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Die Islamische Revolution war eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und ein Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Die Kultur ist die Seele einer Zivilisation. Die Zivilisation entsteht, indem sich die Kultur und das Denken konkret in den Beziehungen und Einrichtungen in der Gesellschaft niederschlagen. Aber es ist nicht einfach einen klaren Trennstrich zwischen Kultur und Zivilisation zu ziehen. Viele Denker und Schriftsteller haben versucht zu definieren, was Kultur ist. Einige betrachten Kultur als Gesamtheit von Wissen, Überzeugungen, Künsten, Moral, guten Sitten und Bräuchen und jede Art von Fähigkeit, welche durch den Menschen erlangt werden. Andere betrachten alle menschlichen Erzeugnisse als Kultur im Gegensatz zu den natürlichen Erzeugnissen. In einer neuen Umschreibung des Begriffes ist Kultur die bewusste gewonnene soft ware einer Zivilisation.

Bei der Entstehung einiger Revolutionen hat die Kultur eine wichtige Bedeutung gehabt. Viele Analytiker, die sich mit den Gründen für den Sieg der Islamischen Revolution beschäftigt haben, halten kulturelle Faktoren, insbesondere das religiöse Denken der Bevölkerung für den wichtigsten Entstehungsgrund dieser Erhebung.

So weist Michael Fisher in seinem Buch „Iran von der Religionsdebatte zur Revolution“ darauf hin, dass, auch wenn politische und wirtschaftliche Ursachen bei der Entstehung der Revolution im Iran eine Rolle gespielt haben, dennoch Form und Ausgangspunkt dieser Revolution und ihr Entstehungsort in großem Ausmaß auf religiöser Protesttradition beruht. Er und andere Schriftsteller sind der Ansicht, dass sich zwar die Wirtschaftsmaßnahmen und Politik des Schahs auf die verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr negativ ausgewirkt hatte und intensiv der Mangel an Freiheit in der iranischen Gesellschaft verspürt wurde, aber die Wandlung in der Bevölkerung in Wahrheit auf die revolutionäre schiitische Kultur zurückzuführen ist. Diese ließ die Revolution entstehen und sie siegen.

Wie war es nun um die Kultur vor der iranischen Revolution bestellt?

Die kulturelle Entfremdung und das Streben nach Nachahmung der fremden Kulturen waren zwei wichtige Faktoren für den Sturz des Pahalvie-Regimes. Unter der Pahlavie-Dynastie war überall der Hang zum Westen zu verspüren insbesondere in Kultur und Kunstzentren. Das schlimmste Mitbringels des Bündnisses zwischen diesem Regime und dem Westen war die Westhörigkeit. Mohammad Ali Rahmatinia, Universitätsdozent und Experte für Kulturfragen sagt dazu:

„Die islamisch-iranische Kultur der Bevölkerung wurde zur Zeit der Pahlavis und besonders ab der 60iger Jahre nicht berücksichtigt und das Regime wollte die Fremdkulturen und Dekandenz aus dem Westen einflößen.“Dr. Rahmatinia verwies auf die Kulturpläne des Schahregimes und sagte: „Wenn wir das Ausmaß der Kulturstrategien des Pahlavieregimes in Musik, Kino, Theater, Büchern usw. untersuchen, stellen wir fest dass überall die Dekandenz und Zügellosigkeit angestrebt wurde und man sich nirgendwo auf die iranischen und islamischen Kulturmodelle stützte. Dies wuchs allmählich zu einem Motiv für den Ehrgeiz und die Initiative der Bevölkerung in Richtung Sturz dieses Regimes.

Das Schahregime verfolgte außerdem eine Politik der Islambekämpfung. In Kinofilmen wurden offen die islamischen Werte herabgesetzt und es wurde Musik primitivster Art verbreitet. Das Schahregime setzte, um die Bevölkerung von ihren religiösen Überzeugungsgrundlagen abzubringen, das Projekt eines radikalen Nationalismus und der Verehrung der Antike auf die Tagesordnung. Durch Hervorhebung der Antike Irans und Preisung der vorislamischen Werte und Bräuche wurde versucht, die hohen Begriffe des Islams an den Rand zu drängen und eine leere Hülle aus dem Islam zu machen. Feste wie das Schiraser Kunstfest, bei dem offen die Anständigkeit beiseite gestellt wurde, waren eine Beleidigung der Kultur des Volkes und entfachten Funken des Protestes unter den Massen.

Die Bevölkerung suchte bei der Geistlichkeit Schutz, um sich gegen die Schah-Regierung zu wehren. In den 60iger und 70ger Jahren eskalierten die Stellungnahmen Imam Chomeinis gegen die Verbreitung der fremden Kulturen im Iran: Die Menschen rückten zusammen und protestierten gegen den Status Quo.

Michel Foucault, ein westlicher Theoretiker hat in seinem Buch über die Revolution im Iran diese als erste Revolution in moderner Form bezeichnet, die ohne Parteiorganisationen entstand und in ihrer Art einmalig war. Er betrachtet die Islamische Revolution als eine bewusste Reaktion auf die Vernichtung der sozialen Werte und und als Widerstand gegenüber der kulturellen Auslöschung.

Als die Islamische Revolution entstand, erlebten die dynamischen und starken Elemente in der Kultur und Identität der Iraner eine erstaunliche Wiederbelebung. In Wahrheit hat der Geist der Gerechtigkeitssuche und der Bekämpfung von Fremdherrschern, der in der Islamischen Revolution beinhaltet war und in den Losungen der Menschen in ihren Anti-Schah-Demonstrationen zum Ausdruck kamen, zur Folge gehabt, dass das Erbe der Zivilisation des Irans und Islams gegen die Herrschaft der Westhörigkeit eingesetzt wurde. Diese Rückkehr zur Kultur des Irans und Islams brachte gewaltige Errungenschaften in den verschiedenen Bereichen. Die Islamische Republik betrachtete Kultur und Kulturwandel als eine ihrer wichtigsten Fragen.

Die Zunahme der Studierenden, die Reduzierung der Analphabetenrate, die wissenschaftlichen Erfolge von Elitekräften, das Bündnis zwischen dem theologischen Zentrum und der Universität, der Hang zu einem einfachen Leben , die Förderung des Geistes zur Opferbereitschaft unter der jungen Generation und ihre Zuwendung zur Spiritualität sind alles wichtige kulturelle Errungenschaften nach dem Sieg der Islamischen Revolution.

