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Jedes Jahr wird am 12. Ordibehescht, dem 2. Mai, des iranischen Gelehrten und Märtyrer Mortesa Motahari gedacht.Schahid Motahari  war   ein Mystiker und großer Philosoph. Seine Werke sind  ein Fenster zur Erkenntnis und zur Weisheit für alle Wissensdurstige.

Motahari hat versucht, die Religion im Zusammenhang mit den zeitgenössischen Bedürfnissen darzustellen.   Schon mit 13 Jahren hat er ein großes Interesse hinsichtlich der Fragen, die Gott und die Religion betrafen, empfunden. In seinen verschiedenen Werken kommt der Wunsch nach dem Wohl der Menschen und dem richtigen Religionsverständnis ausgeprägt zum Ausdruck. Er möchte den Islam als das vorstellen was er ist: das ideale  Lebenskonzept.

An vielen Stellen im Koran wird darauf hingewiesen, dass diese Religion den Menschen wahres Leben spendet. Im Vers 24 der Sure Anfal lesen wir:  Ihr Gläubigen! Hört auf Gott und Seinen Gesandte, wenn er euch zu etwas aufruft, was euch Leben verleiht! Ihr müsst wissen, dass Gott zwischen den Menschen und sein Herz tritt, und dass ihr zu ihm versammelt werdet. Es bedeutet also Leben, auf Gott und Seinen Gesandten zu hören, d.h.  der Islam spendet   Leben. Etwas was Leben spendet, wird niemals vergehen. Motahari drückt es so aus: „Die Sonne der Religion geht nie unter!“ Er sagt: „Zur Wiederbelebung der Religion muss sie im Leben des Menschen gegenwärtig sein, aktiviert werden und Einfluss auf menschliches  Denken und Handeln  nehmen.“ In  Gedenken an diesen großen iranischen Gelehrten möchten wir einen Blick auf seinen  Essay: „Die Sonne der Religion geht nie unter“ bringen:

„Gesellschaftliche Phänomene müssen mit den Forderungen des Menschen übereinstimmen, damit sie Fortsetzung finden, das bedeutet,  dass entweder diese Phänomene selber eine Forderung der Menschheit sind, oder   auf eine bestimmte Weise zur Deckung der Forderungen der Menschheit beitragen. Die Bedürfnisse des Menschen sind zweierlei Art: naturbedingt oder nicht naturbedingt.  Die natürlichen Forderungen gehen auf die natürliche Eigenschaften des Menschen zurück. Zum Beispiel ist der Mensch an wissenschaftlicher Forschung interessiert oder er liebt das Schöne. Nicht naturbedingte Bedürfnisse  des Menschen sind Neigungen, die aufgrund von Gewohnheit entstanden. Zum Beispiel ist eine großer Prozentsatz der (iranischen) Bevölkerung das Teetrinken gewohnt oder aber bei einer großen Anzahl  ist das Rauchen Gewohnheitssache. Weil diese Forderungen und Wünsche nicht natürlicher Art sind, vermag  der Mensch von ihnen Abstand zu nehmen.

Aus der Sicht der Denker sind unnatürliche Dinge unbeständig und nicht von Dauer und nur die natürlichen Bewegungen können andauern. Wenn daher die Religion in dieser Welt bleiben will, muss sie im Menschen in Form einer Forderung und eines Wunsches auftreten oder sie muss die Bedürfnisse der Menschheit erwidern, und zwar auf eine Weise, dass sie sich durch nichts anderes ersetzen lässt. Während  des menschlichen Fortschrittes waren wir Zeuge, dass durch die Veränderung der Bedingungen , viele Dinge   anders wurden. Als Edison zum Beispiel den Strom erfand,  wurden Petroleumleuchten  und Kerzen rasch zur Seite gesellt, denn der Strom konnte auf angenehme Weise  die Menschen  mit Licht versorgen.  Aber einige Dinge sind unveränderlich. Zu diesen gehört die Religion.“

Aus der Sicht Schahid Motaharis entspricht die Religion den Wünschen und Forderungen, welche im seelischen Urgrund und in den Gefühlen des Menschen liegen. Außerdem kann nichts anderes so wie die Religion die Bedürfnisse der Menschen erwidern.  Im Vers 30 der Sure Rom, Sure 30, heißt es darüber, dass die Religion der Gott gegebenen Ur-Natur (Fitrah) des Menschen entspricht: Richte nun dein Antlitz auf die unversehrte  Religion des Herrn!…  Dies ist die natürliche Art, in der Gott die Menschen erschaffen hat…
Motahari schreibt:

„Einige haben die Entstehung der Religion auf die Angst und Unwissenheit des Menschen zurückgeführt. Andere denken dass der Mensch zur Religion neigt, weil er Ordnung und Gerechtigkeit liebt. Die Vertreter dieser Ansichten dachten, die Religion würde bei Weiterentwicklung der Wissenschaft verdrängt.  Aber das ist nicht der Fall gewesen. Der Mensch hat erkannt, dass die Religion nicht zugrunde gehen kann. Der westliche Psychologe Jung gibt zu, dass die Religion zu den Dingen gehört, die mit dem Unterbewusstsein des Menschen auf natürliche Weise verwebt ist und der amerikanische Psychologe William James meint in seinem Buch über Religionspsychologie: `Es trifft zwar zu, dass der Ursprung vieler unserer inneren Wünsche materielle natürliche Angelegenheiten sind, aber zahlreiche  von ihnen entspringen auch aus einer überirdischen Welt.`“ Motahari berichtet, William James sehe in den religiösen Dingen Freude, Freundschaft und Opferbereitschaft und sei der Ansicht,  dass  der religiös geprägte  psychische Zustand sich  mit keinem anderen Zustand im Menschen vergleichen lässt.

Alexis Carrel, französische Arzt und Autor, verweist laut Motahari auf die tiefe Verwurzelung der Religion in der Psyche des Menschen und schreibt in seinem Essay Das Gebet : `Im Gemüt des Menschen brennt eine Flamme die ihn ab und zu auf seine Fehler,  Irrtümer und falschen Gedanken aufmerksam macht. Diese brennende Flamme hält den Menschen vom falschen Weg ab.`

Ostad Motahari fährt fort: „Der Mensch braucht die Religion sowohl persönlich als auch gesellschaftlich. Deshalb antwortet  Tolstoi der russische Schriftsteller auf die Frage, was Glaube sei: `Glaube ist das, womit der Mensch lebt. Glauben ist das Lebenskapital des Menschen.`

Der Mensch besitzt viele Neigungen und Vorstellungen und denkt über die Ewigkeit nach. Dies erweckt in ihm den Wunsch nach ewigem Leben. Er möchte sich vor der Vernichtung retten. Sogar viele Kriege und Verbrechen  entstanden aus diesem Verlangen heraus. Die Religion ist das einzige, was die Gefühle des Menschen in ein Gleichgewicht bringt und lenkt. Victor Hugo ist der Ansicht: `Wenn der Mensch denkt, dass er zu nichts wird und diesem Leben das Nichts folgt, hat das Leben keinen Wert mehr für ihn. Was das Leben für den Menschen angenehm und erfreulich macht, ihn zur   Arbeit ermuntert  und seinen  Horizont  erweitert, ist das, was die Religion dem Menschen schenkt.`“

Schahid Motahari verweist auf die heutige Erkenntnis , dass die Moral  ohne die Religion keinen feste Grundlage hat . Er ist der Ansicht,   die hohen Werte  der menschlichen Gesellschaft wie Gerechtigkeit und Menschenliebe könnten ohne Religion praktisch  nicht verwirklicht werden. Dabei  führt er Alexis Carrel an, der gesagt hat  `Das Gehirn hat sich weiter entwickelt. Aber leider sind die Herzen noch schwach. Das Herz wird nur durch den Glauben gestärkt.`

Motahari fährt fort: „Der Islam lässt die natürlichen Gefühle im Menschen gedeihen und auch seine Lehren entsprechen der wahren Natur des Menschen.“ Er zitiert wie folgt den Historiker Will Durant: `Für alles gilt: Wenn es einmal gestorben ist, dann für immer, mit Ausnahme der Religion: Auch wenn sie hundert mal stirbt , so lebt sie wieder auf.“

Ostad Motahari  vergleicht  die Religion mit einer Sonne, die niemals untergeht. Er unterstreicht aber auch, dass die Religion  durch  Aberglauben und die Unterdrückung  rationaler Bedürfnisse des Menschen im Namen der Religion zum  Stillstand verurteilt ist.

Hintergründe des Massakers von Norwegen – 

Das schreckliche Massaker von Oslo und Utoya, begangen durch den 32-jährigen Norweger Anders Behring Breivik, löste die üblichen Reflexe aus. Kurz nachdem die Bombe im Regierungsviertel explodiert war, geisterte al-Qaeda bereits als Schuldiger durch die Medienlandschaft, obwohl Norwegens Behörden bis dahin keinerlei Aussagen zur Urheberschaft gemacht hatten. Wenn es kracht, fällt der Verdacht sofort auf Islamisten. Und das, obwohl Europol von 249 im Jahr 2010 gezählten terroristischen Aktionen nur drei Islamisten zurechnet. Im Jahr 2009 war es nur einer von insgesamt 294, 2008 ebenfalls einer von 515, und 2007 vier von 583 gezählten Anschlägen bzw. Anschlagsversuchen, die auf das Konto von Islamisten gingen. Dennoch fungieren sie stets als die „üblichen Verdächtigen“. (1)

Auch deutsche Politiker stellten ihre Reflexe unter Beweis. Regierungsvertreter nutzten die Gunst der Stunde und bekundeten die vermeintliche Notwendigkeit der Vorratsdatenspeicherung, während die SPD eine schärfere Kontrolle des Internets verlangte. Eine günstige Gelegenheit auch, noch einmal ein Verbot der NPD zu fordern, wie es Sarah Wagenknecht von der Linkspartei tat.

Ein solches Verbot würde Breivik aber gar nicht berühren. Denn er ist entgegen der weitläufigen Darstellung der Medien weder ein Neonazi noch ein Rechtsradikaler im herkömmlichen Sinne. Auf seiner Facebook-Seite hatte er neben Winston Churchill Norwegens bekanntesten antifaschistischen Widerstandskämpfer Max Manus als Vorbild genannt. In seinem kurz vor der Tat veröffentlichten 1.500-seitigen „Kreuzritter-Manifest“ schrieb er darüber, „tief beleidigt“ zu sein, wenn man ihn als Nazi bezeichne.

Breiviks Tat war wahnsinnig, seine Ansichten waren es zum größten Teil jedoch nicht – oder wenn überhaupt, müsste man sie als den mittlerweile „ganz normalen Wahnsinn“ bezeichnen. Mit seinem Weltbild lassen sich in den USA Wahlen gewinnen, wie Kandidaten der Tea-Party-Bewegung bewiesen haben. Breiviks Ideologie lässt sich am ehesten unter dem Begriff „neokonservativ“ fassen: Pro-amerikanisch, pro-israelisch, wirtschaftsliberal und christlich-konservativ. Auch sein Nationalismus steht nicht im Widerspruch zur „europäischen Idee“. Im Gegenteil.

Europa insgesamt müsse verteidigt werden – gegen den Islam und seine verräterischen Helfershelfer. Breiviks Gedanken entsprechen der Schematik, wie sie Samuel L. Huntington in seinem berühmt-berüchtigten Werk „Kampf der Kulturen“ entworfen hat. Auf der einen Seite die christlich-jüdisch geprägte Zivilisation, die sich gegen die rückständige, vormoderne islamische Barbarei behaupten müsse. Für Breivik ein Zweifronten-Krieg: Nicht nur am Hindukusch, oder wo immer „unsere Sicherheit“ gerade „verteidigt“ werden muss, sondern auch daheim. Breivik sieht sich als avantgardistischer Soldat in der Schlacht an der Heimatfront. Dass er nicht die Besucher einer Moschee sondern eines Jugendcamp der sozialdemokratischen Regierungspartei massakrierte, ist da kein Widerspruch. Denn es gebe eine Verschwörung zwischen europäischen Regierungen und muslimischen Mächten, Europa zu islamisieren – von den anti-islamischen Verschwörungsparanoikern auch mit dem Schlagwort „Eurabien“ bedacht.

Ein Stichwortgeber der Paranoia ist der weit über Norwegens Grenzen hinaus bekannte, aber anonyme Blogger „Fjordman“, der mit Abstand am häufigsten von Breivik zitiert wird. Fjordmans zahlreiche Artikel werden auch ins deutsche übersetzt und erfreuen sich in der islamophoben Szene hierzulande großer Beliebtheit.

Deutschlands Querfront

Als besonders eifrige Vorkämpfer der neokonservativen Sache haben sich in Deutschland ausgerechnet (ehemalige) Linke erwiesen. In Zeitschriften wie Konkret wurden bereits vor 20 Jahren die ersten Grundsteine für diese Ideologie gelegt. Unter dem Label „Antideutsche“ sammelten sich Linke, oder die sich dafür hielten, und bliesen zum Großangriff auf all das, was allgemein bis dahin als links galt und von ihnen nun als rechts ausgemacht wurde: die Gegnerschaft zu Kriegen wird als „Appeasement“ gegenüber dem „Islamfaschismus“ denunziert; Antiimperialismus sei die Einteilung der Welt in gute und böse Völker und stehe somit der Nazi-Ideologie nah; Antikapitalismus gilt als des „strukturellen Antisemitismus“ verdächtig. Und hinter Kritik an der Politik Israels und dessen wichtigstem Verbündeten, den USA, verkappe sich die Tradition eines „eliminatorischen Antisemitismus“.

In der Folgezeit machten die „linken“ „Antideutschen“ Karriere im (neo-)konservativen Mainstream. Konkret-Schreiber wie Thomas von der Osten-Sacken kamen bei der Springer-Presse unter, ehemalige Mitglieder des Kommunistischen Bundes wie Mathias Küntzel fanden sich in transatlantischen Think Tanks wieder.

Eine politische Querfont hat sich – von links über liberal bis hin zu konservativ und christlich-fundamentalistisch – anhand eines gemeinsamen Feindbilds und aufgrund einer gemeinsamen Verschwörungsideologie gebildet, der zufolge „der Islam“ die Weltherrschaft anstrebe.

Breiviks ideologisches Kulturkampf-Gebräu gibt es an vielen Theken zu kaufen: kräftig gewürzt an der des rechtsaußen Hetzblogs PI-News (Politically Incorrect), ein wenig fader an der Hausbar der konservativen Springer-Presse – es sei denn, Henryk M. Broder sondert in der Welt eine seiner Hasstiraden ab – und mit ein wenig Antifa-Süßstoff gestreckt am Tresen zur Linken, etwa bei der Zeitung Jungle World oder den Israel-Hurra-Patrioten von BAK Shalom in der Linkspartei.

Die rhetorische Gewaltbereitschaft dieses Spektrums ist enorm. Kein Krieg der „westlichen Wertegemeinschaft“, zu dem nicht getrommelt wird. Dabei ist die Kriegsgeilheit schon so groß geworden, dass es der Trommelei keinen Abbruch tut, selbst wenn der nach Weltherrschaft trachtende große Feind – al-Qaeda – in den eigenen Reihen kämpft, wie gegenwärtig in Libyen.

Der tödliche Angriff israelischer Soldaten auf die Gaza-Friedensflotte im vergangenen Jahr lieferte einen Vorgeschmack auf das Hasspotential dieser anti-muslimischen Querfront. Ob bei den rechten PI-News oder dem linken Portal Indymedia, viele der Nutzer stellten mehr als nur „klammheimliche Freude“ am Tod der Aktivisten zur Schau. Nicht wenige hätten es am liebsten gesehen, wenn alle „Antisemiten“ der Flotte im Meer versenkt worden wären.

