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Wie der arabische Sender „Irr-Sinn“ vor wenigen Minuten meldet, habe man erfolgreich den mutmaßlichen, international gesuchten Kriegsverbrecher, Massenmörder und US-Top-Terroristen George W. Bush mit einer Drohnen-Attacke zur Strecke bringen können. Ihm wird hunderttausendfacher Mord an Menschen im Irak und in Afghanistan vorgeworfen bei denen er als Oberbefehlshaber völkerrechtswidrige Tötungen in dem genannten Umfang zu verantworten haben soll. Die USA weigerten sich seit Jahren den Gesuchten auszuliefern, sodass sich Hinterbliebene und Berufene der Opfer genötigt sahen mittels eigener Aktivitäten das Problem in die Hand zu nehmen. Insgesamt soll es sich um eine recht unbürokratische Aktion gehandelt haben. Man habe einfach auf die „Kill-List“ gesehen und „Bingo“, da stand er auch schon mit drauf! Da es inzwischen international anerkannte Praxis ist auf diese Art und Weise für die Durchsetzung von „Recht“ zu sorgen, konnte auf ein umfangreiches juristisches Verfahren verzichtet werden. Die Beweislage sei ohnehin klar gewesen und die Kill-List von Aktivisten doppelt geprüft worden. Das ausführende Spezialkommando unterstrich im Nachgang nochmals ausdrücklich die Legitimität des Einsatzes und wehrte sich gegen die harsche Kritik der USA bezüglich der beklagten Verletzung seiner Souveränität.

Dem Bericht des Senders zufolge sei es einer islamischen Wehrsportgruppe (geheimes Spezialkommando namens „Nu’is Sabbat“) gelungen mit einer neuartigen, eigens für diesen Zweck entwickelten Drohne das Ziel zu erreichen. Dabei soll es sich nach unbestätigten Angaben um eine unbemannte Maulwurf-Drohne gehandelt haben, die sich von Südamerika bis nach Texas unerkannt durchwühlen konnte und mit rund 5 Tonnen TNT bestückt gewesen sei. Das „Target“ konnte Punktgenau ausradiert werden, Bush machte dabei einen höllischen Abflug, so der original Tenor des Spezialkommandos. Die gesamte Operation habe nunmehr 3 Jahre in Anspruch genommen (vom Setzen der Malwurf-Drohne bis zur Zündung derselben) und sei schlussendlich ein voller Erfolg. Die ausgefeilte Luftraumüberwachung der USA habe einen schnelleren Einsatz von fliegenden Drohnen nicht zugelassen.

 

Besonderes Highlight der Aktion sei, dass nach ersten Einschätzungen auch Dick Cheney unter den Getöteten sei, der sich zu diesem Zeitpunkt anlässlich einer Grillparty auf dem Anwesen des Gesuchten aufgehalten haben soll. Damit hätte man auch gleich die Nummer 2 der US Top Terroristen erledigt. Insgesamt sollen 20 weitere Terroristen ums Leben gekommen sein die offenbar nur der Sicherheit der Top-Terroristen dienten. Ferner kamen bei dem Maulwurf-Drohnenangriff auf die Ranch in Texas auch einige Pferde und Rinder ums Leben. Die muslimische Sondereinheit „Nu’is Sabbat“ bedauerte diesen außerordentlichen Kollateralschaden zutiefst und sprach von unvermeidlichen Opfern. Insbesondere aber bei den Rindern sei man sich nicht gänzlich sicher, ob nicht das ein oder andere bereits am Spieß über dem Grill gehangen habe und somit auch noch auf das Konto dieser Terroristen ginge. Dessen ungeachtet werde man diesbezüglich einige Kompensationszahlungen an diverse Tierschutzverbände leisten.

Weltweit löste die Nachricht überwiegend Freude und Erleichterung aus, weil dieser Einsatz einmal mehr unter Beweis stelle dass am Ende das Gute siegen müsse … Massenmörder und Terroristen keinerlei Chance hätten sich ihrer Verantwortung zu entziehen und kein Schlupfwinkel auf dieser Erde für sie sicher sein könne (auch nicht in Amerika). In diesem Zusammenhang bot die muslimische Wertegemeinschaft den USA erneut militärische Unterstützung an, um weitere Terroristennester und christliche Fundamentalisten die dort noch immer vermutet würden, zu eliminieren. In den mit den USA paktierenden Staaten löste diese „Mission-Kill“ allerdings ein geteiltes Echo aus. Einige sprachen von einem barbarischen und unmenschlichen Terrorakt, andere bezweifelten die Legitimität der Aktion und wieder andere gaben sich nur recht ratlos. Aber an der geübten Praxis wolle indes niemand ernsthafte Zweifel anmelden, die Sache mit der „Kill-List“ und den Drohnen müsse man faktisch anerkennen und inzwischen als basisdemokratisch bezeichnen. Unklar ist zur Stunde noch ob dem Sender „Irr-Sinn“ möglicherweise bei der Berichterstattung eine Verwechselung hinsichtlich Opfer und Täter unterlaufen sein könnte, was aber nach menschlichem Ermessen auszuschließen sei.

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Gerechtigkeit ist eine feine Sache und wenn man dafür auch noch ein internationales Gericht hat um so besser.  Jetzt hat das internationale Strafgericht in Den Haag einen Haftbefehl ausgestellt und möchte Gadhaffi wegen “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” anklagen.  Er soll Splitterbombem gegen Zivilisten eingesetzt haben. Streu- oder Splitterminution gegen Zivilisten dürfen aber nur die Gerechten einsetzten und die sitzen nicht in Tripolis sondern in Brüssel,  Washington oder Jerusalem.  Pech für Gaddaffi, dass er auf der falschen Seit steht. Auf der Sonnenseite der Gerechten gibt’s für die Entsendung weiterere Truppen nach Afghanistan und den Unterhalt von Foltergefängnissen den Friedensnobelpreis.

