Die von den USA angeblich angestrebte Friedensregelung in Afghanistan ist nur eine Tarnung für eine langfristige „koloniale Expansion“, erklärte die radikal-islamische Taliban und schlug Washington einen alternativen Plan vor.

Einerseits lehne das Pentagon Gespräche mit den Taliban ab, andererseits versprächen die Amerikaner potentiellen Taliban-Überläufern Geld, Arbeit und weitere „Boni“. „In Wirklichkeit strebt das Pentagon nicht das Ende des Krieges, sondern nur eine Reduzierung seiner Verluste an“, hieß es in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar auf einer Webseite des so genannten Islamischen Emirats Afghanistans.

„CIA-Agenten und Söldner der berüchtigten US-Sicherheitsfirma Blackwater wurden im Rahmen der langfristigen US-Strategie beauftragt, die Lage in der Region zu destabilisieren“, so der Taliban-Kommentator weiter. Washingtons Anti-Terror-Kampf am Hindukusch sei nur ein Vorwand für die weitere Truppenaufstockung und die „koloniale Expansion“.

Die „afghanischen Mudschaheddin“ seien sich aber über diese „Kriegslist“ im Klaren und würden darauf nicht hereinfallen. Wenn die US-Regierung wirklich Frieden in Afghanistan wolle, müsse sie dort eine Strategie der nationalen Versöhnung fördern, auf „blinde“ Luftangriffe und nächtliche Razzien in Wohnhäusern verzichten, unschuldige Gefangene freilassen, alle CIA-Agenten nach Hause schicken und alle Geheimgefängnisse schließen.

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