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Der Krieg in Afghanistan geht ununterbrochen weiter: erneut sind 5 US-Terroristen im Süden und Osten des Landes durch Bomben und in Gefechten mit dem Widerstand ums Leben gekommen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten Amerikaner weiter: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt 19 tote US-Terroristen in den letzten rund 72 Stunden (!). Für den Monat August liegt die Zahl  nun bei 55 amerikanischen Terroristen.

5 American troops killed in latest Afghan violence (AP, engl.)
Five US soldiers killed in Afghanistan, brings August death toll to 55 in fight against Taliban (nydailynews, engl.)

Muslimische Länder, Organisationen und Einzelpersonen haben fast eine Milliarde Dollar (787 Mio. Euro) für die Flutopfer in Pakistan zugesagt.

Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) erklärte gestern, das Geld komme von Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Spendenaktionen in Saudi-Arabien, der Türkei, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.

Der OIC-Vorsitzende Ekmeleddin Ihsanoglu sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem pakistanischen Außenminister Schah Mahmud Qureschi, Muslime gehörten zu den größten Spendern, was Bargeld als auch Hilfsgüter betreffe. Ihsanoglu äußerte sich nicht dazu, wer wie viel Geld zusagte oder dazu, ob das Geld an die Regierung oder Hilfsorganisationen geht.

Seit Beginn der Hochwasserkatastrophe durch heftigen Monsunregen im Norden sind weite Landstriche Pakistans überflutet, mehr als eine Million Häuser zerstört und mehr als acht Millionen Menschen auf Soforthilfe angewiesen.

Deutschland ist in die von den USA angekündigte Ausweitung der Kriegshandlungen im Jemen involviert. Wie US-Stellen seit einigen Tagen verlauten lassen, will Washington mit Spezialkräften und CIA-Drohnen die Attacken gegen jemenitische Aufständische vervielfachen. Damit solle der sogenannte Anti-Terror-Krieg auf der Arabischen Halbinsel in Kooperation mit den jemenitischen Streitkräften deutlich ausgeweitet werden. Berlin unterstützt schon seit Jahren das jemenitische Militär, unter anderem mit Hilfen zum Ausbau der Küstenwache, und kooperiert darüber hinaus eng mit der Polizei des Landes. Vor allem aber tragen Bewegungsbilder über den Schiffsverkehr vor dem Horn von Afrika, an deren Erstellung die deutsche Kriegsmarine beteiligt ist, zu Erkenntnissen über mutmaßliche Insurgenten und damit auch zur Vorbereitung der US-Gewaltoperationen bei. Zu diesen sollen laut US-Medien insbesondere sogenannte gezielte Tötungen („Targeted Killings“) gehören, die laut geltendem Völkerrecht illegal sind.

Geheimkrieg

Die Vereinigten Staaten intensivieren bereits seit Ende 2009 ihren sogenannten Anti-Terror-Krieg im Jemen. Wie die US-Presse vor wenigen Tagen enthüllte, nutzt Washington dabei entgegen den bisherigen Annahmen weniger die CIA und ihre Drohnen als vielmehr das Militär.[1] Einen ersten Schlag gegen mutmaßliche jemenitische Aufständische führten die US-Streitkräfte demzufolge am 17. Dezember 2009. An diesem Tag feuerten sie eine Cruise Missile auf ein angebliches Al Qaida-Camp in der Provinz Abyan. Laut den Angaben jemenitischer Behörden kamen dabei 41 Zivilisten zu Tode. Eine zweite Cruise Missile schlug am 24. Dezember 2009 über 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt des Landes ein und tötete mehrere angebliche Terroristen. Einem dritten Schlag am 14. März mit ebenfalls mehreren Todesopfern folgte ein vierter am 25. Mai, dem versehentlich der stellvertretende Gouverneur der Provinz Marib zum Opfer fiel. Die vier Attacken des US-Militärs wurden bislang nicht offiziell eingestanden – schließlich befinden sich die Vereinigten Staaten mit dem Jemen nicht im Krieg -, sie werden von der Regierung in Sanaa gedeckt. In der US-Presse ist von einem „Geheimkrieg“ die Rede.[2]
Gezielte Tötungen

Wie US-Medien jetzt berichten, will Washington seine Kriegshandlungen im Jemen ausweiten und dabei vor allem sogenannte gezielte Tötungen („Targeted Killings“) durchführen. Demnach werden verdeckte Militäroperationen fortgesetzt und um Schläge mit CIA-Drohnen ergänzt, wie sie bisher besonders in Pakistan vorgenommen werden. Das Land verzeichnet pro Woche zwei bis drei CIA-Drohnenangriffe. Offiziellen Angaben zufolge kamen dabei seit Amtsantritt der Regierung Obama rund 650 Aufständische und 20 Zivilisten ums Leben [3]; Kritiker äußern allerdings starke Zweifel vor allem an der angeblich relativ niedrigen Zahl getöteter Zivilisten. Den Medienberichten zufolge haben Special Operation Forces und CIA jetzt Personal und Kampfgerät im Jemen, in Dschibuti, in Äthiopien und in Kenia aufgestockt und bereiten sich auf eine Vervielfachung der Bombardements vor. Insbesondere das US Central Command, das in gewisser Rivalität zur CIA steht, plädiert dafür, auch die Unterstützung für das Militär des Jemen stark auszuweiten. Die Armee des Landes kämpft parallel zu den US-Schlägen gegen Aufständische unterschiedlicher Provenienz [4], darunter auch die von den Vereinigten Staaten attackierten mutmaßlichen Al Qaida-Strukturen.
Anti-Terror-Partner

Die jemenitischen Streitkräfte werden seit Jahren systematisch von der Bundeswehr unterstützt und an die westlichen Militärstrukturen angebunden. Die deutschen Streitkräfte unterhalten seit 1992 eine „Beratergruppe“ im Jemen, die sich offiziell dem Aufbau medizinischer Infrastruktur in den jemenitischen Streitkräften widmet, tatsächlich jedoch auch Kontakte in die militärische und die zivile Führung herstellt. Zudem bemüht sich die deutsche Kriegsmarine um den Aufbau einer jemenitischen Küstenwache. Jüngster Ausdruck ist ein Abkommen vom 10. November 2009, mit dem Berlin der Küstenwache 750.000 Euro zur Verfügung stellt. Im Jahr 2005 führte die deutsche Marine ein erstes gemeinsames Manöver mit jemenitischen Schiffen durch. „Die Zusammenarbeit mit dem Jemen soll auch in Zukunft weiter vertieft werden“, hieß es wenig später dazu, „um somit einen verlässlichen und starken Partner im Kampf gegen den Terrorismus zu gewinnen“.[5] Berlin bemüht sich bereits seit 2005, Sanaa dazu zu bewegen, für die Küstenwache Schiffe der deutschen Lürssen-Werft zu kaufen. Zuletzt begleitete Friedrich Lürssen, Geschäftsführender Gesellschafter der Werft, den deutschen Außenminister im Januar auf dessen Reise in den Jemen – ob mit Erfolg, ist bisher nicht bekannt.[6]
Feindaufklärung

Die deutsch-jemenitische Zusammenarbeit, die die Verwicklung auch der deutschen Seite in die aktuelle Kriegseskalation unumgänglich macht, bezieht außer dem Militär nicht nur die Polizeien beider Länder ein. Bereits vor Jahren tauschten sich einem Bericht der Botschaft Berlins in Sanaa zufolge die Bundestagsabgeordneten Schily und Mützenich (beide SPD) mit dem Innenminister des Jemen „über die bisherige gute Zusammenarbeit beider Polizeidienste“ aus.[7] Eine Rolle spielt daneben vor allem auch die Präsenz der deutschen Kriegsmarine am Horn von Afrika, bei der nicht nur tatsächliche oder angebliche Piraten bekämpft, sondern insbesondere auch Daten über den Bootsverkehr im Golf von Aden gesammelt werden. Die Daten betreffen nicht zuletzt auch den Austausch zwischen Aufständischen im Jemen und in Somalia, denen seit geraumer Zeit recht enge Kontakte nachgesagt werden. Die Aufklärungsergebnisse, die deutsche Soldaten hierbei sammeln, fließen in die internationale Auswertung der Marineoperationen ein – und stehen damit auch den Vereinigten Staaten für „Anti-Terror-Maßnahmen“ inklusive gezielter Tötungen zur Verfügung.

West-Produkte

Die islamistisch geprägten Strukturen, die der Westen im Jemen bekämpft, hat er einst selbst stark gemacht – in Afghanistan. Als insbesondere die USA, aber auch die Bundesrepublik in den 1980er Jahren den antisowjetischen Untergrund in Afghanistan stärkten, um Moskau eine Niederlage zu bereiten, stützten sie sich stark auf islamistische Kräfte. Unter diesen befanden sich auch zahlreiche Jemeniten. Ab 1988 kehrten Experten zufolge mehr als tausend vom Westen trainierte Afghanistan-Kämpfer, deren religiöser Fanatismus am Hindukusch stark gefördert worden war [8], in den Jemen zurück, wo sie weiter agitierten und dabei großzügige Unterstützung aus Saudi-Arabien und Kuwait genossen. Ende der 1990er Jahre entstanden aus dem Milieu zurückgekehrter Afghanistan-Kämpfer islamistische Gruppierungen, aus denen sich die heute vom Westen bekämpften Strukturen speisen.[9] Zur Vernichtung seiner einstigen Helfershelfer, die in den 1980er Jahren mit seiner tatkräftigen Hilfe Afghanistan in blutiges Chaos stürzten, stürzt der Westen jetzt auch den Jemen in den Krieg.
[1], [2] Secret Assault on Terrorism Widens on Two Continents; The New York Times 14.08.2010
[3] U.S. Weighs Expanded Strikes in Yemen; The Wall Street Journal 25.08.2010
[4] Die jemenitischen Streitkräfte sehen sich im Norden und im Süden des Landes separatistischen Kräften gegenüber und operieren gleichzeitig gegen Aufständische, die die Regierung in Sanaa aus religiösen Gründen bekämpfen.
[5] Deutsche Fregatte besucht Aden; http://www.einsatz.bundeswehr.de 24.01.2006
[6] Deutscher Bundestag Drucksache 17/1248, 26.03.2010
[7] Bundestagsabgeordnete Schily und Mützenich zu Besuch in Sana’a; http://www.sanaa.diplo.de
[8] Zu den führenden Kollaborateuren, die in den 1980er Jahren am Hindukusch gemeinsame Sache mit dem Westen machten, gehörte der saudi-arabische Millionär Osama bin Laden.
[9] Guido Steinberg: Der nahe und der ferne Feind. Die Netzwerke des islamistischen Terrorismus, München 2005

Nachfolgend finden sich ein paar kleine, ganz gewöhnliche, überwiegend regional begrenzten Medien entnommene, Nachrichten der letzten Tage aus den USA zum Krieg gegen Afghanistan.

