Unser Medien hier in Deutschland berichten von einem Attentat auf einen iranischen Atomforscher, (11.01.2010) der auch der „grünen“ oder „orangen?“ (Satire) Revolution im Iran nahe stand. So entsteht der Eindruck, die iranische Regierung wolle Revolutionäre per Attentat ausschalten. Weiterhin vermittelt die Berichterstattung den Eindruck, dass die Behauptungen aus dem Iran falsch seien, dass Israel und die USA für dieses Attentat verantwortlich sind. Das sind aber nur Halbwahrheiten. Im Hamburger Abendblatt stand am 17. Febr. und 19. Feb. 2009, dass der israelische Geheimdienst genau solche Attentate plant und auch schon ausführen ließ.

Ein führender CIA-Agent gab sogar gegenüber dem Daily Telegraph im Febr. 2009 zu, dass mehre Morde auf das Konto des Mossad gingen, mutmasslich soll auch der Mossad für den Tod des iranischen Top-Atomphysiker Ardeshir Hassanpour verantwortlich sein.

Auszüge aus den Artikeln:

Israel führt nach einem britischen Zeitungsbericht im Iran einen verdeckten Sabotagekrieg, um das Land an der Erlangung von Atomwaffen zu hindern. Führende Vertreter des iranischen Atomprogramms seien Ziel einer sogenannten Enthauptungsstrategie, berichtete der „Daily Telegraph“ unter Berufung auf Geheimdienstexperten und einen ehemaligen Agenten der CIA. Die amerikanische Expertin Reva Bhalla von der Firma Strategic Forecasting Inc., kurz Stratfor, sagte, das Ziel der israelischen Strategie sei es, mithilfe der USA „Schlüsselfiguren im iranischen Atomprogramm zu eliminieren und die nukleare Versorgungskette zu sabotieren“. Stratfor, eine Art privater Geheimdienst, wird auch „Schatten-CIA“ genannt und hat enge Verbindungen zu den offiziellen Geheimdiensten der USA.

Das würde bedeuten: Ohne die nötige Unterstützung der USA für einen Luftschlag gegen den Iran und seine Atomanlagen hat Israel die „diskrete“ Methode gewählt: Auftragskiller töten die Atomexperten und verhindern, dass sie Iran das nötige Wissen für das Atomprogramm zur Verfügung stellen können und an der Weiterentwicklung arbeiten.

„Das Ziel ist Verzögerung, Verzögerung, Verzögerung so lange, bis eine andere Lösung oder Herangehensweise in Sicht ist“, wird der Ex-CIA-Agent zitiert. Ein israelischer Regierungssprecher sagte, Israel nehme zu solchen Berichten grundsätzlich keine Stellung.

„Wir wollen auf gar keinen Fall, dass die gegenwärtige iranische Regierung an diese Waffen kommt“, wird der Ex-US-Geheimdienstler weiter zitiert. „Es ist eine gute Politik: Sie vermeidet eine militärische Auseinandersetzung, die wahrscheinlich inakzeptable Risiken mit sich bringen würde.“

Als Beweis für die Strategie verweisen Iran-Experten auf den Tod des iranischen Atomwissenschaftlers Ardeshire Hassanpur. Der Mitarbeiter an der Uran-Anlage in Isfahan war 2007 offenbar an einer Gasvergiftung gestorben.

Am 18. Februar 2009 war zu lesen:

Nach Angaben des Londoner Blatts wird der Mossad auch als Auftraggeber des mutmaßlichen Mordes an dem iranischen Top-Atomphysiker Ardeshir Hassanpour angesehen. Hassanpour, der an der Uran-Konversionsanlage in Isfahan arbeitete, starb im Januar 2007 unter rätselhaften Umständen mit 44 Jahren an Gasvergiftung. Der preisgekrönte Wissenschaftler war dafür zuständig, das hochgiftige Uran-Hexafluoridgas herzustellen, das für die Urananreicherung benötigt wird. Wie ein früherer CIA-Agent der englischen Zeitung sagte, gingen auch in jüngster Zeit mehrere andere Todesfälle bedeutender Personen des iranischen Atomprogramms auf das Konto des Mossad.

Der US-Geheimdienstexperte James Risen, ein Pulitzer-Preisträger und Autor der „New York Times“, hatte kürzlich geschrieben, dass CIA und Mossad gemeinsame Sabotageoperationen gegen den Iran geplant hätten, darunter Anschläge auf Stromleitungen und Computersysteme, die mit dem Atomprogramm in Verbindung stünden.

Israel versucht schon seit Jahren, die Entwicklung einer iranischen Atombombe zu verhindern. Doch der Wechsel im Weißen Haus hat es für die Regierung in Jerusalem nun dringend nötig gemacht, den geheimen Krieg zu intensivieren. Denn es gilt als sicher, dass der neue Präsident Barack Obama – anders als wohl sein Vorgänger – niemals Luftschläge gegen iranische Atomeinrichtungen erlauben würde. Im Gegenteil: Obama hat dem Mullah-Regime in Teheran gerade Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Das Ziel der Attentate und Sabotageakte ist nach Ansicht des früheren CIA-Agenten „Verzögerung, Verzögerung und nochmals Verzögerung – so lange, bis eine andere Lösung in Sicht ist“. Es sei eine gute Politik, Irans Waffenprogramm ohne einen Militäreinsatz auszuschalten, der „unakzeptable Risiken mit sich bringen würde“. Dabei liefern israelische Tarnfirmen den Iranern zunächst brauchbare Ausrüstung für ihre Nuklearanlagen, um dann fehlerhaftes Material unter die Lieferung zu schmuggeln.

Quellen:Hamburger Abendblatt
„Daily Telegraph: „Israelischer Geheimdienst-Killer töten iranische Atomexperten“
Israelsgheimer Krieg gegen den Iran

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