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Nakba ist ein arabisches Wort und steht für die ethnische Säuberung Palästinas. Es steht für Katastrophe, Tod und Vertreibung. Es steht für Massaker an der Zivilbevölkerung und die systematische Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aus ihrer Heimat, die 1948 einen Höhepunkt an Brutalität und Ausmaß erreichte. Nakba steht für ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, ein Verbrechen Israels gegen die palästinensische Bevölkerung, das bis heute geleugnet wird – auch hierzulande, wo die Leugnung des Holocausts unter Strafe steht.

Memorizid: Ilan Pappé und der Verlust der Erinnerung

Der israelische Historiker Ilan Pappé, der die systematischen Grausamkeiten, die von Isarel im Zusammenhang mit der Staatsgründung 1948 an der palästinensischen Bevölkerung begangen wurden, nicht leugnet, sondern in seinem Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ offen beim Namen nennt, und der für das systematische Auslöschen der Erinnerung den treffenden Begriff „Memorizid“ geprägt hat, wird unter Druck gesetzt und ins Exil nach England getrieben.

Pappé, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Haifa und Leiter des dortigen Instituts für Konfliktforschung, zeichnet anhand von Augenzeugenberichten, Tagebuchauszügen und Dokumenten aus Militärarchiven, die bis vor kurzem unter Verschluss gehalten wurden, ein erschütterndes Bild der Ereignisse der Jahre 1947/48. Er zeigt auf, dass die Gründung seines Heimatlandes Israel mit einer geplanten ethnischen Säuberung verbunden ist. Seine Forschungsergebnisse stehen im eklatanten Widerspruch zur offiziellen Geschichtsschreibung, die den bis heute anhaltenden Exodus der palästinensischen Bevölkerung als Akt der systematischen Vertreibung durch das zionistische Israel leugnet. Der Geschichtswissenschaftler zerstört auf diese Weise den Gründungsmythos des Staates Israel und löst damit wütende Reaktionen aus.

Verleugnung der wissenschaftlichen Arbeit: „Ein Irrer kommt selten allein“

In der ARD-Sendung Titel, Thesen, Temperamente war im November 2007 zu hören: „Pappé hat eine Mission: Ausgewogenheit und Differenzierung sind seine Sache nicht… Er nennt sich Historiker, seine Gegner nennen ihn einen Übertreiber und Provokateur.“ Prof. Dr. h.c. Manfred Lahnstein, ehemaliger Minister und langjähriger Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft schreibt auf der Webseite „Honestly Concerned“: „Auf dem deutschen Büchermarkt macht ein Buch von sich reden, das der israelische Autor Ilan Pappé… der sich wohl als ‚Historiker’ bezeichnen würde… geschrieben hat… Das ist der brutalste Angriff auf die historische Wahrheit, der mir seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion untergekommen ist.“

Und Henryk M. Broder, seines Zeichens Spiegel-Autor und Israel-Lobbyist formuliert auf seiner „Achse des Guten“ gewohnt verunglimpfend: „Pappés exklusivste Beweise sind diejenigen, die er erfunden hat… Beachten Sie bitte [auf Pappés Website] die Abteilung Middle East Scholars mit Links zu Finkelstein, Chomsky und Shahak. Ein Irrer kommt selten allein.“

Schlüsselwerk der Geschichte

Die Zahl der Besprechungen des Buches ist gemessen an seiner Bedeutung erschreckend gering. Die Zahl der Rezensionen in Publikationen, die einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich sind, ist noch geringer. Und fast verschwindend ist unter diesen Veröffentlichungen die Anzahl der Besprechungen, die dieses Buch als ein Schlüsselwerk der Geschichte würdigen. Allenfalls sind diesbezüglich 3sat, die in Zürich erscheinende WoZ und ein Beitrag des ehemaligen ARD-Nahost Korrespondenten Marcel Pott im Deutschlandfunk zu nennen.

Es sind die „Central Zionist Archives“, in denen die Äußerung des späteren israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion dokumentiert ist: „Ich bin für Zwangsumsiedlung; darin sehe ich nichts Unmoralisches“, so das Sitzungsprotokoll der „Jewish Agency Executive“ vom 12. Juni 1938. Und Marcel Pott schreibt dazu: „Schon das dem Vorwort des Autors vorangestellte Zitat des Staatsgründers David Ben Gurion bringt den Leser dazu, die erste Fußnote zu studieren. Er will wissen, wann genau der in Israel als ‚Vater der Nation’ verehrte Ben Gurion diesen Satz über die arabische Bevölkerung Palästinas gesagt und wem gegenüber er sich so geäußert hat… Am 12. Juni 1938… war bereits klar erkennbar, dass das von der britischen Kolonialmacht beherrschte Palästina zu einem dauerhaften Konfliktherd werden würde, denn die aus Europa gekommenen Juden waren Zionisten – also jüdische Nationalisten – die in dem von Arabern bewohnten Land einen jüdischen Nationalstaat gründen wollten. Das brachte sie als zugewanderte Minderheit zwangsläufig in Gegensatz zu der arabischen Nationalbewegung der einheimischen Bevölkerung in Palästina, die die überwältigende Mehrheit darstellte.“

Es sind die Archive der Israel Defense Forces (IDF) und die Archive der Untergrundmiliz Hagana, in denen der „Plan D“, der am 10. März 1948 von späteren führenden israelischen Politkern verabschiedete Masterplan zur „ethnischen Säuberung“ Palästinas, sowie die Einsatzbefehle an die militärischen Einheiten zur Umsetzung dieses Plans zu finden sind. Das alles ist nicht so einfach vom Tisch zu wischen, wie es die Israel-Lobbyisten versuchen.

„Die Befehle gaben detailliert“, so heißt es im Vorwort des Buches, „die Einsatzmethoden zur Zwangsräumung vor: groß angelegte Einschüchterungen; Belagerung und Beschuss von Dörfern und Wohngebieten; Niederbrennen der Häuser mit allem Hab und Gut; Vertreibung; Abriss und schließlich Verminung der Trümmer, um eine Rückkehr der vertriebenen Bewohner zu verhindern. Jede Einheit erhielt eine Liste mit Dörfern und Stadtvierteln, den Zielen dieses Masterplans. „Das alles ist belegt durch Quellen, die Ilan Pappé in seinem Buch explizit angibt und über die er Rechenschaft ablegen kann.“

Die Zahl dokumentierter Massaker, die im Krieg von 1948 von zionistischen und israelischen Kräften gegen Palästinenser verübt wurden, ist weit höher und folgenreicher als bisher angenommen. Darüber hinaus hat nicht nur die allgemeine Öffentlichkeit Größe und Bedeutung der Massaker falsch eingeschätzt, sondern auch Historiker, selbst palästinensische.

