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Seit vielen Jahren verbreiten Europäer und die USA Freiheit, Frieden, Wohlstand und Freude in Afrika. Höchste Zeit, dass dies den Afrikanern mal in einem verständlichen Film erklärt wird.


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Die Diktatur ist eine Herrschaftsform, die sich durch eine regierende Gruppe mit nahezu unbeschränkter Macht auszeichnet. Die perfideste Form einer derartigen Gewaltherrschaft ist diejenige, bei der die Bevölkerung nicht einmal ahnt, dass sie so beherrscht wird.

Gewöhnlicherweise stellt sich der Normalbürger unter einem Diktator eine Art König oder Sultan vor, der willkürlich nach eigenen Vorstellungen seine Gewalt über das Volk ausüben kann. Zum Begriff der Diktatur gehört stets, dass sie von niemandem hinreichend legitimiert ist. Zuweilen tritt der Diktator als Pharao, zuweilen sogar als Präsident auf. In allen Fällen aber regiert er scheinbar alleine. Diese Vorstellung von Diktator ist weder historisch noch aktuell haltbar. Kein Mensch kann alleine ein großes Land regieren. Es ist immer ein durchaus umfangreiches Interessengeflecht von viele “Fürsten“, die den Diktator mittragen. Ohne diese zuweilen sehr mächtigen Unterstützer könnte kein Diktator der Welt herrschen.

Im Zuge der der Weiterentwicklung des Menschen und der Hinterfragung der Legitimität eines Diktators und seiner Fürsten haben sich die Machthaber etwas Neues einfallen lassen. Das Volk soll “beteiligt“ werden. Durch “freie Wahlen“ soll ihm das Gefühl vermittelt werden, als wenn er in einem gewissen Sinn mitentscheidet und Mitverantwortung trägt. Seine Stimme zählt bei der Bestimmung der nächsten Regierung, die nur für eine bestimmte Zeit regieren kann und dann sich erneut zur Wahl stellen muss. An dieser Stelle sollen Schwachstellen innerhalb des Systems, dass z.B. nur eine begrenzte Zahl an Bürgern an der Wahl teilnehmen, oder Politiker grundsätzlich vor den Wahlen etwas anderes versprechen als sie hinterher einhalten, ausgeklammert werden.

Wer würde abstreiten wollen, dass die Mehrheit des an der letzten Bundestagswahl teilnehmenden Bürger die amtierende Bundesregierung gewählt hat? Es war eine freie Wahl, bei dem jeder Wahlberechtigte teilnehmen konnte, und jeder hatte die Wahl sich z.B. für oder gegen Frau Merkel als Bundeskanzlerin zu entscheiden. Ein Teil hat sich für sie entscheiden, ein anderer Teil gegen sie, und die einen haben gewonnen. Was aber beide Seiten nicht wissen, ist die Tatsache, dass sie gar nicht alle “Regierenden“ wählen können oder dürfen. Sie dürfen nur diejenigen wählen, die man Regierung und Opposition nennt. Diese beiden spielen ein Spiel im Parlament, das so heißt, dass aus Sicht der Regierung alles, was sie tut stets richtig und fehlerfrei ist (bis auf Ausnahmen), und aus Sicht der Opposition alles, was die Regierung tut falsch ist (bis auf Ausnahmen). Dass aber letztendlich beide Seiten gar nicht die eigentliche Macht in der Hand halten, soll an einigen exemplarischen Beispielen verdeutlicht werden:

Eine der Machtzentren im Land ist die so genannte “Öffentliche Meinung“. Mit solch einem Machtzentrum ist unweigerlich der Name Axel Springer verbunden, selbst wenn der Mann gar nicht mehr lebt. Wer heute den Konzern antreibt, wer ihn lenkt und welche Interessen dahinter stecken, ist dem Wahlvolk zumeist völlig unbekannt. Die Gebildeten haben einstmals gehört, dass jeder Mitarbeiter jenes Konzerns in seinen Arbeitsvertrag verklausuliert mit aufnehmen muss, dass er die USA und Israel unterstützen wird. Das wiederum aber hat sehr fatale Folgen für die Bundesrepublik Deutschland!

So sendet z.B. Deutschland Waffen höchster Qualität und Technik, darunter mit Atomwaffen bestückbare U-Boote, die zum Teil mit deutschen Steuergeldern gebaut werden, nach Israel, obwohl es den eigenen Grundsätzen widerspricht, Waffen in ein “Spannungsgebiet“ zu senden. Eine wirklich freie “Öffentliche Meinung“ würde diesen Sachverhalt so lange hinterfragen, bis der Skandal ans Tageslicht kommt. Eine vom Springer-Konzern (und deren Helfershelfern) dominierte “Öffentliche Meinung“ hingegen wird die Bundesregierung für den Bruch der eigenen Grundsätze sogar loben!

Noch drastischer wird es, wenn eine Regierung in Deutschland regiert, die im Koalitionsvertrag ganz offen und ohne jegliche Scham und Scheu das eigene Grundgesetz mit Füßen tritt. Im aktuell gültigen Koalitionsvertrag der amtierenden Regierungskoalition ist die Unterstützung Israels “als jüdischer Staat“ festgeschrieben. Im Artikel 3 (3) des eigenen Grundgesetzes hingegen heißt es unmissverständlich: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. …“

Normalerweise müsste ein solcher Grundgesetzbruch ein gefundenes Fressen für die Opposition sein, um sich dagegen aufzulehnen und die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Übrigens hat noch nie eine Regierung zuvor solch eine Formulierung bezüglich Israel in einen Koalitionsvertrag mit aufgenommen. Aber die Opposition wird sich hüten, dagegen anzugehen, denn die “Öffentliche Meinung“ angeführt vom Springer-Konzern würde schon dafür sorgen, dass die Opposition schlecht dabei abschneidet. Ähnlich ergeht es z.B. jetzt Verteidigungsminister zu Gutenberg. Er hat es gewagt, die Strategie der USA in Afghanistan zu kritisieren und die eigenen Fehler eingeräumt. Er hat zugegeben, dass die Problematik Afghanistan militärisch nicht zu lösen ist, während der US-Präsident immer mehr Soldaten schickt. Die Folge ist, dass angetrieben von der “Öffentlichen Meinung“, zu Gutenberg jetzt “fertig gemacht“ wird, bis er wieder auf die Linie des Springer-Konzern schwenkt. Danach darf er bestimmt – allerdings etwas gestutzt – weiter regieren.

Niemand hat den Springer-Konzern jemals legitimiert! Niemand hat die “Macher“ der “Öffentliche Meinung“ jemals gewählt. Sie herrschen quasi als Diktatoren im Hintergrund. Dennoch kann man dem Volk eine gewissen Mitschuld an jener diktatorischen Macht nicht abstreiten, denn niemand ist verpflichtet, die Bild-Zeitung zu kaufen!

Es gibt aber noch viel dramatischere Eingriffe in das demokratische Staatswesen von undemokratischer Seite. Und jene Gewaltherrscher neuster Prägung werden von der “Öffentliche Meinung“ in Ruhe gelassen, da eine Komplizenschaft herrscht. Jene Seite heißt Ratingagenturen. Es handelt sich um rein private Unternehmen, welche die Kreditwürdigkeit von sogar Staaten bewerten. Niemand hat sie jemals legitimiert, das zu tun. Aber sie können damit “Druck“ auf ganze Staaten ausüben. So wurde jüngst das aufmüpfige Volk der Griechen von den Ratingagenturen “herabgestuft“. Das bedeutet faktisch, dass der Staat, der zu jenem Volk gehört, jetzt noch mehr Zinsen für seine Staatsverschuldung bezahlen muss, als andere Staaten in Europa. Und wenn die Regierung nicht bestimmte “Vorgaben“ der Ratingsagenturen erfüllt, wird das auch so bleiben oder noch schlimmer werden. Da kann das Volk in Griechenland wählen, wenn immer sie will, die Höhe der Zinsen für die Staatsverschuldung, und damit das Geld, das die Regierung zur Verfügung hat, bestimmt nicht das eigenen Volk sondern einige Ratingagenturen in den USA. Wie “sicher“ jenes Herrschaftssystem ist, kann man daran ersehen, dass zwei Ratingagenturen (Standard and Poor’s sowie Moody’s ) 80% und mit dem dritten (Fitch Ratings ) zusammen 95% des Weltmarktes beherrschen – ganz ohne Wahl!

Während also Länder, die sich nicht zu 100% dem Diktat der Herrschenden unterwerfen, mit höheren Zinsen bestraft werden, wurden im Jahr 2009 die Länder mit den höchsten Staatsschulden und den höchsten Zinseszinszahlungen (USA, Deutschland, Frankreich und Großbritannien) mit der besten Bewertung und damit niedrigen Zinszahlungen belohnt. Insbesondere bei den USA ist jene Bewertung aber selbst aus Sicht der Kapitalismusfanatiker ein Hohn! Die “Öffentliche Meinung“ aber schweigt, fragt nie nach der demokratischen Legitimität jener Agenturen, die über das Wohl ganzer Staaten entscheiden!

Genauso ließe sich die Geschichte des Geldes selbst verfolgen, die schon lange nicht mehr in der Hand der Staaten allein liegt (in den USA schon sehr lange nicht). Auch hier fragt sich der Bundesbürger, warum denn der EURO nicht in der Hand des Staates liegen soll. Dazu ist festzustellen, dass EURO nicht der einzige Besitz Deutschlands ist. Allein die Goldreserven wären ein Thema für sich, zumal ein Teil davon unter dem dritten WTC-Turm lagerte. Kein deutscher Politiker kann mit Sicherheit sagen, ob die deutschen Goldreserven faktisch noch existieren (und nicht nur auf dem Papier) und kein deutscher Politiker auf der Führungsetage wird sich wagen, die Frage aufzustellen, warum deutsches Gold in den USA gelagert sein muss. Die “Öffentliche Meinung“ würde schon dafür sorgen, dass er in Schwierigkeiten gerät.

Der einzige Staat, dem es gelungen ist, aus jenem Herrschaftssystem komplett auszusteigen, ist die Islamische Republik Iran. Das allein und nur das, ist der Grund dafür, dass jener Staat als schlimmster Feind aller Menschlichkeit dargestellt wird. Weder Springer noch Moodys haben eine Macht innerhalb des Iran! Und die Staatsverschuldung ist derart unbedeutend, dass niemand den Iran erpressen kann. Auch hat Iran keine Goldreserven im Ausland und sämtliche Rohstoffe (inklusive Uran) im eigenen Land. Zu allem Übel für den Kapitalismus bietet der Iran freundschaftliche Beziehungen zu allen Staaten an, die sich vom Kapitalismus befreien wollen. Völlig unabhängig davon, wie man zur Menschenrechtslage im Iran steht, gibt es keinen vernünftigen Menschen, der bestreiten würde, dass die Menschrechtslage z.B. in Saudi-Arabien sicherlich erheblich kritisierbarer ist. Aber Saudi-Arabien ist Diener des Kapitalismus und die “Öffentliche Meinung“ schont seine Diener! Während das kapitalistische Weltimperium tagtäglich zum Umsturz im Iran aufruft, schützen Westliche Soldaten mit Gewalt das lupenreine saudische Diktatoren-System vor der eigenen Bevölkerung.

