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Auf der ganzen Welt und auch in Europa wird zur Zeit das Osterfest gefeiert. Es heißt Fröhliche Ostern! oder hier auf Zypern im griechischen Teil Kalo Paskha!. Es hat für Christen eine ganz besondere Bedeutung. Eine Tagesschausprecherin erklärte, beim Osterfest handele es sich um eines der höchsten Feste der Christenheit. Das ist nicht genau genug, denn es ist mehr, es ist das unbezweifelbar eindeutig höchste Fest im Kirchenjahr. Es ist das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten, der zuvor nach einer Kreuzigung, wie man sagt, gestorben war. Am Sonntag wird der Heilige Vater, Papst Benedict, seinen berühmten Segen urbi et orbi spenden, und er wird kaum ein einziges der vielen Länder auf der Welt unerwähnt lassen, nicht selten wird er ein paar Worte in der betreffenden Landessprache hinzufügen. Es ist Ostern.

Und doch gibt es gute Gründe, die die Einsicht nahelegen, daß das höchste Fest der Christenheit nichts anderes als die bedauerliche Folge eines grundlegenden Irrtums ist. Und dieser besteht in der Annahme, Sayyiduna Isa, unser Herr Jesus, der Sohn Mariens, auf dem der Friede sei, hätte den Kreuzestod erlitten.

JESUS WURDE IN DEN DRITTEN HIMMEL ERHOBEN

Die Wahrheit ist: Jesus wurde, als die Häscher sich ihm näherten, auf Befehl des Herrn der Welten in den dritten Himmel erhoben, während Judas Ischariot, der Verräter, durch Gottes Befehl das Aussehen Jesu annahm, so daß die Soldaten und sogar seine eigenen Gefährten glaubten, Judas sei Jesus. Derjenige, der den in diesen Tagen vielbegangenen Leidensweg beschritt und schließlich gekreuzigt wurde, war nicht Jesus, auf dem der Friede sei, sondern der Verräter Judas gewesen.

So heißt es im Barnabas-Evangelium (1) im Kapitel 215: „Als die Soldaten und mit ihnen Judas sich dem Ort näherten, wo Jesus war, hörte Jesus, daß sich viele Menschen näherten, weshalb er sich voller Furcht in das Haus zurückzog. Und die Elf schliefen. Da befahl Gott angesichts der Gefahr seines Dieners seinen Sendboten Gabriel, Michael, Rafael und Uriel, Jesus von der Welt hinwegzunehmen. Die heiligen Engel kamen und trugen Jesus hinaus durch das Fenster, das nach Süden hin liegt. Sie trugen ihn und brachten ihn in den dritten Himmel, begleitet von Engeln, die Gott auf ewig preisen.“ (a. a. O., S. 298)

DIE VERWANDLUNG DES JUDAS

Die „Verwandlung des Judas“(Kap. 216) beschreibt der Apostel Barnabas mit folgenden Worten: „Judas drang ungestüm vor allen anderen in das Gemach ein, aus dem Jesus emporgehoben worden war. Und die Elf schliefen. Da tat der wunderbare Gott Wunderbares in solcher Weise, daß Judas in Sprache und Aussehen eine solche Ähnlichkeit mit Jesus annahm, daß wir glaubten, er sei Jesus. Und als er uns geweckt hatte, suchte er überall, wo der Herr war. Da verwunderten wir uns und erwiderten: „Du, Herr, bist unser Meister, hast du uns nun vergessen?“ Und lächelnd sagte er: „Nun seid ihr töricht, daß ihr nicht wißt, daß ich Judas Ischariot bin!“ Und indem er dies sagte, kamen die Soldaten herein und legten Hand an Judas, weil er genauso aussah wie Jesus. Als wir die Worte des Judas gehört und die große Schar der Soldaten gesehen hatten, flohen wir, als wären wir außer uns …“ (ebendort)

DER LEIDENSWEG DES JUDAS

Was dann folgt, ist den Christen im Prinzip im Sinne der vielen Kreuzwege, die gerade in diesen Tagen in feierlichen Prozessionen nachgegangen werden, noch heute lebendig, nur mit dem bedeutsamen Unterschied, daß alles, was Jesus Christus erlitten haben soll, in Wahrheit dem Judas widerfuhr. So heißt es im Zeugnis des Apostels Barnabas (Kap. 217): „Die Soldaten nahmen Judas und banden ihn, nicht ohne Spott. Denn er leugnete wahrheitsgemäß, Jesus zu sein; und die Soldaten verlachten ihn und sagten: „Herr, fürchte dich nicht, denn wir sind gekommen, um dich zum König von Israel zu machen, und wir haben dich gebunden, weil wir wissen, daß du die Königswürde verweigerst.“ Judas erwiderte: „Nun habt ihr euren Verstand verloren! Ihr seid gekommen, um Jesus von Nazareth festzunehmen wie einen Räuber mit Waffen und Lampen; und ihr habt mich, der euch geführt hat, gebunden, um mich zum König zu machen!“ Da verloren die Soldaten die Geduld, und mit Schlägen und Tritten begannen sie, Judas zu verhöhnen, und sie führten ihn voller Wut nach Jerusalem. Johannes und Petrus folgten den Soldaten aus der Ferne; und sie bestätigten dem, der dies schreibt, daß sie das ganze Verhör sahen, dem Judas durch den Hohenpriester und durch den Rat der Pharisäer ausgesetzt wurde, die zusammengekommen waren, um Jesus zu Tode zu bringen. Darauf sprach Judas viele Worte der Verrücktheit, so daß ein jeder von Lachen ergriffen wurde in dem Glauben, er sei wirklich Jesus und täusche aus Angst vor dem Tode Wahnsinn vor. Da verbanden ihm die Schriftgelehrten die Augen mit einer Binde und verspotteten ihn und sagten: „Jesus, Prophet der Nazarener“, denn so nannte man die, die an Jesus glaubten, „sag uns, wer war es, der dich schlug?“ Und sie schlugen ihn und spuckten ihm ins Gesicht …“(a. a. O., S. 299)

Doch nicht nur die Feinde Jesu glaubten, daß Judas Jesus wäre, auch seine Familie, seine Mutter und seine Freunde glaubten es. So schreibt der Apostel: „Als es Morgen war, versammelte sich der Hohe Rat der Schriftgelehrten und der Ältesten des Volkes; und der Hohepriester und mit ihm die Pharisäer suchten falsches Zeugnis gegen Judas in dem Glauben, er sei Jesus; und sie fanden nicht, was sie suchten. Und warum sage ich, daß die obersten Priester glaubten, Judas sei Jesus? Ja sogar alle Jünger glaubten es, und mit ihnen der, der dies schreibt; und mehr noch, die arme jungfräuliche Mutter Jesu glaubte es und mit ihr seine Verwandten und Freunde, und der Kummer eines jeden war unglaublich. So wahr Gott lebt: Der, der dies schreibt, vergaß alles, was Jesus gesagt hatte, nämlich daß er von der Welt hinweggenommen werden würde und daß er in einer dritten Person leiden werde und daß er nicht sterben werde, bis das Ende der Welt nahe sei. Darum ging er mit der Mutter Jesu und mit Johannes zum Kreuz.“ (a. a. O., S. 300)

Wir alle kennen mehr oder weniger den Ablauf der Leidensgeschichte des Judas, die es verdient hätte, daß man sie im Wortlaut des Berichtes des Apostels Barnabas einmal sorgfältig studiert. Bemerkenswert ist der Kommentar von Pilatus, des Statthalters von Jerusalem, der den Judas mit folgender Begründung auf freien Fuß hatte setzen wollen: „«Dieser Mann sagt», sprach der Statthalter, «daß er nicht Jesus sei, sondern ein gewisser Judas, der die Soldaten zu Jesus geführt habe, ihn festzunehmen, und er sagt, daß Jesus der Galiläer ihn durch seine Zauberkunst so verwandelt habe. Wenn dies also wahr wäre, wäre es ein großes Unrecht, ihn zu töten, da er ja unschuldig ist. Wenn er aber Jesus ist und leugnet, daß er es ist, dann hat er gewiß den Verstand verloren, und es wäre Sünde, einen Narren zu töten.»“ (a. a. O., S. 302)

WER ANDERN EINE GRUBE GRÄBT

Genau besehen hätten die Jünger Jesu schon bei ihrer letzten Zusammenkunft, bei ihrem Lamm-Festessen aus Anlaß des Pasha-Festes wissen oder zumindest ahnen können, was geschehen würde, heißt es doch im Bericht des Apostel, Jesus habe allen Jüngern die Füße gewaschen und dann gesagt: „Ich habe euch gewaschen, doch seid ihr nicht alle rein, da alles Wasser des Meeres den nicht waschen wird, der mir nicht glaubt.“ Dies sagte Jesus, weil er wußte, wer ihn verriet. Die Jünger waren betrübt über diese Worte, als Jesus von neuem sprach: „Wahrlich sage ich euch, daß einer von euch mich verraten wird, so daß man mich verkaufen wird wie ein Schaf; aber wehe ihm, denn er wird all das erfüllen, was unser Vater David von solch einem sagte, daß er in die Grube fallen wird, die er für andere gegraben hat.“ Da schauten die Jünger einander an und sagten bekümmert: „Wer wird der Verräter sein?“ Judas sagte darauf: „Werde ich es sein, o Herr?“ Jesus antwortete: „Du hast mir gesagt, wer es sein wird, der mich verraten wird.“ Und die elf Apostel hörten es nicht. Als das Lamm gegessen war, ging der Teufel in Judas hin-ein, und er ging aus dem Hause hinaus. Jesus sagte wiederum zu ihm: „Tu geschwind das, was du tun mußt.“ (a. a. O., S. 297)

Von Pilatus geht es zum König Herodes, von Herodes wieder zurück zu Pilatus, Geld spielt in der Sache auch eine wichtige Rolle. Schließlich erleidet Judas den Tod am Kreuz. Und die Geschichte ist mit Blick auf das, was wir christlich Erzogenen einmal gelernt haben, so unglaublich – der Tod des Jesus ein Riesenfake! -, daß wir es verstehen können, daß das Evangelium des Heiligen Apostels Barnabas, des ältesten der Jünger Jesu, von der Paulinischen Christenheit das sicher am meisten gefürchtete aller überlieferten Evangelien war und ist. Denn ohne Kreuzestod keine Auferstehung, ohne Auferstehung kein Osterfest. Und ohne Ostern bricht das System des Paulinischen Christentums in sich zusammen.

WAS SAGT DIE JÜDISCHE ÜBERLIEFERUNG?

Nach jüdischer Überlieferung bestand und besteht der wichtigste Grund, unseren Herrn Jesus nicht als von Gott gesandten Propheten anzuerkennen, darin, daß er den Kreuzestod erlitten haben soll. Und die Juden sagen, daß nach ihrer Überlieferung es undenkbar ist, daß Gott es zugelassen haben könnte, daß einer seiner geliebten Propheten auf solch unehrenhafte, schändliche Art, wie es die für Verbrecher vorgesehene Kreuzigung ist, zu Tode gebracht wird.

Anders herum gedacht, bedeutet dies, daß, wenn sich die Wahrheit verbreitet, daß nämlich Judas an der Stelle Jesu gekreuzigt wurde, Jesus also von solchem Makel frei ist, die Juden keinen Grund mehr hätten, Jesus die Anerkennung als Prophet zu verweigern.

WAS SAGT DIE MUSLIMISCHE ÜBERLIEFERUNG?

Nach muslimischer Überlieferung ist es völlig ausgeschlossen, daß Allâh subhânahu wa ta’âla es zugelassen haben könnte, daß Sayyiduna Jesus gekreuzigt wurde. Jesus galt und gilt den Muslimen als einer der wichtigsten Propheten, der, einem E-Werk vergleichbar, von seinem Herrn mit solcher Macht ausgestattet worden war, daß kein Soldat sich hätte trauen können, sich ihm auch nur zu nähern, ohne daß er in hohem Bogen hinweggeschleudert worden wäre.

Zur Frage der Kreuzigung und Ermordung sagt das letzte Testament, der Heilige Koran, folgendes: „Aber sie haben ihn weder getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen bloß so (wa lâkin schubbiha lahum).“ (Koran, 4:157)

Die Muslime glauben, daß Jesus, auf dem der Friede sei, in der Endzeit gemeinsam mit Sayyiduna Mahdi, alaihi salam, wieder auf die Erde zurückkehren und mit ihm gegen Dajjâl kämpfen und diesen töten wird.

Und die Muslime glauben, daß sie Sayyiduna ‚Îsâ, der Friede sei auf ihm, insgesamt näher stehen und ihn besser verstehen als die heutigen Christen, und ihnen wird aus berufenem Munde, vom Religionshistoriker H. J. Schoeps nämlich, recht gegeben, der die enge Verwandtschaft der ursprünglichen Lehre Jesu und seinen Nazarenern mit den heutigen Muslimen deutlich erkannte und sein richtungsweisendes Werk Das Judenchristentum mit dem bemerkenswerten Satz beschließt: «Und somit ergibt sich als Paradox wahrhaft weltgeschichtlichen Ausmaßes die Tatsache, daß das Judenchristentum zwar in der christlichen Kirche untergegangen ist, aber im Islam sich konserviert hat und dadurch in einigen seiner treibenden Impulse bis in unsere Tage hineinreicht.» (2)

Daß diesem Zeugnis nach die Muslime also die wahren Nachfolger Jesu und damit die besseren Christen als jene sind, die sich heute so nennen, muß von allen paulinisch verführten Christen der Gegenwart natürlich als eine bis ins Mark gehende Provokation empfunden werden. Entsprechend groß ist ihr Haß auf die Muslime, entsprechend groß ist ihre Furcht vor dem Barnabas-Evangelium.

„THEY FEAR THE TRUTH“

Viele Jahrhunderte lang hatte das Evangelium des Heiligen Barnabas – möge Gott ihn segnen – vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten werden können, bis es im 16. Jahrhundert in einer italienischen Übersetzung aus den verschlossenen Bibliotheken des Vatikans herausgebracht wurde und nach einer abenteuerlichen Odyssee heute in der Wiener Staatsbibliothek (Cod. 2662 Eug.) seinen Platz hat.

Schon die Schriftgelehrten des Altertums hatten sich darüber gewundert, daß das Barnabas-Evangelium aus den alten Codices entfernt worden war. Und bis heute fragt man sich: Was mag der Grund dafür gewesen sein? Was war es und was ist es denn, was uns seit jener Zeit verheimlicht werden soll?

