Durch den von Deutschland befohlenen Luftangriff auf geklaute Tanklastzüge in der Nähe von Kundus im September 2009 wurden nach Schätzungen der NATO bis zu 142 Menschen umgebracht, darunter zahlreiche Kinder. Ja, tut uns leid, sagte die NATO, kommt nicht wieder vor, und Deutschland bot den Angehörigen der Opfer ein Taschengeld als “Wiedergutmachung” an.

Was sind Entschuldigung, Taschengeld und Versprechungen der NATO wert?

Heute ist in der deutschen Tagesschau zu lesen:

Neun Kinder sind in der afghanischen Provinz Kunar bei einem Luftangriff der ISAF-Truppe getötet worden. “Diese Todesfälle hätte es niemals geben dürfen”, erklärte Kommandeur Petraus und kündigte eine Untersuchung an. Regierung und Bevölkerung im Land reagierten empört auf den erneuten Tod von Zivilisten. “Die ISAF übernimmt die volle Verantwortung für diese Tragödie und wird den Vorfall weiter gründlich untersuchen, um zu verstehen, warum das passiert ist und um zu verhindern, dass es sich wiederholt.“ Disziplinarische Maßnahmen seien nicht ausgeschlossen. So steht es am Ende einer umfangreichen Presseerklärung der NATO-geführten internationalen Schutztruppe für Afghanistan.

Dabei geht es um ein in der letzten WOche von der NATO verübtes Massaker. Was sind die warmen Worte der NATO wert?

Heute berichtet der staatliche iranische Rundfunk IRIB:

Zwei afghanische Kinder wurden bei einem NATO-Luftangriff im Nordosten Afghanistans getötet. Wie AFP aus Asadabad meldete, haben NATO-Flugzeuge am Mittwochmorgen Gebiete in der Provinz Kunar im Nordosten Afghanistans bombardiert wobei zwei Kinder (7 und 9 Jahre alt) getötet wurden.

Soviel zu dem, was warme Worte der NATO wert sind. Eine No-Fly-Zone über Afghanistan, um die ständig wiederkehrenden grausamen Bombenmassaker der NATO zu verhindern, wird in der UNO nicht einmal diskutiert.

Quelle

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