Biedermänner und Brandstifter?

Natürlich wäre es falsch, bekannte „Islamkritiker“ wie Henryk M. Broder, Udo Ulfkotte oder Thilo Sarrazin für die Taten Breiviks verantwortlich zu machen und hier eine Kausalität herstellen zu wollen. Oder, wie es Sarah Wagenknecht getan hat, allgemein den „Rechtspopulismus“ mit in Haft zu nehmen. Alleine, weil es sich dabei eher um einen politischen Kampfbegriff handelt, als um einen analytischen.

Doch wer würde den Zusammenhang zwischen dem Attentat auf Rudi Dutschke und der zuvor gegen ihn in Springers Bild Zeitung betriebenen Hetzkampagne bestreiten? Darum ist der Gedanke an Biedermann und die Brandstifter auch im Zusammenhang mit dem Oslo-Massaker nicht unangebracht. Ebenso wie die „Asyldebatte“ Anfang der 1990er Jahre von brennenden Flüchtlingsheimen begleitet war, ging auch die von Sarrazin ausgelöste „Integrationsdebatte“ der jüngeren Vergangenheit mit Angriffen auf Moscheen einher. Wer ständig Wasser auf die Mühlen eines ohnehin schon latent gewaltbereiten, von Intoleranz, Hass und Verfolgungswahn geprägten Milieus gießt, darf sich hinterher nicht beschweren, wenn die Mühlen zu mahlen beginnen.

„Ein Abgrund trennt natürlich das ideologische Delirium vom kriminellen Wahnsinn; Tatsache bleibt jedoch, dass sich der kriminelle Wahnsinn auch vom ideologischen Delirium nährt“, brachte es der italienische Publizist Domenico Losurdo auf den Punkt. (2)

Henryk Broder vermag selbst die Tatsache nicht die gute Laune zu vermiesen, dass sich der Massenmörder Breivik auch auf ihn positiv bezieht. Broder wird nicht nur mehrfach zitiert, in Anlehnung an dessen Buch Hurrah, wir kapitulieren nennt Breivik einen Abschnitt seines Manifests „Hurrah! We Capitulate!“.

Sorgen bereitete Broder das allerdings nicht: „Das einzige, worüber ich mir Sorgen mache, ist, woher ich Ersatzteile für meinen Morris Traveller aus dem Jahre 1971 bekomme. Sogar in England werden die Teile knapp,“ sagte er gegenüber dem Tagesspiegel. (3)

Konnte sich Broder in seiner ersten öffentlichen Reaktion zu keinerlei Empathie-Bekundungen für die Opfer hinreißen lassen, weil diese nicht von Islamisten niedergemetzelt worden waren?

Gegen andere Vertreter der anti-muslimischen Querfront erscheint jedoch selbst Broders Haltung noch als vorbildliches Beispiel des Mitgefühls. Noch bevor die getöteten Körper erkaltet waren, erhob die islamophobe Bloggerspähre Vorwürfe an die Opfer. Denn Teilnehmer des Jugendcamps auf Utoya hatten zum Boykott Israels aufgerufen, mit Palästina-Fahnen gewedelt und sich, ebenso wie die Mutterpartei, für die Anerkennung eines palästinensischen Staates ausgesprochen. Utoya sei ein Lager linker Indoktrination, die Teilnehmer in gewisser Weise Terroristen, mindestens aber Antisemiten. Glenn Beck, neokonservative Gallisionsfigur der Tea-Party-Bewegung, verglich die Ermordeten sogar mit der Hitler-Jugend. (4)

Dass Breivik seine Schüsse auf die „zukünftige kulturmarxistische und multikulturelle Elite Norwegens“ abgegeben hat, trifft bei den Machern der deutschen Fjordman-Webseite auf Verständnis: „Das ergibt schon in gewisser Weise Sinn, vorausgesetzt man begreift den Konflikt zwischen Kulturmarxisten und Völkern als einen Vernichtungskrieg gegen letztere. Zwar ist kein Jugendlicher reif genug, um die Prämissen der Leute, die sein Zeltlager organisiert haben, vollständig zu begreifen, doch genau dafür haben Jugendliche Eltern. Und auch die Eltern, die ihren Nachwuchs solchen Wölfen im Schafspelz anvertrauten, müssen begreifen, dass ihre Kinder dort zu Werkzeugen im Kampf gegen das eigene Volk und dessen Recht, nach seiner Art zu leben, abgerichtet werden sollten. Naivität kann man entschuldbar finden, in einem Krieg ist sie aber hochgefährlich und hat einen hohen Preis, der in Blut entrichtet wird.“ (5)

Der von dem „Antideutschen“ Osten-Sacken gegründete Verein WADI .e.V. verfolgte eine andere Variante, mittels derer der eigene Beitrag zur Entstehung eines gesellschaftlichen Hass-Klimas relativiert werden soll. Auf der Vereinswebseite wurde Breivik allen Ernstes zu einem Antiimperialisten und Anhänger der islamischen Umma erklärt. Irgendwie müssen die Muslime doch Schuld haben an dessen Tat, schließlich sei das „Morbide, Absurde und Unvernünftige” ein „unverwechselbares und sozusagen fälschungssicheres Erkennungszeichen“ der Muslime. (6)

„Islamkritiker“ beklagen – trotz aller Distanzierungen von Breiviks Taten – weniger die Opfer, als vielmehr sich selbst, da Breivik ihrer Sache einen Bärendienst erwiesen habe. Überhaupt, so ein gängiges Argument, seien nicht sie für die Terror-Tat mitverantwortlich, sondern eben jene, die Breivik politisch ins Visier nahm. Denn die „Multikulti“-Fraktion habe erst durch die betriebene Masseneinwanderung die islamische Bedrohung auf die Tagesordnung gesetzt, gegen die sich schließlich gewehrt werden müsse.

Ein deutscher Waffenappell

So sieht es auch der deutsche Michael Mannheimer, der sich selbst als „Islamwissenschaftler“ bezeichnet. Mit einem gewissen Stolz verkündete er, den Terrorakt als „Folge der sozialdemokratisch gelenkten islamischen Kolonisierung Norwegens“ bereits 2009 „prophezeit“ zu haben. (7)

Im April 2011 verfasste Mannheimer einen „Aufruf zum allgemeinen Widerstand“. Darin beruft er sich auf das im Artikel 20 des Grundgesetzes gegebene Widerstandsrecht, welches „schonungslos“ anzuwenden sei. Wenn „sonstige Maßnahmen“ nicht fruchten, sei „bewaffnet und unter Bedingungen eines Bürgerkriegs“ zu kämpfen. „Erhebt euch von euren Sofas! (…) Greift zu den Waffen, wenn es keine anderen Mittel gibt!“. (8)

Denn schließlich, so Mannheimer, strebe „der Islam“ nach Weltherrschaft, die er durch einen „ewigen Krieg“ gegen die Ungläubigen bis zur deren „völligen Vernichtung“ erreichen will. „Dieser islamische Dschihad ist der längste, blutigste und opferreichste imperiale Feldzug der Menschheitsgeschichte und hat mehr Tote gefordert als christliche Glaubenskriege, Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus zusammengenommen.“ (9)

Mannheimer betont die Dringlichkeit seines Waffenappells: „Wenn in Deutschland nicht sofort gehandelt wird, werden wir in wenigen Jahren aus demografischen Gründen dazu nicht mehr in der Lage sein.“ Im Klartext: Muslime raus. In Breiviks Manifest ist die Rede von „demographischer Kriegsführung“ seitens der Muslime, deren vollständige Deportation aus Europa sein erklärtes Endziel ist. Zunächst müsse sich der Kampf aber gegen das „kulturmarxistische“ Establishment richten. In einer späteren Phase sollen Muslime durch direkte Angriffe „radikalisiert und manipuliert“ werden. Besonders durch Anschläge auf religiöse Zeremonien sollen sie so gereizt werden, dass sie wütend zurückschlagen. Das, so erhofft sich Breivik, treibe die Nicht-Muslime in die Reihen der Islamhasser: „Muslime sind unser absolut bestes Rekrutierungswerkzeug“. (10)

Belgische Rechtsextremisten versuchten vor fünf Jahren auf eine ähnliche Art, den Bürgerkrieg zu entfachen. Die Gruppe Bloed-Bodem-Eer-Trouw (Blut-Land-Ehre-Ruhm), der auch Angehörige der belgischen Streitkräfte angehörten, wollte den Führer der „rechtspopulistischen“, anti-islamischen Partei Vlaams Belang ermorden. Das Attentat sollte Muslimen in die Schuhe geschoben werden. Daraufhin sollte ein hochrangiger muslimischer Vertreter getötet werden. So erhoffte man sich eine sich gegenseitig aufschaukelnde Eskalation der Gewalt auszulösen, die den Ruf nach einem starken Staat laut werden lässt, der gegen die Muslime vorgeht. Der Plan scheiterte im letzten Moment, nachdem die Polizei 5 Kasernen der Armee und 18 Privatwohnungen durchsuchte und anschließend 17 Verdächtige festnahm. (11)

Wer Mannheimers Aufruf zum Widerstand folgen will, aber nicht weiß, auf wen er seine Waffe richten soll, dem kann Mannheimer weiterhelfen. In einem Artikel für PI-News hat er eine Liste hauptsächlich deutscher Politiker und Publizisten zusammengestellt, die er als „Helfershelfer des Islam“ identifiziert hat.

Sie seien „selbst schuldig geworden“ an den „durch den Islam verübten weltweiten Terrorakten“. (12) Solche Leute hält er für „Kollaborateure“, in Breiviks Manifest werden sie dagegen als „Verräter der Kategorie A“ geführt, welche es vor allem zu eliminieren gelte.

Nebenbei behauptet Mannheimer ernsthaft, dass 99,9 Prozent aller weltweit verübten Terrorakte auf das Konto von Muslimen gingen – und sinniert gleichzeitig über „falsche Statistiken“ und „Volksverdummung“. (13)

In dem Artikel „Warum Islamkritiker keine Schuld an dem Massaker in Oslo haben“, schreibt er, der Terrorakt könne als „Tat eine Verzweifelten“ betrachtet werden, der sich „gegen die Besetzung seines Landes durch den Islam“ gewehrt hat – und verschafft dem Wahnsinn damit indirekt Legitimität.

„Hauptverantwortung für die weltweite Islamisierung“ trüge „ohne Ausnahme“ das „überwiegend linke, im besten Fall jedoch gutmenschliche politische Establishment“. (14) Breiviks Opfer dürften genau in die „gutmenschliche“ Zielgruppe fallen. Selbst schuld also.

Doch wer denkt, jemand wie Mannheimer würde vor Gericht zitiert oder bekäme einen Platz im Verfassungsschutzbericht reserviert, der irrt. In seiner Eigenschaft als „Islamkenner“ wird er zu Vorträgen an Universitäten geladen oder darf bei Burschenschafts-Tagungen referieren. Auch noch nach der Veröffentlichung seines Aufrufs zu den Waffen. (15) Selbst auf der sich dem Kampf gegen Antisemitismus verschriebenen haGalil-Webseite durfte er sich mit einem Artikel verewigen. (16) Ganz normaler Wahnsinn.

9/11: Ein rotes Tuch für Islamhasser

Dass sich dieses ideologische Gift-Gebräu auch in den des Extremismus unverdächtigen – und besonders in den wohlbetucht- „bildungsnahen“ – Kreisen der Gesellschaft großer Beliebtheit erfreut und sich das einfach gestrickte Gut-Böse-Weltbild der Neokonservativen breit entfalten konnte, liegt nicht zuletzt an den großen Terror-Anschlägen, für die Muslime verantwortlich gemacht werden. Allen voran natürlich der 11. September 2001. Auf einmal fühlte sich die islamische Bedrohung ganz real an. Sie war nicht länger Ausgeburt vermeintlich paranoider Hirne. 9/11 katapultierte die neokonservative Weltsicht auf die Haupttribüne des politischen Diskurses, in dessen Verlauf sich die anti-islamische Querfront formierte. Kein Wunder also, wenn Breivik auch als ein „Kind des 11. September“ bezeichnet wird. (17)

Sollte sich die offizielle 9/11-Legende aber tatsächlich als eine große Lüge herausstellen, dann ist das neokonservative Projekt gefährdet. Kein Zufall also, dass diese Querfront so vehement jede Aufklärung der offenen Fragen und Widersprüche des 11. September unterdrücken will. Es wäre nicht auszudenken, wenn 9/11, oder auch andere Anschläge, „selbst gemacht“ und nicht das Werk einer von Muslimen betriebenen Verschwörung zur Erlangung der Weltherrschaft wären. Äußerst gereizt wird deshalb aus den Reihen der Islamhasser auf jeden 9/11-kritischen Beitrag reagiert. Wenn 9/11-Skeptiker im September 2011 in Leipzig zu einer Konferenz laden, dann mobilisiert der „israelsolidarische“ BAK Shalom der Linkspartei zu Gegenaktionen. Kein Auftritt der Hip-Hop-Band „Die Bandbreite“, die durch ihr Lied „Selbst gemacht“ bekannt wurde, vergeht, ohne dass auf dem linken Portal Indymedia zum Auftrittsverbot aufgerufen oder direkt mit Gewalt gedroht wird. Und wenn ein 9/11-kritisches Buch in der ARD zur Abwechslung einmal sachlich besprochen wird, dann schäumt Henryk M. Broder in der konservativen Welt. Zwischen den Schaum dringen Wortfetzen wie „Antisemit“, „Goebbels“, „Holocaust-Leugnung“ und ähnliches. (18) Durch die Gleichsetzung der 9/11-Skeptiker mit Holocaust-Leugnern pflügt Broder, der sich selbst als den großen Verfechter der Meinungsfreiheit wähnt, argumentativ den Acker, auf dem später die Strafverfolgung gegen „9/11-Ungläubige“ gedeihen könnte.

Die Aufklärung der Lügen im Zusammenhang mit dem 11. September oder der geheimdienstlichen Steuerung und Manipulation islamistischen Terrors ist angesichts der Tatsache, dass sich Breiviks Terrorakt ideologisch auch aus dem seit dem 11. September um sich greifenden Islamhass nährte, um so dringlicher.

Da kaum ein Innehalten und Überdenken bei denjenigen festzustellen ist, die Breivik geistige Munition lieferten, scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sich der nächste „Kreuzritter“ zu höheren Taten berufen fühlt.


Anmerkungen

(1) https://www.europol.europa.eu/latest_publications/2

(2) http://www.jungewelt.de/2011/07-28/060.php

(3) http://www.tagesspiegel.de/kultur/wohin-mit-dem-hass/4435402.html

(4) http://www.washingtonpost.com/blogs/blogpost/post/glenn-beck-norway-camp-sounds-a-little-like-the-hitler-youth/2011/07/26/gIQArUGoaI_blog.html

(5) http://fjordman.wordpress.com/2011/07/26/uberlegungen-zur-tat-von-utoya/

(6) http://www.wadinet.de/blog/?p=6433

(7) http://michael-mannheimer.info/2011/07/23/michael-mannheimer-prophezeite-bereits-2009-einen-moglichen-anschlag-in-norwegen/

(8) http://michael-mannheimer.info/2011/04/09/mein-aufruf-zum-widerstand-gegen-das-politische-establishment-gemas-art-20-abs-4-gg/

(9) ebd.

