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Jedes Jahr wird am 12. Ordibehescht, dem 2. Mai, des iranischen Gelehrten und Märtyrer Mortesa Motahari gedacht.Schahid Motahari  war   ein Mystiker und großer Philosoph. Seine Werke sind  ein Fenster zur Erkenntnis und zur Weisheit für alle Wissensdurstige.

Motahari hat versucht, die Religion im Zusammenhang mit den zeitgenössischen Bedürfnissen darzustellen.   Schon mit 13 Jahren hat er ein großes Interesse hinsichtlich der Fragen, die Gott und die Religion betrafen, empfunden. In seinen verschiedenen Werken kommt der Wunsch nach dem Wohl der Menschen und dem richtigen Religionsverständnis ausgeprägt zum Ausdruck. Er möchte den Islam als das vorstellen was er ist: das ideale  Lebenskonzept.

An vielen Stellen im Koran wird darauf hingewiesen, dass diese Religion den Menschen wahres Leben spendet. Im Vers 24 der Sure Anfal lesen wir:  Ihr Gläubigen! Hört auf Gott und Seinen Gesandte, wenn er euch zu etwas aufruft, was euch Leben verleiht! Ihr müsst wissen, dass Gott zwischen den Menschen und sein Herz tritt, und dass ihr zu ihm versammelt werdet. Es bedeutet also Leben, auf Gott und Seinen Gesandten zu hören, d.h.  der Islam spendet   Leben. Etwas was Leben spendet, wird niemals vergehen. Motahari drückt es so aus: „Die Sonne der Religion geht nie unter!“ Er sagt: „Zur Wiederbelebung der Religion muss sie im Leben des Menschen gegenwärtig sein, aktiviert werden und Einfluss auf menschliches  Denken und Handeln  nehmen.“ In  Gedenken an diesen großen iranischen Gelehrten möchten wir einen Blick auf seinen  Essay: „Die Sonne der Religion geht nie unter“ bringen:

„Gesellschaftliche Phänomene müssen mit den Forderungen des Menschen übereinstimmen, damit sie Fortsetzung finden, das bedeutet,  dass entweder diese Phänomene selber eine Forderung der Menschheit sind, oder   auf eine bestimmte Weise zur Deckung der Forderungen der Menschheit beitragen. Die Bedürfnisse des Menschen sind zweierlei Art: naturbedingt oder nicht naturbedingt.  Die natürlichen Forderungen gehen auf die natürliche Eigenschaften des Menschen zurück. Zum Beispiel ist der Mensch an wissenschaftlicher Forschung interessiert oder er liebt das Schöne. Nicht naturbedingte Bedürfnisse  des Menschen sind Neigungen, die aufgrund von Gewohnheit entstanden. Zum Beispiel ist eine großer Prozentsatz der (iranischen) Bevölkerung das Teetrinken gewohnt oder aber bei einer großen Anzahl  ist das Rauchen Gewohnheitssache. Weil diese Forderungen und Wünsche nicht natürlicher Art sind, vermag  der Mensch von ihnen Abstand zu nehmen.

Aus der Sicht der Denker sind unnatürliche Dinge unbeständig und nicht von Dauer und nur die natürlichen Bewegungen können andauern. Wenn daher die Religion in dieser Welt bleiben will, muss sie im Menschen in Form einer Forderung und eines Wunsches auftreten oder sie muss die Bedürfnisse der Menschheit erwidern, und zwar auf eine Weise, dass sie sich durch nichts anderes ersetzen lässt. Während  des menschlichen Fortschrittes waren wir Zeuge, dass durch die Veränderung der Bedingungen , viele Dinge   anders wurden. Als Edison zum Beispiel den Strom erfand,  wurden Petroleumleuchten  und Kerzen rasch zur Seite gesellt, denn der Strom konnte auf angenehme Weise  die Menschen  mit Licht versorgen.  Aber einige Dinge sind unveränderlich. Zu diesen gehört die Religion.“

Aus der Sicht Schahid Motaharis entspricht die Religion den Wünschen und Forderungen, welche im seelischen Urgrund und in den Gefühlen des Menschen liegen. Außerdem kann nichts anderes so wie die Religion die Bedürfnisse der Menschen erwidern.  Im Vers 30 der Sure Rom, Sure 30, heißt es darüber, dass die Religion der Gott gegebenen Ur-Natur (Fitrah) des Menschen entspricht: Richte nun dein Antlitz auf die unversehrte  Religion des Herrn!…  Dies ist die natürliche Art, in der Gott die Menschen erschaffen hat…
Motahari schreibt:

„Einige haben die Entstehung der Religion auf die Angst und Unwissenheit des Menschen zurückgeführt. Andere denken dass der Mensch zur Religion neigt, weil er Ordnung und Gerechtigkeit liebt. Die Vertreter dieser Ansichten dachten, die Religion würde bei Weiterentwicklung der Wissenschaft verdrängt.  Aber das ist nicht der Fall gewesen. Der Mensch hat erkannt, dass die Religion nicht zugrunde gehen kann. Der westliche Psychologe Jung gibt zu, dass die Religion zu den Dingen gehört, die mit dem Unterbewusstsein des Menschen auf natürliche Weise verwebt ist und der amerikanische Psychologe William James meint in seinem Buch über Religionspsychologie: `Es trifft zwar zu, dass der Ursprung vieler unserer inneren Wünsche materielle natürliche Angelegenheiten sind, aber zahlreiche  von ihnen entspringen auch aus einer überirdischen Welt.`“ Motahari berichtet, William James sehe in den religiösen Dingen Freude, Freundschaft und Opferbereitschaft und sei der Ansicht,  dass  der religiös geprägte  psychische Zustand sich  mit keinem anderen Zustand im Menschen vergleichen lässt.

Alexis Carrel, französische Arzt und Autor, verweist laut Motahari auf die tiefe Verwurzelung der Religion in der Psyche des Menschen und schreibt in seinem Essay Das Gebet : `Im Gemüt des Menschen brennt eine Flamme die ihn ab und zu auf seine Fehler,  Irrtümer und falschen Gedanken aufmerksam macht. Diese brennende Flamme hält den Menschen vom falschen Weg ab.`

Ostad Motahari fährt fort: „Der Mensch braucht die Religion sowohl persönlich als auch gesellschaftlich. Deshalb antwortet  Tolstoi der russische Schriftsteller auf die Frage, was Glaube sei: `Glaube ist das, womit der Mensch lebt. Glauben ist das Lebenskapital des Menschen.`

Der Mensch besitzt viele Neigungen und Vorstellungen und denkt über die Ewigkeit nach. Dies erweckt in ihm den Wunsch nach ewigem Leben. Er möchte sich vor der Vernichtung retten. Sogar viele Kriege und Verbrechen  entstanden aus diesem Verlangen heraus. Die Religion ist das einzige, was die Gefühle des Menschen in ein Gleichgewicht bringt und lenkt. Victor Hugo ist der Ansicht: `Wenn der Mensch denkt, dass er zu nichts wird und diesem Leben das Nichts folgt, hat das Leben keinen Wert mehr für ihn. Was das Leben für den Menschen angenehm und erfreulich macht, ihn zur   Arbeit ermuntert  und seinen  Horizont  erweitert, ist das, was die Religion dem Menschen schenkt.`“

Schahid Motahari verweist auf die heutige Erkenntnis , dass die Moral  ohne die Religion keinen feste Grundlage hat . Er ist der Ansicht,   die hohen Werte  der menschlichen Gesellschaft wie Gerechtigkeit und Menschenliebe könnten ohne Religion praktisch  nicht verwirklicht werden. Dabei  führt er Alexis Carrel an, der gesagt hat  `Das Gehirn hat sich weiter entwickelt. Aber leider sind die Herzen noch schwach. Das Herz wird nur durch den Glauben gestärkt.`

Motahari fährt fort: „Der Islam lässt die natürlichen Gefühle im Menschen gedeihen und auch seine Lehren entsprechen der wahren Natur des Menschen.“ Er zitiert wie folgt den Historiker Will Durant: `Für alles gilt: Wenn es einmal gestorben ist, dann für immer, mit Ausnahme der Religion: Auch wenn sie hundert mal stirbt , so lebt sie wieder auf.“

Ostad Motahari  vergleicht  die Religion mit einer Sonne, die niemals untergeht. Er unterstreicht aber auch, dass die Religion  durch  Aberglauben und die Unterdrückung  rationaler Bedürfnisse des Menschen im Namen der Religion zum  Stillstand verurteilt ist.

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Koranverlesung:

Zu den besten Werken im Monat Ramadan, tagsüber und in der Nacht, gehört die Koranverlesung.  Das Lesen im Koran wird für das ganze Jahr  empfohlen und immer belohnt. Aber weil der Koran im Monat Ramadan geoffenbart wurde, ist die Koranlesung im Ramadan von besonderem Wert. Imam Baqir a.s. hat gesagt: Für alles gibt es einen Frühling und der Frühling des Korans ist Ramadan. Das Lesen im Koran und das Nachdenken über seinen Inhalt im Monat Ramadan sind wegen seiner ganzheitlichen Herabsendung in diesem Monat noch vorteilhafter als in den anderen Monaten. Der geehrte Prophet des Islams (s.a.a.s.) sagt darüber:

Wer in diesem Monat einen Vers aus dem Koran verliest, dessen Lohn ist so groß wie der für jemanden, der in der restlichen Zeit des Jahres den g a n z en Koran liest.
 

Bittgebete

Für den gesegneten Monat Ramadan werden zahlreiche, tiefsinnige Gebete überliefert. In den Gebeten steht uns  ein Meer von hohem göttlichem Wissen aus dem Munde des Propheten und der Reinen aus seinem Hause zur Verfügung. Wer spirituell weiterkommen will, der sollte zusätzlich zur Verlesung dieser Gebete auch auf ihren gemeinsamen hohen Sinn achten.

Einige Gebete für den Monat Ramadan sind kurz und für bestimmte Tageszeiten  bestimmt:  den Tag, die Nacht,  die Zeit vor dem ersten Morgengrauen (Sahar) und die Augenblicke des Fastenbrechens.

Es gibt  auch viele lange  Gebete, die für Ramadan  empfohlen wurden. Wir möchten einige davon kurz beschreiben.

Das Abu Hamzeh-Thumali-Gebet

Es ist ein mitreißendes Gebet mit hohem gnostischem und weisem Inhalt.  Dieses schöne Gebet entspringt dem himmlischen Herzen Imam Sadschads (a.s.), einem geehrten Nachkommen des Erhabenen Propheten (s.a.a.s.). Abu Hamzeh Thumali war einer der engen Vertrauten dieses Edlen. Da er dieses  Gebet von Imam Sadschad (a.s.) überliefert hat, wurde es   unter seinem Namen berühmt.

Das Abu Hamzeh-Thumali-Gebet fließt über von der Liebe zu Gott und spiegelt den Höhepunkt der Gott-Dienstbarkeit und Ergebenheit wieder. Im ersten Abschnitt erfolgen  Dank und Lobpreisungen Gottes und  es wird Seiner Einmaligkeit gedacht. Hier wird dem Betenden auch bewusst gemacht,  dass der Weg zu Gott  nahe ist und für alle offen steht.

Im zweiten Teil wird die Ehrfurcht und die Hoffnung des Gottesdieners gegenüber seinem großen gütigen Herrn beschrieben und im dritten Teil dieses Gebetes von  Imam Sadschad (a.s.)  sind die Bitten enthalten, die dieser Auserwählte hinsichtlich seiner Eltern, seiner Familie und Verwandtschaft und der Gläubigen und des Islams an Gott richtet.

