You are currently browsing the category archive for the ‘Iraq-Iran War’ category.

Gestern vor 30 Jahren, am 22. September 1980, brach der Erste Golfkrieg zwischen dem Irak und dem Iran aus. Das war wohl die blutigste, längste und sinnloseste Konfrontation zwischen zwei moslemischen Staaten in der gesamten modernen Geschichte.

Der Krieg hat nahezu acht Jahre gedauert und schätzungsweise eine bis anderthalb Millionen Menschen das Leben gekostet. Die genaue Opferzahl ist unbekannt und wird wohl nie bekannt werden. Die den Wirtschaften beider Länder zugefügten Schäden beliefen sich auf nahezu 500 Milliarden US-Dollar.

Teheran glaubt, den Ersten Golfkrieg gewonnen zu haben (und hat dabei teilweise recht), und feiert jedes Jahr im August den „Siegestag“. Im Irak wird aus verständlichen Gründen nichts gefeiert: Saddam Hussein, den Auslöser der achtjährigen Schlacht, gibt es seit vier Jahren nicht mehr auf dieser Welt. Und sein Land ist bereits seit sieben Jahren nicht mehr frei und unabhängig.

Die Ergebnisse des Iran-Irak-Kriegs, der de facto um die Kontrolle über den Raum am Schatt al-Arab, dem Fluss am Zusammenfluss von Tigris und Euphrat bis zum Persischen Golf (insgesamt 82 Kilometer) und über die ölreiche südiranische Provinz Chuzestan geführt wurde, haben aus politischer Sicht nichts geändert: Das östliche Ufer ist iranisch und das westliche irakisch geblieben.

Auf der geopolitischen Landkarte der Region ist dagegen vieles anders geworden: Dadurch wurden nämlich zahlreiche Prozesse ausgelöst, deren Folgen sich noch viele Jahre zu spüren sein werden. Der gesamte Nahe Osten und die Golfregion werden immer noch davon erschüttert. Zu den Folgen lässt sich auch die amerikanische Besatzung des Iraks zählen, die vielen Seiten, darunter auch Washington, große Kopfschmerzen bereitet.

Wenn man den Ersten Golfkrieg scharf ins Auge fasst, der im Iran als „Heilige Verteidigung“ und im Irak als „Saddams Kadesia“ galt, dann kann man den Zusammenhang dieses Kriegs mit allen wichtigen regionalen Ereignissen der nächsten Jahrzehnte leicht feststellen: sowohl mit Kuwaits Annexion durch den Irak und seiner Befreiung durch die USA 1990 bzw. 1991, als auch mit der Invasion der US-Kräfte im Irak bzw. dem Sturz Saddam Husseins 2003. Darin haben auch das iranische Atomprogramm, die Radikalisierung der islamischen Welt, die antiwestlichen bzw. antiamerikanischen Stimmungen unter den Moslems, der Terrorismus, der Afghanistan-Konflikt etc. etc. ihre Wurzeln.

Sehr viele Pfade nehmen ihren Anfang in diesem Krieg. Und alle führen in falsche Richtungen. Genauso wie die Pfade in den russischen Volksmärchen, die am verdammten Stein beginnen: egal wohin man geht, muss man sich überall auf Unglück gefasst machen.

Der Iran-Irak-Krieg wurde von sehr vielen amerikanischen und europäischen Präsidenten, Ministerpräsidenten und Ministern provoziert. Sie alle waren schuld daran, dass sich Saddam Hussein in einen abgefeimten Diktator verwandelte, dass dieser Krieg so lange dauerte und letztendlich sowohl den Iran als auch den Irak völlig auslaugte. Zudem waren auch die Kriegsergebnisse ganz anders als man erwartet hatte.

Deshalb erinnert sich kaum jemand gern an den Ersten Golfkrieg, vor allem in den USA. Besonders negativ reagiert der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld auf die Gespräche über seine Rolle in diesem Krieg. Während der Präsidentschaft Ronald Reagans war er (1983 und 1984) der Nahost-Beauftragte und traf sich mehrmals mit Saddam Hussein in Bagdad. Besonders empört ist Rumsfeld, wenn man ihm Fotos von seinen herzlichen Treffen mit dem irakischen Diktator zeigt.