Unsere Bundesdeutsche Regierung ist zwar demokratisch legitimiert, hat aber nicht die Macht, um den Staat unabhängig in eine Freiheit zu führen, die jeder Bevölkerung der Erde gebührt! Insofern werden wir von Menschen regiert, die zwar an kleinen Symptomen herumdoktern dürfen, nicht aber am großen Ganzen; der Unterwerfung der Menschheit unter das Diktat des Kapitals! Kapitalismus ist die Herrschaft des Kapitals, und das lässt sich von niemandem wählen! Insofern gibt es eine wahre Befreiung für jedes Volk nur dann, wenn es sich vom Kapital befreit. Da solch eine Befreiung nicht von “oben“ aus möglich ist, muss sie von “unten“ beginnen.

Befreiung vom Kapital bedeutet, dass wir allesamt gemeinsam wieder lernen müssen, bescheidener zu leben! Den Gedanken, etwas auf Pump oder in Raten zu kaufen (eine der häufigsten Werbungen unserer Zeit), müssen wir ausradieren, um uns befreien zu können! Wir müssen wieder auf der Basis leben, die wir uns leisten können. Nur dann werden wir von der Sklavenschaft vom Kapital befreit! Die besser Bemittelten müssen sich wieder um ihre schlechter Bemittelten Nachbarn kümmern lernen und Verantwortung übernehmen. Die Vorweihnachtszeit bietet hierzu eine hervorragende Gelegenheit! Das Fest der Liebe und der Passion wurde umgewandelt in ein Fest des Konsums. Wir selbst haben es in der Hand, es wieder in ein Fest der Liebe zu wandeln!

Die Kalenderkonstellation hat dieses Jahr dazu geführt, dass dieser Tage nicht nur an die Passion des Christentums, sondern auch an die Passion des Islam erinnert wird. Und das ist eine wunderbare Gelegenheit für Christen und Muslime gemeinsam gegen das Diktat des Kapitals aufzustehen. Dann werden beide Seiten auch besser verstehen, wer sie gegeneinander jagt, um lachender Dritter zu sein. Und auf die gemeinsame Befreiungsgeschichte können wir uns – so Gott will – die nächsten Tage konzentrieren, den Jesus und Imam Husain, oder Maria und Zainab in einem Atemzug zu nennen, ist sicherlich spannend. Der Friede sei mit ihnen allen.

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazins Hasspredigt wird landauf landab diskutiert. Manche sehen in ihm einen verkappten Rassisten und andere freuen sich, dass er endlich Einiges ausgesprochen hat. Dass jene “Diskussion“ aber ausschließlich dazu dient, den Kapitalismus zu retten, das bedenken die Wenigsten.

Nach den Bundestagswahlen komm es, wie es viele erwartet haben. Die Unternehmen entledigen sich ihres “Kostenfaktors“ namens “Mitarbeiter“. Dem nunmehr Arbeitssuchenden wird auch noch sein Harz IV gekürzt aber mit einem schöneren Namen wie “Bürgergeld“ versehen, und mit diesem wenigeren Geld darf er dann bei den Krankenkassen zuzahlen. Obwohl der Bürger zunehmend geschröpft wird, muss der Staat einmal mehr eine Rekordverschuldung einkalkulieren. Und wer bekommt all das Geld? Es ist der unersättliche Kapitalismus, es ist das System, dass jenes Geld geradezu “auffrisst“. Es ist die Zinsenszinswirtschaft, die in unmenschlicher Weise die Ressourcen der eigenen wie auch zukünftiger Generationen in dunklen Kanälen der Banken verschwinden lässt.

Würde man das gesamte System – wenn es denn nicht das eigene wäre – mit einem neutralen sachlich-wissenschaftlichen Blick analysieren, müsste man zu dem Schluss kommen, dass es ein höchst verbrecherisches System geleitet von einer organisierten Kriminalität ist. Wie anders sollte man den Raub aller Ressourcen sowohl von der derzeitigen und noch mehr von zukünftigen Generationen, die noch nicht einmal geboren sind, nennen? Berücksichtigt man auch noch die Zusammenhänge mit der Armut in der Welt, den an Hunger und Durst Sterbenden, den Ressourcenkriegen und massenhaften Tötungen von unschuldigen Menschen, dann müsste man von einem Raubmord ungeahnten Ausmaßes sprechen. Sämtliche “normalen“ Verbrechen im Lande würden daneben verblassen, selbst wenn man sie zusammen zählen würde!

Spitzenfunktionen in jenem System der Unterdrückung und Ausbeutung der Menschheit haben Bankmanager. Und das konnten sie sehr lange kaschieren. Allerdings ist ihr System in den letzten Jahren – vorsichtig ausgedrückt – etwas in die Schieflage geraten. Und die Abneigung gegen jene Parallelgesellschaft von Bankmanagern zusammen mit ihren Duzfreunden unter Politikern und Hofjournalisten hat in der gesamten Bevölkerung drastisch zugenommen. Manch ein Politiker wähnte die Bankmanager mit einem Gehalt von 100 EUR in der Stunde (selbst wenn er schläft oder Freizeit hat) als “Verfolgte“ im Land. Was gibt es da besseres, als das Feindbild wieder in die “richtigen“ Kanäle zu leiten? Und fast alle spielen wieder mit.

Zunächst einmal war der Harz IV-Empfänger Angriffsziel jenes SPD-Millionär-Bankers (und da wundern sich einige, dass die SPD bald nicht mehr existieren wird). Mit 4 EUR sollte der Bürger am Tag auskommen, war der Vorschlag eines Menschen, der gar nicht wissen dürfte, wie so wenig Geld aussieht. Aber das reichte nicht aus, um das Feindbild hinreichend zu kanalisieren. Zu viele im Land hatten Bekannte und Verwandte, die Betroffen waren. Also musste das altbewährte Feindbild her: Der Muslim. Natürlich heißt der Muslim bei solch einer Hasspredigt nicht Muslim, sondern er heißt “Araber“ und “Türke“.

Um die Methode dieser Abneigungsumleitung vom reichen Bankmanager, der mit verantwortlich daran ist, das gesamte System zu zerstören, zum kleinen “Ausländer“ zu verstehen, muss man die Worte von Sarrazin nicht allein aus dem Blickwinkel der Volksverhetzung betrachten, sondern aus dem Blickwinkel des eiskalten unmenschlichen Goldene-Kalb-Ritters des Kapitalismus.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass Sarrazin in keinster Weise für das “Christentum“ oder gegen Einwanderung spricht. So erzählt er von der Vertreibung der Juden aus Berlin mit folgenden Worten: „… Westberlin war von dynamischer Wirtschaft weitgehend entleert, es gab Ausnahmen wie Schering und den Siemens-Turbinenbau, doch die Schicht der Spitzenmanager war verschwunden, die Topentwickler der Unternehmen waren weg, es gab vor allem verlängerte Werkbänke, die von üppigen Subventionen lebten. Das hatte Folgen für die Bevölkerungsstruktur. (…) Auch der immense jüdische Aderlass konnte nie kompensiert werden. Die Vernichtung und Vertreibung der Juden aus dem deutschsprachigen Raum insgesamt betraf zu sechzig bis siebzig Prozent Berlin und Wien. …“

Würde man jene Sätze in einem sachlichen und vorurteilsfreien Kontext bewerten, müsste man zu dem Schluss kommen, dass Sarrazin möglicherweise ein Antisemit ist. Denn er erweckt den Eindruck, dass Juden zumeist zu der Schicht der Spitzenmanager und Topentwickler der Unternehmen gehören würden und Berlin und Wien mehr oder weniger beherrscht hätten. Jene Behauptung aber wird genau den Antisemiten zu Recht als undifferenzierte Weltverschwörungstheorie gegen Juden vorgeworfen! Merkwürdig nur, dass wenn jene Behauptungen in dem Sinn aufgestellt werden, dass ein “Bedarf“ danach existiere, niemand auf die Idee kommt, dem Bankmanager Antisemitismus vorzuwerfen!

Sarrazin stellt hier zudem ein sehr allgemeines Menschenbild vor, dass vom Herrenmenschendenken geprägt ist: Wichtig für das Volk sind die Spitzenmanager, wie er einer ist. Dass aber gerade die Spitzenmanager dieser Republik und der ganzen Welt das Finanzsystem des Kapitalismus ruiniert haben und bis heute nicht in der Lage sind, den Systemfehler zu erkennen, verdeutlicht genau das Gegenteil: Jene Spitzenverdiener sind der Ruin des Landes!

Als er von Berlin spricht sagt er: „Die Stadt hat einen produktiven Kreislauf von Menschen, die Arbeit haben und gebraucht werden, ob es Verwaltungsbeamte sind oder Ministerialbeamte. Daneben hat sie einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen; bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent.“

Wiederum sagt Sarrazin etwas Unglaubliches! Und es richtet sich nicht allein gegen Muslime! Er spricht von 20% der Bevölkerung, „die nicht ökonomisch gebraucht werden“! Das Menschenbild dieses Herrenmenschenmillionärs ist demnach offenbar aufgebaut nach der “ökonomischen Brauchbarkeit“ eines Menschen. Rentner, Schwache, Kranke, Behinderte und viele andere sind demnach nur nach ihrer “Produktivität“ zu beurteilen! Zudem zeigt er durch seinen unredlichen Vergleich, dass es ihm gar nicht um Sachlichkeit, sondern um Hetze geht! Denn er vergleicht einen Stadtstaat im Osten der Republik mit dem bundesdeutschen Durchschnitt! Aber er geht gleich einen Schritt weiter und versucht dann seine Hasspredigt auf das neue Feindbild zu kanalisieren:

„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht, die einmal in den subventionierten Betrieben Spulen gedreht oder Zigarettenmaschinen bedient hat.“

Und warum entwickelt sich keine Perspektive? Weil Milliarden und Abermilliarden genau in jene Unternehmen fließen, die Leute wie Sarrazin ruiniert haben, und keine Gelder für Bildung und Entwicklung vorhanden ist! Leute wie Sarrazin unterscheiden sich von Harz IV Empfänger nur durch ihr Gehalt und ihre daran gekoppelte unvorstellbare Unverschämtheit. Denn beide werden vom Steuerzahler finanziert! Wäre der Steuerzahler nicht mit mehrstelligen Milliardensummen eingesprungen, gäbe es all jene Banken nicht mehr, die den Sarrazins so viel Geld geben, dass ein Normalsterblicher es gar nicht ausgeben könnte.

