Mit der Reise der US-Außenministerin Clinton in die Region, d.h. nach Katar und Saudi Arabien machte  die US-Regierung neue diplomatische Klimmzüge in Richtung Verschärfung der Anti-Iran-Sanktionen.

 Parallel zur Clinton-Reise  haben Vize-Außenminister William Burns  und Michael Mullen,  Chef des gemeinsamen US-Militärstabes  Konsultationen in einigen  arabischen Hauptstädten  begonnen und  Joe Biden,  Vize des US-Präsidenten startet  in der kommenden Woche  eine Nah-Ost-Rundreise, die im besetzten Palästina beginnt. Mittelpunkt dieser Diplomatie sind  die Wiederbelebung der so genannten Nah-Ost-Friedensverhandlungen und Schürung von Iranphobie im Nahen Osten und am Persischen Golf.  Instrumentarium der USA sind hierbei die Lügengeschichten über  das Nuklearprogramm Irans.

 Clinton hat bei ihren Gesprächen mit Saud al Feisal, dem Außenminister Saudi Arabiens versucht, die Entwicklungen nach den Präsidentschaftswahlen im Iran in ihr Projekt zur Angstmache vor Iran einzubauen. Sie hat in Riad und damit in  der Hauptstadt eines Landes, welches von einem Volksstamm beherrscht wird und in dem es noch nie Wahlen gab,  behauptet, Iran würde auf eine Militärdiktatur zugehen. Unterdessen gibt es seit dem 31jährigen Bestehen der Islamischen Republik durchschnittlich jedes Jahr einmal Wahlen im Iran.  Natürlich kennt  Frau Clinton  die politischen Realitäten im Iran genauso gut wie die in den  Scheichtümern am Persischen Golf. Aber das einzige was die US-Regenten interessiert, ist  die Wahrung ihrer Hegemonialinteressen und sie messen an ihren wirtschaftlichen und politischen Interessen,  ob etwas gut oder schlecht ist.

Aus der Sicht der USA war die Islamische Revolution des iranischen Volkes gegen den Schah und damit einem Schützling des Weißen Hauses schlecht, weil sie die Hegemonialbestrebungen der USA behindert. Aber  arabische Despoten in der Region  sind „gut“, weil sie US-Verbündete sind.

Die US-Regierung hat alle ihre Möglichkeiten eingesetzt um den Sturz des Schahs im Iran zu verhindern und nach dem Revolutionssieg nichts unterlassen um der iranischen Nation zu schaden. Das Spektrum ihrer Maßnahmen ist groß: von Sanktionen bis zur Unterstützung für  Terrorgruppen, die viele Morde an iranischen Bürgern auf dem Gewissen haben. Die US-Regierung spornte Saddam, den sie später als Bedrohung für die Weltsicherheit zu benennen beliebte,  zum Angriff auf Iran an, und unterstützte ihn auf allen Ebenen.

Je stabiler die Islamische Republik Iran wird, desto  besorgter werden die USA natürlich hinsichtlich  ihrer expansionistischen Ziele in der strategisch wichtigen Region des Nahen Osten und Persischen Golfes . Die USA befürchten, dass die islamische Revolution nicht hinter den Grenzen Irans bleibt sondern  zu einem Vorbild für die anderen Völker bei der Bekämpfung der internationalen Hegemonieordnung  wird. Die USA haben zu Beginn der 90iger Jahre  die  Taliban in Afghanistan unterstützt und versucht  diese Gruppe mit ihrer starren Denkweise zu fördern, damit sie anstelle des nach Freiheit- und Gerechtigkeit suchenden Islam, den die Islamische Republik Iran ausruft, tritt.

Die Taliban die durch die Spionagedienste der USA und Englands und mit  finanzieller Unterstützung von Regionalstaaten Gestalt annahmen, gelten  heute als Gefahr für die USA. Nach dem 11. September 2001 haben die USA angeblich zur Bekämpfung von Terrorismus erst Afghanistan und dann Irak militärisch angegriffen, sehen sich jedoch heute bei der Vorantreibung ihrer politischen und militärischen Pläne in diesen Ländern ernsthaften Schwierigkeiten gegenüber. Deshalb wollen sie nun das Projekt der Angstmache vor Iran in der Region durchführen, um eventuelle Spannungen zu verstärken und  dadurch ihre militärische Präsenz zu rechtfertigen.