Abgesehen davon verweigern die USA dem Gericht in den Haag ohnehin die Anerkennung. Selbst wenn die Richter zu der Überzeugung gelangen sollten, dass Folter oder der Einsatz von Streu- oder Uranmunition (Kosovo, Irak, Afghanistan)  ein Kriegsverbrechen darstellten -mehr als ein mildes Lächeln würden die USA nicht dafür aufbringen.

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… dass einige Palästinenser Repräsentanten des Staates Israel einfach nicht leiden können? Nachfolgender Anfang eines gerade bei Uprooted Palestianians publizierten Artikels mag eine Vorstellung davon geben, wie Palästinenser die Repräsentanten des Staates Israel wahrnehmen.

Bericht: 278 Kinder in “israelischen” Besatzergefängnissen sind Folter, Schlägen und Schlafentzug ausgesetzt. Ramallah, Alintiqad

“Jedes Mal wenn wir zu schlafen versuchen, wecken sie uns auf und schlagen uns mit den Kolben ihrer Gewehre. Für drei Tage sperrten sie uns in die Toilette ohne Essen und Wasser bis wir das Wasser der Toilettenspülung trinken mussten. Sie drücken auf uns ihre Zigaretten aus und schreien uns permanent an.” Das ist die Aussage des Kinderhäftlings Mohammed Tarik Mokheimer, dessen Heimatstadt Beit Oure nahe Ramallah ist. Er wurde im Juli verhaftet.

Wer noch mehr Details wissen will und den Artikel auf Englisch weiterlesen möchte, findet ihn hier: Report: 278 Children Exposed to Torture, Beating, Sleep Deprivation in “Israeli” Occupation Prisons.

Für den israelischen Staat ist das ganz normal: zuerst verprügeln Siedler palästinensische Kinder oder schießen auf sie und anschließend werden die palästinensischen Kinder dafür ins Gefängnis gesperrt. Und wenn sie dann im Gefängnis sind, werden sie nicht selten so behandelt wie oben beschrieben. Die israelische Militärjustiz ist nicht mal im Ansatz dazu da, um Gerechtigkeit walten zu lassen. Es geht der Justiz darum, Palästinenser zu schikanieren und einzusperren.

Für nächste Woche plant der deutsche Bundestag eine Resolution zu verabschieden, in der die bedingungslose Freilassung des wegen Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung IDF in Gaza inhaftierten Israelis Gilad Shalit, dessen Freiheit der Staat Israel nicht gegen die Freiheit von entführten Palästinensern tauschen will, gefordert werden wird.

Zu den in den Folterkammern des Staates Israel inhaftierten und misshandelten palästinensischen Kindern wird der Nachfolgestaat des “tausendjährigen deutschen Reiches” hingegen schweigen. Das muss man verstehen, denn schließlich hat man gemeinsame Werte.

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Trotz massiver Proteste seitens der US-amerkanischen Regierung veröffentliche die investigativ arbeitende Internet-Plattform WikiLeaks heute etwa 400.000 bisher unter Verschluss gehaltene, geheime Militärdokumente aus dem Irak-Krieg. Damit macht sie Dokumente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich, die laut Aussagen von WikiLeaks-Gründer Assange Kriegsverbrechen beweisen, die im Irak begangen wurden. Die US-amerikanische Regierung zeigt sich empört, doch die Unterlagen offenbaren Schreckliches. Demnach wurden in den Jahren 2004 bis 2009 unzählige Häftlinge gefoltert. Mehr als 109.000 Menschen wurden getötet, davon allein 66.000 Zivilisten.

Bereits im vergangen Juli war es zu Teilveröffentlichungen dieser US-amerikanischen Dokumente gekommen. Damals wurden zehntausende bis dahin geheime US-Dokumente veröffentlicht. Bereits seit 2006 steuert die Plattform WikiLeaks konsequent gegen die Unsitte, wichtige und brisante Dokumente übereifrig als „geheim“ zu deklarieren und damit dem öffentlichen Bewusstsein gezielt fernzuhalten. Das Medium hat sich regelrecht auf den Enthüllungsjournalismus sowie die Veröffentlichung von geheimen Dokumenten spezialisiert.

Interessierte Leser, die sich jenseits medialer und/oder politischer Analysen authentisch informieren möchten, finden die umfangreichen Dokumente aus der Zeit von Januar 2004 bis Anfang 2010 hier:

The Iraq Warlogs by Wikileaks

The Diary Dig by Wikileaks

Statt die Sache der Demokratie und der Menschenrechte voranzubringen, hat die jahrelange Präsenz von US-Besatzungstruppen im Irak dafür gesorgt, dass extreme Gewalt und Folter zu den fast selbstverständlichen Begleiterscheinungen des Alltagslebens geworden sind.

Besonders deutlich bekommen das zehntausende Strafgefangene zu spüren, die unter Misshandlungen durch das Gefängnispersonal zu leiden haben. „In den Gefängnissen herrschen Willkür und Brutalität“, sagt Carsten Jürgensen, Irak-Experte der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in London.

„Das droht auch den etwa 10.000 Häftlingen, die die US-Einheiten jetzt an die Iraker übergeben haben.“ In einem am Montag veröffentlichten Bericht schätzt Amnesty, dass in irakischen Gefängnissen insgesamt etwa 30.000 Menschen ohne Anklage einsitzen, ohne Zugang zu einem Anwalt, ohne Kontakt zur Familie und immer in Gefahr, gefoltert zu werden. (1)

Die Organisation dokumentiert anhand der Aussagen von Häftlingen sowie ehemaliger Insassen die Foltermethoden in den irakischen Gefängnissen. Unter anderem würden Häftlinge mit Stromkabeln geschlagen oder mit Stromstößen und Bohrmaschinen gequält. Immer wieder sterben Häftlinge an den Folgen von Folter und Misshandlung.

Oft würden Geständnisse erzwungen, die später vor Gericht als Beweise zugelassen werden, heißt es bei Amnesty weiter. Hunderte Gefangene seien bereits aufgrund „erfolterter Geständnisse“ zum Tode verurteilt und auch hingerichtet worden.