Sarrazin belässt es aber dann nicht allein bei den Muslimen. Die “Unterschicht“ – und wer wollt schon freiwillig dazu gezählt werden – eignet sich immer für eine Hasspredigt (zumal mit “Unterschicht“ oft auch der Muslim gemeint ist:

„Es gibt auch das Problem, dass vierzig Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden. (…) So dass das Niveau an den Schulen kontinuierlich sinkt, anstatt zu steigen. (…)“

In einer Gesellschaft, in der die Fürsorge und Opfer für den Nachwuchs eine Überlebensnotwendigkeit ist, und nur noch die “Unterschicht“ zu diesen Opfern bereit ist, aber die Oberschicht lieber die “Ich“-Gesellschaft bevorzugt, sind nicht etwa die “Reichen“ und “Mächtigen“ Schuld dran, dass sie weniger Kinder bekommen, sondern die Armen, weil sie überhaupt noch welche bekommen (was aber nicht reicht, um den Bestand des Wachstumswahns des Kapitalismus zu sichern). Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass Sarrazin nicht nur Spitzenbankmanager ist, sondern auch Jahre lang Finanzsenator der Stadt war und durch seine desaströse Politik maßgeblich mitverantwortlich ist für das Finanzdesaster der Bundeshauptstadt! Er wurde aber für sein Versagen hochgelobt, während die Opfer seiner Politik jetzt die Schuldinge seiner Hasspredigt sein sollen.

Ein Höhepunkt seiner pauschalen Hasspredigt mündet in die Aussage: „Unsere Bildungspopulation wird von Generation zu Generation dümmer.“ Es besteht bei diesem Satz die Gefahr, dass er übersieht, dass man jenen Satz auch auf ihn beziehen könnte.

Zwischendurch kommt ein Rundumschlag gegen “Deutsche“, ohne dass die Angesprochenen es merken: „Die Vietnamesen der zweiten Generation haben dann durchweg bessere Schulnoten und höhere Abiturientenquoten als die Deutschen. Die Osteuropäer, Ukrainer, Weißrussen, Polen, Russen weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf.“ Warum aber sollten all jene besser sein als “Deutsche“? In Fällen von Fragen, die den Herrenmenschencharakter des Autor entlarven würden, springt die Presse ein und thematisiert jene Passagen gar nicht, sondern konzentriert sich auf jene Passagen, die das beabsichtige Feindbild schüren sollen. Manche bestätigen sie, andere kritisieren sie, und alle schauen nur auf sie.

Nebenbei wird dann auch noch das gesamte bundesdeutsche Grundgesetz ausgehebelt: „Die Lösung dieses Problems kann nur heißen: Kein Zuzug mehr, und wer heiraten will, sollte dies im Ausland tun. Ständig werden Bräute nachgeliefert: Das türkische Mädchen hier wird mit einem Anatolen verheiratet, der türkische Junge hier bekommt eine Braut aus einem anatolischen Dorf. Bei den Arabern ist es noch schlimmer.“ Wie jene Schilderung noch “schlimmer“ sein kann, bleibt aber unklar. Gilt das auch für den Deutschstämmigen, der seine Braut aus Thailand holt? Der Mann ruft zur Verfassungsfeindlichkeit auf, aber als Bankmanager darf man das offenbar.

Der ganze rassistische Charakter seiner Denkweise mündet dann in den Satz: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. … Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“

In wie weit die Kosovaren den Kosovo durch eine höhere Geburtenrate “erobert“ haben, sei einmal dahin gestellt. Aber das Feindbild, dass hier bedient werden soll, ist die Muslima, die Kopftuch trägt; selbst wenn sie studieren sollte! Es ist zu berücksichtigen, dass er von zumeist deutschen Staatsbürgern spricht, was angesichts seines Namens und dem daraus ableitbaren “Migrationshintergrund“ skurril wirkt.

Es folgt wieder eine neue rassistische Äußerung mit Pauschalbeleidigung gegen das gesamte deutsche Volk bei seiner Wunschvorstellung der zukünftigen Einwanderer: „Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.“ Erneut bedient Sarrazin antisemitische Klischees (selbst wenn es hier im Positiven erfolgt). Da seine Hasspredigt sich aber gegen Muslime richtet, wird dieser teil seine skandalösen Interviews gar nicht thematisiert. Die dahinter stehende Methode ist aber ganz einfach: Teile und Herrsche. In diesem Fall kann man das ausweiten in folgende These: Nur wenn die Bevölkerung mit sich selbst und dem jeweiligen Feindbild beschäftigt wird, wird sie solche Bankmanager widerspruchslos ertragen!

Der rassistische Gedanke geht weiter in der Aussage: „Wenn 1,3 Milliarden Chinesen genauso intelligent sind wie die Deutschen, aber fleißiger und in absehbarer Zeit besser ausgebildet, während wir Deutschen immer mehr eine türkische Mentalität annehmen, bekommen wir ein größeres Problem. (…)“ Aha: Türken haben also eine von Natur aus – möglicherweise genbedingte – Faulheit, die ansteckend auf Deutsche wirkt und der Chinese überholt uns. Würde man hingegen den Fleiß eines Menschen an der Bereitschaft, Arbeitsleistung für wenig Gehalt zu erbringen, messen, würde Sarrazin wohl zu den Faulsten im Land gehören. Sarrazins Forderung ist „Berlin müsste Stadt der Intellektuellen und der Elite sein“. Wie aber soll das möglich sein, so lange Leute wie er dort leben und das Sagen haben?

Sarrazin selbst hat sich heute für seine Äußerungen entschuldigt. Aus den Worten seiner Entschuldigung ist herauszulesen, dass er mehr den eigenen Jobverlust fürchtet als dass er die Inhalte seiner Äußerungen korrigieren wollte.

Eine Gesellschaft aber, die sich von solchen Leuten gegeneinander und gegen die Schwachen im Land aufhetzen lässt, hat es nicht besser verdient, als unterdrückt zu werden. Zweifelsohne gibt es sehr viele Probleme mit Migranten! Zweifelsohne ist die Integrationswilligkeit unter Muslimen in den letzten Jahren gesunken! Zweifelsohne stellen Muslime einen viel zu hohen Anteil an Ungebildeten im Land! Und zweifelsohne gibt es weitere wachsende Probleme. Doch eine der Hauptursachen all jener Probleme ist genau das Gedankengut eines Sarrazin; dieses so zerstörerische und hasserfüllte Herrenmenschendenken.

Es wird Zeit, die wachsenden Probleme im Land sachlich und ernsthaft anzugehen, und das wird nicht mit, sondern nur gegen Bankmanager jenes Kalibers möglich sein. So lange die Bevölkerung aber nicht die Hauptursache im System des Raubtierkapitalismus erkennt und dagegen vorgeht, so lange wird sie die Folgen tragen müssen.

Und einmal mehr gilt: Jeder fange bei sich selbst an! Wer dem Harz VI Empfänger Geld wegnehmen will, der zeige die Bereitschaft, sein eigenes Gehalt für Bildung im Land zu stiften und selbst ernsthafte Opfer auf sich zu nehmen, damit das Land voran kommt. Was wäre das für ein schönes Land ohne Bankmanager aber mit Menschlichkeit und ohne eine Bewertung der Menschen nach IQ und ökonomischer Brauchbarkeit? Jenes Land können gottesehrfürchtige Juden, Christen und Muslime gemeinsam erreichen.

»Experten« fordern Lohnverzicht

Eines ist sicher: Nach der Bundestagswahl im September geht es zur Sache. Dann werden Unternehmer und Politiker – unabhängig von der Regierungskoalition – alles daransetzen, die Kosten der kapitalistischen Krise den Beschäftigten und Erwerbslosen aufzubürden. Bis dahin verbringt die Elite ihre Zeit mit Politclownerie à la Frank-Walter Steinmeier, der sich nicht entblödet, für das Jahr 2020 Vollbeschäftigung zu verkünden. Hin und wieder läßt man allerdings einen Testballon steigen, der andeutet, wohin die Reise gehen soll, nachdem sich der Volkssouverän wieder schlafengelegt hat. So gedeutet ist die am Montag via Bild verbreitete Forderung diverser »Experten« nach Lohnkürzungen durchaus ernst zu nehmen.

»Lohnverzicht sichert in Krisenzeiten ganz klar Arbeitsplätze und schützt vor Entlassungen«, behauptet Hagen Lesch vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW), das von den Unternehmerverbänden finanziert wird. Hilmar Schneider, Vertreter des von der Post AG gegründeten Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), sekundiert: »Um Jobs zu retten, machen Lohnkürzungen Sinn. Es wäre geradezu fahrlässig von Unternehmen, in einer Schieflage diesbezüglich nicht zu reagieren.«

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich diese neoliberalen »Ökonomen«, die einen Großteil Verantwortung für das aktuelle Desaster in der Weltwirtschaft tragen, wieder an die Öffentlichkeit wagen. Schließlich war es unter anderem die fehlende Massennachfrage, deren Stimula­tion all die Finanztricks dienten, die letztlich zum Auslöser der Krise wurden. Und wer jetzt wieder nach Lohnkürzungen ruft, gleicht dem Feuerwehrmann, in dessen Schläuchen Öl statt Wasser fließt.

Die historische Parallele hierzu zeigte der »Wirtschaftsweise« Peter Bofinger in der Passauer Neuen Presse vom Montag auf: die 1930er Jahre, als die Löhne für Facharbeiter um 20 Prozent sanken. »Das Ergebnis dieser Politik ist bekannt. Deutschland in den 30er Jahren ist ein eindrucksvolles Beispiel, wie man es nicht machen sollte«, so Bofinger.

In die gleiche Richtung wie IW und IZA – aber in ihrer Absurdität noch offensichtlicher – gehen die Forderungen von Mittelstandsvereinigungen nach Arbeitszeitverlängerung und Urlaubskürzung. In einer Situation, in der Hunderttausende Jobs nur durch Kurzarbeit erhalten bleiben, ist nur allzu klar, daß die Verlängerung der Arbeitszeiten Stellen kostet. Sinnvoll ist das genaue Gegenteil: Eine drastische Arbeitszeitverkürzung – und zwar bei vollem Lohnausgleich, damit Kaufkraft und Lebensstandard erhalten bleiben.