Aber der wichtigste Erfolg im Bereich Kultur ist wahrscheinlich die Herstellung des kulturellen Selbstverstrauens. Wie Sie wissen, ist der erste Schritt für eine Reform und konstruktive Entwicklung, die Reform der Einstellung und Überzeugungen. Die Islamische Republik hat unter der Führung Imam Chomeinis den Menschen zu kulturellem Selbstvertrauen und Hinwendung zu den islamischen und iranischen Werten verholfen.

Diese Unabhängigkeit im Bereich der Kultur ließ die Bevölkerung auf ihre ureigenste Identität Wert legen und ihre Überzeugungen, Sitten und Bräuche, ihre Sprache und Schrift schätzen und um deren Wahrung bemüht sein. Die Beachtung der Gebote des Islams durch die iranische Bevölkerung hatte zur Folge, dass sich ihre Kultur im Privat- und Gesellschaftsleben wandelte und sie sich von inkorrekten Erscheinungen des Westens abwandten.

Das Oberhaupt der Revolution, Ajatollah Khamenei sagt über die Wichtigkeit dieser Errungenschaften:

„Die Islamische Republik hat die westliche Kultur abgelehnt und gesagt: „Wir haben eine unabhängige, islamische Kultur. Es liegt fest, wie sich die Muslimen im Umgang mit anderen, hinsichtlich seiner eigenen Kultur, beim Essen und beim Kleiden, beim Lernen, im Verhältnis zur Regierung, in der Beziehung zu den anderen und bei Handelsgeschäften verhalten sollen. Wir wollen dies nicht vom Westen übernehmen und ihn  nachahmen.“

Wichtig sind auch der Wertewandel im Privat – und Gesellschaftsleben gewesen. Einige Dinge, die vor der Revolution etwas zählten, wurden zu Anti-Werten, während die Gesellschaft neue hohe Werte dazu gewann. Zum Beispiel waren vorher einige Bevölkerungsteile stolz, wenn sie ein luxuriöses Leben besaßen und nach westlichem Muster lebten, aber dank der Islamischen Revolution und der neuen Dominanz der religiösen revolutionären Kultur und Denkweise wandte sich die Bevölkerung immateriellen Werten wie Wissenschaft, Gottesfurcht, Religiosität , Genügsamkeit und Wohltätigkeitssinn zu. Der Wertewandel ist also für die meisten Iraner die größte Errungenschaft der Islamischen Revolution. Besonders für die Jugend. Sie brachte die Spiritualität und die Opferbereitschaft in Erfahrung und erweckte sie zu neuem Leben. Wer sich während der Revolution änderte, und während der 8-jährigen Verteidigung gegenüber der Saddam-Armee die größten Heldentaten vollbrachte, sind vor allen Dingen diese jungen Menschen gewesen, die dank der Islamischen Revolution auch für andere Freiheitsliebende und Kämpfer gegen die Hegemonie zum Vorbild wurden. Lassen Sie uns daher aller Märtyrer der Revolution gedenken!

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Es sei im Interesse des Westens und des Nahen Ostens, „die Stabilität des ägyptischen Regimes aufrechtzuerhalten“, schreibt Israel an westliche Staaten. Öffentliche Kritik am ägyptischen Präsidenten Mubarak müsse „gebremst“ werden. Die USA und die EU fordern einen Übergang des Landes zur Demokratie.

Israel hat die USA und mehrere europäische Länder einem Bericht zufolge in einer geheimen Mitteilung zur Unterstützung der ägyptischen Regierung von Präsident Husni Mubarak aufgefordert. Es sei „im Interesse des Westens“ und des „gesamten Nahen Ostens, die Stabilität des ägyptischen Regimes aufrechtzuerhalten“, zitierte die israelische Tageszeitung „Haaretz“ aus der Mitteilung.

Die Zeitung berief sich dabei auf israelische Regierungsvertreter. „Folglich muss jegliche öffentliche Kritik an Präsident Husni Mubarak gebremst werden“, hieß es demnach in dem Schreiben, über das auch der israelische Militärrundfunk berichtete. Die Mitteilung wurde demnach Ende vergangener Woche übermittelt.

„Haaretz“ zufolge schickte das israelische Außenministerium auch entsprechende Anweisungen an rund ein Dutzend seiner Botschaften in den USA, Kanada, China und mehreren europäischen Ländern. Die dortigen Diplomaten sollen demnach gegenüber ihren Gesprächspartnern stets auf die „Relevanz der Stabilität Ägyptens“ hinweisen. Ein Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wollte die Informationen auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Das Außenministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Peres warnt vor Muslimbrüdern

Israels Staatspräsident Schimon Peres warnte vor der möglichen Machtübernahme eines radikalen Islamistenregimes in Ägypten. Die Herrschaft religiöser Fanatiker wäre nicht besser als ein Mangel an Demokratie unter Mubarak, sagte er nach Angaben des israelischen Armeesenders.

„Wir hatten und haben immer noch großen Respekt für Präsident Mubarak“, sagte Peres in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu den Unruhen in Ägypten. „Wir sagen nicht, dass alles, was er getan hat, richtig ist, aber er hat eine Sache getan, für die wir ihm dankbar sind: Er hat den Frieden im Nahen Osten bewahrt“, sagte der Präsident bei einem Empfang für neue Botschafter in seiner Residenz in Jerusalem.

Dem Westen wirft man von israelischer Seite Opportunismus vor. „Die Amerikaner und die Europäer lassen sich von der öffentlichen Meinung mitreißen und haben nicht ihre echten Interessen vor Augen“, betonte ein israelischer Regierungsvertreter. „Selbst wenn sie Mubarak kritisch sehen, müssen sie ihren Freunden das Gefühl geben, dass sie nicht allein sind. Jordanien und Saudi-Arabien sehen die Reaktionen im Westen, wie alle Mubarak fallen lassen, und dies wird sehr ernsthafte Auswirkungen haben.“

Israel fürchtet, dass im Falle eines Regimewechsels in Ägypten die Muslimbrüder an die Macht kommen könnten. Aus dieser Organisation ist die mit Israel verfeindete, im Gazastreifen herrschende Hamas hervorgegangen. Ägypten hatte mit Israel 1979 einen Friedensvertrag abgeschlossen und war damit das erste arabische Land überhaupt, das einen solchen Schritt unternahm.

