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Nach dem Minarettverbot in der Schweiz melden sich eine ganze Reihe von Vertretern des Kapitalismus zu Wort, um noch mehr Öl ins Feuer ihres Islamhasses zu gießen – und die Freude in ihren Worten ist nicht zu überlesen.

Minarettverbot war gestern. Jetzt geht es an die Kleidung der Muslimas. Und morgen dürfte das Gebet dran sein. Den Hasspredigern geht es aber weder um den Islam, noch um Minarette, es geht ihnen um die menschenverachtende Ideologie des Kapitalismus, die sie schützen müssen! Dazu eine Frage: Können Sie sich vorstellen, vom wem die folgenden Zeilen stammen?

„Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Judaisierung ihres Landes entschieden hat. Aber nicht gegen die Religionsfreiheit oder das Judentum als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie der Verbote für Religionen im Orient und Okzident. Unabhängig davon, wie man das Ergebnis bewertet – nicht die Juden sind die Verlierer, die niemand in der Schweiz daran hindert, ihre Religion zu praktizieren, es sind die Gutmenschen, die eine andere Kultur immer verteidigenswerter finden als die eigene, die Trittbrettfahrer, die schon immer für Rassismus anfällig waren, und die Appeaser wie die Schweizer Außenministerin, die sich Sorgen um mögliche Reaktionen in der israelisch-jüdischen Welt machte und dem Export Schweizer Produkte zuliebe die Demokratie nach Schweizer Art ein wenig entschärfen wollte. Dieselben Pappnasen, die uns immer wieder erzählen, Israel sei keine Diktatur vergewaltigungslustiger alter Säcke, die nicht müde werden, zu behaupten die IDF sei “eine Verteidigungsarmee“, werden die Mehrheitsentscheidung der Schweizer als “undemokratisch” verurteilen, weil das dumme Mündel sich nicht so entscheidet, wie es der kluge Vormund möchte. Da wird der Vormund böse. Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Judaisierung ihres Landes entschieden hat. Nicht gegen die Religionsfreiheit, nicht gegen Lokale, in denen koscher gegessen wird, nicht gegen das Judentum als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie, die auch in anderen Ländern als naturgewollt hingenommen wird.
Juden dürfen in Europa Gebetshäuser bauen, Muslime in Israel dürfen es nicht (von den Christen und anderen Goyim nicht zu reden). … Wenn es in Deutschland eine Ausbildung zu Rabbinern geben kann, die nicht der staatlichen Aufsicht untersteht, muss es in Tel Aviv oder Haifa eine Muslimische, Evangelische, eine Katholische oder eine Akademie für Theorie und Praxis des Atheismus geben können. … Es ist ganz einfach. Einer muss nur den Anfang machen.“

Können Sie sich vorstellen, wer solch einen Text ungestraft in Deutschland veröffentlicht? Können Sie sich vorstellen, dass solch ein Text in der Zeitung “die Welt“ veröffentlicht wird? Nein, Sie können es nicht, denn es wäre eine Volksverhetzung sondergleichen, es wäre eine Unverschämtheit gefüllt mit Lügen – nicht einmal zionistischen Anführern dürfte man pauschal die Vergewaltigungslust vorwerfen, selbst wenn einige dafür sogar verurteilt wurden. Und solch ein Text wäre ein hasserfülltes Aufwiegeln, gegen den sich auch deutsche Muslime wehren würden! Nicht zuletzt wäre es der letzte Text jenes Schreibers, den er hätte veröffentlichen dürfen. Die gesamte Presse würde ihn meiden; von den strafrechtlichen Konsequenzen einmal abgesehen.

Der Text stand auch nicht so in der “Welt“. Er richtete sich nicht gegen Juden, sondern gegen Muslime. Er richtete sich nicht gegen Israelische Präsidenten, sondern gegen die Geistlichkeit im Iran. Gegen den Iran darf man offenbar den nächsten Krieg vorbereiten, auch mit solchem verbalen Dauerbeschuss! Er richtete sich nicht gegen jüdische Gebetshäuser, sondern gegen muslimische.

Auffällig bei solchen Schreibern (Sarrazin hat sich auch wieder gemeldet) und solchen Texten ist stets, dass sie Vertreter des Reichtums, des Establishments, der “herrschenden Klasse“ sind, ohne in ein kommunistisches Vokabular zu verfallen. Sie sind in unserem Vokabular die Hofschreiber, Hofnarren, Hoffotografen, Hofwissenschaftler, jeweils in einem anderen Bereich tätig, aber für den Hof und gut bezahlt vom Hof (außer sie haben es nicht nötig, da sie schon im Hof leben). Nie liest man eine derartige Hasstirade gegen den Islam und die Muslime von Vertretern der Arbeiterschaft oder der armen Bevölkerung! Und doch sind es genau jene Arbeiter und Armen, die dann instrumentalisiert werden, um gegen Muslime (einstmals Juden) zu randalieren. Die verbale Randale kommt von den reichen Saubermännern, die körperliche folgt dann vom Volk, von dem sich jene Saubermänner aber dann distanzieren: „Nein, wir wollten keine Steine in Moscheen werfen, nein die Brandsätze sind nicht gut. Wir wollten doch nur den Davidsstern abmontieren. Warum sollte ein Jude schlechter beten können, wenn der Davidsstern nicht mehr an der Außenfassade hängt?“

