Rund eineinhalb Monate nach der äußerst knappen Parlamentswahl im Irak kommt das Ergebnis auf den Prüfstand. Ein Kontrollgremium ordnete am Montag die Neuauszählung aller in Bagdad abgegebenen Stimmen an. Damit könnte sich das Blatt zugunsten des bisherigen Verlierers, des Amtsinhabers Nuri al-Maliki, wenden oder aber die Mehrheit von Ijad Allawi festigen. Die Bagdader entschieden mit ihren Stimmen über 68 der insgesamt 325 Parlamentssitze. Die Wahl am 7. März war mit zwei Sitzen Unterschied denkbar knapp ausgegangen. Das Lager von Maliki forderte danach eine Neuauszählung der Stimmen. Nach Angaben der Wahlkommission sollte mit der Neubewertung per Hand noch am Montag begonnen werden.

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