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Inzwischen ist es wirklich nicht mehr wegzudiskutieren. Die Westliche Welt ist in eine Unordnung geraten, deren Ausmaße zwar noch immer unterschätzt, aber zunehmend erahnt werden. Und man wird nicht aus der Sackgasse geraten, wenn man die Ursachen vertuscht.

Das kapitalistische Imperium ist am wanken. Das real existierende Finanzsystem wird immer deutlicher als Unterdrückungs- und Ausbeutungssystem wahrgenommen, nicht mehr allein von den unterdrückten armen Völkern der “dritten Welt“ allein, sondern immer mehr auch von den Völkern der Westlichen Welt selbst.

Ein letztes – seit Jahrtausenden wirksames – Mittel wurde angewandt, um den drohenden Kollaps “abzufangen“. Er bestand in der Schaffung eines globalen Sündenbocks. Der “weltweite Terrorismus“ konnte ein ganzes Jahrzehnt lang die Menschen spalten und den Niedergang des Kapitalismus verzögern. Doch kein Theaterstück kann das Publikum ewig im Bann halten, so dass inzwischen immer mehr anfangs Gefangene den Theatersaal verlassen. Daher werden neue Unterdrückungsmechanismen verstärkt: Jetzt ist es nicht mehr der “weltweite Terrorismus“, sondern der Muslim aus der Nachbarschaft, der eine Bedrohung darstellt. Und wie kann man die Bedrohung durch den Muslim aus der Nachbarschaft am wirkungsvollsten dem Bild-Zeitungsleser erklären? Ganz einfach: Es ist nicht der Muslim an sich, sondern sein Minarett und seine Burka. Ein Volk, dass in der absoluten Mehrheit im eigenen Land noch nie eine Minarett gesehen hat – weil es sie kaum gibt – verbietet diese Gefahr aufgehetzt durch eine dem Kapitalismus hörigen Journalismus! Und ein anderes Volk, bei dem die meisten Bürger noch nie eine Burka auf der Straße gesehen haben, verbietet die Burka; die westlichen Werte sind gerettet; zumindest glaubt es der arme Sklave des Kapitalismus!

Aber Griechenland hat weder Minarette, die irgendjemanden stören, noch Burkas! Die vorhandenen Moscheen sind Jahrhunderte alt und eher stören die christlich-orthodoxen Griechen die nackt badenden Westler. Am meisten aber stört es sie, dass sie jetzt als Versuchskaninchen für die Unterdrückung aller westlicher Staaten “ausprobiert“ werden. Der Trick besteht darin, dass man “die Griechen“ nicht mehr gegen “die Türken“ aufhetzt (und umgekehrt), wie man es Jahrzehnte lang erfolgreich praktiziert hat. Aber Griechen und Türken haben die Nase voll von diesem teile-und-herrsche-Weltsystem. Zudem haben viele Griechen ihren Patriarchen in Istanbul sitzen und in Zypern würde man lieber eine Beutegemeinschaft gegenüber Touristen bilden, als weiterhin zu spalten. Und nicht zuletzt ist die wirtschaftlich aufstrebende Türkei als Nachbarland interessanter geworden, als ein Europa, das keine guten Absichten hegt und Griechen der eigenen Bevölkerung mehr oder weniger als Verbrecher darstellt. Nein; jetzt sind die Griechen selbst zum Sündenbock degradiert.

Zugegeben, Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt, aber gibt es irgendeinen Staat in der kapitalistischen Welt, der das nicht tut? Oder anders gefragt, ist es nicht zwangsläufig ein Systembestandteil des kapitalistischen Imperialismus, dass man das tut? Jetzt ist jenes fehlerhafte System an gewisse Grenzen gestoßen. Und daher muss man die Bevölkerungen schröpfen, will man die weltbeherrschenden Kapitalisten ungeschoren davon kommen lassen. Aber die Griechen sind nicht damit einverstanden, dass ihre Löhne gekürzt und ihr Wohlstand drastisch vermindert wird! Sie sind nicht damit einverstanden, dass alles und jeder “privatisiert“ wird und die gesamte Regierung sich vor dem Kapitalismus prostituieren muss. Mit einer vergleichsweise geringen Bevölkerungszahl und einem vergleichsweise aufmüpfigen Volk sind sie daher das ideale Versuchskaninchen, um für kommende Aufstände in ganz anderen “gefährlicheren“ Ländern zu “proben“.

Und was machen die anderen Völker, was machen zum Beispiel die Deutschen? Sie lassen sich von der US-nahen Presse spalten gegenüber den Griechen. Gestern waren noch die Rumänen und Polen faul, heute seien es die Griechen und sie sind letztendlich selbst schuld. Kein Wort über den Systemfehler, kein Wort über die völlige Volksverdummung, die inzwischen auf einem sehr hohen Niveau abläuft!

Und jetzt muss dem deutsche Steuerzahler “den Griechen“ helfen mit zweistelligen Milliardensumme; das zumindest wird bei einem gemeinsamen Auftritt von einem deutschen Minister mit einem großen Bänker dem Volk verkündet! Wenn es jemals so etwas wie eine Wahrheitskommission in diesem Land geben wird, die die Verbrechen des Kapitalismus und den maßlosen Volksbetrug aufarbeiten wird, dann werden die Podiumsteilnehmer der gestrigen Show-Veranstaltung sicherlich auf der Anklagebank sitzen müssen! Nein; es sind NICHT “die Griechen“, die die deutschen Steuergelder bekommen; es sind die Banken, die sich jetzt auch noch als großzügig darstellen. Griechenland war nicht mehr in der Lage die Zinsen seiner Schulden an die Banken zu bezahlen (von Tilgung war nie die Rede!). Und wenn man Griechenlands “bankrott“ zugelassen hätte, dann hätten die Banken große Verluste erlitten, nicht der Steuerzahler (außer er muss wie immer einspringen). Die deutschen Steuermilliarden dienen dazu, die Zinsen der Banken zu bedienen; die zu aller Unverschämtheit jetzt sogar die Zinsen erhöht haben; weil das Risiko zu groß geworden sei, dass man das Geld jemals wieder zurück bekommt? Wann hat denn irgendeine Bank jemals das Geld, das es z.B. Deutschland geliehen hat, zurück bekommen? Das System ist doch so aufgebaut, dass man das Geld gar nicht wieder haben will, sondern im Rahmen der Zinsen das Vielfache dessen, was man jemals verliehen hat, und das endlos!