Hartford Courant 24.08.2010 – Glastonbury Soldier Dies In Afghanistan
Sgt. Steven DeLuzio was killed Sunday when insurgents attacked his unit in Afghanistan.

NY Daily News 25.08.2010 – New Jersey-born Army Spec. Pedro Millet Meletiche killed on third day at Afghanistan front
A New Jersey soldier was killed on his third day on the front lines in Afghanistan, blown up by an explosive hurled at him by the enemy, officials and relatives said Tuesday.

Examiner 24.08.2010 – Kentucky mourns death of Sgt. Jason D. Calo in Afghanistan
23-year-old Sgt. Jason D. Calo, of Lexington, Kentucky, was killed on August 22, while serving in Afghanistan.

PJStar 24.08.2010 – Marine from Creve Coeur killed in Afghanistan
Lance Cpl. Robert J. Newton, 126 Holland Court, was killed by enemy small arms fire while conducting dismounted combat operations against enemy forces in Helmand Province, according to a news release from the Marine Corps.

Washington Post 24.08.2010 – Marine from Falls Church killed by bomb in Afghanistan
Rodriguez, of Falls Church, was killed Monday while supporting combat operations in Helmand province, Afghanistan.

The Indy Channel 25.08.2010 – Ind. Soldier Killed In Afghanistan
Pfc. Justin B. Shoecraft, 28, died in Tarin Kowt, Afghanistan, after insurgents attacked his unit using an improvised explosive device at Kakarak, Afghanistan, officials said.

Youtube 24.08.2010 – Lance Cpl. Nathaniel J. A. Schultz is coming home
Nineteen-year-old Safety Harbor Marine Lance Cpl. Nathaniel JA Schultz is coming home after being killed in combat August 21 in Afghanistan.

Hampton Roads 22.08.2010 – Marine from Chesapeake killed in Afghanistan
Lance Cpl. Cody S. Childers talked about joining the Marines as early as age 12, family members said. In June – having made that dream come true – Childers left for Afghanistan. The 19-year-old Chesapeake native died Friday while supporting combat operations in the country’s Helmand province.

Tucson Citizen 20.08.2010 – Tucson soldier killed in Afghanistan
Sgt. Martin A. Lugo, 24, of Tucson, Ariz., died Aug. 19 in Puli Alam, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms fire.

Valley News 21.08.2010 – Friends and family mourn Marine Cpl. Christopher J. Boyd
Relatives and friends of a highly-decorated 22-year-old Camp Pendleton-based Marine are in mourning following his combat death in Afghanistan.

My Fox Chicago 24.08.2010 – Sergeant First Class Edgar Roberts died from injuries he suffered in Afghanistan
His family was told of his death more than a week ago, but then they were told it was a mistake and he was really alive . They drove to Maryland to see him and have since found out he really was killed.

My Suburban Life 20.08.2010 – Community mourning death of Wheaton Marine Kevin E. Oratowski
The Glenbard South High School community is mourning the loss of alumnus Marine Lance Cpl. Kevin E. Oratowski, who died Wednesday in Afghanistan.

Times Record News 24.08.2010 – Wichita Falls soldier killed
Having joined the Army in Oct. 2008 as a combat engineer, Maldonado was assigned to the 510th Clearance Company, 20th Engineer Battalion, 36th Engineer Brigade out of Fort Hood, Texas, in July, 2010. He deployed to Afghanistan in December 2009.

PilotOnline 21.08.2010 – Decorated Little Creek-based SEAL dies in Afghanistan
“Collin Thomas was a brave American patriot and an incredibly gifted Navy SEAL,” a senior officer in his command was quoted as saying in the Navy statement. “His tireless professionalism, inspiring passion for life, and humble demeanor made him a role model for all who knew him. We are deeply saddened by this tremendous loss of a brother in arms.”

Military Times 25.08.2010 – Army Sgt. Tristan H. Southworth Died August 22, 2010 serving during Operation Enduring Freedom
21, of West Danville, Vt.; assigned to 172nd Infantry Regiment, 86th Infantry Brigade Combat Team, Jericho, Vt.; died Aug. 22 in Paktya Province, Afghanistan, of wounds sustained when insurgents attacked his unit with small arms and rocket-propelled grenade fire.

(Nachrichtenzusammenstellung via Net News Global)

Solche Nachrichten werden in den USA nur selten durch die großen landesweiten Medien verbreitet, sondern meist lediglich von lokalen Medien mit geringer Reichweite. So bekommen die meisten Menschen in den USA und auch international vom kontinuierlichen und stark angestiegenen Blutstrom der Opfer des extrem brutalen Krieges gegen Afghanistan wenig mit. Denn würden diese Nachrichten anstelle der anregend kribbelnden Kriegspropaganda ins Bewusstsein der Menschen dringen, so bestünde die Gefahr, dass mehr Menschen sich gegen den total unsinnigen Krieg auflehnen.

Quelle

Der heutige Journalismus der größten Massenmedien besteht aus voreingenommenen, unverantwortlichen und sensationssüchtigen Berichten, die die Wahrheit verdrehen, übertreiben und falsch erklären. Es sind Falschinformationen oder Agitprop-Desinformationen, die in der Maske von Fakten daherkommen, um die Auflage, die Leserschaft, die Zuschauer oder Hörer zu vermehren. Und über wichtige Angelegenheiten lügen sie oder unterdrücken unangenehme Wahrheiten, um bedingungslose Unterstützung für staatliche und/oder Unternehmensinteressen zu erlangen – zum Schaden des übergreifenden Nutzens, der immer den Profiten und den imperialen Zielen geopfert wird.

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Zwei spanische Terroristen wurden in Badgheis in Afghanistan getötet als sie versuchten einer afghanischen Frau die islamische Bekleidung vom Leib zu reißen, dabei wurden sie von der afghanischen Polizei erschossen. In der Stadt Ghale-No versuchten die spanischen Terroristen in aller Öffentlichkeit der Frau den Hidschab vom Leib zu reißen, was von einem afghanischen Polizisten nicht verborgen blieb, er erschoss beide Terroristen.
Anschließend hat die wütende Bevölkerung bei einer großen Demonstration den Abzug der ausländischen Terroristen aus dem Land gefordert.
Die ausländischen Terroristen, schossen erschrocken auf die Menge und töteten dabei dutzende Menschen.
Die wütenden Bürger forderten von der Regierung in Kabul, die spanischen Terroristen aus ihrer Provinz abzuziehen, sonst werde man sich bewaffnet gegen sie wehren.

Die spanischen NATO-Besatzer in Afghanistan haben bemerkenswerte Methoden, den Krieg gegen Afghanistan durch den Sieg im Kampf um die Herzen der afghanischen Menschen zu gewinnen. Irib berichtet unter Berufung auf aus dem paschtunischen transferierte Berichte bei Press TV:

In der Stadt Ghale-No versuchten die spanischen Soldaten in aller Öffentlichkeit der Frau den Hidschab vom Leib zu reißen, was von einem afghanischen Polizisten nicht verborgen blieb, er erschoss beide Soldaten. Anschließend hat die wütende Bevölkerung bei einer großen Demonstration den Abzug der ausländischen Truppen aus dem Land gefordert. Die ausländischen Truppen, schossen erschrocken auf die Menge und töteten dabei dutzende Menschen. Die wütenden Bürger forderten von der Regierung in Kabul, die spanischen Truppen aus ihrer Provinz abzuziehen, sonst werde man sich bewaffnet gegen sie wehren.

Glückwunsch an die NATO! Mit solchen feinfühligen Taten bringt Spanien den kulturlosen Afghanen die Werte der hohen Zivilisation bei: Frauen die Kleidung vom Leib reißen, Killfahndung und Demonstrationen zusammenschießen. Wenn das mal keine erstrebenswerten Werte sind. Der Sieg im Kampf um die Herzen der Bevölkerung ist der NATO gewiss.

Und einen Glückwunsch auch an die Kriegspropagandisten bei der Lokus-Postille: das war ein Taliban, überhaupt sind das alles Taliban, Taliban sind in der Polizei, wütende Taliban demonstrieren und überall sind Taliban – Deutschland ist nun perfekt informiert. Taliban ist jeder, den die westlichen Eroberer in Afghanistan ermorden. Und Taliban-Führer ist jeder, der mindestens zwei Kinder hat.

Die Besatzer der USA sind weniger wählerisch, welche Menschen sie massakrieren. Taliban oder nicht, das ist US-Killertrupps im Zweifel egal, Hauptsache es macht den Soldaten Spaß. Und dass es Spaß macht, Menschen zu erschießen, hat der US-Oberkommandeur schließlich seinen Soldaten als ethische Leitlinie öffentlich vorgegeben. Gezieltes Ermorden beliebiger Menschen macht den Vertretern der westlichen Zivilisation in Afghanistan einfach Spaß. Und weil das soviel Spaß macht, lässt der oberste Spaßvogel Barack Obama immer mehr Menschen massakrieren.

Stolz prahlen sie mit ihren Jagdtrophäen. 365 kapitale Taliban wollen die westlichen Kulturüberbringer bei der Großwildjagd im Indianerland in den letzten drei Monaten schon erlegt haben.

Nachdem die Inquisition Lateinamerikas erfolgreich abgeschlossen wurde, die Ureinwohner Nordamerikas nahezu ausgerottet wurden und die kommunistischen Bewohner Vietnams kulturell entlaubt wurden, muss ein neuer Spaß her. Das ist die Kultur des Abendlandes. Jagdkultur. Menschenjagdkultur. So ist das eben. Es möge bloß niemand mehr sagen, er könne nicht verstehen, warum immer mehr Afghanen und Muslime weltweit die Kultur der Besatzer mit Ekel und Abscheu betrachten und sich gegen die Kolonialherren mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln wehren.

PS: hier noch ein Video von der zusammengeschossenen Demonstration gestern.