Die USA stellen aus diesem Grunde  das  Nuklearprogramm Irans als eine Gefahr dar, obwohl dieses Programm friedfertig ist und unter Aufsicht der IAEA -Inspektoren  verläuft. Diese Druckausübungen werden den Willen der iranische Bevölkerung und Regierung natürlich nicht brechen. Die arabischen Staaten in der Regierung,  die in den 80iger Jahren Saddam bei seinem Angriff auf Iran unterstützten, müssten eigentlich begriffen haben, dass es zum Nachteil der Völker in der Region ist, wenn sie die anti-iranische Politik der US-Regierung befolgen.

Die Islamische Republik Iran strebt nach dauerhaftem  Frieden und anhaltender Sicherheit  in der Region. Aber die USA will Angst vor dem Iran machen, was auf ihre Feindschaft mit der muslimischen Bevölkerung Irans zurückgeht, die nicht bereit ist, sich der Hegemonie Washingtons zu beugen.

Im Gegensatz zu den unkameradschaftlichen Äußerungen einiger saudi arabischen Positionsträger im Fahrwasser der Spaltungspolitik der US-Positionsträger ist die öffentliche Meinung in der Region über die Lügenhaftigkeit der USA im Bilde. Gemäß  Umfragen von US-Instituten  im Nahen Osten zählt Washington zu  den Regierungen, die am meisten verhasst sind. Die Propagandamaschine dieses Landes konnte also keine Iranphobie unter den Völkern im Nahen Osten schüren.  Womöglich kommt sie dabei eventuell bei Regierungen der Region weiter, was sich im Abschluss von Waffengeschäften mit den Anrainerstaaten des Persischen Golfes äußern würde.  Aber dadurch  kann sie nicht den geistigen Einfluss der Islamischen Republik Iran auf Millionen von Muslime in der Region beeinträchtigen. Die  US-Regierung  sorgt sich ja auch  gerade deswegen,  dass  die Hegemonie-feindlichen Ansichten der iranischen Nation  auf andere  Völker  der Region übergehen  könnten.

 Die Einschränkungen, welche die US-Regierung 3 Jahrzehnte lang dem Iran auferlegte, haben die Bürger dieses Landes dazu veranlasst, im Vertrauen auf die eigenen Kräfte eine Weiterentwicklung herbeizuführen. In den ersten zwei Jahrzehnten der Islamischen Revolution  versuchten die USA mit einem gewissen Erfolg mit Hilfe ihres Medienimperiums die Islamische Republik als  rückständig  darzustellen. Aber die Erfolge Irans in Wissenschaft, Industrie usw. strafte diese  Propaganda Lügen. Inzwischen befindet sich der Islamische Iran auf einigen  wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungsebenen  unter den ersten Ländern. Als Beispiel hierfür dienen  das Wissen für die Anreichung von Uran, die Erfolge des iranischen  Royan-Forschungsinstituts in  Medizin und Gentechnik und der Abschuss von Satelliten ins All sowie  moderne Verteidigungsrüstung. 

Vor circa 10 Jahren griffen die USA bei der Anfeindung Irans daher nach weiteren Methoden . Sie versuchen Iran als Gefahr darzustellen, insbesondere dadurch, dass sie behaupten,   das friedfertige Atomprogramm des Landes sei eine Bedrohung für die Regionalstaaten. Ein Land, das selber die größten Nuklearwaffenarsenale auf der Welt hat, wirft dem Iran, welches Atomenergie friedlich nutzen will, vor, an die Atombombe gelangen zu wollen! Ayatollah Chamenei, das Oberhaupt der Islamischen Revolution und die anderen Positionsträger der Islamischen Republik haben immer wieder unterstrichen, dass Atomwaffen gegen die Lehren des Islam verstoßen. 

Heute gelten ohnehin Atomwaffen nicht mehr als Rückhalt für Macht und bringen keinem Land Sicherheit.

Die Sowjetunion hatte ein großes Nukleararsenal aber sie ist untergegangen. Und auch die USA mit ihrem größten Nuklearwaffenarsenal auf der Welt können ihre Hegemonialziele in Nahen Osten nicht vorantreiben. Ayatollah Chamenei unterstreicht daher, dass diese gewaltsamen Herrschen  keinen Erfolg mit ihrem Projekt der Iranphobie haben werden. Die Verteidigungsmacht und die anderen Errungenschaften Irans sind keine Bedrohung für die anderen Völker und die Nachbarn Irans, sondern sie sind mit den Worten Ayatollah Chameneis eine Gelegenheit, den Nationen den Weg zu Fortschritt und Größe zu zeigen.

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