Der Krieg war damals schon voll im Gange, und Washington hielt es nicht einmal für nötig, seine Hilfe für den Irak zu tarnen. Soll sich Rumsfeld jetzt etwa aufs Butterbrot schmieren lassen, dass er zunächst Hussein „kultiviert“ und 20 Jahre später als US-Verteidigungsminister vernichtet hatte?

Manche amerikanischen Ex-Politiker (darunter Zbigniew Brzezinski, der Sicherheitsberater des US-Präsidenten von 1977 bis 1981), beteuern jetzt, Washington hätte ursprünglich Neutralität bewahrt, um eine Verbreitung des Konflikts zu verhindern, die die Öllieferungen aus der Golfregion hätte gefährden können. Böse Zungen behaupten allerdings, dass ausgerechnet Brzezinski der Initiator der geheimen Verhandlungen mit Saddam gewesen sein soll, bei denen man ihm zu verstehen gab, dass die USA nichts gegen einen Überfall auf den Iran hätten.

Da muss man allerdings bedenken, dass die geopolitische Sachlage in der Region vor dem Iran-Irak-Krieg sehr ungünstig für die USA war. Im Iran wurde 1979 der Schah gestürzt, danach kam Imam Ajatollah Khomeini an die Macht: Damit verwandelte sich der bis dahin proamerikanische Iran in einen Todfeind Washingtons. Und das ganze bisherige Kräfteverhältnis in der Region brach auf einmal zusammen.

Ebenfalls 1979 etablierte sich Saddam Hussein als der einzige Herrscher im Irak. Für einen Diktator ist ein Jahr an der Macht eine Kleinigkeit. Und die USA setzten voll auf Hussein, um die „regionalen Verkantungen“ zu überwinden. Mit seinen Ansprüchen auf die Rolle des Allarabischen Führers war Saddam ein nahezu ideales Gegengewicht zur Islamischen Republik.

Gleich nach dem Krieg erschienen in manchen Medien die Informationen (dieser Skandal wurde in Amerika sogar als „Iraqgate“ als Anspielung auf den „Irangate“ aus den Reagan-Zeiten bezeichnet), dass die Amerikaner dem Irak Waffen (Fla-Raketen, Bomben usw.) sowie Hubschrauber im Wert von 200 Millionen Dollar geliefert hatten. Während des Kriegs wurde eine geheime Operation zur Waffenversorgung des Iraks gestartet, die unter dem Kodenamen „Bear Sales“ verlief.

Einen großen Teil der militärischen Ausrüstungen erhielt Bagdad aus der Sowjetunion. Aber nachdem Saddam den Einmarsch der sowjetischen Kräfte nach Afghanistan verurteilt hatte, wurden diese Lieferungen eingestellt. Die USA organisierten die Versorgung des Iraks mit Zuliefer- bzw. Ersatzteilen für sowjetische Flugzeuge, Panzer, Panzerwagen, Raketen, Kanonen und Schützenwaffen aus Drittländern. Selbst Israel, das nach dem Krieg gegen arabische Länder als Trophäen über zahlreiche sowjetische Waffen verfügte, konnte man überzeugen, dass es diese teilweise dem Irak überließ.

Der CIA kaufte über zahlreiche „Strohfirmen“ aus Jordanien, Ägypten, Kuwait und Saudi-Arabien massenweise sowjetische Waffen auf. Große Partien von Technik und Waffen kamen auch aus Frankreich, Spanien, Portugal. Aber auch das war noch nicht alles. Die Nationale Sicherheitsbehörde der USA stellte dem irakischen Generalstab Informationen der Satellitenaufklärung zur Verfügung. Auf dem Gelände der US-Botschaft in Bagdad wurde sogar ein besonderes Gebäude errichtet, wo Experten zahlreiche Satellitenfotos empfingen und entzifferten.

