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Vor ein paar Wochen erst ist bekannt geworden, dass die CIA von den deutschen Medien mehr Engagement dabei erwartet, die deutsche Bevölkerung zum Krieg gegen Aghanistan aufzustacheln. Gegen die Gefahr der Kriegsmüdigkeit sollten der CIA zufolge vor allem Frauen helfen, die den Deutschen erklären, wie toll der Krieg ist…………….. WEITERLESEN!

Gideon Levy, Haaretz 04.02.2010

Im Meer von Gehirnwäsche, Einschüchterung und Klischees, die uns umgeben, lohnt es sich zuweilen, auf eine Stimme von außen zu achten, eine nicht weniger fähige als die der israelischen „Experten“ über Sicherheitsfragen und den Iran: auf die Stimme der Vernunft.

Solch eine Stimme war die des ranghohen europäischen Diplomaten, der fünf Jahre lang als Botschafter in Teheran diente, und der diese Woche Israel besuchte. Während eines Essens in der Residenz seines Landes hat er in großen Zügen seine Ansichten über den Iran umrissen, mit dem sein Land extensive, vielschichtige Verbindungen aufrecht erhält. Dieser Mann, der gerade als Botschafter für Deutschland ernannt wurde, besucht weiter den Iran, obgleich seine Amtszeit dort schon 2004 endete.

Seine Botschaft war klar und scharf – Israel solle den Iran nicht angreifen. Dies würde nicht nur viel Leid verursachen. Wenn etwas den Iran einer Atombombe näher bringen würde, dann würde es eine israelische Offensive sein, die sehr nahe zu sein scheint. Der europäische Diplomat ist davon überzeugt, dass der Iran nicht beabsichtigt, eine Atombombe zu fabrizieren, höchstens marginal sich damit zu befassen und sich für die Option vorzubereiten, eine zu entwickeln. Dies ist zu einer Sache der nationalen Ehre für die Iraner geworden. Der Diplomat weiß auch noch von einer anderen Möglichkeit, dass der Iran auf eine Bombe hinarbeitet: ihm ist klar, dass es keine Garantie gibt, dass dies nicht geschieht. Doch ist er tief davon überzeugt, dass der Iran dies nicht tun wird. Ein israelischer Angriff andrerseits, der seiner Ansicht nach die Bombe lediglich um zwei Jahre hinausschieben würde, würde die Iraner nur anspornen, sie zu entwickeln.

Teheran weiß, dass die USA nicht gewagt hätten, den Irak und Afghanistan zu überfallen, wenn diese Länder nukleare Waffen gehabt hätten. Die Iraner sind sich sicher, dass dies auch für sie gilt. Um das Regime aufrecht zu erhalten, wird es, wenn es sich bedroht fühlt, die Bombe entwickeln. Die Drohungen, den Iran anzugreifen, wird sie also in diese Richtung stoßen.

Ein israelischer Angriff auf den Iran würde auch das iranische Volk hinter dem Regime einigen, sagte der Mann. Israels Feind ist heute nur das Regime, nicht das Volk.

Das iranische Volk ist eifrig mit anderen Problemen beschäftigt und nicht so sehr mit dem palästinensischen Problem oder ob Israel existieren sollte oder nicht.

Ein israelischer Angriff würde schlimmer sein als Aufruhr, weil er das Volk einigen und seinen Führer unterstützen würde. Wie in jedem anderen Land würde jede militärische Demütigung zu vermehrter Unterstützung des Herrschenden führen, wie wir sehr wohl aus unserer eigenen Haltung kennen.

Was sollen wir also tun? In bestimmten Situationen sollte man gar nichts tun, sagte er. Jede andere Option ist unermesslich schlechter und gefährlicher. Was sollten wir also tun, mag sich der israelische Zuhörer fragen und antworten: „Machen wir Frieden mit Syrien und den Palästinensern, um Irans Drohungen zu unterwandern. Ranghohe iranische Offizielle sagten, dass jeder Frieden zwischen Israel und den Palästinensern für sie annehmbar wäre. Dies würde die Grundlage für Irans Drohungen, Israel auszulöschen, entziehen.

Kann das irrsinnig schimpfende Israel, das zuweilen übereilt in Angriffe hastet und oft eine gewalttätige Sprache verwendet, kann das Israel, das mehr als an anderes an militärische Bum-bum Lösungen glaubt, auf diesen weisen Rat hören? Es ist zweifelhaft.

Wir wollen keinen Frieden machen, warum sollten wir und warum in dieser Eile? Schließlich dient die Panikkampagne dem israelischen Volk und die Einschüchterungskampagne der Welt und dem israelischen Regime gleichwohl.

Sie lenkt die Öffentlichkeit von andern Problemen ab und befreit Israel aus der Notwendigkeit sich mit Goldstone, der Besatzung und allem übrigen zu befassen. Also Bibi greif an – und möge Gott sich unser erbarmen!

„Obama ruft die Welt auf, ‚gegen Nordkorea aufzustehen’” lauteten die Schlagzeilen. Obama sagte, die Vereinigten Staaten von Amerika seien entschlossen, „Frieden und Sicherheit auf der Welt“ zu beschützen. Wieder einmal Neusprech, Neudenk 1984.

Nordkorea ist ein kleines Gebiet. China allein könnte es in ein paar Minuten aufschnupfen. Dennoch meint der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, dass niemand geringerer als die ganze Welt es mit Nordkorea aufnehmen müsse.

Wir können beobachten, wie die Washingtoner Gangster wieder einmal eine neue Bedrohung konstruieren, wie Slobodan Milosevic, Osama bin Laden, Saddam Hussein, John Walker Lindh, Yaser Hamdi, José Padilla, Sami al-Arian, Hamas, Mahmoud Ahmadinejad und die unglückseligen Gefangenen, die der ehemalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld dämonisiert hat als „die 700 gefährlichsten Terroristen der Erde,“ die sechs Jahre lang in Guantanámo gefoltert und dann in aller Stille entlassen wurden. Nur ein weiterer Irrtum, tut uns leid.

Der Militär/Sicherheitskomplex, der Amerika gemeinsam mit der israelischen Lobby und den Bankstern regiert, braucht eine lange Liste gefährlicher Feinde, um das Geld der Steuerzahler weiter in seine Kassen fließen zu lassen.

Die Lobby für Sicherheit im Heimatland ist angewiesen auf endlose Bedrohungen, um die Amerikaner davon zu überzeugen, dass sie bürgerliche Freiheitsrechte aufgeben müssen, um sicher und geschützt zu sein.

Die wirkliche Frage: wer wird gegen die amerikanische und die israelische Regierung aufstehen?

Wer wird die bürgerlichen Freiheitsrechte der amerikanischen und israelischen Bürger schützen, besonders die der israelischen Dissidenten und die der arabischstämmigen Bürger Israels?

Wer wird die Palästinenser, Iraker, Afghanen, Libanesen, Iraner und Syrer vor den Amerikanern und Israelis beschützen?

Nicht Obama und nicht die rechten Braunhemden, die heute Israel beherrschen.

Obamas Idee, dass sich die gesamte Welt gegen Nordkorea erheben solle ist umwerfend, aber noch lange nicht so umwerfend wie seine Idee, dass die Vereinigten Staaten von Amerika „den Frieden und die Sicherheit der Welt“ garantieren werden.

Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die Serbien bombardiert haben, einschließlich von Büros der chinesischen Botschaft und zivilen Eisenbahnzügen, die Kosovo von Serbien losgebrochen und einer Bande von Muslim-Drogengangstern übergeben und diesen NATO-Truppen zur Verfügung gestellt haben, um ihre Geschäfte zu beschützen?

Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die verantwortlich sind für etwa eine Million toter Iraker, Waisen und Witwen im ganzen Land, und die rund ein Fünftel der irakischen Bevölkerung in die Flucht getrieben haben?

Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die den Rest der Welt davon abgehalten haben, Israel für seine mörderischen Überfälle auf libanesische Zivilisten 2006 und auf Gaza vor kurzer Zeit zu verurteilen, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Israel bei seinem Diebstahl von Palästina die vergangenen 60 Jahre hindurch Schützenhilfe geleistet haben, einem Landraub, der vier Millionen palästinensischer Flüchtlinge zur Folge hatte, die durch Gewalt und Terror Israels aus ihren Häusern und Dörfern vertrieben worden sind?

Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die in ehemaligen Teilen Russlands Manöver abhalten und Russland mit Militärstützpunkten einkreisen?
Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die Afghanistan in Schutt bombardiert haben, mit massiven zivilen Opfern?

Handelt es sich da etwa um die Vereinigten Staaten von Amerika, die einen schrecklichen neuen Krieg in Pakistan begonnen haben, einen Krieg, der in seinen ersten paar Tagen eine Million Menschen in die Flucht getrieben hat?

„Den Frieden und die Sicherheit der Welt“? Wessen Welt?

Nach seiner Rückkehr von der Beratung mit Obama in Washington erklärte der braunhemdige israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, es läge in Israels Verantwortung, die „nukleare Bedrohung“ durch den Iran zu „eliminieren“.

Was für eine nukleare Bedrohung? Die Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika sind einhellig zu der Auffassung gekommen, dass Iran seit 2003 kein Atomwaffenprogramm betreibt. Die Inspektoren der Internationalen Atomenergieagentur berichten, dass es keine Anzeichen für ein Atomwaffenprogramm im Iran gibt.

Wen bombardiert Iran? Wie viele Flüchtlinge jagt Iran auf die Flucht um ihr Leben?

Wen bombardiert Nordkorea?

Die zwei großen mörderischen, Flüchtlinge produzierenden Länder sind die Vereinigten Staaten von Amerika und Israel. Die beiden haben Millionen Menschen ermordet und vertrieben, die niemanden bedroht hatten.

Keine Länder auf dieser Erde können den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel in puncto barbarischer mörderischer Gewalt das Wasser reichen.

Aber Obama versichert uns, dass die Vereinigten Staaten von Amerika „den Frieden und die Sicherheit der Welt” beschützen werden. Und Braunhemd Netanjahu beteuert der Welt, dass Israel sie vor der „iranischen Bedrohung“ beschützen wird.

Wo sind die Medien?

Warum lachen sich die Menschen nicht zu Tode?

Quelle

Von Uri Avnery, 31.01.2009

EIN SPANISCHER Richter hat eine gerichtliche Untersuchung gegen sieben israelische Politiker und Militärs wegen des Verdachtes auf Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeordnet. Der Fall: die im Jahre 2002 abgeworfene Ein-Tonnen-Bombe auf das Wohnhaus des Hamas-Führers Salah Shehadeh. Außer dem vorgesehenen Opfer wurden 14 Personen getötet, die meisten von ihnen waren Kinder.

