Der ehemalige Vizedirektor des französischen Geheimdienstes DGSE, Pierre Siramy, sagte laut der französischen Nachrichtenagentur AFP, dass Clotilde Reiss für den französischen Geheimdienst tätig war. Pierre Siramy sagte, Reiss sei bei dem Geheimdienst „eingeschrieben“ und habe über Iran Informationen „innenpolitischer Natur“ sowie über die „Weiterverbreitung von Atommaterial“ gesammelt. Siramy betonte jedoch, Reiss sei aber keine bezahlte Spionin gewesen, sondern arbeitete aus freien Stücken für Frankreich. Auch wenn sie „nicht einen Spionin im klassischen Sinn“ gewesen sei, habe sie zwei oder drei Jahre lang der französischen Botschaft in Teheran Informationen vor allem über oppositionelle Bewegungen und womöglich auch über nukleare Anlagen geliefert, die sich bei Isfahan befänden. Die persisch sprechende Reiss war als Lektorin an der Universität tätig.
Die französische Regierung und Geheimdienst dementierten jedoch kategorisch, dass Clotilde Reiss, deren Vater für das französische Atomenergiekommissariat tätig ist, eine Agentin sei. Sie stellen Siramys Glaubwürdigkeit in Frage.

Clotilde Reiss soll für Geheimdienst gearbeitet haben

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