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Während Anders Behrig Breivik nur noch mit billigen Mätzchen wie der Rücktrittsforderung an die norwegische Regierung bevor er weitere Aussagen machen will, oder mit seiner Forderung nach einem japanischen Psychater auffällt, hat sich eine ganz neue und sehr eigenartige Diskussion überall in Europa verselbständigt die fast täglich neue Gesichtpunkte bringt und die vor allem die Gefahren von Seiten der Rechten, Rassisten und Faschisten völlig neuen Bewertungen unterwirft.
Mit Anders Behrig Breivik ist in Europa der Typ des rassistischen, militanten Christen zum ersten Mal an das Licht der breiten Öffentlichkeit getreten. Für Fachleute ist diese Entwicklung allerdings nichts neues. Ulfkotte und Kewil weisen seit Jahren auf ihr Christentum hin. Thilo Sarrazin hat sogar ein besonderes jüdisches Gen gefunden, dass die Christen von den Juden und den Muslimen trennt. Allerdings ist Sarrazin außerhalb der NPD wohl der einzige, der es auch zum jetzigen Zeitpunkt schon wagt, die Juden gleich mit den Muslimen in einen Topf zu werden.

Anderen Rassisten wie PI, Kewil, und andere geben sich zur Zeit besonders proamerikanisch und proisraelisch. Das liegt vor allem daran, dass viel Geld aus den weißen, fundamentalistischen Christenkreisen fließt, die die endgültige Schlacht um Armageddon möglichst schnell herbeizwingen wollen:

Fest steht für diese Menschen das Endzeit herrscht. Dazu kommt als weiterer entscheidender Punkt, das sie die gesamte Bibel, also auch die Offenbarung wörtlich nehmen. Ohne wenn und aber. Unter Bezug auf den Bibeltext

 

1. Thessalonicher 4.17 Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

 

steht für diese Gläubigen fest, das sie in der Endzeit, nicht sterben müssen, sondern lebend entrückt werden. Der Zeitpunkt dieser Entrückung hängt aber eng mit der letzten großen Schlacht, mit der Schlacht um Armageddon zusammen.

Im allgemeinen Konsens der Evangelikalen wird der Berg Har Megiddô, ein südlicher Ausläufer des Karmelgebirges in Israel, als Ort dieser letzten aller Schlachten angesehen. Dort findet jene endgültig letzte Schlacht statt in der, der Antichrist geschlagen wird. Die Definition des Antichristen und seiner Truppen umfasst dabei alle Nichtchristen, wird aber in den USA und unter den Kreationisten zur Zeit praktisch mit dem Islam gleichgesetzt. Das Bild des Antichristen war schon immer Veränderungen unterworfen, weil es zumeist auf den aktuellen Gegner projektiert wird.

Am Ende dieses Kampfes gelten die Juden, die jetzt noch umhegt und umsorgt werden, dann aber als zu den Nationen zugehörig und werden selbstverständlich nicht errettet. Die Angst vor dem persönlichen Tod und die Möglichkeit einer Entrückung wird von diesen christlichen Fanatikern dazu benutzt, ihren rassistisch begründeten Feldzug gegen alle Andersgläubigen und vor allem gegen Muslime zu begründen. Teilweise werden wie bei Breivik auch die Kreuzzüge als Begründung für derartige Taten herangezogen.

Natürlich könnte man diese Leute leicht als Irre abtun, aber tatsächlich stellen sie unter den Christen in den USA die Mehrheit und vermutlich bestimmen sie die US-Politik weit umfassender als man sich allgemein vorstellen kann. Allerdings muss man auch immer wieder auf die katholische Kirche hinweisen, die zur Zeit zwar keine Progrome mehr gegen Juden veranstaltet, wie sie es durch ihre ganze Geschichte als Staatskriche hindurch getan hat und die aktuelle auch keine Kreuzzüge veranstalten. Aber mit dem Ratzingerpapst hat die Kirche zumindest die Judenmission wieder aufgenommen und macht damit deutlich, dass in ihr ein großes Rassismuspotential vorhanden ist.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann die Frage, ob eine Religion überhaupt Terror fördern kann. Die Antworten der Betroffenen sind klar und deutlich. So sagt der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM):

„Die Ursachen des Terrors in Norwegen dürfen nicht in der Religion gesucht werden. Denn Terror und Gewalt, egal wo und in welcher Form, hat keine Religion“ sagte Mazyek, Sprecher des KRM. Deutschland (IGMG)- Anstatt sich auf die vermeintlich religiösen Ursachen der Anschläge zu konzentrieren, ist es notwendig, sich als gesamte Gesellschaft gegen jede Art von Rassismus und Feindschaft zu stellen.

So wird etwa die wachsende Islamfeindschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas unterschätzt. Vorurteile gegenüber Muslimen müssen abgebaut werden, um der Fremdenfeindlichkeit zu begegnen. Es müssen gemeinsame Wege gefunden werden, eine Kultur der Toleranz zu fördern.

Das ändert natürlich nichts daran, dass die christlichen Fanatiker und ihre Helfer den Islam insgesamt weiterhin als terroristische Religion empfinden und dies auch ohne Furcht vor Strafe als Propaganda verbreiten dürfen, wie das Beispiel Wilders in den Niederlanden und bei seinen Kundgebungen in Deutschland zeigt. Besonders simpel ist die Aussage des ewigen CSU Hoffnungsträgers Thomas Goppel der völlig an der Realität vorbei argumentiert:

Dass der Attentäter von Oslo und Utøya ein „fundamentalistische Christ“ gewesen sei, kann nur sagen, wer ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben hat.

..

Fundamentalistische Christen gibt es nicht, kann es nicht geben. Zu einer solchen Schlussfolgerung kann jemand nur kommen, wenn er ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben hat.“ Ausgangspunkt der „Frohen Botschaft“ und von daher des christlichen Lebensauftrags für den Menschen ist das Wohl des Nächsten, nicht seine Gängelung oder gar Vernichtung.

