Der geehrte Prophet steht von seiner Persönlichkeit her auf dem Gipfel der Schöpfung.

Das bezieht sich sowohl auf Dimensionen, die im Bereich des menschlichen Verstands stehen;

erhabene menschliche Werte wie Klugheit, Weisheit, Scharfsinnigkeit, Barmherzigkeit, Güte, Entschlossenheit und dergleichen, als auch jene Dimensionen über die menschlichen Begriffsvermögen; Dimensionen, die den Großnamen Gottes im Wesen des geehrten Propheten und seine erhabene Stellung bei Gott zum Ausdruck bringen. Von diesen Eigenschaften hören und sehen wir nur die Namen und wissen nur , allein der alleinige Gott und seine großen Jünger kennen ihre Wahrheit. Die Botschaft des Propheten ist die größte und die erhabenste für das menschliche Glück. Es ist die Botschaft des Monotheismus, die Botschaft zur Erhabenheit und Entwicklung des Menschen. Es ist richtig: Der Mensch hat bis heute nicht den Segen erreicht, diese Botschaft vollständig in seinem Leben aufzunehmen, doch der menschliche Fortschritt und seine Entwicklung wird ihn eines Tages dorthin führen. Das ist der Gipfel und die Vollkommenheit des Menschen. Wenn man annimmt, dass der menschliche Verstand und Geist, sein Wissen und eine höhere Begriffswelt sich immer weiter entwickeln und dass die Botschaft des Islams lebt, dann besteht kein Zweifel darüber, dass diese Botschaft eines Tages ihren Weg zum Leben des Menschen finden wird. Die Rechtschaffenheit der Botschaft des Propheten, des islamischen Monotheismus, die Lehre des Islam für das Leben und der Weg, den der Islam für die Entwicklung und den Fortschritt des Menschen vorlegt, wird diesen an einen Punkt bringen, an dem sich der weitere Weg ebnet, auf dem er voranschreiten und zu seiner Entwicklung finden kann. Für uns Muslime ist es wichtig, dass wir uns Wissen über den Islam und seinen geehrten Propheten vertiefen und erweitern. Ein großes Manko in der islamischen Welt heute sind der Zwiespalt und die Zwietracht. In der islamischen Welt kann das heilige Wesen des Propheten die Achse der Einheit bilden; ein sichere Stütze für alle, ein Punkt, auf den sich die Gemüter aller Menschen konzentrieren. Für uns Muslime gibt es keinen Punkt so strAhl-end und umfassend wie das heilige Wesen des Propheten, denn die Muslime glauben nicht nur an ihn, Herz und Gefühl der Muslime verbindet Bände der Spiritualität und der Liebe mit dem Propheten. Das bietet den größten Konzentrationspunkt für die Einheit. Es ist nicht zufällig, dass wir in den letzten Jahren Zeuge der Beleidigung seiner heiligen Person sind, so wie es im Mittelalter und im Zeitalter feindseliger Berichte der Orientalisten geschah. Im Mittelalter waren es christliche Mönche, die in ihren Schriften, Vorträgen und Kunstwerken den heiligen Propheten schmähten und beleidigten, später waren es die Geschichtsaufzeichnungen der Orientalisten. Im vergangenen Jahrhundert waren es nicht-muslimische und westliche Orientalisten, die u. a. die heilige Person des Propheten bezweifelten und beleidigten. Danach war es eine lange Zeit ruhig, aber neuerdings fängt diese Sache wieder an. In den letzten Jahren ist man Zeuge einer unheilvollen und niederträchtigen sowohl medialen als auch kulturellen Invasion überall auf der Welt gegen die Persönlichkeit des geehrten Propheten – Gott segne ihn und seine Familie. So etwas kann im Voraus geplant sein, denn man ist sich durchaus bewusst, dass sich die Muslime um die heilige Person des geehrten Propheten, um seine Überzeugung und seine Liebe sammeln können. Daher wird dieser Zentralpunkt herausgefordert und bezweifelt. Es ist die Pflicht der islamischen Gelehrten, der muslimischen Intellektuellen, Schriftsteller , Dichter und Künstler in der Islamischen Welt, soweit es in ihrer Macht steht, die Persönlichkeit des geehrten Propheten und die Dimensionen seiner Erhabenheit für Muslime und Nicht-Muslime vorzustellen. Das wird die Einheit der islamischen Umma und die Bewegung, die die junge islamische Generation heute in Richtung Islam unternimmt, fördern.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich des 17. Rabi´ ul Awal 20.06.2000 (31.03.1379)