Daß es nicht Jesus war, der Gesalbte, der den Kreuzestod erlitt, sondern Judas Ischariot, der durch ein göttliches Wunder die Gestalt und das Aussehen Jesu erhalten hatte, wie der Apostel und engste Vertraute Jesu berichtet, war das der aufregende Grund für jene Ächtung? Tatsache ist, daß die Lehre des Barnabas-Evangeliums – keine Dreifaltigkeit, Jesus ein Mensch, Befolgung des jüdischen Ritualgesetzes – mit dem Glauben des nazaräischen Judenchristentums übereinstimmt, wie er von Clemens, dem zweiten Bischof Roms, in den Reisepredigten des Petrus bezeugt wurde.

Seit dem Erscheinen des Barnabas-Evangeliums in deutscher Sprache (1) war es zu heftigen Auseinandersetzungen der Exegeten um seine Bedeutung und die Geschichte seiner Entstehung gekommen, ein Streit, zu dem an dieser Stelle folgendes angemerkt sei.

Haben sich die von aufgeschreckten Christen gegen die Echtheit des Evangeliums ins Feld geführten Einwände im Rahmen neuer Forschungen zunehmend als Bumerang erwiesen, sofern gerade sie die Authentizität und den hohen Rang des Werkes in nur um so hellerem Licht erstrahlen ließen, zeigt sich die Brisanz dieser Heiligen Schrift darin, daß es das gegenwärtige (paulinische) Christentum als eine gravierende Verfälschung der ursprünglichen Lehre Jesu und allesentscheidender Momente seiner Lebensgeschichte erweist. Daß es dabei zugleich eine Nähe zu den alten Judenchristen und ebenso zur muslimischen Sicht Jesu, des Sohnes der Maria, erkennen läßt, auf dem der Friede sei, kommt aus paulinischer Sicht erschreckend hinzu.

Eine von Scharfmachern regelrecht inszenierte Kampagne zur Herabsetzung der Authentizität des Werkes hat inzwischen schon den Charakter verzweifelter Zwanghaftigkeit angenommen. So werden die Attacken Jan Slomps und Christine Schirrmachers beispielsweise, es handele sich bei der vorliegenden Schrift nur um die Rache eines zum Islam konvertierten Juden aus dem 16. Jahrhundert, in ungebrochener Stereotypie bis heute fortgesetzt, obwohl sie von Luigi Cirillo, einem Schüler Henry Corbins, schon längst als unhaltbar widerlegt worden waren, der im vorgelegten Werk deutlich Teile eines uralten judenchristlichen Evangeliums erkennt.

Als hintergründiges Motiv jener von guten Argumenten bislang unbeeindruckt gebliebenen Propaganda gegen das Barnabas-Evangelium zeigt sich indes nurmehr genau das, was ein weiser Mann angesichts eines dem Theologischen Seminar der Universität Freiburg entliehenen Exemplars jener Erstausgabe von Lonsdale and Laura Ragg von 1907 empfand, als er bemerkte, daß es nach fast einem Jahrhundert im Besitze der Theologen noch nicht einmal aufgeschnitten war: „They fear the truth!“

So kann man dem Werk nur eine weite Verbreitung unter all denen wünschen, die seine Weisheit schätzen, seine umwerfende Schönheit lieben und seine Wahrheit nicht fürchten.

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(1) Das Barnabas Evangelium. Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, von Gott der Welt gesandt gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels. Spohr Verlag Kandern 1994/2004.

(2) H. J. Schoeps: Das Judenchistentum. Untersuchungen über Gruppenbildungen und Parteikämpfe in der frühen Christenheit. Franckeverlag Bern 1964.

Quelle

Der US-Journalist Max Blumenthal weist nach, dass die wachsende Islamophobie in den USA und in Europa von einflussreichen Israel-Lobbyisten geschürt wird……………WEITERLESEN!!

Somalia fighter group al-Shabab has banned three Christian aid agencies from operating in the African country ordering them to leave Somalia immediately.

„As of today, all the organizations listed below can no longer operate inside Somalia: World Vision, ADRA, Diakonia,“ Reuters said, citing a statement by al-Shabab’s Office for Supervision of Affairs of Foreign Agencies.

It added that the organizations have been found to be actively propagating Christianity in „this Muslim country [Somalia].“

„Acting as missionaries under the guise of humanitarian work, the organizations have been spreading their corrupted ideologies in order to taint the pure creed of Muslims in Somalia,“ the statement added.

Al-Shabab fighters also warned that other agencies promoting the Christian faith would be expelled.

Local employees of two of the organizations who asked to remain anonymous told AFP that al-Shabab officials had already confiscated equipment from some offices in several towns, including Baidoa and Wajid.

Somalia has been embroiled in civil war for years as it has not had a functioning national government since the overthrow of the country’s dictator, Mohamed Siad Barre, in 1991.

Somalia already has 1.4 million internally displaced people, and about 575,000 have fled to neighboring countries.

In 2009, Somalis were the third-largest group seeking asylum in industrialized countries, with more than 22,000 claims, according to figures from the UN High Commissioner for Refugees (UNHCR).

Quelle

Everyday is Ashure and everywhere is Karbala

Über weite Strecken der letzten 100 Jahren bestanden in Europa und anderen Teilen der Welt – China sei hier nur als eines unter vielen Beispielen genannt – die vorherrschenden Ideologien zur Befreiung der Menschen von Diktatur, Ausbeutung und Unterdrückung aus verschiedenen Spielarten von Sozialismus und Kommunismus. Typische Merkmale der sozialistischen Befreiungsideologie sind Klassenkampf gegen das Kapital und als Teil dessen der Kampf gegen Religion. In Lateinamerika gelang mit dieser Ideologie die Revolution in Kuba, doch weitere nachhaltige Erfolge wurden durch brutale militärische und geheimdienstliche Interventionen der USA lange Zeit, praktisch bis zum Wahlsieg von Hugo Chavez in Venezuela, verhindert. Trotz aller Jahrzehnte währenden Bemühungen von Marxisten, Religion durch Aufklärung zu eleminieren, blieben jedoch die Religiosität und der Glaube vieler Menschen an Gott auch in strikt sozialistisch regierten Staaten eine nicht zu leugnende Tatsache.

Man kann sogar soweit gehen, und die Theorie vertreten, dass die unterschätzte Bindungskraft der Religion der entscheidende Faktor war, der das sozialistische Imperium der Sowjetunion zum Einsturz brachte: in Osteuropa spielte die Kirche beim Zusammenbruch des kommunistischen Blocks ebenso eine entscheidende Rolle wie in Afghanistan die von den USA unterstützten Mudjehedeen. Für im revolutionären Kampf befindliche marxitische oder auch nur soziale Befreiungsbewegungen erwies sich die starke emozionale Bindungskraft der vom Vatikan zentral geführten christlichen Lehre als ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zum Sieg über Unterdrückung und Diktatur.

So ist es leicht nachvollziehbar, dass in den 60er Jahren insbesondere im katholisch geprägten Lateinamerika eine ideologische Synthese von christlicher Theologie und Klassenkampf entstand, die sich, wenn vielleicht auch nicht immer in erster Linie, so doch zwangsläufig auch gegen den US-Imperialismus richtete. Spätestens seit einem Anfang der 70er Jahre erschienenen gleichnamigen Buch von Gustavo Gutiérrez ist die ideologische Verbindung von sozialem Kampf mit christlicher Theologie unter der Bezeichnung “Befreiungstheologie” bekannt. Die christliche Befreiungstheologie ist meist, wenn auch längst nicht überall auf der Welt, ausgeprägt als eine wenig kämpferische Ideologie, die den sozialen Klassenkampf mit explizit gewaltlosem Widerstand über Themen wie Menschenrechte und dem christlichen Gebot der Nächsteliebe führt. Die Sinnhaftigkeit der Form des gewaltlosen Widerstandes lässt sich in der christlichen Befreiungstheologie leicht mit dem zentralen religiösen Motiv des Christentums, nämlich dem gewaltlosen Lebensweg Jesu Christi begründen und existiert inzwischen in zahlreichen christlich geprägten Teilen der Welt, beispielsweise in den USA und in Südafrika. Im Allgemeinen wird die christliche Befreiungstheologie auch von atheistischen Sozialisten als Verbreiterung der Basis im Klassenkampf begrüßt.

Die politischen Erfolge der christlichen Befreiungstheologie können sich durchaus sehen lassen. Die christliche Befreiungstheologie hat zahlreichen sozialen und politischen Befreiungs- und Widerstandsbewegungen in Lateinamerika zu Stärke verholfen und scheint, nachdem der Befreiungstheologe Jean-Bertrand Aristide als Präsident von Haiti zuerst von den USA inthronisiert und 2004 dann von den USA wieder weggeputscht wurde, mit der Wahl von Fernando Lugo zum Präsidenten von Paraguay 2008 nach Jahrzehnten des Widerstandes zumindest in einem südamerikanischen Land auch dauerhaft in der Staatsspitze angekommen zu sein. Über die christliche Befreiungstheologie gibt es umfangreiche Literatur und zahlreiche Versuche, einige Spielarten in den Mainstream der katholischen Kirche zu integrieren und sie so in die bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu integrieren. Beachtung verdient dabei auch, dass nicht alle als christliche Befreiungsbewegungen angestrichene Bewegungen auch tatsächlich Befreiungsbewegungen im Sinne des Kampfes für sozialen Fortschritt und die Kolonialisierung durch die USA sind, sondern, wie Beispiele wie KNU und SPLA besonders deutlich ziegen, die USA militante Bewegungen mit christlicher Befreiungsideologie unterstützen, wenn das den geostrategischen Interessen ihres Imperiums dient.

Wenig thematisiert wurde in der westlichen Literatur bisher hingegen die Befreiungstheologie des Islam. Das ist insofern überraschend, als dass das US-Imperium und die mit ihm verbündeten Staaten gegen zahlreiche Länder Krieg führen, deren Bevölkerung durch den Islam geprägt ist. Statt des Begriffes “Befreiungstheologie des Islam” findet sich in der politischen Diskussion des Westens allerdings manchmal der Begriff “Politischer Islam”, was im Prinzip ein Synonym sein könnte, denn auch die christliche Befreiungstheologie ist natürlich ein “Politisches Christentum”.

Und wie es der Zufall so will, wird der politische Islam auch häufig als Gegner von Feldzügen des US-Imperiums genannt. Das ist eine augenfällige Gemeinsamkeit, denn natürlich ist auch die christliche Befreiungstheologie den Interessen des US-Imperiums und der von den USA unterstützten Diktaturen zuwidergelaufen. Es liegt also nahe, sich bei der Suche nach einer islamischen Befreiungstheologie mit dem Begriff “Politischer Islam” zu beschäftigen. Die Bundeszentrale für politische Desinformation will ihren Gläubigen in Deutschland weißmachen, die Wissenschaft des Westens nenne den politischen Islam Islamismus und dessen typischer Vertreter sei der von der israelischen Agententochter Rita Katz publizistisch nach Kräften geförderte ehemalige US-Agent Tim Osman sei. In der Wikipedia erfährt man vom US-Propagandist Samual Huntington und dem gesamten Migthy Wurlitzer propagierten “Kampf der Kulturen”, dass bereits Religionsstifter Mohammed im Jahre 622 der christlichen Zeitrechnung eine theokratische Herrschaft, womit wohl nichts anderes gemeint ist als die Herrschaft eines politischen Islams, begründet haben soll und eben jener zuvor bereits erwähnte US-Agent Tim Osman es nun als seine Pflicht als Muslem ansehe, die Welt zu erobern und zu islamisieren. Der zionistische Propagandist Daniel Goldhagen darf in einem ehemaligen deutschen Nachrichtenmagazin bei der antiislamischen Hetze noch einen draufsetzen und unwidersprochen groben Unfug behaupten wie dass der politische Islam an die Nazis anknüpfe. Insgesamt geht der Aussagegehalt solch groben Unfugs gegen Null. Was davon bleibt, ist nichts als die Erkenntnis, dass die westlichen Medien zum Begriff “Politischer Islam” massenhaft platte antiislamische Kriegspropaganda unter falscher Flagge aus Küchen in den USA und Israel verbreiten. Bei der Suche nach einer “Befreiungstheologie des Islam” ist die zusamengelogene Propaganda, die unter den Stichworten “Islamismus” und “Politischer Islam” läuft, offensichtlich wenig hilfreich und auch der Begriff “islamische Befreiungstheologie” findet sich praktisch in den gesamten staatsnahen westlichen Medien nicht, obwohl es eigentlich naheliegend wäre, dass dieser Begriff im Zusammenhang mit “dem politischen Islam” auftaucht.

Bei der deutschen Welle findet sich jedoch in einem Artikel vom 02.02.2009, mit dem die deutsche Welle Propaganda für “Regime Change” im Iran zu machen versucht, ein indirekter Hinweis auf eine islamische Befreiungstheologie und obendrein einen direkten Bezug zur christlichen Befreiungstheologie. Saeed Hajjarian, ein Revolutionär der islamischen Revolution von 1979 im Iran erklärt da zu seiner früheren Motivation: “Wir hingen einer Befreiungstheologie an, ähnlich wie damals Christen in Lateinamerika.” Sie hätten vor allem gegen die enomen Klassenunterschiede gekämpft, heißt es da weiter. Die Verbindung von Theologie mit Klassenkampf ist genau der Punkt, der in Südamerika die christliche Befreiungstheologie ausmacht.

So etwas wie eine islamische Befreiungstheologie hat also bei der angeblich überraschenden islamischen Revolution im Iran 1979 offenbar eine wichtige Rolle gespielt. Ob die USA von der islamischen Revolution wirklich so überrascht waren wie sie taten, mag man bezweifeln, denn die islamische Revolution im Iran hat jedenfalls sehr gut in Zbigniew Brzeziskis Strategie der Vernichtung der Sowjetunion durch das Ziehen eines islamischen Green Belt um die südasiatischen Grenzen der Sowjetunion gepasst, mit der er die Sowjetunion ja dann in Afghanistan 1980 auch tatsächlich in seine Bärenfalle gelockt hat. Und die zahlreichen islamischen Revolutionäre im Iran haben dann ja auch noch sehr schnell und mit aller Brutalität den Kommunismus im Iran ausgemerzt und kommunistische Mitrevolutionäre verfolgt und ermordet, was die kalten Krieger der USA sicher gern gesehen haben und gleichzeitig dazu geführt hat, dass die iranische Revolution schon bald bei sozialen Bewegungen in anderen Teilen der Welt wenig oder gar keine Sympathien mehr genoss. Die islamische Fraktion der Revolutionäre im Iran war dazu in der Lage, weil sie deutlich stärker war als die marxistisch geprägten Kräfte.