Der Mann spricht als katholischer Christ und hat wohl die Geschichte seiner Kirche nie vermittelt bekommen. Die katholische Kirche hat ihre Gegner immer vernichtet und dies meist im realsten Sinn, indem sie sie ermorden ließ. Die katholische Kirche gängelt die Menschen bis heute indem sie simple Schutzmechanismen vor ungewollten Kindern und Krankheiten wie Aids unmöglich macht, weil sie Kondome verbietet. Das die katholische Kirche dazu noch in einem riesigen Ausmaß Kinder durch ihre Priester missbrauchen lässt und nichts dagegen tut, kommt noch strafverschärfend hinzu. Der Historiker Althoff macht katholische Kirche für fundamentalistische Gewaltfantasien mitverantwortlich:

Der Historiker und Mittelalter-Experte Gerd Althoff schreibt der katholischen Kirche eine Mitverantwortung für fundamentalistische Gewaltfantasien zu.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sie habe „durch Untätigkeit Raum gelassen für eine Legitimierung und Heiligung von Gewalt“, schreibt Althoff in der „Frankfurter Rundschau“ (Freitagausgabe). Der „verhängnisvolle Mythos der Kreuzzüge“, auf den sich auch der Attentäter von Oslo, Anders Breivik, bezog, hätte erst gar nicht entstehen müssen, wenn die Kirche „das Unchristliche am Tun der Kreuzfahrer mehr in den Vordergrund gestellt hätte“, so Althoff. Auch die von christlichen oder christlich geprägten Forschern dominierte Geschichtswissenschaft habe die distanzierte Behandlung „gerade der erschreckenden Seiten kirchlich legitimierter Gewalt“ vermissen lassen.

Religion scheint tatsächlich ein Nährboden für Terror und Gewalt zu sein. Um das zu verstehen und erfassen zu können, muss man Religion aber noch einmal aufspalten in den persönlichen Glauben und die organisierte Religion. Der persönliche Glaube lässt sich nicht wirklich bewerten. Oft scheint er wirklich das Beste aus einer Religion in einzelnen Menschen hervorzurufen und ist deshalb unbedingt schützenwert. Anders sieht es mit der organisierten Religion aus, die stets darum bemüht ist, ihren Einfluss auszubauen und andere Religionen zurückzudrängen. Dort bedeutet Religion immer Imperialismus.

Tatsächlich hat diese organisierte Religion auch wenig mit Glauben zu tun. Die Religion bietet nur eine zusätzliche Klammer für Leute die sich wahrscheinlich auch sonst verbünden würden und die durch die gleiche Religion werden derartige Bündnisse natürlich leichter, weil man ja angeblich gleiche Überzeugungen teilt. Tatsächlich haben sich die Orden in der katholischen Kirche aber stets gegenseitig bekämpft und nur gegen andere Religionen wirklich zusammengearbeitet und wer einen amerikanischen Pietisten aus den Amana Colonies über einen amerikansichen Christen aus der Herrenhuter Bewegung urteilen hört, der wird nur wenig gemeinsames finden. Aber wenn die beiden sich mit den Charismaten auseinandersetzen stehen sie wie eine Person zusammen und gemeinsam mit den Charismaten stehen sie gegen alle anderen die keine Fundamentalisten sind.

Das gleiche gilt natürlich auch für islamische Fundamentalisten die sich in Wirklichkeit häufig spinnefeind sind. Will man die institutionelle und organisierte Religion wirklich beschreiben, dann geht man am besten zurück zu Karl Marx und seiner treffenden Beschreibung des Problems:

Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur (Ehrgefühl), ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Unter diesem Aspekt ist es leicht, aus einer Religion eine Ideologie zu machen und das die Umkehrung auch funktioniert, beweist, die marxistisch-leninistische Ideologie, aus der spätestens Stalin eine Religion machte. Religion und Ideologie sind stets Gefängnisse, auch wenn man sich freiwillig in sie begibt. Beide formen einen unkritischen Geist der die von den jeweiligen Führern herausgegebenen Regeln willig befolgt auch wenn sie zum eigenen Schaden sind. Ein klassischer Fall sind die islamischen Selbstmordattentäter, die sich selbst töten obwohl sie wissen, dass damit nicht einmal ein wirksames Signal gesetzt wird.

Es macht übrigens keinen Sinn die Aufhebung der Religion oder der Ideologien zu fordern. Viele Menschen können ihr Leben nur im Glauben an ein besseres Leben nach dem Tod oder in der Hoffnung auf einen politischen Umsturz ertragen. Sie würden stets neue Religionen und Ideologien gründen die sich dann die miesesten Führer untertan machen würden um erneut da zu landen wo die Menschheit heute ist. Religion und Ideologie sind Krankheiten des Menschen, die man nicht vertreiben und nicht heilen kann, aber man kann sie durch ständige Aufklärung lindern.

Anders Behrig Breivik ist ein fundamentalistischer Christ und das ist eine Teilerklärung für seine Taten. Dazu kommt die Ideologie des Rassen- und Fremdenhasses die eine weitere Teilerklärung bilden, aber auch zusammen seine Taten nicht begründen. Egal welche Puzzleteile man noch hinzufügt, wie sein falsches Geschichtsbild oder die Lust an der tödlichen Waffe, man kann das Bild, das ihn wirklich zu seinen Taten veranlasste, nicht komplett bekommen, was aber nicht heißt, dass man die Teilaspekte nicht erwähnen darf. Man muss sie erwähnen um wenigstens teilweise verstehen zu können.

Es ist nicht der Schützenverein oder die Waffe die den Amokläufer macht, aber ohne den Verein und ohne die Waffe würde es ihn vielleicht nicht geben. Es ist nicht die Religion oder gar der Glaube und nicht die Ideologie die den Terroristen macht, aber ohne Religion und irregeleitetem Glauben und Ideologie würde es ihn vielleicht nicht geben. Je mehr man die Möglichkeiten für die Begründung solcher Taten begrenzt, je besser man aufklärt, desto eher lassen sich diese Taten verhindern. Aber man wird niemals alle Taten verhindern können.
Quelle

Wenn es um christlichen Antisemitismus geht, dann ist es ziemlich ruhig auf den Unterstützerbänken der israelischen Politik. Denn wenn man erst beginnen würde, diese Art des Judenhasses zu thematisieren und zu kritisieren, müsste man zwangsläufig auch Kritik an (nicht nur) der rechten Regierung Israels und vielen jüdischen Gruppen und Organisationen außerhalb Israels üben, die sich über dieses Thema (zum Teil auch aus Kalkulation) ausschweigen. Es kommt zwar ab und an vor, dass man sich in der Gegenwart dieser Fundamentalisten unwohl fühlt, und auch die neue Zuneigung rechter und rechtsextremer Europäer gibt vielen zu denken. Hauptziel der Attacken bleiben aber – darin gleichen sich (linke) Apologeten mit der rechten Regierung in Israel – Linke und linksliberale Demokraten, die die anhaltende Besatzung und Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung in Israel oder den besetzten Gebieten anprangern.