Für den Zeitraum zwischen dem Beginn des Krieges im Dezember 1947 und dem Ende des Krieges im Januar 1949 sind hier fast 70 Massaker dokumentiert. Diese relative hohe Zahl ist, wie aus den folgenden Ausführungen hervorgeht, eine vorsichtige Schätzung.

Die Zahl der hier untersuchten Massaker umfasst nicht die gesamte Kriegszeit. 1 Außerdem gibt es Gegenden, für die ich über keinerlei Daten verfüge, wie z.B. alle Beduinensiedlungen im Negev. Drittens gibt es Gebiete, für die ich nur über sehr wenige Informationen verfüge. Dies trifft v. a. auf die Dörfer in Südpalästina zu, wo, wie ich vermute, Kriegsverbrechen besonders häufig waren, weil das Gebiet – wie der Gazastreifen heute – im Vergleich mit anderen Teilen Palästinas weniger häufig von der Presse oder internationalen Beobachtern aufgesucht wurde. […] Viertens habe ich jene hunderte Kriegsverbrechen nicht aufgelistet, denen nur ein oder zwei Personen zum Opfer fielen. Fünftens gibt es noch Archive, die ich bisher noch nicht einsehen konnte, sowie Archive, deren Bestände noch nicht vollständig frei zugänglich sind (z.B. „heikle“ Dokumente in den Archiven der UNO und Israels) und arabische Archive, die bisher noch nicht zugänglich gemacht wurden.

Sechstens haben es die arabische Gesellschaften oft versäumt, Dokumente zu sammeln bzw. gesammelte Dokumente zu bewahren, die Massaker auch dann noch bezeugen könnten, wenn die letzten Augenzeugen verstorben sind. Siebentens werden einige Massaker noch untersucht; diese erscheinen ebenfalls nicht in meiner Auflistung. Und schließlich habe ich für diese Untersuchung all jene Terroranschläge im Rahmen des schmutzigen Krieges von 1948 nicht mitgezählt, die sich oft nicht gegen Menschengruppen richteten, die sich bereits ergeben hatten, was die Grundvoraussetzung für meine Definition von Massaker ist.

Beginn der Untersuchungen

[…] Bei Projektbeginn 2 konzentrierten wir uns am Birzeit University Research Center auf zehn Dörfer, v. a. in Mittelpalästina. Die Flüchtlinge kamen in die Westbank aus den folgenden Dörfern: Qaqun, Abu Shusha, Zir’ein, Teiret Haifa, Qissaria, Sheikh Muwanass, Beit Jibrin, Al-Dawayimah, Beit Nabala und Zarnuqa. Diese Dörfer wurden v. a. deswegen ausgewählt, weil deren Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern der Westbank erreichbar waren. 3

Als wir am Birzeit Research Center unsere Arbeit begannen, wussten wir bereits, dass es in Al-Dawayima ein Massaker gegeben hatte. Aber zu meinem völligen Erstaunen entdeckten wir bald, dass es in drei weiteren Dörfern – Abu Shusha, Teiret Haifa und Zarnuqa – ebenfalls Massaker gegeben hatte, die Wissenschaftlern bis dahin unbekannt waren. Meine zweite Entdeckung bestand darin, dass drei Dörfer – Qissaria, Sheikh Muwanass und Zarnuqa – immer gute Beziehungen zu ihren jüdischen Nachbarn gehabt hatten. […] Dennoch wurde trotz dieser guten Beziehungen in einem der Dörfer, Zarnuqa, ein Massaker verübt und alle drei Dörfer wurden vollständig entvölkert. Einige Jahre später erfuhren wir aus israelischen Quellen, dass auch in Qissaria ein Massaker verübt worden war.

Das brachte mich zu der Überzeugung, dass, wenn ich in zehn zufällig ausgewählten Dörfern auf fünf Massaker stieß, das Massaker von Deir Yassin nicht jene große Ausnahme darstellen konnte, wie immer wieder behauptet. 4 Es war vielmehr die Regel. […] Als ich diese Phase in meiner Forschung erreichte, kam ich zu zwei Schlussfolgerungen: Erstens, es hat viel mehr Massaker gegeben, als gemeinhin anerkannt; zweitens, jüdische Siedler vertrieben und massakrierten Palästinenser unabhängig von dem Verhältnis der Palästinenser zu ihren jüdischen Nachbarn. […]

Augenzeugenberichte, schriftliche Quellen, israelisches Archivmaterial

In dieser Phase meiner Forschung entschied ich mich für die Verwendung von Augenzeugenberichten zusammen mit dokumentarischen Quellen, um die Geschichte der palästinensischen Vertreibung zu schreiben. Am Beispiel des Dorfes Abu Shusha (Massaker am 14. Mai 1948) lässt sich die Entwicklung der zugrunde liegenden Argumentation und Methodologie gut darstellen. […] Flüchtlinge aus Abu Shusha, die wir befragten, berichteten uns über die komplexen Umstände der Vertreibung aus ihrem Dorf, die mit einer Besetzung begann und sich über eine Woche erstreckte. Wir erhielten 64 Namen von getöteten Personen; bis auf zwei Personen von dieser Liste waren alle an dem Tag getötet worden, an dem Abu Shusha besetzt wurde. Wir rekonstruierten das Massaker minutiös – Name für Name. Wir berücksichtigten Alter und familiären Hintergrund der Opfer und ermittelten, wo sie getötet worden waren. Wir befragten die Zeitzeugen zuerst in ihrem Zuhause und später unter Eid an der Universität Birzeit. […] Obwohl die zusammengetragenen Informationen konsistent und exakt waren, enthielt die Monographie, die vom Birzeit Research Center zu Abu Shusha publiziert wurde, nur 50 der 64 Namen, die sich in unseren Unterlagen fanden. Wir ließen Morde, für die wir keine Belege fanden, und auch jene Personen unberücksichtigt, deren Namen nicht mit Sicherheit ermittelt werden konnten. […] Die Arbeit zu Abu Shusha ist typisch für die aufwendige Detailrecherche, die notwendig ist, um ein Massaker zu rekonstruieren. Wir schickten die Monographie an einige israelische Experten zum 1948er Krieg, die diese nicht anerkannten, bis sie israelisches Archivmaterial „fanden“, das unsere Ergebnisse bestätigte. 5

Die beiden wichtigsten Erkenntnisse aus der Arbeit zu Abu Shusha und anderen Dörfern, die ich danach untersuchte, haben nach wie vor Gültigkeit: Erstens, wenn Augenzeugenberichte einer rigorosen wissenschaftlichen Prüfung unterzogen wurden, konnten aus ihnen exakte, stichhaltige und verlässliche Informationen gewonnen werden. 6 Solche Augenzeugenberichte erweisen ihre Verlässlichkeit, wenn sie sich oft Jahre später durch israelisches Archivmaterial, das inzwischen zugänglich war, bestätigten. […] Und zweitens zeigte sich, wenn wir die Überlebenden des 1948er Krieges systematisch zu der Gewalt befragten, deren Zeugen sie geworden waren, dass viele der Befragten Vorfälle erlebt hatten, die zutreffend als Massaker definiert werden können. […]

Gab es eine zentral gelenkte Politik der Vertreibung?