Dennoch sollte man einen Teil der Argumente der Hassprediger aufgreifen, um die perfide Vorgehensweise offen zu legen. Da ist z.B. davon die Rede, dass in der Türkei der Bau von Kirchen nicht erlaubt sei. Jenes Argument ist aus mehrfacher Hinsicht idiotisch! Es gibt keine einzige christliche Gemeinde, die irgendeine Kirche in der Türkei bauen will. Der Grund dafür ist ganz einfach zu erklären. Es gibt in der Türkei pro-Kopf-Christ ungefähr drei bis vier Mal so viele Kirchenplätze, wie für pro-Kopf-Muslim Moscheen in der Schweiz oder Deutschland. Die bestehenden – teilweise historisch extrem wertvollen und riesigen – Kirchengebäude in der Türkei verfallen, weil die christlichen Gemeinden für deren Instandhaltung keine Mittel aufbringen können, schlicht und einfach deshalb, weil es viel zu viele Kirchen gibt; viel mehr als Kirchengänger in der Türkei benötigen. In der Türkei gibt es zahllose geschlossene Kirchen; nicht weil der Staat sie geschlossen hat, sondern die jeweilige Gemeinde mangels Kirchengängern!

Als noch drastischeres Beispiel wird Saudi-Arabien genannt, dass dort keine einzige Kirche gebaut werden dürfe. Es stellt sich natürlich zunächst die Frage, was eine Kirche in einem Gebiet soll, in der kein einziger Christ lebt! Aber nehmen wir einmal an, das sich irgendwo am Rande des Landes tatsächlich eine christliche Gemeinde zusammen fände und ihr (genau so wie muslimischen Schiiten) verboten wird, ein Gebetsgebäude zu bauen, wer wäre dann schuld? Wären das nicht die Saudischen Könige und Prinzen, die keinen einzigen Tag an der Macht bleiben könnten, ohne massive militärische Unterstützung der USA gegen das eigene Volk? Warum fragt man nicht höflichst bei der US-Armee an, ob sie nicht die Christen, die in einer Kirche beten möchten, zumindest in den Kirchen innerhalb der US-Militärbasen in Saudi-Arabien beten lassen, denn dort gibt es jene Kirchen entgegen der Hasspredigerpropaganda!

Die “rechten“ Hassprediger, die jetzt aus dem Feiern gar nicht mehr herauskommen, werden angeführt von Milliardären! Hat sich eigentlich jemals einer der armen Wahlgänger (ob Naziwähler in Deutschland, Österreich oder Schweiz) die Frage gestellt, warum jene Milliardäre nie einen Cent für wohltätige Zwecke zur Unterstützung der einheimischen armen Bevölkerung übrig haben, aber stets hinreichend spendabel sind bei der Unterstützung von ohnehin reichen Hasspredigten? Und hat sich jemals einer der “einfachen“ Arbeiter die Frage gestellt, warum er so sehr gegen seinen muslimischen Arbeiterkollegen aufgehetzt werden soll, während er die frauenverachtende Zeitung mit Nacktbildern liest und gleichzeitig das Wirtschaftssystem die Bankmanager immer reicher und ihn und seine Familie immer ärmer werden lässt? Und ist ihm jemals aufgefallen, dass der Grad des Hasses gegen Juden zur Zeit seiner Großeltern und gegen Muslime in seiner eigenen Zeit dem eigenen wirtschaftlichen Niedergang proportional ist? Und ist ihm auch schon einmal aufgefallen, dass jene Hassprediger, Bankmanager und Chefredakteure; kurz, der gesamte Hof und seine Hofbediensteten, niemals ihre Söhne oder Töchter als Soldaten nach Afghanistan senden, sondern es die Kinder derjenigen sind, die nicht in Saus und Braus leben?

Ein Minarett ist nichts anderes als ein Turm, von dem einstmals der Gebetsruf in die Umgebung gerufen wurde. Das berühmteste Minarett Europas ist die Giralda, der Turm der Kathedrale von Sevilla (Spanien) und eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist der Rest der einstigen Moschee, die im Jahr 1184 errichtet wurde. Von der Moschee ist nichts mehr übrig außer diesem Minarett, und das ist heute Teil einer Kathedrale! Soll das die Zukunft sein?

Muslime brauchen kein Minarett, um in einer Moschee beten zu können. Sie brauchen auch keine Moschee, um miteinander beten zu können. Die brauchen auch kein Gebet, um mit Gott sprechen zu können. Will man deshalb all diese Dinge verbieten? Und wenn dann alles verboten ist, wer ist dann dran? Kommt dann der Davidsstern dran? Schließlich müssen Juden ja keinen Davidstern an ihren Synagogen haben, um beten zu können. Ist irgendeinem Christen eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es nicht Muslime waren, die das Kreuz verbannen wollten?