Westen fordert Reformen

Unterdessen forderten US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister David Cameron in einer gemeinsamen Erklärung politische Reformen und einen Übergang des Landes zur Demokratie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an Mubarak, die angekündigten Reformen umzusetzen. Sie habe Mubarak bei einem Telefonat vor allem gemahnt, einen Dialog mit der Bevölkerung zu führen und „auf deren berechtigte Forderungen einzugehen“, teilte die Bundesregierung mit. Weder die USA noch die Europäer forderten Mubarak zum Rücktritt auf. Ägypten ist einer der engsten Verbündeten der USA in der Region.

Quelle

Hungerrevolten in den Hochburgen westlich-arabischer Vasallenstaaten, die in der hiesigen Mainstream als Kampf für mehr „Demokratie“ westlicher Prägung dargeblödelt werden. Einer „Demokratie“, die gerade im Nahen Osten dadurch aufgefallen ist, dass sie sich ihrer kolonialen Unterdrückungsgeschichte immer noch verpflichtet fühlt. Mit der „einzigen Demokratie“ im Nahen Osten als Vorzeigeprojekt, die unter dem Schutz dieser „Demokratien“, Menschen schlachtet, foltert, sie ihrer Heimat und ihres Eigentums beraubt, sie demütigt, rechtlos im eigenen Land macht und gerade dabei ist einen jüdischen Gottesstaat zu errichten. Ein „demokratischer“ Gottesstaat, der sich seine Massaker göttlich absegnen lässt, und so ganz nebenbei sich auch an den Gasfeldern vor der Levanteküste zu schaffen macht. Michel Chossudovsky schrieb am 8.1.2009 in seinem Artikel: „Krieg und Naturgas: die israelische Invasion und Gazas küstennahe Gasfelder“:

„Die militärische Invasion israelischer Truppen in den Gazastreifen hat einen direkten Zusammenhang mit der Kontrolle und dem Besitz der strategischen Gasreserven vor der Küste.

Dies ist ein Eroberungskrieg. Entdeckt wurden die ausgedehnten Gasreserven vor der Küste im Jahr 2000.“

Diese Vorgehensweise ist schließlich der bevorzugte Weg, den so genannte Demokratien gehen, wenn sie sich Naturressourcen zu eigen machen. Sie nennen es „freie Marktwirtschaft“ und „Demokratie“ wenn sie in den Irak, Afghanistan, oder wo auch immer einmarschieren. Oder wenn israelische Rabbis dem Ganzen noch einen religiösen Anstrich geben und ganz gottesstaatlich dafür plädieren:

„dass Juden das Recht haben, in jeder Situation Einheimische zu töten, wenn die Gegenwart eines Nichtjuden jüdisches Leben gefährdet, auch dann, wenn der Einheimische keinerlei Schuld an der Situation hat, die gerade besteht.

Das Buch sanktioniert das Töten von nicht-jüdischen Kindern und Babys: „Es gibt eine Rechtfertigung für das Töten von Babys, wenn es klar ist, dass sie heranwachsen, um uns Leid anzutun. In solch einer Situation können sie absichtlich geschädigt werden, nicht nur während eine Kampfes mit Erwachsenen.“

Über derartige christlich-jüdische Werte gibt man sich nicht besorgt, sondern unterstützt ganz offen ein Apartheid-Regime, das die Opfer des nazistischen Holocausts obendrein noch für seine Schandtaten vereinnahmt.

Nun brennt es im wahrsten Sinne des Wortes im Nahen- und Mittleren Osten und die Vertreter der politischen Klasse hier geben sich „besorgt“. Fordern den Rücktritt von Mubarak, der sich ohne wirtschaftliche und militärische Hilfe des Westens, gar nicht an der Spitze Ägyptens hätte halten können. Allerdings war und ist er noch immer ein zuverlässiger Partner Israels. Da ist zusammen, was zusammen gehört. Wird zum wiederholten Mal der Schwanz mit dem Hund wedeln und Veränderungen gewaltsam zunichte machen? Man beobachte besorgt die Entwicklung und ist auf alles vorbereitet, wie es in Tel Aviv so schön heißt.

Es ist nur zu hoffen, dass die Revolutionen in der arabischen Welt nicht vom Mossad, CIA und anderen Hilfsorganisationen der „freien“ Welt übernommen und in altbekannte Machtstrukturen zurückgeführt werden. Revolutionen währen nur kurzer Augenblicke, die mühsame Arbeit beginnt danach. Neue Strukturen müssen aufgebaut werden, ein wirklicher Systemwechsel stattfinden. Die Kapitalmafia des Westens wird nicht untätig bleiben und einem Systemwechsel tatenlos zusehen. Die Frage ist, ob die jungen Menschen in diesen Ländern darauf vorbereitet sind?

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Warum Israel nur in einem Meer arabischer Diktaturen existieren kann

Die Ereignisse in Tunesien und nun in Ägypten – haben schlagartig die Erinnerung daran geweckt, dass die Palästinenser – schwach, hilflos und von der ‚internationalen Staatengemeinschaft‘ im Stich gelassen – Israels allergeringstes Problem sind.
(Machtpolitisch sind die Palästinenser unbedeutend, wie Jeff Halper erst kürzlich in Bonn festellte, weshalb Verhandlungen mit der Pseudoregierung in Ramallah sinnlos und für die Palästinenser schädlich sind.)

Das Grundproblem liegt dabei darin, dass sich Israel als ein ‚jüdischer Staat‘ definiert – wodurch es zwangsläufig ein antiarabischer, antimuslimischer / antichristlicher Staat ist. Dies und die Tatsache, dass Israel in einem Meer arabisch-muslimischer Staaten liegt bedeutet, dass es zwischen Israel und seinen Nachbarn nur dann gute Beziehungen geben kann, wenn diese Staaten keine Demokratien sind.

Demokratische arabische Staaten könnten schliesslich schwerlich normale Beziehungen mit einem Nachbarn aufrecht erhalten, dessen ganze Geschichte und Zukunft darin besteht, die nichtjüdischen Araber in seinem Herrschaftsgebiet ins Meer oder die Wüste zu treiben.

Israel wird also alles daran setzen, dass sein Protektor – die USA, deren Nahostpolitik offensichlich israelischen Interessen untergeordnet ist – seine gesamte Macht in die Waagschale wirft, um den Bruch der Ordnung möglichst gering zu halten, und die alten Diktatoren durch neue zu ersetzten.
Für die Befreiung der Araber aus den Klauen ihrer Diktatoren und die der Palästinenser aus den Klauen der Besatzer bedeutet das, dass der Bruch zu den alten Machthabern möglichst groß sein sollte.