Und hier ein weiteres Video dazu. Gespannt dürfen wir auf die Schlagzeilen der westlichen Kriegspropaganda dazu sein. Wie wäre es mit: Zufriedene Afghanen verleihen ihrer Zuneigung zu den Befreiungstruppen der NATO tatkräftigen Ausdruck?

Nachtrag: Heute ging der Kampf um die Herzen der Afghanen mit einer großen Bildungsoffensive weiter. Schließlich hatte die deutsche FDP-Politikerin Birgit Homburger im Oktober 2008 den “Einsatz” in Afghanistan damit begründet, dass die Bildung der Kinder weitergehen müsse. Press TV meldet: US-geführter Luftschlag tötet sechs afghanische Kinder. Bildungsziel erreicht. Glückwunsch, Frau Homburger!

Quelle

„Die zweiteilige ZDF-Dokumentation ‚Der 11. September – Die wahre Geschichte’ beleuchtet Hintergründe der Tat und Schicksale von Opfern“, heißt es in einer Ankündigung der Sendung (Sendetermine 24. und 31. August, 20:15 Uhr). (1) Der erste Teil – „Es begann in Hamburg” – untersucht neben der sogenannten Hamburger Zelle um Mohammed Atta und Ziad Jarrah vor allem die Rivalität zwischen dem FBI-Anti-Terror-Experten John O‘Neill und seinem Gegenpart bei der CIA, Michael Scheuer.

„Die Rivalität zwischen CIA und FBI wurde durch das persönliche Verhältnis der beiden auf die Spitze getrieben“, so Marc Brasse, der den ersten Teil zusammen mit Florian Huber realisiert hat. Kernthese der Sendung ist, dass es den persönlichen Antipathien der beiden Männer geschuldet ist, dass die Anschläge nicht verhindert werden konnten. „Hätten der CIA und das FBI vorher kooperiert, hätten sie gute Chancen gehabt, den Anschlag zu verhindern.“ (2)

Von methodischen Schwächen …

Doch diese These ist nicht stichhaltig. Um sie möglichst widerspruchsfrei präsentieren zu können, werden viele in diesem Zusammenhang wichtige Tatsachen ausgeblendet. Hinzu kommen methodische Mängel in der Darstellung. So wird generell auf Quellenangaben verzichtet, den Aussagen der befragten Experten muss ungeprüft geglaubt werden.

Auch die Darstellung mittels nachgestellter Szenen ist problematisch. Sie geben der Sendung zwar einen ansprechenden, unterhaltenden Rahmen, allerdings hat man oftmals genau an diesen Stellen das Gefühl, die Produzenten der Sendung hätten ein Tagebuch von Atta oder Jarrah zur Hand gehabt und sich so deren innerste Gedanken und Beweggründe aneignen können.

Wenn es in der Sendung etwa heißt, dass „die künftigen Piloten [vor der Einreise in die USA] neue Pässe beantragt [haben], um ihren Afghanistan-Aufenthalt zu verschleiern”, so erscheint dies zunächst als eine plausible Erklärung. Doch wie später in diesem Artikel gezeigt werden wird, handelten Atta und Co. keinesfalls nach streng konspirativen Regeln. Die Plausibilität dieser Aussage ist auch deswegen in Frage zu stellen, da Ziad Jarrah nach seiner Abreise aus Afghanistan im Januar 2001 bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten von CIA-Beamten verhört und anschließend wieder laufen gelassen wurde. (3) Zumindest er hätte keinen Grund zu verschleiern, was den US-Behörden ohnehin nicht verborgen blieb.

Einen schwerwiegenderen Widerspruch enthält die Darstellung der Teilnahme von Atta und Jarrah an einem Ausbildungscamp in Afghanistan im Januar 2000. So heißt es: „Osama bin Laden lädt Atta und Jarrah zum Ramadanfest in sein Haus. Dort verkündet er ihnen, dass sie Auserwählte sind – für eine große Märtyrermission.“ Anschließend erläutert Jean-Charles Brisard, französischer Anti-Terror-Experte, das Geschehen: „Sie trainierten, wie man sich in einem Flugzeug bewegen muss.

Sie bauten sich ein Cockpit aus Holz mit Piloten- und CO-Pilotensitzen. Damit trainierten sie, die Kontrolle an Bord an sich zu reißen. Eine wirklich clevere Idee.“ Woher Brisard das weiß, erfahren wir allerdings nicht. „Und so bekommen beide den Auftrag: Geht zurück nach Deutschland und lernt Fliegen“, schließt der Sprecher das Kapitel über den Besuch der beiden mutmaßlichen 9/11-Todespiloten in Afghanistan.

Doch Mohammed Atta lernte bereits im April 1999 zusammen mit Marwan Al-Shehhi auf den Philippinen das Fliegen. (4) Dass Atta auf Geheiß von Bin Laden das Fliegen lernte, ist folglich eine falsche Darstellung der Tatsachen.

Wirklich absurd wird es aber zu Beginn des zweiten Teils der Dokumentation, wenn es heißt, Atta habe bei der Entführung von Flug American Airlines 11 so lange ruhig im Sitz gesessen, bis seine Komplizen die Überwältigung von Crew und Passagieren erfolgreich zu Ende gebracht hatten. Erst dann sei er aufgestanden und ins Cockpit gegangen. In diesem Fall kann man eine fehlende Quellenangabe nicht bemängeln. Es gibt schlicht keine. Diese nachgestellte Szene ist der freien Imagination der Macher geschuldet. Dennoch heißt es in einer Besprechung der Sendung im Focus, „nachgespielte Szenen geben der Doku zusätzliche Spannung, ohne allzu sehr ins Fantastische abzugleiten.“ (5)

Aber selbst Szenen, die nicht nachgestellt sind, werden für den Zuschauer oft zu einer Glaubensfrage. So wird ein Video präsentiert, das eine spanische Al Qaeda-Zelle bei einem „Aufklärungstrip“ in New York zeige, „getarnt als Familien-Ausflug“. Die Tarnung funktioniert: An keiner Stelle der gezeigten Aufnahmen ist irgendetwas Verdächtiges zu erkennen, was sich von den Profilen anderer Touristen unterscheiden würde, die das WTC besuchten.

Mit der Aussage, „ausführlich filmen sie das Gebäude innen – bis ins oberste Stockwerk des Nordturms“, wird suggeriert, dies sei ein ungewöhnliches Verhalten, obwohl sich doch die bei Touristen beliebte Aussichtsplattform nun mal oben im Gebäude befand.

Anschließend sei das Video „per Kurier in die El-Kaida Zentrale nach Afghanistan“ gegangen. Fraglich dabei ist, was man dort damit anfangen wollte, denn für die Planung des 11.September waren die Sicherheitsbestimmungen am WTC doch völlig uninteressant.

Anders interpretiert das der Terrorismusexperte Jean-Charles Brisard in der Dokumentation: „Dieser Film gab ihnen ein genaues Bild von den Zielen bis hin zu den Sicherheitsvorkehrungen. An einer Stelle hört man darin den einen zum anderen sagen: ‚Eines Tages wirst du sie fallen sehen.’ Er meinte die Türme.“

Warum ausgerechnet diese Szene, die doch am beweiskräftigsten ist, vom ZDF nicht gezeigt wird, auch das ist fraglich. So ist der Zuschauer darauf angewiesen, Brisards Aussage einfach Glauben zu schenken.

Neben solchen methodischen Mängeln sind es aber vor allem inhaltliche Mängel, die der Sendung anzulasten sind. Und hierbei sind es vor allem die Fakten, die ausgelassen werden.

Das wird schon bei der Einführung Osama Bin Ladens bemerkbar. „Bin Laden ist Saudi, ein Sohn aus reichem Haus. Seine Familie ist groß, reist gerne in den Westen, wie hier nach Schweden, im Sommer 1971. Der 14-jährige Osama geht gerne in die Disco. Genießt das Leben.“

Was fehlt, ist die in diesem Zusammenhang wichtige Tatsache, dass die Bin Ladens enge Verbindungen zu US-amerikanischen Öl-Konzernen pflegten und insbesondere zur Familie Bush. (6) Über diese Verbindungen weiß auch Brisard nur zu gut Bescheid. Er verfasste zusammen mit dem französischen Journalisten Guillaume Dasquié das Buch „Die verbotene Wahrheit – Die Verstrickungen der USA mit Osama bin Laden“. Dort wird etwa beschrieben, wie die Bin Ladens „beträchtliche Finanzmittel in erstklassige Finanzstrukturen wie den Carlyle-Konzern, der von mehreren ehemaligen Mitgliedern der Verwaltung George Bush Senior geleitet wird”, tätigten. (7)

Am Morgen des 11.September 2001 saß Bush Senior übrigens mit Osamas Bruder Shafig bin Laden zusammen bei einem Meeting im Ritz-Carlton Hotel in Washington. (8)

Die Rückseite von Brisards Buch ziert übrigens ein Zitat von John O‘Neill: „Das größte Hindernis bei den Ermittlungen gegen islamistische Terroristen waren die Interessen der US-Ölkonzerne und die Rolle Saudi-Arabiens.“

Leider hat das ZDF dieses Zitat den Zuschauern vorenthalten, obwohl es doch ein ganz anderes Licht auf den Sachverhalt wirft. Wurde John O‘Neill vielleicht selbst für die Interessen von Ölkonzernen und anderer zum Hindernis? Hat man ihm gezielt Steine bei den Ermittlungen in den Weg gelegt? Waren der Diebstahl seines Koffers und die Weitergabe dieses Sachverhalts an die Presse eventuell eine Intrige, um ihn kalt zu stellen? Wie auch immer, die These, dass es zu Ermittlungspannen aufgrund der persönlichen Animosität zwischen O‘Neill und Scheuer kam, greift zu kurz. Denn schließlich wurden auch anderen Steine bei der Aufklärung von Al Qaeda-Aktivitäten in die Wege gelegt, die mit der Rivalität zwischen FBI und CIA nichts zu tun haben. Hier sei nur an den Fall “Able Danger” erinnert. Unter dieser Bezeichnung wurde von SOCOM (Special Operations Command) ein geheimes Programm zur Informationsbeschaffung über terroristische Strukturen ins Leben gerufen. Laut Aussagen mehrerer Mitarbeiter wurden im Rahmen des Programms Atta und drei weitere mutmaßliche 9/11-Attentäter bereits im Jahr 2000 identifiziert. Auf Anweisung von Vorgesetzten durften die Spuren aber nicht weiter verfolgt werden. (9)

… zu geschichtlichen Verirrungen

Besonders im Fall der afghanischen Mudschahidin und ihrem Kampf gegen die sowjetischen Truppen wiegen die Auslassungen der ZDF-Sendung schwer. Mit der Aussage, „überraschend gelingt es den islamischen Rebellen, die Rote Armee zum Abzug zu zwingen“, betreibt das ZDF Geschichtsklitterung.