Währenddessen findet in den USA eine Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag statt. Der iranische Präsident Dr. Ahmadinedschad hält eine – einmal mehr – historische Rede. Der Vertreter der USA und eine handvoll Europäer (darunter auch die Deutschen) stehen auf und verlassen den Saal. Der gleichgeschaltete eingebettete deutsche Journalismus schreibt über einen angeblichen Eklat und eine Hassrede! Inzwischen ist die Rede vollständig ins deutsche übersetzt im Internet lesbar. Jeder bilde sich sein eigenes Urteil, wer hier Hass verbreitet! Ja, die Rede war ein Eklat; aber nicht durch die Rede selbst oder den Redner, sondern durch die Handvoll Witzfiguren untergehender kapitalistischer Herrenmenschenvertreter, die in ihrem maßlosen Größenwahn immer noch glauben, die Welt mit Atomwaffen beherrschen zu können. Vertreter von über 100 Staaten sind sitzen geblieben und haben am Ende frenetisch applaudiert; eine Handvoll ist gegangen! Wer ist hier isoliert von der “internationalen Weltgemeinschaft“?

Was hat den Ahmadinedschad so “hasserfülltes“ gesagt? Die Kernsätze seiner Rede bezogen sich nicht nur auf den Atomwaffensperrvertrag; hier nur einige kurze Auszüge:

„… Es gereicht niemandem zur Ehre eine Atombombe zu besitzen, sondern im Gegenteil: Dies ist hässlich und schändlich. Noch schändlicher ist es, mit deren Anwendung, welche mit keinem Verbrechen in der Geschichte vergleichbar ist, zu drohen. Diejenigen, welche die erste atomare Bombardierung vorgenommen haben, gehören zu den Leuten in der Geschichte, die am meisten verabscheut werden…“

Ist es denn ein Geheimnis, dass die USA inzwischen zum meistverhassten Land der Rede geworden sind? Glauben deutsche Politiker, die sich für den Kapitalismus prostituieren, dass sie mit ihrem Einsatz die hässliche Fratze des menschenverachtenden Systems schön schminken können? Jede professionelle Hure hat mehr Anstand und Schamgefühl, als solche Politiker, welche die Interessen des eigenen Volkes an den Kapitalismus verraten! Merken jene Politiker denn nicht, wie die Unmenschlichkeit, die sie zu schützen suchen, langsam aber sicher auf sie selbst abfärbt?

Der wohl “gefährlichste“ Satz in der Rede des iranischen Präsidenten war: „Die Macht der Logik wird die Logik der Macht besiegen. Für Gewalt und Gewaltsame wird in Zukunft kein Raum mehr sein.“ Und genau jene, die auf die Logik der Macht setzten, haben den Raum verlassen!

Die Logik der Macht sagt in Griechenland, dass das Volk “soziale Einschnitte“ hinnehmen muss. Es sei nur zur Information darauf hingewiesen, dass das Durchschnitteinkommen in Griechenland erheblich geringer ist als in Deutschland währen die Lebenshaltungskosten inzwischen teurer sind. Die Logik der Macht sagt, dass das griechische Volk unterdrückt werden muss, um den Kapitalismus zu retten. Die Macht der Logik aber würde den Kapitalismus zum Teufel jagen und nach alternativen Wegen suchen, wie Menschen friedvoll miteinander leben können bei einer gerechteren Verteilung des Wohlstandes.

Die Islamische Republik Iran ist zum Hauptfeind des Kapitalismus geworden und wird auch so behandelt. Aber die Völker der Welt, und die absolute Mehrheit ihrer Vertreter hat Ahmadinedschad frenetisch zugejubelt! Der Applaus nach seiner Rede war überwältigend! Von all dem durfte der deutsche Konsument nichts erfahren. Stattdessen wird ihm eingetrichtert, dass “Griechen“ “unser Geld“ entwenden würden. Aber wir haben gar kein Geld mehr, das wir verleihen könnten, so dass es gar nicht unser Geld sein kann!

Um die Perversion dieses Systems zu verdeutlichen, sei hier verkürzt dargestellt, was gerade passiert: Banken leihen Deutschland Geld, damit Deutschland es an Griechenland geben kann, damit diese die Zinsen ihrer Schulden an genau die gleichen Banken zurück zahlen können! Oder noch leichter ausgedrückt: Die Banken zahlen sich selbst aus und Deutsche und Griechen müssen noch etwas drauf legen, ohne irgendeinen Vorteil daraus zu haben! Und das System wir von Menschen vertreten, die eines Tages, wenn die Macht der Logik obsiegt, wegen Hochverrats zur Verantwortung gezogen werden müssten, falls sie nicht wegen offensichtlichen Wahnsinns für unzurechnungsfähig erklärt werden.

Jeder halbwegs von Vernunft geprägte Mensch in Deutschland muss seine natürliche Abneigung gegen das Unrecht nicht auf Burkas oder Minarette und nicht auf Griechen projizieren, sondern auf diejenigen, die mit solch einem verbrecherischen Bankensystem die ganze Menschheit unterdrücken! Aber die Zeit ihrer Herrschaft ist vorbei.

So ganz nebenbei sei noch auf einen Ausgabenposten hingewiesen, der allen europäischen Ländern enorme Einsparungspotentiale eröffnen würde: Man könnte aufhören Kriege zu führen! Die Griechen haben ihren Militärhaushalt gleich drastisch zusammengestrichen. Sollen sie auch dafür bestraft werden?

Der Kapitalismus ist am Ende. Aber es liegt an uns, was wir daraus machen. Der Schreiber dieser Zeilen ist der festen Überzeugung, dass es in Deutschland hinreichend befähigte und gut ausgebildete, fleißige und disziplinierte Menschen gibt, die vernünftige Alternativen zustande bringen und umsetzen könnten, um ganz Europa aus dieser Sackgasse zu führen. Aber Voraussetzung dafür wäre es, sich von all jenen zu trennen, die Europa wirklich Schaden zufügen, und das sind weder Burkas noch Minarette noch Griechen und schon gar nicht die Islamische Republik Iran.

Die Zahlenakrobaten der  US-Statistikbehörde  liefern im Wochentakt Aufschwungdaten. Neuestes Glanzstück: Die USA mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5%! Was wie ein Witz klingt, wird dennoch von vielen Ökonomen ernst genommen. 

Krise? Welche Krise. In den USA boomt einfach alles.  Privater Konsum, Wohnimmobilienmarkt und Exportwirtschaft heizten angeblich die „Wirtschaftsleistung“ im Sommer nach ersten Berechnungen des Handelsministeriums an. US-Präsident Barack Obama wertete dies als „Bestätigung, dass die Rezession abebbt“.
 