(10) Breiviks Manifest, „2083 – A European Declaration of Independence“, Seite 1256

(11) http://web.archive.org/web/20070305235541/http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/10784452/492531/

(12) http://www.pi-news.net/2010/01/essay-ehrenmorde-und-islam/

(13) http://initiative1683.com/2011/05/27/gottinger-gesprache-teil-1-michael-mannheimer-und-nassim-ben-iman-zum-thema-islamwissenschafter/

(14) http://europenews.dk/de/node/45632

(15) Siehe: http://europenews.dk/de/node/43954
http://www.fraktion-pro-nrw-gelsenkirchen.de/ge_mai11.html

(16) http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:8hFX91xszaoJ:www.hagalil.com/archiv/2007/08/christenverfolgung.htm+Michael+Mannheimer+Hagalil&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-a&source=www.google.de

(17) http://www.heise.de/tp/artikel/35/35186/1.html

(18) http://www.welt.de/print/die_welt/vermischtes/article13503300/Mit-dem-Ersten-bombt-man-besser.html
Quelle

Die Geschehnisse um die Erschaffung des ersten Menschen, Adam, schildert der Quran wie folgt: Der Mensch erreichte im Laufe stofflicher und physiologischer Veränderungen ein Stadium, in dem er durch Einhauchung der göttlichen Seele zu einem neuen, besonderen Wesen geschaffen wurde. Beim Durchschreiten des allgemeinen Werdeganges der Natur wurde ihm so die himmlische Gunst einer gottgewollten sprunghaften Weiterentwicklung zuteil, ward er zum höheren Wesen und selbst die Engel hatten den Auftrag, sich vor ihm zu verbeugen, ähnlich den nichtstofflichen Kräften der Welt, die ihm gleichwohl zum Untertan wurden.

„Dann formte Er ihn und hauchte ihm von Seinem Geist ein. Und Er hat euch Gehör und Augenlicht und Herzen gegeben. Doch euer Dank ist recht gering.“ 32:9

„Und wahrlich, Wir haben die Kinder Adams geehrt und sie über Land und Meer getragen und sie mit guten Dingen versorgt und sie ausgezeichnet – eine Auszeichnung vor jenen vielen, die Wir erschaffen haben.“ 17:70

„Und wenn Ich ihn gebildet und Meinen Geist in ihn eingehaucht habe, dann fallt vor ihm nieder.“ Da warfen sich alle Engel nieder bis auf Iblis. Er wandte sich hochmütig ab und war ungläubig. 38:72-74

Der verbotene Baum im Paradies ist kein „Baum des Wissens“, an dessen Früchte niemand gelangen darf, sondern stellt einerseits ein Mittel dar zur Verdeutlichung der zu zügelnden menschlichen Besitzgier und seines schier endlosen Wunschbegehrens und andererseits ein Grund zur Erprobung der Willenskraft und Fähigkeit des Menschen, verzichten zu können. Was zudem seine Sünden anbetrifft, so sind auch sie Zeichen der ihm mitgegebenen Entscheidungsfreiheit.

Die Erlangung von Weisheit bleibt dem Menschen nicht nur nicht untersagt, sondern er ist zu der Gunsterweisung auserlesen, dass Gott ihn das lehrt, was er nicht weiß und die von ihm erworbenen Kenntnisse gehören zu den Dingen, welche ihm gegenüber den Engeln den Vorzug verleihen und letzteren verwehrt bleiben.

„Lehrt den Menschen, was er nicht wusste.“ 95:5

Und als dein Herr zu den Engeln sprach: „Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen“, sagten sie: „Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir doch Dein Lob preisen und Deine Herrlichkeit rühmen?“ Er sagte: „Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht wißet.“ 2:30

Sogar jene Ausweisung aus dem Paradies ist die einleitende Maßnahme zu einer Art Selbstversorgung und günstigen Gelegenheit zur Entfaltung der Begabungen und Fähigkeiten und schöpferischen Aktivität des Menschen. Sie stellt den Übergang von der vorgefertigten Existenz zur Erziehung des eigenen Ichs dar. Der „Niederfall“ erfolgt zwar aufgrund von Sünden, führt jedoch nicht zur ewigen Verbannung und Verabschiedung, sondern wird bei Bewusstwerdung und echter Reue erbarmungsvoll verziehen.

„Er sprach: „“Hinab mit euch; die einen von euch seien der anderen Feinde. Und es sei euch auf der Erde (nur) ein Aufenthaltsort und eine Versorgung auf Zeit bestimmt.“ „Er sprach: „“Auf ihr sollt ihr leben, und auf ihr sollt ihr sterben, und aus ihr werdet ihr (wieder) hervorgebracht werden.“ 7:24-25

Hierauf erwählte ihn sein Herr und wandte Sich ihm mit Erbarmen und Rechtleitung zu. „Er sprach: „“Geht von hier allesamt hinunter, der eine von euch soll des anderen Feind sein! Und wenn Meine Führung zu euch kommt, dann wird der, der Meiner Führung folgt, nicht zugrunde gehen, noch wird er Unglück erleiden.“ 20:122-123

Gott steht dem Menschen weder feindselig gegenüber, noch sieht Er in ihm einen Rivalen. Konkurrenzangst und Eifersucht liegen Ihm dem Wesen nach fern, da Er ja an allem reich und zu allem in der Lage ist, so dass, selbst wenn die ganze Menschheit sich Seinem Befehl widersetzte, Ihm dies nicht im geringsten schaden oder irgendwelche Nachteile einbringen würde. Außerdem beruhen die menschlichen Sünden nicht auf einer anderen außerhalb des göttlichen Einflussbereiches liegenden gebieterischen Macht, sondern sind auf die ebenfalls von Gott uns verliehene Willens- und Entscheidungskraft zurückzuführen.

Gott hat den Menschen als „Stellvertreter“ auf Erden eingesetzt, mit anderen Worten: ihm Regierungs- und Verfügungsgewalt anvertraut, damit er über die Welt gebietet, sie in Besitz nimmt. Und nicht nur auf dem Planet Erde, sondern auch außerhalb desselben, im Weltraum, wurden ihm als Gunsterweisung Dinge in Reichweite zur Verfügung gestellt, die er fähig ist, zu erobern und sich unterzuordnen.

Dass Gott sich fürchtet, der Mensch könne zunehmend Macht über die Natur gewinnen, ist nicht der Fall. Im Gegenteil, Er spornt ihn sogar zu dieser Machtergreifung an. Er fordert ihn auf, die Erde zu kultivieren und aus den in Gebirgen und Talebenen eingesetzten Naturkräften Nutzen zu ziehen. Die Fähigkeit, das Reich des Festlandes und der Meere erobern und verwalten zu können, ist ja überhaupt eine notwendige Vorraussetzung für die gegenüber den anderen Wesen herausragende Größe des Menschen.

Der Quran sieht in uns weder eine vollkommen vorgefertigte Kreatur, die verurteilt ist, dem zwangläufigen Ablauf eines vorherbestimmten Planes zu gehorchen, noch betrachtet er den Menschen als inhaltloses Wesen, das sich selbst überlassen bleibt und sein Dasein in düsterer Umgebung und ohne Ziel zu fristen hat. Nein! Im Gegenteil! Nach dem, was im Quran steht, ist der Mensch reichlich mit Begabung und Antriebskräften, mit sinnvollen Neigungen und Motivierungen und auch mit der Fähigkeit ausgestattet, schöpferisches Können zu erlangen. Außerdem wurde er mit einer Kraft versehen, die ihn innerlich führt und auf natürliche Weise lenkt, eine Kraft, die ihn, wenn er nicht unrein wird, zum Rechten und zur Wahrheit aufruft.

Die inneren Kräfte kommen ihm in jeder Lage zugute, ob er nun auf der Vorstufe zu neuem Wissen versucht anhand gewonnener Erfahrungen und Erkenntnisse weitere unbekannte Bereiche aufzudecken, – oder ob er zwecks verstärkter Herrschaft über die Natur neue Werkzeuge und Geräte konstruiert – oder auch sein Leistungsvermögen und Können bei der Überwindung von Hindernissen vergrößert. Gleichzeitig trägt der Mensch die Aufgabe, das ihm von Gott anvertraute Gut zu behüten, nämlich Verstand und Willen, d.h. die Kraft, mit der er Entscheidungen trifft und Einfluss auf Gegenwart und Zukunft nehmen kann. Eine Gabe, welche Verantwortung mit sich bringt, den Schlüssel zur Humanität des Menschen in sich bergend.

Diese hohe Gabe in sich aufzunehmen, dazu waren Himmel, Erde und Gebirge zu schwach. Sie waren nicht würdig genug, da ihnen die Möglichkeiten und Eignung zur Wahrung dieser Kräfte einfach fehlten. Der Mensch war jedoch in der Lage, die Fähigkeit bewussten Entscheidens und freien Wollens zu übernehmen.

Die Islamische Revolution war eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und ein Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Die Kultur ist die Seele einer Zivilisation. Die Zivilisation entsteht, indem sich die Kultur und das Denken konkret in den Beziehungen und Einrichtungen in der Gesellschaft niederschlagen. Aber es ist nicht einfach einen klaren Trennstrich zwischen Kultur und Zivilisation zu ziehen. Viele Denker und Schriftsteller haben versucht zu definieren, was Kultur ist. Einige betrachten Kultur als Gesamtheit von Wissen, Überzeugungen, Künsten, Moral, guten Sitten und Bräuchen und jede Art von Fähigkeit, welche durch den Menschen erlangt werden. Andere betrachten alle menschlichen Erzeugnisse als Kultur im Gegensatz zu den natürlichen Erzeugnissen. In einer neuen Umschreibung des Begriffes ist Kultur die bewusste gewonnene soft ware einer Zivilisation.

Bei der Entstehung einiger Revolutionen hat die Kultur eine wichtige Bedeutung gehabt. Viele Analytiker, die sich mit den Gründen für den Sieg der Islamischen Revolution beschäftigt haben, halten kulturelle Faktoren, insbesondere das religiöse Denken der Bevölkerung für den wichtigsten Entstehungsgrund dieser Erhebung.

So weist Michael Fisher in seinem Buch „Iran von der Religionsdebatte zur Revolution“ darauf hin, dass, auch wenn politische und wirtschaftliche Ursachen bei der Entstehung der Revolution im Iran eine Rolle gespielt haben, dennoch Form und Ausgangspunkt dieser Revolution und ihr Entstehungsort in großem Ausmaß auf religiöser Protesttradition beruht. Er und andere Schriftsteller sind der Ansicht, dass sich zwar die Wirtschaftsmaßnahmen und Politik des Schahs auf die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr negativ ausgewirkt hatte und intensiv der Mangel an Freiheit in der iranischen Gesellschaft verspürt wurde, aber die Wandlung in der Bevölkerung in Wahrheit auf die revolutionäre schiitische Kultur zurückzuführen ist. Diese ließ die Revolution entstehen und sie siegen.

Wie war es nun um die Kultur vor der iranischen Revolution bestellt?

Die kulturelle Entfremdung und das Streben nach Nachahmung der fremden Kulturen waren zwei wichtige Faktoren für den Sturz des Pahalvie-Regimes. Unter der Pahlavie-Dynastie war überall der Hang zum Westen zu verspüren insbesondere in Kultur und Kunstzentren. Das schlimmste Mitbringels des Bündnisses zwischen diesem Regime und dem Westen war die Westhörigkeit. Mohammad Ali Rahmatinia, Universitätsdozent und Experte für Kulturfragen sagt dazu:

„Die islamisch-iranische Kultur der Bevölkerung wurde zur Zeit der Pahlavis und besonders ab der 60iger Jahre nicht berücksichtigt und das Regime wollte die Fremdkulturen und Dekandenz aus dem Westen einflößen.“Dr. Rahmatinia verwies auf die Kulturpläne des Schahregimes und sagte: „Wenn wir das Ausmaß der Kulturstrategien des Pahlavieregimes in Musik, Kino, Theater, Büchern usw. untersuchen, stellen wir fest dass überall die Dekandenz und Zügellosigkeit angestrebt wurde und man sich nirgendwo auf die iranischen und islamischen Kulturmodelle stützte. Dies wuchs allmählich zu einem Motiv für den Ehrgeiz und die Initiative der Bevölkerung in Richtung Sturz dieses Regimes.

Das Schahregime verfolgte außerdem eine Politik der Islambekämpfung. In Kinofilmen wurden offen die islamischen Werte herabgesetzt und es wurde Musik primitivster Art verbreitet. Das Schahregime setzte, um die Bevölkerung von ihren religiösen Überzeugungsgrundlagen abzubringen, das Projekt eines radikalen Nationalismus und der Verehrung der Antike auf die Tagesordnung. Durch Hervorhebung der Antike Irans und Preisung der vorislamischen Werte und Bräuche wurde versucht, die hohen Begriffe des Islams an den Rand zu drängen und eine leere Hülle aus dem Islam zu machen. Feste wie das Schiraser Kunstfest, bei dem offen die Anständigkeit beiseite gestellt wurde, waren eine Beleidigung der Kultur des Volkes und entfachten Funken des Protestes unter den Massen.

Die Bevölkerung suchte bei der Geistlichkeit Schutz, um sich gegen die Schah-Regierung zu wehren. In den 60iger und 70ger Jahren eskalierten die Stellungnahmen Imam Chomeinis gegen die Verbreitung der fremden Kulturen im Iran: Die Menschen rückten zusammen und protestierten gegen den Status Quo.

Michel Foucault, ein westlicher Theoretiker hat in seinem Buch über die Revolution im Iran diese als erste Revolution in moderner Form bezeichnet, die ohne Parteiorganisationen entstand und in ihrer Art einmalig war. Er betrachtet die Islamische Revolution als eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und und als Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Als die Islamische Revolution entstand, erlebten die dynamischen und starken Elemente in der Kultur und Identität der Iraner eine erstaunliche Wiederbelebung. In Wahrheit hat der Geist der Gerechtigkeitssuche und der Bekämpfung von Fremdherrschern, der in der Islamischen Revolution beinhaltet war und in den Losungen der Menschen in ihren Anti-Schah-Demonstrationen zum Ausdruck kamen, zur Folge gehabt, dass das Erbe der Zivilisation des Irans und Islams gegen die Herrschaft der Westhörigkeit eingesetzt wurde. Diese Rückkehr zur Kultur des Irans und Islams brachte gewaltige Errungenschaften in den verschiedenen Bereichen. Die Islamische Republik betrachtete Kultur und Kulturwandel als eine ihrer wichtigsten Fragen.

Die Zunahme der Studierenden, die Reduzierung der Analphabetenrate, die wissenschaftlichen Erfolge von Elitekräften, das Bündnis zwischen dem theologischen Zentrum und der Universität, der Hang zu einem einfachen Leben , die Förderung des Geistes zur Opferbereitschaft unter der jungen Generation und ihre Zuwendung zur Spiritualität sind alles wichtige kulturelle Errungenschaften nach dem Sieg der Islamischen Revolution.

Aber der wichtigste Erfolg im Bereich Kultur ist wahrscheinlich die Herstellung des kulturellen Selbstverstrauens. Wie Sie wissen, ist der erste Schritt für eine Reform und konstruktive Entwicklung, die Reform der Einstellung und Überzeugungen. Die Islamische Republik hat unter der Führung Imam Chomeinis den Menschen zu kulturellem Selbstvertrauen und Hinwendung zu den islamischen und iranischen Werten verholfen.

Diese Unabhängigkeit im Bereich der Kultur ließ die Bevölkerung auf ihre ureigenste Identität Wert legen und ihre Überzeugungen, Sitten und Bräuche, ihre Sprache und Schrift schätzen und um deren Wahrung bemüht sein. Die Beachtung der Gebote des Islams durch die iranische Bevölkerung hatte zur Folge, dass sich ihre Kultur im Privat- und Gesellschaftsleben wandelte und sie sich von inkorrekten Erscheinungen des Westens abwandten.