Dank Washingtons Mitwirkung erhielt Saddam Hussein riesige Kredite von Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Als Garant galt dabei die US-Regierung. Hussein konnte auf diese Weise insgesamt 35 Milliarden Dollar von den westlichen Staaten und zusätzlich 30 bis 40 Milliarden Dollar von den arabischen Ölscheichs bekommen. Allein Kuwait stellte Bagdad acht bis 14 Milliarden Dollar zur Verfügung.

Wie manche Experten derzeit vermuten, war die Annexion Kuwaits von 1990 teilweise auf Saddams Absicht zurückzuführen, auf einen Schlag seine Kredite loszuwerden und gleichzeitig neue ölreiche Territorien unter Kontrolle zu bekommen.

Für die westliche Welt genügt es, wenn jemand gegen die Islamische Republik Iran ist, um ihn berühmt zu machen, insbesondere, wenn er verstorben ist. Was aber sonst so im Leben jenes Mannes passiert ist, interessiert dabei nicht.

Vor zwei Tagen ist der Geistliche Husain Ali Montazeri im Alter von 87 Jahren verstorben. Das hat dazu geführt, dass die Westliche Welt erwartungsgemäß einmütig die Gelegenheit zur Propaganda gegen die Islamische Republik Iran nutzte. Eher überraschend aber wirkt eine Presseerklärung aus dem Vorstand der Bundestags-Narren-Partei, die sich “Grüne“ nennt. Sie schreibt: “Ajatollah Montazeri: Großer Verlust für Iran und alle Schiiten“. Jetzt müssen sich Muslime schon von einer Partei, die maßgeblich mitverantwortlich ist für die Massaker in Afghanistan, anhören, was ein Verlust für Schiiten ist oder nicht. Manchmal ist der amüsante Unterhaltungsfaktor jener Partei erheblich größer als ihr Heuchelpotential. Dabei dürfte so ziemlich niemand im Vorstand der Grünen überhaupt wissen, um wen sie da trauern, noch was Schiiten sind. Die einzige ihnen bekannte Qualifikation ist “Regimegegner“. Wenn man selbst schon nicht FÜR etwas ist, dann kann man sich ja mit jenen verbünden, die GEGEN etwas sind und dabei auch noch die gleiche Farbe tragen.

Ayatollah Husain Ali Montazeri war eine prominente Figur am Anfang der Islamischen Revolution und später Gegner des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] wodurch er sein ganzes Ansehen in der Islamischen Republik Iran verspielt hatte und ohne ernsthafte eigene Anhängerschaft im Alter von 87 Jahren starb. Diejenigen, die jetzt zu seiner Bestattung “strömen“, wie es in den Medien heißt, haben ihn zu Lebzeiten nie ernst genommen und schon gar nicht seinen religiösen Anweisungen Folge geleistet! Sie missbrauchen ein Begräbnis für ihre Heuchelei.

Ayatollah Montezari ist 1922 in Nadschafabad in der Provinz Isfahan geboren und setzte sich vor der Gründung der Islamischen Republik Iran für islamische Belange ein. Dafür saß er auch einige Jahre in den Gefängnissen des Schah und hat einiges Leid ertragen. Für seine Anhänger erlangte er den Grad eines Groß-Ajatollah.

Am Anfang der Islamischen Revolution wurde er in den Revolutionsrat der Islamischen Revolution berufen. Zwischenzeitlich war er Vorsitzender der Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan]. Ohne bestehende Notwendigkeit hat die Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] ihn im November 1985 zu Lebzeiten Imam Chomeinis zu dessen Nachfolger nominiert. Diese Nominierung sollte zur größten Lebensprüfung für Ay. Montezari werden.