An einer Stelle heißt es:

…O Gott! Vergib mir und meinem Vater und meiner Mutter, und schicke Erbarmen über sie, denn sie waren meine Erzieher und Lehrer als ich klein war. Belohne  ihnen ihre guten Werke an mir  und  gib ihnen dafür Gutes und vergib ihnen ihre Sünden. O Gott, schließ alle gläubigen Frauen und Männer, von den Lebenden bis zu den Verstorbenen, in Deine Vergebung ein…

Das Dschuschan-Kabir-Gebet

Dieses wertvolle Gebet enthält die Namen Gottes und es wird besonders für die Qadr-Nacht – die Nacht des Schicksals –  empfohlen:

Ein Ausschnitt :

 

Oh Jener, Dem sich alles unterwirft,
oh Jener, gegenüber Dem alles demütig ist,
oh Jener, für Den alles existiert,
oh Jener, durch Den alles existiert,
oh Jener, zu Dem alle Reue zeigen,
oh Jener, vor Dem sich alles fürchtet,
oh Jener, durch Den alles aufrecht ist,
oh Jener, zu Dem alles gelangt,
oh Jener, Den alles in Dankbarkeit lobpreist,
oh Jener, außer Dessen Antlitz alles untergeht…

 

In diesem Gebet wird  nach jeder Aufzählung der Eigenschaften Gottes andächtig wie folgt wiederholt:

 

Gepriesen bist Du, oh Du,  außer Dem es keinen Gott gibt.
Hilfe! Hilfe!
Befreie uns von dem Höllenfeuer, oh Herr.

 

Das Iftitah-Gebet – Das Bittgebet zur Öffnung der Herzen

Dieses Gebet  wird für alle Ramadan-Nächte empfohlen.  Es ist ein vertrauliches Gespräch zu Gott mit der Bitte um Vergebung und mit der Bitte um baldiges Erscheinen des Imam der Zeit (a.dsch)

Ein Ausschnitt:

… Oh Gott, Du hast mir erlaubt, Dich zu bitten und mein Anliegen bei Dir zu äußern, so erhöre, Du Allerhörer, meinen Wunsch und erfülle, Du Gnädiger, mein Bittgebet, und fang mich auf, Du Vergeber, bei meinem Stolpern, denn wie oft hast Du, oh mein Gott, von einer Not erlöst, Sorgen aufgehoben, Stolpern aufgefangen, Gnade verbreitet und eine Fessel aus Unheil aufgelöst….

Das Sahar-Gebet

Wie der Name schon besagt, ist dieses Gebet für die Sahar-Zeit. Das sind die Stunden kurz vor  dem ersten Morgengrauen. Diese Zeit ist erfüllt mit  Spiritualität; ganz besonders im Monat Ramadan.  Das Sahar-Gebet hat uns Imam Mohammad Baqir (a.s.), ein Edler aus der Nachkommenschaft  des Propheten, hinterlassen.

Dieses Gebet beginnt mit:

Oh Gott, ich bitte Dich bei jener Glorie Deiner Herrlichkeit, die am meisten strahlt,  obgleich jede Glorie  Deiner   Herrlichkeit  strahlt!

Oh Gott, ich bitte Dich bei allen Glorien Deiner Herrlichkeit!… 

Die täglichen Bittgebete

Für jeden Tag im Monat Ramadan hat der Erhabene Prophet Mohammad (s)  ein kurzes aber inhaltreiches Gebet empfohlen. Das Gebet für den ersten Fastentag lautet zum Beispiel:

O Allah, mach mein Fasten an diesem Tag, wie das Fasten jener, die aufrichtig fasten,  und mein Aufstehen zum Gebet, wie das jener, die aus Gehorsamkeit aufstehen. Erwecke mich aus dem Schlaf der Unachtsamen und verzeih mir meine Sünden. O Herr der Welten. Vergib mir! O Du Einziger, der die Sünden verzeiht!

(Mehrheit der Gebetstexte entnommen bei eslam.de)

Bewirtung der Fastenden mit Iftari

Zu den Dingen, die besonders empfohlen wurden, zählt die Bewirtung der Muslime, insbesondere der Bedürftigen unter ihnen, mit einer Speise zum Fastenbrechen (Iftari). Der Erhabene Prophet (s.a.a.s.) hat darüber gesagt:  „Einen gläubigen Fastenden mit einem Iftari zum  Fastenbrechen zu bewirten, führt zur Vergebung der bisherigen Sünden.“

Die Bewirtung zum Fastenbrechen ist so wichtig im Monat Ramadan, dass der Erhabene Prophet des Islams gemäß einer weiteren Überlieferung sagt:

Haltet das Feuer des göttlichen Zornes von euch fern, und sei es mit einem Iftar für einen Fastenden durch eine halbe Dattel oder ein wenig Wasser.

Spenden (Sadaqa)

Das Spenden im Monat Ramadan wird um ein vielfaches mehr als in den anderen Monaten belohnt. In einer Überlieferung steht, dass Gott 70 Arten des Unheils von jemandem fortnimmt, der im Monat Ramadan etwas spendet.

Segensgrüße für Mohammad (s) und die Edlen aus seinem Hause

Für den Monat Ramadan sind viele Lobpreisverlesungen für Gott empfohlen worden. Aber auch die Segensgrüße für den Propheten sind von hohem Wert und es wird empfohlen am Tag mindestens hundertmal das kurze Segnungs-Bittgebet für  den Propheten und die Reinen aus seiner Familie zu entsenden:

Allah, unser! Segne Muhammad und die Familie Muhammads“
[Alahhumma salli ala muhammad wa aali muhammad]
اللَّهُمَّ صَلِّ عَلَى مُحَمَّدٍ وَ عَلَى مُحَمَّدٍ 

Istighfaar (reuevolle Umkehr)

Die Fastenden im Monat Ramadan sollen Gott um Vergebung bitten und sich reuevoll von Sünden abkehren. Ihre Reue wird in diesem Monat sehr schnell von Gott angenommen. Imam Ali (a.s.) hat hierüber gesagt:

Ihr sollt im Monat Ramadan oft um Vergebung bitten und viele Bittgebete sprechen. Die Bittgebete wehren Unheil von euch ab, und die Bitte um Vergebung vernichtet die Sünden.

Itikaaf (innere Zurückgezogenheit)

Die Tage und Nächte des Monats Ramadan sind für die innere Zurückgezogenheit gedacht, das heißt die besinnliche Zurückgezogenheit von dem materiellen Alltag. Dafür ziehen sich Muslime entweder in eine Moschee zurück oder praktizieren die Zurückgezogenheit im eigenen Haus.  Das Itikaaf verhilft ihnen zu einer größeren Spiritualität.  Diese Form des Gott-Dienens wird besonders für die letzten 10 Tage des Monats Ramadan empfohlen. Mit großer Wahrscheinlichkeit fällt die Nacht der Bestimmung (Lailat-ul Qadr) auf einen dieser letzten zehn Tage.  Der geehrte Prophet des Islams (s) hat gesagt:

Die innere Zurückgezogenheit in einer Dekade des gesegneten Monats Ramadan wird so hoch belohnt wie zwei große Hadsch (Hadsch-ut tamattu`)und zwei kleine Hadsch (Hadsch umra).

Das Fasten hat zahlreiche Vorzüge für den Körper und den Geist. Es wirkt sich heilend und stärkend aus. Es reinigt den Menschen von hässlichen tierischen Eigenschaften und läutert seine Seele. Das Fasten befreit den Menschen aus dem Alltag und der Stagnation und ordnet die Gesellschaft.  Der gesundheitliche Nutzen des Fastens verdient Beachtung. In den islamischen Überlieferungen wird auf einige dieser Vorteile hingewiesen. Der Prophet des Islams hat empfohlen: „Fastet, damit ihr gesund bleibt.“ Die heutige Medizin bestätigt, dass Fasten für den Körper gut ist. In einigen Ländern, in denen kein religiöses Fasten üblich ist, raten  Ärzte  ihren Patienten bei einigen Krankheiten eine Fastenkur und empfehlen ihnen einige Stunden am Tag nichts zu sich zu nehmen.  Das Fasten ist generell eine Ruhepause für den ganzen Körper. Es ist auch wie ein kleiner Hausputz und eine Reinigung und Entgiftung der Körperorgane.  Der Organismus des Menschen braucht   nach 11 Monaten ständigen Arbeitens in der Tat auch mal  eine kleine Erholpause.

Der Verdauungsapparat, insbesondere der Magen  gehören zu den ständig tätigen Bestandteilen des Körpers. Da der Mensch normalerweise mindestens drei Mahlzeiten am Tag einnimmt, ist der Verdauungsapparat fast rund um die Uhr damit beschäftigt, die aufgenommene Nahrung zu verarbeiten und für die Aufnahme von Nahrungsstoffe und die Trennung von überflüssigen Stoffen zu sorgen. Das Fasten lässt diese wichtigen Organe ein wenig ausruhen und bewahrt sie vor der Überlastung. So  können diese Organe  neue Kraft gewinnen.  Außerdem werden beim Fasten die gespeicherten Körperfette, die sehr schädlich sind, abgebaut.  In den Überlieferungen  der Großen Vorbilder des Islams steht:

Der Magen des Menschen ist das Haus der Krankheiten. Er wird durch den Verzicht auf Nahrung geheilt.“

Die Medizinwissenschaft hat heute nachgewiesen, dass das Fasten die überflüssigen Körperfette abbaut und  Korpulenz reduziert, die Belastung auf die Wirbelsäule und die unteren Gliedmaßen verringert und Herz und Blutgefässe sowie den Verdauungsapparat ins Gleichgewicht bringt. Ebenso wird das Immunsystem des Körpers gestärkt und geordnet  und in Bereitschaft versetzt.

Medizinische Untersuchungen zeigen, dass durch das Fasten vom Körper in viel höherem Ausmaße als sonst ein Stoff produziert wird, der eine wichtige Rolle bei der Verhütung von Bakterien- und Viruserkrankungen besitzt und sogar Krebszellen vernichtet.  Im Normalfall befinden sich  viele  Viren und Bakterien  im Körper versteckt und sind nur wenig aktiv, um dann bei  Schwächung des menschlichen Körpers hochaktiv zu werden. Während des Fastens nimmt der Stoff,  der diese Kleinstlebewesen vernichtet, zu und beginnt sie zu beseitigen.

In Wahrheit führt das Fasten also zur Reinigung des gesamten Körpers und macht den Menschen gegenüber vielen Gefahren für die Gesundheit widerstandsfähig-

Das Fasten hat auch eine positive Wirkung auf Geist und Seele des Menschen.  Die Einschränkungen, die der Fastende hinsichtlich der Nahrung akzeptiert, wirken sich sehr positiv auf seine geistigen und seelischen Kräfte aus. Dies gibt dem Menschen das Selbstvertrauen, gegenüber vielen Gefahren für Geist und Körper und unerwiderten Bedürfnissen standhaft zu bleiben. So entwickelt er eine stabile willensstarke Persönlichkeit und wird stark genug, um geistige und soziale Belastungen zu ertragen und sich falscher Verhaltensweisen zu enthalten.

