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Für den Friedensprozess im Nahen Osten erachtet die internationale Politik den Ausgleich der Interessen zwischen Israelis und Palästinensern als fundamental an. Doch das Selbstverständnis des Staates Israel steht dem im Weg. Jochen Vollmer rekonstruiert die Konfliktlage historisch und politisch und plädiert für eine Befreiung der Theologie aus nationalreligiösen Engführungen.

Die übliche Wahrnehmung des Israel-Palästina-Konflikts ist zugunsten von Israel verzerrt und blendet das Unrecht, das der einheimischen palästinensischen Bevölkerung mit der Gründung des Staates Israel geschehen ist, weitgehend aus. Unter Christen ist die einseitige Wahrnehmung ein Symptom der Schuldverdrängung christlicher Judenfeindschaft bis hin zum Holocaust. Lutherische Tradition hat das Evangelium von der Rechtfertigung antijudaistisch als Überwindung jüdischer Werkgerechtigkeit interpretiert, das Judentum so verleumdet und theologisch negiert, lange bevor es zur physischen Vernichtung des europäischen Judentums kommen konnte.

»Verdrängen hält die Erlösung auf, Sich erinnern bringt sie näher«1. Die Erinnerung muss ungeteilt sein, sie muss den Opfern und Tätern gelten, den Opfern und Tätern des Holocaust wie den Opfern und Tätern der Gründungsgeschichte Israels wie den Opfern und Tätern seiner Siedlungspolitik seit 1967.

1. Zur Vorgeschichte des Konflikts

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bezieht sich auf ein Land, auf das Israel und die Palästinenser Anspruch erheben. Palästina ist seit Jahrhunderten von Arabern bewohnt. Wenige Juden lebten dort im Frieden mit ihren arabischen Nachbarn. Seit Ende des 19. Jh. wanderten Juden im Wesentlichen in fünf Alijot in Palästina ein: 1882 nach den Judenpogromen in Russland, 1904 nach Theodor Herzls Tod, 1918 nach dem Ersten Weltkrieg, 1924 überwiegend aus Polen und nach 1933.

Die alteingesessene arabische Bevölkerung reagierte mit immer größerem Unmut bis hin zu gewaltsamen Formen des Widerstands auf die jüdischen Einwanderer. Zionisten haben palästinensisches Land in Besitz genommen und geraubt mit dem Ziel, einen jüdischen Staat zu errichten. Palästinensischer Widerstand, auch schlimme Gewaltakte zogen schlimme jüdische Gewaltakte nach sich. Israel stilisierte und stilisiert seine Abwehr gegen den Widerstand der Palästinenser als Kampf gegen den Terrorismus mit dem Recht auf Selbstverteidigung. Hat der Eindringling und Räuber, der der eingesessenen Bevölkerung das Land nimmt und auf deren gewaltsamen Widerstand stößt, ein Recht auf Selbstverteidigung? Die Vergeltungsschläge Israels gegen palästinensische Gewaltakte waren und sind zumeist unverhältnismäßig, besonders der Gazakrieg Dezember 2008/Januar 2009.

Die Palästinenser sind Opfer von Opfern. Der Zionismus ist eine Ideologie von Opfern. Die Gründung eines jüdischen Staates, in dem Juden frei von Anfeindungen ihre Identität leben können, war das Ziel der Mehrzahl der Zionisten lange vor 1933 und dem Holocaust. Das Naziregime mit der industrialisierten Ermordung von 6 Mio. Juden hat das Vorhaben eines Judenstaates in Palästina beschleunigt. Der Staat Israel ist eine Folge des unvorstellbaren Unrechts, das Juden von Deutschen, zumeist getauften Christen in der totalen Verleugnung ihres Christseins angetan wurde. Und die Folge dieses Unrechts an Juden war und ist Unrecht an unschuldigen Palästinensern, denn das Land war bewohnt. Nur wenige Zionisten hatten ein Unrechtsbewusstsein. Sie betonten, dass die Besiedelung Palästinas nur gelingen könne, wenn sie im Einvernehmen mit den Arabern geschehe.2

Der Holocaust ist ein wesentliches Merkmal jüdischer Identität nach 1945. Die einen sagen »Nie wieder« und setzen auf Sicherheit um nahezu jeden Preis. Andere sagen, Israel dürfe sich nicht endlos von Hitler beherrschen lassen und müsse mit seiner neu gewonnen Souveränität den Frieden fördern.3 Sie sind in der Minderheit. Solange der Holocaust die Mehrheit in Israel wesentlich bestimmt, dominiert die Opfermentalität im Selbstverständnis Israels, die das Gebot der Tora »Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägypten gewesen.« (Ex. 22,20; auch Lev. 19,33f) missachtet.

Der Staat Israel basiert auf der UN-Resolution 181 vom 29.11.1947. Den Juden, denen bis dahin weniger als 6% des Mandatsgebiets Palästina gehörten und die ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, wurden 56% des Mandatsgebiets zugesprochen. Auf diesem Gebiet lebten Anfang Dezember 1947 eine Million von insgesamt 1,3 Mio. Palästinensern, während die jüdische Gemeinde eine Minderheit von 650.000 stellte.4 Die UN-Teilungsresolution wurde von der palästinensischen Führung und den arabischen Regierungen als ungerecht abgelehnt. Die Ablehnung der Entschließung ermöglichte es der jüdischen Führung unter David Ben Gurion, die Teilungsgrenzen zu missachten und die jüdische Bevölkerungsmehrheit im Land anzustreben. Anfang Dezember begann die Entvölkerung Palästinas mit jüdischen Angriffen auf palästinensische Dörfer und Stadtviertel auch als Vergeltung für gewaltsame palästinensische Proteste. Die Briten legten ihr Mandat am 14.5.1948 nieder, und die Jewish Agency proklamierte die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina. Arabische Truppen marschierten in Palästina ein. Die Teilungsresolution war kein Friedensplan. Sie widersprach der Balfour-Erklärung vom 2.11.1917 mit ihrer Zusage, dass die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina nicht beeinträchtigt werden dürften.

Krieg und Vertreibung von 1947 bis 1949 waren für die Palästinenser die bisher größte Katastrophe ihrer Geschichte. Sie nennen sie nakba. Nach dem Krieg kontrollierte Israel nicht die ihm zugesprochenen 56, sondern 78% des Mandatsgebiets. Von den 900.000 Palästinensern in diesem Gebiet blieben nur 150.000 zurück. 750.000 Palästinenser ergriffen aus Angst die Flucht oder wurden aus ihren Siedlungen und Häusern gewaltsam vertrieben, über 500 palästinensische Siedlungen, Dörfer und auch Städte wurden zerstört, die Bevölkerungen von Deir Yassin (9.4.1948), Tantura (22.5.), Dawaymeh (28.10.) wurden massakriert. »Das Massaker von Deir Yassin hatte nicht nur seine Berechtigung – ohne den ›Sieg‹ von Deir Yassin hätte es auch niemals einen Staat Israel gegeben.«5 Der erste Ministerpräsident des am 14.5.1948 gegründeten Staates Israel David Ben Gurion wollte von vornherein einen jüdischen Staat, ein Groß-Israel. Sein Ziel war nicht die Teilung des Landes mit den Palästinensern: »Weshalb sollten die Araber Frieden schließen? Wäre ich ein arabischer Führer, würde ich niemals mit Israel verhandeln. Das ist doch ganz normal: Wir haben ihr Land weggenommen. Natürlich wurde es uns von Gott versprochen, aber warum sollte es sie interessieren? Unser Gott ist nicht der ihre. Wir stammen aus Israel, jedoch ist das 2000 Jahre her; was sollte dies ihnen bedeuten? Es gab den Antisemitismus, die Nazis, Hitler, Auschwitz – aber war das ihre Schuld? Das Einzige, was die sehen ist: Wir kamen her und stahlen ihr Land. Warum sollten die das akzeptieren?«6

Allein dieses Zitat Ben Gurions widerspricht dem offiziellen israelischen Narrativ, wonach die Gründungsgeschichte Israels im Wesentlichen ohne große Opfer der Palästinenser erfolgt sei und die Palästinenser freiwillig das Land verlassen hätten. Ben Gurion räumt ein, dass die Zionisten (»wir«) den Arabern ihr Land weggenommen haben, dass das Leid, das Israel widerfahren ist, den Arabern nicht als Schuld angelastet werden kann. Der religiöse Anspruch Ben Gurions macht eine Verständigung mit den Arabern unmöglich: »Natürlich wurde es (ihr Land, J.V.) uns von Gott versprochen, aber warum sollte es sie interessieren? Unser Gott ist nicht der ihre.« Das Land ist nicht verhandelbar, weil es »natürlich« Israel von Gott versprochen worden und weil der Gott Israels nicht der Gott der Araber sei. Dass Israel den Arabern das Land geraubt hat, wird mit der biblischen Landverheißung und der Inanspruchnahme des Gottes Israels gegen den Gott der Araber legitimiert. Es sind zwei Hindernisse, die dem Frieden zwischen Israel und den Palästinensern im Wege stehen: die Verdrängung der historischen Wahrheit und der religiöse Anspruch Israels auf das Land.

2. Zum Dilemma des Staates Israel

Der Staat Israel will ein jüdischer und ein demokratischer Staat sein. Als jüdischer Staat ist Israel seinen religiösen Traditionen verpflichtet, die nicht allen Staatsbürgern zugänglich sind. Als demokratischer Staat ist Israel der Gleichheit aller seiner Bürger und Bürgerinnen vor dem Gesetz und den allgemeinen Menschenrechten verpflichtet. Die demokratischen Elemente Israels sind auf Grund seiner vorrangigen jüdischen Identität erheblich eingeschränkt. Israel hat bis heute keine Verfassung. Umfang und Geltungsbereich religiöser Gesetze konnten bislang nicht in einem Konsens geklärt werden.

In Israel sind etwa 20% der Bevölkerung Palästinenser. Sie sind in vielen Hinsichten Bürger minderen Rechts. Sie werden in Sozialleistungen und im Bildungsbereich benachteiligt. Arabischen Bewohnern Ost-Jerusalems werden Baugenehmigungen verweigert, jüdische Siedler in den besetzten Gebieten erhalten wider das internationale Recht Baugenehmigungen. Eigentum von Palästinensern wurde konfisziert, viele ihrer Häuser wurden zerstört, Tausende ihrer Olivenbäume ausgerissen. Palästinenser waren und sind Kollektivstrafen und Folter ausgesetzt. Israelische Araber und Palästinenser gelten als hohes Sicherheitsrisiko, womit Verletzungen der Menschenrechte gerechtfertigt werden. Juden sind erheblich privilegiert.7

Der Staat Israel tendiert seinem jüdischen Selbstverständnis gemäß zu einer exklusiv jüdischen Bevölkerung. Die Unabhängigkeitserklärung vom 14.5.1948 füllt die Leerstelle der fehlenden Verfassung aus. Darin heißt es: »Der Staat Israel wird für die jüdische Einwanderung und die Sammlung der zerstreuten Volksglieder geöffnet sein; er wird für die Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner sorgen; er wird auf den Grundlagen der Freiheit, Gleichheit und des Friedens, im Lichte der Weissagungen der Propheten Israels gegründet sein; er wird volle soziale und politische Gleichberechtigung aller Bürger ohne Unterschied der Religionen, der Rasse und des Geschlechts gewähren.«8 Die Unabhängigkeitserklärung erwähnt weder die UN-Resolution 181 noch die Grenzen des neuen Staates. Ein Staat ist definiert durch ein klar begrenztes Territorium. Es wird nicht gesagt, im Lichte welcher Propheten Israel gegründet sein wird. Die Erklärung lässt in mehrfacher Hinsicht die Identität Israels offen und ist ein Grund seiner Friedlosigkeit. Das Versprechen sozialer und politischer Gleichberechtigung aller Bürger ist nicht eingelöst worden und wird täglich gebrochen.

Die mit der Unabhängigkeitserklärung betonte Offenheit für die jüdische Einwanderung wird in dem Rückkehrgesetz vom 5.7.1949 bestätigt: Jeder jüdische Einwanderer erhält die israelische Staats­bürger­schaft.9 Das Rückkehrgesetz schreibt die Privilegierung der jüdischen Bevölkerung fest. Das zionistische Projekt eines jüdischen Staates mit weitgehend jüdischer Bevölkerung war unter den bestehenden demographischen Verhältnissen mit der großen Mehrheit der arabischen Bevölkerung nur zu erreichen auf dem Weg der Vertreibung arabischer Bevölkerungsteile. 1930 erklärte Chaim Weizmann in Berlin, es sei nicht möglich, Palästina in einen jüdischen Staat zu verwandeln, denn »wir können nicht und wollen nicht die Araber vertreiben«.10

Obwohl in der jüdischen Bevölkerung religiöse Juden in der Minderheit sind, gelten in Israel religiöse Gesetze, auch Sabbat- und Speisegesetze. Von Rabbinern des konservativen wie des Reformjudentums vollzogene religiöse Handlungen (auch Trauungen) werden vom Staat nicht anerkannt. Die anderen Religionen haben autonome Institutionen.11

Seit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 sind religiöse Parteien in wechselnden Koalitionen in allen Regierungen vertreten. Für sie ist die Verwirklichung der biblischen Überlieferungen mit der Schaffung von Groß-Israel unabdingbar Gottes Gebot. Seit 1967 hat Israel die Westbank, die Golanhöhen, Ost-Jerusalem und den Gazastreifen (2005 die Siedlungen im Gazastreifen geräumt) völkerrechtswidrig besetzt, verbrauchen Israelis Wasser, das ihnen nicht gehört. Ost-Jerusalem wurde annektiert. Die Zahl der Siedler im Westjordanland nahm ständig zu und erreichte bis 2006 eine Viertelmillion. Bis heute dauert eine zweite stetige Vertreibungswelle an.12

Die fortgesetzte völkerrechtswidrige Siedlungspolitik schränkt die Palästinenser immer mehr ein, macht ihr Leben zunehmend unerträglich und zielt auf ihre endgültige Vertreibung. Das Verhalten der israelischen Besatzung gegenüber der palästinensischen Bevölkerung ist menschenverachtend und demütigend, dient nicht dem Frieden, sondern schürt täglich neuen Hass.13 Die Berliner Erklärung Schalom 5767 stellt fest »Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde Besetzung palästinensischen Gebiets.«14 Der Staat Israel verdankt seine Entstehung einer Entschließung der Staatengemeinschaft, fordert die Anerkennung durch die Staatengemeinschaft ein, missachtet aber fortlaufend UN-Resolutionen, sich aus den seit 1967 besetzten Gebieten zurückzuziehen und den Siedlungsbau zu stoppen. Grundlegend ist die Resolution 242 vom 22.11.1967: Das Existenzrecht Israels innerhalb sicherer Grenzen und der Rückzug israelischer Streitkräfte aus den besetzten Gebieten werden zur Vorbedingung eines dauerhaften Friedens erklärt.

