Aufrufe zur Abgrenzung von der arabischen Bevölkerung

Ein öffentlicher Aufruf an jüdische Mädchen, sich vor Beziehungen mit arabischen Männern zu hüten, könnte das schwierige Zusammenleben zwischen Juden und Arabern in Israel weiter belasten und jenen ein weiteres Argument liefern, die vor wachsendem Rassismus im jüdischen Staat warnen. „Verabredet euch nicht mit ihnen, arbeitet nicht, wo sie arbeiten, und leistet keinen Zivildienst mit ihnen“, heißt es in einem Brief, den 27 Rabbinergattinnen unterzeichnet haben.

Unter den Unterzeichnerinnen befinden sich etwa die Schwiegertochter des früheren Oberrabbiners Ovadia Josseff und die Frauen einiger prominenter Rabbiner von Siedlungen im Westjordanland.

Erst vor drei Wochen hatte ein Manifest von rund 40 in Stadtverwaltungen beschäftigten Rabbinern wütende Proteste ausgelöst. Darin wurde unter Berufung auf das Religionsgesetz dazu aufgerufen, in jüdischen Wohngegenden an Nichtjuden keine Wohnungen zu vermieten oder zu verkaufen.

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