Avnery fasst die ganze politische Agenda der fundamentalistisch-protestantischen Israelunterstützer noch einmal treffend auf Hagalil zusammen:

Es ist bekannt, dass es unter den Finanziers der extremen Rechten einige Führer evangelikaler Sekten gibt, geborene Antisemiten, die glauben, Jesus werde wiederkommen, sobald alle Juden in diesem Land konzentriert sind. Dann werden sie entweder getauft oder sie werden bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau vernichtet. Diese Anhänger der endgültigen Endlösung sind die größte Geldquelle, die die rechten Gruppierungen finanzieren.

Warum, so fragt man sich dann doch, ist dieser Antisemitismus, der nicht lediglich auf einer “verkürzten Kapitalismuskritik” beruht, sondern konkrete Vernichtungsphantasien gegenüber dem Judentum beinhaltet, eigentlich kein Gegenstand derjenigen, die sich ansonsten oft als “Antisemitenjäger” aufführen? Wie oft haben Heni, Feuerherdt und Co. eigentlich bei den deutschen zionistischen Christen nachgeschaut, was die so antreibt, die israelische Politik zu unterstützen? Aber das ist kein Thema für unsere “Antisemitenjäger”, müsste man sich dann doch mit einem “Verbündeten” beschäftigen.

Vielmehr machen sie inzwischen nicht wenige Juden selbst zum Ziel ihrer Attacke und entdecken den neuen Antisemiten ausgerechnet bei ihnen. Mal verbreiten diese Juden sekundären Antisemitismus (Amar-Dahl), mal sind es Holocaustleugner (Finkelstein), mal geben sie “den” Juden selbst die Schuld am Antisemitismus (Grosser) oder sie sind einfach antizionistische Feinde Israels (Zuckermann). Die Reihe könnte endlos erweitert werden. Und viele Deutsche greifen das gerne auf: Während die einen sich als harmlose Antizionisten gerieren, weil der offene Antisemitismus heute nicht mehr gesellschaftsfähig ist, können die anderen jetzt den jüdischen Dissidenten, d.h. Juden selbst, den Vorwurf des Judenhasses machen.

„Linke“ Siedlungs- und Annexionsfreunde 

 

Darum verwundert auch nicht, dass auf der Unterstützerliste des Ende letzten Jahres in Frankfurt veranstalteten Israelkongresses neben christlichen Zionisten, dem Zentralrat und der israelischen Botschaft auch Gruppen wie die “Prozionistische Linke Frankfurt” zu finden sind. Ob man hier, wie Karin Leukefeld, von der Etablierung einer deutschen “Israel-Lobby” sprechen kann oder sollte, ist erst einmal offen. Ähnlichkeiten mit entsprechenden Vorgehensweisen und Zusammenschlüssen in den USA sind wohl aber dennoch kein Zufall, hat sich ein solches Vorgehen dort schließlich durchaus bewährt. Dennoch gibt Leukefeld das Programm dieser Formierung treffend wieder, wenn sie nach Aufzählung der Ziele des Kongresses zu dem Schluss kommt:

Kein Wort über den Besatzerstaat Israel, kein Wort über den illegalen Mauerbau und Landraub, kein Wort über die Blockade von Gaza oder die 1967 besetzten arabischen Gebiete Golan, West Bank und Ostjerusalem. Kein Wort über die anhaltende Vertreibung der Palästinenser und den Abriß ihrer Häuser, kein Wort über Rassismus in Israel. Kein Wort darüber, wie Israel zum Frieden in der Region beitragen kann.

Jedenfalls sollte der Zusammenschluss dieser zahlreichen Gruppen, die alle sehr aktiv und unkritisch für die immer weiter nach rechts driftende Politik Israels werben, zu denken geben. Nicht umsonst hat der rechtextreme Außenminister Liebermann das Grußwort zu dieser Veranstaltung geschrieben. Und fraglich ist auch, was die damalige Zentralratsvorsitzende Knobloch geritten hat, sich nicht von dem Forderungskatalog, der ein “ungeteiltes” Jerusalem propagiert, zu distanzieren. Immerhin trat sie als Schirmherrin und offizielle Vertreterin des Zentralrats auf.

Im Gegensatz zu den Behauptungen in diesem Brief ist Irans zugegebenermaßen fundamentalistische und autoritäre Führung alles andere als extremistisch in ihren politischen Ambitionen. Das Land hat sich seit der Revolution gegen den Schah 1979 immer pragmatisch verhalten und hat niemanden angegriffen. Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der in den westlichen und israelischen Medien durchgehend und oft unfair kritisiert worden ist, hat im Gegensatz zu unserem eigenen Präsidenten Obama keine Macht, einen Krieg zu beginnen. Der Iran unterstützt palästinensische und libanesische Widerstandsbewegungen, wobei keine dieser Gruppen als internationale Terroristen bezeichnet werden kann, so lange man nicht voll und ganz die israelische Definition von Terrorismus akzeptiert. Vom Standpunkt Teherans sind die Vereinigten Staaten von Amerika und nicht der Iran der hauptsächliche staatliche Förderer von Terrorismus im Mittleren Osten durch die Unterstützung von kurdischen, arabischen und balutschischen Separatistenbewegungen, die im Iran Angriffe durchführen. 

