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Sieben Jahre können für manche Länder eine Ewigkeit bedeuten, während sie für andere eine Zeit langsamer Veränderung sind abgesehen von der Zunahme von Handys und schnelleren Rechnern für den Verbraucher. Irak gehört in die erste Kategorie.

Vor sieben Jahren war Irak, obwohl es einem Embargo unterworfen war, ein vereintes und produktives Land. Es geschah in der Tat während des Embargos, daß Iraker Methoden der Produktion entwickelten, bei denen sie nur irakische Materialien verwendeten, und die Wirtschaft begann zu wachsen. Die Auswirkungen des Embargos wurden verringert. Das empörte die USA ungeheuer und veranlaßten sie, ihre Pläne zur Invasion Iraks zu beschleunigen.

Vor sieben Jahren war Irak von Irakern bewohnt. Heute wird dieses Wort selten benutzt. Stattdessen haben Bezeichnungen wie Schiit, Sunnit, Chaldäer, Turkmenen, Kurden u.a. das Wort ”Iraker” ersetzt.

Vor sieben Jahren zogen sich die Leute auf unterschiedliche Weise an. Es war nicht ungewöhnlich, eine Frau mit Jeans oder einem T-Shirt zu sehen. Nachts waren die Straßen mit Musikern, Dichtern, Geschichten-Erzählern und allen, die vor dem Publikum eine Show abziehen wollten, belebt. Der Sport hatte eine Blütezeit. Basketball-, Volleyball- und Fußballspiele wurden von vielen besucht.

 
Vor sieben Jahren entließ Saddam Hussein alle irakische Gefangenen und gab ihnen eine zweite Chance. Man stelle sich eine westliche Gesellschaft vor, die dasselbe machte. Ein ”brutaler Diktator” leert die Gefängnisse, während in den USA die Gefängnisbevölkerung in alarmierendem Maße zunahm. Sie wurden nicht nur mit gewalttätigen Verbrechern gefüllt, sondern mit Millionen von Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, beim Rauchen eines Joints erwischt worden zu sein oder eine Pizza gestohlen zu haben – Obdachlose, die zwei Tage nichts gegessen hatten.

Heute ist Irak genau das Gegenteil. Die Gefängnisse sind überfüllt mit überwiegend unschuldigen Menschen, die schon seit Jahren eingesperrt sind und keines Verbrechens angeklagt sind. Das Straßenleben Bagdads besteht darin, sein Leben in seine/ihre eigenen Hände zu nehmen jedes Mal, wenn man sein Haus verlässt. Frauen können nicht mehr Bluejeans anziehen und das Meiste der Musik, die in den Straßen gespielt wurde, würde, wenn heute gespielt, ein Todesurteil für den Musiker oder den Sänger bedeuten.

Doch eines der wichtigsten Dokumente von vor sieben Jahren war der Brief an die UNO von Iraks Außenminister Naji Sabri  im November 2002, der Iraks Bereitschaft erklärte, die UNO-Inspektoren wieder ins Land zu lassen, um ihre Arbeit zu beenden, Irak von den falschen Anklagen reinzuwaschen, die von den USA gegen die Nation erhoben wurden. Aber über die Ankündigung der Rückkehr der Inspektoren hinaus gab Sabri eine genaue und wahre Erklärung ab zur Gesamtsituation in Irak und seiner Verpflichtung, sich von den tödlichen, illegalen Sanktionen zu befreien.

Dieser Brief sollte als eines der wichtigsten Dokumente jener Zeit angesehen werden. Doch die USA nannten ihn Betrug und versuchten, seine Verbreitung zu unterdrücken. Heute wissen wir nicht nur, daß jedes Wort in dem Brief wahr gewesen ist, sondern auch, daß er eine große Einsicht in die Schwindeleien der USA bewies, um Irak in einer Position der Knechtschaft zu halten.

Ihre Exzellenz:

Sie erinnern sich vielleicht des großen Geschreis, das von der Administration des US-Präsidenten erhoben wurde, als die größte und bösartigste Verleumdung Iraks, unterstützt in böser Absicht mit Wort und Tat von ihrem Lakaien Tony Blair, verbreitet wurde mit der Behauptung, Irak habe vielleicht Atomwaffen produziert oder ist dabei, sie zu produzieren in der Zeit, als die Inspektoren der UNO seit 1998 nicht mehr im Lande waren. Dann behaupteten sie erneut, daß Irak tatsächlich chemische und biologische Waffen produziert hätte. Dabei wußten sie ebenso wie wir und andere Länder, daß diese Fälschungen jeder Grundlage entbehrten. Aber stellt die Kenntnis der Wahrheit überhaupt noch ein Element des Umgangs in der Politik der heutigen Zeit dar, die Zeuge der Entfesselung von Bosheiten der US-Administration in ihrem vollen Ausmaß geworden ist, wodurch jede Hoffnung auf etwas Gutes beiseitegefegt wird? Kann man wirklich noch von der amerikanischen Administration etwas Gutes erhoffen oder erwarten, die sich durch ihre Gier, durch den Zionismus und durch andere bekannte Faktoren in den Tyrannen uneres Zeitalters verwandelt hat?

Wiederholen wir, daß Irak, nachdem es die Wirkung dieser Fälschungen auf einige Länder und die öffentliche Meinung gesehen hat, während manche Länder geschwiegen haben, sie mit seiner Zustimmung zur Rückkehr der UN-Inspektoren konfrontiert hat, zuerst gegenüber Ihnen, als Chef der UNO, in New York am 16. September 2002 und später in einer Presseerklärung, die gemeinsam in Wien nach einem Treffen am 30. September – 1. Oktober  zwischen der irakischen Technikerdelegation unter Leitung von Dr. Amer Al-Sa’di, dem Chefinspektor Hans Blix und Dr. Mohammed El Baradei, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiekommission (IAEA) abgegeben wurde. Aber nachdem Iraks Einwilligung zur Rückkehr der UN-Inspektoren eine bekannte Tatsache geworden ist, einschließlich der Festlegung des 19. Oktober 2002 als Datum für ihre Rückkehr, und nur wenige Stunden nach Erreichung dieser Übereinkunft hat der US-Außenminister Colin Powell erklärt, daß er die Rückkehr der Inspektoren in den Irak nicht akzeptieren würde. In der Zwischenzeit hat die Bande des Bösen wieder von der Annahme einer neuen Resolution gesprochen oder neuen Resolutionen, um etwas zu tun, worüber die Welt diskutieren kann, statt die Arbeit der Inspektoren voranzutreiben und die Tatsache zu sehen, die Irak bereits festgehalten hatte, daß Irak weder irgendwelche Massenzerstörungswaffen, ob atomare, chemische oder biologische in der Zeit der Abwesenheit der Inspektoren produziert habe oder besitze.

Dagegen waren die Vertreter der UNO und ihrer Agenturen, insbesondere jene der permanenten Mitglieder, statt sich dem anzuschließen und die Veranwortlichen für die Verbreitung von Lügen und Fälschungen zur Verwantwortung zu ziehen, eifrig damit beschäftigt, die Art und den Wortlaut der neuen Resolution zu diskutieren. Sie waren damit beschäftigt, welchen Buchstaben sie hier einsetzen oder dort weglassen sollten, bis sie einen Text annahmen in der Meinung, daß es besser sei, die Tritte eines wütenden Stieres lieber in einem kleinen Kreis zu ertragen, als den Stier bei den Hörnern zu packen. Der Text wurde angenommen unter dem Druck der amerikanischen Administration und der Drohung, daß sie die UNO verlassen würde, wenn man nicht einverstanden wäre mit dem, was Amerika wollte, was, um es gemäßigt auszudrücken, äußerst boshaft und schändlich für jedes ehrliche Mitglied der Vereinten Nationen ist, das sich an Bestimmungen ihrer Charta erinnert und sieht, daß mancher Mensch sich schämt für jene, die schamlos sind.

Herr Generalsekretär:
Wir haben zu den Mitgliedern des Sicherheitsrates, die wir kontaktiert haben oder die uns kontaktierten, gesagt, als sie uns von den Absichten der Amerikaner erzählten und deren Drohung, die Aggression gegen unser Land durchzuführen, entweder allein oder unter Beteiligung anderer, wenn der Sicherheitsrat sich nicht ihnen beuge, daß wir es vorzögen, statt zu sehen, wie die Amerikaner eine internationale Deckung erhielten, hinter der sie ihre Falschheit teilweise oder ganz verbergen könnten, daß sie die Wahrheit mit dem Dolch des Bösen ermordet hätten, was der Wahrhheit näher gekommen wäre,  und man die Vereinigten Staaten konfrontiert hätte, statt wie es nun aussieht, und daß dies einer der Faktoren ihrer Isolation in der menschlichen Gemeinschaft auf globaler Ebene wäre.

Das aggressive Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre eigenmächtige Zufügung von Ungerechtigkeit und Zerstörung jenen gegenüber, die seiner Ungerechtigkeit unterworfen sind, in erster Linie die Moslem und arabischen Gläubigen, sind der eigentliche Grund, weshalb Amerika seine Botschafter und andere Mitarbeiter abgezogen hat, seine Botschaften geschlossen hat und seine Interessen in vielen Teile der Welt verringert hat und den Haß der Völker der Welt erntet. Dies ist eine Situation, die kein anderes Land in der Welt zuvor erfahren hat, einschließlich der Väter des Kolonialismus. Der Sicherheitsrat jedoch oder in der Tat jene, die  dort einflußreich sind, haben, statt die Vereinigten Staaten und ihre Lakaien allein zu lassen, um das Ergebnis ihrer Bosheit zu ernten, das Unrecht gerettet statt es aufzuhalten. Wir werden sehen, daß Reue jenen nichts hilft, die untätig bleiben.