Denn der Abzug der Roten Armee kam keineswegs überraschend, sondern war die Konsequenz milliardenschwerer Schützenhilfe seitens des CIA für die islamistischen Kämpfer. Vor allem die von den USA gelieferten Stinger-Abwehrraketen führten den Sowjets schwere Verluste zu und waren höchstwahrscheinlich kriegsentscheidend. Die Unterstützung der Mudschahidin begann bereits vor dem Einmarsch der Roten Armee in Afghanistan. Wie US-Präsident Carters damaliger Sicherheitsberater Brzezinski in einem Interview eingestand, wollte man die Sowjets dazu nötigen, Truppen nach Afghanistan zu entsenden, um ihnen dort ihr „eigenes Vietnam” zu bescheren. (10) Brzezinski dementierte hinterher zwar seine Äußerungen – die Unterstützung der Mudschahidin habe erst nach dem Einmarsch der Roten Armee begonnen – doch seine Aussage, wonach Präsident Carter bereits im Juli 1979 die Waffenhilfe absegnete, wurde von anderen bestätigt. So etwa von Charles Cogan, der damals das verdeckte CIA-Hilfsprogramm leitete, oder auch von Robert Gates, der Anfang der 1990er Jahre CIA-Direktor wurde. (11)

In seinem Buch „The New Jackal“ behauptet der Journalist Simon Reeve, dass es laut einem CIA-Beamten sogar direkte Treffen zwischen US-Gesandten und Osama Bin Laden gab. Bin Laden habe auf Anraten seiner Freunde im saudischen Geheimdienst sogar als erster vorgeschlagen, die Mudschahidin mit Stinger-Raketen zu versorgen. (12)

Das CIA-Hilfsprogramm für die damals noch als Freiheitskämpfer bezeichneten Dschihadisten ist ausführlich dokumentiert. Umso erstaunlicher ist es, dass dieser Sachverhalt in der Sendung völlig unterschlagen wird.

Unterschlagen wird auch der Name des radikalen Predigers, der in Hamburgs Al-Quds Moschee Atta und Gefährten zum Krieg gegen die Ungläubigen animiert. Hierbei handelte es sich um Mohammed Fazazi. „In der [Al-Quds-] Moschee wird Atta zum religiösen Eiferer, voller Hass auf den Westen“, heißt es in der Sendung.

Fazazis Wirken konnte den Behörden nicht entgangen sein. So nahm er im August 2000 in Italien an einem Treffen führender Terrorverdächtiger teil, welches von den italienischen Behörden überwacht wurde. (12a) Er hielt auch Kontakte zu dem in London ansässigen radikalen Prediger Abu Qatada. Dieser arbeitete ebenso wie die Londoner „Hassprediger“ Omar Bakri Mohmmed und Abu Hamza al-Masri mit dem britischen Geheimdienst zusammen. (13)

Anfragen aus Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und den USA bezüglich Qatadas Al Qaeda-Verbindungen wurden von den britischen Behörden verweigert. (14)

Laut den Aussagen des für den französischen und britischen Geheimdienst arbeitenden Omar Nasiri wimmelte es in den Moscheen Abu Hamzas und Abu Qatadas nur so von Spionen. (15) Den Geheimdiensten war klar, welche wichtige Rolle diese Moscheen im islamistischen Netzwerk spielen. Auch in der Al-Quds Moschee in Hamburg arbeitete mindestens ein Zuträger des Verfassungsschutzes.

Von Geheimdiensten umgeben

“Das LfV verfügte über einen Mitarbeiter, der das Amt mit detaillierten Informationen über die Al-Quds-Moschee und ihre radikalen Stammgäste versorgen konnte. Die Unterlagen widersprechen außerdem der oft kolportierten These, wonach es sich bei den Terroristen um sogenannte Schläfer gehandelt habe, die auf ein Signal hin lediglich hätten „aktiviert“ werden müssen. Vielmehr schlossen sich die drei Hamburger Todespiloten und ihre Helfershelfer unter den Augen diverser Nachrichtendienste zu einer Terrorgruppe zusammen und planten den wohl spektakulärsten Terroranschlag in der Geschichte – während sie beobachtet wurden“, schrieben Oliver Schröm und Dirk Laabs in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bereits im Februar 2003. (16)

Die FAS wusste dies deshalb so genau, weil sich der Verfassungsschutz-Agent an sie wandte und brisantes Material übergab. Die Aussagen des Verfassungsschutz-Mitarbeiter Manfred Murck in der ZDF-Sendung hören sich da ganz anders an:

„Wir haben nicht unter der Prämisse gearbeitet, hier sind Terrorgruppen am Werk. Wenn Sie wollen haben wir im Rahmen unserer allgemeinen Aufgabenwahrnehmung da die eine oder andere Beobachtung gemacht. Und die hat nicht belegt, dass es Terrorplanungen gab.“

Und zu Atta heißt es von ihm: „Was Atta betrifft, taucht der damals mit einem Namen, den wir damals geführt haben, El-Amir, bei uns auf, er ist aber nicht identifiziert worden als solcher und es gab auch in dem Sinne keine weiteren Anlässe ihm operativ nachzugehen, also die Radikalisierung von Atta haben wir so wie die Radikalisierung der Gruppe als solche nicht wirklich auf dem Schirm gehabt.“

Auch das steht im Widerspruch zu den Aussagen des FAS-Artikels. Dort heißt es, dass das BfV „auf die Spur der Todespiloten [hätte kommen] müssen. Denn während der Gespräche, die das BfV abhörte, fiel zweimal Mohammed Attas vollständiger Familienname, „Mohammed Atta Al Amir“. Das BfV behauptet jedoch, man habe „nur Vornamen identifiziert“, Nachnamen hingegen nie.“ (17)

Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Entweder gab es tatsächlich keine Radikalisierung und Terrorplanung, die der Verfassungsschutz auf “den Schirm” kriegen konnte, oder aber man wollte nicht sehen, was offensichtlich war. In dem FAS-Artikel heißt es weiter:

„Im Herbst 1997 startete das BfV eine aufwendige Überwachung, die „Operation Zartheit“. Im Visier: Mohammed Haydar Zammar. Zammar, der 1991 in Pakistan militärisch ausgebildet worden war und bis 1996 mehrere Einsätze als Glaubenskrieger in Bosnien und Afghanistan absolvierte, wurde laut einem internen Papier des Verfassungsschutzes von Osama Bin Laden persönlich nach Afghanistan eingeladen. Zammar revanchierte sich, indem er eine Kriegserklärung Osama Bin Ladens an die Vereinigten Staaten in Hamburger Moscheen verteilte. Später knüpfte Zammar Kontakte zu Gesinnungsgenossen in Spanien, Italien und England; in London nahm er Verbindung zum ‚geistigen Oberhaupt“ der Al Qaida in Europa auf.Unter Observation durch das BfV baute Zammar das europäische Netzwerk der Al Qaida mit auf. Jedesmal, wenn Zammar dafür zu Hause in Hamburg zum Telefon griff und mit europäischen Gesinnungsgenossen sprach, hörte das BfV mit. Zur Überwachung Zammars stand das gesamte nachrichtendienstliche Repertoire bereit, abgesegnet von einem
Kontrollgremium des Bundestages: Grenzfahndung, Telefonüberwachung, Observation.“ (18)

Auch der Spiegel schrieb darüber, wie die Spur immer wieder zu Zammar führte, „wenn in den vergangenen Jahren irgendwo Mudschahidin-Kämpfer verhaftet wurden”. Laut dem hauseigenen Anti-Terror-Experten des ZDF, Elmar Theveßen, sei Zammar die „zentrale Figur, wenn nicht sogar Schlüsselfigur in der Wandlung des Mohammed Atta zum skrupellosen Terroristen.(…) Zammar empfahl Atta und seine Leute an die Führungsspitze von El-Kaida in Afghanistan”. (19)

Der Fall Zammar ist auch vor dem Hintergrund der Nähe zu Geheimdiensten von Interesse. Zammar arbeitete für das Textilunternehmen Tatex, welches laut der Recherche von Seymour Hersh vom syrischen Geheimdienst infiltriert war. Einer der Eigentümer war Mohammed Majed Said, von 1987 bis 1994 Chef des syrischen Geheimdiensts und 2001 Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat Syriens. (20)

Für Tatex arbeitete auch der Deutsch-Syrer Mamoun Darkazanli, dessen Konten als erste nach dem 11.September 2001 von den USA eingefroren wurden.(20) Seine Mamoun Darkazanli Import-Export Company wurde von den USA, der UN und der EU auf die Liste der Unterstützer von Al Qaeda gesetzt. (21) Die Liste derer, mit denen er Geschäfte tätigte, lese sich wie ein „Who is Who“ der Al Qaeda, schrieb die Chigaco Tribune. (22) Darkazanli stand auch in Kontakt mit der Hamburger Zell um Atta. Gemeinsam beteten sie auch in der Al-Quds-Moschee.

In der Anklageschrift gegen die Männer, denen wegen des Anschläge auf U-Bahnen in Madrid am 11. März 2003 der Prozess gemacht wurde, tauchte Darkazanlis Name über hundert Mal auf.

