Einer Studie zufolge wünschen sich rund die Hälfte der US-Amerikaner weniger US-Engagement im Ausland. Sie zweifeln zunehmend an der weltpolitischen Rolle ihres Landes.

Die US-Bürger stellen die weltpolitische Rolle ihres Landes zunehmend infrage. In einer Studie des Forschungszentrums Pew gaben 41 Prozent der Befragten an, dass die USA heute eine weniger bedeutende weltpolitische Rolle spielten als noch vor einem Jahrzehnt. Kurz vor den Anschlägen vom 11. September 2001 meinten dies nur 25 Prozent.

49 Prozent der rund 2000 Befragten gaben an, die USA sollten sich besser um eigene Belange kümmern, anstatt sich im Ausland zu engagieren. Im Dezember 2002 hatten nur 30 Prozent diese Auffassung vertreten.  Politikwissenschaftler sprachen von wachsendem Isolationismus.

Nur ein Drittel für Truppenaufstockung

Nur 32 Prozent befürworten demnach eine Aufstockung der Truppen in Afghanistan, wie sie US-Präsident Barack Obama in der Nacht auf Mittwoch angekündigt hat. 40 Prozent waren für einen schnellen Truppenabbau. Mehr als die Hälfte, nämlich 54 Prozent bezweifelten zudem, ob die Taliban dauerhaft eingedämmt werden könnten.

China wirtschaftlich vorne

Während 63 Prozent die USA noch immer als die führende Militärmacht in der Welt sehen, gilt das für die Wirtschaft nicht mehr. 44 Prozent der Befragten sehen hier China vorn, nur 27 Prozent bezeichneten die USA als Wirtschaftsmacht Nummer eins. Im Februar 2008 war das Verhältnis noch umgekehrt: 41 Prozent nannten damals noch die USA als führende Wirtschaftsmacht, 30 Prozent nannten China.

Quelle

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