Der gesegnete Monat Ramadan ist der beste Monat Gottes, Es ist der Monat der Herabsendung des Korans und der Heiligste Monat im Jahr. In diesem Monat stehen die Tore des Himmels und zum Paradiese weit offen und die Tore zur Hölle werden geschlossen. Einer der Nächte des Ramadan (in der Nacht der Bestimmung – Qadr) – ist laut Koran mehr wert als tausend Monate es sind. Und so wiegt das Gott-Dienen  in dieser Nacht   mehr als das Gott-Dienen in tausend Monaten. Der Prophet Gottes hat in seiner Ansprache im Vormonat Schaaban über die Größe des Monats Ramadan gesagt:

Ihr Diener Gottes!  Der Monat Gottes hat sich euch mit Segen und Barmherzigkeit und Vergebung zugewandt. Es ist der Monat, der für Gott der beste ist. Die Tage in diesem Monat sind die besten, seine Nächte sind die besten und seine Stunden sind die besten. Ihr seid zu dem Gästeempfang Gottes eingeladen und ihr seid nun in der Schar der Edelmütigen aufgenommen.  In diesem Monat ist euer Atem Gottespreisung und euer Schlafen  ist Gott-Dienen. Eure Werke werden angenommen und eure Gebete werden erhört. So betet mit der richtigen Absicht und mit gereinigtem Herzen zu eurem Herren und Schöpfer, damit Er euch den Erfolg beschert, zu fasten und den Koran zu verlesen. Schlimm ist es also um den bestellt, der auf die Vergebung Gottes in diesem gewaltigen Monat verzichten muss. Beim Durst und Hunger in diesem Monat denkt an den Durst und Hunger am Jüngsten Tag.“

Dann legte der Erhabene Prophet (s.a.a.s.) die Pflichten der Fastenden dar und sprach über den Segen und den göttlichen Lohn in diesem Monat  bei Spenden an die Armen,  Achtung der betagten Menschen,  Barmherzigkeit zu Kindern und Jüngeren,  Pflege der Verwandtschaftsbeziehungen,  Reinhaltung  der Zunge, des Auges und der Ohren von Verbotenem,  Freundlichkeit zu den Waisenkindern,   Beten und  langem Verharren in der  Niederwerfung vor Gott, beim Ritualgebet, der reuevollen Umkehr, den Segenswünsche für ihn und sein Haus, der Verlesung des Korans und der Bewirtung  der anderen.

Als der Prophet Gottes (s.a.a.s.) den Neumond zu Beginn des gesegneten Ramadan erblickte, hob er beide Hände zum Himmel empor  und bat Gott um Gesundheit für diesen Monat und um ein ausreichendes tägliches Brot, um Befreiung von Schmerzen und Ungemach,   und fuhr fort: „Oh Herr mach das Fasten für dich,  deine Anbetung und die Koranlesung in diesem Monat zu unserem täglichen Unterhalt.“

Hintergründe des Massakers von Norwegen – 

Das schreckliche Massaker von Oslo und Utoya, begangen durch den 32-jährigen Norweger Anders Behring Breivik, löste die üblichen Reflexe aus. Kurz nachdem die Bombe im Regierungsviertel explodiert war, geisterte al-Qaeda bereits als Schuldiger durch die Medienlandschaft, obwohl Norwegens Behörden bis dahin keinerlei Aussagen zur Urheberschaft gemacht hatten. Wenn es kracht, fällt der Verdacht sofort auf Islamisten. Und das, obwohl Europol von 249 im Jahr 2010 gezählten terroristischen Aktionen nur drei Islamisten zurechnet. Im Jahr 2009 war es nur einer von insgesamt 294, 2008 ebenfalls einer von 515, und 2007 vier von 583 gezählten Anschlägen bzw. Anschlagsversuchen, die auf das Konto von Islamisten gingen. Dennoch fungieren sie stets als die „üblichen Verdächtigen“. (1)

Auch deutsche Politiker stellten ihre Reflexe unter Beweis. Regierungsvertreter nutzten die Gunst der Stunde und bekundeten die vermeintliche Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung, während die SPD eine schärfere Kontrolle des Internets verlangte. Eine günstige Gelegenheit auch, noch einmal ein Verbot der NPD zu fordern, wie es Sarah Wagenknecht von der Linkspartei tat.

Ein solches Verbot würde Breivik aber gar nicht berühren. Denn er ist entgegen der weitläufigen Darstellung der Medien weder ein Neonazi noch ein Rechtsradikaler im herkömmlichen Sinne. Auf seiner Facebook-Seite hatte er neben Winston Churchill Norwegens bekanntesten antifaschistischen Widerstandskämpfer Max Manus als Vorbild genannt. In seinem kurz vor der Tat veröffentlichten 1.500-seitigen „Kreuzritter-Manifest“ schrieb er darüber, „tief beleidigt“ zu sein, wenn man ihn als Nazi bezeichne.

Breiviks Tat war wahnsinnig, seine Ansichten waren es zum größten Teil jedoch nicht – oder wenn überhaupt, müsste man sie als den mittlerweile „ganz normalen Wahnsinn“ bezeichnen. Mit seinem Weltbild lassen sich in den USA Wahlen gewinnen, wie Kandidaten der Tea-Party-Bewegung bewiesen haben. Breiviks Ideologie lässt sich am ehesten unter dem Begriff „neokonservativ“ fassen: Pro-amerikanisch, pro-israelisch, wirtschaftsliberal und christlich-konservativ. Auch sein Nationalismus steht nicht im Widerspruch zur „europäischen Idee“. Im Gegenteil.

Europa insgesamt müsse verteidigt werden – gegen den Islam und seine verräterischen Helfershelfer. Breiviks Gedanken entsprechen der Schematik, wie sie Samuel L. Huntington in seinem berühmt-berüchtigten Werk „Kampf der Kulturen“ entworfen hat. Auf der einen Seite die christlich-jüdisch geprägte Zivilisation, die sich gegen die rückständige, vormoderne islamische Barbarei behaupten müsse. Für Breivik ein Zweifronten-Krieg: Nicht nur am Hindukusch, oder wo immer „unsere Sicherheit“ gerade „verteidigt“ werden muss, sondern auch daheim. Breivik sieht sich als avantgardistischer Soldat in der Schlacht an der Heimatfront. Dass er nicht die Besucher einer Moschee sondern eines Jugendcamp der sozialdemokratischen Regierungspartei massakrierte, ist da kein Widerspruch. Denn es gebe eine Verschwörung zwischen europäischen Regierungen und muslimischen Mächten, Europa zu islamisieren – von den anti-islamischen Verschwörungsparanoikern auch mit dem Schlagwort „Eurabien“ bedacht.

Ein Stichwortgeber der Paranoia ist der weit über Norwegens Grenzen hinaus bekannte, aber anonyme Blogger „Fjordman“, der mit Abstand am häufigsten von Breivik zitiert wird. Fjordmans zahlreiche Artikel werden auch ins deutsche übersetzt und erfreuen sich in der islamophoben Szene hierzulande großer Beliebtheit.

Deutschlands Querfront

Als besonders eifrige Vorkämpfer der neokonservativen Sache haben sich in Deutschland ausgerechnet (ehemalige) Linke erwiesen. In Zeitschriften wie Konkret wurden bereits vor 20 Jahren die ersten Grundsteine für diese Ideologie gelegt. Unter dem Label „Antideutsche“ sammelten sich Linke, oder die sich dafür hielten, und bliesen zum Großangriff auf all das, was allgemein bis dahin als links galt und von ihnen nun als rechts ausgemacht wurde: die Gegnerschaft zu Kriegen wird als „Appeasement“ gegenüber dem „Islamfaschismus“ denunziert; Antiimperialismus sei die Einteilung der Welt in gute und böse Völker und stehe somit der Nazi-Ideologie nah; Antikapitalismus gilt als des „strukturellen Antisemitismus“ verdächtig. Und hinter Kritik an der Politik Israels und dessen wichtigstem Verbündeten, den USA, verkappe sich die Tradition eines „eliminatorischen Antisemitismus“.

In der Folgezeit machten die „linken“ „Antideutschen“ Karriere im (neo-)konservativen Mainstream. Konkret-Schreiber wie Thomas von der Osten-Sacken kamen bei der Springer-Presse unter, ehemalige Mitglieder des Kommunistischen Bundes wie Mathias Küntzel fanden sich in transatlantischen Think Tanks wieder.

Eine politische Querfont hat sich – von links über liberal bis hin zu konservativ und christlich-fundamentalistisch – anhand eines gemeinsamen Feindbilds und aufgrund einer gemeinsamen Verschwörungsideologie gebildet, der zufolge „der Islam“ die Weltherrschaft anstrebe.

Breiviks ideologisches Kulturkampf-Gebräu gibt es an vielen Theken zu kaufen: kräftig gewürzt an der des rechtsaußen Hetzblogs PI-News (Politically Incorrect), ein wenig fader an der Hausbar der konservativen Springer-Presse – es sei denn, Henryk M. Broder sondert in der Welt eine seiner Hasstiraden ab – und mit ein wenig Antifa-Süßstoff gestreckt am Tresen zur Linken, etwa bei der Zeitung Jungle World oder den Israel-Hurra-Patrioten von BAK Shalom in der Linkspartei.

Die rhetorische Gewaltbereitschaft dieses Spektrums ist enorm. Kein Krieg der „westlichen Wertegemeinschaft“, zu dem nicht getrommelt wird. Dabei ist die Kriegsgeilheit schon so groß geworden, dass es der Trommelei keinen Abbruch tut, selbst wenn der nach Weltherrschaft trachtende große Feind – al-Qaeda – in den eigenen Reihen kämpft, wie gegenwärtig in Libyen.

Der tödliche Angriff israelischer Soldaten auf die Gaza-Friedensflotte im vergangenen Jahr lieferte einen Vorgeschmack auf das Hasspotential dieser anti-muslimischen Querfront. Ob bei den rechten PI-News oder dem linken Portal Indymedia, viele der Nutzer stellten mehr als nur „klammheimliche Freude“ am Tod der Aktivisten zur Schau. Nicht wenige hätten es am liebsten gesehen, wenn alle „Antisemiten“ der Flotte im Meer versenkt worden wären.

Biedermänner und Brandstifter?

Natürlich wäre es falsch, bekannte „Islamkritiker“ wie Henryk M. Broder, Udo Ulfkotte oder Thilo Sarrazin für die Taten Breiviks verantwortlich zu machen und hier eine Kausalität herstellen zu wollen. Oder, wie es Sarah Wagenknecht getan hat, allgemein den „Rechtspopulismus“ mit in Haft zu nehmen. Alleine, weil es sich dabei eher um einen politischen Kampfbegriff handelt, als um einen analytischen.

Doch wer würde den Zusammenhang zwischen dem Attentat auf Rudi Dutschke und der zuvor gegen ihn in Springers Bild Zeitung betriebenen Hetzkampagne bestreiten? Darum ist der Gedanke an Biedermann und die Brandstifter auch im Zusammenhang mit dem Oslo-Massaker nicht unangebracht. Ebenso wie die „Asyldebatte“ Anfang der 1990er Jahre von brennenden Flüchtlingsheimen begleitet war, ging auch die von Sarrazin ausgelöste „Integrationsdebatte“ der jüngeren Vergangenheit mit Angriffen auf Moscheen einher. Wer ständig Wasser auf die Mühlen eines ohnehin schon latent gewaltbereiten, von Intoleranz, Hass und Verfolgungswahn geprägten Milieus gießt, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn die Mühlen zu mahlen beginnen.

„Ein Abgrund trennt natürlich das ideologische Delirium vom kriminellen Wahnsinn; Tatsache bleibt jedoch, dass sich der kriminelle Wahnsinn auch vom ideologischen Delirium nährt“, brachte es der italienische Publizist Domenico Losurdo auf den Punkt. (2)

Henryk Broder vermag selbst die Tatsache nicht die gute Laune zu vermiesen, dass sich der Massenmörder Breivik auch auf ihn positiv bezieht. Broder wird nicht nur mehrfach zitiert, in Anlehnung an dessen Buch Hurrah, wir kapitulieren nennt Breivik einen Abschnitt seines Manifests „Hurrah! We Capitulate!“.