Der wachsame Geist des verstorbenen Imams – Gott sei ihm gnädig – erkannte den Segen für die Revolution, die Tage der Geburt des geehrten Propheten des Islams – gegrüßt sei er – als Tage der Einheit zu erklären. Das ist aus dem Grunde interessant, weil die Islamische Einheit immer ein Wunsch gewesen ist. Manche wünschen sich die Einheit wirklich, andere sprechen nur davon, Worte, die nur über die Lippen kommen. Dieser Wunsch braucht auf jeden Fall einen Weg zur Realisierung. Ohne Fleiß und Kampf kann kein Wunsch in Erfüllung gehen; wenn wir uns den praktischen Wegen zur Realisierung des Wunsches widmen, dann erkennen wir diese herausragende Persönlichkeit der Schöpfung, das gesegnete Wesen des Propheten als besten und wertvollsten Konzentrationspunkt der Gefühle und Überzeugungen aller Muslime. Die Muslime sind sich selten oder fast überhaupt in ihren Ansichten und Gefühle in Bezug auf islamische Lehren und Wahrheiten derart einig wie in diesem Fall, denn hier spielen die Gefühle eine sehr wichtige Rolle. Abgesehen von einigen Minderheiten und abgezweigten Gruppen von der Gesamtheit der Muslime, die den Gefühlen weniger Bedeutung beimessen und nicht an Liebe, Andacht und Bittgebete glauben, verbindet die Mehrheit der Muslime ihre Gefühle mit dem Propheten und daher kann das Wesen dieses erhabenen Menschen als Achse der Einheit dienen.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und ausländischen Gästen bei der internationalen Konferenz Islamische Einheit 18.08.1995 (24.05.1374)

Muslimische und islamische Intellektuelle müssen sich dieser Persönlichkeit und seinen Lehren und seiner Liebe widmen und diese mit einem umfassenden Blick betrachten. Eine Achse der Einheit, auf die sich alle Muslime einigen können, ist die Befolgung der Prophetenfamilie (Ahl-e Beyt). Alle Muslime glauben an seine Familie. Schiiten glauben an ihre Stellung als Imame; andere, Nicht-Schiiten, sehen die Familie des Propheten nicht als Imame in dem Sinne wie die Schiiten, sonders als Respektpersonen im Islam, als Familie des Propheten. Jene, die die islamischen Lehren und Gebote kennen. Muslime müssen in ihrem Handeln die Worte der Imame- Friede sei mit ihnen- und der Familie des Propheten beachten und sich darauf konzentrieren. Das ist ein Weg zur Einheit.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und ausländischen Gästen bei der internationalen Konferenz Islamische Einheit 18.08.1995 (24.05.1374)

Die Geburt des Propheten ist für einen Muslim ein wichtiger Moment in der Geschichte. Später führte diese Geburt zu einer riesigen Bewegung in der menschlichen Geschichte. Jede Tugend auf der Welt, wenn auch indirekt, geht von der Offenbarung und von der Aufrechterhaltung und Ausrufung von Ethik durch den geehrten Propheten aus. Jeder Muslim weiß, dass es keinen besseren Konzentrationspunkt als das heilige Wesen des geehrten Propheten gibt, um die Gefühle der Islamischen Welt und der verschiedenen Sekten der Muslime dort vereinigen zu können. Denn alle Muslime lieben diese erhabene Person und sehen ihn als den Drehpunkt der Islamischen Umma im Laufe der ganzen Geschichte. Daher ist diese Geburt für uns von solcher Bedeutung.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit den Verantwortlichen des Staates und Gästen bei der Konferenz Islamische Einheit 26.08.1994 (04.06.1374)

