Michael Thumann und Gisela Dachs haben gestern anlässlich des Mavi Marmara Massakers in einem deutschen Hasbara-Blättchen neokonservativer Kriegstreiber mit Namen “Die Zeit” die von Benjamin Netanjahu und Hasbara verbreitete Lüge, die verbrecherische Blockade des Gaza-Streifens sei dazu da, um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern, ins Reich der Fabeln verwiesen. Sie schreiben da:

Die Einfuhr von Zimt ist erlaubt, aber nicht von Koriander. Plastikkanister – bitte schön, aber auf keinen Fall Topfpflanzen. Angeln und Kinderbücher gehen gar nicht. Warum, hat niemand je nachvollziehbar begründet. So ist das eben.

Fast schon sah es aus, als wäre in der Zeit nun ausnahmsweise mal ein Artikel erschienen, dessen Lektüre man anderen Menschen guten Gewissens weiterempfehlen könnte.

Doch Hasbara wäre nicht Hasbara, und die Zeit wäre nicht die Zeit, wenn die Aufklärung einer Hasbara-Lüge nicht gleich wieder dazu benutzt werden würde, eine neue dicke Hasbara-Lüge zu verbreiten. Doch was will man erwarten? Sie lügen wie die Zionisten. Natürlich, denn schließlich befindet Israel sich im Krieg gegen die Wahrheit. Mit den letzten Sätzen des letzten Absatzes in dem Artikel versucht die Zeit dann auch prompt, mit einer neuen Lüge Stimmung gegen Iran zu machen:

Mit jedem neuen Hilfsfrachter wächst die Gefahr der Eskalation. Nun will der iranische Rote Halbmond Hilfsschiffe schicken. Ein Sprecher des geistlichen Führers Irans, Ajatollah Chamenei, sagt, dass die iranische Revolutionsgarde Schiffe nach Gaza eskortieren wolle. Gegen diese Leute sind türkische Aktivisten Waisenknaben.

Richtig an diesen Sätzen ist, dass der iranische Rote Halbmond Hilfsschiffe schickt, die heute in See gestochen sind. Glatt “vergessen” zu erwähnen hat das Hasbara-Blättchen “Die Zeit”, dass der iranische Rote Halbmond Angaben seines Direktors Abdolraoof Adibzadeh zufolge beabsichtigt, die Hilfsgüter über den ägyptischen Grenzübergang Rafah nach Gaza zu bringen.

Eine glatte Lüge ist, dass die iranische Revolutionsgarden die Schiffe nach Gaza zu eskortieren beabsichtigt. Diese Umstände waren selbst auf der Website der Zeit schon nachzulesen. So veröffentlichte Jörg Lau da zuvor in einem Blog-Artikel zwar ansonsten groben Unfug, aber die Fakten zu dem Angebot der Revolutionsgarden, die Hilfsschiffe zu begleiten, hat er richtig dargestellt:

Die Revolutionsgarden waren von der Idee so begeistert, dass sie gleich anboten, die Schiffe gegebenenfalls zu begleiten, falls der Revolutionsführer Khamenei dazu einen Befehl erteile.

So ist das. Ali Shirazi, der Repräsentant des Revolutionsoberhauptes bei der Marine der Revoutionsgarden, hat lediglich gesagt, dass die Revolutionsgarden die Hilfsschiffe beschützen würden, wenn ihnen das von Revolutionsführer Ali Khamenei befohlen würde.

Quelle

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