Herr Generalsekretär:

Die Stärke des Einflusses jeder internationalen Organisation beruht auf dem Glauben der menschlichen Gemeinschaft, die ihr Vertrauen in sie setzt, sobald die Organisation erklärt, daß sie gegründet wurde, um Ziele zu erreichen, die für die Menschheit wichtig sind. Wir befürchten, daß die UNO das Vertrauen und die Zuneigung der Völker verlieren könnte, das heißt, wenn es nicht schon dahin gekommen ist. Dies ist der Ausnutzung der Organisation durch mächtige Interessen geschuldet, wann immer deren habgierige Interessen zusammenfallen auf Kosten der Interessen von anderen Völkern. Schuld kann auch die Berechnung  und das Zusammenfallen der Interessen an der Lüge auf Kosten der Wahrheit haben. Daher werden die Vereinten Nationen und ihre Agenturen auf die gleiche Weise zu Grunde gehen wie ihr Vorgänger, der Völkerbund. Dann wird die Verantwortung dafür nicht die amerikanische Administration allein treffen, sondern wird auch an der Schwäche der Zaghaften liegen, die es sich erlauben, für die amerikanischen Interessen zu arbeiten angesichts der Drohungen, der Lockungen oder Versprechen der amerikanischen Administration. Derjenige, der schweigt bei der Verteidigung der Wahrheit ist ein einfältiger Tropf. Nichts scheint verwerflicher zu sein als das Schweigen, das jene wahrten, die ihre Nationen im Sicherheitsrat vertreten, als man die amerikanische Resolutionsentwurf diskutierte angesichts einer Frage, die von dem Vertreter Mexikos gestellt wurde betreffs der Möglichkeit der Aufhebung der Blockade, die Irak auferlegt worden war. Der mexikanische Vertreter sagte während der Beratungen des Sicherheitsrates über die Resolution 1441 am 8. November 2002, daß er die Erklärungen des permanenten US-Vertreters nicht überzeugend fände betreffs des Fehlens eines Passus zur Aufhebung der Sanktionen und der Errichtung einer von Massenvernichtungswaffen freien Zone im Nahen Osten, und daß er dies seiner Regierung unterbreiten werde, um Instruktionen zu erhalten. Der britische Vertreter sagte, daß er sich die Erklärungen der syrischen und mexikanischen Delegationen bezüglich der Einfügung eines Paragraphen in den Text des Entwurfes zur Aufhebung der Sanktionen angehört habe. Und er fuhr fort zu sagen, daß dem Irak die Gelegenheit gegeben wurde, sich der Massenvernichtungswaffen zu entledigen, daß der Irak aber die Gelegenheit nicht wahrgenommen habe und beschlossen habe, im Besitz der WMDs [Weapons of Mass Destruction = Massenvernichtungswaffen] zu bleiben. Folglich, fügte er hinzu, wäre es unangebracht, eine Bezugnahme auf die Aufhebung der Sanktionen einzufügen, so lange der Irak im Besitz dieser Waffen wäre, daß aber ein indirekter Bezug in dieser Richtung gemacht werden könnte.

Hier fragen wir, warum keiner der Vertreter der Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates den britischen Vertreter gefragt habe, wann, wo und wie eine derartige behauptete Entscheidung vom Irak getroffen worden sei, im Besitz von WMDs zu bleiben? Sie behandelten die vom britischen Vertreter gemachte Behauptung, als hätte sie keine Wichtigkeit für sie oder vielmehr, als wäre es für sie ohne Bedeutung, die Wahrheit zu sagen. Verweist diese Angelegenheit, in Verbindung mit anderen Dingen auf die Möglichkeit des Zusammenbruchs dieser internationalen Organisation, die gegründet wurde, um Frieden und Sicherheit aufrechtzuerhalten, die sich jetzt aber in eine Küche verwandelt hat zum Schachern der Großmächte, zur Lieferung von Schutzmänteln für Krieg, Zerstörung, Blockaden und Aushungern, die den Völkern auferlegt werden sollen?

Die Zukunft wird bestimmt werden im Licht der Möglichkeit zu Reformen oder der Unfähigkeit zu Reformen. Die Zukunft der Vereinten Nationen macht da keine Ausnahme. Folglich werden alle jene, denen wirklich an der Lebensfähigkeit dieser Organisation gelegen ist, in Taten, nicht nur in Worten, und an ihrer Arbeit auf der Basis der UN-Charta, damit Stabilität, Gerechtigkeit und Redlichkeit in der Welt herrschen sollen, ein Plan für Frieden und Freiheit ausgearbeitet wird, und damit Kooperation unter den Völkern herrschen wird, dazu aufgerufen, aufmerksam zu sein und an der UN-Charta und dem internationalen Recht festzuhalten, und nicht den Launen und unkontrollierten Instinkten jener nachzugeben, die die Welt mit ihren bösartigen Plänen und Waffen bedrohen und jener, die ihre Interessen engstirnig zu erreichen suchen, indem sie auf das Feilschen zurückgreifen auf Kosten von Wahrheit, Gerechtigkeit und Redlichkeit.

Herr Generalsekretär:

Wir wissen, daß jene, die den Sicherheitsrat zwangen, die Resolution Nr. 1441 anzunehmen, andere Beweggründe haben als sicherzugehen, daß der Irak während der Abwesenheit der Inspektoren seit 1998 keine Massenvernichtungswaffen entwickelt hat. Sie wissen, wie und wer hinter ihrer Abwesenheit stand. Wir wissen auch, daß es keinen wahren, gerechten und fairen Grund für die Annahme dieser Resolution im Namen des Sicherheitsrates nach dem allgemein bekannten Abkommen zwischen den Vertretern Iraks und dem UNO-Generalsekretär sowie der gemeinsamen Presseerklärung von Blix, El Baradei und den irakischen Vertretern gibt.

Wir informieren Sie hiermit, daß wir uns mit der Resolution 1441, trotz ihres üblen Inhalts, befassen werden. Wenn sie umgesetzt werden wird entsprechend der vorsätzlichen Bosheit der böswilligen Parteien, so ist das allein Wichtige daran der Versuch, Schaden von unserem Volk abzuwehren. Aber wir werden nicht vergessen und andere sollten es auch nicht, daß die Sicherung der Würde, Sicherheit, Unabhängigkeit der Völker und der Schutz unseres Landes, seiner Souveränität und edlen Werte eine heilige Pflicht für unsere Führung und für die Absichten unseres Regierung sind. Daher sind wir, wie wir in dem oben genannten Abkommen und der Presseerklärung gesagt haben, vorbereitet, die Inspektoren zu empfangen, damit sie ihre Pflicht erfüllen können und sicher gehen können, daß der Irak während ihrer Abwesenheit seit  1998 keine Massenvernichtungswaffen entwickelt hat.

Wir bitten Sie hiermit, den Sicherheitsrat zu informieren, daß wir vorbereitet sind, die Inspektoren zu dem festgesetzten Zeitpunkt zu empfangen. Die betroffenen Parteien sollten sich bewußt sein, daß wir uns im heiligen Monat des Ramadan befinden, was bedeutet, daß die Menschen fasten, und daß diesem heiligen Monat das moslemische Eid-Fest folgt. Nichtsdestoweniger werden wir mit den UN-Körperschaften und Beamten auf dem Hintergrund von all dem sowie der Dreistaatenerklärung von Frankreich, Rußland und China kooperieren. Im Umgang mit den Inspektoren wird die Regierung von Irak auch deren Auftreten im Auge behalten, besonders die Absichten jener unter ihnen, die böswillig sind und die mangelnden Respekt vor der nationalen Würde der Menschen zeigen, ihrer Unabhängigkeit und Sicherheit und der Sicherheit, Unabhängigkeit und Souveränität ihres Landes. Uns ist daran gelegen, daß sie ihre Pflichten in Übereinstimmung mit den internationalen Gesetzen so bald wie möglich erledigen. Wenn sie dies tun, professionell und gesetzestreu, ohne böswillige Absichten, werden die Lügen der Lügner der Öffentlichkeit bekannt werden und das erklärte Ziel des Sicherheitsrates wird erreicht werden. Es wird dann die gesetzliche Pflicht des Sicherheitsrates sein, die Blockade und alle anderen ungerechten Sanktionen gegen den Irak aufzuheben. Wenn nicht, werden alle Völker guten Willens in der Welt einschließlich Irak ihm sagen, es zu tun. Der Sicherheitsrat wird vor der Weltöffentlichkeit und dem Gesetz gezwungen werden, den Paragraph 14 seiner Resolution 687 zu aktivieren, um ihn auf die Zionistische Entität (Israel) anzuwenden und dann auf die ganze Region des Nahen Ostens, um sie zu einer Region ohne Massenvernichtungswaffen zu machen. Die Zahl der gerechten Menschen wird dann in der Welt wachsen und auch Iraks Möglichkeit, das Krächzen der Krähen des Bösen zu vertreiben, die täglich dieses Land heimsuchen und Iraker töten und ihr Eigentum mit ihren Bomben zerstören. Es wird helfen, die Stabilität der Region und der Welt zu festigen, wenn es von einer Resolution begleitet wird, die nicht auf doppelten Maßstäben beruhen wird, um der zionistischen Besatzung von Palästina und anderen besetzten arabischen Territorien ein Ende zu bereiten, falls die Kriegstreiber ihre Aggressionen gegen die Moslems und die Welt beenden.
Daher wiederholen wir durch Sie diese Worte an den Sicherheitsrat: Sendet eure Inspektoren in den Irak, um sicher zu sein und alle anderen auch – wenn ihr Vorgehen kontrolliert wird, damit es gesetzlich und professionell ist – daß der Irak keine WMDs, weder atomare, chemische oder biologische entwickelt hat wie bösartige Menschen behaupten. Die Lügen und Manipulationen der amerikanischen Administration und der britischen Regierung werden enthüllt werden, während die Welt sehen wird, wie ehrlich und angemessen die Iraker in dem sind, was sie sagen und tun. Aber, wenn den Launen der amerikanischen Administration, den Wünschen der Zionisten, ihrer Gefolgsleute, den Geheimdiensten, Drohungen und schmutzigen Versuchungen eine Chance bei den Inspektorenteams oder einigen ihrer Mitglieder gegeben wird, könnten die Farben verfälscht werden und die daraus entstehende Unruhe wird die Fakten verdrehen und die Situation in eine gefährliche Richtung lenken, was gerecht denkende Menschen bestimmt nicht wollen. Die Menschen einschließlich meiner Regierung wollen die Fakten auf den Tisch legen, wie sie wirklich sind. Die Arbeit vor Ort und ihre Umsetzung werden entscheidende Faktoren sein, ob die Absichten des Sicherheitsrates aufrichtig sind, festzustellen, daß der Irak keine der behaupteten Waffen besitzt, oder ob das Ganze nur ein bösartiger Vorwand ist von jenen, die hinter der Resolution standen, und die keine Skrupel haben, üble Verleumdungen zu äußern und der Öffentlichkeit Lügen zu erzählen, einschließlich ihren eigenen Völkern.

Lasst also die Inspektoren nach Bagdad kommen, um ihre Pflicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz zu erfüllen, und dann werden wir hören und sehen zusammen mit denen, die hören und sehen wollen, und werden entsprechend der Verantwortung und der Pflichten eines jeden handeln. Das abschließende Wort und Bezugspunkt wird die Resolution 687 sein mit ihren Verpflichtungen für sowohl den Generalsekretär als auch den Irak, zusammen mit dem vereinbarten Verhaltenskodex, der von dem Generalsekretär in New York am 16. September 2002 unterzeichnet wurde und der Presseerklärung von Hans Blix und El Baradei in Wien am 30.9.-1.10.2002.

Herr Generalsekretär:

Übernehmen Sie bitte Ihre Verantwortung und sagen und raten sie den ungerechten Menschen, daß ihre Ungerechtigkeit gegenüber den Moslems, den gläubigen Arabern und allen anderen schwerwiegende Konsequenzen haben wird. Wir hoffen, daß Sie, Herr Generalsekretär, den Ignoranten raten werden, die Dinge nicht aufs Äußerste zu treiben, weil das Volk von Irak sich nicht damit abfinden wird, auf Kosten seiner Würde, seines Landes, seiner Freiheit oder seiner heiligen Werte zu leben. Es würde eher sein Leben geben, wenn das der einzige Weg wäre, das zu schützen, was geschützt werden muß.