Für diejenigen, die diesen Vorfall vergessen haben: der damalige Kommandeur der israelischen Luftwaffe Dan Halutz wurde damals danach gefragt, was er wohl empfinde, wenn er solch eine Bombe auf ein Wohngebäude fallen lässt. Seine unvergessliche Antwort lautete: „Einen leichten Ruck am Flügel“. Als wir von Gush Shalom ihn eines Kriegsverbrechens beschuldigten, forderte er, dass wir wegen Hochverrats angeklagt würden. Der Ministerpräsident Ariel Sharon schloss sich ihm an. Er behauptete, wir würden die israelischen Armeeoffiziere dem Feind übergeben wollen. Der Generalstaatsanwalt benachrichtigte uns offiziell, dass er nicht beabsichtige wegen des Bombardements gegen die Verantwortlichen eine Untersuchung einzuleiten.

Ich sollte deshalb glücklich sein, dass schließlich und endlich jemand bereit ist, diese Tat vor Gericht zu bringen (selbst wenn dies anscheinend durch politischen Druck vereitelt worden ist.) Aber es bedrückt mich, dass dies in Spanien geschieht und nicht in Israel.

DIE ISRAELISCHEN Fernsehzuschauer werden seit kurzem mit seltsamen Bildern konfrontiert: Armeeoffiziere erschienen nur mit unkenntlich gemachten Gesichtern, so wie man es bei Kriminellen tut, wenn das Gericht ihre Identifizierung verbietet. Pädophile z.B. oder Verbrecher gegen alte Frauen.

Auf Befehl des Militärzensors wird dies bei allen Offizieren angewandt, vom Bataillonskommandeur abwärts, die am Gaza-Krieg beteiligt waren. Da die Gesichter der Brigadekommandeure und der ranghöheren Offiziere allgemein bekannt sind, wurde bei ihnen diese Methode nicht angewandt.

Direkt nach der Feuerpause brachte der Verteidigungsminister Ehud Barak ein Sondergesetz ein, das allen am Gaza-Krieg beteiligten Offizieren und Soldaten unbegrenzte Unterstützung des Staates zusagt, falls sie im Ausland wegen Kriegsverbrechen angeklagt würden. Dies scheint das hebräische Sprichwort zu bestätigen: „Der Hut brennt auf dem Kopf des Diebes „.

ICH BIN nicht gegen Anklagen im Ausland. Hauptsache ist, dass Kriegsverbrecher, wie Piraten, überall verurteilt werden können, wobei es unwichtig ist, wo sie gefangen genommen wurden. (Diese Regel wurde vom Staat Israel angewandt, als er Adolf Eichmann in Argentinien entführte und wegen seiner schändlichen Verbrechen zum Tode verurteilte, obwohl er sie außerhalb des Territoriums von Israel begangen hatte – ja sogar bevor der Staat überhaupt existierte).

Doch als israelischer Patriot wäre es mir lieber, dass Israelis, die sich an Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben, in Israel vor Gericht gebracht würden. Dies ist für das Land notwendig, für alle anständigen Offiziere und Soldaten der israelischen Armee, für die Erziehung zukünftiger Generationen von Bürgern und Soldaten.

Es ist nicht nötig, sich allein auf das Völkerrecht zu verlassen. Es gibt auch israelische Gesetze gegen Kriegsverbrechen. Es genügt, den unvergesslichen Satz zu erwähnen, der vom Richter Binyamin Halevy – als Militärrichter – bei dem Prozess gegen die Grenzpolizisten geprägt wurde, die 1956 für das Massaker in Kafr Kassem verantwortlich waren, bei dem Dutzende von Kindern, Frauen und Männern niedergemäht wurden. Sie verletzten eine Ausgangssperre, von der sie nicht einmal etwas wussten.

Der Richter verkündete, dass es selbst in Kriegszeiten Befehle gebe, über denen „die schwarze Flagge der Illegalität wehe“. Es sind Befehle, die „offensichtlich“ illegal sind – d.h. es sind Befehle, die jeder normale Mensch als illegal erkennt, ohne dass man einen Rechtsanwalt befragen müsste.

Kriegsverbrecher entehren die Armee, deren Uniform sie tragen – ob sie Generäle oder gemeine Soldaten sind. Als Frontsoldat am Tage, an dem die israelische Verteidigungsarmee offiziell gegründet wurde, schäme ich mich für sie und verlange, dass sie unehrenhaft entlassen und in Israel vor Gericht gebracht werden.

Meine Liste von Verdächtigen schließt Politiker, Soldaten, Rabbiner und Anwälte ein.

ES GIBT nicht den geringsten Zweifel, dass im Gaza-Krieg Verbrechen begangen wurden. Es ist nur die Frage, in welchem Ausmaß und von wem.

Ein Beispiel: Soldaten rufen den Bewohnern eines Hauses zu, es zu verlassen. Eine Frau und ihre vier Kinder kommen heraus und winken mit weißen Taschentüchern. Es ist absolut klar, dass sie keine bewaffneten Kämpfer sind. Ein Soldat aus einem in der Nähe stehenden Panzer steht auf, zückt sein Gewehr und erschießt sie aus nächster Nähe. Nach Zeugenaussagen scheint dies zweifellos mehr als einmal geschehen zu sein.

Ein anderes Beispiel: die Bombardierung der mit Flüchtlingen belegten UN-Schule, aus der nicht heraus geschossen wurde. Dies war von der Armee zugegeben worden, nachdem die ursprünglichen Vorwände widerlegt worden waren.

Dies sind „einfache“ Fälle. Aber das Spektrum der Fälle ist viel weiter. Eine ernste juristische Untersuchung muss ganz oben beginnen: die Politiker und ranghohen Offiziere, die den Krieg entschieden und seine Pläne bestätigten, müssen nach ihren Entscheidungen gefragt werden.
Im Nürnberger Prozess wurde festgelegt, dass ein Angriffskrieg ein Verbrechen ist.

Eine unabhängige Untersuchung müsste herausfinden, ob die Entscheidung, den Krieg zu beginnen, gerechtfertigt war oder ob es einen anderen Weg gegeben hätte, das Abschießen der Qassam-Raketen auf israelisches Territorium zu beenden. Zweifellos kann und soll kein Land dulden, dass seine Städte und Dörfer von jenseits der Grenze bombardiert werden. Aber hätte dies nicht durch Verhandeln mit den Gaza-Behörden verhindert werden können? War die Entscheidung unserer Regierung, die Hamas, den Sieger der demokratischen palästinensischen Wahlen, zu boykottieren, der wahre Kriegsgrund? War die Verhängung einer Blockade über anderthalb Millionen Bewohner des Gazastreifens nicht mit eine Ursache für das Abfeuern der Qassams? Kurz gesagt: wurden Alternativen in Erwägung gezogen, bevor entschieden wurde, einen solch mörderischen Krieg zu beginnen?

Der Kriegsplan umfasste einen massiven Angriff auf die zivile Bevölkerung des Gazastreifens ein. Die wirklichen Ziele eines Krieges können weniger durch die offiziellen Erklärungen seiner Initiatoren als durch ihre Taten verstanden werden. Wenn in diesem Krieg etwa 1.300 Männer, Frauen und Kinder getötet wurden, von denen der größte Teil keine Kämpfer waren; wenn etwa 5.000 Menschen verletzt wurden und die meisten von ihnen Kinder waren; wenn etwa 17.000 Häuser teilweise oder 4.000 ganz zerstört wurden; wenn die Infrastruktur des Lebens total zerstört wurde – dann ist das alles nicht zufällig geschehen. Es muss ein Teil des Kriegsplanes gewesen sein

Das, was während des Krieges von Politikern und Offizieren gesagt wurde, machte klar, dass der Plan wenigstens zwei Ziele hatte, die als Kriegsverbrechen angesehen werden könnten: 1. ein Maximum an Tod und Zerstörung verursachen, um „einen Preis festzusetzen“ ; um „es in ihr Bewusstsein einzubrennen“; um „die Abschreckung wieder herzustellen“ und vor allem die Bevölkerung dahin zu bringen, sich gegen die Hamas zu erheben und die Regierung zu stürzen. Dies geht ganz klar gegen die zivile Bevölkerung. 2. unter allen (wörtlich gemeint: allen) Umständen Todesopfer in unserer Armee verhindern, indem jedes Gebäude zerstört und jedes menschliche Wesen in der Gegend getötet werden soll, in der sich unsere Soldaten bewegten. Das schloss auch die Zerstörung von Häusern über den Köpfen ihrer Bewohner ein und dass Ambulanzen daran gehindert wurden, die Verletzten zu erreichen, und das Töten von Menschen ohne Unterschied. In gewissen Fällen wurden Bewohner vorher gewarnt, sie sollten fliehen, aber das war nur eine Alibi-Aktion: es gab keinen Ort, an den man fliehen konnte, und oft wurde auf Leute das Feuer eröffnet, während sie zu fliehen versuchten.

Ein unabhängiger Gerichtshof wird zu entscheiden haben, ob solch ein Kriegsplan in Übereinstimmung mit dem nationalen und internationalen Gesetz ist oder ob es von Anfang an ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit war und ein Kriegsverbrechen.

Dies war ein Krieg einer regulären Armee mit gewaltigen Möglichkeiten gegen eine Guerillatruppe. Auch in solch einem Krieg ist nicht alles erlaubt. Argumente wie „die Hamas-Terroristen versteckten sich zwischen der zivilen Bevölkerung“ und „sie benützten die Bevölkerung als menschliche Schutzschilde“ können effektive Propagandaschlagworte sein – sie sind aber irrelevant: das gilt für jeden Guerillakrieg. Das muss berücksichtigt werden, wenn eine Entscheidung getroffen wird, solch einen Krieg in Betracht zu ziehen.

In einem demokratischen Staat bekommt das Militär die Befehle von der politischen Führung. Gut. Aber das schließt nicht „offensichtlich“ illegale Befehle ein, über denen die schwarze Flagge der Illegalität weht. Seit den Nürnberger Prozessen, gibt es die Entschuldigung „Ich habe nur Befehle ausgeführt“ nicht mehr.

Darum muss die persönliche Verantwortung aller Beteiligten, vom Stabschef, dem Frontkommandeur, dem Divisionskommandeur bis zum letzten Soldaten geprüft werden. Aus Gesprächen mit Soldaten muss man schließen, dass viele glaubten, es sei ihre Aufgabe, „so viele Araber wie möglich umzubringen“. Das bedeutet, keinen Unterschied zwischen Kämpfern und Nichtkämpfern zu machen. Das ist ein total illegaler Befehl, ob er nun explizit gegeben wurde oder nur mit einem Augenzwinkern. Die Soldaten verstanden dies als „den Geist des Kommandeurs.

UNTER DENEN, die der Kriegsverbrechen verdächtigt werden, haben Rabbiner einen „Ehrenplatz“.