Als designierter Nachfolger des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] hat er mit seinen Mitarbeitern (darunter einige Verwandte, die er unrechtmäßig verteidigte) eine Art “Staat im Staat“ aufgebaut, und seine Stabsmitarbeiter waren in Geheimverhandlungen mit den USA während des Irak-Iran-Krieges verwickelt. Diese Verbindung mündete in die zunächst geheime Reise des US-Oberleutnants Oliver North, dem Vertrauensmann des Mossad Amiram Nir und des nationalen Sicherheitsberaters der USA Robert McFarlane mit gefälschten irischen Pässen in die Islamische Republik Iran im Mai 1986. Sie hatten eine vom damaligen US-Präsidenten Reagan signierte Bibel bei sich, um sie Imam Chomeini zu übergeben. Eine solche Begegnung wurde ihnen von den Büromitarbeitern Montezaris (namentlich Mehdi Hashemi) in Aussicht gestellt. Mitarbeiter Imam Chomeinis hatten aber längst von dem „Staat im Staat“ erfahren und beobachteten die Aktivitäten. In dem Moment, in dem die geheim Reisenden in der Islamischen Republik Iran ankamen, wurde der Komplott aufgedeckt. Einige Mitarbeiter Montezaris wurden 1987 wegen Hochverrats hingerichtet. Montezari selbst wurde zum ungeeigneten Nachfolger Imam Chomeinis disqualifiziert und Imam Chomeini forderte ihn auf, sich Zeit seines Lebens von der Politik fern zu halten und rang ihm diesbezüglich ein Versprechen ab, was er allerdings – zu seinem eigenen Schaden – nicht eingehalten hat.

Oliver North, Amiram Nir und Robert McFarlane wurden nach einigen Stunden am Flughafen in Teheran mit ihren gefälschten irischen Pässen der signierten Bibel wieder in ein Flugzeug gesteckt und nach Hause geschickt. Die gesamte Angelegenheit war den USA derart peinlich und derart niederschmetternd (schon wieder eine Niederlage gegen den Iran), dass man daraus eine komplizierte Iran-Contra-Propaganda-Affaire gestrickt hat, die niemand mehr so richtig verstand! Hauptsache die USA wurden nicht von der Islamischen Republik Iran gedemütigt und das unmenschliche Imperialstreben der USA nicht schon wieder bloßgestellt.

So traf Montezari selbst das, was er einstmals gegenüber Kasem Schariatmadari geäußert hatte. Nach dessen Putschversuch hatte Montezari ihn als „pseudoreligiöse Persönlichkeit“ (16.4.1982) bezeichnet, obwohl viele ihn als Groß-Ajatollah ansahen.

Montezaris zunehmende Wandlung zum entschiedenen Gegner des Statthalters der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] nach dem Ableben Imam Chomeinis führte dazu, dass er zunehmend seine Anhängerschaft in der Islamischen Republik Iran verlor und ab Ende der 1990er Jahre isoliert war. Nur noch Medien der Westlichen Welt wollten mit ihm sprechen, denen er sehr gerne und immerzu Interviews gab. Ansonsten betrieb er eine eigene Homepage, die aber mehr aus dem Ausland aufgerufen wurde als von inländischen Iranern. Nach den Präsidentschaftswahlen 2009 behauptete Montezari, dass das System der Islamischen Republik Iran keine politische und religiöse Legitimation mehr hätte, was er frei, ungestraft und ohne Zensur äußern konnte. Seine Rechtsurteile [fatwa] fanden zuletzt in der Westlichen Welt mehr Aufmerksamkeit als unter Muslimen.

Er ist am 19.12.2009 in seinem Haus in Qum im Alter von 87 Jahren verstorben. Trotz der großen Feindschaft, die Montezari gegenüber Imam Chamene’i gezeigt hat, hat Imam Chamene’i zu seinem Ableben eine Kondolenzbotschaft an seine Angehörigen geschickt.