Muslime brauchen das Minarett nicht. Aber eine menschenwürdige Gesellschaft braucht Intellektuelle, die sich dafür einsetzen, im eigenen Land Verhältnisse zu schaffen, die friedvoller sind, als im Rest der Welt, die würdevoller und menschenfreundlicher sind, als im Rest der Welt. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft braucht Menschen, die ihre Verantwortung als Mensch wahrnehmen und tragen können. Genau hier setzt das Hauptargument der Schweizer an. Sie behaupten besonders demokratisch gewesen zu sein, da schließlich das Volk abgestimmt hat. Wie weit aber will man das führen? Wollte man auch eines Tages darüber abstimmen lassen, Muslime auszuweisen? Und was ist, wenn das Volk dafür stimmt? Und wie wäre es mit Volksabstimmungen in Deutschland über den Afghanistaneinsatz oder U-Boot-Geschenke an Israel?

Der Kapitalismus ist eine Ideologie, die – ähnlich dem Schneeballsystem – eine Weile die Leute an der Spitze immer reicher werden lässt, bis der Boden erreicht ist. Die große Masse wird immer ärmer. Jener Zeitpunkt ist jetzt weltweit wieder erreicht. In den USA werden inzwischen schon an 10% der Bevölkerung Essensmarken verteilt. Andere Länder werden folgen, denn es gibt keinen Ausweg. Kein wirtschaftliches Wachstum der Welt kann das Zinswachstum auch nur annähern kompensieren. Der Kapitalismus ist am Ende und die Folge würde – normalerweise – der Aufstand der Betrogenen gegen die Betrüger sein. Normalerweise wäre es der Aufstand der Mehrheit der Bevölkerung gegen den Hof (aber auch ihre Schreiberlinge). Daher gibt es für den Hof nur einen Ausweg. Das Geldsystem muss sozusagen “heruntergefahren“ und neu gestartet werden (wie bei Windows, wenn es hängt). Es gibt aber nur einen einzigen Neustartknopf im Kapitalismus, und der heißt Krieg. Es ist kein Zufall, dass die größten Kapitalisten verbündet in Afghanistan und Irak eingefallen sind. Aber das genügt noch nicht, um das System neu zu starten. Ein viel größerer und umfangreicherer Krieg muss her. Und die Hofschreiber des Kapitalismus sind schon längst auf ihre eigenen Minarette gestiegen und rufen nicht nur fünf Mal am Tag, sondern durchgehend, so laut sie können, dass der Iran anzugreifen sei!

Die Bevölkerungen der westlichen Welt sind aber immer noch nicht hinreichend willig. Also müssen die Hofschreiber die Willigkeit vorbereiten, damit eine geeignete “Aktion“, die uns noch bevorsteht, den Weltkrieg dann einleitet. Einen anderen Ausweg gibt es aus dem Kapitalismus nicht, wenn man den Kapitalismus beibehalten – bzw. neu starten – will. Warum wurde Obama gewählt und mit einem Friedensnobelpreis ausgestattet? Wenn ein Bush die westliche Welt in einen noch umfassenderen Krieg geführt hätte, wäre der weltweite Protest auch in der Westlichen Welt nicht mehr zu unterdrücken gewesen. Obama aber sendet 30.000 neue Soldaten nach Afghanistan, führt Guantanamo weiter und die Westliche Welt schweigt.

Wenn aber die Nacktzeitungsleser von heute einmal darüber nachdenken würden, was das für sie und ihre Kinder bedeutet, wenn sie darüber nachdenken würden, in welche fernen Ländern die heutigen Hofschreiber bei einem unfassenden Weltkrieg fliehen werden und was ihnen übrig bleibt, dann würden sie aufhören Hasspredigern zuzuhören und solche Schundschreiber zu lesen, sondern würden einen Weg zum Frieden suchen, einen friedlichen Weg zum Frieden.

Direkt am Bosporus in Istanbul, zwischen der ersten Bosporusbrücke und dem Zentrum vom Stadtteil Üsküdar, gibt es eine alte kleine Kirche, die sage und schreibe drei Meter neben einer ebenso kleinen Moschee steht. Beide Gebetshäuser sind in Betrieb. In Mannheim steht ebenfalls eine Moschee unmittelbar gegenüber einer viel größeren Kirche. Das Minarett der Moschee verschwindet fast neben der Pracht des Kirchebaus und seiner Größe. Beide Gebetshäuser sind nebeneinander im gegenseitigen Respekt in Betrieb. Und es gibt unzählige Beispiele überall in der Welt, in der solch ein friedliches Miteinander möglich ist. Eine Parole gegen den Zionismus lautet: Juden, Muslime und Christen, Hand in Hand gegen Zionisten. Möglicherweise muss man jene Parole erweitern in: Juden, Muslime und Christen, Hand in Hand gegen Kapitalisten.

Ach ja, nur nebenbei gefragt: Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass die größten Hassprediger gegen die Minarette von heute gleichzeitig die größten Befürworter jeglicher Verbrechen Israels sind; nicht der Juden aber der Zionisten!

Ratschläge zu Finanzanlagen sind aus dem Vatikan selten zu hören. Jetzt fordert der Kirchenstaat Banker auf, sich bei Investitionen doch bitte in Zukunft an die Regeln des islamischen Rechts zu halten.