[Weitere] Interviews 7 bestätigten schrittweise mehr Massaker und gaben Aufschluss über die verschiedenen Formen von Massakern in Palästina. Einige, wie Erschießungskommandos, bestätigten weit verbreitete Vorstellungen und waren allgemein bekannt. Andere, wie Luftangriffe auf fliehende Zivilbevölkerung, sind bis heute wenig bekannt oder nur teilweise erforscht. 8

Die sich abzeichnenden Forschungsergebnisse ließen mich zu der Überzeugung gelangen, dass es eine zentral gelenkte Politik gab, die all diese einzelnen Massaker zu einer kohärenten Politik der ethnischen Säuberung zusammenführte. Unsere Interviews zeigten deutlich, dass die Massaker geordnet durchgeführt wurden und die Befehlskette klar war. Die Tötungen wurden auch mehr deswegen verübt, um ein Klima des Terrors zu schaffen und die Flucht der Bevölkerung zu provozieren, als die Zahl der Opfer zu maximieren.

Aufgrund dieser Absicht wurden die Massaker oft in einer Weise verübt, die über das eigentlich Ziel der Einnahme eines Dorfes hinauszugehen schien. Dörfer wurden eingekreist, bombardiert und die Bewohner durch offene Abschnitte in der Angriffslinie in arabische Gebiete gedrängt. Die Auswahl eines bestimmten Dorfes geschah dabei nicht zufällig. Oft bestand ein klarer Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt eines brutalen Massakers in einem abseits gelegenen Dorf und dem Angriff auf eine nahe gelegene Stadt. Das Massaker von Nasir al-Din wurde z. B. nur wenige Tage vor dem Beginn der Belagerung von Tiberias verübt. Auch die wiederholten Massaker in Ein Zaytoun dienten dazu, Safad unmittelbar vor dem entscheidenden Angriff auf die Stadt „mürbe zu machen“. 9

Die Brutalität in Deir Yassin muss im Zusammenhang mit dem Kampf um Jerusalem gesehen werden. Große Massaker, wie das im Dorf al-Dawayima, wo zwischen einhundert und zweihundert Personen mit äußerster Brutalität getötet bzw. vergewaltigt wurden, waren Teil von Ben Gurions Strategie, Kontrolle über das gesamte Gebiet um Hebron zu erlangen. 10 Die Intensität der Massaker in Zentralgaliläa am 29. und 30. Oktober 1948 während der Operation Hiram lässt sich als klare Lösung für Ben Gurions Bedenken verstehen, die er einen Monat vorher angesichts der verbliebenen Zivilbevölkerung in dieser Region geäußert hatte. Diese Bevölkerung war für Ben Gurion problematisch, weil sie vertriebene Flüchtlinge anzog, die aus dem Libanon zurückkehren wollten.11

Ein Fall von ethnischer Säuberung

[…] Ich stellte auch fest, dass die geographische Verteilung der Massaker auf eine zentralisierte Planung hindeutete, die Massaker über die gesamte Fläche Palästinas auszudehnen. Diese Einsicht habe ich bereits Ende 1997 in einer Vortragsreihe dargelegt.12 Ich argumentierte dort, dass die von mir ermittelten Daten es mir erstmals ermöglichten, die israelische Führung von 1948 als Kriegsverbrecher zu bezeichnen und die Einberufung eines internationalen Tribunals zur Beurteilung ihrer Verbrechen zu fordern. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte die vollständigste Darstellung des damaligen Forschungsstandes Anfang 2001. 13 […]

Derzeit erachte ich die folgenden drei Punkte als die wichtigsten des Themas:

* –          Massaker sollten als weit verbreitetes Phänomen angesehen werden, verübt in fast allen palästinensischen Dörfern und Beduinensiedlungen, aus denen Menschen unfreiwillig flohen. […] Dokumente und Augenzeugenberichte zeigen, dass „… in jedem von der israelischen Armee besetzten Dorf wir den Gestank eines Massaker riechen konnten.“ 14 (Siehe Kasten).
* –          Dörfer waren nicht nur Massakern ausgesetzt. Um den Exodus zu verstehen, ist es notwendig, nicht nur die letzten Tage eines Flüchtlings in einem Dorf in Betracht zu ziehen, sondern auch den lang anhaltenden kumulativen Prozess von Bedrohungen und Terror. In vielen Dörfern hatte die Zivilbevölkerung vor dem endgültigen Angriff und der Besetzung unter wiederholten Angriffen zu leiden. Während solcher Angriffe wurden Menschen getötet, Häuser zerstört und Vieh getötet. Anschließend erfolgten Luftangriff und Artilleriebeschuss. Die Bewohner waren auch psychologischer Kriegsführung und Propaganda ausgesetzt. Nach der Besetzung hatten sie willkürliche Massaker zu erleiden und den Überlebenden wurde verboten, die Toten zu begraben. Außerdem fanden in Städten und Dörfern systematische Plünderungen statt. Jeder Versuch der Bewohner, Eigentum einzufordern, wurde mit dem Tode bestraft. Einige Dörfer wurden vermint und Leichen mit Sprengfallen versehen, z. B. in Beit Jibrin und al-Dawayima.
* –          Während junge Leute flohen, blieben die Alten aus verschiedenen Gründen in den Dörfern zurück. Sie konnten nicht gehen, waren zurückgelassen worden oder wollten ihre letzten Tage am Ort ihrer Geburt verbringen. In vielen Dörfern wurden die älteren Menschen exekutiert und in einigen Fällen verhungerten sie. Außerdem erhielten einige keine würdevolle Bestattung. In einigen Fällen wurden ihre sterblichen Überreste von wilden Tieren gefressen, in anderen Fällen wurden die Leichen an die Grenzen arabischer Länder gebracht und dort zurückgelassen

Weiter in inamo nr. 54, ٍSommer 2008, S. 10-19

Saleh Abdel Jawad lehrt Politikwissenschaft an der Universität Birzeit. Der vorliegende Text ist ein Ausschnitt eines größeren Aufsatzes: Saleh Abdel Jawad: Zionist Massacres: the Creation of the Palestinian Refugee Problem in the 1948 War, in: Eyal Benvenisti, Chaim Gans, Sari Hanafi (Hg.): Israel and the Palestinian Refugees (Beiträge zum ausländischen öffentlichen Recht und Völkerrecht Bd. 189), Berlin; New York: Springer, 2007, S. 59-127. Kürzung und Bearbeitung mit Zustimmung des Autors [sowie Übersetzung aus dem Englischen] von Anja Zückmantel.