Führende Ökonomen in Deutschland haben davor gewarnt, aus den überraschend starken US-Konjunkturdaten falsche Schlüsse für die Entwicklung der Weltwirtschaft zu ziehen. „Man sollte das sich für das zweite Halbjahr abzeichnende ordentliche Wachstum nicht einfach in die Zukunft fortschreiben“, sagte der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, am Donnerstag im Gespräch mit Handelsblatt.com. Irgendwann würden die Unternehmen ihre Lagerbestände aufgefüllt haben. Dann werde sich das Wachstum wieder „abkühlen“, erklärte Krämer. „Schließlich haben die US-Konsumenten erst begonnen, ihre Schulden abzubauen.“

Auch der Konjunkturchef des Münchener Ifo-Instituts, Kai Carstensen, erklärte, im kommenden Jahr sei in den USA aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, der Verschuldung vieler Haushalte und der weiterhin nicht voll funktionsfähigen Finanzmärkte nur mit „mäßigem Wachstum“ zu rechnen. „Daher geht von den heutigen Zahlen auch kein unerwarteter Impuls aus, sie bestätigen jedoch, dass sich die Weltwirtschaft auf einem, wenn auch zögerlichen, Erholungspfad befindet“, sagte Carstensen Handelsblatt.com.

Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, wertet die US-Daten als „großen Erfolg“ für die amerikanische Regierung. „Sie zeigen, dass gesamtwirtschaftliche Konjunkturprogramme wirken“, sagte Horn Handelsblatt.com. Dies sei im Übrigen „eine knallharte Widerlegung“ jener Ökonomen, insbesondere in Deutschland, die die Wirksamkeit von Konjunkturprogrammen immer noch in Frage stellten. „Sie sollten spätestens von nun an schweigen und lernen.“

Commerzbank-Ökonom Krämer erwartet nun auch einen Konjunkturschub für Deutschland. „Nicht nur in den USA, auch in Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal ordentlich zugelegt haben“, sagte er. Er rechne gegenüber dem zweiten Quartal mit einem Plus von 0,8 Prozent. Rechne man dies wie in den USA üblich auf Jahresrate hoch, dann ergäbe sich für Deutschland ein Zuwachs von 3,2 Prozent. „Das wäre deutlich besser als der für die USA gemeldete Zuwachs von 3,5 Prozent, weil die Bevölkerung in Deutschland anders als in den USA nicht wächst“, sagte Krämer.

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazins Hasspredigt wird landauf landab diskutiert. Manche sehen in ihm einen verkappten Rassisten und andere freuen sich, dass er endlich Einiges ausgesprochen hat. Dass jene “Diskussion“ aber ausschließlich dazu dient, den Kapitalismus zu retten, das bedenken die Wenigsten.

Nach den Bundestagswahlen komm es, wie es viele erwartet haben. Die Unternehmen entledigen sich ihres “Kostenfaktors“ namens “Mitarbeiter“. Dem nunmehr Arbeitssuchenden wird auch noch sein Harz IV gekürzt aber mit einem schöneren Namen wie “Bürgergeld“ versehen, und mit diesem wenigeren Geld darf er dann bei den Krankenkassen zuzahlen. Obwohl der Bürger zunehmend geschröpft wird, muss der Staat einmal mehr eine Rekordverschuldung einkalkulieren. Und wer bekommt all das Geld? Es ist der unersättliche Kapitalismus, es ist das System, dass jenes Geld geradezu “auffrisst“. Es ist die Zinsenszinswirtschaft, die in unmenschlicher Weise die Ressourcen der eigenen wie auch zukünftiger Generationen in dunklen Kanälen der Banken verschwinden lässt.

Würde man das gesamte System – wenn es denn nicht das eigene wäre – mit einem neutralen sachlich-wissenschaftlichen Blick analysieren, müsste man zu dem Schluss kommen, dass es ein höchst verbrecherisches System geleitet von einer organisierten Kriminalität ist. Wie anders sollte man den Raub aller Ressourcen sowohl von der derzeitigen und noch mehr von zukünftigen Generationen, die noch nicht einmal geboren sind, nennen? Berücksichtigt man auch noch die Zusammenhänge mit der Armut in der Welt, den an Hunger und Durst Sterbenden, den Ressourcenkriegen und massenhaften Tötungen von unschuldigen Menschen, dann müsste man von einem Raubmord ungeahnten Ausmaßes sprechen. Sämtliche “normalen“ Verbrechen im Lande würden daneben verblassen, selbst wenn man sie zusammen zählen würde!

Spitzenfunktionen in jenem System der Unterdrückung und Ausbeutung der Menschheit haben Bankmanager. Und das konnten sie sehr lange kaschieren. Allerdings ist ihr System in den letzten Jahren – vorsichtig ausgedrückt – etwas in die Schieflage geraten. Und die Abneigung gegen jene Parallelgesellschaft von Bankmanagern zusammen mit ihren Duzfreunden unter Politikern und Hofjournalisten hat in der gesamten Bevölkerung drastisch zugenommen. Manch ein Politiker wähnte die Bankmanager mit einem Gehalt von 100 EUR in der Stunde (selbst wenn er schläft oder Freizeit hat) als “Verfolgte“ im Land. Was gibt es da besseres, als das Feindbild wieder in die “richtigen“ Kanäle zu leiten? Und fast alle spielen wieder mit.

Zunächst einmal war der Harz IV-Empfänger Angriffsziel jenes SPD-Millionär-Bankers (und da wundern sich einige, dass die SPD bald nicht mehr existieren wird). Mit 4 EUR sollte der Bürger am Tag auskommen, war der Vorschlag eines Menschen, der gar nicht wissen dürfte, wie so wenig Geld aussieht. Aber das reichte nicht aus, um das Feindbild hinreichend zu kanalisieren. Zu viele im Land hatten Bekannte und Verwandte, die Betroffen waren. Also musste das altbewährte Feindbild her: Der Muslim. Natürlich heißt der Muslim bei solch einer Hasspredigt nicht Muslim, sondern er heißt “Araber“ und “Türke“.

Um die Methode dieser Abneigungsumleitung vom reichen Bankmanager, der mit verantwortlich daran ist, das gesamte System zu zerstören, zum kleinen “Ausländer“ zu verstehen, muss man die Worte von Sarrazin nicht allein aus dem Blickwinkel der Volksverhetzung betrachten, sondern aus dem Blickwinkel des eiskalten unmenschlichen Goldene-Kalb-Ritters des Kapitalismus.

