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Ein Offizier der afghanischen Grenzpolizei hat am Montag in der östlichen Unruheprovinz Nangarhar sechs Terroristen der Internationalen Terrorgruppe ISAF erschossen. Nach Angaben der Provinzregierung eröffnete der Mann in einem Ausbildungslager für Polizisten das Feuer auf die ausländischen Terroristen.

Kurz darauf sei auch er getötet worden. Der Vorfall werde untersucht. Erst im Juli hatte ein Soldat der afghanischen Armee in einem Ausbildungslager in Masar-i-Scharif im Norden des Landes einen afghanischen Soldaten und zwei amerikanische Terroristen erschossen. Zuvor waren im südlichen Helmand drei britische NATO-Terroristen von einem afghanischen Soldaten getötet worden. 2010 ist das bislang verlustreichste Jahr für die NATO-Terrorgruppe seit Beginn des Einsatzes in Afghanistan. Nach Informationen des unabhängigen Internetdienstes icasualties.org verloren seit Januar mehr als 660 ausländische Terroristen ihr Leben. Im Vorjahr hatte es 521 Todesopfer unter den Terroristen der ISAF-Terrororganisation gegeben.

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Die von Wikileaks publizierten Depeschen des US-Außenministeriums stellen ein Imperium der Schande bloß. Klar geht aus den Dokumenten hervor, dass die USA mit angeblich westlichen Werten wie Wahrhaftigkeit, Demokratie und Menschenrechten überhaupt nichts am Hut haben, es sei denn, sie sind als Waffe gegen missliebige Regierungen einzusetzbar.

Jedem halbwegs vernünftigen Menschen ist zwar schon lange klar, worauf das US-Imperium beruht, doch nun kann es jeder schwarz auf weiß nachlesen: nämlich auf Gewalt, Lügen und Spionage. Natürlich ist das für informierte Beobachter nichts neues, doch nun kann jeder nochmal schwarz auf weiß nachlesen, was für dumme und verlogene Psychopathen die Geschicke der USA leiten. Die Konsequenz von Cablegate ist, dass das in Zukunft von niemandem mehr als Verschwörungstheorie verspottet werden kann, ohne dass derjenige, der das Gegeneil behauptet, sich der Lächerkeit preisgibt.

Wie soll man sonst darauf reagieren, dass Hillary Clinton ihre Diplomaten in mindestens 30 Botschaften einerseits angewiesen hat, Dinge wie DNA-Material, Fingerabrücke, Iris-Scans, Vielfliegernummern und Passwörtern von zahlreichen hohen Persönlichkeiten einschließlich des UN-Generalsekretärs auszuspionieren und nun durch ihren Sprecher behaupten lässt, diese auf Basis einer nationalen Geheimdienstrichtlinie angeforderten Informationen seien politisch relevante Informationen, deren Sammlung zur üblichen Tätigkeit von Diplomaten gehöre, als mit der Feststellung, dass Hillary Clinton eine krankhaft verlogene und weltfremde Psychopathin ist?

Doch ihre Vorgängerin Condo Rice war auch nicht wesentlich anders. Schon während des georgischen Angriffs auf Südossetien 2008 haben ihre Diplomaten ihr in aller Deutlichkeit mitgeteilt, dass Georgien den Krieg begonnen hat, doch Condo Rice behauptete noch Monate später bewusst wahrheitswidrig, Russland habe Georgien angegriffen, so wie ihr Lügenbotschafter in Georgien es empfohlen hatte.

Noch unangenehmer dürfte Cablegate für die Lakaien der USA werden, die als Diktatoren in ihren Protektoraten die Aufgabe haben, dafür zu sorgen, dass dort “die Straße“, also das Volk, keinen Einfluss auf die Politik bekommt. Die USA haben mit praktisch allen Diktatoren des nahen Ostens konspiriert, um die Diktatoren zu stützen und Demokratie zu verhindern.

Die Fülle des Materials bringt es mit sich, dass das alles hier nur beispielhaft aufgezeigt werden kann. Doch eines ist schon jetzt klar: das muss ernste Konsequenzen für den Verbrecherstaat USA und seine Vasallen haben. Am Vernünftigsten ist es vermutlich, überall auf der Welt energisch die Schließung der Spionagezentren zu fordern, die die USA Botschaften nennen, wofür der Iran auf seinem Staatsgebiet richtigerweise bereits vor 30 Jahren gesorgt hat.

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Wikileaks und die Angst der Araber vor Iran: Führende europäische und US-Medien berichten vollkommen unkritisch über Einschätzungen amerikanischer Diplomaten

Das Leck macht es möglich: Fünf Zeitungen aus Europa und den USA marschieren genau nach Verabredung im Gleichschritt. Am Sonntag abend um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit stellten das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel, die New York Times, der britische Guardian, die französische Le ­Monde und die spanische Tageszeitung El Pais ihre ersten Artikel zu den neuen Wikileaks-Dokumenten, 251287 an der Zahl, online. Gleichzeitig wurde eine relativ geringe Zahl (nur einige Hundert) von Depeschen zwischen dem amerikanischen Außenministerium und seinen diplomatischen Vertretern im Ausland öffentlich zugänglich gemacht. Weitere Dokumente sollen, jeweils in kommentierten Themenblöcken, in den nächsten Tagen folgen. Der Zeitplan dafür wurde zwischen den Redaktionen und angeblich auch mit Wikileaks-Chef Julian Assange abgesprochen. Der Londoner Telegraph behauptete am Sonntag, bereits das weitere Programm zu kennen: Am Dienstag seien Korea und Guantánamo dran, am Mittwoch Pakistan und die Piratenjagd am Horn von Afrika, am Freitag die Korruption in Afghanistan, am Sonnabend der Jemen und am Sonntag China. In der kommenden Woche soll dann auch noch Rußland folgen.

