Der iranische Staatspräsident sagte, dass die USA für die Verabschiedung der Resolution über neue Iransanktionen seitens des UN-Sicherheitsrates betteln gehen mussten.

Er fuhr fort: eine Abstimmung, die auf diese Weise erfolgt, ist wertlos.

Ahmadinedschad sagte am gestrigen Sonntagabend bei einem Gespräch im Ersten Fernsehkanal der iranischen Rundfunk- und  Fernsehanstalt IRIB: „Die Hälfte der Mitgliedsländer im UN-Sicherheitsrat gilt als militärischer Stützpunkt der USA auf der Welt. Dennoch konnte die Zustimmung nur dadurch erreicht werden, dass die USA betteln gingen.“

Wie Ahmadinedschad berichtete, habe der türkische Ministerpräsident Erdogan ihm bei einem Telefongespräch gesagt, US-Präsident Obama habe Erdogan telefonisch gebeten, der Resolution entweder zuzustimmen oder sich der Stimme zu enthalten, da er (Obama) vom Kongress und anderen politisch unter Druck gesetzt wird.

„Der UN-Sicherheitsrat hat angesichts dieses Vorgehens seine Legalität verloren. Die Entscheidung des Rates galt einmal als endgültig, aber heute sehen wir, dass niemand Wert auf dieses Gremium legt und dieser Rat sich nicht nach den Rechten der Nationen richtet, sondern im Sinne der Interessen politischer Mächte handelt und ein Ungerechtigkeit hervorrufendes Werkzeug in den Händen der arroganten Imperialisten darstellt. Die jüngste Resolution war für alle der beste Beweis dafür.“

Der iranische Staatspräsident erinnerte an den Wahlslogan Obamas nach einem Wandel und sagte: „Wir wussten doch von Anfang an, dass die Parole eines Wandels in den USA nur eine List ist. Aber damit sich dies klar herausstellt, musste eine gewisse Zeit vergehen. Und nun ist dieser Fall eingetreten.“

Ahmadinedschad verwies auch auf die Teheraner Erklärung über den Brennstoffaustausch. Er dankte den beiden Ländern Brasilien und der Türkei und fuhr fort: „Der brasilianische Staatspräsident und der türkische Ministerpräsident haben einen Wandel im internationalen Dialog hervorgerufen und gezeigt, dass man sich den USA widersetzen kann.“ Er ergänzte: „Die trilaterale Teheraner Erklärung löste eine Welle von Gerechtigkeitsforderungen aus und diese Welle wird anhalten. Wenn der nach Gerechtigkeit suchende Wille der Menschen sich in Bewegung gesetzt hat, kann ihn nichts mehr aufhalten.“

Ahmadinedschad weiter: „Das Teheraner Dossier und die Überprüfungskonferenz für den NPT-Vertrag sowie die Verpflichtung des zionistischen Regimes, sich diesem Abkommen anzuschließen, sind alles Zeichen dafür, dass man sich gegen gewaltsame Bevormundungen wehren kann und zwar mit Erfolg.“

Der Staatspräsident der Islamischen Republik Iran schilderte ebenso die Lage des zionistischen Regimes und bemerkte: „Das zionistische Regime wurde auf der Basis von Betrug und in einer Zeit gegründet, in der viele Menschen in der Region schlummerten, doch allmählich kam es zu einem Erwachen unter den Völkern. Iran war Bahnbrecher dieses Erwachsens, aber wir sehen heute ein solches Bewusstsein unter allen Völkern.“

Ahmadinedschad unterstrich, dass das zionistische Regime sich heute auf dem Abhang zum Zerfall und Sturz befindet und es durch nichts mehr zu retten ist. Das verbrecherische Vorgehen des zionistischen Regimes, wie der Angriff auf die Freiheitsflottille und alle eventuellen weiteren Untaten, welche es in Zukunft begehen wird, werden nur für zunehmenden Abscheu der Weltbevölkerung für dieses Regime sorgen, so Ahmadinedschad.

Indem er auf die Präsidentschaftswahlen am 12. Juni vergangenen Jahres verwies, sagte er: „Die iranische Bevölkerung nahm mit 40 Millionen Wählern und mit ihren Stimmen für die hohen Ziele der Revolution an den freiesten Wahlen teil. Am Tag dieses großen Geschehens begann das iranische Volk mit seiner internationalen Präsenz.“

Präsident Ahmadinedschad erklärte dazu: „In den vergangenen 12 Monaten hat die islamische Nation ihren internationalen Platz um zahlreiche Stufen erhöht. Heute geht keine wichtige Angelegenheit auf der Welt ohne die Hilfe und den Willen Irans vonstatten.“

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