Israel hat gegenüber US-Diplomaten offenbar keinen Hehl daraus gemacht, dass es den von der Palästinenserbewegung Hamas kontrollierten Gazastreifen nur „gerade so am Leben hält“.
Das geht aus drei US-Botschaftsdepeschen hervor, die am Mittwoch von der norwegischen Zeitung „Aftenposten“ veröffentlicht wurden.
Demnach hat Israel im Jahr 2008 die US-Botschaft in Tel Aviv ganz klar über sein Vorgehen gegen die Palästinenser im Gazastreifen informiert. So sei den US-Diplomaten von israelischen Vertretern mehrfach erklärt worden, dass die Wirtschaft im Gazastreifen „am Rande des Zusammenbruchs gehalten“ werden sollte, ohne sie „ganz über die Kante zu stoßen“, heißt es in einer Depesche. Israel wolle, dass die Wirtschaft in der Küstenregion „auf dem niedrigst möglichen Niveau funktioniere, so dass eine humanitäre Krise gerade noch vermieden“ werde, lautet die Einschätzung in einem Dokument vom 3. November 2008.

Advertisements