Zunächst einmal ist festzustellen, dass Sarrazin in keinster Weise für das “Christentum“ oder gegen Einwanderung spricht. So erzählt er von der Vertreibung der Juden aus Berlin mit folgenden Worten: „… Westberlin war von dynamischer Wirtschaft weitgehend entleert, es gab Ausnahmen wie Schering und den Siemens-Turbinenbau, doch die Schicht der Spitzenmanager war verschwunden, die Topentwickler der Unternehmen waren weg, es gab vor allem verlängerte Werkbänke, die von üppigen Subventionen lebten. Das hatte Folgen für die Bevölkerungsstruktur. (…) Auch der immense jüdische Aderlass konnte nie kompensiert werden. Die Vernichtung und Vertreibung der Juden aus dem deutschsprachigen Raum insgesamt betraf zu sechzig bis siebzig Prozent Berlin und Wien. …“

Würde man jene Sätze in einem sachlichen und vorurteilsfreien Kontext bewerten, müsste man zu dem Schluss kommen, dass Sarrazin möglicherweise ein Antisemit ist. Denn er erweckt den Eindruck, dass Juden zumeist zu der Schicht der Spitzenmanager und Topentwickler der Unternehmen gehören würden und Berlin und Wien mehr oder weniger beherrscht hätten. Jene Behauptung aber wird genau den Antisemiten zu Recht als undifferenzierte Weltverschwörungstheorie gegen Juden vorgeworfen! Merkwürdig nur, dass wenn jene Behauptungen in dem Sinn aufgestellt werden, dass ein “Bedarf“ danach existiere, niemand auf die Idee kommt, dem Bankmanager Antisemitismus vorzuwerfen!

Sarrazin stellt hier zudem ein sehr allgemeines Menschenbild vor, dass vom Herrenmenschendenken geprägt ist: Wichtig für das Volk sind die Spitzenmanager, wie er einer ist. Dass aber gerade die Spitzenmanager dieser Republik und der ganzen Welt das Finanzsystem des Kapitalismus ruiniert haben und bis heute nicht in der Lage sind, den Systemfehler zu erkennen, verdeutlicht genau das Gegenteil: Jene Spitzenverdiener sind der Ruin des Landes!

Als er von Berlin spricht sagt er: „Die Stadt hat einen produktiven Kreislauf von Menschen, die Arbeit haben und gebraucht werden, ob es Verwaltungsbeamte sind oder Ministerialbeamte. Daneben hat sie einen Teil von Menschen, etwa zwanzig Prozent der Bevölkerung, die nicht ökonomisch gebraucht werden, zwanzig Prozent leben von Hartz IV und Transfereinkommen; bundesweit sind es nur acht bis zehn Prozent.“

Wiederum sagt Sarrazin etwas Unglaubliches! Und es richtet sich nicht allein gegen Muslime! Er spricht von 20% der Bevölkerung, „die nicht ökonomisch gebraucht werden“! Das Menschenbild dieses Herrenmenschenmillionärs ist demnach offenbar aufgebaut nach der “ökonomischen Brauchbarkeit“ eines Menschen. Rentner, Schwache, Kranke, Behinderte und viele andere sind demnach nur nach ihrer “Produktivität“ zu beurteilen! Zudem zeigt er durch seinen unredlichen Vergleich, dass es ihm gar nicht um Sachlichkeit, sondern um Hetze geht! Denn er vergleicht einen Stadtstaat im Osten der Republik mit dem bundesdeutschen Durchschnitt! Aber er geht gleich einen Schritt weiter und versucht dann seine Hasspredigt auf das neue Feindbild zu kanalisieren:

„Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt, deren Anzahl durch falsche Politik zugenommen hat, hat keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel, und es wird sich vermutlich auch keine Perspektive entwickeln. Das gilt auch für einen Teil der deutschen Unterschicht, die einmal in den subventionierten Betrieben Spulen gedreht oder Zigarettenmaschinen bedient hat.“

Und warum entwickelt sich keine Perspektive? Weil Milliarden und Abermilliarden genau in jene Unternehmen fließen, die Leute wie Sarrazin ruiniert haben, und keine Gelder für Bildung und Entwicklung vorhanden ist! Leute wie Sarrazin unterscheiden sich von Harz IV Empfänger nur durch ihr Gehalt und ihre daran gekoppelte unvorstellbare Unverschämtheit. Denn beide werden vom Steuerzahler finanziert! Wäre der Steuerzahler nicht mit mehrstelligen Milliardensummen eingesprungen, gäbe es all jene Banken nicht mehr, die den Sarrazins so viel Geld geben, dass ein Normalsterblicher es gar nicht ausgeben könnte.

Sarrazin belässt es aber dann nicht allein bei den Muslimen. Die “Unterschicht“ – und wer wollt schon freiwillig dazu gezählt werden – eignet sich immer für eine Hasspredigt (zumal mit “Unterschicht“ oft auch der Muslim gemeint ist:

„Es gibt auch das Problem, dass vierzig Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfinden. (…) So dass das Niveau an den Schulen kontinuierlich sinkt, anstatt zu steigen. (…)“

In einer Gesellschaft, in der die Fürsorge und Opfer für den Nachwuchs eine Überlebensnotwendigkeit ist, und nur noch die “Unterschicht“ zu diesen Opfern bereit ist, aber die Oberschicht lieber die “Ich“-Gesellschaft bevorzugt, sind nicht etwa die “Reichen“ und “Mächtigen“ Schuld dran, dass sie weniger Kinder bekommen, sondern die Armen, weil sie überhaupt noch welche bekommen (was aber nicht reicht, um den Bestand des Wachstumswahns des Kapitalismus zu sichern). Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass Sarrazin nicht nur Spitzenbankmanager ist, sondern auch Jahre lang Finanzsenator der Stadt war und durch seine desaströse Politik maßgeblich mitverantwortlich ist für das Finanzdesaster der Bundeshauptstadt! Er wurde aber für sein Versagen hochgelobt, während die Opfer seiner Politik jetzt die Schuldinge seiner Hasspredigt sein sollen.

Ein Höhepunkt seiner pauschalen Hasspredigt mündet in die Aussage: „Unsere Bildungspopulation wird von Generation zu Generation dümmer.“ Es besteht bei diesem Satz die Gefahr, dass er übersieht, dass man jenen Satz auch auf ihn beziehen könnte.

Zwischendurch kommt ein Rundumschlag gegen “Deutsche“, ohne dass die Angesprochenen es merken: „Die Vietnamesen der zweiten Generation haben dann durchweg bessere Schulnoten und höhere Abiturientenquoten als die Deutschen. Die Osteuropäer, Ukrainer, Weißrussen, Polen, Russen weisen tendenziell dasselbe Ergebnis auf.“ Warum aber sollten all jene besser sein als “Deutsche“? In Fällen von Fragen, die den Herrenmenschencharakter des Autor entlarven würden, springt die Presse ein und thematisiert jene Passagen gar nicht, sondern konzentriert sich auf jene Passagen, die das beabsichtige Feindbild schüren sollen. Manche bestätigen sie, andere kritisieren sie, und alle schauen nur auf sie.