Diejenigen, die zu Kriegsverbrechen anstacheln und Soldaten direkt oder indirekt aufrufen, Kriegsverbrechen zu begehen, können selbst eines Kriegsverbrechens schuldig sein.

Wenn man von „Rabbinern“ spricht, denkt man an alte Männer mit langen, weißen Bärten und großen Hüten, die ehrwürdige Weisheiten von sich geben. Doch die Rabbiner, die die Soldaten begleiten, sind eine andere Spezies.

Während der letzten Jahrzehnte hat das vom Staat finanzierte religiöse Bildungssystem „Rabbiner“ produziert, die eher mittelalterlichen christlichen Priestern ähneln als den jüdischen Weisen aus Polen und Marokko. Dieses System indoktriniert seine Schüler mit einem gewalttätigen Stammeskult, der völlig ethnozentrisch ist: die ganze Weltgeschichte sei nichts anderes als eine endlose Geschichte der Juden als Opfer. Dies ist die Religion eines Auserwählten Volkes, anderen Völkern gegenüber gleichgültig, eine Religion ohne Mitleid für die, die nicht jüdisch sind, die den von Gott angeordneten Genozid – im biblischen Buch Josua beschrieben – verherrlicht.

Die Früchte dieser Erziehung sind jetzt die „Rabbiner“, die nun die religiöse Jugend unterrichten. Mit deren Ermutigung ist ein systematischer Versuch unternommen worden, die israelische Armee von innen heraus zu übernehmen. Kippa-tragende Offiziere haben die Kibbutzniks ersetzt, die noch bis vor kurzem in der Armee vorherrschend waren. Viele Offiziere der unteren und mittleren Ränge gehören nun zu dieser Gruppe.

Das herausragendste Beispiel unter ihnen ist der Armee-Chef-Rabbiner Oberst Avishai Ronski, der erklärt hat, es sei sein Job, den Kampfgeist der Soldaten neu zu stärken. Er gehört zur äußersten Rechten und ist nicht weit entfernt von der Einstellung des verstorbenen Rabbiners Meir Kahane, dessen Partei in Israel wegen ihrer faschistischen Ideologie verboten ist. Unter der Schirmherrschaft des Armee-Rabbinats wurden religiös-faschistische Broschüren der ultra-rechten „Rabbiner“ an die Soldaten verteilt.

Dieses Material schließt politische Aufhetzung ein, so wie die Behauptung, dass die jüdische Religion es verbietet, „auch nur einen Millimeter von Eretz Israel aufzugeben“, dass die Palästinenser wie die biblischen Philister (von denen der Name Palästina abgeleitet wurde) ein fremdes Volk seien, das das Land überfallen habe, und dass jeder Kompromiss (so wie es das offizielle Regierungsprogramm aufzeigt) eine Todsünde sei. Die Verteilung von politischer Propaganda verstößt natürlich gegen das Militärgesetz.

Die Rabbiner riefen die Soldaten offen auf, grausam und gnadenlos gegenüber den Arabern zu sein. Sie barmherzig zu behandeln – so behaupteten sie – sei eine schreckliche, entsetzliche Unmoral“. Wenn solches Material an religiöse Soldaten verteilt wird, die in einen Krieg gehen, ist es nicht schwer, sich vorzustellen, warum die Dinge so geschehen sind, wie sie geschahen.

DIE PLANER dieses Krieges wussten, dass der Schatten von Kriegsverbrechen über der geplanten Operation schwebte. Darum wurde der Staatsanwalt (dessen offizieller Titel „Rechtsberater der Regierung“ ist), an der Planung beteiligt. In dieser Woche enthüllte der Armeechefanwalt Oberst Avichai Mandelblit, dass seine Offiziere während des ganzen Krieges die Kommandeure – vom Stabschef bis zum Divisionskommandeur hinunter – begleitet haben.

All dies zusammen führt zur unausweichlichen Schlussfolgerung, dass die Rechtsberater direkte Verantwortung für die Entscheidungen tragen, die getroffen und ausgeführt wurden – von den Massakern an den zivilen Polizeirekruten bei der Vereidigungszeremonie bis zum Bombardieren der UN-Einrichtungen. Jeder Anwalt, der ein Partner bei den Überlegungen war, bevor ein Befehl gegeben wurde, ist verantwortlich für seine Folgen, es sei denn, er kann beweisen, dass er dagegen war.

Der Chefanwalt, dessen Aufgabe es ist, der Armee professionellen und objektiven Rat zu geben, spricht über den „ungeheuerlichen Feind“ und versucht, die Aktionen der Armee zu rechtfertigen, indem er sagt, dass es ein Kampf gegen „einen hemmungslosen Feind“ gewesen sei, der den „Tod liebe“ und Schutz „hinter dem Rücken der Frauen und Kinder“ findet. Solch eine Sprache ist vielleicht in der Rede eines kriegstrunkenen Einsatzkommandeurs entschuldbar, wie dem Bataillonchef , der seinen Soldaten den Selbstmord empfahl, bevor sie gefangen genommen werden, aber solch eine Sprache ist unannehmbar, wenn sie vonseiten des Chefs der Armeejustiz kommt.

WIR MÜSSEN alle juristischen Möglichkeiten hier in Israel ausschöpfen, auf einer unabhängigen Untersuchung und auf der Anklage der verdächtigen Täter bestehen. Wir müssen dies fordern, selbst wenn die Chancen, dass dies durchgeführt wird, tatsächlich gering sind.

Wenn diese Bemühungen misslingen, wird niemand in der Lage sein, sich gegen Gerichtsverfahren im Ausland zu wehren, weder bei einem Internationalen Gerichtshof noch bei Gerichten jener Nationen, die die Menschenrechte und das Völkerrecht achten.

Bis dies geschieht, wird die schwarze Flagge wehen.

Das Palestinian Information Center hat eine mit “Radwan: Abbas, PA hatten vorab Kenntnis von IOF-Aggression” betitelte Erklärung von Hamas-Sprecher Ismail Radwan veröffentlicht. Darin macht er öffentlich, dass sowohl der Ex-Chef der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas als auch Führer in arabischen Ländern über den von den israelischen Besatzungstruppen (Israeli Occupation Forces – IOF) in Gaza vorsätzlich begangenen Massenmord vorab informiert waren und dabei mitgemacht haben, weil sie sich erhofft hatten, die gewählte Regierung Palästinas gewaltsam beseitigen zu können. Mein Parteibuch hat die Erklärung von Ismail Radwan nachfolgend übersetzt.

Radwan: Abbas, PA hatten vorab Kenntnis von IOF-Aggression

GAZA, (PIC) (Übersetzung von Mein Parteibuch) Hamas hat den Vorwurf erhoben, dass der Ex-PA-Chef Mahmud Abbas sowie arabische Länder der Region vorab Kenntnis von der geplanten Aggression der israelischen Besatzungstruppen im Gazastreifen und einige von ihnen diese sogar dazu ermutigt haben.

Dr. Ismail Radwan, einer der politischen Führer im Gazastreifen sagte in einer Erklärung am Samstag, die Hamas habe Informationen erhalten, dass Treffen und Kontakte zwischen Abbas und arabaischen und regionalen Parteien stattgefunden haben, um die Aggression vorzubereiten und die IOF bei dem Plan ermutigt haben, die Hamas zu stürzen.

Die Ermordung von Innenminister MP Said Siyam, dem prominenten Führer der Hamas, passt in eine Linie mit diesem Schema, sagte Radwan und fügte hinzu, dass sie dachten, die Ermordung von Siyam würde ihr Ziel, den Sturz der Hamas, beschleunigen.

Der Hamas-Führer versicherte, dass der Plot wegen der Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes und seinem tapferen Widerstand fehlgeschlagen ist.

Das war eigentlich recht nett von Ismail Radwan, dass er die Namen von Husni Mubarak, Ahmed Abdul Gheit und Omar Suleiman und den Namen von Tayeb Abdul-Rahim nicht genannt hat. Bei Mahmud Abbas ist ohnehin schon lange bekannt, dass er ein Lakai der USA ist.

Genug ist genug. Wie viele “schwere Fehler” soll die Welt dem rassistischen Terrorregime noch erlauben, bevor es international isoliert wird? Diesmal darf die übliche geheuchelte Entschuldigung nicht reichen. Bis Israel die Besatzung Palästinas nicht beendet und Israel den internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennt, sollte jedes zivilisierte Land und jeder zivilisierte Mensch jegliche Beziehung zu Israel abbrechen.

Dieses Massaker aus wahltaktischen Gründen muss Konsequenzen haben. Ein solcher Verbrecherstaat wie Israel darf keinen Platz in der Weltgemeinschaft haben. Eine Welt ohne Israel ist eine bessere Welt.

Der Weg zur Abschaffung des Staates Israel führt politisch über die Aberkennung der staatlichen Anerkennung. Bis es soweit ist, kann ein Boykott organsiert werden, der auch schon dabei half, das Apartheidregime von Südafrika zu bezwingen. Boykott Israel:

Boycott Israel

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die verlogene Terrorherrschaft der zionistischen Faschisten über Palästina beendet wird und alle Menschen in Palästina in Freiheit und Gleichheit ohne das Apartheidsystem Israel miteinander leben können.

Achtung: Alle deutschsprachigen Massenmedien belügen wegen der gezielten Einflussnahme spezieller Abteilungen der israelischen Botschaften systematisch ihre Leser und Zuschauer zum Massenmord in Gaza. In Israel gibt es zu den Massakern eine strikte Zensur und ein Verbot, die Wahrheit zu berichten, an das sich alle westliche Medien halten. Im Internetzeitalter gibt es jedoch trotzdem Informationen vom Widerstandskampf in Gaza.

Deutschsprachige Nachrichten zu den Massakern in Gaza gibt es bei Net-News-Global, im Parteibuch Ticker und beim iranischen Rundfunk IRIB und vom durch die zionistischen Terrortruppen zerbombten Sender PressTV gibt es immer noch einen englischsprachigen Livestream im Internet, wo fast ausschließlich aus Gaza berichtet wird.

Aktuelle englischsprachige Nachrichten vom israelischen Krieg gegen die Wahrheit gibt es trotz des gezielten Bombardements der Journalisten nach wie vor bei Press TV, beim Palestinian Information Center und trotz Morddrohungen auch weiterhin bei Bloggern aus Gaza, die man zum Beispiel über den Palestine Blog Aggregator finden kann.