Der Prophet – gegrüßt sei er- Achse der Muslime

Der zweite Artikel bezieht sich auf die Person des Propheten -gegrüßt sei er und seine Nachfahren. Sein Name, seine Erinnerung, seine Liebe, Würde und Erhabenheit sind alle in seiner Person zu einer Achse verschmolzen, um die sich alle Muslime in allen islamischen Perioden versammelt haben. In der Gesamtheit der Religion gibt es keinen ähnlichen Punkt, der uneingeschränkt von der logischen, gefühlsmäßigen, von spiritueller, moralischer und ethischer Seite von allen Sekten und allen Gruppen der Muslime akzeptiert und respektiert wird. Er ist der Zentralpunkt und die Achse. Der Koran und die Kaaba, die Pflichten und Überzeugungen sind den Muslimen gemein, doch jeder dieser Aspekte bezieht sich auf eine bestimmte Dimension des menschlichen Charakters – auf seinen Glauben, seine Liebe, seine geistige Richtung, Befolgung, seine Identifizierung und seine praktische Kreativität. Darüber hinaus finden die angeführten Punkte unter den Muslimen verschiedene Interpretationen. Doch alle Muslime finden in ihm einen Punkt, bei dem sie in ihrem Gedankengut, ihren Überzeugungen und wichtiger noch, in ihren Gefühlen eine Einigung und Verständnis erfahren. Dieser Punkt ist die heilige Person des letzten Propheten Gottes Mohammad Bin Abdullah – gegrüßt sei er und seine Nachkommen- Dieser Punkt sollte hoch geehrt werden. Diese Liebe muss mit jedem Tag steigen. Die Tendenz, spirituell sowie geistig, zu diesem heiligen Wesen sollte in der Seele der Muslime und im Herzen der Menschen gesteigert werden. Sie sehen, dass sich die Verschwörungen und die Kulturinvasion gegen den Islam, die Ziele dieser niederträchtigen Verschwörungen der Feinde u. a. auf die heilige Person des Propheten konzentrieren wie es in jenem satanischen Buch (Die satanischen Verse) geschah. Es zeigt, wie weit die Feinde in ihren Verschwörungen gegen die Gefühle und Überzeugungen der Muslime gehen.

Auszüge aus den Äußerungen beim Treffen mit Koran-Rezitatoren aus 40 Ländern sowie einigen Sehbehinderten am Jahrestag der Offenbarung zum Propheten – gegrüßt sei er – 23.02.1990 (04.12.1368).

Der geehrte Prophet – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – ist der wichtigste Faktor für die Einheit der Muslime in allen islamischen Epochen, das gilt nach wie vor auch für unsere Zeit, denn die meisten Muslime glauben mit Liebe und Gefühl an diese himmlische Persönlichkeit. Aus diesem Grund ist diese erhabene Person Zentrum und Drehpunkt der Gefühle und der Überzeugungen aller Muslime und diese Position führt die Herzen der Muslime zusammen und bringt alle islamischen Sekten und Konfessionen einander näher. Kein Mensch ist im Stande, die Dimensionen der Persönlichkeit des geehrten Propheten vollständig zu erkunden und ihn nur annähernd so wie er ist, darzustellen. Was wir über diesen Auserwählten des Schöpfers und den Obersten aller göttlichen Propheten in allen Zeiten erfahren haben, ist nur ein Schatten und eine Silhouette seiner wahren spirituellen, innerlichen und tatsächlichen Persönlichkeit. Aber auch diese wenigen Kenntnisse reichen für die Muslime aus, um erstens ihren Weg Richtung Vollkommenheit zu garantieren und den Gipfel der Menschlichkeit und Entwicklung vorzustellen und zweitens sie zur islamischen Einheit aufzurufen. Daher raten wir allen Muslimen dieser Welt, sich mit der Persönlichkeit des Propheten, sein Leben, sein Tun und seine Moral zu befassen und sich die Lehren, die von ihm ausgehen, vorzunehmen.