Das Oberhaupt der Revolution, Ajatollah Khamenei sagt über die Wichtigkeit dieser Errungenschaften:

„Die Islamische Republik hat die westliche Kultur abgelehnt und gesagt: „Wir haben eine unabhängige, islamische Kultur. Es liegt fest, wie sich die Muslimen im Umgang mit anderen, hinsichtlich seiner eigenen Kultur, beim Essen und beim Kleiden, beim Lernen, im Verhältnis zur Regierung, in der Beziehung zu den anderen und bei Handelsgeschäften verhalten sollen. Wir wollen dies nicht vom Westen übernehmen und ihn  nachahmen.“

Wichtig sind auch der Wertewandel im Privat – und Gesellschaftsleben gewesen. Einige Dinge, die vor der Revolution etwas zählten, wurden zu Anti-Werten, während die Gesellschaft neue hohe Werte dazu gewann. Zum Beispiel waren vorher einige Bevölkerungsteile stolz, wenn sie ein luxuriöses Leben besaßen und nach westlichem Muster lebten, aber dank der Islamischen Revolution und der neuen Dominanz der religiösen revolutionären Kultur und Denkweise wandte sich die Bevölkerung immateriellen Werten wie Wissenschaft, Gottesfurcht, Religiosität , Genügsamkeit und Wohltätigkeitssinn zu. Der Wertewandel ist also für die meisten Iraner die größte Errungenschaft der Islamischen Revolution. Besonders für die Jugend. Sie brachte die Spiritualität und die Opferbereitschaft in Erfahrung und erweckte sie zu neuem Leben. Wer sich während der Revolution änderte, und während der 8-jährigen Verteidigung gegenüber der Saddam-Armee die größten Heldentaten vollbrachte, sind vor allen Dingen diese jungen Menschen gewesen, die dank der Islamischen Revolution auch für andere Freiheitsliebende und Kämpfer gegen die Hegemonie zum Vorbild wurden. Lassen Sie uns daher aller Märtyrer der Revolution gedenken!

Der 12. Bahman, 31. Januar, erinnert an ein großes Ereignis in der Geschichte des Volkskampfes im Iran.

An diesem Tag kehrte der Steuermann des großen Schiffes dieser Revolution – Imam Chomeini rahmatullah aleihe – nach 15 Jahren Verbannung in seine Heimat zurück. Als das Flugzeug mit ihm am 12. Bahman um circa 9 Uhr morgens im Mehrabad-Flughafen in Teheran landete,

versuchten dutzende Kameraleute diesen historischen Augenblick festzuhalten. Die Menschen hatten die Strecke, die der Imam entlangfahren würde, mit Blumen belegt und sich entlang der 33 km vom Flughafen bis zum Friedhof der Märtyrer der Revolution in Behescht Zahra versammelt. Ihre Zahl wurde auf 4 bis 8 Millionen geschätzt. Es war der größte Empfang in der Geschichte. Dr. Abasali Amid Zandschani, Autor und Dozent der Teheraner Universität schildert diesen Tag wie folgt:

„Während des Kampfes hatte die iranischen Bevölkerung bestand immer die Wahrscheinlichkeit der Zerschlagung seitens des Regime, und die Menschen fürchteten sich davor. Aber an dem Tag, als sich die Bevölkerung auf den Empfang von Imam Chomeini vorbereiteten, wurden alle Kräfte frei. Die Angst war aus den Gesichtern gewichen. Wer auf die Straße kam, schien an den schönsten Ort gehen zu wollen. So standen die Häuser am 12. Bahman leer. Als Imam in Iran eintraf, war es als ob er Ruhe und Sicherheit für die Menschen mitgebracht hätte.“

Imam Chomeini begab sich vom Flughafen direkt an die Gräber der Märtyrer der Revolution im Behescht-Zahra-Friedhof. Er würdigte die Kämpfer auf dem Wege Gottes und in einer historischen Ansprache erklärte er, dass der vom Schah ins Amt berufene Premierminister Schapur Bachtiar unrechtmäßig ist . Mit Zuversicht und Entschiedenheit verkündete der Imam: „Ich werde mit Hilfe dieser Nation eine Regierung bestimmen.“

Dank der Gegenwart Imam Chomeinis in Iran siegte die Islamische Revolution 10 Tage später nach seiner Ankunft. Wir sind nun im 4. Jahrzehnt seit diesem Sieg und können heute stolz und erstarkt an ihn zurückdenken.

Die großen Revolutionen auf der Welt lassen sich als wichtige und einflussreiche Ereignisse betrachten. Die Islamische Revolution Irans ist die größte geistige und spirituelle Revolution der Gegenwart und ein bedeutendes, Schicksal bestimmendes Phänomen des 20. Jahrhunderts gewesen. Im Vergleich zu den Revolutionen in den letzten 200 Jahren weist die Islamische Revolution im Iran einmalige Merkmale auf. Sie wird von neuen Erscheinungen geprägt. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhauptes ist schon die Entstehung der Islamischen Revolution in sich eine Neuerung.

Dieser besondere Charakter führte dazu, dass die islamische Revolution und ihre Auswirkungen auf die Welt ständig von Sachverständigen der Politik und Soziologie analysiert wurde und jeder von ihnen sie aus einem besonderen Blickwinkel unter die Lupe nahm.

Das wichtigste Kapitel bei einer realistischen Analyse des bedeutenden Phänomens der Islamischen Revolution Iran ist die Existenz des Revolutionsführers und seines weitsichtigen Denkens. Imam Chomeini r.h. war klug und wachsam, er war bescheiden und entschlossen und er war sehr gottesfürchtig und selbstbeherrscht. Niemand konnte für ihn die Tatsachen verdrehen. Er besaß einen felsenfesten Willen und materielle Reize und eigene Wünsche bedeuteten ihm nichts.

Aufgrund des religiösen Pflichtgefühls betrat Imam Chomeini die Arena des großen historischen Kampfes, welche nur die außergewöhnlichen Menschen der Geschichte betreten und die nur wenige siegreich verlassen haben. Imam Chomeini verkündete eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit. Eine Ära, in der das Element „Religion“ zu den anderen Elementen im Leben des Menschen tritt und in der Politiker und Denker aufgefordert sind, den Menschen und seine Bedürfnisse neu zu definieren.

Der größte Erfolgsfaktor Imam Chomeinis in dieser großen Bewegung war seine tiefe und klare Beziehung zu Gott. Gestützt auf die ewige Macht Gottes, hat er ohne die Supermächte eine unabhängigen und neuen Plan entworfen und eine neue auf der Religion beruhende Ordnung begründet. Diese ist in ihrer grundlegenden Form faszinierend, allumfassend und volksnahe und hat auch in abgelegenen Orten der Welt eine Wirkung hinterlassen. Die politische Schule, die der Imam gegenüber der Weltbevölkerung eröffnete, hatte der Menschheit Neues zu sagen und einen neuen Weg vorzuschlagen. In der Lehre des Imam Chomeini verschmolzen Spiritualität und Politik. Der Imam vereinte in sich selber Politik und Immaterialität, Politik und Moral, Politik und Mystik.

Die universale internationale Sichtweise Imam Chomeinis r.h. war eine weitere Neuerung für die Weltbewohner. Der Imam wandte sich mit seinen politischen Gedanken nicht nur an die iranische Bevölkerung, sondern er richtete seine Botschaft an die ganze Menschheit. Die wichtigsten Richtlinien seiner politischen Lehre sind die Wahrung der moralischen Kultur und Bestimmungen und der sozialen Gerechtigkeit. Imam Chomeini erinnerte die Welt daran, dass der Islam die Herzen anzieht und vereint und eine große Kraft hervorbringt, die nicht scheitert.

Die islamisch-republikanische Staatsordnung im Iran, welche Imam Chomeini begründete, setzt heute – 32 Jahre nach ihrem Beginn, mächtig und absolut leistungsfähig ihren Weg fort. Dies beweist, dass der Ausgangspunkt dieser Ordnung, nämlich die Islamische Revolution weitaus mehr war als eine vorübergehende schwache Erhebung . Zurzeit ist in der politischen Literatur auf der Welt und noch konkreter auf wissenschaftlichen Treffen und bei offiziellen Gesprächen der Staatsmänner großer Länder die Rede von der Stabilität und Stärke des Islamischen Staatssystems. Was den arroganten Mächten heute Sorgen bereitet, sind die Schwierigkeiten, die diese Revolution gegenüber ihrer Hegemonie in Bezug auf politische und kulturelle Gleichungen hervorgerufen haben. Die Herrschaft von spirituellen Werten und die Wiederbelebung der religiösen Identität hat , der beachtliche Platz, den die Muslime in den internationalen Beziehungen erreicht haben und die Bemühung um Wiederbelebung der Islamischen Zivilisation sind Zeichen für die Fortsetzung und den tatsächlichen Widerhall der Islamischen Revolution auf der Welt.

Heute sind Denker wie der Amerikaner George Weigel der Ansicht , dass „der Wandel in Richtung nicht-materialistischer Einstellung (und Religiöswerdung) auf der Welt das Leben Ende des 20. Jahrhunderts geprägt hat und zum Widerhall der Islamischen Revolution gehört.“

Der englische Soziologe und Theoretiker Antony Giddens ist der Ansicht: „In der Vergangenheit haben 3 große Soziologen, nämlich Marx, Durkheim und Max Weber mit mehr oder weniger starken Unterschieden, die allgemeinen internationalen Entwicklungsverlauf in Richtung Säkularisierung und der Verdrängung der Religion gesehen, aber mit Beginn der 80iger Jahre und dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran wurde das Gegenteil Wahrheit. Das heißt, der allgemeine Entwicklungsprozess auf der Welt begann einen entgegen gesetzten Verlauf und bewegte sich in Richtung Religiöswerdung.“

Der spanische Philosoph Prof. Ismael Quilles ist folgender Ansicht:

„Die Religion ist zum Leben erwacht. Das spirituell Schöne im alltäglichen Leben hat Beachtung gefunden und die Welt hat sich zwecks Rettung und schöner Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen der Macht der Religion und den spirituellen Faszinationen zugewandt. Dies alles begann beim Aufruf Imam Chomeinis mit seiner religiösen Revolution im Denken und der Denkweise der Weltbevölkerung.“

Anlässlich des Herannahens des 32. Jahrestages der islamischen Revolution gedenken wir des Begründers dieser großen Volksbewegung. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhaupes, hat Imam Chomeini mit seiner einmaligen Persönlichkeit es verdient, dass ihn die besten Menschen und reinsten Herzen bewundern. Er ist der Ansicht: Es ist ein Unterschied ob eine Persönlichkeit allgemein wegen ihrer sichtbaren Position geachtet und gewürdigt wird, oder ob der Charakter, die Größe und die verschiedenen Eigenschaften, die diesen Menschen schmücken , anderen bedeutenden Persönlichkeiten Hochachtung und Lob abzwingen.

Der geehrte Prophet steht von seiner Persönlichkeit her auf dem Gipfel der Schöpfung.

Das bezieht sich sowohl auf Dimensionen, die im Bereich des menschlichen Verstands stehen;

erhabene menschliche Werte wie Klugheit, Weisheit, Scharfsinnigkeit, Barmherzigkeit, Güte, Entschlossenheit und dergleichen, als auch jene Dimensionen über die menschlichen Begriffsvermögen; Dimensionen, die den Großnamen Gottes im Wesen des geehrten Propheten und seine erhabene Stellung bei Gott zum Ausdruck bringen. Von diesen Eigenschaften hören und sehen wir nur die Namen und wissen nur , allein der alleinige Gott und seine großen Jünger kennen ihre Wahrheit. Die Botschaft des Propheten ist die größte und die erhabenste für das menschliche Glück. Es ist die Botschaft des Monotheismus, die Botschaft zur Erhabenheit und Entwicklung des Menschen. Es ist richtig: Der Mensch hat bis heute nicht den Segen erreicht, diese Botschaft vollständig in seinem Leben aufzunehmen, doch der menschliche Fortschritt und seine Entwicklung wird ihn eines Tages dorthin führen. Das ist der Gipfel und die Vollkommenheit des Menschen. Wenn man annimmt, dass der menschliche Verstand und Geist, sein Wissen und eine höhere Begriffswelt sich immer weiter entwickeln und dass die Botschaft des Islams lebt, dann besteht kein Zweifel darüber, dass diese Botschaft eines Tages ihren Weg zum Leben des Menschen finden wird. Die Rechtschaffenheit der Botschaft des Propheten, des islamischen Monotheismus, die Lehre des Islam für das Leben und der Weg, den der Islam für die Entwicklung und den Fortschritt des Menschen vorlegt, wird diesen an einen Punkt bringen, an dem sich der weitere Weg ebnet, auf dem er voranschreiten und zu seiner Entwicklung finden kann. Für uns Muslime ist es wichtig, dass wir uns Wissen über den Islam und seinen geehrten Propheten vertiefen und erweitern. Ein großes Manko in der islamischen Welt heute sind der Zwiespalt und die Zwietracht. In der islamischen Welt kann das heilige Wesen des Propheten die Achse der Einheit bilden; ein sichere Stütze für alle, ein Punkt, auf den sich die Gemüter aller Menschen konzentrieren. Für uns Muslime gibt es keinen Punkt so strAhl-end und umfassend wie das heilige Wesen des Propheten, denn die Muslime glauben nicht nur an ihn, Herz und Gefühl der Muslime verbindet Bände der Spiritualität und der Liebe mit dem Propheten. Das bietet den größten Konzentrationspunkt für die Einheit. Es ist nicht zufällig, dass wir in den letzten Jahren Zeuge der Beleidigung seiner heiligen Person sind, so wie es im Mittelalter und im Zeitalter feindseliger Berichte der Orientalisten geschah. Im Mittelalter waren es christliche Mönche, die in ihren Schriften, Vorträgen und Kunstwerken den heiligen Propheten schmähten und beleidigten, später waren es die Geschichtsaufzeichnungen der Orientalisten. Im vergangenen Jahrhundert waren es nicht-muslimische und westliche Orientalisten, die u. a. die heilige Person des Propheten bezweifelten und beleidigten. Danach war es eine lange Zeit ruhig, aber neuerdings fängt diese Sache wieder an. In den letzten Jahren ist man Zeuge einer unheilvollen und niederträchtigen sowohl medialen als auch kulturellen Invasion überall auf der Welt gegen die Persönlichkeit des geehrten Propheten – Gott segne ihn und seine Familie. So etwas kann im Voraus geplant sein, denn man ist sich durchaus bewusst, dass sich die Muslime um die heilige Person des geehrten Propheten, um seine Überzeugung und seine Liebe sammeln können. Daher wird dieser Zentralpunkt herausgefordert und bezweifelt. Es ist die Pflicht der islamischen Gelehrten, der muslimischen Intellektuellen, Schriftsteller , Dichter und Künstler in der Islamischen Welt, soweit es in ihrer Macht steht, die Persönlichkeit des geehrten Propheten und die Dimensionen seiner Erhabenheit für Muslime und Nicht-Muslime vorzustellen. Das wird die Einheit der islamischen Umma und die Bewegung, die die junge islamische Generation heute in Richtung Islam unternimmt, fördern.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich des 17. Rabi´ ul Awal 20.06.2000 (31.03.1379)