Quelle

Stellen Sie sich mal vor, arabische Truppen wären in Israel eingerückt, hätten bis auf Tel Aviv und Jerusalem das gesamte Territorium besetzt und über 1000 Zivilisten ermordet, es wären nach einem obskuren Attentat in Moskau im Jahre 2001 bereits in den darauffolgenden Jahren eine Million Juden in einem anderen Land nach dem Einmarsch russischer Truppen massakriert worden, in Moskau hätten gerade Ägypten und Russland einen Deal darüber abgeschlossen dass deutsche Truppen gefälligst nach dem Krieg gegen Israel an dessen Hungerblockade teilzunehmen hätten, die deutsche Kanzlerin wäre zu diesem Zwecke der Verschickung deutscher Soldaten bereits in Kairo und in Deutschland würde auf einmal durch eine Moskauer Firma das Video eines „judäistischen Terroristen“ namens „Samuel Itzig der Deutsche“ veröffentlicht, der mit einem Anschlag gegen deutsche Soldaten in einem anderen unter russischer Führung besetzten Land droht. Sagen Sie mir nur eins: liessen Sie elender Versager sich immer noch in Ihr Spatzenhirn ficken?……………..WEITERLESEN.

Offener Brief an Frau Micheline Calmy-Rey

 

Mit wem denken Sie zu reden, wenn Gaza sich aus seinen Trümmern erheben wird? Mit jenen aus Ramallah, die ihr Volk verraten und die Sie mit der „Genfer Initiative“ in die Irre geführt haben, die Israel den Vorzug gibt und damit den Kolonisierten noch weitere Ungerechtigkeiten bringt? Oder mit jenen, die das Vertrauen der Palästinenser erworben haben?

Geehrte Frau Bundesrätin,

In diesen grauenhaften Tagen, wo israelische Bomben ohne Unterbrechung auf Gaza abgeworfen werden, die brutal das Leben von Tausenden von Männern, Frauen und Kindern hinwegraffen, in diesen Tagen, wo die Empörung der Machtlosigkeit jene Personen erstickt, die noch etwas Menschlichkeit besitzen, ist es ein Trost für die Belagerten zu wissen, dass überall in der Welt Menschenmengen auf die Strasse gehen, um die von Israel begangenen Verbrechen anzuprangern und auch die Aussagen der zahlreichen Medien und politischen Führungskräften, die versuchten – und weiterhin versuchen – die verbrecherische Schuld Israels in diesem schrecklichen Blutbad, zu verheimlichen oder herunterzuspielen.

Worauf wartet der Bundesrat um seinen Botschafter aus Israel zurückzurufen und den israelischen Botschafter in der Schweiz auszuweisen?“ [1] protestierte zu Recht der Schweizer Parlamentarier Josef Zisyadis, entrüstet über die zaghaften Reaktionen der Schweizer Behörden von Bern, vor Tausenden von Personen, die am 10. Januar 2009 zur Demonstration gekommen waren, um ihre Empörung gegen die Verbrechen, die von Israel begangen werden, zum Ausdruck zu bringen.

Herr Zisyadis sprach mit aufrichtigem Kummer wie jemand, der es nicht ertragen kann, dass die Menschen, die er vor kurzem in Gaza getroffen und gelernt hat zu lieben und zu schätzen, zu Unrecht massakriert werden.

Im Laufe der letzten Jahre haben Journalisten, Übersetzer und einfache Bürger, die die Wahrheit respektieren, ihr Möglichstes getan um den Ernst der Verfolgungen anzuprangern, der die gefangengehaltene Bevölkerung von Gaza ständig ausgesetzt sind, und zu zeigen, dass diese Menschen pausenlos durch Israels Kollektivstrafen den Verletzungen des Völkerrechts unterliegen und so ihre Regierungen und die Öffentlichkeit über die kriminellen Projekte, die die israelischen Führungskräfte erarbeiteten, zu alarmieren.

Sie und Ihre Bundesräte konnten nicht ignorieren, dass Israel gegen die Bevölkerung von Gaza, eine grauenhafte Militäroperation vorbereitete. Sie konnten nicht ignorieren, dass Israel eine „Endlösung“ programmierte: denn Israel verheimlichte dieses nicht.

Am 27. Dezember, zu Beginn dieses Krieges, zynisch benannt „Gegossenes Blei“ und zu Beginn der furchtbaren Luftangriffe, die darauf abzielten die Bevölkerung zu traumatisieren und zu lähmen, wusste das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegen (EDA) genau, dass Israel kein Opfer war, welches versuchte sich gegen „Terrorismus“ zu verteidigen, sondern aber ein Angreiferstaat, der fest entschlossen ist, ein Volk zu liquidieren, das nie der Kolonialherrschaft nachgegeben hat. Das EDA wusste, dass Israel Kriegsverbrechen gegen eine ausgeblutete und erschöpfte Bevölkerung beging, von der 800 000 Kinder sind, die von ihren Eltern nicht beschützt werden können.

Geehrte Frau Bundesrätin, Sie haben das Ehrenamt akzeptiert, die Aussenpolitik der Schweiz zu leiten. Dieses impliziert Verantwortungen. Akzeptieren Sie daher bitte, dass gut informierte Bürger Sie wegen der stellungsnahme, die Bern seit dem Anfang dieser unerträglichen Tragödie zum Ausdruck brach, interpellieren.

Am 27. Dezember, am ersten Tag der Bombardierungen, die fast 300 Menschen ums Leben brachten und Tausend von Verletzten verursachte, hat das EDA den „Raketenbeschuss“ von der Hamas verurteilt und hat „die unverhältnismässigen Reaktionen der israelischen Streitkräfte“ auf gleichmässige Art und Weise verurteilt und daran erinnert „Israel hat das Recht sich zu verteidigen und seine Bevölkerung zu schützen. Dies muss aber unter Beachtung des humanitären Völkerrechts erfolgen und dem Prinzip der Verhältnismässigkeit entsprechen.“ [2]

Diese Symmetrie ist in doppelter Hinsicht unannehmbar. Sie setzt den Angreifer und den massiven Angriff einer offensiven Besatzungsarmee, die mit den verheerendsten Waffen ausgestattet ist, auf die gleiche Ebene wie die Abwehrversuche eines besetzten Volkes, das weder über eine Armee, noch über einen Staat und allerhöchstens über einige selbsthergestellten Raketen verfügt.

Diese schüchterne Reaktion gegenüber der Gewalt des israelischen Angriffs und der Anzahl der palästinensischen Opfer ist sehr schockierend. Sie liegt weit entfernt von der Courage, die Frau Anna Lindh, Aussenministerin von Schweden, im April 2002 gezeigt hat, als sie die EU aufrief ihre Stricke mit Israel zu brechen, als Protest für die von Ariel Sharon begangenen Massaker im Westjordanland.

Das EDA schweigt ausserdem über die Verantwortlichkeiten der Nichtverlängerung der Waffenruhe zwischen Hamas und Israel, aber Israel verwendete diesen Akt um den gegenwärtigen einseitigen Krieg auszulösen, dessen Ziel es ist, die Hamas führerlos zu machen.

Es schweigt über die Tatsache, dass die Hamas ihre Verbindlichkeiten respektiert hatte, indem sie darauf verzichtete während 5 Monaten Raketen auf den Süden von Israel abzuschiessen, während Israel, indem es sich weigert die Blockade von Gaza aufzuheben, sie nicht respektiert hat.

Es schweigt über die Tatsache, dass die Raketenabschüsse nur wieder begonnen haben nachdem Israel die Waffenruhe Anfang November verletzt hat, indem es dreizehn palästinensische Aktivisten summarisch hingerichtet hat. [3]

Über den wichtigsten Punkt zu schweigen, der sich auf die Ablehnung der Hamas bezieht, die Waffenruhe unter diesen Bedingungen fortzuführen, bedeutet nur, der israelischen Militärpropaganda zu helfen, die besonders durch unsere öffentlichen Medien [4] übertragen wird, und die die Verantwortung für den Angriff, der Hamas zuschieben.

Am 4. Januar hat das EDA in seiner Mitteilung weiterhin diese trügerische Symmetrie beibehalten [5]: “(…) appelliert das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) inständig an die Konfliktparteien, die Feindseeligkeiten sofort und dauerhaft zu beenden. Der Raketenbeschuss durch die Hamas muss ebenso gestoppt werden wie die israelische Militäraktion, damit die Leiden der Zivilbevölkerung ein Ende nehmen.”

Am 9. Januar ist die Mitteilung vom EDA zwar durch die Anzahl der Zivilopfer beunruhigt indem es: “(…) ruft die Schweiz zu einer unparteiischen Untersuchung über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf” . Hier hat man auch das schwere Gefühl, dass das EDA es zurückweist, die Realität eindeutlich zu bezeichnen. Das Wort „Zwischenfall“ ist gewählt worden, um die Bombardierungen der UNWRA- Schulen, die voll mit Zivilisten waren, zu bezeichnen. [6]

Warum wendet man, wenigstens unter diesen Umständen, nicht das Wort an, das die Massaker der alten Leute, schwangeren Frauen und Kindern, die man in diesen grauenhaften Krieg gestürzt hat, beschreibt? Das heisst, schlicht und einfach „Kriegsverbrechen„?

Ist Israel unantastbar? Steht es sogar beim Gebrauch des Wortschatzes über dem Gemeinschaftsgesetz?

Gaza ist nie eine „humanitäre“ Sache gewesen. Gaza ist die Inkarnation einer immensen Ungerechtigkeit, die seit 40 Jahren auf eine politische Lösung wartet.

Als wir Ihnen beim DSR (Westschweizer Radiosender, am 8. Januar) zuhörten und Sie diese leider existente Katastrophe, eine „ katastrophische humanitäre Situation“ nannten, hätten wir gerne gewollt, dass sie von Anfang an sagen würden, es handelt sich dort um eine „humanitäre Katastrophe“, die zynisch laut dem Militärplan von Tel Aviv aufgestellt wurde; dass es sich um Kriegsverbrechen handelt, sogar um Verbrechen gegen die Menschlichkeit die von Israel, mit der Mittäterschaft der „internationalen Gemeinschaft“ begangen werden. Und dass solch ein Abdriften nicht mehr geduldet werden kann.

Es gibt darüber Dokumentationsmaterial. Israel versuchte es nicht zum ersten Mal. Seit dem Jahr 2005 vervielfachten sich die Luftangriffe und die „vorbeugenden aussergerichtlichen Tötungen“ von Seiten Israels, besonders in Gaza, sowie auch Tötungen von Zivilisten.

Währenddessen liess das Schweigen der „internationalen Gemeinschaft“ Israel freie Hand, um seine Massaker an den angeblichen „Fanatikern“, diesen „Terroristen“, diesen „Islamisten“ fortzusetzen, und die Sprecher der israelischen Regierung, die dazu geformt werden zu lügen, gleichzeitig das Ziel anstrebten, sie zu entmenschlichen, um so die öffentliche Meinung vorzubereiten sie zu hassen, damit sie im gegebenen Moment nicht für ihre Situation Mitleid empfinden würde.