Wir müssen uns mit der Persönlichkeit des Propheten befassen. Nach dem Mittelalter und als die westliche und christliche Welt die Persönlichkeit des geehrten Propheten permanent und schwer angriff, als die eingeschworenen Feinde des Islam merkten, dass ein Weg zur Bekämpfung des Islam in der Beschmutzung des geehrten Propheten liegt, wurde viel in dieser Richtung unternommen. Bis heute arbeitet der Feind ununterbrochen und mit verschiedenen Methoden daran, die Persönlichkeit des Propheten bei den Freidenkenden der Welt zu manipulieren. Viele Menschen auf der Welt werden ihre Gedanken und ihre Überzeugungen dem Islam widmen, wenn sie den geehrten Propheten so wie die Muslime oder etwas beschränkter kennen lernen, d. h. , dass sie wirklich nur einen Umriss seiner strahl-enden Persönlichkeit in ihrem Herzen aufnehmen. Daran müssen wir arbeiten. Vielleicht liegt die größte Werbung für den Islam darin, das wahre Gesicht des islamischen Propheten den Suchenden vorzustellen. Es ist angebracht, dass der muslimische und informierte Künstler, der die verschiedenen Mittel seines Werkes kennt, die erhabene und würdevolle Persönlichkeit des Propheten darstellt, für ihn wirbt und künstlerisch darstellt, bevor die Feinde und Gegner mit ihren unterschiedlichen und komplizierten künstlerischen und kulturellen Methoden den Unwissenden ein falsches Bild vom Propheten vorlegen. Das sind notwendige Maßnahmen. Wir haben zuletzt beobachtet, wie der Weltimperialismus mit einer Kulturinvasion anrückte, als es durch die islamische Revolution einen spirituellen Aufschwung des Islams beobachtete und an politischen und militärischen Fronten weder der Revolution noch der Islamischen Republik, die heute als Symbol und Fahnenträger des praktischen Islams steht, nicht schaden konnte. Der Imperialismus zwang seine Handlanger, die Persönlichkeit des geehrten Propheten zu beleidigen; eine teuflische Person wurde von den Teufeln und Gold- und Gewalt-Ergebenen mit der Verfassung jenes satanischen Buches (Die satanischen Verse) beauftragt, was natürlich auf eine konsequente Reaktion der Muslime auf der ganzen Welt und vor allem auf eine entschiedene Antwort des geehrten und erhabenen Imam Chomeini, Friede sei mit ihm, stieß, der diese Ausgeburt des Satans zum Tode verurteilte. Daher ist es wichtig, die Persönlichkeit des Propheten vorzustellen, nicht nur seiner Persönlichkeit im Leben, sondern seine unterschiedlichen Dimensionen wie seine Moral und Charaktereigenschaften, seine Regierungsmethoden, sein Verhalten gegenüber dem Volk, seine Gebete und Andacht, Politik, seinen heiligen Krieg und Djihad und seine außergewöhnlichen Lehren. Dabei sollen neben Büchern auch Werbe- und Kunstwerke entsteht, die mit neuen Methoden verarbeitet worden sind. Das soll sich nicht nur in der Islamischen Republik, sonders in allen Regionen der islamischen Welt geschehen.

Auszüge aus den Äußerungen beim Treffen mit Gästen der Konferenz Islamische Einheit, Geistlichen, Vorbetern bei Freitagsgebeten, sunnitischen und schiitischen Brüdern aus den Provinzen Kurdistan und Kermanschah sowie Bürgern verschiedener Schichten aus Qazwin, Mobarakeh, Sorkheh und Khawaf 20.10.1989 (24.07.1368).