Doch es geht in dieser Debatte nicht allein um gute Argumente. Es geht auch nicht um die Überwindung der Krise, sondern darum, deren Folgen auf die Beschäftigten abzuwälzen, um die Profite zu erhalten. Deshalb sollten sich die Gewerkschaften darauf vorbereiten, dem nicht nur argumentativ, sondern vor allem durch Mobilisierungen in den Betrieben und auf der Straße zu begegnen.

Was passiert mit Geld und mit dem Geldsystem in 60 Jahren? Geht es die nächsten 60 Jahre so weiter wie bisher? Die Entwicklung von Geld und Schulden in den vergangenen Jahren dürfte einen Schluss zulassen: So wird es nicht weiter gehen……………..WEITERLESEN.

Wenn sich morgen China und die EU in Prag treffen, ist klar, wer den Ton angibt. Europa wird in China nicht mehr ernst genommen – selbst seine Unternehmen sind inzwischen verpönt.

Aus Pekinger Sicht ist Brüssel unwichtig geworden. Ausgerechnet vor dem EU-China-Gipfel am Mittwoch in Prag führt an dieser Erkenntnis kein Weg mehr vorbei. Schon das Datum des Gipfels ist dafür ein Beweis: Er war ursprünglich für den vergangenen Dezember in Lyon geplant, doch damals von China ganz kurzfristig abgesagt worden.

Peking wollte damit den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy dafür bestrafen, dass er den Dalai Lama getroffen hatte. Sarkozy, damals gerade EU-Ratspräsident, sollte öffentlich blamiert werden. Egal wie man über diese Motive denkt, mit seiner Absage hatte Peking erstmals seine Geringschätzung der EU als Gesprächspartner offen demonstriert.

Vetomacht im Sicherheitsrat, aufstrebende Wirtschaftsmacht

Nun wird der Gipfel also nachgeholt, aber das heisst nicht, dass er für beide Seiten gleich wichtig wäre. Vielmehr ist da ein grosses Ungleichgewicht zu spüren, das symptomatisch ist für den Gesamtzustand der Beziehungen. Noch nie war das Gewicht Chinas in den Überlegungen der Europäer so gross wie heute. Kein weltpolitisches Thema, das die EU aufgreift, wäre heute noch ohne Dialog mit Peking vorstellbar. Ob Völkermord im Sudan, Klimawandel oder das Weltfinanzsystem – China ist als aufstrebende Wirtschaftsmacht, als Vetomacht im Uno-Sicherheitsrat oder schlicht wegen der enormen Grösse seiner Bevölkerung in keiner Diskussion mehr zu vernachlässigen.

Ganz anders sieht die Welt aus der Perspektive der Chinesen aus. Peking stehe inzwischen «weltweit bei allen grossen globalen Fragen im Zentrum, während der Einfluss der EU sich bis zu einem Grad abgeschwächt hat, an dem China ihn weitgehend ignorieren zu können glaubt», schreiben die Autoren einer neuen Studie des European Council on Foreign Relations. Schuld daran seien die Europäer selbst, die sich gegenseitig Konkurrenz machten, Chinas «Lieblingspartner» in Europa zu werden. China dagegen sei eine «geschickte und pragmatische Macht, die weiss, wie die EU zu handhaben ist», schreiben die Wissenschaftler.

Das Versagen der europäischen Diplomatie

In der Tat ist bei allen wichtigen Themen der vergangenen Jahre ein fast komplettes Versagen der europäischen Diplomatie gegenüber China zu beobachten. Egal wie viele Kommissare die EU auf China-Reise schickt, meistens kommen sie mit leeren Händen zurück. China hat jahrelang die Forderungen der Europäer ignoriert, beim Klimaschutz aktiver zu werden. Erst seit die USA unter Barack Obama ihr Interesse an dem Thema entdeckt haben, gibt es da auch in China Bewegung. Das inzwischen auf 170 Milliarden Euro angewachsene Handelsdefizit der EU mit China verursacht niemandem in Peking schlaflose Nächte, egal wie oft es in Brüssel moniert wird. China schützt befreundete Länder wie den Iran oder den Sudan meist vor schärferen Sanktionen, egal was die Europäer befürworten.

«Die EU ist schwach, politisch geteilt und militärisch einflusslos. Wirtschaftlich ist sie ein Riese, aber wir fürchten sie nicht länger, weil wir wissen, dass die EU China mehr braucht als China die EU.» So formuliert es der neo-autoritäre chinesische Akademiker Pan Wei, den die Autoren der genannten Studie zitieren. Pekings Spitzenpolitiker sind viel zu diplomatisch, um so etwas öffentlich zu sagen. Dass sie so oder ähnlich denken, ist allerdings inzwischen klar.

China hoffte auf mehr Gleichgewicht

Zum Teil spiegelt diese Abkühlung der Beziehungen zwischen der EU und China einfach weltpolitische Realitäten. Vor dem Irak-Krieg, als sich einige Länder in Europa gegen Washington zu stellen wagten, hatten in Peking manche kurzfristig von einem eigenständigeren Europa geträumt. «Damals gab es in China ein gewisses Wunschdenken. Auf einmal sah es so aus, als sei Europa eine sehr eigenständige Macht», sagt Zhu Liqun, die Direktorin des Instituts für Internationale Beziehungen an der Pekinger Universität für Diplomatie. Heute sei da in China «Enttäuschung» eingetreten, so die Professorin.

Einen grossen Teil ihres aussenpolitischen Gewichtsverlustes aber haben die Mitgliedsstaaten der EU durch ihre nationale Eigenbrötlerei zu verantworten. Egal ob London, Paris oder Berlin – überall ist bilateraler Dialog mit China beliebter als ein gebündeltes Auftreten unter dem Dach der EU. Jeder hofft, die nächsten Milliardenaufträge aus China selbst unterzeichnen zu können. Und fällt eines der europäischen Länder in Peking in Ungnade, so hoffen die anderen klammheimlich, dass ihnen das zum Vorteil gereichen wird. Nach aussen hin aber regiert ein heilloser Opportunismus.

Jeder denkt zuerst an sein Land

Franzosen, Engländer, Deutsche, Skandinavier, selten ziehen in Peking alle an einem Strang. Diese anachronistische Strategie der einzelnen EU-Länder gegenüber China stammt aus der Zeit, als China ein Entwicklungsland und die Handelsströme noch überschaubar waren. Nun aber kommt die Europäer ihre Selbstüberschätzung im Umgang mit China teuer zu stehen.

Denn China verfolgt eine merkantilistische, eiskalt auf seine eigenen Interessen fokussierte und die Eifersüchteleien der Europäer für seine Zwecke instrumentalisierende Interessenpolitik. Als Beispiel seien die allmählich vom Winde verwehten Hoffnungen der Europäer genannt, kräftig am Ausbau der Windenergie in China mitverdienen zu dürfen. Jahrelang haben die Chinesen sämtliche europäischen Unternehmen zum Technologietransfer gezwungen. Nun haben sie begonnen, den Markt selbst zu dominieren. Bei erkennbar gesteuerten «Ausschreibungen» für neue Mega-Windparks in China bekommen die Europäer kein Bein auf den Boden. «Die Chinesen schaufeln ihren heimischen Firmen Referenzaufträge im künftig grössten Energiemarkt der Erde zu und drängen die Ausländer gezielt heraus», sagt Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in Peking.

Europäische Firmen werden abgewiesen

Marktzugang für europäische Firmen in China, dessen Ausweitung Peking bei seinem WTO-Beitritt versprochen hatte, ist in vielen Bereichen stagnierend bis rückläufig. Eine zunehmend nationalistische Lobby-Arbeit chinesischer Grossunternehmen bewirkt, dass die Europäer von Geschäften mit Nuklearanlagen, Windparks oder der Stahlproduktion im «Milliardenmarkt» nur mitträumen dürfen, nicht aber mitverdienen. Selbst Firmen, die sich «in China lokal aufstellen», werden abgewiesen.

In der Wirtschaft wie bei globalen politischen Themen, Europa müsste allmählich lernen, mit einer Stimme zu sprechen, wenn es im sich gerade neu sortierenden Weltgefüge nicht marginalisiert werden will. Dass dies bald geschieht, möglicherweise schon auf dem EU-China-Gipfel in Prag, ist allerdings nicht zu erwarten. So wie es steht, dürfen die Europäer dankbar sein, dass Chinas Ministerpräsident derzeit ausnahmsweise nicht verstimmt ist und gnädigerweise anreist.

Quelle

Die an Gigantomanie leidenden USA glauben, sie können die Staatsverschuldung weiter ungehemmt wachsen lassen und das Rad des Finanzsystems der gesamten Welt drehen. Die Führungsrolle des einstigen Wirtschaftsriesen ist aber verwirkt.

 
Zwei Planeten treffen sich im All. Fragt der eine: „Wie geht’s dir?“. Der andere: „grottenschlecht – ich hab den Homo sapiens“. Darauf der andere: „Och, der vergeht!“

Diese himmlische Geduld können wir als homo spekulans mit unserer kurzen Halbwertzeit auf Erden nicht aufbringen – in keinem Bereich des menschlichen Tuns. Gerade die Zeit ist es, die maßgeblich unser Handeln auf dem Kapitalmarkt mitbestimmt. Denken Sie nur an das Joch des Zinseszinseffekts. Zudem sind wir Teil eines globalen Finanzsystems, das sich anschickt, in seine dekadente Endphase mit Hab und Un-Gut zu stürzen.

 
Und haben wir Bürger es inzwischen aus Bequemlichkeit verlernt, uns gegen Lug und Betrug des Staates und der Finanztempel zu wehren? Müssen wir unsere Identität verleugnen und verblödet das Volk der Dichter und Denker? Duckmäusern wir gegenüber fremden Kultureinflüssen und Reparationsforderungen in einem nach wie vor nicht souveränen, US-besetzten Staat ohne Friedensvertrag? Einige Beispiele:

  • Da fällt seit dem Sommer das schwarze Blut der Wirtschaft – das Öl – im Preis um Zweidrittel, während die Derivate Benzin und Diesel nicht prozentual mit abstiegen, sondern noch auf hohem Preisniveau verharren. Wir schweigen.
  • Da sind zu Weihnachten Schaufenster des Kölner Kaufhauses mit Moscheen, Minaretten und weiblichen Stofftieren Burka-dekoriert. Und was erwartet die Domstadt zu Ostern? Wir schweigen.
  • Da wird zum 31. Oktober ein christlicher Feiertag durch den Klamaukbrauch des Halloween aus dem amerikanisch-heidnischen robust übertölpelt. Wir schweigen.
  • Da wird schamlos der Goldpreis von Manipulanten blitzschnell hin und her um 60 US-D getrieben, um den letzten sicheren Hafen zu verminen. Wir schweigen.
  • Da rät allen Ernstes der Rüstungskonzern RAND Corporation dem Pentagon zu einem neuen Krieg gegen eine Großmacht. Begründung: Dieser würde die amerikanische Wirtschaft ankurbeln und eine Rezession verhindern. Wie krank und pervers können menschliche Gehirne sein; da bleibt einem die Spucke weg.
  • Da darf der Deutsche Michel mit aufgeplusterten Spendierhosen Israel ruhig mal zwei U-Boote der Dophin-Klasse schenken. Unsere semitischen Freunde diktieren aber, an wen Deutschland weitere U-Boote verkaufen darf – jedenfalls nicht an Ägypten. Grotesk, da übernehmen die deutschen Bürger mit dicken Geschenken Verteidigungskosten von fast 1 Milliarde Euro für Israel. Aber es war schon immer etwas teurer, Deutschland nicht nur am Hindukusch zu verteidigen. Zu all dem schweigen wir.
Am zuckenden US-Zombie möchte ich nicht herum sezieren oder gar den siechen USA-Körper verdammen, aber unbequeme Fragen stellen, das dürfte erlaubt sein. Was hat Amerika aus der selbst gegönnten Starthilfe nach dem Krieg gemacht?