Der wachsame Geist des verstorbenen Imams – Gott sei ihm gnädig – erkannte den Segen für die Revolution, die Tage der Geburt des geehrten Propheten des Islams – gegrüßt sei er – als Tage der Einheit zu erklären. Das ist aus dem Grunde interessant, weil die Islamische Einheit immer ein Wunsch gewesen ist. Manche wünschen sich die Einheit wirklich, andere sprechen nur davon, Worte, die nur über die Lippen kommen. Dieser Wunsch braucht auf jeden Fall einen Weg zur Realisierung. Ohne Fleiß und Kampf kann kein Wunsch in Erfüllung gehen; wenn wir uns den praktischen Wegen zur Realisierung des Wunsches widmen, dann erkennen wir diese herausragende Persönlichkeit der Schöpfung, das gesegnete Wesen des Propheten als besten und wertvollsten Konzentrationspunkt der Gefühle und Überzeugungen aller Muslime. Die Muslime sind sich selten oder fast überhaupt in ihren Ansichten und Gefühle in Bezug auf islamische Lehren und Wahrheiten derart einig wie in diesem Fall, denn hier spielen die Gefühle eine sehr wichtige Rolle. Abgesehen von einigen Minderheiten und abgezweigten Gruppen von der Gesamtheit der Muslime, die den Gefühlen weniger Bedeutung beimessen und nicht an Liebe, Andacht und Bittgebete glauben, verbindet die Mehrheit der Muslime ihre Gefühle mit dem Propheten und daher kann das Wesen dieses erhabenen Menschen als Achse der Einheit dienen.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und ausländischen Gästen bei der internationalen Konferenz Islamische Einheit 18.08.1995 (24.05.1374)

Muslimische und islamische Intellektuelle müssen sich dieser Persönlichkeit und seinen Lehren und seiner Liebe widmen und diese mit einem umfassenden Blick betrachten. Eine Achse der Einheit, auf die sich alle Muslime einigen können, ist die Befolgung der Prophetenfamilie (Ahl-e Beyt). Alle Muslime glauben an seine Familie. Schiiten glauben an ihre Stellung als Imame; andere, Nicht-Schiiten, sehen die Familie des Propheten nicht als Imame in dem Sinne wie die Schiiten, sonders als Respektpersonen im Islam, als Familie des Propheten. Jene, die die islamischen Lehren und Gebote kennen. Muslime müssen in ihrem Handeln die Worte der Imame- Friede sei mit ihnen- und der Familie des Propheten beachten und sich darauf konzentrieren. Das ist ein Weg zur Einheit.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und ausländischen Gästen bei der internationalen Konferenz Islamische Einheit 18.08.1995 (24.05.1374)

Die Geburt des Propheten ist für einen Muslim ein wichtiger Moment in der Geschichte. Später führte diese Geburt zu einer riesigen Bewegung in der menschlichen Geschichte. Jede Tugend auf der Welt, wenn auch indirekt, geht von der Offenbarung und von der Aufrechterhaltung und Ausrufung von Ethik durch den geehrten Propheten aus. Jeder Muslim weiß, dass es keinen besseren Konzentrationspunkt als das heilige Wesen des geehrten Propheten gibt, um die Gefühle der Islamischen Welt und der verschiedenen Sekten der Muslime dort vereinigen zu können. Denn alle Muslime lieben diese erhabene Person und sehen ihn als den Drehpunkt der Islamischen Umma im Laufe der ganzen Geschichte. Daher ist diese Geburt für uns von solcher Bedeutung.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und Gästen bei der Konferenz Islamische Einheit 26.08.1994 (04.06.1374)

Der Prophet – gegrüßt sei er- Achse der Muslime

Der zweite Artikel bezieht sich auf die Person des Propheten -gegrüßt sei er und seine Nachfahren. Sein Name, seine Erinnerung, seine Liebe, Würde und Erhabenheit sind alle in seiner Person zu einer Achse verschmolzen, um die sich alle Muslime in allen islamischen Perioden versammelt haben. In der Gesamtheit der Religion gibt es keinen ähnlichen Punkt, der uneingeschränkt von der logischen, gefühlsmäßigen, von spiritueller, moralischer und ethischer Seite von allen Sekten und allen Gruppen der Muslime akzeptiert und respektiert wird. Er ist der Zentralpunkt und die Achse. Der Koran und die Kaaba, die Pflichten und Überzeugungen sind den Muslimen gemein, doch jeder dieser Aspekte bezieht sich auf eine bestimmte Dimension des menschlichen Charakters – auf seinen Glauben, seine Liebe, seine geistige Richtung, Befolgung, seine Identifizierung und seine praktische Kreativität. Darüber hinaus finden die angeführten Punkte unter den Muslimen verschiedene Interpretationen. Doch alle Muslime finden in ihm einen Punkt, bei dem sie in ihrem Gedankengut, ihren Überzeugungen und wichtiger noch, in ihren Gefühlen eine Einigung und Verständnis erfahren. Dieser Punkt ist die heilige Person des letzten Propheten Gottes Mohammad Bin Abdullah – gegrüßt sei er und seine Nachkommen- Dieser Punkt sollte hoch geehrt werden. Diese Liebe muss mit jedem Tag steigen. Die Tendenz, spirituell sowie geistig, zu diesem heiligen Wesen sollte in der Seele der Muslime und im Herzen der Menschen gesteigert werden. Sie sehen, dass sich die Verschwörungen und die Kulturinvasion gegen den Islam, die Ziele dieser niederträchtigen Verschwörungen der Feinde u. a. auf die heilige Person des Propheten konzentrieren wie es in jenem satanischen Buch (Die satanischen Verse) geschah. Es zeigt, wie weit die Feinde in ihren Verschwörungen gegen die Gefühle und Überzeugungen der Muslime gehen.

Auszüge aus den Äußerungen beim Treffen mit Koran-Rezitatoren aus 40 Ländern sowie einigen Sehbehinderten am Jahrestag der Offenbarung zum Propheten – gegrüßt sei er – 23.02.1990 (04.12.1368).

Der geehrte Prophet – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – ist der wichtigste Faktor für die Einheit der Muslime in allen islamischen Epochen, das gilt nach wie vor auch für unsere Zeit, denn die meisten Muslime glauben mit Liebe und Gefühl an diese himmlische Persönlichkeit. Aus diesem Grund ist diese erhabene Person Zentrum und Drehpunkt der Gefühle und der Überzeugungen aller Muslime und diese Position führt die Herzen der Muslime zusammen und bringt alle islamischen Sekten und Konfessionen einander näher. Kein Mensch ist im Stande, die Dimensionen der Persönlichkeit des geehrten Propheten vollständig zu erkunden und ihn nur annähernd so wie er ist, darzustellen. Was wir über diesen Auserwählten des Schöpfers und den Obersten aller göttlichen Propheten in allen Zeiten erfahren haben, ist nur ein Schatten und eine Silhouette seiner wahren spirituellen, innerlichen und tatsächlichen Persönlichkeit. Aber auch diese wenigen Kenntnisse reichen für die Muslime aus, um erstens ihren Weg Richtung Vollkommenheit zu garantieren und den Gipfel der Menschlichkeit und Entwicklung vorzustellen und zweitens sie zur islamischen Einheit aufzurufen. Daher raten wir allen Muslimen dieser Welt, sich mit der Persönlichkeit des Propheten, sein Leben, sein Tun und seine Moral zu befassen und sich die Lehren, die von ihm ausgehen, vorzunehmen.

Wir müssen uns mit der Persönlichkeit des Propheten befassen. Nach dem Mittelalter und als die westliche und christliche Welt die Persönlichkeit des geehrten Propheten permanent und schwer angriff, als die eingeschworenen Feinde des Islam merkten, dass ein Weg zur Bekämpfung des Islam in der Beschmutzung des geehrten Propheten liegt, wurde viel in dieser Richtung unternommen. Bis heute arbeitet der Feind ununterbrochen und mit verschiedenen Methoden daran, die Persönlichkeit des Propheten bei den Freidenkenden der Welt zu manipulieren. Viele Menschen auf der Welt werden ihre Gedanken und ihre Überzeugungen dem Islam widmen, wenn sie den geehrten Propheten so wie die Muslime oder etwas beschränkter kennen lernen, d. h. , dass sie wirklich nur einen Umriss seiner strahl-enden Persönlichkeit in ihrem Herzen aufnehmen. Daran müssen wir arbeiten. Vielleicht liegt die größte Werbung für den Islam darin, das wahre Gesicht des islamischen Propheten den Suchenden vorzustellen. Es ist angebracht, dass der muslimische und informierte Künstler, der die verschiedenen Mittel seines Werkes kennt, die erhabene und würdevolle Persönlichkeit des Propheten darstellt, für ihn wirbt und künstlerisch darstellt, bevor die Feinde und Gegner mit ihren unterschiedlichen und komplizierten künstlerischen und kulturellen Methoden den Unwissenden ein falsches Bild vom Propheten vorlegen. Das sind notwendige Maßnahmen. Wir haben zuletzt beobachtet, wie der Weltimperialismus mit einer Kulturinvasion anrückte, als es durch die islamische Revolution einen spirituellen Aufschwung des Islams beobachtete und an politischen und militärischen Fronten weder der Revolution noch der Islamischen Republik, die heute als Symbol und Fahnenträger des praktischen Islams steht, nicht schaden konnte. Der Imperialismus zwang seine Handlanger, die Persönlichkeit des geehrten Propheten zu beleidigen; eine teuflische Person wurde von den Teufeln und Gold- und Gewalt-Ergebenen mit der Verfassung jenes satanischen Buches (Die satanischen Verse) beauftragt, was natürlich auf eine konsequente Reaktion der Muslime auf der ganzen Welt und vor allem auf eine entschiedene Antwort des geehrten und erhabenen Imam Chomeini, Friede sei mit ihm, stieß, der diese Ausgeburt des Satans zum Tode verurteilte. Daher ist es wichtig, die Persönlichkeit des Propheten vorzustellen, nicht nur seiner Persönlichkeit im Leben, sondern seine unterschiedlichen Dimensionen wie seine Moral und Charaktereigenschaften, seine Regierungsmethoden, sein Verhalten gegenüber dem Volk, seine Gebete und Andacht, Politik, seinen heiligen Krieg und Djihad und seine außergewöhnlichen Lehren. Dabei sollen neben Büchern auch Werbe- und Kunstwerke entsteht, die mit neuen Methoden verarbeitet worden sind. Das soll sich nicht nur in der Islamischen Republik, sonders in allen Regionen der islamischen Welt geschehen.

Auszüge aus den Äußerungen beim Treffen mit Gästen der Konferenz Islamische Einheit, Geistlichen, Vorbetern bei Freitagsgebeten, sunnitischen und schiitischen Brüdern aus den Provinzen Kurdistan und Kermanschah sowie Bürgern verschiedener Schichten aus Qazwin, Mobarakeh, Sorkheh und Khawaf 20.10.1989 (24.07.1368).

Der große Retter der Menschheit

Der Tag, an dem die dunkle Welt mit der Geburt des Propheten im hellen göttlichen Licht erstrahlte, muss wahrlich als Beginn einer neuen Geschichte für den Menschen betrachtet werden. Wie Imam Ali, Friede sei mit ihm, in seinen Äußerungen vorgibt, hatte sich das Licht der Glückseligkeit von menschlichen Gesellschaften zurückgezogen, weil Gesetze der Unterdrückung die Gesellschaft beherrschten. Von Beginn an hat der Glanz des Propheten die Herrschaft des Rechts angekündigt und die Gründe vorgegeben, warum göttliche Zeichen unter der Bevölkerung auftreten. Die erstaunlichen Dinge, die sich zurzeit der Geburt des Propheten ereigneten, waren im Grunde eine Warnung an die Menschheit und die Geschichte. Dass der Ktesiphon-Palast Risse bekommt oder die Feuertempel erlöschen, beinhalten symbolische Bedeutung. Der Bedeutung dieser Ereignisse liegt darin, dass mit der Geburt dieses heiligen Wesens der Menschheit ein Weg vor die Füße gelegt wird, und dass sich die Menschheit vom Aberglauben und von Despotie befreien muss. Es liegt nun bei den Menschen, wer sich auf diesen Weg begibt und ihn machtvoll beschreitet oder sich von ihm abwendet und seinen Segen nicht genießt. Es sind die Menschen selbst, die ihr Schicksal und ihre Zukunft wählen, aber ein solcher Weg steht ihnen zur Verfügung. Es ist göttliche Sitte, dass die allgemeine Tendenz der Menschheit sich nach höheren Zielen richtet. Auf natürliche Weise und von einer höheren Gewalt geführt, bewegt sich die menschliche Gesellschaft in diese Richtung. Die Geschichte verweist uns darauf; die wissenschaftliche Entwicklung und die Erkenntnisse des Menschen befinden sich allesamt im Rahmen der Lehren des geehrten Propheten des Islams und schließlich führt alles dorthin. Auch heute noch befindet der Mensch, dass er die aufklärenden Lehren des islamischen Propheten braucht. Unsere Nation hat die Ehre, Gott sei Dank, mit seinem Willen, Entschlossenheit, Standhaftigkeit und Widerstand den ersten Weg gewählt zu haben, denn erstens hat es diesen Weg wissentlich gewählt und zweitens hat es darauf bestanden. Es ist eine große Ehre für die iranische Nation, Fahnenträger beim Aufruf zur Befolgung des Propheten zu sein. Der Islam wurde nicht offenbart, nur um bei den Menschen eine Überzeugung hervorzurufen, die aber keinen Einfluss auf ihr Tun und ihr Leben ausübt. Der Islam soll das Leben ändern und den Weg der Menschheit korrigieren. Der Glaube am Islam ist Ausgangspunkt des menschlichen Tuns. Die islamischen Lehren und Gebote umfassen alle Lebensbereiche des Menschen, sein soziales Leben, sein persönliches, politisches und wirtschaftliches; für all diese Aspekte besitzt der Islam ein Programm und einen Plan. Gott sei gedankt, dass dem iranischen Volk heute die Ehre zuteil wurde, sein ganzes Leben vom Islam und seinen Lehren führen zu lassen. Und dennoch unterscheidet sich unser tatsächliches Leben von dem, was der Islam von uns verlangt. Das islamische System ist jedoch auf dem Weg, diese Differenz zu beheben. Gott sei gedankt, dass mit dem Segen der Revolution und mit der Führung des geehrten Imam und mit dem tapferen Willen des iranischen Volkes in den vergangenen Jahren diese Richtung eingeschlagen und jener Willen mit jedem Tag stärker Ausdruck fand.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes der islamischen Revolution beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 10.06.2001 (20.03.1380).