Spanien forderte daraufhin die Auslieferung des in Deutschland auf freiem Fuß lebenden Al Qaeda-Finanziers. Die Hamburger Behörden folgten dem Antrag und nahmen ihn in Auslieferungshaft. Doch im letzten Moment stoppte das Bundesverfassungsgericht seine Auslieferung. Diese sei nach Gesetzeslage nicht möglich gewesen. Nachdem die Gesetze später geändert wurden, beantragten spanische Behörden im Jahr 2007 noch einmal seine Auslieferung. Diesmal erteilte das Bundesjustizministerium unter Brigitte Zypries dem Anliegen eine Abfuhr. „Das Bundesjustizministerium schützt einen wichtigen Terrorverdächtigen vor Strafverfolgung“, kommentierte Hamburgs Justizsenator Carsten-Kudwig Lüdemann den Vorgang. (23)

1999 versuchte die CIA, die ihn schon mehrere Jahre unter Beobachtung hatte, für sich anzuwerben. Ob mit Erfolg lässt sich kaum verifizieren, dass Darkazanli aber nach wie vor in Hamburg auf freiem Fuß lebt, spricht dafür, dass es einen gewissen Schutz genießt. (24)

Kontakte zu Geheimdiensten hatte Darkazanli aber bereits vor dem CIA-Anwerbeversuch. Die wurden spätestens dann auffällig, als das saudische Unternehmen Twaik Group 250.000 US-Dollar auf sein Konto einzahlte. Deutsche Geheimdienste gehen davon aus, dass es sich bei der Twaik Group um ein Frontunternehmen des saudi-arabischen Geheimdiensts handelt. Laut Einschätzungen verschiedenster Geheimdienste arbeiteten zwei Twaik-Manager gleichzeitig für Al Qaeda. Ein Twaik-Mitarbeiter, der später der Finanzierung des Anschlags von Bali im Jahr 2002 beschuldigt wurde, reiste des Öfteren mit Flugzeugen des saudischen Geheimdienstes. (25)

Laut Focus griff „der bieder wirkende Hamburger Kaufmann [wohlmöglich] auch selbst in den bewaffneten Kampf ein. Bei einer Razzia in Spanien stießen die Fahnder auf Fotos, auf denen er als Gotteskrieger vor Schützengräben posiert. In der emporgereckten Hand hält er ein Maschinengewehr.“ (26)

Aber die Verbindungen der mutmaßlichen 9/11-Hijacker zu Geheimdiensten enden hier noch lange nicht. Wo man auch hinschaut, sie scheinen überall zugegen zu sein.

Wasser predigen – Wein trinken

Ziad Jarrah wird in der Sendung mit folgenden Worten vorgestellt: „Zu dieser Hamburger Gruppe um Mohammed Atta zählt auch Ziad Jarrah. Er kommt 1997 nach Hamburg. Auch er ist Student. Jarrahs Familie aus dem Libanon ist wohlhabend und gebildet.“

Das ZDF hätte Jarrahs Einführung in die Sendung auch um folgende Fakten ergänzen können: Jarrah besuchte eine katholische Schule und wuchs in der 15.000 Einwohner zählenden Kleinstadt Marji im Beeka-Tal auf. Dort lebten auch seine Onkel Ali und Yussif Al-Jarrah. Beide wurden Ende 2008 im Libanon festgenommen. Wie sich herausstellte, leite Ali Al-Jarrah mit der Unterstützung seines Bruders im Libanon einen Spionagering für den Mossad. Ali Al-Jarrah war bereits seit Mitte der 1980er Jahre für den israelischen Geheimdienst tätig. Freunde und ehemalige Kollegen zeigten sich angesichts seines geheimdienstlichen Doppellebens, dass eine geheime Ehe mit einer zweiten Frau einschloss, „schockiert über das Ausmaß der Täuschung“, schrieb die New York Times. (27)

„Doch auch [Ziad Jarrah] führt ein Doppelleben“
, so das ZDF und meint damit aber keinesfalls eine etwaige Agententätigkeit. „Neben dem Studenten und Partygänger gibt es noch den Muslim Jarrah, der in die Al-Quds Moschee geht, dort anti-westliche Predigten hört und auf Gleichgesinnte trifft.“

Aber auch Atta führte ein Doppelleben, über das der Zuschauer allerdings nichts erfährt. Im beschaulichen Venice, wo er sich zusammen mit dem mutmaßlichen Hijacker Marwan Al-Shehhi in eine Flugschule einschrieb, ist er nicht nur als frommer Moslem aufgefallen.

Des Öfteren verkehrt er in dem Strip-Club Cheetah‘s. Auch Nawaf Alhazmi und Khalid Almihdhar halten sich dort öfter auf, ebenso wie Marwan Al-Shehhi. (28)

Der Alkohol fließt in Strömen. Aber nicht nur dort. So wurden Atta und Al-Shehhi in der Sunrise 251-Bar in Palm Beach, Florida, gesichtet. Dort gaben sie in einer Stunde 1.000 Dollar für Champagner aus. An ihrer Seite befanden sich zwei Frauen, die vor Ort als Begleiterinnen von „High-Rollers“ bekannt sind. Unter High-Rollers versteht man Glücksspieler, die an einem Abend im Casino Zehn- oder gar Hunderttausende von Dollar ausgeben. (29)

Am 7.September 2001 betraten Al-Shehhi und Atta bereits betrunken die Bar Shuckums in Hollywood, Florida, und tranken dort harten Alkohol. (30)

Al-Shehhi ging auch alleine auf die Piste und trieb sich im Sommer in einem Strip-Club in Las Vegas, Nevada, herum.(31)

Auch Ziad Jarrah konnte den nackten Verlockungen nicht widerstehen und stattete dem Strip-Club Wacko in Jacksonville, Florida, einen Besuch ab. (32)

Einige der mutmaßlichen Hijacker besuchten die Nardone Go-Go Bar in Elizabeth, New Jersey, sogar am Wochenende vor den Anschlägen. (33)

Auch von Ahmed Alghamdi und Hani Hanjour ist bekannt, dass sie regelmäßig Bier tranken. Für gewöhnlich Heineken oder Budweiser, so Modesta Gomez, Besitzer der El Fogon-Bar in Paterson, New Jersey. (34)

Patersons Bürgermeister sagte diesbezüglich, „niemand hat sie jemals in einer Moschee gesehen, aber sie gingen gerne in GoGo-Clubs.“ (35)

Die Durchsicht der Kreditkartenrechnungen – Attas wurde übrigens noch nach dem 11.September verwendet (36) – seitens des FBI ergab, dass mehrere der mutmaßlichen Hijacker wiederholt Geld für Pornos und Sexspielzeuge ausgaben. (37)

Und nicht zu vergessen, dass einige von ihnen in den Tagen vor 9/11 Prostituierte in Boston aufsuchten. (38)

Atta teilte sich im Frühjahr 2001 sogar zeitweise ein Appartement mit seiner amerikanischen Freundin Amanda Keller, die unter anderem als Stripperin arbeitete. Eine der berauschenden Partys erstreckte sich sogar über drei Tage, wobei sie keine einzige Nacht verschliefen. (38a) Die „Jungs waren allesamt echte Partylöwen” und hatten „jede Menge Geld parat”, berichtete Attas und Kellers Nachbarin Stephanie Frederickson. (39) Kellers Beziehung zu Atta wurde auch von anderen Zeugen bestätigt, darunter ihre Mutter und der Verwalter der Appartement-Anlage, Charles Grapentine. Da diese Aussagen so gar nicht in das offizielle Bild passen, ist es kaum verwunderlich, dass das FBI starken Druck auf Amanda Keller ausübte, sie solle ihre Aussagen über ihre Beziehung zu Atta zurückziehen. Druck wurde auch auf Zeugen wie Stephanie Frederickson ausgeübt. (40)

Im Jahr 2006 gab sie dem Druck schließlich nach und widerrief ihre Aussage mit zwei kurzen Sätzen. (41) Doch die Eskapaden der „Partylöwen” sind so umfangreich belegt, dass sich das Bild der frommen Muslime nicht länger aufrecht erhalten lässt.

Außerdem müssen Kellers Aussagen trotz ihres Widerrufs auch aus einem anderen Grund als glaubwürdig betrachtet werden. Denn sie nannte ein Detail, das sie nicht aus den Medien kennen konnte, es fand erst durch sie den Weg an die Öffentlichkeit. Und zwar durch die Recherchen des Investigativ-Journalisten Daniel Hopsicker, der ein ganzes Buch zu den seltsamen Vorgängen rund um die Flug-Schulen in Venice geschrieben hat.

Keller berichtete davon, dass Atta oft in Begleitung zweier Deutscher namens Jürgen und Wolfgang war, die er als seine Brüder bezeichnete. „Er und Wolfgang waren sehr eng befreundet, sie gingen überall zusammen hin.(..) Er und Jürgen benahmen sich, als ob sie sich schon ewig kennen würden.” (42)

Kurz nachdem das FBI sie zum Widerruf gedrängt hatte, gab es eine Terrorwarnung an die Regierung der Karibikinsel Kiribatis heraus. Der Verdächtige, Wolfgang Bohringer, soll „Verbindungen zu Mohamed Atta” gehabt haben und passt perfekt zu den Beschreibungen Kellers.

Bohringer geriet in Verdacht, weil er auf einer abgelegenen Inselgruppe namens Fanning Islands eine Flugschule eröffnen wollte, obwohl die Insel gerade mal 600 Einwohner zählte und weder über eine Landebahn noch über ein Telefonnetz verfügte.

„Anwohner gaben den Behörden einen Tipp, nachdem sie entdeckten, dass Bohringer auf seiner Yacht Waffen hortete sowie einen Koffer voller Bargeld. Aber erst die Erwähnung von Atta löste wirklich Alarm aus.“ (43)

Chuck Corbett, der einige Monate mit Bohringer zusammen arbeitete, berichtete davon, wie dieser an einem Abend sieben Pässe auf den Tisch legte. Laut Corbett sagte Bohringer bei seiner Festnahme auf Kiribati, „Ihr könnt mir gar nichts. Ich bin bei der CIA”. Zwei Wochen später befand er sich wieder auf freiem Fuß. (44)

Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die Namen Bohringer oder Amanda Keller im offiziellen 9/11-Report nicht auftauchen. Erwähnt sollte auch werden, dass die Drähte Attas zu Geheimdiensten sogar noch kürzer waren. Wochen vor den Anschlägen erhielt Atta insgesamt 100.000 US-Dollar, auf seine Konten in Florida von Saeed Sheikh überwiesen. Laut indischen Geheimdienstquellen geschah die Transaktion auf Geheiß des damaligen pakistanischen Geheimdienstchefs General Mahmud Ahmed. (45) Obwohl letzteres nicht offiziell von US-Behörden bestätigt wurde, musste Ahmed Wochen nach den Anschlägen aufgrund des Drucks der USA zurücktreten. Aber auch ohne seinen direkten Befehl handelt es sich bei dem Finanztransfer um eine geheimdienstliche Aktivität, denn der “Terrorist” Saeed Sheikh kann ohne Zweifel als Geheimdienstmann bezeichnet werden. (46)

Wie aber lässt sich das ausschweifende Partyleben vermeintlicher Dschihadisten erklären? Psychologisierend könnte man anbringen, dass sie im Angesicht des baldigen Todes das Leben noch in vollen Zügen genießen wollten. Oder aber man könnte ihnen eine besondere Hinterlist unterstellen und vermuten, der unfromme Lebenswandel sei dem ‚Zweck der Tarnung geschuldet, um in den USA nicht aufzufallen. Doch beide Einwände lassen sich leicht widerlegen.