Papst Benedikt XVI. bleibt still. Er verharrt diese Woche im Schweigen und Gebet. Er will sich auf Gott besinnen. Wohl möglich, dass er auch einen Moment an die Finanzmärkte denkt. Denn um die Anlagen des Vatikans steht es nicht gut. Vergangenes Jahr gab der Kirchenstaat bekannt, dass schwankende Wechselkurse die Finanzergebnisse beeinträchtig haben. So schmolz der Haushaltsüberschuss des Vatikanstaats um zwei Drittel auf 6 Mio. Euro. Und die Aussichten sind schlecht.

Verständlich also, wenn die Wut auf den Kapitalismus groß ist. Seit Monaten schimpfen Benedikt XVI. und die offiziellen Vatikanmedien auf die Gier in der Bankenwelt. Neu ist aber, dass sie sich dabei mächtige Verbündete suchen.

Der „Osservatore Romano“, die offizielle Tageszeitung des Vatikanstaats, fordert, Banker sollten sich künftig ein Beispiel an den Muslimen nehmen. „Islamic Finance kann zu neuen Regeln in der westlichen Finanzwelt beitragen“, heißt es im Artikel. Das derzeitige Kapitalismusmodell sei gescheitert. Der „Osservatore Romano“ hat Gewicht. Die Zeitung gibt Meinungen wieder, die in der Kurie meistens Zustimmung finden.

Die Zeitung legt der Finanzwelt vor allem die islamischen Anleihen ans Herz, die sogenannten Sukuks. Diese Wertpapiere wurden aus einer Not heraus entwickelt: Der Islam verbietet es Gläubigen, Geld gegen Zinsen zu verleihen.

Um trotzdem Anlagemöglichkeiten zu schaffen, sind Sukuks mit konkreten Investitionen, etwa in Straßen oder Häuser, besichert. Die Rendite ist der Zins. „Der Sukuk verfolgt keine spekulativen Ziele“, jubeln die Autoren des „Osservatore Romano“. Er könnte etwa zur Finanzierung der Hilfen für die Autoindustrie verwendet werden.

Auch außerhalb der Vatikanmauern entdeckt man bereits die Vorteile. „Islamic Finance ist Gewinner der Finanzmarktkrise“, sagt Philipp Wackerbeck von der Managementberatung Booz & Company. Noch sind es vor allem Muslime, die so investieren. Doch viele erwarten, dass sich Islamic Finance künftig auch im christlichen Raum ausweitet. „Wir sehen, dass sich Anleger, die keine Muslime sind, für die Produkte interessieren“, sagt Wackerbeck.

Islamkonform zu investieren zahlt sich durchaus aus. Denn die Regeln der Islamic Finance verbieten Anlagen in verbrieften Wertpapieren sowie traditionellen Banken und Versicherungen, die stark an Wert verloren haben.

So verlor der traditionelle Aktienindex S&P 500 in den vergangenen fünf Jahren 27 Prozent, der deutlich abgespeckte S&P 500 Shariah, der lediglich 320 Firmen enthält, büßte nur neun Prozent ein.

Inwiefern der Vatikan die Anlageprinzipien islamischen Investierens selbst beherzigt, ist kaum bekannt. Nur spärlich wird Auskunft erteilt. Die Vatikanbank leidet noch immer unter einem schlechten Ruf.

Sie hat sich von einem Skandal der 80er-Jahre nicht erholt, als ein Netz aus Mafiaverbindungen aufgedeckt wurde, in dessen Zentrum der Chef des Instituts, Erzbischof Paul Marcinkus, stand. Offiziell bestreitet der Vatikan die Vorwürfe.

Trotzdem müssen Katholiken nicht zu islamischen Instituten flüchten, wenn sie ethisch korrekt investieren wollen. Im Kirchenumfeld folgen mehrere Banken bereits religiösen und ethischen Prinzipien. Die Pax-Bank in Deutschland etwa.

„Die Pax-Bank handelt in dem Bewusstsein, dass Geld ein Mittel ist, das durch Menschen erarbeitet, sachkundig verwaltet und verantwortungsvoll vermehrt werden muss“, sagt das Institut. Banken wie diese könnten an Zulauf gewinnen, sagt Wackerbeck. Am Ende kann die Krise der Kirche also doch nutzen.

Quelle

a) Die kirchliche Mission

Die kirchliche Mission wird auf die Dauer keinen Erfolg haben. Als typisches Beispiel schreibt Köpker: „Mit Bitterkeit müssen es die christlichen Missionare hinnehmen, dass christianisierte Stämme ganz unvermutet unter der Führung eines Häuptlings oder Fürsten geschlossen zum Islam übertreten.
Der Islam ist in Afrika nicht wie das Christentum durch die Erinnerung an die Kolonialzeit belastet.
Zugleich ist Mohammeds Lehre einfacher und konkreter als die des Christentums. Sie kennt nicht so schwer Begreifliches wie die Dreifaltigkeit, Fleischwerdung oder Erlösung. Ein Gott in dreifacher Gestalt erschiene ihr als Widerspruch, ein Gott mit Sohn gar als Sünde, dem Schöpfer darf kein Geschöpf beigesellt werden. Kein Alkohol, kein Schweinefleisch, sich in festem Tagesrhythmus gen Mekka verbeugen; der Koran hat einfache Regeln, die auch der Primitive begreift und die auf die Menschen Schwarzafrikas
einen starken Reiz ausüben.“ (*43)