Der Segen einer Geburt und eines Neugeborenen wird nach menschlichem Ermessen gemäß der Folgen dieser Geburt erachtet, direkt oder indirekt. Fall sich dieser Maßstab als richtig erweisen sollte, was auch der Fall ist, dann müssen wir anführen, dass die segensreichste Geburt in der ganzen Geschichte die heilige Geburt des geehrten Propheten des Islam – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – gewesen ist. Der Segen beginnt seit dem Augenblick der Geburt. Das ist natürlich nicht erstaunlich. Christus – gegrüßt sei er – sagte zu Beginn seiner Offenbarung: „Er hat mich gesegnet, wo immer ich auch sein mag. „ Und damit verkündete er schon in den ersten Stunden bzw. ersten Tagen seiner Offenbarung seinen Segen und Huld. Mit unserem Propheten ist es der gleiche Fall. Wie es in Geschichtsbüchern heißt, stürzte der Torbogen von Ktesiphon ein, alte Feuertempel erloschen plötzlich – und dergleichen Ereignisse und Andeutungen, die aufgezeichnet wurden – und das alles sind Vorboten und Ankündung des Segens einer außergewöhnlich erhabenen Person. Alles auf dieser Welt, was auf die Herrschaft von Polytheismus, Ketzerei, Despotie, Unterdrückung und Spaltung der Menschheit aufgebaut ist, muss nach und nach untergehen, wegen dem Segen dieses erstklassigen, unübertroffenen und erhabenen Menschen. Was er in diesem Kampf auf sich nahm, war der schwerste Teil der Arbeit. Der Beginn des Weges und der Beginn seines Aufrufes waren die wichtigsten Teile der Arbeit. Das Problem der Welt damals lag darin, dass die Menschen und die Gesellschaften jener Zeiten überall auf der Welt sich an die Herrschaft von Nicht-Gott, die Herrschaft der Aufständischen, Unterdrückung und den Klassenunterschied gewöhnt hatten. Wer sollte sich diesen Erscheinungen entgegensetzen? Eigentlich die Unterdrückten. Aber wenn die Unterdrückten selbst daran glauben, dass der Unterdrücker sie beherrschen muss, wird es keine Hoffnung auf eine Änderung geben. Das Aufrütteln der Menschen, Wachrütteln der Welt und der Menschheit war die große Aufgabe des geehrten Propheten und seiner Offenbarung: „Dieser (Koran) ist nichts als eine Ermahnung an die Welten. „ Das ist Andacht, Erinnerung, Warnung, ein Wachruf für die ganze Menschheit. Da, wo diese erhabene Persönlichkeit mit diesem Weckruf beauftragt wurde und davon betroffen war, das war der schwierigste Teil seiner Arbeit. Der Fanatismus, die Sippenherrschaft, persönliche Motive und unterschiedliche Egozentren erschwerten ihm seine Aufgabe. Er kämpfte einen harten Kampf, um die Menschheit aus dieser Sackgasse helfen und diesen riesigen Felsen aus dem Weg räumen zu können. Von jenem Tag an hat bis heute jeder, der eine neue Bewegung beginnen wollte, sich auf seinen Weg begeben und sich auf diesen erhabenen Menschen gestützt. Es sind da nicht nur Muslime, die sich seiner Lehren bedienten. Das menschliche Wissen heute, die menschliche Zivilisation heute, die Erkenntnis, die die Welt heute genießt und der Fortschritt der menschlichen Karawane, das alles ist ihm zu verdanken.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes der islamischen Revolution beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 01.07.1999 (10.04.1378).

Die Geburt des geehrten Propheten – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – ist aus verschiedenen Perspektiven für uns Muslime von Bedeutung. Es ist ein sehr tiefsinniger und bedeutungsreicher Jahrestag. Zum ersten, weil sich seine huldvolle Geburt bezogen auf Ort und Zeit zur einer Zeit ereignete, als die Menschheit insgesamt, nicht ein besonderes Volk oder Land, sondern die Gesamtheit der Menschen zwei besondere Merkmale aufwies. Sie war im Vergleich zur Menschheit in vergangenen Zeiten wissenschaftlich, von der Logik und vom Gedankengut her weit fortschrittlicher. Es waren Philosophen und Wissenschaftler, Mathematiker und Mediziner und große Architekten aufgetaucht, Zivilisationen waren entstanden. Diese konnten ja nicht ohne Wissen entstehen und stehen. Im Westen waren es die Akademien, im Osten die Ekbatana, die Zivilisationen in China, in Ägypten und die großen historischen Zivilisationen

lagen alle in der Vergangenheit, das bedeutet, dass die Menschheit sich zur Vollkommenheit entwickelt hatte. Die zweite Eigenschaft, und eigentlich ist die Zusammenfügung dieser zwei Eigenschaften ja erstaunlich, liegt darin, dass der Mensch jener Zeit moralisch tiefer als je zuvor gesunken war, oder um es anders zu formulieren, auf dem Tiefpunkt der Moralität stand. Der gleiche Mensch, der über Wissen und Kenntnis verfügte, war im höchsten Grad von seinem Fanatismus, seiner Selbstsucht, der Unterdrückung und der Gewalt der herrschenden menschenfeindlichen und mörderischen Regierungssysteme gefangen. Es herrschte eine solche Situation zu jenen Zeiten. Wenn man sich die die Geschichte vornimmt, sieht man, dass die gesamte Menschen damals gefangen war. Imam Ali sagt dazu: „Während die Zwietracht sie wie betrunkene Kamele zum Opferaltar brachte, jene Zwietracht, die die Menschen unterdrückte und mit Füßen trat.„ Zwist, Druck, Schwierigkeit und Brüdermord machten das Leben bitter. In der gleichen Ansprache sagt Imam Ali: „Die Menschen konnten kein Auge in Frieden schließen.“ Wenn sich das alles, was in den Geschichtsbüchern aufgezeichnet ist, wie der Einsturz des Torbogens von Ktesiphon und Zerfall der Symbole der Götzendienerei und Polytheismus, zugetragen haben soll, dann ist es nur als eine göttliche Machtdemonstrationen zu deuten. Um chiffriert zu verkünden, dass eine Macht erschienen ist, die alles an Unterdrückung und Amoralität vernichten, die Wissenschaft vom Aberglauben säubern und die Zivilisationen von Korruption und Unterdrückung befreien wird. Und genau das leistete unser geehrter Prophet. Dieses heilige Wesen traf bei seiner Offenbarung auf eine solche Welt; in einem harten Kampf befreite er die Menschen von Unwissenheit, vom Aberglauben, von der Unterdrückung, von zerstörerischem Fanatismus, von der Gewaltherrschaft der Menschen über andere und gegenseitige Ausbeutung. Die Menschheit wurde von Grund auf verändert. Es wurde ein neues Wertesystem und eine neue Grundlage auf der Welt geschaffen. Es war natürlich nicht die Aufgabe, die ganze Welt zu reformieren. Nein! Er musste die praktische Keuschheit als ein korrektes Beispiel der göttlichen Offenbarung den Menschen überreichen, damit sie sie in ihrem Leben anwandten und mit jedem Augenblick danach lebten. Wer dies nun getan hat und wer nicht, das ist ein anderes Thema. Der erhabene Prophet erfüllte seinen Auftrag; er beendete seine Aufgabe und begab sich zu Gott.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit Verantwortlichen und verschiedenen Volksschichten anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 05.09.1993 (14.06.1372).

Der allmächtige Gott hat uns Muslime angewiesen, dem Propheten zu folgen, ihn in allen Lebenssituationen zu befolgen, seinem Wort, seinem Tun, seinem Leben, seinem Verhalten gegenüber anderen und der Familie, Freunden, gegenüber seinen Feinden und Fremden, Schwachen oder auch Starken zu folgen, denn er ist das Vorbild. Unsere islamische Gesellschaft ist nur dann im wahren Sinne des Wortes eine islamische Gesellschaft, wenn es sich in seinem Verhalten dem Propheten anpasst. Auch wenn es nicht möglich ist, vollkommen wie der Prophet zu sein, dann sollte man wenigstens versuchen, ihm ähnlich zu sein. Wir sollen uns nicht gegen den Lauf seines Lebens bewegen, sondern in gleicher Richtung.

Der erste Akt des Lebens vom Propheten beinhaltet seinen Aufruf; der heilige Kampf, Djihad, kommt in drei wichtigen Akten seines Lebens vor. Da werde ich einige kurze Sätze vom geehrten Propheten vortragen. Darüber wurde in Büchern ausführlich geschrieben und berichtet, das Thema ist jedoch weit wichtiger und umfangreicher, als dass man es gebührend erörtern könnte. Man sollte von jedem Blumenbeet einen ganzen Strauss mitnehmen; das Andenken an den geehrten Propheten soll uns immer begleiten. Der erste Akt im Leben des Propheten ist der Aufruf zu Gott und der Djihad. Sein wichtiges Werk war zum Recht und zur Wahrheit, zum Djihad auf diesem Weg aufzurufen. Der Prophet ließ sich bei der Konfrontation mit der dunklen Welt seiner Zeit nicht verwirren. Nicht an jenen Tagen, an denen er allein in Mekka war oder nur eine kleine Gruppe von Muslimen ihn umgaben, oder als sich die arroganten arabischen Stammesführer, die Sippenführer der Qureysch, die Gewaltherrscher sich ihm brutal und machtsüchtig gegenüber stellten. Auch als das gemeine Volk, in Unkenntnis verhüllt, ihm gegenüberstand, fürchtete er sich. Er sprach sein rechtes Wort, wiederholte es, erklärte es, er duldete die Beleidigungen, die Qual und die Leiden, um schließlich eine große Zahl von Muslimen um sich zu versammeln. Da gründete er einen islamischen Staat und wurde Oberhaupt dieses Staates. Auch damals standen ihm verschiedene Feinde und Herausforderer gegenüber. Bewaffnete arabische Gruppen, wilde, ungebildete Menschen, die in den Wüsten von Hijaz und Yamameh verstreut waren, die sollte der Islam ändern; sie leisteten aber Widerstand. Das gleiche gilt auch für die großen Könige jener Zeiten, zwei Supermächte dieser Zeit, die Königreiche von Persien und Rom. Der Prophet schrieb ihnen Briefe, debattierte mit ihnen, führte Kriege, erlitt Qualen, wurde wirtschaftlich isoliert, soweit, dass die Bewohner der Stadt Medina manchmal zwei oder drei Tage kein Brot zu essen hatten. Von allen Seiten wurde der Prophet bedroht. Manche waren beunruhigt, andere schwankten, einige jammerten, manche versuchten den Propheten zu Kompromissen zu überreden. Doch der Prophet ließ sich bei seinem Aufruf und Djihad keine Sekunde beirren. Er führte die islamische Gesellschaft machtvoll bis zum Gipfel der Würde und Macht. Und dieses System konnte in späteren Jahren Dank der Standhaftigkeit des Propheten auf Schlachtfeldern und bei seinem Aufruf zum Islam zur ersten Weltmacht emporsteigen.

Der zweite Akt aus dem Leben des Propheten beinhaltete sein Verhalten gegenüber dem Volk. Er hat niemals vergessen, volksnah und freundlich zum Volk zu bleiben und sich für Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzusetzen. Er lebte wie andere Bürger und mit ihnen, verkehrte mit ihnen und schloss Freundschaften mit Dienern und den unteren Gesellschaftsschichten. Er speiste mit ihnen, besuchte sie und war immer freundlich zu ihnen. Die Macht hat ihn nicht verändert; der nationale Reichtum hat ihn nicht verändert. Sein Verhalten in schwierigen Zeiten war das gleiche wie zu Zeiten des Wohlstandes. Er kam aus dem Volk und gehörte zu ihnen, war nett zu ihnen und wünschte ihnen Gerechtigkeit. Im Krieg Khandagh, als die Muslime in Medina von allen Seiten umstellt waren und keine Nahrungsmittel in die Stadt gebracht werden konnten und der Proviant ausging, so dass die Menschen manchmal zwei oder drei Tage nichts zu essen hatten, in dieser schwierigen Situation halft der Prophet selbst mit, den Schutzgraben um die Stadt auszuheben. Er nahm an der Arbeit teil und hungerte genauso wie die anderen Menschen.

Der dritte Akt aus dem Leben des Propheten befasst sich mit seiner Andacht und seinen Gebeten zu Gott. Seine hohe Stellung und seine Größe und Würde haben ihn niemals das Gebet vergessen lassen. Mitternachts weinte er und betete zu Gott um Vergebung. Ome Salameh sah eines Nachts, dass der Prophet verschwunden war. Sie suchte ihn und sah ihn im Gebet vertieft, die Tränen liefen über seine Wangen und er bat um Vergebung; er betete: „O Herr, überlasse mich keinen Augenblick meiner selbst.“ Auch Ome Salameh musste weinen. Der Prophet hörte sich und sagte: Was machst du denn hier? Sie erwiderte: O Prophet, du, der du doch so geliebt bist von Gott und deine Sünden vergeben sind. Warum weinst du dann und bittest Gott, uns nicht uns selbst zu überlassen? Er sagte: Wenn ich Gott vergesse, wer wird mich dann noch erhalten? Das ist eine Lehre für uns. Am Tag der Würde, am Tag der Schmach, an jedem Tag der Not, am Tag des Wohlstandes, an jenem Tag, an dem der Feind uns umstellt hat; an dem Tag, an dem sich der Feind mit all seiner Macht dem Menschen und seinem ganzen Wesen aufzwingt, und in allen Lebenslagen, da gilt die große Lehre des Propheten: Immer Gott im Sinn haben, Gott nicht zu vergessen, sich auf ihn stützen und von ihm wollen.

Auszüge aus den Ansprachen zum Freitagsgebet in Teheran – 27.09.1991(05.07.1370).

Seit einiger Zeit sind unreine Hände am Werk, um unter der Islamischen Weltgemeinde, insbesondere zwischen Sunniten und Schiiten, die Saat der Zwietracht und der Feindschaft zu streuen.

Es trifft zu, dass es für die Schiiten und Sunniten trotz zahlreicher religiöser Gemeinsamkeiten auch einige Punkte gibt, in denen ihre Meinung auseinander geht und sie getrennt denken und handeln. Aber laut einer Überlieferung des geehrten Propheten des Islams sind die Unterschiede in den Ansichten im Islamischen Glaubensvolk ein Segen. Gemäß der Denkweise des Propheten Allahs (s.a.a.s.) dürfen Unterschiede im Denken und der Ansicht nicht nur keine Trennung, Spaltung und Feindschaft hervorrufen, sondern müssen sogar zur Belebung und zur Erhabenheit der religiösen Lehren und zum kulturellen Fortschritt in der Islamischen Welt führen.

Die Gründe und Ursachen, die sich für die Einheit und Solidarität in der Islamischen Welt und innerhalb der Islamischen Weltgemeinde aufzählen lassen, sind um ein Vielfaches zahlreicher und klarer als die Fälle, die zu Unterschieden führen. Der Eine Gott, die eine Kaaba, dieselbe Himmelsschrift, die gemeinsamen Gottgesandten, derselbe Prophet sowie eine ausgesprochen große Zahl derselben religiösen Geboten und Regeln sind nicht wenig! Dies alles lässt sich nicht wegen einer sehr geringfügigen Zahl von Meinungsunterschieden beiseite stellen!

Aber es gibt – und das ist überaus bedauerlich – , in der Islamischen Weltgemeinde Leute, die, angespornt von den Feinden des Islams, Spannungen und Krisen in der Islamischen Gesellschaft schüren, indem sie die Punkte, in denen sich die Islamischen Denkschulen unterscheiden, aufbauschen.

Müssen wir Muslime – Schiiten und Sunniten – in der heutigen Situation und unter Bedingungen, wo die Islamische Ummah von allen vier Seiten durch die amerikanischen und europäischen Mächte umzingelt wurde und kein Tag vergeht, ohne dass irgendwo auf der Welt ein neue Unheilstiftung und neue Boshaftigkeit gegen die Muslime und ihre Heiligkeiten Gestalt annimmt, nicht einander zur Seite stehen und gemäß den religiösen Lehren einander achten?

Unter den derzeitigen Umständen ist jetzt nicht der Zeitpunkt, dass Schiiten und Sunniten einander für unrechtmäßig erklären. In der heutigen Zeit ist es gemäß der politischen Rechtslehre beider Glaubensrichtungen religionsrechtlich verboten und falsch, Zwietracht hervorrufende Debatten zu entfachen, sei es nun seitens der Schiiten, sei es seitens der sunnitischen Brüder. Wer solche Debatten entfacht, zählt zu denen, die Verrat an der klaren Lehre des Islams begehen.

