sieges in den Wahlen.

Während westliche Nachrichtenberichte aus Teheran in den Tagen vor der Wahl eine für Ahamadinejads Haupt-opponenten, Mir-Hossein Moussavi, enthusiastische iranische Öffentlichkeit zeichneten, zeigten unsere wissenschaftlichen Stichproben, die wir in allen 30 Provinzen Irans nahmen, dass Ahmadinejad klar vorne lag.

Das Ausmass der Unterstützung für Ahmadinejad war in der Umfrage vor den Wahlen offensichtlich. Während der Kampagne betonte Moussavi zum Beispiel seine Identität als Aserbaidschaner, der zweitgrössten ethnischen Gruppe in Iran nach den Persern, um die aserbaidschanischen Wähler zu umwerben. Unser Umfrage zeigte aber, dass die Aserbaidschaner Ahmadinejad im Verhältnis von 2 zu 1 den Vorzug vor Moussavi gaben.

Viele Kommentatoren haben die iranische Jugend und das Internet als Vorboten einer Wende in diesen Wahlen dargestellt. Aber unsere Befragung zeigte, dass nur ein Drittel der Iraner überhaupt Zugang zum Internet hat und die 18- bis 24jährigen zugleich den stärksten Wählerblock für Ahamdinejad darstellten.

Die einzigen Bevölkerungsgruppen, bei denen in unserer Umfrage Moussavi gegenüber Ahmadinejad in Führung oder konkurrenzfähig war, waren Universitätsstudenten oder -absolventen und die Iraner mit dem höchsten Einkommen. Als unsere Umfrage durchgeführt wurde, war nahezu ein Drittel der Iraner noch unentschieden. Aber die grundlegenden Verteilungen, die wir damals fanden, widerspiegeln die Resultate, welche von den iranischen Behörden gemeldet wurden, was darauf hinweist, dass die Wahl nicht das Produkt grossflächigen Betruges ist.»

Zahlreiche Nachrichtenberichte thematisierten, dass die US-Regierung ein Programm zur Destabilisierung Irans in die Tat umsetzt. Es gab Berichte darüber, dass die US-Regierung Bombenanschläge und Ermordungen innerhalb Irans finanzierte. Die US-Medien behandeln diese Berichte in prahlerischer Manier als Illustrationen für die Fähigkeit der amerikanischen Supermacht, andersdenkende Länder gefügig zu machen, während einige ausländische Medien in diesen Berichten den Beweis für die inhärente Unmoral der US-Regierung sehen.

Der frühere Armeechef von Pakistan, General Mirza Aslam Beig, äusserte am 15. Juni im Pashto Radio, dass unbestrittene Geheimdienstinformationen belegen, dass die USA in die iranischen Wahlen eingegriffen haben. «Die Dokumente belegen, dass die CIA 400 Millionen Dollar innerhalb Irans ausgab, um nach den Wahlen eine farbige, aber hohle Revolution aus dem Boden schiessen zu lassen.»

Der Erfolg der US-Regierung beim Finanzieren farbiger Revolutionen in den ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien und Ukraine und in andern Teilen des ehemaligen sowjetischen Imperiums sind weithin berichtet und diskutiert worden, wobei die US-Medien dies als Hinweis auf die Allmacht und das natürliche Recht der USA behandelten, während ausländische Medien darin ein Zeichen der US-Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder sahen. Es liegt sicher im Bereich der Möglichkeiten, dass Mir-Hossein Moussavi ein gekaufter und bezahlter Agent der US-Regierung ist. Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass die US-Regierung mittels US-Medien und ausländischer Medien Operationen psychologischer Kriegführung führt, die sowohl auf Amerikaner als auch auf Ausländer zielen. Zu diesem Thema sind viele Artikel publiziert worden.

Denken Sie über die iranischen Wahlen vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes nach. Weder ich noch die grosse Mehrheit der Leser sind Iran-Experten. Aber vom Standpunkt des gesunden Menschenverstandes betrachtet: Stünde Ihr Land von zwei Ländern mit weit mächtigeren Militärapparaten unter der ständigen Drohung eines Angriffes, wie es Iran von seiten der USA und Israel ist, würden Sie dann den besten Verteidiger Ihres Landes im Stich lassen und den bevorzugten Kandidaten der USA und Israels wählen?

Glauben Sie, die Iraner hätten gewählt, um ein amerikanischer Marionettenstaat zu werden?

Iran ist eine geschichtsträchtige und gebildete Gesellschaft. Ein grosser Teil der intellektuellen Klasse ist säkularisiert. Ein signifikanter, wenn auch kleiner Prozentsatz der Jugend hat sich der westlichen Hingabe an persönliches Vergnügen und Selbstbefangenheit verschrieben. Diese Leute können leicht mit amerikanischem Geld organisiert werden, um ihre Regierung und die islamischen Einschränkungen im persönlichen Verhalten auszupfeifen.