Sorgen bereitete Broder das allerdings nicht: „Das einzige, worüber ich mir Sorgen mache, ist, woher ich Ersatzteile für meinen Morris Traveller aus dem Jahre 1971 bekomme. Sogar in England werden die Teile knapp,“ sagte er gegenüber dem Tagesspiegel. (3)

Konnte sich Broder in seiner ersten öffentlichen Reaktion zu keinerlei Empathie-Bekundungen für die Opfer hinreißen lassen, weil diese nicht von Islamisten niedergemetzelt worden waren?

Gegen andere Vertreter der anti-muslimischen Querfront erscheint jedoch selbst Broders Haltung noch als vorbildliches Beispiel des Mitgefühls. Noch bevor die getöteten Körper erkaltet waren, erhob die islamophobe Bloggerspähre Vorwürfe an die Opfer. Denn Teilnehmer des Jugendcamps auf Utoya hatten zum Boykott Israels aufgerufen, mit Palästina-Fahnen gewedelt und sich, ebenso wie die Mutterpartei, für die Anerkennung eines palästinensischen Staates ausgesprochen. Utoya sei ein Lager linker Indoktrination, die Teilnehmer in gewisser Weise Terroristen, mindestens aber Antisemiten. Glenn Beck, neokonservative Gallisionsfigur der Tea-Party-Bewegung, verglich die Ermordeten sogar mit der Hitler-Jugend. (4)

Dass Breivik seine Schüsse auf die „zukünftige kulturmarxistische und multikulturelle Elite Norwegens“ abgegeben hat, trifft bei den Machern der deutschen Fjordman-Webseite auf Verständnis: „Das ergibt schon in gewisser Weise Sinn, vorausgesetzt man begreift den Konflikt zwischen Kulturmarxisten und Völkern als einen Vernichtungskrieg gegen letztere. Zwar ist kein Jugendlicher reif genug, um die Prämissen der Leute, die sein Zeltlager organisiert haben, vollständig zu begreifen, doch genau dafür haben Jugendliche Eltern. Und auch die Eltern, die ihren Nachwuchs solchen Wölfen im Schafspelz anvertrauten, müssen begreifen, dass ihre Kinder dort zu Werkzeugen im Kampf gegen das eigene Volk und dessen Recht, nach seiner Art zu leben, abgerichtet werden sollten. Naivität kann man entschuldbar finden, in einem Krieg ist sie aber hochgefährlich und hat einen hohen Preis, der in Blut entrichtet wird.“ (5)

Der von dem „Antideutschen“ Osten-Sacken gegründete Verein WADI .e.V. verfolgte eine andere Variante, mittels derer der eigene Beitrag zur Entstehung eines gesellschaftlichen Hass-Klimas relativiert werden soll. Auf der Vereinswebseite wurde Breivik allen Ernstes zu einem Antiimperialisten und Anhänger der islamischen Umma erklärt. Irgendwie müssen die Muslime doch Schuld haben an dessen Tat, schließlich sei das „Morbide, Absurde und Unvernünftige” ein „unverwechselbares und sozusagen fälschungssicheres Erkennungszeichen“ der Muslime. (6)

„Islamkritiker“ beklagen – trotz aller Distanzierungen von Breiviks Taten – weniger die Opfer, als vielmehr sich selbst, da Breivik ihrer Sache einen Bärendienst erwiesen habe. Überhaupt, so ein gängiges Argument, seien nicht sie für die Terror-Tat mitverantwortlich, sondern eben jene, die Breivik politisch ins Visier nahm. Denn die „Multikulti“-Fraktion habe erst durch die betriebene Masseneinwanderung die islamische Bedrohung auf die Tagesordnung gesetzt, gegen die sich schließlich gewehrt werden müsse.

Ein deutscher Waffenappell

So sieht es auch der deutsche Michael Mannheimer, der sich selbst als „Islamwissenschaftler“ bezeichnet. Mit einem gewissen Stolz verkündete er, den Terrorakt als „Folge der sozialdemokratisch gelenkten islamischen Kolonisierung Norwegens“ bereits 2009 „prophezeit“ zu haben. (7)

Im April 2011 verfasste Mannheimer einen „Aufruf zum allgemeinen Widerstand“. Darin beruft er sich auf das im Artikel 20 des Grundgesetzes gegebene Widerstandsrecht, welches „schonungslos“ anzuwenden sei. Wenn „sonstige Maßnahmen“ nicht fruchten, sei „bewaffnet und unter Bedingungen eines Bürgerkriegs“ zu kämpfen. „Erhebt euch von euren Sofas! (…) Greift zu den Waffen, wenn es keine anderen Mittel gibt!“. (8)

Denn schließlich, so Mannheimer, strebe „der Islam“ nach Weltherrschaft, die er durch einen „ewigen Krieg“ gegen die Ungläubigen bis zur deren „völligen Vernichtung“ erreichen will. „Dieser islamische Dschihad ist der längste, blutigste und opferreichste imperiale Feldzug der Menschheitsgeschichte und hat mehr Tote gefordert als christliche Glaubenskriege, Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus zusammengenommen.“ (9)

Mannheimer betont die Dringlichkeit seines Waffenappells: „Wenn in Deutschland nicht sofort gehandelt wird, werden wir in wenigen Jahren aus demografischen Gründen dazu nicht mehr in der Lage sein.“ Im Klartext: Muslime raus. In Breiviks Manifest ist die Rede von „demographischer Kriegsführung“ seitens der Muslime, deren vollständige Deportation aus Europa sein erklärtes Endziel ist. Zunächst müsse sich der Kampf aber gegen das „kulturmarxistische“ Establishment richten. In einer späteren Phase sollen Muslime durch direkte Angriffe „radikalisiert und manipuliert“ werden. Besonders durch Anschläge auf religiöse Zeremonien sollen sie so gereizt werden, dass sie wütend zurückschlagen. Das, so erhofft sich Breivik, treibe die Nicht-Muslime in die Reihen der Islamhasser: „Muslime sind unser absolut bestes Rekrutierungswerkzeug“. (10)

Belgische Rechtsextremisten versuchten vor fünf Jahren auf eine ähnliche Art, den Bürgerkrieg zu entfachen. Die Gruppe Bloed-Bodem-Eer-Trouw (Blut-Land-Ehre-Ruhm), der auch Angehörige der belgischen Streitkräfte angehörten, wollte den Führer der „rechtspopulistischen“, anti-islamischen Partei Vlaams Belang ermorden. Das Attentat sollte Muslimen in die Schuhe geschoben werden. Daraufhin sollte ein hochrangiger muslimischer Vertreter getötet werden. So erhoffte man sich eine sich gegenseitig aufschaukelnde Eskalation der Gewalt auszulösen, die den Ruf nach einem starken Staat laut werden lässt, der gegen die Muslime vorgeht. Der Plan scheiterte im letzten Moment, nachdem die Polizei 5 Kasernen der Armee und 18 Privatwohnungen durchsuchte und anschließend 17 Verdächtige festnahm. (11)

Wer Mannheimers Aufruf zum Widerstand folgen will, aber nicht weiß, auf wen er seine Waffe richten soll, dem kann Mannheimer weiterhelfen. In einem Artikel für PI-News hat er eine Liste hauptsächlich deutscher Politiker und Publizisten zusammengestellt, die er als „Helfershelfer des Islam“ identifiziert hat.

Sie seien „selbst schuldig geworden“ an den „durch den Islam verübten weltweiten Terrorakten“. (12) Solche Leute hält er für „Kollaborateure“, in Breiviks Manifest werden sie dagegen als „Verräter der Kategorie A“ geführt, welche es vor allem zu eliminieren gelte.

Nebenbei behauptet Mannheimer ernsthaft, dass 99,9 Prozent aller weltweit verübten Terrorakte auf das Konto von Muslimen gingen – und sinniert gleichzeitig über „falsche Statistiken“ und „Volksverdummung“. (13)

In dem Artikel „Warum Islamkritiker keine Schuld an dem Massaker in Oslo haben“, schreibt er, der Terrorakt könne als „Tat eine Verzweifelten“ betrachtet werden, der sich „gegen die Besetzung seines Landes durch den Islam“ gewehrt hat – und verschafft dem Wahnsinn damit indirekt Legitimität.

„Hauptverantwortung für die weltweite Islamisierung“ trüge „ohne Ausnahme“ das „überwiegend linke, im besten Fall jedoch gutmenschliche politische Establishment“. (14) Breiviks Opfer dürften genau in die „gutmenschliche“ Zielgruppe fallen. Selbst schuld also.

Doch wer denkt, jemand wie Mannheimer würde vor Gericht zitiert oder bekäme einen Platz im Verfassungsschutzbericht reserviert, der irrt. In seiner Eigenschaft als „Islamkenner“ wird er zu Vorträgen an Universitäten geladen oder darf bei Burschenschafts-Tagungen referieren. Auch noch nach der Veröffentlichung seines Aufrufs zu den Waffen. (15) Selbst auf der sich dem Kampf gegen Antisemitismus verschriebenen haGalil-Webseite durfte er sich mit einem Artikel verewigen. (16) Ganz normaler Wahnsinn.

9/11: Ein rotes Tuch für Islamhasser

Dass sich dieses ideologische Gift-Gebräu auch in den des Extremismus unverdächtigen – und besonders in den wohlbetucht- „bildungsnahen“ – Kreisen der Gesellschaft großer Beliebtheit erfreut und sich das einfach gestrickte Gut-Böse-Weltbild der Neokonservativen breit entfalten konnte, liegt nicht zuletzt an den großen Terror-Anschlägen, für die Muslime verantwortlich gemacht werden. Allen voran natürlich der 11. September 2001. Auf einmal fühlte sich die islamische Bedrohung ganz real an. Sie war nicht länger Ausgeburt vermeintlich paranoider Hirne. 9/11 katapultierte die neokonservative Weltsicht auf die Haupttribüne des politischen Diskurses, in dessen Verlauf sich die anti-islamische Querfront formierte. Kein Wunder also, wenn Breivik auch als ein „Kind des 11. September“ bezeichnet wird. (17)

Sollte sich die offizielle 9/11-Legende aber tatsächlich als eine große Lüge herausstellen, dann ist das neokonservative Projekt gefährdet. Kein Zufall also, dass diese Querfront so vehement jede Aufklärung der offenen Fragen und Widersprüche des 11. September unterdrücken will. Es wäre nicht auszudenken, wenn 9/11, oder auch andere Anschläge, „selbst gemacht“ und nicht das Werk einer von Muslimen betriebenen Verschwörung zur Erlangung der Weltherrschaft wären. Äußerst gereizt wird deshalb aus den Reihen der Islamhasser auf jeden 9/11-kritischen Beitrag reagiert. Wenn 9/11-Skeptiker im September 2011 in Leipzig zu einer Konferenz laden, dann mobilisiert der „israelsolidarische“ BAK Shalom der Linkspartei zu Gegenaktionen. Kein Auftritt der Hip-Hop-Band „Die Bandbreite“, die durch ihr Lied „Selbst gemacht“ bekannt wurde, vergeht, ohne dass auf dem linken Portal Indymedia zum Auftrittsverbot aufgerufen oder direkt mit Gewalt gedroht wird. Und wenn ein 9/11-kritisches Buch in der ARD zur Abwechslung einmal sachlich besprochen wird, dann schäumt Henryk M. Broder in der konservativen Welt. Zwischen den Schaum dringen Wortfetzen wie „Antisemit“, „Goebbels“, „Holocaust-Leugnung“ und ähnliches. (18) Durch die Gleichsetzung der 9/11-Skeptiker mit Holocaust-Leugnern pflügt Broder, der sich selbst als den großen Verfechter der Meinungsfreiheit wähnt, argumentativ den Acker, auf dem später die Strafverfolgung gegen „9/11-Ungläubige“ gedeihen könnte.