Die Verurteilungs- und Hinrichtungspraxis im Irak finde ich interessant. Während Saddam Hussein ja blitzartig für ein – gemessen an dem, was man ihm sonst vorwarf – relativ geringes Verbrechen verurteilt und (um die Ecke gebracht)hingerichtet wurde, gibt man sich bei Chemical Ali offensichtlich richtig Mühe. Ein Lehrstück für die, die jetzt versuchen, an die iranische Weihnachtsbombe zu glauben und Veranstaltungen wie „Stop The Bomb“ hinterherrennen…….WEITERLESEN.
Worum geht es? Es geht darum, daß, unter dem Einfluss eines aufblühenden evangelikalen Christentums, das die Ansätze eines interkulturellen Zusammenlebens zwischen Christentum, Hinduismus und Islam zerstörte und die Kaiserkrone für das Empire sicherte. Wie Dalrymple in einem weiteren Buch ausführlicher dokumentiert, entwickelte sich zunächst ein gedeihliches, wie wir heute sagen würden, multikulturelles Zusammenleben: die Macht des Großmoguls war zwar längst nur noch eine nominelle, die sich auf das „Rote Fort“ von Delhi beschränkte, doch galt er immer noch als Indiens höchster Soverän…….WEITERLESEN.
Ich erinnere mich noch zu gut an die damalige Zeit und daran, daß man damals – sinngemäß – Saddam Hussein deswegen für einen Guten hielt bzw. das zumindest vorgab, weil er westliche Werte im Irak implementiere. Ich erinnere mich daran, daß damals – immerhin noch im Kalten Krieg – bejubelt wurde, daß auch Russen und Chinesen an Saddam lieferten. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde dem Iran, der damals Rat und Hilfe bei der Versorgung seiner Soldaten suchte, auch diese – humanitäre – Hilfe veweigert………
WEITERLESEN.

Letzte Woche gab der Ölpreis etwas nach. Viele glaubten das läge an vollen Lagern in den USA. In Wirklichkeit haben die Amerikaner beschlossen jetzt die Kriegsbeute einzufahren. Das Öl darf gestohlen werden.

Vielen Leuten war es von Anfang an klar, weshalb die USA den Irak überfallen haben. Es ging um das irakische Öl. Natürlich war Saddam Hussein kein netter Mensch. Er war ein Diktator von Amerikas Gnaden. Das änderte sich erst, als er es nicht schaffte das iranische Öl zu erobern, obwohl er von den USA jede Waffenhilfe bekam, die unterhalb der Atombombe auch nur vorstellbar ist.

Natürlich durfte er mit dem Giftgas auch ein paar Kurden erledigen, die am Rande störten. Aber es half alles nichts. Der Irak war nicht in der Lage den bösen Iran zu besiegen. Also musste Saddam weg. Das erledigte Madeleine K. Albright, als sie ihm vorspielte, dass die USA ein Interesse daran habe, dass der Irak Kuweit angreift und die kuwaitische Führung davonjagt um dann das kuwaitische Öl billig an die USA zu verkaufen.
Dass war für Saddam einsichtig, hatte er doch schon das Öl des Iran für die USA stehlen sollen. Saddam Hussein brauchte Krieg, damit seine eigenen Leute nicht auf die Idee kamen nachzufragen, wo denn all das Geld bleibe und was mit Demokratie sei. Deshalb machen ja alle Politiker die nichts taugen so gerne Krieg. Peter Struck, der Sozialdemokrat der Deutschland wieder in den Krieg brachte, ist ein gutes Beispiel.

Allerdings hatte Saddam nicht damit gerechnet, dass die USA ihre Propagandamaschine längst gegen ihn in Stellung gebracht hatte. Es funktionierte auch Anfangs ganz gut. Babys die aus ihren Betten gerissen wurden, waren zur besten Sendezeit im Fernsehen, aber es reichte nicht. Man konnte zwar große Teile von Saddams militärischer Macht zerschlagen, aber es gab keine Akzeptanz für die Besetzung des Irak.

Dafür sorgte dann der nächste amerikanische Außenminister Colin Powell indem er der Welt vorlog, das der Irak biologische und chemische Waffen besäße. Der Höhepunkt waren Bilder von fahrenden Fabriken. Das gleiche Muster nachdem heute darüber gelogen wird, dass er Iran Atombomben entwickele.