Zurzeit ist die Heranziehung von angeheuerten Religionsgelehrten, die für weltliche Belange ihre Religion verrieten, eine List, welche die Funktionäre der CIA-Spionagenetze geschickt einsetzen, um zerstörerisch und provozierend auf das Denken in der Islamischen Ummah, ob Schiiten oder Sunniten , einzuwirken.

Dafür das dies keine reine Behauptung ist, zeugt, dass diese Netzwerke Diskussionen, die sich gegen die Einheit und den Zusammenhalt der Islamischen Ummah richten, verbreiten. Dies auch noch unter den heutigen äußerst sensiblen und komplizierten Bedingungen auf der Welt, bei denen der Zusammenhalt und die Solidarität der Islamischen Gemeinschaften noch wichtiger und lebensnotwendiger ist als das Atmen.

Jedenfalls verurteilen wir entschieden und scharf, soweit es uns und unsere Ziele und heiligen Ideale betrifft, die Ausstrahlung bzw. Verbreitung eines jeglichen Programms von jeglichem Medium, ob Seh-, Hör- oder schriftliches Medium, welches zur Zerstörung der Einheit und Solidarität zwischen den schiitischen und sunnitischen Muslimen und mit dem Ziel, die Lehren der mehrfachen islamischen Glaubensrichtungen zu schmähen und herabzusetzen, entworfen und inszeniert wird. Wir erwarten von den anderen Brüdern und Schwestern der Sunniten und der Schiiten ebenso, die üblen und teuflischen Ansichten und Initiativen, die aus krankhaften und besudelten Hirnen einer Handvoll angeheuerter Legionäre der alten Feinde des Islams hervorgehen, zu verurteilen. Sie sollen den Verbreitern von Unsinn und Zwietrachtstiftern der Amerikaner und des Westens einen kräftigen Schlag auf den Mund verpassen, indem sie nicht auf solche teuflischen Töne hören und solche beleidigenden Programme nicht beachten.

Wir hoffen dass die sunnitischen und schiitischen Gläubigen mit offenen Augen und Ohren diesen verheerenden Sabotagen des Feindes auf die notwendige Weise und geeignet begegnen und den gemeinsamen Feinden der Religion und Lehre der Muslime alle falsche Hoffnungen nehmen. So Gott will!

Der US-Journalist Max Blumenthal weist nach, dass die wachsende Islamophobie in den USA und in Europa von einflussreichen Israel-Lobbyisten geschürt wird……………WEITERLESEN!!

Die Schwägerin des früheren britischen Premierministers Tony Blair ist nach ihrer Pilgerreise in die Stadt Qom zum Islam übergetreten. Sie hofft, dass sie damit ein gutes Beispiel abgeben kann und zeigt sich überzeugt vom Islam.

Laut einem Bericht der Daily Mail, konvertierte die Rundfunksprecherin und Journalistin Lauren Booth nach einem Besuch in Iran und ihrer Bekanntschaft mit den islamischen Lehren vor sechs Wochen zum Islam. Die 43-Jährige Britin teilte Daily Mail mit, dass sie nun Hidschab trage und fünf Mal am Tag bete, sofern es möglich ist, besuche sie auch die Moschee ihres Wohnortes.

Konvertierung zum Islam

Lauren Booth beschrieb ihre Konvertierung in einem Gespräche mit der britischen Tageszeitung wie folgt:

An einem Dienstag in Iran war es, als ich fühlte, man habe mir eine starke spirituelle Injektion verabreicht, die mich mit Glückseligkeit erfüllte. Kurz nach meiner Rückkehr nach Großbritannien nahm ich dann den islamischen Glauben an.
Von diesem Zeitpunkt an, ass ich kein Schweinefleisch mehr und nahm auch keinen Alkohol mehr zu mir. Ich verspüre auch gar nicht das Verlangen nach alkoholischen Getränken, obwohl es in der Vergangenheit fast keinen Tag gab, an dem ich nicht irgendeine Form von Alkohol zu mir genommen habe.

Sie hatte sich schon länger mit dem Islam auseinandergesetzt. Das Interesse am Islam hatte begonnen, nachdem sie sich mit dem Konflikt im Nahen Osten auseinandergesetzt hatte und dadurch den Islam als Religion kennengelernt hatte. Sie hoffe, dass ihr Verhalten das von Tony Blairs beeinflusse und er dadurch die Welt aus einer anderen Perspektive sehen könne.

Quelle

Muslimische Länder, Organisationen und Einzelpersonen haben fast eine Milliarde Dollar (787 Mio. Euro) für die Flutopfer in Pakistan zugesagt.

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) erklärte gestern, das Geld komme von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Spendenaktionen in Saudi-Arabien, der Türkei, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.

Der OIC-Vorsitzende Ekmeleddin Ihsanoglu sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem pakistanischen Außenminister Schah Mahmud Qureschi, Muslime gehörten zu den größten Spendern, was Bargeld als auch Hilfsgüter betreffe. Ihsanoglu äußerte sich nicht dazu, wer wie viel Geld zusagte oder dazu, ob das Geld an die Regierung oder Hilfsorganisationen geht.

Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe durch heftigen Monsunregen im Norden sind weite Landstriche Pakistans überflutet, mehr als eine Million Häuser zerstört und mehr als acht Millionen Menschen auf Soforthilfe angewiesen.

Das ganze Leben des Menschen ist durchzogen von Riten und viele Menschen merken es nicht. Doch unvernünftige Riten schaden jedem Volk.

Oft wird den Religionen vorgeworfen, sie hätten so viele “konservative“ Riten. Und insbesondere dem Islam wird vorgeworfen, dass sie eine “Gesetzesreligion“ mit vielen Riten sein. Die Tatsache, dass der Islam eine Liebesreligion ist, in der die Riten zum höchsten Genuss der Liebe führen, soll an anderer Stelle diskutiert werden. Hier geht es darum, dass es eigentlich in allen Bereichen des Lebens in Deutschland “Riten“ gibt. Im Gegensatz zu den Riten der Religionen sind sie oft nirgends festgeschrieben, sondern dümpeln als sogenannter “Brauch“ ihr Dasein vor sich hin. Und es gibt keinen Lebensbereich, in der jene Riten nicht ihr Unwesen treiben, insbesondere dann, wenn sie dümmlich, schädlich oder gar zerstörerisch wirken. Und das Hauptargument von falschen Riten ist: So haben wir das schon immer gemacht“, oder: „das war schon immer so“. Natürlich weiß jeder, dass jeder Ritus irgendwann einmal angefangen haben muss, aber danach fragt man nicht. Typisches Beispiel eines Ritus ist die Krawattenuniform, die jedem Bänker vorgeschrieben ist, obwohl auch mit einem kragenlosen geschossenen Hemd ohne Krawatte ein durchaus seriöses Auftreten möglich wäre. Ein anderes deutsches Beispiel ist, dass Fußballmeister Bier über den Kopf gegossen bekommen (wie lustig bzw. ekelig, je nach Sichtweise – aus muslimischer Sicht ist es so, als wenn man Urin über die Köpfe gießt).

Übliche Formen von Riten, konnte auch jeder beobachten, der die letzte Präsidentschaftswahl im Fernsehen (oder Internet) beobachtet hat. Nach dem dritten Wahlgang, als alles entschieden war und der neue Präsident Wulf feststand, gab es eine Szene, die das gesamte Ausmaß dümmlicher Riten auf höchster Stufe des Staates verdeutlicht und aufzeigt, dass Politik Menschen offenbar verunmenschlichen lässt. Die Auszählung war erfolgt, das Ergebnis war allen Beteiligten schon vor der öffentlichen Verkündung bekannt, Wulf hatte im Hinterzimmer seinen Rücktritt als Niedersächsischer Ministerpräsident vollzogen und saß entspannt im Saal neben einer ebenfall erleichterten Kanzlerin, die Stimmen des Kandidaten Gauck wurden genannt und daraufhin standen alle Mitglieder der SPD und der Gründen auf uns klatschten dem Kandidaten minutenlang!! Nur von der CDU, der CSU und der FDP stand niemand auf. Die Kanzlerin hätte es in der Hand gehabt aufzustehen und dem unterlegenen aber fairen Kontrahenten zu klatschen und alle hätten mitmachen müssen. Das wäre doch einmal eine echte Änderung der unsinnigen Riten gewesen! Warum kann man nicht am Ende des Tages, nach einem langen und mühsamen Wahlkampf zur menschlichen Gemeinsamkeit mit viel Respekt und Anstand sich gegenseitig Applaudieren und dem Volk signalisieren, dass wir alle zusammen die Probleme dieses Landes bewältigen müssen, selbst wenn wir unterschiedliche Konzepte und Vorstellungen darüber haben. Aber die Riten hindern die Menschen daran! Genauso war es dann auch, als die gewinnträchtige absolute Mehrheit von Wulf genannt wurde. Dieses Mal standen nur die auf, die ihn gewählt hatten. Warum eigentlich? Ist er nicht ab sofort der parteilose Präsident aller Deutschen? Was hindert die “Opposition“ im Saal, auch ihrem neuen Präsidenten Applaus zu gewähren? Aber die Riten hindern die Menschen daran.

Und wie viele solch unsinniger Riten gibt es; vor allem in der Politik! Was soll z.B. der rote Teppich vor “besonderen Gästen“? Ist das wirklich eine Ehrung? Hat sich eigentlich jemals jemand Gedanken darüber gemacht, woher jener Ritus stammt? Warum soll ein Staatsgast dadurch geehrt werden, dass er über einen roten Teppich laufen kann und nicht den Boden berührt? Hat irgendjemand den über Roten Teppich laufenden Leuten erklärt, dass es bis auf die Schilderung von Troja zurück geht? In der alten griechischen Mythologie lässt Klytaimnestra ihrem Mann Agamemnon bei seiner siegreichen Heimkehr aus Troja einen roten Teppich ausbreiten, seine Füße sollen die Erde nicht berühren. Agamemnon weigert sich jedoch zunächst, den Teppich zu betreten, und weist darauf hin, dass ein roter Teppich den Göttern der Griechen vorbehalten sei. Er wird dann doch überzeugt den Teppich zu betreten, zieht aber immerhin vorher seine Schuhe aus, um die Götter milde zu stimmen. Zwar hat es jene Szene wohl nie gegeben, aber der heutige Ritus geht wohl darauf zurück. Fragt überhaupt jemand danach? Wissen die “Teppichläufer“, dass sie über einen Teppich der “Götter“ laufen, und die damalige Götter gibt es geringfügig modernisiert auch heute noch. Oder praktizieren sie die Riten, ohne zu wissen, was dahinter steckt?

Ich erinnere mich an eine lustige Szene, als Imam Chamenei zu einem Besuch in der Provinz Urumiyya gelandet war, und die dortigen “Offiziellen“ ihm einen roten Teppich ausgebreitet hatten. Direkt am roten Teppich stand die Prominenz der Stadt, um Imam Chamene’is zu begrüßen. Der aber ging nicht über den Teppich, sondern direkt daneben, so dass der Teppich einen Abstand zwischen den Spalierstehenden Offiziellen und dem Imam bildete.

Ein weiterer Ritus ist das Begrüßen von Staatsgästen mit “militärischen Ehren“. Worin besteht eigentlich die Ehre vom Militär eines Landes begrüßt zu werden? Und wo sind die Alt68er, die solche Riten einstmals angeprangert haben, bis sie selbst in die Höhen jener politischen Ritusprediger aufgestiegen sind? Eine echte Unsitte ist die Bezeichnung “First Lady“! Niemand hat doch die Frau von Wulf gewählt oder gar eine ganze Familie! Nur der Präsident hat doch seine Frau gewählt. Warum soll das eine Funktion für das ganze Volk haben? Worin besteht die Demokratische Legitimation? Und was macht das Land bzw. die Ritenmedien, wenn Westerwelle Präsident wird?

Es gibt auch Riten in den Medien. Seit nunmehr acht Jahren hat Iran stets in ein bis zwei Jahren die Atombombe und bei keiner neuen Meldung gibt es irgendeinen Journalisten, der sich für die letzten acht Falschmeldungen diesbezüglich entschuldigt! Seit acht Jahren greift zudem Israel den Iran zum bevorstehenden Herbst an. Seit 60 Jahren will Israel angeblich Frieden mit den Palästinensern. Seit acht Jahren bringen US-Soldaten Frieden nach Afghanistan usw. usf. Ein weiterer beachtlicher Ritus besteht darin, dass die Bildzeitung die meistgelesene Zeitung Deutschlands ist, obwohl sie eigentlich niemand gelesen haben will. Das erinnert an die Zahl der Prostituierten im Land zu denen niemand geht.

Die Veränderung einer Gesellschaft zum Guten, zum Besseren, beginnt stets mit der Selbstverbesserung und der Etablierung von Werten der Vernunft in uns selbst. Jeder Ritus ist zu hinterfragen, ob es das rituelle Gebet ist oder ein roter Teppich. Und wenn man das wirklich tun würde, würde man feststellen, dass die Riten des Unsinns viel mehr sind, als die sinnvollen Riten der Wahrheit. Wir müssen Menschen ehren, die nicht so gerne über rote Teppiche laufen, aber dazu müssten wir erst selbst diesen Wunsch in uns töten. Wir müssen Menschen ehren, die nach einem fairen Wettstreit auch dem Gegner zuapplaudieren können. Aber dazu müssten auch wir dazu in der Lage sein und uns dazu erziehen. Vielleicht ist das auch eines der Gründe der etablierten Angst vor dem Islam. Denn bei einem echten sachlichen Dialog könnte sich herausstellen, dass der Islam sinnvolle Riten vertritt und unsinnige ablehnt, während es in einer veralternden Gesellschaft oft anders ist.

Vor allem müssen wir uns fragen, ob ein Leben in sinnlosen Riten zur Glückseligkeit führt oder die Hinterfragung eines jeden Ritus, das Forschen nach den Hintergründen und das Annehmen und Akzeptieren von nur sinnvollen Riten. Jeder Mensche braucht Halt im Leben. Manche glauben in den nicht hinterfragten Riten Halt zu finden. Das hat Deutschland schon zwei Mal in jüngster Geschichte zum Abgrund geführt. Es wird aber Zeit, dass wir vor dem Dritten Mal “ausbrechen“ aus den falschen Riten.

Der Letzte Wille Imam Chomeinis r.h. Teil 1

Obwohl 21 Jahre seit dem Ableben Imam Chomeinis – dem Begründer der Islamischen Republik Iran vergangen sind, lässt sich dennoch behaupten, dass sein Denken für die Freiheitsliebenden auf der Welt immer noch ein wertvolles Weglicht darstellt.

Das hohe Denken des Imams, welches aus den authentischen Lehren des Islams und des Heiligen Korans hervorgeht, hat das iranische Volk im Kampf gegen das korrupte Pahlavie-Regime siegen lassen. Aus Reden, Proklamationen und Interviews wurden die Gedanken Imam Chomeinis, entnommen und in Form von verschiedenen Büchern, wie dem Sammelband Sahifeh Nur veröffentlicht.

Auf diese Weise blieben seine befreienden Gedanken erhalten und sind ein Weglicht für die heutige Ära und die islamische Staatsordnung. Zweifelsohne hat auch Ayatollah Khamenei, ein würdiger Schüler des Imams und sein Nachfolger, eine einmalige Rolle bei der Fortführung des Weges und Imam Chomeinis übernommen.

Der Letzte Wille Imam Chomeinis ist religiös-politischen Inhalts und kann als eine der besten Quelle zur Erkenntnis über das hohe Denken des Imams betrachtet werden. In diesem Testament zeichnen sich der Weg der Islamischen Revolution und ihre hellen Zukunftsperspektiven ab und ist ein klares Konzept für die Fortdauer des Weges der islamischen Revolution enthalten. Es ist ein Brief, den ein großer Mensch und wahrer Diener Gottes verfasste. Eine kostbare Hinterlassenschaft , in der sich die Lehren des Islams widerspiegeln.