Es ist auch schwierig festzustellen, welche demokratischen Regierungen im Mittleren Osten es sein könnten, die der Iran angeblich unterminiert. Sollte es sich um den Irak handeln, so sind die meisten Beobachter sich einig, dass trotz gelegentlicher Reibereien Bagdad ausgezeichnete Beziehungen zu den Ayatollahs in Teheran unterhält, fast sicher eine engere Beziehung als die mit Washington. Sollte Israel gemeint sein, hat der Iran keine Möglichkeit, die Entwicklungen in diesem Land zu beeinflussen, und die oft wiederholte Behauptung, Teheran würde Israel von der Landkarte fegen, ist eine bewusste Fälschung. Kann der Iran den Libanon unterminieren? Gerade weil der Libanon eine Demokratie ist, ist die Hezbollah so stark. Diese wird von vielen Menschen im Libanon wegen ihres Widerstands gegen Israel unterstützt, wie auch die Hamas in Gaza demokratisch gewählt worden ist, eine Wahl, die viele in den Vereinigten Staaten von Amerika auch lieber ignorieren würden. 

Und dann die Sanktionen selbst. Die sogenannten christlichen Anführer wollen den Iran unter Druck setzen, um ihn zu gewünschtem Verhalten zu bewegen, als wäre die Bestrafung unschuldiger Menschen durch das Vorenthalten von Brennstoff für die Heizung ihrer Häuser ein christlicher Wert. Und es gibt zwei Dinge, die sie übersehen. Erstens, dass die vom Kongress verhängten Sanktionen von der Marine durchgesetzt werden müssen, um wirksam zu sein, was dramatisch die Wahrscheinlichkeit steigert, dass es zu einem Zwischenfall kommt, der schnell zu einem Krieg führem könnte, was wohl kaum ein erwünschtes Ergebnis im christlichen Sinn ist. Zweitens stehen die Sanktionen selbst in keinem Verhältnis zu dem Ziel, „das Regime unter Druck zu setzen“, um es zu einer Änderung seiner Politik zu bewegen. Vierzig Prozent des Treibstoffbedarfs des Irans werden importiert, in erster Linie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, da das Land selbst nur über eingeschränkte Raffinieriekapazitäten verfügt. Wären sie erfolgreich, wären die Auswirkungen der Sanktionen auf die Energieversorgung verheerend. Man denke nur einmal nach, was in den Vereinigten Staaten von Amerika passieren würde, wenn 40% des Benzins und Öls vom Markt verschwinden würden. Man denke, wie die Reaktion der amerikanischen Öffentlichkeit ausfallen würde, wenn der Mangel das Resultat der feindlichen Aktion eines fremden Landes wäre. Wenn es beabsichtigt ist, mit den Sanktionen den sogenannten „Reformern“ im Iran zu helfen, wie im Brief der christlichen Anführer behauptet wird, würde ironischerweise gerade das Gegenteil erreicht und die Hardliner bestärkt. Die meisten Beobachter bemerken ganz richtig, dass die Sanktionen zumindest sicher stellen würden, dass keine erfolgreichen Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Westen zustande kommen können. Wenn der Iran aggressiv auf das faktische Zudrehen seiner Wirtschaft reagiert, würden die Sanktionen schnell zum Krieg führen.   

Richard Land und seine Freunde sind dafür bekannt, dass sie den Interventionismus der Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen, gegen Wahlen sind, bei denen die falschen Leute gewinnen und mit Gewalt dafür sorgen wollen, dass die Zivilbevölkerung in einem Land in die Armut getrieben wird, das die Vereinigten Staaten von Amerika in keiner Weise bedroht. Amerikas selbsternannte christliche Anführer sind schon wieder zu Wegbereitern geworden, die mit einem Kongress und mit Medien Hand in Hand gehen, die süchtig nach Krieg geworden sind. Der Vorschlag, dass die christliche Mission sich besser darauf beschränken soll, den Armen zu helfen und Seelen zu retten, ohne die zusätzlichen Mühen der Beratung von Politikern auf sich zu nehmen, mag vielleicht ungehobelt erscheinen. Es ist aber wirklich tragisch, wenn Leute, die sich selbst religiöse Anführer nennen, die amerikanische Öffentlichkeit mit einem Friss oder Stirb konfrontieren, wenn es um den Iran geht. Entweder Krieg oder mehr Krieg. Keine beruhigende Botschaft in der Weihnachtszeit, und schon gar nicht das Vermächtnis des Friedensfürsten.  
  
     
  Erschienen am 24. Dezember 2009 auf > http://www.antiwar.com > http://original.antiwar.com/giraldi/2009/12/23/christians-united-for-war/

Über selbstproduzierte Kirchensendungen verbreiten evangelikale Christen radikale Ansichten. Journalisten, die darüber kritisch berichten, werden in Kirchenmagazinen oder im Internet von den Anhängern massiv bedroht. Und wie Political Impotente dies auch noch toll finden.

Dies passiert mit Kindern in einem Staat mit dem Deutschland(!!!) in Afghanistan die westliche Demokratie verteidigt:

Und da gibt es Menschen die denken wir Muslime wären gefährlich. Sie denken weil diese nur eine Minderheit sind und nicht öffentlich auffallen sind Evangelikale keine Gefahr. Sie Glauben der Verfassungsschutz wird diese Naiven vor den Evangelikalen schützen. Das erwachen wird ein bitteres für diese sein!

Die US unifizierte evangelikalische Kirche hat, auf Anfrage ihrer deutschen Schwester-Kirchen, dem Herrn Ulfkotte gestattet, einen Studiengang „Geistige Landesverteidigung“ in ihren Schulen zu veranstalten. Die neuen Freunde Ulfkottes haben inzwischen Psalm 109.8 auf Flyer, T-Shirts, usw. gedruckt zum Mord auf dem Präsidenten Barack Obama aufgerufen. Eine MSNBC Sendung informiert über diesem fundi-christlichen Terrorismus:

Frau und Kinder Obamas werden gewarnt, dass sie bald Witwe und Waisen sein werden… Was ist die Unterschied mit Bin Laden und Konsorten die ihrerseits Suren des Korans missbrauchen, um zum Terrorismus anzustacheln?

Ulfkotte hat keinen glücklichen Hand bei der Auswahl seiner Freunde und Gönner. September 2007 war das Vlaams Belang bei der geplanten Massendemonstration in Brüssel erst Ulfkottes Retter, um alsbald innerhalb weniger Tage festzustellen, dass es sich leider um eine „rechtsextreme“ Bewegung handelte. Herbst 2008 hatte Ulfkotte erst seine Liebe „Pax Europa“ an die Bürgerbewegung Willi Schwends ausgehandigt, um bald nochmals feststellen zu müssen, dass die Rechtsextremen ihn wieder beschwindelt hatten.