Die US-Regierung nutzt diese verwestlichten Iraner aus, um eine Basis zur Diskreditierung der iranischen Wahlen und der iranischen Regierung zu schaffen.

Am 14. Juni billigte das McClatchy Washington Bureau [3], das manchmal versucht, die wirklichen Nachrichten zu berichten, die psychologische Kriegsführung Washingtons und erklärte: «Die Resultate der Wahlen in Iran erschweren die Kontaktbemühungen Obamas». Hier beginnt sich die hässliche Fratze der Ausrede vom «diplomatischen Misserfolg» zu zeigen, so dass nur eine militärische Lösung übrigbleibe.

Als jemand, der die Vorgänge alle im Innern der US-Regierung erlebt hat, denke ich, dass die US-Regierung mit der Manipulation der amerikanischen Medien und derjenigen der Marionettenregierungen beabsichtigt, die iranische Regierung dadurch zu diskreditieren, dass sie diese Regierung als Unterdrücker des iranischen Volkes hinstellt, die den Willen des iranischen Volkes vereitelt. So baut die US-Regierung Iran für einen militärischen Angriff auf.

Mit Hilfe von Moussavi erzeugt die US-Regierung ein weiteres «unterdrücktes Volk», das – wie die Iraker unter Saddam Hussein – amerikanischen Blutes und Geldes zu ihrer Befreiung bedarf. Wurde Moussavi, der Kandidat Amerikas in den iranischen Wahlen, der rundum geschlagen wurde, von Washington ausgewählt, um der amerikanische Marionettenherrscher Irans zu werden?

Die grosse Macho-Supermacht ist begierig darauf, ihre Hegemonie über das iranische Volk wiederherzustellen und so die offene Rechnung mit den Ayatollahs zu begleichen, welche 1978 die amerikanische Herrschaft in Iran gestürzt hatten. Das ist das Drehbuch. Sie sehen es jede Minute im US-Fernsehen.

Eine endlose Reihe von «Experten» unterstützt das Drehbuch. Als ein Beispiel unter Hunderten finden wir Gary Sick, der früher im Nationalen Sicherheitsrat tätig war und gegenwärtig an der Columbia University lehrt.

«Wenn sie etwas bescheidener gewesen wären und gesagt hätten, Ahmadinejad habe mit 51 Prozent gewonnen», sagte Sick, hätten die Iraner Zweifel gehabt, aber hätten es eher akzeptiert. Aber die Beteuerung der Regierung, dass Ahmadinejad mit 62 Prozent der Wählerstimmen gewonnen hat, «ist nicht glaubwürdig». «Ich denke» fährt Sick fort, «es markierte eine eigentliche Übergangsstelle in der iranischen Revolution, von einer Position, in der beansprucht wird, die eigene Legitimität auf Grund der Unterstützung der Bevölkerung zu haben zu einer Position, die zunehmend auf Repression setzt. Die Stimme des Volkes wird ignoriert.»

Die einzige handfeste Information ist die oben erwähnte Umfrage. Die Befragung stellte fest, dass Ahmadinejad mit einem Vorsprung von 2 zu 1 der favorisierte Kandidat war.

Aber wie bei allem anderen, das mit der amerikanischen Hegemonie über andere Völker zu tun hat, spielen Fakten und Wahrheit keine Rolle. Lügen und Propaganda herrschen.

Zerfressen von seiner Leidenschaft nach Hegemonie, ist Amerika getrieben, über andere zu triumphieren, Moral und Gerechtigkeit zu verdammen. Das die Welt bedrohende Drehbuch wird gespielt werden, bis Amerika sich selbst in den Bankrott führt und den Rest der Welt so vor den Kopf gestossen hat, dass es isoliert und überall verachtet wird.  

Lesehinweise:

[1]  Laut Wikipedia eine politisch linksgerichtete Wochenzeitschrift in den Vereinigten Staaten.

[2]  The Iranian People Speak. By Ken Ballen and Patrick Doherty. Washington Post, 15. Juni 2009. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2009/06/14/AR2009061401757.html?nav=rss_opinion/columns

[3]  McClatchy ist ein amerikanisches Verlagsunternehmen mit insgesamt etwa 14 000 Mitarbeitern, das mehrere Zeitungen und Internet-Informationsplattformen, darunter das Washington Bureau, unterhält.

Quelle

… und es ist nicht Moussavi.

Bei einer Rede vor dem Presseclub in Washington gestern tupfte Reza Pahlevi mit einem Seidentuch seine Krokodilstränen aus den Augen. Der frühere persische Kronprinz hatte gerade von Neda erzählt, jenem jungen Mädchen, das auf Teherans Strassen erschossen wurde, obwohl wie er sagte „ihr einziges Verbrechen der Wunsch nach Freiheit war“.

Wie emotional, es fehlte nur noch der Heiligenschein über seinen Kopf.