Die Siedlungspolitik macht einen Frieden mit den Palästinensern faktisch unmöglich. Die Landnahme ist das oberste Ziel israelischer Politik.15 Die nationalreligiösen Siedler, der Gush Emunim, ihre extremistische Speerspitze16, wollen keinen Frieden, sie wollen im Gehorsam gegenüber Gottes Gebot das Land vom Meer bis zum Jordan, sie wollen es allein, sie wollen es nicht mit den Palästinensern teilen. Sie verstehen sich als Werkzeug des göttlichen Heilsplans. Selbst die Mahnungen seines wichtigsten Verbündeten, der USA, ohne deren Unterstützung Israel als Staat nicht überleben würde, werden ignoriert. Menschenrechtsverletzungen an den Palästinensern werden im Gehorsam gegen Gott auf dem Weg zu Groß-Israel bewusst verübt, solange die Palästinenser wider Gottes Willen auf der Teilhabe des Landes bestehen.17 Eine Regierung, die sich an das Völkerrecht hielte und die Räumung der Siedlungen in der Westbank, in Ost-Jerusalem und auf den Golanhöhen durchsetzen wollte, würde wahrscheinlich einen Bürgerkrieg riskieren.18

Seit 2003 wird auf palästinensischem, von den Israelis besetztem Gebiet eine Sperrmauer errichtet. Ihr Verlauf – nicht auf der Grenze, sondern auf palästinensischem Gebiet und Siedlungen und Städte zum Teil von drei Seiten einkreisend – dient nicht der Sicherheit Israels. Sie soll das alltägliche Leben der Palästinenser bis zur Unerträglichkeit erschweren, die vorhandenen jüdischen Siedlungen schützen und verbinden und einen lebensfähigen Palästinenserstaat unmöglich machen.19 Die Sperranlage wurde durch den Internationalen Gerichtshof am 9.7.2004 verurteilt.

Der Staat Israel hat in seinem jüdischen und demokratischen Anspruch seine Identität nicht gefunden. Als jüdischer Staat geht er zwangsläufig mit der Vertreibung und Unterdrückung der nicht-jüdischen einheimischen Bevölkerung einher.20 Er ist in seiner Siedlungspolitik in der Geiselhaft der religiösen Rechten, national gespalten und international isoliert.

3.  Der Staat Israel – ein Zeichen der Treue Gottes?

Die Rheinische Synode hat 1980 als erste deutsche Landessynode die bleibende Berufung Israels erklärt.21 Das war überfällig. Die Erklärung beruft sich auf Röm. 9-11 ohne zu sagen, worin die bleibende Berufung Israels besteht. Die Verstockungstheorie des Paulus kann ich nicht nachvollziehen. Israels Nein zu Jesus dem Christus ist seine Berufung und Mahnung an uns, die Christenheit, unseren Glauben an Jesus Christus auch zu leben und seine Tora zu tun.

Das Christentum verstand und versteht sich zum Teil noch immer als Ablösung des Judentums. Die Existenz von jüdischen Gemeinden parallel zur 2000jährigen Geschichte des Christentums wurde als Bedrohung des christlichen Selbstverständnisses angesehen. Israel ist seit 2000 Jahren der Stachel im Fleisch der Christenheit, weil sie Jesus als Erlöser glaubt, aber nicht seine Tora lebt. Christliche Judenfeindschaft ist das vergebliche Bemühen, diesen Stachel im Fleisch loszuwerden.

Die Rheinische Synode glaubte, in der Errichtung des Staates Israel »ein Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk« sehen zu müssen. Wir, Christen in Deutschland, können unsere unsägliche Schuld gegenüber der Judenheit nicht dadurch theologisch kompensieren, dass wir nun in der staatlichen Verfasstheit des Volkes Israel ein Zeichen der Treue Gottes sehen, das seinerseits Hunderttausende unschuldige Menschen zu Opfern gemacht hat und noch immer macht. Die Rheinische Synode missachtete die innerbiblische Kritik am Staat (Ri. 9; 1. Sam. 8; Mk. 10,42-44; 12,13-17; 1. Petr. 2,13-17). Indem Israel auch einen König haben und wie die anderen Völker sein will, gibt es seine besondere Berufung, eben nicht wie die anderen Völker zu sein, an Gott zurück. Wie könnte Israel, das seine Existenz der Befreiung aus staatlicher Gewaltherrschaft in Ägypten durch Gott verdankt, seine Identität als ein Staat verwirklichen und sichern wollen?

Die Staatlichkeit Israel/Judas war eine vorübergehende Episode. Das Nordreich Israel wurde 722 v. Chr. von den Assyrern erobert, das Südreich Juda 587/6 v. Chr. von den Babyloniern. In der Krise des Exils mit dem Verlust des Landes und der Staatlichkeit, der Zerstörung Jerusalems und des Tempels ist Israel nicht zu den Göttern des mächtigeren Babylon übergelaufen, sondern hat an seinem Gott festgehalten und seinen Gott nun als den einen und einzigen Gott der gesamten Völkerwelt und als Schöpfer des Himmels und der Erde bezeugt. Im Exil ist der Monotheismus entstanden.

Während nationalreligiöse Kreise auf einen Spross aus Davids Geschlecht, eine Restauration des Königtums mit der Ideologie der ewigen Erwählung Davids gehofft haben (2. Sam. 7; Ps. 2), haben Kreise um den Zweiten Jesaja und andere Trägergruppen den Untergang des Staates Juda als eine Widerlegung der Königsideologie verstanden und begriffen, dass Judas staatliche Verfasstheit nicht der zukünftige Weg Gottes mit seinem Volk ist. Für sie sind die Hulderweise an David auf das Volk übergegangen (Jes. 55,3). Sie haben keinen irdischen König und keinen Staat mehr erwartet.

Staaten sind partikulare Machtgebilde und menschliche Institutionen, ein Gebot der Vernunft. Sie religiös als Anordnung oder als Zeichen der Treue Gottes zu überhöhen, hat insbesondere von Röm. 13 her und in der lutherischen Tradition viel Unheil angerichtet und Gott im Neben- und Gegeneinander der Staaten zu einer Vielzahl von Nationalgöttern und also partikular gemacht. Gott partikular machen, für ein Volk, eine Nation in Anspruch nehmen gegen andere Völker oder Nationen ist ein Missverständnis des einen universalen Gottes, der alle Menschen und Völker geschaffen hat und darum für alle Menschen und Völker in gleicher Weise da sein will. Die Erklärung der Rheinischen Synode, im Staat Israel ein Zeichen der Treue Gottes zu sehen, war ein theologisch fragwürdiger Versuch, Schuld zu kompensieren.

Ein jüdischer Staat ist eben ein Staat, der seine jüdische Identität – die nichtjüdische Bevölkerung ausgrenzend und damit den einen und universalen Gott, der für Juden und Nichtjuden in gleicher Weise da sein will, verleugnend – mit staatlicher Gewalt nach innen und nach außen sichern will. Der Glaube an Gott kann nicht durch staatliche Gewalt gesichert werden. Die Besonderheit des jüdischen Volkes mit seinen großen universalen Traditionen und ihrer Hoffnung auf Gottes Schalom für Israel und die Völker verträgt sich gerade nicht mit einer staatlichen Verfasstheit, wie sie den anderen Völkern eigen ist. Als Staat soll Israel wie die anderen Staaten sein, demokratisch und säkular. Als Volk Gottes darf es nicht wie die anderen Völker sein, hat es den Auftrag, zum Segen und zum Licht der Völker zu werden (Gen. 12,3; Jes. 42,6; 49,6). Das Dilemma des Staates Israel, zugleich ein jüdischer und ein demokratischer Staat sein zu wollen, ist die Unvereinbarkeit von jüdischem Volk und jüdischem Staat.

4. Das Volk Israel und das Land

In der Perspektive des einen und universalen Gottes sind auch die biblischen Überlieferungen des Landes theologisch zu würdigen. Die Bibel redet von Gott universal und partikular. Es kommt darauf an, ob die partikularen Traditionen von Gott offen sind auf seine Universalität hin oder ob sie den Anspruch erheben, abschließend von Gott zu reden, ob von Gott ausschließlich in seinem Bundesverhältnis mit Israel geredet wird oder ob dieses Bundesverhältnis offen ist zur Völkerwelt hin.

Nach dem Scheitern der universalen Urgeschichte Gen. 1-11 – der Mensch ist nicht so, wie Gott den Menschen gewollt hat – macht Gott mit Abraham/Israel einen Neuanfang. Die Berufung Israels ist ein partikulares Handeln Gottes an Israel mit der Völkerwelt als seinem universalen Ziel (Gen. 12,1-3). Dem universalen Horizont der Urgeschichte entsprechen die universalen Traditionen mit der Neuorientierung Israels im Exil auf die Völkerwelt hin.

Auch die Landverheißungen sind in diesem universalen Horizont zu lesen. Die Grenzen des Landes werden in den einzelnen Überlieferungen sehr unterschiedlich umrissen. Nach Gen. 15,18 umfasst es das Gebiet vom Strom Ägyptens bis zum Euphrat; Dtn. 1,7-8 erwähnt den Euphrat, nicht den Nil; Jos. 13,2-5 nennt weder Euphrat noch Nil als Grenzen; 2.Sam. 24,2 bezeichnet das Gebiet von Dan bis Beerscheba; Ps. 72,8 steckt für das messianische Zeitalter die Grenzen weiträumig ab: vom einen Meer bis zum anderen und von dem Strom (Euphrat) bis zu den Enden der Erde. Und nach Gen. 13,14f wird Abraham als Land nur verheißen, was er um sich blickend sehen kann.22 Auf welche biblische Überlieferung soll sich der Staat Israel gründen?

Die Landnahme geschah historisch keineswegs kriegerisch, wie die Bücher Dtn. und Jos. erzählen, vielmehr als ein allmähliches Vordringen nomadischer und halbnomadischer Verbände in das Kulturland sowie in der Form von Aufstandsbewegungen im Lande schon ansässiger Gruppen.23 Die in das Kulturland eindringenden Sippen und Stämme haben sich auf Landzusagen ihrer Gottheiten berufen. Die Landverheißungen entsprechen dem Paradigma von Stammesgesellschaften und ihren Gottheiten. Die Landnahmeüberlieferungen sind mit Jahwekrieg und Vernichtungsweihe gewaltsam und grausam ausgestaltet. Sie sollen die Macht des Gottes Israels bezeugen, der den Exodus aus dem Exil, die Heimkehr seines Volkes verwirklichen wird. Es handelt sich um fiktionale Geschichtsschreibung als ermutigende, Glauben stiftende Anrede an die Gegenwart. Mit dem Monotheismus aber ist das Paradigma von Stammesgesellschaften und ihrer Gottheiten überwunden. Gott ist der Gott aller Menschen und Völker. Gott ist auch nicht mehr auf ein Land bezogen, kein Landbesitzer. Gott gehört die ganze Erde.

Die fiktionalen Landnahmeerzählungen werden von den nationalreligiösen Siedlern fundamentalistisch als »politischer Atlas«24 gelesen und im Glauben an ihren Gott, an ihr Missverständnis Gottes umgesetzt. Was in der Frühzeit Israels keineswegs Realität war, die Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner Kanaans, ist in den Jahren 1947 bis 1949 und danach für viele Palästinenser blutige Realität geworden. Wer die Bibel im vermeintlichen Gehorsam gegen Gott fundamentalistisch liest, missbraucht sie, richtet Unheil an, macht Menschen zu Opfern. Die Landverheißungen wollen auf die universalen Traditionen hin gelesen werden als Auftakt zu Gottes universalem Heilshandeln an allen Völkern.25

Mit dem Verlust seiner Staatlichkeit und des Landes wurde Israel herausgefordert, im universalen Horizont Gott als Gott Israels und der Völker wie als Schöpfer des Himmels und der Erde neu zu denken. Gott hat sein Volk herausgeführt aus der nationalreligiösen Gefangenschaft in den Glauben an seine universale Königsherrschaft über alle Völker (Ps. 93;96-99). »Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,/der Erdkreis und seine Bewohner« (Ps. 24,1). Gottes Herrschaft der Gerechtigkeit und des Friedens umfasst die ganze Erde und alle Völker. In der Gruppe um den Zweiten Jesaja wird die Erwählung Israels neu verstanden als seine Berufung, den Völkern Gottes Wahrheit und Recht, Heil und Schalom zu bezeugen bis an die Enden der Erde. Wie sollte Gott, der die Völker geschaffen hat, um Israels willen die Völker der Vertreibung und Vernichtung durch Israel preisgeben?