Anmerkungen

1 Der Krieg begann im Dezember 1947 und endete 1949 mit der Unterzeichnung diverser Waffenstillstandsabkommen. Die Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Land dauerte jedoch noch viele Jahre nach dem Krieg an. Die Bevölkerung der Stadt Majdal wurde 1950 vertrieben; die Vertreibung der Beduinenstämme dauerte bis 1953 an.

2 Die Arbeit an dieser Studie reicht bis 1993 zurück, als Saleh Abdel Jawad Direktor des Birzeit University Research Centers wurde und mit der Publikation der Monographiereihe von Studien über zerstörte palästinensische Dörfer betraut wurde, die seit 1985 erscheint. Saleh Abdel Jawad erweiterte die methodische Basis der Studien; Informationen wurden mehrfach gegengeprüft, die Anzahl der Interviews von Zeitzeugen wurde erhöht, Augenzeugenberichte wurden mit schriftlichen Zeugnissen, v. a. israelischem Archivmaterial und Sekundärliteratur, abgeglichen. [Anm. d. Red.]

3 Der palästinensische Exodus hatte ein geographisches Muster. Aus Angst und Panik gingen die Menschen aus Nordpalästina nach Syrien und in den Libanon. Menschen aus dem Süden gingen nach Gaza, und jene aus Mittelpalästina, v. a. aus den Ebenen nahe der Judäischen Berge, kamen in die Westbank. Zarnuqa ist ein Sonderfall, weil nur ein kleiner Teil seiner Flüchtlinge in die Westbank kam.

4 Das Massaker von Deir Yassin wurde als Ausnahme hingestellt, das von „Dissidenten“ verübt worden war. Obwohl die Haganah teilweise in das Massaker involviert war, reagierte die Jewish Agency auf die Berichte aus Deir Yassin wie folgt: „Die Jewish Agency hat nun mehr Details über die Besetzung Deir Yassin durch dissidente Gruppen erfahren. Sie drückt hiermit ihren Schock und Abscheu angesichts dieses barbarischen Aktes aus. Dieses Vorgehen widerspricht grundlegend dem Geist des Yischuw … [und] den Bestimmungen der Genfer Konvention, die von der Agency ohne Vorbehalte angenommen worden sind.“ In: Y. Slotsky: Sefer Toldot HaHaganah [Die Geschichte der Haganah], Bd. 3, 1972, S. 1548. […]

5 Leider liegt die gesamte Publikationsreihe des Birzeit Research Center über die zerstörten Dörfer nur in Arabisch vor (außer der Arbeit zu Abu Shusha, die einen langen Abstract auf Englisch enthält); u. a. deswegen haben die Studien nur begrenzte Beachtung gefunden.

6 Zur Diskussion über die Verlässlichkeit Palästinensischer Augenzeugenberichte vgl.: Le Témoignage des Palestiniennes Entre l’Historiographie Israélienne et l’Historiographie Arabe: Le Cas de 1948, in: C. Coquio (Hg.): L’Histoire trouée, négation et témoignages. Travaux du Colloque à la Sorbonne, Septembre 2002, 2004, S. 627-60. Für eine detaillierte Darstellung vgl.: Saleh A. Jawad: The Arab and Palestinian Narratives of the 1948 War, in: R. Rotberg (Hg.): The Intertwined Narratives of Israel-Palestine. History’s Double Helix, Bloomington, Ind. 2006, S. 93-142.

7 Ermutigt durch die ersten Forschungsergebnisse, schlug Saleh A. Jawad 1995 ein Projekt mit dem Titel „Wettlauf gegen die Zeit“ vor, in dem so viele Überlebenden des 1948er Krieges wie möglich befragt werden sollten. Trotz fehlender finanzieller Förderung führte Jawad in einem Zeitraum von fünf Jahren mit Hilfe von Studierenden 300 Interviews durch. [Anm. der Red.]

8 Auf Grundlage der von mir geführten Interviews mit Überlebenden schätze ich, dass Luftangriffe seit Juli 1948 eine der tödlichsten Angriffsformen waren, v. a. in Südpalästina und in Galiläa im Norden. Die Interviews decken nur eine sehr begrenzte Zahl von Dörfern in diesen Gegenden ab, aber alle Angaben der Befragten stimmen darin überein, dass die Luftangriffe eine hohe Zahl von Opfern forderten.

9 Vgl. IDF Archives, Aktennr. 1226/922/75, 121/4.

10 D. Ben Gurion: Yumann Hamilhamah, 1947-1949 (Kriegstagebücher, 1947- 1949), hg v. G. Rivlin, E. Orren, 1984, arabisch Übers. S. Jabbour, 1993; vgl. Fußnote für 27.10.1948, S. 597 in arabischer Fassung (AF), S. 779 in hebräischer Fassung (HF).

11 Ebd., Einträge für 13.09.1948, S. 521 und für 26.09.1948, S. 556 (AF), S. 683 und 721 (HF).

12 Vortrag im Baladna Center, el-Bireh/Ramallah, 30.10.1997.

13 Saleh Abdel Jawad: „Ein Fall von ‚ethnischer Säuberung‘: Warum haben die Palästinenser 1948 ihre Heimstätten verlassen“, in: FAZ, 01.01.2001, S. 14f.

14 Zitat von Aryeh Yitzhaki, Historiker, der zensierte Dokumente der IDF einsehen konnte, vgl. G. Ehrlich: Not only in Deir Yassin, in: Ha’ir, 06.05.1992, S. 22.

inamo Heft 54, Sommer 2008. Gekürzte Fassung.

www.inamo.de

Die weithin unbekannte Vergangenheit Israels – Teil 2

 Von Alan Schink

 


Wer palästinensischen Terroristen vorwirft, die israelische Bevölkerung zu “terrorisieren” und damit die Bombardements palästinensischer Städte durch israelische Streitkräfte zu verteidigen sucht, muss auf einem Auge blind sein. Denn was heute der Hamas vorgeworfen wird, nämlich ihre Ziele mittels terroristischer Aktivitäten erreichen zu wollen, war in den 40er Jahren für spätere israelische Politiker und Ministerpräsidenten charakteristisch und führte zur Gründung des souveränen Staates Israel. Nachdem im Teil I dieser Reihe die Ursprünge der zionistischen Bewegung skizziert wurden, folgen nun Ausschnitte aus der Hochzeit der Israelischen Untergrund- und Terrorbewegungen.