Hinter Pahlevi waren Plakate aufgestellt: eine blutverschmierte, gen Himmel gereckte Hand; ein Meer aus Demonstranten; zivile Sicherheitskräfte, die einen am Boden liegenden Mann verprügeln. Ein geschickt inszenierte, rührende Staffage, um auf seine Gefühle für das iranische Volk und seinen Führungsanspruch aufmerksam zu machen.

Vergessen zu erwähnen hat er aber, dass sein Vater, Mohamed Reza, der Schah von Persien, mit seinem von der CIA ausgebildeten Geheimpolizei SAVAK damals die Menschen in den Strassen von Teheran zusammenprügeln und erschiessen liess, bevor er durch die islamische Revolution 1979 vom Pfauenthron gestürzt wurde.

Reza Pahlevi (48) plant schon seit langem die Rückkehr in den Iran, um den Platz seines Vaters wieder einzunehmen. Jetzt, glaubt Pahlevi, ist seine Chance gekommen, könnte der islamischen Revolutionsregierung tatsächlich die letzte Stunde schlagen:

Meine Damen und Herren, eine Bewegung wurde geboren. Diese Bewegung wird nicht ruhen, bis im Iran uneingeschränkte Demokratie herrscht. Selbst wenn die junge Protestbewegung nicht sofort Erfolg haben sollte, liessen sich die Veränderungen in seiner Heimat nicht ungeschehen machen.

Die Linie im Sand wurde gezogen„, sagt Pahlevi. Revolutionsführer Ali Khamenei habe es der Opposition mit seiner Unterstützung für den umstrittenen Wahlsieger Mahmud Ahmadinejad unmöglich gemacht, etwas anderes zu fordern als den Regimewechsel.

Den Begriff „Regimewechsel“ kennen wir ja bereits zur Genüge, damit ist die Installation einer pro-amerikanischen,pro-zionistischen, korrupten Regierung gemeint, die das Land an die westlichen Ölkonzerne ausverkauft, zum Nachteil der Bevölkerung. Dieses dreckige Spiel hatte bereits sein Vater jahrzehntelang praktiziert, nachdem er ebenfalls durch einen „Regime Change“ mit Hilfe der CIA, den demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Mossadegh 1953 stürzte, der den „Fehler“ machte die Ölindustrie zu verstaatlichen.

Leider begreifen die jungen Menschen die jetzt im Iran auf die Strasse gehen und einen berechtigte Veränderung fordern nicht wo die Reise hingehen soll, was sie eigentlich mit ihrem Protest möglicherweise mithelfen umzusetzen, eine Rückkehr zu einer Diktatur durch ein Regime, welches von Washington aus gesteuert wird.

Nach dem sie den Weg geebnet haben, wird ihnen das Heft aus der Hand genommen und die westliche Marionette übernimmt das Sagen. Es ist naiv zu glauben, es wird dann eine wirklich demokratische Regierung an die Macht kommen, die unabhängig ist und im Interesse der Iraner Politik betreibt. Das ist ein unrealistischer Wunschtraum. Das wird Washington nicht zulassen, haben sie noch nie.

Ausserdem, wer meint man kann eine säkulare parlamentarische Demokratie etablieren, oder sogar eine Monarchie, der kennt die Verhältnisse und die Mentalität der Mehrheit der Iraner nicht. Sie wollen keine Trennung zwischen Staat und Islam, das hatten sie ja schon alles, und eine Monarchie mit einer Klasse der Reichen, die in Saus und Braus lebt und sie ausbeutet und unterdrückt, erst recht nicht.

Die Bush-Regierung hat bereits den Sohn des Schah als zukünftigen Führer ausgewählt, genau wie sie Hamid Karzai für Afghanistan, Ahmed Chalabi für den Irak und Micheil Saakaschwili für Georien vorgesehen hatten, alles korrupte Marionetten die nach der Pfeife der USA tanzen.

Hinter Reza Pahlevi stehen Michael Ledeen, Rob Sobhani und Morris Amitay, ehemalige Direktoren der grössten israelischen Lobby-Gruppe der American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), die ihre Kräfte mit dem American Enterprise Institute gebündelt hat, welche die Zukunft des Iran bestimmen und einen „Regime Change“ wollen. AIPAC hat mehrmals bereits die Unterstützung der Wiederbesteigung des Throns durch Pahlevi angekündigt.

Der Vorsitzende des American Enterprise Institutes, Michael Ledeen, hat sich vehement für einen Regimewechsel eingesetzt und hat das Weisse Haus in dieser Sache beraten. Ledeen und Sobhani gründeten die Coalition for Democracy in Iran (CDI) um diesen Wechsel zu forcieren.

Rob Sobhani kennt Reza Pahlevi schon seit seiner Kindheit. Er ist Spezialist für Energiepolitik, hat seine Finger überall in Washington drin und war Berater für den geplanten Bau einer Pipeline durch Afghanistan. Er hat iranische Vorfahren und meint deshalb er wäre ein Experte, der alles über die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft des Iran kennt.