  • Sie haben Tausende Deutsche Patente geographisch verschoben und Wissenschaftler über den großen Teich begleitet, das Gold der Deutschen nach NY „out-ressourced“; in Bretton Woods die Hegemonie des Dollar festgeschrieben und die Welt für sich arbeiten lassen.
  • Sie haben den Globus mit Kriegen und grüner Dollar-Krätze bedacht, robust die Rohstoffe ausgebeutet und gierig verschlungen. Jahrzehntelang.
Ja, damals war das großartige Amerika Sieger.
Und heute? Die ausgelassene US-Party findet 2009 ihr jähes Ende. Das verarmte Land der Lügenbarone hat es fast verlernt nachzudenken, eigene Produkte zu ersinnen und zu fertigen – durch den Fleiß von Kopf und Hand. Nun, an Gütern und Dienstleistungen klebt ja der Arbeit Schweiß.
 
Statt dessen ließ man den schnöden Mammon in der Geldwirtschaft für sich arbeiten: Geld gebärt Geld! Das war das götzenhaft verehrte Perpetuum mobile des Finanzsystems, das jetzt auf der Streckfolter liegt. Die Geldwirtschaft allein schafft keine Werte, auch eine Kriegswirtschaft vermag das nicht. Die USA mutierte vom Produktions- zum Konsumland, von der größten Gläubigernation zur größten Schuldnernation auf diesem Erdball.

Die an Gigantomanie leidenden USA glauben, sie können die Staatsverschuldung weiter ungehemmt wachsen lassen und das Rad des Finanzsystems der gesamten Welt drehen. Die Führungsrolle des einstigen Wirtschaftsriesen ist aber verwirkt. Leider erkennt das die auslaufende Bush-Administration nicht.

 
Die Ursache der globalen Währungskrise – der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems – wurde auf dem G20-Gipfel am 14./15. November 2008 in Washington nicht analysiert. Im übrigen enthält jedes eskalierende Kreditsystem, das auf den Zinseszins beruht, die Zeitbombe der Zerstörung.

Erinnern Sie sich: Ursprünglich war der US-Dollar mit der Arbeitsleistung der Amerikaner goldgedeckt. Nach Nixon war der Dollar teilgedeckt, also zum Teil durch die US-Wirtschaftskraft, um später scheingedeckt durch sich selbst zu verkommen. Im G20-Gipfel lamentierte man nur über die hinlänglich bekannten Symptome der Krise.

 
Man peilt für 2009 neue Quassel-Bretten-Woods an, während das Finanzsystem extrem einsturzgefährdet ist. Warum? Schauen Sie sich den einstigen Spiritus Rector USA mit England an, und die unterschiedlichen Interessenlagen anderer Finanzsysteme wie die der Eurozone, China, Japan, Russland. Sie alle werden kollabieren mit wachsender Beschleunigung. Massiv steigt auch die Zahl der Bankenzusammenbrüche, Unternehmenskonkurse und Privatinsolvenzen.

Fest steht: Bretton-Woods hat seine Stützkraft völlig verloren. Statt dessen herrscht weltweit das Chaos. Da hilft kein Herumdoktern am überkommenen internationalen Währungssystem. Es geht inzwischen um eine Kapitalvernichtung in 30-Billionen-Dollarhöhe. Bleibt der Dollar globale Referenz- und Reservewährung, wird sich die Unwucht im Kollapsjahr 2009 noch verstärken: in Bälde werden die USA ihren Staatsbankrott erklären müssen.

 
Eine Notenbank, die trotz des absehbaren Staatsbankrotts die Notenpresse auf vollen Touren laufen läßt, vernichtet vorsätzlich das Volksvermögen. Jetzt will der FED-Chef Ben Shalom Bernanke das US-Schiff mit einer Sintflut von 7,5 Billionen Dollar wieder flott machen.
 
Gigantisch, aber rechnen Sie mal: Wenn eine fleißige Druckerei im Sekundentakt 1.000 US-D in verschiedenen Stückelungen Tag und Nacht ausspuckt, bräuchte sie dazu 237 Jahre! Das entspricht etwa den 140.000 Jahrestonnen an Sicherheitspapier, das weltweit aus Baumwolle erzeugt wird: eine Papiergeldlast, wozu man Tausende „Bernanke-Hubschrauber“ benötigte.

Eine neue Weltwährung könnte einen schrittweisen Abbau der US-Defizite und ein globales Leistungs- und Zahlungsgleichgewicht ermöglichen. Wahrscheinlicher ist aber, dass man zuerst den Dollar um 90% abwertet. Durch diesen „Kunstgriff“ verringert sich der Wert der Geldanlagen, Schatzbriefe, Währungsreserven, vor allem aber die Schulden.

 
Auch die Bilanzen der Unternehmen und die Depots der Bürger magern ab. Freiwillig wird der privilegierte US-Weltmeister in Sachen Krieg seinen 500-Milliarden-Militärhaushalt niemals drastisch zurückfahren. Das Geld fehlt für die brotnötigen Obama-Reformen im US-Sozialsystem; es mangelt an Billionen Dollar, um die marode Infrastruktur zu sanieren. In Europa könnte der chronisch kranke Kummerpatient Großbritannien heißen.

Auch mit dem neuen Präsidenten Obama ändert sich keinesfalls die US-Außenpolitik. Sie wird nie freiwillig ihr Primat aufgeben. Zugeständnisse erwartet man vom Rest der Welt, der weiterhin den unersättlichen US-Riesen finanziell durchfüttern soll.

 
Mit einer letzten brisanten Nachsitzarbeit bis zum 20.1.2009 darf Brzezinski-Schüler Bush den Iran „nivellieren“, zumindest die Atomanlagen. Georg ist ein visueller Lerntyp, begreift er doch die Topographie eines Landes – wie damals den Irak – am besten aus der Luft, durch ein robustes learning by bombing.
 
Alles weitere folgt dann Schlag auf Schlag: Notstandsgesetze, Nahrungsmittel zur Seltenheit bringen, 3. Weltantifrieden, Goldpreisanstieg, Hyperinflation. Man darf auch gespannt sein, wie China reagiert, wenn 2009 sein Außenhandel massiv einbricht, die Arbeitslosigkeit dramatisch ansteigt und die Währungsreserven dahin schmelzen.

Und was bleibt von der Konkursmasse der USA übrig? Ein Schreckenspotpourri der US-Bürger, denn Privatinsolvenzen haben drastisch zugenommen. Im nächsten Jahr wird man das System der Kapitalrente verstaatlichen. Die Arbeitslosigkeit wird extrem ansteigen und der Dollar seine Abwertungskur gegenüber dem Euro und der gelben Metallwährung zügig aufnehmen.

 
Ganz wesentlich: die Grundversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten usw. wird womöglich zusammenbrechen. Einige Städte sind bereits vom Flugverkehr oder von Express-Paketdiensten abgeschnitten, bestimmte Kommunen können schon nicht mehr die Pensionen für ihre Beamten und die Unterstützung für ihre Arbeitslose zahlen. 2009 werden alle Hurrikans zusammen genommen laue Lüftchen gegenüber der totalen Verwüstung sein, die ein Finanz-Tsunami von noch nie gesehenem Ausmass anrichtet.

Man fragt sich, was ist schief gelaufen in Amerika? Warum haben die Amerikaner nicht mehr aus ihrer Vormachtstellung gemacht? Vielleicht ist das ein menschliches Problem, denn hat man zuviel, glaubt man sich nicht mehr anstrengen zu müssen und man neigt zur Überheblichkeit.

 
Die letzten Tage des dekadenten Roms mögen ähnlich verlaufen sein. Mich verwundert es jedes Jahr aufs Neue, dass die USA mit traumwandlerischer Sicherheit den Nobelpreis – zuletzt Paul Krugman – für Wirtschaft einheimsen – seit 2001 gingen von 16 verliehenen Nobelpreisen für Wirtschaft allein 12 an die USA. Offensichtlich versagte bisher dieses Qualitätssiegel kläglich, denn die Nation beweist eher, dass es in puncto Wirtschaft und Finanzen keineswegs funktioniert und es nobel zugeht. Auch bei uns in Deutschland gehen in den Chefetagen Inkompetenz, Gier und Korruption ein und aus.
Wir reden hier nicht über ein simples Schneeballsystem, welches „Investoren“ mit leeren Versprechungen Geld aus der Tasche gezogen hat – das nennt man „Börse“. Wir reden hier über ein regelrechtes Banksystem im Bankensystem, welches „Investoren“ (also Leuten die schnell viel Geld irgendwo bunkern wollten) über Jahrzehnten die Gelegenheit gab dies kontinuierlich jährlich um 10 Prozent zu vermehren……WEITERLESEN.

In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich, die sofort implodiert, wenn der Konsum nicht explodiert. Obwohl in den Schlagzeilen steht, dass die Einzelhändler vor Freude den Christbaum knutschen, weil das erste Adventswochenende so toll gelaufen sein soll, feuert es aus manchen Reihen der Politik seltsame Forderungen, uns mit Steuerschecks nach amerikanischem Vorbild zu beglücken. Wir leben offenbar in einer Welt, die ohne Konsum zum Untergang verurteilt wäre. Was essen die Leute, die solche Gedanken produzieren? Das möchte ich auch probieren, auch wenn mir schlecht dabei wird, nur um zu wissen, wie schädlich es ist.