Ich möchte Ihre Exzellenz auch informieren, bevor ich diesen Brief schließe, daß ich beabsichtige, Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Schreiben zukommen zu lassen, in dem ich unsere Beobachtungen der Maßnahmen und Prozeduren, die die Resolution 1441 enthält, festhalten werde, die dem internationalen Recht, der UN-Charta und den bereits geklärten Fakten sowie den Maßnahmen, die in früheren relevanten Resolutionen des Sicherheitsrates enthalten sind, widersprechen.

Naji Sabri  Ahmed

Außenminister

Republik Irak

Quelle: LAGAUCHE IS RIGHTSEVEN YEARS AGO

Israels Außenministerium hat den Generalsekretär der Vereinten Nationen aufgefordert, zu verhindern, dass der Goldstone-Bericht an die UNO-Generalversammlung oder den UN-Sicherheitsrat weitergeleitet wird. Das Außenministerium des zionistischen Regimes teilte in einer am heutigen Freitag veröffentlichten Erklärung mit, der Außenminister des zionistischen Regimes, Avigdor Lieberman, habe in einem Telefonat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon aufgefordert, zu verhindern, dass dieser Bericht an die genannten Gremien gelangt. Im Rahmen der Untersuchung sei klar geworden, „dass die Aktionen des israelischen Militärs auf Kriegsverbrechen und in mancher Hinsicht vielleicht auch auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinauslaufen“, so der frühere südafrikanische Richter und UNO-Sonderermittler Richard Goldstone in seinem Bericht über die israelische Militäroffensive im Gazastreifen vom 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009.
Bei diesen Angriffen wurden mehr als 1500 Palästinenser, darunter auch 500 Kinder und Frauen, getötet. 

Von Gideon Levy, Haaretz, 15.10.2009

Diejenigen, denen die Schuld gegeben werden muss, sind gefunden worden: „Die Goldstoners“. Nicht die Besatzung, nicht die Siedlungen, nicht die israelische Aggressivität oder Brutalität: es ist nur Goldstone. Nach Ari Shavit (Haaretz, 8.10.2009) wird uns der Geist des Richters Richard Goldstone den nächsten Krieg bringen und er wird der Goldstone-Krieg genannt werden.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wiederholte dieses Gefühl mit erstaunlich ähnlichem Terminus in dieser Woche in seiner Rede in der Knesset. Seit Golda Meir sagte, sie würde den Arabern nie vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten, gab es solche selbstgerechte, ärgerliche und schädliche Statements. Es ist ziemlich sicher, dass der nächste Krieg zu einer Zeit und an einem Ort ausbrechen wird, den Israel bestimmen wird. So ist es bei allen Kriegen seit 1973 gewesen. Wir haben drei unnötige Kriege auf Israels Initiative angefangen wegen „Goldas Geist“ von Ari Shafit und seinesgleichen, die den Krieg als ein legitimes Mittel und sogar als eine wünschenswerte Waffe ansehen.

Der nächste Krieg wird also auch ein „Golda-Krieg“ sein, wie jener verfluchte Krieg von 1973, der hätte vermieden werden können, wenn nicht Goldas Geist gewesen wäre. Shavit und die andern Goldas, mit Selbsttäuschung und moralischer Blindheit beschäftigt, die anstacheln, unterdrücken und lügen, die jede Möglichkeit einer gerechten Lösung zurückweisen – sie sind es, die ihn bringen, genau wie ihre Vorgänger.

Die Goldas tun alles Mögliche, um ein Friedensabkommen zu vermeiden. Sie jammern und spielen das Opfer.

„Israel erleidet unaufhörlich Terrorakte“, lamentiert Shavit. Der Terror hat seit langem fast aufgehört, doch das beendet die Behauptung nicht, dass er „unaufhörlich“ weitergeht.

David feuerte Qassams auf Goliath, Goliath reagierte wild. Man kann auch ein Boxen zwischen Mike Tyson und einem 5-Jährigen einen Wettkampf nennen – aber die Proportionen, oh die Proportionen!!

Sie, die Goldas, ignorieren auch die Belagerung von Gaza, als ob diese nicht die Hauptursache für die Qassams sind. Und sie sind selbstgerecht.

„Um zu verhindern, dass die sowieso schon schlimme Situation der Region im kompletten Chaos endet, muss Israel alle paar Jahre Gewalt anwenden“, schreibt Shavit, wobei er vorsätzlich die Tatsache verschweigt, dass diese Kriege für nichts anderes gut sind als zur Aufrechterhaltung der Besatzung, Kriege für Immobilien (Siedlungen). Ja, um dies aufrecht zu erhalten, muss man alle paar Jahre einen Krieg führen.

Operation Cast Lead hat die Hamas nicht geschwächt, wie Shavit überraschend feststellt, er stärkte sie. Die zeitweise Stabilität, die danach erreicht wurde, hätte durch ein Waffenstillstandsabkommen erreicht werden können – ohne das schreckliche Blutvergießen.
Aber die Herzen der Goldas sind hart, wenn es sich um Abkommen handelt. Sie wollen Blut, Feuer und Rauchschwaden, möglichst von Phosphorbomben.

Und wer schädigt die imaginären Errungenschaften von Cast Lead? Natürlich die Goldstoners. Er ist nur ein international anerkannter, geschätzter Richter, ein mutiger Liberaler und ein Kämpfer für die Menschenrechte, ein Mann mit Gewissen, der es wagte, hier das zu tun, was er in Ruanda und im früheren Jugoslawien getan hat.

Dort jubelten sie ihm zu, während sie ihn hier anklagten, den nächsten Krieg zu verursachen. Slobodan Milosevic hätte es nicht besser sagen können als Shavit. Der Präsident von Serbien erkannte die Autorität des Den Haager Tribunals auch nicht an. Auch er hatte Sicherheits- und patriotische Rechtfertigungen, und auch er gab den Goldstoners die Schuld für alles. Aber die Goldstoners sind die wahren Patrioten und der Goldstone-Geist reflektiert jüdische Geschichte besser als der Golda-Geist.

Die Goldstoners erkennen die jüdische Tragödie an, und genau deshalb glauben sie, dass Israel einem moralischen Verhalten verpflichtet ist. Sie wollen Israel nicht isolieren, nicht denunzieren und unterwandern, eher seine Methode und seine Politik, die in den Abgrund führt.

Cast Lead ist es, das Israels Ansehen ruiniert, nicht die Berichte, die danach geschrieben wurden. Diejenigen, die einen neuen solchen Krieg verhindern wollen, in der Art, die die Goldas monströs als „Schaffung einer Infrastruktur der Stabilität“ nennen.

Etwa 1.400 Menschen wurden getötet und Zehntausende wurden verkrüppelt und obdachlos gemacht – für eine „Infrastruktur der Stabilität“, die weder eine Infrastruktur ist – noch stabil.

Den Goldas sagen wir: Jede Granate, die auf einem Haus im Gazastreifen landet, schadet uns mehr als ein Bericht. Diejenigen, die Israel isoliert haben, das ist die Regierung, die IDF und ihre demagogischen Cheerleaders.

Ja, wir Goldstoners wünschen uns ein anderes Israel. Eines für das ein Krieg die letzte Option ist, eines, das die Besatzung beendet, eines, das sich darum bemüht, der Stolz seiner Bürger zu sein und nicht eines, über das sich seine Bürger schämen müssen. Wenn es doch nur mehr Goldstoners hier gäbe und weniger Goldas, dann könnte dies möglich sein.

Die Gespräche zwischen Teheran und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sollen zu einer Urananreicherung für iranische Anlagen im Ausland führen

Von Mohssen Massarrat

Dass sich der Konflikt über das iranische Nuklearprogramm erneut zuspitzt, war zu erwarten. Die Regierung Ahmadinedjad demonstrierte mit der Bekanntgabe einer neuen Urananreicherungsanlage unweit der Heiligen Stadt Qom und einigen Raketentests ihre unnachgiebige Haltung. Die Regierungen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands werfen Teheran Rechtsbruch vor. Es würden mit den Atomplänen auch militärische Absichten verfolgt. Die iranische Seite bestreitet das und und pocht auf das ihr mit dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen (NPT) verbriefte Recht, eigene Urananreicherungsanlagen zu bauen. Warum solle man nicht eine neue Anlage in Qom bauen, wenn die USA unter Bush damit gedroht haben, und die israelische Regierung bis heute droht, die Anreicherungsanlage in Natanz zu zerstören.

Trend zur Stagnation

Alles wie gehabt? Die Islamische Republik macht sich den Atomwaffensperrvertrag zu Nutze, um das eigene Atomprogramm bis zum äußersten Punkt, der das geltende Völkerrecht gerade noch erlaubt, voranzutreiben. Der Westen nutzt seine ökonomische und politische Stärke, um Iran daran zu hindern, sich die Fähigkeit zum Bau von Atombomben zu verschaffen. Ging es den Neokonservativen um Ex-Vizepräsident Dick Cheney einst auch darum, den Konflikt zu einem Krieg gegen den Iran zu eskalieren, ist die akute Gefahr mit der Wahl von Barack Obama vorerst gebannt, glücklicherweise. Eine friedliche Lösung des Konflikts setzt allerdings voraus, dass die neue US-Regierung und die EU-3 – Großbritannien, Frankreich und Deutschland – sich zwei Herausforderungen sehr ernsthaft stellen:

Erstens der Gefahr einer Weiterverbreitung von Atomwaffen. Diese Gefahr ist in der Natur der Nukleartechnologie begründet, weil nicht nur Iran, sondern jeder Staat, der Atomstrom produziert, zugleich auch waffenfähiges Plutonium erzeugen kann. Der NPT kann dies nicht verhindern, er schafft durch das in Artikel IV verbriefte Recht der Mitgliedsstaaten auf eine eigene Urananreicherung sogar die Voraussetzung dafür, dass Mitgliedsstaaten Teile ihrer Rüstungspläne hinter dem friedlichen Gebrauch von Atomenergie verstecken. Im aktuellen Konflikt hat Iran daher das Völkerrecht auf seiner Seite, während der Westen den waghalsigen und dem Völkerrecht abträglichen Versuch unternimmt, Iran durch Drohungen zum Verzicht auf Souveränität zu zwingen. Kein Wunder, dass dieser Streit seit sechs Jahren andauert. Die einzig wirksame Alternative, die in dieser Situation bleibt und Teheran überzeugen könnte, ist die Option, alle Atomwaffen abzuschaffen.

Barack Obama hat seit seiner Prager Rede zwar diese Perspektive aufgezeigt, ein gutwilliger US-Präsident reicht jedoch – zumal gegen die mächtige Allianz aus Neokonservativen und militärindustriellem Komplex daheim – für eine atomwaffenfreie Welt bei weitem nicht. Die EU-Regierungen täten daher gut daran, ihre Zuschauerrolle aufzugeben und Obama dabei zur Seite zu stehen. Beispielsweise könnten Europas Atomstaaten ihre Bereitschaft zur Abrüstung der eigenen Arsenale ankündigen, wozu im Übrigen der Atomwaffensperrvertrag verpflichtet.