Sobhanis Interesse an einem Regimewechsel ist rein wirtschaftlich, was perfekt zu den Motiven der US-Politik passt. Nach dem er von der Georgetown Universität graduierte, wurde er Chef der Caspian Energy Consulting, eine Firma die sich auf den Transport und Verkauf von kaspischen Öl spezialisiert hat. Die Absicht ist, nach dem Sturz der islamischen Revolutionsregierung, den Transport von Erdöl aus dem Kaspischen Meer über iranisches Territorium zu ermöglichen.

AIPAC auf der anderen Seite sieht Vorteile für Israel, wenn die Mullahs nicht mehr am Ruder sind. Schliesslich hatte Israel sehr gute Beziehungen mit dem Iran während der Herrschaft des Schah. Ausserdem würde in ihren Augen ein Regimewechsel die Unterstützung der Hisbollah und der Hamas durch die islamische Regierung beenden.

Ledeen und Sobhani wollen den Putsch abwarten, um dann Reza Pahlevi als Retter des iranischen Volkes zu präsentieren. Wir haben also eine Gruppe bestehend aus konservativen Neocons, Pro-Israel Lobby und Monarchisten welche die iranische Regierung stürzen wollen, um ihren „König“ an die Macht zu bringen. Im Pentagon haben einige die Ansicht, die Reformer unter der Führung von Moussavi sind nur Mullahs mit Engelsgesichtern und ein Regimewechsel ist unausweichlich.

Das Paradoxe ist, dass ja die Amerikaner die Hauptkraft hinter der Machtübernahme durch Ayatollah Khomeini und der islamischen Revolution damals waren, um den Schah loszuwerden, der zu alt wurde und nicht mehr spurte. Washington meinte damit die Sowjetunion eingrenzen zu können, in dem sie einen „grünen Gürtel“ gegen den „gottlosen Kommunismus“ rundherum ziehen. Sie wechselten sozusagen die Krone gegen den Turban aus. Das wissen die Iraner und sie wissen auch, dass Amerika immer schon ihre Regierung bestimmt hat.

Sollte die Pahlevi-Dynastie durch Amerika wieder an die Macht gebracht werden, würde es für die Iraner nur eine Fortsetzung der Einflussnahme in den inneren Angelegenheit des Landes, sowie eine andere Form der Unterdrückung bedeuten.

Die Zurückhaltung von Obama betreffend der Ereignisse im Iran und weil er Moussavi nicht erwähnt, kann man das als Zeichen deuten, Washington unterstützt eine dritte Person, die in den Startlöchern bereit steht.

Aber die Iraner haben nicht vergessen, dass Amerika die treibende Kraft hinter den Krieg des Irak gegen den Iran war, um das Land zu schwächen und die Regierung zu stürzen. Die Iraner hätten nämlich den Krieg gewonnen, wenn Saddam Hussein nicht massiv von den USA mit Waffen beliefert worden wäre. Auch das Giftgas welches eingesetzt wurde um Iraner zu töten war „made in west“. Und der Abschuss der iranischen Passagiermaschine über den Persischen Golf 1988, bei dem 290 Passagiere getötet wurden, stösst ihnen immer noch bitter auf.

Deshalb, jeder Regimewechsel der offensichtlich durch die USA gemacht wird und jede Regierung die den Iranern vor die Nase gesetzt wird, wird abgelehnt. Einen wirklichen positiven Wandel gibt es nur, wenn die Iraner aus sich selber entscheiden, welche Staatsform die beste für sie ist und wer sie in die Zukunft führen soll, ohne ausländische Einmischung.

Die besserwisserische Mentalität und Arroganz, anderen Völkern zu ihrem „Glück“ zu zwingen, sowie die Hegemoniebestrebungen sind gescheitert. Das beste was der Westen tun kann wäre, die Sanktionen sofort aufzuheben und sich aus allem rauszuhalten. Damit würde man den Menschen im Iran wirklich helfen, die Not lindern, die Situation beruhigen.

Die seit Jahrzehnten andauernde Einflussnahme, Einmischung und Bestrafung des Iran durch den Westens muss endlich aufhören. Der Iran hatte ja ein funktionierende Demokratie, bis Amerika sie ihnen wegnahm!

Beachtet in diesem Video welche Fahnen die Demonstraten vor dem Weissen Haus schwingen. Es ist nicht die Flagge des Iran, die seit 1980 gültig ist, sondern die des Schah. Ein Zeichen wer hinter dieser Aktion steckt und was die Absicht ist.

Als die islamische Republik Iran 1979 gegründet wurde, hat die Allianz der so genannten internationalen Staatengemeinschaft – gemeint ist die inzwischen weltweit völlig isolierte westliche Welt – alles in ihrer Macht liegende getan, um diesen Keim der Hoffnung für die Entrechteten der Welt zu zerstören. Sie haben aber vorher nie in die Verfassung der Islamischen Republik Iran geschaut, um zu erkennen, welchen Gegner sie da vor sich haben.