Die Lügen erreichten ihr Ziel in für amerikanische und englische Zwecke ausreichender Qualtiät, so dass der Angrifsskrieg geführt werden konnte, zumal keine UNO-Entscheidung zu befürchten war, weil zwei Vetomächte sich am Überfall beteiligten. Natürlich gab es die ganze Zeit des Krieges über Proteste, die Lügen wurden aufgedeckt, aber es änderte sich nichts.

Eine ganze Zeit über sah es so aus, als würden die USA im Irak ein neues Vietnam erleben, aber dazu ist die Landschaft einfach zu offen. Wer die Luftherrschaft hat, der herrscht über das Land. Anders als in Afghanistan bietet das Gelände nur wenig Möglichkeiten, auch gegen einen überlegenen Gegner zu kämpfen. Trotzdem war der Kampf schwer und ist bis heute noch nicht wirklich beendet.

Allerdings sind sowohl die Iraker als auch die Amerikaner müde geworden. Es ist eine Art Patt-Situation entstanden. Beide Seiten wissen, dass sie nicht wirklich gewinnen können. Vielleicht hat diese Erkenntnis dazu geführt, dass man sich einigen konnte. Die Amerikaner werden das Land offiziell weitgehend verlassen. Damit hat der Irak sein Gesicht gewahrt.

Tatsächlich behalten die Amerikaner die Lufthoheit, eine Reihe von strategisch wichtigen Stützpunkten und natürlich die Kontrolle über das Land. Anstatt amerikanischer Soldaten werden amerikanische und andere Söldner eingesetzt, die zudem den Vorteil haben, an gar keine Gesetze gebunden zu sein. Ziel ist nur das irakische Öl rasch auszubeuten und Kräfte frei zu bekommen für einen Angriff auf den Iran.

Der Hintergedanke ist einfach. Wenn die USA den Iran angreift, glaubt sie, auch die Zustimmung für schiitische Kräfte im Irak zu schwächen. Dies ist aber nur vordergründig so. Das Sterben ihrer Glaubensbrüder im Iran wird nur neue Wut erzeugen und viele neue Partisanen, die dann als Terroristen bekämpft werden müssen.

Natürlich haben die USA verkürzte Pipeline-Strecken im Irak geplant um ihre Beute in Richtung Türkei und auf anderen Wegen schneller aus dem Land zu schaffen. Da sind sie wie jeder Kriminelle der einen Schnapsladen überfällt, auf möglichst gute und schnelle Rückzugsmöglichkeiten erpicht. Dummerweise liegt das Öl nicht in einer Ladenkasse, sondern muss unter der Erde hervor gepumpt und dann durch Pipelines transportiert werden.

Dieser Schönheitsfehler mit den Pipelines brachte die Amerikaner auf eine tolle Idee. Es wird einfach eine alte Firma reaktiviert. Die Iraq Petrol Company und ihre Vorgänger sind der Grund für eine Menge Hass und Verzweiflung in dieser Gegend gewesen:

Zusammen mit den Konzessionen zum Bau der Bagdadbahn hatte die Deutsche Bank im Jahr 1903 das Recht erlangt, entlang der auch durch das Vilayet Mosul führenden Bahntrasse nach Bodenschätzen zu schürfen. 1912 wurde die Türkische Petroleumgesellschaft als ein internationales Kartell zur Ausbeutung der Ölverkommen in den Vilayets Mosul und Bagdad gegründet. Jeweils ein Viertel gehörte der Deutschen Bank und der niederländisch-britischen Royal Dutch-Shell, die anderen 50 Prozent hielt die Türkische Nationalbank. Die Deutsche Bank, die ihr Engagement in der Ölförderung der Realisierung der Bagdadbahnpläne unterordnete, hatte ihre Ölkonzessionen an diese neue Gesellschaft übertragen, um durch Zugeständnisse an England in der Ölfrage den Weg für den Bahnbau bis nach Basra freizumachen. Zudem verfügte das deutsche Kapital nicht über ausreichende Finanzmittel, um die Ölquellen alleine auszubeuten.