Das eigentliche Problem

Die zweite Herausforderung ist das Sicherheitsdilemma im Mittleren und Nahen Osten, das durch Israels Atomarsenale entstanden ist. Israel mag zwar dadurch seinem legitimen Sicherheitsbedürfnis Rechnung tragen, es zwingt aber andere Staaten in der Region – wie den Iran – dazu, sich ebenfalls atomar aufzurüsten. Die USA und die EU müssen dieses Sicherheitsdilemma zur Kenntnis nehmen und darauf eine Antwort geben. Sie blenden jedoch diesen eigentlichen Kern des Konflikts, mit Rücksicht auf Israels Interesse, das Atomwaffen-Monopol nicht aus der Hand zu geben, völlig aus. Auch die Islamische Republik zog es bisher vor, ihre nuklear-militärischen Ambitionen unter der Fassade der langfristigen Energieversorgung zu verstecken, anstatt das Sicherheitsdilemma in der Region offensiv auf die Tagesordnung der internationalen Politik zu setzen. Obama scheint diese Herausforderung wahrgenommen zu haben. Er unternahm jedenfalls den ersten zaghaften Versuch, Israel zu einem Beitritt zum Atomsperrvertrag zu bewegen. Bei der Jahresversammlung der IAEA Mitte September enthielt sich der US-Vertreter einer Resolution zur Schaffung einer atomwaffenfreien Zone im Mittleren und Nahen Osten zwar der Stimme, begrüßte das Papier aber nachdrücklich.

Auch bei dieser großen Herausforderung würden Obamas vorsichtige Schritte gegen den Starrsinn Tel Avivs und der starken Israel-Lobby in den USA ins Leere laufen, wenn ihn andere westliche Staaten auch hier im Regen stehen ließen. Jahrelang setzten die EU-Regierungen auf das falsche Pferd, weil sie die gefährliche Eskalationsstrategie der Neokonservativen und israelischen Hardliner im Konflikt mit dem Iran unterstützten. Jetzt haben sie die Möglichkeit, den Fehler zu korrigieren. Statt zuzuschauen, müssten sie Obama bei seiner Haltung gegenüber Israel den Rücken stärken.

Quelle: der FREITAG

Israel hat den Vereinten Nationen zufolge möglicherweise Spionagevorrichtungen im Libanon platziert und damit das Waffenstillstandsabkommen mit dem Nachbarland verletzt.

Zwischen Israel und der pro-iranischen Schiiten-Bewegung Hisbollah im Libanon ist ein Spionagekrieg entbrannt. Die Hisbollah erklärte, der „islamische Widerstand“ habe im Süden des Landes am vergangenen Wochenende israelische Abhöreinrichtungen entdeckt, mit denen „der Feind erneut die Souveränität unseres Landes verletzt hat“.

Die libanesische Armee hatte zuvor berichtet, die israelische Armee habe die Abhöreinrichtung am Samstagabend per Fernzünder in die Luft gesprengt, nachdem die Anlage zwischen den Ortschaften Hula und Mais al-Dschabal entdeckt worden sei. Eine zweite Explosion habe es am Sonntagmorgen gegeben, nachdem die libanesische Armee gemeinsam mit der UN-Friedenstruppe UNIFIL weitere Bestandteile der Abhöranlage gefunden und auseinandergenommen habe. Nach Angaben der UNIFIL war die Abhöranlage „offensichtlich 2006 während des Krieges installiert worden“. Sollte sich dies bestätigen, hätte Israel damit gegen die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrats verstoßen, die den Libanonkrieg gestoppt hatte.

Quelle

These silly settlers. Some settlers are quiet and others are violent. Some speak with us while others try to attack us. The small illegal outpost of Asa’el has some of the most violent and crazy people that I have ever encountered. One settler from Asa’el has always struck me as strangely insane. Her name is Marva and I believe that she hails from South Africa. Below are two videos exploring her thoughts on the Israeli-Palestinian conflict.

Quelle

Spuren einer Terroroffensive iranischer Sezessionisten, die von den USA unterstützt werden, weisen nach Deutschland. Gleichzeitig mit einem Bombenanschlag im Ostiran, dem Ende letzter Woche über 40 Menschen zum Opfer fielen, haben auch Terroristen im Westiran neue Attentate gestartet. Verantwortlich ist die „Partei für ein freies Leben in Kurdistan“ (PJAK), die jahrelang in der Bundesrepublik ihre Kämpfer rekrutierte; ihr Chef residiert in Köln und hat vor wenigen Tagen bekräftigt, seine Organisation könne im Iran „überall zuschlagen“. Beide aktuellen Attacken zielen darauf ab, die Kontrolle Teherans über größere Teile des Landes entscheidend zu schwächen. Dem Vorhaben, der Zentralregierung in Teheran Macht zu entreißen und ethnischen Minderheiten umfangreiche Sonderrechte zuzusprechen, hat sich jüngst auch die Stiftung der Partei des künftigen deutschen Außenministers (FDP) angeschlossen. Damit befördert sie eine Destabilisierung des Iran, der sich westlichen Ordungskonzepten verweigert. In deutschen Militärkreisen heißt es, die Unterstützung für zentrifugale Kräfte im Iran sei ein geeigneter „Hebel westlicher Iran-Politik unterhalb des eigenen militärischen Eingreifens“.

Mit einem Bombenanschlag, der mehr als 40 Todesopfer forderte, haben iranische Sezessionisten vergangene Woche ihre Bemühungen um eine Destabilisierung des Landes fortgesetzt. Anschlagsziel waren hochrangige iranische Militärs; Schauplatz war die Region Sistan-Belutschistan im Südosten des Landes, die bereits seit Jahren Ort brutaler Sezessionskämpfe ist. Blutige Attentate verübt dabei vor allem die Organisation „Jundallah“, die auch diesmal als Urheberin des Massakers genannt wird. Jundallah will Belutschistan aus dem iranischen Staat lösen. Teheran beschuldigt die Vereinigten Staaten und Großbritannien, Jundallah zu unterstützen, um das Regime zu schwächen und prowestliche Kräfte in die Regierung zu bringen. In der Tat haben US-Geheimdienstkreise in den vergangenen Jahren mehrfach Informationen an die Presse lanciert, die eine Kooperation zwischen der CIA und Jundallah sowie weiteren iranischen Sezessionisten bestätigen [1]; auch Insider aus dem Ostiran, etwa ein Bruder des Jundallah-Anführers, bekräftigen diese Vermutung [2].

„Partisanen im Gebirge“

 

Gleichzeitig mit dem blutigen Anschlag im Ostiran hat die „Partei für ein freies Leben in Kurdistan“ (PJAK) ihre Attentate im Nordwestiran wieder aufgenommen.[3] Wie kurdische Medien berichten, erschossen PJAK-Mitglieder am vergangenen Freitag einen Repräsentanten des iranischen Staates in Salmas unweit der Grenze zur Türkei. Die PJAK steht den Separatisten von der türkischen PKK nahe und kämpft offiziell für eine Autonome Region Iranisch-Kurdistan ganz nach dem Modell der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Kritiker halten dies nur für eine Etappe auf dem Weg zur Schaffung eines kurdischen Großstaats. Die PJAK gibt an, in den letzten Jahren mehrere hundert iranische Repressionskräfte getötet zu haben. Ihr Chef hat unmittelbar vor dem jüngsten Attentat erklärt, die „Partisanen im Gebirge“ des Nordwestiran seien „nur ein geringer Teil von PJAK“.[4] Mit einem Angriff auf einen Militärflughafen bei Teheran habe seine Organisation im vergangenen Jahr bewiesen, „dass wir überall zuschlagen können“.

Sitz in Deutschland

 

Die Tätigkeit der PJAK in Deutschland war in den vergangenen beiden Jahren mehrfach Gegenstand von Medienberichten. Demnach hat die Organisation nicht nur zahlreiche Milizionäre in der Bundesrepublik angeworben; auch ihr Vorsitzender residiert hier – in Köln (Nordrhein-Westfalen). PJAK-Chef Haji Ahmadi gelingt es laut einer Fernsehdokumentation, regelmäßig aus Deutschland zu seinen Milizen zu reisen, die in der Autonomen Region Kurdistan im Irak stationiert sind – unter den Augen eines Berlin eng verbundenen Clans (Barzani), der gegenwärtig „Irakisch-Kurdistan“ beherrscht.Die deutschen Behörden sind ausweislich der offiziellen Verfassungsschutz-Berichte über die Tätigkeit der PJAK informiert, schreiten jedoch – anders als im Falle der türkischen PKK – nicht ein. Der BND soll laut Berichten Kontakte zu PJAK-Chef Haji Ahmadi unterhalten haben. Auch in den Vereinigten Staaten genießt die PJAK laut mehreren Recherchen Unterstützung.[5] Zwar hat die Regierung Obama die Organisation zu Beginn ihrer Amtszeit auf die offizielle Washingtoner Terrorliste gesetzt, um gegenüber Teheran Gesprächsbereitschaft zu signalisieren; wirkungsvolle Sanktionen gegen sie sind bislang jedoch nicht bekannt.

Innenpolitisch labil

 

Nicht-militante Organisationen iranischer Sezessionisten erhalten mittlerweile auch Unterstützung von der Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP). Im Juni hielt die Stiftung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Konferenz ab, die der „Nationalitätenfrage“ im Iran gewidmet war. Es sei an der „Zeit“, die Belange ethnischer Minoritäten im Iran „verstärkt in den Fokus der internationalen Öffentlichkeit zu rücken“, hieß es in den Tagungsunterlagen; genannt wurden unter anderem „Kurden“ im Nordwestiran sowie „Belutschen“ im Osten des Landes. „Bis zu 60%“ der iranischen Bevölkerung gehörten ethnischen Minderheiten an und müssten Sonderrechte erhalten, erklärten die Veranstalter nach der Tagung – eine Stärkung zentrifugaler Kräfte, die in Verbindung mit äußerer Einmischung den Bestand des Staates ernstlich gefährden kann. Kritiker des Teheraner Militärregimes warnen vor solcher Einmischung – die inneriranische Opposition laufe dabei höchste Gefahr, „sofort als westlich gesteuert und ihre Führer als Kollaborateure gebrandmarkt“ zu werden.Tatsächlich erklärt ein Professor der Bundeswehr-Universität in München, völkische Sezessionsbewegungen seien ein geeigneter „Destabilisierungshebel“: Iran sei ein „Vielvölkerstaat“; „diese innenpolitische Labilität könnte – und sollte (geheimdienstlich verdeckt, versteht sich) – der Hebel westlicher Iran-Politik unterhalb des eigenen militärischen Eingreifens sein.“

Abnehmende Bindungen

 

Bislang hatte Berlin wegen der beträchtlichen deutschen Wirtschaftsinteressen im Iran immer wieder versucht, einen Ausgleich zwischen Umsturzdrohungen und Kooperationsangeboten an Teheran zu finden. Mittlerweile beginnen sich die Gewichte zu verschieben. Neben der zunehmenden Unterstützung für iranische Sezessionisten fängt Berlin nun auch an, gegen die Spionageapparate des Teheraner Militärregimes vorzugehen. Letzte Woche teilte das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz mit, der Geheimdienst des Iran suche iranische Exiloppositionelle in Deutschland auszuspionieren – eine Praxis, die seit Jahren bekannt und von Berlin bislang geduldet worden ist, mit für Regimekritiker oft blutigen Folgen. Selbst in Wirtschaftskreisen, die während der vergangenen Jahre zu den entschiedensten Befürwortern einer Kooperation mit Iran gehörten, kippt inzwischen die Stimmung: Die „Entmutigungsstrategie“ – eine Anstrengung der Bundesregierung, Unternehmen zur Einschränkung ihrer Iran-Geschäfte zu drängen – hat Erfolg; die Ausfuhren in den Iran brachen in den ersten sieben Monaten 2009 um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die zunehmenden Umsturzaktivitäten bei gleichzeitig abnehmenden Bindungen erhöhen die Spannungen und lassen eine weitere Eskalation befürchten.