Gleich in Artikel zwei heißt es:
Die Islamische Republik ist eine Ordnung, die auf folgenden Glaubensgrundsätzen beruht:
1. Die Einheit [tauhid] Gottes (es gibt keinen Gott außer Gott), Seine alleinige Entscheidungsbefugnis und Gesetzgebung sowie die Notwendigkeit der Ergebenheit in Seinen Willen
2. Die göttliche Offenbarung und ihre grundlegende Bedeutung für das Formulieren von Gesetzen;
3. Die Auferstehung und ihre maßgebende Rolle beim Entwicklungsprozess des Menschen hin zu Gott;
4. Die Gerechtigkeit Gottes in Schöpfung und Gesetzgebung;
5. Imamat und seine ständige, grundlegende und immerwährende Führungsrolle im Fortbestand der Islamischen Revolution;
6. Ehre und Würde des Menschen und seine mit Verantwortung verbundene Freiheit vor Gott.
[Ende des Artikels]

Und in Artikel fünf heißt es:

In der Islamischen Republik Iran steht während der Abwesenheit des verborgenen 12. Imams – möge Gott sein Erscheinen beschleunigen – das Imamat und die Führungsbefugnis [wilayat-e-amr] in den Angelegenheiten der islamischen Gemeinschaft dem gerechten, gottesehrfürchtigen, über die Erfordernisse der Zeit informierten, tapferen, zur Führung befähigten Rechtsgelehrten zu, der die Verantwortungen dieses Amtes gemäß Artikel 107 übernimmt.
[Ende des Artikels]

Allein dieser eine Artikel lässt aufhorchen und Orientalisten, die nicht ausschließlich ihre Zeit damit verbringen, Hass gegen den Islam zu verbreiten, können hier einen Artikel historischen Ausmaßes erkennen. Es ist die erste Verfassung eines Gemeinwesens seit über 1400 Jahren, in dem einer der Ahl-ul-Bait offiziell zum Staatsoberhaupt ernannt ist! Nie zuvor nach Imam Ali (a.) bestand diese Situation in irgendeinem Staat der Erde. Zwar gab es die eine oder andere schiitische Bewegung, aber die jeweiligen Oberhäupter waren letztendlich doch mehr an ihrer eigenen Herrschaft und Dynastie interessiert als an dem Erscheinen des Erlösers, dem sie die Macht hätten übergeben müssen. In unserer Zeit aber wurde ein Staat gegründet von dem Volk des Salman-Farsi, dass genau auf jenen Erlöser wartet, und zwar ganz konkret.

Salman al-Farsi bzw. Salman der Perser war einer der bekanntesten und treusten Gefährten des Propheten Muhammad (s.) und gilt als einer der ersten nichtarabischen Muslime. Er gilt als der Verfasser der ersten Übersetzung des Heiligen Qur’an und mit Verweis auf ihn hat der Prophet des Islam einstmals sinngemäß gesagt, dass von seinem Volk die Vorbereitung auf den Erlöser ausgehen wird. Jene durchaus bei allen Muslimen bekannte Überlieferung wurde aber von einigen Muslimen ungern zitiert, weil die Krankheit des unislamischen Nationalismus insbesondere die arabische Welt erfasst hatte, aber nicht nur die.

Wer heute gegen die Islamische Republik Iran zum Krieg aufruft (in welcher Form auch immer), ruft letztendlich zum Krieg gegen den im Islam erwarteten Erlöser auf! Das hat Saddam, aufgehetzt von der gesamten westlichen Welt (außer Genscher-Deutschland), zu spüren bekommen. Obwohl sogar mit Giftgas ausgestattet und hinreichend mit Vetos im UN-Sicherheitsrat versorgt, konnte er seine anfänglichen Überraschungssiege nicht halten und verlor letztendlich nicht nur den Krieg, sondern auch sein Leben. Aber die Zeit war noch lange nicht reif dafür, dass der Irak hätte befreit werden können, denn dazu muss ein nicht unwesentlicher Teil des Volkes selbst die Bereitschaft mitbringen; auch die Opferbereitschaft. Das Volk im Irak erarbeitete sich heutzutage jene Befreiung aber zunehmend.

