You are currently browsing the daily archive for August 28, 2010.

Deutschland ist in die von den USA angekündigte Ausweitung der Kriegshandlungen im Jemen involviert. Wie US-Stellen seit einigen Tagen verlauten lassen, will Washington mit Spezialkräften und CIA-Drohnen die Attacken gegen jemenitische Aufständische vervielfachen. Damit solle der sogenannte Anti-Terror-Krieg auf der Arabischen Halbinsel in Kooperation mit den jemenitischen Streitkräften deutlich ausgeweitet werden. Berlin unterstützt schon seit Jahren das jemenitische Militär, unter anderem mit Hilfen zum Ausbau der Küstenwache, und kooperiert darüber hinaus eng mit der Polizei des Landes. Vor allem aber tragen Bewegungsbilder über den Schiffsverkehr vor dem Horn von Afrika, an deren Erstellung die deutsche Kriegsmarine beteiligt ist, zu Erkenntnissen über mutmaßliche Insurgenten und damit auch zur Vorbereitung der US-Gewaltoperationen bei. Zu diesen sollen laut US-Medien insbesondere sogenannte gezielte Tötungen („Targeted Killings“) gehören, die laut geltendem Völkerrecht illegal sind.

Geheimkrieg

Die Vereinigten Staaten intensivieren bereits seit Ende 2009 ihren sogenannten Anti-Terror-Krieg im Jemen. Wie die US-Presse vor wenigen Tagen enthüllte, nutzt Washington dabei entgegen den bisherigen Annahmen weniger die CIA und ihre Drohnen als vielmehr das Militär.[1] Einen ersten Schlag gegen mutmaßliche jemenitische Aufständische führten die US-Streitkräfte demzufolge am 17. Dezember 2009. An diesem Tag feuerten sie eine Cruise Missile auf ein angebliches Al Qaida-Camp in der Provinz Abyan. Laut den Angaben jemenitischer Behörden kamen dabei 41 Zivilisten zu Tode. Eine zweite Cruise Missile schlug am 24. Dezember 2009 über 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt des Landes ein und tötete mehrere angebliche Terroristen. Einem dritten Schlag am 14. März mit ebenfalls mehreren Todesopfern folgte ein vierter am 25. Mai, dem versehentlich der stellvertretende Gouverneur der Provinz Marib zum Opfer fiel. Die vier Attacken des US-Militärs wurden bislang nicht offiziell eingestanden – schließlich befinden sich die Vereinigten Staaten mit dem Jemen nicht im Krieg -, sie werden von der Regierung in Sanaa gedeckt. In der US-Presse ist von einem „Geheimkrieg“ die Rede.[2]
Gezielte Tötungen

Wie US-Medien jetzt berichten, will Washington seine Kriegshandlungen im Jemen ausweiten und dabei vor allem sogenannte gezielte Tötungen („Targeted Killings“) durchführen. Demnach werden verdeckte Militäroperationen fortgesetzt und um Schläge mit CIA-Drohnen ergänzt, wie sie bisher besonders in Pakistan vorgenommen werden. Das Land verzeichnet pro Woche zwei bis drei CIA-Drohnenangriffe. Offiziellen Angaben zufolge kamen dabei seit Amtsantritt der Regierung Obama rund 650 Aufständische und 20 Zivilisten ums Leben [3]; Kritiker äußern allerdings starke Zweifel vor allem an der angeblich relativ niedrigen Zahl getöteter Zivilisten. Den Medienberichten zufolge haben Special Operation Forces und CIA jetzt Personal und Kampfgerät im Jemen, in Dschibuti, in Äthiopien und in Kenia aufgestockt und bereiten sich auf eine Vervielfachung der Bombardements vor. Insbesondere das US Central Command, das in gewisser Rivalität zur CIA steht, plädiert dafür, auch die Unterstützung für das Militär des Jemen stark auszuweiten. Die Armee des Landes kämpft parallel zu den US-Schlägen gegen Aufständische unterschiedlicher Provenienz [4], darunter auch die von den Vereinigten Staaten attackierten mutmaßlichen Al Qaida-Strukturen.
Anti-Terror-Partner