Nebenbei wird dann auch noch das gesamte bundesdeutsche Grundgesetz ausgehebelt: „Die Lösung dieses Problems kann nur heißen: Kein Zuzug mehr, und wer heiraten will, sollte dies im Ausland tun. Ständig werden Bräute nachgeliefert: Das türkische Mädchen hier wird mit einem Anatolen verheiratet, der türkische Junge hier bekommt eine Braut aus einem anatolischen Dorf. Bei den Arabern ist es noch schlimmer.“ Wie jene Schilderung noch “schlimmer“ sein kann, bleibt aber unklar. Gilt das auch für den Deutschstämmigen, der seine Braut aus Thailand holt? Der Mann ruft zur Verfassungsfeindlichkeit auf, aber als Bankmanager darf man das offenbar.

Der ganze rassistische Charakter seiner Denkweise mündet dann in den Satz: „Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert. … Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“

In wie weit die Kosovaren den Kosovo durch eine höhere Geburtenrate “erobert“ haben, sei einmal dahin gestellt. Aber das Feindbild, dass hier bedient werden soll, ist die Muslima, die Kopftuch trägt; selbst wenn sie studieren sollte! Es ist zu berücksichtigen, dass er von zumeist deutschen Staatsbürgern spricht, was angesichts seines Namens und dem daraus ableitbaren “Migrationshintergrund“ skurril wirkt.

Es folgt wieder eine neue rassistische Äußerung mit Pauschalbeleidigung gegen das gesamte deutsche Volk bei seiner Wunschvorstellung der zukünftigen Einwanderer: „Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären mit einem um 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.“ Erneut bedient Sarrazin antisemitische Klischees (selbst wenn es hier im Positiven erfolgt). Da seine Hasspredigt sich aber gegen Muslime richtet, wird dieser teil seine skandalösen Interviews gar nicht thematisiert. Die dahinter stehende Methode ist aber ganz einfach: Teile und Herrsche. In diesem Fall kann man das ausweiten in folgende These: Nur wenn die Bevölkerung mit sich selbst und dem jeweiligen Feindbild beschäftigt wird, wird sie solche Bankmanager widerspruchslos ertragen!

Der rassistische Gedanke geht weiter in der Aussage: „Wenn 1,3 Milliarden Chinesen genauso intelligent sind wie die Deutschen, aber fleißiger und in absehbarer Zeit besser ausgebildet, während wir Deutschen immer mehr eine türkische Mentalität annehmen, bekommen wir ein größeres Problem. (…)“ Aha: Türken haben also eine von Natur aus – möglicherweise genbedingte – Faulheit, die ansteckend auf Deutsche wirkt und der Chinese überholt uns. Würde man hingegen den Fleiß eines Menschen an der Bereitschaft, Arbeitsleistung für wenig Gehalt zu erbringen, messen, würde Sarrazin wohl zu den Faulsten im Land gehören. Sarrazins Forderung ist „Berlin müsste Stadt der Intellektuellen und der Elite sein“. Wie aber soll das möglich sein, so lange Leute wie er dort leben und das Sagen haben?

Sarrazin selbst hat sich heute für seine Äußerungen entschuldigt. Aus den Worten seiner Entschuldigung ist herauszulesen, dass er mehr den eigenen Jobverlust fürchtet als dass er die Inhalte seiner Äußerungen korrigieren wollte.

Eine Gesellschaft aber, die sich von solchen Leuten gegeneinander und gegen die Schwachen im Land aufhetzen lässt, hat es nicht besser verdient, als unterdrückt zu werden. Zweifelsohne gibt es sehr viele Probleme mit Migranten! Zweifelsohne ist die Integrationswilligkeit unter Muslimen in den letzten Jahren gesunken! Zweifelsohne stellen Muslime einen viel zu hohen Anteil an Ungebildeten im Land! Und zweifelsohne gibt es weitere wachsende Probleme. Doch eine der Hauptursachen all jener Probleme ist genau das Gedankengut eines Sarrazin; dieses so zerstörerische und hasserfüllte Herrenmenschendenken.

Es wird Zeit, die wachsenden Probleme im Land sachlich und ernsthaft anzugehen, und das wird nicht mit, sondern nur gegen Bankmanager jenes Kalibers möglich sein. So lange die Bevölkerung aber nicht die Hauptursache im System des Raubtierkapitalismus erkennt und dagegen vorgeht, so lange wird sie die Folgen tragen müssen.

Und einmal mehr gilt: Jeder fange bei sich selbst an! Wer dem Harz VI Empfänger Geld wegnehmen will, der zeige die Bereitschaft, sein eigenes Gehalt für Bildung im Land zu stiften und selbst ernsthafte Opfer auf sich zu nehmen, damit das Land voran kommt. Was wäre das für ein schönes Land ohne Bankmanager aber mit Menschlichkeit und ohne eine Bewertung der Menschen nach IQ und ökonomischer Brauchbarkeit? Jenes Land können gottesehrfürchtige Juden, Christen und Muslime gemeinsam erreichen.

In den USA wurden wegen der Krise fast 5000 Lokomotiven stillgelegt. Dennoch: Finanzakrobaten beherrschen die Szene. Wie Lügenbarone ein krankes System gesundrechnen. Die Lügen sind mittlerweile so eklatant, dass man keiner einzigen offiziellen Zahl mehr glauben kann………….. WEITERLESEN.

Die Anzeichen verdichten sich, dass der aufgeflogene Schmuggel von US-Anleihen in der schier unglaublichen Höhe von 134,5 Milliarden Dollar in Chiasso das missratene Ergebnis eines geheimen und ziemlich überhasteten Government-to-Government-Deals gewesen sein könnte, der – spekulieren wir mal – nicht ganz zufällig aufflog? Laut Asia News Italy sollen die Schmuggler inzwischen „unüblicherweise“ wieder freigelassen worden sein. Zudem wird die japanische Nachrichtenagentur Kyodo zitiert, die den kürzlich erfolgten Rücktritt des Innenministers Kunio Hatoyama in einen möglichen Zusammenhang mit der Affäre stellt……………WEITERLESEN.

Was passiert mit Geld und mit dem Geldsystem in 60 Jahren? Geht es die nächsten 60 Jahre so weiter wie bisher? Die Entwicklung von Geld und Schulden in den vergangenen Jahren dürfte einen Schluss zulassen: So wird es nicht weiter gehen……………..WEITERLESEN.

