Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm) ist in der Lage gewesen, eine Modellgesellschaft, die in Medina fußte, auf der festen Grundlage universal anerkannter moralischer Prinzipien zu gründen.

Von allen diesen Prinzipien wurde auf Gleichheit und Gerechtigkeit der meiste Wert gelegt; und dies wird im Leben und in dem Handeln des Propheten (Friede sei mit ihm) offensichtlich.

Die Verfassung Medinas, welche der Prophet mit der dortigen multireligiösen Gesellschaft aufstellte, wurde bald nach seiner Ankunft in dieser Stadt ein leuchtendes, bis zum heutigen Tag gültiges Beispiel für Gemeinden, die nach sozialer Gerechtigkeit streben.

Dieses Dokument versicherte allen religiösen Gemeinden die Ausübung des Gottesdienstes, und der Geist, welcher damals offenbart wurde, schien in die Herzen aller Gefährten des Propheten (Friede sein mit ihm) . Es war der Geist der Gleichheit, Toleranz und des Verstehens.

Dies entsprach in hohem Grade dem Vers im edlen Qur’an der besagt, dass Gott die Menschen in Nationen und Stämme gegliedert hat, damit sie einander kennen und miteinander in ausgeglichener Freundlichkeit und Großzügigkeit handeln können:

Oh ihr Menschen! Wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen geschaffen, und wir haben euch in Verbände und Stämme aufgeteilt, damit ihr liebevoll einander kennen mögt. Als der Vornehmste gilt bei Gott derjenige von euch, der am frömmsten ist. Gott weiß Bescheid und ist wohl unterrichtet. (Al-Hujurat, 49,13)

Im obigen Vers wird der Punkt betont, dass es im Islam keinen Platz für Intoleranz, Vorurteile und Blindgläubigkeit gibt, die auf Hautfarbe, Rasse, Nationalität und anderen solcher Erwägungen basieren. Diese allumfassende Toleranz des Islam findet sich in allen Aspekten des Lebens des Propheten (Friede sei mit ihm) und in den verschiedenen Lebensaspekten und Angelegenheiten seiner Gefährten.

Der Prophet (Friede sei mit ihm) kam nach einer Periode von dreizehn Jahren Verkündung des Islams unter den Quraisch nach Medina. Hier fand er viele, die dazu bereit waren, ihn zu empfangen und ihm bei seiner Mission zu helfen. Zu jener Zeit war Medina und seine Umgebung die Heimat für viele jüdische und arabische Stämme. Es gab auch viele Leute anderer Abstammung und anderen nationalen Ursprungs, wie zum Beispiel Römer, Perser und Äthiopier.

Prophet Mohammad (Friede sei mit ihm) schuf die Grundprinzipien einer pluralistischen Verfassung, indem er die Hoffnungen und Bestrebungen dieser Gemeinde mit einem multiethischen, multireligiösen Hintergrund in Betracht zog. Die neue Verfassung half die Einheit und Brüderlichkeit unter den Emigranten aus Mekka und ihren Helfern in Medina zu stärken. Zudem schuf sie vor dem Gesetz Rechte und Gleichheit für jeden Bürger, ungeachtet dessen Religionszugehörigkeit, sowie Religions-, Handels- und Redefreiheit für alle.

Und streitet mit den Leuten der Schrift nie anders als auf die best möglichst Art- mit Ausnahme derer von ihnen, die Frevler sind! (Al-Ankabut 29:46)

Der Prophet (Friede sei mit ihm) achtete unter allen Umständen darauf, keinen Streit, Ärger oder andere negative Gefühle zwischen anderen und ihm aufkommen zu lassen. In der Tat war die Essenz aus der Sicht des Qur’an folgende: Es lebt ein Prophet in eurer Mitte, der ein Beispiel für die Wahrheit aller vorangegangener Bücher ist. Dieses Buch und dieser Prophet sind gekommen, um die Wahrheit aller Offenbarungen, die vor ihnen gewesen sind und die Wahrheit aller enthüllten Religionen zu bestätigen.“

Der Prophet (Friede sei mit ihm) lehrte, dass die Bezeichnung kafir (ungläubig) sich nicht auf jemanden bezog, der zu Muslimen „Salam“ (Friede) sagt. Aus der Sicht des Qur’an sind Kafirun (Ungläubige) diejenigen, welche bewusst die Wahrheit in jeglicher Art oder Gemeinde von sich abweisen.

Oh ihr Gläubigen! Steht Gott gegenüber als Zeugen für die Gerechtigkeit ein! Und der Hass, den ihr gegen Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, dass ihr nicht gerecht seid. Seid gerecht! Das entspricht eher der Gottesfurcht. Und fürchtet Gott! Er ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. (Al-Ma’ida, 5,8)

Islam ist streng gegen alle Formen der Ungerechtigkeit. Und der Prophet nahm alle Maßnahmen in Anspruch um zu versichern, dass in jedem Handel, den er mit Leuten betätigte, Gerechtigkeit waltete.

In der Tat lehrt uns der Islam, dass der Qur’an nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen, einschließlich Juden und Christen, enthüllt worden ist. Der Prophet Mohammad stand in der Linie der vorherigen Propheten Gottes, einschließlich Abrahams, Moses und Jesus (Friede sei mit ihnen allen).

Und die Essenz der Gerechtigkeit ist die Erkenntnis, dass alle Menschen gleich sind. Wenn wir einmal die Prinzipien der menschlichen Gleichheit akzeptieren, dann werden wir allen Rassismus, Chauvinismus und Ethnozentrismus von uns abweisen müssen. Es fällt einigen schwer, dies zu akzeptieren, aber es ist das einzige Mittel, welches uns zu Gerechtigkeit und Friede führt.

Der Prophet lehrte:

„Jener ist kein Gläubiger, der sich voll isst, wenn sein Nachbar nebenan Hunger hat“, und: „Derjenige ist nicht gläubig, deren Nachbarn vor seinem verletzenden Benehmen nicht sicher sind.“

Das bedeutet: Die Essenz eines kontinuierlichen Friedens ist das Erkennen der Brüderschaft mit allen Menschen, ungeachtet ihrer Hautfarbe, Sprache, Nationalität und dergleichen.

In dieser Ära der Apartheid und rassistischen Profile zeigen die Lehren über menschliche Brüderschaft und Gerechtigkeit, welche auf menschlicher Gleichheit basiert, wie ein glänzender Stern den Weg.

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