Bei ihren Aufenthalten im philippinischen Manila 1997 und 1999 legten sie bereits dasselbe Verhalten an den Tag. So erinnert sich eine Mitarbeiterin des Hotels, Gina Marcelo, dass Marwan Al-Shehhi eine Party veranstaltete. „Es waren ungefähr sieben Leute. (…) Sie tranken Whiskey. (…) Sie kamen in großen Fahrzeugen, hatten viel Geld. Alle hatten Freundinnen.“ (47)

Ein Muster ist erkennbar: befindet sich Atta in vertrauter Alltagsumgebung in Hamburg, gibt er den frommen Moslem, der nicht einmal Frauen die Hand geben will. Befindet er sich aber fernab der deutschen Wahlheimat, dann verwandelt er sich in eine Partybestie, die eine ganz andere Einstellung zu Weib, Wein und Gesang offenbart. Und da er in dieser Hinsicht kein Einzeltäter war, muss ein solches Verhalten unter seinen mutmaßlichen Mit-Attentätern als akzeptabel betrachtet worden sein.

Auffallen um jeden Preis

Auffällig an Atta und seinen Partyfreunden ist aber noch ein anderer Sachverhalt. Sie verhielten sich auch in anderer Hinsicht nicht so, wie man es von konspirativ agierenden Terroristen erwarten würde. Atta und seine Gefährten hinterließen eine Spur wie eine Elefantenherde. Als hervorragendste Beispiele seien hier nur drei genannt:

So stellten Nawaf Alhamzi und Khalid Almihdhar in einer Moschee einen Koffer mit der Aufschrift „Geschenk an die Brüder“ ab. Dieser enthielt Handbücher zum Fliegen und auch Logbücher des Flugtrainings der beiden aus dem Jahre 2000. (48)

Alhamzi und Almihdhar, die zu den Führungsköpfen der mutmaßlichen Hijacker gezählt werden, wurden von dem saudischen Geheimdienst-Mann Omar Al-Bayoumi „betreut“. (49)

Al-Bayoumi holte beide nach ihrer Einreise in die USA im Januar 2000 vom Flughafen in Los Angeles ab. (50) Danach lebten sie für zwei Wochen in seinem Appartement in San Diego, bevor sie sich selbst dort eine Wohnung verschafften, in der sie bezeichnenderweise dann mit einem FBI-Informanten zusammen lebten. (51)

Al-Bayoumi hatte offenbar „Zugang zu unbegrenzter Finanzierung aus Saudi-Arabien“. Beispielsweise stellte er 400.000 US-Dollar für den Kauf einer Moschee in San Diego zur Verfügung. (52) „Al-Bayoumi kam hier her, baute alles finanziell auf, die Al Qaeda-Zelle in San Diego und die Moschee“, so ein FBI-Ermittler. (53)

Senator Bob Graham, Vorsitzender der 9/11-Kongress-Untersuchung, sprach von einer Vertuschung. (54)

Als weiteres Beispiel für die Unbekümmertheit, mit der die mutmaßlichen Attentäter vorgingen, sei ein Vorfall vom 10. September 2001 genannt. Im Daytona Strip Club machten sie aus ihren antiamerikanischen Ansichten keinen Hehl. „Wartet bis morgen. Dann wird Amerika sein Blutbad erleben.“, erinnert sich Manager John Kap. Dort gaben sie nicht nur Hunderte von Dollar für Lap-Dances und Getränke aus, sondern hinterließen praktischerweise noch einen Koran und eine Visitenkarte an der Theke. (55)

Die wichtigste Spur aber hinterließ Atta am 11.September selbst. Seine Taschen blieben als einzige Gepäckstücke der 81 Passagiere „zufällig“ in der Abfertigung hängen. Diese Taschen sorgten dafür, dass innerhalb von wenigen Stunden die bis heute offiziell gültige 9/11-Version das Licht der Welt erblickte. Die Taschen enthielten Bedienungs-Anleitungen für Boeing 757 und 767, einen Koran, Atta‘s Testament und Teppichmesser.

Was immer er damit auch wollte – er kam im Flug ja nicht an sie heran und musste auch von der Vernichtung seines Testaments ausgehen – lag hier die perfekte Kombination vor.

Schließlich ließ das Testament auf den Willen zum Sterben schließen, die Anleitungen auf den Willen zum Fliegen, der Koran auf das religiöse Motiv und das Teppichmesser galt als Tatwaffe.

Laut einem ehemaligen FBI-Beamten und einem ehemaligen Staatsanwalt enthielten die Taschen weitaus mehr, als im Bericht der 9/11-Untersuchungskommission aufgeführt. So beinhalteten sie auch die Namen der Entführer, ihre Anweisungen und ihre Verbindungen zu Al Qaeda. Aufgrund dieses Fundes sei die US-Regierung in der Lage gewesen, die Attentäter fast unverzüglich zu identifizieren. (56)

Aufgrund all dieser Fakten muss man nicht zu der Schlussfolgerung kommen, dass beispielsweise Mohamed Atta ein Geheimdienstmann war und ein dementsprechendes Doppelleben führte, daher protegiert wurde und absichtlich Spuren legte, die dafür sorgten, dass innerhalb von Stunden die Theorie von der Al Qaeda-Verschwörung die Runde machte. Aber man könnte. Alleine das Können soll der Zuschauer nicht sollen, wenn es nach der ZDF-Sendung geht. Denn im Gegensatz zu der ZDF-These kommt die Agenten-These ganz ohne Weglassen von Tatsachen und Widersprüchen aus und erscheint unter Berücksichtigung aller der Öffentlichkeit zugänglichen Fakten als die plausibelste These.


Quellenangaben:

(1) http://www.hoerzu.de/wissen-service/wissen/die-wahrheit-ueber-den-11-september
(2) ebd.
(3) http://archives.cnn.com/2002/US/08/01/cia.hijacker/index.html
(4) http://www.nytimes.com/2001/10/05/news/05iht-clark_ed3_.html
http://www.atimes.com/se-asia/CJ11Ae02.html
(5) http://www.focus.de/kultur/kino_tv/medien-doku-zum-11-september-im-zdf_aid_544322.html
(6) Die Beziehungen beider Familien wird ausführlich in dem Buch „House of Bush, House of Saud: The Secret Relationship Between the World’s Two Most Powerful Dynasties“ von Craig Unger dargelegt. Siehe auch: http://en.wikipedia.org/wiki/House_of_Bush,_House_of_Saud
(7) Brisard/Dasquié, „Die verbotene Wahrheit“, 2001, Seite 126
(8) http://www.guardian.co.uk/theobserver/2002/jun/16/features.magazine57
(9) http://en.wikipedia.org/wiki/Able_Danger
(10) http://www.counterpunch.org/brzezinski.html
(11) Siehe Robert Gates, „From the Shadows“,2007, Seite 145, sowie John Cooley, „Unholy Wars: Afghanistan, America and International Terrorism“, 2002, Seite 10
(12) Simon Reeve, „The New Jackals: Ramzi Yousef, Osama bin Laden and the Future of Terrorism“, 1999, Seite 167/176
(12a) Lorenzo Vidino, „Al Qaeda in Europe: The New Battleground of International Jihad“, 2005, Seite 230
(13) O’Neill/McGrory, „The Suicide Factory: Abu Hamza and the Finsbury Park Mosque“, 2006, Seite 108
(14) http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/article1051304.ece
(15) Omar Nasiri, „Inside the Global Jihad: How I Infiltrated Al Qaeda and Was Abandoned by Western Intelligence“, 2006
(16) http://s3.amazonaws.com/911timeline/2003/faz020203.html
(17) ebd.
(18) ebd.
(19) Aust/Schnibben, „11.September – Geschichte eines Terrorangriffs“, 2002, Seite 196
Elmar Theveßen, „Schläfer mitten unter uns“, 2004, S.82
(20) http://www.newyorker.com/archive/2003/07/28/030728fa_fact
(21) http://www.ustreas.gov/offices/enforcement/ofac/sdn/sdnlist.txt
http://www.un.org/sc/committees/1267/consoltablelist.shtml
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32002R0881:EN:HTML
(22) Chicago Tribune, 5.10.2003
(23) http://www.focus.de/politik/deutschland/haftbefehl-unter-staatsschutz_aid_222961.html
(24) Chicago Tribune 17.11.2002
(25) Chicago Tribune 31.3.2004, Chicago Tribune 11.10.2003
(26) http://www.focus.de/politik/deutschland/islamisten-netzwerker-des-terrors_aid_203107.html
(27) http://www.nytimes.com/2009/02/19/world/middleeast/19lebanon.html?_r=4&hp
(28) http://articles.latimes.com/2002/sep/01/nation/na-plot-1
http://www.historycommons.org/sourcedocuments/2001/pdfs/fbi911timeline106-210.pdf
(29) Daily Mail, 16.9.2001
(30) http://web.archive.org/web/20030402060235/www.nctimes.net/news/2001/20010912/10103.html
http://www.sptimes.com/News/091301/Worldandnation/FBI_seizes_records_of.shtml
(31) http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?file=/chronicle/archive/2001/10/04/MN102970.DTL
(32) http://www.firstcoastnews.com/news/news-article.aspx?storyid=23296
(33) http://web.archive.org/web/20011010224657/http://www.bostonherald.com/attack/investigation/ausprob10102001.htm
(34) http://s3.amazonaws.com/911timeline/2001/coxnews101601.html
(35) http://www.wanttoknow.info/011015newsweek
(36) http://www.cooperativeresearch.org/sourcedocuments/2001/pdfs/fbi911timeline210-297.pdf
(37) http://www.historycommons.org/sourcedocuments/2001/pdfs/fbi911timeline106-210.pdf
(38)
http://web.archive.org/web/20011010224657/http://www.bostonherald.com/attack/investigation/ausprob10102001.htm
http://www.highbeam.com/doc/1P2-8683743.html
(38a) http://www.positiontoknow.com/S-11//html/Hunt_For_Terrorists_Reaches_North_Port.htm
(39) Daniel Hopsicker, „Welcome to Terrorland“, 2004, Seite 73 f.
(40) ebd.
(41) http://www.heraldtribune.com/article/20060910/NEWS/609100466
(42) Daniel Hopsicker, „Welcome to Terrorland“, 2004, Seite 135.
(43) http://tvnz.co.nz/view/news_budget_story_skin/894272
(44) http://www.madcowprod.com/120112006.html
(45) http://archives.cnn.com/2001/WORLD/asiapcf/south/10/08/india.ressa/
(46) http://www.historycommons.org/essay.jsp?article=essaysaeed
(47) International Herald Tribune, 5.10.2001
(48) Seite 100, http://www.9-11commission.gov/staff_statements/911_TerrFin_Monograph.pdf
(49) Senator Bob Graham, Vorsitzender der 9/11-Kongress-Untersuchung, ordnet Al-Bayoumi dem saudischen Geheimdienst zu. Siehe auch: Philip Shenon, „The Commission: The Uncensored History of the 9/11 Investigation“,2008, Seite 52
(50) http://www.webcitation.org/5bRFR2Hb4
(51) http://www.cbsnews.com/stories/2002/09/09/attack/main521223.shtml
(52) Seite 174, http://www.gpoaccess.gov/serialset/creports/pdf/fullreport_errata.pdf
(53) http://legacy.signonsandiego.com/news/nation/terror/20011027-9999_1n27mosque.html
(54) Bob Graham, „Intelligence Matters“, 2004
(55) http://www.usatoday.com/news/nation/2001/09/14/miami-club.htm
(56) http://web.archive.org/web/20070507054456/http://www.newsday.com/news/nationworld/nation/ny-uslugg0417,0,3743892.story?coll=ny-homepage-bigpix2005

