Sieben Jahre können für manche Länder eine Ewigkeit bedeuten, während sie für andere eine Zeit langsamer Veränderung sind abgesehen von der Zunahme von Handys und schnelleren Rechnern für den Verbraucher. Irak gehört in die erste Kategorie.

Vor sieben Jahren war Irak, obwohl es einem Embargo unterworfen war, ein vereintes und produktives Land. Es geschah in der Tat während des Embargos, daß Iraker Methoden der Produktion entwickelten, bei denen sie nur irakische Materialien verwendeten, und die Wirtschaft begann zu wachsen. Die Auswirkungen des Embargos wurden verringert. Das empörte die USA ungeheuer und veranlaßten sie, ihre Pläne zur Invasion Iraks zu beschleunigen.

Vor sieben Jahren war Irak von Irakern bewohnt. Heute wird dieses Wort selten benutzt. Stattdessen haben Bezeichnungen wie Schiit, Sunnit, Chaldäer, Turkmenen, Kurden u.a. das Wort ”Iraker” ersetzt.

Vor sieben Jahren zogen sich die Leute auf unterschiedliche Weise an. Es war nicht ungewöhnlich, eine Frau mit Jeans oder einem T-Shirt zu sehen. Nachts waren die Straßen mit Musikern, Dichtern, Geschichten-Erzählern und allen, die vor dem Publikum eine Show abziehen wollten, belebt. Der Sport hatte eine Blütezeit. Basketball-, Volleyball- und Fußballspiele wurden von vielen besucht.

 
Vor sieben Jahren entließ Saddam Hussein alle irakische Gefangenen und gab ihnen eine zweite Chance. Man stelle sich eine westliche Gesellschaft vor, die dasselbe machte. Ein ”brutaler Diktator” leert die Gefängnisse, während in den USA die Gefängnisbevölkerung in alarmierendem Maße zunahm. Sie wurden nicht nur mit gewalttätigen Verbrechern gefüllt, sondern mit Millionen von Menschen, deren einziges Verbrechen darin bestand, beim Rauchen eines Joints erwischt worden zu sein oder eine Pizza gestohlen zu haben – Obdachlose, die zwei Tage nichts gegessen hatten.

Heute ist Irak genau das Gegenteil. Die Gefängnisse sind überfüllt mit überwiegend unschuldigen Menschen, die schon seit Jahren eingesperrt sind und keines Verbrechens angeklagt sind. Das Straßenleben Bagdads besteht darin, sein Leben in seine/ihre eigenen Hände zu nehmen jedes Mal, wenn man sein Haus verlässt. Frauen können nicht mehr Bluejeans anziehen und das Meiste der Musik, die in den Straßen gespielt wurde, würde, wenn heute gespielt, ein Todesurteil für den Musiker oder den Sänger bedeuten.

Doch eines der wichtigsten Dokumente von vor sieben Jahren war der Brief an die UNO von Iraks Außenminister Naji Sabri  im November 2002, der Iraks Bereitschaft erklärte, die UNO-Inspektoren wieder ins Land zu lassen, um ihre Arbeit zu beenden, Irak von den falschen Anklagen reinzuwaschen, die von den USA gegen die Nation erhoben wurden. Aber über die Ankündigung der Rückkehr der Inspektoren hinaus gab Sabri eine genaue und wahre Erklärung ab zur Gesamtsituation in Irak und seiner Verpflichtung, sich von den tödlichen, illegalen Sanktionen zu befreien.

Dieser Brief sollte als eines der wichtigsten Dokumente jener Zeit angesehen werden. Doch die USA nannten ihn Betrug und versuchten, seine Verbreitung zu unterdrücken. Heute wissen wir nicht nur, daß jedes Wort in dem Brief wahr gewesen ist, sondern auch, daß er eine große Einsicht in die Schwindeleien der USA bewies, um Irak in einer Position der Knechtschaft zu halten.