Vom Exil an hat Israel die Erfahrung gemacht, dass Gott auch außerhalb des Landes verehrt werden kann. Nicht wenige Juden sind in Babylon geblieben. Das Exil und die Diaspora sind keine gottlosen Orte. Die Synagoge und das Rabbinat sind entstanden. Identitätsstiftende Heimat und Mittelpunkt der jüdischen Religion sind nun die Bibel und der Talmud. Das Judentum ist »eine internationale ›transportable‹ Religion« geworden.26 Alfred Grosser bezeichnet die Tora »als transnationale Identität des Judentums«.27

Israel hat seine Identität wesentlich außerhalb des Landes erfahren, im Bundesschluss am Sinai und im Exil, wo ihm der universale Horizont seines Gottes aufgegangen ist. Im Exodus aus Ägypten hat Israel die Befreiung aus staatlicher Gewaltherrschaft erfahren, im Exil ging ihm die Befreiung aus dem nationalstaatlichen Missverständnis seines Gottesglaubens auf. Die Existenz Israels ist exterritorial begründet und daher von keinem Territorium abhängig.28 Dass Juden Gottes Tora in Freiheit leben können, ist in der Entsprechung zur Befreiung aus der Gewaltherrschaft in Ägypten der theologische Sinn der Landverheißung. Das bedeutet freilich, dass die Tora als Gabe er Freiheit ausgelegt wird nicht für Israel allein, sondern im Blick auf Gottes Fürsorge für alle Völker.

Heute leben weltweit etwa ein Drittel der Juden in Israel und zwei Drittel außerhalb von Israel. Das jüdische Volk besteht aus israelischen Juden und Diasporajuden. Die Diasporajuden in den verschiedenen Ländern verstehen sich als deren Staatsbürger jüdischen Glaubens. Wenn die Erde des Herrn ist und alle ihre Bewohner, dann wird die Erde zur Heimat, auf der man Gottes Tora leben und seinen Willen tun kann.

Im nationalistischen Horizont des Glaubens Israels bilden Gott, das Volk im ethnischen Sinn und das Land eine wesensmäßige Dreiheit. Im universalen Horizont des Glaubens Israels wird das Volk zur Glaubensgemeinschaft derer, die an den einen Gott glauben und auf Gottes Erde nach seiner Tora leben. Das Volk Israel im ethnischen Sinn hat seine Gründungsgeschichte als Nationalepos verfasst: Die Befreiung aus der Gewaltherrschaft in Ägypten, die Gottesoffenbarung am Sinai mit Bundesschluss und der Gabe der Tora, die kriegerische Landnahme mit der Vertreibung und dem Völkermord an den Ureinwohnern. Diese Gründungsgeschichte verdankt das Volk Israel seinem Nationalgott Jahwe. Mit dem Exil wurde dem Volk Israel nach dem Verständnis der Universalisten sein nationalistischer Horizont zerschlagen, kann Israel seine Geschichte nicht mehr als Nationalepos erzählen, weil Gott der Gott aller Völker ist und ihm die ganze Erde gehört.

Das Judentum mit seinem ethischen Monotheismus übte eine große Faszination aus. Viele Menschen aus den Gastvölkern bekehrten sich zum jüdischen Glauben. Das jüdische Volk als eine ethnische Größe in ununterbrochener Kontinuität von der biblischen Zeit an ist ein Mythos.29 Seit dem Exil gehören der Religion des Judentums Menschen aus vielen Völkern an. Das jüdische Volk ist nicht mehr ethnisch konstituiert und auch nicht an das Land im geographischen Sinn gebunden. Es hat seine Identität in dem Bundesverhältnis mit Gott und in der Gabe und Verpflichtung der Tora – auf der ganzen Erde, die des Herrn ist. Dem jüdischen Volk als Glaubensgemeinschaft entspricht dann, dass Erez Israel für die überwiegende Mehrheit der Juden nicht mehr unabdingbare Voraussetzung ist, ihren Glauben zu leben. Wer eine Synagoge in der Diaspora baut, in Deutschland zuletzt in Mainz 2010, sagt damit, dass er als Jude in der Diaspora leben will und im Vollsinn auch leben kann.

Das Judentum ist in sich tief gespalten. Die einen sind bereit, um des Landes willen Menschen zu opfern. Sie berufen sich auf die nationalistischen Traditionen einer exklusiven Erwählung Israels durch einen exklusiven Gott auf Kosten der palästinensischen Bevölkerung. Die anderen verstehen Gottes Wahrheit universal, sie glauben an Gott als den Schöpfer des Himmels und der Erde, der nicht nur Israel, sondern alle Völker geschaffen hat und seine Herrschaft der Gerechtigkeit über alle Völker und die ganze Erde ausüben wird.

5. Die Theologie befreien

Das Vermächtnis des jüdischen Volkes an die Menschheit ist der Glaube an den einen Gott und die Gottebenbildlichkeit des Menschen. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Darum ist der Mensch, jeder (!) Mensch, Gott heilig. Dieser Glaube wird im Schöpfungshymnus Gen. 1 bezeugt. In den nationalistischen Traditionen des Dtn. und des deuteronomistischen Geschichtswerks wird der universale Topos der Gottebenbildlichkeit verkannt und der Glaube vertreten, Gott würde um Israels willen die anderen Völker und Menschen preisgeben.

Naim S. Ateek hat eine sehr beachtenswerte palästinensische Theologie der Befreiung vorgelegt, die auf die Befreiung der Theologie zielt. Die Theologie muss befreit werden aus ihrer nationalreligiösen Gefangenschaft, aus einem partikularen und exklusiven Missverständnis Gottes zugunsten von Israel auf Kosten der Völker, aus der missbräuchlichen Vereinnahmung der Bibel für nationalreligiöse Interessen.30 Wenn Ben Gurion im Blick auf die palästinensischen Araber betont »Unser Gott ist nicht der ihre«31, dann erliegt er genau dem exklusiven Missverständnis Gottes, das Gottes Dasein für Israel und die Völker und damit die Heiligkeit eines jeden Menschen verleugnet. Es geht um die Befreiung der Theologie aus ihrer nationalistischen Gefangenschaft zur Erkenntnis der Universalität Gottes für Israel und die Völker wie zur Erkenntnis der Heiligkeit und unantastbaren Würde eines jeden Menschen.

Wir, die Christenheit, verdanken Israel unaufgebbar den Glauben an den einen Gott, der das Heil aller Menschen will, und den Glauben an die Heiligkeit eines jeden Menschen. Durch den Juden Jesus sind wir aus der Völkerwelt zu Seiteneinsteigern in das Gottesvolk geworden, das seither geteilt ist und zwei verschiedene Wege geht, den einen Weg in der Berufung auf die Tora und den anderen in der Berufung auf Jesus, auf das mit Jesus angebrochene Reich Gottes und die durch Jesus ausgelegte Tora als Lebensordnung des Reiches Gottes.

Die jüdische nationalreligiöse Rechte und mit ihr viele vermeintlichen christlichen Freunde Israels sind der Auffassung, dass um der Heiligkeit des Landes willen Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts geboten sein können. Sie verleugnen die Universalität Gottes und die Heiligkeit eines jeden Menschen. Gott ist kein Nationalgott und kein Staatsgott. Gott ist der universale Gott, der einen jeden Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, dem ein jeder Mensch heilig ist und der den Frieden aller Menschen und Völker will. Solange Israel für diese Erkenntnis steht, wird es zum Segen (Gen. 12,3) und zum Licht für die Völker (Jes. 42,6; 49,6). Keine Gabe Gottes, nicht die Tora und nicht das Land, steht über der Heiligkeit des Menschen. Keine Gabe Gottes und kein Gebot Gottes kann die Vertreibung, Verletzung oder gar Tötung auch nur eines einzigen Menschenlebens rechtfertigen. Wo in der vermeintlichen Berufung auf die Bibel auch nur ein einziger Palästinenser verletzt oder gar getötet wird, wird die Bibel missbraucht, das Land zum Götzen und Gott gelästert.

Die Menschenrechte sind unteilbar. Wo Christen und Christinnen einseitig für Israel und den Staat Israel Partei ergreifen, machen sie Gott zum Parteigänger und Komplizen. Nur wenn sich Israel seiner Geschichte stellt und nicht nur die Erinnerung an den Holocaust einfordert, sondern auch die Erinnerung an die Nakba zulässt und sich zu eigen macht32, wenn es das Land mit den Palästinensern zu teilen bereit ist, kann es eine friedliche Zukunft für Juden und Palästinenser geben. Das Problem sind die nationalreligiösen Siedler, die das Land, nicht den Frieden wollen.33 Der Staat Israel in den sicheren Grenzen vor 1967 und ein lebensfähiger Palästinenserstaat sind ein Gebot der Vernunft und des Friedens.

 

Anmerkungen:

1 Inschrift an der Gedenkstätte Yad Washem in Jerusalem.
2 S. hierzu Martin Buber, Ein Land und zwei Völker. Zur jüdisch-arabischen Frage, hg. von Paul R. Mendes-Flohr, Frankfurt/M. 1993.
3 So besonders Avraham Burg, Hitler besiegen. Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss, Frankfurt/New York 2009.
4 Dieter Vieweger, Streit um das Heilige Land. Was jeder vom israelisch-palästinensischen Konflikt wissen sollte, Gütersloh 2010, 152.
5 Menachem Begin, zit. nach D. Vieweger, Streit (Anm. 4), 157. Zum Ganzen siehe auch Ilan Pappe, Die ethnische Säuberung Palästinas, Frankfurt/M. 2007; John Bunzl, Israel im Nahen Osten, UTB 3159 2008; Alexander Flores, Der Palästinakonflikt, Freiburg i.Br. 2009: Alfred Rudorf, Israel in Palästina – Wegweiser zur Lösung, Neu Isenburg 2010.
6 Zit. nach D. Vieweger, Streit (Anm. 4), 149.
7 S. Norman G. Finkelstein, Antisemitismus als politische Waffe. Israel, Amerika und der Missbrauch der Geschichte, München 2006; Amnesty International Report 2009. Zur weltweiten Lage der Menschenrechte, Frankfurt/M. 2009, 211-217.
8 Zit. nach A. Flores, Palästinakonflikt (Anm. 5), 63.
9 Neues Lexikon des Judentums, hg. von Julius H. Schoeps, Gütersloh 2000, s.v. Rückkehrgesetz 716.
10 Nach Rolf Verleger, Israels Irrweg. Eine jüdische Sicht, Köln 2009², 53.
11 S. Michael Wolffsohn, Israel. Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Wiesbaden 2007, 331-339.
12 Ebd., 26-29.
13 S. Susan Nathan, Sie schenkten mir Dornen. Ausgegrenzt im Land der Verheißung, Bergisch Gladbach 2005, bes. 263-312.
14 R. Verleger, Israels Irrweg (Anm. 10), 98-101.98.
15 A. Rudorf, Israel (Anm. 5), 164 u.ö. S. auch Idith Zertal/Akiva Eldar, Die Herren des Landes. Israel und die Siedlerbewegung seit 1967, München 2007.
16 I. Zertal/A. Eldar, Herren (Anm. 15), 212-275.
17 S. dazu Victor und Victoria Trimondi, Krieg der Religionen. Politik, Glaube und Terror im Zeichen der Apokalypse, München 2006, 470-476.
18 So auch Michael Wolffsohn, Wem gehört das Heilige Land? Die Wurzeln des Streits zwischen Juden und Arabern, München 2002, 281.
19 Zur Sperranlage s. die Dokumentation von Ellen Rohlfs, Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina? »Nur« Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord?, 2007.
20 So auch Alfred Grosser, Von Auschwitz nach Jerusalem. Über Deutschland und Israel, Reinbek bei Hamburg 2009, 124.
21 Rolf Rendtorff/Hans Hermann Henrix (Hg.), Die Kirchen und das Judentum. Dokumente von 1945 bis 1985, Paderborn/München 1988, 593-596.
22 S. dazu Ernst Axel Knauf, Der Umfang des verheißenen Landes nach dem Ersten Testament, BiKi 55 (2000), 152-155.
23 S. auch Israel Finkelstein/Neil A. Silberman, Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel, München 2002.
24 So M. Wolffsohn, Israel (Anm. 11), 333.
25 So sachgemäß das Kairos-Dokument »Die Stunde der Wahrheit«, Ziff. 2.3.
26 M. Wolffsohn, Land (Anm. 18), 146.
27 A. Grosser, Von Auschwitz nach Jerusalem (Anm. 20), 107.
28 S. auch Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, München 20055, 201; Jürgen Werbick, Gott verbindlich. Eine theologische Gotteslehre, Freiburg i.Br. 2007, 157.
29 S. Shlomo Sand, Die Erfindung des jüdischen Volkes. Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand, Berlin 2010.
30 Naim S. Ateek, Gerechtigkeit und Versöhnung. Eine palästinensische Stimme. Vorwort von Desmond Tutu, Berlin 2010.
31 Zitat oben nach D. Vieweger, Streit (Anm. 4), 149.
32 Nach einer Notiz der »Frankfurter Rundschau« vom 24.3.2011 wird das Gedenken an die Nakba in Israel unter Strafe gestellt; Israelische Armee erschießt am Gedenktag Al Nakba acht palästinensische Demonstranten, »Frankfurter Rundschau«, 16.5.2011, 9.
33 Vgl. Moshe Zimmermann, Die Angst vor dem Frieden. Das israelische Dilemma, Berlin 2010. Zimmermann diagnostiziert in der israelischen Gesellschaft eine grundsätzliche Angst vor dem Frieden. Dem könnte ich nur insofern zustimmen, als die »Angst vor dem Frieden« die Angst vor der Teilung des Landes mit den Palästinensern ist.