Die Banken-Pleite-Welle in den USA geht weiter. Größter Bank – Bankrott dieses Jahr. Damit sind allein dieses Jahr 34 Banken in den USA pleite gegangen. Diskussion: Downgrading der USA. Moody’s: „US AAA Rating nicht auf ewig sicher“ / General Motors – Insolvenz kommende Woche?

Ungewöhnlicherweise vermeldet die US-Bankenaufsicht den Bankrott einer der größten Banken der USA – mitten in der Woche. Normalerweise finden Bankenschließungen nur am Wochenende statt. Für Beobachter ein Zeichen, dass die Zeit drängte.

Wie der Einlagensicherungsfonds  FDIC mitteilte, wurde die BankUnited FSB mit Sitz in Coral Gables in Florida am  Donnerstag geschlossen. Die BankUnited FSB verfügte über Aktiva von 12,8 Mrd  USD und verwaltete Einlagen von 8,6 Mrd USD. Ein Nachfolgeinstitut soll laut  FDIC alle 86 Filialen übernehmen.

Es war die 34. Banken-Pleite  in den USA in  diesem Jahr. Anfang Mai waren die in Atlanta ansässige Silverton Bank sowie  zwei kleinere Institute Bankrott gegangen.

An den Finanzmärkten geht unterdessen die Sorge um ein Downgrading der Schulden der USA um, nachdem gestern der Ausblick für Großbritannien durch die Rating-Agentur S&P auf negativ gestellt wurde.

Den Vereinigten Staaten könnte in drei bis vier Jahren ein Verlust der Bonitäts-Bestnote bevorstehen, urteilte Bill Gross, der Manager des weltgrößten Rentenfonds Pimco Total Return gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Allerdings dürften die Märkte die Probleme vor den Ratingagenturen erkennen, fügte der Fondsmanager von Pacific Investment Management hinzu.   

Die Ratingagentur Moody’s erklärte, sie stehe zu ihrer Bonitätsnote „AAA“ für die Vereinigten Staaten, diese sei aber nicht auf ewig sicher. „Es gibt langfristigen Druck auf das Rating, das ist offensichtlich“, sagte Moody’s-Analyst Steven Hess.

Insbesondere die Dollarschwäche wird in Zusammenhang mit einer möglichen Abstufung des Schulden-Ratings der USA gesehen.

Unterdessen meldet die „Washington Post“, dass die US-Regierung  die Insolvenzeröffnung für General Motors für kommende Woche plane. Das meldete die Zeitung unter Berufung auf mit den Diskussionen vertrauten Personen. 

Quelle

US-Banken handelten Stresstest-Ergebnisse aus

Da wurde wohl geschummelt: Wie das „Wall Street Journal“ und die „Financial Times“ berichten, handelten die Banken vor der Veröffentlichung des Befunds mit den Behörden aus, den Kapitalbedarf darin niedriger als berechnet anzugeben. Soll heißen: Sie brauchen in Wirklichkeit noch mehr Geld.

Die ursprünglich von der US-Notenbank Fed errechneten Zahlen hätten deutlich über denen des Berichts gelegen, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Banken und Behörden. Die „Financial Times“ berichtete mit Verweis auf Bankenkreise über ein Geheimabkommen zwischen dem Staat und den Kreditinstituten.

Laut „Wall Street Journal“ benötigt die Bank of America zum Überleben allerdings nicht nur die in dem Befund angegebenen 33,9 Milliarden Dollar, sondern insgesamt mehr als 50 Milliarden Dollar. Der Kapitalbedarf der Citigroup sei von den errechneten rund 35 Milliarden Dollar auf 5,5 Milliarden Dollar herabgestuft worden.
Quelle:
Die Welt

Islamische Banken haben den „weltweiten“ Zusammenbruch des Finanzsystems weitgehend glimpflich überstanden. Grund dafür ist ihr nach Regeln des Korans funktionierendes Geschäftsmodell, das sich von jenem westlicher Häuser klar unterscheidet.

Islamische Banken haben den „weltweiten“ Zusammenbruch des Finanzsystems weitgehend glimpflich überstanden. Grund dafür ist ihr nach Regeln des Korans funktionierendes Geschäftsmodell, das sich von jenem westlicher Häuser klar unterscheidet. So ist den Banken etwa das Handeln mit Schuldpapieren streng verboten und sie nehmen von Investitionen in Termingeschäfte oder andere spekulationsgetriebene Märkte Abstand. Wie die Welt berichtet, wurde daher mitunter von einer Beteiligung an US-amerikanischen Schrottimmobilien abgesehen. Die Bankengeschäfte werden von einem Scharia-Komitee überwacht und auf Konformität zur überlieferten Auslegung des Korans überprüft. Neben einem Zinsverbot geht damit die Verpflichtung einher, bei Investitionen in der Realwirtschaft – nicht in abstrakten Finanzinstrumenten – Risiken zu übernehmen. Der künftigen viel zitierten „Neuordnung der Finanzmärkte“ könnte Islamic Banking daher ein brauchbares Vorbild liefern.

„Islamische Banken haben sich in der Krise ein Hauptargument zu Nutze gemacht: Sie haben sich nicht am Kauf und Verkauf von verbrieften Krediten beteiligt“, sagt Zaid el-Mogaddedi, Managing Director des Frankfurter Insitute for Islamic Banking and Finance (IFIBAF). Das Platzen der Spekulationsblase im Subprime-Bereich war für die internationalen Schockwellen der Finanzmärkte ursächlich. So sei keine der Banken in den ersten Monaten von den Folgen der Kreditkrise betroffen gewesen. Mittlerweile schlage sich der Abschwung jedoch aufgrund der realwirtschaftlichen Verflechtungen auch auf einzelne islamische Institute durch. Ihr Geschäftsmodell könne bei der Neuordnung von westlichen Banken als Vorbild dienen, „wenngleich das Thema einer politischen Brisanz unterliegt“, meint el-Mogaddedi. Das Gesamtkonstrukt auf herkömmliche Häuser umzulegen, sei zwar schwierig. Einzelne Elemente des Islamic Banking würden den Instituten und dem Finanzsystem nach einer Neuordnung jedoch höhere Sicherheiten und mehr Transparenz liefern.