Ihre Exzellenz:

Sie erinnern sich vielleicht des großen Geschreis, das von der Administration des US-Präsidenten erhoben wurde, als die größte und bösartigste Verleumdung Iraks, unterstützt in böser Absicht mit Wort und Tat von ihrem Lakaien Tony Blair, verbreitet wurde mit der Behauptung, Irak habe vielleicht Atomwaffen produziert oder ist dabei, sie zu produzieren in der Zeit, als die Inspektoren der UNO seit 1998 nicht mehr im Lande waren. Dann behaupteten sie erneut, daß Irak tatsächlich chemische und biologische Waffen produziert hätte. Dabei wußten sie ebenso wie wir und andere Länder, daß diese Fälschungen jeder Grundlage entbehrten. Aber stellt die Kenntnis der Wahrheit überhaupt noch ein Element des Umgangs in der Politik der heutigen Zeit dar, die Zeuge der Entfesselung von Bosheiten der US-Administration in ihrem vollen Ausmaß geworden ist, wodurch jede Hoffnung auf etwas Gutes beiseitegefegt wird? Kann man wirklich noch von der amerikanischen Administration etwas Gutes erhoffen oder erwarten, die sich durch ihre Gier, durch den Zionismus und durch andere bekannte Faktoren in den Tyrannen uneres Zeitalters verwandelt hat?

Wiederholen wir, daß Irak, nachdem es die Wirkung dieser Fälschungen auf einige Länder und die öffentliche Meinung gesehen hat, während manche Länder geschwiegen haben, sie mit seiner Zustimmung zur Rückkehr der UN-Inspektoren konfrontiert hat, zuerst gegenüber Ihnen, als Chef der UNO, in New York am 16. September 2002 und später in einer Presseerklärung, die gemeinsam in Wien nach einem Treffen am 30. September – 1. Oktober  zwischen der irakischen Technikerdelegation unter Leitung von Dr. Amer Al-Sa’di, dem Chefinspektor Hans Blix und Dr. Mohammed El Baradei, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiekommission (IAEA) abgegeben wurde. Aber nachdem Iraks Einwilligung zur Rückkehr der UN-Inspektoren eine bekannte Tatsache geworden ist, einschließlich der Festlegung des 19. Oktober 2002 als Datum für ihre Rückkehr, und nur wenige Stunden nach Erreichung dieser Übereinkunft hat der US-Außenminister Colin Powell erklärt, daß er die Rückkehr der Inspektoren in den Irak nicht akzeptieren würde. In der Zwischenzeit hat die Bande des Bösen wieder von der Annahme einer neuen Resolution gesprochen oder neuen Resolutionen, um etwas zu tun, worüber die Welt diskutieren kann, statt die Arbeit der Inspektoren voranzutreiben und die Tatsache zu sehen, die Irak bereits festgehalten hatte, daß Irak weder irgendwelche Massenzerstörungswaffen, ob atomare, chemische oder biologische in der Zeit der Abwesenheit der Inspektoren produziert habe oder besitze.

Dagegen waren die Vertreter der UNO und ihrer Agenturen, insbesondere jene der permanenten Mitglieder, statt sich dem anzuschließen und die Veranwortlichen für die Verbreitung von Lügen und Fälschungen zur Verwantwortung zu ziehen, eifrig damit beschäftigt, die Art und den Wortlaut der neuen Resolution zu diskutieren. Sie waren damit beschäftigt, welchen Buchstaben sie hier einsetzen oder dort weglassen sollten, bis sie einen Text annahmen in der Meinung, daß es besser sei, die Tritte eines wütenden Stieres lieber in einem kleinen Kreis zu ertragen, als den Stier bei den Hörnern zu packen. Der Text wurde angenommen unter dem Druck der amerikanischen Administration und der Drohung, daß sie die UNO verlassen würde, wenn man nicht einverstanden wäre mit dem, was Amerika wollte, was, um es gemäßigt auszudrücken, äußerst boshaft und schändlich für jedes ehrliche Mitglied der Vereinten Nationen ist, das sich an Bestimmungen ihrer Charta erinnert und sieht, daß mancher Mensch sich schämt für jene, die schamlos sind.