(1) http://www.amnesty.org/en/news-and-updates/report/thousands-iraqi-detainees-risk-torture-after-us-handover-2010-09-13

Ungeachtet der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten von Amerika keinen Feind auf der Welt haben, der imstande wäre, ihnen auf einem Schlachtfeld zu widerstehen, wird das Verteidigungsbudget für das Jahr 2011 um 7,1% vom derzeitigen Stand steigen. Ein großer Teil der neuen Ausgaben wird für Drohnen sein, Amerikas neuesten Beitrag zur westlichen Zivilisation, die große Gebiete überwachen können und den Tod aus großer Höhe bringen. Sie entsprechen einer speziell amerikanischen Auffassung von Kriegsführung, bei der ein „Pilot“ an einem Schreibtisch auf der anderen Seite der Erde sitzt und einen Knopf drückt, der ein Ziel weit unter sich töten kann. Hygienisch und mechanisch geht es zu wie bei einem Videospiel, ohne lästige Aufräumarbeiten hinterher. Der vor kurzem veröffentlichte Vierjahresbericht über die Verteidigung der Vereinigten Staaten von Amerika gibt bekannt, wie das Pentagon eine neue Generation von Superdrohnen entwickeln wird, die lange in der Luft bleiben und überall auf der Welt zuschlagen können, um Amerikas Feinde zu töten. Einige Superdrohnen werden mit Überschallgeschwindigkeit fliegen und andere werden groß

genug sein, um Atomwaffen zu tragen. Einige der neuen Drohnen werden für die Marine vorgesehen sein und von Flugzeugträgern aus eingesetzt werden können, wodurch die Reichweite der Macht der Vereinigten Staaten von Amerika auf noch weiter entfernte heiße Zonen ausgedehnt wird. Drohnen werden besonders von den Politikern geschätzt, weil sie unbemannt und auf niederer Höhe fliegend „versehentlich“ den Luftraum anderer Länder verletzen können, ohne dass es zwangsläufig zu diplomatischen Problemen kommt.

Washingtons begeisterte Aufnahme der Drohnen als Waffen der ersten Wahl für internationale Mordanschläge ist einer der Gründe dafür, dass die Vereinigten Staaten von Amerika zum Reich des Bösen geworden sind. Drohnen sind die erweiterte Faust dessen, was als Bush-Doktrin bezeichnet wurde. Gemäß der Bush-Doktrin ließ Washington wissen, es habe das Recht, seine militärische Macht vorbeugend gegen jeden auf der Welt zu jeder Zeit einzusetzen, wenn das Weiße Haus festlegte, dass eine derartige Aktion als Verteidigung der Vereinigten Staaten von Amerika zu bewerten ist. Vizepräsident Dick Cheney bemaß diese Politik nach prozentuellem Maßstab und ließ wissen, dass die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zum Handeln verpflichtet sei, wenn eine Wahrscheinlichkeit von 1 % bestehe, dass eine Entwicklung irgendwo auf der Welt Amerikaner gefährden könne. Es soll hier betont werden, dass Präsident Obama weder die Bush-Doktrin noch Dick Cheneys 1%-Lösung zurückgewiesen hat und sogar so weit gegangen ist, dass er versichert hat, dass Amerika von der Christenheit anerkannte „gerechte Kriege“ führe, eine Position, die neben anderen auch von Papst Benedikt XVI in Frage gestellt wird. Weit davon entfernt, Krieg und Töten zu scheuen, wuchsen Zahl und Intensität der Drohnenangriffe unter Obama, und damit die Zahl der zivilen Opfer, die im sauberen und unblutigen Gutsprech als „Kollateralschaden“ bezeichnet werden.

Drohnen töten zur Zeit Menschen in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia. Es sei erwähnt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich mit keinem dieser Länder im Kriegszustand befinden, was in einer zurechnungsfähigen Welt heißen sollte, dass das Töten sowohl gegen Internationales Recht als auch gegen die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika verstößt. Amerikas Gründerväter richteten verfassungsmäßige Hindernisse ein, um es den Amerikanern zu erschweren, in den Krieg zu ziehen, und zwar dadurch, dass dafür eine Kriegserklärung durch den Kongress erforderlich war. Leider hat das so nicht funktioniert. Die Vereinigten Staaten von Amerika führten nahezu durchgehend seit dem Zweiten Weltkrieg Kriege, aber die Kriegserklärung neuesten Datums war die vom 8. Dezember 1941. Und dann gibt´s noch die Spezial- und Geheimoperationen rund um den Erdkreis. Abgesehen von Israel betreibt kein anderes Land der Erde eine offen erklärte Politik, nach der Menschen in anderen Teilen der Erde getötet werden dürfen. Man würde annehmen, dass die internationale Gemeinschaft konsequenterweise beide, Tel Aviv wie Washington, als Pariahs betrachtet, aber die Angst davor, die einzige Supermacht der Erde und ihren wichtigsten Klientenstaat zu beleidigen, hat den größten Teil der Kritik verstummen lassen. Die meisten Länder haben resigniert und lassen Mordkommandos und mit Hellfire-Raketen ausgestattete Drohnen unbehelligt ihre Arbeit verrichten. Wenn der Iran Drohnen einsetzen und seine Feinde in Orten wie Dubai abknallte, kann man sicher sein, dass die Reaktion ganz anders ausfiele.