Nachdem die Anglo-Persian Oil-Company am 28. Juni 1914, dem Tag der Schüsse von Sarajevo, die Anteile der Türkischen Nationalbank aufkaufen konnte, waren die mesopotamischen Ölquellen mehrheitlich in britischen Händen. Am 20. Mai 1914 übernahm die britische Regierung die Aktienmehrheit der Anglo-Persian und wurde damit entsprechend einer Forderung des Marineministers Winston Churchill am Vorabend des Weltkrieges zur direkten Eigentümerin am kriegswichtigen mesopotamischen Öl.

Der Ausbruch des Krieges verhinderte den Abschluß des Konzessionsvertrages für die Vilayets Mosul und Bagdad zwischen dem osmanischen Finanzministerium und der Turkish-Petroleum Co. Schon bei Kriegsbeginn hatten die britischen Mehrheitseigentümer der Deutschen Bank die Verfügungsgewalt über ihren Anteil an der Ölgesellschaft entzogen und später im Abkommen von San Remo im Jahr 1920 der alliierten Siegermacht Frankreich diesen Anteil übertragen.

..

Am 6. Juni 1926 verzichtete die Türkei in einem Abkommen mit Großbritannien schließlich offiziell auf die Provinz Mosul und erkannte die vom Völkerbund vorgeschlagene Grenzlinie an. Dafür wurden der Türkei für 25 Jahre zehn Prozent der Einkünfte aus dem Mosul-Öl zugestanden. (…)

..

1927 – nach einem Vierteljahrhundert blutiger Kämpfe – konnte endlich im Brunnen von Baba Gurgur bei Kirkuk das erste Öl gefördert werden. Aus einer einzigen Quelle flossen in drei Tagen 36000 Tonnen des schwarzen Goldes. Der erste Transport von Rohöl setzte 1934 ein und 1935 wurde eine Doppelpipeline von Kirkuk zum Mittelmeerhafen von Haifa in der britischen Mandatszone und in Tripoli in der französischen Zone eröffnet.

Die Machtteilung innerhalb der Iraq Petrol Company mit Sitz in Kirkuk, die als internationales Kartell zur Ausbeutung des mesopotamischen Öls gegründet worden war, hatten US-amerikanische und britische Ölkonzerne bereits im Sommer 1922 geregelt. Jeweils 23,75 Prozent des Mosul-Öls gingen demnach an die britische Anglo-Persian, die amerikanische Standard Oil, die britisch-niederländische Royal Dutch-Shell und die staatliche französische Compagnie Francaise des Pétroles. Fünf Prozent erhielt der armenische Ölmogul Gulbenkian. Unter der Losung »das arabische Öl den Arabern« enteignete und verstaatlichte die Baath-Regierung am 1. Juni 1972 die Iraq Petrol Company entschädigungslos gegen den Widerstand der britisch-amerikanisch-niederländischen Anteilseigner.

Durch eine Neuauflage dieser Firma soll also an der Stelle weitergemacht werden, wo man 1972 aufhören musste. Diese Enteignung war eigentlich eine Entkolonalisierung, aber das sehen die imperialen Mächte natürlich anders.

Einer der Streitpunkte des neuen Ölvertrages wäre ja auf jeden Fall die Verteilung des Reichtums gewesen. Unnötig zu sagen, das zwar nur Briten und Amerikaner offiziell für den Öldiebstahl gekämpft haben, aber selbstverständlich wollen natürlich auch die anderen ehemaligen Besitzer ihren Anteil und selbst Deutschland wird seine nie offiziell zugegebene Beteiligung an diesem Krieg in die Waagschale werfen.

Wenn man also die neuen Teilhaber des Ölgeschäftes sucht, muss man nach den alten Besitzern schauen. Chevron, Exxon Mobil, Shell, BP, Total, und ein paar kleinere Partner stehen schon in den Startlöchern. Selbstverständlich sind auch die Spekulanten schon fleißig am Werk.