Herr Generalsekretär:
Wir haben zu den Mitgliedern des Sicherheitsrates, die wir kontaktiert haben oder die uns kontaktierten, gesagt, als sie uns von den Absichten der Amerikaner erzählten und deren Drohung, die Aggression gegen unser Land durchzuführen, entweder allein oder unter Beteiligung anderer, wenn der Sicherheitsrat sich nicht ihnen beuge, daß wir es vorzögen, statt zu sehen, wie die Amerikaner eine internationale Deckung erhielten, hinter der sie ihre Falschheit teilweise oder ganz verbergen könnten, daß sie die Wahrheit mit dem Dolch des Bösen ermordet hätten, was der Wahrhheit näher gekommen wäre,  und man die Vereinigten Staaten konfrontiert hätte, statt wie es nun aussieht, und daß dies einer der Faktoren ihrer Isolation in der menschlichen Gemeinschaft auf globaler Ebene wäre.

Das aggressive Verhalten der Vereinigten Staaten von Amerika und ihre eigenmächtige Zufügung von Ungerechtigkeit und Zerstörung jenen gegenüber, die seiner Ungerechtigkeit unterworfen sind, in erster Linie die Moslem und arabischen Gläubigen, sind der eigentliche Grund, weshalb Amerika seine Botschafter und andere Mitarbeiter abgezogen hat, seine Botschaften geschlossen hat und seine Interessen in vielen Teile der Welt verringert hat und den Haß der Völker der Welt erntet. Dies ist eine Situation, die kein anderes Land in der Welt zuvor erfahren hat, einschließlich der Väter des Kolonialismus. Der Sicherheitsrat jedoch oder in der Tat jene, die  dort einflußreich sind, haben, statt die Vereinigten Staaten und ihre Lakaien allein zu lassen, um das Ergebnis ihrer Bosheit zu ernten, das Unrecht gerettet statt es aufzuhalten. Wir werden sehen, daß Reue jenen nichts hilft, die untätig bleiben.

Herr Generalsekretär:

Die Stärke des Einflusses jeder internationalen Organisation beruht auf dem Glauben der menschlichen Gemeinschaft, die ihr Vertrauen in sie setzt, sobald die Organisation erklärt, daß sie gegründet wurde, um Ziele zu erreichen, die für die Menschheit wichtig sind. Wir befürchten, daß die UNO das Vertrauen und die Zuneigung der Völker verlieren könnte, das heißt, wenn es nicht schon dahin gekommen ist. Dies ist der Ausnutzung der Organisation durch mächtige Interessen geschuldet, wann immer deren habgierige Interessen zusammenfallen auf Kosten der Interessen von anderen Völkern. Schuld kann auch die Berechnung  und das Zusammenfallen der Interessen an der Lüge auf Kosten der Wahrheit haben. Daher werden die Vereinten Nationen und ihre Agenturen auf die gleiche Weise zu Grunde gehen wie ihr Vorgänger, der Völkerbund. Dann wird die Verantwortung dafür nicht die amerikanische Administration allein treffen, sondern wird auch an der Schwäche der Zaghaften liegen, die es sich erlauben, für die amerikanischen Interessen zu arbeiten angesichts der Drohungen, der Lockungen oder Versprechen der amerikanischen Administration. Derjenige, der schweigt bei der Verteidigung der Wahrheit ist ein einfältiger Tropf. Nichts scheint verwerflicher zu sein als das Schweigen, das jene wahrten, die ihre Nationen im Sicherheitsrat vertreten, als man die amerikanische Resolutionsentwurf diskutierte angesichts einer Frage, die von dem Vertreter Mexikos gestellt wurde betreffs der Möglichkeit der Aufhebung der Blockade, die Irak auferlegt worden war. Der mexikanische Vertreter sagte während der Beratungen des Sicherheitsrates über die Resolution 1441 am 8. November 2002, daß er die Erklärungen des permanenten US-Vertreters nicht überzeugend fände betreffs des Fehlens eines Passus zur Aufhebung der Sanktionen und der Errichtung einer von Massenvernichtungswaffen freien Zone im Nahen Osten, und daß er dies seiner Regierung unterbreiten werde, um Instruktionen zu erhalten. Der britische Vertreter sagte, daß er sich die Erklärungen der syrischen und mexikanischen Delegationen bezüglich der Einfügung eines Paragraphen in den Text des Entwurfes zur Aufhebung der Sanktionen angehört habe. Und er fuhr fort zu sagen, daß dem Irak die Gelegenheit gegeben wurde, sich der Massenvernichtungswaffen zu entledigen, daß der Irak aber die Gelegenheit nicht wahrgenommen habe und beschlossen habe, im Besitz der WMDs [Weapons of Mass Destruction = Massenvernichtungswaffen] zu bleiben. Folglich, fügte er hinzu, wäre es unangebracht, eine Bezugnahme auf die Aufhebung der Sanktionen einzufügen, so lange der Irak im Besitz dieser Waffen wäre, daß aber ein indirekter Bezug in dieser Richtung gemacht werden könnte.