Und das ist noch nicht alles. Obamas Justizminister Eric Holder hat tatsächlich jede Untersuchung über die Anwendung von Folter durch Beamte der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, in erster Linie der CIA, verhindert. Die Administration behauptet, sie habe diese Praktiken eingestellt, hat aber erklärt, dass niemand dafür bestraft würde, dass er Befehle befolgt habe, Gefangene der Wasserfolter („waterboarding“) zu unterziehen, ein Argument, das bei den Nürnberger Prozessen 1946 nicht akzeptiert wurde und auch jetzt nicht akzeptiert werden sollte. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind Mitglied des Internationalen Abkommens gegen Folter und es gibt Bundesgesetze wie auch Gesetze der Bundesstaaten gegen die Durchführung oder Ermöglichung derartiger Praktiken. Die Verordnung Holders läuft also im Wesentlichen darauf hinaus, schwere Verbrechen zu ignorieren, die begangen wurden gegen Menschen, die in vielen Fällen hilflos und völlig unschuldig waren. Sie ignoriert auch die Teilnahme von Juristen des Justizministeriums und Ärzten der CIA an den Vorgängen, welche die meisten sowohl als unmoralisch als auch als unethisch betrachten würden. Das Schlimmste ist, dass sie die wirklichen Kriegsverbrecher frei laufen lässt, Leute wie George Tenet und die im Weißen Haus, die der Vorgangsweise zugestimmt haben. Man erinnert sich, dass Tenet den Präsidentenorden für Freiheit bekam und einen Buchvertrag über US$ 4 Millionen. Er unterrichtet noch immer an der Universität von Georgetown. Die Juristen des Justizministeriums John Yoo und Jay Bybee, die die rechtlichen Begründungen für Folter ausgearbeitet haben, sind jetzt fest angestellter Professor in Berkeley bzw. Richter am Bundesberufungsgericht. Man nimmt an, dass die CIA-Folterer weiterhin im Dienst der Bundesregierung stehen oder sich eines bequemen Ruhestandes erfreuen. So viel zur Verantwortlichkeit für Kriegsverbrechen unter Präsident Obama.

Zuletzt gibt es Meuchelmord. Am 3. Februar bemerkte der Direktor der Nationalen Geheimdienste Dennis Blair im Rahmen einer Anhörung vor dem Kongress, dass die Vereinigten Staaten von Amerika sich das Recht vorbehalten, amerikanische Bürger im Ausland umzubringen, die aktiv „beteiligt“ sind bei Gruppen, die als terroristisch betrachtet werden. Beteiligung ist natürlich ein sehr schlüpfriger Begriff, der denjenigen möglichst großen Spielraum bietet, die für die standrechtliche Hinrichtung plädieren. Die Todesliste basiert auf einem Rechtsverfahren der Art, dass ein Regierungsbeamter anhand von Richtlinien entscheidet, wer darauf stehen soll, aber der Beschuldigte keine Möglichkeit hat, sich dagegen zu wehren oder Beweise vorzulegen. Es soll auch darauf hingewiesen werden, dass niemand im Kongress der Äußerung Blairs widersprochen hat und die Medien kaum darüber berichteten, was die Vermutung nahe legt, dass jetzt die Duldung illegaler und unmoralischer Handlungen das System durchzieht. Wie der ehemalige Staatssekretär im Justizministerium der Regierung Reagan Bruce Fein sagte, kann der behauptete Anspruch, die verfassungsmäßigen Rechte eines Bürgers im Ausland aufheben zu können, auf jedermann in den Vereinigten Staaten von Amerika ausgedehnt werden, indem man ihn zum feindlichen Kämpfer im Sinne des Military Commissions Act (Militärkommissionsgesetz) erklärt. Jose Padilla wurden seine verfassungsmäßig garantierten Rechte auf ein faires Verfahren vorenthalten, obwohl er amerikanischer Staatsbürger war und in Chicago verhaftet wurde, nicht im Ausland. Können wir die außergerichtliche Tötung von amerikanischen Staatsbürgern in Amerika im Rahmen des Kriegs gegen den Terror erwarten? Natürlich können wir das.

Drei Verfehlungen und du bist draußen, Herr Obama. Deine Regierung steht für vorbeugendes Umbringen und Raketenschläge gegen Menschen, die in Ländern leben, mit denen Amerika sich nicht im Krieg befindet, lässt Folterer und Folter-Schreibtischtäter laufen und hat sich das Recht angemaßt, ihre eigenen Bürger in aller Welt auf der Grundlage geheimer Beweise umzubringen. Ronald Reagan hat seinerzeit seine Vision von Amerika als einer scheinenden Stadt auf einem Hügel beschrieben. Im Laufe der letzten zehn Jahre ist aus der scheinenden Stadt der ultimative Schurkenstaat geworden, vollgepumpt mit Macht und Überheblichkeit ungeachtet der klar erkennbaren Anzeichen des Abstiegs und der unaufhaltsamen Bewegung auf einen katastrophalen Zusammenbruch zu.

Erschienen am 11. März 2010 auf > http://www.antiwar.com/ > http://original.antiwar.com/giraldi/2010/03/10/the-rogue-nation/

Die folgenden Aussagen beziehen sich ausdrücklich auf die Anschläge des 11. September 2001

Die ehemalige Premierministern Israels Livny erklärt öffentlich, die Ermordung des Hamas Anführers Mahmoud al-Mabhouh sei eine gute Nachricht. Darüberhinaus verlangt sie von der internationalen Gemeinschaft diese Art von Politik zu unterstützen.
http://www.jpost.com/Israel/Article.aspx?id=169492

Der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney sagte kürzlich in einem Interview mit ABC News, er sei ein großer Befürworter der Wasserfolter.
http://www.youtube.com/watch?v=O8DSnVlGnbo

Der Juraprofessors John Yoo, ehemaliger Assistent des Justizministers der USA ist bekannt für seine erschreckenden Aussagen während einer Debatte mit dem Professor von Notre Dame und internationalen Menschenrechtsexperten Doug Cassel in Chicago im Dezember 2006.
Yoo stellte fest, daß kein Vertrag oder Gesetz den Präsidenten daran hindern könne, Menschen foltern zu lassen – oder sie zu einer Aussage zu zwingen, indem er den Kindern dieser Gefangenen beispielsweise die Hoden zerquetschen läßt. Sogar ein Völkermord wäre nach der Einheitlichen Exekutiv-Theorie verfassungskonform.
http://www.linksnet.de/de/artikel/20497

Tony Blair rechtfertigte kürzlich seine Entscheidung den Irakkrieg, trotz falscher Beweise zu beginnen.
http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Blair-rechtfertigt-Irak-Krieg/66224

In den USA erlaubt eine nach dem 11. September 2001 erlassene Verfügung von Präsident George W. der CIA die gezielte Tötung mit Hilfe unbemannter Drohnen. Eine große Anzahl von Tötungen hat bisher stattgefunden. Häufig fanden unschuldige Zivilisten den Tod.