Quelle

Während Anders Behrig Breivik nur noch mit billigen Mätzchen wie der Rücktrittsforderung an die norwegische Regierung bevor er weitere Aussagen machen will, oder mit seiner Forderung nach einem japanischen Psychater auffällt, hat sich eine ganz neue und sehr eigenartige Diskussion überall in Europa verselbständigt die fast täglich neue Gesichtpunkte bringt und die vor allem die Gefahren von Seiten der Rechten, Rassisten und Faschisten völlig neuen Bewertungen unterwirft.
Mit Anders Behrig Breivik ist in Europa der Typ des rassistischen, militanten Christen zum ersten Mal an das Licht der breiten Öffentlichkeit getreten. Für Fachleute ist diese Entwicklung allerdings nichts neues. Ulfkotte und Kewil weisen seit Jahren auf ihr Christentum hin. Thilo Sarrazin hat sogar ein besonderes jüdisches Gen gefunden, dass die Christen von den Juden und den Muslimen trennt. Allerdings ist Sarrazin außerhalb der NPD wohl der einzige, der es auch zum jetzigen Zeitpunkt schon wagt, die Juden gleich mit den Muslimen in einen Topf zu werden.

Anderen Rassisten wie PI, Kewil, und andere geben sich zur Zeit besonders proamerikanisch und proisraelisch. Das liegt vor allem daran, dass viel Geld aus den weißen, fundamentalistischen Christenkreisen fließt, die die endgültige Schlacht um Armageddon möglichst schnell herbeizwingen wollen:

Fest steht für diese Menschen das Endzeit herrscht. Dazu kommt als weiterer entscheidender Punkt, das sie die gesamte Bibel, also auch die Offenbarung wörtlich nehmen. Ohne wenn und aber. Unter Bezug auf den Bibeltext

 

1. Thessalonicher 4.17 Darnach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.

 

steht für diese Gläubigen fest, das sie in der Endzeit, nicht sterben müssen, sondern lebend entrückt werden. Der Zeitpunkt dieser Entrückung hängt aber eng mit der letzten großen Schlacht, mit der Schlacht um Armageddon zusammen.

Im allgemeinen Konsens der Evangelikalen wird der Berg Har Megiddô, ein südlicher Ausläufer des Karmelgebirges in Israel, als Ort dieser letzten aller Schlachten angesehen. Dort findet jene endgültig letzte Schlacht statt in der, der Antichrist geschlagen wird. Die Definition des Antichristen und seiner Truppen umfasst dabei alle Nichtchristen, wird aber in den USA und unter den Kreationisten zur Zeit praktisch mit dem Islam gleichgesetzt. Das Bild des Antichristen war schon immer Veränderungen unterworfen, weil es zumeist auf den aktuellen Gegner projektiert wird.

Am Ende dieses Kampfes gelten die Juden, die jetzt noch umhegt und umsorgt werden, dann aber als zu den Nationen zugehörig und werden selbstverständlich nicht errettet. Die Angst vor dem persönlichen Tod und die Möglichkeit einer Entrückung wird von diesen christlichen Fanatikern dazu benutzt, ihren rassistisch begründeten Feldzug gegen alle Andersgläubigen und vor allem gegen Muslime zu begründen. Teilweise werden wie bei Breivik auch die Kreuzzüge als Begründung für derartige Taten herangezogen.

Natürlich könnte man diese Leute leicht als Irre abtun, aber tatsächlich stellen sie unter den Christen in den USA die Mehrheit und vermutlich bestimmen sie die US-Politik weit umfassender als man sich allgemein vorstellen kann. Allerdings muss man auch immer wieder auf die katholische Kirche hinweisen, die zur Zeit zwar keine Progrome mehr gegen Juden veranstaltet, wie sie es durch ihre ganze Geschichte als Staatskriche hindurch getan hat und die aktuelle auch keine Kreuzzüge veranstalten. Aber mit dem Ratzingerpapst hat die Kirche zumindest die Judenmission wieder aufgenommen und macht damit deutlich, dass in ihr ein großes Rassismuspotential vorhanden ist.

In diesem Zusammenhang stellt sich dann die Frage, ob eine Religion überhaupt Terror fördern kann. Die Antworten der Betroffenen sind klar und deutlich. So sagt der Koordinierungsrat der Muslime in Deutschland (KRM):

„Die Ursachen des Terrors in Norwegen dürfen nicht in der Religion gesucht werden. Denn Terror und Gewalt, egal wo und in welcher Form, hat keine Religion“ sagte Mazyek, Sprecher des KRM. Deutschland (IGMG)- Anstatt sich auf die vermeintlich religiösen Ursachen der Anschläge zu konzentrieren, ist es notwendig, sich als gesamte Gesellschaft gegen jede Art von Rassismus und Feindschaft zu stellen.

So wird etwa die wachsende Islamfeindschaft in Deutschland und vielen anderen Staaten Europas unterschätzt. Vorurteile gegenüber Muslimen müssen abgebaut werden, um der Fremdenfeindlichkeit zu begegnen. Es müssen gemeinsame Wege gefunden werden, eine Kultur der Toleranz zu fördern.

Das ändert natürlich nichts daran, dass die christlichen Fanatiker und ihre Helfer den Islam insgesamt weiterhin als terroristische Religion empfinden und dies auch ohne Furcht vor Strafe als Propaganda verbreiten dürfen, wie das Beispiel Wilders in den Niederlanden und bei seinen Kundgebungen in Deutschland zeigt. Besonders simpel ist die Aussage des ewigen CSU Hoffnungsträgers Thomas Goppel der völlig an der Realität vorbei argumentiert:

Dass der Attentäter von Oslo und Utøya ein „fundamentalistische Christ“ gewesen sei, kann nur sagen, wer ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben hat.

..

Fundamentalistische Christen gibt es nicht, kann es nicht geben. Zu einer solchen Schlussfolgerung kann jemand nur kommen, wenn er ein völlig falsches Bild vom christlichen Glauben hat.“ Ausgangspunkt der „Frohen Botschaft“ und von daher des christlichen Lebensauftrags für den Menschen ist das Wohl des Nächsten, nicht seine Gängelung oder gar Vernichtung.

Der Mann spricht als katholischer Christ und hat wohl die Geschichte seiner Kirche nie vermittelt bekommen. Die katholische Kirche hat ihre Gegner immer vernichtet und dies meist im realsten Sinn, indem sie sie ermorden ließ. Die katholische Kirche gängelt die Menschen bis heute indem sie simple Schutzmechanismen vor ungewollten Kindern und Krankheiten wie Aids unmöglich macht, weil sie Kondome verbietet. Das die katholische Kirche dazu noch in einem riesigen Ausmaß Kinder durch ihre Priester missbrauchen lässt und nichts dagegen tut, kommt noch strafverschärfend hinzu. Der Historiker Althoff macht katholische Kirche für fundamentalistische Gewaltfantasien mitverantwortlich:

Der Historiker und Mittelalter-Experte Gerd Althoff schreibt der katholischen Kirche eine Mitverantwortung für fundamentalistische Gewaltfantasien zu.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sie habe „durch Untätigkeit Raum gelassen für eine Legitimierung und Heiligung von Gewalt“, schreibt Althoff in der „Frankfurter Rundschau“ (Freitagausgabe). Der „verhängnisvolle Mythos der Kreuzzüge“, auf den sich auch der Attentäter von Oslo, Anders Breivik, bezog, hätte erst gar nicht entstehen müssen, wenn die Kirche „das Unchristliche am Tun der Kreuzfahrer mehr in den Vordergrund gestellt hätte“, so Althoff. Auch die von christlichen oder christlich geprägten Forschern dominierte Geschichtswissenschaft habe die distanzierte Behandlung „gerade der erschreckenden Seiten kirchlich legitimierter Gewalt“ vermissen lassen.

Religion scheint tatsächlich ein Nährboden für Terror und Gewalt zu sein. Um das zu verstehen und erfassen zu können, muss man Religion aber noch einmal aufspalten in den persönlichen Glauben und die organisierte Religion. Der persönliche Glaube lässt sich nicht wirklich bewerten. Oft scheint er wirklich das Beste aus einer Religion in einzelnen Menschen hervorzurufen und ist deshalb unbedingt schützenwert. Anders sieht es mit der organisierten Religion aus, die stets darum bemüht ist, ihren Einfluss auszubauen und andere Religionen zurückzudrängen. Dort bedeutet Religion immer Imperialismus.

Tatsächlich hat diese organisierte Religion auch wenig mit Glauben zu tun. Die Religion bietet nur eine zusätzliche Klammer für Leute die sich wahrscheinlich auch sonst verbünden würden und die durch die gleiche Religion werden derartige Bündnisse natürlich leichter, weil man ja angeblich gleiche Überzeugungen teilt. Tatsächlich haben sich die Orden in der katholischen Kirche aber stets gegenseitig bekämpft und nur gegen andere Religionen wirklich zusammengearbeitet und wer einen amerikanischen Pietisten aus den Amana Colonies über einen amerikansichen Christen aus der Herrenhuter Bewegung urteilen hört, der wird nur wenig gemeinsames finden. Aber wenn die beiden sich mit den Charismaten auseinandersetzen stehen sie wie eine Person zusammen und gemeinsam mit den Charismaten stehen sie gegen alle anderen die keine Fundamentalisten sind.

Das gleiche gilt natürlich auch für islamische Fundamentalisten die sich in Wirklichkeit häufig spinnefeind sind. Will man die institutionelle und organisierte Religion wirklich beschreiben, dann geht man am besten zurück zu Karl Marx und seiner treffenden Beschreibung des Problems:

Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewusstsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur (Ehrgefühl), ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist.

Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Unter diesem Aspekt ist es leicht, aus einer Religion eine Ideologie zu machen und das die Umkehrung auch funktioniert, beweist, die marxistisch-leninistische Ideologie, aus der spätestens Stalin eine Religion machte. Religion und Ideologie sind stets Gefängnisse, auch wenn man sich freiwillig in sie begibt. Beide formen einen unkritischen Geist der die von den jeweiligen Führern herausgegebenen Regeln willig befolgt auch wenn sie zum eigenen Schaden sind. Ein klassischer Fall sind die islamischen Selbstmordattentäter, die sich selbst töten obwohl sie wissen, dass damit nicht einmal ein wirksames Signal gesetzt wird.

Es macht übrigens keinen Sinn die Aufhebung der Religion oder der Ideologien zu fordern. Viele Menschen können ihr Leben nur im Glauben an ein besseres Leben nach dem Tod oder in der Hoffnung auf einen politischen Umsturz ertragen. Sie würden stets neue Religionen und Ideologien gründen die sich dann die miesesten Führer untertan machen würden um erneut da zu landen wo die Menschheit heute ist. Religion und Ideologie sind Krankheiten des Menschen, die man nicht vertreiben und nicht heilen kann, aber man kann sie durch ständige Aufklärung lindern.

Anders Behrig Breivik ist ein fundamentalistischer Christ und das ist eine Teilerklärung für seine Taten. Dazu kommt die Ideologie des Rassen- und Fremdenhasses die eine weitere Teilerklärung bilden, aber auch zusammen seine Taten nicht begründen. Egal welche Puzzleteile man noch hinzufügt, wie sein falsches Geschichtsbild oder die Lust an der tödlichen Waffe, man kann das Bild, das ihn wirklich zu seinen Taten veranlasste, nicht komplett bekommen, was aber nicht heißt, dass man die Teilaspekte nicht erwähnen darf. Man muss sie erwähnen um wenigstens teilweise verstehen zu können.

Es ist nicht der Schützenverein oder die Waffe die den Amokläufer macht, aber ohne den Verein und ohne die Waffe würde es ihn vielleicht nicht geben. Es ist nicht die Religion oder gar der Glaube und nicht die Ideologie die den Terroristen macht, aber ohne Religion und irregeleitetem Glauben und Ideologie würde es ihn vielleicht nicht geben. Je mehr man die Möglichkeiten für die Begründung solcher Taten begrenzt, je besser man aufklärt, desto eher lassen sich diese Taten verhindern. Aber man wird niemals alle Taten verhindern können.
Quelle

Einige Massenmedien wie Bertelsmann’s n-tv bezeichnen Anders Behring Breivik, den Täter des Massakers vom 22.7. in Norwegen, als „rechtsextrem“, andere wie die österreichische „Kleine Zeitung“ der Styria Media Group beschreiben ihn als „Neonazi“ und Springer’s Bild nennt ihn „Rassist“ …………….. WEITERLESEN!!

Auf der ganzen Welt und auch in Europa wird zur Zeit das Osterfest gefeiert. Es heißt Fröhliche Ostern! oder hier auf Zypern im griechischen Teil Kalo Paskha!. Es hat für Christen eine ganz besondere Bedeutung. Eine Tagesschausprecherin erklärte, beim Osterfest handele es sich um eines der höchsten Feste der Christenheit. Das ist nicht genau genug, denn es ist mehr, es ist das unbezweifelbar eindeutig höchste Fest im Kirchenjahr. Es ist das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten, der zuvor nach einer Kreuzigung, wie man sagt, gestorben war. Am Sonntag wird der Heilige Vater, Papst Benedict, seinen berühmten Segen urbi et orbi spenden, und er wird kaum ein einziges der vielen Länder auf der Welt unerwähnt lassen, nicht selten wird er ein paar Worte in der betreffenden Landessprache hinzufügen. Es ist Ostern.