Noch in 2009, aber bestimmt in 2010, wird es dem „Professor“ der geistigen Landesverteidigung abermals klar werden, dass er sich mit Rechtsextremen und Terroristen verbunden hat.

Herr Ulfkotte, warum dauert es bei Ihnen immer so lange, bis Sie sich vom Rechtsextremismus trennen?

Schon die desavouierte US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin wusste: „Der Irakkrieg war der Wille Gottes„. Jetzt ist schockierendes Propagandamaterial aus den Anfängen des Irak-Krieges aufgetaucht, das beweist: Religiöse Motivation war auch den Kriegstreibern aus dem Westen ein willkommenes Stilmittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen.

„Ihre Pfeile sind scharf,
alle ihre Bogen gespannt. Die Hufe ihrer Pferde sind hart wie Kiesel, die Räder sausen dahin wie der Sturm.“

(Das Buch Jesaja, Kapitel 5,28)

Der Krieg, der Millionen Opfer forderte, begann nicht nur mit grünen Leuchtspuren über dem Himmel Bagdads, sondern auch mit einer Lüge. Es folgten die schrecklichen Folterszenen aus dem Abu Ghraib-Gefängnis, die nach neuen Verdachtsmomenten ebenfalls vom Pentagon angeordnet wurden. Das jüngst entdeckte Propagandamaterial dürfte nicht nur Christen die Zornröte ins Gesicht treiben, sondern auch Wasser auf die Mühlen derer sein, die ihren blutigen Aufstand mit dem Kampf gegen die „Kreuzfahrer“ rechtfertigen.

„Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag
des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.“

(Der Brief an die Epheser, Kapitel 6,13)

Gott fährt einen Panzer? Das klingt so absurd wie ein okkulter US-Präsident, der Blut aus einem Totenschädel trinkt. Obama wird verdammt viel wieder gutmachen müssen.

„Tut die Tore auf, daß hereingehe das gerechte Volk,
das den Glauben bewahret.“

(Das Buch Jesaja, Kapitel 6,22)

Woher stammt dieser Irrsinn? Die New York Times berichtet, diese Motive hätten im Jahr 2003 als Deckblätter für die täglichen Lageberichte gedient, die Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und anderen hochrangigen Pentagonmitarbeitern vorgelegt wurden. Jetzt ist aber bekannt, dass Rumsfeld nicht gerade zu den überzeugten Christen zählt. War alles nur Jux und Tollerei – just for Fun?

„Befiehl dem Herrn deine Werke,
so wird dein Vorhaben gelingen“

(Luther-Bibel, Proverbs 16,3)

In einer anderen Übersetzung heißt es: „Befiehl dem Herrn deine Werke, so werden deine Anschläge fortgehen“. Ob die alliierten Soldaten in Afghanistan angesichts eines solchen Skandals noch bleiben möchten? Bring the boys home, aber subito!

Quellen:
Biblical Quotes Said to Adorn Pentagon Reports
(New York Times, 17.05.2009)
Bilder-Slideshow: Onward Christian soldiers!
(men.style.com, 17.05.2009)

„Auserwählt“ von Gott – behaupten so einige Völker – seien sie geradezu „berufen“ dem Übel und der Falschheit in der Welt zu begegnen, ja geradezu verpflichtet die Macht des Bösen a.k.a. Satan höchstselbst zu bekämpfen. Das dies aber eine Art Widerstand ist, die nicht nur das vermeindlich „Böse“ betrifft – was widerum Auslegungssache und Urteil wie Vorurteil zu gleich ist – wird auffällig, wenn Gott als Vater des Gedanken herhalten muß.

Es geht dabei nicht um Religion im eigentlichen Sinne, sondern um die Einstellung im Bezug auf den Wahrheitsgehalt der eigenen Religion. Was wäre ein Christ, dem der Gedanke widerstrebt seine Religion sei nicht die einzig wahre? Was wäre ein Muslim, der plötzlich den Glauben an den Koran verlieren würde? Was ein Jude, wenn er nicht gänzlich von seiner Religion überzeugt wäre?
Diese Fragen können wir für alle Religionen und Glaubensrichtungen beliebig fortführen, die Antwort jedoch ist immer gleich: Er wäre nicht mehr das wofür er sich bislang ausgab. Seine stützende Schulter, seine Kraft würde ihm – durch das Fehlen am Glauben – abhanden kommen.

Und hier greift genau die Wirkung des Exorzismus.
Ein Exorzist, dem der Glaube an Gott fehlt, ist kein Exorzist. Wenn Sie, lieber Leser, die Möglichkeit haben an einem Exorzisten-Lehrgang teilzunehmen – man höre und staune, solche werden hin und wieder angeboten – wird Ihnen genau das indirekt nahegelegt. Und so verhält es sich auch zb. im Katholizismus. Der „Teufel“ existiert und er wirkt, das muß ein Katholik glauben, sonst ist er kein „richtiger“ Katholik.
Ist man kein „richtiger“ Evangelikale, gibt es auch kein Seelenheil und leider darf man sich dann auch nicht mehr zu den Glücklichen zählen die einst zu den 144.000 gehören die ins Reich Gottes eingehen werden wenn der Tag des „Jüngsten Gerichts“ eingetroffen ist.

Wenn Religionen auch noch so unterschiedlich zu sein meinen; Sie sehen wie sich hier eine – durchaus legitime – Einheit bildet. Eine Gemeinsamkeit.

Es sind sogar zwei Gemeinsamkeiten:
– Der Glaube an die einzig wahre Religion
– Der Glaube an Erlösung

Jede Religion hat ihr entsprechendes Angebot was letzteres betrifft. Bei den Einen ist es das Himmelsreich Gottes, bei anderen das Nirvana und bei wieder Anderen das Paradis in dem die reinen, schönen und himmlischen Jungfrauen fürs Wohl sorgen (K 9:111 – [..] mit reinen schoenen himmlischen Jungfrauen vermaehlen) und man „wie Perlen nie altert“.
Je nachdem wie sehr ein Gläubiger glaubt, je nachdem wie fest sein Glaube an die eigene Religion ist, so richtet er sein Leben – sein handeln – danach aus. Und dabei können wir nicht von „Besessenheit“ sprechen. Denn jede Religion für sich ist eben die „wahre“ und somit „richtige“ Religion und alles was sich damit verbindet ist für den jeweiligen Gläubigen „richtig“ und „wahr“. Das mag vielen nicht bekommen, aber da beißt die Maus keinen Faden ab.
So wie ein Evangikale es für richtig hält die Worte Gottes ernst zu nehmen, so ist es für den gläubigen Muslim richtig an seine Version des Glaubens festzuhalten.