Zunehmende totale Überwachung: Nach dem Senat hat auch das US-Repräsentantenhaus jetzt (25.2.10) das umstrittene Teile des Anti-Terror-Gesetzes „Patriot Act“ mit 315 zu 97 Stimmen verlängert.  Der Patriot Act wurde nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verabschiedet. Die Demokraten haben in beiden Kongresskammern die Mehrheit.

Wenn der 11. September 2001 also tatsächlich Folter, gezielte Hinrichtungen, geheime weltweite Entführungen und permanenten Krieg rechtfertigt, dann ist nichts dringlicher, als die außerordentlich fragwürdigen Umstände des 11. September international untersuchen zu lassen.

Deutsche Politiker, die neben Forderungen nach Truppenabzug aus Irak und Afghanistan
und internationaler Ächtung von Krieg als Mittel der Politik
eine internationale Untersuchung der Terroranschläge des 11. September 2001 fordern sind:
Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete (MdB)
Dr. Axel Troost, Bundestagsabgeordneter (MdB)
Stefan Ziller, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für B90/Grüne
Florian Jansen, Ratsherr der Fraktion DIE LINKE in Kiel
Thomas Reinert, Vorstand B90/Grüne Kreisverband Coesfeld
Ingrid Zimmermann, Ratsherrin der Fraktion DIE LINKE in Kiel
Barbara Scheller, Landratskandidatin der GRÜNEN Link
Carsten Labudda, Politiker, DIE LINKE in Weinheim Link
Martina Knappert-Hiese, B90/Die Grünen Kreisverband Bodenseekreis
Renate Flühr, Kreisverband DIE LINKE in Heidelberg
Karl-W. Koch, Sprecher LAG Ökologie B90/Grüne RLP Hillesheim
Ulrich Lenz, Kreisvorsitzender DIE LINKE Rhein-Lahn
Renate Bahr, Mitbegründerin der GRÜNEN in Österreich
Günter Skupin – Delegierter für den Landesparteirat district chapter Rhein-Hunsrück-Kreis Link
Gaby Bermreuther, Kreisvorstand der LINKEN in Freiburg
Brigitte Ostmeyer, Parteivorstand Die LINKE in Holzgerlingen
Marcus Menzel, Mitglied des Kreistages Bautzen
Wolfgang Schmitt, Vertreter der Freien Linken in Trier
Sabine Schwenk, im Kreisverband DIE LINKE Alzey-Worms
Roger Mallmenn, Kreisvorsitzender DIE LINKE Rhein-Hunsrück-Kreis Link
Margarete Skupin, Stellvertretende Kreisvorsitzende DIE LINKE Kreisverband Rhein-Hunsrück-Kreis Link
Helene von Kolontay, DIE LINKE Kreisverband Daun
Jo Biermanski, Die Linke LAG Drogenpolitik Hessen in Alsfeld
Wolf Theilacker Stadtrat, Bündnis90/Die Grünen – Heilbronn
Rick Thürnagel Vorstandsmitglied der Jusos Hamburg a.D.

Über 200 Friedens- und Bürgerrechtsorganisationen in den USA fordern ein sofortiges Ende des Krieges
und die Aufnahme von Untersuchungen und Anklageerhebung gegen alle Regierungsbeamten, die in
Kriegverbrechen und Folter verwickelt sind. Unterstützung von zahlreichen Kongressmitgliedern. Für den März 2010 ist ein Antiwar-Camp am Washington Memorial und ein Marsch auf Washington geplant.

Über tausend Organisationen, internationale Persönlichkeiten und Experten,
einschließlich Politikern und hoher Militärs im Ruhestand fordern ein Ende
von Krieg und Folter sowie eine neue Untersuchung des 11. September.

Japans Regierungspartei, hat im August 2009 mit großer Mehrheit die Wahlen gewonnen.
Ihr Abgeordneter Fujita hatte zuvor als Sprecher der Opposition mehrere Male  im Parlament
den 11. September und seine zentrale Rolle im Zusammenhang mit Plänen zur Remilitarisierung
in Frage gestellt.

Viele Politiker einschliesslich ehemaliger Regierungsmitglieder, US-Senatoren und
Kongressmitgliedern sowie Parlamentarier mehrerer Länder stellen den 11. September in Frage.
57 Politiker haben jetzt die Petition „Political Leaders for 9/11 Truth“ unterzeichnet.

80000 Bürger von New York fordern in einer Petition neue Untersuchungen des 11. September.

Schwerwiegende Fragen zum 11. September äussern:
120+ Ex-Regierungsbeamte u. Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden
40+ Ex-Mitarbeiter von Terrorismusabwehr und Geheimdiensten
1000+ Ingenieure u. Architekten, 190+ Piloten u. Luftfahrtspezialisten
370+ Professoren, 230+ Überlebende des 11. 9.2001 und ihre Familienmitglieder
200+ Künstler, Persönlichkeiten in den Medien und Journalisten
Viele dieser Personen fordern neue Untersuchungen.

http://911petitions.org/deutsch.htm

Glenn Greenwald

Anfang Dezember warf ein Bericht der Universität Seton Hall ernstliche Zweifel auf die Behauptungen der Regierung betreffend die angeblichen zeitgleichen „Selbstmorde“ von drei Gefangenen in Guantánamo im Juni 2006. Ich habe darüber geschrieben. Gestern veröffentlichte Scott Horton von Harper´s Magazine einen außergewöhnlichen neuen Artikel, in dem die offizielle Version noch weiter in Frage gestellt wurde, indem er neue, den Magen umdrehende Beweise lieferte (viele davon von Wächtern in Guantánamo), die die Vermutung nahe legen (ohne Überprüfung oder Schlussfolgerung), dass diese Gefangenen zu Tode gefoltert worden sind, was dann vertuscht wurde, indem ihr Tod als Selbstmord hingestellt wurde. Scotts Artikel sollte in seiner ganzen Länge gelesen werden, obwohl Andrew Sullivan einige der entscheidenden Enthüllungen behandelt hat, einschließlich der Motive der Wächter, die das ganze aufgedeckt haben und der Details der Folter, der diese Gefangenen ausgesetzt worden sind.