Sollte ich solch einen Steuerscheck im Briefkasten finden, werde ich mich wohl wieder an das Graffiti an der Dresdner Bank in Berlin-Kreuzberg aus dem Jahre 1989 erinnern. „Was Sie Euch heute schenken, werden Sie doppelt und dreifach wieder von Euch nehmen“ stand damals dort an die Wand gesprüht, als es 100 D-Mark Begrüßungsgeld für die Ossis gab. Das haben uns die Westdeutschen damals erklärt. Wie recht sie doch hatten.

Ein 500 Euro Steuerscheck ist meiner Meinung nach ein Ausdruck der Hilflosigkeit, in einer Zeit, in der die Mehrarbeit der letzten Monate zur Kurzarbeit von heute geworden ist. Und es gibt immer noch Experten, die nicht wahrhaben wollen, dass wir uns nicht nur in einer zyklischen Abschwungphase befinden, sondern inmitten des Offenbarungseides des heutigen Geldsystems.

Lasst die Zombies doch in Ruhe und auch mit Würde untergehen und damit Platz freimachen für etwas Neues, und für etwas Besseres, lese ich in Kommentaren.

Was wäre so schlimm, wenn der eine oder andere Autobauer vor allem aus den Land der unbegrenzten Möglichkeiten über die Wupper geht. Die Autos der vielleicht bald durch Steuergelder geretteten Hersteller wird doch keiner kaufen, wenn er kein Geld hat oder keinen Bedarf, oder beides zusammen. Sie kommen noch mit dem Flugzeug zum Betteln angeflogen. Ich würde ihnen nicht einen Dollar geben, selbst wenn sie auf Knien daherkämen. Es gibt zuviele Autos. Der Markt ist satt.

Es ist eine Doppelmoral, auf der einen Seite der Umwelt etwas Gutes tun zu wollen und gleichzeitig den Halbtoten Steuergelder nachzuwerfen. Lasst sie doch in Frieden untergehen. Gleichzeitig wird CO2 als Umweltgift verschrien, obwohl es gleichzeitig ein Stoff ist, von dem sich Pflanzen ernähren und das wir Menschen ausatmen. Vielleicht wird bald das Ausatmen verboten bzw. besteuert? Im Notfall könnte man doch den Auto-Soli für Eisbären einführen.

Man ist heute der Meinung, es wäre eine Katastrophe, wenn wir eine Zeit mal weniger konsumieren? Es würde alle die aus dem Markt spülen, deren Produkte trotz großer Marketingaufwendungen keiner braucht. Na und? Wenn die uns eventuell geschenkten 500 Euro ausgegeben würden, wäre es zugleich ein Konjunkturprogramm für das Ausland, ein Konjunkturprogramm für Länder, in denen wir sooooo kostengünstig produzieren, und zu Hause unter Shareholder-Value-Aspekten applaudierend die Arbeitsplätze streichen konnten.

Freie Märkte atmen ein und atmen aus. Unsere sogenannten freien Märkte haben durch Aktionen und Reaktionen der Notenbanken und Regierungen so viel Luft in den Lungen, dass ein Steuerscheck der Aufforderung für einer Brustkorbvergrößerung gleichkäme. Jetzt, da die Märkte aus der Phase der Hyperventilation in die Phase des Verschnaufens übergehen wollen, sollen sie daran gehindert werden. Das soll die Lösung sein? Das kann nur schiefgehen. Und das wird es. Deshalb weiß ich noch nicht, was ich tun soll, wenn die Post mir einen Steuerscheck zukommen lässt. Lachen oder Weinen…

Quelle

Einstmals gab es in der westlichen Welt den Wettstreit der westlich-kapitalistischen Ideologie mit dem Kommunismus, der sowohl als Feindbild diente als auch argumentativ und politisch niedergerungen wurde. Betrachtete man die gar nicht so lange zurück liegenden Aspekte des einstmaligen Wettstreits, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass der Kapitalismus bereits jetzt gegen den Islam verloren hat.

Die Westliche Welt hat einstmals auf nahezu allen Ebenen einen Krieg gegen den “Kommunismus“ geführt. Anhänger jener Ideologie wurden verfolgt und zuweilen sogar ermordet. Aber im damaligen Wettkampf gab es dennoch eine ideologische Überlegenheit des Westens, die sich in vielen Aspekten widerspiegelte, an die man sich erinnern muss, um die heutige Entwicklung besser verstehen zu können.

Tatsächlich wurde der damalige Kampf von beiden Seiten sehr unerbittlich und geradezu mörderisch geführt. Aber die Westliche Welt hatte eine Überlegenheit die zusammengefasst “Freiheit“ hieß und das Freiheitsstreben des Menschen unterstütze. Das Problem heutiger junger Generationen besteht zuweilen darin, dass Sie mit den Symbolen der vergleichsweise jungen Vergangenheit wenig anfangen können. Aber jene Symbole sind Ausdruck einer Lebensqualität einer Realität, die sich mit unterschiedlichen Darstellern wiederholen kann.

Wer erinnert sich z.B. noch an Nicola Sacco und Bart Vanzetti? Es waren zwei aus Italien in die USA eingewanderte Arbeiter und aktive Mitglieder der linken Gewerkschaftsbewegung. Wegen eines Mordes, mit dem sie nichts zu tun hatten, wurden sie im Jahre 1920 angeklagt und nach einem äußerst zweifelhaften Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt sowie hingerichtet mit dem heutigen Vorwurf des “Extremismus“. So gingen beide Seiten des damaligen ideologischen Kampfes miteinander um. Aber nicht nur die Brutalität der Westlichen Welt spiegelt sich in jenen beiden Personen wieder, sondern eben auch die ideologische Überlegenheit! Denn es waren die Intellektuellen, Musiker, Sänger und viele andere mehr, die in der westlichen Welt gegen jenes Unrecht protestierten, noch Jahrzehnte danach! Kurz vor dem 50. Todestag wurde in den 70er Jahren in Hollywood ein Film über Sacco und Vazetti gedreht. Zur Filmmusik gehört dieser Titel „Here’s to you Nicola and Bart“, gesungen von Joan Baez. Die Musik war von Ennio Morricone: „Here’s to Nicola and Bart – Rest for ever live in our hearts …” Franz Josef Degenhardt schrieb und sang die Deutsche Version: „Euer Kampf Nicola und Bart brannte weit und wurde Fanal…“

Diese kleine symbolhafte Geschichte erinnert an eine Zeit, in der zwar Kommunisten nicht Lehrer werden durften, aber dennoch konnten Bürger der Westlichen Welt erheblich freier für den Kommunismus eintreten, als es umgekehrt der Fall war! Und diese Überlegenheit der “Freiheit“ des Menschen spiegelte sich in vielen andern Lebensbereichen wieder. Keinem Westbürger war es verboten, die Ostsender zu hören, selbst wenn darin solche Hetzsendungen wie der “Schwarze Kanal“ ausgestrahlt wurden. Es war der Osten, welcher Angst davor hatte, dass man Westsender hört und sieht. Jeder Westbürger durfte frei in die östliche Welt reisen und bedurfte dafür keiner gesonderten Genehmigung seiner Heimat. Die Mauer wurde nicht von der westlichen Welt gebaut, sonder von der östlichen, die einen “Antifaschistischen Schutzwall“ errichtete. Denn der Westen hatte zweifelsohne das attraktivere Programm, dass es gar nicht nötig war, den Osten zu verbieten! Zudem konnte man im Westen alles kaufen (wenn man über das Geld verfügte), was im Osten nicht einmal dann möglich war, wenn man das Geld hatte. Auch in der Forschung und Entwicklung hatte man das „menschlichere“ Programm: die besseren Medikamente und Krankenhäuser, die bessere Energieversorgung, den besseren Umweltschutz. Der real existierende Sozialismus bzw. Kommunismus war rückblickend betrachtet chancenlos, obwohl er sich so viele Jahrzehnte gut gehalten hat. Und so gibt es jenes Feindbild nicht mehr, weil jener Feind niedergerungen wurde und sich zumindest ideologisch dem Kapitalismus unterworfen hat. Die bestehenden politischen Auseinandersetzungen erfolgen innerhalb der mehr oder weniger gleichen Ideologie nicht zwischen gegensätzlichen Ideologien, und es geht “lediglich“ darum, wer Anführer jener Ideologie sein darf; nicht mehr aber darum, welche Ideologie überlegen ist.

In diesem Feindbildvakuum offenbarte sich plötzlich eine der bis dahin wenig bekannten Schwächen des westlich-materialistischen Menschen- und Wertemodells: Es konnte ohne Feindbild nicht existieren. Daher wurde sehr komplex und mit unglaublichem Einsatz von Geld- und Personalmitteln an einem neuen Feindbild gestrickt. Wer war da geeigneter als der Islam und die Muslime?

Waren nicht Muslime optimal geeignet für den Vorwurf des Extremismus? Mit der extrem hohen Zahl an ungebildeten Muslimen verfügte man über ein hinreichendes Potential an leicht beeinflussbaren Menschen, die durch Führungsoffiziere (ein Begriff, der damals dem Osten vorbehalten war) zu Extremismus bewegt werden konnten. Und solche Extremisten sollten auch nicht Lehrerin werden – wenn sie nicht bereit waren, ihr Kopftuch abzulegen (merkwürdig nur, dass selbst die Kommunisten die ins Auge springende Parallele nicht bemerken). Jeder Westbürger war frei alle muslimischen Sender zu hören, alle muslimischen Autoren zu lesen (falls er eine muslimische Sprache sprach). Die eigenen “Islamexperten“, die eigenen Filmemacher, die eigenen Intellektuellen würden schon dafür sorgen, dass das Feindbild aufrecht erhalten werden kann. Auf jedes von Muslimen geschriebenen Buch zu Frieden und Liebe, würden 100 “Islamexperten“ hinreichend Bücher zu Hass verfassen. Zudem verfügte man über das enorme Potential an hinreichenden hörigen Königen und Prinzen, die genau jenen “Islam“ verbreiten sollten, wie ihn die westliche Welt benötigte. Der hasserfüllte hirnlose Wahabismus, der dem kleinen Dieb gegen alle islamischen Regeln die Hand abhackt und die großen Verbrecher unterstützt wird ausgerechnet von jenen Königen und Prinzen am Leben erhalten, die keinen einzigen Tag ohne Schutz der US-Soldaten in ihrem eigenen Land verbleiben könnten, ohne das sich ihr Volk gegen sie richtet.

Die westliche Überlegenheit betraf aber auch alle anderen Lebensbereiche. Der Westbürger dürfte überall hin reisen, während der Muslim die Erlaubnis seiner eigenen Regierung benötigte. Man hatte die besseren Medikamente, die bessern Krankenhäuser, die besseren Konsumgüter, die besseren Waffen, das bessere Finanzsystem, die bessere Energieversorgung, den besseren Umweltschutz, die bessere Sozialhilfe; kurz: das “menschlichere“ Programm. Der real existierende Islam sollte genau so chancenlos sein, wie einstmals der Kommunismus.