Nun könnten wir einerseits sagen „Es ist falsch zu behaupten es sei richtig für Allah in den Krieg zu ziehen.“, aber ist es denn nicht gleich auch falsch durch „Gott bevollmächtigt“ in den Krieg zu ziehen?
Dies ist keine Glaubensfrage – dies ist eine Frage der immer wieder, auch von hohen Politikern gern geforderten, Toleranz. Und zwar der Toleranz andere Religionen zu akzeptieren.

Ich will Ihnen ein Beispiel als Crash-Exkurs bringen:
Immer wieder hörten wir im Verbund des „Kampf gegen den Terror“ das Wort „Dschihad“, was immer wieder gern mit „Heiliger Krieg“ übersetzt wird und dann – für einen Nicht-Muslim unverständliche – Koranverse als „Beweis“ für die Aggressivität des Islams herangezogen wurden.
Ich sage deshalb „unverständliche Koranverse“, da wir zum großen Teil nicht mal fähig sind unsere eigenen Verse richtig zu interpretieren. Wer sagt er hätte aber alle verstanden, der lügt schlicht und ergreifend. Denn bei der Interpretation scheiden sich noch immer die Geister; jeder hält seine eigene Interpretation für richtig – er „glaubt“, mehr ist es nicht.
Zurück zum „bösen“ Wort „Dschihad“ was so böse gar nicht ist. Rein sprachlich abgeleitet bedeutet es erst einmal nicht mehr als „sich bemühen“. Das „sich bemühen“ zielt darauf ab sich von unrechtmäßigem Tun und Denken zu befreien bzw. sich davon „rein“ zu machen. Im islamischen Rechtssystem gibt es zwei Begrifflichkeiten des „Dschihad“.
Zum einen den „große Dschihad“: Der „innere“ Kampf um Moral sozusagen, den jeder von uns beinahe täglich führt. Im christlichen Sinne entspricht dieser in etwa der „Nächstenliebe“.
Zum anderen den „kleinen Dschihad“: Dieser Kampf kann am ehesten mit dem „Widerstandsrecht“ vergleichen. Welches im übrigen auch Deutschen, Amerikanern, oder anderen zusteht.
Der „kleine Dschihad“ ist die legitime Selbstverteidigung zum Schutz vor Tyrannei, Angriffen und Ungerechtfertigkeiten jeder Art. Es ist ein Akt des Versuches zur Selbstbefreiung und ist keineswegs mit den Vorstellungen einiger „Attentäter“. Der „Widerstand“ der Attentäter richtet sich ausschließlich gegen westliche Hegemonien und stellt sich in die Nähe der Vorstellung eines „Lebens nach dem Tod“ ohne Rücksicht auf begleitende Verluste. [Quelle]

Und nun die andere Seite:
Moral spielt in jedem Land eine wichtige Rolle und leitet sich oftmals verstärkt aus der Religion ab bis hin in die Politik.

„Einerseits stehen“ zb. „die Amerikaner zwar hinter der Trennung von Staat und Religion, andererseits aber soll Religion in moralischer Hinsicht Leitlinie für Politik und soziales Leben sein“ ()
So ist es nicht verwunderlich, das selbstverständlich auch der Antichrist seinen Einzug bereits in die Politik gefunden hat. Der Antichrist steht für „das Böse“ welches bekämpft werden muss. Relativ praktisch ist hier, das der Antichrist oder seine Helfer sowieso nicht den gleichen Glauben hat wie man selbst. Logisch: Er/sie hat/haben etwas gegen das was man im Auftrage Gottes bereit ist zu tun. Und man „muß“ etwas tun, sonst darf man nicht ins göttliche Himmelsreich.

Da, wie ich im Anfang schon beschrieben habe, „das Böse“ je nach Auffassung immer etwas oder jemand anders sein kann, berechtigt dies die entsprechend Gläubigen sich in die jeweils gewünschte Position zu bringen.
Nur so kann man verstehen, warum ein Herr Bush, Ashcroft, Frau
Palin oder auch andere immer wieder heranziehen „von Gott dazu berufen“ zu sein.
So läßt sich das auch auf die letzten Konflikte beziehen:

„Unsere Nation ist von Gott auserwählt und von der Geschichte beauftragt, ein Modell für die Welt zu sein“

Zum besseren Verständnis:
„Unsere Religion ist die Bibel und durch ihre Geschichte sind wir beauftragt die Welt zu vereinen“

Man kann es auch Missionsarbeit nennen, denn nur so kann es funktionieren. Wer sich nicht missionieren lässt ist nicht nur ein Amerika-Religionsfeind, sondern gegen das „einzig wahre Wort Gottes“.

Zum großen Erstaunen mancher, hat sich diese Art der Missionsarbeit auch bereits in Europa etablieren können. Man denke nur an die Euphorie mit der der neuste Präsident angepriesen wird: Man vergleicht ihn mit dem Messias. Im Bezug zu dem von mir geschriebenem Artikel klingen die Worte Ashcrofts „[..] dass die Vereinigten Staaten Gottes auserwählte Nation sind, die sich in einem gerechten Krieg gegen das Böse befinden. Genau aus dem Buch der Offenbarung ist zu entnehmen, dass die Agonie, die wir ertragen müssen die Geburtswehen sind, die das Kommen des Messias ankündigen“ sehr beunruhigend.

. Moral und religiös geprägte Weltsicht seien für 70 Prozent der US-Bürger identisch.