Die Palästinenser sind die Opfer eines Krieges, der darauf abzielt, die demokratisch gewählten Hamas-Behörden zu liquidieren und ihnen durch Gewalt die „Palästinensische Autonomiebehörde“ aufzusetzen, welche aber von der grossen Mehrheit des palästinensischen Volks mit Verachtung zurückgewiesen wird, eine Behörde die von Mahmoud Abbas geleitet wird, der nur eine Marionette in den Händen von Israel und den USA ist.

Die Schweiz sollte es endlich lassen den Schwierigkeiten noch andere hinzuzufügen, indem sie eine Friedensinitiative („Genfer-Vereinbarungen“) weiter unterstützt, die von allen palästinensischen Fraktionen schon im Jahr 2003 zurückgewiesen wurde, mit Ausnahme von kompromitierten Personen, wie Abbed Rabbo.

Er wäre nützlicher gewesen, die völkermörderische Politik von Israel während diesen Jahren einzustellen, wo seine Armee die Bevölkerung von Gaza gefangen hielt und sie entmenschlichte, um sie in den Zustand zu bringen in dem sie sich heute befindet, ohne Nahrung, Wasser, Strom, Gas und Öl , alles was man zum Leben braucht.

All diese Ausschreitungen wären nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung der EU, den USA und der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ von Ramallah, und auch ohne der Passivität von der Schweiz, die durch ihre Neutralität eine bedeutungsvolle Position hat und somit eine wichtige Rolle spielt.

Das EDA hat nicht protestiert als Tzipi Livni, Ehud Barak und Ehud Olmert angekündigt haben, dass ihre Armee sich vorbereitete „die Hamas zu liquidieren“ und dass dieses zahlreiche zivile Opfer mit sich bringen würde.

Es genügt nicht einige Millionen zu zahlen, um sich ein gutes Gewissen zu erteilen und uns mit vereinbarten Erklärungen zu überschütten, wenn das Übel schon verrichtet worden ist und die Überlebenden für immer geschockt, vor dem Schlimmsten stehen.

Es genügt nicht die „Garantie von humanitären Korridoren“ zu verlangen, obwohl man im Vorraus weiss, dass die israelische Regierung seinen Armeen befehlt auch auf Krankenwagenfahrer, UNO-Angestellte, Kinder und Schulen zu schiessen, ohne Achtung der Menschen oder des humanitären Rechts, wie man es schon in der Vergangenheit gesehen hat.

Gewiss hat das EDA die Forderung nach einer Sondersitzung des UNO-Menschenrechtsrat in Genf für Gaza unterstützt, aber man sollte mehr unternehmen, man sollte ohne Ausflüchte sagen, dass der Staat Israel nicht über dem Völkerrecht steht und solange er weiterhin das Völkerrecht verletzt, sollte er aus dem Kreis der Nationen ausgeschlossen werden, wie Südafrika, während der Apartheid.

Wir denken, dass ihre Diplomatie sich schon seit langem geirrt hat, indem sie darauf beharrte die „Architekten“ der zweifelhaften „Genfer Initiative“ zu unterstützen, die schon von Anfang an nicht existieren konnte, und die überdies nicht den Palästinensern Gerechtigkeit bringen würde, denn sie ignoriert die grundlegende Ungerechtigkeit, den Kern der palästinensischen Sache: die israelische Verweigerung des unabdingbaren Rechts der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr in ihr Land, in ihre Häuser, aus denen sie vertrieben worden sind, wie alle anderen Flüchtlinge in der Welt.

Anstatt finanziell die Behörden von Ramallah – wovon Leila Shahid die Generalvertreterin bei der Europäischen Union ist – ,die Herrn Mahmoud Abbas, Salam Fayyad, Yasser Abed Rabbo, Saeb Erekat zu unterstützen, sowie die israelischen und palästinensischen NGOs, von denen ein gewisse Anzahl nur vom Leid der Palästinenser leben und die es nur noch verschlimmern, wäre es zweckdienlich und nützlich, Ihre Ämter einzusetzen um zur Versöhnung der palästinensischen politischen Kräfte beizutragen, die sich Israel bemüht hat zu spalten.

Wir missbilligen die Mitteilung vom 4. Januar vom EDA und wir denken, dass durch die Besatzung vom Westjordanland – die seit langen Jahren von Israel beschleunigt hinter der Ablenkungstaktik des angeblichen „Friedensprozess von Oslo“ unternommen wird – heute die Lösung „eines existenzfähigen palästinensischen Staates, der Seite an Seite mit einem international anerkannten Staat Israel lebt„, unmöglich gemacht wurde.

Die palästinensischen Aktivisten, die nie in diesen Zugeständnissen von Oslo und der Genfer- Initiative mitgeholfen haben, denken seit langem, dass nur die Errichtung eines demokratischen Staates, in dem die Palästinenser und die Israelis die gleichen Rechte teilen würden, nachdem die historischen Ungerechtigkeiten korrigiert worden sind und nachdem auch die Rechte auf die Rückkehr der Flüchtlinge respektiert würden, noch eine Friedensperspektive offerieren kann.

Israel ist dabei unsere Nation zu vernichten“ hat uns Herr Abou Habel mit gebrochener Stimme am 27. Dezember unter dem Bombenhagel aus dem Flüchtlingslager Jabaliah, welches seitdem zu Pulver zermalmt ist, gesagt, bevor sein Telefon endgültig verstummte.

Das wichtigste Ziel Israels war schon immer jegliche Form von Widerstand zum Kolonialprojekt, das auf Massaker und der Enteignung des palästinensischen Volkes fundiert, zu liquidieren.

In dem Moment wo die Vereinigten Staaten jede Glaubwürdigkeit verloren haben, ist die wichtigste Zielsetzung von Frankreich, von Sarkozy – die de facto von einer klaren Anzahl von europäischen und arabischen Staaten geteilt wird – Israel seine Unterstützung zu liefern, um die Hamas-Partei zu verhindern zu regieren und in der Region ein Vorbild zu werden.

Derzeit – während die „Palästinensische Behörde“ aus Ramallah darauf verzichtet die legitimen Rechte der Palästinenser zu verteidigen und sich betrüblicherweise in eine offene und immer stärkere Kollaboration mit dem Besatzer engagiert- wird der Widerstandseifer der Palästinenser vor allem durch die Hamas verkörpert. Eine tief verwurzelte Bewegung in der sehr armen Bevölkerung, die seit 1948 in den Flüchtlingslagern lebt, nachdem sie durch die jüdischen Siedler mit Gewalt und Terror aus ihren Städten und Dörfern vertrieben worden sind.

Israel versucht diesen Widerstand endgültig zu bekämpfen indem es die Zivilbevölkerung in Gaza massakriert und Mahmoud Abbas als Hilfskraft benutzt, um die Palästinenser im Westjordanland zu unterdrücken.

Es wird Zeit, dass unsere Regierungen ihre Meinung ändern und verstehen, dass die Hamas heute das Streben eines Volkes darstellt, welches sich weigert zu kapitulieren und welches man nicht an den Rand schieben kann, wie es bislang getan worden ist.

Weder Abbas noch diese ganzen korrumpierten palästinensischen Persönlichkeiten und Botschafter der PLO haben die Legitimität, im Namen der Palästinenser zu sprechen. An erster Stelle sind es die Führungskräfte der Hamas, die vom Volk gewählt wurden, die verächtet werden und denen die westlichen Regierungen halsstarrig jede diplomatische Fähigkeit vorenthalten.

Solange die europäischen Regierungen sich weigern werden, die Verbrechen von Israel mit ihren Namen zu benennen, und sie nicht Strafmassnahmen gegen diesen Schurkenstaat anwenden, damit er seinen Ausschreitungen ein Ende setzt, solange sie sich weiter seinen Anweisungen beugen werden, indem sie die rechtmässigen Vertreter eines Volkes, welches sich gegen die Besatzung auflehnt, verteufeln und sie als „Terroristen“ bezeichnet, wird es keine Lösung für diese Tragödie und die Ungerechtigkeit geben, die die Palästinenser in aller Öffentlichkeit, seit 60 Jahren, erleiden.

Was die Verbrechen in diesem „Ghetto“ betrifft, die sich vor unseren Augen abspielen, wird niemand morgen sagen können „ weil man es nicht wusste“, wurden diese Verbrechen nicht als Kriegsverbrechen, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, mit Absicht von Völkermord, bezeichnet.

Es ist ein Thema das alle betrifft, über die politischen Zielsetzungen hinaus, und die unsere Regierung als solche berücksichtigen sollte.

Es ist ein Ereignis von noch nie dagewesenem Ausmass!

Die Bürger der Welt sind empört über diese Massaker und ermüdet von allen Friedensfarcen, die seit 1991 dem Friedensprozess von Madrid folgten, und unabhängig von ihrer politischen Partei, erwarten sie von den politischen Führungskräften, dass sie endlich aufhören die Palästinenser zum Narren zu halten, indem sie ihnen nur Lösungen anbieten, die sie zwingen sollen, zwei Ungerechtigkeiten zu akzeptieren : Die, die ihnen im Jahre 1948 angetan worden ist, als der Kolonialstaat nach einer „ethnischen säuberung“ begann sich auf ihrem Land zu gründen, und die Ungerechtigkeit von 1967, als der Kolonialstaat ihnen wieder neues Land gestohlen hat.

Silvia Cattori

Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unentrinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelte Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, – nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen. Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert……………………..WEITERLESEN.

Die nunmehr in die dritte Woche gehende Schlacht um Gaza hat bereits eines bewirkt. Unabhängig davon, wie es zu einem Waffenstillstand kommt und wie viele Menschen noch von Israel ermordet werden, Israel ist im Bewusstsein der ganzen muslimischen Welt besiegbar geworden; und allein das kann bereits als Sieg der mutigen Bevölkerung in Gaza bewertet werden!

Um das einmal zu verstehen, bedarf es eines Rückblickes in die Geschichte des Sechs-Tage-Krieges. Der Krieg Israels gegen Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. bis zum 10. Juni 1967 ganze sechs Tage! Danach waren alle drei Armeen mehr oder weniger vernichtet und die Regierungen gaben auf. Das damalige Kräfteverhältnis war: Israel gegen die Armeen von gleich drei Staaten! Auf solchen Siegen gründete der Nimbus der Unbesiegbarkeit der zionistischen Besatzer.

Dieser bekamt erstmalig einen sehr tiefen Kratzer, als es der Armee auch nach einem ganzen Monat Krieg gegen den Libanon nicht gelang, die Hizbullah zu besiegen. Es war das zweite Mal, dass die Hizbullah Israel aus dem Libanon vertrieben hat und dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein. Es ist zu befürchten, dass Israel jene Kriege in immer kürzeren Abständen führen wird.