Je geringer der Bruch – so wie in Tunesien, wo das eng mit den USA verbundene Militär das Volk gewähren und den Diktator ausreisen liess – umso wahrscheinlicher wird die neue Führung gegen die Interessen des eigenen Volkes regieren – und sich den Drohungen und Erpressungen der USA und Israels unterwerfen.
Je grösser der Bruch – je länger sich der Diktator an die Macht klammert, während das Volk auf den Strassen gegen ihn demonstriert, und die Sicherheitskräfte die Demonstranten verletzen und töten – umso mehr wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die nachfolgende Führung mit der alten Poltik bricht.

Dass ein demokratisches Ägypten sich wie gehabt an der Blockade Gazas beteiligt – und dem israelischen sozio-öknomischen Krieg Israels gegen die Palästinenser teilnahmslos zusieht, das ist wenig wahrscheinlich.

Hoffen wir also, dass es in Ägypten zu einer tiefer greifenden Umwälzung kommt – zur Befreiung der Ägypter und zur späteren Befreiung der Palästinenser.

Für Israel kann man nur hoffen, dass sich rechtzeitig die Kräfte sammeln die erkennen, dass ein ‚jüdischer Staat‘ im Nahen Osten keine langfristige Perpektive hat. Dass nur die Einstaatenlösung dazu führen wird, dass es auch im 22. Jahrhundert noch eine jüdische Präsenz in Palästina geben wird.

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Der 12. Bahman, 31. Januar, erinnert an ein großes Ereignis in der Geschichte des Volkskampfes im Iran.

An diesem Tag kehrte der Steuermann des großen Schiffes dieser Revolution – Imam Chomeini rahmatullah aleihe – nach 15 Jahren Verbannung in seine Heimat zurück. Als das Flugzeug mit ihm am 12. Bahman um circa 9 Uhr morgens im Mehrabad-Flughafen in Teheran landete,

versuchten dutzende Kameraleute diesen historischen Augenblick festzuhalten. Die Menschen hatten die Strecke, die der Imam entlangfahren würde, mit Blumen belegt und sich entlang der 33 km vom Flughafen bis zum Friedhof der Märtyrer der Revolution in Behescht Zahra versammelt. Ihre Zahl wurde auf 4 bis 8 Millionen geschätzt. Es war der größte Empfang in der Geschichte. Dr. Abasali Amid Zandschani, Autor und Dozent der Teheraner Universität schildert diesen Tag wie folgt:

„Während des Kampfes hatte die iranischen Bevölkerung bestand immer die Wahrscheinlichkeit der Zerschlagung seitens des Regime, und die Menschen fürchteten sich davor. Aber an dem Tag, als sich die Bevölkerung auf den Empfang von Imam Chomeini vorbereiteten, wurden alle Kräfte frei. Die Angst war aus den Gesichtern gewichen. Wer auf die Straße kam, schien an den schönsten Ort gehen zu wollen. So standen die Häuser am 12. Bahman leer. Als Imam in Iran eintraf, war es als ob er Ruhe und Sicherheit für die Menschen mitgebracht hätte.“

Imam Chomeini begab sich vom Flughafen direkt an die Gräber der Märtyrer der Revolution im Behescht-Zahra-Friedhof. Er würdigte die Kämpfer auf dem Wege Gottes und in einer historischen Ansprache erklärte er, dass der vom Schah ins Amt berufene Premierminister Schapur Bachtiar unrechtmäßig ist . Mit Zuversicht und Entschiedenheit verkündete der Imam: „Ich werde mit Hilfe dieser Nation eine Regierung bestimmen.“

Dank der Gegenwart Imam Chomeinis in Iran siegte die Islamische Revolution 10 Tage später nach seiner Ankunft. Wir sind nun im 4. Jahrzehnt seit diesem Sieg und können heute stolz und erstarkt an ihn zurückdenken.

Die großen Revolutionen auf der Welt lassen sich als wichtige und einflussreiche Ereignisse betrachten. Die Islamische Revolution Irans ist die größte geistige und spirituelle Revolution der Gegenwart und ein bedeutendes, Schicksal bestimmendes Phänomen des 20. Jahrhunderts gewesen. Im Vergleich zu den Revolutionen in den letzten 200 Jahren weist die Islamische Revolution im Iran einmalige Merkmale auf. Sie wird von neuen Erscheinungen geprägt. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhauptes ist schon die Entstehung der Islamischen Revolution in sich eine Neuerung.

Dieser besondere Charakter führte dazu, dass die islamische Revolution und ihre Auswirkungen auf die Welt ständig von Sachverständigen der Politik und Soziologie analysiert wurde und jeder von ihnen sie aus einem besonderen Blickwinkel unter die Lupe nahm.

Das wichtigste Kapitel bei einer realistischen Analyse des bedeutenden Phänomens der Islamischen Revolution Iran ist die Existenz des Revolutionsführers und seines weitsichtigen Denkens. Imam Chomeini r.h. war klug und wachsam, er war bescheiden und entschlossen und er war sehr gottesfürchtig und selbstbeherrscht. Niemand konnte für ihn die Tatsachen verdrehen. Er besaß einen felsenfesten Willen und materielle Reize und eigene Wünsche bedeuteten ihm nichts.

Aufgrund des religiösen Pflichtgefühls betrat Imam Chomeini die Arena des großen historischen Kampfes, welche nur die außergewöhnlichen Menschen der Geschichte betreten und die nur wenige siegreich verlassen haben. Imam Chomeini verkündete eine neue Ära in der Geschichte der Menschheit. Eine Ära, in der das Element „Religion“ zu den anderen Elementen im Leben des Menschen tritt und in der Politiker und Denker aufgefordert sind, den Menschen und seine Bedürfnisse neu zu definieren.

Der größte Erfolgsfaktor Imam Chomeinis in dieser großen Bewegung war seine tiefe und klare Beziehung zu Gott. Gestützt auf die ewige Macht Gottes, hat er ohne die Supermächte eine unabhängigen und neuen Plan entworfen und eine neue auf der Religion beruhende Ordnung begründet. Diese ist in ihrer grundlegenden Form faszinierend, allumfassend und volksnahe und hat auch in abgelegenen Orten der Welt eine Wirkung hinterlassen. Die politische Schule, die der Imam gegenüber der Weltbevölkerung eröffnete, hatte der Menschheit Neues zu sagen und einen neuen Weg vorzuschlagen. In der Lehre des Imam Chomeini verschmolzen Spiritualität und Politik. Der Imam vereinte in sich selber Politik und Immaterialität, Politik und Moral, Politik und Mystik.

