Eine Menschenrechtsorganisation in Kairo hat den neuen Plan der saudischen Regierung gegen die Schiiten in diesem Land als rassistisch und unterdrückerisch bezeichnet und diesen heftig kritisiert. Dschamal Eyd, Leiter des arabischen Informationsnetzes für Menschenrechte in Kairo zeigte sich entrüstet über die Regierung in Riad, die die Schiiten im Land zwingt, eine Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen, die äußert rassistisch und unterdrückerisch ist, und wonach die Schiiten kein Gemeinschaftsgebet in ihren Häusern verrichten dürfen.
Auf Grund des großen Einflusses von Wahabiten in der Regierung der Saud-Familie und besonders im Innenministerium sind den Schiiten in diesem Land sehr strenge Auflagen gemacht worden, die rechtlichen und religiösen Grundlagen entbehren; Folge ist die Unzufriedenheit der Schiiten.
Laut letzten Volkszählungen sind 10 – 15 % der 22 Millionen Bürger von Saudi Arabien Schiiten. Die meisten davon sind im östlichen Teil des Landes am Rande des Persischen Golfes, von Katar bis Kuwait angesiedelt.
Dieser schiitische Streifen zieht sich durch die Provinzen Ehsaa bis Ghatif.

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