Quelle

Die Beschuldigung von Syrien als Mörder von Rafik Hariri hat sich als zusammengefälschte Konstruktion pro-israelischer Westmächte herausgestellt. Da nun die Spuren nach Israel wiesen, musste schnell ein Israel genehmer Verdächtiger her. Der Spiegel lieferte ihn: Hisbollah war es, veröffentlichte das bekannte deutsche Kriegshetzerblättchen. Doch der Generalsekretär der Hisbollah, Hassan Nasrallah, spielte bei dem schmutzigen Spiel falscher Anschuldigungen genausowenig mit wie zuvor Syrien und legte öffentlich deutliche Indizien vor, die die Spur nach Israel erhärteten.

Kurz zuvor war es bei einer israelischen Provokation zu einem Scharmützel an der israelisch-libanesischen Grenze zwischen zionistischen Terrorbrigaden und der libanesischen Armee zu vier Toten gekommen. Einer der Toten war ein zionistischer Herrenmensch. Dass nicht nur Libanesen starben war den US-Freunden der zionistischen Herrenmenschen ein Greuel und so erklärte der für die militärische Hilfe zuständige US-amerikanische Imperialist Howard Berman erbost, dass die militärische Unterstützung der USA für den Libanon fortan gestrichen sei.

Nach US-amerikanischer Auffassung ist die libanesische Armee nämlich dazu da, einen Bürgerkrieg gegen die islamische Widerstandsbewegung Hisbollah zu führen, aber keinesfalls dazu, die libanesischen Landesgrenzen gegen zionistische Terroristen zu verteidigen. Und siehe da, der Libanon ist sich einig wie selten: wenn die Militärhilfe der USA nicht der Landesverteidigung dienen darf, dann mögen die USA die Hilfe eben behalten. Der Iran hat dem Libanon umgehend angeboten, die Armee des Libanon auszurüsten und zu trainieren. Und der libanesische Präsident Sleiman hat nun kundgetan, dass er das Angebot des Iran annehmen möchte und auch die Hisbollah unterstützt die Idee der militärischen Kooperation des Libanon mit dem Iran.

Man kann also nicht sagen, dass die US-amerikanische Außenpolitik nur Mist produziert. Manchmal bringt sie, wenn auch unbeabsichtigt, sogar recht vernünftige Ergebnisse zustande.

Quelle

Von wegen Truppenabzug: Die USA verlassen den Irak nicht, sie etikettieren ihre Besatzung lediglich um

Unter großem Medienrummel ist in der vergangenen Woche der Abzug der »letzten Kampfbrigade« aus dem Irak inszeniert worden. Mit dem 31. August 2010 werde »Amerikas Kampfautrag enden« und »unsere militärische Mission« umgewandelt, »vom Kampf zur Unterstützung und Ausbildung der irakischen Sicherheitskräfte«, hatte Barack Obama kurz zuvor verkündet. Ende 2011 würden, so versicherte der US-Präsident, die restlichen GIs das Land verlassen. Die meisten Medien werteten dies auf den Titelseiten als faktisches Ende des Irak-Kriegs. Mit der Wirklichkeit hat dies nichts zu tun. Tatsächlich wird die Besatzung nur umetikettiert und umorganisiert, um sie zukunftstauglicher zu machen.

Ab September sollen an Euphrat und Tigris noch rund 50000 US-Soldaten als »Trainings- und Unterstützungstruppen« für die irakische Armee verbleiben. Das sind doppelt so viele, wie die USA bis zum Amtsantritt Obamas im zweimal so großen Afghanistan im Einsatz hatten. Zurück im Zweistromland bleiben schwerbewaffnete Brigaden, die im Verein mit der gleichfalls verbleibenden Luftwaffe, weiterhin das tun werden, was sie seit sieben Jahren tun: die politischen Gegner der USA und ihrer lokalen Verbündeten jagen, gefangen nehmen oder töten. Diese Kampfhandlungen sollen keineswegs enden, sie werden zukünftig nur »Stabilisierungsoperationen« genannt.

US-Vizepräsident Joe Biden hatte allen Kritikern, die den Abzug als verfrüht ansehen, versichert, daß »der Großteil der verbleibenden Truppen immer noch aus Leuten bestehen werde, die gezielt schießen und die schlimmen Jungs fangen können«. Auch Verteidigungsminister Robert Gates hatte auf Anfrage bestätigt, daß die Truppen unabhängig von ihrer Bezeichnung »gezielte Operationen der Aufstandsbekämpfung« durchführen werden. »So etwas wie Nicht-Kampftruppen gibt es nicht«, ulkte der Militärexperte der Washington Post, Thomas Ricks, denn auch, »es gibt keine pazifistische Abteilung im US-Militär«.

Das Truppenstationierungsabkommen, das Washington noch unter Präsident George W. Bush mit der irakischen Regierung vereinbart hatte, verbietet an sich Angriffe ohne Erlaubnis der irakischen Führung. Explizit ausgenommen sind jedoch Aktionen zur Selbstverteidigung. Das US-Militär deklariert daher seine Einsätze seither überwiegend als Selbstschutzmaßnahmen – die Armee operiert sozusagen in ständiger putativer Notwehr.

Eine der offiziellen Hauptaufgaben der verbleibenden US-Truppen ist die weitere Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte. In den vergangenen sieben Jahren haben allerdings schon Hunderttausende Iraker Ausbildungsprogramme der US-Armee durchlaufen, an militärischem Know-how sollte es also nicht fehlen. Tatsächlich geht es den USA dabei um den Aufbau US-loyaler Kräfte und deren unmittelbare Kontrolle. Bisher sind sie damit nicht sehr weit gekommen. Nominell umfassen die irakischen Sicherheitskräfte – inklusive diverser von der Regierung kontrollierten Milizen – 660000 Mann. Die Loyalität und Kampfmoral der meisten Einheiten ist jedoch aus US-Sicht äußerst zweifelhaft, und der neuen Armee fehlen die High-Tech-Waffen, mit denen die Besatzer dem Widerstand Paroli bieten.

Nach Einschätzung der kommandierenden US-Generäle werden US-Truppen noch viele Jahre lang nötig sein, um die Kontrolle über das Land zu sichern. Sie hatten daher von Anfang an deutlich gemacht, daß sie die im Stationierungsabkommen vereinbarten Abzugstermine keinesfalls für verbindlich halten. Generalstabschef George Casey erklärte z.B. im Mai vergangenen Jahres, daß seine Planungen für die Armee Kampftruppen im Irak noch für ein weiteres Jahrzehnt vorsehen.

Der Kampf gegen ihre Gegner im Land ist dabei nur ein Aspekt für die US-Führung. Ein vollständiger Rückzug würde nicht nur das baldige Aus für die ehrgeizigen Pläne im ölreichen Land bedeuten, sondern auch das Feld dem Iran überlassen, der durch die Zerschlagung des Irak ohnehin schon zur stärksten Macht in der Region wurde.

Im Irak glaubt niemand ernsthaft, daß die USA das Land freiwillig verlassen werden. Auch die meisten Experten gehen davon aus, daß Washington zumindest die fünf Mega-Militärbasen als permanente Stützpunkte behalten will. Pentagon-Chef Gates deutete bereits an, daß die US-Administration mit der zukünftigen Regierung in Bagdad eine Verlängerung der Stationierung auszuhandeln gedenkt. Auch diese, so das Kalkül, werde rasch einsehen, daß sie sich ohne die US-Armee nicht lange halten kann.

Dazu muß jedoch erst einmal eine geeignete neue Regierung gebildet werden. Die Schwierigkeiten bei der sich nun seit März hinziehenden Kabinettsbildung liegen nicht nur an innerirakischen Rivalitäten, sondern nicht zuletzt daran, daß die Besatzer alles daransetzen, radikalere Besatzungsgegner aus der Regierungskoalition herauszuhalten. Washington drängt auf ein Bündnis von Nuri Al-Maliki und Wahlsieger Ijad Allawi – wobei Maliki Regierungschef bleiben, Allawi jedoch als Chef eines neu zu schaffenden Nationalen Sicherheitsrates erhebliche Machtanteile erhalten soll. Mit einem solchen Bündnis der pro-amerikanischen Schwergewichte könnte sowohl der Einfluß der radikaleren nationalistischen Kräfte in Allawis Koalition Al-Iraqiya wie auch der pro-iranischen schiitischen Allianz und insbesondere die sehr stark im Parlament vertretene Bewegung von Muqtada Al-Sadr minimiert werden.