Der große Retter der Menschheit

Der Tag, an dem die dunkle Welt mit der Geburt des Propheten im hellen göttlichen Licht erstrahlte, muss wahrlich als Beginn einer neuen Geschichte für den Menschen betrachtet werden. Wie Imam Ali, Friede sei mit ihm, in seinen Äußerungen vorgibt, hatte sich das Licht der Glückseligkeit von menschlichen Gesellschaften zurückgezogen, weil Gesetze der Unterdrückung die Gesellschaft beherrschten. Von Beginn an hat der Glanz des Propheten die Herrschaft des Rechts angekündigt und die Gründe vorgegeben, warum göttliche Zeichen unter der Bevölkerung auftreten. Die erstaunlichen Dinge, die sich zurzeit der Geburt des Propheten ereigneten, waren im Grunde eine Warnung an die Menschheit und die Geschichte. Dass der Ktesiphon-Palast Risse bekommt oder die Feuertempel erlöschen, beinhalten symbolische Bedeutung. Der Bedeutung dieser Ereignisse liegt darin, dass mit der Geburt dieses heiligen Wesens der Menschheit ein Weg vor die Füße gelegt wird, und dass sich die Menschheit vom Aberglauben und von Despotie befreien muss. Es liegt nun bei den Menschen, wer sich auf diesen Weg begibt und ihn machtvoll beschreitet oder sich von ihm abwendet und seinen Segen nicht genießt. Es sind die Menschen selbst, die ihr Schicksal und ihre Zukunft wählen, aber ein solcher Weg steht ihnen zur Verfügung. Es ist göttliche Sitte, dass die allgemeine Tendenz der Menschheit sich nach höheren Zielen richtet. Auf natürliche Weise und von einer höheren Gewalt geführt, bewegt sich die menschliche Gesellschaft in diese Richtung. Die Geschichte verweist uns darauf; die wissenschaftliche Entwicklung und die Erkenntnisse des Menschen befinden sich allesamt im Rahmen der Lehren des geehrten Propheten des Islams und schließlich führt alles dorthin. Auch heute noch befindet der Mensch, dass er die aufklärenden Lehren des islamischen Propheten braucht. Unsere Nation hat die Ehre, Gott sei Dank, mit seinem Willen, Entschlossenheit, Standhaftigkeit und Widerstand den ersten Weg gewählt zu haben, denn erstens hat es diesen Weg wissentlich gewählt und zweitens hat es darauf bestanden. Es ist eine große Ehre für die iranische Nation, Fahnenträger beim Aufruf zur Befolgung des Propheten zu sein. Der Islam wurde nicht offenbart, nur um bei den Menschen eine Überzeugung hervorzurufen, die aber keinen Einfluss auf ihr Tun und ihr Leben ausübt. Der Islam soll das Leben ändern und den Weg der Menschheit korrigieren. Der Glaube am Islam ist Ausgangspunkt des menschlichen Tuns. Die islamischen Lehren und Gebote umfassen alle Lebensbereiche des Menschen, sein soziales Leben, sein persönliches, politisches und wirtschaftliches; für all diese Aspekte besitzt der Islam ein Programm und einen Plan. Gott sei gedankt, dass dem iranischen Volk heute die Ehre zuteil wurde, sein ganzes Leben vom Islam und seinen Lehren führen zu lassen. Und dennoch unterscheidet sich unser tatsächliches Leben von dem, was der Islam von uns verlangt. Das islamische System ist jedoch auf dem Weg, diese Differenz zu beheben. Gott sei gedankt, dass mit dem Segen der Revolution und mit der Führung des geehrten Imam und mit dem tapferen Willen des iranischen Volkes in den vergangenen Jahren diese Richtung eingeschlagen und jener Willen mit jedem Tag stärker Ausdruck fand.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes der islamischen Revolution beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 10.06.2001 (20.03.1380).