Hier fragen wir, warum keiner der Vertreter der Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates den britischen Vertreter gefragt habe, wann, wo und wie eine derartige behauptete Entscheidung vom Irak getroffen worden sei, im Besitz von WMDs zu bleiben? Sie behandelten die vom britischen Vertreter gemachte Behauptung, als hätte sie keine Wichtigkeit für sie oder vielmehr, als wäre es für sie ohne Bedeutung, die Wahrheit zu sagen. Verweist diese Angelegenheit, in Verbindung mit anderen Dingen auf die Möglichkeit des Zusammenbruchs dieser internationalen Organisation, die gegründet wurde, um Frieden und Sicherheit aufrechtzuerhalten, die sich jetzt aber in eine Küche verwandelt hat zum Schachern der Großmächte, zur Lieferung von Schutzmänteln für Krieg, Zerstörung, Blockaden und Aushungern, die den Völkern auferlegt werden sollen?

Die Zukunft wird bestimmt werden im Licht der Möglichkeit zu Reformen oder der Unfähigkeit zu Reformen. Die Zukunft der Vereinten Nationen macht da keine Ausnahme. Folglich werden alle jene, denen wirklich an der Lebensfähigkeit dieser Organisation gelegen ist, in Taten, nicht nur in Worten, und an ihrer Arbeit auf der Basis der UN-Charta, damit Stabilität, Gerechtigkeit und Redlichkeit in der Welt herrschen sollen, ein Plan für Frieden und Freiheit ausgearbeitet wird, und damit Kooperation unter den Völkern herrschen wird, dazu aufgerufen, aufmerksam zu sein und an der UN-Charta und dem internationalen Recht festzuhalten, und nicht den Launen und unkontrollierten Instinkten jener nachzugeben, die die Welt mit ihren bösartigen Plänen und Waffen bedrohen und jener, die ihre Interessen engstirnig zu erreichen suchen, indem sie auf das Feilschen zurückgreifen auf Kosten von Wahrheit, Gerechtigkeit und Redlichkeit.

Herr Generalsekretär:

Wir wissen, daß jene, die den Sicherheitsrat zwangen, die Resolution Nr. 1441 anzunehmen, andere Beweggründe haben als sicherzugehen, daß der Irak während der Abwesenheit der Inspektoren seit 1998 keine Massenvernichtungswaffen entwickelt hat. Sie wissen, wie und wer hinter ihrer Abwesenheit stand. Wir wissen auch, daß es keinen wahren, gerechten und fairen Grund für die Annahme dieser Resolution im Namen des Sicherheitsrates nach dem allgemein bekannten Abkommen zwischen den Vertretern Iraks und dem UNO-Generalsekretär sowie der gemeinsamen Presseerklärung von Blix, El Baradei und den irakischen Vertretern gibt.