Die universale internationale Sichtweise Imam Chomeinis r.h. war eine weitere Neuerung für die Weltbewohner. Der Imam wandte sich mit seinen politischen Gedanken nicht nur an die iranische Bevölkerung, sondern er richtete seine Botschaft an die ganze Menschheit. Die wichtigsten Richtlinien seiner politischen Lehre sind die Wahrung der moralischen Kultur und Bestimmungen und der sozialen Gerechtigkeit. Imam Chomeini erinnerte die Welt daran, dass der Islam die Herzen anzieht und vereint und eine große Kraft hervorbringt, die nicht scheitert.

Die islamisch-republikanische Staatsordnung im Iran, welche Imam Chomeini begründete, setzt heute – 32 Jahre nach ihrem Beginn, mächtig und absolut leistungsfähig ihren Weg fort. Dies beweist, dass der Ausgangspunkt dieser Ordnung, nämlich die Islamische Revolution weitaus mehr war als eine vorübergehende schwache Erhebung . Zurzeit ist in der politischen Literatur auf der Welt und noch konkreter auf wissenschaftlichen Treffen und bei offiziellen Gesprächen der Staatsmänner großer Länder die Rede von der Stabilität und Stärke des Islamischen Staatssystems. Was den arroganten Mächten heute Sorgen bereitet, sind die Schwierigkeiten, die diese Revolution gegenüber ihrer Hegemonie in Bezug auf politische und kulturelle Gleichungen hervorgerufen haben. Die Herrschaft von spirituellen Werten und die Wiederbelebung der religiösen Identität hat , der beachtliche Platz, den die Muslime in den internationalen Beziehungen erreicht haben und die Bemühung um Wiederbelebung der Islamischen Zivilisation sind Zeichen für die Fortsetzung und den tatsächlichen Widerhall der Islamischen Revolution auf der Welt.

Heute sind Denker wie der Amerikaner George Weigel der Ansicht , dass „der Wandel in Richtung nicht-materialistischer Einstellung (und Religiöswerdung) auf der Welt das Leben Ende des 20. Jahrhunderts geprägt hat und zum Widerhall der Islamischen Revolution gehört.“

Der englische Soziologe und Theoretiker Antony Giddens ist der Ansicht: „In der Vergangenheit haben 3 große Soziologen, nämlich Marx, Durkheim und Max Weber mit mehr oder weniger starken Unterschieden, die allgemeinen internationalen Entwicklungsverlauf in Richtung Säkularisierung und der Verdrängung der Religion gesehen, aber mit Beginn der 80iger Jahre und dem Sieg der Islamischen Revolution im Iran wurde das Gegenteil Wahrheit. Das heißt, der allgemeine Entwicklungsprozess auf der Welt begann einen entgegen gesetzten Verlauf und bewegte sich in Richtung Religiöswerdung.“

Der spanische Philosoph Prof. Ismael Quilles ist folgender Ansicht:

„Die Religion ist zum Leben erwacht. Das spirituell Schöne im alltäglichen Leben hat Beachtung gefunden und die Welt hat sich zwecks Rettung und schöner Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen der Macht der Religion und den spirituellen Faszinationen zugewandt. Dies alles begann beim Aufruf Imam Chomeinis mit seiner religiösen Revolution im Denken und der Denkweise der Weltbevölkerung.“

Anlässlich des Herannahens des 32. Jahrestages der islamischen Revolution gedenken wir des Begründers dieser großen Volksbewegung. Mit den Worten Ajatollah Khameneis, des heutigen Revolutionsoberhaupes, hat Imam Chomeini mit seiner einmaligen Persönlichkeit es verdient, dass ihn die besten Menschen und reinsten Herzen bewundern. Er ist der Ansicht: Es ist ein Unterschied ob eine Persönlichkeit allgemein wegen ihrer sichtbaren Position geachtet und gewürdigt wird, oder ob der Charakter, die Größe und die verschiedenen Eigenschaften, die diesen Menschen schmücken , anderen bedeutenden Persönlichkeiten Hochachtung und Lob abzwingen.

Führende US-Neocons und Vertreter der Israel-Lobby in den USA fordern Barack Obama öffentlich dazu auf, Ägypten die Millitärhilfe zu streichen, um damit dafür zu sorgen, dass Mubarak abtritt und dafür der ägyptische Geheimdienst-Chef Omar Suleiman Präsident von Ägypten wird.

Damit ergibt es Sinn, dass Orgnisationen wie Freedom House den Aufstand in Ägypten vorbereitet haben. Die zionistische Lobby will ihre Diktator-Marionette in Ägypten austauschen, weil Mubarak zu schwach und angreifbar geworden ist. Was damit ganz klar wird: der wegen Folter und extralegalen Verhaftungen berüchtigte Geheimdienst-Chef Omar Suleiman, der gerade zum Vizepräsidenten ernannt wurde, ist Israels Mann in Ägypten.

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Die Palestine Papers und was sie über die amerikanisch-israelische Agenda sagen

Kathleen Christison

Viele haben es ihnen gesagt – ihnen, den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel und auch der übereifrigen palästinensischen Führung, dass das Oslo-Abkommen 1993 nicht fair war, dass es zu viele Forderungen an die Palästinenser stellte und praktisch keine durchsetzbaren Forderungen an Israel; dass die Vereinigten Staaten von Amerika, weder ehrlicher Vermittler noch neutraler Mediator, nur auf die Interessen Israels schauten und sich nicht um die Sorgen der Palästinenser kümmerten;  dass der Abbruch des Friedensprozesses im Jahr 2000 in Camp David nicht Schuld der Palästinenser war, sondern in die Verantwortung von Präsident Clinton und seiner „Anwälte Israels“-Berater fällt, die nur die Bedürfnisse Israels vertraten; dass Präsident Clinton, während er von den Palästinensern Zugeständnisse verlangte, augenzwinkernd Israels ständiger Expansion von Siedlungen und Landnahmen im palästinensischen Territorium zusah; dass beide Nachfolger Clintons das Gleiche taten.

Viele Analysten sagten ihnen, dass die Hoffnungen auf eine genuine Zwei-Staaten-Lösung in den 1990er Jahren starben – in der Tat nie realistisch waren – weil Israel mit Wissen und Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika sich Palästina einverleibte, die Pizza aß, über die es eigentlich verhandeln sollte, wie viele Palästinenser sagten. Aber niemand, der in den Vereinigten Staaten von Amerika oder in der internationalen Gemeinschaft oder in den Medien an der Macht war, hörte zu.