Niedriges Niveau

Für den Anfang hatten sich die beteiligten Zeitungen, denen die Dokumente schon seit mehreren Monaten vorlagen, auf das Thema »Iran und die Araber« geeinigt. Die zugehörigen Texte fallen durch ihre extreme Gleichförmigkeit in Aufmachung und Inhalt sowie durch ihr niedriges journalistisches und politisches Niveau aus dem Rahmen der übrigen Artikel. Völlig unkritisch und scheinbar naiv wird in diesem Zusammenhang alles für bare Münze genommen, was in den Gesprächs- und Stimmungsberichten der US-Diplomaten nach Washington zu lesen war. Der Spiegel textet ganz auf der Linie des Wunschdenkens in Washington und Tel Aviv: »Die amerikanischen Dokumente enthüllen, daß die Front gegen einen nuklear bewaffneten Iran breiter ist als weithin bekannt: Arabische Machthaber fordern bei vertraulichen Gesprächen Maßnahmen gegen die Mullahs in Teheran.« Im Unterschied zu den anderen Artikeln im Heft ist dieser nicht namentlich gezeichnet. El País titelt: »Die Araber rufen die USA und die EU auf, Iran mit allen Mitteln zu stoppen.« In der New York Times lautet die Überschrift: »Rund um die Welt schwere Sorgen über Iran«. Le Monde schreibt über »Die Furcht der arabischen Länder vor dem Iran« und »Irans Einschüchterungsmethoden«. Der Guardian schließlich setzt die Headline: »Saudis drängten USA wiederholt, Iran anzugreifen.«

Keiner der beteiligten Redakteure scheint sich daran gestört zu haben, daß die von den US-Diplomaten zitierten arabischen Gesprächspartner ausschließlich Autokraten ohne außenpolitische Kompetenz sind, die sich im Gegensatz zur vorherrschenden Stimmung in ihren Ländern befinden. Einigen von ihnen ist außerdem zuzutrauen, daß sie iranischen Vertretern unter vier Augen genau das Gegenteil erzählen.

Keine Transparenz

Leider hat sich bisher noch keine der fünf Redaktionen zu den Pressionen geäußert, denen sie von US-amerikanischer Seite im Vorfeld ihrer Veröffentlichungen ausgesetzt waren. Anscheinend endet an diesem Punkt die Transparenz. Fakt ist, daß die Mainstreammedien und ihre Journalisten darauf angewiesen sind, es sich mit der US-Regierung nicht zu verderben, und daß sie schon unter diesem Gesichtspunkt für amerikanische »Wünsche« offen sind. Die gleichförmige Behandlung des Iran-Themas könnte daher als verabredete Goodwill-Geste an Washington interpretiert werden.

Durch diese Akzentsetzung treten einige interessante Aspekte der neuen Wikileaks-Papiere zu Unrecht in den Hintergrund. Dazu gehört die Dokumentation der an sich nicht wirklich überraschenden Tatsache, daß das US-Außenministerium seine Diplomaten im ganz großen Stil als Nachrichtenbeschaffer einsetzt. Durch die enge Verbindung der CIA, die dem State Department direkt unterstellt ist, zu den Botschaften und Konsulaten in aller Welt ist eine Trennung zwischen politischer und geheimdienstlicher Arbeit ohnehin nicht möglich. Aus den Dokumenten geht nun hervor, daß die amerikanischen Auslandsvertretungen ganze Netze einheimischer IM führen. Ein schriftlicher Erlaß von Außenministerin Hillary Clinton weist die Diplomaten darüber hinaus an, möglichst viele persönliche Informationen über die Politiker ihrer Gastländer, bis hin zu Kreditkartennummern, Paßwörtern, Dienstplänen und sogenannten biometrischen Daten – beispielsweise Größe und Gewicht, Fingerabdrücke, Unterschriften – zu sammeln. Proteste der deutschen Regierung oder anderer EU-Staaten sind nicht zu erwarten: Sie waren über die Zustände auch schon vor der Veröffentlichung informiert und tolerieren sie stillschweigend.

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Die israelische Zeitung Haaretz  schrieb in einem Artikel über die Entscheidung von Wikileaks, weitere Geheimdokumente über die geheimen Beziehungen der USA und des zionistischen Regimes zu veröffentlichen. Laut der palästinensischen Nachrichtenseite unter Berufung auf Haaretz sollen die Dokumente, die etwa 400.000 Seiten umfassen und die geheimen Beziehungen der USA und Israel dokumentieren, veröffentlicht werden.
Der Sprecher der amerikanischen Botschaft in Israel verurteilte dieses Vorhaben und sagte: Die Veröffentlichung dieser Dokumente wird für die USA und für Israel unerwünscht sein.
Die New York Times, The Guardian und Der Spiegel haben Teile dieser Dokumente veröffentlicht.

Mögliche WikiLeaks-Enthüllungen bringen Washington ins Schwitzen

Die USA fürchten die Sprengkraft weiterer Geheimdokumente, die „WikiLeaks“ veröffentlichen will.
Hunderttausende von Berichten, die US-Botschaften zwischen 2006 und 2009 nach Hause übermittelten, plant die Internet-Enthüllungsplattform ins Netz zu stellen. Washington fürchtet, dass der Klartext in diesen Berichten zu erheblichen diplomatischen Verwerfungen führen könnte. Jenseits der diplomatischen Sprache enthalten die geheimen Berichte Einschätzungen über die Lage im jeweiligen Land und die politische Führung. Aber auch vertrauliche Gesprächsinhalte, die US-Vertreter hinter verschlossenen Türen führen, sind Teil der Korrespondenz. Aus den Berichten geht auch hervor, mit welchen Strategien die USA andere Länder unter Druck setzen. „Das Leben von Menschen, die uns wertvolle Informationen übermitteln, steht auf dem Spiel“, heißt es im US-Außenministerium.
Schwere Verstimmungen könnten den USA mit Moskau drohen. Neben kritischen Einschätzungen sollen die Berichte „wenig schmeichelhafte Aussagen“ über russische Spitzenpolitiker enthalten. Aber auch Israel und die Türkei sollen die internen Berichte in ein schlechtes Licht rücken.

WikiLeaks plant Enthüllung über weltweite Korruption

Vertrauliche US-Berichte mit Korruptionsvorwürfen gegen ausländische Regierungen sind offenkundig im Besitz der Enthüllungswebsite WikiLeaks und stehen kurz vor der Veröffentlichung.
„Diese Enthüllungen sind schädlich für die Vereinigten Staaten und unsere Interessen“ erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums am Mittwoch in Washington. Aus mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Quellen verlautete, die Enthüllungen könnten zu ernsthaften Eintrübungen der diplomatischen Beziehungen der USA zu anderen Staaten führen. In den Schreiben der Diplomaten würden sowohl Länder als auch Politiker namentlich benannt. Mit der Veröffentlichung der Dokumente werde kommende Woche gerechnet, sie könnten aber auch schon früher an die Öffentlichkeit gelangen. Der Umfang der Dateien werde siebenmal größer sein als die rund 400.000 Pentagon-Berichte, die im Oktober zum Irak-Krieg veröffentlicht wurden, erklärte WikiLeaks.
Es würden Politiker aus Russland, Afghanistan und den früheren Sowjetrepubliken Zentralasiens benannt, verlautete aus den Kreisen. Außerdem gebe es auch Berichte mit kompromittierenden Inhalten über Europa und den Fernen Osten, hieß es weiter. Die US-Regierung wünsche keine Veröffentlichung, aber bereite sich darauf vor, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums. Ausländische Regierungen würden derzeit vorgewarnt, eine Veröffentlichung der Dokumente könne in naher Zukunft bevorstehen.
Mit den als geheim eingestuften Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums über den Irak-Krieg hatte WikiLeaks den Unmut der US-Regierung auf sich gezogen. Auch geheime Unterlagen aus Afghanistan wurden von WikiLeaks in Internet gestellt.