Es lohnt, sich die Ideologie näher anzuschauen, die die treibende Kraft hinter der islamischen Revolution war. Die Wikipedia beschreibt sie als populistisch, nationalistisch und vor allem schiitisch und benennt beispielsweise den zwei Jahre vor der Revolution verstorbenen Religionssoziologen Ali Shariati und den Demokratie-Aktivisten Mehdi Bazargan als einflussreiche Vordenker der islamischen Revolution. Deren Ansichten kann man durchaus als eine laienhafte Art islamischer Befreiungstheologie verstehen, denn beiden gemeinsam war das Vertreten einer Symbiose aus Islam und für erstrebenswert erachteten Werten aus dem Fundus westlicher und östlichtlicher Befreiungsideologie. Das erklärt aber längst nicht die große Unterstützung für die islamische Revolution in der Bevölkerung.

Der von der Bevölkerung gefeierte große Held der Revolution war der schiitische Kleriker, Führer der Hezbollah und Freund der Fadayan, Ruhollah Khomeini. Der hatte von seinem Exil aus auf in den Iran geschmuggelten Tonbandkassetten seine Ansprachen gegen die Diktatur des Schah verbreitet. Er bot als Alternative zu den Staatsmodellen “westlich dekadente Demokratie” und “östlich dekadenter Sozialismus” das Konzept eines islamischen Staates an und motivierte die Bevölkerung sehr erfolgreich zur Revolte gegen den Schah. Ruhollah Khomeini nutzte dazu das Vermächtnis der Vorfahren: die schiitische Religion.

Nun ist sicherlich jede Religion, die für den Widerstand einer Befreiungsbewegung eingesetzt wird, eine mächtige Kraft, doch nur, wer sich die schiitische Theologie anschaut, begreift, warum die islamische Revolution genau im schiitischen Iran stattgefunden hat, und nicht etwa in einem wie die Mehrheit der islamischen Länder sunnitisch geprägten Land, wo stattdessen trotz jahrzehntelanger Arbeit einer revolutionären islamischen Bewegung eher eine republikanische Revolution stattfand.

Die Besonderheit des schiitischen Glaubens innerhalb des Islam geht insbesondere auf die sogenannte “Schlacht von Kerbala” am 10. Oktober des Jahres 680 der christlichen Zeitrechnung zurück. In dieser Schlacht hat sich der Überlieferung zufolge der Prophetenenkel Hussein ibn Ali mit 71 seiner Getreuen in einer aussichtslosen Schlacht dem finsteren Tyrannen Yazid und 10.000 seiner Soldaten entgegengeworfen. Hussein und alle seine Gefolgsleute starben dabei im Kampf gegen den übermächtigen Tyrannen den sicheren Heldentod im islamischen Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Die Schlacht von Kerbala ist ein zentraler Punkt der religiösen Identität von Schiiten und wird durch die zehntätige Trauerzeremonie der Passionsspiele, mit denen Schiiten den Tod von Imam Hussein beweinen sowie dem abschießenden Fest Aschura in lebendiger Erinnerung gehalten. Der Heldentod von Imam Hussein im Kampf gegen den üblen Diktator Yazid wird im Rahmen der Feierlichkeiten seit Jahrhunderten überall dort, wo Schiiten leben, in einer Art Volkstheater nachgespielt.

Insgesamt bedeutet das, dass die gesamte schiitische Glaubensrichtung des Islam eine sehr lebendige oder zumindest leicht zu revitalisierende Befreiungstheologie mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte ist. Natürlich machte Khomeini den schiitischen Gläubigen im Iran deutlich, wer die moderne Version des Tyrannen Yazid verkörperte. Was das für den Schah bedeutete, wird in der Wikipedia mit einem kurzen Satz beschrieben: “Ayatollah Khomeinis Anhänger jagten den iranischen Schah 1979 mit lautem „Yazid!“-Geschrei aus dem Land.” Das ist weder Zufall noch ein Einzelfall. Wie ein Blick auf die “Länder des schiitischen Halbmondes” zeigt, sind schiitische Widerstandsbewegungen auch in anderen schiitisch geprägten Ländern recht erfolgreich.

Einen Tyrannen zu verjagen ist eine Sache, aber danach ein komlett neues und besseres Gesellschaftssystem aufzubauen eine andere. Nachdem der Schah gestürzt war, wurden der Apartheidstaat Israel, die Ölkolonialmacht Großbritanien und das Imperium der USA zu den Personifizierungen des Tyrannen Yazid. In den Monaten nach der Revolution im Iran wurde es bei der Abrechnung mit innenpolitischen Kontrahenten erstmal sehr blutig. Und 1980 wurde es durch den von Saddam Hussein begonnenen und von den USA nach Kräften geförderten Irak-Iran-Krieg noch blutiger. Den Angriff des bezüglich der Rüstungsgüter weit überlegenen Iraks abzuwehren, ermöglichte der international weitgehend isolierten jungen islamischen Republik Iran wieder die schiitische Befreiungstheologie und die Jahrhunderte alte religiöse Verehrung des Heldentodes im Kampf gegen die Tyrannei, wobei der Tyrann nun natürlich auch Saddam Hussein hieß. Die Pasdaran und die zu Zehntausenden als lebendige Minenauslöser gestorbenen Jugendlichen der Basij bewahrten den Iran und seine Ölfelder vor der Eroberung durch den Diktator Saddam Hussein. 1988 war der Krieg um die Existenz der islamischen Republik Iran zu Ende, der Irak und der Iran zum Wohlgefallen der USA schwer kriegsgeschädigt und 1989 starb auch der oberste Religionsführer Khomeini. Ali Khamenei wurde sein Nachfolger und in den Folgejahren konnten die islamischen Revolutionäre sich nun endlich daran machen, eine islamischen Republik aufzubauen, wie sie 1979 angedacht war.

Erster Präsident unter Ali Khamenei war der Kleriker und Businessman Rafsanjani, der eine sittlich strenge Auslegung des politischen Islam mit einer typisch kapitalistischen Wirtschaftspolitik verband. Nach einigen Jahren als Präsident zeigte es sich, dass der Erfolg seiner Politik vor allem darin bestand, dass zwar seine eigene Familie große Macht in der Wirtschaft und ein Milliardenvermögen angehäuft hat, aber die Bevölkerung arm blieb und die auch für andere kapitalistische Länder typische dekadente Koruption blühte. Sein Nachfolger im Amt des Präsidenten, der Kleriker Mohammed Khatami, zeichnete sich dadurch aus, dass er eine an bürgerlichen Freiheitsrechten des Westens orientierte Auslegung des politischen Islam und einen außenpolitischen Annäherungskurs gen Westen mit der kapitalistisch-liberalen Wirtschaftspolitik seines Vorgängers verknüpfte.

Übrig geblieben war von der islamischen Revolution außer dem klarikalen islamischen Staatsaufbau wenig. Vom Ölreichtum des Iran kam beim ärmeren Teil der Bevölkerung wenig an und mit ihren Überfällen auf Aghanistan und vor allem den Irak konterkarierten die USA die Außenpolitik von Khatami. Dass “der große Satan”, der übermächtige Tyrann aus Washington, seine gigantische Militärmaschinerie bar jeder Vernunft dazu benutzte, um den Irak und die heiligen Stätten in Kerbala zu erobern, verhalf der Widerstandstheologie im Angedenken an die historische Schlacht von Kerbala natürlich erneut zu kräftigem Aufwind.

Bei der Präsidentschaftswahl 2005 bestand das Programm früheren Kommandeur der Pasdaran, Mahmud Ahmadinejad, im Wesentlichen aus der schiitischen Befreiungstheologie, mit der einst der Schah verjagt wurde sowie seiner recht erfolgreichen Arbeit als Provinzgouverneur und Bürgermeister von Teheran. Die menschenverachtende Kriegspolitik der USA war ein wichtiger Wahlhelfer von Mahmud Ahmadinejad, denn ohne einen großen Tyrannen kann die schiitische Widerstandstheologie längst nicht so große Bindungskraft entfalten. Mahmud Ahmadinejad, ein ebenso unauffälliger wie enger Vertrauter von Ali Khamenei, gewann die Wahl gegen den favorisierten Milliardär Rafsanjani, der auch den iranischen Staatsaufbau durch die Entmachtung des Revolutionsführers Khamenei gern noch nach westlichem Vorbild umgebaut hätte, in der Stichwahl haushoch. Mahmud Ahmadinejad freute sich nach der Wahl über die “zweite Revolution” im Iran.

Mahmud Ahmadinejad ist angetreten, den Ölreichtum des Landes auf die Tische der Armen zu bringen. In der Wirtschaftspolitik setzt Ahmadinejad anstelle auf eine freie Marktwirtschaft eher auf eine gezielte staatliche Förderung der Entwicklung der Provinzen und auf den Ausbau der Pasdaran als Dachorganisation für eine möglichst weitgehend staatlich gelenkte Wirtschaft. In der Außenpolitik setzt Mahmud Ahmadinejad darauf, sich von amerikanischen und israelischen Drohungen nicht einschüchtern zu lassen, auf das Aufbauen guter Beziehungen zu allen Nachbarländern und mit all denjenigen Ländern und gesellschaftlichen Bewegungen, die dem US-Imperialismus Widerstand leisten, besonders eng zusammenzuarbeiten.

Mit einer solchen Außenpolitik befindet Ahmadinejad sich völlig in Einklang mit Ali Khamenei. IRIB berichtete gerade, wie Revolutionsführer Ali Khamenei die iranische Außenpolitik sieht: “Das geehrte Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte dann dazu weiter, alle Länder, die nicht unter dem Joch der Hegemonialmächte stehen wollen bzw. die keinen Hegemonialanspruch erheben, unabhängig davon, welcher Rasse sie angehören oder welche Sprache sie sprechen, sind Freunde der Islamischen Republik Iran.” Damit stehen Ali Khamenei und Mahmud Ahmadinejad inzwischen für geradezu klassische Positionen einer weltweit solidarischen Befreiungstheologie zur Verbesserung der sozialen Lage der Armen und Unterdrückten, wie sie seit Jahrzehnten für die christliche Befreiungstheologie und mit einigen Einschränkungen wie zum Beispiel dem Aspekt der Gottlosigkeit auch für die internationale Solidarität unter Sozialisten typisch ist. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass in Lateinamerika insbesondere Kuba, Venezuela und Bolivien gute Beziehungen mit dem Iran pflegen. Mit der Bekämpfung des iranischen Widerstands gegen ihre mit mehr als 700 Militärbasen weltweit praktizierten Tyrannei haben die USA allerdings ein ganz besonderes Problem, denn jeder Druck der USA hilft Ali Khamenei dabei, der Bevölkerung des Iran vor Augen zu führen, dass die USA heutzutage die Rolle des Despoten Yazid eingenommen haben, dem der heilige Widerstand der Schiiten zu gelten hat und stärkt dadurch den Widerstandswillen.

Und die heutige Außenpolitik der islamischen Republik Iran ist insgesamt eine verantwortungsbewusste und rationale Politik gegen die globale Hegemonie der USA. Der vermutlich wichtigste Partner der heutigen iranischen Außenpolitik ist die neue Weltmacht China. Mit China teilt der Iran nicht nur das Interesse, die Hegemonie der USA einzudämmen, sondern auch eine hervorragende Grundlage für den Handel: der Iran kann China strategisch wichtige Rohstoffe wie Erdöl liefern und China kann dem Iran die Technik liefern, die der Iran für die Modernisierung seiner Industrie braucht. Beispielhaft dafür sei hier erwähnt, dass der Iran gerade mit der chinesischen Ölcompany Sinopec einen Milliarden-Deal abgeschlossen hat, mit dem der Iran seine Raffineriekapazität nahezu verdoppeln wird. Da China Vetomacht ist, können sich die USA die ihnen von der AIPAC vorgeschriebene Idee im Sinne des Apartheidregimes von Tel-Aviv, den Iran mit einer Resolution des UN-Sicherheitsrates von der Benzinversorgung abzuschneiden, um das Land unter ihre Knute zu zwingen, also getrost von der Backe putzen. Dazu, um China ökonomisch unter Druck zu setzen, um auf diese Weise an die chinesische Stimme im UN-Sicherheitsrat zu kommen, sind die USA längst viel zu sehr abhängig von China. Und auch auf Waffenverkäufe der USA an Taiwan haben die Chinesen längst andere Reaktionsmöglichkeiten als sich ehrerbietungsvoll vor den USA in den Staub zu werfen.

Zu versuchen, den Iran mit einseitigen Sanktionen zu isolieren und in die Knie zu zwingen, ist erst recht keine erfolgversprechende Idee, denn der Iran unterhält inzwischen mit praktisch all seinen unmittelbaren und mittelbaren Nachbarstaaten gute bis hervorragende Beziehungen: angefangen vom Irak, wo schiitische Geistliche, eine von Khomeini mitaufgebaute Partei und Schüler der Pasdaran in der Politik ein gewaltiges Wörtchen mitzureden haben, über den langjährigen iranischen Verbündeten Syrien und dem von der Hizbollah mitregierten Libanon, über die Türkei, Aserbaidschan, Afghanistan und Pakistan bis hin zu Indien, würde vermutlich keines der iranischen Nachbarländer bei was auch immer für einseitig von den USA und der EU beschlossenen Sanktionen mitziehen. Rauskommen würde bei solchen Sanktionen wohl wieder nur, dass Ali Khamenei der Bevölkerung des Iran besser verdeutlichen kann, welche einzige arrogante Supermacht in der heutigen Welt die Rolle des Tyrannen Yazid innehat.

Einige ganz schlaue Strategen der psychologischen Kriegsführung in Tel-Aviv, London und Washington haben das Problem, dass die schiitische Befreiungstheologie durch mehr Druck eine größere Bindungswirkung entfaltet, schon vor einiger Zeit erkannt und eine Gegenstrategie entwickelt. Sie haben sich mit den korruptesten einflussreichen Leuten des Iran verbündet und versuchen, die westliche Propaganda dazu zu nutzen, Mahmud Ahmadinejad als Diktator hinzustellen und eine von der schiitischen Befreiungstheologie getragene grüne Bewegung gegen Ali Khamenei und Mahmud Ahmadinejad einzusetzen. Mit typischen Mitteln der psychologischen Kriegsführung wie aus den Fingern gesogenen Wahlbetrugsvorwürfen, Demonstrationen in der traditionell grünen Farbe des Islam, Snuff-Videos unter falscher Flagge, gegen die iranische Regierung gerichteten Parole “Tod dem Diktator” und jüngstens sogar Randale zu Aschura, dem am Tag des schiitisches Widerstandes, versuchen sie eine Stimmung zu erzeugen, die geeignet ist, die schiitische Befreiungstheologie gegen den Revolutionsführer Ali Khamenei und den Präsidenten Mahmud Ahmadinejad richten zu können. Doch da die USA in den letzten Jahren in vielen anderen Staaten bereits bunte Revolutionen zum “Regime Change” angeleiert haben, war dieser Versuch der Okkupation der schiitischen Befreiungstheologie leicht zu durchschauen. Und natürlich haben die Pasdaran als Wächter der islamischen Revolution schon viel schwierigere Zeiten erlebt als die von den USA gesteuerte Randale der grünen Bewegung. Und darauf, dass die Pasdaran ihre Jugendorganisation Basij sich auf die Seite des grünen Mummenschanzes stellen, brauchen die USA gar nicht zu hoffen, denn Mahmud Ahmadinejad ist einer von ihnen und macht Politik ganz nach dem Geschmack der Pasdaran. Das Ergebnis des grünen Mummenschanzes ist wieder mal kein anderes, als dass Ali Khamenei der Bevölkerung besser verdeutlichen kann, wer der wahrhaftige Yazid der Gegenwart ist.