Der Segen einer Geburt und eines Neugeborenen wird nach menschlichem Ermessen gemäß der Folgen dieser Geburt erachtet, direkt oder indirekt. Fall sich dieser Maßstab als richtig erweisen sollte, was auch der Fall ist, dann müssen wir anführen, dass die segensreichste Geburt in der ganzen Geschichte die heilige Geburt des geehrten Propheten des Islam – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – gewesen ist. Der Segen beginnt seit dem Augenblick der Geburt. Das ist natürlich nicht erstaunlich. Christus – gegrüßt sei er – sagte zu Beginn seiner Offenbarung: „Er hat mich gesegnet, wo immer ich auch sein mag. „ Und damit verkündete er schon in den ersten Stunden bzw. ersten Tagen seiner Offenbarung seinen Segen und Huld. Mit unserem Propheten ist es der gleiche Fall. Wie es in Geschichtsbüchern heißt, stürzte der Torbogen von Ktesiphon ein, alte Feuertempel erloschen plötzlich – und dergleichen Ereignisse und Andeutungen, die aufgezeichnet wurden – und das alles sind Vorboten und Ankündung des Segens einer außergewöhnlich erhabenen Person. Alles auf dieser Welt, was auf die Herrschaft von Polytheismus, Ketzerei, Despotie, Unterdrückung und Spaltung der Menschheit aufgebaut ist, muss nach und nach untergehen, wegen dem Segen dieses erstklassigen, unübertroffenen und erhabenen Menschen. Was er in diesem Kampf auf sich nahm, war der schwerste Teil der Arbeit. Der Beginn des Weges und der Beginn seines Aufrufes waren die wichtigsten Teile der Arbeit. Das Problem der Welt damals lag darin, dass die Menschen und die Gesellschaften jener Zeiten überall auf der Welt sich an die Herrschaft von Nicht-Gott, die Herrschaft der Aufständischen, Unterdrückung und den Klassenunterschied gewöhnt hatten. Wer sollte sich diesen Erscheinungen entgegensetzen? Eigentlich die Unterdrückten. Aber wenn die Unterdrückten selbst daran glauben, dass der Unterdrücker sie beherrschen muss, wird es keine Hoffnung auf eine Änderung geben. Das Aufrütteln der Menschen, Wachrütteln der Welt und der Menschheit war die große Aufgabe des geehrten Propheten und seiner Offenbarung: „Dieser (Koran) ist nichts als eine Ermahnung an die Welten. „ Das ist Andacht, Erinnerung, Warnung, ein Wachruf für die ganze Menschheit. Da, wo diese erhabene Persönlichkeit mit diesem Weckruf beauftragt wurde und davon betroffen war, das war der schwierigste Teil seiner Arbeit. Der Fanatismus, die Sippenherrschaft, persönliche Motive und unterschiedliche Egozentren erschwerten ihm seine Aufgabe. Er kämpfte einen harten Kampf, um die Menschheit aus dieser Sackgasse helfen und diesen riesigen Felsen aus dem Weg räumen zu können. Von jenem Tag an hat bis heute jeder, der eine neue Bewegung beginnen wollte, sich auf seinen Weg begeben und sich auf diesen erhabenen Menschen gestützt. Es sind da nicht nur Muslime, die sich seiner Lehren bedienten. Das menschliche Wissen heute, die menschliche Zivilisation heute, die Erkenntnis, die die Welt heute genießt und der Fortschritt der menschlichen Karawane, das alles ist ihm zu verdanken.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes der islamischen Revolution beim Treffen mit Verantwortlichen des Staates anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 01.07.1999 (10.04.1378).

Die Geburt des geehrten Propheten – gegrüßt sei er und seine Nachkommen – ist aus verschiedenen Perspektiven für uns Muslime von Bedeutung. Es ist ein sehr tiefsinniger und bedeutungsreicher Jahrestag. Zum ersten, weil sich seine huldvolle Geburt bezogen auf Ort und Zeit zur einer Zeit ereignete, als die Menschheit insgesamt, nicht ein besonderes Volk oder Land, sondern die Gesamtheit der Menschen zwei besondere Merkmale aufwies. Sie war im Vergleich zur Menschheit in vergangenen Zeiten wissenschaftlich, von der Logik und vom Gedankengut her weit fortschrittlicher. Es waren Philosophen und Wissenschaftler, Mathematiker und Mediziner und große Architekten aufgetaucht, Zivilisationen waren entstanden. Diese konnten ja nicht ohne Wissen entstehen und stehen. Im Westen waren es die Akademien, im Osten die Ekbatana, die Zivilisationen in China, in Ägypten und die großen historischen Zivilisationen