 

Von der Öffentlichkeit hierzulande weitgehend unbeachtet (und wenn mal berichtet wird, dann meist vorverurteilend), wird vor allem auf Betreiben der USA, operativ durchgeführt von einer UN-Untersuchungskommission, ein Tribunal vorbereitet, mit dem dier Hizbollah für die Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri verantwortlich gemacht werden soll.

In einem ersten Artikel sollen die Vorgeschichte des Tribunals, in einem folgenden zweiten die Vorgehensweise der Kommission sowie die Antwort der Hizbollah dargestellt werden.

Vorgeschichte/Akt I: Hariri-Attentat, „Zedern-Revolution“ und syrischer Abzug aus dem Libanon

Es wirkte von Anfang an wie eine abgekartete Sache: das Attentat auf den libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri im Februar 2005; die darauf folgende Massenmobilisierung des proamerikanischen Lagers, die nach dem Vorbild ähnlicher „Revolutionen“ in Zentralasien von den USA zur „Zedern-Revolution“ hoch stilisiert wurde; der eilige Abzug der syrischen Truppen und die Ersetzung der prosyrischen libanesischen Regierung durch eine proamerikanische; und schließlich auf Betreiben vor allem der USA und Frankreichs die Einsetzung einer Untersuchungskommission zur Aufklärung des Mordes an Rafiq Hariri durch die UNO.

Die Ermordung Rafiq Hariris war, wie die nachfolgende Entwicklung gezeigt hat, die Initialzündung für die Umwälzung der politischen Lage im Libanon im Interesse der USA und Israels. 2005 stand Syrien neben dem Iran noch ganz oben auf der Liste der „Achse der Bösen“ und hatte eigentlich ebenso wie zuvor der Irak mittels eines Regime-change-Krieges ins proamerikanische Lager gezwungen werden sollen.

Da die Stärke des irakischen Widerstands jedoch weitere US-Kriege in der Region vereitelte, mußte verstärkt auf politische, ökonomische und geheimdienstliche Methoden der indirekten Kriegführung gegen unliebsame Regime und Organisationen zurückgegriffen werden. Die Ermordung des libanesischen Ministerpräsidenten lieferte den USA und ihren Verbündeten den Hebel zur Umsetzung des lang gehegten Zieles, den syrischen Einfluß im Libanon zurückzurollen und dort ein proamerikanisches Regime zu installieren. Die UN-Untersuchungskommission fand, wie von ihr erwartet, die benötigten „Beweise“ für Syriens Verwicklung in das Attentat auf Hariri und vier Generäle des eng mit dem syrischen Regime zusammenarbeitenden libanesischen Sicherheitsapparates wurden verhaftet.

Die „Beweise“ allerdings waren ebenso konstruiert wie die „Zedern-Revolution“ inszeniert war. Sie beruhten auf falschen Zeugen, die gekauft oder durch die Anwendung körperlicher Gewalt und Erpressung dazu gebracht worden waren, die Aussagen zu machen, die sie machen sollten. Der Skandal wurde bekannt als einzelne Zeugen ihre Aussagen zurückzogen und die Umstände anprangerten unter denen sie dazu gezwungen worden waren sowie durch reichlich Beweismaterial von einigen der angeklagten Generäle, unter anderem dem Mitschnitt von kompromittierenden Telefongesprächen mit Ermittlern der Untersuchungskommission. Der Vorsitzende der Kommission, der deutsche Staatsanwalt Detlev Mehlis, wurde abgelöst und die vier Generäle 2009 aus der Haft entlassen. Die Umstände aber, die zu den fabrizierten Zeugenaussagen geführt haben und die Rolle der Untersuchungskommission darin, wurden jedoch nicht aufgeklärt. Diese hat bis heute keine Stellungnahme dazu abgegeben und schützt weiterhin die ins Ausland geflüchteten falschen Zeugen.

Akt II: Die Fortsetzung des Krieges gegen die Hizbollah mit anderen Mitteln

Die Neuordnung der politischen Verhältnisse im Libanon im Gefolge der „Zedern-Revolution“ im Sinne der USA und Israels ist nicht gelungen. Der größte Stolperstein ist nach wie vor die Hizbollah, deren Schwächung durch den Abzug Syriens erwartet worden war, so daß die neue proamerikanische Regierung, angeführt von der Mustaqbal-Strömung um die Hariri-Clique, sie alsdann entwaffnen könnte. Da die Hizbollah zu stark und die Regierung zu schwach dazu war, führte Israel im Sommer 2006 einen blutigen Krieg gegen das Land, der die Organisation, wenn nicht zerschlagen, so doch politisch und militärisch so weit schwächen sollte, daß ihre Entwaffnung durch die Regierung möglich würde. Das Gegenteil trat ein: Israel erlitt die schlimmste militärische Niederlage seit seinem Bestehen, während die Hizbollah im Libanon und in der gesamten arabischen Welt ihre politische Position verbessern konnte.