Dass Richard Haass, Präsident des die außenpolitischen Geschicke der USA maßgeblich bestimmenden Council on Foreign Relations, nun öffentlich vorschlägt, dass die US-Politik die grüne Bewegung nun offen mit dem Ziel des “Regime Change” unterstützen mögen, weil die USA gegen den Iran keine anderen Mittel mehr haben, obwohl ihm bewusst ist, dass sie damit eingestehen, dass die grüne Bewegung des Iran Lakaien der USA sind, gleicht einer Kapitulationserklärung. Für die USA ist die Kapitulation, den Regime-Change im Iran nicht hinzubekommen, zu verschmerzen, solange ihre Marionetten-Diktatoren sich in den ölreichen Ländern der arabischen Halbinsel an der Macht halten können. Solange diese Bedingung gegeben ist, sind auch de guten Beziehungen des Iran nach Eritrea und darüber indirekt zu den Shabaab-Milizen in Somalia, zum Sudan und selbst ihre Sympathie für die schiitischen Houthis im Nordjemen, wodurch der Iran inzwischen auch eine Macht am roten Meer geworden ist, keine Gefahr für das US-Imperium. Schließlich haben die USA in Dschibuti eine Militärbasis, mit der sie die Transportwege für ihr Öl sichern können. Da könnte man sicher ein politisches Arrangement finden, denn den USA dürfte es vermutlich wichtig sein, dass der Iran sie nicht ewig im Schlamm von Afghanistan und Irak, in den sie sich selbst auf verbrecherische Art hineinbegeben haben, stecken lässt, sondern trotz der US-Okkupation seiner Nachbarländer eine konstruktive Rolle für die Stabilität des mittleren Ostens spielt.

Schlechter sieht es dagegen für das zionistische Apartheidsregime von Tel-Aviv aus. Der Iran ist inzwischen auch eine veritable Medienmacht, die sich nicht scheut, dem rechtsextremen Kolonialregime immer wieder ihre Verbrechen vorzuhalten und den Widerstand gegen das Besatzungsregime zu unterstützen. Die seit dreißig Jahren an den Tag gelegte Hartnäckigkeit zahlt sich allmählich aus. Mit der Regierung der Türkei macht nun auch schon ein mächtiger NATO-Staat auf das schon Jahrzehnte währende Unrecht in Palästina aufmerksam. Und so langsam steigt auch in Europa und Amerika das Bewusstsein dafür, dass Israel ein Unrechtsstaat ist. Wenn Israel der Schleier der Hasbara entrissen ist, dann wird das wahre Antlitz des Terrorstaates Israel zu Tage treten und das Unrecht beendet werden müssen. So, wie sich Israel inzwischen selbst einzäunt, darf man hoffen, dass der Tag nicht mehr weit ist, an dem das Besatzungsregime von Tel-Aviv zerfällt und die islamische Befreiungstheologie der Schiiten Palästina damit befreit haben wird.

Quelle

Zum Jahreswechsel machte die Meldung die Runde, dass der islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi Weihnachten verbieten wolle. Nach Ansicht von Tarafa Baghajati wird al-Qaradawi falsch zitiert. Er beklagt, dass negative Schlagzeilen zum Islam „sich von Medium zu Medium wie ein Lauffeuer verbreiten“.

Eingehend ist festzuhalten, dass jeder jeden kritisieren kann und soll. Das ist in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Muslimische Persönlichkeiten sind davon natürlich nicht ausgenommen. Allerdings sollte eine kritische Meldung, insbesondere wenn sie von Qualitätsmedien kolportiert wird, auf überprüften Quellen basieren.

Insbesondere was Islam und Muslime betrifft, gehören falsche Übersetzungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate zu den beliebtesten Instrumenten, um Muslime und ihre Religion zu diffamieren. Der Übersetzungsdienst MEMRI ist in diesem Zusammenhang bereits auffällig geworden und kann nicht als seriöse und objektive Quelle angesehen werden. Darauf hat Brian Whitaker bereits im August 2002 in seinem im Guardian veröffentlichten Artikel „Selective MEMRI“ aufmerksam gemacht.

Ausgerechnet zur besinnlichen Weihnachtszeit haben nun zahlreiche Medien die Meldung verbreitet, dass der islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi ein Verbot des Weihnachtsfestes fordere. Ursprungsquelle dieser Zeitungsente ist der Übersetzungsdienst MEMRI. WELT ONLINE beispielsweise schrieb: „Der einflussreiche islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi hetzt gegen die Christen. In der islamischen Welt müsse das Weihnachtsfest verboten werden, fordert der 83-Jährige in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten. Die Hassrede des Predigers ist in einem Video auf YouTube zu sehen.“
Jubel und Entsetzen über Schweizer Minarettverbot Die Agentur „APA“, der „Standard“ (inzwischen am 28.12.2009 korrigiert), das „ORF“ und viele andere Medien in Österreich und Deutschland haben ungefähr den gleichen Inhalt wiedergegeben. Der „Spiegel“ titelte mit „Heiligabend-Attacke“, „Bild“ wusste von einem „Angriff auf Heiligabend“ zu berichten.

Wer die Originalrede auf Arabisch hört, findet allerdings keinerlei Hinweis darauf, dass Qaradawi Christen das Weihnachtsfest verbieten möchte. Scheich Qaradawi kritisiert in seiner Predigt die lokalen muslimischen Geschäftsleute, die „die Geburt Jesu, Friede sei mit ihm, genannt Christmas zelebrieren […] mit ihren vier bis fünf Meter hohen Weihnachtsbäumen“ nur um des Kommerzes willen („nur für den Gewinn, für Geld“). Dies sei für Muslime unstatthaft und unpassend („ein Fest einer Religion zu feiern, die nicht die Eure ist, währenddessen andernorts der Bau von Minaretten Muslimen verboten wird.“).

Der Zusammenhang von Minarettverbot in der Schweiz und der Kritik an der Verbreitung von kommerziellem Weihnachtskitsch in der muslimischen Gesellschaft, erschließt sich auch mir nicht recht. Von einer „Hasspredigt“ kann allerdings keine Rede sein, irgendwelche verbale Attacken gegen Christen fehlen gänzlich.
Qaradawis Kritik ähnelt der Kritik an Halloween oder Santa Clause (im Gegensatz zum Christkind), wie sie bei uns immer wieder laut werden. Interessant ist, dass in der MEMRI- Widergabe das Lob Jesus mit den Worten „Friede sei mit ihm“ durch Qaradawi zur Gänze fehlt, warum wohl?

Beim Nachrichtenmagazin „Spiegel“ ist einem Redakteur die Fantasie gänzlich durchgegangen. Dort heißt es: „Und auch jenseits von Weihnachten sähe der einflussreiche Prediger die Rechte der Christen gern beschnitten: `Kirchen dürfen keine Kreuze mehr tragen. Kirchenglocken dürfen auch nicht mehr läuten´, forderte er weiter.“Das ist eine reine Erfindung und findet sich nicht in der MEMRI-Übersetzung und schon gar nicht in der Originalrede (hier).

Es ist äußerst bedauerlich, immer wieder feststellen zu müssen, dass negative Schlagzeilen zum Islam sich von Medium zu Medium wie ein Lauffeuer verbreiten, ohne dass die vielen beteiligten verantwortlichen Redakteure auf die Idee kommen würden, ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen. Stattdessen wird die Geschichte auch noch ausgeschmückt und angereichert.
 
Es gibt auch im deutschsprachigen Raum genügend arabischkundige Menschen und Experten ohne ideologische Mission, für die es ein Leichtes wäre, derartige Meldungen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Aus Gründen der Fairness muss hier erwähnt werden, dass Scheich Qaradawi seit Jahren die Meinung vertritt, Muslime sollten keinerlei Hemmungen haben, Christen zu ihren Feiertagen zu gratulieren. Insbesondere Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde seien freundlich anzusprechen.

Diese Fatwa ist diametral entgegengesetzt zur herrschenden Meinung bei den saudi-arabischen Gelehrten der salafitischen Richtung. Qaradawi hat dies als Entgegnung zur Berichterstattung am 27. Dezember 2009 in seiner wöchentlichen Sendung auf Al Jazeera noch einmal ausdrücklich betont.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich Scheich Qaradawis Ansicht nicht teile. Der Islam wird durch ein paar Weihnachtsbäume nicht gefährdet. Im Gegenteil; die Länder mit muslimischer Mehrheitsgesellschaft können bei aller berechtigten Kritik an der Kommerzialisierung religiöser Anlässe stolz darauf sein, dass christliche Feste sich in ihrem Straßenbild widerspiegeln.

Das Fernsehprogramm vieler arabischer Sender liefert ein spezielles Weihnachtsprogramm. Es ist ein Zeichen dafür, dass religiöse Gruppen nicht nur friedlich nebeneinander existieren können, sondern darüber hinaus auch in der Lage sind, ein harmonisches Miteinander zu finden. So überflüssig die „Islamisierungsdebatte“ in Europa ist; so unnötig wäre es, vice versa eine „Christianisierungsdebatte“ in der muslimischen Welt vom Zaun zu brechen.

In diesem Sinne ein schönes neues Jahr 2010, aber auch ein schönes Jahr 1431 nach Islamischem Kalender, das am 18.12.2009 begann.

Quelle

Es ist derselbe Gott im Judentum, Christentum und Islam. Also ein Gott für alle. In derselbigen Reihenfolge bauen die drei Religionen aufeinander auf, beziehungsweise lösen sich ab. Judentum ist Version 1.0, Christentum 2.0 mit den verschiedenen Konfessionen 2.1, 2.2, 2.3, etc.. Islam kam zuletzt, also Version 3.0 der gleichen Religion von demselben Gott, um wissenschaftlich und sprachlich korrekt zu sein.
Die späteren Versionen eines eines Prudktes sind immer besser und so wird es wohl auch mit den Religionen sein. Beispiele von Verbesserungen von Version 2.x zu 3.0: Klare Definition von Gott, keine unspezifische Dreieinigkeit oder Vaterschaft zu Propheten (Jesus). Strikte Dokumentenkontrolle, Koran darf nicht verändert werden, auch nicht übersetzt werden,sondern nur eine “Uebersetzung” desselbigen). Volle Rückführbarkeit des Masterdokuments
(Koran) über den Propheten Mohammed, Erzengel Gabriel, zum Autor (Gott). Klare Anweisungen was man darf und was nicht, keine großzügigen Interpretationen mehr möglich. Einfaches, aber effizientes Rechtsystem, Stockhiebe bei leichten Vergehen, Todestrafe bei Mord und Völkermord. Verbessertes “Health Management” durch striktes Alkohol, Drogen und Rauchverbot, sowie regelmäßige Entschlackungskuren durch striktes Fasten. Tägliche “Review Zyklen”
durch fünfmaliges Beten, sowie komplette jährliche Koranrezitation im Monat Ramadan. Solides Finanzsystem, bevorzugt auf Gold und Silberbasis, mit Zins und Spekulations (Glueckspiel)Verbot. Soziale Fürsorge durch 2.5% Pflichtabgabe aller überschüssigen Assets, sowie Sorgepflicht der Kinder gegenüber den Eltern. Familien und Rentenkassenfreundlich wegen kinderreicher Familien und der Möglichkeit des Heiratens von bis zu vier Gattinen (unter bestimmten Voraussetzungen). Verbot von Offensiv und Hegemonialkriegen, jedoch Erlaubnis der bewaffneten Verteidigung (Djihad).

Um besser zu verstehen:

Judentum = Windows XP

Christentum = Windows Vista (da passte gar nichts zusammen, Paulus der Fälscher hat den Gottessohn kreiert und Jesus damit zum Hampelmann degradiert)

Islam = Windows 7 (Richtigstellung!)

«Jesus fühlte rein und dachte
Nur den Einen Gott im Stillen;
Wer ihn selbst zum Gotte machte
Kränkte seinen heil’gen Willen.
Und so muß das Rechte scheinen
Was auch Mahomet gelungen;
Nur durch den Begriff des Einen
Hat er alle Welt bezwungen.» (Goethe)

Schon mal in einer Moschee gewesen? Wo hängen da Bilder oder Statuen von Allah???

Christliches-Evangelikales Geschwafel, die Abrahams Lehre durch den Dreck gezogen haben, indem sie sich einen Menschengott zusammengebastelt haben.Daher auch das Wort *Ungläubige*. Übrigens, die Juden glauben auch nicht an euren Legenden, das mal so nebenbei.

Guckst du hier:

Daniel Pipes:

“Gefragt, ob Muslime denselben Allmächtigen anbeten wie Juden und Christen, antwortete Präsident Bush vor einigen Monaten: „Ich glaube, wir verehren denselben Gott.” Mit anderen Worten: Die islamische Gottheit, bekannt als Allah, ist dasselbe überlegene Wesen, zu dem Juden und Christen beten.

Das Statement des Präsidenten provozierte breites Entsetzen unter Evangelikalen; eine Umfrage stellte fest, dass 79 Prozent diese Ansicht nicht teilen. Pat Robertson erklärte beißend warum und führte an: „Die gesamte Welt wird von einem religiösen Kampf erschüttert… ob Hubal, der Mondgott von Mekka und bekannt als Allah, überlegen ist oder der jüdisch-christliche Jehovah-Gott der Bibel die höchste Macht ist.”

Manche Muslime stimmen derzeit zu, dass Gott und Allah unterschiedlich sind. Irshad Manji hat erzählt, wie ihre Lehrer in einer Madrassah in Kanada sie das lehrten. Aber der jüdische Gelehrte Jon D. Levenson befindet, dass Christen und Muslime denselben Gott verehren, „falls nicht aufrichtig, dann auf jeden Fall vereinfachend und einseitig”.

“Das könnte wie eine unwichtige semantische Wortklauberei erscheinen, aber die Bedeutung von „Allah” hat eine tiefgründige Bedeutung. Man kann sich zwei alternative Übersetzungen der Eröffnungszeile der islamischen Grundsatz-Glaubenserklärung (Arabisch: la ilaha illa-la) ansehen. Die eine heißt: „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt”; die andere: „Ich bezeuge, dass es keine andere Gottheit außer Gott gibt”.