Irgend jemand wird beginnen müssen, doch zuzuhören. Diese Komplizenschaft der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Expansionismus Israels, sowie das verzweifelte Einverständnis der palästinensischen Führung mit den israelischen Forderungen nach ihrer Kapitulation wurden jetzt öffentlich gemacht durch die massive Enthüllung von Dokumenten durch Al-Jazeera. Unter dem Titel Palestine Papers stammt die Sammlung von fast 1.700 Dokumenten aus unbekannten, möglicherweise palästinensischen Quellen und behandelt ein Jahrzehnt von „Friedensprozess“-Manövern. Bis jetzt gibt es dazu nur Schweigen von Seiten der Obama-Administration, die in den Dokumenten gemeinsam mit den Administrationen Bush und Clinton behandelt wird. Die Reaktionen rund um die Erde sprechen allerdings Bände und können kaum ignoriert werden.

Die Dokumente zeigen, dass die Palästinenser Kompromisse angeboten haben, die schon fast an eine totale Kapitulation grenzen. Zu einem Zeitpunkt im Jahr 2008, als die Gespräche mit dem damaligen Premierminister Ehud Olmert in ein Endstadium kamen und die Außenministerin der Vereinigten Staaten von Amerika Condeleezza Rice hart drängte, offerierten der palästinensische Delegationsleiter Saeb Erekat und seine Kollegen Israel die Grenzen von 1967, das Rückkehrrecht der Palästinenser und israelische Siedlungen auf einem Silbertablett. Die Palästinenser hätten zugestimmt, Israel alle Siedlungen in Ostjerusalem mit Ausnahme von Har Homa behalten zu lassen; hätten Israel gestattet, weitere Siedlungen in der West Bank zu annektieren (mit insgesamt mehr als 400.000 Einwohnern); hätten einem ungerechten Tausch von Territorium zugestimmt im Gegenzug dafür, dass Israel Grundstücke in der West Bank zur Verfügung stellte und der Rückkehr von nur 5.000 palästinensischen Flüchtlingen (von mehr als vier Millionen) über eine Periode von fünf Jahren zugestimmt hätte. Dennoch wies Israel dieses Kompromisspaket zurück, von dem es sagte „es entspricht nicht unseren Anforderungen“ – wohl deshalb, weil ihr hauptsächliches Streben darauf gerichtet ist, dass die Palästinenser einfach verschwinden.

Die Bereitwilligkeit der Palästinenser, Israel dermaßen weitreichende Kompromisse anzubieten, war bisher die herausragendste Geschichte der Palestine Papers, aber die Geschichte des Drucks, den eine Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika nach der anderen auf die palästinensischen Unterhändler ausgeübt hat, damit sie diese Zugeständnisse machten und auf alle Forderungen Israels eingingen zeigt, dass das Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika im Verlauf der fast zwei Jahrzehnte andauernden Verhandlungen vielleicht das zynischste, und in der Tat das schändlichste der drei Parteien ist.

Die Verhandler der Vereinigten Staaten von Amerika aus Clintons Team, dann Rice und danach Hillary Clinton und George Mitchell haben die palästinensische Führung beständig mit erniedrigendem Hohn behandelt. Im Herbst 2009 fragte Hillary Clinton Erekat, warum die Palästinenser, wie sie höhnisch bemerkte, „sich immer in einem Akt einer griechischen Tragödie befinden.“ Mitchell behandelte Erekat mit ähnlicher Verachtung. Während eines Treffens im Jahr 2008 wies Rice ein palästinensisches Ansuchen auf Entschädigung für Flüchtlinge, die 1948 gezwungen worden waren, aus ihren Häusern zu flüchten – eine Forderung, die ins Herz der palästinensischen Kümmernis reicht – mit der Bemerkung zurück, dass „Leuten in der ganzen Welt die ganze Zeit über schlimme Dinge passieren.“

Es war ganz klar, dass die Politiker nicht bemüht werden konnten. Schaut dass ihr weiter kommt, sagten diese Amerikaner im Endeffekt zu den nervtötenden Palästinensern, wir machen uns nichts aus euren dummen Beschwerden. In einem unverblümten Kommentar auf Al-Jazeera schrieb der ehemalige CIA-Beamte Robert Grenier, dass er sich „für das schämt“, was die Palestine Papers über das Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika enthüllen. Die Vereinigten Staaten von Amerika, so sagt er, haben sich immer auf dem Weg politischer Berechnung bewegt, „auf Kosten von Anstand, Gerechtigkeit und unserer klaren langfristigen Interessen. Genauer gesagt zeigen die Palestine Papers, dass wir … von den palästinensischen Teilnehmern gefordert und sie dazu ermutigt haben, unverhältnismäßige Risiken für eine Verhandlungslösung einzugehen, und uns dann geweigert haben, ihnen dabei zu helfen, diese zu erreichen, und sie dadurch ungeschützt und verletzlich gelassen haben.“ Diese Papers „dokumentieren ein weiteres Mal ein amerikanisches Vermächtnis der Niederträchtigkeit in Palästina.“

In der Tat schändlich. Ein Leitartikel im Londoner Guardian charakterisiert das Wesen der Politik der Vereinigten Staaten von Amerika, die verfolgt worden ist seit den ersten Tagen der Obama-Administration und in Wirklichkeit seit den ersten Tagen Israels vor 63 Jahren: die Unparteilichkeit der Amerikaner, so der Guardian pointiert, „besteht darin, dass sie den Schwachen drangsalieren und dem Starken die Hand halten.“

Die Hoffnung auf eine baldige ernsthafte Änderung dieser Politik der Vereinigten Staaten von Amerika wird wohl nicht angebracht sein, aber die Palestine Papers könnten zumindest eine Diskussion darüber eröffnen, ob es klug ist, weiterhin eine Politik zu verfolgen, die praktisch jedermann auf der ganzen Welt als „Vermächtnis der Niederträchtigkeit“ erkennt.

erschienen am 25. Januar 2011 auf > Counterpunch

Hurra, die Kriegsfront steht! Ein Augenblick der Schande im Deutschen Bundestag. Wieder einmal stimmte eine Parteienübergreifende Mehrheit der Abgeordneten von über 70% der abgegebenen Stimmen für den Krieg in Afghanistan, den etwa der gleiche Prozentsatz der Bevölkerung ablehnt.

………………….WEITERLESEN!

Geheimdokumente bestätigten, dass Israel an einem Abkommen gar nicht interessiert sei, sagen Nahost-Experten. Da die USA keinen Druck ausübten, werde sich an der verfahrenen Situation auch nichts ändern.

