Der israelische Mossad ist einer verschwiegendsten Geheimdienste der Welt. Der dem israelischen Regierungschef direkt unterstellte Dienst legt außer gegenüber dem Regierungschef keinerlei Rechenschaft für sein Handeln ab und es gibt keinerlei öffentliche Kontrolle. Fakten zur Tätigkeit des Mossad gibt es sehr wenige. Zu den wenigen Fakten, die über den Mossad bekannt sind, gehört, dass der Mossad sich das Recht herausnimmt, Menschen zu ermorden – und das auch in mit Israel befreundeten Staaten. Dies konnte im Detail nachgewiesen werden, nachdem die Mossad-Killereinheit Caesarea sich 1973 bei der Ermordung des Kellners Ahmed Bouchiki im norwegischen Lillehammer erwischen ließ. Seitdem ist viel Zeit vergangen.

Über das, was der Mossad in jüngerer Zeit getan hat, gibt es eine Menge Erzählungen wie die von Victor Ostrovsky, viele Spekulationen über Sprengstoffanschläge angefangen vom AMIA Bombing über die Mordakte Hariri bis hin zu 911 und einige recht deutliche Indizien wie die in den Fällen der Ermordung von Fathi Schakaki, Imad Mughniyeh und Muhammad Suleiman vorhandenen, aber aufgrund der strikten israelischen Geheimhaltungspolitik nur wenig wirklich belastbare Fakten.

Durch ein Missgeschick des Mossads ist nun ein recht belastbares Faktum dazugekommen: der Mossad trainiert das Begehen von Bombenanschlägen. Weitgehend übereinstimmenden Berichten israelischen, iranischen, amerikanischen und britischen Medien zufolge wurde heute ein Agent des Mossad von der israelischen Polizei verhaftet, als er im Auftrag des Mossad das Anbringen einer Autobombe im Hafen von Tel-Aviv geübt hat.

Und nun die Gretchenfrage, deren Beantwortung durch die israelische Regierung Mein Parteibuch mit Neugierde entgegensieht: Warum übt der Mossad das Begehen von Bombenanschlägen?

Quelle: Siehe Mein Parteibuch

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