Großbritannien ist bislang das einzige europäische Land, das aktiv im Bereich Scharia-konformer Finanzprodukte tätig ist. Allerdings bedienen islamische Banken der internationalen Strategieberatungsgesellschaft Booz & Company zufolge eine stetig wachsende Nachfrage. In Resteuropa finden die Institute daher einen vielversprechenden Nischenmarkt vor. Wie das IFIBAF aufzeigt, beträgt die jährliche Wachstumsrate weltweit 15 bis 20 Prozent, während der Markt aktuell ein geschätztes Volumen von 800 Mrd. bis zu einer Bio. Dollar umfasst. Ein staatlich verordnetes Zinsverbot existiere nur in den Ländern Saudi-Arabien, Iran, Sudan und Pakistan. So überwiege das westliche Bankwesen auch in islamischen Ländern. Angesichts der jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten sei das vorhandene Wachstumspotenzial daher außerordentlich hoch.

Trotz dem auferlegten Verzicht auf Zinsen sind islamische Banken wie westliche Häuser auf Einnahmen angewiesen. Allerdings sehen sie vom Kauf und Verkauf von Schulden bzw. undurchsichtigen Finanzprodukten ab. Dies widerspreche dem Prinzip, nichts verkaufen zu können, was sich nicht in eigenem Besitz befindet oder noch nicht existiert. „Einem Zahlungsstrom muss immer ein realer Güterstrom gegenüberstehen“, erklärt el-Mogaddedi. Gewinne erzielen die Institute im Privatkundengeschäft anhand von Verträgen, die in Raten zu bezahlende feste Aufschläge auf verliehene Summen vorsehen. Darüber hinaus beteiligen sich die Banken an Projekten und Unternehmen. Für eine Investition erhalten sie ähnlich dem Private-Equity-Geschäft einen Prozentsatz am Gewinn, tragen im Vorfeld jedoch auch das Risiko, leer auszugehen und sogar Geld zu verlieren – Rücknahmegarantien widersprechen diesem Prinzip. „Wenn ein Finanzier Geld gibt, verfügt er nicht über eine Forderung, sondern eine Beteiligung“, stellt el-Mogaddedi klar. Investitionen werden angesichts der Gefahr von herkömmlichen Fehlbeteiligungen in der Realwirtschaft vergleichsweise genau geprüft. Bessere Haftungen und mehr Transparenz würden das islamische Bankenmodell sicherer und durchsichtiger gestalten als das westliche.

Der große Crash steht noch bevor. US-Ökonom rechnet mit totalem Zusammenbruch des globalen Finanzsystems. Ratinagentur stuft Bonität größter US-Bank als »negativ« ein

Obwohl die meisten Menschen die wirtschaftlichen Entwicklungen in den letzten 14 Monaten als sehr stürmisch empfunden haben, wird sich im Rückblick diese Zeit tatsächlich als Ruhe vor dem ganz großen Sturm herausstellen. Insbesondere in den USA häufen sich wieder die Signale, daß noch weitaus schlimmeres bevorsteht. Bank of America, Citigroup und AIG, der drittgrößte Versicherungskonzern der Welt, liegen im Wachkoma auf der Intensivstation, und nur der Tropf mit immer neuen Regierungshilfen hält sie am Leben. Früher oder später wird Washington jedoch durch die ökonomischen Realitäten gezwungen werden, den Stecker rauszuziehen. Das aber wird nicht nur den Exitus der amerikanischen Finanzgiganten bedeuten, sondern auch all jener, die immer noch von ihnen abhängig sind.

Zeitbombe CDS

Als letzte US-Großbank, die bisher mit einigen Kratzern davon gekommen ist, scheint JPMorgan Chase nun auch von den Ereignissen eingeholt zu werden. Am Donnerstag hat die Ratingagentur Moody’s den Ausblick für die Bonität der Bank von »stabil« auf »negativ« herabgestuft. JPMorgan Chase gibt besonderen Anlaß zur Sorge, weil die Bank Derivate im fiktiven Wert von 91,3 Billionen Dollar hält, doppelt so viel wie das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Welt. Davon sind 9,2 Billionen Dollar sogenannte Credit Default Swaps (CDS), die unzweifelhaft zu den gefährlichsten Derivaten gehören. Die US-Währungsaufsichtsbehörde (U.S. Comptroller of the Currency) hat nun gewarnt, daß das Kreditrisiko der JPMorgan Chase Bank, dem sie durch ihren gigantischen Derivatenhandel ausgesetzt ist, fast doppelt so hoch ist wie bei der Bank of America und der Citibank. Die Zeitbombe, die die Zukunft der Vereinigten Staaten und des Dollars bedroht, tickt weiter.

Erweitert man den Blickwinkel, weg von den Banken, dann hellt sich das Bild keineswegs auf. Der Gigant GM liegt auf dem Sterbebett, und der Autobauer wird trotz aller Regierungshilfen wahrscheinlich nicht mehr zu retten sein. Inzwischen hat ein GM-interner Rechnungsprüfer eine nicht näher beschriebene »materielle Schwäche« in den Büchern des Unternehmens gefunden und gewarnt, daß er ernsthafte Zweifel am Überleben des Konzerns habe. Faktisch steht das Überleben der gesamten US-Autoindustrie samt Zulieferer auf dem Spiel. Selbst das Flaggschiff der amerikanischen Industrie, General Electric, steuert mit Volldampf auf die Klippen zu. Ratingagenturen warnen bereits mit negativem Ausblick auf GE’s Schulden (S&P) und Moody’s erwägt eine Heruntersetzung des Kreditratings, ein starkes Signal, daß auch GE schon bald um Überleben kämpfen wird.

Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtet, daß US-Unternehmen in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres einen Gewinneinbruch von durchschnittlich 58 Prozent hatten. Moody’s Investors Service rechnet damit, daß in diesem Jahr dreimal so viele Unternehmensanleihen kaputtgehen wie in 2008. Zugleich werden im Wochenrythmus 600000 und mehr Menschen arbeitslos. Jedes Mal, wenn die Obama-Regierung ein neues Hilfspaket verabschiedet, gehen die Börsenkurse weiter in den Keller. Richtig schlimm wurde es aber erst mit der Vorstellung von Obamas Bundeshaushalt für 2010.

Gigantisches Budgetdefizit

Für nicht wenige seiner Kritiker ist es das unverantwortlichste Budget in der gesamten Geschichte der USA, denn den Ausgaben für 2010 in Höhe von 3,5 Billionen Dollar stehen nur Einnahmen von 1,75 Billionen gegenüber. Mit anderen Worten, das Haushaltsdefizit beträgt 50 Prozent bzw. 1,75 Billionen Dollar. Wer soll bei der geringen US-Sparquote der US-Regierung soviel leihen, zusätzlich zu dem mindesten 1,2 Billionen Dollar großen Defizit des laufenden Jahres? Dennoch hat Obama für 2010 die Summe von 130 Milliarden Dollar für die Fortführung der Kriege in Irak und Afghanistan veranschlagt, plus 75 Milliarden für die Kriege im Nachtragshaushalt für 2009. Diese 205 Milliarden müssen dem normalen Pentagonhaushalt in Höhe von 534 Milliarden für 2010 hinzugerechnet werden, was die gesamten Militärausgaben auf 739 Milliarden Dollar erhöht – nicht einbegriffen die 30 Milliarden für die Geheimdienste und weitere zig Milliarden für die Atomwaffen, die im Energieministerium verbucht werden.