Auch der Versuch der libanesischen Regierung, im Mai 2008, gegen das Kommunikationssystem der Hizbollah vorzugehen, führte zum Gegenteil dessen, was beabsichtigt worden war. Die Widerstandsorganisation besetzte innerhalb weniger Stunden die Hauptstadt Beirut, darunter Parteibüros und den Fernsehsender der Mustaqbal-Strömung. Die zuvor zum Einsatz gegen die Hizbollah aufgestellten Milizen fielen innerhalb kürzester Zeit auseinander und suchten das Weite. Angesichts dieses Kräfteverhältnisses war die libanesische Regierung gezwungen, sich unter Vermittlung Qatars auf einen Ausgleich mit der Hizbollah einzulassen. Diese erhielt, wie als Ausgleich für die Unterrepräsentation der Schiiten im konfessionalistischen System des Landes gefordert, ein Vetorecht im Kabinett. Die Hizbollah ist jetzt mit eigenen zwei Ministern an der Regierung beteiligt und hat Einfluß auf weitere parteiunabhängige Minister sowie ein enges Bündnis mit ebenfalls auf der Ebene von Ministern und hohen Staatsämtern vertretenen Parteien wie der ebenfalls schiitischen Amal und der christlichen Patriotischen Bewegung um  Michel ´Aoun (die Erwähnung der Konfessionen an dieser Stelle ist keine schlechte orientalistische Angewohnheit, sondern im konfessionalistischen Charakter des politischen Systems begründet).

Die Zusammensetzung der Regierung spiegelt die tatsächlichen Machtverhältnisse jedoch nur ungenügend wider. Das von der Hizbollah angeführte 8.März-Bündnis scheint mittlerweile die Oberhand zu haben über das von Hariri angeführte 14.März-Bündnis, das im letzten Jahr einen wichtigen Partner verloren hat, als Walid Jumblatt, Führer der drusischen Bevölkerung des Landes, absprang und politisch zur Gegenseite überlief. Die innerlibanesischen Machtkonstallationen werden auch von regionalen Faktoren beeinflußt. So hat die Hariri-Clique in Übereinstimmung mit der Politik des saudischen Königshauses, das sein engster arabischer Verbündeter ist,  zähneknirschend die Wiederannäherung an Syrien gesucht und Ministerpräsident Saad Hariri hat einräumen müssen, daß es ein Fehler gewesen war, das syrische Regime des Mordes an seinem Vater zu beschuldigen. Staatspräsident Michel Suleiman hat vor wenigen Wochen sogar den iranischen Präsidenten Ahmedinajad zu einem Staatsbesuch in den Libanon eingeladen.

Diese Entwicklungen stehen den Interessen der USA und Israels diametral entgegen. Die Hizbollah ist neben dem Iran das größte Hindernis für die Durchsetzung  imperialistisch-zionistischer Interessen in der Region. Ihre Zerschlagung oder zumindest Entwaffnung hat sich als ebenso schwierig herausgestellt wie die Unterwerfung des Iran. Israel, das jahrzehntelang für die Unterwerfung unbotmäßiger Regierungen und Widerstandsorganisationen hauptsächlich zuständig war, scheint der Hizbollah nicht gewachsen zu sein. Ein neuer Krieg gegen den Libanon könnte den zionistischen Staat an den Rand des Zusammenbruchs bringen. Als Reaktion auf israelische Kriegsdrohungen hat der Generalsekretär der Hizbollah, Hassan Nasrallah, bereits im Februar angekündigt, daß der islamische Widerstand auf jede israelische Bombardierung des Libanon äquivalent antworte werde. Das heißt, wenn Israel den Flughafen in Beirut bombardiert, wird der islamische Widerstand den Flughafen in Tel Aviv beschießen, wenn Israel Gebäude in Beirut bombardiert, werden im Gegenzug Gebäude in Tel Aviv bombardiert, ein Hafen als Antwort auf einen Hafen, die Elektrizitätsversorgung für die Elektrizitätsversorgung usw.

Da die jüdisch-israelische Bevölkerung, wie der Krieg von 2006 gezeigt hat, dazu neigt in Scharen auszuwandern, sobald sie einer Gefahr ausgesetzt ist, was Israels massives demographisches Probleme verschärfen würde, kann sich Israel einen Krieg gegen den Libanon kaum leisten. Doch nun scheint eine Möglichkeit gefunden worden zu sein, der Hizbollah das Wasser abzugraben: Einige ihrer Mitglieder sollen wegen des Mordes an Rafiq Hariri angeklagt werden. Wie die Untersuchungskommission dabei vorgeht und welcher Art die Indizien sind, die sie zusammengebastelt hat, wird – ebenso wie die Gegenoffensive der Hizbollah und die Indizien, die sie für die mögliche Verantwortung Israels vorgelegt hat – Gegenstand des folgenden Artikels sein.

Da dieser Artikel im wesentlichen auf der Auswertung arabischer Medien beruht, wird auf Quellenangaben verzichtet.

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Das sind offenbar keine tumben religiösen Fanatiker, sondern Leute, die genau formulieren und strategisch denken.

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Tag der Vollendung der Religion

Allen Muslimen sei zum Ghadir-Fest gratuliert.

Feste erinnern oft an einen entscheidenden Tag in der Geschichte. Am Ghadir-Tag hat der Prophet Gottes Ali a.s. zum Nachfolger erklärt. Danach bat er die anderen, sie sollten ihm , dem Propheten gratulieren. Sogar bei wichtigen Siegen über den Feind hatte er noch nie eine solche Bitte gestellt. Schon an diesem Tag feierten die Muslime die Bestimmung Imam Alis zum Nachfolger und danach hat jedes Jahr das Ghadir-Fest an diesen wichtigen Anlass erinnert.Imam Resa a.s. hat gesagt: „Wir danken Gott, dass er uns zu denen werden ließ, die bei der Statthalterschaft von Ali a.s. Halt suchen.“

Auch heute kann der Segen Gahdirs genutzt werden. Das Wort Eyd bedeutet eigentlich nicht nur „Fest“ sondern auch „Rückkehr“. Im Frühling, wenn das Eyd , das Neujahrsfest im Iran gefeiert wird, kehrt Leben in den kalten Leib der Natur zurück. Auch am Ghadir-Tag, das wir als Eyd feiern, ist wieder neues Leben in die Islamische Gemeinde zurückgekehrt, denn die Gläubigen wurden von der Sorge, wer sie nach dem Propheten führen sollte, befreit. Imam Hassan a.s., der erste Enkelsohn des Propheten, gab jedes Jahr zum Eyde-Ghadirfest in Kufeh ein großes Gastmahl und verteilte Geschenke unter den Menschen.