Die Aufklärung der Lügen im Zusammenhang mit dem 11. September oder der geheimdienstlichen Steuerung und Manipulation islamistischen Terrors ist angesichts der Tatsache, dass sich Breiviks Terrorakt ideologisch auch aus dem seit dem 11. September um sich greifenden Islamhass nährte, um so dringlicher.

Da kaum ein Innehalten und Überdenken bei denjenigen festzustellen ist, die Breivik geistige Munition lieferten, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sich der nächste „Kreuzritter“ zu höheren Taten berufen fühlt.


Anmerkungen

(1) https://www.europol.europa.eu/latest_publications/2

(2) http://www.jungewelt.de/2011/07-28/060.php

(3) http://www.tagesspiegel.de/kultur/wohin-mit-dem-hass/4435402.html

(4) http://www.washingtonpost.com/blogs/blogpost/post/glenn-beck-norway-camp-sounds-a-little-like-the-hitler-youth/2011/07/26/gIQArUGoaI_blog.html

(5) http://fjordman.wordpress.com/2011/07/26/uberlegungen-zur-tat-von-utoya/

(6) http://www.wadinet.de/blog/?p=6433

(7) http://michael-mannheimer.info/2011/07/23/michael-mannheimer-prophezeite-bereits-2009-einen-moglichen-anschlag-in-norwegen/

(8) http://michael-mannheimer.info/2011/04/09/mein-aufruf-zum-widerstand-gegen-das-politische-establishment-gemas-art-20-abs-4-gg/

(9) ebd.

(10) Breiviks Manifest, „2083 – A European Declaration of Independence“, Seite 1256

(11) http://web.archive.org/web/20070305235541/http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10784452/492531/

(12) http://www.pi-news.net/2010/01/essay-ehrenmorde-und-islam/

(13) http://initiative1683.com/2011/05/27/gottinger-gesprache-teil-1-michael-mannheimer-und-nassim-ben-iman-zum-thema-islamwissenschafter/

(14) http://europenews.dk/de/node/45632

(15) Siehe: http://europenews.dk/de/node/43954
http://www.fraktion-pro-nrw-gelsenkirchen.de/ge_mai11.html

(16) http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:8hFX91xszaoJ:www.hagalil.com/archiv/2007/08/christenverfolgung.htm+Michael+Mannheimer+Hagalil&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de

(17) http://www.heise.de/tp/artikel/35/35186/1.html

(18) http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13503300/Mit-dem-Ersten-bombt-man-besser.html
Quelle

In vielen muslimischen Ländern werden die Frauen unterdrückt und ihnen sind viele Rechte verwehrt. Die Unterdrückung der Frau widerspricht den Lehren des Islams und basiert in keiner Weise auf den Lehren des heiligen Propheten. Die Erniedrigung und Entehrung der Frauen entsteht durch die Ignorierung der Gesetze Allahs. Nehmen wir als Beispiel Afghanistan. Die Taliban unterdrückten sowohl die Menschen als auch die Religion. Die Frauen wurden als minderwertig eingestuft. Sie durften nicht mal das Haus verlassen und sich Bildung aneignen. Die Irrlehren der Taliban haben nichts mit dem Islam zu tun. Sie erinnern uns viel eher an die vorislamische Zeit. Damals begruben die unwissenden Araber ihre Töchter bei lebendigem Leib, weil sie sich für sie schämten. Die Männer verkauften, vermieteten und verschenkten ihre Frauen, nach Lust und Laune. Vor einigen Jahrhunderten betrachtete man in Europa die Frau ebenfalls als minderwertig. Die Frauen wurden mit Ausnahme von Maria (die Mutter des Propheten Isa) als halbmenschliche Wesen betrachtet, ohne eine ewige Seele. Sie besaßen kein Wahlrecht und lebten wie Haustiere.

 

Der heilige Prophet des Islams verkündete den Frauen ihre Rechte und verurteilte die Ungleichheit zwischen Mann und Frau. Der Prophet sagte:

– „Die besten Männer von Euch sind jene, die sich ihren Frauen und Töchtern gegenüber am besten verhalten.“

– „Die Welt ist nur ein Übergang zum Ewigen Leben, und die beste Voraussetzung dazu ist eine gütige Frau.“

– „Die Erde wird ihr Gesicht tragen, der Himmel wird einen Schatten auf sie werfen, und Gott wird ihr Unterhalt geben. Sie ist wie eine Blüte, der Segen Gottes wird mit jedem sein, der eine Tochter hat.“

Imam Jafar as-Sadiq hat gesagt: „Eine Tochter ist eine Wohltat, ein Sohn ist eine Gabe! Eine Wohltat findet Belohnung, eine Gabe ist rechenschaftspflichtig!“

Imam Jafar as-Sadiq sagte in einer anderen Überlieferung: „Und dem Mann obliegt Ähnliches wie diese Last und Qual, wenn er sie (immer wieder) kränkt. (Das Gebet und die guten Taten eines Mannes, der seine Frau kränkt, wird vor Gott keine Anerkennung finden! Er wird zu den ersten gehören, die dem Feuer der Hölle anheim fallen.)“

Imam Musa Kazim berichtet, dass der Prophet gesagt hat: „Je größer der Glauben eines Mannes wird, desto gütiger ist er zu seiner Frau.“

Imam Khomeini (ra) sagte in einer Ansprache zu diesem Thema: „Die Frau muss die gleichen Rechte haben wie der Mann. Der Islam betont die Gleichheit zwischen Mann und Frau. Er gibt beiden das Recht, über die Geschicke zu entscheiden und von sämtlichen Freiheiten Gebrauch machen zu können. Der Islam versah die Frauen mit Macht, er hat sie den Männern gleichgestellt, so dass diese gleichberechtigt sind wie diese. Allerdings betrifft eine Reihe von Anordnungen speziell die Frau, da sie für diese günstig sind und nicht etwa, weil der Islam zwischen Frau und Mann einen diskriminierenden Unterschied setzt. Hinsichtlich der menschlichen Rechte gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau, denn beide sind Menschen. Und die Frau hat, ebenso wie der Mann, das Recht, Einfluss auf ihr Geschick nehmen zu können.“

Imam Khomeini (ra) äußerte sich zur Stellung der Frau, während der Shah Zeit folgendermaßen: „Wir möchten, dass die Frauen den höchsten Status der Menschlichkeit erreichen. Sie müssen ihr eigenes Geschick selbst bestimmen können! In der (vergangenen) Epoche der Unterdrückung und des Jochs trachtete man danach, unsere kampfesmutigen Frauen umzuformen. Gott ließ dieses jedoch nicht zu.

Sie wollten damals unsere Frauen wie ‘Leckerbissen‘, wie Ware handhaben, jedoch der Islam gab den Frauen wie den Männern das Recht auf Einflussnahme in allen Bereichen, ebenso wie die Männer in allen Angelegenheiten Einfluss nehmen. Allein durch die Hand des Mannes wird der Iran nicht aufgebaut werden können, Männer und Frauen müssen gemeinsam diese Verwüstung beheben und das Land in ein blühendes verwandeln!“

Der heilige Quran erklärt die Stellung der Frau folgendermaßen:

„Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allahs häufig gedenken, und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken – Allah hat ihnen (allen) Vergebung und großen Lohn bereitet (Sura 33 Vers 35).“

„Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verloren gehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen (Sura 3 Vers 195).“

„Die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Freund. Sie gebieten das Gute und verwehren das Schlechte, verrichten das Gebet und entrichten die Zakat und gehorchen Gott und seinem Gesandten. Sie sind es, deren Gott sich erbarmen wird. Wahrlich, Gott ist allmächtig und allweise (Sura 9, Vers 71).“

In der Vergangenheit war der Iran von weitreichenden politischen Umstürzen geprägt, die das Leben der Menschen ständig in eine neue Richtung gelenkt haben. Dies forderte gerade von den Frauen des Irans eine besondere Anpassungsfähigkeit ………………. WEITERLESEN!

Die Geschehnisse um die Erschaffung des ersten Menschen, Adam, schildert der Quran wie folgt: Der Mensch erreichte im Laufe stofflicher und physiologischer Veränderungen ein Stadium, in dem er durch Einhauchung der göttlichen Seele zu einem neuen, besonderen Wesen geschaffen wurde. Beim Durchschreiten des allgemeinen Werdeganges der Natur wurde ihm so die himmlische Gunst einer gottgewollten sprunghaften Weiterentwicklung zuteil, ward er zum höheren Wesen und selbst die Engel hatten den Auftrag, sich vor ihm zu verbeugen, ähnlich den nichtstofflichen Kräften der Welt, die ihm gleichwohl zum Untertan wurden.

„Dann formte Er ihn und hauchte ihm von Seinem Geist ein. Und Er hat euch Gehör und Augenlicht und Herzen gegeben. Doch euer Dank ist recht gering.“ 32:9

„Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen und sie mit guten Dingen versorgt und sie ausgezeichnet – eine Auszeichnung vor jenen vielen, die Wir erschaffen haben.“ 17:70

„Und wenn Ich ihn gebildet und Meinen Geist in ihn eingehaucht habe, dann fallt vor ihm nieder.“ Da warfen sich alle Engel nieder bis auf Iblis. Er wandte sich hochmütig ab und war ungläubig. 38:72-74

Der verbotene Baum im Paradies ist kein „Baum des Wissens“, an dessen Früchte niemand gelangen darf, sondern stellt einerseits ein Mittel dar zur Verdeutlichung der zu zügelnden menschlichen Besitzgier und seines schier endlosen Wunschbegehrens und andererseits ein Grund zur Erprobung der Willenskraft und Fähigkeit des Menschen, verzichten zu können. Was zudem seine Sünden anbetrifft, so sind auch sie Zeichen der ihm mitgegebenen Entscheidungsfreiheit.

Die Erlangung von Weisheit bleibt dem Menschen nicht nur nicht untersagt, sondern er ist zu der Gunsterweisung auserlesen, dass Gott ihn das lehrt, was er nicht weiß und die von ihm erworbenen Kenntnisse gehören zu den Dingen, welche ihm gegenüber den Engeln den Vorzug verleihen und letzteren verwehrt bleiben.

„Lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“ 95:5

Und als dein Herr zu den Engeln sprach: „Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen“, sagten sie: „Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir doch Dein Lob preisen und Deine Herrlichkeit rühmen?“ Er sagte: „Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht wißet.“ 2:30

Sogar jene Ausweisung aus dem Paradies ist die einleitende Maßnahme zu einer Art Selbstversorgung und günstigen Gelegenheit zur Entfaltung der Begabungen und Fähigkeiten und schöpferischen Aktivität des Menschen. Sie stellt den Übergang von der vorgefertigten Existenz zur Erziehung des eigenen Ichs dar. Der „Niederfall“ erfolgt zwar aufgrund von Sünden, führt jedoch nicht zur ewigen Verbannung und Verabschiedung, sondern wird bei Bewusstwerdung und echter Reue erbarmungsvoll verziehen.

