Washington ist zu einem militärischen und politischen Fiasko in Afghanistan verdammt, weil die USA nach neun Jahren Präsenz im Land völlig entkräftet sind. Das geht aus einer am Samstag im Internetportal „Stimme des Dschihad“ veröffentlichten Erklärung der Taliban hervor.

„In den vergangenen neun Monaten versuchen sie (Amerikaner), auch nur einen geringen militärischen oder politischen Fortschritt in Afghanistan zu erzielen. Dabei nutzen sie alle zur Verfügung stehenden Propaganda-Instrumente, um die Mudschaheddin zu entzweien. Die Besatzer, die von der Bevölkerung nicht mehr unterstützt werden, fliegen nun Teppichbombardements und töten wahllos friedliche Einwohner“, heißt es in der Erklärung.

Derartige Handlungen hätten Empörung tausender Familien in afghanischen Dörfern ausgelöst. Die Mudschaheddin nutzten immer mehr Diversionsmethoden im Kampf gegen die Besatzer. Der Gegner habe nicht einmal die leiseste Ahnung, über welche militärische Kräfte die Taliban verfügten.

Die jüngsten militärischen Niederlagen der USA unter anderem in Kandahar hätten bereits einen Rückgang der Popularität von Präsident Barack Obama zur Folge. Der Mythos über die militärische Überlegenheit der Amerikaner in Afghanistan schwinde schnell. „Nach neun Jahren Okkupation werden die Besatzer gezwungen, den Weg zu gehen, den zuvor andere gehen mussten, die vor den Amerikanern ins Land gekommen waren… Washington sollte jetzt lieber daran denken, wie es das Leben seiner Soldaten retten wird“, heißt es in der Erklärung.

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