Die erste erklärt, dass der Islam einen bestimmten Herrn hat, der als Allah bekannt ist und schließt ein, dass Juden und Christen einen falschen Gott verehren. Die zweite erklärt, dass Allah das arabische Wort für den gemeinsamen, monotheistischen Gott ist und schließt einen Gemeinsamkeit mit Juden und Christen ein.
Geschichtliche: Chronologisch folgt der Islam auf das Judentum und das Christentum, aber der Koran behauptet, dass der Islam die anderen Monotheismen voraus geht. Nach der islamischen Doktrin (Sure 3,67) war Abraham der erste Muslim. Moses und Jesus führten Fehler in das Wort Gottes ein; Mohammed brachte es perfekt auf die Erde. Der Islam betrachtet Judentum und Christenheit als fehlerhafte Versionen seiner selbst, im Wesentlichen richtig, aber in den Details falsch. Diese Betrachtungsweise schließt ein, dass alle drei Glauben den Gott Abrahams teilen.

Sprachliche: So, wie „dieu” und „Gott” die französischen und deutschen Worter für „Gott” sind, so ist „Allah” die arabische Entsprechung. Teilweise kann diese Identität der Bedeutung aus verwandten Wörtern aus betrachtet sein: Das hebräische Wort für Gott, „Eloh-im”, ist ein verwandtes Wort von „Allah”. Die maltesische Sprache ist einzigartig, denn sie basiert auf dem Arabischen, wird aber von einem vorwiegend katholischen Volk gesprochen; dort ist Gott „Alla”.

Weiterhin benutzen die meisten Arabisch sprechen Juden und Christen regelmäßig das Wort „Allah”, wenn sie Gott meinen. (Kopten, die Christen Ägyptens, tun das nicht.) Das Alte und das Neue Testament in Arabisch benutzen dieses Wort. In der arabischsprachigen Bibel z.B. wird Jesus als der Sohn von „Allah” bezeichnet. Selbst Übersetzungen, die von christlichen Missionaren verfasst wurden, so die berühmte von Cornelius Van Dyke aus dem Jahr 1865, sagen Allah, genauso missionarische Diskussionen.

Die Gleichung Gott=Allah bedeutet, dass, so feindselig politische Beziehungen auch sein mögen, ein gemeinsames Band der „Kinder Abrahams” existiert und seine Erforschung kann eines Tages die Grundlage für ein gutes Einvernehmen zwischen den Religionen bieten. Der jüdisch-christlicher Dialog hat große Fortschritte gemacht und der jüdisch-christlich-muslimische Trialog könnte das auch tun.

Bevor das aber passieren kann, müssen die Muslime erst die Gültigkeit alternativer Herangehensweisen zu dem einen Gott anerkennen. Das bedeutet, dass das Überlegenheitsdenken, der Extremismus und die Gewalt der derzeitigen islamistischen Phase zurückgelassen werden muss.(Daniel Pipes, normalerweise alles andere als islamfreundlich gesinnt, der Mann)

Und aus dem Koran:

Und zu Seinen Zeichen gehören die Nacht und der Tag, die Sonne und der Mond. Werft euch weder vor der Sonne noch vor dem Mond nieder, sondern werft euch vor Allah nieder, Der sie erschaffen hat, wenn ihr (tatsächlich) Ihm allein dient.”[Quran 41:37]

Die Bibel ist ein Sammelsurium von Fälschungen, hat mit den Ursprungsschriften nichts am Hut. Mit Jesus, dem Christus, hat das jedoch nichts zu tun, doch es wurde zum Fundament für die neu entstehende katholische Kirche. Und mit ihr kam nun mithilfe des Paulus in der Tat der Priester zu einer noch nie da gewesenen Machtfülle in der Geschichte der Erde. Mit seiner teilweisen Abtrennung der jüdischen Wurzeln, mit der bequemen Botschaft, dass der Glaube genüge und mit der Anlehnung an den totalitären römischen Staat schafft Paulus die Voraussetzung dafür, dass das von ihm gelehrte Christentum in kurzer Zeit zur Staats- und Volksreligion des Römischen Weltreiches aufsteigen kann. Friedrich Nietzsche sagt es auch hier wieder treffend, wenn er Paulus als den “Erfinder der Christlichkeit” bezeichnet.

Die Bibel enthält edle Dichtkunst; und mancherlei schlaue Fabeln; und manche blutgetränkte Geschichte; und einen Reichtum an Obszönität und über Tausend Lügen.”

– Mark Twain

Prophet Mohammed wird schon in der Bibel angekündigt:

Ismael ist Abrahams Erstgeborener, deshalb haben wir, als die Erben Ismaels, das Recht auf Palästina!

“Nach Isaak sollen deine Nachkommen benannt werden”, sagt der Gott des Alten Testaments zum Vater der beiden Jungen, “aber auch den Sohn der Magd will ich zu einem großen Volk machen.” Und der Engel des Herrn prophezeit für Ismael: “Seine Hand gegen alle, die Hände aller gegen ihn!”

Sie haben den Islam nicht verstanden
Nicht nur der Prophet Mohamed und sein Vorgänger Jesus(Isa) waren Muslime, auch Moses war ein Muslim

Moses sagt das Erscheinen Mohameds voraus:

Im 5. Buch Moses 18, gibt Moses wieder, was Gott ihm sagte: “Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und Meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde. Doch wer Meine Worte nicht hören wird, die er in Meinem Namen redet, von dem will ich´s fordern” (5.Mose 18:18-19).

Aus diesen Versen können wir folgern, dass der Prophet aus dieser Vorankündigung folgende drei Charakteristika erfüllen muss:

1) Dass er wir Moses sein muss.

2) Dass er von den Brüdern der Israeliten kommen muss, d.h. von den Ismaeliten.

3) Dass Gott ihm seine Worte eingeben wird und dass er erklären wird, was Gott ihm befiehlt.

Es gab kaum zwei Propheten, die sich so ähnelten, wie Mose und Muhammad . Beiden wurde ein verständliches Gesetz und Lebensweise gegeben. Beide trafen auf ihre Feinde und siegten auf wunderbare Weise. Beide waren als Prophet und Staatsführer anerkannt. Beide wanderten aus, bevor Verschwörungen sie ermorden konnten. Analogien zwischen Moses und Muhammad gab es nicht nur bei den genannten Ähnlichkeiten, sondern auch bei anderen ganz wesentlichen: die natürliche Geburt, das Familienleben und der Tod von Moses und Muhammad nicht so wie bei Jesus. Darüber hinaus wurde Jesus von den Christen als Sohn Gottes betrachtet und nicht ausschließlich als ein Prophet Gottes, wie Moses und Muhammad es waren und wie die Muslime es von Jesus glauben. Folglich bezieht sich diese Prophezeiung auf Muhammad und nicht auf Jesus, denn Muhammad gleicht Moses mehr als Jesus.

Aus dem Evangelium des Johannes entnehmen wir, dass die Juden auf die Erfüllung dreier verschiedener Prophezeiungen wartete: 1) das Kommen Christi, 2) das Kommen von Elias, 3) das Kommen des Propheten. Dies wird durch die drei Fragen, die Johannes dem Täufer gestellt wurden, offensichtlich: “Und dies ist das Zeugnis des Johannes, da die Juden zu ihm sandten von Jerusalem Priester und Leviten, dass sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin´s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.” (Johannes 1:19-21). Wenn wir die Bibel mit Querverweisen betrachten, finden wir in den Randbemerkungen, wo die Worte „der Prophet” bei Johannes 1:21 auftauchen, dass sich diese auf das 5. Buch Mose 18:15 und 18:182 beziehen. Wir schließen hieraus, dass Jesus Christ nicht der Prophet ist, der im 5. Buch Mose 18:18 erwähnt wird.

Von Jesus, Friede sei mit ihm, kann nicht die Rede, sein, weil Jesus keine Offenbarung erhalten hat.

Abraham wurde von Allah/Gott aufgetragen, nur an EINEN Gott zu glauben!

Rabbi Homolka sagt:

Die Bezeichnung „Christlich-Jüdisches Abendland“ sei irreführend, da sie voraussetze, dass das Christentum mit dem Judentum gleich sei. Aber die Unterschiede seien da, und dazu solle man stehen.

Auch sei das Interesse vom Judentum am Christentum bei weitem nicht so groß, wie umgekehrt.

Christen würden auch fälschlicherweise denken, das Judentum würde dem Christentum näher stehen als dem Islam. Dies sei falsch. Man habe mit dem Islam mehr Gemeinsamkeiten.

Quelle

Ariel Scharon bezeichnete im November 2003 die wachsende Zahl von Muslimen innerhalb der EU als Gefahr “für das Leben der Juden“. Wird das jetzt “umgesetzt“?

Manchmal macht es Sinn, einen Blick in die Geschichte zu werfen – in die junge wie auch etwas ältere – um Gesamtzusammenhänge besser zu verstehen. Das Minarettverbot in der Schweiz ist keine, ohne einen Gesamtkontext geschehene, Überraschung. Vielmehr reiht sich das Ereignis, wie ein sehr bedeutsamer Puzzleteil, in eine lange und kurze Geschichte, die in Europa zu einem Höhepunkt der Unmenschlichkeit geführt hatte.

Zunächst einmal ist es von großer Bedeutung, einen Blick in die für heutige Generationen lange zurück liegende Geschichte zu werfen. Fast alle älteren Synagogen Nordeuropas (soweit sie überhaupt noch erhalten sind), stehen auf einem hinteren, von der Straße entfernten Grundstück. Es war im 17. Jh. behördlich verboten, Synagogen direkt an der Straßenfront zu bauen. Damals gab es zwar keine Volksabstimmung, aber die Völker waren durchaus mit jener Regelung einverstanden. Damals gab es zwar keinen Sarrazin, aber es gab auch damals Hof-Bankmanager, welche die Vorstellung verbreitet haben, dass Juden nur zu bestimmten Berufen taugen bzw. bestimmte Berufe nicht ausüben durften (oder konnten). Es gab damals zwar keine feministische Bewegung und keine Alice Schwarzer, aber die damalige “Frauenelite“ schaute meist mit einer Art Herrenmenschengefühl auf die armen Jüdinnen, die fremden Männern nicht die Hand geben durften. Ein Bosbach war damals noch nicht angedacht, wie auch die CDU nicht, aber es gab sehr viele Fürsten, die einerseits vorgeheuchelt haben, Mitgefühl für Juden zu haben, aber dennoch vor allem Verständnis für die Ausgrenzung der Juden gezeigt haben. Man müsse die Volkes Meinung ernst nehmen; als wenn sie das bei anderen Fragen (z.B. Kriegseinsätze damals wie heute) jemals getan hätten. Ein Broder war damals nicht vorstellbar, aber es gab hinreichend sehr gebildete Hofnarren, die die Herrschenden gegen die vermeintlichen Sündenböcke aufhetzten und dadurch auch beim “Volk“ beliebt waren.

Es ist sicherlich kein Zufall, dass Letzterer heutzutage – selber Jude und faktisch der lautstärkste Zionist in Deutschland – zu den lautesten Befürwortern des Minarettverbots gegen Muslime heutzutage ist. Woran aber liegt das? Ist ihm nicht bewusst, dass jene Abneigung sich eines Tages auch gegen Juden richten könnte? Aber darum geht es nicht! Damals wie heute geht es darum, ein Unrechtssystem aufrecht zu erhalten. Israel ist heute das Mahnmahl für westliche Vertreibungs- und Unrechtspolitik seit 60 Jahren. Guantanamo, Afghanistan, Irak und andere Beispiele vervollständigen das Bild. Und in Europa gibt es eine Gruppe von Menschen (wenn auch eine sehr kleine), die sich religiösbedingt und ohne eingeschüchtert werden zu können, beständig gegen das Unrecht verbal auflehnt! Das hatte bereits Ariel Scharon – damals Zionistenanführer – im November 2003 festegestellt und die wachsende Zahl von Muslimen innerhalb der EU als Gefahr “für das Leben der Juden“ bezeichnet. Und was ist mit solch einer “Gefahr“ zu tun? Einstmals wurden “Juden“ als “Gefahr“ bezeichnet. Die Argumente von damals und heute sind kaum voneinander zu unterscheiden! Daher darf man auch nicht den Fehler machen, Scharon und Broder als Vertreter des Judentums zu betrachten. Beide haben mit der Religion des Judentums kaum etwas zu tun. Sie missbrauchen das Judentum, wie einstmals Fürsten das Christentum missbraucht haben, um ihre Herrschaft sicher zu stellen, die Herrschaft des Kapitals, der Macht.

Und die Gewaltherrscher von damals wie heute hatten einen unvorstellbaren Ideenreichtum, die Welt auf den Kopf zu stellen. Erst vor wenigen Wochen musste sich in Deutschland ein friedlicher muslimischer Prediger vor Gericht dafür verantworten, dass er in einem Gemeinschaftsgebet darum gebetet hatte, dass Gott die Feinde der Muslime bestrafen möge. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da fallen ganze Horden von westlichen Soldaten über muslimische Länder her, richten ein Massaker nach dem anderen an, bei dem unzählige Zivilisten ermordet werden, und ein Muslim, der nichts anderes getan hat, als dafür zu beten, dass die Feinde der Muslime von Gott bestraft werden mögen, muss sich vor Gericht verantworten. Irgendein Verantwortlicher an Massenmorden oder Guantanamo musste sich bisher in keinem westlichen Land für sein offensichtliches Verbrechen verantworten. Ja, damals war es nicht anders.

Und um den aktuellen zum Himmel schreienden Skandal der Schweizer zu vertuschen, beeilen sich die Hofberichterstatter, möglichst auch hinreichend viele Schweizer zu Wort kommen zu lassen, die der Welt das Märchen von der Schweizer Demokratie erzählen dürfen, von der dann die Hofinterviewer auch beeindruckt sind. Aber werfen wir doch einmal einen Blick auf die Schweizer Demokratie: Das Frauenstimmrecht wurde in der Schweiz durch eine eidgenössische Abstimmung am 7. Februar 1971 eingeführt! Wir haben uns nicht verschrieben! Es handelt sich wirklich um Neunzehnhunderteinundsiebzig! Aber das war noch lange nicht in der gesamten Schweiz gültig. Denn “Volks“abtimmungen in den Kantonen führte dazu, dass das “Volk“, also die Männer, dagegen stimmten, dass Frauen mit abstimmen dürfen. Es dauerte bis zum 25. März 1990 bis endlich auch Appenzell Innerrhoden die Frauen das Recht erhielten, zu wählen, aber nicht etwa, weil eine Volksabstimmung ihnen das Recht gewährt hätte! Damals gab das Bundesgericht einer Klage von Frauen aus Appenzell Innerrhoden Recht und bestätigte damit die Verfassungswidrigkeit der Innerrhoder Kantonsverfassung in diesem Punkt. Am 27. November 1990 führte Appenzell Innerrhoden als letzter Kanton das Stimmrecht für Frauen auf kantonaler Ebene ein, gegen den Willen der Mehrheit der damaligen Stimmbürger. So viel zur Vorbild-Demokratie in der Schweiz! Merkwürdig nur, dass die Broders, Sarrazins, und vor allem Schwarzers sich nicht mehr daran erinnern!