„Er sprach: „“Hinab mit euch; die einen von euch seien der anderen Feinde. Und es sei euch auf der Erde (nur) ein Aufenthaltsort und eine Versorgung auf Zeit bestimmt.“ „Er sprach: „“Auf ihr sollt ihr leben, und auf ihr sollt ihr sterben, und aus ihr werdet ihr (wieder) hervorgebracht werden.“ 7:24-25

Hierauf erwählte ihn sein Herr und wandte Sich ihm mit Erbarmen und Rechtleitung zu. „Er sprach: „“Geht von hier allesamt hinunter, der eine von euch soll des anderen Feind sein! Und wenn Meine Führung zu euch kommt, dann wird der, der Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er Unglück erleiden.“ 20:122-123

Gott steht dem Menschen weder feindselig gegenüber, noch sieht Er in ihm einen Rivalen. Konkurrenzangst und Eifersucht liegen Ihm dem Wesen nach fern, da Er ja an allem reich und zu allem in der Lage ist, so dass, selbst wenn die ganze Menschheit sich Seinem Befehl widersetzte, Ihm dies nicht im geringsten schaden oder irgendwelche Nachteile einbringen würde. Außerdem beruhen die menschlichen Sünden nicht auf einer anderen außerhalb des göttlichen Einflussbereiches liegenden gebieterischen Macht, sondern sind auf die ebenfalls von Gott uns verliehene Willens- und Entscheidungskraft zurückzuführen.

Gott hat den Menschen als „Stellvertreter“ auf Erden eingesetzt, mit anderen Worten: ihm Regierungs- und Verfügungsgewalt anvertraut, damit er über die Welt gebietet, sie in Besitz nimmt. Und nicht nur auf dem Planet Erde, sondern auch außerhalb desselben, im Weltraum, wurden ihm als Gunsterweisung Dinge in Reichweite zur Verfügung gestellt, die er fähig ist, zu erobern und sich unterzuordnen.

Dass Gott sich fürchtet, der Mensch könne zunehmend Macht über die Natur gewinnen, ist nicht der Fall. Im Gegenteil, Er spornt ihn sogar zu dieser Machtergreifung an. Er fordert ihn auf, die Erde zu kultivieren und aus den in Gebirgen und Talebenen eingesetzten Naturkräften Nutzen zu ziehen. Die Fähigkeit, das Reich des Festlandes und der Meere erobern und verwalten zu können, ist ja überhaupt eine notwendige Vorraussetzung für die gegenüber den anderen Wesen herausragende Größe des Menschen.

Der Quran sieht in uns weder eine vollkommen vorgefertigte Kreatur, die verurteilt ist, dem zwangläufigen Ablauf eines vorherbestimmten Planes zu gehorchen, noch betrachtet er den Menschen als inhaltloses Wesen, das sich selbst überlassen bleibt und sein Dasein in düsterer Umgebung und ohne Ziel zu fristen hat. Nein! Im Gegenteil! Nach dem, was im Quran steht, ist der Mensch reichlich mit Begabung und Antriebskräften, mit sinnvollen Neigungen und Motivierungen und auch mit der Fähigkeit ausgestattet, schöpferisches Können zu erlangen. Außerdem wurde er mit einer Kraft versehen, die ihn innerlich führt und auf natürliche Weise lenkt, eine Kraft, die ihn, wenn er nicht unrein wird, zum Rechten und zur Wahrheit aufruft.

Die inneren Kräfte kommen ihm in jeder Lage zugute, ob er nun auf der Vorstufe zu neuem Wissen versucht anhand gewonnener Erfahrungen und Erkenntnisse weitere unbekannte Bereiche aufzudecken, – oder ob er zwecks verstärkter Herrschaft über die Natur neue Werkzeuge und Geräte konstruiert – oder auch sein Leistungsvermögen und Können bei der Überwindung von Hindernissen vergrößert. Gleichzeitig trägt der Mensch die Aufgabe, das ihm von Gott anvertraute Gut zu behüten, nämlich Verstand und Willen, d.h. die Kraft, mit der er Entscheidungen trifft und Einfluss auf Gegenwart und Zukunft nehmen kann. Eine Gabe, welche Verantwortung mit sich bringt, den Schlüssel zur Humanität des Menschen in sich bergend.

Diese hohe Gabe in sich aufzunehmen, dazu waren Himmel, Erde und Gebirge zu schwach. Sie waren nicht würdig genug, da ihnen die Möglichkeiten und Eignung zur Wahrung dieser Kräfte einfach fehlten. Der Mensch war jedoch in der Lage, die Fähigkeit bewussten Entscheidens und freien Wollens zu übernehmen.

Etymologisch gesehen bedeutet das Wort „Sunna“ gewohnte Handlungsweise, Brauch, oder überlieferte Norm bzw. die Praxis des Propheten Muhammad (saw). Im religiösen Kontext bezeichnet der Begriff Sunna die Gesamtheit der zu befolgenden Taten, Worte und Handlungen des Propheten. Der Plural von Sunna ist „Sunan“.

In der islamischen Rechtswissenschaft (Fikh) dient die Sunna, nach dem Koran, als zweitwichtigste Quelle des islamischen Rechts. Folgende Verse verdeutlichen dieses: „Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und seid auf eurer Hut…“ (Sure Mâida, [5:92]) „Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah…“ (Sure Nisâ, [4:80]) „… Was euch der Gesandte aber gibt, das nehmt, und was er euch verwehrt, das lasst sein. Und fürchtet Allah. Allah straft fürwahr streng.“ (Sure Haschr, [59:7]) „Sprich: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. Dann wird euch Allah lieben und euch eure Sünden verzeihen; denn Allah ist verzeihend und barmherzig.“ (Sure Âli Imrân, [3:31])

Die Worte des Propheten Muhammad (saw), die er zu unterschiedlichen Anlässen gebrauchte, bilden die „verbale Sunna“:

„Die Taten entsprechen ihrer Absicht und jeder bekommt den Gegenwert seiner Absicht.“1 Hadithe wie „So betet, wie ihr mich beten gesehen habt.“ 2und „Haltet euch bei euren Gottesdiensten während der Hadsch an mich.“ 3deuten auf seine „praktische Sunna“ hin. Zeitweise griff der Prophet in Handlungen oder Geschehnisse nicht ein und ließ sie zu. Dies war in der Regel ein Zeichen seiner Akzeptanz. Denn wenn der Prophet sich zu einem Ereignis nicht äußerte und keine Reaktion zeigte, galt dies als Einverständnis. So gestatte der Prophet beispielsweise den Frauen, die er im Friedhof sah, den Besuch der Gräber, indem er sich nicht dazu äußerte. Dies ist ein Beispiel dafür, dass er Zeuge einer Handlung war, doch diese weder empfahl noch verbat.

Die Sunna hat uns in Form von Überlieferungen erreicht und wird in drei Kategorien unterteilt: „Mutawâtir“, „Maschhûr“ und „Ahad“. Die letztere Kategorie wird nochmals unterteilt, doch darauf soll hier nicht eingehen werden. Stattdessen soll im Folgenden auf die Anwendung und Bedeutung der Sunna eingegangen werden.

Propheten sind auserwählte Gesandte, die den Menschen die Botschaft des „Tawhîd“ (Monotheismus) vermitteln. Sie erfüllen zwei wichtige Funktionen. An erster Stelle ist es die Aufgabe der Propheten, die Offenbarung (Wahy) Allahs unter den Menschen zu verbreiten. An zweiter Stelle besteht ihre Aufgabe darin, die Offenbarung in ihrem eigenen Leben umzusetzen, diese zu befolgen. Propheten waren also die ersten Vorbilder, die die Worte Gottes in ihrem Leben umsetzten und weiterführten.

Die Sunna verstehen und ausleben bedeutet, die Religion (Dîn) zu verstehen und auszuleben. Denn die Sunna unterstützt und erklärt den Koran. Sie legt unverständliche Koranverse aus und ergänzt Angelegenheiten, die im Koran so nicht vorzufinden sind. Natürlich ist der Koran der Wegweiser des Islams. Wir entnehmen ihm die religiösen Aspekte unseres Lebens. Er ist die „gelebte Offenbarung“, ohne dessen Vorbild die „verbale Offenbarung“, der Koran, nicht verstanden werden kann.

Aus diesen Gründen müssen wir die Sunna erlernen, verstehen und leben. Denn der Islam, wie er unsere heutige Zeit erreicht hat, wurde durch die Sunna geformt. Der Gottesdienst (Ibâda) und die zwischenmenschliche Beziehungen, die im Koran verankert sind, haben uns allein durch die Sunna erreicht. Wenn wir die Sunna ausblenden würden, wären wir nicht im Stande, die Gottesdienste durchzuführen. Beispielsweise wären wir nicht in der Lage, das Gebet (Salah), das Fasten (Sawm), die Almosensteuer (Zakat) in umfassender Weise zu verrichten oder etwa Zinsverbot zu verstehen oder das Gesellschafts- und Stiftungswesen auszuüben. Also können wir unsere Religion nur durch die Sunna verstehen und in unserem Leben umsetzen.

Das Wissen über die Sunna erreicht uns über verschiedene Wege. Heutzutage haben wir Hadithwerke, die Tausende Überlieferungen des Propheten beinhalten. Es sind also schriftliche Quellen, die uns die Sunna näher bringen. In letzter Zeit werden wieder vermehrt Übersetzungen von Hadithwerken aus dem Arabischen herausgegeben, durch die das Verständnis der Sunna erleichtert wird. Dank dieser können wir unsere Probleme lösen und sie verstehen.

Im Übrigen spielen die Familie, das gesellschaftliche Umfeld oder etwa der Islamunterricht in der Moschee eine große Rolle beim Verständnis der Sunna. Vor allem in Familien, in denen der Islam praktiziert wird, wachsen Kinder in einer Umgebung auf, in der ihnen von klein auf die „praktische Sunna“ vermittelt wird. Die Sunna ist der Maßstab für das muslimische Leben im Allgemeinen und etwa Kleidung und Nahrung im Besonderen. Ein weiterer Maßstab der Sunna sind die Moscheen, da hier die alltagsgebundene Sunna praktiziert wird. Sicherlich sind der Unterricht an sich und die Art und Weise der Vermittlung der Sunna unseres Propheten wichtige Mittel, den kommenden Generationen ein angemessenes Verständnis des Islams nahe zu bringen. Daher ist es von großer Bedeutung, vor allem Jugendlichen in den Moscheen, die Notwendigkeit der Sunna im Alltagsleben näher zu bringen und sie mit diesen Werten zu erziehen.


1
Buchârî, Bad’ul-Wahy, I; Îmân, 41; Muslim, Imâra, 155
2 Buchârî, Azan, 18; Adab, 27; Ahad, I
3 Ahmad bin Hanbal, III, 318, 366

Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm) ist in der Lage gewesen, eine Modellgesellschaft, die in Medina fußte, auf der festen Grundlage universal anerkannter moralischer Prinzipien zu gründen.

Von allen diesen Prinzipien wurde auf Gleichheit und Gerechtigkeit der meiste Wert gelegt; und dies wird im Leben und in dem Handeln des Propheten (Friede sei mit ihm) offensichtlich.

Die Verfassung Medinas, welche der Prophet mit der dortigen multireligiösen Gesellschaft aufstellte, wurde bald nach seiner Ankunft in dieser Stadt ein leuchtendes, bis zum heutigen Tag gültiges Beispiel für Gemeinden, die nach sozialer Gerechtigkeit streben.

Dieses Dokument versicherte allen religiösen Gemeinden die Ausübung des Gottesdienstes, und der Geist, welcher damals offenbart wurde, schien in die Herzen aller Gefährten des Propheten (Friede sein mit ihm) . Es war der Geist der Gleichheit, Toleranz und des Verstehens.