Natürlich gehört dieses Angebot in die gleiche Kategorie wie jenes Superangebot und wer darauf eingeht, erhält vermutlich unterhaltsame Post für teures Geld. Aber da wo die kleinen Spekulanten und Verführer in den Startlöchern stehen sind die großen längst am Werke.

Allerdings wird es wie bei jedem anderen Raubüberfall schnell gehen müssen. Schnell rein und schnell wieder raus. Man kann ein Land wie den Irak locker besiegen. Man kann ihn unter der Knute halten und seine Regierung praktisch übernehmen. Darin haben die USA Erfahrung. Das machen sie ja schon seit Jahrzehnten so.

Man kann aber nicht die Bevölkerung eines Flächenstaates kontrollieren und man kann niemals alle Förderstellen und alle Pipelines bewachen. Kurzfristig mag das funktionieren, langfristig wird es nicht gehen. Es kommt also alles darauf an, die irakischen Felder leer zu pumpen bevor man sich zurückziehen muss. Das bedeutet eine US-gestützte Diktatur im Irak und später auch im Iran.

Der Aufwand wird sich auch einige Zeit rechnen, aber auch bei ständig steigendem Ölpreis geht es in beiden Ländern bestenfalls bis zum Peak Oil, der nach Meinung aller Experten als noch nicht erreicht gilt. Das Dumme daran ist jedoch, das niemand weiß, wieviel Öl Saddam und der Iran ohne Meldungen verkauft haben.

Es ist klar, das alle Ölförderstaaten entgegen den Abstimmungen in der OPEC immer mehr Öl exportiert haben, als sie gemeldet hatten. Genau diese Menge Öl ist aber heute das Problem für die Wirtschaftlichkeitsberechnung des irakischen und iranischen Öls.

Einige Fachleute wie die Internationalen Energieagentur (IEA) mit Sitz in Paris glauben das im Irak derzeit 2,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden, die langfristig auf 3 Millionen Barrel pro Tag ausgebaut werden könnten. Einige glauben an 5 – 7 Millionen Barrel mit viel mehr Förderstellen und Transportkapazität, was aber zu einer Verkürzung oder besser Halbierung des Förderzeitraumes führen würde.

Alles steht und fällt mit der Frage wie schnell das Raubgut in Sicherheit gebracht werden kann, bevor die irakische Bevölkerung nicht mehr mitspielt. Es ist die Frage wie lange ein Volk unterdrückt werden kann, bevor die Kosten für die Unterdrückung höher sind als der Nutzen.

Noch steht eine Antwort aus, aber die Welt wird sie bekommen. Im Iran und im Irak. Unausweichlich. Während Präsident Bush ja noch persönliche Motive zur Beteilgung an dieser Art von Staatskriminalität hat, schließlich war sein Großvater Prescott Bush einer der Strippenzieher, wird sein Nachfolger wohl nur noch von seinen persönlichen finanziellen Motiven geleitet sein.

Es geht wie immer nur ums Geschäft. Menschen sollten sich dem nicht in Weg stellen. Sie werden es kaum überleben. Es ist anzunehmen das der „Friede“ im Irak mehr Menschenleben kosten wird, als es der Krieg getan hat und das sich die Gefängnisse füllen werden. Blutiges Öl.

Quelle

How was Khorramshar Liberated?

Salam upon the Martyrs of the Revolution and the 8 year Holy Defence.

Dedicated to those who sacrified everything to save our precious Iran.

Interview With a Living Martyr of The Sacred Defense

Wenn man dies gesehen hat sollte man immer im Kopf behalten wer wem welche Waffen geliefert hat und wer wem,z.B.: nach Halabja, die Hand geschüttelt hat!

Dazu sei auch dieses Buch von Kenneth Timmerman empfohlen.Sehr aufschlußreich wenn man mehr über die Waffengeschäfte des Westens mit dem Irak wissen möchte.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

Kategorien

Mai 2017
M D M D F S S
« Sep    
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Paperblog