Bereits vor den arabischen Aufständen (1936-39) hatte sich ein Teil der Hagana-Mitglieder von der Organisation abgespalten und der “Irgun“ angeschlossen, einer radikal-zionistischen Terrorgruppe aus dem revisionistischen Spektrum. Die Irgun war mit der kooperativen Haltung der Hagana gegenüber den britischen Besatzern nicht zufrieden. Ihre Mitglieder lehnten die britische Politik konsequent ab und waren der Ansicht, dass die britischen Interessen nicht mit den jüdischen vereinbar waren und dass Polizei und Soldaten des Königreichs die Siedler nicht ausreichend und langfristig vor Übergriffen beschützen könnten. Im März 1938 schrieb der Irgun-Kommandant David Raziel, in der Untergrundzeitung“Durch das Schwert“:
 
„Die Aktionen der Hagana allein werden niemals zu einem wirklichen Sieg führen. Wenn es das Ziel des Krieges ist, den Willen des Feindes zu brechen – und das kann nicht erreicht werden, ohne seinen Geist zu zerstören -, können wir gewiss nicht zufrieden damit sein, uns lediglich zu verteidigen. […] Solch eine Methode der Verteidigung, die es dem Gegner erlaubt, nach Wunsch anzugreifen, sich zu reorganiseren und erneut anzugreifen […], und nicht darauf abzielt, dem Gegner die Möglichkeit zu nehmen, ein zweites Mal anzugreifen, wird “passive Verteidigung” genannt und endet im (eigenen) Niedergang und in der Zerstörung. […] Derjenige, der nicht geschlagen werden will, hat keine Wahl als anzugreifen. Die kämpfende Seite, die nicht im Sinn hat zu unterdrücken, sondern ihre Freiheit und ihren Stolz zu bewahren, auch sie hat nur einen möglichen Weg: Den Weg des Angriffs. Verteidigung im Sinne des Angriffs, mit dem Ziel, dem Gegner die Möglichkeit zum Angriff zu nehmen, wird “aktive Verteidigung” genannt.”(1)

Ziel ein souveräner jüdischer Staat
 
Hauptziel der Irgun (auch “Etzel” genannt), war die Vertreibung der britischen Besatzer und eine jüdische Mehrheit in Israel. Aus diesem Grunde verletzten Irgun-Mitglieder auch vorsätzlich die britischen Einwanderungsbestimmungen, indem sie jüdischen Flüchtlingen dabei behilflich waren, illegal nach Israel einzuwandern. Anders als die Hagana führte die Irgun nicht nur militärische Manöver durch, sondern vorrangig rein terroristische Operationen wie Bombenabschläge und Attentate auf Militärs, Politiker und Zivilisten. Das einzige Kriterium für eine Aktion war dabei, dass sie langfristig zu einem souveränen jüdischen Staat führt. Die Unbarmherzigkeit, mit der Irgun ihre politischen Ziele zu erreichen suchte, schreckte bereits nach einiger Zeit viele ihrer Mitglieder ab und veranlasste sie zum Austritt, brachte ihr aber im Gegenzug ebenso viele neue Anhänger, die ebenfalls der Meinung waren, dass nur die skrupellose Konsequenz, mit der Irgun operierte, letztendlich zu einem souveränen Staat Israel führen könne.

Der Anschlag auf das King David Hotel

Die mit Abstand verheerendste Tat, die von Irgun-Mitgliedern durchgeführt wurde, war der Sprengstoff-Anschlag auf das King David Hotel in Jerusalem am 22. Juli 1946. Der Anschlag war – laut Irgun-Mitgliedern – hauptsächlich gegen Mandatsabgeordnete und Generalstabsoffiziere der Briten gerichtet, von denen viele mit ihren Familien im King David Hotel einquartiert waren. 91 Menschen kamen bei der Explosion ums Leben, überwiegend allerdings Araber. Der Kommandant der Irgun war zu diesem Zeitpunkt Menachem Begin, ein polnischer Einwanderer, der später israelischer Ministerpräsident wurde und auf den zu dieser Zeit ein Kopfgeld von 2.000 Pfund ausgesetzt war.
 
Vieles am King David-Anschlag ist bis heute umstritten. Sicher ist, dass die britische Administration im Hotel ein Hauptquartier für ihre militärische Koordination unterhielt. Es kann also – wie die israelischen Täter im Nachhinein auch bekräftigten – davon ausgegangen werden, dass es das primäre Ziel der Terroristen war, die britisch-militärische Koordination und Kommunikation im Verwaltungsbereich zu destabiliseren und es nicht in erster Linie um viele Tote ging. Ziemlich sicher ist auch, dass die Zionisten telefonische Warnungen an einige Hotelinsassen herausgaben, um die Opferzahl unter den Zivilisten möglichst gering zu halten. In welcher Form und an wen genau diese Warn-Anrufe erfolgten, darüber gibt es von britischer und israelischer Seite zum Teil widersprüchliche Aussagen.
 
Bestätigt ist, dass der Auftrag an den Irgun-Führer Menachem Begin, einen Anschlag auf das King David Hotel auszuführen, direkt von der Hagana-Führung kam, genauer gesagt vom späteren israelischen Politiker und Knesset-Mitglied Moshe Sneh. Die Aktion wurde auch vom späteren israelischen Ministerpräsidenten David Ben-Gurion zunächst befürwortet. Als die Aktion schon in Planung und nicht mehr zu stoppen war, bereute Ben-Gurion seine Entscheidung und versuchte den Anschlag vergeblich zu verhindern.(2)
 
Clement Attlees Ziel: eine Marionettenregierung
 
Die enge Kooperation der Hagana mit den Terrorgruppen Irgun und “Lehi” (siehe unten) hatte vor allem mit der Wahl Clement Attlees zum britischen Premierminister im Juli 1945 zu tun. Attlee machte die Hoffnungen der Zionisten auf einen eigenen Staat zunichte, indem er seine Nahostpolitik drastisch änderte und die Versprechen, die den Zionisten von seinen Vorgängern gemacht wurden, unterschlug. Die britische Regierung wollte nun aus Palästina einen arabischen Staat mit einer Marionettenregierung und einer jüdischen Minderheit nach dem Muster des Irak und Ägyptens machen. Dies veranlasste die Führungen der drei Gruppen zu kooperieren und ein Abkommen zu einer vereinigten Widerstandsbewegung zu unterzeichnen.
 
Das Massaker von Deir Yasin
 
Am 9. April 1948, kurze Zeit vor der britischen Mandatsbeendigung, ermordeten Irgun- und Lehi-Mitglieder über 100 arabische Zivilisten eines Dorfes im nordwestlichen Jerusalem, unter ihnen überwiegend Frauen und Kinder. Die unter dem Namen “Massaker von Deir Yasin” bekannt gewordene Abschlachtung war eines der schwersten Verbrechen der beiden Terrorgruppen. Man geht heute davon aus, dass die Tat dazu diente, die arabische Bevölkerung in Schrecken zu versetzen um sie systematisch aus diesem Gebiet zu vertreiben, da die Zahl der Toten von den Verantwortlichen auch absichtlich überhöht angegeben wurde. Die Hagana distanzierte sich offiziell von dem Vergehen. Zu diesem Zeitpunkt zählte die Irgun etwa zwischen 1.000 und 2.000 Mitgliedern.
 