Ich möchte zwei Punkte besonders hervorheben:

(1) Die größte einzelne Lüge in der revisionistischen Geschichtsschreibung über den Krieg gegen den Terror ist, dass unsere Folter nur auf eine Handvoll „besonders wertvoller“ Gefangener beschränkt wurde. Laufend tauchen neue glaubwürdige Berichte über Folterungen auf. Das ergibt sich daraus, dass Amerika ein Regime der systematischen Folter in unserem gesamten weltweiten rechtsfreien Anhaltesystem eingeführt und aufrecht erhalten hat. Mindestens 100 Gefangene in amerikanischer Obhut sind während oder aufgrund ihrer Einvernahme getötet worden. General Barry McCaffrey sagte: „Wir haben Menschen unbarmherzig gefoltert. Wahrscheinlich haben wir Dutzende von ihnen dabei ermordet, die Streitkräfte wie die CIA.“ General Antonio Taguba sagte, nachdem er nach der Untersuchung der Misshandlungen in Abu Ghraib herausgefunden hatte, dass diese Teil und Bestandteil der offiziellen Politik waren, abgesegnet auf höchster Ebene der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika, und nicht die Taten ein paar „schurkischer“ Agenten: „Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass die derzeitige Administration Kriegsverbrechen begangen hat. Die einzige Frage, die noch beantwortet werden muss, ist die, ob diejenigen, die die Anwendung der Folter angeordnet haben, zur Verantwortung gezogen werden.“

Ungeachtet all dessen bestehen unsere Medien darauf, die Lüge aufrecht zu erhalten, dass sich die Kontroverse rund um die Folter um drei Fälle von Wasserfolter und ein paar „besonders wertvolle“ Gefangene dreht, die ein bisschen rau behandelt worden sind. Deswegen erhielt Hortons Geschichte so wenig Aufmerksamkeit und wurde fast zur Gänze von rechtsgerichteten Kommentatoren ignoriert: weil sie den Kernmythos erschüttert, dass Folter nur in den extremsten Fällen angewendet wurde – diese tickenden-Zeitbombe-Szenarios – wenn es einfach keine andere Alternative gab. Führende amerikanische Medien benutzen aus politischen Gründen nicht einmal das Wort „Folter“. Und das ungeachtet der Tatsache, dass die Misshandlung so brutal und unmenschlich war, dass sie den Tod hilfloser Gefangener – darunter 08/15-Gefangene, nahezu sicher einige von diesen völlig unschuldig – in zahlreichen Fällen zur Folge hatte. Der Tod dieser drei Gefangenen – wie so vieler anderer in ähnlichen Fällen – zeigt auf, wie extrem dieser Mythos ist, der geschaffen wurde, um zu vertuschen, was wirklich getan worden ist.

(2) Vorfälle wie dieser unterstreichen dramatisch, was nur als die groteske Unmoral des „Schau Vorwärts, Nicht Zurück“-Konsenses bezeichnet werden kann, auf den sich unsere politische Klasse – unter Führung des Präsidenten – geeinigt hat. In den Bush-Jahren beging die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika einige der ungeheuerlichsten Verbrechen, die eine Regierung begehen kann. Sie hat einfach gegen die eigenen Gesetze, gegen Internationales Recht und gegen viele Abkommen verstoßen, denen die Vereinigten Staaten von Amerika schon lange angehören. Ungeachtet dessen hat Präsident Obama nicht nur darauf bestanden, dass diese Verbrechen nicht verfolgt werden sollen, und hat nicht nur sein Justizministerium klar gemacht, dass – höchstens – eine Handvoll niederrangiger Sündenböcke verfolgt werden sollen, nein viel schlimmer, die Regierung Obama hat jede ihr zur Verfügung stehende Waffe benutzt, um diese Verbrechen geheim zu halten, jegliche Verantwortung für diese abzuwenden, ja diese sogar zu wichtigen „Staatsgeheimnissen“ erhoben, womit sie die Struktur von Gesetzlosigkeit und Folter weiterhin aufrecht hält, die die Begehung dieser Verbrechen erst ermöglicht hat.

Jede Entschuldigung, die Obamas „Schau Vorwärts, Nicht Zurück“ rechtfertigen sollte, hat sich als Schwindel erwiesen (man erinnere sich etwa an die Behauptung, wir könnten Bushs Kriegsverbrechen nicht verfolgen, weil das die Überparteilichkeit gefährden und die Republikaner dann die Gesundheitsreform nicht unterstützen würden). Aber sogar wenn diese Entschuldigungen faktisch richtig gewesen wären, hätte das nichts geändert. Es gibt keine berechtigten Entschuldigungen dafür, seine Augen von Verbrechen dieser Größenordnung abzuwenden und zu erlauben, dass diese nicht untersucht und unbestraft bleiben. Der wahre Grund dafür, dass „Schau Vorwärts, Nicht Zurück“ für unsere politischen und Medieneliten so attraktiv ist, liegt eindeutig darin, dass sie sich dem nicht stellen wollen, was sie ermöglicht und unterstützt haben. Sie wollen weiterhin den Glauben daran aufrecht halten, dass es nur das schnelle und notwendige Waterboarding von drei Gefangenen und ein paar Hiebe für eine Handvoll der Schlimmsten unter den Schlimmsten waren. Nur die Weigerung „zurückzuschauen“ hält die Möglichkeit offen, die Lügen, die sie (der Welt und sich selbst) erzählt haben, aufrecht zu erhalten. Aber wie Hortons Bericht zeigt, gibt es wirkliche Opfer und wirkliche amerikanische Verbrecher – viele davon – und jeder, der will, dass das verheimlicht und vertuscht wird, ist per definitionem Mittäter bei diesen Verbrechen, nicht nur bei denen, die in der Vergangenheit begangen worden sind, sondern auch bei den gleichartigen, die nahezu sicher als Resultat des „Nicht-Zurück-Schauens“ in der Zukunft begangen werden.