Es ist nicht Amerika als Land, welches sich auszubreiten scheint – es ist Amerika… als „Religion“. Es ist der Masterplan.
„The New World Order“ – Apokalypse inklusive.
Quelle

Die Bedrohung unserer Gesellschaft durch religiöse Fanatiker nimmt immer weiter zu. Keine Angst lieber Leser, die Rede ist nicht von bärtigen Muselmanen, die mit Srengstoffgürtel und Krummsäbel bewaffnet in unseren Kulturkreis einfallen, hier geht es um die andere Seite, um fanatische Christen, die ihre oberste Existenzberechtigung offenbar darin sehen, alles und jeden in den Genuss ihrer unbändigen Missionierungswut kommen zu lassen. Denn in enger Zusammenarbeit mit der der Evangelischen Kirche und dem pädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen (bezeichnender Weise pflegt man dort die Abkürzung PI), will man künftig, im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten Projekts „religiöse Bildung“, in die Gelsenkirchener Kindertageseinrichtungen tragen. Insbesondere die WAZ, die Westfälische Allgemeine Zeitung, versucht sich wohl, ob dieser unglaublichen Mißachtung der Religionsfreiheit direkt in das Herz des lieben Gottes zu schreiben.

“Das Ziel: Bei der Vermittlung von Werten sollen in den städtischen Einrichtungen nun auch religiöse Fragestellungen thematisiert werden. Elf der 46 Einrichtungen beteiligen sich an dem Modell, die Mitarbeiter werden eigens geschult.” […] “Die Stadt beschreitet einen innovativen Weg, will Kindern auch in ihren Einrichtungen religiöses Rüstzeug geben. Das ist gut so, denn wer Werte vermitteln will (und soll), der kommt ohne Religion nicht aus.“

Ob sich der Verfasser dieses intellektuellen Kahlschlages, Michael Muscheid, davon im Himmel ein goldenes Fleißkärtchen, übergeben vom Jesuskindlein persönlich, erhofft, konnten wir noch nicht klären, eins dagegen ist ganz klar: Das ist ein Schlag in die Gesichter großartiger Humanisten und Philosophen, die zum großen Teil gegen den Widerstand der Kirche neue Werte der Aufklärung schufen. Mehr noch, belehrt man in bester Selbstgerechtigkeit Erzieher, Pädagogen und nicht zuletzt Eltern, daß die Vermittlung demokratischer, humanistischer und moderner Werte im Sinne einer nachvollziehbaren, säkularen Ethik nichts als Mummpitz waren.
Beängstigend auch die Aussagen von Heike Kostarellis, der Leiterin einer Kita im Stadtteil Gelsenkirchen Horst, die gar für Kinder ein „Recht auf religiöse Bildung“ fordert.
Woher genau sich dieses Recht konstruiert, und warum nun gerade die, an eigene Interessen gebundene Evangelische Kirche „die Richtige“ für die Aufgabe der Vermittlung von Werten ist, bleibt wohl ein ebenso unergründliches Geheimnis wie das Märchen vom Heiligen Gral.
Sicher ist das Kennen religiöser Werte wichtig für die Entwicklung unserer Kinder, insbesondere um die Struktur unserer Gesellschaft und die Grundlagen des menschlichen Miteinander zu verstehen. Es stört nur ein wenig die Einseitigkeit, mit der man hier vorgeht, denn für die Werte einer multikulturellen Gesellschaft, mit zahlreichen religiösen Angeboten auf dem Jahrmarkt der Heiligkeiten, ist diese Form der religiösen Bildung nicht gerade der Weg, mit dem man erfolgreich freidenkende und mündige Menschen schafft.
Aber vielleicht ist ja gerade dies auch gar nicht beabsichtigt. Es erscheint zumindest als offensichtlich, daß man konfessionslosen Eltern jede Möglichkeit nehmen will, ihre Kinder einer gezielten religiösen Beeinflussung zu entziehen, sollten sie Ihre Kinder ganz bewußt in konfessionslose städtische Tageseinrichtungen schicken.
Eine Entwicklung, wie in Gelsenkirchen nun zu beobachten, kann man also durchaus auch als die schleichende Entwicklung eines christlichen Fundamentalismus in unserer Gesellschaft bezeichnen. In welch hohle Gasse das fanatische Vertreten einzelner ausgesuchter religiöser Wahn- oder Wertvorstellungen führt, zeigen uns, wieder einmal, die USA, in denen der religiöse Fanatismus bereits Ausmaße angenommen hat, die uns nur noch staunend den Kopf schütteln lassen. [Quelle]

Die Welt ist schlecht und ungerecht? Ein Tummelplatz brutaler Interessenskämpfe und Bühne für blutige Fehden? Atomare Waffen, Napalm und Agent Orange weisen diesen Planeten als vitales Totenreich aus? Ozeane gefüllt mit Fluten aus Blut und Hochgebirge aus menschlichen Kadavern sind ein Anzeichen für eine Welt, in der kein Gott mehr zuhause sein kann? – Weit gefehlt! Der Philosoph Pangloß, jener Denker aus Voltaires berühmter Satire „Candide oder der Optimismus“ – eine Leibnitz-Karikatur -, lehrt uns, dass wir die Grausamkeiten, Ungerechtigkeiten, Nöte und Gewalttätigkeiten innerhalb dieser Welt nicht nur durch unsere subjektive Wahrnehmung moralisch bewerten dürfen – auch wenn man sich zunächst fragt, wie man sonst wahrnehmen und bewerten soll -, sondern uns immer wieder bewußt machen müssen, dass wir in der „besten aller möglichen Welten“ leben. Und gerade in einer Welt, die so offenbar die Theodizee heraufbeschwört, die so ungestüm Fragen aufwirft, die sich bereits der Kirchenvater Laktanz in der Antike stellte – nämlich jene, woher die Übel kommen, wenn nicht von Gott -, ist die Sichtweise eines Pangloß geradezu prädestiniert, zur neuen Moralität aufgewertet zu werden. Nach dieser ist die Welt gar nicht schlecht, wenn man sie richtig zu deuten vermag.