[1] US funds terror groups to sow chaos in Iran; The Daily Telegraph 25.02.2007. Bush sanctions ‚black ops‘ against Iran; The Daily Telegraph 27.05.2007
[2] Rigi’s brother exposes US ties with Jundullah; presstv.ir 09.06.2009
[3] Kurdish PJAK rebels resume attacks in Iranian Kurdistan; http://www.ekurd.net 17.10.2009
[4] PJAK-Rebellen: „Wir können überall im Iran zuschlagen“; Die Presse 15.10.2009
[5] Seymur M. Hersh: The Next Act; The New Yorker 27.11.2006. US wages covert war on Iraq-Iran border; Asia Times 28.11.2007

Quelle

Im Iran tobt ein Anti-Terror-Krieg, von dem im Westen kaum Notiz genommen wird. Militante Extremisten der Provinz Belutschistan bomben für Autonomie. Ihr jüngster Anschlag tötete 31 Menschen, darunter Kommandeure der Revolutionsgarden. Das Regime in Teheran bekämpft den Terror mit Folter.

Abdul Malik Rigi ist mit 26 Jahren bereits Irans Staatsfeind Nr.1. Für die einen ist er ein bereits mehrfach totgesagter Freiheitskämpfer, der sich einer rassistischen Diktatur widersetzt. Für die anderen ist er ein skrupelloser Terrorist, an dessen Händen das Blut vieler Unschuldiger klebt. Das Regime in Teheran sieht in dem schmächtigen Belutschen einen religiösen Fanatiker, vergleichbar mit den Kämpfern der al-Qaida und der Taliban, und macht ihn für die größten Terroranschläge der vergangenen Jahre verantwortlich. Seinen Ruf erwarb sich Rigi, als er seinen eigenen Schwager vor laufender Kamera köpfte, weil dieser angeblich Informationen über die Gruppe an den iranischen Geheimdienst weitergegeben habe

Rigi gehört zu einem der einflussreichsten sunnitischen Stämme der ost-iranischen Provinz Sistan-Belutschistan. Er besuchte Religionsschulen in Pakistan und führt seit 2003 die militante Separatistenbewegung Dschundullah an.

Dschundullah, wörtlich „Brigade Gottes“, führt einen blutigen Terrorkrieg gegen den iranischen Staat und dessen Sicherheitskräfte. Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag auf die paramilitärische Revolutionsgarden im Iran töteten sie am Sonntag mindestens 31 Menschen. Unter den Toten waren auch sechs Kommandeure der Gardisten. Weitere 28 Menschen wurden bei dem Blutbad in der Provinz Sistan-Balutschistan im Südosten des Landes verletzt.

Die Gruppierung verfügt nach Aussagen ihres Anführers Rigi über lediglich 200 aktive Kämpfer, meist junge Männer aus den ärmlichen Gegenden im Südosten des Iran. Sie fordern mit Waffengewalt die Gleichberechtigung und Autonomie für die ethnische Minderheit der iranischen Belutschen. Ziele des Kampfes von Dschundullah sind die Repräsentanten des schiitischen Gottesstaates, die Sicherheitskräfte, Polizei, Militär und Politiker. Über 400 iranische Soldaten, so behaupten die sunnitischen Rebellen, seien von ihnen in den vergangenen sechs Jahren getötet worden.

Iranischen Angaben zufolge soll Dschundullah mehr als 1000 Mitglieder stark sein und über weitreichende Kontakte ins Ausland verfügen. Direkte Verbindungen zu den pakistanischen Taliban und dem Terrornetzwerk al-Qaida werden vermutet. Ranghohe Dschihadisten wie der Chefplaner der Terroranschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheich Mohammed, ist selbst gebürtiger Belutsche. Er und andere sollen die Kontakte zwischen den Gruppierungen aufgebaut haben.

„Das einzige was wir von der iranischen Regierung fordern, ist, Staatsbürger zu sein. Wir wollen die gleichen Rechte wie die iranischen Schiiten. Mehr nicht“, sagte Dschundullah Führer Abdul Malik Rigi 2008 in einem TV-Interview mit dem arabischen Sender al-Arabiya.

Im Widerspruch dazu stehen die im Internet geäußerten Forderungen der Terrorgruppe. Da ist die Rede von einem “Islamischen Emirat Belutschistan” und einem Freiheitskampf für die sunnitischen Muslime gegen die “iranischen Teufel”. Außerdem finden sich Porträts getöteter „Märtyrer“, Videos vom militärischen Training in den Bergen und Abschiedsbotschaften von Selbstmordattentätern.

In der Vergangenheit übernahm Dschundullah die Verantwortung für die schwersten Terroranschläge auf iranischem Boden. In der Sunniten-Hochburg Zahedan griffen im Februar 2007 Dschundullah-Kämpfer einen Bus der Revolutionsgarden an und töteten 18 Soldaten.

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen am 28. Mai 2009 riss ein Dschundullah-Selbstmordattentäter in einer Moschee in Zahedan 20 Menschen mit in den Tod. Auch damals waren Angehörige des iranischen Militärs unter den Opfern. Irans Innenminister Mahsouli sagte später: „Diejenigen, die diesen Anschlag verübten, sind weder Schiiten noch Sunniten. Sie sind Amerikaner und Israelis.“

Im Dezember 2005 wurde sogar Irans Präsident Mahmoud Ahmadinedschad Ziel eines Anschlages. Sein Konvoi wurde in der Provinz Sistan-Belutschistan mit Maschinengewehren und Sprengfallen angegriffen, der Präsident überlebte. Das Regime verhängte eine Informationssperre über den Vorfall.

Im Juni 2008 verschleppten Dschundullah-Kämpfer eine Gruppe von 16 iranischen Polizeibeamten nach Pakistan. Im darauffolgenden Dezember teilte Dschundullah mit, die Geiseln seien hingerichtet worden.

Mehrfach forderte das Regime von Teheran die pakistanische Regierung auf, die Aktivitäten der Dschundullah zu unterbinden und ihre Anführer auszuliefern. Bisher erfolglos. Das unkontrollierte, teilweise chaotische Grenzgebiet Belutschistan zwischen Iran und Pakistan, nutzen die Rebellen beinahe ungestört als Rückzugsgebiet und Trainingsstätte.

Im Iran selbst führt der Anti-Terror-Kampf gegen die belutschischen Terroristen zu Hinrichtungen mutmaßlicher Hintermänner der Bombenanschläge. Bis zu 700 Dschundullah-Unterstützer und Mitglieder warteten im März 2007 auf ihre Hinrichtung, sagte der Parlamentsabgeordnete der Provinz Belutschistan, Hussein Ali Shahriari.

Aus iranischer Sicht stecken hinter dem Terrorismus der Dschundullah westliche Staaten und Geheimdienste. In erster Linie seien die USA, Großbritannien und Israel verantwortlich für den Tod der Zivilisten und Militärs bei Dschundullah-Anschlägen.

„Wir sehen den jüngsten Terroranschlag als Ergebnis amerikanischer Aktivitäten“, sagte Irans Parlamentssprecher Laridschani. Das Staatsfernsehen berichtete außerdem „gut informierte Quellen” hätten bestätigt, dass Großbritannien direkt in den jüngsten Selbstmordanschlag involviert gewesen sein sollen.

Der amerikanische Enthüllungsjournalist Seymour Hersh berichtete im Juli 2008, die US-Administration unter Präsident George W. Bush habe einen Antrag an den Kongress gestellt, 400 Millionen US-Dollar für die Unterstützung „anti-iranischer Gruppierungen“ zur Verfügung zu stellen. Nach dem Prinzip „der Feind meines Feindes ist mein Freund“, erklärte Hersh, hätten die USA Gruppen wie Dschundullah finanziell unterstützt. Ziel sei es gewesen, „genug Probleme und Chaos zu provozieren so dass die iranische Regierung den Fehler macht aggressiv darauf zu antworten“. So hätte die Bush-Administration einen „Grund gehabt das Land (Iran) anzugreifen“.

Dschundullah-Anführer Rigi wies in der Vergangenheit immer wieder Behauptungen zurück, er habe Hilfe aus dem Ausland erhalten. Recherchen des US TV-Journalisten Dan Rather zeigen jedoch, dass besonders die schwedische Gemeinde der Exil-Belutschen Aktivitäten der militanten Gruppierung finanziell unterstützt und für sie wirbt.

Im Internet fanden sich noch im vergangenen Jahr Vermutungen, Dschundullah habe für den Fall eines Krieges der USA gegen den Iran geplant, die gleiche Rolle übernehmen zu können wie die Nordallianz im Afghanistan-Krieg.

Quelle

Uri Avnery, 17.10.2009

NATÜRLICH ist es die Schuld des Richters Richard Goldstone. Ihm muss man die Schuld geben, er ist an allen unangenehmen Problemen schuld, mit denen wir uns jetzt auseinander setzen müssen.

Er ist schuld an den Schwierigkeiten, die wir sowohl mit der UN in New York als auch in Genf haben. Schuld an der Verschwörung, die darauf abzielt, unsere politischen und militärischen Führer vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag zu stellen; schuld an der Krise zwischen der Türkei und uns; schuld an den vielen Initiativen in aller Welt, die einen Boykott Israels organisieren.

Nun ist er auch schuld an der existentiellen Bedrohung, der sich Mahmoud Abbas (Abu Masen) gegenüber sieht.

ALS DER Goldstone-Bericht dem UN-Menschenrechtsrat vorgelegt wurde, entschied unsere Regierung, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um auch nur eine Debatte darüber zu verhindern.

Die Debatte wurde natürlich von den Palästinensern verlangt. Als der Bericht veröffentlicht wurde, tat der palästinensische Vertreter in Genf das Selbstverständliche: er verlangte, dass der Bericht mit der Aussicht debattiert würde, dass er dem Sicherheitsrat vorgelegt werde, der ihn dann dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag weiterreichen würde.