Die jemenitischen Streitkräfte werden seit Jahren systematisch von der Bundeswehr unterstützt und an die westlichen Militärstrukturen angebunden. Die deutschen Streitkräfte unterhalten seit 1992 eine „Beratergruppe“ im Jemen, die sich offiziell dem Aufbau medizinischer Infrastruktur in den jemenitischen Streitkräften widmet, tatsächlich jedoch auch Kontakte in die militärische und die zivile Führung herstellt. Zudem bemüht sich die deutsche Kriegsmarine um den Aufbau einer jemenitischen Küstenwache. Jüngster Ausdruck ist ein Abkommen vom 10. November 2009, mit dem Berlin der Küstenwache 750.000 Euro zur Verfügung stellt. Im Jahr 2005 führte die deutsche Marine ein erstes gemeinsames Manöver mit jemenitischen Schiffen durch. „Die Zusammenarbeit mit dem Jemen soll auch in Zukunft weiter vertieft werden“, hieß es wenig später dazu, „um somit einen verlässlichen und starken Partner im Kampf gegen den Terrorismus zu gewinnen“.[5] Berlin bemüht sich bereits seit 2005, Sanaa dazu zu bewegen, für die Küstenwache Schiffe der deutschen Lürssen-Werft zu kaufen. Zuletzt begleitete Friedrich Lürssen, Geschäftsführender Gesellschafter der Werft, den deutschen Außenminister im Januar auf dessen Reise in den Jemen – ob mit Erfolg, ist bisher nicht bekannt.[6]
Feindaufklärung

Die deutsch-jemenitische Zusammenarbeit, die die Verwicklung auch der deutschen Seite in die aktuelle Kriegseskalation unumgänglich macht, bezieht außer dem Militär nicht nur die Polizeien beider Länder ein. Bereits vor Jahren tauschten sich einem Bericht der Botschaft Berlins in Sanaa zufolge die Bundestagsabgeordneten Schily und Mützenich (beide SPD) mit dem Innenminister des Jemen „über die bisherige gute Zusammenarbeit beider Polizeidienste“ aus.[7] Eine Rolle spielt daneben vor allem auch die Präsenz der deutschen Kriegsmarine am Horn von Afrika, bei der nicht nur tatsächliche oder angebliche Piraten bekämpft, sondern insbesondere auch Daten über den Bootsverkehr im Golf von Aden gesammelt werden. Die Daten betreffen nicht zuletzt auch den Austausch zwischen Aufständischen im Jemen und in Somalia, denen seit geraumer Zeit recht enge Kontakte nachgesagt werden. Die Aufklärungsergebnisse, die deutsche Soldaten hierbei sammeln, fließen in die internationale Auswertung der Marineoperationen ein – und stehen damit auch den Vereinigten Staaten für „Anti-Terror-Maßnahmen“ inklusive gezielter Tötungen zur Verfügung.

West-Produkte

Die islamistisch geprägten Strukturen, die der Westen im Jemen bekämpft, hat er einst selbst stark gemacht – in Afghanistan. Als insbesondere die USA, aber auch die Bundesrepublik in den 1980er Jahren den antisowjetischen Untergrund in Afghanistan stärkten, um Moskau eine Niederlage zu bereiten, stützten sie sich stark auf islamistische Kräfte. Unter diesen befanden sich auch zahlreiche Jemeniten. Ab 1988 kehrten Experten zufolge mehr als tausend vom Westen trainierte Afghanistan-Kämpfer, deren religiöser Fanatismus am Hindukusch stark gefördert worden war [8], in den Jemen zurück, wo sie weiter agitierten und dabei großzügige Unterstützung aus Saudi-Arabien und Kuwait genossen. Ende der 1990er Jahre entstanden aus dem Milieu zurückgekehrter Afghanistan-Kämpfer islamistische Gruppierungen, aus denen sich die heute vom Westen bekämpften Strukturen speisen.[9] Zur Vernichtung seiner einstigen Helfershelfer, die in den 1980er Jahren mit seiner tatkräftigen Hilfe Afghanistan in blutiges Chaos stürzten, stürzt der Westen jetzt auch den Jemen in den Krieg.
[1], [2] Secret Assault on Terrorism Widens on Two Continents; The New York Times 14.08.2010
[3] U.S. Weighs Expanded Strikes in Yemen; The Wall Street Journal 25.08.2010
[4] Die jemenitischen Streitkräfte sehen sich im Norden und im Süden des Landes separatistischen Kräften gegenüber und operieren gleichzeitig gegen Aufständische, die die Regierung in Sanaa aus religiösen Gründen bekämpfen.
[5] Deutsche Fregatte besucht Aden; http://www.einsatz.bundeswehr.de 24.01.2006
[6] Deutscher Bundestag Drucksache 17/1248, 26.03.2010
[7] Bundestagsabgeordnete Schily und Mützenich zu Besuch in Sana’a; http://www.sanaa.diplo.de
[8] Zu den führenden Kollaborateuren, die in den 1980er Jahren am Hindukusch gemeinsame Sache mit dem Westen machten, gehörte der saudi-arabische Millionär Osama bin Laden.
[9] Guido Steinberg: Der nahe und der ferne Feind. Die Netzwerke des islamistischen Terrorismus, München 2005
Werbeanzeigen

Nachfolgend finden sich ein paar kleine, ganz gewöhnliche, überwiegend regional begrenzten Medien entnommene, Nachrichten der letzten Tage aus den USA zum Krieg gegen Afghanistan.