In diesem Zusammenhang schreibt Gottschalk: „Der Islam ist im Vormarsch begriffen. Besonders bei den Völkern der noch jungen Staaten Afrikas genießt er Sympathien, weil er keine rassischen Vorurteile proklamiert und außerdem nicht den Ruch der einstigen Kolonialmächte an sich trägt. Deshalb wird er sich wahrscheinlich nach und nach über den gesamten Bereich Schwarzafrikas ausdehnen. Doch auch in Europa und Amerika hat er Freunde gefunden, die sich bekehren ließen. Nach dem zweiten Weltkrieg setzte hier eine intensive Missionstätigkeit ein. In vielen größeren Städten wurden Missionszentren errichtet und Moscheen gebaut, u.a. in Hamburg, Frankfurt, London, Zürich.“ (*44)

b) Das Schuldbekenntnis

Was die Beziehung zwischen Kirche und den Muslimen angeht, schreibt Ohm in aller Offenheit: „Die Christen haben bisher immer nach dem geforscht, was bei den Muslimen falsch und verkehrt ist und anders werden muß, wenn die Muslime gewonnen werden sollen. Besser wäre es für die Christen, zu fragen, was bei ihnen, den Christen, vor allem in ihrer Haltung und in ihrem Verhalten gegenüber den Moslems, falsch und verkehrt war und noch ist … Die Christen haben sich in der Vergangenheit oft in unchristlicher Weise um die Muslime bemüht und müssen daher Gott bitten, sie vor Rückfällen in Fehler und Sünden zu behüten, in die sie dem Islam gegenüber so oft gefallen sind. Es hat lange gedauert, bis sie alle unchristlichen Methoden und alle ihnen zugrunde liegenden unchristlichen Anschauungen als solche erkannten und aufgaben, lange gedauert, bis sie das Schwert in die Scheide steckten und völlig auf Gewalt verzichteten…“ (*45)

c) Kirche und Sklaverei

„Das Christentum hat sie als uralte Einrichtung vorgefunden und gesetzlich sanktioniert, worauf die Christenn dann fortfuhren, in Folge dieser gesetzlichen Regelung die Einwohner Amerikas zu versklaven und aufs Schlimmste zu behandeln.“ (*46)

„Nicht zufällig bekam die Sklaverei in Südeuropa gegen Ende des Mittelalters noch einen Aufschwung.
Und nicht zufällig hielt unter allen Hauptstädten Europas das päpstliche Rom am längsten an der Sklaverei fest, die Thomas von Aquin ausdrücklich gerechtfertigt und Aegidius von Rom geradezu als „christliches Institut“ gefeiert hat. Im katholischen Mittelalter, als die Kirche ein Drittel Europas besaß und von hörigen Bauern bearbeiten ließ, kostete zeitweise ein Pferd fast dreimal soviel wie ein „Landsklave“. Und im katholischen Lateinamerika zahlte man in der frühen Neuzeit bis zu 800 Indianer für ein einziges Pferd.“ (*47)

„Auf den ersten Blick sieht Goree mit dem Sandstrand, den alten, getünchten Steinhäusern und den engen Gassen aus wie ein kleines Badeparadies. Aber die Insel wird wohl nie zu einem Ibiza, Capri oder Mykonos, denn sie war Schauplatz eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit, vergleichbar wohl nur mit dem Holocaust der Nazis: Dort aus wurden zwischen 1536 und 1848 laut Schätzungen 15 bis 20 Millionen Männer, Frauen und Kinder aus ganz Westafrika zu Sklaven gemacht und in die Neue Welt verschifft: sechs Millionen starben auf der Überfahrt: … die Portugiesen errichteten 1536 das erste Sklavenzentrum auf Goree. Nach ihnen kamen Niederländer, Briten und Franzosen. … Die Debatte um die Nutznießer des Sklavenhandels interessiert nicht allein die Historiker: sie hat neue Aktualität erhalten, seit die Regierung in Nigeria und Politiker anderer afrikanischer Staaten verlangen, dass Afrika für den Raub der Sklaven entschädigt werde. Nach ihrer Argumentation ist die Versklavung der Schwarzen mit der Ermordung der Juden in Nazi-Deutschland zu vergleichen.“ (*48)

Der Islam hat dem gegenüber …. das Tor der Freilassung eröffnet und auf jede Weise zur Befreiung der Sklaven angeeifert: eine volle Abschaffung war wohl nicht sofort möglich, da ja die Versklavung des heidnischen Islamfeindes ein Zuchtmittel sein sollte: die gute Behandlung hat auch in der Geschichte islamischer Staaten zu großen Heerführern,
ja Herrschergestalten geführt, die diesem Stande entsprossen waren: schon der große Kalif Omar, der 639 Jerusalem eroberte, ließ seinen Sklaven auf dem Kamel reiten, auf dem er selbst saß. Der Verfasser fragt, warum Amerika nicht früher auf bessere Behandlung der Negersklaven geachtet habe, und weshalb die Sowjetunion noch immer
(1956) in Sibirien Kriegsgefangene in Unfreiheit zurückhalte. (*49)