Was dann kam, konnte man voraussehen. Die israelische Regierung übte starken Druck auf die USA aus. Die USA tat dasselbe gegenüber Mahmoud Abbas. Abbas gab nach und instruierte seinen Vertreter in Genf dahingehend, seine Forderung nach einer Debatte zurückzuziehen.

In jeder anderen Angelegenheit wäre dies stillschweigend geschehen. Aber da es um den Gaza-Krieg ging, explodierte die palästinensische Öffentlichkeit. Während des Krieges sah jeder Palästinenser der Westbank im Aljazeera-Fernsehen und in anderen arabischen Kanälen jeden Tag und jede Stunde die Grausamkeiten des Krieges, die übel zugerichteten Leichen von Frauen und Kindern, die zerstörten Schulen und Moscheen, die Bomben mit weißem Phosphor….

Für die Hamas-Führer war Abbas’ Order, die Forderung zurückzuziehen, ein Geschenk Allahs. Sie fielen wütend über Abbas her. „Verräter“, „Kollaborateur“, „Subunternehmer der zionistischen Mörder“ waren die moderateren Schimpfwörter. Sie fanden ein Echo unter vielen Palästinensern, die nicht unbedingt Hamas-Unterstützer sind.

Abbas’ legale Position ist unsicher. Nach der einen Version wäre seine Amtszeit längst zu Ende. Nach einer anderen wird sie in wenigen Monaten zu Ende gehen. Egal, wie es ist, er wird gezwungen sein, bald Wahlen abzuhalten. In dieser Situation kann er gegenüber einem wütenden Ausbruch der Öffentlichkeit gegen ihn nicht gleichgültig sein. Also zog er die logische Konsequenz: er instruierte seinen Genfer Vertreter, er möge sein Ersuchen um eine Debatte des Goldstone-Berichtes erneuern. Diese Debatte endete mit einer Resolution, den Bericht vor die Vollversammlung zu bringen.

Unsere frustrierte Regierung reagierte wütend. Die orchestrierten Medien erklärten, Abbas sei eine „undankbare“ Person, ja, ein Heuchler. Schließlich, war er es nicht, der die Israelis während des Gaza-Krieges drängte, ihre Angriffe auf die Gaza-Bevölkerung zu intensivieren, um die Hamas zu stürzen? Diese Anklage goss Öl ins Feuer. Für die Palästinenser bedeutete dies, dass Abbas die von den Israelis begangenen Gräueltaten nicht genügten und noch mehr verlangte. Man kann sich kaum eine schlimmere Behauptung vorstellen.

Als ob dies noch nicht genug wäre, berichteten die israelischen Medien, dass Jerusalem der Palästinenserbehörde ein Ultimatum gestellt habe: wenn das Ersuchen nach einer Debatte nicht zurückgezogen würde, dann würde Israel keine Zuteilung von Frequenzen für das zweite palästinensische Mobiltelefonnetz „al-Wataniya“ genehmigen, deren Partner – so wurde hämisch berichtet – Abbas’ Söhne einschließen. Solch eine Zuteilung von Frequenzen ist Hunderte Millionen von Dollar wert. Selbst in solch einer Sache sind die Palästinenser total von den israelischen Besatzungsbehörden abhängig.

DIE GANZE Affäre wirft ein schonungsloses Licht auf die unmögliche Situation, in der sich die Palästinensische Behörde selbst befindet. Zwischen Hammer und Ambos – tatsächlich sogar zwischen mehreren Hämmern und einem Ambos.

Der eine Hammer ist Israel. Die Palästinensische Behörde ist völlig abhängig von den Besatzungsherren. Wie die Telefonaffäre illustriert, kann in der Westbank nichts ohne israelische Zustimmung geschehen.

Binyamin Netanyahu spricht über „wirtschaftlichen Frieden“ als Ersatz für politischen Frieden, also wirtschaftliche Vergünstigungen anstelle von nationaler Unabhängigkeit. Dies zeigt übrigens, wie weit er sich von den Lehren seines Idols Se’ev (Vladimir) Jabotinsky entfernt hat, der sich schon vor 85 Jahren über die zionistischen Führer lustig machte, die sich der Illusion hingaben, dass das palästinensische Volk gekauft werden könne. Kein Volk verkauft sich für wirtschaftliche Vorteile, sagte er.

Der Ministerpräsident der Palästinensischen Behörde, Salam Fayad, ist in die Falle gegangen. Er weist auf den wirtschaftlichen Fortschritt hin, der – seiner Ansicht nach – in der Westbank stattgefunden hat. Mehrere Straßensperren wurden beseitigt, ein imponierendes Einkaufszentrum wurde in Nablus eröffnet. Innerhalb von zwei Jahren, so sagte er, könnten die Palästinenser so weit sein, einen palästinensischen Staat zu errichten. Er ignoriert die Tatsache, dass die israelische Armee der de facto Souverän in den besetzten Gebieten ist und all diese Bemühungen vom einen zum anderen Augenblick beenden kann. Die Straßenblöcke können wieder zurückversetzt und gar verdoppelt, die Städte unter Ausgangssperre gesetzt, das Einkaufszentrum zerstört werden. In der Tat vergrößert jedes neue Einkaufszentrum in der Westbank die Abhängigkeit vom Wohlwollen der Besatzungsbehörden.

Ein anderer Hammer sind die Amerikaner. Die Palästinensische Behörde lebt vom Geld aus den USA und dem ihrer europäischen Handlanger. Die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Behörde werden vom amerikanischen General Keith Dayton trainiert. Washington behandelt Abbas, wie es den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai und den irakischen Ministerpräsidenten Nuri Kamal Maliki behandelt. Er ist „unser Hurensohn“. Er existiert so lange, wie wir wollen – er verschwindet, wenn wir ihn nicht mehr brauchen.

Bei einem Zusammenstoß zwischen Washington und Jerusalem würde Ramallah profitieren. Aber, wie die Goldstone-Episode zeigt, arbeiten die USA und Israel vorläufig noch völlig zusammen. Abbas hat keine andere Wahl, als nach der israelischen Flöte zu tanzen.

Der Ambos sind die Palästinenser. Im Augenblick ist die palästinensische Öffentlichkeit passiv. Sie ist müde, völlig fertig, frustriert, verzweifelt. Doch die Goldstone-Affäre zeigt, dass es unter der Oberfläche brodelt.

Die Hamas-Sprecher vergleichen Abbas mit Marschall Petain, dem französischen Helden des 1. Weltkrieges, dem Idol des Volkes und der Armee. Im zweiten Weltkrieg, als die deutsche Armee das französische Militär in einem Blitzkrieg vernichtete, was die Welt fassungslos machte, löste sich das politische Establishment in Paris auf. In dieser Stunde des Elends rief das Volk nach dem greisen Marschall, der vor den Deutschen kapitulierte, um noch zu retten, was zu retten war. Er war zweifellos ein französischer Patriot.

Hitler respektierte den Marschall und behandelte ihn anfangs gut. Etwa ein Jahr überlegte er, ob er ihn anstelle von Mussolini als Verbündeten akzeptieren solle. Ein großer Teil Frankreichs blieb „unbesetzt“ als eine Art deutsches Protektorat – und ebenda wurde das Vichy-Regime errichtet (nach seiner Hauptstadt benannt). Aber bald verschlechterte sich die Lage, und Petain wurde ein richtiggehender Kollaborateur der Nazis, der sich sogar an der Vernichtung der Juden beteiligte. „Vichy“ wurde ein Synonym für Verrat, und nach dem Krieg wurde Petain zum Tode verurteilt. Mit Rücksicht auf seine ruhmreiche Vergangenheit wurde sein Urteil in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt.

Ich denke, dass dies kein fairer Vergleich ist, Ramallah ist nicht Vichy. Khaled Mashal in Damaskus ist nicht De Gaulle in London. Aber „Vichy“ dient als Warnung, und die palästinensische Behörde befindet sich auf einem schlüpfrigen Abhang. Ein Regime unter Besatzung ist immer in der Gefahr, ein Kollaborateur zu werden. Die verbalen Attacken der Hamas vermehren nur das Elend von Abbas und seinen Verbündeten.

Abbas’ ursprüngliche Order, das Ersuchen für eine Debatte über den Goldstone-Bericht zurückzuziehen, war auch ein Hindernis für die Bemühungen, die Spaltung zwischen den palästinensischen Fraktionen zu überwinden.

Die Ägypter verbreiten Nachrichten über einen Fortschritt eines internen palästinensischen Abkommens und lassen seinen Inhalt durchsickern. Man kann kaum glauben, dass etwas dabei herauskommt. Hamas wird aufgefordert, die Alleinherrschaft über den Gazastreifen aufzugeben; doch kann man sich kaum vorstellen, dass sie dies tun werden. Von Abbas wird erwartet, dass er in freien Wahlen Hamas gegenübertritt – und auch dies kann man sich kaum vorstellen. Noch weniger kann man glauben, dass die Amerikaner solche Wahlen riskieren. Sie haben schon angekündigt, dass sie alles gegen eine Versöhnung tun werden.

Die israelischen Medien berichten mit Häme, der Hass zwischen Fatah und Hamas sei nun stärker als der Hass gegenüber den Israelis. Das ist kein einzigartiges Phänomen. Als wir gegen das britische Besatzungsregime in Palästina kämpften, gab David Ben Gurion, seinen Leuten den Befehl, die Irgun-Kämpfer der britischen Polizei anzuschließen, und nur dank der fast unmenschlichen Zurückhaltung von Menachem Begin wurde ein Bruderkrieg verhindert. Die irischen Freiheitskämpfer töteten einander mit Leib und Seele, als die Briten einen Kompromiss anboten. So etwas ist an vielen Orten geschehen.

Falls die Palästinenser werden wählen müssen, sind sie nicht zu beneiden. Auf der einen Seite wird die Hamas als nicht korrupte Bewegung angesehen, die dem Kampf gegen Israel weiterhin treu bleibt. Aber die fundamentalistischen religiösen Einschränkungen, die sie jetzt den Bewohnern des Gazastreifens, besonders den Frauen, auferlegen, sind für viele Palästinenser abschreckend. Auf der andern Seite wird die palästinensische Behörde von vielen als korrupt und als Kollaborateur angesehen, aber auch als die einzige Körperschaft, die amerikanische Unterstützung für die palästinensische Sache bekommt.

Hamas bietet heute keine wirkliche Alternative an, da auch sie eine Feuerpause mit Israel einhält. Doch die Hoffnung, dass Abbas den Frieden bringen könnte, schwindet.

WAS MACHT unsere Regierung aus dieser Situation?

Naivlinge könnten sagen: Israel ist an der Eliminierung der extremen Hamas und der Stärkung des moderaten Abbas interessiert, der für den Frieden mit Israel arbeitet. Das ist doch selbstverständlich.

Wenn es so wäre, warum hindert die israelische Regierung Abbas daran, politisch etwas zu gewinnen, und wenn es nur symbolisch wäre? Warum hat ihn Ariel Sharon ein „gerupftes Huhn“ genannt? Warum wiederholen die israelischen Medien jeden Tag, „Abbas sei fürs Frieden-machen zu schwach“?