Eine Diskussion über eine Verlängerung der US-amerikanischen Truppenpräsenz ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht opportun. In Bagdad jedenfalls könnte es sich im Moment keiner der Aspiranten auf das Amt des Ministerpräsidenten erlauben, öffentlich eine Verlängerung in Erwägung zu ziehen.

Quelle

Gerade stehen neue Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern an, und der in USA sehr bekannte Kolumnist George Will warnt vor Zugeständnissen Israels. Dazu legt er sich seine eigenen Wahrheiten zurecht.

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Das Jahrhunderthochwasser, das große Teile von Pakistans landwirtschaftlichen Flächen überschwemmt hat, ist der letzte Schlag gegen die zunehmend mit Problemen belastete Politik Washingtons in – wie es jetzt bezeichnet wird – „Afpak.“

Die noch immer steigenden Fluten haben bisher 20 Millionen Pakistaner betroffen. Über 1.500 Menschen sind ums Leben gekommen, 800.000 Häuser wurden zerstört. Die Regierung Pakistans berichtet, dass 10% seiner 180 Millionen Einwohner jetzt Not leiden und 20% des pakistanischen Territoriums von den schmutzigen verseuchten Fluten überschwemmt ist. Zwei weitere Wellen von Monsunüberschwemmungen sind unterwegs.

Mein Freund und Afghanistanexperte Arnaud de Borchgrave bezeichnet es treffend als eine biblische Katastrophe. Jetzt kommen bereits zunehmend Berichte von Cholera, die durch das verseuchte Wasser verursacht wird, das die Flüchtlinge trinken.

Washington, das zunehmend besorgt ist hinsichtlich Pakistans Stabilität und Loyalität, stellte eilig $ 1,5 Milliarden an Hilfsmitteln zur Verfügung. Andere Länder habe auch bescheidene Hilfe versprochen, insgesamt so um die $ 230 Millionen.

Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein für Pakistan, eines der ärmsten Länder der Erde, und mit 175 Millionen Einwohnern das sechstgrößte Land nach Einwohnern gerechnet. Im Vergleich bekam das durch das Erdbeben verwüstete Haiti über $ 1 Milliarde an Hilfe. Israel bekommt über $ 3,2 Milliarden jährlich vom Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Krieg der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Afghanistan kostet mindestens $ 17 Milliarden monatlich.

Pakistan taumelte bereits vor den Überschwemmungen am Abgrund des Bankrotts. Frühere Regierungen hatten die Staatskasse geplündert. Islamabad wurde am Leben gehalten durch fortlaufende Geldinjektionen aus Washington und von durch die Vereinigten Staaten von Amerika kontrollierten Finanzinstitutionen wie Weltbank und Internationaler Währungsfonds.

Das Militär, Pakistans Schattenregierung, war mehr oder weniger von den Vereinigten Staaten von Amerika gemietet für $ 1,5 Milliarden im Jahr, plus aller geheimen Zuwendungen von der CIA und anderen Geheimdiensten. Ohne die Hilfe Washingtons würde das überschuldete Pakistan wahrscheinlich in kurzer Zeit zusammenkrachen.

Die Situation wird dadurch verschlimmert, dass Islamabads wichtige Einkommensquelle Baumwolle durch die Überschwemmungen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden ist. Wichtige Ernten von Nahrungsmitteln wurden zerstört, was bedeutet, dass Pakistan in den kommenden zwölf Monaten eine Notversorgung mit Nahrungsmitteln brauchen wird.

Die Pakistan verwüstenden Monsunüberschwemmungen hätten für Washington zu keiner ungünstigeren Zeit kommen können. Der von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Afghanistan geführte Krieg steckt bestenfalls in einer Pattsituation, während die Taliban und ihre Verbündeten an Stärke gewinnen.

In einem der schlimmsten Alpträume des Pentagons hat es eine in Lumpen gekleidete Macht von leicht bewaffneten paschtunischen Bauern und Teilzeitkämpfern (laut Washingtonsprech „Terroristen“) geschafft, 105.000 schwer bewaffnete, verschwenderisch ausgestattete Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika und der NATO zum Stillstand zu bringen und hat die Armeen des Westens sogar in die Defensive getrieben.

Im Basar wird bereits geflüstert, dass die westlichen Mächte in Afghanistan eine Niederlage erleiden könnten. Die New York Times brachte heute „exklusiv“ auf der Titelseite eine Geschichte, wie die CIA und der pakistanische Geheimdienst den höheren Talibanfunktionär Abdul Ghani Baradar im vergangenen Januar verhaftet haben, um geheime Friedensgespräche zwischen den Taliban, Pakistan und der Regierung Karzai in Kabul zu unterbinden.

Was die New York Times da „exklusiv” berichtete, war übrigens schon vor Monaten in dieser Kolumne zu lesen. Washington und seine Verbündeten haben sich bemüht, die Afghanen davon abzuhalten, selbst ein Ende für diesen neun Jahre dauernden Konflikt zu finden.

Jetzt gewährt Russland, die ehemalige Okkupationsmacht, den westlichen Mächten zunehmend militärische und logistische Hilfe in Afghanistan, ebenfalls der noch immer mächtigen afghanischen kommunistischen Partei. Das ist nichts neues.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und die NATO könnten ihre Okkupation Afghanistans nicht fortsetzen ohne die pakistanischen Häfen, Nachschublager, Luftwaffenbasen, Straßen, Geheimdienste und die 140.000 gemieteten pakistanischen Soldaten.

2001 drohten die Vereinigten Staaten von Amerika Pakistan laut seinem ehemaligen starken Mann General Pervez Musharraf mit einem totalen Krieg, wenn es sich nicht an dem Kampf gegen die Taliban beteiligte und einer umfassenden Kontrolle durch die Vereinigten Staaten von Amerika zustimmte. Das Zuckerbrot: bis zu $ 15 Milliarden an Hilfe.

Es war das klassische Mafi-Angebot: „Blei oder Gold.“

Die katastrophalen Überschwemmungen in Pakistan haben jetzt dazu geführt, dass die Regierung von Präsident Asif Ali Zardari in Islamabad isoliert und von der Öffentlichkeit verachtet ist. Die Reaktion der Regierung auf das Hochwasser war kläglich und unbeholfen. Die meisten Rettungsoperationen wurden vom Militär durchgeführt, das noch immer beliebt ist. Man erwarte Anschuldigungen, dass Hilfsgelder von korrupten Regierungsvertretern gestohlen werden.

Vor kurzem zwang Washington die Regierung Zardari, mit der militärischen Tradition zu brechen und die Dienstverträge mit dem mächtigen Generalstabschef der bewaffneten Kräfte General Ashfak Kayani und dem Geheimdienstchef Lt.General Shuja Pasha, die hoch in der Gunst der Vereinigten Staaten von Amerika stehen, um unvorhergesehene weitere drei Jahre zu verlängern. Das hat zu Unruhen in den höheren militärischen Rängen geführt, da keine Beförderungen stattfinden, und zu Unbehagen unter den Demokraten, die befürchten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Absicht haben, eine neue Militätdiktatur in Pakistan an die Macht zu bringen.

Präsident Zardari machte während des Hochwassers eine schlecht angesetzte Reise ins Vereinigte Königreich und erinnerte somit die Pakistanis, dass er dort noch immer ein luxuriöses Landhaus besitzt, das er mit Geldern erworben hat, von denen Schweizer Staatsanwälte behaupteten, es handle sich um massive Schmiergelder aus der Zeit, in der seine verstorbene Frau Benazir Bhutto an der Macht war. Vor ihrem Tod sagte mir diese, das Landhaus sei mit legitimen Mitteln der Familie gekauft worden. Zardari gehört auch ein Chateau aus dem 16. Jahrhundert in der Normandie. Das Pro-Kopf-Einkommen in Pakistan beträgt nur $ 1.000 jährlich – soviel kostet eine Reinigung der Fenster von Zardaris englischem Landhaus.

Die Pakistanis waren wütend über Zardari, der es sich in Europa gut gehen ließ, während über ein Drittel des Landes im Wasser versank. Das pakistanische Parlament hat Zardari, dessen Beliebtheit im Minusbereich liegt, einen Großteil seiner wichtigen Machtbefugnisse aberkannt und sie dem freundlichen, aber schwachen Premierminister Yousaf Raz Gilani übertragen, einem weiteren gefügigen Verbündeten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Washington versprach einiges mehr an Hilfe, aber seine vordringliche Sorge war nicht himanitärer, sondern politischer Natur: dass islamische Hilfsorganisationen und andere muslimische Gruppierungen, die gegen den von den Vereinigten Staaten von Amerika geführten Krieg in Afghanistan waren, effiziente Hilfe zur Verfügung stellten, während die Anstrengungen des korrupten von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten Regimes daneben gingen.

Diese Sorge scheint allerdings übertrieben zu sein, da 95% der Pakistanis ohnehin die Vereinigten Staaten von Amerika hassen und sie als noch größeren Feind betrachten als Indien. Islamische Gruppierungen, einige davon militant, haben effiziente humanitäre Hilfe in vielen Ländern organisiert, deren von den Vereinigten Staaten von Amerika gestützten autoritären Regierungen so gut wie nichts für ihre Einwohner tun. Das ist der hauptsächliche Grund, warum von den Vereinigten Staaten von Amerika und deren Alliierten als „Terroristen“ bezeichnete Gruppen so beliebt sind – wie etwa Hamas in Palästina, Hezbullah in Libanon und die militanten islamischen Parteien in Pakistan.

Ein weiteres blaues Auge also für Washington. Wenn Washington nicht weiterhin Milliarden nach Pakistan hineinpumpt, kann der Krieg gegen Afghanistan nicht fortgesetzt werden. Aber wie wird sich das verwüstete Pakistan je leisten können, alle die Straßen neu zu bauen, die Dämme, Bewässerungskanäle, Brücken, Fabriken und Häuser, die durch das Hochwasser zerstört worden sind? Oder seine Bevölkerung zu ernähren?

Jeder erinnert sich daran, wie die Katastrophe von New Orleans die Luft aus dem arroganten Präsidenten George W. Bush heraus gelassen hat. Zardari und seine Leute scheinen als nächste an der Reihe zu sein für die göttliche Vergeltung.

Tragisch ist nur, dass das arme Pakistan den Preis zahlen muss.

erschienen am 23. August 2010 auf > HUFFINGTON POST

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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Smash Zionism

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Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

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"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

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