Und doch gibt es gute Gründe, die die Einsicht nahelegen, daß das höchste Fest der Christenheit nichts anderes als die bedauerliche Folge eines grundlegenden Irrtums ist. Und dieser besteht in der Annahme, Sayyiduna Isa, unser Herr Jesus, der Sohn Mariens, auf dem der Friede sei, hätte den Kreuzestod erlitten.

JESUS WURDE IN DEN DRITTEN HIMMEL ERHOBEN

Die Wahrheit ist: Jesus wurde, als die Häscher sich ihm näherten, auf Befehl des Herrn der Welten in den dritten Himmel erhoben, während Judas Ischariot, der Verräter, durch Gottes Befehl das Aussehen Jesu annahm, so daß die Soldaten und sogar seine eigenen Gefährten glaubten, Judas sei Jesus. Derjenige, der den in diesen Tagen vielbegangenen Leidensweg beschritt und schließlich gekreuzigt wurde, war nicht Jesus, auf dem der Friede sei, sondern der Verräter Judas gewesen.

So heißt es im Barnabas-Evangelium (1) im Kapitel 215: „Als die Soldaten und mit ihnen Judas sich dem Ort näherten, wo Jesus war, hörte Jesus, daß sich viele Menschen näherten, weshalb er sich voller Furcht in das Haus zurückzog. Und die Elf schliefen. Da befahl Gott angesichts der Gefahr seines Dieners seinen Sendboten Gabriel, Michael, Rafael und Uriel, Jesus von der Welt hinwegzunehmen. Die heiligen Engel kamen und trugen Jesus hinaus durch das Fenster, das nach Süden hin liegt. Sie trugen ihn und brachten ihn in den dritten Himmel, begleitet von Engeln, die Gott auf ewig preisen.“ (a. a. O., S. 298)

DIE VERWANDLUNG DES JUDAS

Die „Verwandlung des Judas“(Kap. 216) beschreibt der Apostel Barnabas mit folgenden Worten: „Judas drang ungestüm vor allen anderen in das Gemach ein, aus dem Jesus emporgehoben worden war. Und die Elf schliefen. Da tat der wunderbare Gott Wunderbares in solcher Weise, daß Judas in Sprache und Aussehen eine solche Ähnlichkeit mit Jesus annahm, daß wir glaubten, er sei Jesus. Und als er uns geweckt hatte, suchte er überall, wo der Herr war. Da verwunderten wir uns und erwiderten: „Du, Herr, bist unser Meister, hast du uns nun vergessen?“ Und lächelnd sagte er: „Nun seid ihr töricht, daß ihr nicht wißt, daß ich Judas Ischariot bin!“ Und indem er dies sagte, kamen die Soldaten herein und legten Hand an Judas, weil er genauso aussah wie Jesus. Als wir die Worte des Judas gehört und die große Schar der Soldaten gesehen hatten, flohen wir, als wären wir außer uns …“ (ebendort)

DER LEIDENSWEG DES JUDAS

Was dann folgt, ist den Christen im Prinzip im Sinne der vielen Kreuzwege, die gerade in diesen Tagen in feierlichen Prozessionen nachgegangen werden, noch heute lebendig, nur mit dem bedeutsamen Unterschied, daß alles, was Jesus Christus erlitten haben soll, in Wahrheit dem Judas widerfuhr. So heißt es im Zeugnis des Apostels Barnabas (Kap. 217): „Die Soldaten nahmen Judas und banden ihn, nicht ohne Spott. Denn er leugnete wahrheitsgemäß, Jesus zu sein; und die Soldaten verlachten ihn und sagten: „Herr, fürchte dich nicht, denn wir sind gekommen, um dich zum König von Israel zu machen, und wir haben dich gebunden, weil wir wissen, daß du die Königswürde verweigerst.“ Judas erwiderte: „Nun habt ihr euren Verstand verloren! Ihr seid gekommen, um Jesus von Nazareth festzunehmen wie einen Räuber mit Waffen und Lampen; und ihr habt mich, der euch geführt hat, gebunden, um mich zum König zu machen!“ Da verloren die Soldaten die Geduld, und mit Schlägen und Tritten begannen sie, Judas zu verhöhnen, und sie führten ihn voller Wut nach Jerusalem. Johannes und Petrus folgten den Soldaten aus der Ferne; und sie bestätigten dem, der dies schreibt, daß sie das ganze Verhör sahen, dem Judas durch den Hohenpriester und durch den Rat der Pharisäer ausgesetzt wurde, die zusammengekommen waren, um Jesus zu Tode zu bringen. Darauf sprach Judas viele Worte der Verrücktheit, so daß ein jeder von Lachen ergriffen wurde in dem Glauben, er sei wirklich Jesus und täusche aus Angst vor dem Tode Wahnsinn vor. Da verbanden ihm die Schriftgelehrten die Augen mit einer Binde und verspotteten ihn und sagten: „Jesus, Prophet der Nazarener“, denn so nannte man die, die an Jesus glaubten, „sag uns, wer war es, der dich schlug?“ Und sie schlugen ihn und spuckten ihm ins Gesicht …“(a. a. O., S. 299)

Doch nicht nur die Feinde Jesu glaubten, daß Judas Jesus wäre, auch seine Familie, seine Mutter und seine Freunde glaubten es. So schreibt der Apostel: „Als es Morgen war, versammelte sich der Hohe Rat der Schriftgelehrten und der Ältesten des Volkes; und der Hohepriester und mit ihm die Pharisäer suchten falsches Zeugnis gegen Judas in dem Glauben, er sei Jesus; und sie fanden nicht, was sie suchten. Und warum sage ich, daß die obersten Priester glaubten, Judas sei Jesus? Ja sogar alle Jünger glaubten es, und mit ihnen der, der dies schreibt; und mehr noch, die arme jungfräuliche Mutter Jesu glaubte es und mit ihr seine Verwandten und Freunde, und der Kummer eines jeden war unglaublich. So wahr Gott lebt: Der, der dies schreibt, vergaß alles, was Jesus gesagt hatte, nämlich daß er von der Welt hinweggenommen werden würde und daß er in einer dritten Person leiden werde und daß er nicht sterben werde, bis das Ende der Welt nahe sei. Darum ging er mit der Mutter Jesu und mit Johannes zum Kreuz.“ (a. a. O., S. 300)

Wir alle kennen mehr oder weniger den Ablauf der Leidensgeschichte des Judas, die es verdient hätte, daß man sie im Wortlaut des Berichtes des Apostels Barnabas einmal sorgfältig studiert. Bemerkenswert ist der Kommentar von Pilatus, des Statthalters von Jerusalem, der den Judas mit folgender Begründung auf freien Fuß hatte setzen wollen: „«Dieser Mann sagt», sprach der Statthalter, «daß er nicht Jesus sei, sondern ein gewisser Judas, der die Soldaten zu Jesus geführt habe, ihn festzunehmen, und er sagt, daß Jesus der Galiläer ihn durch seine Zauberkunst so verwandelt habe. Wenn dies also wahr wäre, wäre es ein großes Unrecht, ihn zu töten, da er ja unschuldig ist. Wenn er aber Jesus ist und leugnet, daß er es ist, dann hat er gewiß den Verstand verloren, und es wäre Sünde, einen Narren zu töten.»“ (a. a. O., S. 302)

WER ANDERN EINE GRUBE GRÄBT

Genau besehen hätten die Jünger Jesu schon bei ihrer letzten Zusammenkunft, bei ihrem Lamm-Festessen aus Anlaß des Pasha-Festes wissen oder zumindest ahnen können, was geschehen würde, heißt es doch im Bericht des Apostel, Jesus habe allen Jüngern die Füße gewaschen und dann gesagt: „Ich habe euch gewaschen, doch seid ihr nicht alle rein, da alles Wasser des Meeres den nicht waschen wird, der mir nicht glaubt.“ Dies sagte Jesus, weil er wußte, wer ihn verriet. Die Jünger waren betrübt über diese Worte, als Jesus von neuem sprach: „Wahrlich sage ich euch, daß einer von euch mich verraten wird, so daß man mich verkaufen wird wie ein Schaf; aber wehe ihm, denn er wird all das erfüllen, was unser Vater David von solch einem sagte, daß er in die Grube fallen wird, die er für andere gegraben hat.“ Da schauten die Jünger einander an und sagten bekümmert: „Wer wird der Verräter sein?“ Judas sagte darauf: „Werde ich es sein, o Herr?“ Jesus antwortete: „Du hast mir gesagt, wer es sein wird, der mich verraten wird.“ Und die elf Apostel hörten es nicht. Als das Lamm gegessen war, ging der Teufel in Judas hin-ein, und er ging aus dem Hause hinaus. Jesus sagte wiederum zu ihm: „Tu geschwind das, was du tun mußt.“ (a. a. O., S. 297)

Von Pilatus geht es zum König Herodes, von Herodes wieder zurück zu Pilatus, Geld spielt in der Sache auch eine wichtige Rolle. Schließlich erleidet Judas den Tod am Kreuz. Und die Geschichte ist mit Blick auf das, was wir christlich Erzogenen einmal gelernt haben, so unglaublich – der Tod des Jesus ein Riesenfake! -, daß wir es verstehen können, daß das Evangelium des Heiligen Apostels Barnabas, des ältesten der Jünger Jesu, von der Paulinischen Christenheit das sicher am meisten gefürchtete aller überlieferten Evangelien war und ist. Denn ohne Kreuzestod keine Auferstehung, ohne Auferstehung kein Osterfest. Und ohne Ostern bricht das System des Paulinischen Christentums in sich zusammen.

WAS SAGT DIE JÜDISCHE ÜBERLIEFERUNG?

Nach jüdischer Überlieferung bestand und besteht der wichtigste Grund, unseren Herrn Jesus nicht als von Gott gesandten Propheten anzuerkennen, darin, daß er den Kreuzestod erlitten haben soll. Und die Juden sagen, daß nach ihrer Überlieferung es undenkbar ist, daß Gott es zugelassen haben könnte, daß einer seiner geliebten Propheten auf solch unehrenhafte, schändliche Art, wie es die für Verbrecher vorgesehene Kreuzigung ist, zu Tode gebracht wird.

Anders herum gedacht, bedeutet dies, daß, wenn sich die Wahrheit verbreitet, daß nämlich Judas an der Stelle Jesu gekreuzigt wurde, Jesus also von solchem Makel frei ist, die Juden keinen Grund mehr hätten, Jesus die Anerkennung als Prophet zu verweigern.

WAS SAGT DIE MUSLIMISCHE ÜBERLIEFERUNG?

Nach muslimischer Überlieferung ist es völlig ausgeschlossen, daß Allâh subhânahu wa ta’âla es zugelassen haben könnte, daß Sayyiduna Jesus gekreuzigt wurde. Jesus galt und gilt den Muslimen als einer der wichtigsten Propheten, der, einem E-Werk vergleichbar, von seinem Herrn mit solcher Macht ausgestattet worden war, daß kein Soldat sich hätte trauen können, sich ihm auch nur zu nähern, ohne daß er in hohem Bogen hinweggeschleudert worden wäre.

Zur Frage der Kreuzigung und Ermordung sagt das letzte Testament, der Heilige Koran, folgendes: „Aber sie haben ihn weder getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen bloß so (wa lâkin schubbiha lahum).“ (Koran, 4:157)

Die Muslime glauben, daß Jesus, auf dem der Friede sei, in der Endzeit gemeinsam mit Sayyiduna Mahdi, alaihi salam, wieder auf die Erde zurückkehren und mit ihm gegen Dajjâl kämpfen und diesen töten wird.

Und die Muslime glauben, daß sie Sayyiduna ‚Îsâ, der Friede sei auf ihm, insgesamt näher stehen und ihn besser verstehen als die heutigen Christen, und ihnen wird aus berufenem Munde, vom Religionshistoriker H. J. Schoeps nämlich, recht gegeben, der die enge Verwandtschaft der ursprünglichen Lehre Jesu und seinen Nazarenern mit den heutigen Muslimen deutlich erkannte und sein richtungsweisendes Werk Das Judenchristentum mit dem bemerkenswerten Satz beschließt: «Und somit ergibt sich als Paradox wahrhaft weltgeschichtlichen Ausmaßes die Tatsache, daß das Judenchristentum zwar in der christlichen Kirche untergegangen ist, aber im Islam sich konserviert hat und dadurch in einigen seiner treibenden Impulse bis in unsere Tage hineinreicht.» (2)

Daß diesem Zeugnis nach die Muslime also die wahren Nachfolger Jesu und damit die besseren Christen als jene sind, die sich heute so nennen, muß von allen paulinisch verführten Christen der Gegenwart natürlich als eine bis ins Mark gehende Provokation empfunden werden. Entsprechend groß ist ihr Haß auf die Muslime, entsprechend groß ist ihre Furcht vor dem Barnabas-Evangelium.

„THEY FEAR THE TRUTH“

Viele Jahrhunderte lang hatte das Evangelium des Heiligen Barnabas – möge Gott ihn segnen – vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten werden können, bis es im 16. Jahrhundert in einer italienischen Übersetzung aus den verschlossenen Bibliotheken des Vatikans herausgebracht wurde und nach einer abenteuerlichen Odyssee heute in der Wiener Staatsbibliothek (Cod. 2662 Eug.) seinen Platz hat.