Doch in dieser Auseinandersetzung ist für die Westliche Welt etwas “schief“ gelaufen. Man hatte zwar die Schwachpunkte der Muslime genauestens studiert, hatte aber keine Ahnung vom Islam! Und im Laufe der letzten drei Jahrzehnte nach der Islamischen Revolution im Iran trat ein Islam auf, mit dem man nicht gerechnet hatte: Die Putzfrau mit Kopftuch war erträglich gewesen, aber die Hochschulabsolventin mit Kopftuch konnte man sich nicht vorstellen. Daher musste sie verboten werden. Das westliche Finanzsystem beruht auf dem selbstzerstörerischen Zinssystem. Der wahre Islam konnte dem ein Wirtschaftssystem entgegen stellen, das eine echte Alternative darstellt und nicht nur den Reichen nützt. Die Westliche Welt baute auf die Überlegenheit der materiellen Starke und Waffen, aber die islamische Revolution gewann die Herzen der Menschen (trotz unglaublicher Propaganda dagegen).

Den einfachsten Argumenten von Muslimen hatte die Westliche Welt nur noch Gewalt entgegen zu setzen, da jene Argumente wahr und somit ideologisch unschlagbar waren! Der Aufforderung, dass Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt in Palästina leben sollen, konnte man nur noch eine derartig gewaltige Mauer entgegen setzen, dass selbst die Berliner Mauer daneben wie ein kleiner Zaun wirken würde, wenn sie noch existierte. Dem Argument „glaubt nicht denjenigen, die Mauern bauen, sondern denjenigen, die dahinter eingesperrt werden sollen“, konnte nur noch mit Verboten entgegen getreten werden. Zunächst wurden Vereine in Deutschland verboten; alle (noch) nicht verbotenen wurden durch “Beobachten“ eingeschüchtert, und dann hat die Westliche Welt jetzt sogar einen muslimischen Fernsehsender verboten! Ein deutscher Innenminister verbot den Sender Al-Manar, der bei arabischsprachigen Muslimen sehr beliebt ist! Die Zensur greift um sich, und das in einer Zeit, in der z.B. im Iran zunehmend der Sattelitenempfang frei gegeben wird. Wer die stärkere Ideologie hat, braucht die Schwächere nicht zu fürchten! Und inzwischen ist die Einreise in so manch westliches Land schwieriger, als in manch muslimische Länder geworden (auch für Westbürger).

Aber auch die Überlegenheit in den westlichen Domänen fing an zu wanken. Während die Pharmaindustrie im Westen immer öfter durch ihre Profitgier Schlagzeilen macht, versorgen immer mehr muslimische Länder ihre Bevölkerungen mit wirklich benötigten Medikamenten zu annehmbaren Preisen. Während das westliche Finanzsystem zusammenbricht und nur noch durch das grenzenlose Gelddrucken aufrecht erhalten werden kann, ist deren Auswirkung auf z.B. die Islamische Republik Iran unwesentlich! Und während die westliche Welt ihren Atommüll teilweise durch Uranmunition in muslimischen Ländern entsorgt, will sie es dem Iran verbieten, an der friedlichen Nutzung der Atomenergie zu forschen. Überall in der Westlichen Welt wurden Menschen für ein Verbrechen verurteilt, dass am 11.9.2001 in den USA stattfand, obwohl dessen Urheber bis heute noch gar nicht gerichtverwertbar bekannt sind! Und die USA selbst betreiben Foltergefängnisse speziell gegen Muslime, ohne dass es einen ernsthaften Aufschrei deutscher Politiker dazu gab, obwohl sie alle davon wissen! Ein Lied für die Folteropfer in Guantanmo gibt es nicht in der Westlichen Welt sondern nur noch in der arabischen Welt, deren Sender jetzt hier verboten werden.

Noch ist ein gewisser Vorsprung der Westlichen Welt vorhanden; daran gibt s keinen Zweifel. Aber die Entwicklung zeigt eindeutig, dass die materialistische Ideologie der Westlichen Welt am Ende ist und abbaut, während die auch die spirituell Dimension des Menschen berücksichtigen Ideologie des Islam zunehmend Anhänger gewinnt, zumal ihre Anhänger auch zu einer Selbstreinigung falscher Aspekte in der islamischen Welt beitragen.

Doch nicht alle westlichen Länder haben den gleichen Weg bestritten. So ist z.B. Spanien in den letzten Jahren einen Weg der Kooperation mit den Muslimen gegangen und hat (Zufall oder nicht) auch die eigenen Banken besser kontrolliert, was zu einer geringeren Auswirkung der Bankenkrise in Spanien geführt hat als z.B. in Deutschland. Und die nicht von den USA hörigen aber inzwischen auch kapitalistischen Länder, wie z.B. Russland, kaufen jetzt sogar westliche Unternehmen auf.

Der Islam ist keine Religion des Zwangs (wie ihn US-Wahabiten vorstellen) sondern der Kooperation mit Andersgläubigen. Muslime streben – so sie sich von falschen Traditionen befreit haben – stets die Selbsterziehung an, die im Resultat die Nächstenliebe zur Folge haben muss; auch die Nächstenliebe zum Nichtmuslim! Das islamische Wirtschaftsmodell unterstützt den Schwachen in der Gesellschaft, nicht den Reichen und Starken. Ein islamisches System baut auf dem “Fußvolk“ auf, nicht auf der “Elite“, denn es ist das “Fußvolk“, dass trotz seiner ohnehin schweren Lage zu noch mehr Entbehrungen bereit ist, wenn es aufrichtig und ehrlich behandelt wird, um das Land zu schützen. Die so genannte Elite hingegen ist i.d.R. nur darum bestrebt, ihren Reichtum auszubauen und zu keinerlei Opfern bereit. Der Islam berücksichtigt die spirituelle Dimension des Menschen und versklavt ihn nicht zu einem tierischen Triebebefriediger der möglichst viel zu konsumieren hat. Gleichzeitig verneint der Islam nicht die Bedürfnisse des Menschen sondern hebt sie auf die Stufe eines Gebets und Gottesdienstes. Er betrachtet den Menschen als ganzheitliches Wesen bestehend aus materieller und immaterieller Dimension, und alle System der Gesellschaft, sei es das Wirtschaftssystem oder das Gesundheitssystem, sind für den Menschen da und nicht umgekehrt.

Solch einer ganzheitlichen und vielen Aspekten bereits durchdachten Ideologie hat die Westliche Welt nichts mehr entgegen zu setzen außer Waffen, Mauern und Verbote, und in wenigen Jahrzehnten werden Historiker schreiben, dass der Untergang des Westens bereits heute absehbar gewesen ist, auch wenn die Honeckers von heute es nicht wahrhaben wollen. Dennoch stehen wir heute vor einer Wahl, welche die DDR-Bürger nicht hatten.

Wir können gemeinsam uns für ein menschenwürdiges System einsetzen, das als Vorbild für die westliche Welt wirken kann. Dazu müsste aber die heutige “Elite“ des Landes ihren sowohl das eigene Land als auch die Beziehungen zur muslimischen Welt gefährdenden, zuweilen sogar zerstörenden, Kurs aufgeben. Und die Aufforderung dazu muss vom Fußvolk kommen.

Die Verwüstungen der Gesellschaft rund um den Globus entspringen dem Primat des Kapitalismus

Seit der Auflösung der Sowjet­union (UdSSR) konnte der US-Dollar rund um die Welt ungehindert seine Herrschaft ausbauen und verheerende Verwüstungen anrichten. Die Gründe dafür sind weniger ideologischer, sondern eher praktischer Natur. Sie entspringen dem Primat des Kapitalismus, dem Durchsetzen des Profitstrebens »mit allen notwendigen Mitteln«, um es einmal mit den Worten von Malcolm X, dem 1965 in New York ermordete Revolutionär der schwarzen Bürger- und Menschenrechtsbewegung, auszudrücken.

Auf der ökonomischen Ebene sahen wir den Aufstieg der Theorien des verstorbenen Milton Friedman, der für eine »reine« Form des Kapitalismus eintrat, die weder durch Regelwerke eingeschränkt, noch durch die bornierten Interessen des Nationalismus im Zaum gehalten wird. In den 1990er Jahren trieben die Anhänger Friedmans ihr Unwesen rund um den Globus, hoben Diktaturen in Lateinamerika und Asien auf den Schild, weil sie nützlich waren für die Profite der multinationalen Konzerne. Die Profitgier übertrumpfte alles, und die Durchsetzung dieses Prinzips war das oberste Gebot bei allen Überlegungen.

Die Methode der Friedman-Jünger hieß »strukturelle Angleichung«, zu ihrer Umsetzung forderten die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank vorangetriebenen Programme von den betroffenen Ländern die Kürzung der Sozialetats, die Beseitigung von Handelsbarrieren und die Öffnung ihrer Märkte, um ausländischen Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, diese nationalen Ökonomien auszuplündern. Andernfalls gab es keine Kredite des IWF.

Länder wie Chile, Argentinien, Bolivien und die vielen anderen, die sich diesem Diktat unterwarfen, gerieten in eine Spirale von Depression und sozialen Katastrophen. In einem dieser lateinamerikanischen Länder wurde die Währung derart entwertet, daß sich bis heute die Legende hält, man habe mit den Geldscheinen Wände tapeziert – weil das billiger war, als sich Tapete zu kaufen.

Davison Budhoo, ein Wirtschaftsfachmann, der viele Jahre für den IWF gearbeitet hat, trat angesichts dieser Politik von seinem Posten zurück. Naomi Klein zitiert in ihrem Buch »The Shock Doctrine: The Rise of Disaster Capitalism« Budhoos an die IWF-Führung gerichtete Rücktrittserklärung. Darin kritisierte er sehr scharf deren Praktiken und warf ihr vor, »…bei den Regierungen und Bevölkerungen Lateinamerikas und der Karibik mit Ihrer Wundermedizin und Ihrer Trickkiste hausieren zu gehen. Für mich ist deshalb mein Rücktritt ein unschätzbarer Akt der Befreiung, weil ich damit den ersten Schritt vollzogen habe auf meinem Weg, das Blut von meinen Händen zu waschen, das nach meiner Meinung [durch Ihre Politik] von Millionen armen und hungernden Menschen vergossen wird«.