Wenn hier von den Normen der Menschenrechte die Rede ist, so ist es sehr angebracht, an dieser Stelle einige Beispiele aus den Worten des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, über die Freilassung von Sklaven zu dokumentieren, die bei Al-Buharyy überliefert sind:

– Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: „Jeder Mensch, der einem muslimischen Sklaven die Freiheit schenkt, dem rettet Allah für jedes Glied des Sklavenkörpers ein gleiches Glied seines eigenen Körpers vor dem Höllenfeuer. …“

– Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: „Die Tochter des An-Nudur ohrfeigte ein Sklavenmädchen und brach dabei einen seiner Schneidezähne. Die Leute begaben sich deshalb zum Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm, und er veranlasste die Wiedervergeltung (Qisas).“

– Asma Bint Abi Bakr, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Uns wurde bei Sonnenfinsternis der Befehl (des Propheten) zur Sklavenfreilassung erteilt.“

– Al Ma’rur Ibn Suwaid berichtete: „Ich sah Abu Darr Al-Gifaryy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, als er einen Rock trug und sein Sklave trug ebenfalls einen Rock. Wir fragten ihn nach dem Grund, und er sagte: >>Ich beschimpfte einen Mann, und dieser beschwerte sich über mich beim Propheten, Allahs Segen und Friede auf ihm.
Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, zu mir: >Hast du ihn wegen seiner Mutter verächtlich gemacht?< Dann fuhr er fort: >Eure Sklaven sind eure Brüder! Allah hat euch die Oberhand über sie gegeben.
Wer dann die Oberhand über seinen Bruder hat, der soll ihm etwas zu essen geben, von dem er selbst ißt, und ihm als Kleidung geben, von der er sich selbst kleidet. Traget ihnen nicht das auf, was über ihre Kraft hinaus geht; und wenn ihr ihnen etwas auftraget, das über ihre Kraft hinaus geht, so helft ihnen dabei< <<“

– Abu Burada berichtete von seinem Vater, dass der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte:
„Es gibt drei Arten von Menschen, die den doppelten Lohn erhalten: jemand von den Schriftbesitzern (Ahlu-l-Kitab), der an seine eigenen Propheten und dann an Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, glaubt; und ein Sklave, der sich im Besitz seiner Herren befindet und seine Pflichten sowohl gegenüber Allah als auch gegenüber seinen Herren erfüllt; und ein Mann, der eine Sklavin hat, sie wohlerzieht, sie gut bildet, alsdann freilässt und anschließend heiratet. (Jeder von ihnen) erhält den doppelten Lohn.“

d) Vernichtung von Leben und Kultur

Schon 48 v.Chr. war bei der Belagerung durch Julius Caesar ein erheblicher Teil der berühmten Bibliothek des Museions in Flammen aufgegangen. Kleopatra hatte di Verluste einigermaßen durch die Bibliothek aus Pergamon ausgeglichen. Aber im dritten Jahrhundert setzen die planmäßigen Zerstörungen ein. Ein christlicher Patriarch
schließt das Museion und vertreibt seine Gelehrten. Unter dem byzantinischen Kaiser Valens wird 366 das Caesareum in eine Kirche umgewandelt, seine Bibliothek geplündert und verheizt, seine Philosophen wegen Magie und Hexerei verfolgt. 391 holt sich Patriarch Theophilos vom Kaiser Theodosius die Erlaubnis, den großen Wallfahrtsort der antiken Welt, die letzte und nun größte Akademie, den Serapeion, zerstören und seine kostbare Bibliothek den Flammen, überliefern zu dürfen. Unersetzliches geht dann der Menschheit in dieser wohl größten Tragödie der Geistesgeschichte für ewig verloren. Das Vernichtungswerk fanatischer Christen ist damit nicht beendet … 529 wird die letzte Philosophenschule in Athen geschlossen, um 600 in Rom die von Augustus gegründete
Palatinische Bibliothek verrannt, die Lektüre der Klassiker, insbesondere das mathematische Studium verboten und die Reste antiker Bauwerke der Zerstörung preisgegeben. Als 642 die Araber in Alexandrien einziehen, gibt es dort längst keine großen und öffentlichen Bibliotheken mehr.“ (*50)

„Nicht ohne Grund haben ausgerechnet die Päpste, die Stellvertreter Christi, sich derart freilich das größte, das kompromittierendste Armutszeugnis der Weltgeschichte gebend, das Lesen der Bibel in der Volkssprache von Jahrhundert zu Jahrhundert streng verboten, ja bis 1897 abhängig gemacht von der Genehmigung der Römischen Inquisition! Denn wie all die Massaker, die Genozidkampagnen, die Heidenschlächtereien, Judenprogrome, Ketzerjagden, die Scheiterhaufen, Marterpfähle, Hexentürme, Folterkammern, Kreuzzüge, all die angeblich so gottgefälligen Gemetzel, all die ungezählten kleinen und großen Kriege, an denen die Kirche direkt oder indirekt beteiligt war (und an wie vielen Kriegen in Europa war sie es nicht!)“ (*51)