Schon die Schriftgelehrten des Altertums hatten sich darüber gewundert, daß das Barnabas-Evangelium aus den alten Codices entfernt worden war. Und bis heute fragt man sich: Was mag der Grund dafür gewesen sein? Was war es und was ist es denn, was uns seit jener Zeit verheimlicht werden soll?

Daß es nicht Jesus war, der Gesalbte, der den Kreuzestod erlitt, sondern Judas Ischariot, der durch ein göttliches Wunder die Gestalt und das Aussehen Jesu erhalten hatte, wie der Apostel und engste Vertraute Jesu berichtet, war das der aufregende Grund für jene Ächtung? Tatsache ist, daß die Lehre des Barnabas-Evangeliums – keine Dreifaltigkeit, Jesus ein Mensch, Befolgung des jüdischen Ritualgesetzes – mit dem Glauben des nazaräischen Judenchristentums übereinstimmt, wie er von Clemens, dem zweiten Bischof Roms, in den Reisepredigten des Petrus bezeugt wurde.

Seit dem Erscheinen des Barnabas-Evangeliums in deutscher Sprache (1) war es zu heftigen Auseinandersetzungen der Exegeten um seine Bedeutung und die Geschichte seiner Entstehung gekommen, ein Streit, zu dem an dieser Stelle folgendes angemerkt sei.

Haben sich die von aufgeschreckten Christen gegen die Echtheit des Evangeliums ins Feld geführten Einwände im Rahmen neuer Forschungen zunehmend als Bumerang erwiesen, sofern gerade sie die Authentizität und den hohen Rang des Werkes in nur um so hellerem Licht erstrahlen ließen, zeigt sich die Brisanz dieser Heiligen Schrift darin, daß es das gegenwärtige (paulinische) Christentum als eine gravierende Verfälschung der ursprünglichen Lehre Jesu und allesentscheidender Momente seiner Lebensgeschichte erweist. Daß es dabei zugleich eine Nähe zu den alten Judenchristen und ebenso zur muslimischen Sicht Jesu, des Sohnes der Maria, erkennen läßt, auf dem der Friede sei, kommt aus paulinischer Sicht erschreckend hinzu.

Eine von Scharfmachern regelrecht inszenierte Kampagne zur Herabsetzung der Authentizität des Werkes hat inzwischen schon den Charakter verzweifelter Zwanghaftigkeit angenommen. So werden die Attacken Jan Slomps und Christine Schirrmachers beispielsweise, es handele sich bei der vorliegenden Schrift nur um die Rache eines zum Islam konvertierten Juden aus dem 16. Jahrhundert, in ungebrochener Stereotypie bis heute fortgesetzt, obwohl sie von Luigi Cirillo, einem Schüler Henry Corbins, schon längst als unhaltbar widerlegt worden waren, der im vorgelegten Werk deutlich Teile eines uralten judenchristlichen Evangeliums erkennt.

Als hintergründiges Motiv jener von guten Argumenten bislang unbeeindruckt gebliebenen Propaganda gegen das Barnabas-Evangelium zeigt sich indes nurmehr genau das, was ein weiser Mann angesichts eines dem Theologischen Seminar der Universität Freiburg entliehenen Exemplars jener Erstausgabe von Lonsdale and Laura Ragg von 1907 empfand, als er bemerkte, daß es nach fast einem Jahrhundert im Besitze der Theologen noch nicht einmal aufgeschnitten war: „They fear the truth!“

So kann man dem Werk nur eine weite Verbreitung unter all denen wünschen, die seine Weisheit schätzen, seine umwerfende Schönheit lieben und seine Wahrheit nicht fürchten.

______________________

(1) Das Barnabas Evangelium. Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, von Gott der Welt gesandt gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels. Spohr Verlag Kandern 1994/2004.

(2) H. J. Schoeps: Das Judenchistentum. Untersuchungen über Gruppenbildungen und Parteikämpfe in der frühen Christenheit. Franckeverlag Bern 1964.

Quelle

Wenn es um christlichen Antisemitismus geht, dann ist es ziemlich ruhig auf den Unterstützerbänken der israelischen Politik. Denn wenn man erst beginnen würde, diese Art des Judenhasses zu thematisieren und zu kritisieren, müsste man zwangsläufig auch Kritik an (nicht nur) der rechten Regierung Israels und vielen jüdischen Gruppen und Organisationen außerhalb Israels üben, die sich über dieses Thema (zum Teil auch aus Kalkulation) ausschweigen. Es kommt zwar ab und an vor, dass man sich in der Gegenwart dieser Fundamentalisten unwohl fühlt, und auch die neue Zuneigung rechter und rechtsextremer Europäer gibt vielen zu denken. Hauptziel der Attacken bleiben aber – darin gleichen sich (linke) Apologeten mit der rechten Regierung in Israel – Linke und linksliberale Demokraten, die die anhaltende Besatzung und Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung in Israel oder den besetzten Gebieten anprangern.

Avnery fasst die ganze politische Agenda der fundamentalistisch-protestantischen Israelunterstützer noch einmal treffend auf Hagalil zusammen:

Es ist bekannt, dass es unter den Finanziers der extremen Rechten einige Führer evangelikaler Sekten gibt, geborene Antisemiten, die glauben, Jesus werde wiederkommen, sobald alle Juden in diesem Land konzentriert sind. Dann werden sie entweder getauft oder sie werden bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau vernichtet. Diese Anhänger der endgültigen Endlösung sind die größte Geldquelle, die die rechten Gruppierungen finanzieren.

Warum, so fragt man sich dann doch, ist dieser Antisemitismus, der nicht lediglich auf einer “verkürzten Kapitalismuskritik” beruht, sondern konkrete Vernichtungsphantasien gegenüber dem Judentum beinhaltet, eigentlich kein Gegenstand derjenigen, die sich ansonsten oft als “Antisemitenjäger” aufführen? Wie oft haben Heni, Feuerherdt und Co. eigentlich bei den deutschen zionistischen Christen nachgeschaut, was die so antreibt, die israelische Politik zu unterstützen? Aber das ist kein Thema für unsere “Antisemitenjäger”, müsste man sich dann doch mit einem “Verbündeten” beschäftigen.

Vielmehr machen sie inzwischen nicht wenige Juden selbst zum Ziel ihrer Attacke und entdecken den neuen Antisemiten ausgerechnet bei ihnen. Mal verbreiten diese Juden sekundären Antisemitismus (Amar-Dahl), mal sind es Holocaustleugner (Finkelstein), mal geben sie “den” Juden selbst die Schuld am Antisemitismus (Grosser) oder sie sind einfach antizionistische Feinde Israels (Zuckermann). Die Reihe könnte endlos erweitert werden. Und viele Deutsche greifen das gerne auf: Während die einen sich als harmlose Antizionisten gerieren, weil der offene Antisemitismus heute nicht mehr gesellschaftsfähig ist, können die anderen jetzt den jüdischen Dissidenten, d.h. Juden selbst, den Vorwurf des Judenhasses machen.

„Linke“ Siedlungs- und Annexionsfreunde 

 

Darum verwundert auch nicht, dass auf der Unterstützerliste des Ende letzten Jahres in Frankfurt veranstalteten Israelkongresses neben christlichen Zionisten, dem Zentralrat und der israelischen Botschaft auch Gruppen wie die “Prozionistische Linke Frankfurt” zu finden sind. Ob man hier, wie Karin Leukefeld, von der Etablierung einer deutschen “Israel-Lobby” sprechen kann oder sollte, ist erst einmal offen. Ähnlichkeiten mit entsprechenden Vorgehensweisen und Zusammenschlüssen in den USA sind wohl aber dennoch kein Zufall, hat sich ein solches Vorgehen dort schließlich durchaus bewährt. Dennoch gibt Leukefeld das Programm dieser Formierung treffend wieder, wenn sie nach Aufzählung der Ziele des Kongresses zu dem Schluss kommt:

Kein Wort über den Besatzerstaat Israel, kein Wort über den illegalen Mauerbau und Landraub, kein Wort über die Blockade von Gaza oder die 1967 besetzten arabischen Gebiete Golan, West Bank und Ostjerusalem. Kein Wort über die anhaltende Vertreibung der Palästinenser und den Abriß ihrer Häuser, kein Wort über Rassismus in Israel. Kein Wort darüber, wie Israel zum Frieden in der Region beitragen kann.

Jedenfalls sollte der Zusammenschluss dieser zahlreichen Gruppen, die alle sehr aktiv und unkritisch für die immer weiter nach rechts driftende Politik Israels werben, zu denken geben. Nicht umsonst hat der rechtextreme Außenminister Liebermann das Grußwort zu dieser Veranstaltung geschrieben. Und fraglich ist auch, was die damalige Zentralratsvorsitzende Knobloch geritten hat, sich nicht von dem Forderungskatalog, der ein “ungeteiltes” Jerusalem propagiert, zu distanzieren. Immerhin trat sie als Schirmherrin und offizielle Vertreterin des Zentralrats auf.

Ein wahrlich abscheuliches Verbrechen fand über die Weihnachtsfeiertage in Ägypten statt. Dutzende Christen wurden beim Beten in einer Kirche durch einen gezielten Terroranschlag ermordet; doch warum?

Die Reaktion der “offiziellen“ Westlichen Welt war einstimmig wie heuchlerisch zugleich. Nahezu alle westlichen Staatschefs drückten ihr “Entsetzen“ oder ihre “Bestürzung“ über das Verbrechen aus. Die Art von Politik, die mit solchen Verbrechen einhergeht, ist maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass derartige Verbrecher ihre Ziele immer wieder erreichen können. In der gleichen Woche sind im Irak, in Afghanistan, in Pakistan fast doppelt so viele Muslime Opfer von Terroranschlägen geworden, und es gab weit und breit kein Entsetzen oder Bestürzen in der Westlichen Welt. Wenige Wochen zuvor gab es einen mörderischen Anschlag im Iran in einer Moschee auf Betende, aber von der Bundeskanzlerin war keine Bestürzung zu vernehmen. Haben es die Medien verheimlicht? Diese Art von Politiker, die ihren Machthunger auch dadurch zu stillen versuchen, indem sie Menschen gegen Menschen aufhetzen, und diese Art der Hofberichterstattung, die zwischen “guten eigenen“ Terroristen und den “bösen gegnerischen“ Terroristen unterscheiden, verdecken dabei einen wichtigen Aspekt. Völlig unabhängig davon, ob der Terror gegen eine Moschee, gegen Sunniten oder Schiiten, oder gegen eine Kirche stattfindet, die Quelle jenes Terrors ist immer die gleiche.

Die Quelle jenes Terrors ist ein Hass gegen die Menschheit ausgehend von einem Herrenmenschendenken. Es spielt dabei keine Rolle, ob jene Verbrecher im Kleid von “Islamisten“ oder Kreuzzüglern auftauchen. Es spielt auch keine Rolle, ob sie unschuldige Frauen und Kinder mit einer Bombe, einer Drohne oder einer Rakete ermorden. Terror ist Terror und muss als solcher verurteilt werden! Und niemand darf in die Falle laufen, irgendeinen Terror mit einem anderen Terror aufrechnen zu wollen – auch uns Muslimen darf das nicht unterlaufen! Jeder Terror ist ein Verbrechen und jeder Terror ist zu verurteilen! Wenn es manche westliche Politiker nicht tun und die Hofberichterstattung sie darin bestärkt, dann dürfen jene Selektivterrorverurteiler niemals zu Vorbildern von Menschen werden, die ihr eigenes Herz noch nicht völlig verdunkelt haben im Gestrüpp von Machtwahnsinn und Herrschaftssucht.

Nun hat es also die Kopten in Ägypten getroffen! Und die ganze Westliche Welt stellt sich an die Seite des Staatschefs Mubarak und sendet ihm Unterstützungsbotschaften! Moment einmal? War da nicht etwas mit jenem Land und jener Person? Ach ja, jener Staatschef Mubarak ist der am längste amtierende Diktator der Westlichen Welt in der muslimischen Welt. Jener Möchtegernpharao lebt und atmet die ägyptische Luft mit westlicher Erlaubnis. Sein gesamter Geheimdienst, mit dem er eines der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas unterdrückt, wird von der CIA beherrscht. Bei Wahlen, die er abhält, ist er Begriff “Farce“ sogar eine Beschönigung. Und gerade erst gab es Wahlen im jenem Land! Hat die Westlich Welt darauf bestanden, Beobachter zu entsenden? Hat irgendein Politiker in der Westlichen Welt, der bei anderen Ländern weniger zimperlich ist, wenn es um das Protestieren geht, sich dagegen gewehrt, dass es faktisch nur einen Kandidaten gibt und dessen Marionetten, die das Volk wiederwählen durfte? Gab es irgendwelche Proteste dagegen, dass dieser brutale Diktator und Verbrecher weiter regiert? Und jener Verbrecher hat schon mehr unschuldige Menschen in seinem eigenen Land ermorden lassen, als sämtliche Terroranschläge im Land dies bewirkt haben. Was ist los mit den Westlichen Werten? Darf man morden, wenn damit angeblich Westliche Werte geschützt werden und auch Wahlen fälschen? Wo ist die christlich-jüdische Prägung, wenn es darum geht, solch einen Verbrecherherrscher zu kritisieren?

Was sind das für merkwürdige Westliche Werte, die sich daran erfreuen, dass ein Diktator die Kornkammer Afrikas so weit herunterwirtschaftet, dass das Land ohne tägliche Weizeneinfuhr aus den USA verhungern würde? So etwas nennt man Raubtierkapitalismus und jener Raubtierkapitalismus kennt kein Erbarmen vor Menschenleben! Er mordet wahllos, wenn es zum Schutz der eigenen Macht geht, der “dunklen Seite der Macht“.