Wir informieren Sie hiermit, daß wir uns mit der Resolution 1441, trotz ihres üblen Inhalts, befassen werden. Wenn sie umgesetzt werden wird entsprechend der vorsätzlichen Bosheit der böswilligen Parteien, so ist das allein Wichtige daran der Versuch, Schaden von unserem Volk abzuwehren. Aber wir werden nicht vergessen und andere sollten es auch nicht, daß die Sicherung der Würde, Sicherheit, Unabhängigkeit der Völker und der Schutz unseres Landes, seiner Souveränität und edlen Werte eine heilige Pflicht für unsere Führung und für die Absichten unseres Regierung sind. Daher sind wir, wie wir in dem oben genannten Abkommen und der Presseerklärung gesagt haben, vorbereitet, die Inspektoren zu empfangen, damit sie ihre Pflicht erfüllen können und sicher gehen können, daß der Irak während ihrer Abwesenheit seit  1998 keine Massenvernichtungswaffen entwickelt hat.

Wir bitten Sie hiermit, den Sicherheitsrat zu informieren, daß wir vorbereitet sind, die Inspektoren zu dem festgesetzten Zeitpunkt zu empfangen. Die betroffenen Parteien sollten sich bewußt sein, daß wir uns im heiligen Monat des Ramadan befinden, was bedeutet, daß die Menschen fasten, und daß diesem heiligen Monat das moslemische Eid-Fest folgt. Nichtsdestoweniger werden wir mit den UN-Körperschaften und Beamten auf dem Hintergrund von all dem sowie der Dreistaatenerklärung von Frankreich, Rußland und China kooperieren. Im Umgang mit den Inspektoren wird die Regierung von Irak auch deren Auftreten im Auge behalten, besonders die Absichten jener unter ihnen, die böswillig sind und die mangelnden Respekt vor der nationalen Würde der Menschen zeigen, ihrer Unabhängigkeit und Sicherheit und der Sicherheit, Unabhängigkeit und Souveränität ihres Landes. Uns ist daran gelegen, daß sie ihre Pflichten in Übereinstimmung mit den internationalen Gesetzen so bald wie möglich erledigen. Wenn sie dies tun, professionell und gesetzestreu, ohne böswillige Absichten, werden die Lügen der Lügner der Öffentlichkeit bekannt werden und das erklärte Ziel des Sicherheitsrates wird erreicht werden. Es wird dann die gesetzliche Pflicht des Sicherheitsrates sein, die Blockade und alle anderen ungerechten Sanktionen gegen den Irak aufzuheben. Wenn nicht, werden alle Völker guten Willens in der Welt einschließlich Irak ihm sagen, es zu tun. Der Sicherheitsrat wird vor der Weltöffentlichkeit und dem Gesetz gezwungen werden, den Paragraph 14 seiner Resolution 687 zu aktivieren, um ihn auf die Zionistische Entität (Israel) anzuwenden und dann auf die ganze Region des Nahen Ostens, um sie zu einer Region ohne Massenvernichtungswaffen zu machen. Die Zahl der gerechten Menschen wird dann in der Welt wachsen und auch Iraks Möglichkeit, das Krächzen der Krähen des Bösen zu vertreiben, die täglich dieses Land heimsuchen und Iraker töten und ihr Eigentum mit ihren Bomben zerstören. Es wird helfen, die Stabilität der Region und der Welt zu festigen, wenn es von einer Resolution begleitet wird, die nicht auf doppelten Maßstäben beruhen wird, um der zionistischen Besatzung von Palästina und anderen besetzten arabischen Territorien ein Ende zu bereiten, falls die Kriegstreiber ihre Aggressionen gegen die Moslems und die Welt beenden.
Daher wiederholen wir durch Sie diese Worte an den Sicherheitsrat: Sendet eure Inspektoren in den Irak, um sicher zu sein und alle anderen auch – wenn ihr Vorgehen kontrolliert wird, damit es gesetzlich und professionell ist – daß der Irak keine WMDs, weder atomare, chemische oder biologische entwickelt hat wie bösartige Menschen behaupten. Die Lügen und Manipulationen der amerikanischen Administration und der britischen Regierung werden enthüllt werden, während die Welt sehen wird, wie ehrlich und angemessen die Iraker in dem sind, was sie sagen und tun. Aber, wenn den Launen der amerikanischen Administration, den Wünschen der Zionisten, ihrer Gefolgsleute, den Geheimdiensten, Drohungen und schmutzigen Versuchungen eine Chance bei den Inspektorenteams oder einigen ihrer Mitglieder gegeben wird, könnten die Farben verfälscht werden und die daraus entstehende Unruhe wird die Fakten verdrehen und die Situation in eine gefährliche Richtung lenken, was gerecht denkende Menschen bestimmt nicht wollen. Die Menschen einschließlich meiner Regierung wollen die Fakten auf den Tisch legen, wie sie wirklich sind. Die Arbeit vor Ort und ihre Umsetzung werden entscheidende Faktoren sein, ob die Absichten des Sicherheitsrates aufrichtig sind, festzustellen, daß der Irak keine der behaupteten Waffen besitzt, oder ob das Ganze nur ein bösartiger Vorwand ist von jenen, die hinter der Resolution standen, und die keine Skrupel haben, üble Verleumdungen zu äußern und der Öffentlichkeit Lügen zu erzählen, einschließlich ihren eigenen Völkern.