Warum lässt Netanyahu nicht eintausend palästinensische Gefangene frei – als eine Geste des guten Willens, während er mit der Hamas über die Entlassung von tausend Gefangenen für die Rückgabe des gefangenen Soldaten Gilad Shalit verhandelt? Warum unterbreitet er Abbas Bedingungen, deren Akzeptanz für ihn politischer Selbstmord bedeuten würde ( z.B. die Anerkennung „Israels als der Staat der jüdischen Nation“)? Warum geht die Erweiterung der Siedlungen in Ostjerusalem und auf der Westbank mit erhöhter Geschwindigkeit weiter – unter Abbas’ Augen?

Die politische und militärische Führung Israels besteht nicht aus dummen Leuten. Weit davon entfernt. Wenn sie etwas tut, dessen Konsequenzen klar vorausgesehen werden können, muss man vermuten, dass es genau das ist, was sie will, selbst wenn sie das Gegenteil behauptet. Wenn alle Regierungsaktionen Hamas stärken und Abbas schwächen, liegt nicht genau das hinter ihrer Absicht?

Und tatsächlich: für die augenblickliche israelische Politik ist Abbas gefährlich. Er genießt die Unterstützung von Präsident Obama, der Israel unter Druck setzt, mit den Verhandlungen um „zwei Staaten für zwei Völker“ zu beginnen, was mit dem Rückzug aus der Westbank und der Auflösung der meisten Siedlungen verbunden wäre. Das würde ein Ende von 120 Jahren zionistischer Ausdehnung und einen fundamentalen Wandel in der Essenz Israels selbst bedeuten.

Eine Machtübernahme der Westbank würde von diesen „Gefahren“ ablenken. Kein amerikanischer Druck für einen Kompromiss. Keine Notwendigkeit für Verhandlungen. Keine „Beschränkung“ der Siedlungstätigkeit wäre nötig oder ein Kompromiss über Jerusalem. Die Besatzung könnte ungestört weitergehen.

Dies kann in der Zukunft zu einer Katastrophe führen. Aber wer denkt schon an die Zukunft?

                                        

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AUTOR:  Nahida IZZAT

 

 

Über Antisemitismus zu reden und die Beschuldigung mit Antisemitismus, ist für viele Leute  ein sensibles Thema, trotzdem habe ich das Bedürfnis, auf  einige Punkte ein Schlaglicht zu werfen.

Als Palästinenserin und als Muslimin ,die aus erster Hand Erfahrung mit Rassismus hat, ob hier in Großbritannien oder im besetzten Palästina, weiß ich, was es heißt, sich damit auseinanderzusetzen. Ich habe deshalb ein tiefes Mitleid mit denen, die unter Rassismus und Diskriminierung leiden, sei es verbal, physisch, emotional oder auf andere Weise nur deshalb weil sie „anders“ sind.

Und ich verstehe das schreckliche Gefühl,  subtilen rassistischen  Blicken ausgesetzt zu sein, die man nur selbst fühlt  – aber die Leute ringsum nicht.

Doch sehe ich einen riesigen Unterschied zwischen einer rassistischen  Bemerkung, die gegen eine Person oder eine Gruppe wegen ihres Glaubens, ihrer Volkszugehörigkeit (oder was auch immer sie von anderen unterscheidet), gerichtet ist, und einem unzufriedenen Gemurmel , einer spöttischen Bemerkung oder Sarkasmus gegen eine kriminelle Besatzungsmacht, die sich Israel nennt… wegen seiner Verbrechen.

Man sollte einen Unterschied machen zwischen der zornigen Wut, ( die entsteht) wenn man jahrzehntelang hilflos die grauenvollen, nicht-enden-wollenden Verbrechen beobachtet, die Jahr um Jahr straflos weitergehen, und dem rassistischen blinden Hass, der in einer Minderheit noch bestehen mag, die von Natur aus alles und jeden hasst, der irgendwie anders ist.

Außerdem: diese Besatzungs-Entität, Israel genannt ( ein Wort, das ich nicht einmal aussprechen mag und gewöhnlich meide) ist keine theoretische Angelegenheit, noch operiert sie in einem Vakuum; sie ist kein abstraktes Konzept, noch beruht sie auf Vermutungen-

Es ist eine Entität, die (konkret) von einem Volk betrieben wird
Von Leuten, die  Entscheidungen treffen
Von Leuten, die Politiker wählen
von Leuten, die alle in einer barbarischen Armee dienen,
von Leuten, die rassistische Überzeugungen, Haltungen und Aktionen unterstützen,
von Leuten, die das Land anderer überfallen, es enteignen und zwangsweise besetzen,
von Leuten, die Kinder ins Gefängnis setzen und Säuglinge erschießen
von Leuten, die ein Weltkulturerbe zerstören
von Leuten, die Wasser, Land, Meer und den Himmel  stehlen
von Leuten, die die Hoffnung, das Leben, die Schönheit und das Lächeln  töten,
von Leuten, die ihre Siedlungen auf dem Blut und  den Ruinen eines anderen Volkes bauen,
Es ist eine Entität von Leuten, von denen 94% für einen Angriff auf den Gazastreifen stimmten,
Es ist eine Entität von Leuten, von denen 71% wünschen, dass die USA den Iran angreift.
Es ist eine  Entität von Leuten, die schon alle benachbarten Länder angegriffen hat.
Es ist eine Entität von Leuten, die auf gestohlenem Land leben und seit über sechs Jahrzehnten ohne Zeichen von Scham, Reue, schlechtem Gewissen oder der Bereitschaft, Fehler einzugestehen und sie wieder gut zu machen.

Jeder normale Mensch mit  etwas  Mitgefühl würde sich mit Abscheu abwenden, wenn er von solch einer Entität oder solch einem Volk hört, das solche verabscheuungswürdigen  Taten begeht.
Ich kann nur mühsam begreifen, dass eine Reaktion auf solche schrecklichen Verbrechen – Israel oder Israelis betreffend – Rassismus bzw. Antisemitismus sein soll.

Eine andere Anmerkung: Wir Palästinenser haben weder Verantwortung für den Holocaust noch für den europäischen Rassismus gegen das jüdischen Volk.

Außerdem sehe ich keinen Unterschied zwischen irgendeiner Art von Rassismus, einschließlich dem gegen das jüdische Volk, der als Antisemitismus bekannt ist. Wenn wir akzeptieren, dass der Rassismus gegen das jüdische Volk etwas anderes ist, impliziert er, dass wir die rassistische Absurdität eines jüdischen Exzeptionalismus akzeptieren. Rassismus ist Rassismus. Er hat dieselben Konsequenzen.

Also sehe ich das Leiden des jüdischen Volkes (so schrecklich sie gewesen sein mögen) nicht als einzigartiges Leiden an, das eine besondere Beachtung verdient, und als wesentlich und grundsätzlich anders als anderes menschliches Leiden angesehen werden muss; in derselben Weise, sehe ich auch unser Leiden als Palästinenser nicht als einzigartig  oder unvergleichbar mit anderem Leiden an.

Weitere laut dröhnende Fragen kommen hoch:
Wie kommt es, dass wir Palästinenser so konstant an die Schrecken des Holocaust erinnert werden, mit dem wir nichts zu tun haben?
Wie kommt es, dass wir Palästinenser dasselbe Schicksal erleiden müssen wie die Opfer des Holocaust (ausgerechnet)  durch die Hände derjenigen, die weltweit prahlen „Nie wieder!“?
Warum wünscht die UNO, dass die Kinder in den Flüchtlingslagern die Geschichte der Unterdrücker und Besatzer – den Holocaust – lernen, die Kinder, die mit ihren Eltern und Großeltern die Opfer der ethnischen Reinigung (Palästinas) waren, geplant und ausgeführt aber von jenen, von denen man Mitgefühl erwartete. Wie kommt es, dass wir hartnäckig unter der Fixierung des Antisemitismus  unten gehalten werden, während wir diejenigen sind, die seit 60 Jahren (bald ein Jahrhundert)  unaufhörlich  unter einem hässlichen Rassismus (Ethnischer Säuberung, die so nach und nach die Form einer „Endlösung“ annimmt *) leiden , der von einer ganzen Bevölkerung rassistischer Zionisten ausgeführt wird*.

Ehrlich gesagt, muss ich gestehen, dass ich mir vorstelle, es würde leichter und weniger schmerzvoll für uns sein, vergast  und schnell getötet zu werden, als diese Politik des unerträglich langsamen Todes, den wir  seit  über einem Jahrhundert durchmachen.

Wie kann die Welt weiter von uns verlangen, dass wir die „Humanität“ des Siedler anerkennen, der mit seiner Frau und Kindern  – bis an die Zähne bewaffnet –  kommt und mit gezogener Waffe eine palästinensische Familie aus ihrem Haus vertreibt, all ihre Besitz hinauswirft und selbst einzieht.
Welche Art von Humanität ist das denn?

Und was noch wichtiger ist: Warum werden wir ständig darum gebeten, Mitleid mit unseren Peinigern zu haben, die uns unentwegt morden und demütigen, die versuchen, uns und unsere Geschichte zu  vernichten, und warum werden wir darum gebeten, ihre Humanität zu spüren, während sie ihr Messer tief in unser Herz drücken?

Schließlich kann ich nicht für alle Palästinenser reden, sondern nur für mich selbst, ich muss zugeben: die Ereignisse im Gazastreifen um die  Jahreswende  2008/2009 waren der letzte Strohhalm, der dem Kamel den Rücken brach. Vor diesem dachte ich gewöhnlich, es gebe noch Hoffnung, jenes Volk würde  eines Tages  zur Menschlichkeit aufwachen und bedauern. Doch je mehr ich von ihnen sehe, um so mehr wird mir klar, dass diese Hoffnung, dieser Traum leider eine Illusion war.

Während der letzten Jahre habe ich viel gelesen und mit vielen dieser „sanften Zionisten“ des sogenannten  „Friedenslagers“ debattiert. Ich fand, dass es eine äußert arrogante Gruppe von Leuten ist, die nicht in der Lage ist, die Verbrechen, die sie begangen haben, anzuerkennen, zuzugeben oder zu korrigieren.

Sie sind nur an „Frieden“ interessiert, der ihre Interessen schützt und das gestohlene Land festhält.

Außerdem stolperte ich rein zufällig vor kurzem über einige schreckliche Informationen, die  den schwerwiegenden  Verfall von Moral und Mangel an Humanität unter diesen rassistischen Zionisten enthüllte – deren ideologische Bigotterie und Chauvinismus alles andere übersteigt – dies ließ mich tagelang in einem Schockzustand; weinend, zitternd und nach Luft ringend mit Herzklopfen und Panikanfällen. Ich hoffe und  bete, dass ich bald in der Lage bin, über diese schreckliche Realität  zu schreiben, die so viel Angst und Verzweiflung verursachte und mich bis in mein Innerstes erschütterte und traumatisierte.