Die bereits erwähnte “Lehi”, oder auch “Stern-Gruppe” – so genannt nach ihrem Gründer Avraham Stern – galt unter den Briten als die am meisten geächtete der zionistischen Terrorgruppen. Stern, der einige Jahre in Italien gelebt hatte, war ein Verehrer des Mussolini-Faschismus und zuvor Angehöriger der Irgun. Er hatte das Irgun-Netzwerk zunächst von Osteuropa aus unterstützt, verließ die Gruppe aber im Juni 1940, als die Irgun-Führung beschloss, ihren Untergrundkampf gegen die Briten im Zuge des Zweiten Welkrieges aufzugeben. Die von ihm gegründete Gruppe, die nach seinem Tod – er wurde von britischen Polizisten in seiner Wohnung gefasst und erschossen – von Jitzchak Schamir wiedergegründet und “Lehi” genannt wurde, hatte sogar Bemühungen unternommen mit Nazi-Deutschland zu kollaborieren. Allem Anschein nach wurden die Zionisten jedoch von der NS-Führung ignoriert.(3)
 
Terroraktionen der “Stern-Gruppe”
 
Anders als Irgun führte die Stern-Gruppe auch während des zweiten Weltkriegs Terroraktionen gegen die britischen Besatzer durch – innerhalb und außerhalb Palästinas. Der Großteil der Aktionen von Stern/Lehi beschränkte sich jedoch auf “kleinere” Mordattentate auf britische Gesandte und Soldaten, die darauf abzielten, die Moral der Besatzer nach und nach zu brechen und sie zum Abzug zu zwingen. In einem Memorandum des britischen Geheimdienstes MI5 von 1946 heißt es über die geplanten Auslandseinsätze der zionistischen Terroristen: „In den letzten Monaten wurde berichtet, dass sie [die Stern-Gruppe d.A.] ausgewählte Mitglieder ausbildete, um in einem Auslandseinsatz eine prominente britische Persönlichkeit zu ermorden; dabei wurde mehrmals in diesem Zusammenhang Bezug auf Mr. Bevin [brit. Außenminister d.A.] genommen.”(4)
 
Lehi-Mitglieder waren unter anderem verantwortlich für den Tod Lord Moynes, den damaligen britischen Nahost-Minister, der am 6. November 1944 in Kairo auf offener Straße erschossen wurde. Außerdem gehen ein Sprengstoffanschlag 1947 auf eine britische Polizeistation in Palästina (4 Tote und 140 Verletzte), sowie diverse Anschläge auf die Kairo-Haifa Eisenbahnverbindung, die auch vom britischen Militär genutzt wurde (über 60 Tote, 100 Verletzte), auf das Konto von Stern/Lehi.
 
Mord an Folker Bernadotte und André Serot
 
Traurige Berühmtheit erlangte diese Gruppe jedoch erst nach ihrer offiziellen Auflösung im Mai 1948, als ehemalige Mitglieder in einer Splittergruppe verdeckt weiter operierten und am 17. September 1948 den UN-Gesandten Folker Bernadotte sowie den UN-Miltärbeobachter André Serot in ihrem Auto aus einem Hinterhalt heraus erschossen. Bernadotte hatte sich zuvor stark für eine politische Versöhnung zwischen Israelis und Arabern eingesetzt und versucht, ein Friedensabkommen in die Wege zu leiten.
 
Wie bereits angedeutet, beschränkten sich die Terroraktivitäten von Irgun und Lehi nicht nur auf den nahen und mittleren Osten. Irgun beispielsweise war auch in Europa sehr aktiv und gründete dort verdeckte Zellen, die den illegalen Waffennachschub sichern und jüdischen Flüchtlingen bei der Einreise nach Palästina helfen sollten. Es gibt mittlerweile auch Hinweise darauf, dass Irgun-Splittergruppen noch im März 1952 ein Attentat auf Konrad Adenauer versuchten, um die Wiedergutmachungsverhandlungen mit Deutschland zu stoppen. Bei dem Mordanschlag mit einer Paketbombe wurde ein Münchener Polizist getötet.(5) In einem britischen Geheimdienst-Dossier von 1948 heißt es über die Auslandsaktivitäten der beiden Terrorgruppen: „Unser Vertreter in Jerusalem hat seitdem Informationen darüber bekommen, dass Irgun und die Stern-Gruppe beschlossen haben, fünf ‘Zellen’ nach London zu schicken, um nach dem Vorbild der IRA vorzugehen. Um ihre eigenen Worte zu benutzen, haben die Terroristen vor, ‘den Hund in seiner eigenen Hütte’ zu schlagen. Falls die achtzehn Stern-Mitglieder exekutiert werden, ist Irgun bereit, mit der Stern-Gruppe zu kooperieren.”(4)
 
Nicht Terroristen sondern “offensive Widerstandskämpfer”
 
Dieses Zitat macht das Selbstverständnis der beiden zionistischen Gruppen deutlich. Im Gegensatz zu den Briten und Arabern sahen sie sich nicht in erster Linie als Terroristen, sondern als Befreiungsarmee, als “offensive Widerstandskämpfer” (Vgl. Raziel), die sich nur terroristischer Mittel bedienten, um ihr Ziel zu erreichen. Die Ambivalenz in diesem Verständnis wird schnell ersichtlich, wenn man sich ansieht, dass die Führung der Lehi nicht einmal davor zurückschreckte mit Nazi-Deutschland zu kollaborieren. Auch nicht vergessen werden darf dabei, dass jede friedliche Einigung mit der arabischen Bevölkerung von Lehi und Irgun immer wieder sabotiert wurde. Es ging also nicht nur um die Befreiung von der britischen Unterdrückung – wie der Vergleich mit der IRA zunächst vermuten lässt und was ein moralisch vielleicht noch vertretbareres Motiv suggerieren könnte -, sondern immer auch um die Vertreibung der arabischen Nachbarn durch Mittel des Terrorismus und unter Ausschluss einer friedlichen Einigung.
 