„… daß in Angola nach mehr als 300 Jahren portugiesischer Herrschaft 97 Prozent der Einwohner Analphabeten sind, in Mocambique 97,8? … Trotz einer Herrschaft von mehr als 300 Jahren gibt es in Indonesien noch nahezu 95 Analphabeten … Noch schlimmer ist die Bilanz „Französisch-Schwarzafrikas“: 1945 gibt es dort kaum ein Dutzend Menschen mit höherer Schulausbildung, kaum fünf Prozent der Bevölkerung können lesen und schreiben.
Das ist schon ein Fortschritt: 1914 hat in Französisch-Westafrika nur jedes hundertste Kind Unterricht.
In Gabun gibt es 1910 vier Schulen – drei davon werden wegen Lehrermangels geschlossen.“ (*52)

„Zu den Vertretern der Rassenideologie gehört auch der Moraltheologe Joseph Mayer, Assistent am Institut für Caritaswissenschaft in Freiburg. Er war 1927 Hauptschrifleiter der Zeitschrift „Caritas“ geworden und ist ein gefragter Redner auf Tagungen und Kongressen. Sein 1927 erschienenes Buch „Gesetzliche Unfruchtbarmachung
Geisteskranker“ gehört zum Schlimmsten, was über Kranke und Behinderte jemals geschrieben wurde. Zitate aus dem Werk: „Die Geisteskranken, die moralisch Irren und andere Minderwertige haben so wenig ein Recht, Kinder zu erzeugen, als sie ein Recht haben, Brand zu stiften.“ „Erblich belastete Geisteskranke befinden sich in einem
Triebleben auf der Stufe der unvernünftigen Tiere.“ „Wenn darum ein Mensch der ganzen Gemeinschaft gefährlich ist und sie durch irgendein Vergehen zu verderben droht, dann ist es löblich und heilsam, ihn zu töten, damit das Gemeinwohl gerettet wird.“ (*53)

Während der ganzen Geschichte des Islam gab es keine derartigen Parallelen, die zur Vernichtung von Leben und Kultur führten. Im Gegenteil: „Der Einfluß des Islam reichte im 12. Jahrhundert von Südspanien über Damaskus bis weit hinter den Indus. Während im christlichen Abendland Hunderttausende an Seuchen und Hungersnöten zugrunde
gingen, entstanden im Orient öffentliche Krankenhäuser und Apotheken, baute der Kalif von Bagdad eine Bibliothek auf; blühten an Gelehrtenschulen von Cordoba und Granada Kunst und Wissenschaft, machten Mathematiker, Astronomen, Chemiker bahnbrechende Erfindungen.“ (*54)

v. Muhammad Ahmad Rassoul

Die Einbeziehung des politischen Islams wird das zentrale Element jeder erfolgreichen Strategie für den Nahen Osten sein müssen.

Vier Jahre nach dem Anfang eines katastrophalen militärischen Abenteuers im Irak und dem immer noch ergebnislosen globalen Anti-Terrorkrieg gegen vage definierte Mächte der Finsternis hat das Versagen Amerikas grandioser Strategie aufgedeckt, wie schlecht sein vereinfachendes Rezept für einen demokratischen Wandel in der arabischen Welt konzipiert war.

Paradox daran ist, dass Amerika womöglich den Kampf um die arabische Demokratie gewinnen könnte, wenn auch eher zufällig, daraus jedoch keinen Nutzen ziehen kann, weil das sich herauskristallisierende Muster der islamischen pluralistischen Politik nicht dem weltlichen, liberalen Demokratieverständnis des Westens entspricht. Die Hinwendung der wichtigsten fundamentalistischen Bewegungen der arabischen Welt zur demokratischen Politik ist gleichbedeutend mit einer Ablehnung des Dschihad-Projekts und der dunklen Strategien der al-Qaida. Das Versagen des Dschihadismus ebnet den Weg für eine potenziell vielversprechende Umstrukturierung der islamischen Politik, doch erkennt der Westen die Veränderungen entweder nicht an oder steht ihnen feindlich gegenüber.

Reformen ausgebremst

Verschiedene Faktoren sind zusammengekommen, die den verheißungsvollen Elan für politische Reformen in der Region ausbremsen: Der Aufstieg der Islamisten in der gesamten Region als einziger Kraft, die die Chancen einer freien Wahl auszunutzen wusste – der Sieg der Hamas in Palästina und der sensationelle Stimmzuwachs der Muslimbruderschaft bei den ägyptischen Wahlen 2005 sind lediglich die am meisten beachteten Beispiele; die Etablierung der regionalen Vorherrschaft des schiitischen Irans und das Gefühl der arabischen Herrscher, dass der kampfbereiten Regierung Bush die Luft ausgeht.

