Die Taliban-Propagandisten schlagen zurück: Nach ihrer Ansicht ist der Nato-Einsatz in Südafghanistan nur ein Teil des US-Einflusskampfes gegen China und eine Tarnung für Spionage-Umtriebe gegen den Iran.

Ein am Dienstag veröffentlichter Beitrag auf einer Webseite des so genannten Islamischen Emirats Afghanistan befasst sich mit der aktuellen Nato-Offensive in Marja, der Taliban-Hochburg in der südafghanischen Provinz Helmand.

„Geographisch ist Marja ein sehr wichtiges Gebiet, denn es grenzt an die pakistanische Provinz Belutschistan, wo China breite wirtschaftliche Interessen hat“, erklärte der Kommentator. China kooperiere aktiv mit Pakistan und betrachte die in Belutschistan liegende Hafenstadt Gwadar als wichtigen Zugang zu zentralasiatischen Märkten.

Die USA seien dagegen bestrebt, Chinas wirtschaftlichen Einfluss in der Region zu schwächen. Der US-Einsatz in Marja ziele auch darauf ab, einen neuen Nachschubweg für die Truppen am Hindukusch über Gwadar zu sichern. Darüber hinaus wolle das Pentagon Spionage-Einrichtungen in Marja installieren, um das iranische Uran-Programm näher ins Visier zu nehmen.

„Der unter dem Motto der Terror-Bekämpfung eingeleitete Krieg ist in Wirklichkeit auf politische, wirtschaftliche und expansionistische Pläne zurückzuführen“, behauptet die Taliban-Propaganda.

Quelle

Advertisements