Lasst also die Inspektoren nach Bagdad kommen, um ihre Pflicht in Übereinstimmung mit dem Gesetz zu erfüllen, und dann werden wir hören und sehen zusammen mit denen, die hören und sehen wollen, und werden entsprechend der Verantwortung und der Pflichten eines jeden handeln. Das abschließende Wort und Bezugspunkt wird die Resolution 687 sein mit ihren Verpflichtungen für sowohl den Generalsekretär als auch den Irak, zusammen mit dem vereinbarten Verhaltenskodex, der von dem Generalsekretär in New York am 16. September 2002 unterzeichnet wurde und der Presseerklärung von Hans Blix und El Baradei in Wien am 30.9.-1.10.2002.

Herr Generalsekretär:

Übernehmen Sie bitte Ihre Verantwortung und sagen und raten sie den ungerechten Menschen, daß ihre Ungerechtigkeit gegenüber den Moslems, den gläubigen Arabern und allen anderen schwerwiegende Konsequenzen haben wird. Wir hoffen, daß Sie, Herr Generalsekretär, den Ignoranten raten werden, die Dinge nicht aufs Äußerste zu treiben, weil das Volk von Irak sich nicht damit abfinden wird, auf Kosten seiner Würde, seines Landes, seiner Freiheit oder seiner heiligen Werte zu leben. Es würde eher sein Leben geben, wenn das der einzige Weg wäre, das zu schützen, was geschützt werden muß.

Ich möchte Ihre Exzellenz auch informieren, bevor ich diesen Brief schließe, daß ich beabsichtige, Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt ein weiteres Schreiben zukommen zu lassen, in dem ich unsere Beobachtungen der Maßnahmen und Prozeduren, die die Resolution 1441 enthält, festhalten werde, die dem internationalen Recht, der UN-Charta und den bereits geklärten Fakten sowie den Maßnahmen, die in früheren relevanten Resolutionen des Sicherheitsrates enthalten sind, widersprechen.

Naji Sabri  Ahmed

Außenminister

Republik Irak

Quelle: LAGAUCHE IS RIGHTSEVEN YEARS AGO

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