Die palästinensische Führung war zu weitgehenden Zugeständnissen gegenüber Israel bereit, unter anderem dazu, auf Ost-Jerusalem als Hauptstadt und auf das Rückkehrrecht für fünf Millionen Flüchtlinge zu verzichten. Dies geht aus Protokollen hervor, welche der arabische Nachrichtensender al-Jazeera und der britische guardian.co.uk veröffentlichten.

«Diese Dokumente bestätigen, was wir immer dachten: Israel will keinen Frieden», sagt Gideon Levy, Journalist bei der linken israelischen Zeitung haaretz.com zu baz.ch/Newsnetz. «Israel will die besetzten Gebiete unter keinen Umständen zurückgeben. Egal, wie flexibel die Palästinenser sind, egal, was sie anbieten, es wird nie gut genug sein für Israel.» Einer der Gründe, warum Israel kein Interesse an einer Zwei-Staaten-Lösung habe, sei, dass niemand Lust habe, Hunderttausende jüdische Siedler zu evakuieren. «Es besteht ja auch kein Grund dafür», sagt Levy resigniert und spielt damit auf die USA an.

Mit Rabin starb das Interesse an Frieden

«Für Israel ist es je länger, je weniger einsehbar, weshalb es überhaupt zu einem Abkommen kommen sollten», sagt der Schweizer Nahost-Experte Erich Gysling gegenüber baz.ch/Newsnetz. «Es wird ja kein Druck von den USA ausgeübt.» Weder Benjamin Netanyahu noch Ehud Barak hätten grosses Interesse an Frieden. Dies sei mal anders gewesen. «In der Zeit von Premier Yitzhak Rabin war das Interesse an einem echten Frieden durchaus da», so Gysling. Nach Rabins Ermordung durch einen israelischen Extremisten sei das Interesse an Frieden jedoch erloschen.

Die Veröffentlichung der Papiere wird die palästinensische Führung unter Abbas zusätzlich schwächen und die Hamas eher stärken, darin sind sich Levy und Gysling einig. Mit einer neuen Intifada rechnen sie aber nicht. «Die Palästinenser haben gesehen, dass sie damit nichts erreichen», sagt Gysling. «Sie bluten noch von der letzten Intifada», sagt Levy. «Irgendwann kommt es wieder zu einer, aber erst mit der nächsten Generation.»

Verachtende Haltung der USA

Eine schwache und verzweifelte Palästinenser-Führung, unbeugsame israelische Verhandlungsführer und US-Politiker mit einer «oft verachtenden Haltung gegenüber der palästinensischen Seite», dies sei der «überwältigende Eindruck», der bei der Lektüre der vertraulichen Dokumente über ein Jahrzehnt Nahost-Friedensgespräche entstehe, schreibt der britische guardian.co.uk.

Die Palästinenser seien bereit, «das grösste Yerushalayim in jüdischer Geschichte» aufzugeben, sagte etwa der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat in einem Gespräch mit Israeli. Dass die Palästinenser-Führung bereit war, den Anspruch auf einen Teil Jerusalems aufzugeben und dazu noch das hebräische Wort für die Stadt benutzte, ist ein Schlag ins Gesicht jedes Palästinensers, schreibt guardian.co.uk. Ebenso sauer aufstossen dürfte ihnen, dass Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagte, er sei stolz, dass der ehemalige israelische Premier Ariel Sharon ihn als «Freund» bezeichne. Sharon gilt bei manchen Palästinenser nach wie vor als «Schlächter von Beirut» für seine unrühmliche Rolle, die er bei der israelischen Invasion im Libanon 1982 gespielt hatte.

Nicht einmal ein Feigenblatt

Aus den Papieren wird die zunehmende Verzweiflung der Palästinenser ersichtlich. «Wir haben unsere Road-Map-Verpflichtungen eingehalten», beklagte sich Erekat im Oktober 2009 bei George Mitchell, Barack Obamas Nahost-Beauftragtem. Sogar der Direktor des israelischen Inlandsicherheitsdienstes sei mit den Sicherheitsvorkehrungen zufrieden. Trotz umfangreicher Zugeständnisse sei Israel nicht bereit, den Palästinensern entgegenzukommen. «Sie können uns nicht einmal einen sechsmonatigen Siedlungsstopp als Feigenblatt geben», so Erekat.

«Die Dokumente machen die ständigen israelischen Beteuerungen zunichte, dass es keinen palästinensischen Verhandlungspartner gebe», steht in einem Kommentar des guardian.co.uk. Im Gegenteil, Israel werde wahrscheinlich nie mehr einen so entgegenkommenden Partner haben. Das würde die israelische Regierung aber kalt lassen, sagt Gideon Levy. «Der Friedensprozess ist seit langem so was von tot, dass die Veröffentlichung der Protokolle eh keine Rolle spielt. In zwei Tagen ist in Israel die ganze Aufregung vergessen. Echte Friedensverhandlungen wird es leider nie geben.»

Quelle

Bei allem Getöse um die Veröffentlichung der geheimen Protokolle, über die Friedensverhandlungen, durch Al-Dschasira
sollte man nicht vergessen, dass die Palästinenser, im Gegensatz zu der Regierung Israels, zu Kompromissen bereit sind.
Während man über den Umfang der Zugeständnisse streiten kann, sollte man zumindest festhalten, dass die Palästinenser zu jeder Zeit ernsthaft Frieden wollten, die Regierung Israels jedoch versucht, mögliche Einigungen mit allen Mitteln zu verhindern.

http://www.fr-online.de/politik/abbas–ueberrascht–von-berichten/-/1472596/6605510/-/index.html

http://www.fr-online.de/politik/debakel-fuer-palaestinenser/-/1472596/6722046/-/index.html

Im Krieg gedient, zu Hause ausgedient – lassen wir unsere Soldaten im Stich?, war die treuherzige Ankündigung einer Sendung, in der Politik dem Volk verklärt wird. Dabei: Reichswehrentwicklungsminister Niebel. Mit schräger Gesinnung und ganz martialisch: „Wenn ein Minister sich außerhalb von Militärlagern in Afghanistan bewegt, dann bin ich das.“ Jawoll, zu Befehl, Herr Arbeitsvermittler! Leute wie ihn braucht das Land. Kadaverdisziplin gegenüber Konzerninteressen ist das Gebot der Stunde. Mit schrägem Blick, schräger Mütze und ausgewiesenem Tunnelblick: „Es macht immer einen Unterschied, wer regiert“, vermittelt er den Eindruck, trotz fehlender Denkfähigkeit, er leiste Großes für Deutschland. Quasi als Bewerbungsschreiben für einen Burda-Bambi. Ein bunter Preis für bunte Typen.