Hartford Courant 24.08.2010 – Glastonbury Soldier Dies In Afghanistan
Sgt. Steven DeLuzio was killed Sunday when insurgents attacked his unit in Afghanistan.

NY Daily News 25.08.2010 – New Jersey-born Army Spec. Pedro Millet Meletiche killed on third day at Afghanistan front
A New Jersey soldier was killed on his third day on the front lines in Afghanistan, blown up by an explosive hurled at him by the enemy, officials and relatives said Tuesday.

Examiner 24.08.2010 – Kentucky mourns death of Sgt. Jason D. Calo in Afghanistan
23-year-old Sgt. Jason D. Calo, of Lexington, Kentucky, was killed on August 22, while serving in Afghanistan.

PJStar 24.08.2010 – Marine from Creve Coeur killed in Afghanistan
Lance Cpl. Robert J. Newton, 126 Holland Court, was killed by enemy small arms fire while conducting dismounted combat operations against enemy forces in Helmand Province, according to a news release from the Marine Corps.

Washington Post 24.08.2010 – Marine from Falls Church killed by bomb in Afghanistan
Rodriguez, of Falls Church, was killed Monday while supporting combat operations in Helmand province, Afghanistan.

The Indy Channel 25.08.2010 – Ind. Soldier Killed In Afghanistan
Pfc. Justin B. Shoecraft, 28, died in Tarin Kowt, Afghanistan, after insurgents attacked his unit using an improvised explosive device at Kakarak, Afghanistan, officials said.

Youtube 24.08.2010 – Lance Cpl. Nathaniel J. A. Schultz is coming home
Nineteen-year-old Safety Harbor Marine Lance Cpl. Nathaniel JA Schultz is coming home after being killed in combat August 21 in Afghanistan.

Hampton Roads 22.08.2010 – Marine from Chesapeake killed in Afghanistan
Lance Cpl. Cody S. Childers talked about joining the Marines as early as age 12, family members said. In June – having made that dream come true – Childers left for Afghanistan. The 19-year-old Chesapeake native died Friday while supporting combat operations in the country’s Helmand province.

Tucson Citizen 20.08.2010 – Tucson soldier killed in Afghanistan
Sgt. Martin A. Lugo, 24, of Tucson, Ariz., died Aug. 19 in Puli Alam, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms fire.

Valley News 21.08.2010 – Friends and family mourn Marine Cpl. Christopher J. Boyd
Relatives and friends of a highly-decorated 22-year-old Camp Pendleton-based Marine are in mourning following his combat death in Afghanistan.

My Fox Chicago 24.08.2010 – Sergeant First Class Edgar Roberts died from injuries he suffered in Afghanistan
His family was told of his death more than a week ago, but then they were told it was a mistake and he was really alive . They drove to Maryland to see him and have since found out he really was killed.

My Suburban Life 20.08.2010 – Community mourning death of Wheaton Marine Kevin E. Oratowski
The Glenbard South High School community is mourning the loss of alumnus Marine Lance Cpl. Kevin E. Oratowski, who died Wednesday in Afghanistan.

Times Record News 24.08.2010 – Wichita Falls soldier killed
Having joined the Army in Oct. 2008 as a combat engineer, Maldonado was assigned to the 510th Clearance Company, 20th Engineer Battalion, 36th Engineer Brigade out of Fort Hood, Texas, in July, 2010. He deployed to Afghanistan in December 2009.

PilotOnline 21.08.2010 – Decorated Little Creek-based SEAL dies in Afghanistan
“Collin Thomas was a brave American patriot and an incredibly gifted Navy SEAL,” a senior officer in his command was quoted as saying in the Navy statement. “His tireless professionalism, inspiring passion for life, and humble demeanor made him a role model for all who knew him. We are deeply saddened by this tremendous loss of a brother in arms.”

Military Times 25.08.2010 – Army Sgt. Tristan H. Southworth Died August 22, 2010 serving during Operation Enduring Freedom
21, of West Danville, Vt.; assigned to 172nd Infantry Regiment, 86th Infantry Brigade Combat Team, Jericho, Vt.; died Aug. 22 in Paktya Province, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms and rocket-propelled grenade fire.

(Nachrichtenzusammenstellung via Net News Global)

Solche Nachrichten werden in den USA nur selten durch die großen landesweiten Medien verbreitet, sondern meist lediglich von lokalen Medien mit geringer Reichweite. So bekommen die meisten Menschen in den USA und auch international vom kontinuierlichen und stark angestiegenen Blutstrom der Opfer des extrem brutalen Krieges gegen Afghanistan wenig mit. Denn würden diese Nachrichten anstelle der anregend kribbelnden Kriegspropaganda ins Bewusstsein der Menschen dringen, so bestünde die Gefahr, dass mehr Menschen sich gegen den total unsinnigen Krieg auflehnen.

Quelle

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

Das Interessanteste

Kategorien

August 2010
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Paperblog

Werbeanzeigen