Der 12. Bahman, 31. Januar, erinnert an ein großes Ereignis in der Geschichte des Volkskampfes im Iran.

An diesem Tag kehrte der Steuermann des großen Schiffes dieser Revolution – Imam Chomeini rahmatullah aleihe – nach 15 Jahren Verbannung in seine Heimat zurück. Als das Flugzeug mit ihm am 12. Bahman um circa 9 Uhr morgens im Mehrabad-Flughafen in Teheran landete,

versuchten dutzende Kameraleute diesen historischen Augenblick festzuhalten. Die Menschen hatten die Strecke, die der Imam entlangfahren würde, mit Blumen belegt und sich entlang der 33 km vom Flughafen bis zum Friedhof der Märtyrer der Revolution in Behescht Zahra versammelt. Ihre Zahl wurde auf 4 bis 8 Millionen geschätzt. Es war der größte Empfang in der Geschichte. Dr. Abasali Amid Zandschani, Autor und Dozent der Teheraner Universität schildert diesen Tag wie folgt:

„Während des Kampfes hatte die iranischen Bevölkerung bestand immer die Wahrscheinlichkeit der Zerschlagung seitens des Regime, und die Menschen fürchteten sich davor. Aber an dem Tag, als sich die Bevölkerung auf den Empfang von Imam Chomeini vorbereiteten, wurden alle Kräfte frei. Die Angst war aus den Gesichtern gewichen. Wer auf die Straße kam, schien an den schönsten Ort gehen zu wollen. So standen die Häuser am 12. Bahman leer. Als Imam in Iran eintraf, war es als ob er Ruhe und Sicherheit für die Menschen mitgebracht hätte.“

Imam Chomeini begab sich vom Flughafen direkt an die Gräber der Märtyrer der Revolution im Behescht-Zahra-Friedhof. Er würdigte die Kämpfer auf dem Wege Gottes und in einer historischen Ansprache erklärte er, dass der vom Schah ins Amt berufene Premierminister Schapur Bachtiar unrechtmäßig ist . Mit Zuversicht und Entschiedenheit verkündete der Imam: „Ich werde mit Hilfe dieser Nation eine Regierung bestimmen.“

Dank der Gegenwart Imam Chomeinis in Iran siegte die Islamische Revolution 10 Tage später nach seiner Ankunft. Wir sind nun im 4. Jahrzehnt seit diesem Sieg und können heute stolz und erstarkt an ihn zurückdenken.

Die großen Revolutionen auf der Welt lassen sich als wichtige und einflussreiche Ereignisse betrachten. Die Islamische Revolution Irans ist die größte geistige und spirituelle Revolution der Gegenwart und ein bedeutendes, Schicksal bestimmendes Phänomen des 20. Jahrhunderts gewesen. Im Vergleich zu den Revolutionen in den letzten 200 Jahren weist die Islamische Revolution im Iran einmalige Merkmale auf. Sie wird von neuen Erscheinungen geprägt. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhauptes ist schon die Entstehung der Islamischen Revolution in sich eine Neuerung.

Dieser besondere Charakter führte dazu, dass die islamische Revolution und ihre Auswirkungen auf die Welt ständig von Sachverständigen der Politik und Soziologie analysiert wurde und jeder von ihnen sie aus einem besonderen Blickwinkel unter die Lupe nahm.

Das wichtigste Kapitel bei einer realistischen Analyse des bedeutenden Phänomens der Islamischen Revolution Iran ist die Existenz des Revolutionsführers und seines weitsichtigen Denkens. Imam Chomeini r.h. war klug und wachsam, er war bescheiden und entschlossen und er war sehr gottesfürchtig und selbstbeherrscht. Niemand konnte für ihn die Tatsachen verdrehen. Er besaß einen felsenfesten Willen und materielle Reize und eigene Wünsche bedeuteten ihm nichts.

Aufgrund des religiösen Pflichtgefühls betrat Imam Chomeini die Arena des großen historischen Kampfes, welche nur die außergewöhnlichen Menschen der Geschichte betreten und die nur wenige siegreich verlassen haben. Imam Chomeini verkündete eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit. Eine Ära, in der das Element „Religion“ zu den anderen Elementen im Leben des Menschen tritt und in der Politiker und Denker aufgefordert sind, den Menschen und seine Bedürfnisse neu zu definieren.