In Voltaires satirischen Roman bereisen die Hauptprotagonisten, darunter der besagte Philosoph, die gesamte damalige Welt und erleben allerlei auswegslose Situationen, können sich aber immer wieder aus den oft hoffnungslosen und verstrickten Gegebenheiten winden. Dass sich alles zum Besten, zumindest aber zum Besseren wende, nährt sich für Pangloß aber nicht aus seinen Erfahrungen, sind also nicht Ausdruck seiner eigenen Empirie, sondern er wußte es schon vorher, schon als er nur Schreibtischgelehrter war – in seinen Erlebnissen sieht er nur die Bestätigung seiner vorherigen Einsichten, quasi die praktische Anwendung der vormaligen Theorie. Diese besagt: Gott sorgt dafür, dass die „beste aller möglichen Welten“ einen gerechten Gang gehe – so gerecht es eben möglich ist! -, auch wenn es zunächst nicht immer offensichtlich scheint, dass gerecht ist, was ungerecht wirkt. Selbst Verstümmelungen am eigenen Leib läßt Pangloß nicht gelten um der Ungerechtigkeit zu jammern, denn man dürfe in einer solchen individuellen Tragik nicht nur das Beklagenswerte erblicken, sondern auch den hehren Umstand der göttlichen Gerechtigkeit. Mit der Einsicht, nur ein Bein, nicht aber alle beide verloren zu haben, läßt sich der für uns oft untragbare Zustand der Welt aushalten. Es ist jener Optimismus, der sich uns alltäglich in der Allegorie des halbvollen oder eben halbleeren Glases äußert.

Und wie unser berühmter Philosoph aus der Gedankenwelt des Voltaire, so reist auch die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin um die Welt – freilich zunächst nur verbal, quasi im kurzen Abriss ihrer Gedanken oder jenem, was sie für Gedanken hält. Nicht nur das – auch sie deutet die Greuel der Welt, den sich abzeichnenden Irrsinn, der Menschen verstümmelt, verletzt und tötet, die Gewalt, die Unterdrückung und das Leid von Milliarden von Menschen nicht als Jammerszenario, sondern als Umsetzung der „besten aller möglichen Welten“. Anders: Wenn die Armeen der Vereinigten Staaten von Amerika einen Angriffskrieg ins Leben rufen, wenn sie offenen Terror gegen Zivilisten betreiben, wenn sie die Kinder ihrer eigenen Unterschichten dem täglich lauernden Tod überantworten, dann hadert Palin nicht – nein, sie ruft zu einem Gebet für „unsere Soldaten und Soldatinnen“ auf, „die sich bemühen, das Richtige für unser Land zu tun“, die von den Führern des Landes mit „einer von Gott gegebenen Aufgabe“ betraut wurden. Sie wird dabei nicht müde zu erwähnen, dass es sich bei diesem Angriffskrieg nicht um einen Plan aus den Büros irgendwelcher Öl-Konzerne handelt, sondern um „den“ Plan – den Plan Gottes eben! Kurzum: Nicht ob der Grausamkeit jammern, denn auch wenn es noch nicht sichtbar ist, alles Blut das heute fließt, fließt für den Plan Gottes.

Der noch amtierende Präsident der Vereinigten Staaten, so mußte man schon vor Jahren lesen, hat sich zu den immer noch schwelenden Kampfeinsätzen im Nahen Osten verleiten lassen, weil scheinbar das Rote Telefon nicht mehr nach Moskau, sondern geradewegs ins Vorzimmer seines Gottes verbinden läßt. Der Optimismus der US-Administration, die Weltsicht Pangloß‘ also, ist eine kalkulierte Konstante im Politbetrieb der USA. Eine Konstante, die mit und durch Palin im Weißen Haus erhalten bleibt. Wenn sie dann erst ihr Amt antritt, wenn sie irgendwann vor die Presse treten muß, um die obdachlosen irakischen Kinder, verstümmelte Moslems und Berge von toten Zivilisten zu erklären, dann wird der Optimismus aus ihren Augen glühen, während sie verkündet, was sie schon kürzlich einmal in die „beste aller möglichen Welten“ hinausposaunte: „Ich glaube, Gottes Wille muss geschehen, die Menschen und die Firmen müssen zusammengebracht werden, damit die Pipeline entsteht.“ Wir dürfen an dieser Stelle nicht kleinlich sein, dürfen uns hier nicht fragen, wozu deren Gott eine Pipeline braucht, ob er Cadillac oder Ford fährt, Normal oder Super plus, und wieso dieser Gott dazu bereit ist, Blut als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Solche Fragen böten nur Antworten, die der menschliche Geist nicht erfassen kann, weswegen man es mit Pangloß halten sollte und quasi als Vorschußleistung für das eigene Seelenheil, ein wenig Vertrauen zu Gott an den Tag legen sollte.

Kleinlich derjenige, der dies nicht einsehen will und in den Blutbädern des Nahen Ostens den Teufel, nicht aber Gott erkennen will; dumm derjenige, der sich von abgerissenen Gliedmaßen irritieren läßt und daher von Gottlosigkeit fabuliert; blind derjenige, der nicht erkennen will, dass hinter jeder napalmbasierenden Zerstörung die Wunderbarkeiten eines Wiederaufbaus lauern – eines Wiederaufbaus einer diesmal freien Wirtschaft, denn nur jene bringt den Plan Gottes in die Welt. Es ist folglich kein Übel in der Welt, sondern das Übel ist der Beginn göttlichen Wirkungs- und Schaffenskreises. Palin – Sarah Scholastika – hat, ob Zufall oder Kalkulation ihres Schöpfers, enormes Glück erfahren, innerhalb der christlichen Welt so ein Dogma vertreten zu dürfen – wäre sie Muslima, würde man sie mit Bin Ladin in einen Topf werfen und sie als fanatische Extremistin verunglimpfen, die man dingfest zu machen habe. Es würde dann keine Rolle spielen, ob sie lebendig eingefangen oder als erschossener Korpus den Medien präsentiert würde. Man würde ob ihres humorlosen und aggressiven Gottes spotten, würde sie als unaufgeklärte Gestalt aus dem Mittelalter verlachen und mit dem Finger auf ihre naiv-devote Glaubensauffassung deuten. Aber, Gott sei Dank, leben wir im zivilisierten Teil der Erde, in dem man solche Ansichten ohne Angst hegen darf, ohne gleich mißverstanden zu werden. Immer wieder Gott sei Dank, dass wir in dieser Freiheit leben dürfen, die uns erlaubt, dem Anders- und Ungläubigen eine Emanzipation von seinem Gott nahezulegen, während wir dem einzigen und wahren Gott dabei behilflich sind, die „beste aller möglichen Welten“ zu erhalten.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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