Jetzt haben also die Schweizer so abgestimmt, wie der im Koma liegende Scharon es sich wohl gewünscht hätte, und die Vorreiter jener Kampagne mit widerlichen Plakaten (man vergleiche die Plakate mit den Plakaten, die einstmals gegen Juden aufgehängt wurden), treten mit großer Freude in den sie fördernden Medien auf und verkünden, dass diejenigen, die unter einem Minarett beten wollen, ja das Land verlassen könnten. Noch sagen sie nicht, was geschieht, wenn sie es nicht tun.

Ja, so weit ist es gekommen. Die Hetzvolksabstimmung fand am Opferfest der Muslime – dem größten islamischen Fest statt – was niemand von der Hofberichterstattung thematisiert, oder zumindest danach gefragt hat. Wenige Tage danach gibt es eine groß angelegte “Durchsuchungsaktion“ gegen eine der größten muslimischen Organisationen in Deutschland mit dem Vorwand, Sozialabgaben wären nicht gezahlt und Steuergelder missbraucht worden. Und dafür war eine Razzia in Dutzenden von Moscheen notwenig?!

Nein, das Klima für Muslime in Europa wird immer rauer, und Scharons Wunsch – und derjenige von Broder – nähert sich immer weiter der Umsetzung. Immer mehr Muslime spielen mit dem Gedanken, das Land zu verlassen, immer mehr Muslime – insbesondere die bereits gut ausgebildeten – haben das Land schon verlassen. Die Broders und Schwarzers wünschen das wohl. Aber möchte das Volk wirklich mit den Broders und Schwarzers, mit den Bosbachs und Sarrazins leben, wenn das Feindbild “Muslim“ nicht mehr in hinreichender Anzahl vorhanden ist und dann ein neues Feinbild notwenig wird?

Der neue Innenminister will die Bundeswehr auch im Inneren Einsetzen. Guantanamo wird nicht geschlossen, aber Obama dafür nicht kritisiert. Er sendet 30.000 neue Soldaten nach Afghanistan und keinem Friedensnobelpreisverkünder treibt das die Schamesröte ins Gesicht; es sind ja Friedenssoldaten.

Die Banken treiben ihr böses Spiel gegen die gesamte Bevölkerung weiter, ohne dass ihnen jemand Schranken aufzeigt. Und US-Konzerne “zocken“ die deutsche Wirtschaft gerade ganz offensichtlich ab (anders kann man das nicht nennen). GM will Milliarden von Deutschen, und Daimler verlagert Arbeitsplätze in die USA und lässt Deutsche Fachkräfte im Trockenen sitzen.

Ja, merkt denn wirklich niemand, dass in solch einer Atmosphäre, in der Deutschland von seinem größten und wichtigsten Verbündeten wirtschaftlich die Hosen ausgezogen werden, während Deutschlands Staatsräson deutsche Kriegsschiffe mit deutschen Steuergeldern verlangt – das Geschenk einfach nur verlangt – eine bis an die Haarspitzen gereizte Bevölkerung normalerweise explodieren würde! Aber sie tut es nicht, denn die Explosion wird frühzeitig künstlich erzeugt, gegen den Islam, gegen Muslime, von den lautesten Hasspredigern der USA und Israels zusammen mit der nahezu gesamten deutschen Hofberichterstattung. Merkt dass denn wirklich niemand? Und merkt denn niemand, wie die Anführer von Rechts und Links gemeinsam gegen den Islam hetzen (auch indem sie sich gegenseitig die Zusammenarbeit mit Muslimen vorwerfen).

Dieses Land ist so weit gekommen, dass man diese für jeden leicht nachprüfbare Wahrheit offen aufschreiben und verbreiten kann, ohne dass es die Spur einer Chance hätte, gegen die nackten Frauen auf den Blättern, die jedes Verbrechen der USA und Israels unterstützen, auch auf Kosten des deutschen Steuerzahlers!

Daher gibt es nur einen einzigen Weg zum Frieden, den schon so viele Menschen so oft wiederholt haben. Der Frieden selbst ist der Weg und jeder kann nur bei sich selbst beginnen. Die Selbsterziehung ist die Grundlage. Nur jemand, der sich selbst erzogen hat, wird sich gegen die Vereinnahmung als Platzhalter in einem unmenschlichen Unterdrückungsmechanismus wehren können.

Bliebe noch die Frage, wer denn in der Überschrift des Artikels “Gehorchen Schweizer Faschisten Scharon?“ mit Faschist gemeint ist, Scharon oder die Schweizer, die jene Volksabstimmung angeführt haben. Die Antwort sei dem Leser überlassen.

Nach dem Minarettverbot in der Schweiz melden sich eine ganze Reihe von Vertretern des Kapitalismus zu Wort, um noch mehr Öl ins Feuer ihres Islamhasses zu gießen – und die Freude in ihren Worten ist nicht zu überlesen.

Minarettverbot war gestern. Jetzt geht es an die Kleidung der Muslimas. Und morgen dürfte das Gebet dran sein. Den Hasspredigern geht es aber weder um den Islam, noch um Minarette, es geht ihnen um die menschenverachtende Ideologie des Kapitalismus, die sie schützen müssen! Dazu eine Frage: Können Sie sich vorstellen, vom wem die folgenden Zeilen stammen?

„Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Judaisierung ihres Landes entschieden hat. Aber nicht gegen die Religionsfreiheit oder das Judentum als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie der Verbote für Religionen im Orient und Okzident. Unabhängig davon, wie man das Ergebnis bewertet – nicht die Juden sind die Verlierer, die niemand in der Schweiz daran hindert, ihre Religion zu praktizieren, es sind die Gutmenschen, die eine andere Kultur immer verteidigenswerter finden als die eigene, die Trittbrettfahrer, die schon immer für Rassismus anfällig waren, und die Appeaser wie die Schweizer Außenministerin, die sich Sorgen um mögliche Reaktionen in der israelisch-jüdischen Welt machte und dem Export Schweizer Produkte zuliebe die Demokratie nach Schweizer Art ein wenig entschärfen wollte. Dieselben Pappnasen, die uns immer wieder erzählen, Israel sei keine Diktatur vergewaltigungslustiger alter Säcke, die nicht müde werden, zu behaupten die IDF sei “eine Verteidigungsarmee“, werden die Mehrheitsentscheidung der Schweizer als “undemokratisch” verurteilen, weil das dumme Mündel sich nicht so entscheidet, wie es der kluge Vormund möchte. Da wird der Vormund böse. Die Schweizer sind die erste europäische Nation, die sich in einer freien Abstimmung gegen die Judaisierung ihres Landes entschieden hat. Nicht gegen die Religionsfreiheit, nicht gegen Lokale, in denen koscher gegessen wird, nicht gegen das Judentum als Religion. Nur gegen eine Asymmetrie, die auch in anderen Ländern als naturgewollt hingenommen wird.
Juden dürfen in Europa Gebetshäuser bauen, Muslime in Israel dürfen es nicht (von den Christen und anderen Goyim nicht zu reden). … Wenn es in Deutschland eine Ausbildung zu Rabbinern geben kann, die nicht der staatlichen Aufsicht untersteht, muss es in Tel Aviv oder Haifa eine Muslimische, Evangelische, eine Katholische oder eine Akademie für Theorie und Praxis des Atheismus geben können. … Es ist ganz einfach. Einer muss nur den Anfang machen.“

Können Sie sich vorstellen, wer solch einen Text ungestraft in Deutschland veröffentlicht? Können Sie sich vorstellen, dass solch ein Text in der Zeitung “die Welt“ veröffentlicht wird? Nein, Sie können es nicht, denn es wäre eine Volksverhetzung sondergleichen, es wäre eine Unverschämtheit gefüllt mit Lügen – nicht einmal zionistischen Anführern dürfte man pauschal die Vergewaltigungslust vorwerfen, selbst wenn einige dafür sogar verurteilt wurden. Und solch ein Text wäre ein hasserfülltes Aufwiegeln, gegen den sich auch deutsche Muslime wehren würden! Nicht zuletzt wäre es der letzte Text jenes Schreibers, den er hätte veröffentlichen dürfen. Die gesamte Presse würde ihn meiden; von den strafrechtlichen Konsequenzen einmal abgesehen.

Der Text stand auch nicht so in der “Welt“. Er richtete sich nicht gegen Juden, sondern gegen Muslime. Er richtete sich nicht gegen Israelische Präsidenten, sondern gegen die Geistlichkeit im Iran. Gegen den Iran darf man offenbar den nächsten Krieg vorbereiten, auch mit solchem verbalen Dauerbeschuss! Er richtete sich nicht gegen jüdische Gebetshäuser, sondern gegen muslimische.

Auffällig bei solchen Schreibern (Sarrazin hat sich auch wieder gemeldet) und solchen Texten ist stets, dass sie Vertreter des Reichtums, des Establishments, der “herrschenden Klasse“ sind, ohne in ein kommunistisches Vokabular zu verfallen. Sie sind in unserem Vokabular die Hofschreiber, Hofnarren, Hoffotografen, Hofwissenschaftler, jeweils in einem anderen Bereich tätig, aber für den Hof und gut bezahlt vom Hof (außer sie haben es nicht nötig, da sie schon im Hof leben). Nie liest man eine derartige Hasstirade gegen den Islam und die Muslime von Vertretern der Arbeiterschaft oder der armen Bevölkerung! Und doch sind es genau jene Arbeiter und Armen, die dann instrumentalisiert werden, um gegen Muslime (einstmals Juden) zu randalieren. Die verbale Randale kommt von den reichen Saubermännern, die körperliche folgt dann vom Volk, von dem sich jene Saubermänner aber dann distanzieren: „Nein, wir wollten keine Steine in Moscheen werfen, nein die Brandsätze sind nicht gut. Wir wollten doch nur den Davidsstern abmontieren. Warum sollte ein Jude schlechter beten können, wenn der Davidsstern nicht mehr an der Außenfassade hängt?“

Dennoch sollte man einen Teil der Argumente der Hassprediger aufgreifen, um die perfide Vorgehensweise offen zu legen. Da ist z.B. davon die Rede, dass in der Türkei der Bau von Kirchen nicht erlaubt sei. Jenes Argument ist aus mehrfacher Hinsicht idiotisch! Es gibt keine einzige christliche Gemeinde, die irgendeine Kirche in der Türkei bauen will. Der Grund dafür ist ganz einfach zu erklären. Es gibt in der Türkei pro-Kopf-Christ ungefähr drei bis vier Mal so viele Kirchenplätze, wie für pro-Kopf-Muslim Moscheen in der Schweiz oder Deutschland. Die bestehenden – teilweise historisch extrem wertvollen und riesigen – Kirchengebäude in der Türkei verfallen, weil die christlichen Gemeinden für deren Instandhaltung keine Mittel aufbringen können, schlicht und einfach deshalb, weil es viel zu viele Kirchen gibt; viel mehr als Kirchengänger in der Türkei benötigen. In der Türkei gibt es zahllose geschlossene Kirchen; nicht weil der Staat sie geschlossen hat, sondern die jeweilige Gemeinde mangels Kirchengängern!

Als noch drastischeres Beispiel wird Saudi-Arabien genannt, dass dort keine einzige Kirche gebaut werden dürfe. Es stellt sich natürlich zunächst die Frage, was eine Kirche in einem Gebiet soll, in der kein einziger Christ lebt! Aber nehmen wir einmal an, das sich irgendwo am Rande des Landes tatsächlich eine christliche Gemeinde zusammen fände und ihr (genau so wie muslimischen Schiiten) verboten wird, ein Gebetsgebäude zu bauen, wer wäre dann schuld? Wären das nicht die Saudischen Könige und Prinzen, die keinen einzigen Tag an der Macht bleiben könnten, ohne massive militärische Unterstützung der USA gegen das eigene Volk? Warum fragt man nicht höflichst bei der US-Armee an, ob sie nicht die Christen, die in einer Kirche beten möchten, zumindest in den Kirchen innerhalb der US-Militärbasen in Saudi-Arabien beten lassen, denn dort gibt es jene Kirchen entgegen der Hasspredigerpropaganda!

Die “rechten“ Hassprediger, die jetzt aus dem Feiern gar nicht mehr herauskommen, werden angeführt von Milliardären! Hat sich eigentlich jemals einer der armen Wahlgänger (ob Naziwähler in Deutschland, Österreich oder Schweiz) die Frage gestellt, warum jene Milliardäre nie einen Cent für wohltätige Zwecke zur Unterstützung der einheimischen armen Bevölkerung übrig haben, aber stets hinreichend spendabel sind bei der Unterstützung von ohnehin reichen Hasspredigten? Und hat sich jemals einer der “einfachen“ Arbeiter die Frage gestellt, warum er so sehr gegen seinen muslimischen Arbeiterkollegen aufgehetzt werden soll, während er die frauenverachtende Zeitung mit Nacktbildern liest und gleichzeitig das Wirtschaftssystem die Bankmanager immer reicher und ihn und seine Familie immer ärmer werden lässt? Und ist ihm jemals aufgefallen, dass der Grad des Hasses gegen Juden zur Zeit seiner Großeltern und gegen Muslime in seiner eigenen Zeit dem eigenen wirtschaftlichen Niedergang proportional ist? Und ist ihm auch schon einmal aufgefallen, dass jene Hassprediger, Bankmanager und Chefredakteure; kurz, der gesamte Hof und seine Hofbediensteten, niemals ihre Söhne oder Töchter als Soldaten nach Afghanistan senden, sondern es die Kinder derjenigen sind, die nicht in Saus und Braus leben?

Ein Minarett ist nichts anderes als ein Turm, von dem einstmals der Gebetsruf in die Umgebung gerufen wurde. Das berühmteste Minarett Europas ist die Giralda, der Turm der Kathedrale von Sevilla (Spanien) und eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist der Rest der einstigen Moschee, die im Jahr 1184 errichtet wurde. Von der Moschee ist nichts mehr übrig außer diesem Minarett, und das ist heute Teil einer Kathedrale! Soll das die Zukunft sein?

Muslime brauchen kein Minarett, um in einer Moschee beten zu können. Sie brauchen auch keine Moschee, um miteinander beten zu können. Die brauchen auch kein Gebet, um mit Gott sprechen zu können. Will man deshalb all diese Dinge verbieten? Und wenn dann alles verboten ist, wer ist dann dran? Kommt dann der Davidsstern dran? Schließlich müssen Juden ja keinen Davidstern an ihren Synagogen haben, um beten zu können. Ist irgendeinem Christen eigentlich schon einmal aufgefallen, dass es nicht Muslime waren, die das Kreuz verbannen wollten?