Und jetzt versucht Israel seine angebliche Unbesiegbarkeit gegen den Gaza zu demonstrieren. Dazu muss man sich einmal die realen Kräfteverhältnisse anschauen: Israel verfügt über rund 1000 Flugzeuge, rund 300 Hubschrauber und 34.000 Personen in den Luftstreitkräften. Der Gaza hat dem nichts entgegen zu setzen. Israel hat eine Marine mit rund 70 Wasserfahrzeugen für kriegerische Zwecke, die von insgesamt 20.000 Mann bedient werden. Der Gaza verfügt über einige Fischerboote, die nicht mehr funktionieren dürften, weil sie schon lange nicht mehr benutzt werden können. Israel verfügt über rund 4000 Panzer. Der Gaza hat keinen einzigen. Israel verfügt über weitere 7000 bewaffnete Fahrzeuge, der Gaza hat immerhin 50 Jeeps, die derzeit mit Krankentransporten überlastet sind und zudem über keinen Treibstoff verfügen. Israel verfügt über rund 2500 Artillerie-Geschosse modernster Bauart und der Gaza hat einige selbstgebastelte Geschosse. Israel verfügt über eine reguläre Armee von 150.000 Soldaten und weiteren 350.000 Reservisten. Die Kämpfer im Gaza dürften bei 5.000-10.000 liegen, von denen allerdings inzwischen wohl 300 Märtyrer geworden sind. Dass Israel nebenbei auch noch über Atomwaffen, biologische Waffen, Chemiewaffen, Satteliten usw. verfügen dürfte, und der Gaza nur den Mut der Bevölkerung dem entgegen zu setzen hat, bleibe hier unberücksichtigt. Goliath war ein Winzling im Vergleich zu Israel.

Jene oben genannte Armee hat es also nach drei Wochen immer noch nicht geschafft, den Widerstand gegen den Besatzer zu beenden. Was sich im Gaza derzeit abspielt, ist mit menschlichen Worten kaum noch zu beschreiben. Es gleicht einer Treibjagd auf Menschen, die in einem Gefangenenlager festgesetzt sind zwischen Stacheldraht, brennenden Gebäuen und unberechenbaren Geschossen. Es gibt kein sicheres Gebäude, nicht einmal für die UN. Und die gesamte westliche Führungselite schaut schweigend und duldsam zu! Aber Israel kämpft nicht mehr gegen besiegbare Armeen. Es kämpft gegen eine unbesiegbare Idee, die ihr selbst einstmals geholfen hat zu siegen: Es ist die Idee der Freiheit. Die Westliche Welt hat jene Idee verloren und missbraucht sie nur noch, um Unfreiheit zu verbreiten. Aber die Zunahme an Unfreiheit in der muslimischen Welt durch westliche Marionetten-Regime hat diesen neuerlichen Ruf nach Freiheit aufgebaut. Und jetzt ist er nicht mehr zum Verstummen zu bekommen, selbst mit den lautesten Waffen nicht.

Die Helden von Gaza, vom kleinen Kind, das nach Hilfe gerufen hat, über die Mutter, die sich über ihr Kind warf, um es zu schützen, bis hin zu den Kämpfern, die Widerstand leisten gegen die bisher brutalste Invasion des 21. Jahrhunderts sind bereits jetzt unsterblich. Sie werden als Helden gefeiert werden, man wird sich als Helden an sie erinnern und das Blut, dass sie vergossen haben, wird ein weiterer Meilenstein für die baldige Befreiung vom Zionismus, so dass Juden, Christen und Muslime dann in Frieden im Heiligen Land zusammen leben können.

Wir aber, wir Bürger in der westlichen Welt, insbesondere in Deutschland, haben alle zusammen verloren. Wir haben jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Kein Land der Erde wird mehr auf ein Gefasel von Menschenrechten durch einen Bundeskanzler reagieren, unterstütz doch die Bundesregierung das größte Menschrechtsverbrechen unserer Zeit. Unser eigenes Rechtssystem wird massiv geschwächt: Wie soll man irgendjemanden erklären, dass er ein Verbrechen begangen hat, wenn diejenigen, die die größten Verbrechen unsere Zeit ganz offen und ohne jegliche Scham mittragen, in den höchsten Etagen des Staates sitzen?

Viele Einzelbürger werden aber auch ihre Selbstachtung verlieren. Wie viele Menschen gab es, die geschwiegen haben; geschwiegen um den Posten nicht zu gefährden, geschwiegen um die Karriere nicht zu gefährden, geschwiegen um das “mediale“ Ansehen nicht zu gefährden? Wie viele waren es im Land?

Und wie ist es mit den Muslimen in Deutschland? Haben sie wirklich dem Hilferuf aus Gaza geantwortet? Ja – Gott sei Dank – nach mehreren Wochen haben sich endlich alle Dachverbände geeinigt, die Last der Groß-Demonstrationen, die zuvor fast nur von einem der Dachverbandsteilnehmer und vielen kleinen Organisationen getragen wurde, endlich mitzutragen. Aber wo sind die legitimen Forderungen nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Israel? Bolivien und Venezuela haben es vorgemacht! Sind jene Länder mächtiger oder unabhängiger als Deutschland? Was spricht dagegen, es zumindest zu fordern? Wovor habt Ihr Angst? Ist die Audienz bei Schäuble wichtiger als der Hilferuf aus Gaza? Und wo sind die Stimmen, die nach der Bestrafung von Kriegsverbrechern und Massenmördern rufen? Warum kann man das nicht zumindest rufen? Ist es nicht eine Schande für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, dass niemand es wagt, solch eine Forderung zu stellen; nicht einmal die “offiziellen“ Muslime? Wen wollen solche Muslime denn vertreten? Ist es denn wirklich ein Wunder, dass die Jugend in Scharen zu Milli Görüs läuft, wenn jene von der ersten Stunde an auf der Seite ihrer Geschwister in Gaza standen, während die anderen erst noch an den Formulierungen bastelten, um ja keine Herrschaftsperson in Deutschland zu erschrecken oder gar aufzuwecken? Selbst die “gemäßigten“ und kaum praktizierenden Muslime hatten mehr Mitgefühl und ein deutlich vernehmbareres Herz, als so manche Moschee, die sich damit herausredete, dass sie zunächst in irgendeiner Zentrale nachfragen müsse. Glaubt Ihr ernsthaft, dass Euch irgendein Politiker dieses Landes dafür mehr achten wird?

Aber die Schweigsamkeit von nichtmuslimischen Intellektuellen übertrifft alles, was Muslime an Unzulänglichkeiten gezeigt haben. Wo sind eigentlich die Intellektuellen in Deutschland? Inzwischen haben sich doch mehr prominente Juden in Deutschland offen gegen Israel gewandt, als Nichtjuden, und das bei einem verschwindend geringen Bevölkerungsanteil! Sind antizionistische Juden in Deutschland mutiger als Nichtjuden? Oder bekennen sich neuerdings die Mehrheit der deutschen Intellektuellen zum Zionismus? Wo sind diejenigen, die gestern noch die Satanischen Verse in einer Moschee vortragen wollten. Warum machen sie jetzt nicht den Vorschlag irgendetwas in einer Moschee in Gaza vorzutragen? Oder wo sind die Intellektuellen, die gestern noch gegen jeden Moscheebau in Deutschland wetterten? Treten Sie jetzt auch für den Abriss der Moscheen im Gaza ein und die kirchlichen Einrichtungen dazu? Oder wo sind die intellektuellen Hofnarren, die sich darüber lustig gemacht haben, dass Muslime Weihnachtsgeld bekommen. Mit solchen Intellektuellen kann jedes Volk nur verlieren!

Wir haben auch den Frieden in der Welt verloren. Denn es wird keinen Frieden mehr im Nahen Osten geben, bis der Zionismus überwunden ist. Wenn im Windschatten des Gaza-Massakers die USA zudem auch noch in der Ukraine gegen Russland zündeln, und Europa stillschweigend alles mitträgt, was die USA und Israel in der Welt anrichten, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn viele Europäer frieren müssen. Und das wird noch das harmloseste sein, bei dem, was diese untergehende Supermacht noch an Schaden anrichten wird.

Wir haben auch unser Vertrauen in das eigene Geldsystem verloren. Zwar wurden gerade während des Krieges so viel Geld gedruckt, wie nie zuvor nach dem zweiten Weltkrieg, aber die Bevölkerungen glauben ihren Regierungen nicht mehr. Das neu gedruckte Geld ist wirkungslos. Vielen Regierungen ist dabei nicht einmal bewusst, dass ihre Glaubwürdigkeit auch deshalb nicht mehr herzustellen ist, weil sie sich in einem so offensichtlichen Fall wie Gaza auf die Seite der Verbrecher gestellt haben.

Wir haben aber auch die frei Presse verloren. Zugegeben, so lange die Springer-Presse existiert, ist die Presse-Freiheit nie wirklich gewährleistet, aber es gab zumindest Nuancen. Im Laufe dieses Krieges ist es inzwischen aber so, dass antizionistische Juden Zeitungsflächen als Anzeige kaufen müssen, um ihre Stimme Gehör zu verpassen. Die zionistischen Kriegstreiber hingegen können die gesamte Breite der Medien ausnutzen, wie z.B. gestern Abend in der ARD-Tageschau, die seit Tagen darüber Krokodilstränen vergießt, dass sie nicht aus dem Gaza direkt berichten könne. Doch völlig unerwartet ging es gestern dann doch, und es kam vor einer weißen Wand, die auch im NDR-Studio hätte stehen können, ein kleines Mädchen zu Wort, die darüber berichtete, wie sie angeblich von Hamas-Kämpfern als Schutzschild missbraucht würde! Ein weinendes kleines Mädchen als Kronzeugin des Zionismus. Das war schon allerfeinste Propaganda, bei der selbst Goebbels noch etwas dazu hätte lernen können! Von irgendwelchen Kriegsverbrechen Israels war nicht die Rede.

Wir haben aber auch das Vertrauen in die Demokratie verloren, denn Demokratie war bisher – zumindest in Deutschland und anders als in den USA – auch ein Wettstreit gegeneinander konkurrierender Vorstellungen und Ansichten in allen Bereichen, unter denen man wählen konnte. Beim Gaza-Konflikt ist die Situation anders. Während das Volk auf die Straße geht, um gegen den Krieg zu demonstrieren, unterstützt die Elite sämtlicher Parteien (darunter erstaunlicherweise auch die Linke) vorbehaltlos Israel! Demokratie outet sich als gleichgeschalteter Zionismus pur. Und das Sprachrohr jener Allianz von CSU bis zur Linken wirft den Gegnern einer solchen Gleichschaltung vor, dass Linksextremisten, Rechtsextremisten und Islamisten kooperieren würden. Natürlich tun sie das! Es sind jene Kräfte, die von Hofjournalisten mit solchen absurden Betitelungen stigmatisiert wurden, weil sie gegen den Zionismus sind, und Antizionisten kennen eben das Wort Solidarität, und die ist anders aufgebaut, als die Gleichschaltung aller Bundestagsparteien, denn Solidarität gründet auf Freiheit. Extremist hingegen ist, wer dieses Massaker des Zionismus mitträgt!