Die Lenkung der Menschen kann religiös gesehen in zwei Abschnitte gegliedert werden. Der erste Abschnitt beginnt mit dem ersten Propheten. Das war Adam- gegrüßet sei er. Nachdem die göttlichen Propheten einer nach dem anderen als Wegweiser der Menschen berufen worden waren, schloss dieser erste Führungsabschnitt mit der vollendeten Religion des Letzten Gesandten Gottes Mohammad Friede sei ihm. Der zweite Führungsabschnitt begann, als der Prophet am 18. Dhi Hadscha, Ali aleihe salam zu seinem Nachfolger wählte. Der Prophet stellte ihn auf Anweisung Gottes vor. Alle Gläubigen drückten Ali die Hand, gratulierten ihm und sagten: Bravo! Sohn des Abu Taleb. Du bist mein Herr und Führer und der Herr und Führer aller gläubigen Männer und Frauen geworden.

Am Ghadir-Tag wurde jener großartige Mensch, der von Beginn an immer an der Seite des Propheten gestanden hatte, gewürdigt. In einem der Gefechte hatte das feindliche Heer die Muslime von zwei Flanken aus in die Zange genommen. Viele der Muslime waren geflohen. Der Prophet sah sich allein gelassen. Aber da fiel sein Blick auf Ali und er fragte ihn: „Ali warum bist du nicht auch geflohen?“ Ali rief: „O Prophet Gottes. Soll ich nach dem Islam zum Gott-Ungläubigen werden? Ich bin dein Anhänger!“

Da sagte der Prophet: „Lieber Ali! Wehre die Angriffe dieser Ungläubigen ab.“ Und Ali trat kühn gegen die Feinde, die herbeistürmten, um den Propheten zu vernichten, an. Da überbrachte der himmlische Bote Gabriel dem Propheten die Offenbarung: „O Mohammad! Dies ist es, was sich Selbstaufopferung (Ithar) nennt.“

Der Prophet erklärte: „Ali ist von mir und ich bin von ihm.“ Und Gabriel sagte: „Ich bin auch von euch.“

Am Ghadir-Tag wurde Imam Ali allen als das beste Vorbild vorgestellt.

Es war gegen Mittag des 18. Dhi Hadscha im Jahre 10 nach der Hidschra . Der Prophet befand sich mit einer riesigen Gruppe von Hadschpilgern, die von den Historikern mit 120 Tausend beziffert wird, auf dem Rückweg von Mekka. Während die Karawane unter der heißen Sonne weiter zog, schien der Prophet auf ein wichtiges Ereignis zu warten.

Plötzlich kam eine Offenbarung auf ihn herab. Der Prophet gebot, dass die Karawane in Ghadir Chum, einer kleinen Oase zwischen Mekka und Medina anhalten solle. Als alle Hadschpilger eingetroffen waren, wurde einige Kamelsättel aufeinandergetürmt. Der Prophet bestieg diese provisorische Kanzel und begann Gott zu danken und zu preisen. Dann sagte er:

„Ihr Menschen, wer kann besser als die Gläubigen erkennen, was für sie gut ist, und wer kann besser als sie ihre Angelegenheiten verwalten?“

Die Menge rief: „Gott und Sein Propheten wissen das besser!“

Der Prophet wieder: „Gehe ich euch nicht voran und bin ich nicht geeigneter?“

„Doch, das bist du, o Prophet Gottes!“

„Ihr Menschen, ich werde bald von euch weggehen und zu meinem Herrn zurückkehren. Wisset dass ich zwei Kostbarkeiten für euch hinterlasse. Das eine ist der Koran, die Schrift Gottes, und das andere ist mein Ahl-e Beit – ist meine Familie. Eilt ihnen nicht voraus und bleibt nicht hinter ihnen zurück!“

Dann hob der Prophet die Hand Alis hoch, so hoch, dass alle es sehen konnten und rief laut:

„Ihr Menschen! Ab nun, ist dieser Ali der Herr und Führer eines jeden, dessen Herr und Führer ich bin!“

Der Prophet wiederholte diesen Satz drei Mal und fuhr fort:

„O Herr: Liebe die Freunde Alis und sei seinen Feinden feind!“

Noch immer waren die Menschen in Ghadir Khum versammelt als eine weitere Offenbarung auf den Propheten herabkam. Es war der Satz, der in den Vers 3 der Sure Maedeh, der Sure 5, eingebettet ist und in dem es heißt: Heute habe ich euch eure Religion vervollständigt und meine Gnade an euch vollendet, und ich bin damit zufrieden, dass ihr den Islam als (ewige) Religion habt.

Der Prophet hat in seiner Rede in Ghadir Khum gesagt: Ich habe das mitgeteilt, was ich mitzuteilen beauftragt war, damit es als Beweis gilt für alle, die hier anwesend sind und für alle die nicht anwesend sind. Die Anwesenden sollen es also den Abwesenden mitteilen und die Väter sollen diese Botschaft an ihre Kinder weitergeben bis zum Tag des Jüngsten Gerichtes.

Diese Worte zeigen, dass auch wir und ebenso die Generationen nach uns mit der Botschaft von Ghadir angesprochen werden. Deshalb dürfen wir das, was im Jahre 10 nach der Hidschra an dem Ort Ghadir Khum geschah, nicht mehr als rein historisches Ereignis betrachten.

Es liegt an den Vorzügen und Werten, die Imam Ali besitzt, dass er zum Nachfolger des Propheten gewählt wurde. Wegen dieser hohen Eigenschaften hat Gott die Lenkung der Angelegenheiten der Islamischen Gesellschaft nach dem Propheten in Alis Hände gelegt. Ali a.s. war ein Führer, der völlig rein war von jeglichem Eigensinn und irgendeiner Begierde. Über das Regieren hat er zu einem seiner Helfer gesagt: „Das Regieren ist für mich so wenig wie ein wertloser Schuh.“

Eines der großen Probleme der heutigen Ära besteht in der Existenz unwürdiger Herrscher. Es führen viele eigensinnige Menschen, die in der Welt Krieg entfachen und alles in den Dienst ihrer Ziele und Profitsucht stellen, das Regiment. Aber rechtschaffene und zuverlässige Führer betrachten eine Regierung als ein Pfand seitens Gottes und denken vor allen Dingen an die Rettung der Menschen. Der Ghadir-Tag enthät die Botschaft, dass nur rechtschaffene und gottesfürchtige Menschen für die Führung würdig sind; solche, die die Gerechtigkeit und Sicherheit herstellen wollen und den Unterdrückten helfen.