Erschienen am 19. Januar 2010 auf > http://www.salon.com/ > http://www.salon.com/news/opinion/glenn_greenwald/2010/01/19/guantanamo/index.html

Quelle: antikrieg.com

Das Ausmaß der Foltervorwürfe gegen die britische Armee ist offenbar größer als bisher angenommen. Am Montag packte der bereits verurteilte Ex-Soldat David Payne in einem Untersuchungsausschuss aus.

Britische Soldaten im Irak sollen nach Aussagen von Donald Payne, selbst wegen Kriegsverbrechen verurteilt, systematisch gefoltert haben. Er habe das Ausmaß der Folter wegen „fehlgeleiteter Loyalität“ bisher verschwiegen, sagte der Ex-Soldat in einer öffentlichen Anhörung am Montag.

Aus „Routine“ habe er mit seinen ehemaligen Kameraden Gefangene „heftig getreten und geschlagen“. Die Soldaten seien der Anweisung ihres Leutnants gefolgt. Payne war 2007 wegen seiner Beteiligung an der Misshandlung des irakischen Hotelangestellten Baha Mousa, der 2003 in britischer Gefangenschaft zu Tode gefoltert wurde, verurteilt worden.

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Gesamte Einheit war beteiligt

Alle Angehörige der Einheit, einschließlich des Leutnants, hätten sich an der Folter einer Gruppe von Gefangenen beteiligt, sagte Payne. Der Leutnant habe „einen Kanister Benzin von dem Burschen platziert“. „Er goss Wasser über ihn und zündete dann ein Streichholz an.“

In der öffentlichen Anhörung sprachen mehrere Zeugen davon, dass britische Soldaten im Irak Methoden der „Konditionierung“ anwendeten. Dazu zählten die Abdeckung des Kopfes, Schlafentzug und das Aufstellen von Gefangenen in schmerzhafte Stresspositionen. Diese Methoden hatte die britische Regierung 1972 verboten.

Erst am Wochenende hatte Paul Shiner, Anwalt einiger irakischer Ex-Gefangener, schwere Vorwürfe gegen die britische Armee erhoben. Soldaten hätten in mehr als 30 Fällen gefoltert und sich dabei von den Vorfällen im US-Gefängnis Abu Ghraib inspirieren lassen.

Quelle

Im Irak sind harte Vorwürfe laut geworden: Britische Soldaten sollen Einheimische gefoltert und missbraucht haben – und sich dabei an den amerikanischen Gräueltaten in Abu Ghraib orientiert haben.

Seiner ist einer der vielen neu aufgekommenen Fälle: Nassir Ghulaim hat im April 2007 mit Freunden Fussball gespielt. Da sollen Jeeps mit britischen Soldaten herangefahren sein. Die Männer hätten ihnen befohlen einzusteigen. Dann seien sie mit verbundenen Augen auf die Militärbasis gebracht worden, so Ghulaim. Als er angekommen sei, erzählt der junge Mann gemäss einem exklusiven Bericht der britischen Zeitung «The Independent», seien acht Soldaten um ihn und seinen Kollegen herum gestanden.

«Sie verlangten, dass wir gegeneinander kämpfen», so Ghulaim in «The Independent». Als er sich geweigert habe, sei er in den Rücken getreten worden und umgefallen. «Ein Soldat begann mich mit einem Knüppel auf die Knie zu schlagen. Dann verwendeten sie einem Elektroknüppel an verschiedenen Körperstellen». Nach drei Tagen sei er ohne Anklage freigelassen worden. Es sei dabei gelacht und Fotos geschossen worden. Für Ghulaim ist klar: Für seinen Fall haben die Missbräuche der Amerikaner im irakischen Gefängnis Abu Ghraib Pate gestanden.

Hundeattacken und Pornographie

Neben Ghulaim sind es 32 weitere neue Fälle von Missbrauch durch britische Soldaten, welche das Verteidigungsministerium in London nun mit einer Voruntersuchung genauer prüft. Es soll dabei unter anderem zu forcierten Hundeattacken, vorgetäuschten Exekutionen oder auch zur Folter mit Pornographie gekommen sein. In einem Fall sollen gemäss «The Independent» Gefangene zu einem menschlichen Haufen aufgetürmt worden sein – es ist nicht der einzige Fall, der stark an die Missbräuche erinnert, den amerikanische Soldaten im irakischen Gefängnis Abu Ghraib begangen haben. Opfer Ghulaim berichtet etwa davon, dass die Soldaten einen anderen Iraki gezwungen hätten, sich nackt auszuziehen. Dann hätten sie mit dem Penis des jungen Mannes zu spielen begonnen.

Die Fälle kommen gemäss «The Independent» jetzt ans Tageslicht, weil die britische Armee sich aus dem Irak zurückgezogen hat. «Viel Iraker hatten bisher Angst, ihre Erlebnisse öffentlich zu machen. Erst jetzt haben sie den Mut gefasst», erklärte Phil Shiner, der Anwalt der missbrauchten Irakis der Zeitung. Man wisse aus amerikanischen Unterlagen, dass sexuelle Erniedrigung von höchster Stelle als Foltermethode toleriert gewesen sei. Ihn beunruhigt nun, dass es danach aussehe, dass sich die Briten und Amerikaner auch diesbezüglich ausgetauscht hätten.

Das Ministerium untersucht

Ein irakischer Teenager, der seinen Namen nicht nennen will, ist ein weitere Zeuge Shiners. Im Mai 2003 will er von britischen Soldaten in die Basis Shatt-al-Arab gebracht worden sein – unter dem Vorwand beim Füllen von Sandsäcken zu helfen. Ihm sei dort befohlen worden, in einem Raum zu gehen. Dort hätten zwei Soldaten gerade Oralsex gehabt. Als sie ihn gesehen hätten, sei er sofort getreten und geschlagen worden. Dann habe man ihm eine Klinge an den Hals gehalten und ihn ausgezogen. Obwohl er geschrieben habe, hätten die beiden Männer ihn danach vergewaltigt.