Doch wem nützt der Anschlag auf eine Kirche, auf unschuldige christliche Kopten in Ägypten? Die Folge ist klar. Aufgebrachte Christen werden gegen Muslime protestieren, auf die sie als Ursache gelenkt werden. Neunhundertneunundneunzig von tausend Protestierenden werden es friedlich tun, ein “Überhitzter“ wird es weniger friedlich tun und einige unschuldige Muslime dabei treffen. Daraufhin werden Muslime protestieren. Neunhundertneunundneunzig von tausend Protestierenden werden es friedlich tun, ein “Überhitzter“ wird es weniger friedlich tun und einige unschuldige Christen dabei treffen. Und die Gewaltspirale wird sich aufschaukeln, falls es nicht gelingt, die friedlichen Kräfte gewinnen zu lassen. Doch wer profitiert davon; sind es die Christen, sind es die Muslime, sind es die Ägypter oder gar irgendeine angeblich die Weltherrschaft anstrebende “islamistische“ Organisation? Die klare Antwort auf alle jene Fragen ist “Nein“! Die Einzigen, die von Terroranschlägen profitieren sind diejenigen, die ihre aktuelle Weltherrschaft auf dem “Krieg gegen Terror“ aufgebaut haben! Sie brauchen von Zeit zu Zeit solche Terroranschläge, um ihre Macht ausbauen zu können. Wann werden die Menschen es endlich verstehen?

Genau für diese Situation, genau für diesen Fall hat Jesus (a.) gelehrt, dass man auch die andere Wange hinhalten soll, gegen den “Angreifer“, der gar nicht die Ursache ist! Denn würde man sich wehren, träfe man garantiert die Falschen! Die andere Wange hinzuhalten, Standhaftigkeit zu zeigen und sich nicht gegen jene zu wehren, gegen die man aufgehetzt wird, ist das Gebot der Stunde. Die angeblich so christlich geprägte Welt hat diesen Grundsatz Jesu schon längt vergessen, falls sie diesen jemals praktiziert hat. Aber wir Muslime und alle Menschen, die an die Großartigkeit Jesu glauben, müssen es tun! Wir müssen unsere Abneigung gegen jene lenken, die es verdienen, dass man sie verachtet! Jene Phantome, die den Anschlag auf die Christen verübt haben, kennen wir nicht! Aber wir kennen Besatzungsregime, wir kennen Armeen, die in fremde Länder einfallen und dort wahllos unschuldige Menschen ermorden, wir kennen Ideologien, in der materielle Güter mehr wert sind als Menschen, wir kennen Rassismus und Herrenmenschengedankengut. All das können und müssen wir verachten!

Und es gibt viele Beispiele in der Geschichte, aus welchen man erkennen kann, wie diese Art von Terror erfolgt. Einstmals gab es einen unvorstellbaren Terror in der Türkei. Jeden Tag explodierten in Kaffees Bomben und unzählige Menschen wurden Opfer von Terroranschlägen. Kurden wurden auf Türken und Türken auf Kurden gehetzt, wobei ein unvorstellbar inszenierter Rassismus damit einherging! Dann gab es einen Militärputsch und der gesamte Terror war von einem Tag auf den anderen vorbei. Heute – einige Jahrzehnte danach – weiß man, dass ein Großteil des Terrors genau von jenen ausgeübt wurde, die sich später damit rühmten, den Terror beendet zu haben.

Im Libanon gab es einen Bürgerkrieg ohnegleichen. Christen gegen andere Christen, Muslime gegen andere Muslime, Christen gegen Muslime, Drusen gegen alle und alle gegeneinander. Aber eines Tages fingen einige wenige Muslime an, darüber nachzudenken, wie das alles zustande kam. Sie hörten auf, die anderen zu bekämpfen. Selbst als es einen großen Terroranschlag gegen jene muslimische Gruppe gab, und der Urheber scheinbar unzweifelhaft eine andere muslimische Gruppe war, haben sie sich nicht mehr gewehrt. Stattdessen hat der Anführer jener Gruppe den Israelis gedroht, dass für jeden weiteren ermordeten Muslim, sie einen zionistischen Soldaten töten würden. Denn sie waren sicher, dass der Zionismus hinter dem Terror stand. Das Ergebnis war ein Ende des Bürgerkrieges innerhalb kürzester Zeit, ein brutaler Krieg Israels gegen den gesamten Libanon und Liebeslieder der berühmtesten christlichen Sängerin des Landes für die Hizbullah. Wenn die wahre Ursache des Terrors aufgedeckt wird, dann kann er überwunden werden!

Bliebe noch die Frage, warum jetzt ausgerechnet in Ägypten? Es gibt doch weitaus “geeignetere“ Länder für die kranken Hirne derjenigen, die in ihrem Herrschaftswahn ertrinken, um Christen gegen Muslime zu jagen. Hier könnte die Situation des bevorstehenden Machtwechsels im Land eine besondere Rolle spielen. Seit langem ist bekannt, dass der Pharao schwer krank ist. Einen seiner letzten gesund geschminkten Auftritte kann man in Youtube sehen unter:

http://www.youtube.com/watch?v=mvYe2-PabZY

Nun soll als Protest zu diesem Terroranschlag eine Figur im Fernsehen aufgetreten sein, der den Pharao gespielt hat, der aber leider nur von einer Entfernung aufgenommen werden konnte, von der man ihn nicht so genau erkennen kann, siehe:

http://www.youtube.com/watch?v=8Bknuq-r0C4

Er wirkt zumindest etwas blass! Mag sein, dass der kranke Pharao jünger und zurechtgeschminkt wurde. Tatsache ist, dass der alte Mann bald durch einen neuen westhörigen Pharao ersetzt werden muss. Al-Baradai hat sich diesbezüglich bereits in der Atomenergieorganisation in die Herzen des Westens gearbeitet. Doch wie oft bei solch einem Pharao, dürfte der Übergang nicht so problemlos ablaufen, wie es sich die Westliche Welt wünscht. Da kann etwas Terror, welches die Menschen von einem möglichen Machtwechsel ablenkt, nicht schaden, mag da der eine oder andere Geheimdienstler denken!? Es wäre nicht verwunderlich, wenn demnächst in einer Moschee eine Bombe hochgeht und Christen dafür beschuldigt werden. Schon jetzt kann festgestellt werden: Sie waren es nicht!

Frieden und Freiheit gibt es nur mit Gerechtigkeit. Wer seine gesamte Politik darauf ausrichtet, das Arme immer Ärmer und Reiche immer Reicher werden, Besatzungsmächte ihre Besatzung ausbauen dürfen, ohne jegliche Konsequenzen fürchten zu müssen, Rohstoffe von armen Ländern geplündert werden durch brutale Diktatoren, die mit militärischer Gewalt aus fremden Ländern an der Macht gehalten werden, der darf sich nicht wundern, wenn es überall in der Welt Terror gibt! Der Terror stammt nicht von jenen, die sich gegen all jene Verbrechen der Machthaber wehren müssten, sondern von den Machthabern, die ihre Macht durch den Terror ausbauen. Oder ist noch niemandem aufgefallen, dass sämtliche westliche Politiker im letzten Jahrzehnt die eigene Macht ausgebaut und die Rechte der eigenen Bevölkerung eingeschränkt haben?

Ein Weg gegen diese Gewaltspirale besteht darin, den Opfern zur Seite zu stehen und das mörderische Weltsystem offen und deutlich zu verurteilen. Unsere Anteilnahme ist mit dem gesamten Volk in Ägypten, das seit Jahrzehnten unter dem von der westlichen Welt gestützten Pharao leidet und insbesondere dieser Tage mit den Kopten im Land, die in Gedenken an Jesu Opfer eines Terroranschlages wurde. Möge Gott allen friedliebenden Menschen dieser Welt, seien sie Juden, Christen, Muslime oder Andersgläubige helfen, den Unfrieden zu überwinden und die Feinde der Menschheit und Menschlichkeit verfluchen.

Und der Friede sei mit denen, die der Wahrheit folgen.

Somalia fighter group al-Shabab has banned three Christian aid agencies from operating in the African country ordering them to leave Somalia immediately.

„As of today, all the organizations listed below can no longer operate inside Somalia: World Vision, ADRA, Diakonia,“ Reuters said, citing a statement by al-Shabab’s Office for Supervision of Affairs of Foreign Agencies.

It added that the organizations have been found to be actively propagating Christianity in „this Muslim country [Somalia].“

„Acting as missionaries under the guise of humanitarian work, the organizations have been spreading their corrupted ideologies in order to taint the pure creed of Muslims in Somalia,“ the statement added.

Al-Shabab fighters also warned that other agencies promoting the Christian faith would be expelled.

Local employees of two of the organizations who asked to remain anonymous told AFP that al-Shabab officials had already confiscated equipment from some offices in several towns, including Baidoa and Wajid.

Somalia has been embroiled in civil war for years as it has not had a functioning national government since the overthrow of the country’s dictator, Mohamed Siad Barre, in 1991.

Somalia already has 1.4 million internally displaced people, and about 575,000 have fled to neighboring countries.

In 2009, Somalis were the third-largest group seeking asylum in industrialized countries, with more than 22,000 claims, according to figures from the UN High Commissioner for Refugees (UNHCR).

Quelle

Wegen einer lässlichen Sünde ist die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland von allen Spitzenämtern zurückgetreten. Andere Spitzen der Gesellschaft, die täglich Todsünden begehen, haben es sich bequem eingerichtet und denken nicht einmal im Traum daran, dass sie längst gegangen sein müssten.

Mit weniger lässlichen Sünden hat die Katholische Kirche zu tun – allerdings sind es zumeist solche von vor dreißig und mehr Jahren, die medial behandelt werden, als ginge es hier und jetzt um Leben und Tod. Sicher, Trunkenheit am Steuer taugt nicht zum Vorbild, und die Abschaffung des Zölibates würde so manch überflüssige Sumpfblüten in der katholischen Kirche vermutlich mit einem Schlag beseitigen.

Merkwürdig aber, dass in dieser Diskussion mit voller Unterstützung der etablierten Medienoligopole ausgerechnet die wichtigsten moralischen Instanzen Deutschlands diskreditiert werden, die gerade völlig zu Recht begonnen hatten, sich zu aktuellen, unser Land schicksalhaft betreffenden politischen Großereignissen aus moralischer Sicht zu äußern. Meint vielleicht mancher, der auf die jeweiligen Repräsentanten mit Häme einschlägt, doch auch deren unbequeme Botschaft? So kann man von den aktuellen, womöglich eigenen, wirklichen Todsünden ablenken, die hier und heute begangen werden:

Dem von deutschen Spitzenbeamten und -politikern immer noch mindestens durch Nichtstun unterstützten völligen moralischen Niedergang der Finanzwirtschaft, der multimilliardenschwer voll und rücksichtslos international zu Lasten des gemeinen Wohls geht, ohne dass bisher Verantwortliche auch nur im Entferntesten wirklich zur Rechenschaft gezogen worden wären. Sie tun weiter „Gottes Werk“. Und dem jedenfalls fragwürdigen militärischen deutschen Engagement in Afghanistan. Im letztgenannten Fall geht es in der Tat direkt um Leben und Tod.

Link: Dresdner Neujahrspredigt

Zum Jahreswechsel machte die Meldung die Runde, dass der islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi Weihnachten verbieten wolle. Nach Ansicht von Tarafa Baghajati wird al-Qaradawi falsch zitiert. Er beklagt, dass negative Schlagzeilen zum Islam „sich von Medium zu Medium wie ein Lauffeuer verbreiten“.

Eingehend ist festzuhalten, dass jeder jeden kritisieren kann und soll. Das ist in einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit. Muslimische Persönlichkeiten sind davon natürlich nicht ausgenommen. Allerdings sollte eine kritische Meldung, insbesondere wenn sie von Qualitätsmedien kolportiert wird, auf überprüften Quellen basieren.

Insbesondere was Islam und Muslime betrifft, gehören falsche Übersetzungen und aus dem Zusammenhang gerissene Zitate zu den beliebtesten Instrumenten, um Muslime und ihre Religion zu diffamieren. Der Übersetzungsdienst MEMRI ist in diesem Zusammenhang bereits auffällig geworden und kann nicht als seriöse und objektive Quelle angesehen werden. Darauf hat Brian Whitaker bereits im August 2002 in seinem im Guardian veröffentlichten Artikel „Selective MEMRI“ aufmerksam gemacht.

Ausgerechnet zur besinnlichen Weihnachtszeit haben nun zahlreiche Medien die Meldung verbreitet, dass der islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi ein Verbot des Weihnachtsfestes fordere. Ursprungsquelle dieser Zeitungsente ist der Übersetzungsdienst MEMRI. WELT ONLINE beispielsweise schrieb: „Der einflussreiche islamische Gelehrte Yussuf al-Qaradawi hetzt gegen die Christen. In der islamischen Welt müsse das Weihnachtsfest verboten werden, fordert der 83-Jährige in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten. Die Hassrede des Predigers ist in einem Video auf YouTube zu sehen.“
Jubel und Entsetzen über Schweizer Minarettverbot Die Agentur „APA“, der „Standard“ (inzwischen am 28.12.2009 korrigiert), das „ORF“ und viele andere Medien in Österreich und Deutschland haben ungefähr den gleichen Inhalt wiedergegeben. Der „Spiegel“ titelte mit „Heiligabend-Attacke“, „Bild“ wusste von einem „Angriff auf Heiligabend“ zu berichten.