Dies entsprach in hohem Grade dem Vers im edlen Qur’an der besagt, dass Gott die Menschen in Nationen und Stämme gegliedert hat, damit sie einander kennen und miteinander in ausgeglichener Freundlichkeit und Großzügigkeit handeln können:

Oh ihr Menschen! Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen geschaffen, und wir haben euch in Verbände und Stämme aufgeteilt, damit ihr liebevoll einander kennen mögt. Als der Vornehmste gilt bei Gott derjenige von euch, der am frömmsten ist. Gott weiß Bescheid und ist wohl unterrichtet. (Al-Hujurat, 49,13)

Im obigen Vers wird der Punkt betont, dass es im Islam keinen Platz für Intoleranz, Vorurteile und Blindgläubigkeit gibt, die auf Hautfarbe, Rasse, Nationalität und anderen solcher Erwägungen basieren. Diese allumfassende Toleranz des Islam findet sich in allen Aspekten des Lebens des Propheten (Friede sei mit ihm) und in den verschiedenen Lebensaspekten und Angelegenheiten seiner Gefährten.

Der Prophet (Friede sei mit ihm) kam nach einer Periode von dreizehn Jahren Verkündung des Islams unter den Quraisch nach Medina. Hier fand er viele, die dazu bereit waren, ihn zu empfangen und ihm bei seiner Mission zu helfen. Zu jener Zeit war Medina und seine Umgebung die Heimat für viele jüdische und arabische Stämme. Es gab auch viele Leute anderer Abstammung und anderen nationalen Ursprungs, wie zum Beispiel Römer, Perser und Äthiopier.

Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm) schuf die Grundprinzipien einer pluralistischen Verfassung, indem er die Hoffnungen und Bestrebungen dieser Gemeinde mit einem multiethischen, multireligiösen Hintergrund in Betracht zog. Die neue Verfassung half die Einheit und Brüderlichkeit unter den Emigranten aus Mekka und ihren Helfern in Medina zu stärken. Zudem schuf sie vor dem Gesetz Rechte und Gleichheit für jeden Bürger, ungeachtet dessen Religionszugehörigkeit, sowie Religions-, Handels- und Redefreiheit für alle.

Und streitet mit den Leuten der Schrift nie anders als auf die best möglichst Art- mit Ausnahme derer von ihnen, die Frevler sind! (Al-Ankabut 29:46)

Der Prophet (Friede sei mit ihm) achtete unter allen Umständen darauf, keinen Streit, Ärger oder andere negative Gefühle zwischen anderen und ihm aufkommen zu lassen. In der Tat war die Essenz aus der Sicht des Qur’an folgende: Es lebt ein Prophet in eurer Mitte, der ein Beispiel für die Wahrheit aller vorangegangener Bücher ist. Dieses Buch und dieser Prophet sind gekommen, um die Wahrheit aller Offenbarungen, die vor ihnen gewesen sind und die Wahrheit aller enthüllten Religionen zu bestätigen.“

Der Prophet (Friede sei mit ihm) lehrte, dass die Bezeichnung kafir (ungläubig) sich nicht auf jemanden bezog, der zu Muslimen „Salam“ (Friede) sagt. Aus der Sicht des Qur’an sind Kafirun (Ungläubige) diejenigen, welche bewusst die Wahrheit in jeglicher Art oder Gemeinde von sich abweisen.

Oh ihr Gläubigen! Steht Gott gegenüber als Zeugen für die Gerechtigkeit ein! Und der Hass, den ihr gegen Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, dass ihr nicht gerecht seid. Seid gerecht! Das entspricht eher der Gottesfurcht. Und fürchtet Gott! Er ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. (Al-Ma’ida, 5,8)

Islam ist streng gegen alle Formen der Ungerechtigkeit. Und der Prophet nahm alle Maßnahmen in Anspruch um zu versichern, dass in jedem Handel, den er mit Leuten betätigte, Gerechtigkeit waltete.

In der Tat lehrt uns der Islam, dass der Qur’an nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen, einschließlich Juden und Christen, enthüllt worden ist. Der Prophet Mohammad stand in der Linie der vorherigen Propheten Gottes, einschließlich Abrahams, Moses und Jesus (Friede sei mit ihnen allen).

Und die Essenz der Gerechtigkeit ist die Erkenntnis, dass alle Menschen gleich sind. Wenn wir einmal die Prinzipien der menschlichen Gleichheit akzeptieren, dann werden wir allen Rassismus, Chauvinismus und Ethnozentrismus von uns abweisen müssen. Es fällt einigen schwer, dies zu akzeptieren, aber es ist das einzige Mittel, welches uns zu Gerechtigkeit und Friede führt.

Der Prophet lehrte:

„Jener ist kein Gläubiger, der sich voll isst, wenn sein Nachbar nebenan Hunger hat“, und: „Derjenige ist nicht gläubig, deren Nachbarn vor seinem verletzenden Benehmen nicht sicher sind.“

Das bedeutet: Die Essenz eines kontinuierlichen Friedens ist das Erkennen der Brüderschaft mit allen Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, Sprache, Nationalität und dergleichen.

In dieser Ära der Apartheid und rassistischen Profile zeigen die Lehren über menschliche Brüderschaft und Gerechtigkeit, welche auf menschlicher Gleichheit basiert, wie ein glänzender Stern den Weg.

Wie die anderen Gottgesandten hat auch der Prophet des Islams Unwissenheit, Götzentum und Aberglauben bekämpft.

Als der letzte Prophet, den Gott sandte, hat er für alle Fragen des Lebens, von den diesseitigen bis zu den jenseitigen, von der Wirtschaft über die Politik bis zur Spiritualität das optimale Konzept vorgelegt. Er sprach dabei die Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Rationalität an.

Wir kondolieren nun anlässlich des Verlustes dieser einmaligen Persönlichkeit der Geschichte – und entsenden Prophet Mohammad – und den Edlen aus seinem Hause die besten Segenswünsche – Frieden sei mit ihnen.

Im Koran steht im Vers 25, der Sure 57: Wir haben doch unsere Gesandten mit den klaren Beweisen geschickt und mit ihnen die Schrift und die Waage (zur Unterscheidung von Recht und Unrecht) herabkommen lassen, damit die Menschen sich zur Gerechtigkeit erheben …“ Die Gottgesandten haben sich gegen die Ungerechtigkeit gewehrt, weil diese die Verwirklichung des guten menschlichen Lebens verhindert. Gott vergleicht in Sure 14, Sure Ibrahim in den Versen 24 und 25 das gute Wort mit einem kräftigen fruchtbarem Baum und spricht: Hast du nicht gesehen wie Gott ein Gleichnis von einem guten Wort geprägt hat? Es ist wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest in der Erde sitzt und dessen Krone in den Himmel ragt und der mit der Erlaubnis seines Herrn zu jeder Zeit Früchte trägt. …

Gott bringt den Menschen Gleichnisse, vielleicht lassen sie sich mahnen. –

Der Prophet Gottes hat die Fruchtbarkeit seiner Aussendung mit der Fruchtbarwerdung eines guten Baumes verglichen. Als die Muslime nach einem Gefecht mit den Götzendienern ihre schweren Verluste und Niederlage trauerten, hat er gesagt: „Vergießt keine Tränen, denn mein Volk ist wie ein Garten, dessen Besitzer um seine Veredlung bemüht ist, die nötigen Grundfesten gelegt und die überflüssigen Zweige weggeschnitten hat, woraufhin dieser Garten Früchte trägt und jedes Jahr eine Schar ernährt und wie oft sind die Büschel der letzten Früchte besser und die Zweige höher.

Die Islamische Revolution in Iran ging aus der Suche nach Gerechtigkeit hervor und war ein Schritt zur Wiederbelebung der Ziele der Propheten. Die Islamische Revolution ist die Bewegung riesiger Volksmassen, die energisch die Wiederbelebung der menschlichen Werte in Anlehnung an die Lehren des Propheten des Islams anstrebte . Diese Bewegung nahm die Form einer totalen Revolution an und übte auf die Menschen überall auf de Welt Einfluss aus, was nicht verwundert, weil sie auf Wahrheit und Logik basiert.

Bei der Islamischen Revolution hat man sich wieder dem Leben des Propheten als Vorbild und den Geboten und dem Religionswissen zugewandt. Durch die Gründung des islamisch-republikanischen Staates im Iran konnte die Welt erneut den wahren Islam kennenlernen. Die Islamische Revolution leitete gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine Bewegung und einen Wandel auf der Welt ein. Sie strebt nach Aufwertung des Menschen und Wahrung der menschlichen Würde. Dieses islamisch geprägte Phänomen zeigt, dass der Islam – das Geschenk der 23 jährigen Bemühung des Propheten s.a.a.s. nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt ist.

Die Frohbotschaften und Werte des Islams sind für alle Menschen bestimmt. Es geht um die Rettung und Rechtleitung aller.

Imam Chomeini hat für die Renaissance des Islams den revolutionären Weg des Propheten Gottes s.a.a.s. gewählt, d.h. den Weg der nach Gott ausgerichteten Entwicklung, die wohlüberlegt ist, voller Glauben und voller aufrichtigen Gotteszuwendung. Der verstorbene Begründer der Revolution hat gesagt: „Wir müssen die Zäune der Unwissenheit und des Aberglaubens abbrechen um die klare Quelle des unversehrten Islams Mohammads (s.a.a.s.) zu erreichen. Dieser Islam ist heute das wichtigste auf der Welt.“

Die Bevölkerung erkannte die Aufrichtigkeit ihres Revoltunionsführers und viele auf der Welt hat seine Ausstrahlung fasziniert , Frau Hadscher Sinsuat eine Neu-Muslimin auf den Philippinen sagt:

Als ich am Jahrestag der Islamischen Revolution im Fernsehen Imam Chomeini sah, wie er unter einem Baum das Gebet verrichtete, hat mich seine Ergebenheit beim Gebet so sehr angezogen, dass ich mich entschloss mehr über das Denken dieses Mannes nachzulesen. Denn ich wollte wissen, welche Denkweise imstande ist, dem Menschen eine solche Ergebenheit und ausgesprochene Spiritualität zu verleihen. Meiner Meinung nach hat Imam Chomeini die Tradition des Propheten erneut zum Leben erweckt und in einer Zeit, in der es verschiedenen Definitionen für den Islam gab wie „amerikanischer“, oder „arabischer“ Islam, usw. hat Imam Chomeni den wahren Islam, der nichts anderes ist als der Islam des Propheten, den Muslimen und der Weltbevölkerung vor Augen geführt.

Ajatollah Khamenei, der Revolutionsführer hat betont, dass die Revolution ein Lichtstrahl aus den Lehren des Propheten ist. Diese Revolution konnte das religiöse Moment mit anderen Elementen eines Staates verknüpfen. Der Dialog der Islamischen Revolution warf neue Themen in den wissenschaftlichen und denkerischen Kreisen auf wie: politisches Denken des Islams, soziale Gerechtigkeit auf internationaler Ebene, Einheit unter den Religionen usw.. Die Botschaft der Islamischen Revolution lautet: Achtung der Denkfreiheit und der Unabhängigkeit der Völker. Sie geht aus den menschlichen Grundsätzen der Lehre des Propheten hervor er hat es als natürliches Recht eines jeden gesehen, ein gesundes Leben in Begleitung von Gerechtigkeit zu führen und alle Menschen als gleich und als Brüder bezeichnet und sie geachtet.

