Frédéric Mitterrand hat die Festnahme von Roman Polanski als einer der Ersten kritisiert. Dies bringt den Kulturminister, der aus seiner Vorliebe für Minderjährige keinen Hehl macht, nun in Bedrängnis.

Ein vor vier Jahren erschienenes Buch macht Frankreichs Kulturminister Frédéric Mitterrand Schwierigkeiten, wie französische Medien berichten. Das Buch ist seine Autobiografie «La mauvaise vie» («Das schlechte Leben»). Darin schildert der Neffe des 1996 verstorbenen Staatspräsidenten François Mitterrand seine homosexuellen Neigungen. Und er outet sich als Sextourist. Mitterrand beschreibt, dass ihn vor allem Knaben angezogen hätten, obwohl er sehr wohl Bescheid gewusst habe über die verwerflichen Hintergründe und die schlimmen Details von Prostitution und Menschenhandel. «Die sofortige Verfügbarkeit von vielen attraktiven jungen Männern hat mich in einen Zustand des Begehrens versetzt», schreibt der 62-jährige Mitterrand, «dieser Sklavenmarkt hat mich erregt.»

Diese Bekenntnisse des französischen Kulturministers erscheinen in einem anderen Licht, seit er sich für Roman Polanskis Freilassung stark macht. Am Wochenende der Festnahme des Star-Regisseurs war Mitterrand einer der ersten Prominenten, die die Schweiz kritisierten. Mitterrand hatte beklagt, der 76-jährige Polanski werde in den USA «den Löwen zum Frass vorgeworfen».

Rücktrittsforderungen

Als das Buch erschien, war Mitterrand, damals ein populärer TV-Moderator und Gay-Aktivist, noch für seine Ehrlichkeit gelobt worden. Inzwischen wird seine Vergangenheit als Sextourist und Pädophiler immer weniger goutiert, wie Medien berichten. Mitterrands sexuelle Vorliebe passt auch nicht zum weltweiten Kampf gegen den Sextourismus, an dem sich auch Frankreich – unter anderem in einem Rahmenabkommen mit Thailand – beteiligt. In der öffentlichen Debatte mehren sich die Stimmen, die Mitterrand zum Rücktritt auffordern, weil dessen Sexualverhalten eines Ministers unwürdig sei. Vor allem die Front National verlangt vehement den Abgang des parteilosen Mitterrands.

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy holte Mitterrand erst im Juni in die Regierung – angeblich auf Anregung seiner Ehefrau Carla Bruni. Jetzt soll er dem Kulturminister wieder sein Amt entziehen. Der Élysée-Palast reagierte bislang gelassen auf die Kritik an Mitterrand. Möglicherweise setzt man auf die französische Tradition der Diskretion, von der schon manche hohe Politiker mit problematischem Privatleben profitiert haben – unter anderem der Onkel des Kulturministers, der langjährige Staatspräsident François Mitterrand.

Quelle

Kommentar:

Wundert es da irgendjemanden das sich solche Personen für einen Herrn Roman Polanski einsetzen?

Es heisst ja eine Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus.

Und hier ist es so: Ein Pädophiler hackt dem anderen Pädophilen kein Auge aus.

Feine Gesellschaft!

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