Die USA zogen ihre Demokratiepläne zurück, sobald sie erkannten, dass sich die arabische Demokratie nicht mit der liberalen weltlichen Opposition identifiziert, einer politischen Kraft, die in der arabischen Welt praktisch nicht existiert, sondern mit radikalen Islamisten, die danach trachten, die amerikanische Politik und die Aussöhnung mit Israel zu verwerfen. Diese Tatsache hat natürlich viel mit Amerikas traditioneller Politik zu tun, die prowestlichen Diktatoren der arabischen Welt zu stützen.

Doch ist die Vorstellung, dass die Geister der Demokratisierung jetzt wieder zurück in ihre Flasche gedrängt werden können, eine eigennützige Fantasie. Die wichtigsten islamistischen Gruppierungen, z. B. die Muslimbruderschaft in Ägypten, die Islamische Aktionsfront in Jordanien, die Hamas in Palästina, die Partei der Wiedergeburt in Tunesien oder die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung in Marokko, haben lange vor Amerikas Werbekampagne für Demokratie begonnen, sich weg vom Dschihadismus hin zur politischen Partizipation zu entwickeln, und dabei handelt es sich nicht um den Versuch, dem Westen zu gefallen. Es ist eine aufrichtige Reaktion auf die Bedürfnisse und Forderungen ihrer Anhänger.

Demokratische Scharlatanerie

Das Ersticken der arabischen Demokratie, wie es der ägyptische Präsident Mubarak derzeit mit seinem neuesten Verbot religiöser Parteien versucht, wird dem Nahen Osten weder Stabilität noch Frieden bringen. Es wird lediglich die Wut der Massen auf die Verlogenheit des Westens verschärfen, die zurzeit in einer Form der demokratischen Scharlatanerie ausgedrückt wird. Die Stabilität dieser arabischen Regierungen, die nicht von einem demokratischen Konsens gestützt werden, ist logischerweise zerbrechlich und irreführend. Genau wie die islamische Demokratie die natürliche Reaktion auf die arabische weltliche Autokratie und auf die Kollaboration des Westens mit dieser darstellt, so wird die Zerstörung des politischen Islams zu noch extremeren Optionen führen, wobei sich Bewegungen wie die Hamas wieder der Sozialarbeit und dem Terror zuwenden werden und sich die al-Qaida in die islamischen Gesellschaften drängen wird.

Sowohl dem Westen als auch den arabischen Machthabern muss deutlich werden, dass die angespannte Rechnung zwischen den amtierenden Regierungen und dem politischen Islam nicht zwangsläufig aufgeht. Der algerische Präsident Bouteflika musste dies auf die harte Tour lernen. Durch seine Charta für Frieden und nationale Versöhnung vom Februar 2006 brachte er einen langen und blutigen Bürgerkrieg zum Ende, der seinen Ursprung in der gewalttätigen Aufhebung des Wahlsieges der Islamistischen Front (FIS) 1991 durch das Militär hatte.

In diesem Kontext hätte der historische Kompromiss zwischen der religiösen Hamas und der weltlichen Fatah, eine Regierung der nationalen Einheit für Palästina zu bilden, zu einem neuen Paradigma für zukünftige Regierungswechsel in der arabischen Welt werden können. Das Konzept nationaler Einheitsregierungen könnte tatsächlich die Formel sein, die es möglich macht, die politischen Familien in der arabischen Welt zusammenzuhalten. König Mohammed VI. von Marokko hat bereits angedeutet, dass die Krone einen „historischen Kompromiss“ mit den Islamisten in Erwägung ziehen würde, sollten sie, wie prognostiziert, die Wahlen im Juni 2007 gewinnen. Derartige Kompromisse könnten die einzige Möglichkeit darstellen, das Abgleiten in einen Bürgerkrieg zu verhindern und außerdem vielleicht die Islamisten in eine Regelung mit Israel und eine Annäherung an den Westen einzubeziehen.

Die Einbeziehung des politischen Islams wird das zentrale Element jeder erfolgreichen Strategie für den Nahen Osten sein müssen. Anstatt weiterhin an Weltuntergangsprophezeiungen oder kategorischen Anschauungen festzuhalten, die das Verständnis der komplexen Struktur islamischer Bewegungen verhindern, muss der Westen den Druck auf die amtierenden Regierungen aufrechterhalten, politische Reformen nicht weiter zu verhindern.

Islamisten einbeziehen

Wie Algerien in den 90er-Jahren gezeigt hat, ist der Ausschluss der Islamisten ein sicherer Weg in die Katastrophe, während ihre Einbeziehung zu Mäßigung führen kann. Die praktischen Notwendigkeiten der Politik werden die ideologische Reinheit zwangsläufig verwässern. Das Abkommen von Mekka, das die Einheitsregierung in Palästina hervorgebracht hat, wird zwangsläufig den Radikalismus der Hamas mildern, genau wie das Verhindern einer „ägyptischen Lösung“ für das islamistische Problem durch die Regierung in Jordanien es der Islamistischen Aktionsfront ermöglicht hat, viele in die Bewegung aufzunehmen, die ansonsten in die Einflusssphäre der Dschihadisten gelangt wären. Die Herausforderung ist nicht, wie man islamische Bewegungen zerstört, sondern wie man sie von einer revolutionären Politik abbringt und zu einer Reformpolitik bewegt, indem man ihnen einen legitimen politischen Raum gewährt.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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