Wer die Originalrede auf Arabisch hört, findet allerdings keinerlei Hinweis darauf, dass Qaradawi Christen das Weihnachtsfest verbieten möchte. Scheich Qaradawi kritisiert in seiner Predigt die lokalen muslimischen Geschäftsleute, die „die Geburt Jesu, Friede sei mit ihm, genannt Christmas zelebrieren […] mit ihren vier bis fünf Meter hohen Weihnachtsbäumen“ nur um des Kommerzes willen („nur für den Gewinn, für Geld“). Dies sei für Muslime unstatthaft und unpassend („ein Fest einer Religion zu feiern, die nicht die Eure ist, währenddessen andernorts der Bau von Minaretten Muslimen verboten wird.“).

Der Zusammenhang von Minarettverbot in der Schweiz und der Kritik an der Verbreitung von kommerziellem Weihnachtskitsch in der muslimischen Gesellschaft, erschließt sich auch mir nicht recht. Von einer „Hasspredigt“ kann allerdings keine Rede sein, irgendwelche verbale Attacken gegen Christen fehlen gänzlich.
Qaradawis Kritik ähnelt der Kritik an Halloween oder Santa Clause (im Gegensatz zum Christkind), wie sie bei uns immer wieder laut werden. Interessant ist, dass in der MEMRI- Widergabe das Lob Jesus mit den Worten „Friede sei mit ihm“ durch Qaradawi zur Gänze fehlt, warum wohl?

Beim Nachrichtenmagazin „Spiegel“ ist einem Redakteur die Fantasie gänzlich durchgegangen. Dort heißt es: „Und auch jenseits von Weihnachten sähe der einflussreiche Prediger die Rechte der Christen gern beschnitten: `Kirchen dürfen keine Kreuze mehr tragen. Kirchenglocken dürfen auch nicht mehr läuten´, forderte er weiter.“Das ist eine reine Erfindung und findet sich nicht in der MEMRI-Übersetzung und schon gar nicht in der Originalrede (hier).

Es ist äußerst bedauerlich, immer wieder feststellen zu müssen, dass negative Schlagzeilen zum Islam sich von Medium zu Medium wie ein Lauffeuer verbreiten, ohne dass die vielen beteiligten verantwortlichen Redakteure auf die Idee kommen würden, ihrer journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen. Stattdessen wird die Geschichte auch noch ausgeschmückt und angereichert.
 
Es gibt auch im deutschsprachigen Raum genügend arabischkundige Menschen und Experten ohne ideologische Mission, für die es ein Leichtes wäre, derartige Meldungen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Aus Gründen der Fairness muss hier erwähnt werden, dass Scheich Qaradawi seit Jahren die Meinung vertritt, Muslime sollten keinerlei Hemmungen haben, Christen zu ihren Feiertagen zu gratulieren. Insbesondere Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde seien freundlich anzusprechen.

Diese Fatwa ist diametral entgegengesetzt zur herrschenden Meinung bei den saudi-arabischen Gelehrten der salafitischen Richtung. Qaradawi hat dies als Entgegnung zur Berichterstattung am 27. Dezember 2009 in seiner wöchentlichen Sendung auf Al Jazeera noch einmal ausdrücklich betont.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich Scheich Qaradawis Ansicht nicht teile. Der Islam wird durch ein paar Weihnachtsbäume nicht gefährdet. Im Gegenteil; die Länder mit muslimischer Mehrheitsgesellschaft können bei aller berechtigten Kritik an der Kommerzialisierung religiöser Anlässe stolz darauf sein, dass christliche Feste sich in ihrem Straßenbild widerspiegeln.

Das Fernsehprogramm vieler arabischer Sender liefert ein spezielles Weihnachtsprogramm. Es ist ein Zeichen dafür, dass religiöse Gruppen nicht nur friedlich nebeneinander existieren können, sondern darüber hinaus auch in der Lage sind, ein harmonisches Miteinander zu finden. So überflüssig die „Islamisierungsdebatte“ in Europa ist; so unnötig wäre es, vice versa eine „Christianisierungsdebatte“ in der muslimischen Welt vom Zaun zu brechen.

In diesem Sinne ein schönes neues Jahr 2010, aber auch ein schönes Jahr 1431 nach Islamischem Kalender, das am 18.12.2009 begann.

Quelle

Im Gegensatz zu den Behauptungen in diesem Brief ist Irans zugegebenermaßen fundamentalistische und autoritäre Führung alles andere als extremistisch in ihren politischen Ambitionen. Das Land hat sich seit der Revolution gegen den Schah 1979 immer pragmatisch verhalten und hat niemanden angegriffen. Präsident Mahmoud Ahmadinejad, der in den westlichen und israelischen Medien durchgehend und oft unfair kritisiert worden ist, hat im Gegensatz zu unserem eigenen Präsidenten Obama keine Macht, einen Krieg zu beginnen. Der Iran unterstützt palästinensische und libanesische Widerstandsbewegungen, wobei keine dieser Gruppen als internationale Terroristen bezeichnet werden kann, so lange man nicht voll und ganz die israelische Definition von Terrorismus akzeptiert. Vom Standpunkt Teherans sind die Vereinigten Staaten von Amerika und nicht der Iran der hauptsächliche staatliche Förderer von Terrorismus im Mittleren Osten durch die Unterstützung von kurdischen, arabischen und balutschischen Separatistenbewegungen, die im Iran Angriffe durchführen. 

Es ist auch schwierig festzustellen, welche demokratischen Regierungen im Mittleren Osten es sein könnten, die der Iran angeblich unterminiert. Sollte es sich um den Irak handeln, so sind die meisten Beobachter sich einig, dass trotz gelegentlicher Reibereien Bagdad ausgezeichnete Beziehungen zu den Ayatollahs in Teheran unterhält, fast sicher eine engere Beziehung als die mit Washington. Sollte Israel gemeint sein, hat der Iran keine Möglichkeit, die Entwicklungen in diesem Land zu beeinflussen, und die oft wiederholte Behauptung, Teheran würde Israel von der Landkarte fegen, ist eine bewusste Fälschung. Kann der Iran den Libanon unterminieren? Gerade weil der Libanon eine Demokratie ist, ist die Hezbollah so stark. Diese wird von vielen Menschen im Libanon wegen ihres Widerstands gegen Israel unterstützt, wie auch die Hamas in Gaza demokratisch gewählt worden ist, eine Wahl, die viele in den Vereinigten Staaten von Amerika auch lieber ignorieren würden. 

Und dann die Sanktionen selbst. Die sogenannten christlichen Anführer wollen den Iran unter Druck setzen, um ihn zu gewünschtem Verhalten zu bewegen, als wäre die Bestrafung unschuldiger Menschen durch das Vorenthalten von Brennstoff für die Heizung ihrer Häuser ein christlicher Wert. Und es gibt zwei Dinge, die sie übersehen. Erstens, dass die vom Kongress verhängten Sanktionen von der Marine durchgesetzt werden müssen, um wirksam zu sein, was dramatisch die Wahrscheinlichkeit steigert, dass es zu einem Zwischenfall kommt, der schnell zu einem Krieg führem könnte, was wohl kaum ein erwünschtes Ergebnis im christlichen Sinn ist. Zweitens stehen die Sanktionen selbst in keinem Verhältnis zu dem Ziel, „das Regime unter Druck zu setzen“, um es zu einer Änderung seiner Politik zu bewegen. Vierzig Prozent des Treibstoffbedarfs des Irans werden importiert, in erster Linie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, da das Land selbst nur über eingeschränkte Raffinieriekapazitäten verfügt. Wären sie erfolgreich, wären die Auswirkungen der Sanktionen auf die Energieversorgung verheerend. Man denke nur einmal nach, was in den Vereinigten Staaten von Amerika passieren würde, wenn 40% des Benzins und Öls vom Markt verschwinden würden. Man denke, wie die Reaktion der amerikanischen Öffentlichkeit ausfallen würde, wenn der Mangel das Resultat der feindlichen Aktion eines fremden Landes wäre. Wenn es beabsichtigt ist, mit den Sanktionen den sogenannten „Reformern“ im Iran zu helfen, wie im Brief der christlichen Anführer behauptet wird, würde ironischerweise gerade das Gegenteil erreicht und die Hardliner bestärkt. Die meisten Beobachter bemerken ganz richtig, dass die Sanktionen zumindest sicher stellen würden, dass keine erfolgreichen Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Westen zustande kommen können. Wenn der Iran aggressiv auf das faktische Zudrehen seiner Wirtschaft reagiert, würden die Sanktionen schnell zum Krieg führen.   

Richard Land und seine Freunde sind dafür bekannt, dass sie den Interventionismus der Vereinigten Staaten von Amerika unterstützen, gegen Wahlen sind, bei denen die falschen Leute gewinnen und mit Gewalt dafür sorgen wollen, dass die Zivilbevölkerung in einem Land in die Armut getrieben wird, das die Vereinigten Staaten von Amerika in keiner Weise bedroht. Amerikas selbsternannte christliche Anführer sind schon wieder zu Wegbereitern geworden, die mit einem Kongress und mit Medien Hand in Hand gehen, die süchtig nach Krieg geworden sind. Der Vorschlag, dass die christliche Mission sich besser darauf beschränken soll, den Armen zu helfen und Seelen zu retten, ohne die zusätzlichen Mühen der Beratung von Politikern auf sich zu nehmen, mag vielleicht ungehobelt erscheinen. Es ist aber wirklich tragisch, wenn Leute, die sich selbst religiöse Anführer nennen, die amerikanische Öffentlichkeit mit einem Friss oder Stirb konfrontieren, wenn es um den Iran geht. Entweder Krieg oder mehr Krieg. Keine beruhigende Botschaft in der Weihnachtszeit, und schon gar nicht das Vermächtnis des Friedensfürsten.  
  
     
  Erschienen am 24. Dezember 2009 auf > http://www.antiwar.com > http://original.antiwar.com/giraldi/2009/12/23/christians-united-for-war/

Israelische Hotels, Restaurants und Clubs dürfen keine Weihnachtsbäume aufstellen, ihre Gäste nicht mit Weihnachtsmännern erheitern, keine roten Mützen austeilen oder „christliche Symbole“ in ihren öffentlichen Räumen aufstellen. Eine entsprechende „Empfehlung“ hat das Oberrabbinat ausgegeben.

Zusätzlich geht in letzter Zeit eine Rabbinergruppe namens „Lobby für jüdische Werte“ gegen Hotels und Restaurants vor, die sich dieser Regel widersetzen. „Wir planen, die Namen der Einrichtungen zu veröffentlichen, die christliche Symbole aus Anlass der christlichen Feste aufstellen, und zu einem Boykott gegen sie aufzurufen“, zitiert die Zeitung „Jediot Aharonot“ einen Vertreter jener Lobby.

Auch die Stadtrabbiner von Jerusalem gehen gegen solche „christlichen Symbole“ vor und drohen den Restaurants und Hotels, die Koscher-Urkunden abzunehmen. Fromme Juden meiden Gaststätten, denen eine solche Urkunde fehlt, sodass ein Verstoß gegen den Willen der Rabbiner erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben kann, obgleich die Speisen genauso koscher vorbereitet werden.

Kein „bindendes Verbot“, sondern lediglich eine „Empfehlung“

Zurzeit laufen beim israelischen Außenministerium Beschwerden gegen die „Empfehlung“ der Oberrabbiner ein. Der Vatikanbotschafter Motti Lewy erhielt eine Klage aus dem Vatikan und hörte Kritik in den italienischen Medien. Christliche Kongressabgeordnete beschwerten sich beim Botschafter in Washington. Das Außenministerium wandte sich daraufhin an den Generaldirektor des Oberrabbinats, Oded Weiner, und erfuhr, dass es sich nicht um ein „bindendes Verbot“, sondern lediglich um eine „Empfehlung“ handle, an öffentlichen Plätzen wie Hotel-Lobbys keine christlichen Symbole aufzustellen.

Gleichwohl dürften die Hotels zum Beispiel in „geschlossenen Räumen“ am 31. Dezember Sylvester-Feiern ansetzen, „ohne die Koscherurkunde zu verlieren“. Doch in „öffentlichen Räumen sind Symbole tunlichst zu vermeiden, die Gefühle von Menschen anderer Religionen verletzen könnten“, erklärte Weiner.

Die Protokollabteilung des Außenministeriums sorgte auch in diesem Jahr wieder für die Austeilung von Pinienbäumchen an alle rund 8.000 in Israel dienenden Diplomaten. Ebenso konnten Journalisten wieder bei einer Baumschule nahe dem Ela-Tal, wo David gegen Goliath kämpfte, einen Baum auswählen und frisch fällen lassen. Während die Bäume früher kostenlos an Kirchen, Diplomaten, Journalisten und andere Christen ausgeteilt wurden, gab es diesmal eine gestaffelte Spendenforderung. Lediglich die Botschafter bekämen ihren Baum kostenlos, erklärte ein Förster. Journalisten müssten umgerechnet 6 Euro pro Baum zahlen, während alle anderen, auch die Diplomaten, mit einer freiwilligen Spende in Höhe von 14 Euro pro Baum zur Kasse gebeten werden.

Quelle

Über selbstproduzierte Kirchensendungen verbreiten evangelikale Christen radikale Ansichten. Journalisten, die darüber kritisch berichten, werden in Kirchenmagazinen oder im Internet von den Anhängern massiv bedroht. Und wie Political Impotente dies auch noch toll finden.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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