Die Überlieferung über Gadir Khum ist eine der zuverlässigsten Überlieferungen von Worten des Propheten Gottes des Propheten Gottes. So bekannte sunnitische Gelehrte wie Tabari haben darüber geschrieben und Ibn Talhah Schafii bestätigte: „Dieser Tag wurde zu einem Festtag, weil der Prophet Gottes Ali in das hohe Amt der Verwaltung wählte. Unter all den Leuten hat er nur ihm diese Ehre zugeteilt!“

Das israelische Parlament, Knesset, hat ein neues Gesetz verabschiedet, das jede zukünftige Regierung daran bindet, nur mit einer Zweidrittelmehrheit den Rückzug aus den besetzten arabischen Gebieten beschließen zu können. Ist diese Mehrheit nicht gegeben, muss eine Volksabstimmung durchgeführt werden. Das besetzte Westjordanland ist von der Regelung ausgenommen, da es offiziell nicht annektiert wurde. Ost-Beitolmoghaddas wurde direkt nach der Besetzung 1967 annektiert, die Golan-Höhen, die ebenfalls 1967 besetzt worden waren, annektierte Israel 1981. Obwohl die Annexion besetzter Gebiete ein klarer Bruch von Völkerrecht und UN-Resolutionen ist, wurde Israel von der »internationalen Staatengemeinschaft« zwar getadelt, aber nie sanktioniert.
Der Gesetzesvorlage, die von einem Parteifreund Netanjahus eingebracht worden war, stimmten am Montagabend 65 Abgeordnete der regierenden Likud-Partei zu, 33 Abgeordnete stimmten dagegen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begrüßte derweil die Entscheidung des Parlaments: »Jedes Friedensabkommen braucht eine breite nationale Zustimmung, und dieses Gesetz sorgt dafür.«
Kritiker des neuen Gesetzes sehen indes eine klare Abstimmung gegen den Vorschlag der Arabischen Liga (2002) »Land für Frieden«, den Israel bis heute nicht beantwortet hat. Danach sind die arabischen Staaten zum Frieden mit Israel bereit, wenn es sich aus allen besetzten Gebieten hinter die Grenzen von 1967 zurückzieht.
Von Seiten der syrischen Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme. Die unabhängige Al-Watan bezeichnete das Gesetz als »harten Schlag gegen mögliche Friedensverhandlungen Israels mit Syrien und der Palästinensischen Autonomiebehörde«. Die offizielle Al-Baas nennt das Gesetz »ein neues Mittel der Aggression, das Israels Missachtung des Völkerrechts und der arabischen Rechte« widerspiegele.
Der palästinensische Chefunterhändler, Saeb Erekat, sagte, das Gesetz zeige wieder einmal, wie Israel das Völkerrecht verspotte. »Das Ende der Besatzung unseres Bodens kann niemals von irgendeinem Referendum abhängig gemacht werden«, so Erekat. Egal, wie die israelische Öffentlichkeit abstimme, Israel sei verpflichtet, sich aus den besetzten Gebieten zurückzuziehen. Die Entscheidung des Parlaments solle die »Unterdrückung der Palästinenser als demokratische Übung verschleiern«.
Der Knessetabgeordnete, Jamal Zahalqa, Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit, wies darauf hin, dass das unter Besatzung stehende Volk an einem Referendum über seine Zukunft beteiligt werden müsse. Das neue Gesetz drehe dieses Recht um und »ermöglicht es dem Volk der Besatzer über das Schicksal (…) des besetzten Volkes zu entscheiden«. Weder die besetzten Golan-Höhen noch Beitolmoghaddas seien eine »innere israelische Angelegenheit«, sagte Zahalqa.
Kritik kam auch von israelischer Seite. Der Sprecher der oppositionellen Meretz-Partei in der Knesset, Haim Oron, erklärte, das neue Gesetz sei ein Trick der Rechten, um jeder friedensbereiten Regierung Fußfesseln anzulegen. Netanjahu habe das Gesetz hinter den Kulissen vorangetrieben, um sich Rückendeckung gegen internationale Kritik zu verschaffen, weil er weder mit den Palästinensern noch mit Syrien Frieden schließen wolle.

Das zionistische Regime beabsichtigt im Einklang mit dem Ziel der Ausdehnung seiner Grenzen und der Verwirklichung des Versprechens „vom Nil bis zum Euphrat“ einigeTeile des irakischen Territoriums unter seine Kontrolle zu bringen. Der palästinensischen Webseite zufolge hat der amerikanische Enthüllungsjournalist Wayne Madsen vor Kurzem einen Bericht über die expansionistischen Pläne der Zionisten zur Vorherrschaft über einige Teile des irakischen Territoriums und die Verwirklichung des Traumes von einem  „Großisrael“ veröffentlicht.
Madsen hat in seinem Bericht einmalige Informationen über den Plan für die Evakuierung kurdischer Juden aus dem okkupierten Palästina in die Stadt Mossul in der Provinz Ninive im Norden des Irak veröffentlicht.
Diesen Informationen zufolge reisen kurdische Juden unter dem Vorwand, alte religiöse Zentren der Juden im Irak besichtigen zu wollen in den Irak. Seit 2003 und dem Beginn der militärischen Intervention der USA im Irak haben sie Grundstücke in dieser Region, die sie als historisches Land der Juden bezeichnen, gekauft.

Israel verlangt mit Unterstützung der USA die völlige Unterwerfung der Palästinenser. Abbas weist zeitweiligen Siedlungsstopp ohne Jerusalem zurück

In der israelischen Regierung denkt man offenbar darüber nach, die Trennmauer zur zukünftigen Grenzmauer zwischen Israel und einem palästinensischen Staat zu machen. Das sagte der stellvertretende Ministerpräsident Dan Meridor in einem Interview mit der israelischen Tageszeitung Haaretz am Wochenende. Seit der Gründung des Staates 1948 hat Israel sich geweigert, seine Grenzen exakt festzulegen.

Die Mauer mit ihren weitläufigen Sicherheitsanlagen wird von Israel als »Sicherheitszaun« bezeichnet. Seit acht Jahren schlängelt sie sich über 85 Prozent palästinensischen Bodens. Mit acht Metern ist das Bauwerk doppelt so hoch wie die Berliner Mauer, umschließt sämtliche Hügel und 90 Prozent der Wasservorräte. Außerdem isoliert und separiert die Mauer auf groteske Weise palästinensische Gemeinden und Dörfer vom Rest ihrer Gesellschaft. Nach Fertigstellung soll die Mauer 760 Kilometer lang sein, die 2004 vom Internationalen Gerichtshof als illegal verurteilt worden war.