Neben den Waffengängen gegen die Islamische Republik Iran bestand ein nunmehr fast 30 Jahre andauernder Wirtschaftskrieg. Zudem wurde durch die Propagandamaschinerie der westlichen Welt geradezu im Wochenrhythmus verbreitet, dass die Islamische Republik Iran wirtschaftlich am Ende sei. Unbeeindruckt haben die Verantwortungsträger im Iran Stück für Stück ihr Land aufgebaut. Aus einem Land mit Slum-Gebieten zur Schah-Zeit haben sie ein aufstrebendes Land gestaltet, dass inzwischen seine eigene Versorgung sicher stellt und Satelliten in den All befördert. Bald wird die völlig Unabhängigkeit in der friedlich genutzten Atomenergie erreicht werden, denn im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern verfügt der Iran über Uranvorkommen. Und entgegen den Propagandaprognosen der Jubelwestler in europäischen und US-amerikanischen Redaktionen, hat sich die Wirtschaft des Islamischen Republik Iran sehr solide entwickelt; bei allen eigenen Fehlern und Schwächen und bei allen noch zu optimierenden Prozessen.

Derweil aber ist die gesamte westliche Wirtschaft mehr oder weniger zusammengebrochen, ohne dass es die führenden Köpfe der westlichen Welt eingestehen wollen. Der Begriff Raubtierkapitalismus ist dem Begriff Staatskapitalismus gewichen und deutet letztendlich an, dass das ganze System einen gewissen Raubtiercharakter hat.

Wenn man die Geschichte der Islamischen Republik Iran aufrichtig und ohne Vorbehalte aus einem rein historisch-sachlichen Blickwinkel aus betrachtet, muss man zu dem Schluss kommen, dass die Wahrscheinlichkeit selbst Sturm zu ernten, wenn man gegen den Iran Wind sät, extrem groß ist.

Als die USA mit einer Gewaltaktion die in der US-Botschaft festgehaltenen Verbrecher befreien wollte (jene Personen hatten die Verbrechen des Schah bis zuletzt gedeckt und unterstützt und dessen Flucht ermöglicht), stießen ihre Hubschrauber gegeneinander und es endete in einem Fiasko ohne gegnerische Einwirkung. Als US-Kriegsschiffe kuwaitischen Tankern “Geleitschutz“ geben wollten, liefen sie auf eine (wahrscheinlich selbst verlegte) Mine; fortan gaben kuwaitische Tanker den US-Kriegschiffen Geleitschutz, da letztere hinterherfuhren. Als die USA angeblich einen iranischen Kampfbomber abschießen wollten, schossen sie ein voll besetztes ziviles Passagierflugzeug ab und legten den Charakter ihrer Kriegsführung offen. Als Imam Khomeini zu seinem Schöpfer zurückgekehrt ist, dachten sie, dass der Nachfolger schwach sein würde, aber es stellte sich heraus, dass jener noch viel länger das Ruder durch die stürmische See der Weltpolitik führte. Als man nach und nach den gesamten Iran mit den eigenen Soldaten umzingelt hatte, indem man ein Land nach dem anderen gewaltsam besetzte, war das Ziel, dass sich der Iran bedroht fühlen sollte. Aber in Wirklichkeit sind es die US-Soldaten, die seither nicht mehr ruhig schlafen können. Als man mehrere Sanktionen wegen der friedlichen Nutzung der Atomenergie gegen den Iran verhängt hat, gab es eine Panne nach der anderen in westlichen Atomkraftwerken und inzwischen wird z.B. in Deutschland sogar über eine ernsthafte radiaktiven Gefährdung von Wasservorräten spekuliert.

Und jene Wirtschaft, die seit 30 Jahren tagtäglich am Zusammenbrechen sein soll, erweist sich tatsächlich als robust, während die westliche Zins- und Schuldenwirtschaft in historischen Zeitdimensionen betrachtet gerade wie ein Kartenhaus zusammen fällt.

Man kann es großen oder in Kleinen betrachten. Fast jeder Vorwurf gegen die Islamische Republik Iran war eine Offenlegung der eigenen Fehlentwicklung. Man hat dem Iran vorgeworfen, Frauen zu unterdrücken, aber an iranischen Universitäten gibt es 50 % Ingenieurinnen, in Deutschland keine 20 %.. Man hat dem Iran ein “veraltetes“ Rollenbild in der Familie vorgeworfen. Doch inzwischen sind die westlichen Gesellschaften veraltet, während der Iran eine der jüngsten Bevölkerungen hat. Man hat dem Iran vorgeworfen, das “freie“ Satellitenfernsehen zu behindern, und weiß nicht mehr, wie man die pornographische Abirrung der Gesellschaft rückgängig machen kann. Man hat dem Iran vorgeworfen überhaupt Menschen zu unterdrücken, aber inzwischen betrachtet die gesamte Welt den Westblock als menschenverachtendes Unterdrückungssystem ohne Skrupel und Moral; auch viele Bürger in der westlichen Welt selbst.