Muslime brauchen das Minarett nicht. Aber eine menschenwürdige Gesellschaft braucht Intellektuelle, die sich dafür einsetzen, im eigenen Land Verhältnisse zu schaffen, die friedvoller sind, als im Rest der Welt, die würdevoller und menschenfreundlicher sind, als im Rest der Welt. Eine zukunftsorientierte Gesellschaft braucht Menschen, die ihre Verantwortung als Mensch wahrnehmen und tragen können. Genau hier setzt das Hauptargument der Schweizer an. Sie behaupten besonders demokratisch gewesen zu sein, da schließlich das Volk abgestimmt hat. Wie weit aber will man das führen? Wollte man auch eines Tages darüber abstimmen lassen, Muslime auszuweisen? Und was ist, wenn das Volk dafür stimmt? Und wie wäre es mit Volksabstimmungen in Deutschland über den Afghanistaneinsatz oder U-Boot-Geschenke an Israel?

Der Kapitalismus ist eine Ideologie, die – ähnlich dem Schneeballsystem – eine Weile die Leute an der Spitze immer reicher werden lässt, bis der Boden erreicht ist. Die große Masse wird immer ärmer. Jener Zeitpunkt ist jetzt weltweit wieder erreicht. In den USA werden inzwischen schon an 10% der Bevölkerung Essensmarken verteilt. Andere Länder werden folgen, denn es gibt keinen Ausweg. Kein wirtschaftliches Wachstum der Welt kann das Zinswachstum auch nur annähern kompensieren. Der Kapitalismus ist am Ende und die Folge würde – normalerweise – der Aufstand der Betrogenen gegen die Betrüger sein. Normalerweise wäre es der Aufstand der Mehrheit der Bevölkerung gegen den Hof (aber auch ihre Schreiberlinge). Daher gibt es für den Hof nur einen Ausweg. Das Geldsystem muss sozusagen “heruntergefahren“ und neu gestartet werden (wie bei Windows, wenn es hängt). Es gibt aber nur einen einzigen Neustartknopf im Kapitalismus, und der heißt Krieg. Es ist kein Zufall, dass die größten Kapitalisten verbündet in Afghanistan und Irak eingefallen sind. Aber das genügt noch nicht, um das System neu zu starten. Ein viel größerer und umfangreicherer Krieg muss her. Und die Hofschreiber des Kapitalismus sind schon längst auf ihre eigenen Minarette gestiegen und rufen nicht nur fünf Mal am Tag, sondern durchgehend, so laut sie können, dass der Iran anzugreifen sei!

Die Bevölkerungen der westlichen Welt sind aber immer noch nicht hinreichend willig. Also müssen die Hofschreiber die Willigkeit vorbereiten, damit eine geeignete “Aktion“, die uns noch bevorsteht, den Weltkrieg dann einleitet. Einen anderen Ausweg gibt es aus dem Kapitalismus nicht, wenn man den Kapitalismus beibehalten – bzw. neu starten – will. Warum wurde Obama gewählt und mit einem Friedensnobelpreis ausgestattet? Wenn ein Bush die westliche Welt in einen noch umfassenderen Krieg geführt hätte, wäre der weltweite Protest auch in der Westlichen Welt nicht mehr zu unterdrücken gewesen. Obama aber sendet 30.000 neue Soldaten nach Afghanistan, führt Guantanamo weiter und die Westliche Welt schweigt.

Wenn aber die Nacktzeitungsleser von heute einmal darüber nachdenken würden, was das für sie und ihre Kinder bedeutet, wenn sie darüber nachdenken würden, in welche fernen Ländern die heutigen Hofschreiber bei einem unfassenden Weltkrieg fliehen werden und was ihnen übrig bleibt, dann würden sie aufhören Hasspredigern zuzuhören und solche Schundschreiber zu lesen, sondern würden einen Weg zum Frieden suchen, einen friedlichen Weg zum Frieden.

Direkt am Bosporus in Istanbul, zwischen der ersten Bosporusbrücke und dem Zentrum vom Stadtteil Üsküdar, gibt es eine alte kleine Kirche, die sage und schreibe drei Meter neben einer ebenso kleinen Moschee steht. Beide Gebetshäuser sind in Betrieb. In Mannheim steht ebenfalls eine Moschee unmittelbar gegenüber einer viel größeren Kirche. Das Minarett der Moschee verschwindet fast neben der Pracht des Kirchebaus und seiner Größe. Beide Gebetshäuser sind nebeneinander im gegenseitigen Respekt in Betrieb. Und es gibt unzählige Beispiele überall in der Welt, in der solch ein friedliches Miteinander möglich ist. Eine Parole gegen den Zionismus lautet: Juden, Muslime und Christen, Hand in Hand gegen Zionisten. Möglicherweise muss man jene Parole erweitern in: Juden, Muslime und Christen, Hand in Hand gegen Kapitalisten.

Ach ja, nur nebenbei gefragt: Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass die größten Hassprediger gegen die Minarette von heute gleichzeitig die größten Befürworter jeglicher Verbrechen Israels sind; nicht der Juden aber der Zionisten!

Lieber Schweizer Minarettgegner,

Grüß Gott. Verzeihen Sie bitte vielmals, dass ich diesen Weg gewählt habe, um mich an Sie zu wenden, aber ich weiß keinen anderen, um zumindest einige von Ihnen zu erreichen.

Ich möchte Ihnen hiermit unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass es zweifelsohne Ihr eignes Recht ist, in Ihrem Land darüber zu bestimmen, welche Art von Bauten Sie zulassen wollen oder nicht. Es ist auch Ihr Recht, als erstes Land der Erde, ein Minarettverbot im Verfassungsrang einzuführen und damit in die Geschichtsbücher einzugehen. Genau wie Sie, verurteile ich diejenigen, die jetzt nach der Abstimmung alle möglichen Gremien der Welt anrufen, um auf die mögliche Menschenrechtsverletzung hinzuweisen. Wenn es eine Menschenrechtsverletzung war, dann war es vorher die Abstimmung über eine Menschenrechtsverletzung und hätte vorher geahndet werden müssen und nicht erst, nachdem Sie sich anders entschieden haben, als es vorgesehen war. Jener Ruf nach Menschenrechten im Nachhinein ist pure Heuchelei, und Heuchelei ist mir mehr zuwider als offene Feindschaft. Daher habe ich vollsten Respekt gegenüber Ihrer Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Muslime, die unbedingt ein Minarett wünschen, haben ja immerhin vier Stück davon in der Schweiz und notfalls können sie ja auch ausreisen, wie es Ihre Sprecher bekunden; die Schweiz erstellt ihren eigenen Staatsbürgern ja hinreichend Ausweise, wenn diese das Land verlassen wollen. Sie betrachten es als Ihr gutes Recht, auch eigene Staatsbürger zum Verlassen des eigenen Landes zu nötigen, und ich mische mich in die Inneren Angelegenheiten der Schweiz nicht ein.

Erlauben Sie mir dennoch eine Bitte. Lassen Sie uns aufrichtig miteinander umgehen! Überlassen wir die Heuchelei all jenen, die bisher geschwiegen haben und jetzt so empört tun. Lassen Sie uns aufrichtig miteinander umgehen. Ihr Minerettverbot war eine offene Feindschaftserklärung gegen den Islam und die Muslime! Bitte hören Sie auf mit jenem Gefasel, dass sich das Verbot nicht gegen die Religion des Islam richten würde. Bitte hören Sie auf mit dem Selbstbetrug, dass sie damit die Überschwemmung der Schweiz mit Minaretten als Symbol der “Islamisierung“ verhindern wollten. Wenn es so viele Schweizer gibt, die ein Minarett wünschen, dass das Land davon “überschwemmt“ werden könnte, werden die in einer dann stattfindenden Volksabstimmung ihr heutiges Abstimmungsergebnis ohnehin kippen. Darum ging es nicht. Kaum ein Schweizer hat doch bis jetzt jemals ein Minarett im eigenen Land gesehen, denn sie haben ja nur vier davon. Und am heftigsten gegen das Minarett wurde in jenen Gegenden gestimmt, in denen es gar kein Minarett gibt! Sie haben ein System, bei dem das möglich ist, und es steht mir als Nichtschweizer Muslim nicht zu, ein anderes System zu verlangen. Aber ich kann Sie zumindest um Aufrichtigkeit bitten. Ihr Votum war nicht gegen ein Gebäudeteil gerichtet. Ihr Votum war gegen meinen Glauben und meine Glaubensgeschwister gerichtet, selbst wenn diese Schweizer Staatsbürger sind.

Sie haben sich zur offenen Feindschaft entscheiden, ich aber nehme Ihre offene Feindschaft nicht an, da ich Sie für bedauernswerte Opfer einer Hasspredigt halte, wie ich sie aus dem Missbrauch aller Religionen, aller Ideologien und aus allen Ländern kenne. Möge Gott Ihnen vergeben für das Unrecht, dass sie meinen Glaubensgeschwistern angetan haben und Ihnen einen Weg aus dem Unrecht zeigen. Aus Ihrer Flagge entnehme ich, dass die Schweiz etwas mit dem Christentum zu tun haben könnte. Daher mag ja die Hinwendung zu Jesus und zur christlichen Nächstenliebe ein Ausweg sein. Was glauben Sie, wie würde Jesus zu Ihrem heutigen Verhalten stehen?

Nein, Feindschaft kann ich gegen sie nicht spüren, auch wenn Ihr Votum sehr verletzend war. Es gelingt mir nicht einmal Sie pauschal zu verachten, denn ich kenne die Mechanismen, auf die Sie sich eingelassen haben und denen nur selbsterzogene Menschen widerstehen können.

Aber verzeihen Sie bitte vielmals, wenn ich in Zukunft Ihre dreieckige Schokolade nicht mehr essen werde, obwohl ich diese doch mag, und in Zukunft auch auf Schweizer Käse verzichten werde. Es fällt mir einfach schwer im Gedanken daran, dass Sie meinen Glaubensgeschwistern vorschreiben wollen, wie sie ihr Gotteshaus zu gestalten haben. Finden sie es angebracht, wenn Nichtchristen den Christen vorschreiben, wie sie ihre Kirchen zu gestalten haben?

Das Schweizer Messer hat eine wirklich gute Qualität, aber es gibt auch andere Messer. Bisher hat es mich nie gestört, ein Taschenmesser beim Stockbrotgrillen – heute eher High-Tech-Werkzeug – zu nutzen, auf dem ein Kreuz abgebildet war, obwohl ich Muslim bin, aber in Zukunft würde mich das immer an das Minarettverbot erinnern, und verzeihen Sie mir, dass ich diese Erinnerung nicht für schön erachte. Auch Uhrenhersteller gibt es auch hinreichend in der Welt. Machen Sie sich jedoch keine Sorge über solch einen Boykott eines einzelnen unbedeutenden kleinen Muslims. Selbst wenn sich einige andere dem anschließen sollten, wird es ihre starke Wirtschaft nicht weiter schädigen. Ich tue es auch nicht, um sie zu schädigen, sondern weil ich einfach ein ungutes Gefühl dabei habe, wenn ich das Wort Schweiz höre. Alle Gedanken, mit denen ich die Schweiz einstmals in Verbindung gebracht habe, werden überlagert durch das Minarettverbot, denn es ist so einmalig und es war für mich bisher so unvorstellbar, dass andere Gedanken daneben kaum Platz finden. Ähnliche Gedanken hatte ich zu Dänemark, aber da war es nur eine Zeitung, die ihre Feindschaft erklärt hat; bei Ihnen ist es die demokratische Mehrheit des Volkes!

Über meine Geldanlage in Ihrem Land brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Leute, wie ich verfügen über keine Gelder, die wir in Ihrem Land anlegen könnten. Und diejenigen, die die Gelder bei Ihnen anlegen, werden es jetzt sicherlich noch freudiger als zuvor tun, so dass meine weniger gegessene dreieckige Schokolade mehr als nur ausgeglichen werden wird.

Verzeihen Sie auch, dass ich in meinen Gedanken, in meinen Anrufungen Gottes, in meinen Gebeten, meinen Unmut und meinen Ärger über Ihre Entscheidung zum Ausdruck bringen werde. Und falls es einen gerechten Gott gibt, wird er ja möglicherweise meine Gedanken hören und akzeptieren. Aber darüber brauchen Sie sich auch keine Sorgen zu machen, denn ganz offensichtlich glauben Sie nicht an einen gerechten und barmherzigen Gott der Liebe, wie ich es tue. Jemand, der wirklich an Gott glaubt, jemand der Jesus und Maria kennt, der kann nicht so unbarmherzig sein, wie Sie es sind.

Es mag Sie am Ende meiner Zeilen aber überraschen, dass ich dennoch gleichzeitig für Ihren Schutz bete. Denn Sie haben mit Ihrem Votum denjenigen, die einen Weltkrieg heraufbeschwören wollen, eine hervorragende Gelegenheit für einen False-Flag-Angriff gegeben. Ich bete darum, dass Sie und Ihr Land davor verschont bleiben mögen.

Und der Friede sei mit denen, die der Wahrheit folgen.

Gestern berichtete der deutsche Journalist Patrick Leclerq in der ARD-Tageschau von den libanesischen Wahlen und beschrieb den Lagerwahlkampf faktisch als Wahl zwischen der Westlichen Welt und dem Islam. Während die westorientierte Imperial- und Herrenmenschen- und Schubladendenkweise offenbar kaum aus den Köpfen von Hofjournalisten herauszubekommen ist, wurde in dem Bericht eine neue Begrifflichkeit verwendet, die aufschrecken ließ: Er sprach auf einer “abtrünnigen Christenfraktion“. Siehe

http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts12562.html (ab ca. Minute 14)

Was aber sind “abtrünnige Christen“? handelt es sich dabei um Christen, die dem Christentum abgeschworen haben? Das war nicht der Fall. Jene Personen glauben weiterhin an die Kreuzigung Christi und feiern Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Sie besuchen die Kirchen sogar viel intensiver, als ihre westlichen Glaubensgeschwister. Mit “abtrünniger Christenfraktion“ waren jene Christen im Libanon gemeint, die eine Koalition mit der Hizbullah eingegangen waren und sich damit gegen den westlichen Einfluss in ihrer Heimat wehren wollten.