Durch den Sieg der Islamischen Revolution erreichte die islamische Identität in der muslimischen Weltgemeinde ihren Höhepunkt, denn die Botschaft Imam Chomeinis als der Architekt der Islamischen Revolution war universal und gestützt auf die wertvolle Lehre des Propheten, der die Selbstschätzung bei einem Gerechtigkeit suchenden Menschen voraussetzt. Mit anderen Worten: Die Errungenschaft der Islamischen Revolution, welche das Volk der Muslime ins Wogen brachte, war, dass der Islam wiedererwachte und die Muslime zu ihrer politischen und gesellschaftlichen Wesensart zurück gelangten. 907

Hasrate Mohammad s.a.a.s. hat den Menschen ihre Würde und sozialen Rechte widergeben . Auch den Frauen. Er hatte von ihrer Würde gesprochen und ihr Recht auf Besitz und freie Entscheidung anerkannt. Dank seiner Lehren konnte sie sich entfalten.

Die Islamische Revolution war die Umkehr zu der menschlichen Kultur des Propheten und der Wiederherstellungen gesunder Bedingungen für die Beteiligung der Frau am gesellschaftlichen Leben. Die zunehmende Mitbeteiligung der iranischen Musliminnen an politischen und gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fortschritten rührt von der Lehre des Propheten her.

Die Menschen erkannten in Imam Chomeini Charakterzüge des Propheten wieder. Die islamische Republik ist derartig konstruiert, dass immer eine islamische Persönlichkeit an der Spitze steht, die etwas von den moralischen Eigenschaften und den Führungsqualitäten des Propheten aufweist. Die Beziehungen zwischen Regenten und Bevölkerung gestaltet sich auf der Grundlage von Glauben, Zusammenarbeit und Freundschaft. Das politisch-spirituelle Oberhaupt ist Kenner des Islams und verpflichtet sich zu der Ausführung seiner Gebote. Das ist es was die Bevölkerung von ihm erwartet.

Das wozu der Prophet und in Anlehnung an ihn Imam Chomeini die Menschen aufrief sind Dinge, derer der Mensch immer bedarf. Die Islamische Republik hat die Menschen eingeladen unter die Flagge des Monotheismus, der Gedankenfreiheit, Erkenntnis und Beachtung der Rechte der Menschen zu treten. Sie zeigt dem Menschen von heute , dass die menschliche Zivilisation ihren Kurs ändern muss. Imam Chomeini hat diesbezüglich hervorgehoben: „Wenn der Glaube an Gott und das Handeln nach seinen Geboten in die Tätigkeiten der Menschen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft und in sein Leben aufgenommen werden, lassen sich auch die schwierigsten Probleme der Welt leicht lösen. Heute ist die Welt in die besehende Sackgasse geraten und hat keine andere Wahl als sich den Rechtleitungen der Propheten zu beugen.“

Die Islamische Revolution war eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und ein Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Die Kultur ist die Seele einer Zivilisation. Die Zivilisation entsteht, indem sich die Kultur und das Denken konkret in den Beziehungen und Einrichtungen in der Gesellschaft niederschlagen. Aber es ist nicht einfach einen klaren Trennstrich zwischen Kultur und Zivilisation zu ziehen. Viele Denker und Schriftsteller haben versucht zu definieren, was Kultur ist. Einige betrachten Kultur als Gesamtheit von Wissen, Überzeugungen, Künsten, Moral, guten Sitten und Bräuchen und jede Art von Fähigkeit, welche durch den Menschen erlangt werden. Andere betrachten alle menschlichen Erzeugnisse als Kultur im Gegensatz zu den natürlichen Erzeugnissen. In einer neuen Umschreibung des Begriffes ist Kultur die bewusste gewonnene soft ware einer Zivilisation.

Bei der Entstehung einiger Revolutionen hat die Kultur eine wichtige Bedeutung gehabt. Viele Analytiker, die sich mit den Gründen für den Sieg der Islamischen Revolution beschäftigt haben, halten kulturelle Faktoren, insbesondere das religiöse Denken der Bevölkerung für den wichtigsten Entstehungsgrund dieser Erhebung.

So weist Michael Fisher in seinem Buch „Iran von der Religionsdebatte zur Revolution“ darauf hin, dass, auch wenn politische und wirtschaftliche Ursachen bei der Entstehung der Revolution im Iran eine Rolle gespielt haben, dennoch Form und Ausgangspunkt dieser Revolution und ihr Entstehungsort in großem Ausmaß auf religiöser Protesttradition beruht. Er und andere Schriftsteller sind der Ansicht, dass sich zwar die Wirtschaftsmaßnahmen und Politik des Schahs auf die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr negativ ausgewirkt hatte und intensiv der Mangel an Freiheit in der iranischen Gesellschaft verspürt wurde, aber die Wandlung in der Bevölkerung in Wahrheit auf die revolutionäre schiitische Kultur zurückzuführen ist. Diese ließ die Revolution entstehen und sie siegen.

Wie war es nun um die Kultur vor der iranischen Revolution bestellt?

Die kulturelle Entfremdung und das Streben nach Nachahmung der fremden Kulturen waren zwei wichtige Faktoren für den Sturz des Pahalvie-Regimes. Unter der Pahlavie-Dynastie war überall der Hang zum Westen zu verspüren insbesondere in Kultur und Kunstzentren. Das schlimmste Mitbringels des Bündnisses zwischen diesem Regime und dem Westen war die Westhörigkeit. Mohammad Ali Rahmatinia, Universitätsdozent und Experte für Kulturfragen sagt dazu:

„Die islamisch-iranische Kultur der Bevölkerung wurde zur Zeit der Pahlavis und besonders ab der 60iger Jahre nicht berücksichtigt und das Regime wollte die Fremdkulturen und Dekandenz aus dem Westen einflößen.“Dr. Rahmatinia verwies auf die Kulturpläne des Schahregimes und sagte: „Wenn wir das Ausmaß der Kulturstrategien des Pahlavieregimes in Musik, Kino, Theater, Büchern usw. untersuchen, stellen wir fest dass überall die Dekandenz und Zügellosigkeit angestrebt wurde und man sich nirgendwo auf die iranischen und islamischen Kulturmodelle stützte. Dies wuchs allmählich zu einem Motiv für den Ehrgeiz und die Initiative der Bevölkerung in Richtung Sturz dieses Regimes.

Das Schahregime verfolgte außerdem eine Politik der Islambekämpfung. In Kinofilmen wurden offen die islamischen Werte herabgesetzt und es wurde Musik primitivster Art verbreitet. Das Schahregime setzte, um die Bevölkerung von ihren religiösen Überzeugungsgrundlagen abzubringen, das Projekt eines radikalen Nationalismus und der Verehrung der Antike auf die Tagesordnung. Durch Hervorhebung der Antike Irans und Preisung der vorislamischen Werte und Bräuche wurde versucht, die hohen Begriffe des Islams an den Rand zu drängen und eine leere Hülle aus dem Islam zu machen. Feste wie das Schiraser Kunstfest, bei dem offen die Anständigkeit beiseite gestellt wurde, waren eine Beleidigung der Kultur des Volkes und entfachten Funken des Protestes unter den Massen.

Die Bevölkerung suchte bei der Geistlichkeit Schutz, um sich gegen die Schah-Regierung zu wehren. In den 60iger und 70ger Jahren eskalierten die Stellungnahmen Imam Chomeinis gegen die Verbreitung der fremden Kulturen im Iran: Die Menschen rückten zusammen und protestierten gegen den Status Quo.

Michel Foucault, ein westlicher Theoretiker hat in seinem Buch über die Revolution im Iran diese als erste Revolution in moderner Form bezeichnet, die ohne Parteiorganisationen entstand und in ihrer Art einmalig war. Er betrachtet die Islamische Revolution als eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und und als Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Als die Islamische Revolution entstand, erlebten die dynamischen und starken Elemente in der Kultur und Identität der Iraner eine erstaunliche Wiederbelebung. In Wahrheit hat der Geist der Gerechtigkeitssuche und der Bekämpfung von Fremdherrschern, der in der Islamischen Revolution beinhaltet war und in den Losungen der Menschen in ihren Anti-Schah-Demonstrationen zum Ausdruck kamen, zur Folge gehabt, dass das Erbe der Zivilisation des Irans und Islams gegen die Herrschaft der Westhörigkeit eingesetzt wurde. Diese Rückkehr zur Kultur des Irans und Islams brachte gewaltige Errungenschaften in den verschiedenen Bereichen. Die Islamische Republik betrachtete Kultur und Kulturwandel als eine ihrer wichtigsten Fragen.

Die Zunahme der Studierenden, die Reduzierung der Analphabetenrate, die wissenschaftlichen Erfolge von Elitekräften, das Bündnis zwischen dem theologischen Zentrum und der Universität, der Hang zu einem einfachen Leben , die Förderung des Geistes zur Opferbereitschaft unter der jungen Generation und ihre Zuwendung zur Spiritualität sind alles wichtige kulturelle Errungenschaften nach dem Sieg der Islamischen Revolution.

Aber der wichtigste Erfolg im Bereich Kultur ist wahrscheinlich die Herstellung des kulturellen Selbstverstrauens. Wie Sie wissen, ist der erste Schritt für eine Reform und konstruktive Entwicklung, die Reform der Einstellung und Überzeugungen. Die Islamische Republik hat unter der Führung Imam Chomeinis den Menschen zu kulturellem Selbstvertrauen und Hinwendung zu den islamischen und iranischen Werten verholfen.

Diese Unabhängigkeit im Bereich der Kultur ließ die Bevölkerung auf ihre ureigenste Identität Wert legen und ihre Überzeugungen, Sitten und Bräuche, ihre Sprache und Schrift schätzen und um deren Wahrung bemüht sein. Die Beachtung der Gebote des Islams durch die iranische Bevölkerung hatte zur Folge, dass sich ihre Kultur im Privat- und Gesellschaftsleben wandelte und sie sich von inkorrekten Erscheinungen des Westens abwandten.

Das Oberhaupt der Revolution, Ajatollah Khamenei sagt über die Wichtigkeit dieser Errungenschaften:

„Die Islamische Republik hat die westliche Kultur abgelehnt und gesagt: „Wir haben eine unabhängige, islamische Kultur. Es liegt fest, wie sich die Muslimen im Umgang mit anderen, hinsichtlich seiner eigenen Kultur, beim Essen und beim Kleiden, beim Lernen, im Verhältnis zur Regierung, in der Beziehung zu den anderen und bei Handelsgeschäften verhalten sollen. Wir wollen dies nicht vom Westen übernehmen und ihn  nachahmen.“

Wichtig sind auch der Wertewandel im Privat – und Gesellschaftsleben gewesen. Einige Dinge, die vor der Revolution etwas zählten, wurden zu Anti-Werten, während die Gesellschaft neue hohe Werte dazu gewann. Zum Beispiel waren vorher einige Bevölkerungsteile stolz, wenn sie ein luxuriöses Leben besaßen und nach westlichem Muster lebten, aber dank der Islamischen Revolution und der neuen Dominanz der religiösen revolutionären Kultur und Denkweise wandte sich die Bevölkerung immateriellen Werten wie Wissenschaft, Gottesfurcht, Religiosität , Genügsamkeit und Wohltätigkeitssinn zu. Der Wertewandel ist also für die meisten Iraner die größte Errungenschaft der Islamischen Revolution. Besonders für die Jugend. Sie brachte die Spiritualität und die Opferbereitschaft in Erfahrung und erweckte sie zu neuem Leben. Wer sich während der Revolution änderte, und während der 8-jährigen Verteidigung gegenüber der Saddam-Armee die größten Heldentaten vollbrachte, sind vor allen Dingen diese jungen Menschen gewesen, die dank der Islamischen Revolution auch für andere Freiheitsliebende und Kämpfer gegen die Hegemonie zum Vorbild wurden. Lassen Sie uns daher aller Märtyrer der Revolution gedenken!

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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