Noch deutlicher wird das anhand einer Broschure der Irgun, die zeigt, wie radikal die Ansichten im Bezug auf die arabischen Palästinenser teilweise waren. In der Broschüre heißt es: „Wir müssen die Araber bekämpfen, um sie zu unterjochen und ihren Forderungen die Kraft zu nehmen. Wir müssen sie als politischen Faktor vom Schauplatz entfernen. Dieser Kampf gegen die Araber wird die Diaspora ermutigen und bestärken. Er wird die Aufmerksamkeit der Nationen der Welt auf uns richten, und sie werden gezwungen sein, das Volk zu ehren, das mit Waffen kämpft. Und ein Verbündeter wird sich finden, der die Armee des Volkes in ihrem Kampf unterstützen wird.”(6)
 
Ungeachtet solcher Zeilen sagte Jitzchak Schamir später ebenfalls, Lehi und Irgund seien keine Terrorgruppen gewesen, sondern (Widerstands-)Armeen. Er rechtfertigte die Anschläge Lehis unter anderem mit dem Argument, dass den amerikanischen Präsidenten Truman (der gegen Ende des zweiten Weltkrieges den Befehl zum Abwurf der Atombombe auf zwei japanische Städte genehmigte) auch niemand als “Terroristen” bezeichne.(7) Ebenso wie der Irgun-Führer Menachem Begin wurde Jitzchak Schamir später israelischer Ministerpräsident. (PK)
 
Quellennachweise:
 
(1) http://en.wikipedia.org/wiki/Irgun#End_of_restraint
(2) http://en.wikipedia.org/wiki/King_David_Hotel_bombing#Prelude
(3) http://en.wikipedia.org/wiki/Lehi_(group)#Contact_with_Nazi_authorities
(4) http://www.wsws.org/de/2003/jun2003/isra-j28.shtml
(5) http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E7D3C7A84488B4C66AFBE321BD95611FB~ATpl~Ecommon~Scontent.html. Ausführlicher: Sietz, Henning: “Attentat auf Adenauer”. 2003
(6) http://www.wsws.org/de/2003/jul2003/isra-j01.shtml
(7) Bethell, Nicholas, „The Palestine Triangle: The Struggle between British, Jews, and the Arabs, 1935–48“. 1979, S. 278

Teil 1

Spricht oder schreibt man über Terrorismus sind in der Regel islamistisch motivierte Gewalttaten gemeint, wobei die zionistisch-terroristische Vergangenheit vieler Offizieller in Israel in der Regel selten zur Sprache kommt. Alan Schink will dieser Betrachtungsweise entgegenwirken – in einer dreiteiligen Serie über den friedlichen Ursprung des Zionismus und die Geschichte zionistischer Untergrundbewegungen der 30er, 40er und 50er Jahre. Ohne deren Gewalttaten würde der israelische Staat nicht existieren, und sie prägen seine Politik bis in die Gegenwart. –

Es ist ein warmer Tag im Juli, kurz nach elf Uhr vormittags. Schauplatz ist eins der nobelsten Hotels mitten im Herzen Jerusalems. Neben dem Gebäude fährt ein Lieferwagen vor. Der Fahrer, dem Aussehen nach ein sudanesischer Kellner, hält am Seiteneingang des Hotels der für das Dienstpersonal reserviert ist. Eine Handvoll arabisch gekleideter Männer steigt aus und verschwindet durch den Bediensteteneingang. Kurze Zeit später kommen die Araber wieder heraus und tragen sieben große Milchkannen aus dem Fahrzeug in das Hotel – jede ist mit 50 Kilogramm Sprengstoff gefüllt. Minuten später bricht innerhalb des Gebäudes ein Feuergefecht aus. Die Araber stürmen unter Waffen aus dem Hotel, zwei von ihnen sind verletzt. Sie schleppen sich zum Lieferwagen und fahren mit quietschenden Reifen davon. Um 12.37 Uhr wird Jerusalem von einer heftigen Detonation erschüttert. Der Südflügel des bekannten King David Hotels ist vollkommen in sich zusammengefallen. Infolge dieses Bombenanschlags sterben fast hundert Menschen.
 
Auftraggeber Menachem Begin
 
Was hier geschildert wurde, trug sich am 22. Juli 1946 zu und ist nicht etwa die Tat fundamentalistischer Islamisten, sondern der radikal-zionistischen Terrorgruppe “Irgun” zuzuordnen – einer von mehreren Untergrundorganisationen, die zu dieser Zeit für ein “jüdisches Palästina” und einen souveränen Staat Israel kämpften. Auftraggeber des Anschlags auf das King David Hotel war Menachem Begin, später Ministerpräsident Israels und Friedensnobelpreisträger 1978 zusammen mit Muhammad Anwar as-Sadat.

Ähnlich wie Menachem Begin haben viele israelische Politiker eine Vergangenheit, die eher an radikale Hamas-Kämpfer erinnert, als an gemäßigte Demokraten. Von den friedlichen Wurzeln der zionistischen Utopie haben sie sich – so scheint es – längst verabschiedet. Sucht man nach diesen Wurzeln, so stößt man irgendwann auf die Schriften des Journalisten und späteren Politikers Theodor Herzl. Herzl, der heute als Begründer des Zionismus angesehen wird, fordert in seinem 1896 erschienenen Buch “Der Judenstaat”, für die weltweite jüdische Minderheit, welche sich innerhalb der letzten 2.000 Jahre immer wieder Verfolgungen und Verhetzungen ausgesetzt sah, einen souveränen Staat. Sein prägendes Werk hatte er unter dem Eindruck der „Dreyfuss-Affäre” verfasst, die damals große Teile der französischen Republik – und auch der französischen Juden – polarisierte.
 
Während heute der Eindruck vorherrscht, der Zionismus lehre Intoleranz gegenüber anderen Religionen, schreibt Herzl, dass auch “Andersgläubige” und “Andersnationale” in einem jüdischen Staat “ehrenvollen Schutz” und “Rechtsgleichheit” erfahren sollen.(1) Während noch ein Großteil der Juden Anfang des 20. Jahrhunders ein “Jüdisch-Sein” jenseits der Religiösität ablehnte, fanden die von Herzl formulierten Ausführungen eines souveränen Judenstaates in den Folgejahren immer mehr Anklang in jüdischen Intelektuellenkreisen. Vor allem in Anbetracht der sich stets aufs Neue entäußernden antisemitischen Tendenzen bekam die zionistische Bewegung unter europäischen und russischen Juden einen immer größeren Zulauf. Das wichtigste Forum für die erste Generation von Zionisten war, nach dem von Herzl einberufenen 1. Zionistischen Weltkongress von 1897, die “Zionistische Weltorganisation” (WZO).
 
Rothschild-Bankiers wichtige Unterstützer
 
Nachdem in Herzls Werk noch nicht feststand ob “Argentinien” oder “Palästina” der bessere Ort für einen jüdischen Staat sei, war man sich in den Folgejahren nach 1897 innerhalb der zionistischen Bewegung einig, und die ersten praktischen Bemühungen wurden unternommen, internationale Unterstützung für eine jüdische Heimat in Palästina zu erhalten. Viele Unterstützer der zionistischen Bewegung fanden sich dabei in hohen finanzpolitischen Kreisen Europas und Nordamerikas. Ein wichtiger Lobbyist der Zionisten war etwa Baron Lionel Walther Rothschild, der mit an der Formulierung einer Gündungserklärung für eine “nationale Heimstätte” der Juden in Palästina arbeitete, die im Nachhinein zur “Belafour-Deklaration” führte. Ein weiterer wichtiger Financier der zionistischen Bewegung war ein anderer Rothschild: Edmond James de Rothschild. Bereits 1882 hatte er Land in Palästina erworben und vieles davon später jüdischen Siedlern zur Verfügung gestellt. Durch Gönner wie ihn konnten viele – in Europa verfolgte – Juden in Palästina ein neues Leben anfangen.
 