Das aktuelle bekannt gegebene Wahlergebnis “schmeckt“ der westlichen Welt – zumindest nach ersten Verlautbarungen – recht gut, denn das “westliche Lager“ hat offenbar gewonnen. Dass ein Land wie der Libanon auch eigene Interessen haben könnte, und diese Interessen von beiden “Lagern“ z.B. antizionistisch sind, passt nicht ins westliche Weltbild. Aber noch weniger passt es ins westliche Weltbild, wenn Christen mit ausgerechnet jenen kooperieren, die ihr eigenes Land gegen israelische Angriffe erfolgreich verteidigt hat. Insofern werden Christen, also eigene Glaubensbrüder und eigene Glaubensschwestern, die mit solche Muslimen kooperiert haben, die gegen das fundamentale westliche Interesse sind, Israel jegliche Aggression zu gewähren, als “Abtrünnige“ bezeichnet.

So eine “Abtrünnige“ ist z.B. die berühmteste Sängerin des Libanon Julia Boutros; eine überzeugte und bekennende Christin. Nach dem Libanonkrieg 2006 durch Israel sang sie ein Lied als Ehrung der Märtyrer insbesondere auch der Hizbullah, was ihren Popularitätsgrad noch einmal steigerte. Im Oktober 2006, wenige Monate nach dem Libanonkrieg veröffentlichte Sie das Lied „Ahibba’i“ (Meine Lieben). Der Text basierte nach ihren eigenen Angaben auf einer Botschaft, die Seyyid Hassan Nasrullah während des Krieges an die Frontkämpfer geschickt hatte. Der Dichter Ghassan Matar formte die verwendeten Textpassagen in eine Liedform um und die Melodie wurde von ihrem Bruder Ziad Boutros komponiert, der als einer der bekanntesten Liederkomponisten des Landes gilt. Der Erlös sollte den Familien der Märtyrer, vorwiegend Kämpfer der Hizbullah zugute kommen. Die Einnahmen sollen mehrere Millionen EUR betragen haben, die sie den Familien zur Verfügung gestellt hat.

Gleichzeitig zu der vom Deutschen Fernsehen zu der “Abtrünnigen“ Christenfraktion vermeldeten Nachricht, gab es eine andere Nachricht, die Christen in Deutschland viel mehr betreffen, aber in der Tagesschau nicht erwähnt wurde: Der neue Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, setzt sich für ein volles Adoptionsrecht für Schwule und Lesben ein.

Wir überlassen es unseren zahllosen christlichen Leser darüber zu entscheiden, was “Abtrünnig“ ist, und wer die Ideale des Christentums verrät, Christen, die in höchsten christlichen Ämtern unschuldige Kinder an Homosexuelle Paare anvertrauen wollen, oder Christen, die im Libanon eine Kooperation mit Muslimen eingehen, weil sie das Land vor genau diesem westlich-kulturellen Einfluss schützen möchten.

Es ist eine Tragik der Geschichte, dass diejenigen, die die schlimmsten Schandtaten verüben, sich selbst dadurch frei zu sprechen suchen, indem sie genau jene Schandtaten ihrem Gegenüber anlasten. Der Antisemitismus ist ein Paradebeispiel dafür.

Es ist kein Zufall, dass es heute noch den Schlachtruf “Hip! Hip! Hurrah! Überall in Deutschland zu hören gibt. Er wird zwar nicht mehr ganz so martialisch verwendet, wie in seiner Anfangszeit, sondern eher in Fußball- und Kegelvereinen wie bei Saufgelagen, aber der Ausspruch hat seinen Ursprung in der europäischen antisemitischen Geschichte und erstaunlicherweise kennt heute kaum noch jemand den Ursprung. Nicht einmal der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen jene Parole. Und so ist dieser Ausspruch einer von vielen unbewusst verwendeten Zeugnissen des eigenen Antisemitismus.

Die heutige Aussprache “Hip“ geht auf die lateinische Abkürzung “Hep“ zurück. Und H.E.P stand für “Hicrosolyma Est Perdita“. Ursprünglich geht die Aussage wohl auf das zweite Jahrhundert nach Jesus – der Friede sei mit ihm – zurück, als die Römer Jerusalem belagerten. Es war wohl Hadrian der nach der Verwüstung Judäas im römischen Senat auftrat und sagte “Jerusalem ist zerstört“ (Hicrosolyma Est Perdita), worauf die Senatoren mit einem lauten “Hurra“ antworteten. Vorausgegangen waren unvorstellbare Täuschungen der einheimischen Juden im Heiligen Land. So wurde ihnen versprochen, dass der in Trümmern liegende Tempel wieder aufgebaut werden sollte, aber in Wirklichkeit sollte der neue Tempel Jupiter geweiht werden. Hadrian verbot die Beschneidung der Jungen und schlug einen drei Jahre lange andauernden Aufstand brutal nieder. Berichten zufolge wurden fast 600.000 Juden ermordet, darunter viele Frauen und Kinder. Fast 1000 Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht. Hadrian ließ jüdische Gelehrte hinrichten und Juden mussten selbst ihre heiligen Schriftrollen auf dem Tempelberg verbrennen.

Der Schlachtruf “Hip! Hip! Hurrah!“ erreichte aber erst im Mittelalter den heutigen Bekanntheitsgrad. Immer, wenn in den Kreuzzügen ein “Erfolg“ gegen Jerusalem verbucht werden konnte, wurde er mit jenem Schlachtruf quittiert: “Erfolg“ für die im missbrauchten Namen des Christentums agierenden Kreuzritter, dass sie die Muslime besiegt und die unter deren Schutz stehenden Juden abgeschlachtet hatten. Das war also die Ursache für ein Hip! Hip! Hurrah!

Juden erhielten nicht im Orient unter muslimischer Herrschaft (oder in Andalusien) Berufsverbote und wurden geächtet, sondern in Europa! Bei der Vertreibung von Muslimen aus Spanien wurden auch Juden gnadenlos abgeschlachtet, was aufgrund des erheblich größeren muslimischen Leids in Vergessenheit gerät. Jener europäische Hass mündete in das unvorstellbare Massaker Hitlers an Juden mit der Begründung, sie seinen eine “Rasse“. Bis in das 19. Jahrhundert hingegen hatten sich Juden nie als “Rasse“ verstanden, sondern als Religionsgemeinschaft. Mit dem Begriff “Rasse“ konnte man damals in der islamischen Welt ohnehin kaum etwas anfangen, waren doch Muslime von Anfang an eine „Multi-kulti-Gesellschaft“ mit gleichen Wertenormen.

Es waren Europäer, die Juden gejagt haben, es waren Europäer, die nach Jerusalem eingedrungen sind und dort Juden abgeschlachtet haben, es waren Europäer (und nicht nur Deutsche) die Juden in Konzentrationslager gesteckt und ermordet haben. Es waren Europäer, die Palästina besetzt haben. Es waren Europäer, die besetztes Land an eine Bevölkerung verschenkt haben, die dort gar nicht ansässig war! Und es wären Europäer, die im missbrauchten Namen des Judentums dort eingereist und die einheimische Bevölkerung verjagt haben. Und heute sind es u.a. Europäer, die jenes Unrecht mit allen Mitteln aufrecht erhalten; auch auf Kosten palästinensischer Christen!

Da ist von einem “Judenstaat“ die Rede. Aber niemand traut sich zu hinterfragen, was das eigentlich bedeutet? In Israel leben über 20% Nichtjuden, die sich zudem schneller vermehren als die jüdische Bevölkerung. Wollte man wirklich eine “Zwei-Staaten-Lösung“, die faktisch als Hinhaltetaktik dazu dient, Palästinenser ihres gesamten Landes zu berauben, dann müsste man Palästinenser verschleppen, um den “jüdischen“ Charakter des Staates Israel – wie es heißt – zu bewahren. Ist das die Lösung?

Und geht es hier eigentlich wirklich um das Judentum? Welches Judentum schickt Frauen in Kriege? Welches Judentum lässt Homosexuellen-Parties auf den Straßen von Jerusalem feiern? Welches Judentum lässt es zu, dass die Ehe zu einer Randerscheinung der Gesellschaft degradiert und Pornographie im Heiligen Land produziert wird? Welches Judentum lässt zu, dass man Nichtjuden willkürlich enteignet, ihr Land verschenkt und die Bewohner vertreibt? Welches Judentum lässt es zu, dass man Kinder bombardiert? Welches Judentum lässt es zu, dass bekannte Persönlichkeiten im Land aufstehen und ungestraft behaupten, 1500 Nichtjuden seien nicht so viel wert wie der Fingernagel eines Juden? Welches Judentum droht sämtlichen Nachbarn mit Krieg, überzieht viele mit Krieg, hält Jahrzehntelang fremde Gebiete besetzt und droht sogar mit Atomwaffeneinsatz? Was hat das alles mit der Religion des Judentums zu tun?

Warum fällt kaum jemanden auf, dass die so genannten jüdischen Lobbyverbände, seien sie in den USA oder in Deutschland, kaum an der Verbreitung und Aufklärung über jüdische Werte- und Moralvorstellungen interessiert sind, sondern fast ausschließlich am Zionismus? Das Judentum ist eine mehrere Tausend Jahre alte Religion. Der Zionismus ist eine aus dem rassistischen Nationalismus der Europäer heraus entstandene Ideologie, die noch keine zweihundert Jahre alt ist. Welches Judentum verbietet es Juden gleichberechtigt mit Nichtjuden in einem Staat zu leben? Und welche Logik der Welt führt dazu, dass Judentum und Zionismus gleich gesetzt wird, wenn doch nicht alle Juden Zionisten und nicht alle Zionisten Juden sind? Lebt hier nicht der alte europäische Rassenwahn in neuer Form weiter?

Aktuell erscheint bei genauer Analyse der Medien in Europa eine neue Frage hinsichtlich der Region sehr dominant: Wann wird Israel die iranischen Atomanlagen angreifen? Was selbst in Israel nicht in diesem Maß in den Vordergrund gestellt wird, erscheint in westeuropäischen Medien als geradezu ultimative Fragestellung, die sich immer weiter in ein Kriegsszenario steigert, bei dem eine gewisse “Genüsslichkeit“ der Schreiber zwischen den Zeilen herausgelesen werden kann. Aber wäre solch eine Angriff wirklich im Interesse von Juden in Jerusalem? Ist überhaupt alles, was derzeit geschieht – mit all dem undifferenzierten Hass der gegen Juden in der Region tagtäglich erzeugt und gesteigert wird – wirklich im Interesse des Judentums und der Juden in Jerusalem?

Um obige Fragen beantworten zu können, ist erneut der Blick in die Geschichte von großer Bedeutung! Denken praktizierende und gläubige Juden ernsthaft, dass jene Ideologien und deren geistige Nachkommen, die sie 2000 Jahre lang gehasst haben, sie heute lieben? Glauben praktizierende und gläubige Juden angesichts der sich in Europa tagtäglich ausbreitenden Islamhetze tatsächlich, dass sie jetzt mehr anerkannt und geliebt sind, falls sie ihren Glauben praktizieren? Glauben religiöse Juden, deren Frauen ihre Haare bedecken, die ausschließlich koscher speisen, die ihre Kinder geschlechtsgetrennt unterrichten, die beten und fasten und dem anderen Geschlecht die Hand nicht geben, tatsächlich, dass sie heute damit besser ankommen bei den europäischen Bevölkerungen als früher?

Eine sehr bedeutsame Frage muss in diesem Fall gestellt und analysiert werden: Kann es nicht sein, dass das Judentum als Vorposten europäischer Herrenmenschenideologie und im Zuge des rassistischen Imperialismus brutal missbraucht wird, um Muslime und ihre rohstoffreichen Regionen zu beherrschen? Ist denn noch nie aufgefallen, dass die lautesten Hetzer für Zionismus in vielen Fällen sehr wenig mit der Religion des Judentums zu tun haben, sondern das Judentum eher als eine Art ethnisches Merkmal (was man früher Rasse nannte) verstehen? Der europäische Rassismus projiziert in einen zionistischen Rassismus führt Krieg um Jerusalem. Aber haben das Römer und Kreuzzügler nicht genau so gemacht? Opfer war stets die einheimische Bevölkerung in der Region. Sind es wirklich gläubige und praktizierende Juden, die heute Jerusalem besetzt halten, oder eher europäische Rassisten?

Schließlich lehren das Judentum, das Christentum und der Islam, dass es keine “Rassen“ unter Menschen geben kann, da alle Menschen vom gleichen Urvater und der gleichen Urmutter abstammen. Wird es nicht Zeit, dieser wahrhaftig menschenfreundlichen Ideologie weltweit zum Sieg zu verhelfen? Juden, Christen und Muslime haben das Potential, in Jerusalem gemeinsam für Frieden und Liebe einzutreten und die Stadt zum wahren Hort für Frieden, zur Stadt des Friedens, zu gestalten. Dazu müssen zuerst die Mauern in den Köpfen und dann ihre wachsende Mauern in den Ländereien abgerissen werden. Wichtig dabei ist es zu verstehen, dass keine Organisation, die im Missbrauchten Namen des Judentums, des Christentum oder des Islams agiert, jegliche Berechtigung hat, sich einzumischen, so lange sie nicht für die Gleichberechtigung der Menschen eintritt.

Der Schlachtruf “Hip! Hip! Hurrah!“ ist ein europäischer Schlachtruf. Der Name “Jerusalem“ (Ort des Friedens) oder “Al-Quds“ (Die Heilige) sind orientalische Namen für einen Ort, der zum Symbol für alle Konflikte der Welt geworden ist. Gelingt es, dem Namen der Stadt ihre wahre Bedeutung wieder zu geben, dann kann Frieden für alle Menschen eingeläutet werden. Gelingt es aber nicht, dann werden Europäer und ihre Nachfahren unter den US-Amerikanern jenes Land weiterhin missbrauchen, um die Welt beherrschen zu wollen.

Es wird Zeit, dass auch Juden verstehen, wie sie missbraucht werden in einem perfiden Herrschaftssystem, das den Reichen und Mächtigen dient und nicht den Armen und Unterdrückten der Welt. Aber sämtliche Propheten des Judentums, des Christentums und des Islams, haben sich stets gegen die Reichen und Mächtigen und für die Armen und Unterdrückten engagiert! Das sollte auch bei dem heuchlerisch anmutenden Gefasel um ein angeblich “jüdisch-christliches Erbe“ nie vergessen werden! Nur diejenigen, die sich für die Unterdrückten der Welt engagieren und nicht für die Unterdrücker, können das Judentum, Christentum oder Islam vertreten. Und die Unterschiede zwischen den Religionen wird man leichter überwinden können, als eine rassistische Ideologie des Herrenmenschengedankenguts.

Entsprechend könnte man die alte Parole “Hip! Hip! Hurrah!“ ersetzten durch neue Parolen:

Juden, Muslime und Christen,
Hand in Hand gegen Zionisten.

Juden, Christen und Muslime Hand in Hand,
Frieden für das Heilige Land.

Oder wie wäre es mit “Schalom, Salam! Hurrah!“

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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