Zweifellos sollte die Weltgemeinschaft es den Opfern überlassen, wie man in Zukunft mit diesen Verbrechern umgeht. Nur die Opfer können die empfindlichen Wege des Vergebens oder der Strafe ermitteln. Die Opfer sollten hier das letzte Wort haben – ungeachtet, wie ihr Urteil ausfallen wird, sie sollten nicht diffamiert, beschuldigt oder moralisiert werden, denn  sie haben mehr als genug gelitten.

Für Vergebung und Versöhnung sind gewisse Vorbedingungen nötig:
1. Schluss mit den Verbrechen
2. Schuldeingeständnis
3. Bitte um Vergebung
4. Wiedergutmachung

Keine diese Bedingungen sind bisher als Option in der mächtigen, kranken, rassistischen Gesellschaft angedacht worden.

Was mich betrifft, ich habe nicht die Vollmacht, im Namen  aller Palästinenser zu reden, aber ich kann ganz ehrlich sagen, ich wünsche die zionistischen Mörder, diejenigen die direkt oder indirekt in die Massaker involviert waren, die mit dem Diebstahl des Landes, mit Unterdrückung und Unterwerfung zu tun hatten – ich will nicht, dass sie nach der Befreiung in Palästina bleiben, in dem Land, das sie unaufhörlich vergewaltigten, zerstörten und verunstalteten. Ich wünsche auch nicht, dass sie meine Nachbarn sind. Sie haben keine Achtung gezeigt, keine Wertschätzung und keine Liebe zu diesem Land und seinem Volk. Sie verdienen nicht, hier zu leben.

Das sind nur meine Empfindungen, und ich weiß, dass diese Entscheidung nicht bei mir liegt.

Mehr über Antisemitismus

Es gibt noch ein paar Punkte, auf die ich aufmerksam machen möchte:
1.) „Israel“ nennt sich selbst ein „jüdischer Staat“ und behauptet, im Namen des jüdischen Volkes zu handeln und durch jüdische Leute. Es erfreut sich noch immer der moralischen und finanziellen Unterstützung der Mehrheit der jüdischen  Gemeinden weltweit. Das Fehlen eines großen Aufschreis der Verurteilung und Distanzierung durch die Mehrheit des Weltjudentums macht es Leuten schwer, die zionistischen Juden für ihre Schuld der Komplizenschaft, der aktiven Verbindung oder passiver Selbstzufriedenheit anzuklagen, die außerhalb des besetzten Palästina leben, indem sie entweder schwiegen oder die Kriminellen  unterstützten.

2.)“Israel“ genießt den Schutz des “Sicherheitsrates“ mit dem US-Veto bei jeder UN-Resolution, die Israels endlose Liste andauernder Verbrechen und Verletzungen des Völkerrechts sanktionieren. Die „israelischen“ Kriminellen wandern immer noch straflos umher, frei vor strafrechtlicher Verfolgung durch irgendeine Gerichtsbarkeit. Diese unerträgliche Situation schürt die Wut gegen die Doppelstandards und die Sonderbehandlung, die dem jüdischen Staat gewährt wird.

3.) Der exzessive Gebrauch des Terminus „Antisemitismus“:
 a) durch zionistische Juden, die alle Nichtzionisten anklagen
 b) durch sanfte  zionistische Juden, die die anti-zionistischen Juden anklagen
 c) durch antizionistische Juden, die ihre anti-zionisischen Juden und auch die nicht-Juden des Antisemitismus verklagen, sobald sie es wagen, das Judentum kritisch zu prüfen, einige Aspekte, einige Überzeugungen,  die Haltung oder  das Verhalten desselben kritisieren. All dies hat dazu beigetragen, ein Gefühl zu schaffen, die Freiheit des Ausdruckes zu unterdrücken und zweifellos auch ein Gefühl der Einschüchterung und der Gedankenkontrolle.

Dies hat auch die Bedeutung des Wortes Antisemitismus verwässert und ihm praktisch jede Bedeutung genommen. Es wird jetzt bis zur Übelkeit  und ad absurdum benützt, auf einen einfachen rhetorischen Trick reduziert, jedem ins Gesicht geschleudert, sobald der geringste Verdacht besteht …Das Wort hat  – so fürchte ich – seine Wirksamkeit verloren, eine Form von Rassismus aufzudecken. Je mehr wir es unüberlegt ausgesprochen hören, umso gleichgültiger wird es in Zukunft verwendet werden. Ja, noch schlimmer: es mag sogar – Gott bewahre – zu einer Form des Rückschlages beitragen … die Geschichte von dem Jungen der „Wolf!“ schreit –( also blinden Alarm auslöst), ist nur zu bekannt.

Deshalb wäre ein ernsthafter Rat von jemandem, der sich Sorgen macht, für alle seine jüdischen Freunde, die wirklich daran interessiert sind, ein neues Auftauchen von wirklichem Antisemitismus und für all jene „Israelis“ sinnvoll, die sich noch etwas Humanität bewahrt haben:

1. Statt Zeit zu verschwenden und Humanität unter ‚israelischen’ Kriminellen zu suchen, würde ich sagen: deckt die israelischen Verbrechen auf und deckt die Unmenschlichkeit auf
2. trennt euch selbst vollkommen von solch einer Entität und proklamiert laut und klar seine Annullierung
3.  löst euch von der Idee, dass Antisemitismus eine Sonderform von Rassismus ist; behandelt  jeden Rassismus mit demselben Grad eindeutiger Verurteilung,
4. Versucht die Situation vom Standpunkt des nicht-jüdischen Volkes zu sehen, das  die beharrliche Behauptung  des einzigartigen jüdischen Leidens nicht akzeptieren und verstehen wird, während die Welt seit Ende des 2. Weltkrieges die Massaker von aber Millionen von Nichtjuden gesehen hat. Die Welt ist von Hass gegen Muslime erfüllt – nicht gegen Juden.
5. Mit Liebe in meinem Herzen, mit ernsthaften und reinen Gefühlen möchte ich euch aufrufen, schaut in euch und sucht nach Gründen, warum ihr das Gefühl habt, dass die Welt den Rassismus gegen euch irgendwie schlimmer oder anders akzeptiert und warum ihr das Gefühl habt,  Euer Leiden  sei so einzigartig  und anders als das der anderen; denn die Welt sieht es nicht so. Alles Leiden hat denselben Wert für die, die es durchstehen und jeder Rassismus hat dieselben Konsequenzen und muss mit derselben Schärfe geächtet werden.
6. Diejenigen von uns, die die palästinensische Sache unterstützen, werden unweigerlich des Antisemitismus angeklagt; doch macht uns  dies in keiner Weise zu Antisemiten, denn wir wissen sehr genau, dass wir es nicht sind. Also  sollten uns falsche Etiketten und falsche Behauptungen nicht von unserer Entschlossenheit abschrecken, nicht ablenken oder hindern, das zu tun, was wir für richtig halten.
7. Und schließlich, rastet bitte nicht aus, wenn Leute auf gewisse Aspekte des Judentums und der jüdischen Kultur hinweisen, die sie nicht mögen oder die sie mit Humanität, Gleichheit oder Fairness unvereinbar finden,  dies  wurde schließlich  von anderen Religionen, Glaubenssystemen und Kulturen akzeptiert: vor allem Freiheit der Gedanken und Redefreiheit und das Recht,  sich andere Ideologien anzusehen, sie zu prüfen, zu kritisieren und das auszusieben, was die moralische Entwicklung des Menschen hindern könnte.  Dies sollte  nicht in beleidigender, verleumderischer Art und Weise geschehen, sondern mit Respekt und guter Absicht und mit akademischer echter Suche nach Wahrheit.

PS. Ich weiß, dass das von mir Gesagte zu streng, ungewohnt oder schmerzlich anzuhören ist, aber ich kann nur  das aussprechen, was in meinem Herzen ist, da ich davon überzeugt bin, dass nur durch Offenheit und Ehrlichkeit, Vertrauen aufgebaut werden kann.

Es gibt ein arabisches Sprichwort: „Dein wahrer Freund ist derjenige, der dir gegenüber ehrlich ist und dir glaubt.“ „Sadeequka man sadaqak,wassaddaqak“

Das arabische Wort für ehrlich:“ sidq“ und für Freund „sadeeq“ haben dieselbe Sprachwurzel: sadaqa = die Wahrheit sagen
 (Vgl auch den Namen der isr-arab. Gruppe „Re’ut-Sadaqa“  ER)

Der Prediger des Teheraner Freitagsgebets hat betont, dass die Verhandlungen zwischen der Gruppe 5+1 und der IRI in Genf zur Ehre und Stärke Irans beitragen. Ayatollah Ahmad Dschannati bezeichnete die Genfer Gespräche als einen Sieg für Iran und hob hervor: „Die westlichen Länder wissen nun, dass sie der Islamischen Republik Iran nicht wie ein Vormund begegnen können.“
Er ergänzte: „Die Genfer Konferenz wurde aufgrund des Teheraner Vorschlagspakets abgehalten und die Bestrebungen mancher westlichen Länder, sich auf die friedlichen Atomaktivitäten Irans zu konzentrieren, schlugen fehl.“
Das Treffen von US-Vizeaußenminister William Burns mit dem Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates Irans am Rande dieser Sitzung sei auf Verlangen der amerikanischen Seite zustande gekommen, sagte er und bezeichnete die iranische Stellung als überaus ehrenhaft.
Ayatollah Dschannati unterstrich, dass diese Zusammenkunft nicht in Form von Verhandlungen stattfand und die Stellung der IRI gegenüber den USA aufgrund der Ansichten Imam Khomeinis und Anordnung des geehrten Revolutionsoberhauptes Ayatollah Khamenei Gestalt annimmt und unveränderlich ist.“
In einem weiteren Teil seiner Predigt wies er auf den 4. November (13. Aban) als nationalen Tag der Bekämpfung des Weltimperialismus hin, unterstrich dessen Wahrung und fügte hinzu: „Die Verschwörungen der Feinde der Islamischen Staatsordnung den revolutionären Bewegungen des iranischen Volkes zu schaden sind zwecklos, denn die Islamische Revolution hat ihre Wurzeln in der Religion und den Überzeugungen der Bürger.“

Ein hochrangiger libanesischer Geistlicher hat die versöhnlichen Bemühungen der USA in der Region als eine Schau bezeichnet und dieses Land als Mittäter des zionistischen Regimes bei den Verbrechen gegenüber den wehrlosen Menschen in Palästina bezeichnet. Laut Irna aus Beirut zufolge wies Allameh Seyyed Mohammad Hussein Fazllolah in seinen Predigten zum heutigen Freitagsgebet in der Nähe Beiruts daraufhin, dass die so genannten Friedensbemühungen der USA in der Region nur dazu dienen, die öffentliche Meinung zu täuschen. Er verwies zudem auf die immerwährenden Hilfeleistungen der USA an das zionistischen Regime und sagte: „Die Regierung Obamas handelt im Gegensatz zu dem was er versprach, nur zu Gunsten der Interessen Israels.“ „Mit Fortdauer dieser Politik in der Region, ermutigen die USA Tel Aviv zu weiteren Kriegen gegen die Islamische und Arabische Welt.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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