Der größte Erfolgsfaktor Imam Chomeinis in dieser großen Bewegung war seine tiefe und klare Beziehung zu Gott. Gestützt auf die ewige Macht Gottes, hat er ohne die Supermächte eine unabhängigen und neuen Plan entworfen und eine neue auf der Religion beruhende Ordnung begründet. Diese ist in ihrer grundlegenden Form faszinierend, allumfassend und volksnahe und hat auch in abgelegenen Orten der Welt eine Wirkung hinterlassen. Die politische Schule, die der Imam gegenüber der Weltbevölkerung eröffnete, hatte der Menschheit Neues zu sagen und einen neuen Weg vorzuschlagen. In der Lehre des Imam Chomeini verschmolzen Spiritualität und Politik. Der Imam vereinte in sich selber Politik und Immaterialität, Politik und Moral, Politik und Mystik.

Die universale internationale Sichtweise Imam Chomeinis r.h. war eine weitere Neuerung für die Weltbewohner. Der Imam wandte sich mit seinen politischen Gedanken nicht nur an die iranische Bevölkerung, sondern er richtete seine Botschaft an die ganze Menschheit. Die wichtigsten Richtlinien seiner politischen Lehre sind die Wahrung der moralischen Kultur und Bestimmungen und der sozialen Gerechtigkeit. Imam Chomeini erinnerte die Welt daran, dass der Islam die Herzen anzieht und vereint und eine große Kraft hervorbringt, die nicht scheitert.

Die islamisch-republikanische Staatsordnung im Iran, welche Imam Chomeini begründete, setzt heute – 32 Jahre nach ihrem Beginn, mächtig und absolut leistungsfähig ihren Weg fort. Dies beweist, dass der Ausgangspunkt dieser Ordnung, nämlich die Islamische Revolution weitaus mehr war als eine vorübergehende schwache Erhebung . Zurzeit ist in der politischen Literatur auf der Welt und noch konkreter auf wissenschaftlichen Treffen und bei offiziellen Gesprächen der Staatsmänner großer Länder die Rede von der Stabilität und Stärke des Islamischen Staatssystems. Was den arroganten Mächten heute Sorgen bereitet, sind die Schwierigkeiten, die diese Revolution gegenüber ihrer Hegemonie in Bezug auf politische und kulturelle Gleichungen hervorgerufen haben. Die Herrschaft von spirituellen Werten und die Wiederbelebung der religiösen Identität hat , der beachtliche Platz, den die Muslime in den internationalen Beziehungen erreicht haben und die Bemühung um Wiederbelebung der Islamischen Zivilisation sind Zeichen für die Fortsetzung und den tatsächlichen Widerhall der Islamischen Revolution auf der Welt.

Heute sind Denker wie der Amerikaner George Weigel der Ansicht , dass „der Wandel in Richtung nicht-materialistischer Einstellung (und Religiöswerdung) auf der Welt das Leben Ende des 20. Jahrhunderts geprägt hat und zum Widerhall der Islamischen Revolution gehört.“

Der englische Soziologe und Theoretiker Antony Giddens ist der Ansicht: „In der Vergangenheit haben 3 große Soziologen, nämlich Marx, Durkheim und Max Weber mit mehr oder weniger starken Unterschieden, die allgemeinen internationalen Entwicklungsverlauf in Richtung Säkularisierung und der Verdrängung der Religion gesehen, aber mit Beginn der 80iger Jahre und dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran wurde das Gegenteil Wahrheit. Das heißt, der allgemeine Entwicklungsprozess auf der Welt begann einen entgegen gesetzten Verlauf und bewegte sich in Richtung Religiöswerdung.“

Der spanische Philosoph Prof. Ismael Quilles ist folgender Ansicht:

„Die Religion ist zum Leben erwacht. Das spirituell Schöne im alltäglichen Leben hat Beachtung gefunden und die Welt hat sich zwecks Rettung und schöner Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen der Macht der Religion und den spirituellen Faszinationen zugewandt. Dies alles begann beim Aufruf Imam Chomeinis mit seiner religiösen Revolution im Denken und der Denkweise der Weltbevölkerung.“

Anlässlich des Herannahens des 32. Jahrestages der islamischen Revolution gedenken wir des Begründers dieser großen Volksbewegung. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhaupes, hat Imam Chomeini mit seiner einmaligen Persönlichkeit es verdient, dass ihn die besten Menschen und reinsten Herzen bewundern. Er ist der Ansicht: Es ist ein Unterschied ob eine Persönlichkeit allgemein wegen ihrer sichtbaren Position geachtet und gewürdigt wird, oder ob der Charakter, die Größe und die verschiedenen Eigenschaften, die diesen Menschen schmücken , anderen bedeutenden Persönlichkeiten Hochachtung und Lob abzwingen.

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