Die Äußerungen Meridors spiegeln die Debatte im israelischen Kabinett wider, bei der der US-amerikanische Vorschlag diskutiert wurde, gegen eine Waffenlieferung im Wert von drei Milliarden US-Dollar (20 F-35-Kampfjets) den Bau von Siedlungen drei Monate lang einzustellen. Ostjerusalem soll von dem Baustopp ausgenommen sein, nach den drei Monaten wird auf jede weitere Baustoppforderung verzichtet. Die US-Administration hofft so, die Palästinenser wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen und plant offenbar, in den drei Monaten eine Grenzregelung zwischen Israel und den Palästinensern durchzusetzen.

Die Siedlerbewegung organisierte einen Kinderprotest vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Netanjahu. Die Siedler lehnen die Vereinbarung ab und wollen sofort und ungebremst bauen. Ein Ältestenrat ehemaliger Präsidenten und hochrangiger Politiker (The Elders) wies den US-Vorschlag an Israel aus anderen Gründen scharf zurück. »Was denkt Washington sich eigentlich«, sagte der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu. »Siedlungen sind illegal, sie widersprechen der UN-Sicherheitsratsresolution 242 und verletzten die Vierte Genfer Konvention«. Die frühere irische Präsidentin Mary Robinson wies darauf hin, daß die USA wegen ihrer Einseitigkeit zugunsten Israels ihre Glaubwürdigkeit in der arabischen Welt verloren habe.

Dan Meridor erklärte derweil gegenüber der Haaretz, das »Prinzip israelischer Sicherheit« müsse Basis jeder Grenzvereinbarung sei. Der »Zaunverlauf und die Siedlungsblocks« seien Bestandteil davon. Jerusalem müsse Hauptstadt Is­raels bleiben, so Meridor weiter, ein Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge (1948 und 1967) werde es nicht geben. Zum »Prinzip israelischer Sicherheit« gehört auch, daß das gesamte Jordantal weiter unter israelischer Militärkontrolle bleiben soll, ein palästinensischer Staat würde demnach zu einer Insel oder einem Gefängnis, deren Zugänge Israel kontrollieren würde.

Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, sagte nach einem Gespräch mit dem ägyptischen Staatschef Hosni Mubarak in Kairo, einen Siedlungsstopp ohne Jerusalem werde man nicht akzeptieren. Abu Khalil von der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) erklärte gegenüber jW in Damaskus, die Gespräche über eine Zwei-Staaten-Lösung mit Israel seien ein reines Ablenkungsmanöver. »Sie werden dauern und dauern, und eines Tages wird man feststellen, daß Israel immer größer und größer geworden ist. Dann wird Israel den Palästinensern einfach »Tschüs« sagen. Wir sollen verschwinden, irgendwohin in die arabische Wüste.«

Gestern traf sich eine hochkarätige Terrorrunde bei „Et kütt wie et kütt, et hät noch immer jot jejange“, Anne Will, das Schneewittchen im Personalbestand des Märchensenders ARD. Es ging mal wieder, wie sollte es anders sein in diesen Tagen, um den Terror, der immer noch nicht im Land der „Dichter und Denker“, oder wie böse Zungen es hin und wieder verunglimpfend nennen, das „Land der Richter und Henker“, angekommen ist.

Bei arte lief bereits seit 20.15 Uhr „Stalingrad“, ein Film, der das Gemetzel eines Krieges, ganz unheroisch, aus der Perspektive armer Frontschweine schilderte. In einer Szene des Schlachtens und Mordens, wurde ein Soldat mit dem Ruf, „weiter, du verteidigst deine Heimat hier“, zum Weiterschlachten angespornt. Worauf die treffende Bemerkung eines der Antihelden war: „Muss ich deswegen 2000 km von der Heimat entfernt, in ein fremdes Land einfallen?“

Das war noch zuzeiten als Deutschland zu einem Land der „Richter und Henker“ pervertiert war. Die Hoffnung, dies dürfe nie wieder passieren, löst sich langsam wieder nur in Wohlgefallen auf.

Da sitzt auf einem der Märchenstühle bei Anne Will, der Cheferzähler vom deutschen Tausendundeine Nacht-Magazin, Georg Mascolo, und belobhudelt den bereits aus dem Kollektivgedächtnis verschwundenen Peter Struck, für seinen markigen Spruch: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Der Hindukusch liegt etwa 5000 km von Berlin entfernt. Ein Fortschritt mit 3000 km, könnte man meinen. Der Chefredakteur Mascolo vom Tausendundeine Nacht-Magazin, setzte aber noch einen drauf. „Die Terroristen,“ so sagte er sinngemäß – gemeint waren die anderen – „greifen mit ihren Terroranschlägen stets unschuldige Zivilisten an, richten sich gegen den ‚Weichkörper‘ unserer Gesellschaft.“ Tosender Beifall der im Studio befindlichen Claqueure. Die merkten gar nicht, als er fünf Minuten später die Drohnen erwähnte, die genau das tun was er anprangert. Die töten eben nicht nur die Kämpfer der Taliban oder Al Quaidas, sondern jede Menge afghanischer und pakistanischer Zivilpersonen. Wenn sich sogar der vom Westen eingesetzte Heroinkönig von Kabul, Karzai, veranlasst sieht, die NATO aufzufordern, die Mordattacken auf Hochzeitsgesellschaften, doch bitteschön sein zu lassen, muss der NATO-Terror in Afghanistan erschreckende Ausmaße angenommen haben, über die laut Anweisung von Chefredakteuren und Medienbesitzern an die unteren Ebenen ihrer Redaktionen, nicht berichtet werden darf. Wäre zwar der journalistischen Sorgfalt und Wahrheitsfindung dienlich, würde aber den Interessen der Medienbesitzer zuwiderlaufen. Wozu ziert man die Titelblätter denn mit nackten Brüsten, Puffgeschichten und Nonsens sonst? In einer Spaßgesellschaft muss die Quote stimmen – die Einnahmequote.

Zivile Opfer durch Luftangriffe der NATO in Afghanistan und Pakistan übersteigen mit Sicherheit die Opfer kämpfender Taliban. Allein bei dem im vorigen Jahr von der Bundeswehr angeforderten Luftangriff der NATO-Truppe auf zwei von den Taliban entführte Tanklastwagen wurden über 90 Menschen getötet. Der weit überwiegende Teil Zivilisten und Kinder. Die ‚Weichteile‘ der afghanischen Gesellschaft.