Das heutige Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ajatollah Khamenei sagt: „Die Islamische Revolution gehört gemäß den Worten des verstorbenen ehrwürdigen Imams allen Bevölkerungsgruppen und allen heutigen und zukünftigen Generationen Irans. Die großartige iranische Nation wird dieses kostbare göttliche Pfand durch ihr Handeln nach dem wegweisenden testamentarischen Empfehlungen Imam Chomeinis, durch Bewahrung der Losungen, der Zielrichtungen, der Werte und der Grundlagen der Revolution und dank Fortschritt und Innovation und Weiterentwicklung behüten.“

Das Testament Imam Chomeinis besteht aus einem Vorwort und mehreren Kapiteln, in denen der Imam Wegweisungen, Empfehlungen und Mahnungen hinsichtlich verschiedener Fragen formulierte.

Imam Chomeini beginnt sein religiös-politisches Testament mit Anführung des Hadith Thaqlain, das vom geehrten Propheten des Islams überliefert wurde, nämlich:

Wahrlich, ich hinterlasse unter euch zwei kostbare Pfandgüter. Das Buch Gottes (der Koran) und meine Familie – die Edlen aus meinem Hause . Diese beiden werden nicht voneinander getrennt bis sie an der Paradiesquelle Kauthar bei mir eintreffen.

Imam Chomeini zieht dieses Hadith, das von allen islamischen Konfessionsgruppen anerkannt wird, heran, um zu verdeutlichen, welchen hohen Platz der Koran und die Reinen aus dem Hause des Propheten einnehmen und dass diese beiden Größen nicht voneinander trennbar sind.

Im Anschluss an dieses Hadith hebt der Imam in seinem Testament hervor, dass – falls auch nur eine von diesen beiden Kostbarkeiten beiseite gelassen wird, die andere ebenso in Vergessenheit gerät. Danach mahnt er hinsichtlich des unrechtmäßigen Umgangs mit dem Koran und seiner Veruntreuung und sagt: „Es ist so weit gekommen, dass gewaltsame Regierungen und durchtriebene Scheingeistliche – die schlimmer als die Leute der Abgottregime sind – den Koran als Werkzeug zur Aufstellung von Gewalt und Korruption und zur Rechtfertigung der Unterdrücker und Widersacher Gottes des Erhabenen missbraucht haben.“

In seinem Testament erklärt der Imam, dass es der schiitischen Konfession zur Ehre gereicht, den Koran und die Edlen aus dem Hause des Propheten (Friede sei ihnen) zu befolgen. Er fordert die muslimischen Nationen auf, sich würdig und mit Leib und Seele nach dem Vorbild der Makellosen Imame und der Denkweise dieser Großen Wegweiser der Menschheit im Bereich Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und in militärischen Fragen zu richten.

Imam Chomeini unterstreicht dabei: „Ich muss daran erinnern, dass dieser religiös-politische Letzte Wille sich nicht nur an die große werte iranische Nation richtet, sondern eine Empfehlung an alle muslimischen Völker und an die Unterdrückten auf der Welt, gleich welcher Nation und welcher Religion sie angehören , ist.“

An einer anderen Stelle seines Letzen Wortes unterstreicht der Begründer der Islamischen Republik Iran: „Es ist nicht daran zu zweifeln, dass die Islamische Revolution Irans von allen anderen Revolution unterschieden werden muss: sowohl hinsichtlich ihrer Entstehung als auch hinsichtlich ihrer Art des Kampfes und ebenso hinsichtlich der Motivierung zur Revolution und zum Aufstand. Und es besteht kein Zweifel daran, dass dies ein göttliches Geschenk aus dem Verborgenen war, dass seitens Gott des Gnadenvolles huldvoll dieser unterdrückten ausgebeuteten Nation überreicht wurde.“

Da die Regierung, die aus dieser Revolution hervorging auf religiösen Werten beruht, ruft Imam Chomeini alle zur Behütung dieser vitalen Lehre auf. Er empfiehlt: „Der Islam und die islamische Regierung sind ein göttliches Phänomen, durch deren Anwendung das Wohl des Menschen im Leben und in der kommenden Welt in höchster Form gewährleistet wird und welche die Macht besitzen, die Unterdrückungen und Ausbeutungen, alle Korruption und alle Übergriffe zu durchkreuzen und die Menschen der wünschenswerten Vervollkommnung zuzuführen. Es ist eine Lehre, die im Gegensatz zu den Lehren, die nicht auf dem Ein-Gott-Glauben beruhen, zu allen persönlichen und gesellschaftlichen, materiellen und immateriellen, kulturellen, politischen, militärischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten Stellung nimmt und sie beaufsichtigt.“

Der Imam mahnt in Seinem Testament zur Wachsamkeit gegenüber der trügerischen Propaganda des Feindes, der ein verzerrtes Bild vom wahren Islam vorstellen will. Er weist den falschen Vorwurf , der Islam sei reaktionär zurück, und sagt: „Die Herstellung von Gerechtigkeit, die Ablehnung des Unrechts und der Unterdrückung, die Unabhängigkeit und Autarkie, die Beachtung der Rechte der Eltern und der anderen, sind alles keine Angelegenheiten, die alt und überholt werden.“ Er verurteilt auch die Versuche, die Religion von der Politik zu trennen und unterstreicht, dass der Heilige Koran und die Sunnah des Propheten über das Regieren und die Politik mehr sagen, als über andere Dingen. Außerdem weist er darauf hin, dass viele Gebote des Islams über das Gott-Dienen einen politischen Aspekt haben.

Er erinnert daran, dass der Prophet und seine Nachfolger ebenso eine Regierung bildeten und sich unmittelbar mit politischen Angelegenheiten auseinandersetzen.

Imam Chomeini empfiehlt der iranischen Nation in Seinem Letzten Willen, dass sie den Segen der Islamischen Republik, welcher durch ihre große Dschihad-Anstrengung und unter Opfern Wirklichkeit wurde, hochschätzen und behüten sollen. Den Verantwortungsträgern an der Spitze legt er ans Herz, die iranische Bevölkerung zu würdigen und sich in den Dienst der Entbehrenden und derer zu stellen, die Unrecht erfahren.

Der Imam empfiehlt auch den Verzicht auf ein Luxusleben und Importware und fordert die jungen Leute auf, an ihre eigenen Kräfte zu glauben und Autarkie anzustreben.

In seinem Testament verweist er auf die Pläne des Imperialismus, die junge Generation von ihrer Kultur und ihren Werten abzubringen und für den Westen zu gewinnen und sagt: „Um Problemen vorzubeugen und die Kontrolle nicht aus der Hand zu verlieren, ist es Aufgabe der Bevölkerung und der Regierung der Islamischen Republik, in keiner Epoche zuzulassen, dass korrupte Elemente mit abwegigen Ideologien oder Hinneigung zum Westen oder Osten sich in die Ausbildungsstätten und die Universitäten und andere Zentren der Erziehung und Lehre einschleusen.

Der Letzte Wille Imam Chomeinis (r.h) Teil 2 Imam Chomeini widmet sich in diesem Testament auch dem Thema der drei Regierungsgewalten. Im Zusammenhang mit der Legislative fordert er die Bevölkerung zur starken Wahlbeteiligung auf und rät ihr, festen Willens und in Treue zu den Islamischen Geboten und im Interesse des Landes Abgeordnete zu wählen, „die dem Islam und der Islamischen Republik treu sind.“ Er weist darauf hin, dass solche Abgeordnete in der Hauptsache aus der Mittleren Schicht und aus der Schicht der Entbehrenden kommen. Sie sollen aber gebildet und in den aktuellen Fragen bewandert sind, und die politischen Regeln des Islams kennen.

Imam Chomeini verweist auf die hohe Aufgabe der Volksvertreter und empfiehlt, dass die Abgeordneten einander in Brüderlichkeit behandeln. Er schreibt: „Alle sollen darum bemüht sein zu verhindern, dass – Gott verhüte es – ein Gesetz vom Islam abweicht . Alle müssen dem Islam und den himmlischen Geboten treu bleiben, damit das Wohl der hiesigen und der jenseitigen Welt eintritt.“

Im Iran achtet eine Einrichtung namens Kontrollrat darauf, dass Parlamentsbeschlüsse nicht gegen den Islam und die Verfassung verstoßen. Daher gibt der Imam in seinem Letzten Willen bekannt, dass er von diesem Rat erwartet, dass er stets genau und entschlossen seine islamischen und nationalen Aufgaben erfüllt. Er empfiehlt den Mitgliedern dieses Rates, sie „sollen sich von keiner Macht beeinflussen lassen und Gesetze die gegen die Heilige Schariah und gegen die Verfassung verstoßen ohne irgendwelche Bedenken verhüten.“

Imam Chomeini bezeichnet die Herausgabe von Gerichtsurteilen als eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe und ruft die Judikative auf, stets die Gebote des Islams und das Prinzip der Gerechtigkeit zu beachten. Imam Chomeini stellt aber auch an die Exekutive wichtige Erwartungen.

Imam Chomeini lädt die Exekutive unentwegt zum Dienst am Volke ein und sagt: „Alle müssen Diener des Volkes und ganz besonders der Geschwächten sein. Der Bevölkerung das Leben schwer zu machen und gegen die eigene Pflicht zu verstoßen, ist haram (aus der Sicht des Islams verboten) und führt – Gott verhüte es – zum göttlichen Zorn .“ Einigen Ministerien gibt Imam besondere Anweisungen. Er erwartet zum Beispiel von dem Außenminister, dass er um die Wahrung der Unabhängigkeit des Landes und den Ausbau der Beziehungen zu den Islamischen Staaten bemüht ist. An die Adresse des Ministers für islamische Kultur und Wegweisung sagte er: „Mein letzte Empfehlung an das „Erschad“-Ministerium lautet für alle Epochen, und ganz besonders für die jetzige, die ihren besonderen Charakter hat, dass es um die Werbung für das Recht gegenüber dem Unrecht bemüht ist und das wahre Gesicht der Islamischen Republik Iran vorstellt.“

Imam Chomeini widmet einen Teil seiner Letzten Empfehlungen auch den Bewaffneten Kräften der Islamischen Republik Iran. Er verweist darauf, welche Rolle die Islamische Republik beim Wandel unter der Armee und der Erwerbung ihres Volkscharakters gespielt hat und empfiehlt „Am Ende dieses irdischen Lebens lege ich allen Bewaffneten Kräften freundlich ans Herz, dem Islam – welcher die einmalige Lehre der Unabhängigkeit und der Freiheitssuche ist und mit deren leitenden Licht Gott der Erhabene alle zu den hohen menschlichen Stufen eingeladen hat, wie heute (auch in Zukunft) treu zu bleiben, und an ihrer Loyalität zu ihm festzuhalten.“

Imam Chomeini lobt die großen Taten der iranischen Militärkräfte, die das Land gegen die allseitigen Angriffe der Saddam-Armee verteidigt hatten. Aufgrund der Waffensanktionen des Westens gegen Iran, empfiehlt er ihnen in seinem Letzten Willen, sich beim Bau von Waffen auf eigenes Wissen zu stützen.

Die Massenmedien nehmen in den Augen Imam Chomeinis einen besonders wichtigen Platz ein. Sie können dem Wohl der Gesellschaft dienen oder auch schaden. Über den möglichen Schaden der Massenmedien schreibt er, dass diese zur wirksamen Werkzeugen zur Vernichtung der Völker insbesondere der jungen Menschen umgewandelt wurden. Der Imam erinnert an die heimlichen Plänen, die man im 20. Jahrhundert, insbesondere in der zweiten Jahrhunderthälfte mit Hilfe dieses Instrumentariums und durch gegen den Islam und engagierte Geistliche gerichtete Agitationen sowie pro-imperialistische Propaganda verfolgte.

Imam Chomeini war davon überzeugt, dass es Freiheit geben muss, aber er akzeptierte keinen Missbrauch der Freiheit. Deshalb unterstrich er in Seinem Letzten Willen: Alle sollen wissen, dass die Freiheit in westlicher Form, welche die jungen Leute, Mädchen und Jungen verderben, aus der Sicht des Islams und aus der Sicht der Vernunft zu verurteilen ist“

Der Imam ruft alle Medien und Künstler auf ,ihrem wahren Auftrag gerecht zu werden und das wahre Gesicht des Islams vorzustellen. Er sagt: „Wenn dieses Gesicht mit der Schönheit, zu welcher der Koran und die Sunnah auf allen Ebenen eingeladen haben, hinter der Maske, die ihm die Islamfeinde und die falschen Kommentatoren unter den Freunden aufgesetzt haben, hervortritt und offensichtlich wurde, wird der Islam universal und seine ruhmreiche Flagge überall gehisst werden.“

Revolutionsführer Imam Chomeini war auch ein liebevoller Vater für die iranische Nation. Er gibt auch den Gegnern der Islamischen Republik väterlichen Ratschlag. Als erstes unterstreicht er in seinem Testament: „Den Weg einer opferbereiten Nation kann man nicht ändern und mit Terrormaßnahmen und Bombenlegungen und haltlosen Lügen auf Abwege bringen. Keine Regierung lässt sich auf diese unmenschliche und unvernünftige Weise aus dem Weg räumen, und erst recht nicht eine Bevölkerung wie die iranische, die – von den Kindern bis zu den Greisen – alle Opfer für die Islamische Republik, den Koran und die Religion bringen.“ Der Imam rät den Mitgliedern der anti-revolutionären Gruppen von ihrem sinnlosen Tun abzulassen und nicht in die Falle der Weltverschlingenden Mächte zu tappen. Er lädt sie ein, in ihre Heimat und die Arme des Islam zurückzukehren, wenn sie kein Verbrechen begangen haben und sagt, wenn sie bereuen, werde ihnen verziehen. Wenn sie aber ein Verbrechen begangen haben, dann sollten sie ebenso auf halben Weg reuevoll umkehren. Er rät auch den Gegnern im Inland, die Freiheit nicht für eine Schwächung der Islamischen Republik Iran zu missbrauchen.

Schließlich spornt Imam Chomeini gegen Ende seines Letzten Willens die Muslime in aller Welt an , sich um ihre Unabhängigkeit und Freiheit und die Durchführung der Islamischen Gebote zu bemühen. Er ruft sie auf, einander in Brüderlichkeit die Hände zu reichen, und verspricht: „Wenn eines Tages diese Brüderlichkeit aufgrund des Glaubens dank des Einsatzes der Regierungen und Völker und mit der Zustimmung Gottes des Erhabenen Wirklichkeit findet, werdet ihr sehen, dass die Muslime die größte Macht auf der Welt bilden.“

Dann lobt Imam Chomeini noch die iranische Bevölkerung wegen ihrer Revolution und sagt: „Angesichts dessen, was ich bei dieser werten Nation an Wachsamkeit und Pflichtbewusstsein, Opferbereitschaft und Widerstandskraft und Entschiedenheit auf dem Wege Gottes sehe, hoffe ich dass – mit der Huld Gottes des Erhabenen – diese menschlichen Inhalte an die kommenden Generationen weitergegeben und sie Generation für Generation wachsen werden.“

Der letzte Satz im Testament des Imams lautet: „Hiermit verabschiede ich mich mit einem ruhigen zuversichtlichen Herzen und einem frohen Geist und voller Hoffnung auf den Segen Gottes, aus dem Dienst an euch, ihr Brüder und Schwester und begebe mich auf die Reise zur Ewigen Bleibe.“

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

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Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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