Zwei Versprechen Großbritanniens
 
Im Verlauf und in der Folge des ersten Weltkriegs machte die Regierung des britischen Königreiches zwei folgenreiche Versprechen: Einerseits sagte sie der arabischen Bevölkerung, die das “Empire” im Krieg gegen die Osmanen unterstützt hatte, einen eigenen Staat zu, in welchem dem der Großteil der arabischen Völker des Nahen Ostens vereint sein sollte. Andererseits wurde am 2. November 1917 die Belafour-Deklaration verabschiedet, in der es heißt, dass die “Regierung seiner Majestät” “mit Wohlwollen” die “jüdisch-zionistischen Bestrebungen” zur “Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina” unterstütze. Die Verantwortlichen in London unternahmen diesen Schritt nicht ohne Hintergedanken: Durch die Hilfe für die jüdische Minderheit erhoffte sich die britische Krone, die zu dieser Zeit bereits offizieller Verwaltungsherr über Palästina war, eine finanzielle Unterstützung der jüdischen Bankiers im ersten Weltkrieg. Fünf Jahre später erhielt Großbritannien vom Völkerbund das Mandat zur “Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina”, allerdings sollten dadurch die “bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina” nicht beeinträchtigt werden.(2)
 
Aufgrund dieses Völkerbundsmandats und gefördert durch die zionistische Bewegung machten sich in den Jahren nach 1922 viele europäische und russische Juden auf die Reise nach Palästina um dort ein neues Zuhause zu suchen. Zwar hatten die Briten strikte Einwanderungsquoten für das Gebiet festgelegt, diese wurden jedoch vor allem in den Jahren nach der Machtergreifung der Nazis immer wieder missachtet. Die größten Einwanderungswellen jüdischer Siedler fanden in der Zeit von 1931-1940 statt, als etwa 350.000 bis 450.000 – vornehmlich europäische und russische Juden – in mehreren Schüben, und – aus britischer Sicht – zum größten Teil illegal, nach Palästina einreisten (siehe de.wikipedia.org/wiki/Alija_Bet).
 
HaSchomer
 
Die sich stark vermehrende Anzahl jüdischer Siedler stieß bei der arabischen Bevölkerung in Palästina auf Missmut. Doch auch schon vor den großen Einwanderungswellen war es in Palästina immer wieder zu blutigen Zusammenstößen zwischen Arabern und Juden gekommen, die nicht selten mit Toten auf beiden Seiten endeten. Um die Siedlungsgebiete (“Kibbuzim”) zu verteidigen, organisierten sich einige jüdische Siedler in kleinen Verteidigungsgruppen. Die wohl einflussreichste unter diesen Gruppen ist unter dem Namen “HaSchomer” bekannt, ihre Einheit bestand aus weniger als 100 Mann. HaSchomer, in ihren Anfängen noch eine zionistisch-sozialistische Gruppe, wurde etwa 1909 gegründet, mit dem primären Ziel, die kollektiv-organisierten Kibbuzim mit Waffengewalt zu beschützen, aber auch, sie frühzeitig vor arabischen Übergriffen zu warnen. Schon wenige Jahre nach ihrer Gründung operierte die HaSchomer nur noch aus dem Untergrund heraus. Mitbegründer und Mitglieder von HaSchomer waren unter anderem die späteren israelischen Ministerpräsidenten Jitzchak Ben Tzwi, Jitzchak Schamir und David Ben Gurion.
 
Zwar konnten die Aktionen der HaSchomer, in die nur die besten Männer aufgenommen wurden, durchaus als „erfolgreich“ angesehen werden, doch mit der Besetzung Palästinas durch die Briten und der stetig wachsenden Zahl jüdischer Einwanderer konnte diese kleine Gruppe den Ansprüchen der Siedler nach mehr Schutz nicht mehr gerecht werden. Und so lösten ihre Mitglieder die HaSchomer auf – mit dem Ziel eine größere Gruppe zu schaffen.

Hagana

Als ihr indirekter Nachfolger gilt die besser strukturierte und besser besetzte Hagana (“Verteidigung”), eine paramilitärische Organisation, in der sich viele der früheren HaSchomer-Mitglieder wiederfanden und die nach der Gründung des souveränen Staates Israel fast vollständig in die heute aktiven israelischen Streitkräfte (IDF) integriert wurde.
 
Hagana wurde zwar auch mit dem Ziel gegründet, die zunehmenden Zusammenstöße zwischen Arabern und Juden besser in den Griff zu bekommen – vor allem aber hatten die Gründer der Gruppe die Absicht, eine ernstzunehmende Verteidigungseinheit für die israelischen Siedler, deren Zahl um 1922 die 80.000 überschritt, gegen die britischen Besatzer zu unterhalten. Hagana operierte wie HaSchomer vorrangig aus dem Untergrund heraus, da ihre Strukturen, vor allem aber ihre Aktionen, unter britischem Recht illegal waren. Zur Zeit der arabischen Aufstände von 1936 bis 1939, bei denen mehrere tausend Araber und einige hundert Juden und britische Soldaten ums Leben kamen, und zehntausende verletzt wurden, zählte Hagana bereits etwa 10.000 aktive und 40.000 einsatzbereite Mitglieder. Viele der Hagana-Kämpfer kooperierten während der Unruhen mit der britischen Besatzung, wenn auch diese – wie erwähnt – deren illegale Strukturen nicht offiziell anerkannte. Ausgewählte Einheiten und versteckte Waffenlager der Hagana wurden von den offiziell anerkannten britisch-jüdischen Polizeieinheiten, der “Jewish Settlement Force” (JSF), im Kampf gegen die ausschreitende arabische Protestbewegung eingesetzt. Entsprechend waren zu dieser Zeit bereits Strukturen, Kontakte und Mittel vorhanden, die – gemeinsam mit der passenden Ideologie – den Nährboden für künftige terroristische Aktionen radikaler Zionisten bildeten. (PK)

Alan Schink, Jahrgang 1985, studiert an der Universität Stuttgart Philosophie und Soziologie und interessiert sich seit den Anschlägen vom 11. September 2001 für Terrorismus und dessen Ursachen, für Geopolitik sowie das Entstehen  und Wirken von Machtstrukturen.
(1) http://de.wikisource.org/wiki/Der_Judenstaat/Society_of_Jews_und_Judenstaat
(2) http://avalon.law.yale.edu/20th_century/palmanda.asp

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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