Die Architekten dieser ökonomischen Strategie gründeten ihre Geschäftemacherei auf zügellose Ausbeutung oder das Erzeugen von Schocks, weil es einfacher war, unter solchen Bedingungen neue Regula­rien durchzusetzen, mit denen soziale Netzwerke geschwächt und der Einfluß ausländischen Kapitals gestärkt werden konnte. Die so erzeugten Krisen konnten natürliche, politische oder ökonomische Ursachen haben, das Ergebnis war immer das gleiche: Zerstörung und Desorientierung. Bedingungen also, die einer stärkeren Ausbeutung der Bevölkerung durch in- oder ausländische Oligarchen Vorschub leisteten.

Aber die Kräfte des Kapitals, einmal von der Leine gelassen, entwickeln ihre eigene Dynamik. Ruhelos, gefräßig, immer gierig nach Profit, sind sie nun an ihren Ausgangspunkt zurückgekehrt und treiben ihr Unwesen auch dort. Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise, geboren aus einer zügellosen Habgier, hat erschreckende und zerstörerische Auswirkungen. Doch sie bietet einigen Kräften immer noch ungeheure Möglichkeiten, aus den Börsencrashs Profit zu schlagen und sich angeschlagene Unternehmen für einen Apfel und ein Ei unter den Nagel zu reißen. Malcolm X hat den Tod Präsident John F. Kennedys 1963 als ein Beispiel dafür benannt, daß die Gewalt auf ihre Urheber zurückfalle. Nun sind die Geier des Kapitals zurückgekehrt und machen sich über den Leib jener Gesellschaften her, von denen aus sie in alle Welt geschickt wurden. Sie werden sich solange am Fleisch dieses Leibes sattfressen, bis nur noch die Knochen übrig sind. Das ist die Realität des entfesselten Kapitalismus. Und das wird so weitergehen, bis wir diesem Tun Einhalt gebieten.

Vom Ende des Marktes über die Tauschwirtschaft zur Basisplanwirtschaft

In der Finanzkrise überschlagen sich die Meldungen über neue Rettungspakete, Staatsbankrotte, Inflationen, Produktionsabbau und Massenentlassungen und man fragt sich, warum es kaum Gegenwehr gibt und wann das Ende von dem Alptraum sein wird? Soll man auf die staatlichen Berufsbeschwichtiger hören, mit denen die meisten ja bisher gemütlich gelebt haben, oder doch besser inzwischen auf die Mahner, die schon immer das Ende der Marktwirtschaft prophezeit haben.

Aus dem Buchhandel erfahren wir, dass die Nachfrage nach dem Kapital von Marx von Nichtrevolutionären steigt. In London im SWP-Buchladen hat sich gar der Verkauf verfünffacht. Die Menschen setzen sich mit dem Marxismus ernsthafter auseinander und zeigen damit, dass sie nicht mehr an die Marktwirtschaft als das Wirtschaftssystem glauben, das die Probleme der globalisierten Welt des 3. Jahrtausends wird lösen können. Es kommen jetzt die normalen Kollegen auf mich zu und stellen fest, ja, Sie haben recht gehabt, mit dem Kapitalismus wird es jetzt zu Ende gehen. Diese Feststellung ist wichtig für die Frage, sollen wir immer noch wie die Linke, Arzt am Krankenbett des Kapitalismus spielen und z.B. ein Bankenrettungspaket und ein Konjunkturprogramm auflegen oder den Schwerpunkt jetzt auf die Unterstützung radikaler Kämpfe wie die der Opelkollegen, der BSH-Belegschaft oder der GSL und der internationalen Kämpfe wie die in Oaxaka oder in Ägypten verlagern? Die außerparlamentarischen Linken können bei der Verortung der Kollegen eine Menge mit dazu beitragen, indem sie klar gemeinsam auch realistisch auf das Ende des Kapitalismus hinweisen.

Leider wird ein baldiges Ende von der übergroßen Mehrheit der linken Gruppen noch nicht mit aller Deutlichkeit vorgetragen und stattdessen von „nur einer Krise“ mit nachträglichen Wiederaufschwungsmöglichkeiten geredet, was zu schweren Illusionen bei den Massen und zu Desorien- tierungen bei der eigenen Mitgliedschaft führen wird. Wollen wir einen Blick auf die Resolution „Finanzkrise? nein, Krise des Kapitalismus!“  der Schweizer trotzkistischen Gruppe „aufbau“ werfen, weil sie doch typisch für die Stellungnahmen der linken Gruppen ist. Sie schreibt, dass dieser Crash nur der „Ausdruck der chronischen Kapitalüberproduktionskrise ist“ und fragt,Wird es zur massiven Entwertung von Schlüsselwährungen kommen, also zu Währungskrisen wie z.B. in den 1920er Jahren in Deutschland? Oder eher zu einer Grossen Depression wie in den Dreißiger Jahren? Oder „bloß“ einer Phase der Deflation wie im Japan der 1990er Jahre?“.

Diese Einschätzung einer Überproduktionskrise mit einem Wiederaufschwung durch Kapitalvernichtung wird von den meisten Gruppen geteilt.

Schauen wir uns die Frage nach der Überproduktion bei Karl Marx genauer an.Er schreibt zusammen mit Friedrich Engels im Manifest der Kommunistischen Partei (S. 9): „Wodurch überwindet die Bourgeoisie die [Überproduktions]-Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte.“

Zur Vernichtung der Produktivkräfte (Durch z.B. Stilllegung alter Fabrikanlagen oder Krieg) gehört also noch der wichtige Punkt der Eroberung neuer Märkte, wodurch das Kapital die Krise überwinden könnte. Und das ist heute genau der Punkt. Welche neuen Märkte soll es nach der Durchkapitalisierung von China noch geben? Wir haben diese Frage schon 2006 in unserem Artikel „Rohstoffkriege und Sozialdemontage –  Begleiter des ausgehenden marktwirtschaftlichen Zeitalters!“ gestellt und sie wurde bis jetzt noch nicht schlüssig beantwortet worden[1].

Afrika benötigen die Industriestaaten in Europa als billiges Ackerbauland und zum Rohstoffplündern, da dürfen sie die Länder nicht entwickeln, sonst wollen die Schwarzen einen wirklichen Wertausgleich dafür. Südamerika ist das gleiche für die USA, Russland gehört Putin und seinen Oligarchen und Indien fängt hinter den Glasfassaden gleich das Elend der Kastengesellschaft an. Also bliebe nur China als neuer Markt und hier zeigt die Wirtschaft schon leichte Schwächen. Viele Wohnungen in den Wolkenkratzern stehen leer, Überkapazitäten bei den Autobauern und nicht zuletzt sind ihre Banken auch vollgestopft mit Hyotheken-Kreditenmüll.

China ist schon der Vizeweltmeister beim Export und 50% der Exporte gehen nach Amerika. Statt „Eroberung neuer Märkte“ haben diese Märkte den alten Markt der Imperialisten erobert. Es wird also zu keiner Überwindung der Finanzkrise mehr kommen. Das Ende des Kapitalismus ist mit der Verstopfung der Märkte gekommen, die einhergeht mit der niedrigen Profit R A T E.

Konkret wird dieses Steckenbleiben in der Finanzkrise Formen annehmen, wie wir es schon nach 29 kennen. Island, Ungarn, Pakistan, Argentinien und die Ukraine haben beim IWF schon Gelder aufgenommen, um den Staatsbankrott zu entgehen. Das führte teils schon zu Hyperinflationsraten von 50%. Dieser Prozess wird weitergehen und zuerst die osteuropäischen- und die Schwellenländer treffen. In den Industriestaaten  wird die Inflation weiter anziehen. Das Bankenrettungspaket in Europa von 2 Billionen Euro wird allein 4% Inflation kosten, bei 12% liegen wir schon mit den variablen Ausgaben, sind 16%. Momentan steigt die Überschuldung bei den Kreditkarten stark an. Viele Hedgefonds gehen pleite und werden ihre Kredite nicht mehr bezahlen können. Dies alles zusammen mit den weiteren Platzen der Subprimemarktkrediten wird weiter große Löcher bei den Banken und Staaten hinterlassen, so, dass die Kreditkrise weiter gehen wird und noch mehr Staaten noch beim IWF um einen Kredit betteln müssen. Dazu kommen noch die CDS und Derivate– bzw. Zertifikateprobleme.

Hinzu kommen noch die Überschuldungsproblem der USA. Sie waren überhaupt der Auslöser der Finanzkrise und sie müssten auch erst gelöst werden vor einem Neuanfang der Weltwirtschaft. Die USA hatten zuletzt jeden Tag 2 Mrd. Dollar geliehen bekommen. Der Staat war schon wegen der Kriege und Beschwichtigungsteuergeschenken mit 10 Billionen verschuldet. Ähnlich hoch lag der Leistungsbilanzdefizit. Bretton Woods hatte 1944 den Dollar als Leitwährung installiert. Rohstoffe mussten mit Dollar gekauft werden und die eigene Währung wurde mit Dollar-Papieren gestützt. 2007 wurde Öl mit anderen Währungen  gehandelt und die Kredite für den amerikanischen Häuslebauer und Konsumenten wurde wieder teurer. Die Kredite wurden notleidend. Bei starker Verschuldung der Weltwirtschaft versuchten die Staaten der Welt die Finanzprobleme immer wie in den 1930ern die  Überproduktionsprobleme mit einem Krieg zu lösen. Der New Yorker Universitätsprofessor Nouriel Roubini meint auch: „Es ist der Anfang vom Niedergang des US-Finanz-Imperiums. Die Große Depression endete mit einem großen Krieg“. Im Internet überschlagen sich heute am 29.10. die widersprüchlichsten Meldungen bis zum D(omino)-Day in 2 Wochen und weiteren Kriegswarnungen. Es ist sehr schwierig, daraus eine Einschätzung zu machen. Auf alle Fälle benötigten schon vier Staaten Hilfe vom IWF gegen den Kollaps, weitere osteuropäischen stehen schon an, dem IWF geht das Geld aus und die Analysten sehen schon die Kernschmelze auf uns zukommen.

Natürlich wird das noch nicht das endgültige Aus für den Kapitalismus bedeuten. Er wird aber wegen der Verstopfung der Märkte mit kleinen Auf und Abs zum Nullpunkt tendieren um dann vielleicht in 10 oder 20 Jahren in die Tauschwirtschaft (siehe auch wallstreet-online) mit Notgeld der Städte und Lebensmittelmarken übergehen. Die Situation kann man vergleichen wie die nach dem 2. Weltkrieg. Hier hatten die Arbeiter die Betriebe selber aufgebaut um die Produktion wieder aufzunehmen. Sie werden nach ihren objektiven Interessen eine solidarische Basisplanwirtschaft von unten aufbauen, die auch von ihren Bedürfnissen sowie der Vernunft und nicht von den Profiten gelenkt werden

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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