Die Bundeswehr „dient“, wie auch der restliche Teil der Staatsbürger ohne Uniform, den Interessen der Großkonzerne, sind ihren Gesetzen unterworfen und werden bei fehlenden Weiterverwendungsmöglichkeiten für Konzerinteressen, ganz einfach ausgemustert. Genauso wie es mit dem Millionen-Heer ausgemusteter Arbeitnehmer geschehen ist. Effizienz muss sein. Das sollte sich eigentlich auch bis in die Unterhaltungsredaktionen solcher Sendungen herumgesprochen haben.

Der scheidende Thyssen-Krupp-Chef Schulz hat es begriffen.

„Schulz: Wir empfinden schon eine Situation, dass es in bestimmten Regionen dieser Welt eine Dominanz gibt einer Nation …

Barenberg: China?

Schulz: China – Sie sprechen es aus. … , der in irgendeiner Weise doch ich will nicht sagen Einhalt geboten werden muss, aber die unter Kontrolle gehalten werden muss.“

Donnerlittchen! Zum Glück ist die Bundeswehr bereits in Afghanistan, gleich um die Ecke zu China, und wird nun bald, nach Eintreten eines neuen Bündnisfalles, bis Peking durchmarschieren. Da wird den Chinesen glatt richtig bange vor so viel Schneidigkeit. Bei einer Bundeswehr,die gerade den Sprung von einer Wehrpflichtsarmee in eine Söldnerarmee getätigt hat, die ja soooo viel billiger sein soll, sollte das nun wirklich kein Problem sein. Hören wir mal, was Kurt Tucholsky schon 1919 wusste, und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder erfolgreich verdrängt wird:

„Ich besinne mich noch – und wir tuns wohl alle –, wie sehr Deutschland über die ›englischen Söldner‹ schäumte, als die zu Anfang des Krieges aufrückten. Wollt ihr nicht einmal nachlesen, was da alles stand? »Der Beste läßt sich nicht anwerben.« – »Es werden immer arbeitslose Herumlungerer sein, die für Geld fechten.« – »Kein vernünftiger und arbeitsamer Mann verläßt um eines solchen Handwerks willen seine Stellung.« Das wurde nachher übertrieben – man sprach den Söldnern nun alles ab: aber dass es wirklich nicht die besten Elemente sind, die sich für Geld anwerben lassen, ist richtig. (Wohl England! Unsre Besten liegen in fremden Ackergräben.) Es wird sich also auch bei uns alles das ansammeln, was beim Militär zu kapitulieren pflegte – das war nicht die Creme – und an diesem zusammengekauften Rudel werden abgetakelte Offiziere ihre alten schlechten Herrschaftsgelüste spielen lassen und das verderbliche Gift im Volk verbreiten helfen.“ Aus: Neuer Militarismus, Ignaz Wrobel, Weltbühne 1919

Pausenclown Matussek, vom ehNaMag, wird dann beim nächsten Einsatz bei Ann Will nicht nur den Papst als Zeuge seiner pazifistischen Gesinnung anrufen, sondern fehlende Menschenrechte, Einschränkungen westlicher Konzerninteressen und überhaupt, ist China nicht kommunistisch??? Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden.

Dabei haben wir eine Finanzkrise, nicht die Chinesen. Wir haben unsere Enkel mit Bankenrettungsbillionen hoffnungslos verschuldet, auf das es der Finanzwirtschaft gut gehe. Wir erdreisten uns, in alter imperialer Tradition, den „fairen“ Handel mit unbezahlbaren Eroberungskriegen zu verwechseln. Die Chinesen machen es intelligenter. Die geben nur einen Bruchteil von dem für militärische Abenteuer aus, was sich der glorreiche Westen so gönnt. Da bleibt natürlich mehr übrig um sich in Rohstoffmärkte einzukaufen, anstatt sie zu besetzen.

Und bei all diesen Sauereien sind die Anderen die Bösen. Wir die Guten. Ann Will ist Teil der Unterhaltungsindustrie zur Ruhigstellung aufgebrachter Gemüter. Kein Gequassel ist zu dumm um nicht gesendet zu werden. Weintrinkerkönig Brüderle mit seiner hinterfotzigen Bemerkung in einer früheren Will-Sendung: „Wir leben nicht im Kapitalismus, wir leben in der sozialen Marktwirtschaft“, mag noch seinem reichlichen Zuspruch schlechter Weine geschuldet sein. Trotzdem sollte spätestens hier auch der letzte Fürsprecher allgemeiner Verarschung bemerkt haben, dass den politischen Angestellten der Wirtschaftskonglomerate, nichts intelligentes mehr einfällt um ihre und unsere Lebenslügen aufrechtzuerhalten. Regierungen in parlamentarischen Kapitaldiktaturen verstehen sich eben als Höflinge für Reiche und Großkonzerne. Eine verschisstoide Versammlung der unteren Ebene.

Quelle

Fast 40 Prozent der Bundesbürger glauben, dass es eine geheime Weltregierung gibt. Noch mehr halten die deutsche Regierung für kriminell – und jeder Zweite ist davon überzeugt, dass wir systematisch überwacht werden.

So die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1005 Frauen und Männern im Alter ab 14 Jahren des Emnid-Instituts – exklusiv im Auftrag für Welt der Wunder.

Sowohl Emnid als auch der Auftraggeber Welt der Wunder bewerten das Ergebnis als „erschreckend und überraschend“.

Tiefes Misstrauen gegenüber dem, was Politiker als offizielle Wahrheit deklarieren, ist offenbar keine Randerscheinung: Fast 90 Prozent der Deutschen sind davon überzeugt, dass die US-Regierung die ganze Wahrheit über die Anschläge vom 11. September 2001 verschweigt, zwei Drittel halten die Bundesregierung für erpressbar.

„Ein derartiges Meinungsbild ist eine ernst zu nehmende Warnung an unsere Politiker“, sagt der Politikwissenschaftler Nils Diederich, Professor an der Freien Universität Berlin. „Ich rate der Bundesregierung sehr, darauf zu reagieren!“

Das vollständige Ergebnis der Umfrage veröffentlicht Welt der Wunder in der Ausgabe 1/2011 (EVT: 23.12.2010).

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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