Schaut man sich die weiteren Drohungen der westlichen Welt gegen den Iran an, und zieht in Erwägung, dass auch jene Drohungen auf die Urheber der Drohung zurück fallen könnten, dann müsste es jedem Bürger der westlichen Welt Angst und Bange werden.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Schadenfreude für Muslime angesichts der Weltwirtschaftskrise, denn sie trifft – wie so oft – zunächst die Armen, die Hilfsbedürftigen, und Muslime stehen an deren Seite! Es wird aber Zeit, dass die vernünftigen Menschen der Gesellschaft endlich aufstehen und sich für eine gerechtere Welt einsetzen, eine Welt, in der nicht das Kapital die Interessen formuliert, sondern der Geist Gottes in unseren Herzen. Dass jene Vernünftigen in der Kaste der Politiker und Journalisten äußerst selten anzutreffen sind, dran haben sich die meisten Bürger gewöhnt. Das man den Tod einer Nasenoperierten Gucci – „Demonstrantin“, die sich übrigens gar nicht an den Wahlen beteiligt hatte, zu instrumentalisieren versucht und Empörung heuchelt während in China wieder einmal ein berühmter Menschenrechtler vor Gericht gestellt wird und darüber kaum einer der „empörten“ heartbroken  Politiker auch nur ein Wort verliert, weil vielleicht das profitable Geschäft mit China „Schaden“ nehmen könnte. Auch die Kirchen haben in Deutschland versagt und standen nicht an der Seite der Unterdrückten der Welt sondern zunächst einmal gegen gottesehrfürchtige Muslime. Und alle zusammen standen und stehen gegen die islamische Republik Iran. Aber genau das, steht auch in der Offenbarung, welche die Erlösung einleiten wird – inschaallah.

Möge jeder an das glauben, was er wünscht. Kapitalisten erhoffen sich ihr Heil durch das Kapital, Muslime durch Gott und durch ihn gesandten Erlöser. Christen und Juden aber müssen sich entscheiden, ob sie lieber an das Kapital oder an die Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und vor allem Liebe glauben wollen. Für das westliche System ist es inzwischen zu spät. Aber jeder Einzelne kann sich noch entscheiden! Die Christen und Juden im Iran haben sich bereits entschieden. Und viele Menschen in der westlichen Welt könnten viel davon lernen.

Aufstände im Iran, verzweifelte Bitten der iranischen Bevölkerung sind das, was uns zur Zeit in allen Nachrichten präsentiert wird. Wer und was tatsächlich dahintersteckt ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Der überwältigende Sieg Ahamadinedads bei den Wahlen passen den USA so ganz und gar nicht in ihr Konzept. Punkt 1: Die iranischen Erdölquellen sollen endlich, wie die im Irak, unter US-Kontrolle gebracht werden. Punkt 2: Wenn sich der Bau einer iranischen Bombe nicht mehr verhindern lässt, soll sie zumindest nicht in den Händen der Mullahs bleiben. Punkt 3: Mit Einsetzung eines US-Marionetten Regimes in Teheran würde die Hilfe für Palästina unterbleiben und man verlöre seinen wichtigsten Unterstützer.Das würde die Palästinenser zwingen auch die noch so unmöglichsten Forderungen Israels anzunehmen, was einem Todesstoss gleichkäme.

Der Iran steht ganz oben auf der Prioritätenliste der neuen US-Regierung als Umsturz-Kandidat. Die Amerikaner versuchen, den Iran von innen zu beeinflussen, indem sie die Kräfte, die in Opposition zum heutigen Mullah-Regime stehen, verstärkt unterstützen. Tausende von Iranern, unter ihnen Studenten, Journalisten und Fotografen werden mit US-Geldern finanziert um die Regierung in Teheran in Bedrängnis zu bringen und das grösstenteils sogar ohne deren Wissen. Sie werden von gedungenen Kräften im Iran bewusst gelenkt. Ziel: Die Zerstörung der nationalen Einheit. Sogar Tote sind bei den Demonstrationen eingeplant und sollen den Anschein von Brutalitäten gegen die Bevölkerung vermitteln und dem Ganzen eine inszenierte Dramatik verleihen. Die Behauptung das es 30 Tote gegeben hat mag richtig sein, allerdings sind unter diesen Toten auch Anhänger der Regierung.

Beispiele für US-Eingriffe in die iranische Politik gibt es genug.

So im Jahr 1953. Die gewählte Regierung Mossadegh hat 1951 die Verstaatlichung der Anglo-lranian Oil Company beschlossen. Im August 1953 wird sie in einer Volksabstimmung mit 99,4 Prozent der Stimmen bestätigt. Zwei Wochen später führt das von der CIA ausgebildete und kontrollierte Offizierskorps einen Putsch durch. Die zuvor englischen Ölfirmen werden von einem US-Konsortium übernommen. Die USA holen den Schah ins Land zurück und liquidieren die iranische Demokratie.

1979 muß im Iran der US-Statthalter Shah Reza Palewi dem Shiitenführer Ayatolla Chomeini Platz machen. US-Präsident Carter stellt daraufhin die nach ihm benannte Doktrin auf: “Ein Versuch einer dritten Macht, Einflußnahme im Persischen Golf zu erreichen, wird als ein Anschlag gegen lebenswichtige Interessen der Vereinigten Staaten gewertet und wird mit allen notwendigen Mitteln, einschließlich militärischer Gewalt, zurückgeschlagen.” Die USA rüsten den Irak mit modernsten, auch chemischen Waffen zum Angriff auf den Iran aus.