Das alles und noch viel mehr haben wir also verloren, weil eine Handvoll Kämpfer Widerstand leistet und ausharrt, obwohl die Qualen unerträglich geworden sind.

Aber möglicherweise haben wir nicht nur verloren, sondern auch etwas gewonnen. Denn wenn es immer mehr werden, die das erkennen, und sei es aus Scham der eigenen Tatenlosigkeit heraus, dann wäre es ein Gewinn, um gemeinsam und solidarisch eine System anzustreben, in dem wirklich Demokratie herrscht und auch antizionistische und damit antirassistische Stimmen Gehör finden.

Deutschland hat am kommenden Wochenende gleich in doppelter Hinsicht die Chance dazu, zu zeigen, das wir selbst eine Befreiung wünschen: Auf den Straßen bei den vielen Demonstrationen und an der Wahlurne in Hessen, indem man Kriegstreiber abwählt.

Anwälte erstatten Anzeige gegen israelische Kriegsrepräsentanten beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag

Die international bekannte libanesische Menschenrechtsanwältin May Al-­Khansa erstattete am Mittwoch im Büro des Anklägers beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag Anzeige gegen Israels Ministerpräsidenten Ehud Olmert, dessen Außenministerin Zipi Livni, Kriegsminister Ehud Barak, dessen Stellvertreter Matan Vilnai sowie den Minister für innere Sicherheit, Avraham Dichter, und den General­stabschef der Armee, Gabi Aschkenazi.

Die 25seitige Anzeige, die jW vorliegt, übergab sie gemeinsam mit den spanischen Anwälten Adnan Ezzeddine, Juan Ramon Marcos Coloma und Enrique Lopez Rodriguez. Sie enthält »Dutzende Berichte, ergreifende Fotos und eine CD, welche die Wahrheit der vom zionistischen Terrorismus in Gaza verübten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zeigen«. Die Anwälte forderten den Erlaß von Haftbefehlen und Einleitung von Gerichtsverfahren.

Verbrechen angeprangert

»Unsere holländischen Kollegen erhielten von der Regierung die Genehmigung, eine Kundgebung vor dem Gerichtshof abzuhalten, um unsere Anzeige unterstützen zu können«, so Al-Khansa gegenüber jW. Auf einem riesigen Monitor, vor dem Gericht aufgestellt, waren drei Stunden lang bewegende Bilder von den schrecklichen Ereignissen und den von Israel angerichteten Massakern in Gaza zu sehen.

Al-Khansa, Vorsitzende der in Washington registrierten Internationalen Koalition gegen Straffreiheit (ICAI), die zugleich Mitglied der Internationalen Koalition für den IStGH ist, hatte bereits am 10. Dezember mit dem US-amerikanischen Menschenrechtsanwalt Franklin Pierce Lamb Anzeige in Den Haag gegen den Staat Israel und verantwortliche Politiker wegen »ungeheuerlicher Verletzungen des Völkerrechts und des Statuts von Rom« infolge der jahrelangen »kriminellen und anhaltenden Blockade des Gazastreifens« eingereicht.

Al-Khansa und die anderen Anwälte vertreten die Auffassung, »daß die fortgesetzte Schließung der Grenzübergänge und die Belagerung in Gaza nicht mehr akzeptabel für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen sind. Das ist eine neue Art von Verbrechen, und es ist eines der schlimmsten, das in der modernen Zeit gegen die Bewohner von Gaza verübt wurde; egal ob es sich nun um ein Kriegsverbrechen oder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt«.

Sanktionen gefordert

Sie forderten den IStGH nachdrücklich auf, das Verbrechen, »durch das die Menschen in Gaza in einer Art Käfig ohne Fluchtwege gehalten und massakriert werden«, zu untersuchen. »Was heute geschieht, ist im Grunde eine von Israelis begangene Menschenjagd im Käfig. Selbst der leidenschaftlichste Jäger bestätigt, daß die Jagd auf Tiere in einem Käfig ein Verbrechen ist. Warum wird dann einem Land erlaubt, seine mächtigsten Waffen gegen Menschen zu richten, die aus ihrem Käfig in Gaza nicht entweichen können?«

Bedeutsam sei, so die Anwalts-Crew, daß die israelischen Führer solche abscheulichen terroristischen Handlungen, wie Einsatz von weißem Phosphor, massive Tötungen von unschuldigen Kindern und Frauen, Experimente mit neuartigen Waffen etc., nicht ohne die volle Komplizenschaft und Rückendeckung durch US- und europäische Regierungen sowie des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas verübt hätten. Statt Israel mit Sanktionen zu belegen, um die Verletzungen des Völkerrechts und der Genfer Konvention zu stoppen, werde das Land von den USA und Europa mit engeren Wirtschafts-, Hochschul-, Handels-, Verteidigungsbeziehungen und Privilegien belohnt.

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Antikriegspartei soll an der Zerstörung Israels arbeiten
Als Partei der großen arabischen Minorität in Israel  wird die Partei Balad als Triebkraft der Friedensbewegung in Israel angesehen. Obwohl offizielle Regierungskreise sie oft schon gewarnt hatten, dass es „Grenzen der Demokratie“ in Israel gebe sieht es so aus, als ob die Partei ihre Lektion noch nicht voll gelernt hat.

„Die Ziele von Hamas und Balad sind die gleichen: Israel soll zerstört werden“ erklärt der immer den Krieg befürwortende Vorsitzende von „Yisrael Beitenu“ Avigdor Lieberman. Er befürwortet ein Verbot der Partei. Das erklärte Ziel von Balad ist „den Staat Israel in eine Demokratie für alle Einwohner zu wandeln, unabhängig von nationaler oder ethnischer Identität“ ein Ziel, was sie gefährlich radikal macht in einem Staat, der seine nichtjüdischen  Einwohner als bestenfalls Menschen zweiter Klasse ansieht und in Kriegszeiten als Vaterlandsverräter.hob dies Verbot dann als zu wenig begründet auf. Lieberman hofft jetzt auf ein neues Verbot rechtzeitig vor den anstehenden Wahlen. Da in  Kriegszeiten Zensur normal ist und Antikriegsproteste vom Staat als Vaterlandsverrat angesehen werden, kann  sein Wunsch leicht in Erfüllung gehen.

Balad war schon 2003 von der Teilnahme an der Wahl ausgeschlossen worden mit dem Vorwurf, sie sei insgeheim in den Terrorismus involviert. Das oberste Gericht

 

Das zentrale Wahlkomitee soll heute über den Verbotsantrag entscheiden und von der regierenden Kadimapartei wird der Antrag natürlich angenommen werden. Obwohl Kadima der Ansicht sei, die arabische Minorität brauche eine sie vertretende Partei, habe aber die Regierung die Pflicht, sich gegen Balad zu verteidigen, welche „versucht Israels Identität eines jüdischen Staates zu unterminieren“. sein.

Eine Partei zu verbieten, die gleiche Rechte für alle fordert, mag den Idealen israelitischer Politiker von einem „jüdischen Staat“ entsprechen. Die Verhaftung mindestens eines Journalisten wegen Verletzung der Zensurbestimmungen sowie die wachsende Bedrohung von Minderheiten durch die israelische Polizei, weil sie gegen die Politik der Regierung protestieren und gleiche Rechte fordern,  verstärkt die wachsenden Zweifel an der israelischen Behauptung eine Bastion der Freiheit im mittleren Osten zu

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Ein Phänomen dieser Tage – und grundsätzlich immer bei vergleichbaren Weltsituationen – besteht in der Polarisation der Menschen bei Missachtung von Vernunft, Sachlichkeit und vor allem Menschlichkeit. Es bedarf aber einer sachgerechten Analyse, um das Phänomen zu verstehen.

Seit einem halben Jahrhundert besetzt Israel Palästina und tut alles, damit kein Staat für Palästinenser jemals errichtet wird. Sind wirklich Millionen von Zionisten zu ignorant, um das zu erkennen? Israel eröffnet einen Krieg um die “terroristische Bedrohung“ durch die Hamas zu verhindern und ermordet dabei das Vielfache an Zivilisten, die Hamas seit seiner Gründung auch nur bedroht hätte. Warum erkennen Zionisten dieses extreme Missverhältnis nicht? Ist einem Zionisten das Blut eines Freundes wertvoller als das Blut von 100 “feindlichen“ Frauen und Kindern?

Solche und ähnliche Gedanken und Fragen führen viele Sympathisanten der Palästinenser (seien sie Muslime oder nicht), aber auch viele neutrale Beobachter, die durchaus gewisse Sympathien für Israel haben, stehen fassungslos vor der Situation. Sind Zionisten wirklich alle so unmenschlich? Noch fassungsloser beobachten viele, wie fast alle jüdischen Gemeinden in Deutschland sich mehr oder weniger bedingungslos hinter Israel stellen und das Massaker an der Zivilbevölkerung in irgendeiner Form rechtfertigen.  Sind Juden wirklich so herzlos?

All jene Gedanken und Fragen führen absolut in die Irre. Sie führen zu Antisemitismus und damit zu einem Rassismus, den man ja eigentlich bekämpfen will. Aber woran liegt das?

Es liegt an einer Denkweise, die fast alle Menschen gefangen hält und in einen fürchterlichen Kerker der Unmenschlichkeit treibt. Die Grausamkeit kommt mal hier mal dort zutage und das Erscheinungsbild, wie sehr man durch dieses selbst auferlegte Gefängnis unmenschlich wird, hängt von den äußeren Umständen ab. Heute wirken Israelis, Zionisten, auch manche Juden unmenschlich, gestern wirkten andere derart; aber am unmenschlichen Geist hat sich nur wenig geändert, hüben wie drüben!

Die Ursache für all diese Unmenschlichkeit ist eine Denkweise die von “Ihr und Wir“ ausgeht. Alles was “wir“ tun, ist mehr oder weniger OK, und alles was “die“ tun ist schwach oder falsch, außer es dient bzw. nützt uns. Diese urteuflische Denkweise spaltet die Menschen in Nationen, Völker, Ethnien (das moderne Wort für Rassen) usw.. Und mit aller Macht wird dem Menschen eingetrichtert, dass er zu einer bestimmten “Gruppe“ gehöre, die er noch nicht einmal wählen konnte, sondern die ihm “angeboren“ ist. Jene Gruppe heißt nicht “Menschheit“ sondern ist ein Spaltung davon: Teile und Herrsche!