lagen alle in der Vergangenheit, das bedeutet, dass die Menschheit sich zur Vollkommenheit entwickelt hatte. Die zweite Eigenschaft, und eigentlich ist die Zusammenfügung dieser zwei Eigenschaften ja erstaunlich, liegt darin, dass der Mensch jener Zeit moralisch tiefer als je zuvor gesunken war, oder um es anders zu formulieren, auf dem Tiefpunkt der Moralität stand. Der gleiche Mensch, der über Wissen und Kenntnis verfügte, war im höchsten Grad von seinem Fanatismus, seiner Selbstsucht, der Unterdrückung und der Gewalt der herrschenden menschenfeindlichen und mörderischen Regierungssysteme gefangen. Es herrschte eine solche Situation zu jenen Zeiten. Wenn man sich die die Geschichte vornimmt, sieht man, dass die gesamte Menschen damals gefangen war. Imam Ali sagt dazu: „Während die Zwietracht sie wie betrunkene Kamele zum Opferaltar brachte, jene Zwietracht, die die Menschen unterdrückte und mit Füßen trat.„ Zwist, Druck, Schwierigkeit und Brüdermord machten das Leben bitter. In der gleichen Ansprache sagt Imam Ali: „Die Menschen konnten kein Auge in Frieden schließen.“ Wenn sich das alles, was in den Geschichtsbüchern aufgezeichnet ist, wie der Einsturz des Torbogens von Ktesiphon und Zerfall der Symbole der Götzendienerei und Polytheismus, zugetragen haben soll, dann ist es nur als eine göttliche Machtdemonstrationen zu deuten. Um chiffriert zu verkünden, dass eine Macht erschienen ist, die alles an Unterdrückung und Amoralität vernichten, die Wissenschaft vom Aberglauben säubern und die Zivilisationen von Korruption und Unterdrückung befreien wird. Und genau das leistete unser geehrter Prophet. Dieses heilige Wesen traf bei seiner Offenbarung auf eine solche Welt; in einem harten Kampf befreite er die Menschen von Unwissenheit, vom Aberglauben, von der Unterdrückung, von zerstörerischem Fanatismus, von der Gewaltherrschaft der Menschen über andere und gegenseitige Ausbeutung. Die Menschheit wurde von Grund auf verändert. Es wurde ein neues Wertesystem und eine neue Grundlage auf der Welt geschaffen. Es war natürlich nicht die Aufgabe, die ganze Welt zu reformieren. Nein! Er musste die praktische Keuschheit als ein korrektes Beispiel der göttlichen Offenbarung den Menschen überreichen, damit sie sie in ihrem Leben anwandten und mit jedem Augenblick danach lebten. Wer dies nun getan hat und wer nicht, das ist ein anderes Thema. Der erhabene Prophet erfüllte seinen Auftrag; er beendete seine Aufgabe und begab sich zu Gott.

Auszüge aus den Äußerungen des geehrten Oberhauptes beim Treffen mit Verantwortlichen und verschiedenen Volksschichten anlässlich der Geburt des geehrten Propheten des Islam und Imam Djafar Sadegh – Friede sei mit ihnen – 05.09.1993 (14.06.1372).

Der allmächtige Gott hat uns Muslime angewiesen, dem Propheten zu folgen, ihn in allen Lebenssituationen zu befolgen, seinem Wort, seinem Tun, seinem Leben, seinem Verhalten gegenüber anderen und der Familie, Freunden, gegenüber seinen Feinden und Fremden, Schwachen oder auch Starken zu folgen, denn er ist das Vorbild. Unsere islamische Gesellschaft ist nur dann im wahren Sinne des Wortes eine islamische Gesellschaft, wenn es sich in seinem Verhalten dem Propheten anpasst. Auch wenn es nicht möglich ist, vollkommen wie der Prophet zu sein, dann sollte man wenigstens versuchen, ihm ähnlich zu sein. Wir sollen uns nicht gegen den Lauf seines Lebens bewegen, sondern in gleicher Richtung.

Der erste Akt des Lebens vom Propheten beinhaltet seinen Aufruf; der heilige Kampf, Djihad, kommt in drei wichtigen Akten seines Lebens vor. Da werde ich einige kurze Sätze vom geehrten Propheten vortragen. Darüber wurde in Büchern ausführlich geschrieben und berichtet, das Thema ist jedoch weit wichtiger und umfangreicher, als dass man es gebührend erörtern könnte. Man sollte von jedem Blumenbeet einen ganzen Strauss mitnehmen; das Andenken an den geehrten Propheten soll uns immer begleiten. Der erste Akt im Leben des Propheten ist der Aufruf zu Gott und der Djihad. Sein wichtiges Werk war zum Recht und zur Wahrheit, zum Djihad auf diesem Weg aufzurufen. Der Prophet ließ sich bei der Konfrontation mit der dunklen Welt seiner Zeit nicht verwirren. Nicht an jenen Tagen, an denen er allein in Mekka war oder nur eine kleine Gruppe von Muslimen ihn umgaben, oder als sich die arroganten arabischen Stammesführer, die Sippenführer der Qureysch, die Gewaltherrscher sich ihm brutal und machtsüchtig gegenüber stellten. Auch als das gemeine Volk, in Unkenntnis verhüllt, ihm gegenüberstand, fürchtete er sich. Er sprach sein rechtes Wort, wiederholte es, erklärte es, er duldete die Beleidigungen, die Qual und die Leiden, um schließlich eine große Zahl von Muslimen um sich zu versammeln. Da gründete er einen islamischen Staat und wurde Oberhaupt dieses Staates. Auch damals standen ihm verschiedene Feinde und Herausforderer gegenüber. Bewaffnete arabische Gruppen, wilde, ungebildete Menschen, die in den Wüsten von Hijaz und Yamameh verstreut waren, die sollte der Islam ändern; sie leisteten aber Widerstand. Das gleiche gilt auch für die großen Könige jener Zeiten, zwei Supermächte dieser Zeit, die Königreiche von Persien und Rom. Der Prophet schrieb ihnen Briefe, debattierte mit ihnen, führte Kriege, erlitt Qualen, wurde wirtschaftlich isoliert, soweit, dass die Bewohner der Stadt Medina manchmal zwei oder drei Tage kein Brot zu essen hatten. Von allen Seiten wurde der Prophet bedroht. Manche waren beunruhigt, andere schwankten, einige jammerten, manche versuchten den Propheten zu Kompromissen zu überreden. Doch der Prophet ließ sich bei seinem Aufruf und Djihad keine Sekunde beirren. Er führte die islamische Gesellschaft machtvoll bis zum Gipfel der Würde und Macht. Und dieses System konnte in späteren Jahren Dank der Standhaftigkeit des Propheten auf Schlachtfeldern und bei seinem Aufruf zum Islam zur ersten Weltmacht emporsteigen.