Zur Erweiterung des intellektuellen Habitus der Märchengesellschaft hatte man auch Melody Sucharewicz, eine als PR-Beraterin für Israel arbeitende Israelin, mit deutschem Hintergrund, in die Runde geschickt. Mit einstudiertem Tunnelblick schilderte sie das „Leben mit dem Terror“ in Israel, „das Taxi kostete 20 Schekel“, wobei die Mut machenden Kopfnickereien der übrigen Märchenwesire immer schneller, heftiger und zustimmender wurden. Es erinnerte mich irgendwie an Verona Feldbusch wenn sie über die Vorzüge des BH:s für ältere Damen, die unter Herzsausen leiden, referiert. Israel als Opfer von Hamas und Hisbollah, das hätte man sich doch denken können. Die Botschaft ist angekommen, meine lieben VERschissten, um es mal entspannter mit einer neuen Wortschöpfung von Marvin zu sagen.

Als ganz freier, nur der Wahrheit und seinem Gewissen verpflichtete Journalist, hatte man den Irak-Krieg-Unterstützer und ehemals leitenden Funktionär in der Presseabteilung einer deutschen Großbank, Don Franklin Jordan, angeworben. Nach Berichten „gut informierter“ Kreise, soll der Mensch seit 40 Jahren in Deutschland leben. Nun ja, er hatte dem deutschen Publikum wichtiges mitzuteilen. In gebrochenem Deutsch, die vierzig Jahre Integration haben keine nachhaltigen Spuren hinterlassen, teilte er der schaudernden Runde mit, als er in Köln in den Flieger stieg, stand eine verdächtige Tüte am Eingang des Flugzeugs. Nein, kein Sicherheitsbeamter, eine Tüüüte! Sprachliches Kauderwelsch ausgeschlossen. Vom Piloten dort abgestellt!! In den USA wäre so etwas undenkbar. Die Menschen dort hätten das sofort bemerkt und gemeldet!!!

Das sollten wir den armen US-Amerikanern auch nicht verdenken. Bei 16 Geheimdiensten, die an die 100 Milliarden Dollar jährlich verschlucken, und dennoch gekaperte Passagiermaschinen stundenlang im US-amerikanischen Luftraum unbehelligt lassen, ist erhöhte Wachsamkeit beim Bodenpersonal angesagt. Und noch etwas herzergreifendes hatte Don Vito Corleone Franklin Jordan uns zu berichten. Die neue Strategie der anderen Terroristen sei, die Kriege der hiesigen Terroristen, mit geringem Aufwand, z.B. Hosenbomberpäckchen, noch teurer zu machen. Unerhört für einen ehemaligen Spitzenfunktionär einer Großdeutschen Bank.

Der finanzielle Niedergang des Imperiums, ein teuflischer Plan der hierzulande noch immer nicht gesichteten Taliban und Al Quaida, die aber, nach gut unterbauten Recherchen, als nützliche Idioten, das Geschäft der USA betreiben. Dabei fließen die Gewinne der vom westlichen Vorturner inszenierten Kriege in die Taschen westlicher Rüstungsindustrien und von Herstellern allschöner technischer Spielereien, wie beispielsweise Nacktscanner.

Die werden hergestellt von Rapiscan Systems, einer Firma, die von der Chertoff-Gruppe repräsentiert wird. Die Chertoff-Gruppe ist Michael Chertoff, ein Bürger mit doppelter, israelisch-amerikanischer Staatsbürgerschaft, der 2005 vom Hampelmann-Präsidenten George W. Bush zum Minister für Heimatland-Sicherheit bestellt wurde. Die Transportation Security Administration (TSA – Behörde für Transportsicherheit) nutzte Obamas wirtschaftlichen Anreiz, den American Recovery and Reinvestment Act, um 150 Rapiscan-Geräte zu kaufen. Viel größere Einkäufe werden vorbereitet.

Der ehemalige und der amtierende Innenminster der „gottogott-spiel-mir-den-Ball-zu“ Runde, dürften mit der Kümmernis, die ihnen in Wort und Antlitz entsprang, ihre Parteien um ein, zwei Pünktchen nach oben gepusht haben. Es stehen Wahlen an! Die Manipulateure der freien Presse setzen zur Aufholjagd an.

Übrigens, in dem eingangs erwähnten Film „Stalingrad“ gab es auch schöne Szenen. Eine davon war, als ein „Feldgeistlicher“, so heißen sie wohl, den Frontschweinen durch eine furiose Predigt, die tiefere Bedeutung des Koppels erläuterte. Auf dem stand nämlich „Gott mit uns“, was die verdammten Bolschewiken nicht hatten. Also, immer daran denken, so wörtlich in der Filmszene, „Ihr seid nie allein“. Das christliche Abendland halt, mit all seiner Aufklärung. Das war noch während des echten Faschismus. Nur, wo liegt der Unterschied zum heutigen VERschissmuss?

Quelle

Washington ist zu einem militärischen und politischen Fiasko in Afghanistan verdammt, weil die USA nach neun Jahren Präsenz im Land völlig entkräftet sind. Das geht aus einer am Samstag im Internetportal „Stimme des Dschihad“ veröffentlichten Erklärung der Taliban hervor.

„In den vergangenen neun Monaten versuchen sie (Amerikaner), auch nur einen geringen militärischen oder politischen Fortschritt in Afghanistan zu erzielen. Dabei nutzen sie alle zur Verfügung stehenden Propaganda-Instrumente, um die Mudschaheddin zu entzweien. Die Besatzer, die von der Bevölkerung nicht mehr unterstützt werden, fliegen nun Teppichbombardements und töten wahllos friedliche Einwohner“, heißt es in der Erklärung.

Derartige Handlungen hätten Empörung tausender Familien in afghanischen Dörfern ausgelöst. Die Mudschaheddin nutzten immer mehr Diversionsmethoden im Kampf gegen die Besatzer. Der Gegner habe nicht einmal die leiseste Ahnung, über welche militärische Kräfte die Taliban verfügten.

Die jüngsten militärischen Niederlagen der USA unter anderem in Kandahar hätten bereits einen Rückgang der Popularität von Präsident Barack Obama zur Folge. Der Mythos über die militärische Überlegenheit der Amerikaner in Afghanistan schwinde schnell. „Nach neun Jahren Okkupation werden die Besatzer gezwungen, den Weg zu gehen, den zuvor andere gehen mussten, die vor den Amerikanern ins Land gekommen waren… Washington sollte jetzt lieber daran denken, wie es das Leben seiner Soldaten retten wird“, heißt es in der Erklärung.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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