Die Vorstellung, dass mehr oder weniger alle Juden z.B. in Deutschland die Massaker an der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen gutheißen würden, ist eine antisemitische Vorstellung, Selbst wenn das derzeitige Erscheinungsbild fast aller jüdischen Gemeinden in Deutschland so ist. Woran aber liegt es? Es liegt ebenfalls an obiger Denkweise, die die Nachrichten und Urteile der “Anderen“ minder bewertet, als die eigenen Rechtfertigungen, mögen sie noch so absurd sein: Sicher Israel tötet auch Zivilisten, aber daran ist die Hamas Schuld, weil sie Zivilisten als Schutzschild nutzt. Mag sein, dass auch eine UN-Schule getroffen wurde, aber die Hamas schießt aus dem Gebäude. Mag sein, dass ein Rotes-Kreuz-Fahrzeug getroffen wurde, aber Hams benutzt die Fahrzeuge um Waffen auszuliefern. Mag sein, dass sogar ein Flugzeug auf ein Gebäude geschossen hat, in dem vorher Zivilisten von israelischen Soldaten zusammengepfercht wurden, aber das war sicherlich ein Versehen oder die Einzeltat eines Einzelpiloten usw.. Sind das nicht hinreichende Argumente, um die eigene Position zu bestärken, so lange die Gegenposition ohnehin nicht akzeptabel ist.

Und auch das ist leicht zu begründen: “Die“ sind eben alle antisemitisch.
Doch ist diese Verhalten ein typisch “jüdisches“ Verhalten? Oder könnte es nicht eher sein, dass es ein typisches Verhalten von nahezu allen Menschen ist, die sich selbst in eine “Menschengruppe“ eingesperrt haben, selbst wenn es auf Kosten ihrer eigenen Menschlichkeit geht?

Wie ist es denn z.B. mit den Christen in der Welt und Guantanamo? Wie viele Kirchen der Welt haben bis heute aufgeschrieen, als Bush den Kreuzzug erklärt hat? Hat der Papst Bush kritisiert oder ihn mit Privataudienzen geehrt? Und die Kreuzzüge selbst; waren die nicht im Namen einer Menschengruppe, die dahinter stand? Und wie ist es mit dem Irak? Steht nicht die gesamte USA mehr oder weniger dahinter? Die wenigen Protestbewegungen – im Verglich zur Gesamtheit der US-Bürger – sind in diesem Zusammenhang vernachlässigbar.

Und wie ist es mit den deutschen Soldaten in Afghanistan? Sind das nicht immer die Guten, selbst wenn sie einmal versehentlich auf Zivilisten geschossen haben sollten? Gegenwärtige Beispiele gibt es fast so viele wie geschichtliche:
Wie war das in der deutschen Geschichte? Hat wirklich niemand von den KZs gewusst? Hat wirklich niemand miterlebt, wie seine jüdischen Nachbarn abtransportiert wurden? Hat wirklich keine einzige Familie irgendeinen Soldaten gestellt, der irgendetwas mitbekommen hat?

Und wie ist es z.B. mit heutigen Türken? Hat immer noch kein Türke mitbekommen, wie diverse osmanische Sultane bei Machtergreifung ihre Brüder und deren Kinder umgebracht haben, um den Thron zu sichern? Warum geht man dennoch heute zu deren Schreine und betet für sie, da sie doch übelste Verbrecher waren?

Solche Beispiele kann man für jedes Volk, für jedes Land für jede Menschengruppe, für jede Spaltung und Teilung, ob im Großen oder Kleinen, ob im Wichtigen oder Unwichtigen finden. Wer plädiert schon für eine Rote Karte für den Fußballspieler seiner eigenen Mannschaft, selbst wenn das Foul klar Rotwürdig wäre?

Ob Deutsche oder Türken, ob Juden, Christen oder Muslime, fast alle sind gefangen von dem “Ihr und Wir“. Wären die Rollen heute vertauscht, wären Juden im Gaza-Streifen und Muslime die Angreifer, könnten wir dann sicher sein, dass die Muslime in Deutschland ihre eigenen Glaubensbrüder verurteilen würden? Fasst alle würden sich in die tiefsten Kerker der Gefangenschaft einer Unmenschlichkeit begeben, weil sie sich von dem Gefängnis des Mitgefangenseins nicht befreien können. Schließlich glauben sie dem “Anderen“ ja nicht!

Obige Beschreibung gilt aber eben nur für “fast“ alle und nicht für alle! In jeder Gruppe von Menschen gibt es immer wieder Freigeister, Menschen die sich von ihren eigenen Fesseln gelöst haben und ihre Menschlichkeit bewahrt haben, die nicht mitmachen und sich gegen das Unrecht stellen, unabhängig davon, von wem es ausgeht! Aber wie ist solch eine Befreiung möglich?

Nehmen wir einmal die obigen Beispiele, die nichts mit dem heutigen Israel zu tun haben. Wenn Muslime zur Zeit mancher osmanischer Sultane wirklich erkennen wollten, dass sie von Verbrechern beherrscht wurden, dann konnten sie das weder in den Kriegen, noch in den Nachrichten erkennen. Aber es gab dennoch objektive Maßstäbe, um das zu erkennen, die auch sie nicht hätten übersehen dürfen! Dazu zählen der Palast und der Lebensstil des Sultans, die Ermordung seiner Brüder (selbst wenn es erst später bekannt wurde), die Erbmonarchie usw.. Es gab und gibt Maßstäbe, die unübersehbar sind, wenn man sich seine Menschlichkeit bewahrt hat.

Deutsche in Zweiten Weltkrieg hätten für die Selbstrechtfertigung immer hinreichend Argumente für die Angriffskriege finden können. Auch hätte es hinreichend beschwichtigende Argumente für das “Verschwinden“ der benachbarten Zigeuner geben können, es musste ja nicht unmenschlich sein, so zumindest der verständliche Selbstbetrug. Aber die Nürnberger Rassengesetze waren schwarz auf weiß für jeden Deutschen sichtbar und erkennbar! Und sie waren unmenschlich, da führte kein Weg dran vorbei! Wer dennoch schwieg trägt in einem gewissen Maß Mitschuld.

Wie aber ist es heute mit Israel und den Juden weltweit, die Israel unterstützen? Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass es sehr viele namhafte und aktive Juden gibt, die Israel nicht unterstützen und alles in ihrer Macht stehende tun, um darzulegen, dass sie für ein friedliches Miteinander sind. Allein schon wegen dieser Juden, seien sie noch so wenig, wäre jegliche Verallgemeinerung unrecht und unmenschlich.

Aber wie ist es mit den “Pro-Israelis“? Wie ist es mit den jüdischen Verbänden, die sich selbst heute mit Israel solidarisieren? Sind es alles Unmenschen, weil sie Verbrechen solchen Ausmaßes unterstützten? Erneut muss daran erinnert werden, dass sie aus ihrer Sicht es eben nicht tun! Ihre Nachrichtenlage, ihre Wahrnehmung ist bezüglich der aktuellen Eskalation eine völlig andere, als die Mehrheit der Menschheit. Ausgehen von ihrer Wahrnehmung verteidigt sich Israel. Aber gibt es wirklich keine objektiven Maßstäbe, dass ein Israeli oder ein Jude in Deutschland heute erkennen könnte, welch Unrecht von Israel ausgeht?

Würde man den Blick auf den aktuellen Konflikt konzentrieren, gibt es jene Maßstäbe nur wenig. Die Opferzahlen sind zwar eindeutig, aber das beeindruckt offenbar nicht. Daher muss man seinen Blick etwas ausdehnen. Welches ist denn der einzige Staat auf Erden, der über keine Verfassung verfügt, in der nachlesbar wäre, wer Staatsbürger ist und wer nicht? Welcher Staat hat bis heute nicht festgelegt, wie es sich seine Staatsgrenzen vorstellt? Welche Regierung hat einen Außenminister, der offen davon spricht 20% der eigenen Staatsbürger zu deportieren?  Welches Staatswesen ist auf einer religiös-rassistisch gemischten Herkunftsideologie aufgebaut, deren Identitätsfrage selbst Insider nicht verstehen?  Welches Land ist das Land mit den meisten eigenen Staatsbürgern, die das Land verlassen müssen, um heiraten zu können? In welchem Land wird zugelassen, dass das Grab eines Menschen, der in eine Moschee, Kirche oder Synagoge mit einem Maschinengewehr eingedrungen ist, um unbewaffnete Betende massenhaft zu ermorden, als Pilgerstätte genutzt werden darf?

Es gibt durchaus hinreichend Ansatzpunkte, auch für in Deutschland lebende Juden, zu erkennen, dass sie sich im Rahmen der eigenen “Wir und Ihr“ Denkweise dieses Mal auf die Seite der Unmenschlichkeit begeben haben.

Wie aber wird es morgen sein? Israel ist am Ende! Daran hegen weitsichtige Menschen keinen Zweifel mehr. Viele der heute lebenden Menschen werden miterleben, wie das Israel in seiner heutigen Form aufgelöst wird (wie auch immer). Nur was kommt danach? Wird sichergestellt werden, dass Juden im Heiligen Land nicht unmenschlich behandelt werden? Wer hält die hasserfüllten Palästinenser zurück, wenn sie sich an allen Juden rächen wollen für ein halbes Jahrhundert Unterdrückung?

Jetzt werden wiederum Muslime erzürnt reagieren und behaupten: „So etwas tun Muslime doch nicht!“ Und schon wieder ist man in dem Gefängnis gelandet, in dem auch alle anderen stecken!

Wie wäre es mit einer Antwort: „Ich schütze Juden, wenn es sein muss!“  Wie wäre es mit einer Antwort: „Ich schütze jeden Menschen, unabhängig davon, welcher Religion er angehört, mit all meinem Sein, meinem Wesen, meinen Gedanken, meinen Bittgebeten und meinen Taten, denn er ist ein Mensch!„

Menschlichkeit beginnt bei jedem von uns in seinem eigenen Selbst. Wenn wir eine schubladenorientierte Unmenschlichkeit bei anderen sehen, dann müssen wir vor allem uns selbst weiter erziehen und unser eigenes Schubladendenken überwinden, um uns selbst aus diesem teuflischen Gefängnis zu befreien. Und wenn wir nur einen Menschen befreien, ist es so, als wenn wir die ganze Menschheit befreit haben. Erst wenn der Mensch erkannt hat, dass wir alle ein Stück Adam bzw. Eva in uns tragen; erst wenn der Mensch erkennt, dass der andere Mensch sein Bruder ist, wird er möglicherweise darüber nachdenken, was es bedeutet innerhalb von nur 10 Tagen fast 1000 seiner Brüder und Schwester zu töten, völlig unabhängig davon, welche Rechtfertigung er sich selbst zusammenbastelt. So lange er aber die Einheit der Menschheit und Menschlichkeit nicht erkennt, so lange er im polytheistischen Wahn Menschen in verschiedene Herkunftsgruppen gegeneinander stellt, so lange hat er die Menschlichkeit in sich selbst noch nicht entwickelt.

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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