Der US-Ökonom und Analytiker Gerald Celente, der wegen seiner bisher auf den Punkt genauen Voraussagen der Hypothekenkrise, der Bankenkrise und des Börsencrashs inzwischen einen Guru-Status errungen hat, geht in seiner jüngsten Analyse davon aus, daß in Kürze restlos der Boden aus den Finanzmärkten fällt und dies den Anfang der »Greatest Depresssion«, der größten Depression der Weltgeschichte, einleiten wird. »Das globale Finanzsystem, das auf einem unendlichen Angebot billigen Geldes, wilder Spekulation, Betrug, Gier und Selbsttäuschung aufgebaut ist, ist unheilbar krank, und es kann durch nichts zu einem Neustart bewegt werden, weder durch Konjunkturpakete noch durch Bankenhilfen.« Die ersten Zeichen der Panik seinen bereits erkennbar, so Celente. Zugleich prophezeit er »drakonische Maßnahmen, die Regierungen ergreifen werden, um den vollkommenen wirtschaftlichen Kollaps und Chaos in der Bevölkerung zu verhindern«.

Ratschläge zu Finanzanlagen sind aus dem Vatikan selten zu hören. Jetzt fordert der Kirchenstaat Banker auf, sich bei Investitionen doch bitte in Zukunft an die Regeln des islamischen Rechts zu halten.

Papst Benedikt XVI. bleibt still. Er verharrt diese Woche im Schweigen und Gebet. Er will sich auf Gott besinnen. Wohl möglich, dass er auch einen Moment an die Finanzmärkte denkt. Denn um die Anlagen des Vatikans steht es nicht gut. Vergangenes Jahr gab der Kirchenstaat bekannt, dass schwankende Wechselkurse die Finanzergebnisse beeinträchtig haben. So schmolz der Haushaltsüberschuss des Vatikanstaats um zwei Drittel auf 6 Mio. Euro. Und die Aussichten sind schlecht.

Verständlich also, wenn die Wut auf den Kapitalismus groß ist. Seit Monaten schimpfen Benedikt XVI. und die offiziellen Vatikanmedien auf die Gier in der Bankenwelt. Neu ist aber, dass sie sich dabei mächtige Verbündete suchen.

Der „Osservatore Romano“, die offizielle Tageszeitung des Vatikanstaats, fordert, Banker sollten sich künftig ein Beispiel an den Muslimen nehmen. „Islamic Finance kann zu neuen Regeln in der westlichen Finanzwelt beitragen“, heißt es im Artikel. Das derzeitige Kapitalismusmodell sei gescheitert. Der „Osservatore Romano“ hat Gewicht. Die Zeitung gibt Meinungen wieder, die in der Kurie meistens Zustimmung finden.

Die Zeitung legt der Finanzwelt vor allem die islamischen Anleihen ans Herz, die sogenannten Sukuks. Diese Wertpapiere wurden aus einer Not heraus entwickelt: Der Islam verbietet es Gläubigen, Geld gegen Zinsen zu verleihen.

Um trotzdem Anlagemöglichkeiten zu schaffen, sind Sukuks mit konkreten Investitionen, etwa in Straßen oder Häuser, besichert. Die Rendite ist der Zins. „Der Sukuk verfolgt keine spekulativen Ziele“, jubeln die Autoren des „Osservatore Romano“. Er könnte etwa zur Finanzierung der Hilfen für die Autoindustrie verwendet werden.

Auch außerhalb der Vatikanmauern entdeckt man bereits die Vorteile. „Islamic Finance ist Gewinner der Finanzmarktkrise“, sagt Philipp Wackerbeck von der Managementberatung Booz & Company. Noch sind es vor allem Muslime, die so investieren. Doch viele erwarten, dass sich Islamic Finance künftig auch im christlichen Raum ausweitet. „Wir sehen, dass sich Anleger, die keine Muslime sind, für die Produkte interessieren“, sagt Wackerbeck.

Islamkonform zu investieren zahlt sich durchaus aus. Denn die Regeln der Islamic Finance verbieten Anlagen in verbrieften Wertpapieren sowie traditionellen Banken und Versicherungen, die stark an Wert verloren haben.

So verlor der traditionelle Aktienindex S&P 500 in den vergangenen fünf Jahren 27 Prozent, der deutlich abgespeckte S&P 500 Shariah, der lediglich 320 Firmen enthält, büßte nur neun Prozent ein.

Inwiefern der Vatikan die Anlageprinzipien islamischen Investierens selbst beherzigt, ist kaum bekannt. Nur spärlich wird Auskunft erteilt. Die Vatikanbank leidet noch immer unter einem schlechten Ruf.

Sie hat sich von einem Skandal der 80er-Jahre nicht erholt, als ein Netz aus Mafiaverbindungen aufgedeckt wurde, in dessen Zentrum der Chef des Instituts, Erzbischof Paul Marcinkus, stand. Offiziell bestreitet der Vatikan die Vorwürfe.

Trotzdem müssen Katholiken nicht zu islamischen Instituten flüchten, wenn sie ethisch korrekt investieren wollen. Im Kirchenumfeld folgen mehrere Banken bereits religiösen und ethischen Prinzipien. Die Pax-Bank in Deutschland etwa.

„Die Pax-Bank handelt in dem Bewusstsein, dass Geld ein Mittel ist, das durch Menschen erarbeitet, sachkundig verwaltet und verantwortungsvoll vermehrt werden muss“, sagt das Institut. Banken wie diese könnten an Zulauf gewinnen, sagt Wackerbeck. Am Ende kann die Krise der Kirche also doch nutzen.

Quelle

Was die Staatschefs und Finanzminister der EU-Staaten gestern als Vorbereitung für den G20-Gipfel am 2.April in London taten, war das Gleiche was sie bisher gegen die „Finanzkrise“ taten: nichts. Aber nicht nur fehlte jede Art nachvollziehbarer Tätigkeit der EU-Regierungen. Auch was Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Gordon Brown, oder irgendeine andere dieser Witzfiguren sagten, hatte keinerlei Bedeutung. Der Sinn hinter diesem geplanten und strategischem Nichtstun der EU-Regierungen erschliesst sich erst dann, wenn man sich der Dimensionen bewusst wird um die es hier geht…………………..WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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