Der irakische Regierungschef hat bekräftigt, dass sein Land rechtliche Schritte gegen eine amerikanische Sicherheitsfirma unternehmen werde, – wegen eines Massakers in Bagdad vor zwei Jahren. Vergangenen Donnerstag hatte ein US-Bezirksgericht die Anklage gegen fünf Mitarbeiter des Unternehmens wegen missbräuchlicher Verwendung von Beweismitteln abgewiesen.
Ministerpräsident Nuri al Maliki erklärte, sein Land habe nun die nötigen rechtlichen Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass nicht nur im Irak, sondern auch in den USA die für das Verbrechen verantwortlichen Personen zur Rechenschaft gezogen würden. Der Irak werde seinen Rechtsanspruch nicht aufgeben und fordere die Bestrafung dieses Unternehmens.
Im September 2007 hatten Mitarbeiter der damals Blackwater genannten Sicherheitsfirma (heute Xe-Services) auf einem Platz in der irakischen Hauptstadt in die Menge geschossen, Berichten zufolge unprovoziert. Mindestens 34 Menschen wurden getötet oder verletzt, darunter Frauen und Kinder. Das amerikanische Außenministerium hatte die Firma beauftragt, Diplomaten und andere Zivilisten zu beschützen.

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