Kriegsverbrecher Kissinger zu einem “Regimewechsel” im Iran (War Criminal Kissinger in a BBC Interview)

Mit Beginn der Offensive 1980 wird der Irak auch mit Aufklärungsmaterial von Satelliten und Awacs-Flugzeugen unterstützt. In dem achtjährigen Krieg kommen Hunderttausende ums Leben, unter anderem durch den Einsatz von Giftgas. Durch die militärische Unterstützung der USA wird der Irak zur regionalen militärischen Großmacht. Gleichzeitig unterstützen die USA den Iran mit dem Ziel, daß die beiden Länder sich gegenseitig mattsetzen. Über Israel werden Waffen im Wert von 80 Milliarden Dollar an den Iran geliefert.Im Irak-Krieg liessen die USA Saddam Hussein dann im Auftrag hängen damit er keine Zeugenaussagen vor einem internationalen Gericht über diese Vorgänge machen konnte.

Westliche Medien sind ebenfalls in dieses “falsche” Spiel eingebunden. Im Wissen darum, dass Iraner diese Medien via Internet konsumieren, werden bewusst Falschdarstellungen gestreut. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Georgien-Berichterstattung im letzten Jahr, die sich im nachherein als eine der grössten Lügenkampagnen herausstellte. Sogar die angebliche Blockierung des Internets im Iran ist eine Medienlüge. Wir vom Schweiz Magazin verzeichnen ungebrochen Seitenaufrufe unserer Webseite aus dem Iran. Besonders humorig sind Schlagzeilen, die die Farbe Grün, die iranische Fussballspieler bei einem Spiel in Südkorea am Handgelenk trugen, Anzeichen für ihre Sympathie mit Mussawi belegen sollen. Grün ist auch die Farbe des Islam.

Die Opposition im Iran arbeitet organisiert und gezielt um durch ihre inszenierten Demonstrationen das Interesse der Welt auf den Iran zu lenken. Dieses, der Weltpresse vorgeführte Schauspiel hat jedoch nicht den Ursprung im Iran, sondern wird von aussen gelenkt.

Eine Zentrale für den Umsturz in Teheran steht in Washington. Zwei kleine Zimmer in einem Wohnblock hinter dem Kapitol. Dort sitzt Mr. Fakhravar, ein iranischer Dissident. Er will einen Aufstand an den Universitäten organisieren und forderte Unterstützung: “Wir brauchen Telefone, Kameras und Computer.”

Geld ist genügend da. 85 Millionen Dollar hat allein die Bush-Administration offiziell für das Projekt Regimewechsel bereitgestellt, das meiste ging bisher an Voice of America und Radio Farda, die Programme auf Persisch senden und zu Demonstrationen aufrufen bei denen es zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt.

Auch die CIA verteilt mittlerweile großzügig Dollars. In Dubai, London und Frankfurt am Main sind bereits Iran-Experten der USA stationiert. Sie haben in den letzten Tagen ihre Aktivitäten erheblich verstärkt und die Anzahl der Funkspüche zwischen den Umsturz-Basen und dem Iran werden in den letzten Tagen geradezu explodiert sein.

Um die Person Ahamadinedads mag es Diskussionen geben und viele seiner Aussagen sind einfach unerträglich aber er ist gewählt worden mit den Stimmen der Mehrheit des iranischen Volkes. Ob tatsächlich eine Wahlfälschung geschehen ist konnte bisher nicht bewiesen werden. Wieder einmal fragt man sich, was ist los mit unseren “Demokratien” die das Ergebnis einer demokratischen Wahl nur dann akzeptieren, wenn es nach ihrem Gusto ausgefallen ist ?

Für die Iraner sollte gelten, besser Ahamadinedad noch ein paar Jahre zu ertragen, als sich in die Knechtschaft der USA zu begeben. Wer jetzt noch demonstriert, schliesst den Pakt mit dem Teufel und spielt den USA und Israel direkt in die Hände und macht sich zu ihren Helfern. Deren Ziele sind nicht Frieden und Freiheit, sondern Plünderung, Gewalt und Unterdrückung. Es zeigt sich erneut wieviel Respekt das “Mutterland der Demokratie”, die USA, vor demokratischen Wahlen anderer Nationen hat.

Selbst der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat dazu aufgerufen, die Willenserklärung des iranischen Volkes zu respektieren. „Ich verfolge aufmerksam die Situation in Iran. Meine Position und die Position der UNO besteht darin, dass der Wille des iranischen Volkes in vollem Maß respektiert werden muss”, kommentierte Ki Moon am Montag in New York das von der iranischen Opposition angefochtene Ergebnis der Präsidentenwahl.

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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