Der zweite Akt aus dem Leben des Propheten beinhaltete sein Verhalten gegenüber dem Volk. Er hat niemals vergessen, volksnah und freundlich zum Volk zu bleiben und sich für Gerechtigkeit in der Gesellschaft einzusetzen. Er lebte wie andere Bürger und mit ihnen, verkehrte mit ihnen und schloss Freundschaften mit Dienern und den unteren Gesellschaftsschichten. Er speiste mit ihnen, besuchte sie und war immer freundlich zu ihnen. Die Macht hat ihn nicht verändert; der nationale Reichtum hat ihn nicht verändert. Sein Verhalten in schwierigen Zeiten war das gleiche wie zu Zeiten des Wohlstandes. Er kam aus dem Volk und gehörte zu ihnen, war nett zu ihnen und wünschte ihnen Gerechtigkeit. Im Krieg Khandagh, als die Muslime in Medina von allen Seiten umstellt waren und keine Nahrungsmittel in die Stadt gebracht werden konnten und der Proviant ausging, so dass die Menschen manchmal zwei oder drei Tage nichts zu essen hatten, in dieser schwierigen Situation halft der Prophet selbst mit, den Schutzgraben um die Stadt auszuheben. Er nahm an der Arbeit teil und hungerte genauso wie die anderen Menschen.

Der dritte Akt aus dem Leben des Propheten befasst sich mit seiner Andacht und seinen Gebeten zu Gott. Seine hohe Stellung und seine Größe und Würde haben ihn niemals das Gebet vergessen lassen. Mitternachts weinte er und betete zu Gott um Vergebung. Ome Salameh sah eines Nachts, dass der Prophet verschwunden war. Sie suchte ihn und sah ihn im Gebet vertieft, die Tränen liefen über seine Wangen und er bat um Vergebung; er betete: „O Herr, überlasse mich keinen Augenblick meiner selbst.“ Auch Ome Salameh musste weinen. Der Prophet hörte sich und sagte: Was machst du denn hier? Sie erwiderte: O Prophet, du, der du doch so geliebt bist von Gott und deine Sünden vergeben sind. Warum weinst du dann und bittest Gott, uns nicht uns selbst zu überlassen? Er sagte: Wenn ich Gott vergesse, wer wird mich dann noch erhalten? Das ist eine Lehre für uns. Am Tag der Würde, am Tag der Schmach, an jedem Tag der Not, am Tag des Wohlstandes, an jenem Tag, an dem der Feind uns umstellt hat; an dem Tag, an dem sich der Feind mit all seiner Macht dem Menschen und seinem ganzen Wesen aufzwingt, und in allen Lebenslagen, da gilt die große Lehre des Propheten: Immer Gott im Sinn haben, Gott nicht zu vergessen, sich auf ihn stützen und von ihm wollen.

Auszüge aus den Ansprachen zum Freitagsgebet in Teheran – 27.09.1991(05.07.1370).

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