Ein Sprecher des britischen Vertiedigungsministeriums weist in «The Independent» darauf hin, dass über 120’000 Briten im Irak im Einsatz gestanden und dabei hohe ethische Standards eingehalten hätten. Es gebe leider auch immer einzelne schwarze Schafe. «Die neuen Vorwürfe werden sehr ernst genommen, dürfen aber nicht als Fakt betrachtet werden. Zuerst müssen die Untersuchungen abgeschlossen werden, bevor vorschnelle Urteile gefällt werden», erklärte er weiter.

Quelle

Hinter dem Putsch in Honduras wird die Einflußnahme Washingtons deutlich

Die brasilianische Botschaft in Tegucigalpa, in der sich der Ende Juni gestürzte Präsident von Honduras, Manuel Zelaya, seit dem 21. September aufhält, wird von den Putschisten nach wie vor angegriffen. Eingesetzt wird dabei eine von den USA bereits im Krieg gegen den Irak verwendete »Schallkanone«, die schmerzhafte akustische Signale aussendet, um die in dem Gebäude ausharrenden Menschen zu zermürben und zur Aufgabe zu zwingen. Der Arzt Marco Girón, der sich gemeinsam mit Zelaya in der Botschaft aufhält, berichtete gegenüber dem Rundfunksender Radio Globo über Kopfschmerzen, Taubheit, Ohrgeräusche, Brechanfälle und andere Symptome, die er auf die Angriffe von außen zurückführte. Der katholische Priester Andrés Tamayo bezichtigte gegenüber dem gleichen Sender »ausländische Kräfte«. Sie würden Wohnungen in der Umgebung der Botschaft aus die hochmodernen technischen Apparate bedienen, die gegen das Gebäude eingesetzt werden.

Die Berichte erinnern an das Programm der »School of the Americas« (SOA). Diese berüchtigte Ausbildungsstätte der USA für Folter und Mord hat seit 1984 ihren Hauptsitz in Fort Benning im US-Bundesstaat Georgia und nennt sich seit 2001 »Institut für Sicherheitskooperation in der westlichen Hemisphäre«. Seit ihrer Gründung 1946 in Panama wurden dort nach Angaben der Menschenrechtsorganisation »SOA Watch« über 60000 lateinamerikanische Offiziere, davon 3691 aus Honduras, unter der Leitung von CIA-Agenten und US-Offizieren in Fächern wie »Krieg gegen Aufständische«, »Psychologische Kriegsführung« und »Befragungstechniken« ausgebildet. Sowohl der derzeitige Generalstabschef der honduranischen Armee und militärische Anführer der Putschisten, Romeo Vásquez Velásquez, als auch Luftwaffenkommandeur Luis Javier Suazo sind Absolventen der SOA. »Das Verhalten der an der School of the Americas ausgebildeten Offiziere beim Militärputsch in Honduras folgte dem dort gelehrten Muster«, bestätigte Hendrik Voss von »SOA Watch« gegenüber jW.

Die Einflußnahme der USA auf Honduras hat eine lange Geschichte. Als in den 70er und 80er Jahren in Honduras grausame Militärdiktaturen herrschten, organisierte der damalige US-Botschafter John Negroponte mit Hilfe der CIA die sogenannten Todesschwadronen. Nach dem Putsch vom 28. Juni hat das Regime diese Gruppen wieder aktiviert, Diktator Roberto Micheletti ernannte ihren früheren Chef, Billy Hoya, zu seinem Berater.

Auch heute noch hängt die honduranische Armee am Tropf Washingtons. Allein im laufenden Jahr unterstützte die Obama-Administration die Truppen mit rund 260 Millionen US-Dollar. Nur rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tegucigalpa liegt außerdem der Stützpunkt der »Joint Task Force Bravo«, eines Spezialkommandos der US-Armee. Am gleichen Standort, der als Soto Cano oder Palmerola bekannt ist, befindet sich auch die honduranische Luftwaffen- und Seefahrtsakademie. Ab 1983 diente der Stützpunkt als Operationsbasis der gegen das sandinistische Nicaragua gerichteten »Contra«-Banden und Paramilitärs sowie als Folterzentrum gegen »Aufständische«. Heute sind dort zwischen 500 und 600 US-Soldaten stationiert. Das Flugzeug, das Präsident Zelaya am 28. Juni nach Costa Rica transportierte, startete von dieser Luftwaffenbasis aus. Trotzdem behauptet die US-Administration, ihre dortigen Offiziere hätten davon nichts mitbekommen.

Erste Unstimmigkeiten zwischen dem damals neuen Präsidenten Ma­nuel Zelaya und der US-Administration zeichneten sich bereits in Januar 2006 ab, wenige Tage nachdem Zelaya sein Amt angetreten hatte. Der damalige US-Botschafter in Honduras, Charles Ford, verlangte von Zelaya, dem Terroristen und CIA-Agenten Luis Posada Carriles politisches Asyl zu gewähren, der als Verantwortlicher für den Bombenanschlag auf ein kubanisches Verkehrsflugzeug 1976 gilt, bei dem 73 Menschen ums Leben kamen. Zelaya weigerte sich öffentlich, einem Mann politisches Asyl zu gewähren, der »auf der ganzen Welt wegen terroristischer Aktionen angeprangert wird«. Das neue Staatsoberhaupt kritisierte die jahrelange Einmischung der US-Botschafter in Lateinamerika.

Das ignorierte der im Mai 2008 akkreditierte US-Botschafter Hugo Llorens, der Zelayas Projekt einer verfassunggebenden Versammlung sowie die für den 28. Juni geplante Befragung der Bevölkerung über eine solche »Constituyente« scharf kritisierte. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton teilte Zelaya während ihres Besuchs bei der OAS-Tagung im honduranischen San Pedro Sula mit, daß sie mit diesem Projekt »nicht einverstanden« sei. Den Versuch, dennoch auf die Durchführung einer souveränen Handlung zu bestehen, quittierte das Imperium umgehend.

Der wahre Grund weshalb Obama beschlossen hat, eine geplante Veröffentlichung von Folterfotos doch nicht durchzuführen, wird von den Massenmedien komplett ignoriert: ………………..WEITERLESEN!

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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