Die von Wikileaks publizierten Depeschen des US-Außenministeriums stellen ein Imperium der Schande bloß. Klar geht aus den Dokumenten hervor, dass die USA mit angeblich westlichen Werten wie Wahrhaftigkeit, Demokratie und Menschenrechten überhaupt nichts am Hut haben, es sei denn, sie sind als Waffe gegen missliebige Regierungen einzusetzbar.

Jedem halbwegs vernünftigen Menschen ist zwar schon lange klar, worauf das US-Imperium beruht, doch nun kann es jeder schwarz auf weiß nachlesen: nämlich auf Gewalt, Lügen und Spionage. Natürlich ist das für informierte Beobachter nichts neues, doch nun kann jeder nochmal schwarz auf weiß nachlesen, was für dumme und verlogene Psychopathen die Geschicke der USA leiten. Die Konsequenz von Cablegate ist, dass das in Zukunft von niemandem mehr als Verschwörungstheorie verspottet werden kann, ohne dass derjenige, der das Gegeneil behauptet, sich der Lächerkeit preisgibt.

Wie soll man sonst darauf reagieren, dass Hillary Clinton ihre Diplomaten in mindestens 30 Botschaften einerseits angewiesen hat, Dinge wie DNA-Material, Fingerabrücke, Iris-Scans, Vielfliegernummern und Passwörtern von zahlreichen hohen Persönlichkeiten einschließlich des UN-Generalsekretärs auszuspionieren und nun durch ihren Sprecher behaupten lässt, diese auf Basis einer nationalen Geheimdienstrichtlinie angeforderten Informationen seien politisch relevante Informationen, deren Sammlung zur üblichen Tätigkeit von Diplomaten gehöre, als mit der Feststellung, dass Hillary Clinton eine krankhaft verlogene und weltfremde Psychopathin ist?

Doch ihre Vorgängerin Condo Rice war auch nicht wesentlich anders. Schon während des georgischen Angriffs auf Südossetien 2008 haben ihre Diplomaten ihr in aller Deutlichkeit mitgeteilt, dass Georgien den Krieg begonnen hat, doch Condo Rice behauptete noch Monate später bewusst wahrheitswidrig, Russland habe Georgien angegriffen, so wie ihr Lügenbotschafter in Georgien es empfohlen hatte.

Noch unangenehmer dürfte Cablegate für die Lakaien der USA werden, die als Diktatoren in ihren Protektoraten die Aufgabe haben, dafür zu sorgen, dass dort “die Straße“, also das Volk, keinen Einfluss auf die Politik bekommt. Die USA haben mit praktisch allen Diktatoren des nahen Ostens konspiriert, um die Diktatoren zu stützen und Demokratie zu verhindern.

Die Fülle des Materials bringt es mit sich, dass das alles hier nur beispielhaft aufgezeigt werden kann. Doch eines ist schon jetzt klar: das muss ernste Konsequenzen für den Verbrecherstaat USA und seine Vasallen haben. Am Vernünftigsten ist es vermutlich, überall auf der Welt energisch die Schließung der Spionagezentren zu fordern, die die USA Botschaften nennen, wofür der Iran auf seinem Staatsgebiet richtigerweise bereits vor 30 Jahren gesorgt hat.

Quelle

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